Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 13:09 (vor 543 Tagen)
Als Borussia Dortmund im Vorfeld des Champions-League-Finals in Wembley im Mai verkündete, dass man den Düsseldorfer Rüstungskonzern als neuen Champion Partner gewinnen konnte, entflammten viele Diskussionen. Nachdem wir zuerst die Kommunikation kritisiert haben, folgt jetzt die Kritik am Engagement selbst.
Danke für den Artikel
uwelito, Wambel forever, Samstag, 24.08.2024, 12:03 (vor 540 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Etwas verspätet, aber noch einmal Danke für den Artikel und auch grundsätzlich für euer Engagement und eure kritischen Gedanken, zu den unterschiedlichsten Themen. Denke da insbesondere auch an die Podcasts.
Speziell auf diese Thematik hier schauen ja nicht nur wir Borussen und Borussinnen, sondern auch Leute von Außen. Phillip Köster schreibt z.B. Folgendes:
„Rheinmetall lieferte früher die Waffen für Hitlers Vernichtungskrieg und beschäftigte Zwangsarbeiter – und hat es fast achtzig Jahre nach Kriegsende immer noch nicht geschafft, die tiefbraunen Flecken auf der Firmengeschichte aufzuarbeiten. Die NS-Jahre werden auf der Unternehmens-Homepage durchgehend verharmlosend rekapituliert, wohlgemerkt von einer Firma, deren Produkte mitgeholfen haben, halb Europa in Schutt und Asche zu legen. Klar ist: Der Umgang mit der eigenen Historie ist ein Lackmustest für die Ethik einer Firma. Rheinmetall versagt hier auf ganzer Linie.“
Quelle (leider Bezahlschranke): https://www.11freunde.de/bundesliga/borussia-dortmund-und-rheinmetall-aki-watzke-in-stahlgewittern-a-49ba7707-8134-4124-ab22-fee90a89ea60?sara_ref=re-so-app-sh
Wurde ja hier auch diskutiert. Aber was sagt der BVB dazu? Bzw. seine „Gremien, die alle für den Deal waren“ (C. Cramer, ORM Podcast).
Es wird immer häufiger versucht - auch hier, auch beim BVB - das Einfließen von Moralprinzipien in unsere Denkprozesse als Moralismus abzutun, zu verunglimpfen oder gar lächerlich zu machen. Der Laberkopf Cramer hat im Podcast ja noch mal gezeigt, wie das geht: „im Moralisieren wäre Deutschland ja schon lange Weltmeister.“ Ab heute Nachmittag werden wieder die üblichen Geschütze aufgefahren werden: kleine aber laute Minderheit, Thematik nicht verstanden, Whataboutism, ohne dies gibt‘s kein das. Ich bin gespannt. Am Ende ist es durchaus denkbar, dass Rheinmetall auf eine ganz andere Art in die öffentliche Aufmerksamkeit geraten wird, als man sich das eigentlich vorgestellt hatte.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
SpielDesJahrhunderts, Karlsruhe, Donnerstag, 22.08.2024, 19:20 (vor 542 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Und es tut unendlich weg, das schreiben zu müssen.
Inwieweit die Proteste innerhalb des. Stadions rechtmäßig sind, muss der BVB festlegen.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Lordran, Freitag, 23.08.2024, 06:42 (vor 541 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts
Genau. Bloß keine eigenen Meinungen bilden, sondern immer brav nachplappern was der Fernseher sagt. Demokratie 2024.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Argyle, Köln, Freitag, 23.08.2024, 11:03 (vor 541 Tagen) @ Lordran
Genau. Bloß keine eigenen Meinungen bilden, sondern immer brav nachplappern was der Fernseher sagt. Demokratie 2024.
Macht dir Geisterfahren eigentlich Spaß?
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
markus93, Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 06:32 (vor 541 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts
Dein Post kann man wirklich exemplarisch für die politische Entwicklung in Deutschland bzw auch Europa- oder Weltweit sehen. Bloß keine Grautöne zulassen es gibt nur Schwarz oder weiß, wer anderer Meinung ist wird defamiert, als Linksgrün-Versifft oder eben Nazi.
Was hat dieser Deal eigentlich genau mit den Waffenlieferungen in die Ukraine zu tun? Werden diese sofort gestoppt sobald der BVB das Sponsoring doch kündigen sollte?
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Ulrich, Donnerstag, 22.08.2024, 22:49 (vor 542 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Und es tut unendlich weg, das schreiben zu müssen.
Inwieweit die Proteste innerhalb des. Stadions rechtmäßig sind, muss der BVB festlegen.
Geht es eventuell auch ein ganz klein wenig kleiner?
Was wäre, wenn jemand fragen würde, ob das an den BVB fließende Geld nicht besser bei der Ukraine aufgehoben wäre?
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 22.08.2024, 22:55 (vor 542 Tagen) @ Ulrich
Das erinnert an Barca-Unicef. Ein tolles Sponsoring.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Diabolus, BRV / Block 38, Freitag, 23.08.2024, 06:16 (vor 541 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch
Da hat aber Barcelona an Unicef bezahlt, anstatt Geld zu bekommen, soweit ich das in Erinnerung habe.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
markus93, Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 06:26 (vor 541 Tagen) @ Diabolus
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Sascha, Dortmund, Freitag, 23.08.2024, 07:39 (vor 541 Tagen) @ markus93
War aber auch nur der Türöffner, um den Fans eine Trikotwerbung zu verkaufen. Vorher war die Brust blank, weil man sich als "katalanische Nationalmannschaft" verstanden hat und Nationalmannschaften keine Werbung auf der Brust haben.
Danach hat man den Platz ganz normal weiterverkauft. War also eine Art Anschubinvestition.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
markus93, Sauerland, Freitag, 23.08.2024, 12:31 (vor 541 Tagen) @ Sascha
Völlig egal, die gute Sache mit UNICEF bleibt und die ist viel relevanter als irgendeine Fanromantik von der rational betrachtet niemand etwas hat.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
Sascha, Dortmund, Freitag, 23.08.2024, 12:55 (vor 541 Tagen) @ markus93
Ging mir nur um die Darstellung insgesamt. Das Wort "Fanromantik" passt auch nicht wirklich. Das war das Selbstverständnis des FC Barcelona und von daher war das eher ein bewusster Paradigmenwechsel.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 22.08.2024, 22:45 (vor 542 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts
Müssten nicht Fans anderer Bundesligavereine auch in den Knast geworfen werden, wenn sie sich bisher nicht positiv zu dem neuen Sponsor beim BVB geäußert haben? Ihr Schweigen ist doch sicherlich auch strafbar! Und überhaupt.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
majae, Muc, Freitag, 23.08.2024, 13:34 (vor 541 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch
Müssten nicht Fans anderer Bundesligavereine auch in den Knast geworfen werden, wenn sie sich bisher nicht positiv zu dem neuen Sponsor beim BVB geäußert haben? Ihr Schweigen ist doch sicherlich auch strafbar! Und überhaupt.
Auspeitschen sollte man all diejenigen, die nicht meine Meinung von Demokratieverteidung teilen.
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
polyhistor, Donnerstag, 22.08.2024, 22:02 (vor 542 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts
Sehe ich genau so!
Wer den Protest gegen Rheinmetall mitträgt, betreibt das Geschäft der russischen Kriegsverbrecher und verhöhnt die zivilen Opfer in der Ukr.
17, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 21:43 (vor 542 Tagen) @ SpielDesJahrhunderts
Du hast den Artikel gelesen?
Anscheinend nicht.
Setzen! 6!
Rheinmetall vs. Stargames
MirkoWSG, Donnerstag, 22.08.2024, 07:30 (vor 542 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Mir ist Rheinmetall als Champions-Partner deutlich lieber als ein Unternehmen wie Stargames.
Rheinmetall schafft wenigstens Arbeitsplätze und erzeugt reichlich Steuereinnahmen, Stargames sitzt im Steuerparadies Malta, entsprechend gering dürfte der Mehrwert für unsere Gesellschaft sein.
Gewinne versickern in Steueroasen, Folgekosten wie Privatinsolvenzen durch Spielsucht trägt die Allgemeinheit.
Rheinmetall vs. Stargames
Fonzie, Münster, Donnerstag, 22.08.2024, 11:01 (vor 542 Tagen) @ MirkoWSG
Mir ist Rheinmetall als Champions-Partner deutlich lieber als ein Unternehmen wie Stargames.
Rheinmetall schafft wenigstens Arbeitsplätze und erzeugt reichlich Steuereinnahmen, Stargames sitzt im Steuerparadies Malta, entsprechend gering dürfte der Mehrwert für unsere Gesellschaft sein.
Gewinne versickern in Steueroasen, Folgekosten wie Privatinsolvenzen durch Spielsucht trägt die Allgemeinheit.
Da gehe ich mit, auch wenn das für mich eher die Ebene "mir ist ein grippaler Infekt lieber als eine Lungenentzündung" ist.
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
el_ayudante, Dortmund-Süd, Donnerstag, 22.08.2024, 11:17 (vor 542 Tagen) @ Fonzie
Mir ist Rheinmetall als Champions-Partner deutlich lieber als ein Unternehmen wie Stargames.
Rheinmetall schafft wenigstens Arbeitsplätze und erzeugt reichlich Steuereinnahmen, Stargames sitzt im Steuerparadies Malta, entsprechend gering dürfte der Mehrwert für unsere Gesellschaft sein.
Gewinne versickern in Steueroasen, Folgekosten wie Privatinsolvenzen durch Spielsucht trägt die Allgemeinheit.
Da gehe ich mit, auch wenn das für mich eher die Ebene "mir ist ein grippaler Infekt lieber als eine Lungenentzündung" ist.
Wenn wir schon in der Güllegrube wühlen, dann schmeiß ich das Pack der Wettanbieter mal noch mit rein.
Und nutze die Chance auf das Bündniss gegen Sportwettenwerbung zu verweisen:
buendnis-gegen-sportwettenwerbung.de
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
markus, Freitag, 23.08.2024, 22:05 (vor 541 Tagen) @ el_ayudante
Mir ist Rheinmetall als Champions-Partner deutlich lieber als ein Unternehmen wie Stargames.
Rheinmetall schafft wenigstens Arbeitsplätze und erzeugt reichlich Steuereinnahmen, Stargames sitzt im Steuerparadies Malta, entsprechend gering dürfte der Mehrwert für unsere Gesellschaft sein.
Gewinne versickern in Steueroasen, Folgekosten wie Privatinsolvenzen durch Spielsucht trägt die Allgemeinheit.
Da gehe ich mit, auch wenn das für mich eher die Ebene "mir ist ein grippaler Infekt lieber als eine Lungenentzündung" ist.
Wenn wir schon in der Güllegrube wühlen, dann schmeiß ich das Pack der Wettanbieter mal noch mit rein.Und nutze die Chance auf das Bündniss gegen Sportwettenwerbung zu verweisen:
buendnis-gegen-sportwettenwerbung.de
Am Ende ist jeder aber auch selbst für sich verantwortlich. Die meisten Spieler sind nicht süchtig. Für sie ist es ein zusätzlicher Kick und ein anderes mitfiebern, wenn es um ein paar wenige Euro geht. Werbung machen dürfte mit zum Grundrecht am ausgeübten Gewerbebetrieb gehören. Ein Verbot muss verhältnismäßig sein. Aktionismus und Regelungswut, weil wieder jemand meint die Welt ein bißchen besser machen zu wollen, davon halte ich nichts. Denn dann müssten ganz viele andere Dinge auch eingeschränkt werden. Sowas muss in der Eigenverantwortung bleiben. Das ist kein Corona, wo man nicht nur sich selbst sondern darüber hinaus auch andere schädigen würde.
Ich selbst spiele nicht. Mir bereitet das keine Freude, da ich die dahinter liegende mathematische Formel verstehe, mit der man dauerhaft nicht gewinnen kann. Es wird anderen aber um das intensivere mitfiebern gehen. Und das ist dann okay.
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
MauriciusQ, Hamburg, Donnerstag, 22.08.2024, 12:43 (vor 542 Tagen) @ el_ayudante
Mir ist Rheinmetall als Champions-Partner deutlich lieber als ein Unternehmen wie Stargames.
Rheinmetall schafft wenigstens Arbeitsplätze und erzeugt reichlich Steuereinnahmen, Stargames sitzt im Steuerparadies Malta, entsprechend gering dürfte der Mehrwert für unsere Gesellschaft sein.
Gewinne versickern in Steueroasen, Folgekosten wie Privatinsolvenzen durch Spielsucht trägt die Allgemeinheit.
Da gehe ich mit, auch wenn das für mich eher die Ebene "mir ist ein grippaler Infekt lieber als eine Lungenentzündung" ist.
Wenn wir schon in der Güllegrube wühlen, dann schmeiß ich das Pack der Wettanbieter mal noch mit rein.Und nutze die Chance auf das Bündniss gegen Sportwettenwerbung zu verweisen:
buendnis-gegen-sportwettenwerbung.de
Diese deutsche Abneigung gegen Wetten konnte ich noch nie nachvollziehen
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
el_ayudante, Dortmund-Süd, Donnerstag, 22.08.2024, 14:14 (vor 542 Tagen) @ MauriciusQ
Diese deutsche Abneigung gegen Wetten konnte ich noch nie nachvollziehen
Meine Abneigung beruht auf einer massiv hohen Zahl Suchtkranker und dem daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Schaden.
Mags du gerne anders sehen, ich lehne es ab.
Und eine Anmerkung: ich finde die deutsche Abneigung im Vergleich zur britischen Abneigung noch recht moderat. Dort gibt es auch mehrere Kampagnen die mehr Öffentlichkeit erhalten, als es in Deutschland der Fall ist. Das Suchtproblem ist auch drüben sehr ausgeprägt, wenn nicht sogar größer (finde hierzu keine validen Zahlen, zumal beide natürlich auch mit einer immens hohen Dunkelziffer belastet sind).
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
MauriciusQ, Hamburg, Freitag, 23.08.2024, 18:14 (vor 541 Tagen) @ el_ayudante
Diese deutsche Abneigung gegen Wetten konnte ich noch nie nachvollziehen
Meine Abneigung beruht auf einer massiv hohen Zahl Suchtkranker und dem daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Schaden.Mags du gerne anders sehen, ich lehne es ab.
Und eine Anmerkung: ich finde die deutsche Abneigung im Vergleich zur britischen Abneigung noch recht moderat. Dort gibt es auch mehrere Kampagnen die mehr Öffentlichkeit erhalten, als es in Deutschland der Fall ist. Das Suchtproblem ist auch drüben sehr ausgeprägt, wenn nicht sogar größer (finde hierzu keine validen Zahlen, zumal beide natürlich auch mit einer immens hohen Dunkelziffer belastet sind).
Wetten ist in England aber auch gleichzeitig viel akzeptierter
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
Kayldall, Luxemburg, Donnerstag, 22.08.2024, 16:25 (vor 542 Tagen) @ el_ayudante
Generell bin ich eher bei deiner Meinung, weil ich auch eine hohe Suchtgefahr darin sehe. Nun hängt das natürlich auch immer von der Einstellung eines jeden Menschen ab, wie man das sieht.
Ich sehe das ja schon bei den Streamern, da gibt es Leute die könnten viel Geld mit Werbung für Wettanbieter oder Poker machen, aber sie nehmen diese Werbepartner nicht an, weil sie sich ihrer Verantwortung bewußt sind und einsehen, dass nicht alle Menschen sich vor sich selbst schützen können und sie keinen ihrer Follower in eine Sucht treiben wollen. Andere nehmen das Geld, machen die Werbung und warnen aber jedesmal davor, dass die Leute vorsichtig sein sollen und nur mit so viel Geld spielen sollen, wie sie sich es leisten können(am besten einen Betrag festlegen auf den man ohne Probleme auch verzichten kann und diesen dann nicht überschreiten). Diese Leute sind sich ihrer Verantwortung auch bewußt, aber sind weniger restriktiv oder streng und hoffen auf die Vernunft der einzelnen Leute. Dann gibt es natürlich noch die dritte Gruppe der Skrupellosen, die einfach nur das Geld nehmen, weil es zu ihrem Vorteil ist und werben ohne vor den Gefahren zu warnen, weil ihnen die anderen Leute dann auch egal sind. Das wäre dann die einzige Gruppe, wo ich ein Problem mit habe.
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
Argead, Donnerstag, 22.08.2024, 13:19 (vor 542 Tagen) @ MauriciusQ
Man, du hast es aber echt mit deinem "typisch deutsch"
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
Blarry, Essen, Donnerstag, 22.08.2024, 16:33 (vor 542 Tagen) @ Argead
Was witzig ist, wenn es von einer der Premiumkartoffeln des 22. Jahrhunderts kommt.
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
Weeman, Hinterm Knauber, Donnerstag, 22.08.2024, 13:01 (vor 542 Tagen) @ MauriciusQ
Diese deutsche Abneigung gegen Wetten konnte ich noch nie nachvollziehen
Welche Abneigung? Über ne Millionen sind spielsüchtig und ca. 3.5 Millionen auf einem guten Weg dahin.
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
MauriciusQ, Hamburg, Freitag, 23.08.2024, 18:13 (vor 541 Tagen) @ Weeman
Diese deutsche Abneigung gegen Wetten konnte ich noch nie nachvollziehen
Welche Abneigung? Über ne Millionen sind spielsüchtig und ca. 3.5 Millionen auf einem guten Weg dahin.
Ja. Aber Wetten ist in Deutschland total negativ konnotiert.
Wenn Du in England im Grand National nicht wettest, bist Du ein Niemand.
Rheinmetall vs. Stargames vs. Wettanbieter
Giog, Mittelhessen, Freitag, 23.08.2024, 20:45 (vor 541 Tagen) @ MauriciusQ
Diese deutsche Abneigung gegen Wetten konnte ich noch nie nachvollziehen
Welche Abneigung? Über ne Millionen sind spielsüchtig und ca. 3.5 Millionen auf einem guten Weg dahin.
Ja. Aber Wetten ist in Deutschland total negativ konnotiert.Wenn Du in England im Grand National nicht wettest, bist Du ein Niemand.
Starkes Argument
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Jurist, Donnerstag, 22.08.2024, 06:46 (vor 542 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Wir hören Euch! Ihr lehnt das Sponsoring ab und habt dafür einige Gründe - manche die geteilt werden, manche die hinterfragt werden, manche die abgelehnt werden.
