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Interview | Hans-Joachim Watzke: „Zurück zu unseren Wurzeln!“ (BVB)

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 06.02.2018, 13:30 (vor 2885 Tagen) @ Phil

Moin Phil,
das Interview per se finde ich ganz gut. Wie man Watzke kennt, flüssig gesprochen und aus seiner Sicht auch nachvollziehbar:
1. über den Fall Dembélé:
Im Prinzip Haken dran. Niedrig eingekauft, teuer verkauft. Ein guter Dembélé (fußballerisch, sozial, mental) hätte dem BVB Kader gut zu Gesicht gestanden, aber da sind zu viele Unbekannte im Spiel. Vielleicht muss man beim Scouting viel mehr auf die weichen, sozialen Faktoren achten, aber man geht mit dem Teufel auch ins Bett wenn man Leute wie Lewandowski, Mkhitarya, etc. holen will.
Vielleicht sollte man sich intern mal auf eine 'ethische Linie' einigen.

2. über den Fall Aubameyang:
Im Prinzip Haken dran. Auba war lange beim BVB, am Anfang lief es sogar schleppend auf der Außenposition und erst im Sturmzentrum blühte Er auf. Das Er irgend wann weg wollte war klar. Vielleicht hätte man bei einem Verkauf zu Beginn der Saison nach China noch mehr Cash machen können.

3. über mögliche weitere Fälle:
Ist notiert, dass Internet vergisst nichts. An den Taten sollst Du sie messen ;-)

4. über (zusätzliche) Leitfiguren:
Aufgabe der Scouting und Transferabteilung. Was ich vermisse ist der eigene Stallgeruch, was ist eigentlich mit Talenten die aus der BVB Jungend kommen und Leitfiguren sein könnten.

5. über verändertes Anspruchsdenken:
Watzke hat den zweiten Leuchtturm geprägt.

6. über Borussias Rolle im europäischen Fußball-Kreislauf:
Der BVB ist immer noch elfter in der Money Liga. Das wir ein generelles Problem haben im Profizirkus haben wir hier oft genug thematisiert. An der Schieflage wird sich ohne gravierende Änderungen nichts ändern, auch wenn 50+1 fallen sollte, aber damit würde man sich jede Menge anderer Probleme einhandeln.

7. über Borussia Dortmunds Zukunft:
'Wir müssen bei der Internationalisierung neue Geldquellen erschließen, aber wir dürfen keine Politik gegen das Gefühl unserer zehn Millionen Fans in Deutschland machen'

Klingt nen bisken nach 'wasch mich aber mach mich nicht nass'. Es wird so nicht laufen, dass man immer mehr Geld generiert aber die Wurzeln der Tradition ganz ganz fast hält. An irgend einer Stelle wird man sich entscheiden müssen welchen Weg man geht. Fällt 50+1 wird es zur Nagelprobe kommen. Aber auch das ist ein Weg, dass man sagt 'Wir sollten nicht alles unter kommerziellen Gesichtspunkten tun, was möglich ist' 'Aber eine größere Einheit mit den Fans ist uns mehr wert', den Weg würden wir ja mitgehen - Aki muss das dann nur den a) 'Erfolgsfans' b) Aktionären c) Sponsoren d) Leuten im Doppelbock e) Presse etc. erklären, warum man halt mal 9 wird ;-)

Ich denke, die kriegen die Spagat zwischen Geld im Profifußballzirkus und ehrlichen echte Liebe Malocher Fußball nicht hin - [wobei man ja auch hier über ein hohes Niveau spricht (über Zahlen, Ziele und Erfolge:), welches der eine oder andere Club gerne hätte]. Dafür ziehen und zerren zu viele Interessen an dem ganzen Gebilde.

Beste Grüße,
Thomas


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