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"Neue Variante durch Regeländerung" (BVB)

bambam191279, Dortmund, Dienstag, 17.02.2026, 16:17 (vor 5 Stunden, 15 Minuten) @ Habakuk

Stimmt, mein Fehler. Es war keine feste Regel, sondern eher gelebte Praxis der Schiedsrichter, dass man Torwarten einen besonderen Schutz gewährt hat.


Kannst Du denn sagen, warum das Blockieren des Torhüters bei Ecken gerade jetzt plötzlich so im Fokus steht? Ist das einfach eine neue Mode? Das könnte man doch schon seit 14 Jahren so machen.


Die Schiris sind eben angehalten das nicht mehr zu pfeifen.
Früher war es eben so, dass Du als Goalie eigentlich immer nen Freistoß bekommen hat wenn Du im Fünfer jemanden berührt hast. BZW jemand Dich.


Ja, aber früher war 2012. Was ist denn jetzt anders?


Wie Sascha schon schrieb.... es wurde dennoch weiter gepfiffen.
Ist ja nicht so, dass sich die Schiris ans Regelwerk halten würden.
Stichwort 6 Sekunden Regel, oder Rudelbildung,meckern usw.....


Das ist mir aber zu unkonkret. Gibt es da denn jetzt eine Anweisung, das anders zu handhaben? Wegen dem Üblichen "mal so, mal so" der Schiedsrichter entsteht ja nicht ein völlig neuer Trend.

Hab da mal was aus dem Fratzenbuch kopiert:

Mal so gesagt…
„Die Mär der 5-Meterraum-Schutzzone für Torhüter“
Es war einmal ein Fußballverband, der irgendwann einmal auf die Idee kam eine Regel zu erfinden, die es nirgendwo sonst gab. Die Regel ging so: „Der Torwart ist im 5-Meterraum besonders zu schützen. Wird er in diesem Raum angegangen, muss konsequent abgepfiffen werden.“ Die IFAB (International Football Association Board) hatte diese Regel nirgendwo in ihren Büchern stehen. Es gibt sie deswegen international auch gar nicht und hat sie noch nie gegeben. Da der Deutsche Fußball Bund der für die Bundesliga zuständig war diese Regel erfunden hatte, hielt sich die IFAB komplett raus.
So weit so gut oder auch nicht, je nach Sichtweise. So schrie der deutsche Fan dann auch zum Verwundern der Fans aus anderen Ländern immer laut auf, wenn ein Rempler gegen den eigenen Torwart nicht abgepfiffen wurde. Der internationale Schiedsrichter hatte in seinem Regelwerk keinen Sonderschutz für Torhüter im 5-Meterraum stehen. Auch nicht, wenn der Torwart zu einem Verein aus Deutschland gehörte oder im Tor der deutschen Nationalmannschaft stand.
Nun geschah es eines Tages und zwar zur Saison 2012/13, dass sich der DFB eines besseren besann und diese erfundene Regel wieder streichen ließ. Jetzt heißt es im Regelwerk ganz klar, dass der Torwart im 5-Meterraum wie jeder andere Spieler auch zu betrachten ist und im 5-Meterraum keinen Sonderschutz mehr genießt. So wie es im internationalen Fußball schon immer war. Obwohl der DFB dies deutlich gemacht hatte, lebte das Märchen vom Torwart und seinem imaginären „Schutzschild“ im 5-Meterraum munter weiter. Scheinbar auch bei den Schiedsrichtern da diese den Torwart oft immer noch völlig übertrieben schützen. Tut ein Schiedsrichter das einmal nicht, ist das Gebrüll ganz groß und der Schiri mutiert zum bösen Schieber. Und das nur weil die Fans einfach keine Ahnung haben. Verübeln kann man es ihnen nicht ganz, weil auch die Medien oft munter weiter diesen Mythos unterstützen und auch verbreiten. Übrigens heute auch wieder bei DAZN. Böse, böse.
Natürlich darf der Torhüter auch weiterhin im 5-Meterraum nicht unfair angegangen, gesperrt oder gefoult werden. Aber nicht jeder Zweikampf im 5er gegen den Torhüter ist automatisch ein Foul. Vieles was immer noch abgepfiffen wird, müsste eigentlich weiterlaufen. Umgedreht kann der Torhüter im 5-Meterraum nicht schalten und walten wie er will. Geht er zum Beispiel mit den Fäusten zum Ball, verpasst diesen und trifft einen Gegenspieler, dann ist dies mit Foul und Elfmeter zu bewerten. Das kriegen die Schiris mittlerweile oft hin. Allerdings gibt es noch Probleme mit dem rauskommen des Torwarts mit angezogenen Knie. Dabei ist es eigentlich wie mit den Fäusten. Geht er klar zum Ball und erwischt diesen, ist das normales Torhüterspiel. Ist es aber so wie heute Abend, das Zetterer seinem Gegenspieler mit dem Knie voraus in den Rücken springt ohne wirklich an den Ball zu kommen, dann ist das eigentlich als Foul zu werten und mit Elfmeter für Köln zu ahnden. Hier weilten Schiri und VAR wohl im Märchenland der nicht mehr existierenden Schutzregel für Torhüter. Überall sonst auf dem Feld wäre das ein Foul, also sollte es auch eins im Strafraum sein und demnach auch im „heiligen“ 5-Meterraum des Torhüter. Eigentlich.
Alle guten Märchen enden ja allgemein mit dem Satz: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ hier ist es eher so: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann glauben sie es noch heute“.


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