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Neu auf schwatzgelb.de: Die Quadratur des Kreises (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Montag, 07. Oktober 2019, 15:12 (vor 38 Tagen)

Seit geraumer Zeit scheint Borussia Dortmund seine ?innere Mitte? verloren zu haben. Und zwar als Gesamtgebilde aus Mannschaft, Funktionären, Fans, Sponsoren und Angestellten. Eine Analyse.


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Neu auf schwatzgelb.de: Die Quadratur des Kreises

dozer, Mittwoch, 09. Oktober 2019, 07:34 (vor 37 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Guten Morgen alle miteinander!

Also wenn man das hier im Fred und in diversen anderen mal aufs banalste herunterbricht, dann kommt ja ja unweigerlich auf den Trichter, dass es bei unserem BVB in sämtlichen Bereichen ein akutes Kommunikationsproblem gibt.
Nicht auszudenken, wie viel Ruhe man hätte zum Arbeiten, wenn dies nicht so wäre.

So bleibt ja nur die Binsenweisheit: Reden hilft!

Ein Anfang wäre quasi schon damit gemacht PKs nicht mehr als lästige Pflicht zu sehen, sondern vielmehr als Kommunikations und Informationsinstrument. Das ist zumindest etwas wo man sich hier einig ist.

Es ist auf jeden Fall mehr als interessant gewesen, die Beiträge hier zu verfolgen :)

Die eigentliche Quadratur des Kreises...

Schleicheisen @, Anner Rur ohne "h", Dienstag, 08. Oktober 2019, 15:41 (vor 37 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Die eigentliche Quadratur des Kreises klingt ein paarmal an, ich habe sie aber noch nicht ausgeschrieben gefunden: Bereits zu Beginn wir festgestellt, dass es sich bei Borussia um ein Unternehmen handelt. Aber als "Verein" firmiert...

Damit will ich nicht die 11.458ste Diskussion über die "Professionalisierung" der Bundesliga oder profaner dem Kommerz im Fussball anfangen.

Sondern einfach darauf hinweisen dass es mit dieser Entwicklung zur nahezu notwendigen "Entfremdung" mindestens der Parteien "Fans" und "Verein", der nun eben zuerst ein Wirtschaftsbetrieb ist, kommen MUSS.

Die Zeit ab 2011 war da der zunächst letzte Zufallstreffer wo man einerseits endlich wieder an die ganz gorssen Geldtöpfe (Namens CL) kam, durch glückliche Umstände einer nicht nur sportlich sondern auch persönlich aussergewöhnlichen Mannschaft mit dem "Kinderriegel", dem "Jungen von der Tribüne KG" und dem Superjungstar aus eigenem Anbau MG dem fortschreitenden Kommerz mit dem schönen (??? ehh, ich fand es immer eher peinlich...) Deckmäntelchen "echte Liebe" und eben der Kloppschen Verrücktheit entgegen treten.

Ein Unternehmen verkauft Produkte, Fussballunternehmen, sportliche Leistung aber eben auch Unterhaltung und im Glücksfall dann eben auch Emotion. Oder noch schlimmer "Livestyle".

Da finden sich eben viele nicht (mehr) wieder, andere kommen dazu und wollen auch mal ein bisschen Hype und nen Blick auf die Süd und die finden nur doof wenn man nun doch nicht Meister wird..

Und das alles vor dem zunehmend sachlichem Hintergrund der jeweiligen Geschäftsberichte und der darin vermeldeten wirtschaftlichen Erfolge die man eben bislang nicht mit Emotion gefüllt bekommt.

Stell ich mir auch ziemlich schwierig vor und bin deshalb froh kein Kommunikationsexperte zu sein von dem man sowas dann verlangt...

Neu auf schwatzgelb.de: Die Quadratur des Kreises

Knüppler17 ⌂, Dienstag, 08. Oktober 2019, 11:56 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

In der Kommunikation gibt es große Linien, die als Dauerbrenner immer gespielt werden sollten. Konjunturelle Themen, die mal lodernd und mal auf Sparflamme brennen sollten. Und kleine Aspekte, die man mal bringen kann, wenn die Situation sie so hergibt. In allen drei Bereichen sehe ich derzeit Defizite und stimme Phil und Didi diesbezüglich zu. Konkrete Beispiele:

Große Linien: Der BVB positioniert sich als bester Club der Welt, wenn es um junge Talente geht. Ein vergleichsweise ruhiges Umfeld trifft auf vergleichsweise gute Titelchancen, sehr gute Chancen sich im Spitzenfußball zu etablieren sowie sehr gute Chancen zur Vereinslegende werden oder nach einigen Jahren einen großen Sprung zu machen.

Dieses Thema müsste kommunikativ immer gespielt werden, es müsste auf der Webseite stehen, auf der Aktionärswebseite, als Abbinder unter jeder Pressemitteilung. Es müsste auf jeder dritten oder vierten Pressekonferenz ein Satz zu jungen, talentierten Spielern fallen, die das volle Vertrauen des Vereins genießen. Genau das passiert aber nicht oder nur zaghaft. Auf der Aktionärswebseite stehen ein paar Sätze dazu, auf der Homepage muss man aber schon suchen, um solche Statements zu finden. Mindestens seit der Sommerpause habe ich darüber nichts mehr gelesen, weil es in "Meisteransage, Hummelstransfer, etablierte Spieler holen" unterging.

Das war eine verlorene Chance, weil man all diese Punkte wunderbar miteinander hätte kombinieren können: "Wir vertrauen unseren Talenten so sehr, dass wir ihnen die Meisterschaft zutrauen. Wir wollen, dass unsere Talente von den besten Spielern der Welt lernen können. Deshalb haben wir Mats Hummels zurückgeholt, um Akanji und Balerdi die ganze Erfahrung eines Weltklassespielers zu bieten. Jeder junge Spieler, der sich für Borussia Dortmund entscheidet, kann sicher sein, an etablierten Kräften wie Roman Bürki, Marcel Schmelzer, Axel Witsel, Marco Reus und Mario Götze sportlich wie menschlich zu wachsen, aus verschiedensten Erfahrungsschätzen zu lernen. Gerade auch dann, wenn es einmal nicht so läuft, wie es bei jeder jungen Mannschaft natürlich einmal vorkommen kann."

Konjunkturelle Themen: Kommerzialisierung im Fußball, Verteilung der TV-Gelder, Red Bull & Co im Fußball, UEFA Super League oder WM 2022 in Katar - auch hier werden Themen liegen gelassen, zu denen man sich nicht unbedingt äußern muss, aber durchaus äußern kann. Die Leichtathletik-WM in Doha hätte eine Steilvorlage geboten, sich zu positionieren, wie es andere Clubs getan haben.

Gerade in Zeiten, in denen es sportlich schlecht läuft, müsste hier mehr passieren. Warum nicht jeden Tag drei, vier, fünf Pressemitteilungen verschicken, in denen über die aktuellen Fortschritte beim Fanhaus berichtet wird (selbst wenn es nichts aktuelles geben sollte)? Warum nicht eine PM zur Leichtathletik-WM verschicken? Warum nicht das Länderspiel in Dortmund ausschlachten und ein großes Tagebuch führen? Warum nicht alle Ex-Spieler, die irgendwo greifbar sind, zu Interviews herumreichen und Kehl, Weidenfeller, Owomoyela, Riedle und Co gezielt ein paar unbekannte Geschichten rausjagen lassen?

Das lässt sich wunderbar kombinieren mit kleinen Themen: Warum nicht berichten, was Aki heute morgen in der Zeitung gelesen hat, was der Mannschaftsbetreuer gestern Abend lustig fand und was in den kommenden Tagen in der Mannschaftsküche auf dem Speiseplan stehen wird (mit saisonalen Rezepten für jedermann)?

Natürlich sind viele dieser Themen komplett affig, unbedeutend und kann man auf sie verzichten. Natürlich ist es in der Regel sogar klug, solche Themen nicht ständig zu bedienen. Doch muss man sich eben eines vor Augen führen: Wann immer der Druck auf die Mannschaft so groß wird, dass sie sich selbst limitiert und vielleicht in einen Negativstrudel gerät, muss eine Ablenkung her. Jürgen Klopp konnte das alleine ganz hervorragend, im gelegentlichen Doppelpass mit Aki Watzke noch besser: hier mal ein Ausraster an der Seitenlinie, da mal eine überzogene Liebesbekundung zu Verein und Mannschaft, dort mal ein paar gemeinsame Takte mit Watzke - jede Geschichte, die darum kreiste und die Aufmerksamkeit auf Klopp zog, war eine Geschichte weniger, die sich um Defizite der Spieler und Mannschaft drehte. Jede dieser Geschichten gab der Mannschaft einen Tag Ruhe, um sich auf das Sportliche zu konzentrieren.

Eben das fehlt jetzt. Man wusste bei Lucien Favres Verpflichtung, dass er keiner ist, der groß kommuniziert, das Rampenlicht liebt und seine rosa Bäckchen gerne mal in den Gegenwind hält. Ist nicht weiter schlimm, man hätte sich kommunikativ aber darauf einstellen müssen. So versucht nun Watzke wie in guten alten Kloppzeiten mit einem Seitenhieb auf Aubameyang für einen Nebenkriegsschauplatz zu sorgen - leider reagiert der so uncool, dass Zorc direkt abräumen muss und nach 12 Stunden wieder alles vergessen ist. Hätte man das mit einer cooleren Reaktion über 3-4 Tage spielen und am Köcheln halten können, wäre es topp gewesen. Jetzt sind aber schon wieder die Themen ausgegangen und gibt es ein Vakuum, in dem zwei Wochen über den Zustand der Mannschaft, die Defizite der Spieler und ihre Probleme mit dem Trainer diskutiert werden kann.

Gerade jetzt wäre es wichtig, Akzente zu setzen und so viele Pressemitteilungen zu konjunkturellen oder kleinen Themen zu verschicken, dass in den Gazetten einfach kein Platz mehr für große Texte zu sportlichen Aspekten bleibt - und seien sie noch so inhaltsleer. Leider wird aber genau das in der benötigten Taktung wohl nicht passieren.

Neu auf schwatzgelb.de: Die Quadratur des Kreises

dembowski ⌂ @, soldiner eck, Dienstag, 08. Oktober 2019, 15:34 (vor 37 Tagen) @ Knüppler17
bearbeitet von dembowski, Dienstag, 08. Oktober 2019, 15:41

Kurz nur zu Katar: Zorc hat sich da klar positioniert, deutlicher als viele andere. Nannte die Vergabe der WM noch am vergangenen Freitag eine "irre Entscheidung". Insofern ist das natürlich ein schlechtes Beispiel.

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Knüppler17 ⌂, Mittwoch, 09. Oktober 2019, 12:42 (vor 37 Tagen) @ dembowski

Kurz nur zu Katar: Zorc hat sich da klar positioniert, deutlicher als viele andere. Nannte die Vergabe der WM noch am vergangenen Freitag eine "irre Entscheidung". Insofern ist das natürlich ein schlechtes Beispiel.

