Wie stark ist der BVB wirtschaftlich? (BVB)
Trainingskiebitz, Block 36, Dienstag, 14.01.2025, 15:26 (vor 394 Tagen)
Was mich bei den aktuellen Transfergerüchten und der Kadersituation am meisten wundert sind die genannten wirtschaftlichen Beschränkungen des BVB.
Wir haben unerwartet das CL-Finale erreicht, sind durchgehend in der CL, haben Rekordverkäufe (Haaland, Bellingham) vollzogen und einen kleinen Kader. Akut geht nunmehr auch noch Malen für einen satten Betrag, zzgl gespartem Gehalt. Unser Trainer sollte mangels eigenem Markt auch eher im unteren Bereich verdienen.
Kann jemand erklären, wie wir da wirtschaftlich derart limitiert sein können? Mit den Sommertransfers müssten wir uns dann ja in Ansehung der außergewöhnlichen sportlichen und damit finanziellen Erfolge bis an die Grenze des Möglichen gestreckt haben. Mir leuchtet es nicht ohne Weiteres ein.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Trainingskiebitz, Dienstag, 14.01.2025, 18:18 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Noch dürfte alles ok sein. Die Perspektive macht mir Sorgen. Das Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr: preiswerte Talente kaufen, teuer verkaufen und von der Marge die Kaderkosten decken. Die Talente werden nun schon direkt von wirtschaftlich überlegenen Clubs gekauft und auch andere Wettbewerber haben im Scouting deutliche Fortschritte gemacht. Zudem haben zahlreiche Clubs mit kluger Transferpolitik und exzellentem Scouting zum BVB aufgeschlossen oder sogar überholt. Der BVB wird also relativ schwächer werden. Europa League incoming.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Zaungast, Dienstag, 14.01.2025, 17:16 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
bearbeitet von Zaungast, Dienstag, 14.01.2025, 17:34
Meiner Meinung nach spielen vor allem zwei Aspekte rein:
1. Der BVB tätigt als Verkaufsverein auch immer sehr hohe Reinvestitionen. Brandt, Reyna und Can sind mit ihren 4,5 bis 5,5 Jahren Vereinszugehörigkeit bereits die Oldies im Team, d.h. für die meisten extern verpflichteten Spieler werden noch hohe Abschreibungen fällig. Das ist für den EBITA egal, sorgt aber dafür, dass unter dem Strich nach einer ordentlichen Saison 2022/23 beispielsweise „nur“ 9,5 Mio. Gewinn übrig bleiben.
Gleichzeitig halten bei der steten Kaderumwälzung natürlich auch immer noch Berater und Staat die Hände auf.
2. Die enorm hohen Gehälter für Spieler aus der zweiten Reihe. Wir haben uns die letzten Jahre einige Spieler geleistet, die sportlich gemessen am Gehalt kaum Mehrwert geliefert haben. Daher finde ich es auch folgerichtig, dass der Kader diese Saison deutlich reduziert wurde und sich quantitiativ nun auf Augenhöhe mit beispielsweise Bayern, Leverkusen und Leipzig befindet.
Wie die Saison zeigt, hätten uns sicherlich ein bis zwei erfahrene Spieler mehr gut zu Gesicht gestanden, aber der Trend jedes Kadermitglied in die Pflicht zu nehmen ist richtig. Glaube unter normalen Umständen kommt jeder Profi auf eine angemessene Spielzeit.
Außergewöhnlich und frustrierend ist, dass uns diese Saison bereits das zweite Mal ~10 Spieler aus unserer Top18 ausgefallen sind. Mit Ausnahme Chelseas hätte das wohl jedes Team der Welt schwer getroffen. Punktuell wird man nun nachjustieren, aber wenn man am Ende aus dem laufenden Spiel heraus Geld erwirtschaften und nicht nur die Mannschaft bezahlen möchte, muss man vor allem an die Personalkosten ran. Und das am besten nicht indem man an der Top18 spart.