Also so wie in jeder Diskussion. Und wie in jeder Diskussion bleibt man auf einem abstrakten, weil einfachen Level: ich will das oder ich will das nicht.
Aber was ist der Trade Off- was könnt Ihr stattdessen bieten? Wozu seid Ihr bereit, fehlende Einnahmen zu kompensieren? Worauf seid Ihr bereit zu verzichten, um das fehlende Sponsoring zu kompensieren?
Höhere Eintrittspreise? Höhere Gastropreise im Stadion? Geringere Wettbewerbsfähigkeit? Euroleague statt Champions League?
Ohne diesen Kontext ist die Forderung wie in den meisten Klima- und Haushaltsdebatten: Leicht dahinter versammelbar, aber der Realität entrückt.
Ehrlich?
Davja89, Freitag, 23.08.2024, 07:04 (vor 541 Tagen) @ Jurist
SPORTLICHER Erfolg in einem gewissen Maße.
Bin ich auch gerne Meister? Natürlich.
Hätte ich das Ding in Wembley gerne mitgenommen? Selbstverständlich.
Hätte ich weniger Spass am Fussball/Borussia wenn wir halt statt Dauer-Abo Zweiter eben regelmäßig irgendwo zwischen 2 und 6 abschließen? Nö.
Zur Wahrheit gehört doch das der BVB auch ohne ein paar zweifelhafte Deals keinen Freiburg Rahmen hätte sondern national immer noch zu den TOP4 gehören würde. Europäisch irgendwo im Bereich Top25.
Wenn du dann keine komplett Blinden in der sportlich Leitung hast, müsste das trotzdem noch für ansehnlich Fussball und eventuell sogar alle 10 Jahre mal zu einem Titel reichen.
Damit könnte ich sehr gut leben.
Bin kein kompletter Romantiker. Natürlich musst du irgendwo auch die Kohle mitnehmen. Bloss mag ich es nicht das wirklich jeder Euro als komplett Alternativlos dargestellt wird.
Wenn wir 10 Mio im Jahr weniger hätten, sind wir trotzdem noch nicht der SV Meppen.
Ehrlich? Ja!
Jurist, Freitag, 23.08.2024, 07:17 (vor 541 Tagen) @ Davja89
Nein, aber es geht im Leben immer um Wahrscheinlichkeiten. Machen zusätzliche 10 Mio. € den Erfolg des BVB wahrscheinlicher? Die Antwort ist klar.
Auf der Gegenseite stellt sich die Frage: wiegen die negativen Konsequenzen den Wettbewerbsvorteil auf. Und da haben wir hier unterschiedliche Ansichten.
Und ich wollte nur auf den Punkt hinweisen, dass wir uns die Betrachtung nicht zu leicht machen dürfen und die Abwägung außer Ansatz lassen.
Ehrlich? Ja!
nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 23.08.2024, 09:26 (vor 541 Tagen) @ Jurist
Machen zusätzliche 10 Mio. € den Erfolg des BVB wahrscheinlicher? Die Antwort ist klar.
Dir vielleicht. Wenn man dank der zusätzlichen 10 Mio allerdings denkt, ein großartiges Geschäft wie mit dem nebenberuflichen Prediger abschließen zu können, wäre es sicher besser gewesen, die 10 Mio nicht gehabt zu haben.
Ehrlich? Ja!
Jurist, Freitag, 23.08.2024, 15:17 (vor 541 Tagen) @ nico36de
Wenn Du den Rest meines Beitrags gelesen hättest, hättest Du gesehen, dass in Schritt 2 die Abwägung zwischen den widerstreitenden Interessen erfolgt.
Gar nichts.
Hatebreed, Donnerstag, 22.08.2024, 16:28 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Es ist genug Geld da.
Rheinmetall hat keinen Sponsor ersetzt, es ist ein kompletter Neuabschluss. Es ist also zusätzliches Geld, was reinkommt. Verzichten muss keiner auf irgendetwas. Noch nichtmal Spieler auf ihre unverdient hohen Gehälter.
Vielleicht einfach auf die letzte Million verzichten und einen "sauberen" Champions Sponsor nehmen, der weniger spaltet und weniger Angriffsfläche auf so vielen Ebenen bietet.
--
Block 24
Falsche Denkweise
markus, Donnerstag, 22.08.2024, 17:56 (vor 542 Tagen) @ Hatebreed
Es ist genug Geld da.
Ist tatsächlich genug Geld da, wenn wir trotz CL Finale im Vergleich zu Bayern nur sehr begrenzt auf dem Transfermarkt agieren können? Diese Stimmen gab es in den letzten Wochen ja.
Rheinmetall hat keinen Sponsor ersetzt, es ist ein kompletter Neuabschluss. Es ist also zusätzliches Geld, was reinkommt. Verzichten muss keiner auf irgendetwas. Noch nichtmal Spieler auf ihre unverdient hohen Gehälter.
Ja, es ist zusätzliches Geld im Vergleich zu vorher. Aber es ist faktisch egal wie herum man das betrachtet. Es geht um x Millionen haben oder nicht haben. Insofern sind die Fragen berechtigt. Einige verweisen gerne auf Gladbach, die ein Sponsoring mit Rheinmetall abgelehnt haben. Aber würdet ihr auch den sportlichen (Miss-)Erfolg von Gladbach übernehmen wollen? Der Punkt ist doch: Sportlicher Erfolg und Einnahmen hängen zusammen.
Vielleicht einfach auf die letzte Million verzichten und einen "sauberen" Champions Sponsor nehmen, der weniger spaltet und weniger Angriffsfläche auf so vielen Ebenen bietet.
Den kann man ja zusätzlich nehmen. Oder sind die Plätze der Champions Partner begrenzt und jetzt ausgeschöpft? Denn nur dann entsteht ein entweder, oder Szenario.
Und für das spalten sind wir ja auch selbst verantwortlich, indem wir dieses Fass aufgemacht haben. Da muss man sich schon entscheiden. Entweder wir halten die Diskussion für so wichtig, dass wir sie führen. Dann muss man allerdings damit leben, dass viele andere Fans (möglicherweise sogar die meisten) eine andere Meinung haben. Oder aber wir haben die oberste Prämisse, dass wir uns nicht spalten lassen wollen. Dann darf ich das Fass nicht aufmachen oder ausschließlich Themen aufgreifen, bei denen ein sehr breiter Konsens gesichert wäre.
Vielleicht ist das aber auch gar nicht so dramatisch. Lassen wir uns damit spalten? Oder halten wir das nicht locker aus und unterstützen danach wieder zusammen den Verein?
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 22.08.2024, 15:30 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Wir hören Euch! Ihr lehnt das Sponsoring ab und habt dafür einige Gründe - manche die geteilt werden, manche die hinterfragt werden, manche die abgelehnt werden.
Also so wie in jeder Diskussion. Und wie in jeder Diskussion bleibt man auf einem abstrakten, weil einfachen Level: ich will das oder ich will das nicht.
Aber was ist der Trade Off- was könnt Ihr stattdessen bieten? Wozu seid Ihr bereit, fehlende Einnahmen zu kompensieren? Worauf seid Ihr bereit zu verzichten, um das fehlende Sponsoring zu kompensieren?
Höhere Eintrittspreise? Höhere Gastropreise im Stadion? Geringere Wettbewerbsfähigkeit? Euroleague statt Champions League?
Ohne diesen Kontext ist die Forderung wie in den meisten Klima- und Haushaltsdebatten: Leicht dahinter versammelbar, aber der Realität entrückt.
Genug Geld ist da, es muss nur effizienter eingesetzt werden.
Kommt mir in der Diskussion zu häufig
fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 08:11 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Aber was ist der Trade Off- was könnt Ihr stattdessen bieten? Wozu seid Ihr bereit, fehlende Einnahmen zu kompensieren? Worauf seid Ihr bereit zu verzichten, um das fehlende Sponsoring zu kompensieren?
Das wird nun viel zu häufig zurück gefragt. Ständig dieser gleiche Quark, wenn man die Entwicklungen im Fußball kritisiert.
Ich wünsche mir einen anderen Fußball. Es muss niemand so viel verdienen, wie Fußballer. Wenn einige meinen, das sei so, dann müssen die sich über solche Fragen Gedanken machen. Ich aber noch nicht. Was habe ich damit zu tun?
Ohne diesen Kontext ist die Forderung wie in den meisten Klima- und Haushaltsdebatten: Leicht dahinter versammelbar, aber der Realität entrückt.
Der Vergleich hinkt. Christian Lindner sagt zu allem 'Nein' und bringt Arbeitsplätze und Klima in Gefahr. Hier aber gerät nichts in Gefahr, wenn ich sage, ich halte den Deal für falsch und der BVB macht dadurch weniger Umsatz.
Kommt mir in der Diskussion zu häufig
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 09:29 (vor 542 Tagen) @ fabian 1909
Ernstgemeinte Frage:
Woher kommt eigentlich der Gedanke, man selbst könnte besser wissen, wie viel andere verdienen dürfen?
Kommt mir in der Diskussion zu häufig
Fonzie, Münster, Donnerstag, 22.08.2024, 10:59 (vor 542 Tagen) @ MarcBVB
Woher kommt eigentlich der Gedanke, man selbst könnte besser wissen, wie viel andere verdienen dürfen?
Es ist mir egal, wie viel Fußballer verdienen.
Die Argumentation damit finde ich an dieser Stelle aber eben falsch, weil da eine Zwangsläufigkeit suggeriert wird. Der Rheinmetall-Deal ist, wenn ich das richtig im Kopf habe weniger als 2% unseres Umsatzes. Man hätte folgende Optionen:
- Man macht den Deal.
- Man hat 2% weniger Umsatz und gleicht das durch Preiserhöhungen o.ä. aus.
- Man sucht einen anderen Sponsor, der ähnlich viel zahlt.
- Man hat 2% weniger Umsatz und spart das ein, z.B. bei den Kaderkosten.
Stattdessen wird eine Alternativlosigkeit dargestellt, oder es wird suggeriert, es gäbe nur die ersten beiden Optionen.
Mich persönlich stört RM sogar weniger als einige andere Sponsoren. Was mich an dem Deal massiv stört sind die folgenden zwei Punkte:
- Statt zu sagen "Wir möchten Geld und Waffen laufen aktuell gut, weswegen RM Geld hat" wird da die ganz große Rhetorik von der gesellschaftlichen Verantwortung aufgefahren, so als wäre der Deal für beide Beteiligten ein Service für die Weltbevölkerung, den sie selbstlos leisten.
- Es wurde ohne Not ein Miteinbezug und die Unterstützung der Fans suggeriert, der so nicht stattgefunden hat. Für einen Verein, dessen Markenkern letztlich die Fans sind, ist das eine absolute Schande.
Kommt mir in der Diskussion zu häufig
Jurist, Donnerstag, 22.08.2024, 12:26 (vor 542 Tagen) @ Fonzie
Genau das ist die Diskussion, die ich als fehlen angeprangert habe:
Worauf sind wir bereit zu verzichten? Was für Eingeständnisse sind wir bereit zu machen?
Die Idee von Sascha „wenn die nicht 10 Mio. € zahlen, stehen andere Schlange“ ist recht blumig, dürfte einer kritischen Prüfung aber nicht Stand halten. Auf wie viele Champions Partner (Anzahl, nicht Branchen) ist das Sponsoring begrenzt? Gar nicht? Achso, dann gibt es also keinen alternativen Champions Partner.
Es fehlen uns also 10 Mio. €. Was machen wir, um das zu kompensieren? Kein Beier, höherer Eintritt,kein Trainingsplatz für die Damen?
Ich verstehe, dass man sich als Gegner des Sponsorings dieser Diskussion verschließen möchte. Damit offenbart man aber, dass man als ernsthafter Diskutant für die Verantwortlichen nicht taugt. Deswegen wird man informiert und nicht gefragt, ob man den Deal abschließt.
Kommt mir in der Diskussion zu häufig
Fonzie, Münster, Donnerstag, 22.08.2024, 18:43 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Ich kann nachvollziehen, was dich stört und mich stört in vielen Diskussionen auch, wenn Dinge zu einseitig gesehen werden. Es geht hier, wie in vielen Themen um Graubereiche und man kann durchaus zu unterschiedlichen Schlüssen kommen.
Von Seiten des Vereins erwarte ich sowohl bei der Entscheidungsfindung als auch bei offizieller Kommunikation darüber aber einfach mehr, als bei einer Diskussion unter uns Fans hier im Forum. Und da hat man sich in diesem Fall absolut nicht mit Ruhm bekleckert. Wenn man die Fans aus den von dir genannten Gründen nicht fragen, sondern nur informieren möchte, ist das eine Sache. Wenn man hinterher aber einen anderen Prozess und Zustimmung der Fans suggeriert, ist das eine ganz andere. Darum geht es mir bei der Kritik.
Kommt mir in der Diskussion zu häufig
ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Donnerstag, 22.08.2024, 10:22 (vor 542 Tagen) @ MarcBVB
Ernstgemeinte Frage:
Woher kommt eigentlich der Gedanke, man selbst könnte besser wissen, wie viel andere verdienen dürfen?
Ernstgemeinte Antwort:
"Dürfen" ist definitiv der falsche Begriff. Solange sich jemand findet, der bereit ist, jemand anderes freiwillig viel Geld zu bezahlen, ist dies doch toll und entsprechend angemessen. Wenn also auf den Fußball bezogen z.B. in Russl-äh-Chi-àh-Saudi-Arabien eine neue Liga aufgemacht wird, müssen die angeworbenen Spieler auch angemessen entlohnt werden und "dürfen" den Zahlenden auch jede Summe aus dem Kreuz leiern, die diese zu zahlen bereit sind.
Mit einem "das DARF doch nicht wahr sein" ist meist eher das Unverständnis darüber gemeint, dass es jemand gibt, der Summe x für Produkt/Leistung y ausgibt. Glaube nicht, dass irgendwer Ernstzunehmendes tatsächliche Ge-/Verbote erwägt.
Die Bewertung, ob eine Bezahlung angemessen ist, trifft aber nunmal jeder einzelne Mensch separat. Hier ist der Begriff "Sollen" mMn eher passend. Zwar steht einem die Entscheidung darüber, was andere verdienen sollen, idR nicht zu (in der Marktwirtschaft jedenfalls), aber eine persönliche Bewertung dessen schon.
Und da das in einer freien Gesellschaft folgenlos für den Einzelnen ist, sehe ich das völlig unkritisch, wenn verschiedene Personen höchst subjektiv und total unterschiedlich über die Angemessenheit anderer Personen Gehalt "urteilen".
Da Dich das Thema häufiger umtreibt: Wo iss Problem?
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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 10:39 (vor 542 Tagen) @ ooohflupptnicht
Ich habe damit keines. Ich sehe das relativ nüchtern. Wenn Fußballer Y Summe X bezahlt wird, fine by me. Ich find's immer nur super, wenn andere sich bemüßigt fühlen, zu sagen, was "zu viel" ist.
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ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Donnerstag, 22.08.2024, 10:51 (vor 542 Tagen) @ MarcBVB
Ich habe damit keines. Ich sehe das relativ nüchtern. Wenn Fußballer Y Summe X bezahlt wird, fine by me. Ich find's immer nur super, wenn andere sich bemüßigt fühlen, zu sagen, was "zu viel" ist.
Da hast Du mich missverstanden bzw. ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich habe schon stark vermutet, dass Du ebenso wie ich kein Problem mit der Höhe der Fußballgehälter hast. Aber den Punkt, dass andere dies anders bewerten, hast Du bereits häufiger kritisiert. Da diese andere Bewertung aber für Fußballer (oder Rechtsanwälte ;-)) doch letztlich belanglos ist, wollte ich Dir (tata) nur "aufzeigen" (Lifecoach ;-)), dass Deine "Beschwerden" darüber auch nicht den Sonnenuntergang am Abend verhindern. Im Thread wurden die Ärzte zitiert, hier aus einem anderen Lied:
"Lass die Leute reden..." ;-)
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fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:31 (vor 542 Tagen) @ MarcBVB
Woher kommt eigentlich der Gedanke, man selbst könnte besser wissen, wie viel andere verdienen dürfen?
Wir wissen doch alle, dass wir uns den Reichtum ein paar weniger gar nicht ewig leisten können. Der Club of Rome sagte es schon 1972.
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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 10:03 (vor 542 Tagen) @ fabian 1909
Woher kommt eigentlich der Gedanke, man selbst könnte besser wissen, wie viel andere verdienen dürfen?
Wir wissen doch alle, dass wir uns den Reichtum ein paar weniger gar nicht ewig leisten können. Der Club of Rome sagte es schon 1972.
Leider stimmte in dem Bericht fast nichts:
Zudem: Was ist denn an Bezahlung eines Fußballprofis "fair" oder "gerecht"? Ist das okay, wenn der im Jahr eine Million verdient? 10? 50?
Ist das fair, wenn der mehr als meinen Stundensatz verdient? Und wer bestimmt eigentlich, was fair ist? Und warum?
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Jurist, Donnerstag, 22.08.2024, 09:37 (vor 542 Tagen) @ fabian 1909
Der Club of Rome ist ein von der Realität widerlegte Haufen Ideologen.
Ist ein bißchen wie die Zeugen Jehovas oder die Sozialisten:
Die Prognose stimmt, das Ergebnis kommt nur ein anderes Mal.
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Eibaueristmeinfreund, Donnerstag, 22.08.2024, 10:59 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Der Club of Rome ist ein von der Realität widerlegte Haufen Ideologen.
Ist ein bißchen wie die Zeugen Jehovas oder die Sozialisten:
Die Prognose stimmt, das Ergebnis kommt nur ein anderes Mal.
Die Kernaussage war doch:
Immer schneller immer mehr wird nicht in alle Ewigkeit gut gehen.
Gut, in der Zeitskala haben sie sich geirrt.
Deshalb ist die Prognoserichtung aber nicht falsch.
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MauriciusQ, Hamburg, Donnerstag, 22.08.2024, 12:45 (vor 542 Tagen) @ Eibaueristmeinfreund
Der Club of Rome ist ein von der Realität widerlegte Haufen Ideologen.
Ist ein bißchen wie die Zeugen Jehovas oder die Sozialisten:
Die Prognose stimmt, das Ergebnis kommt nur ein anderes Mal.
Die Kernaussage war doch:
Immer schneller immer mehr wird nicht in alle Ewigkeit gut gehen.
Gut, in der Zeitskala haben sie sich geirrt.
