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München: Gedenktafel für Willi Buisson (ehemaliger Vorstand, vom NS-Regime hingerichtet) (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 16.10.2026, 16:39 (vor 13 Stunden, 42 Minuten) @ Redaktion schwatzgelb.de

Willi Buisson war ein umtriebiger Mann, im Verein und im politischen Leben. Seit 1926 im Verein, war er ein Vorreiter dessen, was heutzutage ‚Fankultur‘ genannt wird. Politisch war der Sozialdemokrat ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten und im ‚Reichsbanner‘ führend aktiv. Wie Präsident Kurt Landauer musste er aus Deutschland fliehen, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen.

Aus dem Ausland (Tschechoslowakei) agitierte er gegen das NS-Regime und war auch an Attentatsplänen auf Adolf Hitler beteiligt. Bei einer geheimen Aktion in Linz wurde er von der Gestapo festgenommen, wegen ‚Hochverrats‘ angeklagt und vom ‚Volksgerichtshof‘ in München zum Tode verurteilt. Buisson wurde 1940 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

U.a. ‚Kicker‘ berichtet:
https://www.kicker.de/der-bayern-vorstand-den-die-nazis-hinrichteten-gedenktafel-fuer-willi-buisson-1261913/artikel

Persönliche Anmerkung: Ein Teil meiner durchaus weitverzweigten Familie stammt aus München. Man war sehr frühzeitig Bayernanhänger, während man die 60er verachtete, auch wegen ihrer frühzeitigen großen Nähe zum Nationalsozialismus. Diese Einstellung hat sich auch nach Kriegsende nie geändert. Wenn ich später als Kind in den Schulferien dort war, hieß es immer, man könne nicht für die 60er sein, ‚des warn die Nazis und des sans immer noch‘.


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