Das bedeutet dann aber auch weniger Öczan und Wolf, mehr Wätjen und Campbell. Nur sollten die Jugend möglichst nicht selbst ständig verletzt ausfallen um auch die nächsten Schritte gehen zu können.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Guido, Dienstag, 14.01.2025, 17:01 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Kann jemand erklären, wie wir da wirtschaftlich derart limitiert sein können?
National sind wir nicht limitiert, sondern dem Großteil der Liga ziemlich überlegen (Bayern mal außen vor, Leipzig eher gleichauf, Leverkusen leicht dahinter). International sind wir finanziell aber eher in der unteren Hälfte der Top 20. Neben den traditionell geringen TV-Einnahmen in Deutschland, sind auch unsere Sponsoring- und Ausrüster-Einnahmen deutlich geringer als bei den ganz großen Clubs. Die drei Punkte sind bis zu 100 Mio EUR pro Jahr, die uns von der Top 10 trennen. Und auch wenn man das angesichts unseres Zuschauerschnitts kaum glauben mag: Unsere Spieltagseinnahmen sind leider im Vergleich zu vielen anderen Clubs eher unterdurchschnittlich.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
DomJay, Köln, Dienstag, 14.01.2025, 17:10 (vor 394 Tagen) @ Guido
bearbeitet von DomJay, Dienstag, 14.01.2025, 17:15
Kann jemand erklären, wie wir da wirtschaftlich derart limitiert sein können?
National sind wir nicht limitiert, sondern dem Großteil der Liga ziemlich überlegen (Bayern mal außen vor, Leipzig eher gleichauf, Leverkusen leicht dahinter). International sind wir finanziell aber eher in der unteren Hälfte der Top 20. Neben den traditionell geringen TV-Einnahmen in Deutschland, sind auch unsere Sponsoring- und Ausrüster-Einnahmen deutlich geringer als bei den ganz großen Clubs. Die drei Punkte sind bis zu 100 Mio EUR pro Jahr, die uns von der Top 10 trennen. Und auch wenn man das angesichts unseres Zuschauerschnitts kaum glauben mag: Unsere Spieltagseinnahmen sind leider im Vergleich zu vielen anderen Clubs eher unterdurchschnittlich.
Bei aller Kritik an Aki, übrigens etwas das er durchzieht und der gewünschte externe GF vielleicht sofort ändern würde. Der BVB wäre meiner Ansicht nach in der Lage, das Stadion auch so zu füllen, wenn man sich eher am oberen Ende orientiert.
Dazu wäre man sicher auch in der Lage, eben nicht mit der Signal Iduna zu kooperieren sondern was weiß ich welche saudischen, katarischen, chinesischen usw. Namensgeber und sei es nur über drittfirmen.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
majae, Muc, Dienstag, 14.01.2025, 18:34 (vor 394 Tagen) @ DomJay
Bei aller Kritik an Aki, übrigens etwas das er durchzieht und der gewünschte externe GF vielleicht sofort ändern würde. Der BVB wäre meiner Ansicht nach in der Lage, das Stadion auch so zu füllen, wenn man sich eher am oberen Ende orientiert.
Wir haben doch schon mit die teuersten Eintrittskarten (national betrachtet). Dass da am Ende so viel weniger bei rum kommt, liegt afaik vor allem an der geringen Anzahl an Logen/Hospitality-Plätzen.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Zaungast, Dienstag, 14.01.2025, 19:54 (vor 394 Tagen) @ majae
Bei aller Kritik an Aki, übrigens etwas das er durchzieht und der gewünschte externe GF vielleicht sofort ändern würde. Der BVB wäre meiner Ansicht nach in der Lage, das Stadion auch so zu füllen, wenn man sich eher am oberen Ende orientiert.
