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Bierhauptstadt - ernsthaft jetzt ? (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 16.05.2026, 11:49 (vor 20 Stunden, 9 Minuten) @ Timo_89

Dortmund galt in den 1950er bis 1970er Jahren als größte Bierstadt Europas und zweitgrößte weltweit (nach Milwaukee), geprägt durch Marken wie DAB, Union und Kronen.

Falls es eine ernste Frage war. Scheint nicht so, als hättest du dich mit unsree Stadt- und Vereinsgeschichte beschäftigt.


Ich bin in Dortmund geboren und aufgewachsen. In den 50er, 60ern, 70ern. Eine Zeit, in der es wirklich an jeder Ecke eine Kneipe gab, in denen nicht nur nach Ende der Schicht und nicht nur von Bergleuten und Stahlarbeitern und nicht nur vor und nach Spielen der Borussia so einige Export gezogen wurden. Wobei der ‚Lohntütenball’ freitagabends immer ein absolutes Highlight war.

Der Bierausstoß der seinerzeit acht Brauereien war in der Tat beachtlich und hievte Dortmund als Brauereistadt mengenmäßig wie Du sagst an die Spitze Europas und zeitweilig an die zweite Stelle weltweit. Aber wie bei Kohle und Stahl änderten sich die Zeiten auch bei der Bierproduktion. Mal schneller, mal langsamer. Aber unaufhörlich bis zum bitteren Ende. Erst wurde in Dortmund keine einzige Tonne Kohlen mehr gefördert und dann keine einzige Tonne Rohstahl mehr erzeugt. Und das Brauereisterben hat dazu geführt, dass die Bierproduktion in Dortmund wirtschaftlich keine wesentliche Bedeutung mehr hat.

Wenn man also von „Bierhauptstadt“ spricht, dann sollte man den Zusatz ‚ehemalige‘ verwenden.


Danke für den kurzen Rückblick in frühere Zeiten, die ich altersbedingt nicht erleben konnte. Aber schön zu lesen dein Text, ich hätte gern noch mehr bzw weiter gelesen. :)

Auch wenn es natürlich traurig ist, dass Kohle, Stahl und Bier allesamt keine bis kaum noch Bedeutung für Dortmund haben.

Das ist sicherlich eine Frage des Blickwinkels. Alles hat seine Zeit und aus einer Gegenwartsbetrachtung heraus mit neueren Erkenntnissen wird es mitunter anders bewertet, dass so manches Geschichte ist. Der Strukturwandel ist in mancherlei Hinsicht eine Notwendigkeit.

PS Soweit ich weiß findet in Dortmund zwar keine Stahlerzeugung mehr, aber in geringerem Maße noch Stahlveredelung statt.


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