Dann habe ich das nicht mitbekommen und ziehe diesen Punkt reumütig zurück. Habe die Wissenslücke zwischenzeitlich über Google schließen können.

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Freyr @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:26 (vor 38 Tagen) @ Knüppler17
bearbeitet von Freyr, Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:32

Große Linien: Der BVB positioniert sich als bester Club der Welt, wenn es um junge Talente geht. Ein vergleichsweise ruhiges Umfeld trifft auf vergleichsweise gute Titelchancen, sehr gute Chancen sich im Spitzenfußball zu etablieren sowie sehr gute Chancen zur Vereinslegende werden oder nach einigen Jahren einen großen Sprung zu machen.

Dieses Thema müsste kommunikativ immer gespielt werden, es müsste auf der Webseite stehen, auf der Aktionärswebseite, als Abbinder unter jeder Pressemitteilung. Es müsste auf jeder dritten oder vierten Pressekonferenz ein Satz zu jungen, talentierten Spielern fallen, die das volle Vertrauen des Vereins genießen. Genau das passiert aber nicht oder nur zaghaft. Auf der Aktionärswebseite stehen ein paar Sätze dazu, auf der Homepage muss man aber schon suchen, um solche Statements zu finden. Mindestens seit der Sommerpause habe ich darüber nichts mehr gelesen, weil es in "Meisteransage, Hummelstransfer, etablierte Spieler holen" unterging.


Weil das nicht zum BVB in seiner Realität passen würde. Das würde hier innerhalb von Sekunden auseinandergenommen werden.

Ich sehe es schon vor mir: "Der BVB blamiert sich jetzt nicht nur auf dem Platz sondern auch in der Außendarstellung. Von wegen "bester Club der Welt, wenn es um junge Talente geht", frag mal bei Merino nach, oder Isak was die zum Klub sagen. Weder Burnic noch Ducksch haben hier den Durchbruch zum Profifußball geschafft. Gomez wurde nach 1,5 Jahren weiterverliehen und Balerdi spielt höchstens im Westfalenstadion, wenn die Nationalhymne ertönt. Larsen ist Ersatz vom Ersatz und Raschl dürfte keine Chance haben"

"sehr gute Chancen zur Vereinslegende werden"
Wer hat das eigentlich zuletzt geschafft. Der größte Sündenbock aller Zeiten Sahin, Schmelzer, dem schon fast ein Hass entgegen schlug, nicht; auf Hummels dürften die wenigsten gut zu sprechen sein. Auf Großkreutz blicken die meisten abschätzig, Götze ist "Pummel". Wer war die letzte Legende? Piszczek, Kehl? Richtig gefeiert wurde er auch nicht.

"ruhiges Umfeld"
dem würde ich absolut widersprechen. Nur bei maximalem Erfolg (Fastmeister). Ansonsten ist das Umfeld doch hektischer als bei Blau.

----------------

Quasi jeder einzelne aufgezählte Punkt findet Gegenbeispiele oder trifft nicht zu.
Wir setzen nun mal nicht hauptsächlich auf ganz junge Spieler. Sie sind nur Teil dessen. Es ist nicht ruhig hier. Wir haben nur eine Außenseiterchance auf den Titel. Und Spieler werden hier nicht wohlwollender betrachtet als anderswo.

Und selbst wenn. Bei welcher Mannschaft findet sich so ein Slogan der auf der "Webseite stehen, auf der Aktionärswebseite, als Abbinder unter jeder Pressemitteilung" kann.
Més Que Un Club, Mia san Mia, Hala Madrid sind nichtssagende Floskeln. (ähnlich wie "Echte Liebe")
Selbst bei einem Klub wie Porto mit einem der positivsten Images im Fußball (Drehkreuz der Talententwicklung, Südamerikaschmiede) findet sich nichts davon.

Daher sind das Dinge die unrealistisch sind und aus gutem Grund bei keinem Klub solch eine Erwähnung finden.

Neu auf schwatzgelb.de: Die Quadratur des Kreises

Elmar @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:01 (vor 38 Tagen) @ Knüppler17

Super Beitrag!
Meine Tipp. Gründe das Knüppler Kommunikations Kombinat. Wobei - Vielleicht ist die Abkürzung etwas gewöhnungsbedürftig.

Die großen Leitlinien könnten durchaus noch differenziert werden. Das Miteinander hier in Dortmund könnte stärker rausgearbeitet.
Ja, wir können Meister werden und dann brennt ganz Dortmund, aber wir müssen nicht und trotzdem stehen wir zusammen.
Das verbindende Element von Borussia sollte noch mehr kommuniziert werden.

Stichwort Ruhrpott
Wir müssen ja nicht gleich das Malocher-Klischee überstrapazieren (siehe Spielertunnel in Herne). Aber wo wir herkommen und dass Hoesch ein Keimzelle des BVB war, kann man auch regelmäßig mal anbringen.

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Sascha @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 15:28 (vor 37 Tagen) @ Elmar

Stichwort Ruhrpott
Wir müssen ja nicht gleich das Malocher-Klischee überstrapazieren (siehe Spielertunnel in Herne). Aber wo wir herkommen und dass Hoesch ein Keimzelle des BVB war, kann man auch regelmäßig mal anbringen.

Ich glaube, dass wir genau damit das Problem noch verschlimmern würden, weil diese ganze RuhrpottMalocherKohleundStahlKiste das Ruhrgebiet nämlich genau so hemmt wie uns dieses Hinterhergeweine nach Jürgen Klopp.

Das Ruhrgebiet entwickelt kaum positive Zukufntsziele darüber, wo es hin will und wogfür es in Zukunft stehen wird. Stattdessen beschwört man die kohlenstaubgeschwängerte Luft von vor 100 Jahren und verklärt die Vergangenheit zum Mythos für die Zukunft.

Dabei würde es uns viel weiterbringen, wenn wir z.B. mehr daran arbeiten würden, einen gemeinsamen ÖPNV zu verwirklichen, statt diese scheiß Kleinstaaterei weiter zu betreiben und das nächste Montanindustriedenkmal zu planen.

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Elmar @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 16:49 (vor 37 Tagen) @ Sascha

Kleinstaaterei und Rückwärtsgewandtheit sind nicht die Attribute, die ich aus der Zeit meine.
Grundsätzlich rennst du da bei mir offene Türen ein. Die Metropole Ruhr hat so viel Potenzial und macht so wenig draus.

Die Besonderheiten des Potts sind für mich:

- Toleranz und Offenheit. Es sind so viele Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Ländern zum Malochen gekommen, da wirst du ja bei Heimattümelei oder Ausgrenzung ganz kokolores.

- klare Wort. Wir werfen uns Dinge an den Kopp, da würdest du in anderen Regionen Streit vom Zaun brechen. Aber wir wissen ja wie es gemeint ist.

Außerdem

- Zusammenhalt.
- Fähigkeit zum Wandel

Und das sind Dinge, die auch in Zukunft tragfähig sind.

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hubert @, Düsseldorf, Dienstag, 08. Oktober 2019, 21:27 (vor 37 Tagen) @ Elmar

Eine weitere Besonderheit des Potts ist aus meiner Sicht die Fähigkeit zur Empathie.
Gruß
Hubert

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RE_LordVader @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 15:44 (vor 37 Tagen) @ Sascha

Ich bin ja schon eher ein Fan der Geschichte (auch allgemein, aber auch im kleinen)... stimme Dir aber definitiv zu, dass man das echt nicht übertreiben sollte.

Auch dieses in letzter Zeit sehr einseitige "Gedenken" der Montanzeit finde ich nicht wirklich zielführend.
Da gibt es so viel mehr, auch gerade hier in Dortmund. (Die Hansezeit sei nur ein Beispiel).

Ja ich fand es schon sehr wichtig bei der Stilllegung der letzten Zeche dem ganzen zu gedenken, und auch das Steiger-Lied bei passenden Gelegenheiten ist nicht verkehrt. Auch gerade aktuell weil die Integration von Zugezogenen in der Zeit letztlich deutlich besser funktionierte obwohl de facto mit größeren Unterschieden umgegangen werden musste.

Ich denke aber auch, dass man als heutzutage gesellschaftlich breiter aufgestelltes Unternehmen diese Breite auch reflektieren sollte und sich nicht ausschließlich auf das Umfeld der Gründer als alleinige Geschichtliche Herkunft beschränken sollte. Denn das hätten die Gründer wahrscheinlich auch nicht getan, wenn sie nicht in einer Welt gelebt hätten wo gezwungener Maßen die eigene Welt drei Querstraßen weiter endete. Das ist natürlich überspitzt formuliert, trifft von Ausnahmen wohl eher zu. (Und auch ein Kriegsdienst in der Fremde ist da mMn leider eher kein Widerspruch).

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rajol @, Pulheim, Dienstag, 08. Oktober 2019, 20:46 (vor 37 Tagen) @ RE_LordVader

Was ist denn hier wieder los: dieses Ausgreifen in das große Ganze, das dem Unternehmen BvB Sinn verleiht.
Eher stimmt wohl dies: Wir kommunizieren uns zu Tode

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Sascha @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 15:50 (vor 37 Tagen) @ RE_LordVader

Ich komme auch aus einer echten Bergmannfamilie, bin im Schatten eines Förderturms aufgewachsen und mag den Pott total. Ich finde es aber falsch, wenn man immer nur heraus stellt, was man mal war und dabei vergisst, darüber nach zu denken, was man mal sein möchte. Und dieser Ruhrpottmythos ist hier einfach so übermächtig, dass er hemmt.

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Tremonius09 @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 14:00 (vor 38 Tagen) @ Elmar

...wie wärs mit AKK (Allgemeines Kommunikations Kombinat),oder ist das Kürzel zu negativ besetzt.
In der Tat klingen die Vorschläge zu einer Komm.-Strategie begrüßenswert!

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Elmar @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 14:06 (vor 38 Tagen) @ Tremonius09

Der Kommunikationsknüppler find ich auch schlagkräftig.

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bastlke @, Kempten, Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:52 (vor 38 Tagen) @ Elmar


Stichwort Ruhrpott
Wir müssen ja nicht gleich das Malocher-Klischee überstrapazieren (siehe Spielertunnel in Herne). Aber wo wir herkommen und dass Hoesch ein Keimzelle des BVB war, kann man auch regelmäßig mal anbringen.


Ich glaube das Maloche Klischee passt zu Spielern wie Sancho, Brandt usw. einfach nicht, und da wirkt der Club dann in meinen Augen auch nicht authentisch.

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Elmar @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:57 (vor 38 Tagen) @ bastlke

Das ist schon klar.
Aber den gelebten Strukturwandel am BVB zu zeigen, finde ich sinnvoll.
Und zu wissen, wo unsere Wurzeln sind.

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bastlke @, Kempten, Dienstag, 08. Oktober 2019, 14:48 (vor 38 Tagen) @ Elmar

Ja, das sehe ich schon auch so.

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hanno29 @, Berlin, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:26 (vor 38 Tagen) @ Knüppler17

Du solltest umgehen eine Bewerbung an den Verein schicken - Probleme erkannt, Lösungen parat! Top Beitrag.