Wir haben doch schon mit die teuersten Eintrittskarten (national betrachtet). Dass da am Ende so viel weniger bei rum kommt, liegt afaik vor allem an der geringen Anzahl an Logen/Hospitality-Plätzen.
Nö, wir haben zwar höhere Preise in der günstigsten Kategorie, bieten davon aber deutlich mehr an als andere Vereine. Ergo kommen bspw. die ersten 25 Tausend im Schnitt deutlich günstiger ins Stadion als anderswo.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Guido, Dienstag, 14.01.2025, 17:36 (vor 394 Tagen) @ DomJay
Bei aller Kritik an Aki, übrigens etwas das er durchzieht und der gewünschte externe GF vielleicht sofort ändern würde. Der BVB wäre meiner Ansicht nach in der Lage, das Stadion auch so zu füllen, wenn man sich eher am oberen Ende orientiert.
Die Bayern nehmen fast doppelt so viel pro Spieltag ein. Natürlich kann man bei den Stehplätzen etwas drehen usw. - aber der große Hebel für deutlich mehr Einnahmen liegt im oberen Bereich bei den richtig teuren Spieltagspaketen für 2.000 EUR. Aber Ich denke, dass im Ruhrgebiet die Möglichkeiten da eher beschränkt sind.
Übrigens: Die 18-er Liga ist da natürlich auch ein Thema im Vergleich zu England, Italien usw. 2 Spieltage mehr wären incl. TV-Gelder auch > 5 Mio EUR.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Zaungast, Dienstag, 14.01.2025, 17:26 (vor 394 Tagen) @ DomJay
Kann jemand erklären, wie wir da wirtschaftlich derart limitiert sein können?
[…] Und auch wenn man das angesichts unseres Zuschauerschnitts kaum glauben mag: Unsere Spieltagseinnahmen sind leider im Vergleich zu vielen anderen Clubs eher unterdurchschnittlich.
Bei aller Kritik an Aki, übrigens etwas das er durchzieht und der gewünschte externe GF vielleicht sofort ändern würde. Der BVB wäre meiner Ansicht nach in der Lage, das Stadion auch so zu füllen, wenn man sich eher am oberen Ende orientiert.Dazu wäre man sicher auch in der Lage, eben nicht mit der Signal Iduna zu kooperieren sondern was weiß ich welche saudischen, katarischen, chinesischen usw. Namensgeber und sei es nur über drittfirmen.
Genau das. Die Art der Wertschätzung wird dann gerne mal vergessen, wenn man über Watzke und seinen vermeintlichen Vasallenstaat meckert.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
koom, Dienstag, 14.01.2025, 16:13 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Kann jemand erklären, wie wir da wirtschaftlich derart limitiert sein können?
Kein Börsenfachmann hier. Generell mit Finanzen nicht super viel am Hut.
* Corona wird sicherlich gekostet haben. Mannschaft und Infrastruktur in der Größenordnung des BVB sind teuer. Brechen da Zuschauereinnahmen weg mit allem drum und dran, dann tut das sicherlich weh.
* Das Gehaltsniveau ist sicherlich hoch. Nicht FCB-hoch, aber auch hoch. Das nascht einiges von den großen Transfers immer wieder weg. Dazu ja auch Handgelder, Beraterkosten etc. die ja auch in großem Maß fließen.
* Erfolg kostet. Kommt man in der CL ins Finale, kriegt man nicht nur Geld (und zwar reichlich), man zahlt auch Erfolgsprämien - und die vermutlich auch reichlich. Unterm Strich kriegt man mehr als das man zahlt, aber es knuspert auch am Gewinn erheblich weg.
* "Tote" Gehälter. Jemand wie Nico Schulz war ein Verlustgeschäft. Jahrelang da, wenig/gar nicht gespielt, aber sicherlich ein gutes Gehalt gehabt. Das ist schon der drastische Fall, aber es gibt vergleichbare Fälle. Moukoko bspw. war auch vielleicht zu teuer, für das, was er so brachte.