Deshalb ist die Prognoserichtung aber nicht falsch.
Bis jetzt geht es der Welt aber in fast allen Punkten extrem viel besser als 1972
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Knolli, Donnerstag, 22.08.2024, 08:52 (vor 542 Tagen) @ fabian 1909
Ich wünsche mir einen anderen Fußball. Es muss niemand so viel verdienen, wie Fußballer. Wenn einige meinen, das sei so, dann müssen die sich über solche Fragen Gedanken machen. Ich aber noch nicht. Was habe ich damit zu tun?
Ehrlicherweise sollte dein erster Schritt dann sein, sämtlicher Berichterstattung des Profifußballs zu entfolgen. Denn das einzige, das für das viele Geld im Profifußball verantwortlich ist, ist dessen Reichweite.
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nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.08.2024, 10:00 (vor 542 Tagen) @ Knolli
bearbeitet von nico36de, Donnerstag, 22.08.2024, 10:15
Ganz sicher richtig!
Wenn nicht so viele Menschen bereit wären, jeden Monat unverschämte Beträge abzudrücken, um die Fußballer bei der Arbeit beobachten zu können, sich maximal überteuerte Devotionalien zuzulegen oder sich jeden Dünnpfiff der Balltreter in den asozialen Medien anzusehen, würden die Fußballspieler auch nicht so absurd viel (bzw. nach Juristenmeinung angemessen) verdienen.
Unabhängig davon ist es aber wenig überzeugend, einerseits das Spiel mitzuspielen und sich andererseits über die Entwicklungen zu beklagen.
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Jurist, Donnerstag, 22.08.2024, 08:16 (vor 542 Tagen) @ fabian 1909
Ich höre Dich und habe Sympathie für Deine Wünsche. Aber die sind nunmal das: Wünsche.
Sag mal einem Kobel, Schlotterbeck, Anton, etc., dass sie dankbar sein sollen, dass sie in ihrer Karriere viel mehr verdienen als ihre Ahnen zusammen in einem ganzen Leben., und daher gut auf ein paar Millionen im Jahr verzichten können.
Wenn Du Glück hast, hörst Du noch ein Lachen, bevor sie in Chelsea, Madrid oder Mailand unterzeichnen.
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Ingo, Europa, Donnerstag, 22.08.2024, 11:53 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Ich höre Dich und habe Sympathie für Deine Wünsche. Aber die sind nunmal das: Wünsche.
Sag mal einem Kobel, Schlotterbeck, Anton, etc., dass sie dankbar sein sollen, dass sie in ihrer Karriere viel mehr verdienen als ihre Ahnen zusammen in einem ganzen Leben., und daher gut auf ein paar Millionen im Jahr verzichten können.
Wenn Du Glück hast, hörst Du noch ein Lachen, bevor sie in Chelsea, Madrid oder Mailand unterzeichnen.
Ich schließe mich der Argumentation an, dass die Mindereinnahmen zugunsten eines anderen Sponsors im niedrigen einstelligen Millionenbereich lägen. Gehen wir von 3 Millionen aus, so sprechen wir von ± 0,5% weniger Umsatz.
Wir müssen nicht so tun, als ob die Abwägung um Rheinmetall eine Grundsatzentscheidung für jedes Sponsoring wäre. Es ist ein einmaliger Sonderfall. Und die 0,5% weniger Gehalt findet kein einziger Spielerberater in den Vertragszahlen wider. Mal ganz überspitzt gerechnet.
Ein Gegner des Sponsorings bin ich im Übrigen nicht.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 08:28 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Wir haben einen Umsatz von einer halben Milliarde Euro verkündet. Die Dartstellung, dass der Verbleib von Spielern wie Kobel oder Schlotterbeck von ein bis drei Millionen Mehreinnahmen abhängt, ist doch komplett albern.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 10:23 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Wir haben einen Umsatz von einer halben Milliarde Euro verkündet. Die Dartstellung, dass der Verbleib von Spielern wie Kobel oder Schlotterbeck von ein bis drei Millionen Mehreinnahmen abhängt, ist doch komplett albern.
Wenn man aber bei 30 Stellschrauben jeweils 1 Millionen mehr herausholt, sind wir schon bei 30 Millionen. Ein Geschäftsführer wird im Zweifel genau das machen, bei allen möglichen Stellschrauben ein paar Euro zusätzlich herausholen, damit es am Ende eine nennenswerte Summe ist. Deshalb kostet die Bratwurst 20 Cent mehr, deshalb werden unsere Dauerkarten etwas teurer, deshalb wird ein bescheuerter Ticketautomat aufgestellt, mit dem man sich ein Papierticket ausdrucken kann usw. Das sind alles Dinge, die für sich genommen keinen großen Unterschied machen. Die Gesamtsumme ist es dann aber schon.
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bambam191279, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:37 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Wir haben einen Umsatz von einer halben Milliarde Euro verkündet. Die Dartstellung, dass der Verbleib von Spielern wie Kobel oder Schlotterbeck von ein bis drei Millionen Mehreinnahmen abhängt, ist doch komplett albern.
Naja, in Zeiten in denen Ne Bratwurst und nen Bier im Stadion Round about nen 10er kosten weiss man doch, dass man die Kuh melkt solange es geht.
Als ob man nicht jeden Euro hinterherjagt den man bekommen kann.
Sicherlich "erzählt" der BVB dann mal von dem einen oder anderen verzichteten Euro, aber die gesamte Fussballbranche ist so weit weg von der Realität, dass es mich hier jedes mal aufs neue verwundert dass sich Leute über die Summen und über Konstrukte aufregen.....
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 09:46 (vor 542 Tagen) @ bambam191279
Warum hat dann Gladbach anscheinend dankend verzichtet? Und die hätten das Geld nun wahrlich gut gebrauchen können. Jedenfalls viel dringender als wir. Für uns ist das, machen wir uns nichts vor, im Grunde nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man sieht, was jedes Jahr an Kohle durch den Schornstein gejagt wird. Ich kann mittlerweile jeden verstehen, der sagt "Ist im Grunde auch schon egal...", aber man muss jetzt auch nicht so tun, als hätte jemand dem BVB eine Pistole auf die Brust gesetzt (oder haben die das?) und im Grunde keine andere Wahl gelassen. Man hat fast immer ein Wahl. Das war eine bewusste Entscheidung von der Vereinsführung, bei der wahrscheinlich auch eine politische Gründe eine Rolle gespielt haben.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:59 (vor 542 Tagen) @ Alones
Bei Gladbach ging es um ein Trikotsponsoring und da hat das noch eine ganz andere Dimension. Da dürfte z.B. auch der Ausrüster ein Wörtchen mitsprechen, weil der Aufdruck eines Rüstungsunternehmen auf dem Trikot auch den Absatz beeinflussen dürfte.
Eltern dürften beispielsweise wenig begeistert sein, wenn der Sprössling Werbung für Rheinmetall laufen würde...
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:40 (vor 542 Tagen) @ bambam191279
Wie ich unten schon schrieb, der BVB hat eine Millionen für den Bau einer Gedenkstätte im Israel gespendet. Es ist nun nicht so, dass der BVB alles dem Geld unterordnet.
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 09:51 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Wie ich unten schon schrieb, der BVB hat eine Millionen für den Bau einer Gedenkstätte im Israel gespendet. Es ist nun nicht so, dass der BVB alles dem Geld unterordnet.
Oder das ist auch nur eine reine Marketingmaßnahme, die sich steuerlich wahrscheinlich auch noch ganz gut abschreiben lässt, um das eigene Image aufzupolieren, und von der man sich in Zukunft Mehreinnahmen verspricht. Man muss schon sehr naiv sein, um dieses vermeintliche Wohltätergetue wirklich zu glauben.
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bambam191279, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 10:03 (vor 542 Tagen) @ Alones
Wie ich unten schon schrieb, der BVB hat eine Millionen für den Bau einer Gedenkstätte im Israel gespendet. Es ist nun nicht so, dass der BVB alles dem Geld unterordnet.
Oder das ist auch nur eine reine Marketingmaßnahme, die sich steuerlich wahrscheinlich auch noch ganz gut abschreiben lässt, um das eigene Image aufzupolieren, und von der man sich in Zukunft Mehreinnahmen verspricht. Man muss schon sehr naiv sein, um dieses vermeintliche Wohltätergetue wirklich zu glauben.
Ich gehe dabei tatsächlich davon aus, dass man das "angenehme oder auch die Herzensangelegenheit" mit dem nützlichen verbunden hat.
Wäre man auch schon blöd wenn man das nicht absetzen würde.
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:17 (vor 542 Tagen) @ bambam191279
bearbeitet von Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:33
Ich gehe dabei tatsächlich davon aus, dass man das "angenehme oder auch die Herzensangelegenheit" mit dem nützlichen verbunden hat.
Wäre man auch schon blöd wenn man das nicht absetzen würde.
Kann man ja auch so machen. Dann sollte man aber auch ehrlich sein und dazu stehen. Und natürlich gerät dieses Narrativ irgendwo auch ein bisschen ins Wanken, wenn man öffentlichkeitswirksam gegen Antisemitismus kämpft, dann aber hintenrum Geschäfte mit Unternehmen macht, die keine Probleme damit haben, lupenreine antisemitische Regime mit Waffen zu versorgen. Diese kognitive Dissonanz hat der BVB dabei wahrlich nicht alleine, doch besser wird die Sache dadurch auch nicht.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 11:37 (vor 542 Tagen) @ Alones
Es ist nicht möglich, in einer unmoralischen Welt, moralisch einwandfrei zu leben.
Wenn ich bei einem Unternehmen arbeite, das Zulieferer von Rheinmetall ist, habe ich dann auch keine glaubwürdige antisemitische Einstellung?
Oder wenn ich einen Vebrenner fahre, mit dem ich bei jedem Mal an der Tankstelle ein autokrstisches System unterstütze. Und wenn ich das nicht mache, sondern ein Fahrrad nutze... das Magnesium im Aluminium kommt absolut sicher aus China. Unterstütze ich damit die Unterdrückung der Uiguren?
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 12:26 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Es ist nicht möglich, in einer unmoralischen Welt, moralisch einwandfrei zu leben.
Das verlangt auch niemand. Wer kann das schon von sich aus behaupten? Höchstens Leute, die mit dem ganzen Scheiß abgeschlossen haben und nun als Selbstversorger irgendwo im Wald leben. Und dennoch würde ich argumentieren, dass es schon noch ein paar moralische Abstufungen zwischen Leuten gibt, die Waffen an Regime verkaufen, die am liebsten alle Juden ausrotten würden, oder mir Schuhe von adidas kaufe, obwohl ich weiß, dass die Produktionsbedingungen zumindest in Teilen fragwürdig sind.
Wenn ich bei einem Unternehmen arbeite, das Zulieferer von Rheinmetall ist, habe ich dann auch keine glaubwürdige antisemitische Einstellung?
War jeder im Dritten Reich, der sich irgendwie mit den Nazis arrangiert hat, auch automatisch ein knallharter Antisemit? Oder gab es da auch Leute, die um ihren Lebensunterhalt kämpfen mussten, opportunistisch ohne jegliche Ideologie handelten, oder einfach nur - ohne nachzudenken - Befehle befolgten? Die Wenigsten, die bei Rheinmetall am Band stehen, werden sich denken "Boah geil, wieder ein paar Waffen mehr für Schweineback XY, die Bevölkerungsgruppe XY auslöschen möchte". Aber ob es dort auch gleichzeitig soviele Leute gibt, die beispielsweise einerseits Waffen für Israel bauen und dann hinterher auf "Freiheit für Palästina"-Demonstrationen gehen, würde ich auch mal stark bezweifeln, wenngleich es wahrscheinlich nichts gibt, was es nicht gibt. Und darum geht es doch. Kann jeder moralisch einwandfrei leben? Wahrscheinlich nicht, oder wenn überhaupt nur die Allerwenigsten. Doch hier wird die Heuchelei halt schon stark auf die Spitze getrieben.
Oder wenn ich einen Vebrenner fahre, mit dem ich bei jedem Mal an der Tankstelle ein autokrstisches System unterstütze. Und wenn ich das nicht mache, sondern ein Fahrrad nutze... das Magnesium im Aluminium kommt absolut sicher aus China. Unterstütze ich damit die Unterdrückung der Uiguren?
Ich halte niemanden für einen schlechten Menschen, der einen Verbrenner oder ein Fahrrad mit undurchsichtigen Lieferketten fährt. Doch das ist doch auch hier gar nicht die Frage. Denn bei Rheinmetall stellt sich die Frage nach undurchsichtigen und dubiosen Geschäftspraktiken gar nicht. Es ist gut dokumentiert, was dieser Laden alles auf dem Kerbholz hat - und nicht nur während des Dritten Reiches. Alleine in den letzten 20 bis 30 Jahren hat der Konzern eigentlich keine Sauerein ausgelassen. Und wenn ich dann dennoch zu dem Schluss komme, dass es in Ordnung ist, mit diesen Leuten auf welche Weise auch immer involviert zu sein, obwohl ich das NICHT müsste und in der Öffentlichkeit stets das Gegenteil von meinen eigenen vermeintlichen Werten praktiziere, ja, dann macht mich das vllt. nicht gleich zu einem Antisemiten, aber doch zu einem großen Heuchler.
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Weeman, Hinterm Knauber, Donnerstag, 22.08.2024, 12:51 (vor 542 Tagen) @ Alones
Doch hier wird die Heuchelei halt schon stark auf die Spitze getrieben.
Eigentlich nicht. Und wenn dann schon auch von beiden Seiten.
Für mich hätte es zum Beispiel auch nicht gepasst ein Freundschaftsspiel mit Kiew auszutragen und von Unterstützung für die Ukraine zu sprechen und sich dann einem solchen Deal zu verwehren.
Wir wollen unsere Werte geschützt wissen aber wehe wir machen was mit einem Rüstungsunternehmen?
Was sollen wir machen? Ein neues Rüstungsunternehmen ohne Geschichte gründen?
Weil ohne Waffen geht es leider nicht. Danke Putin an dieser Stelle.
Und sich dieser Notwendigkeit zu verwehren weil man einen anstatt von den restlichen Punkten des Ehrenkodex schützen will ist für mich nun mal einfach nicht logisch.
Vor allem weil der Gewaltverzicht im Ehrenkodex eines Fußballvereins sich wahrscheinlich eher nicht auf geopolitische Notwendigkeiten beziehen dürfte.
Wie schon des häufigeren gesagt. Ich kann verstehen, wenn man es nicht als notwendig ansieht.
Aber hier die Befürworter als amoralische Wesen etc. abzukanzeln ist dann doch drüber.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 13:38 (vor 542 Tagen) @ Weeman
Wie schon des häufigeren gesagt. Ich kann verstehen, wenn man es nicht als notwendig ansieht.
Aber hier die Befürworter als amoralische Wesen etc. abzukanzeln ist dann doch drüber.
Ich habe da ja hier gestern auch angemerkt, dass mir vor allem dieser enge Verbunde mit den Grundwerten (von Borussia Dortmund), aus dem Grundwertekodex, am meisten daran stört.
Es ist eine einseitige Interpreation dessen und im Statement wird ja auch klar gesagt, dass jeder, der es anders einsortiert, die "Werte über Bord wirft".
Das finde ich nicht gut und ein stückweit auch unfair. Bekam darauf aber keine wirkliche Reaktion von irgendwem, der es eben als klaren Verstoß gegen die Werte sieht oder der diesen Aufruf unterstützt.
MFG
Phil
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Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 14:00 (vor 542 Tagen) @ Phil
Um das mal einzuordnen: ich kann deine Kritik jedenfalls dahingehend nachvollziehen, dass es ein sehr abstrakter Vorwurf ist, wenn in der Stellungnahme ein Verstoß gegen die Werte von Borussia Dortmund vorgebracht wird - ob nun als kodifizierte Werte oder als bloße Summe dessen, was der BVB teils durch seine Vertreter für sich in Anspruch nimmt, teils durch sein Engagement in anderen Bereichen zum Ausdruck bringt.
Ich sehe in diesem Vorwurf jedoch eine (zugegeben, sehr knapp auf den Punkt gebrachte) Gesamtbetrachtung des Zustandekommens der Partnerschaft und eben des Partners als solchen.
Wenn z.B. die Art und Weise, wie die Verantwortlichen bei der Bekanntgabe des Deals in Kauf genommen haben, dass der "Fandialog" in der Öffentlichkeit komplett schief dargestellt wird, kritisiert wird, finde ich es auch legitim zu sagen: wir haben uns im Grundwertekodex auf einen gewissen Umgang und eine gewisse Art der Kommunikation miteinander geeinigt und hier seid ihr diesen Ansprüchen nicht gerecht geworden.
Wenn z.B. das Unternehmen Rheinmetall durchaus eine ganze Reihe von kritikwürdigen Punkten und Geschäftsgebaren aufweist (ob es nun umstrittene Waffengeschäfte oder die Darstellung der NS-Aufarbeitung ist), dann finde ich es legitim zu sagen: wir haben uns in der Satzung der verbindenden Funktion des Sports verschrieben, wir haben im Grundwertekodex ein Plädoyer für Gewaltlosigkeit abgegeben, diese Punkte stehen hiermit im Widerspruch.
Niemand hat dem BVB einen formalen Satzungsverstoß vorgeworfen, aber wenn man die Kommunikation des Deals und das Unternehmen, mit dem eine Partnerschaft eingegangen wurde so kritisch sieht wie die Unterzeichner (und bereits hier haben wir ja schon einen Dissens), dann ist es auch legitim zu sagen, dass man der Meinung ist, dass dieses Gesamtbild nicht mit den Werten von Borussia Dortmund in Einklang zu bringen ist. Natürlich ist das sowohl bei der Frage "Für welche Werte stehen wir eigentlich?" als auch bei der Frage "Steht diese Partnerschaft im Widerspruch zu diesen Werten?" eine Interpretationssache. Dass beide dieser Fragen sehr unterschiedlich beantwortet werden können, zeigen ja die ganzen Diskussionen hier zu den verschiedenen Punkten.
Und davon ab: ich behaupte sehr stark, dass dieser Wertebezug nicht so deutlich hergestellt worden wäre, wenn der BVB selbst nicht das große Werte-Fass aufgemacht hätte.