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Vertigo74, Süd, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:24 (vor 38 Tagen) @ Knüppler17

geh ich komplett mit dir... mir fehlt die Moderation, oder auch ein Nebenplatz, wo man zur Not aufmacht, um vom ganzen unsäglichen Mist der letzten Wochen abzulenken. Man mag von Uli H. halten was man will, aber das konnte, kann er. So schrecklich die PK mit Grundgesetz etc. war letztes Jahr. So aber hat er den Druck und die Diskussion von der Mannschaft genommen. Die Augen waren auf ihn gerichtet und die roten konnten Trainer in relativer Ruhe sortieren und justieren.

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sims87 @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:15 (vor 38 Tagen) @ Knüppler17

Wow, sehr interessanter Beitrag, da ist wirklich viel Wahres und Spannendes drin. Da merkt man, wie schwach unser Club derzeit in Sachen Kommunikation unterwegs ist.

Daumen hoch!

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Trip @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:07 (vor 38 Tagen) @ Knüppler17

Gerade jetzt wäre es wichtig, Akzente zu setzen und so viele Pressemitteilungen zu konjunkturellen oder kleinen Themen zu verschicken, dass in den Gazetten einfach kein Platz mehr für große Texte zu sportlichen Aspekten bleibt - und seien sie noch so inhaltsleer. Leider wird aber genau das in der benötigten Taktung wohl nicht passieren.

Arbeitest du in der PR-Branche? :-) Das ist eine gute Strategie für Krisenkommunikation des Unternehmens, als Fan oder Vereinsmitglied kann es einen bei dieser wohlkalkulierten Vorgangsweise schon etwas schütteln. Oder geht es wirklich erst einmal nur darum, wieder Ruhe ins Umfeld zu bringen?

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Knüppler17 ⌂, Mittwoch, 09. Oktober 2019, 12:56 (vor 37 Tagen) @ Trip

Arbeitest du in der PR-Branche? :-) Das ist eine gute Strategie für Krisenkommunikation des Unternehmens, als Fan oder Vereinsmitglied kann es einen bei dieser wohlkalkulierten Vorgangsweise schon etwas schütteln. Oder geht es wirklich erst einmal nur darum, wieder Ruhe ins Umfeld zu bringen?

Es geht darum, andere Bezugspunkte zu schaffen. In München erklärt Hoeneß, man habe ja keine Vorstellung, was für Granaten im Sommer kommen werden - statt mauer Auftritte, Streit in der Mannschaft und ungelöster Probleme mit Boateng & Co ist ein Thema geschaffen, über das man sich zerfleischen kann. Und Hoeneß erträgt es einfach.

Gleiches Thema bei der Menschenrechts-PK, bei der verurteilte Straftäter mit Knasterfahrung berichten, wie man so zwischenmenschlich miteinander umzugehen habe. Tagelange Diskussion garantiert, die mauen sportlichen Auftritte direkt aus der Sicht.

Der BVB hat ausreichend Themen, die man immer spielen kann und die immer interessieren. Dazu noch kleine Themen, die eigentlich überhaupt nicht interessieren, für die sich aber immer noch Fans begeistern können. Das sind alles Dinge, die in einem anderen Unternehmen gerade nicht funktionieren - bringt VW in der Mitte der Dieselaffäre diverse Nutzlosinfos raus, fliegt ihnen das in einem gewaltigen Shitstorm um die Ohren. Gerade im Fußball, wo man es mit Fans zu tun hat, die im Zweifel noch den letzten Blödsinn diskutieren, kann das aber funktionieren: Taktung hoch halten, irgendetwas zur Diskussion vorlegen und über solides Grundrauschen andere Themen überlagern.

Weiteres Beispiel: Wir hören immer wieder, die sportlichen Defizite seien nicht auf die Mentalität zurückzuführen. Obwohl in der Vergangenheit Mentalität schon immer wieder ein Problem gewesen sein soll, weshalb bei Verpflichtungen nicht mehr nur Schönspieler, sondern vor allem auch Charaktere verpflichtet werden sollten (zuletzt im Sommer Mentalitätsspieler Hummels). Wenn Mentalitätsprobleme also der Vergangenheit angehören: Wann bekommen wir aus berufenem Mund zu hören, woran es derzeit hapert? Oder, wenn man das nicht sagen kann bzw. möchte, woran es derzeit hapern könnte?

Es ist nicht so, dass die Themen und Diskussionspunkte nicht da wären. Man kann eben nur zusehen, wie andere die Themen nach eigenem Gusto diskutieren, oder selbst Deutungshoheit erlangen, indem man die Lösung direkt liefert.

Kommunikation des Vereins

hanno29 @, Berlin, Dienstag, 08. Oktober 2019, 11:09 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

in Sachen Guerreiro:

Zorc erzählte doch vor einem Monat, was für ihn ja schon eine Insiderinfo war, dass die VVL bevorsteht, dann vor oder nach dem Frankfurt-Spiel, man befinde sich in der finalen Phase.
Fast 3 Wochen später, nach der letzten Wasserstandsmeldung, die so geklungen hat, dass die VVL unmittelbar bevorsteht ist nichts passiert.
Man geht damit doch nicht an die Öffentlichkeit, wenn noch nichts feststeht, ansonsten erlebt der BVB (s)ein (nächstes) Kommunikationsdesaster, wenn der 2020 ablösefrei den Verein verlassen sollte, oder, die VVL ist bereits geschehen, es wurde noch nichts verkündet, was dann wiederum zum BVB passen würde, dessen Kommunikation ja eher 2. Liga Niveau stattfindet, wenn man sich nur mal die Kommunikation von Verletzungen vergegenwärtigt.
Zum Social Media Auftritt des Verein hatten wir gesten schon diskutiert, der ist auch mehr als ausbaufähig, für einen europäischen Top-15 Klubs, nicht mehr zeitgemäß.

Den Mehrwert den Zorc auf den PKs darstellt, kann man übrigens auch infrage stellen. Neben dem nicht gerade redseligen Favre, dem auf einer gewissen Art arrogant wirkenden Fligge, der kritische Fragen auch mal schnell abkanzelt, reiht sich Zorc da sehr gut ein, mit zuletzt schnippischen Antworten, auf Fragen der Jourlisten, denen man in dieser Hinsicht aber auch kein gutes Zeugnis ausstellen kann, deren Fragen sind so vorhersehbar, wie die Antwort der Personen auf dem Podium. Oder sie haben bereits aufgeben, weil kritische Fragen eher weniger gut ankommen

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fallrückzieher @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 10:15 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Guten Tag,

zunächst ganz herzlichen Dank für eure Mühen und den sehr interessanten Beitrag.

Ein paar Gedanken hierzu von meiner Seite:

Zunächst bin ich durchaus irritiert, dass es ein solches Leitbild beim BVB nicht gibt. Ich stimme euch zu, dass uns eine solche langfristige Orientierung sehr helfen würde.

Zu meiner persönlichen Erfahrung in Unternehmen gehört, dass ein Leitbild im normalen Tagesgeschäft eine sehr gute Hilfestellung ist, insbesondere in Fragen der Kommunikation. Gleichzeitig habe ich aber auch festgestellt, dass in wirklich komplexen und schwierigen Situationen kein Mensch in ein Leitbild schaut. Dann geht es doch immer um Entscheidungsträger bzw. Personen und deren Richtungsentscheidungen.

Unstrittig ist, dass unsere Kommunikationsabteilung stark verbesserungswürdig arbeitet.

Im sportlichen würde ich mir übrigens auch eine klare corporate identity wünschen, also eine recht konkrete Festlegung, wie der Fußball des BVB auszusehen hat. Konkreter in jedem Fall als ein "wir wollen attraktiven Fußball spielen". Und unser scouting müsste dann die klare Aufgabe haben, einerseits Spieler für genau diesen Fußball zu suchen und andererseits auch eine ständig aktuelle Liste mit Trainern, die genau für solch einen Fußball stehen.

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Poeta_Doctus @, Osnabrück, Dienstag, 08. Oktober 2019, 10:29 (vor 38 Tagen) @ fallrückzieher

Im sportlichen würde ich mir übrigens auch eine klare corporate identity wünschen, also eine recht konkrete Festlegung, wie der Fußball des BVB auszusehen hat. Konkreter in jedem Fall als ein "wir wollen attraktiven Fußball spielen". Und unser scouting müsste dann die klare Aufgabe haben, einerseits Spieler für genau diesen Fußball zu suchen und andererseits auch eine ständig aktuelle Liste mit Trainern, die genau für solch einen Fußball stehen.

Wobei das ja nicht ganz "nicht" passiert ist. Eine gewissen Leitlinie ist da mMn. schon erkennbar.
Nach Klopp (bzw. schon während dessen letzen Jahren) hat man sich entschieden, dass wir mittlerweile fast immer der Favorit in der Liga sind und dementsprechend unseren Ballbesitz mehr kultivieren müssen.
Daher dann die Entscheidung für Tuchel, durchaus nachvollziehbar. Was folgten, waren aller Querelen zum Trotz zwei sportlich erfolgreiche Jahre.
Stöger klammere ich jetzt mal aus, weil der nicht geplant kam, sondern einspringen und den wankenden Kahn noch ins Ziel manövrieren musste.
Also kamen nach Tuchel Bosz und Favre. Beide passen aber zur vorher beschriebenen Marschrichtung. Beide lassen nämlich Ballbesitzfußball spielen. Die Pillen haben z.B. unter Bosz afaik immer einen sehr hohen Ballbesitzwert, auch Ajax zuvor. Wo sich beide dann natürlich deutlich unterscheiden, ist darin a) was mit dem Ball dann passieren soll bzw. wo der Ballbesitz sich v.a. abspielt und b) wie gegen den Ball verteidigt wird. So völlig absurd wie oft dargestellt ist die Abfolge Tuchel, Bosz, Favre unter diesem Aspekt mMn. nicht. Auch wenn gerade die Unterschiede zwischen Bosz und Favre dann auch nicht von der Hand zu weisen sind.
Jetzt stellt sich natürlich einerseits die Frage
a) ob ein gepflegtes Kurzpassspiel auch weiter im Fokus stehen soll (Hinterfragen des aktuellen Mantras)
b) ob das aktuelle Matra weiter präzisiert und ausgeschärft werden muss, z.B. dass wir eben nicht nur ein gutes Kurzpassspiel mit dementsprechenden Ballbesitz sondern auch ein aggressives Arbeiten gegen den Ball als Leitbild haben wollen. Das hätte letzlich den Vorteil, dass man die gesamte Ausbildung darauf ausrichten kann und ebenso Trainerunabhängig alle Transfers (so wie es afaik z.B. Barca und Ajax, aber auch die Brauseabteilungen machen), andererseits engt man seine Trainerauswahl dadurch natürlich schon deutlich ein und müsste eventuell auch mal bereits sein, Experimente diesbezüglich zu machen.

