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Wir jammern viel - über andere (Fußball und Sport allgemein)

McMisch, Donnerstag, 07.11.2024, 08:07 (vor 454 Tagen) @ Basti Van Basten

Zum Beispiel Arbeitslose, die schlafen und aufstehen können, wann sie wollen und sich beschweren, dass das Amt einmal im Monat was von ihnen will oder dass ihre 400 Euro nicht für alles reichen.

Ist es nicht auch so, dass andere über das System schimpfen und darüber meckern, dass „faule Arbeitslose“ zu viel bekommen? Oder sich dafür stark machen, dass es mehr sein muss. Über die Höhe von ALG etc. wird immer gesprochen, klar. Aber allgemein meckern auch viele über den zu netten Sozialstaat. Was ich je nicht teile. Ich kenne auch keine Arbeitslosen, die über nen monatlichen Termin meckern - liest du das häufig? Hast ja hier aucu direkt ein kleines Klischee-Bild gezeichnet vom faulen Langschläfers. Gibt schon ne mehr Gründe und Ursachen für Arbeitslosigkeit, die für die Menschen schwer genug sind.

Die Geringverdiener meckern natürlich zurecht, wenn sie sehen, dass Arbeit manchmal wirklich nur sehr wenig Mehr bedeutet. Aber auch die denken dabei nicht daran, dass Arbeitslosigkeit in wenigen Fällen selbst ausgesucht ist.

Gleiches gilt natürlich auch für Gutverdiener und Reiche. Die finden auch überall Gründe, warum es sie am schlimmsten getroffen hat.

Stimmt. Aber auch über die Reichen wird viel gemeckert. Dass sie eben viel mehr beitragen könnten.

Und dann sehe ich hier täglich Kinder in Mülltonnen klettern um dort nach Essen, Kleidung oder irgendwas mit ein bisschen Wert zu suchen oder Menschen, die jeden Tag 14 Stunden arbeiten und am Ende des Monats mit 500 Euro nach Hause gehen und ihre Familien davon durchbringen müssen. Die hätten Grund zu jammern - die sehe ich aber öfter fröhlich als so manchen Deutschen.

„Öfter fröhlich“ ist jetzt vielleicht übertrieben? Aber ja, sie sind anders vom Alltag gehetzt als gestresste Berufstätige, die sich zudem auch mehr mit der insgesamt schlechten Lage der Welt und des Landes befassen.


Es ist kompliziert. Ich denke auch, dass wir viel jammern und meckern. Sehr viel aber auch über andere, mehr als über unsere eigene private Situation vielleicht. Passt ja auch zu den unten genannten Studien zur Zufriedenheit gerade.


Vergleiche zum oder aus dem Ausland habe ich gar nicht so. Aber man kann schon auch sagen, dass in Deutschland eine Menge sehr schlecht läuft und nicht dem eigenen Anspruch gerecht wird, oder? (Digitale) Infrastruktur, Bildung, Rente fallen mir das allererstes ein. Wir haben ne Menge Baustellen und wenn man sich damit beschäftigt, ist einem oft nach Jammern zu Mute.


Da ist dann auch psychologische Schule nötig, um den Blick auf das Gute und das Machbare und eigene Tätigkeit zu richten. Vielleicht haben andere Gesellschaften da ein optimistischeres Mindset in sich.


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