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Blarry, Essen, Donnerstag, 22.08.2024, 11:50 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Im Falle eines Werbevertrags ist die Äquivalenz aber eher: "laufe ich in einem Journalisten-zersägen-, Uiguren-einsperren- oder Schulen-bombardieren-ist-gut-T-Shirt herum?". Die stillschweigende Duldung der kleinen Bösartigkeiten, die wir jeden Tag unternehmen, ist doch etwas ganz anderes als sich auf den Marktplatz zu stellen und meine Zuneigung zur Seehundebabiestotklopp AG kundzutu und andere anzustacheln, auch deren Produkte und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 11:55 (vor 542 Tagen) @ Blarry
Im Falle eines Werbevertrags ist die Äquivalenz aber eher: "laufe ich in einem Journalisten-zersägen-, Uiguren-einsperren- oder Schulen-bombardieren-ist-gut-T-Shirt herum?". Die stillschweigende Duldung der kleinen Bösartigkeiten, die wir jeden Tag unternehmen, ist doch etwas ganz anderes als sich auf den Marktplatz zu stellen und meine Zuneigung zur Seehundebabiestotklopp AG kundzutu und andere anzustacheln, auch deren Produkte und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.
Es ist allerdings wahnsinnig inkonsequent, selbst deren Produkte in Anspruch zu nehmen und andere möglichst davon abhalten zu wollen.
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Blarry, Essen, Donnerstag, 22.08.2024, 12:06 (vor 542 Tagen) @ markus
Ich weiß nicht, wie viele 155-Millimeter-Artilleriegranaten Du pro Tag so verbrauchst, aber you do you.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 12:15 (vor 542 Tagen) @ Blarry
Ich weiß nicht, wie viele 155-Millimeter-Artilleriegranaten Du pro Tag so verbrauchst, aber you do you.
Der Beitrag von Sascha bezieht sich nicht nur auf Rheinmetall und Rheinmetall stellt auch Dinge her, die sehr wahrscheinlich irgendwo in deinem Konsumverhalten mit auftauchen.
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Blarry, Essen, Donnerstag, 22.08.2024, 12:19 (vor 542 Tagen) @ markus
Und dein Beitrag denkt sich Dinge dazu aus, die mit Rheinmetall nichts zu tun haben. Es reicht langsam mit den Strohmännern.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 12:27 (vor 542 Tagen) @ Blarry
Und dein Beitrag denkt sich Dinge dazu aus, die mit Rheinmetall nichts zu tun haben. Es reicht langsam mit den Strohmännern.
Dann lies noch mal den Beitrag. Magnesium aus China (ein Beispiel) kommt nicht von Rheinmetall (falls unzutreffend bitte korrigieren). Sascha bezog sich allgemein auf das Thema. Zumindest habe ich ihn so verstanden. Du fährst bestimmt auch Auto. Damit unterstützt du Ölstaaten, sofern es ein Verbrenner ist. Mindestens aber Rheinmetall.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 10:00 (vor 542 Tagen) @ Alones
Wie ich unten schon schrieb, der BVB hat eine Millionen für den Bau einer Gedenkstätte im Israel gespendet. Es ist nun nicht so, dass der BVB alles dem Geld unterordnet.
Oder das ist auch nur eine reine Marketingmaßnahme, die sich steuerlich wahrscheinlich auch noch ganz gut abschreiben lässt, um das eigene Image aufzupolieren, und von der man sich in Zukunft Mehreinnahmen verspricht. Man muss schon sehr naiv sein, um dieses vermeintliche Wohltätergetue wirklich zu glauben.
Finde ich immer spannend. Also ich kenne diese Personen natürlich zum Teil auch, die dieses Wohltätergetue initiert haben und umsetzen. Aber ja, ich bin so naiv, dass ich ihnen dieses glaube.
Dass man Spenden steuerlich geltend machen kann, selbst als Privatperson. Nunja. Schlimme Sache, stimmt. Gerade 2019 ff war das mega wichtig für den BVB, als man dann unterm Stich einen Jahresüberschuss von rund minus 44 Millionen Euro erwirtschaftete.
Der BVB hat im Hinblick auf sein Engagement (der Name Daniel Lörcher sollte dir bekannt sein) im Hinblick auf Antisemtismus, Erinnerungskultur und Israel nun wirklich bewiesen, dass man hier aus Überzeugungen handelt. Und sich dies auch etwas kosten lässt.
MFG
Phil
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:08 (vor 542 Tagen) @ Phil
Dass du als BVB-Chefpropagandist diese Erzählung glaubst, überrascht mich jetzt aber total. Natürlich wird es auch eine gewisse politische Motivation dahinter geben. Nur diesen Schwachsinn vom selbstlosen Wohltäter kann man sich schenken. Der BVB verfolgt damit auch handfeste wirtschaftliche (Marketing)-Interessen.
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MauriciusQ, Hamburg, Donnerstag, 22.08.2024, 12:48 (vor 542 Tagen) @ Alones
Dass du als BVB-Chefpropagandist diese Erzählung glaubst, überrascht mich jetzt aber total. Natürlich wird es auch eine gewisse politische Motivation dahinter geben. Nur diesen Schwachsinn vom selbstlosen Wohltäter kann man sich schenken. Der BVB verfolgt damit auch handfeste wirtschaftliche (Marketing)-Interessen.
In einer Welt die vor Antisemitismus nur so strott sind Spenden für Yad Vashem wirklich kein gutes Marketing.
Es sagt aber viel über Dich aus, dass Du das so siehst
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 10:28 (vor 542 Tagen) @ Alones
Dass du als BVB-Chefpropagandist diese Erzählung glaubst, überrascht mich jetzt aber total. Natürlich wird es auch eine gewisse politische Motivation dahinter geben. Nur diesen Schwachsinn vom selbstlosen Wohltäter kann man sich schenken. Der BVB verfolgt damit auch handfeste wirtschaftliche (Marketing)-Interessen.
Das ist jetzt aber auch unfair. Phil argumentiert stets sachlich und ausführlich und ich hoffe, dass wir ihn nicht aufgrund persönlicher Angriffe hier vergraulen.
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:41 (vor 542 Tagen) @ markus
bearbeitet von Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:50
Dass du als BVB-Chefpropagandist diese Erzählung glaubst, überrascht mich jetzt aber total. Natürlich wird es auch eine gewisse politische Motivation dahinter geben. Nur diesen Schwachsinn vom selbstlosen Wohltäter kann man sich schenken. Der BVB verfolgt damit auch handfeste wirtschaftliche (Marketing)-Interessen.
Das ist jetzt aber auch unfair. Phil argumentiert stets sachlich und ausführlich und ich hoffe, dass wir ihn nicht aufgrund persönlicher Angriffe hier vergraulen.
Phil fällt doch seit Jahren nur noch damit auf, jeden möglichen Blödsinn zu verteidigen, den der BVB verzapft. Im Grunde reicht das schon bis zur Tuchel-Trennung zurück, als er hier eine offensichtliche Agenda verfolgt hat, das Vorgehen von Watzke zu verteidigen. Schließlich wurde er aus dessem Umfeld wahrscheinlich auch irgendwie mit Infos versorgt. Dementsprechend muss man halt wissen, mit wem man es zu tun hat. Der kritische Zeitgeist, der er früher mal war, ist er schon lange nicht mehr, auch wenn er versucht, sich einen Anstrich von Objektivität und Sachlichkeit zu geben.
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Knolli, Donnerstag, 22.08.2024, 11:17 (vor 542 Tagen) @ Alones
Zum Glück fällst du überhaupt nicht damit auf, hier ständig nur in eine Richtung (nämlich die Negative) über den eigenen Verein zu schreiben.
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 11:27 (vor 542 Tagen) @ Knolli
Zum Glück fällst du überhaupt nicht damit auf, hier ständig nur in eine Richtung (nämlich die Negative) über den eigenen Verein zu schreiben.
Ich bin kein Fan der Transferpolitik. Sowohl den letzten als auch diesen Sommer im Speziellen halte ich für ziemlich katastrophal, das ist kein Geheimnis. Wenn es jedoch etwas Positives zu schreiben gibt, dann tue ich das auch. Den Transfer von Yan Couto fand ich beispielsweise spannend, und mit Füllkrug hat man meiner Meinung auch alles richtig gemacht. Ansonsten kann ich natürlich auch komplett daneben liegen. Ich hoffe darauf, dass Nuri ein Wundertrainer ist und dass das eine gute Saison wird, auch wenn ich erhebliche Zweifel habe. Sollte ich mit meiner Einschätzung daneben liegen, gebe ich das jedenfalls gerne zu. Es stimmt jedoch nicht, dass ich alles schlecht finde. Ich sage einfach nur meine Meinung, auch wenn das viele zu triggern scheint.
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istar, Donnerstag, 22.08.2024, 13:31 (vor 542 Tagen) @ Alones
Zum Glück fällst du überhaupt nicht damit auf, hier ständig nur in eine Richtung (nämlich die Negative) über den eigenen Verein zu schreiben.
Ich bin kein Fan der Transferpolitik. Sowohl den letzten als auch diesen Sommer im Speziellen halte ich für ziemlich katastrophal, das ist kein Geheimnis. Wenn es jedoch etwas Positives zu schreiben gibt, dann tue ich das auch. Den Transfer von Yan Couto fand ich beispielsweise spannend, und mit Füllkrug hat man meiner Meinung auch alles richtig gemacht. Ansonsten kann ich natürlich auch komplett daneben liegen. Ich hoffe darauf, dass Nuri ein Wundertrainer ist und dass das eine gute Saison wird, auch wenn ich erhebliche Zweifel habe. Sollte ich mit meiner Einschätzung daneben liegen, gebe ich das jedenfalls gerne zu. Es stimmt jedoch nicht, dass ich alles schlecht finde. Ich sage einfach nur meine Meinung, auch wenn das viele zu triggern scheint.
Jetzt geht es in diesem thread nicht um die Transferpolitik, sondern um ein Sponsoring und jetzt speziell um soziales bzw. gesellschaftliches Engagement.
Und das einzige, was von dir dazu kommt ist negativ. Kann man ja doof finden, weil Spenden steuerlich geltend gemacht werden können und weil dazu Pressemitteilungen rausgegeben werden.
Aber Mitarbeiter von Borussia Dortmund oder User hier anfeinden ist dann noch was anderes.
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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 12:12 (vor 542 Tagen) @ Alones
Du bist offensichtlich kein Fan von irgendwas an diesem Verein. Noch niemandem gesehen der alles so permanent negativ kaputt kommentiert beim eigenen Verein. Hut ab. Eine richtige Lebensaufgabe.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 10:52 (vor 542 Tagen) @ Alones
Phil fällt doch seit Jahren nur noch damit auf, jeden möglichen Blödsinn zu verteidigen, den der BVB verzapft. Im Grunde reicht das schon bis zur Tuchel-Trennung zurück, als er hier eine offensichtliche Agenda verfolgt hat, das Vorgehen von Watzke zu verteidigen. Schließlich wurde er aus dessem Umfeld wahrscheinlich auch irgendwie mit Infos versorgt. Dementsprechend muss man halt wissen, mit wem man es zu tun hat. Der kritische Zeitgeist, der er früher mal war, ist er schon lange nicht mehr, auch wenn er versucht, sich einen Anstrich von Objektivität und Sachlichkeit zu geben.
Wenn du das so sagst/einschätzt :-)
Ist ja dein gutes Recht.
Ich kann da gut mit leben.
MFG
Phil
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 10:16 (vor 542 Tagen) @ Alones
Dass du als BVB-Chefpropagandist diese Erzählung glaubst, überrascht mich jetzt aber total. Natürlich wird es auch eine gewisse politische Motivation dahinter geben. Nur diesen Schwachsinn vom selbstlosen Wohltäter kann man sich schenken. Der BVB verfolgt damit auch handfeste wirtschaftliche (Marketing)-Interessen.
Keiner bestreitet, dass jede Handlungen auch immer Interessen verfolgt. Wie keine diese handfesten wirtschaftlichen (Marketing-)Interessen in dem hier diskutierten Fall aussehen wollen, kannst ja aber nochmal darstellen. Statt allen möglichen Menschen irgendwelche Motive zu unterstellen.
MFG
Phil
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:32 (vor 542 Tagen) @ Phil
Dass du als BVB-Chefpropagandist diese Erzählung glaubst, überrascht mich jetzt aber total. Natürlich wird es auch eine gewisse politische Motivation dahinter geben. Nur diesen Schwachsinn vom selbstlosen Wohltäter kann man sich schenken. Der BVB verfolgt damit auch handfeste wirtschaftliche (Marketing)-Interessen.
Keiner bestreitet, dass jede Handlungen auch immer Interessen verfolgt. Wie keine diese handfesten wirtschaftlichen (Marketing-)Interessen in dem hier diskutierten Fall aussehen wollen, kannst ja aber nochmal darstellen. Statt allen möglichen Menschen irgendwelche Motive zu unterstellen.MFG
Phil
Ich kann mich nur wiederholen.
Einerseits macht der BVB Eigenwerbung, indem man sich als "Kämpfer gegen Antisemitismus" positioniert. Damit kann man wunderbar die eigene Klientel bedienen. Wenn man nicht am äußersten Recht Rand steht, kann man sich damit etwas Gratisapplaus im eigenen Land abholen.
Gleichzeitig macht der BVB nun aber Geschäfte mit einem Konzern, der keine Probleme in der Vergangenheit hatte, knallharte Antisemiten mit Waffen zu beliefern. Und selbst die Geschäfte zwischen der Türkei und Rheinmetall sind in diesem Fall problematisch zu sehen.
Kann man alles mit Pragmatismus, Geopolitik und dem Osterhasen begründen. Macht die Politik ja nicht anders. Nur inwiefern ein Sportverein da jetzt mitmischen muss... joa, die Frage kann man schon mal stellen. Ich halte das so oder so für Heuchelei.
Dementsprechend unterstelle ich dem BVB auch: man setzt darauf, eine schlechte Tat mit einer guten irgendwie wieder auszugleichen. Sozusagen ein moderner Ablasshandel. Und da interessiert es mich auch nicht, dass das öffentlichkeitswirksame Engagement gegen den Antisemitismus schon länger zurückreicht als der Rheinmetall-Deal. Dadurch kann ich die Nummer nicht mehr ernst nehmen. Ganz gleich, wie sehr man sich öffentlich nun verbiegt.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 10:53 (vor 542 Tagen) @ Alones
Darf oder soll ich darauf nun antworten oder ist das für dich eh irrelevant, da ja Propaganda?
Dann würde ich mir die Mühe sparen.
MFG
Phil
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 11:04 (vor 542 Tagen) @ Phil
Darf oder soll ich darauf nun antworten oder ist das für dich eh irrelevant, da ja Propaganda?
Dann würde ich mir die Mühe sparen.
MFG
Phil
Wahrscheinlich kannst du dir das sparen. Bei dem Thema kommen wir ohnehin auf keinen gemeinsamen Nenner. Du hast ja auch im Grunde schon ziemlich deutlich durchblicken lassen, wie du die ganze Geschichte einschätzt. Und da ich nicht davon ausgehe, dass du nun plötzlich ganz andere Töne einschlägst, können wir das auch abkürzen und uns darauf verständigen, zumindest bei diesem Thema keine Grundlage für einen ergiebigen Austausch zu finden.
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ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Donnerstag, 22.08.2024, 09:55 (vor 542 Tagen) @ Alones
Oder das ist auch nur eine reine Marketingmaßnahme, die sich steuerlich wahrscheinlich auch noch ganz gut abschreiben lässt, um das eigene Image aufzupolieren, und von der man sich in Zukunft Mehreinnahmen verspricht. Man muss schon sehr naiv sein, um dieses vermeintliche Wohltätergetue wirklich zu glauben.
Sind zumindest ein paar Leute schon drauf "reingefallen" ;-)
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:54 (vor 542 Tagen) @ Alones
Nein, ich nehme dem BVB sein intensives Bemühen gegen Antisemitismus sehr wohl ab. Vor allem, weil Daniel Lörcher da auch sehr stark involviert ist/war und Daniel da wirklich mit Herzblut bei der Sache ist.
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:02 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Nein, ich nehme dem BVB sein intensives Bemühen gegen Antisemitismus sehr wohl ab. Vor allem, weil Daniel Lörcher da auch sehr stark involviert ist/war und Daniel da wirklich mit Herzblut bei der Sache ist.
Und deswegen macht der BVB jetzt auch u.a. Geschäfte mit einem Rüstungskonzern, der zumindest in Vergangenheit Regime mit Waffen beliefert hat, die am liebsten alle Juden tot sehen würden. Saudi-Arabien, Libyen und selbst der Iran und Irak zählten in der Vergangenheit zum Kundenkreis von Rheinmetall. Ja, das waren teilweise Joint Ventures, Subunternehmen oder andere komische Konstrukte, aber die Verantwortung bleibt. Wenn du also weiter an den Osterhasen glauben willst, bitte. Aber dann kennst du dich Branche und die dort nicht vorhandene Moral schlecht.
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CF, Donnerstag, 22.08.2024, 12:24 (vor 542 Tagen) @ Alones
Nein, ich nehme dem BVB sein intensives Bemühen gegen Antisemitismus sehr wohl ab. Vor allem, weil Daniel Lörcher da auch sehr stark involviert ist/war und Daniel da wirklich mit Herzblut bei der Sache ist.
Und deswegen macht der BVB jetzt auch u.a. Geschäfte mit einem Rüstungskonzern, der zumindest in Vergangenheit Regime mit Waffen beliefert hat, die am liebsten alle Juden tot sehen würden. Saudi-Arabien, Libyen und selbst der Iran und Irak zählten in der Vergangenheit zum Kundenkreis von Rheinmetall. Ja, das waren teilweise Joint Ventures, Subunternehmen oder andere komische Konstrukte, aber die Verantwortung bleibt. Wenn du also weiter an den Osterhasen glauben willst, bitte. Aber dann kennst du dich Branche und die dort nicht vorhandene Moral schlecht.
Man erkennt relativ wenig (bis gar keine) Empörung z.B. beim Zentralrat der Juden o.ä. im Zusammenhang mit diesem Rheinmetall-Deal. Aber vermutlich haben die einfach gar keinen so ausgeprägten moralischen Kompass wie so mancher Südtribünenaktivist. Ist ja sowieso ganz schick geworden in Deutschland, sich im Namen anderer zu empören.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 10:05 (vor 542 Tagen) @ Alones
Ok, dann urteile du eben weiter über die Handlungsmotive von Personen, die du überhaupt nicht kennst. Du musst es ja wissen.
