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Sancho und maatsen (Spieltage)

Ingo, Europa, Freitag, 22.05.2026, 12:08 (vor 4 Tagen) @ Will Kane

Kommen beide kurz vor Ende rein… irgendwie sehr skurril die beiden dort feiern zu sehen. Will gar nicht darauf hinaus, was wäre, wenn sie noch bei uns wären. Aber es doch sehr befremdlich, zwei solche Unterschiedsspieler beim EL Sieger zu sehen, ohne dass sie wirklich gespielt haben / eine prägende Rolle eingenommen haben.
(Und zudem ein Verein, der sicher schlechter einzuordnen ist als der bvb)


Sind die beiden tatsächlich (noch) Unterschiedsspieler?

Ganz gleich wie die Relation von Aston Villa zum BVB einzuschätzen sein mag.


Sitzen bekanntlich mehr auf der Bank als das sie spielen - und bei Sancho würde es mich sehr wundern, wenn einer der ganz großen Klubs „zugreift“ auf dem Transfermarkt. Sie hätten das Potenzial (gehabt), aber rufen es nicht ab bzw. entwickeln sich nicht weiter.


Sehe ich ähnlich.

In meiner aktiven Zeit und den Jahrzehnten danach habe ich des Öfteren Spieler erlebt, die es mit Mühe und Not aus dem Nachwuchsbereich in in den Profibereich / in die 1. Mannschaften geschafft haben, denen mit Anfang 20 keine oder nur eine sehr mäßige Weiterentwicklung prognostiziert wurde und die dann fast explosiv entwickelt haben

Genauso oft habe ich es erlebt, dass überragende Nachwuchsspieler sehr schnell im Profibereich / in den 1. Mannschaften Fuß gefasst haben, als Startelfspieler gesetzt waren, denen eine erstklassige fußballerische Zukunft vorhergesagt wir und die dann stagniert und sich sogar zurückentwickelt haben.

So richtig kann ich mir dies bis heute nicht so recht erklären. Sicherlich gab es da nicht wenige, die aufgehört hatten an sich zu arbeiten und eher bequem wurden. Bei denen war die Stagnation/Rückentwicklung nachzuvollziehen. Und es gab diejenigen, die weiter hart an sich gearbeitet haben und dann irgendwann ihr Potential aufschließen konnten. Was ebenfalls nachzuvollziehen war. Es gab aber auch eine sehr große Anzahl von Spielern, bei denen ihre plötzliche Weiterentwicklung oder ihre Stagnation / Rückentwicklung in keiner Weise nachzuvollziehen war.

Manchmal ist es vielleicht einfach nur die bewusst oder unbewusst getroffene falsche bzw. richtige Entscheidung zu einem Zeitpunkt an dem man für Außenstehende nicht sichtbar an einer Weggabelung steht. Club-/Ortswechsel, Trainerwechsel, Systemwechsel, was auch immer.

In manchen Fällen ist das auch sehr bitter zu beobachten, weil man sich immer fragt "was wäre gewesen, wenn ...".
Aus jüngster Zeit vom BVB fallen mir bspw. noch Dahoud und Götze ein. Da waren die impliziten Versprechen weitaus größer, als das, was am Ende bei heraus kam (ohne die Erfolge kleinreden zu wollen!). Meine perönliche Einschätzung dazu ist, dass das eine mentale/psychische Angelegenheit ist. Es braucht nur den richtigen Förderer, Mentor, das richtige Umfeld, den rechten Zufall zur rechten Zeit. Nicht alles hat man in der eigenen Hand.

Nicht nur im Sport übrigens, sondern im ganzen Leben.


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