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FC Hollywood (Fußball und Sport allgemein)

thatEmJay, zurück in Berlin, Donnerstag, 06.02.2025, 20:45 (vor 364 Tagen)

Ich schaue mir gerade die Doku im ZDF "FC Hollywood" an. Für mich, der 1985 geboren und in den 90ern aufgewachsen ist, ist diese Doku wirklich etwas großartiges. Kann mich noch daran erinnern, als es in den Medien ständig um den FC Hollywood ging und wir einfach Meister wurden.

Jetzt gerade bin ich bei dem fünften Teil der Doku, und es geht um den Amtsantritt von Hitzfeld.

Mir war gar nicht bewusst, wie brisant die damalige Situatuon bei den Buyern war und dass Hitzfeld denen quasi den Arach gerettet hat. Selbst die Führungstiege der Buyern wurde kritisiert und teilweise der Rücktritt von Hoeneß, Beckenbauer und Rummenigge gefordert. Fuck .. was wäre möglich gewesen.

Naja .. jedenfalls berührt mich die Doku ziemlich, goldene Kindheitserinnerungen und so.

Wahrscheinlich gibt es schon einen Thread zum Thema .. dann bitte ich einen gnädigen Moderator, meinen Beitrag in jenen Thread zu verschieben anstatt ihn zu löschen. Wäre toll. ^,^

PS: Bin noch immer fassungslos, dass man Hitzfeld damals zu den Bauern hat ziehen lassen. Dumm, dumm, dumm.

FC Hollywood

Danny88, Dortmund, Donnerstag, 06.02.2025, 23:20 (vor 364 Tagen) @ thatEmJay

Ich habe damals als 9 Jähriger nicht verstanden, warum Hitzfeld direkt nach dem CL-Sieg 1997 das Traineramt gekündigt hat und zum Sportdirektor gewechselt ist.

Irgendwie verstehe ich immer noch so, dass von Hitzfeld selbst alles geplant war, weil er zu den Bayern wechseln wollte... warum?
Eine neue Herausforderung? nicht möglich.
mehr Gehalt? möglich.
Stress mit Niebaum/Meier? weiß ich nicht mehr.

Ich kann mich auch noch dunkel erinnern, dass die Mannschaft trotz CL-Sieg ziemlich zerstritten gewesen war.

Vielleicht hätte jemand Lust kurz zusammenzufassen was da noch mal passiert ist zwischen CL-Sieg 1997 und Fast-Abstieg 2000 und die ältere Generation noch mal in die Erinnerung schwelgen lässt...

FC Hollywood

Smeller, Dortmund, Freitag, 07.02.2025, 19:22 (vor 363 Tagen) @ Danny88

Hitzfeld wollte einen sportlichen Neuanfang und den Fokus auf jüngere Spieler legen. Das hat Niemeier aber gar nicht gepasst, weil sie die Bayern angreifen wollten. Das führte dazu, dass dann Spielerverträge einfach hinter seinem Rücken verlängert wurden. Der Sportdirektorposten war einfach nur der Anfang vom Ende.

Burnout

SebWagn, HH Harvestehude, Freitag, 07.02.2025, 05:11 (vor 364 Tagen) @ Danny88

Erzählt er selbst im fünften Teil der Doku, ab 4:27

"...ich war ausgelaugt...Nicht depressiv, aber in Richtung Burnout"

FC Hollywood

Ricola1, Ort, Donnerstag, 06.02.2025, 23:44 (vor 364 Tagen) @ Danny88

Ich habe damals als 9 Jähriger nicht verstanden, warum Hitzfeld direkt nach dem CL-Sieg 1997 das Traineramt gekündigt hat und zum Sportdirektor gewechselt ist.

Irgendwie verstehe ich immer noch so, dass von Hitzfeld selbst alles geplant war, weil er zu den Bayern wechseln wollte... warum?
Eine neue Herausforderung? nicht möglich.
mehr Gehalt? möglich.
Stress mit Niebaum/Meier? weiß ich nicht mehr.