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bastlke @, Kempten, Dienstag, 08. Oktober 2019, 09:44 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Hallo Phil und Didi,

erstmal danke für die offene, und schockiernende Darstellung/Einordnung der Sachverhalte. Ganz losgelöst vom BVB, sondern als Arbeitnehmer gesehen, wünscht man sich doch einen Chef, der motiviert, einen fordert, man selber Förderung erhält und man die gemeinsam definierten Ziele dann im Idealfall erreicht. Das Bedarf dann natürlich einer klaren Positionierierung, und zwangsläufig trennt sich die Spreu vom Weizen. Aber: Die Führungsriege gibt doch den gemeinsam erarbeiteten Weg vor, alle sind eingeladen diesen erfolgreich zu erreichen, wer das nicht möchte darf/soll gerne gehen. Natürlich Bedarf dies einer ständigen Justierung. Wenn Mängel/Versäumnisse erkannt werden, müssen diese abgestellt werden. Der Verein sollte/darf doch gar nicht den Anspruch haben, es jedem Fan Recht zu machen - das wird auch nie klappen, aber er sollte eine Philosophie und Zielsetzung haben, die er verteidigt, und klar vertritt.

Warum hier erfahrene und gut bezahlte Unternehmer dafür nicht Sorge tragen, bleibt mir ein großes Rätsel, und stellt diese für mich natürlich in Frage. Wenn Abteilungen schlecht arbeiten muss dies erkannt werden (Marketingabteilung.

Für mich war der BVB ein Verein, der durch Leidenschaft und Kampf die Südtribüne begeistert hat. Aber oft war das die David gegen Goliath Sichtweise. Wir sind die finanziell schwachen, in einer hart arbeitenden Region, und schaffen es gegen die reichen Bayern zu punkten, im Idealfall sogar zu gewinnen. Dies ist doch seit Jahren nonsens. Wir sind doch längst ein Verein mit gutbezahlten Technikern die größtenteils lieber spielen als malochen. Ist für mich kein Problem, aber die Erwartungshaltung die durch diese Techniker, zu diesen Preisen, entsteht, möchte auch befriedigt werden.

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huerde @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 09:16 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Guten Morgen,

ich fürchte ich bin der einzige, der sich in dem Artikel nicht wirklich wieder findet. Ein paar Ansätze sind sicher richtig (Sancho und Schmelle in einem wird es nicht geben). Aber andererseits ist es auch naiv zu glauben, dass das anders sein könnte. Wir sind ein gigantisch großer Verein mit einem entsprechend heterogenen Einzugsbereich geworden. Natürlich werden da alle Entscheidungen unterschiedlich beurteilt. Und ich finde, nach der starken vorigen Saison und den vielversprechenden Transfers bei gleichzeitig ehr mauen Transfers der Bayern, war schon eine gewisse Euphorie zu erkennen. Auch die Rückholaktion von Hummels lief verhältnismäßig geräuschlos.

Ich würde unser eigentliches Problem mit dem der Bayern um ca. 1990 vergleichen. Die waren damals für die Liga zu groß geworden nach vier Meisterschaften in fünf Jahren. Damals kannten die das in diesem Maße noch gar nicht. Für Europa waren sie aber etwas zu klein. Damals hatte Hoeneß dann die abstruse Idee, Zuschauern das Eintrittsgeld zurück zu geben, wenn man die kleinen der Liga Zuhause nicht mit mindestens drei Toren Vorsprung schlagen würde. Und Heynckes brüllte 1990 bei der Meisterfeier sein Versprechen vom Balkon, im nächsten Sommer den Europapokal zu holen. – Wie die Sache ausging ist allseits bekannt. Die Bayern holten den Europapokal nicht und Heynckes musste ca. 15 Monate später nach einem 1:4 Zuhause gegen die Stuttgarter Kickers gehen.

Irgendwie sehe ich uns aktuell in einer ähnlichen Situation: Für die nicht-Champions-League-Plätze sind wir zu groß geworden (wie eine eigentlich grottige Saison, die mit Stöger ehr notdürftig zu Ende gebracht wurde, beweist). Für die Meisterschaft reicht es aber selbst bei fast idealem Verlauf (wie in der Vorsaison) nicht. Wo soll man da (als Spieler, Fan, sportlicher Leiter, … ) die große Euphorie her nehmen. Also wird mal unabgestimmt der Meisterschaftsansprung raus gehauen, der einem recht schnell wieder um die Ohren fliegt. Ohne diesen wäre es jetzt aber auch in keinster Weise anders. Die Fans kommen schon selber auf die Idee nach vorne zu schauen, wenn von hinten keinerlei Gefahr droht. Und wenn die Bayern dann mal etwas holprig in die Saison starten und wir lassen dann zum Teil auf lächerliche Weise Woche für Woche Punkte gegen bestenfalls Durchschnittsteams liegen, und das wegen immer den selben stümperhaften Fehlern… dann liegt das nicht an einer fehlenden gemeinsamen Ausrichtung.

Das Problem an der Sache wird aber bleiben: Du wirst keine maximale Ekstase entfachen können, wenn man zum x-ten mal in Folge zweiter wird. Und so lange es für Platz 1 nicht reicht, wird es eben ein Murren und Raunen geben. Alles andere wäre im Übrigen auch nicht normal.

Und es liegt nicht daran, dass man in großer Mehrheit unter Meisterschaft nichts mehr ertragen kann. Hätte der Anschlag auf fürchterliche Weise maximalen Erfolg gehabt (was glücklicherweise nur sehr bedingt der Fall war), dann wären alle nach einer Phase des Entsetzens wieder zu begeistern gewesen, mit den paar Zuhause gebliebenen und Jungspunden aus der zweiten Mannschaft irgendwie in den Abstiegskampf zu stürzen. Aber (auf heute übertragen) mit Sancho, Witsel, Reus, Hummels, … um Platz 4 kicken (unabhängig davon, dass man dann auch noch emotionsloses Ballgeschiebe ertragen muss) … das reicht einfach nicht um Woche für Woche die Massen zum Ausrasten zu bringen.

Fazit: Wir müssen doch Meister werden. Oder wir müssen erst mal wieder total abstürzen um dann wieder dem Kampf um Platz 6 was geiles abgewinnen zu können (und hier unterscheiden wir uns eben doch noch von den Bayern. - Ich bezweifele, dass die mit einer solchen Euphorie die Spiele einst gegen Udine hätten angehen können). - Oder die Konkurrenz muss besser werden und der Kampf um die Plätze muss wieder ausgeglichener werden (da bin ich bei den CL-Geldverteilungen aber mehr als skeptisch).

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Phil @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 09:56 (vor 38 Tagen) @ huerde

Ich kann deine Einwände und Hinweise sehr gut verstehen und finde sie auch durchaus plausibel. Beileibe haben weder ich, noch Didi, die Weißheit ja allein gepachtet.

Es ist ein Denkanstoß, so gedacht gewesen und vor allem durchaus gewollte Kritik an jenem Bereich im Konzern, der eben für diese Frage zuständig ist.

Dass dies nicht für sich alleine steht, ist klar. Daneben gibt es auch viele andere Felder, die es gilt zu analysieren und zu verbessern.

Aber in diesem Segment, worüber du auch jetzt schreibst, ist es am Ende wohl auch ein wenig eine Glaubensfrage: Führt Erfolg zu einer guten Kommunikation und einem "guten Umfeld", oder braucht es eine gute Kommunikation und ein "gutes Umfeld", um Erfolg zu haben.

Ich persönlich glaube an letzteres. Ein Boden muss gut kultiviert werden, wenn man dicke Kartoffeln ernten will. Macht man das nicht, können die Setzlinge noch so hochwertig sein, die Ernte wird nicht gut ausfallen.

Aber klar ist auch, wenn der Boden hervorragend kultiviert ist, man aber eine miese Saat auswählt, wird auch das nur bedingt zu dem führen, was man sich erhofft.

MFG
Phil

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weissewiese @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 11:12 (vor 38 Tagen) @ Phil

Führt Erfolg zu einer guten Kommunikation und einem "guten Umfeld", oder braucht es eine gute Kommunikation und ein "gutes Umfeld", um Erfolg zu haben.

Spannende Frage. Ich wäre da eher bei „Erfolg führt zu einer guten Kommunikation“. Auch wenn ich grundsätzlich bei dir bin, dass Dinge besser funktionieren, wenn alle Rädchen ineinader greifen, ist die Antriebsfeder ursächlich das Sportliche in meinen Augen. Dann entstehen Dynamiken, dann fügen sich die Dinge. Trotz aller Tradition und Kultur unseres Vereins, ist es der sportliche Wettkampf, der ihn begründet, am Ende gehen die Leute wegen 11 Spielern ins Stadion, die sie siegen sehen wollen. Die Vorstellung, dass „ein gutes Umfeld“ Erfolg bedingt, impliziert ja auch, dass man dadurch einen Hebel hat, den man umlegen kann. Diese Sichtweise vermittelt eine Handlungsoption in unserer sportlich gerade schwer erklärbaren Situation, um dieses passive Gefühl derzeit zumindest ein wenig aus den Kleidern zu bekommen. Ich finde das auch versöhnlicher, aber sobald die Erwartungshaltung durch sportlichen Erfolg befriedigt wird, erübrigen sich wieder alle Diskussionen. Wir haben in m. M. n. einen fussballfanatischen, akribischen Trainer, der einen Plan verfolgt, welcher für alle momentan kaum oder nicht nachvollziehbar ist. Entweder der Plan wird in den nächsten Spielen – vor allem für die Mannschaft – nachvollziehbar und führt bald zum Erfolg – oder eben nicht. Dann steht der nächste Trainer auf der Matte.

Und man verkauft ein Produkt im besten Falle so, wie es ist. Auch wenn es sich bei all den Emotionen kühl anhört, ist das Produkt von Borussia Dortmund Fussball. Wenn das Produkt derzeit nicht befriedigt, muss man es wieder verbessern. Da hilft es auch erstmal nicht, wenn man sagt, dass es besser ist, als es aussieht. Aber das Produkt Fussball ist eben nicht so plan- und verbesserbar, wie andere Produkte. Es gibt zu viele Unwägbarkeiten im erfolgreichen Funktionieren einer Mannschaft. Man braucht eben auch etwas Glück in den Entscheidungen. „Dummerweise“ hatten wir mit Klopp das ultimative Glück. Echte Liebe, ja. War aber nur ein Zwischenfazit in der Geschichte unseres Vereins, weshalb ich diese Corporate-Linien und Claims grundsätzlich auch alles andere als geschickt finde – weil sie einem in aller Regel irgendwann auf die Füße fallen. Was bleibt, ist „Deutscher Meister 2011 & 2012“. Und auch wenn der Erfolg den Namen Klopp trägt, irgendwann wird auch dieser verblassen.

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stfn84 @, Köln, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:35 (vor 38 Tagen) @ weissewiese

Man muss in diesem Zusammenhang aber auch irgendwo einsortieren, dass wir eine sportlich erfolgreiche Dekade durchleben. Wir haben seit 2010/2011 immer internationale Spiele erlebt, waren sogar im CL Finale und haben zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiege errungen. Ja, die ultimativen Erfolge stehen am Anfang dieser Dekade, aber auch die Jahre 2013/2014ff sind ja nicht grundsätzlich ohne Erfolg verlaufen.

