Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Tuesday, 17.12.2024, 18:00 (vor 423 Tagen)
Antisemitische Angriffe wie beim Europa-League-Spiel zwischen Ajax und Maccabi Tel Aviv zeigen die wachsende Gefährdung jüdischen Lebens in Europa. Borussia Dortmunds Engagement bietet Lichtblicke, doch der Kampf gegen Judenhass bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
borussenglobe, monheim, Mittwoch, 18.12.2024, 15:25 (vor 422 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Die Ausschreitungen der Maccabi Fans fingen doch schon am Mittwoch an und nicht wie es der Text suggeriert unmittelbar vor dem Spiel.
Schon am Mittwoch wurden beispielsweise Taxis angegriffen, woraufhin sich Taxifahrer auf den Weg zum Treffpunkt der Maccabis machten. Eine Eskalation konnte durch die Polizei verhindert werden.Weiter gab es islamophobe Gesänge der umherziehenden "Fans" und palästinensische Fahnen wurden abgerissen und auch verbrannt.
Jetzt wäre es natürlich interessant von wann diese Aufrufe in den Chatgruppen sind und ob es da tatsächlich keinen Zusammenhang gibt.
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
Guido, Mittwoch, 18.12.2024, 08:55 (vor 422 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Erstmal vielen Dank für den guten Artikel und vor allem noch mal auf den Hinweis, dass die Attacken gezielt geplant waren. Letzte Woche wurde der Prozess in Amsterdam gegen mehrere Angeklagte eröffnet, wobei Haftstrafen von bis zu zwei Jahren drohen.
Die Tatsache, dass es sowohl bei Snapchat als auch bei WhatsApp im Chatgruppen mit mehreren Hundert Mitgliedern, schon Wochen vor dem Spiel zur "Judenjagd" aufgerufen wurde, dürfte die Behauptung, dass hier spontan aufgrund israelischer Provokation etwas eskaliert sei, ziemlich entkräften:
https://www.jns.org/trials-expose-logistics-planning-behind-amsterdam-pogrom/
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 18.12.2024, 11:41 (vor 422 Tagen) @ Guido
Das sieht offenbar selbst die Staatsanwaltschaft anders.
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
CD7, Berlin, Mittwoch, 18.12.2024, 12:04 (vor 422 Tagen) @ Giog
Das sieht offenbar selbst die Staatsanwaltschaft anders.
ich verstehe nicht, was du damit sagen willst? Welchen Teil der Aussage Guidos soll dieser Artikel widerlegen?
Die AUssagen der Staatsanwaltschaft finde ich aber ziemlich schräg:
"
The prosecutor also referenced the messages in the group chat as evidence that the violence was primarily driven by anger over Israeli actions in Gaza rather than hatred for Jews.
"In this case, there was no evidence of … a terrorist intent, and the violence was not motivated by antisemitic sentiment. The violence was influenced by the situation in Gaza, not by antisemitism," the prosecutor said
"
Da wird zur "Jewhunt" aufgerufen, aber die Staatsanwaltschaft sieht hier keinen Judenhass, weil Israel Gaza bombardiert? what?!? Waren Die Maccabi-Fans in Amsterdam vorher in Gaza oder was?
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
Guido, Mittwoch, 18.12.2024, 12:21 (vor 422 Tagen) @ CD7
ich verstehe nicht, was du damit sagen willst? Welchen Teil der Aussage Guidos soll dieser Artikel widerlegen?
Verstehe ich jetzt auch nicht. Entscheidend für den Prozess ist doch, dass die Taten von langer Hand geplant waren und hier keine spontane "Randale" stattgefunden hat. Daran wird sich hoffentlich das Strafmaß richten.
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
simie, Krefeld, Donnerstag, 19.12.2024, 12:32 (vor 421 Tagen) @ Guido
Verstehe ich jetzt auch nicht. Entscheidend für den Prozess ist doch, dass die Taten von langer Hand geplant waren und hier keine spontane "Randale" stattgefunden hat. Daran wird sich hoffentlich das Strafmaß richten.
Und genau eine solche Aussage gibt die Anklage eben nicht her.
Es sieht tatsächlich eher so aus, dass es eine Reaktion auf vorhergehende rassistische Taten einiger Maccabi Fans war. Dass diese Reaktion natürlich falsch war und dann auch den Antisemitismus vieler Beteiligter offengelegt hat ist aber auch klar. Dennoch ist es wohl etwas anders abgelaufen als es zuerst den Anschein hatte und teils, wie man hier sieht, immer noch verbreitet wird.
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 18.12.2024, 16:08 (vor 422 Tagen) @ Guido
ich verstehe nicht, was du damit sagen willst? Welchen Teil der Aussage Guidos soll dieser Artikel widerlegen?
Verstehe ich jetzt auch nicht. Entscheidend für den Prozess ist doch, dass die Taten von langer Hand geplant waren und hier keine spontane "Randale" stattgefunden hat. Daran wird sich hoffentlich das Strafmaß richten.
Das findet sich aber halt nur in einem Artikel wieder, den du gepostet hast und den ich auch aufgrund anderer dort aufgestellten Behauptungen für nicht sehr valide halte, weil ich zu diesen Behauptungen beim besten Willen keine andere Quelle finde. Die Täter hätten schon Tage vorher Unterstützer in Bussen nach Amsterdam gekarrt? Das habe ich so noch nirgends gelesen und ich habe den Fall einigermaßen intensiv verfolgt (und bin natürlich offen für neuen Input). Und das passt eben auch nicht zu der Aussage der Staatsanwaltschaft, die auch einen klaren Bezug zu der Gesamtdynamik ab dem Mittwoch vor dem Spiel herstellt.
Was ich mit all dem sagen möchte: so wie ich die Ereignisse wahrgenommen habe, war es schlicht keine wochenlang akribisch geplante Jagd auf Juden, sondern eine gewalttätige Auseinandersetzung, zu der verschiedene Beteiligte ihren (Tat-)Beitrag geleistet haben. Und daher habe ich schon seit Anfang November meine Zweifel, ob sich ausgerechnet diese Situation als besonders gutes Beispiel für den hier und anderswo existierenden Hass gegen Juden eignet.
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
Henral, Mittwoch, 18.12.2024, 23:58 (vor 422 Tagen) @ Giog
bearbeitet von Henral, Donnerstag, 19.12.2024, 00:12
ich verstehe nicht, was du damit sagen willst? Welchen Teil der Aussage Guidos soll dieser Artikel widerlegen?
Verstehe ich jetzt auch nicht. Entscheidend für den Prozess ist doch, dass die Taten von langer Hand geplant waren und hier keine spontane "Randale" stattgefunden hat. Daran wird sich hoffentlich das Strafmaß richten.
Das findet sich aber halt nur in einem Artikel wieder, den du gepostet hast und den ich auch aufgrund anderer dort aufgestellten Behauptungen für nicht sehr valide halte, weil ich zu diesen Behauptungen beim besten Willen keine andere Quelle finde. Die Täter hätten schon Tage vorher Unterstützer in Bussen nach Amsterdam gekarrt? Das habe ich so noch nirgends gelesen und ich habe den Fall einigermaßen intensiv verfolgt (und bin natürlich offen für neuen Input). Und das passt eben auch nicht zu der Aussage der Staatsanwaltschaft, die auch einen klaren Bezug zu der Gesamtdynamik ab dem Mittwoch vor dem Spiel herstellt.Was ich mit all dem sagen möchte: so wie ich die Ereignisse wahrgenommen habe, war es schlicht keine wochenlang akribisch geplante Jagd auf Juden, sondern eine gewalttätige Auseinandersetzung, zu der verschiedene Beteiligte ihren (Tat-)Beitrag geleistet haben. Und daher habe ich schon seit Anfang November meine Zweifel, ob sich ausgerechnet diese Situation als besonders gutes Beispiel für den hier und anderswo existierenden Hass gegen Juden eignet.
Ich lebe in den Niederlanden und habe daher leichteren Zugang zur Berichterstattung in den niederländischen Medien über (die Vorbereitung) des Strafverfahrens. Basierend auf den Informationen, die ich in Zeitungen wie Parool, NRC und de Volkskrant gelesen habe, unterstütze ich Deine Ansicht voll und ganz.
Für Guidos Behauptung, dass es eine langfristige Vorbereitung gewaltsamer Aktionen gegen Anhänger von Maccabi Tel Aviv gegeben habe, liegen derzeit keinerlei Beweise vor. Zur Untermauerung seiner Aussage verweist Guido unter anderem auf eine Meldung vom 11. Dezember 2024 auf der RTL-Seite. In dieser Nachricht werden Aufrufe zu Gewalt gegen Maccabi-Anhänger erwähnt, die in App-Gruppen geäußert wurden. Allerdings steht im RTL-Bericht nirgends, dass diese Anrufe schon lange vor dem Spieltag (Donnerstag, 7. November) im Umlauf waren.
Vielmehr zeigt ein Bericht von NRC vom 9. Dezember 2024 das Gegenteil. In der Nachricht heißt es, dass die Polizei ab Donnerstagmorgen mit der Überwachung des Nachrichtenverkehrs in der App-Gruppe „Free Palestine“ begonnen habe. Die Polizei sieht keine Probleme, stellt jedoch fest, dass um 10 Uhr ein Link zur App-Gruppe Buurthuis2 geteilt wird.
Die Polizei begann auch mit der Überwachung dieser App-Gruppe und stellte fest, dass am Donnerstagnachmittag, Donnerstagabend und Donnerstagabend viele und teilweise heftige Gewaltaufrufe gegen Maccabi-Anhänger erfolgten. Diese Aufrufe sind größtenteils eine Reaktion auf den Auftritt der Maccabi-Fans im Zentrum von Amsterdam am Mittwoch, dem 6. November und auch am Spieltag.
Der Bericht in NRC ist hinter dem Pay-Wall (Titel des Artikels: Nog voordat de Maccabi-rellen uitbraken, keek de politie al mee in pro-Palestijnse appgroepen)
Der Prozess in Amsterdam wurde übrigens letzte Woche eröffnet
Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 19.12.2024, 09:56 (vor 421 Tagen) @ Henral
Danke für diese Einordnung - die niederländischen Quellen sind tatsächlich trotz Google-Übersetzer manchmal etwas mühselig zu sichten, vor allem wenn es um sprachliche Feinheiten geht. Das deckt sich dann aber mit dem, was ich bisher alles gelesen habe.
Was für mich auch ein ganz starkes Argument gegen die anfängliche mediale Darstellung eines angeblichen Pogroms ist: es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die ja durchaus große jüdische Gemeinde in Amsterdam an den beiden Tagen in irgendeiner Form das Ziel von Angriffen geworden ist. Es gibt auch keine Berichte, dass jüdische Personen aus Amsterdam ins Visier genommen wurden. Es gab stattdessen eben Angriffe auf erkennbare Fußballfans und/oder Israelis (was auch schlimm ist, aber eben eine andere Art von Konflikt darstellt).
Es kursierte sogar ein Bericht über eine Gedenkveranstaltung zum 09.11. von einer jüdischen Gruppe, die abgesagt wurde - nicht wegen eines muslimischen Mobs, sondern weil man befürchtet hatte, dass rechtsradikale Maccabi-Fans dort aufschlagen könnten.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Amadebul, Dubai, Mittwoch, 18.12.2024, 07:09 (vor 422 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Um eines klarzustellen, Gewalt und Rassismus gegenüber Fans und Spielern jeglicher Form ist unakzeptabel und muss scharf kritisiert werden!
Aber warum wird hier wieder mal das Thema nur einseitig beleuchtet und falsch dargestellt? Wir hatten damals die Diskussion im Forum und einige der Forumsmitglieder hier haben nach und nach ebenfalls hässliche Gesänge, Provokationen und Angriffe der israelischen Fans scharf kritisiert.
Ich finde es verzweifelnd wie in Deutschland teilweise in undifferenziert diskutiert wird. Oder versteckt sich hinter dieser Haltung eine indirekte Abneigung gegenüber Arabern, Flüchtlingen usw.?
Stellt euch vor, die Regierung Netanjahu bricht Völkerrecht tagtäglich, egal ob in Gaza, in der West Bank oder jetzt auch in Syrien. Es sind über 30-40.000 Palästinenser schon gestorben, geschweige von dem was im Libanon passiert ist. Dies zu kritisieren hat auch nichts mit antisemitisch oder Selbstverteidigung zu tun. Denn Völkerrecht gilt für alle Menschen.
