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Gewalt in Mexiko - WM-Spielort im Fokus (Fußball und Sport allgemein)

Lattenknaller, Madrid, Montag, 23.02.2026, 16:59 (vor 4 Stunden, 55 Minuten) @ patrahn

Eigentlich müsste die mexikanische Regierung eine radikale Invasion ihres eigenen Staatsgebietes durchführen und dabei absolut rücksichtslos mit den Kartellen sein. Wie soll das sonst jemals wieder auch nur halbwegs eine innere Sicherheit in dem Land geben?

Wie Ulrich schon schrieb und jemand, der vor Ort lebt, wie Schoeneschuh, dir wahrscheinlich bestätigt kann, ist der Staatsapparat zersetzt von oben bis unten von den Kartellen. Auf lokaler Ebene in den Regionen, in denen sich die Kartelle ausgebreitet haben, teils komplett. Und das zieht sich auch durch das Militär. Also die, die dann "aufräumen" sollten. Ist mir zumindest so von Mexikanern geschildert worden, die da resigniert haben. Das ist m.A. noch eine extremere Situation als in Kolumbien vor mehr als 30 Jahren. Da waren die Kartelle immer ein Staat im Staat, die Ochoas und Escobar hatten zwar Netzwerke in die staatlichen Strukturen, aber es waren immer familiär gebundene Geschwüre, die v.a. auch davon lebten, dass man riesige Rückzugsgebiete in die Dschungelgebiete hatte. Escobar hat dann den riesigen Fehler gemacht und den Terror nach Bogota und in andere Städte getragen, was dann einen Aufstand der Zivilbevölkerung und weite Teile des Staatsapparats zur Folge hatte. Was dann das Leben der Ochoas schwerer machte, zumal da auch der Druck der USA sehr groß wurde. In die Lücke stießen dann die Guerillatruppen. Auf der Basis konnte dann Uribe erst das machen, was Du oben beschriebst, aber der musste nur Teile des Staatsgebietes "reinigen" und das waren nicht die Kerngebiete. Mit teils krassen Folgen auch für die Zivilbevölkerung dort (Stichwort "falsos positivos") und der Stärkung rechtsradikaler Paramilitärs. Danach konnte der Friedensprozess beginnen. Und trotz alledem ist das immer noch ein Thema in Kolumbien.


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