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kann mir jemand das wirtschaftlich erklären ? (Fußball und Sport allgemein)

AdamSmith, ..., Mittwoch, 02.08.2017, 15:20 (vor 3076 Tagen) @ Sascha

Bei den Beträgen wird irgendwo noch genug Geld für Steuer- und Bilanzexperten auf der Strasse liegen.

Ich würde es so konstruieren.
1) Neymar, Inc. (die Familie) schliessen einen Vertrag mit Qatar mit dem Zweck, die Bild-Rechte an Neymar für Werbung zu nutzen. Aus diesem Vertrag fließen Neymar 300 Mil. EUR zu. Die 300 Mio. EUR sind in Spanien steuerpflichtig.

2) Neymar macht von seiner Vertragsaufhebungsklausel im Arbeitsvertrag (Lizenzspielervertrag) mit dem FC Bareclona gebrauch und zahlt die Vertragsaufhebungsgebühren in Höhe von 222 Mio. EUR. Neymar ist damit vertragsloser Spieler. Die Aufhebungsgebühren werden als Werbungskosten (bzw. dem spanischen Equivalent) gegen die 300 Mio. EUR gerechnet.

3) Neymar schliesst einen Arbeitsvertrag (Lizenzspielervertrag) mit Paris Saint Germain ab. Da kein Handgeld mehr fliesst sind die Anschaffungskosten in dem Fall 0 EUR. In den Vertragsjahren hat PSG keine Abschreibungen und keine Probleme mit FFP.


Aber gerade letzterer Fall würde mich als Fiskus doch sehr interessieren, weil mit diesem Modell die Vereine doch die Besteuerung fast auf null runterfahren könnte. Was verhindert denn, dass Neymar mit dem gleichen Konstrukt in zwei Jahren für wieder selbst gezahlte 350 Mio. in die PL wechselt, die Geschäfte in den Büchern von PSG aber mit 0 € Ausgabe und 0 € Einnahme steht?

In diesem Steuerjahr zahlt der FC Barcelona Steuern auf den Verkaufsgewinn. Neymar Steuern auf die Differenz zwischen Erlösen aus Bildrechten und Vertragsaufhebungsgebühren und sonstigen Kosten (Vater).

Sollte Neymar in drei Jahren wieder mit diesem Model wechseln würde PSG einen Buchgewinn in Höhe von 350 Mio. generieren und müsste darauf die dann gültigen französischen Unternehmenssteuern zahlen. Steuerlich ist PSG in diesem Modell schlechter gestellt als bei einem konventionellen Transfer weil es über die Vertragslaufzeit keine steuermindernden Abschreibungen gibt und im Fall des Verkaufs der Buchgewinn dem Verkaufserlös entspricht. Aber es wird FFP umgangen.


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