Die Regierung ist voll mit rechten Faschisten die am liebsten jeden Palästinenser vertreiben möchte und wir erwähnen das garnicht und reden hier über jüdisches Leben in Dortmund und Deutschland.
Versteht mich nicht falsch, aber für mich zählt jeder Mensch, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Geschlecht.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Hatebreed, Mittwoch, 18.12.2024, 17:18 (vor 422 Tagen) @ Amadebul
Aber warum wird hier wieder mal das Thema nur einseitig beleuchtet und falsch dargestellt? Wir hatten damals die Diskussion im Forum und einige der Forumsmitglieder hier haben nach und nach ebenfalls hässliche Gesänge, Provokationen und Angriffe der israelischen Fans scharf kritisiert.
Alltag im Fußball. Rechtfertigt keine Menschenjagden und die massiven Gewaltausbrüche.
Ich finde es verzweifelnd wie in Deutschland teilweise in undifferenziert diskutiert wird.
Deine Generalabrechnung mit Israel hat nichts mit der Hetzjagd auf Menschen jüdischen Glaubens gemeinsam. Wenn hier Jemand sehr undifferenziert "argumentiert", dann bist Du das.
Dass Du Dich nicht weiter an der Diskussion beteiligst, spricht auch schon Bände.
--
Block 24
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Amadebul, Dubai, Mittwoch, 18.12.2024, 19:06 (vor 422 Tagen) @ Hatebreed
Aber warum wird hier wieder mal das Thema nur einseitig beleuchtet und falsch dargestellt? Wir hatten damals die Diskussion im Forum und einige der Forumsmitglieder hier haben nach und nach ebenfalls hässliche Gesänge, Provokationen und Angriffe der israelischen Fans scharf kritisiert.
Alltag im Fußball. Rechtfertigt keine Menschenjagden und die massiven Gewaltausbrüche.
Ich finde es verzweifelnd wie in Deutschland teilweise in undifferenziert diskutiert wird.
Deine Generalabrechnung mit Israel hat nichts mit der Hetzjagd auf Menschen jüdischen Glaubens gemeinsam. Wenn hier Jemand sehr undifferenziert "argumentiert", dann bist Du das.
Du redest ja so als ob du persönlich in Amsterdam dabei warst - Und du hörst dich so an als ob wahllos Menschen die mehr oder weniger erkennbar jüdisch angegriffen wurden. Erstens, waren sehr viele rechtsradikale Ultras aus Israel vor Ort, die ekelhafte Lieder angestimmt haben (kann man alles im Netz finden wenn man es nur will). Und deren Angriffe auf muslimisch aussehende Menschen scheint dir ja wohl völlig egal zu sein und du misst mit zweierlei Maß.
Dass Du Dich nicht weiter an der Diskussion beteiligst, spricht auch schon Bände.
Ich glaube dass mein Statement sehr klar und deutlich war und eher kein klassischer Forumskommentar..
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
CD7, Berlin, Donnerstag, 19.12.2024, 08:17 (vor 421 Tagen) @ Amadebul
Aber warum wird hier wieder mal das Thema nur einseitig beleuchtet und falsch dargestellt? Wir hatten damals die Diskussion im Forum und einige der Forumsmitglieder hier haben nach und nach ebenfalls hässliche Gesänge, Provokationen und Angriffe der israelischen Fans scharf kritisiert.
Alltag im Fußball. Rechtfertigt keine Menschenjagden und die massiven Gewaltausbrüche.
Ich finde es verzweifelnd wie in Deutschland teilweise in undifferenziert diskutiert wird.
Deine Generalabrechnung mit Israel hat nichts mit der Hetzjagd auf Menschen jüdischen Glaubens gemeinsam. Wenn hier Jemand sehr undifferenziert "argumentiert", dann bist Du das.
Du redest ja so als ob du persönlich in Amsterdam dabei warst - Und du hörst dich so an als ob wahllos Menschen die mehr oder weniger erkennbar jüdisch angegriffen wurden. Erstens, waren sehr viele rechtsradikale Ultras aus Israel vor Ort, die ekelhafte Lieder angestimmt haben (kann man alles im Netz finden wenn man es nur will). Und deren Angriffe auf muslimisch aussehende Menschen scheint dir ja wohl völlig egal zu sein und du misst mit zweierlei Maß.
Du redest ja so, als ob du persönlich in Amsterdam dabei warst.
Dass Du Dich nicht weiter an der Diskussion beteiligst, spricht auch schon Bände.
Ich glaube dass mein Statement sehr klar und deutlich war und eher kein klassischer Forumskommentar..
Dann solltest du dir vielleicht ein anderes Forum suchen als ein Diskussionsforum. Irgendwas, wo man nicht drauf antworten kann.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 19.12.2024, 09:01 (vor 421 Tagen) @ CD7
Vielleicht so ein Propaganda-Kanal der Hamas. Da wird einem nicht widersprochen.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
PaBe, Donnerstag, 19.12.2024, 09:17 (vor 421 Tagen) @ MarcBVB
Amedebul mit seinen bis hierher 13 Beiträgen spricht weiter oben auch von 30-40 Tausend Toten Palestinians (klar, jeder einzelnen ist zu viel) und spricht damit ziemlich genau die nicht überprüfbaren Aussagen der Hamas nach. Du liegst mit deinem Beitrag also vermutlich ziemlich richtig.
Oder versteckt sich hinter dieser Haltung eine indirekte Abneigung gegenüber Arabern, Flüchtlingen usw.?
Lattekohlertor, Mittwoch, 18.12.2024, 12:52 (vor 422 Tagen) @ Amadebul
ich versuche mir das oft so zu erklären. Menschen fühlen sich Menschen eher verbunden deren kulturell-religiöser Hintergrund dem eigenen näher ist, . Das ist nicht cool. Aber irgendwie ist es auch menschlich (wertfreie Lesart). Wenn meinen Hausnachbarn ohne ihn zu kennen etwas passiert berührt mich das auch mehr als wenn das Gleiche 10000km weit weg geschieht.
Heißt nicht, dass ich das gut heiße. Es ist nur ein Erklärungsansatz für die verbreitete Abneigung gegenüber Fremden. Und am Ende sind wir auch irgendwie nur Tiere. Guck dir an, was ein Ameisenstaat mit einem anderen macht. Abgrenzen und feindlich gegenüberstehen. Und wenn wir nicht unser Hirn und unser Herz benutzen, werden wir uns von den Ameisen nicht groß unterscheiden.
Man hat das doch auch mit der Bereitschaft gegenüber ukrainischen Flüchtlingen gesehen. Die war nach meinem Eindruck auch größer als gegenüber syrischen etc.
PEACE
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 18.12.2024, 11:36 (vor 422 Tagen) @ Amadebul
So einen Text rauszuhauen und sich dann nicht an der Diskussion zu beteiligen sagt doch schon wieder alles.
Für Gewalt gibt es keine Rechtfertigung
Klopfer
, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 10:02 (vor 422 Tagen) @ Amadebul
Stellt euch vor, die Regierung Netanjahu bricht Völkerrecht tagtäglich, egal ob in Gaza, in der West Bank oder jetzt auch in Syrien. Es sind über 30-40.000 Palästinenser schon gestorben, geschweige von dem was im Libanon passiert ist. Dies zu kritisieren hat auch nichts mit antisemitisch oder Selbstverteidigung zu tun. Denn Völkerrecht gilt für alle Menschen.
Deinen Versuch, diesen lokalen Konflikt auf die Metaebene zu heben, halte ich für äußerst gefährlich. Das Hauptproblem im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ist die Tatsache, dass beide Parteien sich in einer Vergeltungsspirale befinden, aus der sie ohne die endgültige Vernichtung einer der Parteien nicht mehr herauskommen. Gewalt wird mit Gewalt gerechtfertigt. Das hat mit Völkerrecht schon lange nichts mehr zu tun. Tragischerweise hat keine Macht der Welt die Möglichkeit auf die Parteien einzuwirken, diesen Konflikt zu beenden.
Wenn jetzt hier versucht wird, den Konflikt in Gaza als Rechtfertigung auf die Ebene Borussia Dortmund und den Fußball in Europa zu übertragen, dann beteiligst du dich an dieser unsäglichen Eskalation.
Menschen, die hier leben und Fußball spielen, tragen grundsätzlich keine Verantwortung dafür, was in diesem Krisengebiet vorfällt. Es sei denn, sie machen diesen Konflikt zum Eigenen und diskriminieren und terrorisieren die jeweils andere Seite. Das geschieht hier gerade beim Fußball und genau das muss verhindert werden, auf alles andere haben wir keinen Einfluss.
SGG
Klopfer
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Earl Chekov, Köln, Mittwoch, 18.12.2024, 09:44 (vor 422 Tagen) @ Amadebul
Versteht mich nicht falsch, aber für mich zählt jeder Mensch, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Geschlecht.
Das ist das finale Statement. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Danke!
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
fabian 1909, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 08:13 (vor 422 Tagen) @ Amadebul
Aber warum wird hier wieder mal das Thema nur einseitig beleuchtet und falsch dargestellt? Wir hatten damals die Diskussion im Forum und einige der Forumsmitglieder hier haben nach und nach ebenfalls hässliche Gesänge, Provokationen und Angriffe der israelischen Fans scharf kritisiert.
Weil das nicht rechtfertigt Jagd auf Menschen zu machen, nur weil sie Juden sind. Aber genau das war in Amsterdam der Fall.
Ich finde es verzweifelnd wie in Deutschland teilweise in undifferenziert diskutiert wird. Oder versteckt sich hinter dieser Haltung eine indirekte Abneigung gegenüber Arabern, Flüchtlingen usw.?
Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.
Stellt euch vor, die Regierung Netanjahu bricht Völkerrecht tagtäglich, egal ob in Gaza, in der West Bank oder jetzt auch in Syrien. Es sind über 30-40.000 Palästinenser schon gestorben, geschweige von dem was im Libanon passiert ist. Dies zu kritisieren hat auch nichts mit antisemitisch oder Selbstverteidigung zu tun.
Das wird stark kritisiert und auch die deutsche Regierung kritisiert das unentwegt. Die Kritik verliert dabei nur jedes Maß. Vergleichbares an anderer Stelle wird weitaus weniger kritisiert. Auf der Suche nach den Gründen, warum Israel so sehr viel öfter und heftiger kritisiert wird, landet man dann schnell bei antisemitischen Einstellungen.
Frage
huerde, Mittwoch, 18.12.2024, 09:14 (vor 422 Tagen) @ fabian 1909
Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.
Ganz ernst gemeinte Frage. Mir fehlt da das Gefühl dafür.
Ist das nicht so?
Ich habe (durch Fußball, Sport, Kinder, deren Aktivitäten, ...) einen sehr weit gefassten Bekanntenkreis in alle möglichen Gesellschaftsschichten. Und ich bin zum Teil schockiert, wie locker latent fremdenfeindliche, rassistische, ... Kommentare einzelnen über die Lippen gehen. - Aber ich habe noch NIE einen antisemitischen Kommentar gehört. Von wem auch immer.
Wo leben diese Antisemiten? Wer sind diese Menschen?
Überhaupt wer kommt heute noch auf die Idee, sich an jüdischem Leben zu stören (wo sich dieses bei den allermeisten fast gar nicht vom westlich-europäischen Leben unterscheidet)?
Frage
alexey83, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 16:43 (vor 422 Tagen) @ huerde
Ein paar Sachen wurden hier ja schon geschrieben.
Hier wird der Begriff allgemein erklärt.
Und
hier gibt es Beispiele für den strukturellen Antisemitismus. Vielleicht erkennt man daran den "versteckten" Antisemitismus.
Es kann auch sein, dass die Leute antisemitische Begriffe benutzen ohne dass es jemand merkt (bzw. weiß, dass der Begriff antisemitisch ist)
Frage
Pfostentreffer, Mittwoch, 18.12.2024, 13:56 (vor 422 Tagen) @ huerde
Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.
