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Neu auf schwatzgelb.de: Borussia Dortmund geht bei Holstein Kiel unter: Diesmal ist es anders (BVB)

stfn84, Köln, Donnerstag, 16.01.2025, 11:57 (vor 392 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Der Artikel zeigt gut auf, dass es eben keine einfache Lösung der Problematik geben kann.

Wenngleich unsere Primadonnen auf dem Rasen haben schon oft genug gezeigt, dass sie es mit 80% Einsatz probieren wollen - und sie scheitern seit Jahren mit diesem Ansatz. Wie Du schreibst ist es in diesem Jahr aber eben kein Ausrutscher gegen Darmstadt, sondern national auswärts eher der Regelfall. Das ist alarmierend und kann eben nicht nur an den Spielern liegen.

Sahin ist nicht der erste Trainer, der mit diesem Kader und derartigen Situationen zurecht kommen muss. Im Gegensatz zu Favre, Rose und - in Ansätzen - sogar Edin Terzic, steht Sahin aber ein schlechterer Kader zur Verfügung und ihm gelingt es nicht / zu selten überzeugend spielen zu lassen.

In der Bundesliga war das in den Heimspielen eigentlich durchweg sehr gut. International haben wir - auch mit Glück (siehe Brügge) - überperformed und sind im Grunde schon jetzt sicher weiter, was der nationalen Konkurrenz (Leipzig) eben nicht gelungen oder zumindest fraglich (Stuttgart) ist; den Umstand der Auslosung lasse ich da mal bewusst und zu unseren Gunsten unter den Tisch fallen.

Sahin findet keine Lösungen für die spätestens seit Dienstag verunsicherte Mannschaft. Selbst wenn es gegen Frankfurt eine Reaktion gäbe, erscheint das aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs nicht von Dauer sein zu können. Wir haben in dieser Saison noch keine zwei Bundesligaspiele am Stück gewinnen können...
Das ist zu wenig.
Aber, es war im Sommer offensichtlich, dass Nuri Sahin noch kein fertiger Trainer von internationaler Klasse ist. Wenn die sportliche Führung das im Sommer und aufgrund der Erfahrungen als Co-Trainer nicht auf dem Schirm hatte, wäre es ein umso schlechteres Zeugnis für Kehl, Ricken und Watzke.

Der Austausch von Sahin, den man womöglich dieses Mal auch ohne Aufrückend des in BVB Bettwäsche gebetteten Co-Trainers vollziehen würde, ist meines Erachtens zwangsläufig, auch wenn dadurch nur kurzfristig ein Impuls zur Besserung erfolgen könnte.

Das Problem ist aber wie von Sascha beschrieben deutlich komplexer.
Dazu reicht der Blick in den Kader.

Der wesentliche Aspekt ist für mich

Dabei zeigen diese Kicker dann, was möglich wäre, wenn man das Geld sinnvoll ausgeben würde.

Wir haben mal wieder Spieler verpflichtet, bei denen man sich fragen muss wofür eigentlich...

Der Kader ist nicht mehr klein, er ist viel zu eng gestrickt. Vor allem wenn man die Ansprüche des BVB einpreist und von der CL-Teilnahme als Minimalziel redet.

Maxi Beier ist grundsätzlich ein guter Spieler, ein großes Talent, dazu Nationalspieler. Ein toller Transfer. Aber für welche Position wurde er geholt und warum hat man für diesen Spieler etwa 30.000.000 Euro ausgegeben?
Wenn wir anfangen diese Spieler für die Bank zu holen, dann dürfte es uns viel zu gut gehen...

Das gleiche Volumen, allerdings für den Etat 2025/2026, hat die "Leihe" von Couto gebunden.
Bei ihm hat man aber natürlich erst einmal einen Bedarf für die grundsätzliche Position. Auch wenn Couto eher RAV und somit für eine Fünferkette prädestiniert ist, als dass seine Stärken in der Verteidigung als RV liegen würden. Aber er kam ja von ManCity - das muss also ein guter sein...

Wir haben gute Namen verpflichtet, aber weder passen diese Spielertypen immer ins Profil noch haben wir uns darauf konzentriert zumindest ein paar vielversprechende Talente zu einem akzeptablen Preis im Kader zu integrieren. Auch wenn man kein abschließendes Urteil fällen kann, so wage ich dennoch die Behauptung, dass Collins, Kabar und Lührs (noch) keine Spieler sind die uns wirklich helfen und wichtige Impulse bringen.

Die Rolle von Kehl, aber auch von Mislintat, bleibt mindestens fragwürdig.
Dazu gehört nunmehr aber natürlich auch Lars Ricken, der sich bereits im November öffentlich für die Verlängerung von Kehl ausgesprochen hat. Zwei Monate später kommt die Verlängerung... Das sieht nicht nach Überzeugung aus. Warum auch, wenn wir in den letzten Jahren Abgänge nicht adäquat auffangen konnten und der Kader sowohl in der Spitze als auch Breite an Qualität verloren hat.

Aber natürlich würde die Demission von Kehl alleine das Problem auch nicht lösen.
Diese Personalie und die gleichzeitige Integration von Mislintat zeigen aber auf, dass wir auch in diesem Bereich einigermaßen ungeplant agieren. Es ist von außen schwer zu greifen, warum wir unter Kehl eine Position für die Kaderentwicklung geschaffen haben, ohne dass man erkennen könnte welchen Nutzen man daraus zieht.

Borussia Dortmund scheint ambitionslos geworden zu sein, wenn ein Sebastian Kehl von Platz 8 aus in die Top 10-12 Europas vorrücken will. Gibt es einen Pressebereich des BVB, der solche Dummheiten im Vorfeld ausräumen könnte?
Es wirkt als ob sich alle Beteiligten eher gegenseitig die Augen aushacken wollen, statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen und gemeinsam sinnvolle Ziele zu entwickeln.


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