Neu auf schwatzgelb.de: Jahreshauptversammlung Borussia Dortmund: Warum eine hybride Mitgliederversammlung geboten ist (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Mittwoch, 25.06.2025, 21:20 (vor 202 Tagen)
Gastautor Marc mit einer juristischen Einschätzung und seiner Meinung zur Notwendigkeit einer hybriden Jahreshauptversammlung des BVB e.V.
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markus, Donnerstag, 26.06.2025, 12:21 (vor 202 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Danke für die Einordnung. Ein sehr guter Gastbeitrag (auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, aber in Sachen demokratisches Grundverständnis kann es keine zwei Meinungen geben)
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nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 26.06.2025, 08:38 (vor 202 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
In dem Aufsatz ist sicher vieles richtig und wichtig. Ich halte die Argumentation, eine möglichst große Anzahl von Teilnehmern an der Hauptversammlung sei im Sinne von Borussia Dortmund.
Da die Teilnahme an der Hauptversammlung aktuell mit größerem Aufwand verbunden ist, nehmen vorwiegend die Mitglieder teil, denen es wirklich um den Verein geht.
Ob das auch dann noch der Fall ist, wenn sich die Mitglieder einloggen und an wichtigen Abstimmungen teilnehmen, die vor allem wegen des besseren Zugang zu Karten Mitglied geworden sind und gerade nichts anderes zu tun haben, halte ich dann aber doch für mehr als fraglich.
Generell bin ich der Meinung, dass man über einen Sachverhalt umso besser urteilen kann, je intensiver man sich mit ihm beschäftigt. Was das angeht, dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass die an Hauptverhandlungen Teilnehmenden dies in sehr viel stärkerem Umfang tun als „Kartenmitglieder“.
Sicher, in einer Demokratie darf jeder Stimmberechtigte abstimmen. Die Argumentation, eine hybride Abstimmung sei im Sinne des Vereins, halte ich aber für ähnlich überzeugend, als wenn man die Meinung vertritt, die Abstimmung denkreduzierter Rassisten bei einer Bundeswahl sei im Sinne Deutschlands.
Man kann daher sicherlich argumentieren, es stärke demokratische Prozesse, wenn eine Hauptverhandlung in hybrider Form durchgeführt wird. Die Argumentation, eine hybride Veranstaltung sei im Sinne des Vereins, halte ich losgelöst von den juristischen Argumenten allerdings für nicht ansatzweise nachzuuvollziehen.
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stfn84, Köln, Donnerstag, 26.06.2025, 11:09 (vor 202 Tagen) @ nico36de
Ich würde einwerfen, dass es nicht nur die zwei Gruppen der „Kartenmitglieder“ und der bestens informierten MV-Gänger gibt.
Jemand der nur/hauptsächlich Vereinsmitglied ist um Karten abzugreifen wird sich nicht die Mühe machen bei einer MV dabei zu sein. Weder in Person noch online.
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Phil, Donnerstag, 26.06.2025, 11:38 (vor 202 Tagen) @ stfn84
Es ist in meinen Augen ein halbwegs müßige Diskussion.
Es geht nicht darum, wer nun geeignet dafür ist bei solch einer Veranstaltung seine Stimme abgeben zu dürfen, sondern darum, ob man möglichst vielen die Möglichkeit geben sollte, ihre Stimme abzugeben.
Und man darf davon ausgehen, dass jeder, der in welcher Form auch immer dann an so einer Versammlung teilnimmt, auch ein über "wie kriege ich Karten" hinausgehendes Interesse hat.
Davon ab gibt es ja auch Daten dazu, was die rund 220.000 Mitglieder so mit ihrer Mitgliedschaft machen: Nämlich weit überwiegend genau gar nichts. Außer einmal im Jahr den Mitgliedsbeitrag bezahlen (und vielleicht noch einmal einen Blick auf ihren nun nicht jedes Jahr neu kommenden Mitgliedsausweis starren). Also weder Karten kaufen, noch Rabatte im Shop nutzen, noch an Versammlungen teilnehmen oder sonst irgendwas. Aber klar, im Falle von großen Finals a la CL oder Pokal, werfen dann schon sehr sehr viele ihre Mitglieschaft ins Rennen; Keine Frage.
Aber was bleibt ist einfach die Frage der Teilhabemöglichkeiten und eben der Erhöhung der Beteiligung an Prozessen im Verein. Und sicherlich gibt es auch Argumente, die dafür sprechen, dass man die Anwesenheitsmöglichkeiten weiter so handhabt, dass weiterhin nur rund 0,5 % der stimmberechtigten Mitglieder diese nutzen (eigentlich ist es ja etwas mehr als diese 0,5 %, weil ja wohl auch viele minderjährige Mitglied sind). Es gibt aber ebenso sehr gute Argumente, die dafür sprechen. Mein Standpunkt zunindest ist, seid es die Möglichkeit gibt, dass man alles tun sollte, um die Teilhabe deutlich zu erhöhen. Ob das am Ende gelingt, weiß man natürlich nie, aber ich finde die Argumente dafür überwiegend sehr. Erst Recht dann, wenn man eben den Verein als höchstes Organ und eigentlich den Souverän über das Gesamtgebilde Borussia Dortmund nimmt.
Leidlicherweise ist dieses Thema nun aber belastet (eher schon deutlich überschattet) durch einen Machtkampf, den ich sehr bedauere und dessen Ursprünge und Ursache ich jedenfalls abschließend noch gar nicht verstanden habe. Der aber tiefe Risse erzeugt hat, noch größere erzeugen wird und der irgendwie eine unschöne Dynamik entwickelt hat; nun erst einmal auf dieses Grundsatzfeld "Hybrid" verlagert. Und wie das bei solchen Machtkämpfen ist, haben da eben alle irgendwelche Interessen drin, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Schade drum.
MFG
Phil
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markus, Donnerstag, 26.06.2025, 12:17 (vor 202 Tagen) @ Phil
Andererseits: Wenn es erst einen Machtkampf braucht, damit Inklusion und Barrierefreiheit auch auf der Versammlung des beherrschenden e.V. eine Rolle spielt, hat das ja auch was Gutes.
Offenbar haben weder der Grundwertekodex noch Corona einen entsprechenden Denkanstoß auslösen können.
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DomJay, Köln, Donnerstag, 26.06.2025, 11:30 (vor 202 Tagen) @ stfn84
Ich würde einwerfen, dass es nicht nur die zwei Gruppen der „Kartenmitglieder“ und der bestens informierten MV-Gänger gibt.
Jemand der nur/hauptsächlich Vereinsmitglied ist um Karten abzugreifen wird sich nicht die Mühe machen bei einer MV dabei zu sein. Weder in Person noch online.
Es ist nicht binär. Also gut oder schlecht. Klar, die erste wird sicher deutlich mehr. Die hybride Veranstaltung wird einen positiven Effekt haben. 50% mehr Teilnehmende - mittelfristig- wäre ein Erfolg.
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DomJay, Köln, Wednesday, 25.06.2025, 19:36 (vor 203 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Danke für die Einordnung