Das stimmt. Aber die meisten, die Antisemitismus und Diskriminierung sonst eher betreiben als anprangern, nicht. Jahrzehntelang waren ihnen Juden und Antisemitismus schnurzpipe, um jetzt jeden als Antisemiten zu bezeichnen, der die israelische Regierung kritisiert oder zehntausende Tote Kinder uncool findet. Sie nutzen die aktuelle Situation, um genau dieses Narrativ zu verbreiten und Stimmung gegen Muslime zu machen und die Stimmen, die Rassismus und Antisemitismus immer schon bekämpft haben, als Antisemiten abzustempeln und im Optimalfall aus dem Diskurs zu entfernen, um so ihren eigene Rassismus salonfähiger zu machen und den Widerstand dagegen auszudünnen. Auch das ist eine Form von Antisemitismus.
Ganz ernst gemeinte Frage. Mir fehlt da das Gefühl dafür.
Ist das nicht so?
Nein. Die meisten Menschen aus dem arabischen Raum sind selber Semiten. Deswegen wurde deren Antisemitismus früher in der Forschung auch "Antijudaismus" genannt, weil ja Semiten schlecht Antisemiten sein können. Diesen Antijudaismus gibt es schon sehr lange und ist mit der üblichen Form von Rassismus auf vielen Ebenen sehr gut vergleichbar, da es auch hier meistens um die eigene Aufwertung geht (durch die Abwertung der anderen).
Für den politischen Antisemitismus, wie wir ihn heute in der arabischen Welt häufig wahrnehmen können, haben aber leider ebenfalls wir (in Form der Nazis) viele Samen gelegt, deren böse Auswüchse nun zu uns zurück kommen.Dieser Artikel über das entsprechende Buchdes Historikers Matthias Küntzel fasst es ganz gut zusammen. Er hat mehrere Bücher zu dem Thema geschrieben, das im Artikel erwähnte kann ich empfehlen falls jemanden das Thema näher interessiert, die anderen kenne ich nicht.
Auch die deutsche Kriminalstatistik gibt das nicht her. Ein Grossteil der angezeigten Fälle in Deutschland sind nach wie vor dem deutschen Rechtsextremismus zuzuschreiben, wie dieser Artikel samt angehängter Studie zeigt. Sie behandelt die Jahre 2019 - 2023. Das widerspricht aber natürlich dem Narrativ, welches wir seit Jahren in den Medien ständig hören, weswegen deine Frage mehr als verständlich ist.
Zusammenfassender Satz aus dem Artikel: "Antisemitismus verbindet sehr unterschiedliche rechtsextreme Akteure miteinander. Von der neuen Rechten über die AfD bis zu Fußballfans", sagt Co-Autor Poensgen.
Das gilt sicher auch für rechtsextreme arabische Gruppen, bspw. IS oder Al Khaida. Die übrigens deutlich mehr "kulturelle Überschneidungen" mit deutschen Rechtsextremisten besitzen dürften als die angesprochenen cassidischen Juden mit den Menschen, die das liberale Judentum leben.
Zu sagen, Antisemitismus sei "ein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum" ist somit nicht haltbar. Der Ausdruck "Antisemitismus" ist dann konsequenterweise im deutschsprachigen Raum als Selbstbeschreibung (!) entstanden. "Judenhass" oder "Judenfeindschaft" ist allerdings schon lange vorhanden, mehrere Tausend Jahre und kann getrost als globales Phänomen sehen. Man denke nur an die Inquisition und Kolonialisierung oder aktuelle Äusserungen des (nicht arabischen) iranischen Regimes. Wo und wann das alles genau seinen Ursprung hatte, ist allerdings extrem schwer zu sagen.
Ich habe (durch Fußball, Sport, Kinder, deren Aktivitäten, ...) einen sehr weit gefassten Bekanntenkreis in alle möglichen Gesellschaftsschichten. Und ich bin zum Teil schockiert, wie locker latent fremdenfeindliche, rassistische, ... Kommentare einzelnen über die Lippen gehen.
Das stimmt leider, Deutschland ist eine sehr rassistische Gesellschaft oder wird zumindest von Nicht-Weissen Menschen als extrem rassistisch empfunden, wie diverse Untersuchungen und Beispiele belegen.
- Aber ich habe noch NIE einen antisemitischen Kommentar gehört. Von wem auch immer.
Noch nie Hans-Georg Massen, der AFD, Familie Aiwanger oder den iranischen Mullah's zugehört? Oder meintest Du ausschliesslich im privaten Umfeld? Ansonsten verstehe ich aber was du meinst, Antisemitismus wird häufig nicht so offen geäussert wie andere Formen von Rassismus und Diskriminierung, häufig verklausuliert und über Codes, speziell im deutschsprachigem Raum. Da war die Scham lange gross, aber dass löst sich gerade auf. Da bekanntermassen mein Ehemann jüdisch ist, kann ich dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es regelmässig vorkommt und schon von den kleinsten jüdischen Hinweisen getriggert werden kann. Wie oft er schon gefragt wurde "Ach krass Jude, also bist Du reich?" kann ich nicht mehr zählen.
Wo leben diese Antisemiten? Wer sind diese Menschen?
In Deutschland und vielen anderen Ländern auf der Welt. Oben habe ich einige öffentlich Bekannte genannt.
Überhaupt wer kommt heute noch auf die Idee, sich an jüdischem Leben zu stören (wo sich dieses bei den allermeisten fast gar nicht vom westlich-europäischen Leben unterscheidet)?
"Interessante" Diagnose. "Jüdisches Leben" ist sehr divers, so wie das "westlich europäische Leben" auch. Allein innerhalb dieser beiden Gruppen ist das Leben so verschieden, dass es mMn keinen Sinn macht, beide als eine homogene kulturelle Gruppe zu betrachten. Schon gar nicht gemeinsam. Das Leben von Menschen im südlichen Italien dürfte sich kulturell doch sehr vom Leben in Finnland unterscheiden, genau wie das Leben von Ultraorthodoxen Juden in Ashdod, Liberalen Juden im Startup Umfeld nebenan von Be'er Sheva oder Tel Aviv oder gar cassidische Juden in Willemsburg in NYC. Kann man wirklich nicht gleichsetzen. In Frankfurt ist es für sie noch mal wieder anders als in Marseille, in Essen noch mal anders als in Halle.
Ansonsten bleibt zu sagen, dass es halt eine grosse Anzahl an Menschen gibt, die Menschen ablehnen, die sie als "nicht normal" ansehen. Für manche dieser Menschen gehören Juden dazu, für andere nicht. Bei widerum anderen wechselt das täglich.
Ebenfalls ganz ernst gemeinte Frage: Wenn du sagst, du hast noch jemanden etwas antisemitisches sagen hören, bedeutet das dann auch, dass du solche Anschläge wie in Halle nicht mitbekommst? Oder meinst du nur im privaten Bereich. Das man die ständigen Beschmiererreien von Hakenkreuzen an jüdischen Friedhöfen, Holocaustdenkmalen oder Synagogen, dass herausreisen von Stolpersteinen etc. nicht mitbekommt, verstehe ich ja noch, dafür muss man sich schon aktiv dafür interessieren da kaum noch darüber berichtet wird, aber solche Dinge wie Halle haben doch alle mitbekommen oder nicht?
Frage
huerde, Mittwoch, 18.12.2024, 14:42 (vor 422 Tagen) @ Pfostentreffer
Ebenfalls ganz ernst gemeinte Frage: Wenn du sagst, du hast noch jemanden etwas antisemitisches sagen hören, bedeutet das dann auch, dass du solche Anschläge wie in Halle nicht mitbekommst?
Erst mal vielen Dank. - Ein wenig Licht hat es mir ins Thema gebracht.
Zu Deiner Frage: Während man ganz dezenten und doch unüberhörbaren Rassismus häufig mit bekommt, erlebe ich Antisemitismus selber absolut nie. Dass es ihn gibt, steht ja außer Frage. - Aber während ich beim Rassismus einige Gesichter kenne..... beim Antisemitismus kein einziges.
Daher hatte ich vermutet, dass es eben nicht das selbe Klientel ist. - Warum macht einer unverhohlen blöde Kommentare über Türken / Afrikaner, aber traut sich nicht über Juden den selben Spruch zu bringen, wenn er diese genau so wenig mag?
Daher hatte ich das Problem weniger im rechten Bereich und mehr im arabischen vermutet. - Aber wie gesagt.... das war eine reine Vermutung.
Frage
Hatebreed, Mittwoch, 18.12.2024, 17:14 (vor 422 Tagen) @ huerde
Zu Deiner Frage: Während man ganz dezenten und doch unüberhörbaren Rassismus häufig mit bekommt, erlebe ich Antisemitismus selber absolut nie.
Wie viele Menschen jüdischen Glaubens kennst Du denn?
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Block 24
Frage
huerde, Mittwoch, 18.12.2024, 17:29 (vor 422 Tagen) @ Hatebreed
Zu Deiner Frage: Während man ganz dezenten und doch unüberhörbaren Rassismus häufig mit bekommt, erlebe ich Antisemitismus selber absolut nie.
Wie viele Menschen jüdischen Glaubens kennst Du denn?
Persönlich? Keinen. Warum?
Frage
alexey83, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 17:39 (vor 422 Tagen) @ huerde
Zu Deiner Frage: Während man ganz dezenten und doch unüberhörbaren Rassismus häufig mit bekommt, erlebe ich Antisemitismus selber absolut nie.
Wie viele Menschen jüdischen Glaubens kennst Du denn?
Persönlich? Keinen. Warum?
Er meint wahrscheinlich damit, dass du nur/eher als Betroffener sowas erleben kannst.
Also wenn eine "alte weiße Person" sagt, sie habe noch vom Rassismus nichts mitbekommen.
Wenn du in deinem Text "selber" schreibst, heißt es nicht, dass es nicht gibt (was du aber auch nicht behauptest).
Frage
huerde, Mittwoch, 18.12.2024, 17:54 (vor 422 Tagen) @ alexey83
Zu Deiner Frage: Während man ganz dezenten und doch unüberhörbaren Rassismus häufig mit bekommt, erlebe ich Antisemitismus selber absolut nie.
Wie viele Menschen jüdischen Glaubens kennst Du denn?
Persönlich? Keinen. Warum?
Er meint wahrscheinlich damit, dass du nur/eher als Betroffener sowas erleben kannst.
Also wenn eine "alte weiße Person" sagt, sie habe noch vom Rassismus nichts mitbekommen.Wenn du in deinem Text "selber" schreibst, heißt es nicht, dass es nicht gibt (was du aber auch nicht behauptest).
OK. - Verstehe. - "Selber" was missverständlich. - Aber Rassismus erlebe ich auch öfter als mir lieb ist, ohne selber Schwarzer sein.
Aber ja. Ich glaube ich habe meine Antwort erhalten. - Danke allerseits. - Und ich gestehe, ich erkenne immer noch nicht, wie man eine derart kleine und öffentlich angepasste (oder tatsächlich kulturell ähnliche) Bevölkerungsgruppe hassen kann.
Disclaimer: Das soll auf keinen Fall heißen, dass man größere oder auffälligere Bevölkerungsgruppen hassen darf.... ihr wisst, was ich meine....
Frage
majae, Muc, Donnerstag, 19.12.2024, 21:58 (vor 421 Tagen) @ huerde
Aber ja. Ich glaube ich habe meine Antwort erhalten. - Danke allerseits. - Und ich gestehe, ich erkenne immer noch nicht, wie man eine derart kleine und öffentlich angepasste (oder tatsächlich kulturell ähnliche) Bevölkerungsgruppe hassen kann.
Geht mir ähnlich, zumal alle Juden, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe, äußerst rücksichtsvolle und zurückhaltende Menschen waren (ist aber natürlich anekdotisch, unter Juden gibt es genauso Arschlöcher wie unter Deutschen, Arabern oder Indigenen).
Antisemitismus äußerst sich aber selten durch den Wunsch, all die Juden aus dem Land zu jagen. Dennoch begegnet er uns doch ziemlich häufig. Juden mit Hakennasen, geldgierig und Teil einer geheimen Machtelite, die die Welt steuert. Die SZ hatte (?) bspw lange Probleme mit antisemetischen Karikaturen, wo Kraken und anderer Blödsinn dargestellt wurden.
Frage
Pfostentreffer, Mittwoch, 18.12.2024, 16:33 (vor 422 Tagen) @ huerde
Ebenfalls ganz ernst gemeinte Frage: Wenn du sagst, du hast noch jemanden etwas antisemitisches sagen hören, bedeutet das dann auch, dass du solche Anschläge wie in Halle nicht mitbekommst?
