und Mainz 2:0 (Spieltage)
Fischer ist ein sehr guter Trainer.
Union Berlin war Fluch und Segen für ihn. Hocherfolgreich dort, aber schaffte dann nicht, das Niveau zu halten bzw. Union spielerisch zu entwickeln. Was leider recht normal ist, es war auch extrem.
Wenn man sich die Entwicklung von Union seit der Übernahme der Trainerposition durch Urs Fischer bis zu seiner Demission genauer anschaut, dann hat er sehr wohl die Mannschaft nicht nur ergebnismäßig von Saison zu Saison weiterentwickelt, sondern auch fußballerisch. Dabei ist er zwar immer im Rahmen des fußballerischen Ansatzes geblieben, den er für Union von Beginn an gewählt hatte, und hat die Mannschaft diesbezüglich immer weiter perfektioniert. Er hat aber auch immer andere Aspekte hinzugenommen. Sehr kleinteilig, sodass die Mannschaft einerseits nicht überfordert wurde, anderseits aber den steigenden Wettbewerbsanforderungen gerecht werden konnte. Dabei musste er auch immer wieder Abgänge von Spielern verkraften und neue Spieler integrieren.
Saison 18/19: Platz 3 2. Bundesliga / Erstmaliger Aufstieg in die
Bundesliga durch Sieg in der Relegation
Saison 19/20: Platz 11 Bundesliga / Klassenerhalt im ersten
Bundesligajahr
Saison 20/21: Platz 7 Bundesliga / Qualifikation für die
Conference League
Saison 21/22: Platz 5 Bundesliga / Qualifikation für die Europa
League
Saison 22/23: Platz 4 Bundesliga / Qualifikation für die
Champions League
Saison 23/24: Absturz / Trainerentlassung / mühevoller
Klassenerhalt
Eine Entwicklung, die nicht ausschließlich durch immer konsequenteren und weiter perfektionierten ‚Terror-Ball‘ zustande gekommen ist. Sicherlich hat man den Spielstil grundsätzlich beibehalten. Aber in Nuancen auch um andere Aspekte erweitert, auch wenn diese nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar waren.
Der Absturz hatte sicherlich mehrere Gründe. Wesentlich war das völlige Abweichen von der bis dato geübten Praxis der Kadergestaltung. Um in der CL einigermaßen mithalten und der intensiveren Belastung standhalten zu können, verpflichtete man den einen oder anderen älteren und erfahrenen ‚Alt-Star‘, was das Kadergefüge zerstört hat und Gift für einen auf Zusammenhalt angewiesenen Kollektivfußball war.
Und seitdem ist Urs Fischer gebrandmarkt mit Terror-Ball.Schon ziemlich wie mit Niko Kovac auch.
Weil bei beiden (vor allem wenn man bei Fischer seine Trainerzeit bei Zürich, Thun und Basel hinzunimmt) viele Fußballfans wie auch bei vielen anderen Dingen sehr undifferenziert das aufnehmen, was vor allem ‚Journalisten‘ und ‚Experten‘ in diversen Formaten so von sich geben. Da ist dieses Forum (nicht generell, aber in Teilen) keine Ausnahme. Was hier allen an Vorurteilen gegenüber Kovač unter Bezugnahme auf angebliche Performances bei seinen Vorgängerclubs geäußert wurde, war z.T. hanebüchen.
Die Medien bestimmen über die Fans, welchen Ruf/Flair ein Trainer bekommt. Gerade die eher unbequemen, die dem Boulevard wenig geben, sortiert man da eher in die "furchtbarer Fußball"-Spalte ein, damit man denen was auswischen kann.
Ja, absolut. Es ist aber keineswegs nur der sogenannte Boulevardjournalismus. Ein schiefes Bild vermitteln kann der sogenannte Qualitätsjournalismus genauso gut, vielleicht sogar noch besser. Im elaborierten Code und in mehr Ausführlichkeit lässt es sich subtiler in eine bestimmte Ecke stellen.
Fischer und Kovac sind beides sehr gute Fußball-Lehrer, die eine kaputte Mannschaft reparieren und einen können.
Und mAn können sie ein Team auch weiterentwickeln - wenn man sie lässt. Sukzessive, nicht dynamisch. Dafür aber auch ohne die lauten Forderungen nach teuren Spielern, welche die notwendige Qualität für eine dynamische Voraussetzung mitbringen. Was nicht heißt, dass sie keine konkreten Vorstellungen von neuen Spielen hätten, die eben für eine sukzessive Weiterentwicklung notwendig sind.
Beide Trainer werden dabei immer großen Wert auf Kompaktheit und Stabilität legen, weil dies für beide Grundvoraussetzung für erfolgreichen Fußball ist. Was aber keineswegs bedeutet, dass z.B. Kreativität keine Rolle bei ihnen spielt. Nur ist es eben so, wie Urs Fischer es einmal ausgedrückt hat, dass Kreativität immer auch Kompaktheit und Stabilität benötigt, da sie sonst nicht zu längerfristigem Erfolg beiträgt.
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- Freiburg finde ich cool - Murksknüller, 09.04.2026, 21:52
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