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nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.08.2024, 10:11 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Es reicht, in den letzten 10 Jahren die Beiträge in politischen Magazinen zu den Rüstungskonzernen gelesen oder gesehen zu haben. Das dürfte vollauf reichen, um einen nicht vorhandenen moralischen Kompass diagnostizieren zu können.
Interessant übrigens, dass du anderen vorwirfst, die Moralvorstellungen bestimmter Menschen nicht beurteilen zu können, weil sie sie nicht persönlich kennen. Kennst du sie?
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 11:09 (vor 542 Tagen) @ nico36de
Ja, einige Personen beim BVB kenne ich schon. Auch Daniel.
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Alones, Donnerstag, 22.08.2024, 10:11 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Ok, dann urteile du eben weiter über die Handlungsmotive von Personen, die du überhaupt nicht kennst. Du musst es ja wissen.
Man kann auch Leute, die es ehrlich meinen und gute Absichten verfolgen, für seine wirtschaftlichen und politischen Interessen einspannen.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 10:02 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Nein, ich nehme dem BVB sein intensives Bemühen gegen Antisemitismus sehr wohl ab. Vor allem, weil Daniel Lörcher da auch sehr stark involviert ist/war und Daniel da wirklich mit Herzblut bei der Sache ist.
Und er konnte dies nur, weil der BVB ihm den Raum dafür dann gab und auch das nötige Geld.
Aber klar, tat man nur, weil man damit etwas die Steuerlast drücken konnte und es beim Marketing ganz cool ist, wenn man sowas einfach mal vorweisen kann.
Insofern kann eigentlich jeder machen was er will, es ist sowieso immer falsch.
MFG
Phil
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Blarry, Essen, Donnerstag, 22.08.2024, 12:23 (vor 542 Tagen) @ Phil
Was hält Daniel eigentlich davon, für ein Unternehmen zu werben, das im zwoten Weltkrieg jüdische Zwangsarbeiter eigentlich ganz knorke fand? Nur mal so fürs Protokoll.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 13:21 (vor 542 Tagen) @ Blarry
Nun, mal ab von Daniel Lörcher, der Staat Israel hatte ja schon recht kurz nach dem 2. Weltkrieg und dem Holocoust kein Problem damit, sich durch dieses Unternehmen (bis heute) bewaffnen zu lassen.
MFG
Phil
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Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 13:15 (vor 542 Tagen) @ Blarry
Was hält Daniel eigentlich davon, für ein Unternehmen zu werben, das im zwoten Weltkrieg jüdische Zwangsarbeiter eigentlich ganz knorke fand? Nur mal so fürs Protokoll.
Daniel arbeitet nicht mehr bei Borussia Dortmund ist seit ca. 2 Jahren selbstständig.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 12:41 (vor 542 Tagen) @ Blarry
Was hält Daniel eigentlich davon, für ein Unternehmen zu werben, das im zwoten Weltkrieg jüdische Zwangsarbeiter eigentlich ganz knorke fand? Nur mal so fürs Protokoll.
Ich sag mal so: Lieber für ein solches Unternehmen werben (BVB) als deren Produkte zu nutzen (wir beide).
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bambam191279, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:46 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Wie ich unten schon schrieb, der BVB hat eine Millionen für den Bau einer Gedenkstätte im Israel gespendet. Es ist nun nicht so, dass der BVB alles dem Geld unterordnet.
Naja, um dann 9 Mios von Rheinmetall zu erlösen.....
Ist mir schon klar, dass man nicht auf Teufel komm raus alles macht, sonst hätte man wohl schon Katar oder so im Boot.
Dennoch finde ich es aus der heutigen Sicht schon etwas merkwürdig wenn wir hier immer und immer wieder erzählen dass der BVB nen 500 Mio Konzern ist und die letzten 5 Mios gar nicht braucht...
Man braucht jeden €, denn die Gehaltsstruktur lässt sich augenscheinlich nicht sooooo leicht ändern wie dei meisten Fussballmanager hier im Forum gerne kund tun und man wäre ohne diese geniale CL Saison ja kaum in der Lage gewesen mehr als 20 Mios zu investieren.....
Und trotz dieser Saison und nen paar Verkäufen hat man derzeit nur round about 40 Mios investiert.....
Das Business ist am Arsch und es geht eigentlich primär um Geld und Erfolg.
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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 12:16 (vor 542 Tagen) @ bambam191279
Es ging schon immer nur um Geld und Erfolg. Jetzt aber viel transparenter als früher.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:56 (vor 542 Tagen) @ bambam191279
Zwei, oder drei Millionen sind in diesen Dimensionen aber wirklich kein "Gamechanger" mehr, der an unseren sportlichen Möglichkeiten etwas signifikant ändert.
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bambam191279, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 10:04 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Zwei, oder drei Millionen sind in diesen Dimensionen aber wirklich kein "Gamechanger" mehr, der an unseren sportlichen Möglichkeiten etwas signifikant ändert.
Das würde ich überhaupt nicht anzweifeln, aber 3 Mios da mehr, 50 cent an 20k Würstchen mehr, 20 cent an 100k Bier am Spieltag mehr usw.....
Kleinvieh macht auch Mist ;-)
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Trainingskiebitz, Block 36, Donnerstag, 22.08.2024, 09:02 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Wie gesagt, mit der Summe bezahlt der BVB eher mehrere als eine Führungskraft. Auch entspricht die Differenz wohl den Tageseinnahmen mindestens eines Heimspiels. Die Zeiten von „Peanuts“ sind doch eigentlich seit den 90ern vorbei?
Und nochmal: Nur wenn man moralisch gegen Rheinmetall ist, kann man diese Diskussion überhaupt führen. Sofern man hierzu neutral steht (wie die absolute Mehrheit außerhalb der organisierten Fanwelt), gibt es keinen Grund, auf Zahlungen dieser Größenordnung zu verzichten. Das dürfte übrigens bei zwielichtigen Sponsoren wie Wettanbietern aus Malta anders sein - zumal der Eingang von Zahlungen da ungewiss sein kann.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:16 (vor 542 Tagen) @ Trainingskiebitz
Die Führungskräfte wurden auch ohne diese Mehreinnahmen bezahlt. Moralische Unternehmenswerte zu vertreten kostet. So what? Ich habe dir unten andere Beispiele genannt, in denen der BVB Ausgaben tätigt, bzw. auf Einnahmen verzichtet und damit sich in seiner eigentlichen Geschäftstätigkeit einschränkt.In der aktuellen 11Freunde erzählt Alex Frei, dass der BVB einem Wechsel zum FC Basel für 4 Millionen aus good will direkt zugestimmt hat, weil es sein Favorit war, obwohl andere Vereine deutlich mehr geboten haben. Und damals waren die finanziellen Zwänge noch viel größer.
Es ist doch total unsinnig, jetzt so zu tun, als hätte der BVB überhaupt keine andere Möglichkeit gehabt hätte, als genau diese Einnahmen in genau dieser Größenordnung generieren müssen.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 09:33 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Zum einen hast du natürlich völlig Recht.
Zum anderen aber ist es schon so, dass der BVB nun auch nicht gerade mehr die Sponsoren nur so in die Hände flattern. Weder was die reinen "Beträge" betrifft, die man erzielt, noch, was die "Größe" oder "Position" betrifft.
So simpel zieht der BVB keinen DAX Konzern (zumal aus NRW) mehr an Land.
Ich habe von Marketing / PR etc. ja wirklich wenig Ahnung. Aber natürlich spielt das schon auch im Gesamtportfolio eine Rolle, ob man nur noch irgendwelche Wettanbieter aus Malta oder Autohäuser aus dem Sauerland hat. Oder ob da große Konzerne werben, die eben z.B. im DAX gelistet sind.
Die Abwägung dürfte, so glaube ich, durchaus auch eine Rolle gespielt haben.
MFG
Phil
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 09:41 (vor 542 Tagen) @ Phil
Aber gerade die Abwägung, welcher Eindruck ein Sponsorenname macht, ist ja bei einem Rüstungsunternehmen auch eben stark risikobehaftet.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 10:07 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Aber gerade die Abwägung, welcher Eindruck ein Sponsorenname macht, ist ja bei einem Rüstungsunternehmen auch eben stark risikobehaftet.
Und deswegen nehme ich den Handelnden auch ab (von anderen Faktoren wieso ich das tue), dass sie hier sehrwohl diverse Erwägungen berücksichtigt haben und nicht ausschließlich "Geil, da kriegen wa ja zwei Millionen mehr als von einem anderen, machen wir sofort!" galt.
MFG
Phil
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fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 08:26 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Ich höre Dich und habe Sympathie für Deine Wünsche. Aber die sind nunmal das: Wünsche.
Ja, aber ich muss mich doch dann auch nicht ständig und überall mit den Folgen befassen? Ganz ehrlich, da habe ich anderes zu tun. Ich stehe für meine Wünsche. Wenn andere das anders sehen, dann sollen sie sich drum kümmern, wie sie das finanzieren. Wenn ich wiederum sehe, dass ich diese Art der Finanzierung fatal finde, dann habe ich schon die Motivation, das auch zu sagen.
Kommt mir in der Diskussion zu häufig
Trainingskiebitz, Block 36, Donnerstag, 22.08.2024, 08:14 (vor 542 Tagen) @ fabian 1909
Eine solche Generalkritik am System Fußball hat aber doch nun wirklich nichts mit Rheinmetall als Sponsor zu tun. Deiner Logik folgend steigen wir schlicht - mehr oder weniger schleichend - aus dem Profifußball aus. Das möchte nun wirklich nur eine absolute Minderheit der Fans.
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 07:21 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Erst einmal geht es um Zusatzeinnahmen. Rheinmetall ersetzt keinen bisherigen Werbepartner, sondern ist neu. Es sind also Zusatzeinnahmen, die vorher gar nicht da waren. Insofern finde ich das Argument der Einnahmenkompensation schon generell eher schwach. Zudem dürfte es CC wirklich nicht schwer gefallen sein, für den CL-Finalisten ein anderes Unternehmen zu finden, dass auf der Bande werben will.
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Jurist, Donnerstag, 22.08.2024, 07:53 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Wir sollen auf Einnahmen verzichten, die wir vorher nicht generiert haben, weil wir ja bereits unangefochtene Nummer 1 sind und diesen Platz juckt zu verlieren drohen?
Bayern, Bayer und Red Bull finden mein Argument auch eher nicht überzeugend….
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 08:00 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Wie ich unten schon schrieb, es dürfte CC ein leichtes gewesen sein, den Werbeplatz woanders zu platzieren. Und eine oder zwei Millionen weniger bei diesem anderen Sponsor wäre nahezu bedeutungslos für den sportlichen Wettbewerb gegenüber den anderen CL Teilnehmern.
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Trainingskiebitz, Block 36, Donnerstag, 22.08.2024, 07:23 (vor 542 Tagen) @ Sascha
Du kannst davon ausgehen, dass Rheinmetall meistbietender war. Die Einnahmensteigerung ist insoweit natürlich ein starkes Argument, nicht zuletzt weil die Spirale sich weiterdreht und wir bereits letztes Jahr erhebliche sportliche Probleme in der Liga hatten, die nun u.a. auch mit weiteren Einnahmen aufgearbeitet werden können.
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 07:58 (vor 542 Tagen) @ Trainingskiebitz
Rheinmetall zahlt rund 9 Millionen, was mehr ist, als üblich. Es dürfte bei einem CL-Teilnehmer ein leichtes gewesen sein, den Werbeplatz für 7 oder 8 Millionen zu besetzen. Und die kleine Differenz ist nun wirklich nicht mehr entscheidend.
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Trainingskiebitz, Block 36, Donnerstag, 22.08.2024, 08:12 (vor 542 Tagen) @ Sascha
1. Woher hast Du die Vergleichszahl? 9 Millionen scheinen mit außergewöhnlich viel.
2. Wo fängt man an, wo hört man auf? Auch kleine Unterschiede können am Ende „den“ Unterschied machen. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass der BVB bei Einnahmen und Ausgaben nicht mal eben so auf mehrere Millionen verzichtet. Selbst Deine Zahlen unterstellt, hätte man hiermit bereits die Kosten für eine Leitungs-/ Geschäftsführungsposition wieder drin. Das sind doch alles keine Peanuts.
3. Es bleibt damit dabei, dass man Rheinmetall als Sponsor nicht möchte - schutzlos den Russen ausgeliefert sein, möchte aber wohl auch niemand. Daher muss man den Deal nicht gut finden, die massive Ablehnung in Form einer, wie zu erwarten ist, zugepflasterten Südtribüne ist aber vor dem
Hintergrund eben auch nicht angemessen. Die Argumente hierzu sind aber ja umfassend ausgetauscht.
4. Für mich bleibt eine - leider gewohnt - schlechte Kommunikation des BVB, zumal wenn diese neben eher peinlichen Demokratieverteidigungsgeblubber Unwahrheiten beinhaltet. Das geht so nicht und muss dringend verbessert werden. Ggf ist ja vorrangig doch dies mit „vor den Karren spannen“ gemeint und die Kritik geht gegen den BVB und nicht den Sponsor Rheinmetall als solchen.
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Donnerstag, 22.08.2024, 09:37 (vor 542 Tagen) @ Trainingskiebitz
Habe Dein Zitat ein wenig verfälscht, damit es in meine Einleitung passt, also den folgenden Teil aus Deinem Punkt 3 vorgezogen:
Die Argumente hierzu sind aber ja umfassend ausgetauscht.
Genau ;-)
Deshalb nur kurz zu dem einen Punkt hier:
3. Es bleibt damit dabei, dass man Rheinmetall als Sponsor nicht möchte - schutzlos den Russen ausgeliefert sein, möchte aber wohl auch niemand.
Diese Kombination verstehe ich nicht. Willst Du sagen, dass Rheinmetall (wenn wir die Lieferungen an Russland mal ausklammern und das Unternehmen als "Schutzpatron" der Ukraine akzeptieren), weil es 9 Mio. Marketingausgaben nicht tätigen kann, weniger Munition für die NATO herstellen kann. Müsste man analog Deiner Argumentation dann nicht sagen, dass die 9 Mio., die erst recht (für Dich ja schon 1 nicht) keine Peanuts sind, besser in der Herstellung eingesetzt wären? Damit wären nicht nur ein Geschäftsführerposten bei Rheinmetall bezahlt... wobei, wer weiß ;-)
Daher muss man den Deal nicht gut finden, die massive Ablehnung in Form einer, wie zu erwarten ist, zugepflasterten Südtribüne ist aber vor dem
Hintergrund eben auch nicht angemessen.
Ich glaube gar nicht, dass es abseits des "Stimmungskerns" viele Plakate geben wird. We will see...
4. Für mich bleibt eine - leider gewohnt - schlechte Kommunikation des BVB, zumal wenn diese neben eher peinlichen Demokratieverteidigungsgeblubber Unwahrheiten beinhaltet. Das geht so nicht und muss dringend verbessert werden. Ggf ist ja vorrangig doch dies mit „vor den Karren spannen“ gemeint und die Kritik geht gegen den BVB und nicht den Sponsor Rheinmetall als solchen.
Für MICH wäre das der primäre Punkt, den ich kritisieren würde, also ja. ;-) Aber ich bin nicht das Bündnis Südtribüne...
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 08:25 (vor 542 Tagen) @ Trainingskiebitz
Ich halte das Argument fehlende Einnahmen für eine komplette Scheindiskussion. Egal ob wir hier jetzt von einer, zwei oder drei Millionen sprechen. Berücksichtigung von Werten (womit ich jetzt keine Wertung abgegeben möchte, ob der Deal mit Vereinswerten vereinbar ist oder nicht) kostet. Das ist kein ideeler Quatsch, sondern eine ganz normale Geschäftsentscheidung.
So wie der BVB entschieden hat, sich mit einer Millionen am Bau einer jüdischen Gedenkstätte zu beteiligen, statt diese Summe dem Transferbudget zuzuschlagen, oder Tageskarten an ukrainische Flüchtlinge zu geben, statt sie zu verkaufen.
Das gehört mit zur immateriellen Markenbildung und unter diesem Aspekt hätte der BVB auch ein weniger hoch dotiertes Angebot annehmen können, ohne dass unbedingt weitere Mehreinnahmen erzielt werden müssen, damit er sich gegen Rheinmetall entscheidet.
Was mir in der Diskussion zu kurz kommt
stfn84, Köln, Donnerstag, 22.08.2024, 06:56 (vor 542 Tagen) @ Jurist
Naja. Es bringt aber nun auch wenig, dass nun eine Budgetplanungs-Diskussion entbrennt. Oftmals geht es eben darum, dass man auf das Geld nicht angewiesen sei. Was natürlich immer stimmt und gleichzeitig Quatsch ist.
Wir geben sehr viel Geld für unsere erste Mannschaft aus. Gib jedem Spieler ein bis zwei Millionen Euro weniger, schon sind wir reich.
Sehr simpel und in meinen Augen auch nicht wirklich ernstzunehmen, aber natürlich kann man sich auf diesen Standpunkt stellen. Es lässt sich schließlich überhaupt nicht nachprüfen ob bspw. die Spieler dann noch da wären - unabhängig davon, dass manche Spieler auch unerwünscht sind oder sich im Nachgang als Flop herausstellen.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
Schnippelbohne, Bauernland, Donnerstag, 22.08.2024, 03:58 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Mal ein Teilaspekt, der mir zu kurz kommt: Die Waffenindustrie ist ein Wirtschaftszweig, der viele Arbeitsplätze bietet und Milliarden umsetzt. Wir haben mit Rheinmetall und z.B. auch Diehl (Iris-T) offenbar ernstzunehmende Player auf dem Weltmarkt. Das begrüße ich ehrlich gesagt grundsätzlich. Zum einen weil davon auszugehen ist, dass sich deutsche Unternehmen einigermaßen an Sanktionen und Exportkontrollvorgaben halten, zum anderen, weil ich es für legitim halte, dass die deutsche Wirtschaft ein Stück vom Kuchen mitbekommt. Wenn wir unsere Unternehmen in dieser Branche nicht stützen, machen eben andere das Geschäft: USA, GB…. Gekauft wird sowieso. Ob bei Rheinmetall oder Lockheed Martin. Die Produktschau kann man sich aktuell im Donbass angucken. Dieses „Ja, Rüstung ist Putin sei Dank Notwendigkeit, aber trotzdem ist das Sponsoring irgendwie Pfui“ geht mir daher gegen den Strich.
