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War es jemals anders? (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 22.05.2026, 15:26 (vor 1 Tag, 7 Stunden, 6 Min.) @ SebWagn
bearbeitet von Will Kane, Freitag, 22.05.2026, 15:30

Ich packe es mal hier dabei. Das wäre ja echt grandios wenn der jetzt 1 Tag nach der umstrittenen Nominierung verletzt ausfallen würde. An Baumanns stelle würde ich noch nicht mal mehr ans Telefon gehen.


Dann kann er gleich aber aufhören mit dem Business...bei solchen Befindlichkeiten


Hast du im Profi-Bereich vielleicht Recht. Evtl. muss er auch nur ein paar Wochen wartet bis jemand anderes anruft. Unter normalen Umständen sollte das unausweichlich sein.


DAS ist der Punkt, im Lebensalltag würde ich das schon anders sehen, aber das ist das Profi-Fußball Business, da sollte man nicht überrascht sein von sowas...(auch wenn es bedauerlich ist, dass es sich dahin entwickelt hat)


War es ‚früher’ anders?

Der Nr.1 - Status im Tor der deutschen Nationalmannschaft hat immer wieder für Aufregung und Diskussionen geführt. Und so richtig toll war die Kommunikation dabei auch nicht. Kahn und Lehmann vor der WM 2006 (Kahn gab eigens eine Pressekonferenz nach der Entscheidung pro Lehmann) oder Uli Stein bei der WM 86 und die ‚Affaire Suppenkasper‘ sind da nur zwei Beispiele. Ein anderes dreht sich um die Keeper Hans Tilkowski und Wolfgang Fahrian.

Wenige Tage vor der WM 62 in Chile teilte der damalige Bundestrainer Sepp Herberger seinem bisherigen Stammtorhüter Hans Tilkowski mit, dass in den Spielen des WM-Turniers der unerfahrene junge Wolfgang Fahrian im Tor stehen würde.

Der ‚schöne Hans‘ ist ausgerastet und hat sein Zimmer zerlegt und wollte nie wieder unter Herberger für die Nationalelf spielen. Er hatte in den Qualifikationsspielen und auch sonst durchweg überzeugt.

Fahrian war ein völlig anderer Torwarttyp, zwar relativ klein, dafür aber athletisch und mit enormer Sprungkraft ausgestattet. Bis zu seiner Berufung in den WM-Kader hatte er kein einziges Länderspiel absolviert. Überhaupt war er erst zwei Jahre zuvor in Ulm vom Verteidiger zum Torwart umgeschult worden.

Fahrian zeigte in den drei Gruppenspielen und im Viertelfinalspiel gegen Jugoslawien gute Leistungen. Beim Tor der Jugoslawen zu deren 1:0-Sieg war er machtlos. Er hatte nach der WM noch diverse Länderspiele gemacht, bis er 1964 wegen Annahme von nicht erlaubten zusätzlichen ‚Handgeldern‘ seines Clubs (Hertha) bestraft wurde und nicht mehr zu Länderspielen eingeladen wurde. Dabei war dies zu dieser Zeit bei jedem Verein Usus, nur bei Hertha war man zu dämlich, sodass diese Praxis auffiel und entsprechend sanktioniert wurde.

Daraufhin überzeugten Sepp Herberger und vor allem dessen Co-Trainer und designierter Nachfolger Helmut Schön dann Hans Tikowski von einer Rückkehr in die DFB-Auswahl. Tilkowski zeigte seine gewohnt souveränen und starken Leistungen auch wieder bei der Nationalmannschaft, wurde mit dem BVB DFB-Pokalsieger und als erster Keeper zu Deutschlands ‚Fußballer des Jahres‘ gewählt. Ein Jahr später wurde der BVB auch dank seiner Leistungen erster deutscher Europacupsieger. In der WM-Qualifikation und bei der WM 66 in England war er stets zuverlässig und einer der besten deutschen Spieler.

Und kaum zurück in Dortmund setzte ihn der neue BVB-Trainer Heinz Murach auf die Bank und stellte Bernd Wessel (Keeper der 63er Meistermannschaft) ins Tor. ‚Til‘ war ‚not amused‘ und verließ dann auch ein Jahr später auf eigene Initiative den BVB. Zwischenzeitlich hatte Bundestrainer Schön allerdings keine Probleme damit, Tilkowski als Ersatztorhüter des BVB ins Tor der Nationalmannschaft zu stellen.


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