* Unterm Strich kauft man gerade zuletzt etwas teuer ein. Nmecha für 30 Mio oder Couto jetzt, davor Malen, sind gefühlt schon etwas überteuert. Ablösefreie Spieler wie bspw. Süle haben zwar weniger Transfergeld gekostet, dafür sicherlich ein schönes Handgeld bekommen. Nur kriegt man das kaum mit medial.
* Und zurück zur Börse: Der BVB ist seinen Aktionären verpflichtet, Gewinn zu erwirtschaften. Tut man das nicht, ist das ein großes Problem. Mal ein "Aufbau/Sabbat"-Jahr sich zu nehmen ist aus BVB-Sicht nicht möglich. Schon gar nicht, das auch nur irgendwie anzudeuten, das könnte u.U. sogar rechtliche Konsequenzen haben.
Gründe hin oder her: Wenn Watzke davon spricht, dass der BVB auf diese 100 Mio-Verkaufstransfer angewiesen ist, ist das für mich eine Alarmglocke. Das ist nicht planbar. In der Bundesliga kriegt das ansatzweise gerade nur die Eintracht hin, tatsächlich dauernd ihre Stürmer so aufzupimpen, dass die für solche Summen gehen. Der BVB hat momentan bis auf vielleicht Gittens einfach nichts im Kader, was auch nur ansatzweise in diese Richtung geht.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Hatebreed, Dienstag, 14.01.2025, 16:23 (vor 394 Tagen) @ koom
Gründe hin oder her: Wenn Watzke davon spricht, dass der BVB auf diese 100 Mio-Verkaufstransfer angewiesen ist, ist das für mich eine Alarmglocke.
Da hat es bei mir auch Alarm geklingelt: Ich sehe in naher Zukunft keinen 100 Mio-Verkauf, sondern viel eher und sehr bedrohlich den Wegfall der CL-Millionen...
--
Block 24
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Hatebreed, Dienstag, 14.01.2025, 16:05 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Kann jemand erklären, wie wir da wirtschaftlich derart limitiert sein können? Mit den Sommertransfers müssten wir uns dann ja in Ansehung der außergewöhnlichen sportlichen und damit finanziellen Erfolge bis an die Grenze des Möglichen gestreckt haben. Mir leuchtet es nicht ohne Weiteres ein.
Viel zu hohe Gehälter, verliehene Spieler auf der Gehaltsliste, Berater, Steuern auf Transfers, Abschreibungen, verkaufte Spieler werden in Raten bezahlt... Mit ca. -50 Mio ist unser Transferbudget nahezu aufgebraucht. Da bringt Malen jetzt ein bisschen Spielraum rein.
Wir brauchen einen großen Teil der Einnahmen, um unser Gehaltsbudget zu stemmen. Bin mal gespannt, wie das alles noch funktioneiren soll, wenn wir im Sommer die CL verpassen.
--
Block 24
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Sascha, Dortmund, Dienstag, 14.01.2025, 15:54 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Ganz so limitiert können wir aber auch nicht sein, da fast alle aktuellen Gerüchte Spieler aus der Premiere League betreffen. Selbst bei Leihgeschäften dürften da die höchsten Gehälter in den jeweiligen Segmenten anstehen.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Ulrich, Dienstag, 14.01.2025, 16:10 (vor 394 Tagen) @ Sascha
Ganz so limitiert können wir aber auch nicht sein, da fast alle aktuellen Gerüchte Spieler aus der Premiere League betreffen. Selbst bei Leihgeschäften dürften da die höchsten Gehälter in den jeweiligen Segmenten anstehen.
