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Kircher über VAR-Modifizierung: „Schiris fühlen sich wohler“ (Fußball und Sport allgemein)

Sascha, Dortmund, Freitag, 09.10.2026, 11:14 (vor 11 Stunden, 52 Minuten) @ CF

Das ist ja eigentlich ziemlich lustig, dass sich selbst die Schiedsrichter wohler fühlen, je weniger der VAR zum Einsatz kommt. Dabei war doch eigentlich ein Antrieb der Einführung des VAR, dass er den Schiedsrichtern Sicherheit geben und eine Hilfe sein sollte. Augenscheinlich war der Ansatz aber eher in der Theorie erfolgsversprechend und Schiedsrichter wollen doch lieber Freiräume und nicht dauerhaft unter dem Mikroskop des Frankfurter Kellers agieren.


Es dauert manchmal halt eine Weile, bis sich neu eingeführte Mechanismen oder Technologien etabliert haben und die richtige Balance gefunden wurde. Hätte schneller gehen können, aber gut.

Überhaupt ein erstaunlicher Paradigmenwechsel. In den letzten Jahren hat die Leitung der Schiedsrichter permanent vorgebetet, dass der Fußball ja viel gerechter geworden sei und das mit Zahlenmaterial korrigierter Fehlentscheidungen argumentiert. Und jetzt gestehen selbst die Schiedsrichter ein, dass Fehlentscheidungen eigentlich zum Fußball gehören und man eben mit einer gewissen Fehlerquote bei den Entscheidungen leben muss. Mehr noch, die Schiedsrichter als Regelhüter wollen selber lieber mit einer höheren Fehlerquote leben.


Das kann ich in dem kurzen Artikel nicht herauslesen. Der Fussball ist auf jeden Fall gerechter geworden, weil viele Fehlentscheidungen korrigiert werden. Vielleicht nicht alle zu 100%, aber das ist ja auch nicht zwangsläufig der Anspruch.

Das ist aber die Konsequenz darauf, wenn die Schiedsrichter mit einer Situation zufrieden sind, in der der VAR nur noch dann eingreift, wenn ein auf den ersten Blick offen erkennbarer Fehler vorliegt. Damit akzeptiert man dann eben implizit, dass Fehler, die erst bei genauerer Betrachtung erkennbar sind, dazu gehören.


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