Gerade weil wir in einer guten, aber nicht sehr guten Lage sind, gibt es immer mehr Probleme in und um den BVB. Vielleicht verlieren wir uns ein Stückweit in dieser unbefriedigenden Rolle - zu klein für die Bayern, zu groß für den Rest. Natürlich würde jeder hier gerne mal wieder einen Titel mitnehmen - aber das alleinige Glück daraus zu ziehen ist mir dann doch zu blöd. Vor allem, was sollen Fans anderer Vereine sagen, denen wir angeblich doch "überlegen" sind, weil wir im Pott Fußball ja ganz anders lieben als andernorts...

Das Ziel Meisterschaft war in diesem Sommer doch zwangsläufig, wobei die Formulierung doch genau so gewählt war wie es bei uns zuletzt immer laufen sollte:
Wir wollen Meister werden. Werden wir es nicht, geht die Welt nicht unter - denn wir haben nicht den automatischen Anspruch auf den Titel.

Vielleicht will das der Verein aber ja. Dann müsste er es klar festlegen und kommunizieren. á la: "In zehn Jahren wollen wir die Lücke auf den FC Bayern verringern, selbst wenn wir uns immer mehr zum kleinen Bruder des FCB entwickeln."

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weissewiese @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 14:11 (vor 38 Tagen) @ stfn84

Auch wenn es sich ein Stück weit so anhören mag, als wolle ich sagen, wir seien die Summe unserer Erfolge – Nein, ganz und gar nicht. Ich frage mich lediglich – genau wie Phil – woher der Impuls kommt, die aktuell unbefriedigende Situation zu überwinden (ganz ab von den letzten Erfolgen dieser Dekade)? Kann das Umfeld den Anschub geben? Ich meine eher, dass sich das Rad über das Sportliche anfängt, zu drehen. Aber dann lässt sich das Dortmunder Umfeld schnell anstecken, dann lodert das Feuer unterm Stadiondach schnell heller und heißer als anderswo in der Republik.

Am Ende wird man aber auch nie eine klare Trennlinie zwischen Ursache und Wirkung ziehen können. Auch wenn folgendes Beispiel ggü. der Argumentation von Phil, Didi und auch Knüppler hinkt, da es bei ihnen zuvorderst um Kommunikationsstrategien des Vereins geht: Mal angenommen, das ganze Stadion würde 10 Minuten lang "Heja BVB" singen, bevor die Mannschaft auf den Rasen kommt, die Mannschaft würde sich in einen Rausch spielen und einen klaren Sieg einfahren. Dann heißt es schnell: "Den Sieg widmen wir den Fans, das war unglaublich vor dem Spiel, das ist Dortmund!". Oder: Wir singen 10 Minuten, die Mannschaft kommt aufs Feld, die Taktik greift nicht, man hat ne schnelle Verletzung, der Schiri ist kacke, wir verlieren – dann ist der Frust umso größer hinterher, trotz oder gerade wegen der Anfeuerung. Im besten Falle kann man sagen: Sie haben aber gekämpft, und deutet es zumindest kurzfristig positiv um. Aber auch das sieht man unserer Mannschaft gerade nicht an. Sie ist aber auch gar nicht auf Kampfffussball eingestellt. Sie soll die Gegner zerspielen. Es ist bezeichnend, dass der größte Kämpfer, Delaney, auch mal was versucht im Spiel nach vorn, fernab des Korsetts und seiner Position. Oder auch, dass er in Interviews die "Kontrolle" anmahnt. Aber ich schweife ab.

Ich hoffe einfach, dass es Liebe auf den zweiten Blick wird mit Lucien Favre. Dass wir vielleicht noch ein paar Spiele echt grübeln darüber, was da auf dem Rasen passiert. Aber dass dann den Spielern, uns und allen anderen ein Licht aufgeht, die Abläufe plötzlich besser passen und sein Plan aufgeht. Ich glaube aber nicht daran, dass eine bessere Kommunikation oder wir als Fans da wirken können. Das kann helfen, so wie die Taktiken der Marktschreier und Fingerzeiger aus München, sobald es sportlich nicht läuft. Aber am Ende können es nur Trainer und Mannschaft richten. So zumindest meine Einschätzung.

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stfn84 @, Köln, Dienstag, 08. Oktober 2019, 17:07 (vor 37 Tagen) @ weissewiese

Ich hoffe einfach, dass es Liebe auf den zweiten Blick wird mit Lucien Favre. Dass wir vielleicht noch ein paar Spiele echt grübeln darüber, was da auf dem Rasen passiert. Aber dass dann den Spielern, uns und allen anderen ein Licht aufgeht, die Abläufe plötzlich besser passen und sein Plan aufgeht. Ich glaube aber nicht daran, dass eine bessere Kommunikation oder wir als Fans da wirken können. Das kann helfen, so wie die Taktiken der Marktschreier und Fingerzeiger aus München, sobald es sportlich nicht läuft. Aber am Ende können es nur Trainer und Mannschaft richten. So zumindest meine Einschätzung.

Ich will Dir da nicht groß widersprechen. Aber eine proaktive Kommunikationsstrategie könnte helfen, damit unsere Trainer nicht binnen kürzester Zeit in der Kritik stehen. Bosz und aktuell Favre werden schon sehr schnell von den Fans und Medien kritisch begleitet. Bei Tuchel war dies auch so, allerdings aus anderen, im Nachgang mehr als nachvollziehbaren Gründen.

Bei Bosz und nun bei Favre ist es aber doch im Grunde so, dass die ersten Unkenrufe doch schon bei der ersten Niederlage kamen. Das ist schade - etwas mehr Ruhe täte uns da sicher gut.

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Trip @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 08:48 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Schöner Artikel, der einen wichtigen Punkt anspricht. Die entscheidende Frage aber wird nicht beantwortet: Wie könnte so ein Leitbild ansatzweise aussehen? Wie sind strukturelle Schieflagen, vereinseigene Wachstumsinteressen und eine unruhige Anhängerschaft in Einklang zu bringen? Da hätte ich gerne mehr zu gelesen, zumal ja die Kommunikationsexpertise vorhanden zu sein scheint.

Soll das Leitbild eine Position im deutschen Fußball sein ("Zweiter Leuchtturm")? Eine bestimmte Art, Fußball zu spielen ("Vollgas")? Eine Attitüde ("Arbeiter")? Gar alles? Die Antwort, da stimme ich Sascha zu, ist nicht so einfach. Die Heterogenität des Vereins und seiner "Stakeholder" wird ja auch im Artikel angesprochen.

Die Argumentation begeht auch ein wenig den Fehler, den er den Fans zuschreibt: Fixierung auf die Klopp-Jahre. Ich glaube, diese Vergleiche bringen uns mittlerweile nur bedingt weiter. Es wäre eher zu schauen, wie sich andere Vereine im In- und Ausland in dieser Sache aufstellen.

Letztlich darf der Stellenwert der Kommunikation aber auch nicht überschätzt werden. Sie ist häufig eine Fluchtkategorie. In der Politik gilt ja allenthalben nur noch, dass nur nicht richtig erklärt wurde; folglich gibt es PR-Offensiven. Aber ich glaube, der Artikel sieht Kommunikation auch als strategisches Managementinstrument nach innen, also ist das wohl bedacht worden.

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rajol @, Pulheim, Dienstag, 08. Oktober 2019, 21:12 (vor 37 Tagen) @ Trip

Hier sind offensichtlich lauter Unternehmensberater am Werk. Liegt das vielleicht daran, dass sich hier eine Generation der 30/40jährigen ein Stelldichein gibt, die überproportional häufig BWL studiert (hat) ? Und dazu noch Niklas Luhmann und ein bisschen Habermas gelsesen hat ?

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stfn84 @, Köln, Dienstag, 08. Oktober 2019, 09:24 (vor 38 Tagen) @ Trip

So wie ich den Artikel verstehe und die Diskussionen rund um dieses Thema mit Phil ist der Verweis auf Klopp darin begründet, dass Klopp die eierlegende Wollmilchsau war.

Der Fußball hat sich seit 2005 massiv verändert.

Wir hatten das riesige Glück, dass Jürgen Klopp uns 2008 in kürzester Zeit wieder in die Top-Riege des deutschen und internationalen Fußballs gebracht hat. Er war darüber hinaus aber auch erster Motivator, Psychologe und hat es verstanden trotz der Heterogenität ein einendes Verständnis des "wie wollen wir sein" zu schaffen und zu kommunizieren.

Borussia hat in den letzten Jahren expandiert, auch was das Personal in KGaA und eV angeht. Wir leisten uns einen Kommunikationsbereich, der in den Klopp-Jahren wenig Arbeit hatte da Klopp es verstand vorzupreschen und das ein oder andere Gute von sich zu geben. Bei Trainern wie Tuchel, Bosz, Stöger und Favre ist dies nun einmal anders. Das ist ja kein Vorwurf, sondern nur ein Fakt, mit dem eine Kommunikationsabteilung dann klar kommen muss.
Wenn der Cheftrainer keine Lust auf Konditionstraining hat oder es schlichtweg nicht beherrscht, leisten wir uns einen Spezialisten der die Spieler da weiter bringt. Wir professionalisieren alles, nur eben mit unterschiedlichem Erfolg. Ich persönlich habe sogar das Gefühl, dass es eher schlimmer geworden ist.

Der Tweet wurde zwar zwischenzeitlich gelöscht, aber ein "Super Stimmung hier. "Das ganze Stadion steh' auf" *lalala* #BVBBarca"-Tweet ist halt eher peinlich als cool.
Man hat zwischenzeitlich das Gefühl, dass in diesem Bereich nicht mal jeder davon Kenntnis hat, welche Vereinshymne Borussia Dortmund hat.

Das ist dann schon auch mies.

Während Klopp eben viel abfing, haben das die letzten Trainer nicht machen können, vielleicht auch aufgrund sprachlicher Barrieren. Alles ok, kein Vorwurf an die Trainer - aber dann muss eben der dafür zuständige Bereich Verantwortung übernehmen und versuchen Verein und Umfeld zu einen und sich schützend vor Spieler zu stellen.

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Trip @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 09:54 (vor 38 Tagen) @ stfn84

Der Tweet wurde zwar zwischenzeitlich gelöscht, aber ein "Super Stimmung hier. "Das ganze Stadion steh' auf" *lalala* #BVBBarca"-Tweet ist halt eher peinlich als cool.

Haha, das ist dann wohl die brachialste Form "stakeholder"-konformer PR. Klar geht das besser. Und peinlich wird's leider häufig. Seit dem Brandt-Video ist bei mir der Newsletter abbestellt.

Man hat zwischenzeitlich das Gefühl, dass in diesem Bereich nicht mal jeder davon Kenntnis hat, welche Vereinshymne Borussia Dortmund hat.

Das ist dann schon auch mies.

Kein Frage. Aber der BVB wird nicht allein in "ruhigere" Fahrwasser kommen, wenn die Social Media-Abteilung sich professionalisiert.