Erst mal vielen Dank. - Ein wenig Licht hat es mir ins Thema gebracht.
Gern
Zu Deiner Frage: Während man ganz dezenten und doch unüberhörbaren Rassismus häufig mit bekommt, erlebe ich Antisemitismus selber absolut nie. Dass es ihn gibt, steht ja außer Frage. - Aber während ich beim Rassismus einige Gesichter kenne..... beim Antisemitismus kein einziges.
Verstehe. Meine Vermutung ist, dass der Hauptgrund darin liegt, dass es kaum noch Juden in Deutschland gibt. Und diejenigen, die es noch (oder viel mehr: wieder) gibt, sind hauptsächlich ascheknasim Juden, grösstenteils aus der ehemaligen Sowjetunion. Aber selbst mit denen ist die Anzahl der Juden, die in jüdischen Gemeinden in Deutschland registriert sind, bei unter 120'000 (aus offensichtlichen Gründen müssen Juden sich in Deutschland bei Ämtern nicht als Juden identifizieren und registrieren, deswegen kenn wir die genaue Anzahl der Juden in Deutschland gar nicht).
Dementsprechend "wenig" präsent sind Juden in Deutschland - und damit auch der Antisemitismus, den sie erleben - ist aber wie gesagt nur eine These.
Darüber berichtet wird auch fast nur, wenn die Täter Muslime waren, ausser es lässt sich nicht vermeiden (Beispiel: Halle) oder passt unten links in die 4 Zeilen auf Seite 26 der Tageszeitung deiner Wahl. Ohne persönliche Kontakte ist es schon sehr unwahrscheinlich, dass man in Deutschland Juden überhaupt im Alltag wahrnimmt - geschweige denn, Kontakt zu ihnen hat. Die meisten sehen zudem einfach aus wie Du oder ich, was die Wahrnehmung weiter verringert.
Dementsprechend lohnt es sich auch, den wenigen deutschsprachigen Juden zuzuhören, die die Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg mitbekommen haben, diese auch einschätzen können und heute noch Leben. Michel Friedmann bspw.
Dessen Taufpate war Oskar Schindler (die Eltern von Friedmann standen auf Schindler's Liste und wurden von ihm gerettet), den durch den entsprechenden Film auch hier die meisten kennen dürften.
In mehreren Gesprächen hat Friedmann erzählt, wie Schindler nach dem Krieg behandelt wurde: Nämlich beschissen. Er konnte selbst in den 60ern kaum durch Frankfurt laufen, ohne attackiert, zumindest aber bespuckt oder beleidigt zu werden. Und er war nicht mal Jude, sondern hatte nur welche gerettet. Er wurde auch nicht in Deutschland begraben, sondern auf dem Mount Zion in Israel und verbrachte zum Ende seines Lebens die meiste Zeit unter Juden in Israel.
Daher hatte ich vermutet, dass es eben nicht das selbe Klientel ist. - Warum macht einer unverhohlen blöde Kommentare über Türken / Afrikaner, aber traut sich nicht über Juden den selben Spruch zu bringen, wenn er diese genau so wenig mag?
Weil es in Deutschland gesellschaftlich weitgehend akzeptiert ist, sich rassistisch oder anderweitig diskriminierend zu äussern, Rassismus steckt tief in unserer Gesellschaft und wird wieder zunehmend normalisiert. Die offene Diskriminierung von Juden (aka Antisemitismus) aber aufgrund des Holocausts nicht. Noch nicht. In einigen Jahren wird aber auch das wiederkommen. Was man heute an Antisemitismus hört, ist häufig auch einfach krasses Unwissen gepaart mit grundsätzlichen reaktionären Einstellungen (man denke nur an Lanz und Precht und deren unsäglichem Podcast).
Daher hatte ich das Problem weniger im rechten Bereich und mehr im arabischen vermutet. - Aber wie gesagt.... das war eine reine Vermutung.
und die ist verständlich, da wie gesagt vor allem darüber berichtet wird, so dass es logisch ist, dass dieser Eindruck bei vielen Menschen entsteht. Die Araber, die judenfeindlich sind, sind übrigens in der Regel ebenfalls rechts. Die Unterteilung zwischen rechts und links kommt (grob vereinfacht) aus der französischen Revolution: Links bedeutet, alle Menschen als gleichwertig und vor dem Gesetz als gleichwertig anzusehen und Demokratie anzustreben, rechts bedeutet, Unterschiede zwischen den Menschen zu machen (im Ursprungsfall; Zwischen Rechten für Adlige und Nicht-Adlige bzw. die Royals) und weiter auf die Monarchie zu setzen. Du siehst also, viel hat sich seitdem nicht geändert und das Feudalsystem hat uns wieder:-)
Das soll ja auch nicht heissen, dass es dort kein Problem gibt, im Gegenteil, auch da ist in einigen Bereichen Antisemitismus sehr verbreitet und wenn man genau hinhört, erkennt man auch dort vor allem den sehr alten (kannst ja mal die Protokolle von Zion googeln) Antisemitismus, also nicht nur den der deutschen Nazis, sondern auch Teile und Aussagen, die man wirklich noch bis zur Inquisition oder gar den ersten deutschen Judenpogromen vor tausend Jahren zurück gehen.
Aber es stellt nach wie vor nicht das grössere Problem für Juden in Deutschland dar als die Nazis, auch wenn Land auf, Land ab ständig das Gegenteil behauptet wird und die Nazis sich öffentlich aktuell eher zurückhalten, da sie die Chance sehen, Muslimen und Flüchtlingen dadurch eher zu schaden. Und man muss es auch politisch einordnen.
Es ist auch nicht so, dass sich Juden und Muslime sofort an die Gurgel gehen wollen, wenn sie sich sehen, obwohl - in meiner persönlichen Erfahrung - viele Deutsche absurderweise genau das annehmen. Es könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Wir haben auch viele muslimische Freunde und bekannte - auch palästinensische - und alle gehen ordentlich miteinander um. Nahezu alle Mizrayhin- und Sephardie werden dir auch genau das erzählen - die gibt es in Deutschland aber so gut wie nicht mehr, ausser einigen eingewanderten Spaniern, Portugiesen oder Marrokanern. Viele Schiiten und Perser mögen Juden logischerweise aufgrund der langen gemeinsamen Geschichte sogar sehr gern - die iranische Führung allerdings leider nicht. Was sie hoffentlich bald die Macht kosten wird.
Frage
Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 14:50 (vor 422 Tagen) @ huerde
Daher hatte ich das Problem weniger im rechten Bereich und mehr im arabischen vermutet. - Aber wie gesagt.... das war eine reine Vermutung.
Antisemitismus gehört bei Nazis zur ideologischen DNA.
Studie seit 2019: Rechtsextremismus oft Grund für Antisemitismus (ZDF vom 11.12.2024)
"Hunderte Jüdinnen und Juden wurden seit 2019 wegen ihrer Religion bedroht oder sogar angegriffen. Häufig ist Rechtsextremismus der Grund, so eine Studie zu Antisemitismus."
Frage
virz3, Oberhausen, Mittwoch, 18.12.2024, 15:17 (vor 422 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von virz3, Mittwoch, 18.12.2024, 15:20
Daher hatte ich das Problem weniger im rechten Bereich und mehr im arabischen vermutet. - Aber wie gesagt.... das war eine reine Vermutung.
Antisemitismus gehört bei Nazis zur ideologischen DNA.Studie seit 2019: Rechtsextremismus oft Grund für Antisemitismus (ZDF vom 11.12.2024)
"Hunderte Jüdinnen und Juden wurden seit 2019 wegen ihrer Religion bedroht oder sogar angegriffen. Häufig ist Rechtsextremismus der Grund, so eine Studie zu Antisemitismus."
Ohne jetzt den Anteil von rechtsextremer Ursachen kleinreden zu wollen, da ist jeder Prozentpunkt einer zuviel. Wir reden hier von 17%. Addiere hier noch die 12% der Verschwörerungstheoretiker oben drauf, sind wir bei 29%.
Weitere 9% gehen auf das Konto von "israelfeindlichem Aktivismus", ich nehme an, "Free Palestina" Demos, an der eine große Mehrheit arabischstämmig sein dürfte, auch wenn das im Artikel nicht genauer beschrieben wird. 4% werden islamisch / islamistischen Motiven zugeordnet.
Unter dem Strich kommen wir auf 42%, davon 13% mit arabischstämmigen Bezug. Was ist mit den anderen 58%. Gänzlich unbekannt, wer da die Straftaten begeht? In meinen Augen wird hier nicht ausgesprochen, was Sache ist.
Und dann wird gesagt, mit 17%, bzw. ich sage 29% rechter Gewalt (was viel zu viel ist), wäre der Anteil an Rechtsextremistischen Straftaten der größte Anteil?
Die Studie ist in meinen Augen somit arg tendenziös und verschweigt das rasant steigende Problem des muslimischen / islamistischen Antisemitismus.
Generell wird mir das Kind einfach zu selten beim Namen genannt. Es wird auf allen Ebenen zu viel abgelenkt und die Gefahr aus den beschriebenen Kreisen umschifft.
Es muss doch möglich sein, die Ursachen alle konkret zu benennen und entsprechende Handlungen abzuleiten. Sonst wird man nicht mehr Herr der Lage...
Frage
Fonzie, Münster, Mittwoch, 18.12.2024, 17:11 (vor 422 Tagen) @ virz3
Es muss doch möglich sein, die Ursachen alle konkret zu benennen und entsprechende Handlungen abzuleiten. Sonst wird man nicht mehr Herr der Lage...
Mir ist irgendwie nicht klar, wo die Studie etwas anderes macht. Sie quantifiziert doch die Ursachen ziemlich genau.
Weitere 9% gehen auf das Konto von "israelfeindlichem Aktivismus", ich nehme an, "Free Palestina" Demos, an der eine große Mehrheit arabischstämmig sein dürfte, auch wenn das im Artikel nicht genauer beschrieben wird. 4% werden islamisch / islamistischen Motiven zugeordnet.
Unter dem Strich kommen wir auf 42%, davon 13% mit arabischstämmigen Bezug.
Ich finde es spannend, dass du die Studie "tendenziös" findest und dann auf der anderen Seite aus "israelfeindlichem Aktivismus" ohne jede Faktenbasis komplett "arabischstämmigen Bezug" machst. Selbst wenn es dabei nur um "Free Palestine" ginge - auch da sind doch jede Menge nicht-arabischstämmige Menschen dabei. Hier ging es doch beizeiten recht intensiv darum, dass sich Luisa Neubauer nicht vehement genug von Greta Thunberg distanziert hat etc.
Was ist mit den anderen 58%. Gänzlich unbekannt, wer da die Straftaten begeht? In meinen Augen wird hier nicht ausgesprochen, was Sache ist.
Das steht doch im ersten Artikel zur Studie weiter oben: Die Studie benennt den jeweiligen Hintergrund antisemitischer Vorfälle nur dann, wenn ihre Zuordnung gesichert ist. Denn - so Poensgen - dies sei vielfach nicht zu ermitteln, weil Täter unbekannt blieben oder die Motive hinter den Vorfällen nicht eindeutig zuzuordnen seien.
Die Studie ist in meinen Augen somit arg tendenziös und verschweigt das rasant steigende Problem des muslimischen / islamistischen Antisemitismus.
Generell wird mir das Kind einfach zu selten beim Namen genannt. Es wird auf allen Ebenen zu viel abgelenkt und die Gefahr aus den beschriebenen Kreisen umschifft.
Generell, und entschuldige, wenn ich da ein bisschen polemisch werde, herrscht auf Seiten der "araberkritischen" Stimmen meiner Meinung nach eine zu hohe Aversion gegen Statistiken und Daten und ein zu hoher Anteil an verschwörungsnahen Erzählungen, sobald die Zahlen das eigene Weltbild nicht stützen.
Erst mal haben wir hier eine Studie, die versucht zu quantifizieren. Von "ablenken", "nicht beim Namen nennen" und "umschiffen" zu sprechen, finde ich da einigermaßen fehlgeleitet, wenn die Studie Islamismus und anti-israelischen Aktivismus explizit ebenfalls erfasst.
Frage
virz3, Oberhausen, Mittwoch, 18.12.2024, 17:29 (vor 422 Tagen) @ Fonzie
bearbeitet von virz3, Mittwoch, 18.12.2024, 17:36
Es muss doch möglich sein, die Ursachen alle konkret zu benennen und entsprechende Handlungen abzuleiten. Sonst wird man nicht mehr Herr der Lage...