Da wäre ich mir nicht unbedingt sicher. Der BVB bietet die Möglichkeit, Ergänzungsspieler von CL-Clubs ins Schaufenster zu erstellen. Mit potenziell deutlich positiven Auswirkungen auf den Marktwert. (Zu) teuer kann es bei den Klauseln werden, falls man von BVB-Seite nach der Leihe einen festen Wechsel anstrebt.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Lordran, Dienstag, 14.01.2025, 15:38 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Sieh dir an was der BVB an Gehalt zahlt. Ein Süle verdient hier etwas zwischen 11-13 Millionen pro Jahr. Bei den Beraterkosten waren wir auch immer ungeschlagener Platz 1. Das zehrt an den Reserven.
Urbane Gerüchte...
CHS
, Lünen / Dortmund, Dienstag, 14.01.2025, 17:31 (vor 394 Tagen) @ Lordran
Sieh dir an was der BVB an Gehalt zahlt. Ein Süle verdient hier etwas zwischen 11-13 Millionen pro Jahr.
Wenn er überhaupt diese Summe verdient, dann aber auch nur, wenn man erfolgreich ist. Dieses Jahr wird er wohl weniger bekommen. :-)
Bei den Beraterkosten waren wir auch immer ungeschlagener Platz 1. Das zehrt an den Reserven.
Kannst du das belegen? Ich verweise gerne auf die DFL, die bekanntlich die Zahlen für Berater veröffentlicht. Für die Saison 2022/23 bzw. das Jahr 2023 hat es der BVB nur auf Platz drei geschafft, Leipzig und München haben deutlich mehr ausgegeben und Leverkusen hängt uns im Nacken. Und wie das in Frankfurt aussieht, kann man schlecht sagen, die haben nur einen Rumpf-GB abgegeben (6 Monate).
Aber wer glaubt schon den Zahlen, wenn man Gerüchte kennt, die anderes berichten.
Gruß
CHS
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
DomJay, Köln, Dienstag, 14.01.2025, 15:35 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Ziemlich potent, wenn man guckt:
Der eine LV soll 30 Millionen kosten
Zinchenko angeblich 20, aber der wird einen entsprechenden Vertrag haben.
Im Sommer haben wir Guirassy, Anton, Couto investiert. Gleichzeitig die Füllkrug Millionen sofort wieder re-investiert.
Nun würde man die Malen Ablöse wahrscheinlich ebenfalls wieder investieren.
Wäre man nicht so stark, hätte man statt Guirassy einen Kleindienst geholt, keinen Anton sondern Chabot. Und man hätte einen Großteil der Einnahmen behalten müssen um Löcher zu stopfen oder Schulden zu tilgen
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
MKB, Siegen, Dienstag, 14.01.2025, 15:35 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Insgesamt geht halt ein großer Teil einfach für einen teuren Kader drauf. Zudem haben wir noch einige auf der Gehaltsliste die nach leihen richtig belasten könnten. Es wurde auch viel in Transfers bereits wieder aus gegeben.
Natürlich ist noch Geld da und alles noch solide. Aber die dicken brocken sind verbraucht.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Alex, Block 12, Dienstag, 14.01.2025, 15:32 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Der Kader frisst sehr viel Gehalt nach wie vor und für die Summen die wir hierfür aufwenden ist Platz 8 in der Liga eine Bankrotterklärung.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
MKB, Siegen, Dienstag, 14.01.2025, 15:38 (vor 394 Tagen) @ Alex
Wir hatten im letzten Jahr Haller und moukoko die uns 18 Mio gekostet haben ohne uns weiter zu helfen. Gibt nun mal auch nicht jeder Verein aus. Süle war ein finanzielles Grab was einfach verdeckt ist. Da wurde schon ordentlich raus geballert.
Die Jahre davor schürrle, Götze, schulz
... Da ist dann viel Geld von den guten Ablösen verpufft
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
BVBStone, Detmold, Dienstag, 14.01.2025, 15:32 (vor 394 Tagen) @ Trainingskiebitz
Was mich bei den aktuellen Transfergerüchten und der Kadersituation am meisten wundert sind die genannten wirtschaftlichen Beschränkungen des BVB.
