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Trump: „Ich stand nicht auf dem Stimmzettel“ (Politik)

donotrobme, Münsterland, Mittwoch, 04.11.2026, 06:41 (vor 1 Stunden, 52 Minuten) @ markus
bearbeitet von donotrobme, Mittwoch, 04.11.2026, 06:49

aber mal ehrlich: Wen wundert diese Denkweise nach 10 Jahren Trump auf der Staatspolitikebene?

Ich sehe es nüchterner:
Die US-Bürger sind genau enttäuscht von der Politik, wie bei uns. Die Lebenskosten, die Dienstleistungen und Waren werden beschissener und die Politik hat keine Lösung parat. Bei uns darf man sich anhören, dass man mehr arbeiten solle. Dort wird auf steigende Börsenkurse verwiesen.
Wir und die US-Bürger sind enttäuscht von disen Antworten.
Schau dir mal an, wie teuer das Leben in den USA geworden ist. Lebensmittel, vor allem "gesunde", Krankenkassenleistungen, mangelde Sozialleistungen. Mir schwirrt da eine Umfrage im Kopf, wonach die Mehrheit der Amerikaner nicht in der Lage seien eine kaputtes Elektro-Großgerät, z.b. eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank, zu ersetzen, wenn dies mal ausfallen solle.

Schau dir zum Beispiel mal Texas an: Da gibt es nicht nur Cowboyhüte, sondern florierende Städte, gerade für US-Verhältnisse. Die dürfen sich zunehmend mit hohen Mieten und anderen hohen Lebenskosten auseinander setzen. Das erste was man dann streicht, ist dann das Nachtleben und das Auswärtsessen. Austin galt mal als hippe Stadt, dem ist nicht mehr so, weil es so teuer geworden ist, dort zu leben. Das ist ein wenig, wie in München früher. Das war vor meiner Zeit mal eine hippe Stadt, mit einer Partyszene. Es war kein Zufall, dass Freddie Mercury dort seine Homosexualität ausleben konnte. Das ändert sich dort gerad rasant und die Politik hat keine Antworten darauf. Vor allem weil die US-Politik gefühlt jeden Immigranten, der dort arbeiten möchte, mit der ICE-Politik vergrault. Man will nicht in den Everglades-Alcatraz oder in El Salvador landen.

Dann ist es spannend, dass die Politik den Klimawandel niederredet, Versicherungen schauen da nüchterner darauf und stellen fest, dass es zunehemnd wahrscheinlicher wird, dass ein Holzhaus im Tornado- oder Hurricane-Gebiet von Unwetterkatastrophen betroffen sein werden. Auch hier die gewollte- und die tatsächliche Realität.

Das ist auch das spannende an der US-Politik:
Trumps Regierung hat zu Beginn seiner Amtszeit, die big beautiful bill verabschiedet. Ein so umfangreiches Gesetz, das kaum jemand in Gänze gelesen haben dürfte.
Die ICE-Gruppen, die neue Befugbisse erhielten und die Krininelle schnappen sollten, verhaften eher den Nachbarn, der keine Papiere hatte, aber seit Jahrzehnten lebt und nie was falsch gemacht hat. Oder sie erschießen gleich Krankenpfleger, statt Drogenbarone, auch wenn es diese Kriminellen gewiss gibt.
Statt dies zu korrigieren oder zu optimieren, beschwichtigt die Regierung jeden Fehler. Trump fabuliert stattdessen öffentlich von einem schönen Washington. Dort plant er neue Bauvorhaben, Triumpfbogen, den Pool. Er lässt Gewässer patriotisch umbenennen. Aber für den normalen US-Bürger machen die keine Politik mehr. Was haben die Republikaner denn großartig für den Bürger getan?

So wie ich es verstehe, wären die USA in einer Rezession, wenn die großen Tech-Firmen nicht so unfassbar viel Geld für KI und Rechenzentren investieren würden.
Aber dies findet nur lokal statt. Dort wo diese firmen nicht investieren, erleben die Einwohner unfassbar hohe Lebenskosten und nun dank des unnötigen Iran-Kriegs auch noch hohe Energiekosten. Die USA haben zwar reiche Öl- und Gasvorkommen. Aber die hohen Preise kommen bei Chevron und co. an, aber nicht beim Average Joe.

Das ist gerade die Retourkutsche für 10 Jahre Trump-Politik. Die Frage ist eher, wie schnell man diesen Weg korrigeren kann.

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Heja BVB


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