Mir ist irgendwie nicht klar, wo die Studie etwas anderes macht. Sie quantifiziert doch die Ursachen ziemlich genau.
Weitere 9% gehen auf das Konto von "israelfeindlichem Aktivismus", ich nehme an, "Free Palestina" Demos, an der eine große Mehrheit arabischstämmig sein dürfte, auch wenn das im Artikel nicht genauer beschrieben wird. 4% werden islamisch / islamistischen Motiven zugeordnet.
Unter dem Strich kommen wir auf 42%, davon 13% mit arabischstämmigen Bezug.
Ich finde es spannend, dass du die Studie "tendenziös" findest und dann auf der anderen Seite aus "israelfeindlichem Aktivismus" ohne jede Faktenbasis komplett "arabischstämmigen Bezug" machst. Selbst wenn es dabei nur um "Free Palestine" ginge - auch da sind doch jede Menge nicht-arabischstämmige Menschen dabei. Hier ging es doch beizeiten recht intensiv darum, dass sich Luisa Neubauer nicht vehement genug von Greta Thunberg distanziert hat etc.
Ich mache da überhaupt keinen "komplett arabisch stämmigen Bezug" draus, sondern ein "dürfte grösstenteils arabischstämmig sein". Das ist meines Erachtens nicht falsch, wenngleich ich mir tatsächlich keine Statistik über die Teilnehmer angesehen habe. Klar rennen da auch Thunbergs und Neubauers oder sonstige Aktivisten rum, aber ist das ein wirklich relevanter Teil?
Was ist mit den anderen 58%. Gänzlich unbekannt, wer da die Straftaten begeht? In meinen Augen wird hier nicht ausgesprochen, was Sache ist.
Das steht doch im ersten Artikel zur Studie weiter oben: Die Studie benennt den jeweiligen Hintergrund antisemitischer Vorfälle nur dann, wenn ihre Zuordnung gesichert ist. Denn - so Poensgen - dies sei vielfach nicht zu ermitteln, weil Täter unbekannt blieben oder die Motive hinter den Vorfällen nicht eindeutig zuzuordnen seien.
Dann hat die Studie nur bedingt eine Aussagekraft bzw. hat dann Schwächen.
Ja, rechte Straftaten sind erfasst, die sind alle schlimm. Mich würde aber interessieren, wieso 58% der Vorfälle nicht erfasst wurden konnten. Warum geht das nicht?
Die Studie ist in meinen Augen somit arg tendenziös und verschweigt das rasant steigende Problem des muslimischen / islamistischen Antisemitismus.
Generell wird mir das Kind einfach zu selten beim Namen genannt. Es wird auf allen Ebenen zu viel abgelenkt und die Gefahr aus den beschriebenen Kreisen umschifft.
Generell, und entschuldige, wenn ich da ein bisschen polemisch werde, herrscht auf Seiten der "araberkritischen" Stimmen meiner Meinung nach eine zu hohe Aversion gegen Statistiken und Daten und ein zu hoher Anteil an verschwörungsnahen Erzählungen, sobald die Zahlen das eigene Weltbild nicht stützen.Erst mal haben wir hier eine Studie, die versucht zu quantifizieren. Von "ablenken", "nicht beim Namen nennen" und "umschiffen" zu sprechen, finde ich da einigermaßen fehlgeleitet, wenn die Studie Islamismus und anti-israelischen Aktivismus explizit ebenfalls erfasst.
Frage
Fonzie, Münster, Mittwoch, 18.12.2024, 17:54 (vor 422 Tagen) @ virz3
Weitere 9% gehen auf das Konto von "israelfeindlichem Aktivismus", ich nehme an, "Free Palestina" Demos, an der eine große Mehrheit arabischstämmig sein dürfte, auch wenn das im Artikel nicht genauer beschrieben wird. 4% werden islamisch / islamistischen Motiven zugeordnet.
Unter dem Strich kommen wir auf 42%, davon 13% mit arabischstämmigen Bezug.
Ich finde es spannend, dass du die Studie "tendenziös" findest und dann auf der anderen Seite aus "israelfeindlichem Aktivismus" ohne jede Faktenbasis komplett "arabischstämmigen Bezug" machst. Selbst wenn es dabei nur um "Free Palestine" ginge - auch da sind doch jede Menge nicht-arabischstämmige Menschen dabei. Hier ging es doch beizeiten recht intensiv darum, dass sich Luisa Neubauer nicht vehement genug von Greta Thunberg distanziert hat etc.
Ich mache da überhaupt keinen "komplett arabisch stämmigen Bezug" draus, sondern ein "dürfte grösstenteils arabischstämmig sein". Das ist meines Erachtens nicht falsch, wenngleich ich mir tatsächlich keine Statistik über die Teilnehmer angesehen habe. Klar rennen da auch Thunbergs und Neubauers oder sonstige Aktivisten rum, aber ist das ein wirklich relevanter Teil?
In deiner Rechnung fällt die Differenzierung aber nun mal komplett weg, siehe den markierten Teil. Da wird aus größtenteils dann eben der von mir monierte komplette Bezug.
Das steht doch im ersten Artikel zur Studie weiter oben: Die Studie benennt den jeweiligen Hintergrund antisemitischer Vorfälle nur dann, wenn ihre Zuordnung gesichert ist. Denn - so Poensgen - dies sei vielfach nicht zu ermitteln, weil Täter unbekannt blieben oder die Motive hinter den Vorfällen nicht eindeutig zuzuordnen seien.
Dann hat die Studie nur bedingt eine Aussagekraft bzw. hat dann Schwächen.Ja, rechte Straftaten sind erfasst, die sind alle schlimm. Mich würde aber interessieren, wieso 58% der Vorfälle nicht erfasst wurden konnten. Warum geht das nicht?
Auch das habe ich dir mal markiert. Insgesamt wurden laut BKA in 2023 z.B. wohl 60% aller Straftaten aufgeklärt. Da finde ich es nicht verwunderlich, dass in einem Bereich wie diesem, wo in der Regel kein persönliches Motiv oder eine Bekanntschaft zwischen Täter und Opfer vorliegt, die Aufklärungsrate niedriger liegt. Wenn jemand eine Synagoge beschmiert oder aus einer Menge heraus eine antisemitische Parole ruft, kann man eben nur in wenigen Fällen einen Täter ermitteln.
Frage
Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 17:14 (vor 422 Tagen) @ Fonzie
Es muss doch möglich sein, die Ursachen alle konkret zu benennen und entsprechende Handlungen abzuleiten. Sonst wird man nicht mehr Herr der Lage...
Mir ist irgendwie nicht klar, wo die Studie etwas anderes macht. Sie quantifiziert doch die Ursachen ziemlich genau.
Weitere 9% gehen auf das Konto von "israelfeindlichem Aktivismus", ich nehme an, "Free Palestina" Demos, an der eine große Mehrheit arabischstämmig sein dürfte, auch wenn das im Artikel nicht genauer beschrieben wird. 4% werden islamisch / islamistischen Motiven zugeordnet.
Unter dem Strich kommen wir auf 42%, davon 13% mit arabischstämmigen Bezug.
Ich finde es spannend, dass du die Studie "tendenziös" findest und dann auf der anderen Seite aus "israelfeindlichem Aktivismus" ohne jede Faktenbasis komplett "arabischstämmigen Bezug" machst. Selbst wenn es dabei nur um "Free Palestine" ginge - auch da sind doch jede Menge nicht-arabischstämmige Menschen dabei. Hier ging es doch beizeiten recht intensiv darum, dass sich Luisa Neubauer nicht vehement genug von Greta Thunberg distanziert hat etc.
Was ist mit den anderen 58%. Gänzlich unbekannt, wer da die Straftaten begeht? In meinen Augen wird hier nicht ausgesprochen, was Sache ist.
Das steht doch im ersten Artikel zur Studie weiter oben: Die Studie benennt den jeweiligen Hintergrund antisemitischer Vorfälle nur dann, wenn ihre Zuordnung gesichert ist. Denn - so Poensgen - dies sei vielfach nicht zu ermitteln, weil Täter unbekannt blieben oder die Motive hinter den Vorfällen nicht eindeutig zuzuordnen seien.
Die Studie ist in meinen Augen somit arg tendenziös und verschweigt das rasant steigende Problem des muslimischen / islamistischen Antisemitismus.
Generell wird mir das Kind einfach zu selten beim Namen genannt. Es wird auf allen Ebenen zu viel abgelenkt und die Gefahr aus den beschriebenen Kreisen umschifft.
Generell, und entschuldige, wenn ich da ein bisschen polemisch werde, herrscht auf Seiten der "araberkritischen" Stimmen meiner Meinung nach eine zu hohe Aversion gegen Statistiken und Daten und ein zu hoher Anteil an verschwörungsnahen Erzählungen, sobald die Zahlen das eigene Weltbild nicht stützen.Erst mal haben wir hier eine Studie, die versucht zu quantifizieren. Von "ablenken", "nicht beim Namen nennen" und "umschiffen" zu sprechen, finde ich da einigermaßen fehlgeleitet, wenn die Studie Islamismus und anti-israelischen Aktivismus explizit ebenfalls erfasst.
Danke!
Frage
huerde, Mittwoch, 18.12.2024, 14:55 (vor 422 Tagen) @ Ulrich
Daher hatte ich das Problem weniger im rechten Bereich und mehr im arabischen vermutet. - Aber wie gesagt.... das war eine reine Vermutung.
Antisemitismus gehört bei Nazis zur ideologischen DNA.
Logisch.... aber mit Nazis habe ich nicht viel zu tun.
Aber während ein leichter Rassismus in der Mitte (oder leicht rechts der Mitte) der Gesellschaft durchaus existiert, scheint das beim Antisemitismus nicht der Fall zu sein.
Zumindest bekomme ich von ersterem immer wieder etwas mit und von letzterem nie.
Und ich halte mich selten in politisch radikalen Kreisen auf.
Frage
fabian 1909, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 13:55 (vor 422 Tagen) @ huerde
Ich habe (durch Fußball, Sport, Kinder, deren Aktivitäten, ...) einen sehr weit gefassten Bekanntenkreis in alle möglichen Gesellschaftsschichten. Und ich bin zum Teil schockiert, wie locker latent fremdenfeindliche, rassistische, ... Kommentare einzelnen über die Lippen gehen. - Aber ich habe noch NIE einen antisemitischen Kommentar gehört. Von wem auch immer.
Ja, habe ich auch lange nicht für möglich gehalten. Die Studienlage dazu ist aber sehr eindeutig.
Hinzu kommt der Antisemitismus von links. Der alles Böse an Israel sieht.
Frage
Sascha, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 10:37 (vor 422 Tagen) @ huerde
Es geht doch schon damit los, dass man in den letzten Jahren auf der Tribüne immer häufiger die Bezeichnung "Jude" als Schimpfwort hören konnte.
Frage
pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 18.12.2024, 14:24 (vor 422 Tagen) @ Sascha
Es geht doch schon damit los, dass man in den letzten Jahren auf der Tribüne immer häufiger die Bezeichnung "Jude" als Schimpfwort hören konnte.
Da habe ich einen anderen Eindruck. Nun bin ich nicht immer überall im Stadion und auf der Süd auch eher selten, doch habe ich "Jude" als Schimpfwort in den 1990ern noch bei jedem Spiel gehört, in den Nullern dann nur noch hin und wieder, kann ich mich nicht erinnern das Wort "Jude" als Beleidigung in den letzten gut 10 Jahren im Stadion vernommen zu haben. Das letzte Mal als ich es hörte hat der Typ auch ordentlich verbal kassiert und hat sich ein paar Minuten später aus dem Block verdrückt und war für den Rest des Spiels weg.
Frage
donotrobme, Münsterland, Mittwoch, 18.12.2024, 14:26 (vor 422 Tagen) @ pactum Trotmundense
Als Ergänzung dazu:
Auch das U-Bahn-Lied wurde Mitte der 2000er noch regelmäßig vor dem Stadion angestimmt. Ich hab es seit ewigkeiten nicht mehr wahrgenommen
Frage
Hömmatiker, Westfalen, Mittwoch, 18.12.2024, 13:01 (vor 422 Tagen) @ Sascha
Es geht doch schon damit los, dass man in den letzten Jahren auf der Tribüne immer häufiger die Bezeichnung "Jude" als Schimpfwort hören konnte.
