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Bundesliga-Tagebuch, Spieltag 3: Nachruf auf die „echte“ Viererkette (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 14.09.2026, 23:32 (vor 48 Minuten) @ TerraP
bearbeitet von Will Kane, Montag, 14.09.2026, 23:38

Die Eintracht hält ja gefühlt den Weltrekord in Sachen „reumütige Rückkehr zur Fünferkette“. Haben sie denn zwischenzeitlich überhaupt mal erfolgreich Viererkette gespielt?

Hütter selbst ist bei seinem ersten Engagement bei der SGE als Nachfolger von Kovač mit der Einführung der Viererkette gründlich baden gegangen. Zu diesem Zeitpunkt war er absoluter Verfechter der Viererkette. Nach missglücktem Saisonstart hat ihn Bobić zurückgepfiffen und mit der 3er-/5er-Kette lief es dann plötzlich wieder gut. Glasner erging es später ähnlich.

Krösche meinte dann irgendwann, die Top 5 - Clubs würden Ballbesitzfußball spielen und mit Viererkette und durchgängiger Raumdeckung agieren. Und die SGE sollte dies ebenso tun. Was als unausgesprochenes Ziel die Etablierung der SGE in den Top 5 beinhaltete. Mit diesem Auftrag wurde Dino Toppmöller verpflichtet, der daran am Ende scheiterte und wohl auch scheitern musste.

Jetzt hat Hütter es ähnlich wie Kovač bei uns gemacht. Zuerst die Viererkette beibehalten, was die Mannschaft aber nicht durchgängig stabil umsetzen konnte. Und dann auf die 3er-/5er-Kette als Stabilitätsfaktor umgestellt. Die man nun auch beibehalten wird.

Zu Escher:
Meine Skepsis stammt aus seiner Anfangszeit. Da waren seine Analysen sehr stark von persönlichen Vorlieben und Abneigungen geprägt. Wie er z.B. die Maßnahmen von Niko Kovač bei der SGE zur Verhinderung des Abstiegs eingeschätzt hat und welche Prognosen er da gestellt hat war z.T. hanebüchen, abwertend und von Antipathie geprägt. Später hat er immerhin zugegeben sich da getäuscht zu haben.

Ich hatte mir seinerzeit ein Buch von ihm gekauft, das leider voller größerer und kleinerer sachlicher Fehler war, was ich enttäuschend fand.

Außerdem hat er sich als wenig humorvoll und sehr unsouverän gezeigt, als Dieter Hecking einmal in einem Interview ironisch auf eine Analyse von ,spielverlagerung.de‘ angesprochen meinte, er würde sich wundern was er so alles seiner Mannschaft mitgeben würde. Escher verfasste daraufhin ein Traktat, dass jedem ‚Wutbürger‘ zur Ehre gereicht hätte.

Aber er hat da doch deutlich hinzugelernt, das hatte ich schon angemerkt und möchte ich noch einmal deutlich unterstreichen. Er hat unbestritten seine Qualitäten, wenn er sachlich und inhaltlich fokussiert bleibt.


Und warum magst Du Escher nicht? Ich finde ja zugegebenermaßen vor allem, dass er sehr viel verständlicher über Taktik schreiben kann als andere. Nur die Qualität seiner Einsichten kann ich leider nicht beurteilen.

I


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