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Idioten bei der Arbeit in Berlin (Spieltage)

micha87, bei Berlin, Samstag, 07.02.2026, 16:36 (vor 6 Stunden, 46 Minuten) @ istar

Ich war vor Ort auf der Gegengeraden und kann dir sagen, es war weder dramatisch noch unsicher. Es standen Leute von den Ultragruppierungen in den jeweiligen Blockbereichen und die Blöcke waren nicht überfüllt. Da wurde geschaut das die Choreo vernünftig nach oben gezogen wurde, beim Poncho anziehen haben sich die Leute unterstützt und es wurde dabei aufeinander geachtet. Nervig waren eher einzelne Leute die unter der Plane an der E-Zigarette geraucht haben oder während anderer Phasen im Spiel Gras konsumieren. Das finde ich halt weniger genial, damit muss ich als Nicht-Raucher im Stadion aber auch klar kommen.

Die Pyros sind übrigens von Leuten aus der Fanszene gezündet worden, ein Restrisiko bleibt wie in anderen Lebensbereichen auch. Das momentan größere Risiko beim Fußball sind nicht gestreute Straßen, bei Choreo und Polizei musst du schon Pech haben, das dir etwas passiert.

Wenn du auf der Gegengeraden stehst, ist dir zudem bewusst das Choreos zum Bestandteil des Stadionerlebnisses gehören, sowie in Ausnahmefällen dann Pyrotechnik. Als Fan hast du die Möglichkeit dich im Sitzplatzbereich aufzuhalten. Bei Union hast du zudem die Möglichkeit dir Frauen-Bundesliga anzuschauen, gerade wenn du mit Freunden und Family mal spontan zum Fußball willst ist das super. Das kostet weniger, für die Kids ist es weniger Wartezeit und da hat man mit Freunden genauso eine gute Zeit.

Wir waren gestern übrigens mit einen Bekannten vor Ort, der es mit den Roten in München hält, der war das dritte Mal mit dabei und jetzt nicht sonderlich verängstigt. Tja und das obwohl er noch keine aktive Choreo mit Pyro miterlebt hat. ;)

Am Ende des Tages ist es halt so, das Leben ist nicht risikofrei. Egal ob ich bloß meinen alltäglichen Einkauf auf einer rutschigen Straße erledigen will, oder in einem ausgewiesenen Stehplatzbereich bin. Seien wir also eher einmal dankbar dafür, das es jene kulturellen Freiräume beim Fußball noch gibt. Die Fankultur lebt von den unterschiedlichen Leuten die sie prägen, egal ob Kutten, Fanclub-Mitgliedern die zu allen Spielen fahren, Leuten die gelegentlich zu Spielen gehen oder eben die aktive Fanszene. Die Spiele in der Liga und der Wettbewerb sind häufig schon "langweilig" genug. Unser USP in der Bundesliga bleibt 50+1 und eine pluralistische Fankultur, an denen viele Gruppen teilhaben dürfen. Man sollte also wohl überlegen, welche Bereiche man noch "totregulieren" will, ohne das sie das Erlebnis verbessern. Die Anstoßzeiten sind schon so ein Kompromiss für viele TV-Fans, die Stadiongänger partizipieren davon nicht.


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