Da habe ich tatsächlich den komplett gegenteiligen Eindruck. Vor 20 Jahren noch völlig alltäglich (inkl. UBahn-Lied), heute völlig verschwunden.
Frage
Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 11:55 (vor 422 Tagen) @ Sascha
Es geht doch schon damit los, dass man in den letzten Jahren auf der Tribüne immer häufiger die Bezeichnung "Jude" als Schimpfwort hören konnte.
Das allerdings ist mir in den letzten Jahren dort, wo ich stehe, nicht untergekommen.
Frage
Klopfer
, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 10:56 (vor 422 Tagen) @ Sascha
Es geht doch schon damit los, dass man in den letzten Jahren auf der Tribüne immer häufiger die Bezeichnung "Jude" als Schimpfwort hören konnte.
Und natürlich das U-Bahn-Lied, was allerdings kein so ganz neues Phänomen darstellt. Es war nur früher so, das vor Erscheinen der neuen Rechtsradikalen auf der politischen Hauptbühne, das Stadion selbst derartige politische Fehlentwicklungen unterbunden hat. Aber mittlerweile schert sich die breite Masse nicht mehr darum. Man will ja strikt "unpolitisch" bleiben, was im Endeffekt nichts anders bedeutet, als dass man die politischen Aussagen der Extremen im positiven Fall unkommentiert hinnimmt, im negativen einfach mal mitgröhlt, weil's so geil ist.
Eine äußerst gefährliche Entwicklung.
SGG
Klopfer
Frage
huerde, Mittwoch, 18.12.2024, 11:08 (vor 422 Tagen) @ Klopfer
Es geht doch schon damit los, dass man in den letzten Jahren auf der Tribüne immer häufiger die Bezeichnung "Jude" als Schimpfwort hören konnte.
Und natürlich das U-Bahn-Lied, was allerdings kein so ganz neues Phänomen darstellt. Es war nur früher so, das vor Erscheinen der neuen Rechtsradikalen auf der politischen Hauptbühne, das Stadion selbst derartige politische Fehlentwicklungen unterbunden hat. Aber mittlerweile schert sich die breite Masse nicht mehr darum. Man will ja strikt "unpolitisch" bleiben, was im Endeffekt nichts anders bedeutet, als dass man die politischen Aussagen der Extremen im positiven Fall unkommentiert hinnimmt, im negativen einfach mal mitgröhlt, weil's so geil ist.Eine äußerst gefährliche Entwicklung.
SGG
Klopfer
What?
Ich bin recht häufig im Stadion. Und auch dort nehme ich hin und wieder wahr, dass manch Spieler mit dunklerer Haut "lustig" eine Busch-Herkunft nachgesagt wird. - Eine ansteigende Tendenz kann ich aber gar nicht erkennen. - Ehr im Gegenteil.
Antisemitisches habe ich auch dort in den letzten Jahren überhaupt nicht gehört. - Auch an "Jude" als Schimpfwort kann ich mich nicht erinnern.
Und davon abgesehen.... das unsägliche U-Bahn-Lied schert sich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, aber auch das habe ich zum Glück ewig nicht gehört, nicht um Juden, sondern um Gelsenkirchener.
Frage
captain_gut, Rendsburg, Mittwoch, 18.12.2024, 11:14 (vor 422 Tagen) @ huerde
Und davon abgesehen.... das unsägliche U-Bahn-Lied schert sich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, aber auch das habe ich zum Glück ewig nicht gehört, nicht um Juden, sondern um Gelsenkirchener.
Wohin die U-Bahn fährt, ist Dir aber schon bekannt, oder? Das ist dann Holocaust-Verharmlosung bzw. -Verhöhnung und somit auch Antisemitismus.
Frage
huerde, Mittwoch, 18.12.2024, 11:23 (vor 422 Tagen) @ captain_gut
Und davon abgesehen.... das unsägliche U-Bahn-Lied schert sich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, aber auch das habe ich zum Glück ewig nicht gehört, nicht um Juden, sondern um Gelsenkirchener.
Wohin die U-Bahn fährt, ist Dir aber schon bekannt, oder? Das ist dann Holocaust-Verharmlosung bzw. -Verhöhnung und somit auch Antisemitismus.
Ich war eigentlich ehr auf der Suche nach dem modernen Judenhass. Und nicht nach vollkommen geschmacklosen Entgleisungen, die als Nebeneffekt noch in den alten Judenhass hineinspielen.
Ich bezweifele, dass die, die das U-Bahn-Lied singen, auch die sind, die sich verabreden, um Makkabi-Fans zu jagen. Aber ich weiß es schlicht nicht. Daher meine Eingangsfrage.
Frage
Beethoven, Bonn, Mittwoch, 18.12.2024, 12:04 (vor 422 Tagen) @ huerde
Es gibt einmal den "heimischen" Antisemitismus, der sich vor allem durch Verschwörungstheorien und das Vermischen von Juden und "Eliten" herrührt (Finanzjudentum). Hier werden klassische Verschwörungstheorien aus dem Mittelalter aufgewärmt (Brunnenvergifter, Kindermörder).
In den letzten Jahrzehnten kommt dann der "importierte" Antisemitismus aus dem muslimischen Ländern hinzu. Ich zum Beispiel hab in Dortmund Hörde gelebt in jüngeren Jahren und bei der dortigen marokkanischen Bürgerschaft war Antisemitismus, ausgesprochener wie komplizierter, einfach kompletter Standard.
Frage
virz3, Oberhausen, Mittwoch, 18.12.2024, 12:49 (vor 422 Tagen) @ Beethoven
Es gibt einmal den "heimischen" Antisemitismus, der sich vor allem durch Verschwörungstheorien und das Vermischen von Juden und "Eliten" herrührt (Finanzjudentum). Hier werden klassische Verschwörungstheorien aus dem Mittelalter aufgewärmt (Brunnenvergifter, Kindermörder).
Also ich kenne nicht einen einzigen derartigen Wirrkopf. Von wie vielen derartiger Spinner reden wir denn?
In den letzten Jahrzehnten kommt dann der "importierte" Antisemitismus aus dem muslimischen Ländern hinzu. Ich zum Beispiel hab in Dortmund Hörde gelebt in jüngeren Jahren und bei der dortigen marokkanischen Bürgerschaft war Antisemitismus, ausgesprochener wie komplizierter, einfach kompletter Standard.
Und das ist das viel grössere Problem für alle hier lebenden Juden.
Frage
spielbeobachtung, Ort, Mittwoch, 18.12.2024, 10:52 (vor 422 Tagen) @ Sascha
Es geht doch schon damit los, dass man in den letzten Jahren auf der Tribüne immer häufiger die Bezeichnung "Jude" als Schimpfwort hören konnte.
In meiner Wahrnehmung ist das in den letzten Jahren rückläufig
Frage
CedricVanDerGun, Hamburg, Mittwoch, 18.12.2024, 11:12 (vor 422 Tagen) @ spielbeobachtung
Same here. Mitte der 2000er Jahre war es auf jeder Bahnfahrt in Form des U-Bahn Lieds präsent. Hab’s zum Glück lange nicht mehr gehört
Frage
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Mittwoch, 18.12.2024, 11:28 (vor 422 Tagen) @ CedricVanDerGun
bearbeitet von FourrierTrans, Mittwoch, 18.12.2024, 11:38
Same here. Mitte der 2000er Jahre war es auf jeder Bahnfahrt in Form des U-Bahn Lieds präsent. Hab’s zum Glück lange nicht mehr gehört
Würde ich subjektiv auch so einordnen. Ich gehe mehr als 20 Jahre ins Stadion, eigentlich stehe ich auch weiterhin (jaja, manchmal sitze ich auch, wenn es doch zu kalt ist und mich vor Anpfiff das Alter überkommt). Man muss so ehrlich sein, man hört immer mal wieder sehr unterirdische Beleidigungen, auch rassistischer Natur. Ich erinnere mich auch an solchen Beleidigungen, die eine antisemtische Konnotation hatten, beispielsweise das angesprochene U-Bahn-Lied. Aber ganz ehrlich gesagt habe ich jahrelang auf der Süd oder im Stadion nichts antisemitisches gehört. Als ich noch jung war, so mit 16-20, da war das viel geläufiger. Da wurde auch das U-Bahn-Lied noch mindestens mal hundertfach geschmettert.
Wo ich allerdings viel häufiger unterschwellig was über "die Juden" höre, ist im Boxclub, der zu 95% von Arabern, Türken und Slawen besucht wird. Kartoffeln wie ich sind da die absolute Ausnahme.
Wie gesagt, nicht repräsentativ, aber mein subjektiver Eindruck ist relativ eindeutig, wo latenter Antisemitismus in der Fläche vorkommt. Was aber jetzt auch zum Ursprungspost hier nichts zur Sache tut, hands down.
Frage
stoffel85, Mittwoch, 18.12.2024, 10:49 (vor 422 Tagen) @ Sascha
Ich bin nicht mehr oft im Stadion, kenne das aber noch von früher (als auch noch die Ubahn gebaut wurde) und will deine Beobachtung auch gar nicht in Abrede stellen. Deshalb einfach die Frage, ob das ein bestimmtes Alterspektrum betrifft oder dieser Ausruf komplett random ist?
Das Wort Jude/ jüdisch als Beleidigung sehe ich, wenn überhaupt, bei jungen - auch deutschen - „Männern“. Kann aber auch einfach daran liegen, dass ich viel Kontakt zu jüngeren habe (beruflich ;-))
Frage
haweka, Mittwoch, 18.12.2024, 09:58 (vor 422 Tagen) @ huerde
Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.
Ganz ernst gemeinte Frage. Mir fehlt da das Gefühl dafür.
Ist das nicht so?Ich habe (durch Fußball, Sport, Kinder, deren Aktivitäten, ...) einen sehr weit gefassten Bekanntenkreis in alle möglichen Gesellschaftsschichten. Und ich bin zum Teil schockiert, wie locker latent fremdenfeindliche, rassistische, ... Kommentare einzelnen über die Lippen gehen. - Aber ich habe noch NIE einen antisemitischen Kommentar gehört. Von wem auch immer.
Wo leben diese Antisemiten? Wer sind diese Menschen?
Überhaupt wer kommt heute noch auf die Idee, sich an jüdischem Leben zu stören (wo sich dieses bei den allermeisten fast gar nicht vom westlich-europäischen Leben unterscheidet)?
Ich kenne jetzt deinen Bekanntenkreis nicht, aber wenn du bspw. mit bestimmten Menschen über Eliten, über Drahtzieher und überstaatliche Mächte sprichst, dann wirst du eventuell sehr schnell einen tiefverwurzelten Antisemitismus wahrnehmen.
Frage
Sascha, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 11:58 (vor 422 Tagen) @ haweka
Wobei ich solche Geschichten mit irgendwelchen finanzstarken Eliten, die im Hintergrund die Fäden ziehen, echt schwierig finde. Musk aktuell in den USA, Saudi-Arabien im Sport... das sind ja nur zwei Beispiele, in denen "big money" wirklich massiv Einfluss nehmen. Und natürlich werden weltweite Konzerne auch massiv versuchen, politische Entscheidungen in ihrem Sinne zu lenken. Beim Abgasskandal wurde ja auch deutlich, dass VW und das Umweltbundesamt im Vorfeld viel gekungelt haben.
Das ist ja nicht per se antisemitisch und Schwurbelei.
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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Mittwoch, 18.12.2024, 11:30 (vor 422 Tagen) @ haweka
Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.
Ganz ernst gemeinte Frage. Mir fehlt da das Gefühl dafür.
Ist das nicht so?Ich habe (durch Fußball, Sport, Kinder, deren Aktivitäten, ...) einen sehr weit gefassten Bekanntenkreis in alle möglichen Gesellschaftsschichten. Und ich bin zum Teil schockiert, wie locker latent fremdenfeindliche, rassistische, ... Kommentare einzelnen über die Lippen gehen. - Aber ich habe noch NIE einen antisemitischen Kommentar gehört. Von wem auch immer.
Wo leben diese Antisemiten? Wer sind diese Menschen?
Überhaupt wer kommt heute noch auf die Idee, sich an jüdischem Leben zu stören (wo sich dieses bei den allermeisten fast gar nicht vom westlich-europäischen Leben unterscheidet)?