Was die Klopp-Jahre betrifft, ging es mir nur darum, dass die Beispiele erfolgreicher Kommunikation im Artikel auch wieder aus eben dieser Zeit stammen. Ich gehe ja völlig konform, dass das eine absolute Ausnahmesituation war. Deswegen frage ich mich, wie es denn andere Vereine in halbwegs ähnlicher Situation machen.

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Jos, Ort, Dienstag, 08. Oktober 2019, 10:03 (vor 38 Tagen) @ Trip

Fraude kommt doch auf, wenn die Erwartungen mindestens erfüllt werden. Das kann das Auftreten der Mannschaft sein, der Spielstil, aber am wesentlich wird dazu Erfolg beitragen. Für Begeisterung oder Euphorie müssen die Erwartungen schon deutlich übertroffen werden. Das war sicherlich 2011 der Fall, in der jetztigen Situation ist das schon schwierig. Die Erwartung ist 2. Platz, wie will man dies deutlich übertreffen? Ob ein Leitbild da hilft, wage ich zu bezweifeln. Es könnte wohl eine Richtschnur sein um für Kontinuität zu sorgen.

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dozer, Dienstag, 08. Oktober 2019, 08:15 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Toller Artikel!

Was mir aufgefallen ist und durch den Artikel wieder ins Gedächtnis gerufen wurde ist tatsächlich die mangelnde Kommunikation. Es gab Zeiten, da hat man eine PK gesehen und wusste genau was Sache ist im Verein. Heute quält man sich da durch und ist am Ende so schlau als wie zuvor. Eine PK ist ja nicht nur da, um einen Ausblick auf das nächste Spiel zu geben, sondern kann auch Dinge ins rechte Licht rücken. Denke ich mir zumindest...

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Josch108 @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 10:09 (vor 38 Tagen) @ dozer

Eine PK ist ja nicht nur da, um einen Ausblick auf das nächste Spiel zu geben, sondern kann auch Dinge ins rechte Licht rücken. Denke ich mir zumindest...

So sollte es m. E. auch sein. Aber wenn mal Dinge abseits des anstehenden Spiels gefragt werden (was auch nur sehr selten vorkommt, damit meine ich nicht den Boulevard) und wird darauf oft nicht eingegangen, "das ist eine PK zum Spiel xy". Hier könnte sicherlich mehr transportiert werden.

... ich schaue mir die PK's deshalb meist nicht mehr an. Die Zusammenfassung im Forum reicht mir ;)

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Elmar @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 17:02 (vor 37 Tagen) @ Josch108

Ich habe PKen eigentl. immer gerne gesehen.
Klopp war natürlich einzigartig.
Tuchel habe ich auch gern zugehört, wenn er die Welt erklärt hat.

Aber unter Favre ist das wirklich witzlos.
„Sas sehen wir am Samstag“. „Mehr kann ich nicht sagen“. „Ist so“.
Mit der Satzfolge kann jeder ein Favre Interview führen.

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Sascha @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 07:12 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Heute hingegen ist der BVB ein extrem solider und wirtschaftlich kerngesunder Verein. Und deshalb muss sich die Führungsriege die Frage gefallen lassen, warum es seit mindestens fünf Jahren, wenn nicht schon sieben Jahren, nicht möglich gewesen sein soll, sich auf eine „innere Linie“ zu einigen, an der sich dann alle orientieren können und die als Leitbild tragfähig ist.

Weil das in meinen Augen gar nicht so leicht ist, wie gedacht. Dieser Gedanke, dass es ein Leitbild, eine "corporate identity", geben müsse, wurde schon vor Klopp häufig geäußert.

Und dann kam er und feuchte Träume eines jeden Mitarbeiters im Marketing wurden wahr. Das Leitbild bestimmte sich quasi von selbst. Leidenschaftlich, emotional, authentisch. Erfolgreich wie die Bayern, aber dabei sympathisch und leidenschaftlich wie in Underdog. Der coole Gegenentwurf zum FCB. Wo die Bayern den Gegner mit kühler Sachlichkeit zerstörten, rannten wir ihn leidenschaftlich nieder. Und an vorderster Linie einen Vertreter, der dafür wie gemalt war und der das Rampenlicht liebte. Selbst Videos von einer Geburtstagsparty von Heidel gingen steil, weil er da als der geborene Entertainer fungierte.

So leicht, und ja auch dringend notwendig, es war, diese Vorlage zu nutzen, um so schwieriger ist es, sich jetzt wieder davon zu lösen. Man kann Leitbilder nicht einfach so wechseln und umkrempeln. Gestern Underdog, der munter nach vorne stürmt, heute zweiter Leuchtturm, der des Spiel nüchtern und sachlich kontrollieren will. Leitbilder sind nur dann glaubwürdig, wenn sie nicht beliebig austauschbar sind.

Andere Vereine haben es da leichter, weil sie eher auf der Metaebene unterwegs sind. Die Bayern stehen für "Mia san mia". Dafür brauchst du um Prinzip nur Arroganz und viel Geld, um dir eine "Leckt uns am Arsch, wir machen unser Ding"-Attitüde zu leisten. Die Blauen haben sich als der Kumpel- und Malocherclub inszeniert. Dafür brauchst du einen Spielertunnel in Stollenoptik und Spieler, die besser rennen und grätschen als kicken können. Und selbst das steht auf wackeligen Füßen, wenn eben nicht mehr gerannt wird.

Wir aber wollten "Echt" sein. Und das ist ein Problem. Wie passt man ein Leitbild den Erfordernissen an, wenn man gleichzeitig echt und authentisch sein möchte? Wenn man vorgestern Pressing und Leidenschaft, gestern Ballbesitz und heute nüchternes und geduldiges Zurückziehen präsentiert? Authentizität und Wandel schließen sich ein bisschen gegenseitig aus. Da es aber keinen Klopp 2.0 gab, war der Wandel alternativlos. Und das zu moderieren ist erstens nicht leicht und zweitens ein Prozess, der lange dauert. Leider länger als die durchschnittliche Halbwertszeit eines Trainers. Man kann nicht innerhalb eines Jahres von einer gefühlen jungen "11-Freunde-Truppe" mit Feuer im Arsch auf den zweithöchsten Gehaltsetat mit dem Anspruch, das Spiel zu dominieren und zu bestimmen, umschalten, ohne dem gewählten Leitbild das Fundament zu entziehen.

Natürlich fehlt etwas neues. Aber ich glaube auch nicht, dass das so einfach und schnell umsetzbar ist, wie es hier dargestellt wird.

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Phil @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 08:29 (vor 38 Tagen) @ Sascha

Guten Morgen Sascha,

erstmal Danke für deine interessanten Anmerkungen. Ich finde vieles durchaus richtig und plausibel, will dennoch einiges einordnen.

Weil das in meinen Augen gar nicht so leicht ist, wie gedacht. Dieser Gedanke, dass es ein Leitbild, eine "corporate identity", geben müsse, wurde schon vor Klopp häufig geäußert.

Von leicht war keine Rede. Ganz und gar nicht. Es ist eine der größeren Herausforderungen, in jedem Unternehmen.

Aber deswegen unterhalten Unternehmen - auch der BVB - dafür ganze Abteilungen und stellen Menschen ein, die so etwas lernen und beruflich beackern.

Und "vor Klopp"? Der BVB hatte sich ja schon zwischen 1997-2003 im Grunde verloren. Und dann kam ein Crash, der den Klub beinahe ausgelöscht hätte. Zwischen 2004 und Minimum 2007 hatte man doch völlig andere Sorgen; da ging es doch im Grunde nur ums wirtschaftliche Überleben, all die Berge an Problemen abzuarbeiten und gleichzeitig sportlich nicht völlig abzuschmieren.

Seit wenigstens 2012 hat man da völlig andere Voraussetzungen. Sowohl, was die Lage des Klubs grundsätzlich betrifft, als auch bei den personellen und organisatorischen Voraussetzungen. Der BVB aus 2007 hat ja nicht mehr so viel mit jenem zu tun, den wir qua seiner Möglichkeiten in allen Bereichen 2019 haben.

So leicht, und ja auch dringend notwendig, es war, diese Vorlage zu nutzen, um so schwieriger ist es, sich jetzt wieder davon zu lösen. Man kann Leitbilder nicht einfach so wechseln und umkrempeln. Gestern Underdog, der munter nach vorne stürmt, heute zweiter Leuchtturm, der des Spiel nüchtern und sachlich kontrollieren will. Leitbilder sind nur dann glaubwürdig, wenn sie nicht beliebig austauschbar sind.

Aber Jürgen Klopp trat sein Amt nunmehr vor über 11 Jahren an. Und verließ den BVB vor über vier Jahren. Und seit spätestens 2012 haben wir eine - vor allem auch wirtschaftlich - zunehmend völlig andere Position erklommen. Also reden wir hier ja nicht von Strategiewechseln, die binnen Monaten vollzogen werden müssten oder Dingen, die man mit der heißen Nadel irgendwie binnen kurzer Zeit hätte erdenken müssen.

Und der Wandel wäre ja schon unter Jürgen Klopp aus meiner Sicht nötig gewesen. Und eine neue Ausrichtung.

Aber man weiß beim BVB nicht einmal genau, was jenes Umfeld aus Fans und Sponsoren oder meinetwegen der Kundschaft, überhaupt denkt/fühlt oder will. Meines Wissens gibt es da keine permanente Analyse dessen.

Natürlich fehlt etwas neues. Aber ich glaube auch nicht, dass das so einfach und schnell umsetzbar ist, wie es hier dargestellt wird.

Wie gesagt, von leicht war nie die Rede und so haben Didi und ich es glaube ich auch nicht dargestellt. Es ist schwer, aber es muss eben auch gemacht werden.

MFG
Phil

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bobschulz @, MS, Dienstag, 08. Oktober 2019, 08:56 (vor 38 Tagen) @ Phil

Guten Morgen Sascha,

erstmal Danke für deine interessanten Anmerkungen. Ich finde vieles durchaus richtig und plausibel, will dennoch einiges einordnen.

Weil das in meinen Augen gar nicht so leicht ist, wie gedacht. Dieser Gedanke, dass es ein Leitbild, eine "corporate identity", geben müsse, wurde schon vor Klopp häufig geäußert.


Von leicht war keine Rede. Ganz und gar nicht. Es ist eine der größeren Herausforderungen, in jedem Unternehmen.

Aber deswegen unterhalten Unternehmen - auch der BVB - dafür ganze Abteilungen und stellen Menschen ein, die so etwas lernen und beruflich beackern.

Und "vor Klopp"? Der BVB hatte sich ja schon zwischen 1997-2003 im Grunde verloren. Und dann kam ein Crash, der den Klub beinahe ausgelöscht hätte. Zwischen 2004 und Minimum 2007 hatte man doch völlig andere Sorgen; da ging es doch im Grunde nur ums wirtschaftliche Überleben, all die Berge an Problemen abzuarbeiten und gleichzeitig sportlich nicht völlig abzuschmieren.

