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Diskussion: Scouting - Profis (BVB)

koom, Montag, 25.08.2025, 09:48 (vor 168 Tagen) @ Motzki09

Aber - eine sachliche Diskussion über unsere Scoutingabteilung fände ich schon interessant und angebracht.

Das Organigramm hat mit Krug und Busser 2 Chefscouts. Svenni wurde ja ohne Ersatz gestrichen. Die Expertise konnten wir augenscheinlich nicht intern auffangen.

Sachlich und dann der aktuellen Scoutingabteilung eins reinwürgen ist natürlich ein Spitzenbeginn für ne "Diskussion".

Unabhängig davon: Schwierig da konkret zu diskutieren und was zu bewerten. Scouten ist eine Sache, Transfers eine andere. Die Namen, die in der Vergangenheit auch ohne Mislintat kursierten waren ja schon gut. Aber die "kursierten" via Medien. Heißt nicht, dass da wirklich um die geworben wurde. Gibt ja keinen "Schürfbericht" der Scouting-Abteilung direkt an die Medien und auch der BVB sagt normalerweise nichts zu Beobachtungen und Verhandlungen, das passiert alles über Dritte (die meist ein großes Interesse haben, ihren Spieler mit einem der größeren Klubs in Verbindung zu bringen).

Ich vermute schon, das eine Menge spannender und guter Spieler gescoutet wurden. Transfers waren dann aber schwierig, weil der Name BVB ("die ham 100 Mios aus Transfer X, stinkreich!") dann gleich mal den Preis und das Gehalt anziehen lässt. Und/oder der Spieler überlegt, weil die Talententwicklung, wenn die Spieler nicht Haaland oder Bellingham heißen, eher so mittelgut ist. Stimmung rund um den BVB war auch zuletzt schlecht, auch sowas bezieht man dabei potentiell vielleicht mit ein. Und ja, natürlich, vielleicht sind auch Kehl & Co. nicht wahnsinnig gut dabei, einen Spieler dann abzuholen und zu begeistern. Auch möglich. Kann ich aber auch nicht bewerten.

Einerseits sind die Transfers nicht so schlecht. Das der BVB keinen superbekannten Megazocker holt, ist halt normal, aber viele scheinen zu erwarten, dass man mal einen Stammspieler von nem guten Klub holt und nicht nur Bankdrücker oder Stammspieler aus ner 2. Liga. Verstehe ich.

Was ich noch dazu vermute: Es gab - recht offensichtlich - die Vorgabe, wohl von Sammer losgetreten und via Watzke dann statuiert, dass man "robuste, deutschsprachige" Spieler verpflichten soll. Ein Großteil der Transfers der letzten Jahre war genau diese Sorte: Anton, Süle, Sabitzer, Groß. Dazu kann man auch Beier, Schlotterbeck, Adeyemi zählen. Und wo es nicht "deutsch" war, dann zumindest schon aus der Bundesliga wie Guirassy, Bensebaini. Alles mit maximal wenig "Integrationszeit". Da ist es dann schwer, ein französisches Supertalent zu holen, wenn der noch nicht deutsch kann oder ne unbekannte Größe ist.

Ich denke der BVB sitzt ein bisserl zwischen den Stühlen. Entweder kommen Spieler, die gerade anderwo nicht gut gelitten sind (Reserve, Bank), oder auf sich selbst wetten wollen, also dass sie egal wie gut die Mannschaft ist selbst so stark glänzen, dass sie die Bühne für sich nutzen. Quasi der Ansatz von Haaland und Bellingham. Ich schätze auch Svennson so ein (im positiven Sinne). Den neuen Bellingham will ich erstmal noch abwarten, ob der da seinem Bruder folgt oder ein bisserl nur den Namen genießt (ich bin da noch neutral).

Der Punkt ist: Der BVB muss zumindest als sportliche Einheit wieder bekannt werden. Das er da für etwas steht, Werte hat und diese auch auf den Platz bringt. Das wird vermutlich noch dauern.


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