Ich kenne jetzt deinen Bekanntenkreis nicht, aber wenn du bspw. mit bestimmten Menschen über Eliten, über Drahtzieher und überstaatliche Mächte sprichst, dann wirst du eventuell sehr schnell einen tiefverwurzelten Antisemitismus wahrnehmen.
Das ist so, aber das sind doch echt nur die 1% völlig Durchgeklatschter.
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istar, Mittwoch, 18.12.2024, 10:14 (vor 422 Tagen) @ haweka
Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.
Ganz ernst gemeinte Frage. Mir fehlt da das Gefühl dafür.
Ist das nicht so?Ich habe (durch Fußball, Sport, Kinder, deren Aktivitäten, ...) einen sehr weit gefassten Bekanntenkreis in alle möglichen Gesellschaftsschichten. Und ich bin zum Teil schockiert, wie locker latent fremdenfeindliche, rassistische, ... Kommentare einzelnen über die Lippen gehen. - Aber ich habe noch NIE einen antisemitischen Kommentar gehört. Von wem auch immer.
Wo leben diese Antisemiten? Wer sind diese Menschen?
Überhaupt wer kommt heute noch auf die Idee, sich an jüdischem Leben zu stören (wo sich dieses bei den allermeisten fast gar nicht vom westlich-europäischen Leben unterscheidet)?
Ich kenne jetzt deinen Bekanntenkreis nicht, aber wenn du bspw. mit bestimmten Menschen über Eliten, über Drahtzieher und überstaatliche Mächte sprichst, dann wirst du eventuell sehr schnell einen tiefverwurzelten Antisemitismus wahrnehmen.
Solche Leute hab ich im echten Leben allerdings auch noch nie getroffen. Ich kenne die nur von YouTube-Videos. Von Spiegel-TV oder so.
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stoffel85, Mittwoch, 18.12.2024, 10:35 (vor 422 Tagen) @ istar
So siehts aus. Hier wird versucht das Offensichtliche wegzuwischen in dem man auf Nischen zeigt. Macht unsere Politik auch nicht anders.
BTW: Bei der Ausgangsthese dieses Strangs würde mich mal interessieren, in welchem Milieu ich mich rumtreiben muss, um diesen Eindruck zu gewinnen. Ist das diese propalästinensische / antiisraelische Bubble der elitären Lifestyle Linken oder die aus dem muslimischen Spektrum, die zusätzlich noch antisemitisch ist?
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Pfostentreffer, Mittwoch, 18.12.2024, 08:47 (vor 422 Tagen) @ fabian 1909
Aber warum wird hier wieder mal das Thema nur einseitig beleuchtet und falsch dargestellt? Wir hatten damals die Diskussion im Forum und einige der Forumsmitglieder hier haben nach und nach ebenfalls hässliche Gesänge, Provokationen und Angriffe der israelischen Fans scharf kritisiert.
Weil das nicht rechtfertigt Jagd auf Menschen zu machen, nur weil sie Juden sind. Aber genau das war in Amsterdam der Fall.
Ich finde es verzweifelnd wie in Deutschland teilweise in undifferenziert diskutiert wird. Oder versteckt sich hinter dieser Haltung eine indirekte Abneigung gegenüber Arabern, Flüchtlingen usw.?
Zum Teil vielleicht. Aber die meisten, die das Problem Antisemitismus sehen, sehen, dass dies kein Phänomen von Menschen aus dem arabischen Raum ist.
Das trifft aud die meisten zu, die Antisemitsmus sehen und verstehen, wie Diskriminnierung funktioniert. Das Problem sind ja auch die Leute, die Antisemitismus und alle anderen Arten von Diskriminierung jahrzehntelang nicht gesehen haben und es nun plötzlich ständig instrumentalisieren, um Stimmung gegen Muslime zu machen.
Bspw. Antisemitismus nur zu bennenn, wenn er von Muslimen kommt oder jeden als Antisemit bezeichnen, der Netanjahu kritisiert oder sagt das er zehntausende Tote Kinder nicht cool findet und damit sachliche Diskussionen verunmöglichen, was ja auch deren Ziel ist (diese Exemplare haben wir ja auch hier im Forum). Diese Menschen fördern Antisemitismus ungemein.
Stellt euch vor, die Regierung Netanjahu bricht Völkerrecht tagtäglich, egal ob in Gaza, in der West Bank oder jetzt auch in Syrien. Es sind über 30-40.000 Palästinenser schon gestorben, geschweige von dem was im Libanon passiert ist. Dies zu kritisieren hat auch nichts mit antisemitisch oder Selbstverteidigung zu tun.
Das wird stark kritisiert und auch die deutsche Regierung kritisiert das unentwegt. Die Kritik verliert dabei nur jedes Maß. Vergleichbares an anderer Stelle wird weitaus weniger kritisiert. Auf der Suche nach den Gründen, warum Israel so sehr viel öfter und heftiger kritisiert wird, landet man dann schnell bei antisemitischen Einstellungen.
Interessantes Argument, etwas Vergleichbares. Welche vergleichbaren Beispiele aus den letzten Jahren gibt es denn dafür, in denen die Regierung einer westlichen Demokratie mehrere zehntausend Menschen getötet hat, ganze Landstriche aus verschiedenen Nachbarländern annektiert hat oder Hunger als Kriegswaffe eingesetzt hat? Und weniger dafür weniger kritisiert wurde?
Das sonst gegenüber Israel viel Antisemitismus im Spiel ist - absolut klar. Aber gerade das Argument zieht hier überhaupt nicht. Es sei denn, ich habe die ganzen Attacken mit zehntausenden Toten der westlichen Demokratien in den letzten Jahren verpasst. Tatsächlich ist eine der grössten Gefahren aus diesem Konflikt, dass genau dieses Vorgehen nun normalisiert wird. Und viele politische Kräfte, die exakt das wollen.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 07:59 (vor 422 Tagen) @ Amadebul
Weil die Regierung Netanjahu das Völkerrecht bricht, müssen z.B. in Berlin sogar die Spiele der Jugendmannschaften von Makkabi Berlin von der Polizei bewacht werden, um Spieler, Trainer und Angehörige zu schützen?
Hier tobt sich ein antisemitischer Mob aus, der bereits den Überfall der Hamas auf Israel - das schlimmste Pogrom nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs- begeistert gefeiert hat.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
spielbeobachtung, Ort, Mittwoch, 18.12.2024, 10:50 (vor 422 Tagen) @ Ulrich
Weil die Regierung Netanjahu das Völkerrecht bricht, müssen z.B. in Berlin sogar die Spiele der Jugendmannschaften von Makkabi Berlin von der Polizei bewacht werden, um Spieler, Trainer und Angehörige zu schützen?
Hier tobt sich ein antisemitischer Mob aus, der bereits den Überfall der Hamas auf Israel - das schlimmste Pogrom nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs- begeistert gefeiert hat.
Und wer hat diese Leute ins Land gelassen und verhindert jetzt auch noch deren Abschiebung ?
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Klopfer
, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 11:19 (vor 422 Tagen) @ spielbeobachtung
Und wer hat diese Leute ins Land gelassen und verhindert jetzt auch noch deren Abschiebung ?
Bevor das jetzt hier wieder eine billige Stammtischdikussion wird, der derzeitige politische und rechtliche Status der Flüchtlinge ergibt sich aus unserer Verfassung und der Genfer Flüchtlingskonvention. Wenn man die Bilder aus Gaza sieht, dann sollte man wohl nicht daran zweifeln, dass diese Menschen einen humanitären Grund haben zu flüchten und auch als politische Flüchtlinge anerkannt zu werden.
Dass in Einzelfällen die juristische Behandlung verbessert werden muss, insbesondere bei deliktischen Vorfällen, steht ausser Frage, aber für das generelle Problem der Überforderung der Gemeinden sind diese Fälle sicher nicht maßgeblich.
SGG
Klopfer
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 11:47 (vor 422 Tagen) @ Klopfer
Und wer hat diese Leute ins Land gelassen und verhindert jetzt auch noch deren Abschiebung ?
Bevor das jetzt hier wieder eine billige Stammtischdikussion wird, der derzeitige politische und rechtliche Status der Flüchtlinge ergibt sich aus unserer Verfassung und der Genfer Flüchtlingskonvention. Wenn man die Bilder aus Gaza sieht, dann sollte man wohl nicht daran zweifeln, dass diese Menschen einen humanitären Grund haben zu flüchten und auch als politische Flüchtlinge anerkannt zu werden.Dass in Einzelfällen die juristische Behandlung verbessert werden muss, insbesondere bei deliktischen Vorfällen, steht ausser Frage, aber für das generelle Problem der Überforderung der Gemeinden sind diese Fälle sicher nicht maßgeblich.
Danke!
Leider ignorieren eine ganze Reihe von Personen bei uns im Land, dass wir in einem Rechtsstaat leben.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Earl Chekov, Köln, Mittwoch, 18.12.2024, 11:33 (vor 422 Tagen) @ Klopfer
Und wer hat diese Leute ins Land gelassen und verhindert jetzt auch noch deren Abschiebung ?
Bevor das jetzt hier wieder eine billige Stammtischdikussion wird, der derzeitige politische und rechtliche Status der Flüchtlinge ergibt sich aus unserer Verfassung und der Genfer Flüchtlingskonvention. Wenn man die Bilder aus Gaza sieht, dann sollte man wohl nicht daran zweifeln, dass diese Menschen einen humanitären Grund haben zu flüchten und auch als politische Flüchtlinge anerkannt zu werden.Dass in Einzelfällen die juristische Behandlung verbessert werden muss, insbesondere bei deliktischen Vorfällen, steht ausser Frage, aber für das generelle Problem der Überforderung der Gemeinden sind diese Fälle sicher nicht maßgeblich.
SGG
Klopfer
Danke!!!
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Sascha, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 08:33 (vor 422 Tagen) @ Ulrich
Wobei man auch nicht die Augen davor verschließen sollte, dass der israelische Fußball auch ein Problem mit rechtsextremen Fanszenen hat und bei manchen Vereinen schon weit vorher arabische Spieler abgelehnt und massiv bekämpft wurden.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 09:01 (vor 422 Tagen) @ Sascha
Wobei man auch nicht die Augen davor verschließen sollte, dass der israelische Fußball auch ein Problem mit rechtsextremen Fanszenen hat und bei manchen Vereinen schon weit vorher arabische Spieler abgelehnt und massiv bekämpft wurden.
Das glaube ich Dir sofort. Leider gibt es dort seit Jahrzehnten sehr ungute Entwicklungen. Auch rechtsradikale Parteien sind dort bereits sehr lange aktiv, sie unterstützen u.a. auch gewaltbereite Siedler früher im Gaza-Streifen und jetzt im Westjordanland. Und die "Brandmauer", die vorher alle Regierungschefs zumindest in Richtung auf eine offizielle Regierungsbeteiligung dieser Gruppen aufgebaut hatten, wurde von Benjamin Netanjahu pulverisiert.
Aber trotzdem bin ich nicht bereit, mich irgendwie mit Leuten abzugeben, die Schlächter und die von denen verübte Massaker feiern.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
stoffel85, Mittwoch, 18.12.2024, 10:12 (vor 422 Tagen) @ Ulrich
Was ist deine Lösung? Bei dir, sowie bei unserer Politik bzw in unseren Medien, hab ich oft das Gefühl, dass man die Quadratur des Kreises versucht.
Man sollte mal klar Position beziehen, was einem in diesem Land wichtig bzw für einen nicht verhandelbar ist.
In Frankreich ist dieses Problem, aufgrund ihrer Kolonialgeschichte, innenpolitisch noch viel brisanter.
Es ist auch eher ein flächendeckendes Problem als ein Problem einer absoluten Minderheit der Flüchtlinge bzw arabischstämmiger Menschen.
Ich könnte hier Geschichten einer Grundschule(!) in Südwestfalen erzählen, da schlackert man aber mit den Ohren. Nebenbei leite ich auch noch ein offenes Fußballangebot für Jugendliche/ junge Erwachsene (bis ca. 25). Nun ja, was soll man sagen.
Bei letzterem hat man noch Hausrecht und kann Dinge durchsetzen/ sanktionieren, in (Grund-) Schulen ist man de facto machtlos. Das ist auch ganz sicher kein isoliertes Problem dieser Gegend hier. Hier ist eigentlich sogar noch Bullerbü. Was man von anderen Schulen so hört, is teilweise nomma ne andere Nummer - quantitativ wie qualitativ.