Wir haben unerwartet das CL-Finale erreicht, sind durchgehend in der CL, haben Rekordverkäufe (Haaland, Bellingham) vollzogen und einen kleinen Kader. Akut geht nunmehr auch noch Malen für einen satten Betrag, zzgl gespartem Gehalt. Unser Trainer sollte mangels eigenem Markt auch eher im unteren Bereich verdienen.
Kann jemand erklären, wie wir da wirtschaftlich derart limitiert sein können? Mit den Sommertransfers müssten wir uns dann ja in Ansehung der außergewöhnlichen sportlichen und damit finanziellen Erfolge bis an die Grenze des Möglichen gestreckt haben. Mir leuchtet es nicht ohne Weiteres ein.
Diese Frage stellen wir hier im BVB Fankreis uns auch immer wieder.
Wo ist das ganzue Geld?
Eine sinnhafte Erklärung gibt es anscheind nicht, aber merkwürdig ist es schon ein wenig ......
Alle Zahlen liegen doch offen......
Bananenbernie, Ort, Dienstag, 14.01.2025, 16:43 (vor 394 Tagen) @ BVBStone
...oder doch nicht?
Als AG müssen wir diese doch jedes Jahr offen legen. Kann man da nicht was rauslesen?
Gibt's hier Fachmänner die den Bilanzbericht "lesen" können und uns Antworten liefern können?
Lg
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Norway, Telgte, Dienstag, 14.01.2025, 15:36 (vor 394 Tagen) @ BVBStone
Vielleicht in den Gehältern? Wenn man sich anschaut was selbst mittelklassige Spieler verdienen. Die Schrauben sind m.E. total überdreht...
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Klaus28, Ort, Mittwoch, 15.01.2025, 11:41 (vor 393 Tagen) @ Norway
https://www.fussballtransfers.com/verein/borussia-dortmund/gehalter
Eine Tabelle mit den "Verdiensten" der Spieler. Zusammen sind das 7,15 Mio € im Monat.
Ich finde, die Spieler sollten anteilig 1/4 des Monatsgehalts zurückzahlen nach solch nichtsnutzigem Gekicke.
Bei den Personalkosten allerdings ist man klar Zweiter:Tabelle Personalkosten
Darf man mal fragen, wenn der Personalaufwand für die Spieler rund 80 Mio im Jahr ist, was dann Leute wie Sammer erhalten?
Ich war viele Jahre FAn vom BVB (als Duisburger), aber das reicht mir langsam.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
Sascha, Dortmund, Dienstag, 14.01.2025, 15:41 (vor 394 Tagen) @ Norway
Vielleicht in den Gehältern? Wenn man sich anschaut was selbst mittelklassige Spieler verdienen. Die Schrauben sind m.E. total überdreht...
Nein, eigentlich nicht. Wenn wir dauerhaft und konstant CL spielen wollen, werden wir in diesen Dimensionen Gehälter zahlen müssen.
Das Problem ist, dass wir dafür Spieler verpflichten, die individuell oder als Team dieses Ziel immer weniger garantieren.
Deshalb finde ich die Ankündigung, die Gehaltskosten senken zu wollen, sehr merkwürdig. Das wird kaum funktionieren. Es ist viel eher die Aufgabe der sportlichen Leitung, wieder Spieler zu verpflichten, die für diese Beträge auch einen passenden Gegenwert leisten.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
koom, Dienstag, 14.01.2025, 18:10 (vor 394 Tagen) @ Sascha
Vielleicht in den Gehältern? Wenn man sich anschaut was selbst mittelklassige Spieler verdienen. Die Schrauben sind m.E. total überdreht...
Nein, eigentlich nicht. Wenn wir dauerhaft und konstant CL spielen wollen, werden wir in diesen Dimensionen Gehälter zahlen müssen.
Das ist wohl richtig.