Ich kann mich auch noch dunkel erinnern, dass die Mannschaft trotz CL-Sieg ziemlich zerstritten gewesen war.

Vielleicht hätte jemand Lust kurz zusammenzufassen was da noch mal passiert ist zwischen CL-Sieg 1997 und Fast-Abstieg 2000 und die ältere Generation noch mal in die Erinnerung schwelgen lässt...

Tatsächlich war es so, dass der BVB in Person von Dr. Niebaum Hitzfeld mehr oder weniger abgesägt hat. Hitzfeld wurde dann der Titel des Sportdirektors verpasst. Ohne nennenswerten Einfluss. Wenig verwunderlich, dass der Mann dann ging. Den Arsch gerettet hat er Bayern übrigens nicht. Die haben 96 den damals noch sportlich korrekten UEFA-Cup gewonnen (CL war den Meistern vorbehalten - jedenfalls 1996 noch), 1997 die Meisterschaft und 1998 den Pokal (was damaligem Verständnis nach zu wenig war, aber weit entfernt von grauenhaft). Die Meisterschaftsserie ist dann gelungen, weil die Konkurrenz schwächer wurde. Nevio Scala war ein Fehlgriff und es ging so weiter.

FC Hollywood

Chappi1991 ⌂ @, Donnerstag, 06.02.2025, 23:41 (vor 364 Tagen) @ Danny88

Ich habe damals als 9 Jähriger nicht verstanden, warum Hitzfeld direkt nach dem CL-Sieg 1997 das Traineramt gekündigt hat und zum Sportdirektor gewechselt ist.

Irgendwie verstehe ich immer noch so, dass von Hitzfeld selbst alles geplant war, weil er zu den Bayern wechseln wollte... warum?
Eine neue Herausforderung? nicht möglich.
mehr Gehalt? möglich.
Stress mit Niebaum/Meier? weiß ich nicht mehr.

Es gab einen Bruch zwischen Hitzfeld und Niebaum. Hitzfeld wollte die Mannschaft umbauen, weil er genau wusste, dass das nötig war. Niebaum wusste dagegen, dass der BVB dafür kein Geld hatte. Sagen konnte/wollte er das aber auch nicht offen. Darum hat er in seinem typischen Stil auch seiner rührigen Geschichten erzählt ("Schon einmal, nämlich nach 1966, ließ man eine große BVB-Mannschaft einfach zerfallen. Und das dürfe nicht wieder passieren.") Zur Gesichtswahrung gab es statt der Entlassung die "Beförderung". Für Hitzfeld war das letzlich optimal, weil er sich vom Trainerstress mal sich richtig erholen konnte. Ich habe den Posten damals nicht so richtig ernst genommen, in, wie ich zwischendurch meint, jugendlicher Naivität. Aber aus heutiger Sicht war das wohl goldrichtig. Auch die Zorc-Jahre 1998 bis 2005 waren wohl mehr oder weniger eine Grüßaugust-Phase dieses Postens. Erst danach hatte der Sportdirektor imho wirklich etwas zu entscheiden.

Hitzfeld ging dann nach München. Und Niebaum trieb ab 1999 wieder Geld auf, um den Kader umzubauen. Erst von der UFA (Der BVB werde fortan "die Tabelle wieder von oben kontrollieren"), dann aus dem Börsengang und anderen windigen Geschäften. Nur funktionierten die teuren Einkäufe nicht mehr so wie mit Hitzfeld und am Ende der Skibbe-Zeit wäre man beinahe abgestiegen. Mit noch mehr Geld und besserer Trefferquote wurde dann noch einmal kurzfristig ein Feuerwerk abgebrannt. Und danach war man dann abgebrannt.

FC Hollywood

MirkoWSG, Freitag, 07.02.2025, 19:16 (vor 363 Tagen) @ Chappi1991

Ich fand die Jahre rund um die Doll-"Ära" klasse.