Seit wenigstens 2012 hat man da völlig andere Voraussetzungen. Sowohl, was die Lage des Klubs grundsätzlich betrifft, als auch bei den personellen und organisatorischen Voraussetzungen. Der BVB aus 2007 hat ja nicht mehr so viel mit jenem zu tun, den wir qua seiner Möglichkeiten in allen Bereichen 2019 haben.

So leicht, und ja auch dringend notwendig, es war, diese Vorlage zu nutzen, um so schwieriger ist es, sich jetzt wieder davon zu lösen. Man kann Leitbilder nicht einfach so wechseln und umkrempeln. Gestern Underdog, der munter nach vorne stürmt, heute zweiter Leuchtturm, der des Spiel nüchtern und sachlich kontrollieren will. Leitbilder sind nur dann glaubwürdig, wenn sie nicht beliebig austauschbar sind.


Aber Jürgen Klopp trat sein Amt nunmehr vor über 11 Jahren an. Und verließ den BVB vor über vier Jahren. Und seit spätestens 2012 haben wir eine - vor allem auch wirtschaftlich - zunehmend völlig andere Position erklommen. Also reden wir hier ja nicht von Strategiewechseln, die binnen Monaten vollzogen werden müssten oder Dingen, die man mit der heißen Nadel irgendwie binnen kurzer Zeit hätte erdenken müssen.

Und der Wandel wäre ja schon unter Jürgen Klopp aus meiner Sicht nötig gewesen. Und eine neue Ausrichtung.

Aber man weiß beim BVB nicht einmal genau, was jenes Umfeld aus Fans und Sponsoren oder meinetwegen der Kundschaft, überhaupt denkt/fühlt oder will. Meines Wissens gibt es da keine permanente Analyse dessen.

Natürlich fehlt etwas neues. Aber ich glaube auch nicht, dass das so einfach und schnell umsetzbar ist, wie es hier dargestellt wird.


Wie gesagt, von leicht war nie die Rede und so haben Didi und ich es glaube ich auch nicht dargestellt. Es ist schwer, aber es muss eben auch gemacht werden.

MFG
Phil

Muss denn der Verein dem Willen der Unterstützer (Sponsoren in finanzieller Art, Fans in [ja was eigentlich?] emotionaler Art) hinterherrennen? Warum muss er es wissen? Authentizität die er ja vermitteln will bekommt man nicht durch Anpassung an Wünsche.
Wobei ich darin übereinstimme, dass sich die Ansprüche verändert haben. Was ja bei wachsendem Etat auch normal ist. Andererseits ist der finanzielle Abstand zu den Bayern auch weiter angewachsen.
Unsere Zwittersituation ist halt wenig befriedigend: zu wenig kompetitiv für den FCB, dem Rest der Liga finanziell zu weit enteilt, als dass man Platz 2 als großen Erfolg verkaufen kann. Und Favres Art Fußball zu spielen (oder das was die Mannschaft derzeit davon umsetzt?) lässt mich auch nur selten jubilierend zurück, selbst wenn wir 3 Punkte holen. Sie ist auf den Sieg ausgerichtet - im Sport ja der Sinn des Wettbewerbs - ohne zu unterhalten. Pragmatik, die wenn sie gut bis sehr gut gespielt wird sicher auch zum Erfolg führt/führen kann, aber unterwegs bei nicht guter Ausführung viele Angriffspunkte für den Gegner bietet. Das nüchterne und sachliche Element überwiegt mir zu sehr, für mich ist Fußball Emotion, nicht Kontrolle.
Und was man diese Saison und letzte Rückrunde sieht: Für Favre-Fußball braucht es Selbstvertrauen, da er auf fehlerfreien Pässen etc. beruht. Aber wer soll diese Selbstsicherheit vermitteln wenn die Ergebnisse gerade nicht stimmen? Ich traue dies dem unbestrittenen Fußballfachmann Favre nicht zu, würde mich aber gerne eines besseren belehren lassen.

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Sascha @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 08:50 (vor 38 Tagen) @ Phil

Und "vor Klopp"? Der BVB hatte sich ja schon zwischen 1997-2003 im Grunde verloren. Und dann kam ein Crash, der den Klub beinahe ausgelöscht hätte. Zwischen 2004 und Minimum 2007 hatte man doch völlig andere Sorgen; da ging es doch im Grunde nur ums wirtschaftliche Überleben, all die Berge an Problemen abzuarbeiten und gleichzeitig sportlich nicht völlig abzuschmieren.

Und trotzdem kam genau diese Diskussion um ein Leitbild, die Frage, wofür Borussia Dortmund stehen will, auch damals schon auf. Ganz konrekt kann ich mich daran im Zusammenhang mit der Trainerwahl zwischen Magath und Doll erinnern, weil das zwei völlig gegensätzliche Trainertypen waren und der Eindruck stark da war, dass es keine Idee gibt, wo man mit dem BVB hin will.

Das ist keine neue Diskussion, sondern eine, die ich auch schon vor bald 15 Jahren geführt habe :-)

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Dimmsonen @, tiefste Eifel, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:48 (vor 38 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Dimmsonen, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:52

Da ich alleine räumlich zu weit entfernt bin um das überhaupt einschätzen zu können, picke ich mir natürlich Erklärungsansätze raus die aus der Ferne plausibel klingen.

Aber das Beispiel der Trainerwahl ist wohl kein schlechtes. Frei nach Carol: Wenn du nicht weißt, wo du hinwillst, ist es auch egal, welchen Weg du einschlägst.

Es fällt mir gerade unglaublich schwer auszumachen welchen Kurs wir einschlagen wollen. Und da geht es noch nicht mal so sehr um die Kommunikations- sondern viel mehr um die Handlungsebene. Denn auch gerade unter Klopp wurde beispielsweise nie die Meisterschaft als Ziel ausgerufen, aber man konnte hinter der kollektiven Gier klar erkennen, dass in der Kabine ganz anders gesprochen wurde.

Schleichend und schleppend wird jedoch die kollektive Identität aufgeweicht. Da wir während der Kloppjahre schon diese Entwicklung eingeschlagen hatten, konnten die Neuen erst gar nicht in diesem Sinne sozialisiert werden(sowohl Spieler, Trainer als auch neue Fans). Daher muss jetzt ein reset her und so etwas wie Identität muss gemeinsam erarbeitet werden. Hierfür ist personelle Konstanz sicher zuträglich.

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Phil @, Dienstag, 08. Oktober 2019, 10:12 (vor 38 Tagen) @ Sascha

Und trotzdem kam genau diese Diskussion um ein Leitbild, die Frage, wofür Borussia Dortmund stehen will, auch damals schon auf. Ganz konrekt kann ich mich daran im Zusammenhang mit der Trainerwahl zwischen Magath und Doll erinnern, weil das zwei völlig gegensätzliche Trainertypen waren und der Eindruck stark da war, dass es keine Idee gibt, wo man mit dem BVB hin will.

Ich war ja auch dabei und ich habe es eher so in Erinnerung, dass dies schlicht eine sportliche Diskussion war. Will man eher den "harten Hund" für die Mannschaft oder dann doch eher "einen modernen, der diese ganzen neuen Ansätze verfolgt".

Darum geht es bei dem, was ich und Didi sagen wollten, aber nur bedingt. Jedenfalls war dies so beabsichtigt ;-)

Das ist keine neue Diskussion, sondern eine, die ich auch schon vor bald 15 Jahren geführt habe :-)

Natürlich war das schon immer Thema. Aber hier geht es ja um viel mehr, als nun nur die Frage, welcher Trainertypus nun der geeignetere wäre.

Ich meiner Erinnerung war es vor 15 Jahren eher weniger Thema, was der BVB darstellen sollte und wie man dies kommunikativ unter bringt.

Und welches gurndlegende Zielbild man sich geben wollte. Man wusste doch schlicht gar nicht, was überhaupt noch möglich ist.

Aber selbst wenn du dann Recht hättest, ändert das ja nichts daran, dass man diese Themefelder auch damals bearbeiten musste. Und die These, dass nun allein Jürgen Klopp dies alles auf eine Bahn setzte, kann ich so nicht teilen. Ich fand schon, dass damals mehr passierte, auch im Vorfeld der Entscheidung, überhaupt Klopp zu wählen.

Mag mich aber auch irren / falsch erinnern. Ist ja alles schon lange her...

MFG
Phil

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stfn84 @, Köln, Dienstag, 08. Oktober 2019, 09:39 (vor 38 Tagen) @ Sascha

Wie viele Menschen mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund haben denn zu dieser Zeit bei Borussia gearbeitet?

Letztlich fokussierte man sich bis 2010/2012/2014 (?) doch darauf, dass eine Fußballmannschaft eine Fußballmannschaft ist und man maximal darüber nachdenkt welche Art von Fußballern man verpflichtet. Heute sind wir ein Unternehmen, mit dem Kerngeschäft Fußball. Da darf man auch schon erwarten, dass man die Positionierung des BVB erarbeitet und kommuniziert.

Wir blicken auf 110 Jahre zurück, vieles von dem was uns ausmacht besteht seit der Gründung fort. Das ist ein Anfangspunkt, der dann eben von gut ausgebildetem Personal verfeinert ausgearbeitet und dargestellt werden muss. In unserer Außendarstellung kann man - insbesondere beim englischsprachigen Account - aber wenig Alleinstellungsmerkmal erkennen.

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fanatiC @, Hannover, Dienstag, 08. Oktober 2019, 08:03 (vor 38 Tagen) @ Sascha

Da ist was dran, auf mehreren Ebenen. Die Frage ist für mich tatsächlich so ein bisschen, ob diese Identität durch Klopp kam - oder ob sie nicht eigentlich schon da war und durch Klopp einfach nur mustergültig erweckt wurde nach den eher Zigarrenrauch-geschwängerten 15 Jahren davor?

Ohne es jetzt zu platt machen zu wollen: Können wir - bzw. "das Umfeld" was anderes als Vollgas und Adrenalin auf Dauer akzeptieren? Können wir diesen eher sachlichen, kontrollierten Ansatz wirklich ehrlich und beharrlich verfolgen? Die Mannschaft scheint damit ihre Probleme zu haben - und ein nicht unerheblicher Teil der Fans erst Recht.

Ich glaube, es ist ursächlich nicht das Erbe von Klopp. Es ist tatsächlich (Achtung: Pathosalarm) so eine Art DNA dieser Region. Das versuchen unsere Nachbarn ja seit ein paar Jahren auch sehr verkrampft, diese Attitüde zu etablieren. Wenn du dann allerdings Leute wie Tedesco oder Breitenreiter installierst, wird es schwer. Mit Wagner könnten sie leider jemanden gefunden haben, der das Format hat, diesen Spirit auch authentisch in die Kabine und auf den Rasen zu bringen.

Und das ist dann letztendlich natürlich einer der großen Punkte: Wie findet man so jemanden? Das hat ja nicht nur mit einer Art Fußball, sondern mindestens genauso mit einer Art Mensch zu tun.

