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Wahrnehmung Zverev? (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 12.10.2026, 20:51 (vor 19 Stunden, 32 Minuten) @ Gargamel09

Als „Tennisexperten“ sehe ich mich persönlich nicht. Als ‚Liebhaber‘ schon. Auch familiär begründet verfolge ich diesen für mich wunderbaren Sport seit meiner Kindheit (die schon sehr lange zurückliegt) und spiele auch nach wie vor (wenn auch relativ unregelmäßig). Mit meinem Schwiegersohn, der in seiner Altersklasse immer noch ein exzellenter Spieler ist, und dessen Vereinskollegen, die ich schon als ‚Experten‘ sehe (u.a. Trainer), tausche ich mich des Öfteren aus, sodass ich zumindest das eine oder andere an Entwicklungen, Stimmungen und Einschätzungen mitbekomme.

Als Sportler bewundere ich Sascha und sehe in ihm ein Vorbild. Ganz schlicht und einfach, weil er es als Typ 1 - Diabetiker in einem Hochleistungssport an die Weltspitze geschafft hat. Und das völlig unabhängig davon, ob er die Nr. 2 oder die Nr. 1 der Weltrangliste ist oder das eine oder andere Grand Slam- Turnier gewonnen hat oder nicht. Diese Leistung ist in meinen Augen nicht hoch genug einzuschätzen; jeder der sich auch nur ein wenig mit dieser Autoimmunerkrankung beschäftigt wird dies nachvollziehen können. MWn ist er der einzige Hochleistungssportler, dem dies bislang in dieser Form gelungen ist.

Ich gebe es zu, dass seine an seine Mutter gerichteten Worte nach dem Sieg bei den US Open mich sehr berührt haben. Sie war es, die ihm die Liebe und die Kraft gegeben hat, in seinem Sport ein Großer zu werden. Und dass, seit der Diabetes bei ihm diagnostiziert wurde, als er vier Jahre alt war. Seine Autoimmunerkrankung hat er im übrigen bis vor wenigen Jahren nicht in der Öffentlichkeit thematisiert.

Was die Privatperson Alexander Zverev anbelangt, kann ich nicht viel zu ihm sagen, da ich ihn nicht näher kenne. Hinsichtlich der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Gewalt in der Partnerschaft ist es für mich schwierig eine Einschätzung vorzunehmen. Die betreffenden Parteien haben außergerichtliche Vereinbarungen einschließlich eines ‚Wordings‘ gegenüber der Öffentlichkeit getroffen, auch zum Schutz der Tochter. Dies ist zu respektieren und das tue ich auch.

Ob Sascha als Werbeträger taugt oder ob er dies überhaupt in Erwägung zieht, kann ich nicht beantworten. Und klar gesagt interessiert es mich auch nicht. Wenn andere Sportgrößen ihr Salär durch Werbung ‚aufbessern‘, dann ist das deren Sache. Wobei das auch alles zu viel werden kann. Wenn er für Kinder und Jugendliche und auch für Erwachsene als Vorbild dienen könnte, trotz einer schwerwiegenden Erkrankung, die bei allen Behandlungsfortschritten immer einen Einfluss auf die körperliche und mentale Leistung haben wird, beruflich/sportlich auch sehr ambitionierte Ziele zu erreichen, dann wäre das für mich relevanter als alles andere.


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