Ein bisserl vermute ich auch, dass die KgaA ein Teil des Problems ist: Man muss den Aktionären Rechenschaft ablegen, die wollen Dividende. Ich kann nur vermuten, dass das den Handlungsspielraum einschränkt. Wo andere Klubs - im Ausland - in vergleichbaren sportlichen Sphären auch mal gefühlt problemlos 100+ Mio Verlust in einer Situation durchwinken und groß investieren, scheint das beim BVB mehr klassisch schwäbisch zu sein: Nur ausgeben, was man hat. Dabei der Fokus auf einen kleinen Gewinn für die Aktionäre.
Letztlich schaut man also, dass man einen Spieler sehr teuer verkauft. Die Verkaufssumme fliesst auch heutzutage selten auf einen Schlag ein, sondern über mehrere Saisons. So, wie Watzke sich teilweise äussert, braucht der BVB bald aber wieder so einen Verkauf, damit die Balance erhalten bleibt.
Unterm Strich waren die letzten Jahre der Aderlaß an Qualität sehr hoch und konnte nicht gleichwertig aufgefüllt werden. Weder in der Spitze noch in der Breite. Versucht hat man es auf vielerlei Art. Bspw. via Süle, Sabitzer, auch Groß sich etwas breiter/stabiler aufstellen, evtl. auch um eine Basis zu finden, wodurch ein Toptalent wieder wirken kann. Das funktioniert sogar ein wenig, denn Gittens ist durchaus so ein Kandidat. Aber eigentlich braucht man den, weil zu wenig nachkommt. Gerade fehlen die (vermeintlichen) Versprechen im Kader/Jugend, die den Topabgang decken. Haalands Abgang war leichter zu verkraften, weil man einen Moukoko in der Warteschleife hatte. Für Sancho hatte man Gittens, Duranville oder Reyna "parat". Aber so richtig stimmt(e) die Qualität nicht.
Mal zu dem Klub, wo dieser Vorgang seit ein paar Jahren funktioniert: Frankfurt. Die pimpen irgendwie ihre Stürmer so auf, dass die für Großvereine interessant sind. Das ist nicht nur das reine Scouten, sondern auch, wie die auf dem Platz eingesetzt werden. Böse gesagt könnte man schon von Refurbishen oder Refactoren sprechen, weil das schon Methode hat. Die bewegen sich tabellarisch zwar auch nach oben, aber sind auch immer mal anfällig. Aber sie kriegen gefühlt jedes Jahr nen neuen "Ochsensturm". Das kriegt der BVB grade nicht mehr hin. Wo man sonst alle 2 Jahre min. 1 Megatalent teuer verticken konnte, schaut es da recht schlecht aus.
Wie stark ist der BVB wirtschaftlich?
DomJay, Köln, Dienstag, 14.01.2025, 15:45 (vor 394 Tagen) @ Sascha
Vielleicht in den Gehältern? Wenn man sich anschaut was selbst mittelklassige Spieler verdienen. Die Schrauben sind m.E. total überdreht...
Nein, eigentlich nicht. Wenn wir dauerhaft und konstant CL spielen wollen, werden wir in diesen Dimensionen Gehälter zahlen müssen.Das Problem ist, dass wir dafür Spieler verpflichten, die individuell oder als Team dieses Ziel immer weniger garantieren.
Deshalb finde ich die Ankündigung, die Gehaltskosten senken zu wollen, sehr merkwürdig. Das wird kaum funktionieren. Es ist viel eher die Aufgabe der sportlichen Leitung, wieder Spieler zu verpflichten, die für diese Beträge auch einen passenden Gegenwert leisten.
Ist das denn so, dass wie die Kosten senken wollen? Ich hatte Kehl so verstanden und glaube so hat es unser CHS auch letztens geschrieben, dass man erfolgsabhängig zahlt.
Also sehr viel, wenn die Ziele erreicht werden und nicht ganz so zu viel, wenn nicht