Da hat man mit 2 Bussen auswärts angetischt und Kaliber wie den Fetten-mit-die-6, Brenska und Kruska im Kader gehabt. ABER: die Spieler haben ihren Fähigkeiten entsprechend verdient und wurden nicht mit Geld in der Wohlfühloase BVB zugeschmissen.

Spieler wie Paul Lambert & Co., die sich in jedem Spiel den Hintern aufgerissen haben aber fussballerisch limitiert waren, sind mir lieber als jemand der die 10 trägt und in jedem 10. Spiel glänzt - und auch nur wenn die Sonne scheint.

FC Hollywood

markus, Donnerstag, 06.02.2025, 21:09 (vor 364 Tagen) @ thatEmJay

Ich schaue mir gerade die Doku im ZDF "FC Hollywood" an. Für mich, der 1985 geboren und in den 90ern aufgewachsen ist, ist diese Doku wirklich etwas großartiges. Kann mich noch daran erinnern, als es in den Medien ständig um den FC Hollywood ging und wir einfach Meister wurden.

Jetzt gerade bin ich bei dem fünften Teil der Doku, und es geht um den Amtsantritt von Hitzfeld.

Mir war gar nicht bewusst, wie brisant die damalige Situatuon bei den Buyern war und dass Hitzfeld denen quasi den Arach gerettet hat. Selbst die Führungstiege der Buyern wurde kritisiert und teilweise der Rücktritt von Hoeneß, Beckenbauer und Rummenigge gefordert. Fuck .. was wäre möglich gewesen.

Naja .. jedenfalls berührt mich die Doku ziemlich, goldene Kindheitserinnerungen und so.

Wahrscheinlich gibt es schon einen Thread zum Thema .. dann bitte ich einen gnädigen Moderator, meinen Beitrag in jenen Thread zu verschieben anstatt ihn zu löschen. Wäre toll. ^,^

Es ist immer schön, wenn so etwas verlinkt wird. https://www.zdf.de/sport/fc-hollywood

Mir geht es ähnlich wie dir. Da kommen Erinnerungen hoch. Wenn man das mit heute vergleicht, wirkt das zum Teil wahnsinnig amateurhaft. Und dass, obwohl es schon damals Millionengehälter gab. Es ist krass, wie sich der Fußball verändert hat.

FC Hollywood

thatEmJay, zurück in Berlin, Donnerstag, 06.02.2025, 21:24 (vor 364 Tagen) @ markus

Jede Generatuon erlebt, wie sich die Gesellschaft verändert. Und wir, als Fans, erleben es eben speziell im Bereich Fußball.

Die 90er waren sehr gut zu den Boulevard-Medien. Der FC Hollywood hat, jedenfalls in Deutschalnd, dazu beigetragen, dass der Fußball vom Platz in die Boulevard-Medien getragen wurde. War mir so gar nicht bewusst. Aber sehr spannend, dass wir damit aufgewachsen sind, was heute Gang und gebe ist. Der gläserne Profi ward geboren.

Find ich echt interessant

FC Hollywood

CedricVanDerGun, Hamburg, Donnerstag, 06.02.2025, 21:22 (vor 364 Tagen) @ markus

Bin auch großer Fan und wünschte hätte es noch präsenter mitbekommen. Schade, dass sie nicht mal ganz kurz erwähnen, wer dann zwischendurch aus Deutschland die CL gewonnen hat, da ja immer von berichtet wird, wie normal Meisterschaften sind aber was das große Ziel :D wie abwechslungsreich auch die 90er waren was die Meister angeht

FC Hollywood

thatEmJay, zurück in Berlin, Donnerstag, 06.02.2025, 21:27 (vor 364 Tagen) @ CedricVanDerGun

Ja das war geil. Bis 2012 war es eigentlich immer so (abgesehen von den drei FCB Meisterschaften 99-01; aber selbstvdiese jahre waren spannend), dass spätestens nach zwei Jahren eine neue Mannschaft Meister wurde. Hach .. good ol' times. ;D

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