Waffenkontrolle ist für Babys und Kommunisten…
Schleicheisen, Anner Rur ohne "h", Mittwoch, 21.08.2024, 21:55 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
…Hören Sie, damit eines ganz klar ist:
Waffen bringen niemanden um.
Aber ich!
Lied „Opfer“ von den Ärzten auf Planet Punk
Immer wenn die Rheinmetall Diskussion hier hochkommt muss ich an das Lied denken :-)
Ich finde den Artikel gut!
Weil er unprätentiös und sachlich das eigentliche Problem verdeutlicht um das es geht: die Rüstungsindustrie ist KEIN Geschäft wie jedes andere.
Es ist ein Unterschied ob ein albernes VW Beetle Spielzeugauto den Ball im DFB Pokal zum Anstoss fährt oder ob man im Westfalenstadion Reklame eben für Rheinmetall macht.
Die Notwendigkeit von Rüstung in heutiger Zeit ist hinreichend und gut dargestellt worden: es geht nicht um das „ob“- das ist unstrittig dass man es braucht.
Sondern um das „wie“.
Und da verhält sich der Waffenverkäufer wie der Autohökerer: wer bezahlt bekommt geliefert.
Beim Autohändler normal, beim Waffenhändler schlecht. Und deshalb mag ich Rheinmetall nicht und mag es deshalb auch nicht dass wir mit denen in dieser Form kooperieren.
Und um das ewige „aber wir brauchen die“ ein bisschen zu entkräften bzw um den Gedanken „ok wir brauchen Waffen aber wer soll die herstellen?“ zu einem Ende zu bringen mein bescheidener Ansatz- der natürlich erst einmal utopisch und deshalb weit entfernt ist:
Wenn ein Staat sich die Möglichkeit verschaffen will oder muss sich verteidigen zu können DANN SOLLTE ER DIE WAFFEN SELBER HERSTELLEN.
Weil man nur so kontrolliert wer welche bekommt und wer nicht.
Wenn es eben ein Geschäft ist wie jedes andere wird der Waffenhändler wie jeder andere Geschäftsmann versuchen so viel Kohle wie möglich zu machen und so viele Waffen wie möglich herzustellen und zu verkaufen.
Und klar: bei dem Gedanken daran dass die Bundeswehr ja offensichtlich zu blöd ist Waffen nur vernünftig einzukaufen muss es einen gruseln wenn die noch einen Schritt weiter gehen und die sogar selber bauen sollen :-)
Andererseits: wenn ich mir ansehe wie viele Rüstungsprojekte mit unfassbar langen Verträgen ausgestattet sind, dann viel teurer werden und die Versprechen nicht zur Hälfte eingehalten werden. Und die Industrie sich trotzdem doof verdient…
Dann frag ich mich: wie viel schlimmer soll es denn werden wenn man es wirklich selber macht ;-)
Und wenn es mal soweit wäre darf der BVB wegen mir auch mit der Bundeswehr kooperieren.
So wie es jetzt ist finde ich es schlecht.
Werbung für Bundeswehr wäre ehrlicher
fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 07:50 (vor 542 Tagen) @ Schleicheisen
Und wenn es mal soweit wäre darf der BVB wegen mir auch mit der Bundeswehr kooperieren.
Der BVB wirbt aber nicht für die Bundeswehr. Er wirbt für Rheinmetall, weil die zahlen dafür gut. Nur Rheinmetall liefert nicht nur der Bundeswehr oder der Ukraine Waffe, sondern auch ganz anderen.
Waffenkontrolle ist für Babys und Kommunisten…
yps77, Mittwoch, 21.08.2024, 22:13 (vor 543 Tagen) @ Schleicheisen
Lied „Opfer“ von den Ärzten auf Planet Punk
Und im Original aus dem Film "UHF" von Weird Al Yankovic:
/watch?v=oQU2_LftsD4
Waffenkontrolle ist für Babys und Kommunisten…
TerraP, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 22:10 (vor 543 Tagen) @ Schleicheisen
Dieses Vertrauen in den Staat, nicht unbedingt bei Dir, sondern in weiten Teilen unserer Gesellschaft, erschüttert mich. Der Staat ist nicht "man selber", sondern die mächtigste und gefährlichste Institution, die Menschen geschaffen haben.
Es gibt Menschenrechte, um Menschen vor dem Staat zu schützen. Hitler war der Staat, Putin ist der Staat. Nur weil unser Staat gerade ganz nett ist, ist das keine Institution, der man vertrauen sollte. Keinesfalls eine vertrauenswürdigere Institution als private Unternehmen, die ja - gerade auch im Fall von Rüstungsexporten - vom Staat kontrolliert werden.
Mir ist klar, dass Rheinmetall nicht das Sturmgeschütz der Demokratie ist. Ich hätte dieses Sponsoring auch nicht gebraucht und finde insbesondere die Art, wie es kommuniziert wurde, auch infam.
Aber Rüstung wird nicht weniger korrupt, wenn man sie direkt in die Hand des Staates legt. Im Einzelfall vielleicht, aber sicher nicht strukturell.
Ich bin ja immer noch davon überzeugt dass „wir“= die Bürger der Staat sind
Schleicheisen, Anner Rur ohne "h", Mittwoch, 21.08.2024, 22:29 (vor 543 Tagen) @ TerraP
… bei manchen Mitbürgern hat mich das zwar immer erschüttert dass die genau so Staat sind wie ich und heute muss man sich auch gelegentlich fragen ob es überhaupt noch eine Staatsidee gibt die überhaupt noch trägt.
Aber mal einfach gesagt: wenn „wir“ „unserem Staat“, also den von „uns“ ausgedachten Institutionen und von uns gewählten Entscheidungsträgern nicht mehr trauen können ist das mit den Waffen auch egal, die sind dann nämlich schon lange organisiert ;-)
Ich bin ja immer noch davon überzeugt dass „wir“= die Bürger der Staat sind
TerraP, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 22:41 (vor 543 Tagen) @ Schleicheisen
Jaa, es ist schwierig. ;-) Aber ich finde deshalb braucht es zu jeder Zeit gesunde Skepsis - keine verschwörungstheoretischen Anwandlungen. Das heißt ja nicht, dass man den Staat böse findet, nur dass man seine Schwächen und die Gefahren, die von ihm ausgehen können, im Hinterkopf behält.
Aber ich führe die Diskussion weg vom Thema. ;-)
Waffenkontrolle ist für Babys und Kommunisten…
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 22:26 (vor 543 Tagen) @ TerraP
Also ich persönlich vertraue zumindestens unserem Staat doch ein wenig mehr als Rheinmetall. Denn unser Staat ist nicht Stalin, Hitler oder Putin, sondern eine repräsentative Demokratie mit einem sehr starken, verfassungsrechtlichen Rahmen, der Willkür, Verletzung von Grundrechten und Machtmissbrauch zumindestens starken Einhalt gebietet und seinem Souverän (du und ich) eine gewisse Rechenschaft schuldig ist. Prinzipiell ist mir anarchistisches Gedankengut immer symphatisch, aber nicht gerade, um Waffenkonzernen freie Hand zu rechtfertigen.
Waffenkontrolle ist für Babys und Kommunisten…
TerraP, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 22:31 (vor 543 Tagen) @ Argead
Oh, ich wollte eigentlich gar kein anarchistisches Gedankengut absondern und natürlich unseren Staat auch nicht mit Hitler und Stalin gleichsetzen.
Ich denke ja auch, dass unser Staat alles in allem gut funktioniert und stabil ist. Aber den Wunsch, dass der Staat seine Waffen selbst bauen sollte, teile ich eher nicht. Und der Wunsch führt für mich schon auf die berüchtigte slippery slope.
Übrigens
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 19:48 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
waren am Wochenende 60 ukrainische Kinder zu Gast in Dortmund. Die sind mit dem Bus aus Köln abgeholt worden. Warum von da weiß ich nicht.
Für die gabs eine Stadionführung,Fanklamotten für alle und Roman Weidenfeller war auch da. Anschließend durften die unter Anleitung der Jugendtrainer gegenüber im Rabenloh trainieren.
Rheinmetall hat Geld dazu getan.
Was die oder deren Eltern wohl zu unseren Problemen sagen?
Übrigens
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 19:55 (vor 543 Tagen) @ istar
Schöne Sache - wenn der BVB es nur möchte, kann er von jetzt an bis zum Ende des Krieges jede Woche so eine Aktion durchführen. Dafür bräuchten sie auch keine Rheinmetall-Partnerschaft.
Übrigens
Scherben, Kiel, Mittwoch, 21.08.2024, 19:52 (vor 543 Tagen) @ istar
waren am Wochenende 60 ukrainische Kinder zu Gast in Dortmund. Die sind mit dem Bus aus Köln abgeholt worden. Warum von da weiß ich nicht.
Für die gabs eine Stadionführung,Fanklamotten für alle und Roman Weidenfeller war auch da. Anschließend durften die unter Anleitung der Jugendtrainer gegenüber im Rabenloh trainieren.
Rheinmetall hat Geld dazu getan.
Was die oder deren Eltern wohl zu unseren Problemen sagen?
Wenn sie objektiv darüber nachdenken, dann vermutlich, dass es immer jemanden gibt, der von Greenwashing profitiert. Und das schreibe ich als jemand, dem der Deal mit Rheinmetall relativ egal ist. Aber so ein Sponsoring kann ja kein Argument in irgendeine Richtung sein.
Übrigens
stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 19:56 (vor 543 Tagen) @ Scherben
Du kannst jedes Engagement zum PR-Stunt verkürzen.
Solche Dinge sind schön und wichtig. Es ist (leider) auch normal, dass es oftmals eben vor allem um PR geht. Wenn dadurch aber im Kleinen was positives geschieht, sollte man das mitnehmen. Ohne deshalb direkt im Rheinmetall Schal jubelnd zum Borsigplatz zu ziehen.
Übrigens
Scherben, Kiel, Mittwoch, 21.08.2024, 20:02 (vor 543 Tagen) @ stfn84
Du kannst jedes Engagement zum PR-Stunt verkürzen.
Was ja auch fast immer ein wesentlicher Aspekt ist. Also sollte man es erwähnen und nicht so tun, als sei hier ein Unternehmen rein altruistisch unterwegs. Das ist doch albern.
Übrigens
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 20:09 (vor 543 Tagen) @ Scherben
Du kannst jedes Engagement zum PR-Stunt verkürzen.
Was ja auch fast immer ein wesentlicher Aspekt ist. Also sollte man es erwähnen und nicht so tun, als sei hier ein Unternehmen rein altruistisch unterwegs. Das ist doch albern.
Ja,und wenn die Spieler zu Weihnachten die Kinderkrebststation im Klinikum besuchen,ist das auch nicht rein altruistisch.
Man kann trotzdem eine gute Sache auch einfach mal so stehen lassen.
Der PR-Stunt bestand übrigens aus einem kleinen Artikel in den Ruhrnachrichten, wo in einem Nebensatz Rheinmetall erwähnt wurde.
Da hat niemand ein Flugzeug mit Werbebanner im Schlepptau über Dortmund kreisen lassen.
Übrigens
stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 20:05 (vor 543 Tagen) @ Scherben
Definitiv. Man braucht keinem Unternehmen dafür ein Denkmal setzen. Einpreisen kann man es aber, womöglich sogar positiv.
Sinnvoller wäre es am Samstag gegen Putin und seinen Krieg zu demonstrieren, anstatt gegen Rheinmetall
blackyellow74, NRW, Mittwoch, 21.08.2024, 19:12 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Sehe da eine Demo als einen Betrages gegen den
Krieg von Putin in der Ukraine als wesentlich
sinnvoller an als gegen Rheinmetall zu demonstrieren.
Ursache und Wirkung!
Putin und Zeitenwende
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
, Mittwoch, 21.08.2024, 18:32 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Das wahre und einzige Problem ist das Verhalten der Menschen, was eine Bewaffnung und
Rüstung erst notwendig macht. Das war noch nie anders und wird auch nie anders werden.
Wie sollen wir uns notfalls wehren ?
Das Gummi aus der Unterhose ziehen und damit ne Fletsche bauen ?
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:02 (vor 543 Tagen) @ Theo Retisch
Wie oft wollt Ihr noch den immer wieder selben Strohmann bauen? Es geht den allermeisten hier nicht darum, dass Rüstung nicht notwendig, oder böse sei, oder darum, dass man die Ukraine nicht gegen Putin unterstützen soll. Es geht darum, dass man trotzdem dafür keine Werbung in einem Fussballstadion machen muss. Ich würde behaupten, so gut wie allen kritischen Diskutanten hier geht es wie mir: ich erkenne die Notwendigkeit von Rüstungskonzernen und einer aktiveren Verteidigungspolitik an und trotzdem will ich nicht, dass man Verein mit diesem notwendigen Übel Werbung macht.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
markus, Mittwoch, 21.08.2024, 19:35 (vor 543 Tagen) @ Argead
Wie oft wollt Ihr noch den immer wieder selben Strohmann bauen? Es geht den allermeisten hier nicht darum, dass Rüstung nicht notwendig, oder böse sei, oder darum, dass man die Ukraine nicht gegen Putin unterstützen soll. Es geht darum, dass man trotzdem dafür keine Werbung in einem Fussballstadion machen muss.
Müssen nicht. Aber dann spricht auch erstmal nichts dagegen.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:53 (vor 543 Tagen) @ markus
Das liegt im moralischen Auge des Betrachters, aber vielleicht könnte man sich ja zumindestens mal darauf einigen, dass es um diese moralische Bewertung geht und nicht darum, dass irgendwer gegen die Ukraine oder notwendige Verteidigung ist.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
*krugix*Borusse*, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 20:28 (vor 543 Tagen) @ Argead
Spannend und auch traurig ist es.
Und irgendwie natürlich der Spiegel der Gesellschaft. Die Verkürzung aller Diskussionen auf Wir gegen Die.
Schwarz und weiß
Keine Grautöne mehr.
Und somit keine Diskussionskultur und vor allem keine Diskussion zum Thema.
Hier geht es nicht grundsätzlich um Rüstung. Es geht um
- die Art und Weise der Umsetzung und Veröffentlichung des Vertrags
- die Firma im speziellen, nicht deren Produkte
- die Grundsatzfrage, ob das Produkt zum Werbepartner passt
Und anstelle einer Auseinandersetzung mit der Thematik wird viel geschrien und angegriffen, auch verteidigt.
Man erkennt es an den vielen neuen Strängen. Man reagiert ja kaum noch aufeinander, da einfach nicht argumentiert wird. Man schreibt einfach was Neues rein. Oder was Altes. Hauptsache was Lautes. Die ganz Pfiffigen schreiben was Ironisches. Und die ganz Schlauen benutzen ein Fremdwort.
Was ich sagen will: danke für deinen Versuch es neutral zu betrachten. Und damit kann ich deine Meinung zum Deal nicht kritisieren, da ich sie nicht kenne. Und meine nenne ich auch nicht.
So weit sind wir.
Der Inhalt ist egal. Es geht nur um den Krach.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 19:07 (vor 543 Tagen) @ Argead
Wie oft wollt Ihr noch den immer wieder selben Strohmann bauen? Es geht den allermeisten hier nicht darum, dass Rüstung nicht notwendig, oder böse sei, oder darum, dass man die Ukraine nicht gegen Putin unterstützen soll. Es geht darum, dass man trotzdem dafür keine Werbung in einem Fussballstadion machen muss. Ich würde behaupten, so gut wie allen kritischen Diskutanten hier geht es wie mir: ich erkenne die Notwendigkeit von Rüstungskonzernen und einer aktiveren Verteidigungspolitik an und trotzdem will ich nicht, dass man Verein mit diesem notwendigen Übel Werbung macht.
Aber kann. Weil sonst ist es das übliche deutsche Ding: Wir hätten gerne Erdgas, aber auch keinen Fall wollen wir in Deutschland bohren.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:15 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Wie oft wollt Ihr noch den immer wieder selben Strohmann bauen? Es geht den allermeisten hier nicht darum, dass Rüstung nicht notwendig, oder böse sei, oder darum, dass man die Ukraine nicht gegen Putin unterstützen soll. Es geht darum, dass man trotzdem dafür keine Werbung in einem Fussballstadion machen muss. Ich würde behaupten, so gut wie allen kritischen Diskutanten hier geht es wie mir: ich erkenne die Notwendigkeit von Rüstungskonzernen und einer aktiveren Verteidigungspolitik an und trotzdem will ich nicht, dass man Verein mit diesem notwendigen Übel Werbung macht.
Aber kann. Weil sonst ist es das übliche deutsche Ding: Wir hätten gerne Erdgas, aber auch keinen Fall wollen wir in Deutschland bohren.
Genau diesen Strohmann, den du direkt wieder bringst, meine ich doch. Wir bohren doch jetzt schon eifrig in Deutschland und ob Borussia "Echte Liebe" Dortmund das noch dezent bewirbt, ist völlig unerheblich. Die Gelder fließen bereits, die Munitionsfabriken und Waffenanlagen sind genehmigt und werden gebaut und die Aktzeptanz dafür ist in der Bevölkerung hoch.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 19:10 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Wie oft wollt Ihr noch den immer wieder selben Strohmann bauen? Es geht den allermeisten hier nicht darum, dass Rüstung nicht notwendig, oder böse sei, oder darum, dass man die Ukraine nicht gegen Putin unterstützen soll. Es geht darum, dass man trotzdem dafür keine Werbung in einem Fussballstadion machen muss. Ich würde behaupten, so gut wie allen kritischen Diskutanten hier geht es wie mir: ich erkenne die Notwendigkeit von Rüstungskonzernen und einer aktiveren Verteidigungspolitik an und trotzdem will ich nicht, dass man Verein mit diesem notwendigen Übel Werbung macht.
Aber kann. Weil sonst ist es das übliche deutsche Ding: Wir hätten gerne Erdgas, aber auch keinen Fall wollen wir in Deutschland bohren.
Wir finden mehrheitlich ja auch erneuerbare Energien toll. Aber nur so lange, bis irgendwo am Horizont ein Windrad auftaucht.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 21:37 (vor 543 Tagen) @ istar
Das sind doch auch von euch Quatsch-Vergleiche… und Pauschalisierungen.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 22:08 (vor 543 Tagen) @ mrg
Das sind doch auch von euch Quatsch-Vergleiche… und Pauschalisierungen.
Während Du natürlich differenzierst
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 22:18 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Ja wo denn?