Aber, und das ist eben noch wichtiger: Wie kann man auf der einen Seite internationalisieren, professionalisieren und auf allen Ebenen das maximale Wachstum anstreben, ohne diese Identität zu sehr zu beschädigen bzw. in Richtung einer kühlen, stark wirtschaftlich geprägten Kultur zu verändern? Das ist für mich nicht nur Kommunikation, das ist auch Handeln. Und auch im Geschäft Profifußball gäbe es da Möglichkeiten. Da wird man sich schon irgendwie auch praktisch entscheiden müssen - und wenn es nur bei Transfers von Spielern und Trainern ist.

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dozer, Dienstag, 08. Oktober 2019, 07:36 (vor 38 Tagen) @ Sascha

Es gibt oder gab doch da so eine Brause von uns "Adrenalin" steht eigentlich für alles was unser Kader hergeben kann. Im Vollspeed übern Platz mit Tempo-Passspiel, Tempo-Dribblings, etc.

Stattdessen scheint im Moment irgendein Automobil slogen an der Wand zu stehen "Kontrolle ist besser" oder so.

Ein Leitbild, dem man sich verschreibt und das im Verein vorgelebt wird, ist wichtig und möglich. Aki bekommt doch schon auf der Tribüne regelmäßig einen Herzkasper, Sammer steht quasi mit jeder Phaser für Adrenalin, fehlt nur der sportliche Teil :)

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bobschulz @, MS, Dienstag, 08. Oktober 2019, 08:22 (vor 38 Tagen) @ dozer

Es gibt oder gab doch da so eine Brause von uns "Adrenalin" steht eigentlich für alles was unser Kader hergeben kann. Im Vollspeed übern Platz mit Tempo-Passspiel, Tempo-Dribblings, etc.

Stattdessen scheint im Moment irgendein Automobil slogen an der Wand zu stehen "Kontrolle ist besser" oder so.

Ein Leitbild, dem man sich verschreibt und das im Verein vorgelebt wird, ist wichtig und möglich. Aki bekommt doch schon auf der Tribüne regelmäßig einen Herzkasper, Sammer steht quasi mit jeder Phaser für Adrenalin, fehlt nur der sportliche Teil :)

Der von Dir erwähnte Claim könnte der von REIFEN sein.
Pirelli: Power is Nothing without Control
Und wir haben leider den Charme von Pirelli, nicht den des Pirelli-Kalenders.:-)
Aber jedem einzelnen Trainer kann man seine eigene Art Fußball zu spielen wohl nicht vorwerfen: Es muss der Verein sein, der die Trainer nach einer bestimmten Idee verpflichtet, wie Fußball gespielt werden soll. Wie Sascha richtig erwähnt sind da in den letzten 5 Jahren so ziemlich alle Ideen von Fußball dabei gewesen, nur keine dauerhaft. Und um Identität zu stiften braucht es Dauer.
Der relative Erfolg letzte Saison, den 16 andere Teams gerne genommen hätten, reicht hier vielen nicht mehr. Und auch ich denke ohne volle Hosen wäre mehr drin gewesen.
Leverkusens Vizekusen-Image haben wir übernommen (@CC wie wäre es mit "Zweitmund"), aber das hatte schon für selbst für Bayer zu wenig Charme. Und nun? Mit Hummels für Diallo hat man auf den schnellen Erfolg gesetzt und tut dies nun kund: "Wir wollen Meister werden". Dies WILL selbst Union. Die Überzeugung dahinter fehlte, ein Trainer der sagt: wir wollen und können Meister werden, müssen es aber nicht! Und eine Mannschaft die bereit ist, dafür den Extra-Meter zu rennen. Anspruch und Umsetzung laufen derzeit diametral auseinander: Die spielerische Entwicklung sieht eher negativ aus und weniger Engagement als bei Brandt im Rückwärtsgang kenne ich aus 33 Jahren Stadion nicht. So wird es nicht reichen.
Dann wenigstens mit Überzeugung und Abstand nach hinten Zweiter werden wäre ja auch schon was. Schwer vermittelbar sicherlich, aber nur mit vollster Überzeugung hätten wir eine Chance nach ganz vorne gehabt. Und eben hier fängt Favres Problem an: er wirkt nicht überzeugt von einer Chance (die ja letzte Saison auf jeden Fall da war) und zaudert.

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RE_LordVader @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 06:34 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Klasse Artikel, der schön vor Augen führt, wie wichtig "Unternehmens-Soft-Skills" sind.
Und wie wichtig eine Linie wäre.

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mephi @, Dortmund, Montag, 07. Oktober 2019, 21:36 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich bedanke mich einfach mal für deinen sehr interessanten Artikel und deine immer wieder mal zum Nachdenken anregenden Einwürfe, die ich regelmäßig gerne lese!

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polyhistor, Montag, 07. Oktober 2019, 20:14 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Es kann hier keine perfekte Lösung geben...
Solange Aki den Kurs vorgibt ist alles gut. Ich sorge mich nur vor der Zeit danach...

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Alfredo @, NeuBerg beim Kanal, Montag, 07. Oktober 2019, 21:05 (vor 38 Tagen) @ polyhistor

Es kann hier keine perfekte Lösung geben...
Solange Aki den Kurs vorgibt ist alles gut. Ich sorge mich nur vor der Zeit danach...

Ich sorge mich schon vorher. Ein einfaches weiter so wird nicht funktionieren.

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Alfredo @, NeuBerg beim Kanal, Montag, 07. Oktober 2019, 20:01 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Danke für den guten Artikel. Ihr fasst zusammen, was einfach schwer zusammenzufassen ist. Ein Verein, der sehr groß geworden ist dank der Kloppjahre und gleichzeitig versuchen muss, alle Stimmungen und Erwartungen der vielen Fans, Sponsoren, stakeholder etc. Zu moderieren. Ein Problem, an dem auch Klopp, der große Moderator im Trainerkarussel in seinem letzten Jahr bei uns gescheitert ist. Da muss man, auch aus meiner Sicht Aki und Susi den Vorwurf machen, das nicht hinzubekommen. Von Kehli habe ich mir da übrigens auch mehr erwartet! Der Spagat zwischen Malochervereinhistorie und big Player(zumindest in Deutschland) ist verdammt schwierig, das sehe ich ein. Aber irgendwie muss man genau das als gut bezahlter Manager und Geschäftsführer hinbekommen. Ein Favre kann und will das nicht.

Also auf gehts Dortmund: Kämpfen und kommunizieren!(Oh Gott, wie schlecht:))

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Giog, Mittelhessen, Montag, 07. Oktober 2019, 16:12 (vor 38 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Zunächst auch auf diesem Weg nochmal vielen Dank für den Artikel, den ich gerne gelesen habe. :-)

Hierzu einmal ein paar (vermutlich sehr unstrukturierte) Gedanken auf die Schnelle:

Ich finde es - in Anlehnung an eure Einleitung - gerade wichtig, sich über solche Faktoren einmal Gedanken zu machen, obwohl ich an und für sich auch jemand bin, der die Antworten im Sportlichen zu suchen gedenkt. Ich glaube aber, dass diese permanente Unzufriedenheit, die unseren Verein umgibt, ziemlich genau mit den Faktoren zu tun hat, die ihr genannt habt - also das Fehlen einer irgendwie gearteten gemeinsamen Linie.

Insoweit würde ich euch also bei eurem Befund zustimmen, wenngleich ich in eurem Text die Lösung dieser Probleme nicht ganz herauslesen kann bzw. euren Ansatz nicht ganz teile (korrigiert mich aber gerne, wenn ich euch einfach falsch verstehe). Ihr verweist ja an mehreren Stellen auf mangelnde Kommunikation seitens des Vereins - da gehe ich auch definitiv mit. Aber ist es nicht utopisch anzunehmen, dass man bei einer solchen Vielzahl von Ansichten (die ihr ja sehr schön geschildert habt), überhaupt eine gemeinsame Linie finden kann? Ist es nicht gerade das, was einen Verein wie Borussia Dortmund in all seinen unterschiedlichen Facetten ausmacht?

Dahingehend finde ich beispielsweise die Beispiele Santana / Valdez etwas unglücklich, da es mMn ja auch nicht der richtige Weg sein kann, den Leuten irgendeinen Unfug zu erzählen, den man selbst nicht einmal glaubt, um die Meute bei Laune zu halten. Moderieren ja, aber ich kann schon verstehen (und so deute ich auch oftmals Favres sehr - sagen wir mal unmotivierte - Vorstellungen bei den Pressekonferenzen), dass man im heutigen Medienzeitalter sich auch ein wenig zurücknehmen mag und gerade nicht jedes Lüftchen öffentlich kommentieren möchte. Wenn wir beim Beispiel Brandt bleiben: würde sich nun ein Verantwortlicher des BVB hinstellen und dessen schwache Leistungen öffentlich in irgendeiner Weise kommentieren (ob nun durch öffentliche Kritik oder durch - wie ihr es ja fordert - eine Art "Überhöhen" des Spielers trotz der Kritik), dann kommt man vermutlich sehr schnell in diesen medialen Zirkus hinein, dass man ständig auf alles, was irgendwer bei Twitter in die Welt posaunt, meint eine Antwort geben zu müssen. Dass man vielleicht auch im Sinne einer Kommunikationsstrategie sagt, dass man dieses Spiel gar nicht erst mitspielen möchte, finde ich irgendwo verständlich.

Auch bei der Frage der gemeinsamen Linie bin ich etwas hin und her gerissen. Grundsätzlich stimme ich euch völlig zu, dass es ein gemeinsames Ziel braucht, auf das sich alle verständigen können, um erfolgreich zu arbeiten. Und ich glaube auch, dass man das nicht durch die Äußerung öffentlicher Meisterschaftsambitionen erreicht, die zumindest in der letzten Saison in meinen Augen zu absolut dämlichen Zeitpunkten zu vernehmen waren. Auf der anderen Seite bin ich wieder bei dem obigen Punkt, dass der Verein nunmal irgendwo von seinen unterschiedlichen Auffassungen über Erfolg, Philosophie, Zielsetzungen lebt und ich es mir dahingehend schwierig vorstelle, wenn all diese Dinge in irgendeiner Weise von Funktionären "diktiert" werden. Hier wünschte ich mir vielmehr ein bisschen mehr Lockerheit von allen Beteiligten (und v.a. uns Fans) mit divergierenden Auffassungen bezüglich dieser Grundsatzfragen umzugehen.

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RE_LordVader @, Dortmund, Dienstag, 08. Oktober 2019, 06:32 (vor 38 Tagen) @ Giog

Ich glaube Du hasst das Beispiel Santana/Valdez in dem Zusammanhang nicht richtig verstanden.
Ich habe das so verstanden, dass man in dem Fall sich in der Kommunikation auf die (vorhandenen und nicht erfundenen!) Vorteile konzentriert hat und damit begründet hat, dass diese Beiden dann in ihrem Rahmen zu Höchstleistungen motiviert hat...

Und das wäre bei Brandt wohl auch ein sinnvollerer Ansatz gewesen, als die Vorschusslorbeeren die er bekam und das Schweigen jetzt, wo klar ist, dass er hier aktuell keine Bäume ausreist...

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