Judenhass und der Hass auf den Staat Israel sind selbst bei den Kleinsten schon so extrem, dass man das eigentlich kaum glauben kann.
Programme gg Antisemitus bei arabischen Kindern/Jugendlichen sind, sorry für die klaren Worte, kompletter Schwachsinn.
Das ist ein intrafamiliäres bzw intrakulturelles Denken, das es schon seit Generationen gibt.
Vor der Flüchtlingswelle war dieses ganz extreme Denken hauptsächlich bei libanesischen Familien zu finden (wo die Politik integrationstechnisch damals komplett versagt hat).
Es gibt in meinen Augen - THEORETISCH- nur eine Möglichkeit, dass Kinder eine Chance haben diese Denke abzulegen und zwar in dem man Paragraph 8a SGB VIII anpasst und dann mit der neuen Grundlage in die Familien geht un die Kinder da rausholt.
Das ist natürlich komplett ausgeschlossen und wäre auch nicht ansatzweise umsetzbar.
Wenn hier nich bald was umsetzbares und realistisches passiert, werden wir in paar Jahren kein (öffentliches) jüdisches Leben mehr in D haben.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 18.12.2024, 14:34 (vor 422 Tagen) @ stoffel85
Lieber Stoffel,
ich habe mit dir oft gravierende Differenzen. Dein "Aki und Susi" finde ich manchmal sehr ermüdend.
Hier nicht. Danke für deine Worte.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 12:01 (vor 422 Tagen) @ stoffel85
Was ist deine Lösung? Bei dir, sowie bei unserer Politik bzw in unseren Medien, hab ich oft das Gefühl, dass man die Quadratur des Kreises versucht.
Eine Lösung weiß ich auch nicht. Ab einem bestimmten Punkt ist das ganze eine Sache des Strafrechts? Aber was macht man vorher? Es ist schwierig und unbequem, hier konsequent zu handeln, und ich bin froh, dass ich mich nicht in einer Umgebung bewege, in der so etwas alltäglich ist.
Mann muss Antisemitismus für unerträglich halten und sich dagegen stellen. Aber das darf niemanden daran hindern, Gestalten wie Benjamin Netanjahu zu verachten.
Differenzierter Journalismus liest sich anders.
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 18.12.2024, 13:38 (vor 422 Tagen) @ Ulrich
Eine Lösung weiß ich auch nicht. Ab einem bestimmten Punkt ist das ganze eine Sache des Strafrechts? Aber was macht man vorher?
Aufklärung. Und Schwurbelursachen abschaffen. Umso besser es den Menschen geht umso weniger empfänglich und umso weniger Zeit haben sie für Hass. Egal gegen wen. Davon bin ich überzeugt.
Und ansonsten muss man hart durchgreifen. Wer die Eckpfeiler unserer Demokratie ablehnt muss hart verknackt werden. Oder abgelehnt oder abgeschoben. Da geht es ja nicht nur um die Religionsfreiheit. Von mir aus auch gerne im Schnellverfahren. Da versagt meiner Meinung nach auch der Staat/die Polizei. Sie schaffen es hunderte Fußballfans für Stunden zu Kesseln aber bei Demos auf denen zur Zerstörung Israels aufgerufen wird kneifen sie den Schwanz ein. Wir müssen unsere Vorstellungen eines friedlichen Zusammenlebens in Deutschland härter verteidigen.
Ganz beseitigen wird man dieses Problem nie. Aber so vor der inneren und äußeren Entwicklung die Augen zu verschließen macht auch keinen Sinn.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
Schreibkraft, Dienstag, 17.12.2024, 23:08 (vor 423 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Guter Artikel.
leider ist es so, dass Islamisten im Westen in Machtpositionen gekommen sind. So gibt es einen arabisch stämmigen Professor an einer amerikanischen Uni, der Gewaltattacken gegen Juden in Amsterdam betreffend des Spiels öffentlich feierte!
Derselbe Herr ist auch Fussballfan und feierte die WM in Katar als "ganz toll" und macht das Gleiche betreffend der kommenden WM in Saudi Arabien, während er die WM in den USA boykottiert, da diese politisch nicht passt... Der wohnt und arbeitet wohlgemerkt in den USA..
hab lange lange nur mitgelsen, aber das Thema ist alles andere aöls 0815 und da musste ich was hinzusteuern.
Gruss
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
Ulrich, Dienstag, 17.12.2024, 20:56 (vor 423 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Antisemitische Angriffe wie beim Europa-League-Spiel zwischen Ajax und Maccabi Tel Aviv zeigen die wachsende Gefährdung jüdischen Lebens in Europa. Borussia Dortmunds Engagement bietet Lichtblicke, doch der Kampf gegen Judenhass bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Zum Artikel ...
Man muss nicht einmal nach Europa schauen. Vor etwa anderthalb Monaten musste man lesen, dass alle Spiele von Makkabi Berlin unter Polizeibegleitung stattfinden.
"In Berlin soll es auf einem Fußballplatz erneut zu antisemitischen Übergriffen gegen Spieler des TuS Makkabi gekommen sein. Innensenatorin Spranger reagiert."
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
stoffel85, Tuesday, 17.12.2024, 18:15 (vor 423 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Mich freut es sehr, dass Jüdinnen und Juden sich im W-Stadion(umfeld) sicher und mit offenen Armen empfangen fühlen.
Wundern sollten solche Aussagen jedoch keinen. Hier zeigt sich dann mal wieder die tolle Seite des Fußballs und des Fanseins (Dass es auch Ausnahmen gibt, ist mir durchaus bewusst).
In allen anderen gesellschaftlichen Bereichen sind „wir“ ja noch nicht soweit jüdisches Leben und Kultur wirksam zu schützen. Absoluter Wahnsinn.
Anyway, danke an den Verfasser des Artikels.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
chief wiggum, im schönen Münsterland, Tuesday, 17.12.2024, 20:49 (vor 423 Tagen) @ stoffel85
Umso mehr sollten einige BVB-Fans die Freundschaft zu den Fans von Celtic überdenken. Wie propalästinensisch und zum Teil offen antisemitisch sich große Teile der Celtic-Ultras sich gezeigt haben, fand ich erschreckend.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
alexey83, Dortmund, Dienstag, 17.12.2024, 21:21 (vor 423 Tagen) @ chief wiggum
Umso mehr sollten einige BVB-Fans die Freundschaft zu den Fans von Celtic überdenken. Wie propalästinensisch und zum Teil offen antisemitisch sich große Teile der Celtic-Ultras sich gezeigt haben, fand ich erschreckend.
Gibt es aber überhaupt noch eine Freundschaft mit den Celtic Fans? Und vor allem Ultras?
Aber hast sonst natürlich Recht. St. Pauli Ultras haben ja deswegen den Kontakt zu Celtic abgebrochen.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
Mob-Jenson, Siegen, Mittwoch, 18.12.2024, 09:36 (vor 422 Tagen) @ alexey83
Umso mehr sollten einige BVB-Fans die Freundschaft zu den Fans von Celtic überdenken. Wie propalästinensisch und zum Teil offen antisemitisch sich große Teile der Celtic-Ultras sich gezeigt haben, fand ich erschreckend.
Gibt es aber überhaupt noch eine Freundschaft mit den Celtic Fans? Und vor allem Ultras?Aber hast sonst natürlich Recht. St. Pauli Ultras haben ja deswegen den Kontakt zu Celtic abgebrochen.
Ist das so? Dort gibt´s doch auch haufenweise Pro-Palästina Bekundungen.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
alexey83, Dortmund, Mittwoch, 18.12.2024, 16:05 (vor 422 Tagen) @ Mob-Jenson
.
Ist das so? Dort gibt´s doch auch haufenweise Pro-Palästina Bekundungen.
Wo denn dort? Meinst du vielleicht nur die Stadt Hamburg?
https://millernton.de/2024/10/20/celtic-fc-st-pauli-israel-palaestina/
Hier was zum Verhältnis zwischen Celtic und St. Pauli Fans.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
simie, Krefeld, Mittwoch, 18.12.2024, 11:49 (vor 422 Tagen) @ Mob-Jenson
Und was ist jetzt das Problem an Pro-Palästina Bekundungen? Das ist im übrigen sogar die Haltung der deutschen Regierung.
Aber für einige ist wahrscheinlich schon das Eintreten für eine Zwei Staatenlösung antisemitisch.
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Ulrich, Mittwoch, 18.12.2024, 09:45 (vor 422 Tagen) @ Mob-Jenson
Umso mehr sollten einige BVB-Fans die Freundschaft zu den Fans von Celtic überdenken. Wie propalästinensisch und zum Teil offen antisemitisch sich große Teile der Celtic-Ultras sich gezeigt haben, fand ich erschreckend.
Gibt es aber überhaupt noch eine Freundschaft mit den Celtic Fans? Und vor allem Ultras?Aber hast sonst natürlich Recht. St. Pauli Ultras haben ja deswegen den Kontakt zu Celtic abgebrochen.
Ist das so? Dort gibt´s doch auch haufenweise Pro-Palästina Bekundungen.
Sicher?
An der Fassade der Roten Flora jedenfalls hing nach den Morden der Hamas ein Banner "Free Gaza from Hamas!".
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
Mob-Jenson, Siegen, Mittwoch, 18.12.2024, 11:32 (vor 422 Tagen) @ Ulrich
Umso mehr sollten einige BVB-Fans die Freundschaft zu den Fans von Celtic überdenken. Wie propalästinensisch und zum Teil offen antisemitisch sich große Teile der Celtic-Ultras sich gezeigt haben, fand ich erschreckend.
Gibt es aber überhaupt noch eine Freundschaft mit den Celtic Fans? Und vor allem Ultras?Aber hast sonst natürlich Recht. St. Pauli Ultras haben ja deswegen den Kontakt zu Celtic abgebrochen.
Ist das so? Dort gibt´s doch auch haufenweise Pro-Palästina Bekundungen.
Sicher?An der Fassade der Roten Flora jedenfalls hing nach den Morden der Hamas ein Banner "Free Gaza from Hamas!".
Problem hier: Schwarz-Weiß Denken schlicht unmöglich. Da geht wohl ein Graben durch die Fanszene.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 19.12.2024, 11:18 (vor 421 Tagen) @ Mob-Jenson
Umso mehr sollten einige BVB-Fans die Freundschaft zu den Fans von Celtic überdenken. Wie propalästinensisch und zum Teil offen antisemitisch sich große Teile der Celtic-Ultras sich gezeigt haben, fand ich erschreckend.
Gibt es aber überhaupt noch eine Freundschaft mit den Celtic Fans? Und vor allem Ultras?Aber hast sonst natürlich Recht. St. Pauli Ultras haben ja deswegen den Kontakt zu Celtic abgebrochen.
Ist das so? Dort gibt´s doch auch haufenweise Pro-Palästina Bekundungen.
Sicher?An der Fassade der Roten Flora jedenfalls hing nach den Morden der Hamas ein Banner "Free Gaza from Hamas!".
Problem hier: Schwarz-Weiß Denken schlicht unmöglich. Da geht wohl ein Graben durch die Fanszene.
Zumal die Fanszene ja nicht deckungsgleich mit linken Strömungen in der Stadt ist. Hamburg hat so eine große linke Szene, da wird es kaum eine einheitliche Position geben. Rund um die Positionierung der Flora und das Banner gab es ja auch heftige Konflikte.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
Schreibkraft, Dienstag, 17.12.2024, 23:51 (vor 423 Tagen) @ alexey83
Ich bin selber katholisch, hasse aber Celtic mitlerweile. Die nerven mit ihrem Israelhass, gilt auch für Irland, die sehr antisemitisch unterwegs sind.. Die ganzen Ausflüchte ala "England besetzte uns" machen auch Null Sinn.
Neu auf schwatzgelb.de: Gewalt gegen jüdische Fußballfans: Die Schattenseiten Europas im Fokus
simie, Krefeld, Mittwoch, 18.12.2024, 00:59 (vor 423 Tagen) @ Schreibkraft
, gilt auch für Irland, die sehr antisemitisch unterwegs sind..
Meinst du jetzt den Staat Irland? Wenn ja, dann bist du der Propaganda einer rechtsradikalen Regierung auf dem Leim gegangen.