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
Basti Van Basten, Romania, Mittwoch, 21.08.2024, 18:50 (vor 543 Tagen) @ Theo Retisch
Das wahre und einzige Problem ist das Verhalten der Menschen, was eine Bewaffnung und
Rüstung erst notwendig macht. Das war noch nie anders und wird auch nie anders werden.Wie sollen wir uns notfalls wehren ?
Das Gummi aus der Unterhose ziehen und damit ne Fletsche bauen ?
Eben. Unternehmen machen Werbung um ihre Produkte wie in diesem Fall Waffen zu verkaufen. Für mich ist diese "Fan-Aktion" eigentlich auch nur wieder ein vorgeschobenes Argument, um sich selbst wichtig zu machen.
Denn wo bleibt denn die Aktion gegen Brinkhoffs? Die machen ihr Geld mit Alkohol. Dieser wurde 2020 von Medizinern als viertgefährlichste Droge eingestuft. Sie zerstört nicht nur die Menschen, die sie konsumieren, sondern auch Menschen in deren Umfeld.
Wo bleiben die Aktionen gegen BWIN? Wetten können süchtig machen und ebenfalls Existenzen zerstören. Was ist mit Aral? Was deren Produkte für unsere Umwelt und Gesundheit tun, ist nicht erst seit gestern bekannt.
Am Ende steht natürlich die Frage, wo jeder selbst die Grenze des Erträglichen zieht. Und wenn ich wirklich konsequent in dieser Frage wäre, müsste ich komplett aufhören, den BVB zu unterstützen. Die Grenze jetzt bei Waffen aber nicht bei Alkohol zu ziehen, wäre für mich persönlich heuchlerisch.
Das Problem ist nicht die Rüstungsindustrie ...
Basti Van Basten, Mittwoch, 21.08.2024, 20:49 (vor 543 Tagen) @ Basti Van Basten
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
Nordstädter, Nordstadt, Mittwoch, 21.08.2024, 16:28 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Tach auch, meine Güte: ich lese hier seit dem Beginn des Forums durchgehend mit (damals auch schon bei Blutgrätsche mit Arne in seinem Kinderzimmer zwischen 2 Spieltagen Anstoss 2 Gold). Und ich liebe die wirklich oft differenzierten Diskussionen enorm - ich hole mir hier auch mit über 40 noch gerne interessante Ansichten zu vielen Themen ein. Erstmal danke dafür an schwatzgelb und den vielen tollen Usern!
Der Deal hat meines Erachtens erst einmal eines geschafft: eine ordentliche Portion Zwietracht in die Fangemeinschaft zu tragen. Warum holt man sich ein solch brisantes Thema überhaupt ins Boot frage ich mich.
Ich bin entschieden gegen den Deal (2 von unseren Leuten haben ihre DK weiter gegeben, diese Konsequenz bringe ich leider nicht auf), sehe aber natürlich auch die Notwendigkeit einer wehrsamen Bundeswehr und einer inländischen Waffenproduktion zum Schutze "unserer Werte" (muss man wohl sagen um nicht als Putin-Versteher zu gelten). Die Argumente gegen den Deal muss ich ja nicht aufwärmen - der Artikel gibt schon viel wider was ich denke.
Ich stehe seit 1996 auf meinem Platz auf Block 13 und wir werden auch Aktionen gegen den Deal starten - und ich bin mir sehr sicher, dass wir auch auf andere Meinungen und ggf. "Gegenwehr" stoßen werden auf dem Block. Ich hoffe aber wirklich, dass es am Samstag nicht zu Übergriffen oder Angriffen auf "Demonstrierende" kommt - vorstellen kann ich es mir aber leider.
Wie gesagt frage ich mich: warum zum Teufel holt sich "mein Verein" ein solch selsibles Thema an Bord, welches das Potenzial hat, die Fangemeinschaft auch nachhaltig zu entzweien...? Klar, die Kohle - aber ist es das wert? Ich denke klar: nein.
AW: Aki
rheinlandbanane, Mittwoch, 21.08.2024, 18:17 (vor 543 Tagen) @ Nordstädter
Aki wird die Proteste der Süd innerlich abfeiern und wie er eben gestrickt ist standhaft stur bleiben. Wenn du sagst „mein Verein“, ganz im Gegenteil, bin davon überzeugt, dass der RM-Deal zu großen Teilen auf Akis Eitelkeit zurückzuführen ist.
Der Mann wollte einfach kurz vorm Abtreten der Macht seinen persönlichen Helmut Schmidt Moment, um uns blindem Fußvolk noch in 20 Jahren seine Weisheiten bei Zigarillo und Markus Lanz aufzutischen.
Wahrscheinlich wird Aki sogar recht behalten, denn die erste Vorab-Klarstellung des Artikels als auch deiner Einordnung ist leider längst kein Usus in weiten Teilen der Bevölkerung und damit genauso wenig auf der Süd.
AW: Aki
TeddyNr1, Freitag, 23.08.2024, 17:29 (vor 541 Tagen) @ rheinlandbanane
Aki wird die Proteste der Süd innerlich abfeiern und wie er eben gestrickt ist standhaft stur bleiben. Wenn du sagst „mein Verein“, ganz im Gegenteil, bin davon überzeugt, dass der RM-Deal zu großen Teilen auf Akis Eitelkeit zurückzuführen ist.
Der Mann wollte einfach kurz vorm Abtreten der Macht seinen persönlichen Helmut Schmidt Moment, um uns blindem Fußvolk noch in 20 Jahren seine Weisheiten bei Zigarillo und Markus Lanz aufzutischen.
Wahrscheinlich wird Aki sogar recht behalten, denn die erste Vorab-Klarstellung des Artikels als auch deiner Einordnung ist leider längst kein Usus in weiten Teilen der Bevölkerung und damit genauso wenig auf der Süd.
Sorry, aber das sehe ich total anders:
1. Glaube ich nicht, dass er Aki darum ging irgend einen besonders polarisierenden Abschluss seines "Lebenswerkes" zu schaffen. Das ist mir deutlich zuviel hineininterpretiert im Bild-Stile. Ich denke, das Angebot war einfach so, dass man schon aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht nein sagen kann.
2. Hat H. Schmidt mehr Leute -auf im Hohen Alter- mit seinen Ausführungen und Gedankengängen interessiert, als es heutzutage auch nur irgendein Politiker hinbekommt. Da ist der politische Stall, aus dem er kommt, völlig zweitrangig. Solche Politiker, mit dieser Einstellung und vielen Sichtweisen, würde Deutschland heutzutage mehr als nur gut tun.
Dementsprechend finde ich, dass dein Vergleich mächtig hinkt und mit seinem deutlichen, negativen Beigeschmack, sowohl dem einen als auch dem anderen nicht Gerecht wird.
Aber vielleicht hast du das ja anders gemeint oder bist auf satirischen Pfaden unterwegs...
AW: Aki
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 13:35 (vor 542 Tagen) @ rheinlandbanane
So ein Schwachsinn. Wenn man keine Ahnung hat…
Der ganze Deal wurde übrigens von Sportfive und unserer Marketing Abteilung gemanaged. Insbesondere dabei auch Cramer und Gruszecki.
Siehe Podcast:
https://m.youtube.com/watch?v=8zx1ooT3My4&t=1233s
AW: Aki
stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 19:50 (vor 543 Tagen) @ rheinlandbanane
Hat Aki Dir mal aufs Butterbrot gespuckt ?
AW: Aki
Ballschieber007, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 19:53 (vor 543 Tagen) @ stfn84
Hat Aki Dir mal aufs Butterbrot gespuckt ?
Ich glaube eher, dass Aki ihm die Freundin aufgespannt hat.
AW: Aki
rheinlandbanane, Mittwoch, 21.08.2024, 19:57 (vor 543 Tagen) @ Ballschieber007
Hat Aki Dir mal aufs Butterbrot gespuckt ?
Ich glaube eher, dass Aki ihm die Freundin aufgespannt hat.
Wow, du hast den persönlichen Angriff echt gut drauf! Respekt :d
Ich glaub schlicht und einfach, dass der Deal vor allem von Aki initiiert und gepusht wurde. Aus genannten Gründen. Bewerte das Für und Wider von Rheinmetall nicht mal.
AW: Aki
Ballschieber007, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 20:01 (vor 543 Tagen) @ rheinlandbanane
Hat Aki Dir mal aufs Butterbrot gespuckt ?
Ich glaube eher, dass Aki ihm die Freundin aufgespannt hat.
Wow, du hast den persönlichen Angriff echt gut drauf! Respekt :dIch glaub schlicht und einfach, dass der Deal vor allem von Aki initiiert und gepusht wurde. Aus genannten Gründen. Bewerte das Für und Wider von Rheinmetall nicht mal.
Natürlich wurde das von ihm gepusht, da kann es gar keine zwei Meinungen geben. Aki ist Geschäftsmann durch und durch und bei dem Deal hat er, wahrscheinlich auch noch bedingt durch Corona, an die wirtschaftlichen Vorteile gedacht. Meiner Meinung nach absolut richtig!
AW: Aki
Ballschieber007, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 19:46 (vor 543 Tagen) @ rheinlandbanane
Aki wird die Proteste der Süd innerlich abfeiern und wie er eben gestrickt ist standhaft stur bleiben. Wenn du sagst „mein Verein“, ganz im Gegenteil, bin davon überzeugt, dass der RM-Deal zu großen Teilen auf Akis Eitelkeit zurückzuführen ist.
Der Mann wollte einfach kurz vorm Abtreten der Macht seinen persönlichen Helmut Schmidt Moment, um uns blindem Fußvolk noch in 20 Jahren seine Weisheiten bei Zigarillo und Markus Lanz aufzutischen.
Wahrscheinlich wird Aki sogar recht behalten, denn die erste Vorab-Klarstellung des Artikels als auch deiner Einordnung ist leider längst kein Usus in weiten Teilen der Bevölkerung und damit genauso wenig auf der Süd.
Schreib ruhig weiter, bis dir etwas sinnvolles einfällt.
AW: Aki
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 19:22 (vor 543 Tagen) @ rheinlandbanane
Aki wird die Proteste der Süd innerlich abfeiern und wie er eben gestrickt ist standhaft stur bleiben. Wenn du sagst „mein Verein“, ganz im Gegenteil, bin davon überzeugt, dass der RM-Deal zu großen Teilen auf Akis Eitelkeit zurückzuführen ist.
Der Mann wollte einfach kurz vorm Abtreten der Macht seinen persönlichen Helmut Schmidt Moment, um uns blindem Fußvolk noch in 20 Jahren seine Weisheiten bei Zigarillo und Markus Lanz aufzutischen.
Wahrscheinlich wird Aki sogar recht behalten, denn die erste Vorab-Klarstellung des Artikels als auch deiner Einordnung ist leider längst kein Usus in weiten Teilen der Bevölkerung und damit genauso wenig auf der Süd.
Was machen Leute wie du eigentlich, wenn Aki weg ist? Wer ist dann das Böse im schwarzgelben Kosmos? Wer ist schuld,wenn wir nur unentschieden spielen?
Wenn es auf dem Klo in der Halbzeitpause zu voll ist? Wer taugt als würdiger Nachfolger?
Vorschläge?
AW: Aki
rheinlandbanane, Mittwoch, 21.08.2024, 19:38 (vor 543 Tagen) @ istar
Aki wird die Proteste der Süd innerlich abfeiern und wie er eben gestrickt ist standhaft stur bleiben. Wenn du sagst „mein Verein“, ganz im Gegenteil, bin davon überzeugt, dass der RM-Deal zu großen Teilen auf Akis Eitelkeit zurückzuführen ist.
Der Mann wollte einfach kurz vorm Abtreten der Macht seinen persönlichen Helmut Schmidt Moment, um uns blindem Fußvolk noch in 20 Jahren seine Weisheiten bei Zigarillo und Markus Lanz aufzutischen.
Wahrscheinlich wird Aki sogar recht behalten, denn die erste Vorab-Klarstellung des Artikels als auch deiner Einordnung ist leider längst kein Usus in weiten Teilen der Bevölkerung und damit genauso wenig auf der Süd.
Was machen Leute wie du eigentlich, wenn Aki weg ist? Wer ist dann das Böse im schwarzgelben Kosmos? Wer ist schuld,wenn wir nur unentschieden spielen?
Wenn es auf dem Klo in der Halbzeitpause zu voll ist? Wer taugt als würdiger Nachfolger?
Vorschläge?
Danke der freundlichen Nachfrage :d Ich war an sich immer sehr zufrieden mit Aki als Boss. Er hat uns aus der Traufe geholt, sicherlich ein paar Fehler gemacht, aber der BVB als großes Ganzes zählt und das sind wir, nicht wie vor 20 Jahren.
Deshalb ist vor dem Hintergrund seiner Leistung meinetwegen wohlverdient, nur eine gewisse Eitelkeit kann man Aki nicht absprechen. Der Kerl ist halt intelligent und hört sich deshalb noch lieber reden, das gehört bzw. gehörte auch in der Position dazu. In Zukunft dann halt bei Lanz als neuer Lauterbach.
AW: Aki
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 13:36 (vor 542 Tagen) @ rheinlandbanane
Man kann niemandem in Führungsposition Eitelkeiten absprechen.
AW: Aki
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 19:51 (vor 543 Tagen) @ rheinlandbanane
Aki wird die Proteste der Süd innerlich abfeiern und wie er eben gestrickt ist standhaft stur bleiben. Wenn du sagst „mein Verein“, ganz im Gegenteil, bin davon überzeugt, dass der RM-Deal zu großen Teilen auf Akis Eitelkeit zurückzuführen ist.
Der Mann wollte einfach kurz vorm Abtreten der Macht seinen persönlichen Helmut Schmidt Moment, um uns blindem Fußvolk noch in 20 Jahren seine Weisheiten bei Zigarillo und Markus Lanz aufzutischen.
Wahrscheinlich wird Aki sogar recht behalten, denn die erste Vorab-Klarstellung des Artikels als auch deiner Einordnung ist leider längst kein Usus in weiten Teilen der Bevölkerung und damit genauso wenig auf der Süd.
Was machen Leute wie du eigentlich, wenn Aki weg ist? Wer ist dann das Böse im schwarzgelben Kosmos? Wer ist schuld,wenn wir nur unentschieden spielen?
Wenn es auf dem Klo in der Halbzeitpause zu voll ist? Wer taugt als würdiger Nachfolger?
Vorschläge?
Danke der freundlichen Nachfrage :d Ich war an sich immer sehr zufrieden mit Aki als Boss. Er hat uns aus der Traufe geholt, sicherlich ein paar Fehler gemacht, aber der BVB als großes Ganzes zählt und das sind wir, nicht wie vor 20 Jahren.Deshalb ist vor dem Hintergrund seiner Leistung meinetwegen wohlverdient, nur eine gewisse Eitelkeit kann man Aki nicht absprechen. Der Kerl ist halt intelligent und hört sich deshalb noch lieber reden, das gehört bzw. gehörte auch in der Position dazu. In Zukunft dann halt bei Lanz als neuer Lauterbach.
Er wird eine Lücke hinterlassen. Auch als Blitzableiter.
Jürgen ist übrigens auch derbe eitel. Vielleicht kamen die deshalb so gut klar.
AW: Aki
blackyellow74, NRW, Mittwoch, 21.08.2024, 19:28 (vor 543 Tagen) @ istar
Für mich ist Putin der Auslöser des Ganzen, nicht Rheinmetall.
AW: Aki
rheinlandbanane, Mittwoch, 21.08.2024, 19:43 (vor 543 Tagen) @ blackyellow74
Für mich ist Putin der Auslöser des Ganzen, nicht Rheinmetall.
Lies erstmal meinen letzten Absatz. Da versteckt sich das Wort „leider“ - kein BSW-Wähler.
AW: Aki
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 19:31 (vor 543 Tagen) @ blackyellow74
Für mich ist Putin der Auslöser des Ganzen, nicht Rheinmetall.
Aki ist schuld.Immer. An allem.
AW: Aki
blackyellow74, NRW, Mittwoch, 21.08.2024, 19:37 (vor 543 Tagen) @ istar
Ja, auch daran, dass es den BVB überhaupt noch gibt
AW: Aki
Ballschieber007, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 19:59 (vor 543 Tagen) @ blackyellow74
bearbeitet von Ballschieber007, Mittwoch, 21.08.2024, 20:02
Ja, auch daran, dass es den BVB überhaupt noch gibt
Das finde aktuell ganz viele hier zum kotzen! Merkt man täglich, wenn man sich die neuesten Ergüsse zu Gemüte führt. Anstatt sich alle zusammen auf eine geile Saison zu freuen, wird ein Scheißdreck nach dem anderen verzapft um sich im Anschluss genüsslich fertig zu machen. Arme neue Welt!
AW: Aki
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:31 (vor 543 Tagen) @ blackyellow74
Wollte Putin auch Sponsor beim BVB werden?
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
Schoeneschooh, CDMX, Mittwoch, 21.08.2024, 17:41 (vor 543 Tagen) @ Nordstädter
Erstens: Ich finde deinen Beitrag super und respektiere deine Meinung absolut. Ich selber habe überhaupt kein Problem mit dem Sponsorendeal, hätte ihn selber jedoch höchstwahrscheinlich nicht eingetütet, wenn ich die Entscheidung hätte treffen müssen/können (als CC oder wer auch immer).
Zweitens: So hitzig hier auch diskutiert wird, so kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es wegen Plakaten zu dem Thema zu Handgreiflichkeiten oder Ähnlichem kommt. Wie immer, sollte man sich halt gut überlegen, was man z.B. genau auf ein Plakat pinselt. Nachdem ich den Podcast mit Cramer und Gruszecki gehört habe, glaube übrigens auch, dass man als Verein mit dieser Protestaktion durchaus umgehen kann!
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 18:10 (vor 543 Tagen) @ Schoeneschooh
Zweiteres kann ich mir durchaus vorstellen. Von wem dann was ausgeht wird man sehen.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
Rapunzel, Münster, Mittwoch, 21.08.2024, 16:59 (vor 543 Tagen) @ Nordstädter
muss ich als ältere Frau am Samstag Angst haben?
Gewalt ist gegen die Werte des Vereins.
Habe jetzt schon keine Lust mehr darauf am Samstag meinen Teil der DK in 13 zu nehmen
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
koom, Mittwoch, 21.08.2024, 16:47 (vor 543 Tagen) @ Nordstädter
Tach auch, meine Güte: ich lese hier seit dem Beginn des Forums durchgehend mit (damals auch schon bei Blutgrätsche mit Arne in seinem Kinderzimmer zwischen 2 Spieltagen Anstoss 2 Gold).
Hach, Blutgraetsche.de war damals schon was feines. :)
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 16:33 (vor 543 Tagen) @ Nordstädter
Ich denke die Kohle und das Eintreten für die Zeitenwende ist es definitiv wert.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
Nordstädter, Nordstadt, Mittwoch, 21.08.2024, 16:37 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
die Zeitenwende wird politisch und gesamtgesellschaftlich eingeläutet - bzw. wurde uns diese durch den Ficker aus Moskau aufgedrängt. wir als FUSSBALLverein haben damit erstmal gar nichts zu tun - und können das auch gar nicht leisten. ganz schön feige von mir, ich weiß - aber ich fürchte es ist so
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 16:06 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Es wurden mehr Argumente gewünscht. Gerne liebe Borussen :)
Die Kritik an der Partnerschaft zwischen Borussia Dortmund und Rheinmetall stützt sich stark auf ethische Bedenken gegenüber der Rüstungsindustrie. Diese Sichtweise vernachlässigt jedoch entscheidende Fakten. Rheinmetall spielt eine zentrale Rolle bei der Verteidigung der Ukraine gegen die russische Aggression. Ohne diese Unterstützung könnte die Ukraine ihre Unabhängigkeit und die Sicherheit Europas kaum verteidigen.
Die Partnerschaft mit BVB zeigt Solidarität mit den Opfern von Unterdrückung und Aggression. Rheinmetall ist nicht nur ein Waffenlieferant, sondern ein Verteidiger von Demokratie und Freiheit. Fußballvereine können gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, indem sie sich klar gegen Bedrohungen für diese Werte positionieren.
Kritiker übersehen außerdem, dass die Rüstungsindustrie Arbeitsplätze schafft und zur technologischen Innovation beiträgt, was letztlich zur Stabilität und Sicherheit in unsicheren Zeiten führt. Die Sponsoring-Partnerschaft bietet zudem die Chance, die Diskussion über die ethischen und moralischen Implikationen solcher Unternehmen zu fördern, anstatt sie zu verdrängen.
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uwelito, Wambel forever, Mittwoch, 21.08.2024, 20:07 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
bearbeitet von uwelito, Mittwoch, 21.08.2024, 20:10
Es wurden mehr Argumente gewünscht. Gerne liebe Borussen :)
Die Kritik an der Partnerschaft zwischen Borussia Dortmund und Rheinmetall stützt sich stark auf ethische Bedenken gegenüber der Rüstungsindustrie. Diese Sichtweise vernachlässigt jedoch entscheidende Fakten. Rheinmetall spielt eine zentrale Rolle bei der Verteidigung der Ukraine gegen die russische Aggression. Ohne diese Unterstützung könnte die Ukraine ihre Unabhängigkeit und die Sicherheit Europas kaum verteidigen.
Die Partnerschaft mit BVB zeigt Solidarität mit den Opfern von Unterdrückung und Aggression. Rheinmetall ist nicht nur ein Waffenlieferant, sondern ein Verteidiger von Demokratie und Freiheit. Fußballvereine können gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, indem sie sich klar gegen Bedrohungen für diese Werte positionieren.
Kritiker übersehen außerdem, dass die Rüstungsindustrie Arbeitsplätze schafft und zur technologischen Innovation beiträgt, was letztlich zur Stabilität und Sicherheit in unsicheren Zeiten führt. Die Sponsoring-Partnerschaft bietet zudem die Chance, die Diskussion über die ethischen und moralischen Implikationen solcher Unternehmen zu fördern, anstatt sie zu verdrängen.
Mir geht das Engagement des BVB rund um Watzke, Cramer und unseren neuen Fussballkultur - Zuständigen nicht weit genug. In meinen Augen hätte man entweder direkt einen Deal mit der Ukraine abschließen oder aber kostenlos für Rheinmetall Werbung machen müssen. Rheinmetall liegt praktisch mit den ukrainischen Soldaten und Soldatinnen todesmutig im Schützengraben. Und von denen nimmt der BVB Geld?
Du hast natürlich vollkommen Recht, wenn Du darauf hinweist, dass ein Unternehmen wie Rheinmetall „ein Verteidiger“ von Freiheit und Demokratie ist. Genauso wie der- oder diejenige Recht hätte mit der Behauptung, Rheinmetall sei ein Verteidiger von Diktatoren und Unterdrückern. Das Dilemma von Rheinmetall ist leider, dass sie sich noch nicht einmal von den Geschäften der letzten Jahrzehnte distanzieren können ohne gleichzeitig zugeben zu müssen, dass man sich bei Bedarf (etwa nach einer Annäherung oder Abrüstung in Europa) sofort wieder den gleichen Despoten in Asien, Lateinamerika oder Afrika zuwenden müsste, wie das früher Usus war.
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Aufholjagd 10-06-1995, Mittwoch, 21.08.2024, 17:35 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Guter Beitrag. Ich gratuliere.
Ich schliesse in der Nacht meine Wohnungstüre ab, weil ich nicht will, dass jemand Fremdes reinkommt. Es würde mir aber nie in den Sinn kommen, in eine andere Wohnung einzudringen.
Wer jetzt Rheinmetall kritisiert, befürwortet den Angriffskrieg von Massenmörder Putin auf die Ukraine. Sinnvoll dagegen wäre, am Samstag gegen Frankfurt Banner und Transparente gegen Putin aufzuhängen. Statt eine Firma zu diffamieren, die uns vor Putin schützt.
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Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 16:13 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Bro, es ist gut, wir haben auch alle schon mal ChatGPT benutzt. Tu uns bitte einen Gefallen und fahr' mal einen Gang runter, es gibt hier einige sehr zielführende und bereichernde Gespräche - wir haben deinen Standpunkt jetzt zur Kenntnis genommen und es bringt absolut gar nichts, in jedes Gespräch hier von der Seite reinzugrätschen, außer, dass der sehr vernünftige Diskurs hier völlig torpediert wird.
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markus, Mittwoch, 21.08.2024, 15:48 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Erstmal danke für den Text. Ich verstehe die Argumente, sehe aber einen Punkt anders.
“Während Bier in erster Linie ein Lebensmittel ist, das nur bei unsachgemäßem und überzogenem Konsum zu gesundheitlichen Folgen führt, produziert Rheinmetall hauptsächlich Geräte, deren erste und einzige Aufgabe es ist, Menschen zu töten oder zumindest zu verwunden“
Es ist nicht die einzige Aufgabe, Menschen zu töten. Oft geht es darum, Infrastruktur zu zerstören, um damit Gewalt bzw. das Töten von Menschen sogar zu verhindern.
In einem Verteidigungsfall geht es darum, Demokratie und unsere Werte zu verteidigen. Die Logik: Waffe - Puff - Mensch tot ist zu stark vereinfacht. Es hängt letztendlich immer davon ab, wie man damit umgeht. Kann man den völkerrechtswidrigen Umgang mit Waffen Rheinmetall zurechnen? Die Entscheidungen dazu treffen doch andere.
Ich sehe hier keinen automatischen Widerspruch zu den Werten des BVB. Wenn wir auf den Grundwertekodex verweisen, müssen wir uns fairerweise auch den Wertekodex von Rheinmetall anschauen. Und der beinhaltet ähnliche Allgemeinplätze, wie so ziemlich jeder Kodex (Menschenrechte, Unwelt, Diskriminierung usw.).
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Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:58 (vor 543 Tagen) @ markus
In einem Verteidigungsfall geht es darum, Demokratie und unsere Werte zu verteidigen. Die Logik: Waffe - Puff - Mensch tot ist zu stark vereinfacht. Es hängt letztendlich immer davon ab, wie man damit umgeht. Kann man den völkerrechtswidrigen Umgang mit Waffen Rheinmetall zurechnen? Die Entscheidungen dazu treffen doch andere.
Das sehe ich anders. Dieser Punkt zu Ende gedacht würde ja bedeuten, dass wir uns Kontrollmechanismen über Waffenexporte eigentlich schenken können, weil wir im Ergebnis keinen Einfluss darauf haben, wie Kriegsgerät am Ende eingesetzt wird. Ich sehe da eine deutlich größere Verantwortung als bei anderen Produkten.
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Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 16:07 (vor 543 Tagen) @ Giog
Tja, wenn man das vorher immer mal so wüsste :-)
Die Dinge sind halt immer im Fluss. Und Entscheidungen können sich auch als falsch herausstellen. Oder Parameter verändern sich komplett.
Wer weiß es schon.
Unterm Strich stimmt aber natürlich, dass man, völkerrechtlich gedeckt, Menschen töten darf, um zb Menschenrechte zu schützen. Und das allein zeigt ja schon, wie schwierig dann die Frage ist, wo in diesen Fragen eigentlich Werte oder Grundwerte verortet sind. Nur mal beispielhaft.
Ebenso darfst du zwar einen Soldaten ganz allgemein Mörder nennen, dennoch darf er doch zB dann BVB Mitglied sein. Oder verstößt er dann gegen den Grundwertekodex und müsste eigentlich ausgeschlossen werden, weil seine Funktion ja ganz klar im Endergebnis das töten bzw morden wäre?
Nochmal: dass das Thema einen Diskurs braucht und hat und auch eine Ablehnung legitim ist, finde ich vollkommen korrekt. Und richtig, dass das so möglich ist. Aber die Konnotation mit den Grundwerten, finde ich sehr schwierig.
MFG
Phil
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uwelito, Wambel forever, Mittwoch, 21.08.2024, 20:57 (vor 543 Tagen) @ Phil
Tja, wenn man das vorher immer mal so wüsste :-)
Die Dinge sind halt immer im Fluss. Und Entscheidungen können sich auch als falsch herausstellen. Oder Parameter verändern sich komplett.
Wer weiß es schon.
Unterm Strich stimmt aber natürlich, dass man, völkerrechtlich gedeckt, Menschen töten darf, um zb Menschenrechte zu schützen. Und das allein zeigt ja schon, wie schwierig dann die Frage ist, wo in diesen Fragen eigentlich Werte oder Grundwerte verortet sind. Nur mal beispielhaft.
Ebenso darfst du zwar einen Soldaten ganz allgemein Mörder nennen, dennoch darf er doch zB dann BVB Mitglied sein. Oder verstößt er dann gegen den Grundwertekodex und müsste eigentlich ausgeschlossen werden, weil seine Funktion ja ganz klar im Endergebnis das töten bzw morden wäre?
Nochmal: dass das Thema einen Diskurs braucht und hat und auch eine Ablehnung legitim ist, finde ich vollkommen korrekt. Und richtig, dass das so möglich ist. Aber die Konnotation mit den Grundwerten, finde ich sehr schwierig.
MFG
Phil
Natürlich kann man Waffen an eine Regierung in gutem Glauben liefern. Das Problem bei Rheinmetall ist, dass man in den letzten Jahrzehnten immer wieder mal Waffen mit dem festen Wissen geliefert hat, dass diese für die schrecklichsten Dinge eingesetzt werden. Sei es in externen Konflikten oder sei es, um die eigenen Bevölkerung zu unterdrücken oder gar zu massakrieren.
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stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 21:52 (vor 543 Tagen) @ uwelito
Die Waffenlieferungen wurde jeweils durch demokratisch gewählte Volksvertretungen legitimiert.
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uwelito, Wambel forever, Mittwoch, 21.08.2024, 22:18 (vor 543 Tagen) @ stfn84
Die Waffenlieferungen wurde jeweils durch demokratisch gewählte Volksvertretungen legitimiert.
Jeweils? Meistens ja, sehr häufig aber auch nicht. Dort wo es keine Legitimation gab war man sehr kreativ bei der Suche nach Lösungen.
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stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 22:23 (vor 543 Tagen) @ uwelito
Benennst du mal bitte die fünf, zehn oder fünfzehn Fälle bei denen das nicht so war?
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uwelito, Wambel forever, Mittwoch, 21.08.2024, 23:03 (vor 543 Tagen) @ stfn84
VAE, Argentinien, Südafrika, Saudi-Arabien, Russland, Chile, Brasilien, Uganda, Zentralafrik. Republik, Irak. Da brauchte ich nicht mal nachschauen. Ich finde, das Wissen darum sollte Teil der politischen Bildung eines aufgeklärten deutschen Staatsbürgers sein. Artikel dazu kannst du in so ziemlich allen deutschen Leitmedien finden.
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 23:10 (vor 543 Tagen) @ uwelito
Naja das wäre mir auch neu, dass hier Rheinmetall immer kreative Wege vorbei an der Rüstungskontrolle gefunden hat.
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 08:32 (vor 542 Tagen) @ mrg
Das haben sie natürlich auch nicht.
Dass Rheinmetall kein Monolpolist ist, ist aber ja auch klar. Kurzum, sie konkurrieren natürlich mit anderen Herstellern weltweit um Aufträge. Und das in dieser Branche da auch nicht selten nachgeholfen wird (oder die Auftraggeber nachhalfen bei bestimmten Dingen), ist auch mal klar. Sprich, Korruption ist natürlich ein Problem in dieser Branche.
Dennoch ist es natürlich auch nicht so, dass Rheinmetall da irgendwie über geheime Wege Produkte gegen die geltenen Gesetze in großem Stil an wen auch immer verschachert.
Das funktioniret schlichtweg nicht. Wie auch?
Was anderes ist natürlich, dass sie Tochterfirmen oder Joint Venture (bei denen es ja in der Regel um Technologie Transfer geht) in anderen Ländern dieser Welt unterhalten. Dann gelten die Regeln, die eben dort gelten. Also eine italienische Tochter unterliegt den italienischen Regeln (und immer auch den EU Regeln) und ein südafrikanisches Joint Venture halt den Regeln dort.
Dabei muss man ja auch bendeken, dass Rheinmetall eben ein multinationaler Konzern ist. Der eben auch im im internationalen (Mit-)Eigentum ist. Das ist halt kein Staatskonzern. Sie sind nur sehr eng (in ihrem weit überwiegendem Geschäft / Umsatz) an den Staat gebunden.
Insofern ist es ja auch legitim zu kritisieren, dass sie sich (also Rheinmetall) manchmal so gerieren, als wären sie eine Art Non-Profit-Staatskonzern.
MFG
Phil
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uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 22.08.2024, 19:13 (vor 542 Tagen) @ Phil
Das haben sie natürlich auch nicht.
Dass Rheinmetall kein Monolpolist ist, ist aber ja auch klar. Kurzum, sie konkurrieren natürlich mit anderen Herstellern weltweit um Aufträge. Und das in dieser Branche da auch nicht selten nachgeholfen wird (oder die Auftraggeber nachhalfen bei bestimmten Dingen), ist auch mal klar. Sprich, Korruption ist natürlich ein Problem in dieser Branche.
Dennoch ist es natürlich auch nicht so, dass Rheinmetall da irgendwie über geheime Wege Produkte gegen die geltenen Gesetze in großem Stil an wen auch immer verschachert.
Das funktioniret schlichtweg nicht. Wie auch?
Was anderes ist natürlich, dass sie Tochterfirmen oder Joint Venture (bei denen es ja in der Regel um Technologie Transfer geht) in anderen Ländern dieser Welt unterhalten. Dann gelten die Regeln, die eben dort gelten. Also eine italienische Tochter unterliegt den italienischen Regeln (und immer auch den EU Regeln) und ein südafrikanisches Joint Venture halt den Regeln dort.
Dabei muss man ja auch bendeken, dass Rheinmetall eben ein multinationaler Konzern ist. Der eben auch im im internationalen (Mit-)Eigentum ist. Das ist halt kein Staatskonzern. Sie sind nur sehr eng (in ihrem weit überwiegendem Geschäft / Umsatz) an den Staat gebunden.
Insofern ist es ja auch legitim zu kritisieren, dass sie sich (also Rheinmetall) manchmal so gerieren, als wären sie eine Art Non-Profit-Staatskonzern.
MFG
Phil
Dass insbesondere in dieser Branche mit allerhärtesten Bandagen gekämpft wird, steht außer Frage. Drogen- und Waffenhandel (legaler, illegaler und semi-legaler) sind die globalen Wirtschaftszweige, die Individuen wie Managern und Politikern das meiste Geld in die Taschen spülen. Was schlussfolgerst Du denn hinsichtlich der Normalität von Korruption in der Branche?
Es ist sicherlich richtig, dass Rheinmetall nicht irgendwelche Panzer illegal und unbemerkt (zumindest nicht unbemerkt) an irgendeinen afrikanischen Kaiser verscherbeln kann. Aber sind Tausende von Granaten oder Kisten von Munition weniger verwerflich, weil weniger großer Stil?
Es gibt sicherlich eine Reihe verschiedener Gründe für die internationale Struktur des Konzerns. Einer ist, dass man dadurch die strengeren Gesetze in Deutschland und der EU umgehen kann.
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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 19:17 (vor 542 Tagen) @ uwelito
Das ist falsch. Am meisten Geld lässt sich mit Menschenhandel verdienen. Danach kommen idR Plagiate und dann Drogen. Waffen folgen dann.
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uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 22.08.2024, 19:27 (vor 542 Tagen) @ MarcBVB
Das ist falsch. Am meisten Geld lässt sich mit Menschenhandel verdienen. Danach kommen idR Plagiate und dann Drogen. Waffen folgen dann.
Gut zu wissen, bzw. interessanter Einwand. Ich wollte eigentlich schreiben "dürften sein". Spülen Plagiate Politikern in großem Maße Geld in die Taschen? Menschenhandel scheint erst mal nachvollziehbarer, zumindest in manchen Regionen. Aber wie verdienen daran Konzernmanager?
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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.08.2024, 19:33 (vor 542 Tagen) @ uwelito
Das ist falsch. Am meisten Geld lässt sich mit Menschenhandel verdienen. Danach kommen idR Plagiate und dann Drogen. Waffen folgen dann.
Gut zu wissen, bzw. interessanter Einwand. Ich wollte eigentlich schreiben "dürften sein". Spülen Plagiate Politikern in großem Maße Geld in die Taschen? Menschenhandel scheint erst mal nachvollziehbarer, zumindest in manchen Regionen. Aber wie verdienen daran Konzernmanager?
Schau dir die Kartelle an. Das sind Konzerne.
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uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 22.08.2024, 19:51 (vor 542 Tagen) @ MarcBVB
Das ist falsch. Am meisten Geld lässt sich mit Menschenhandel verdienen. Danach kommen idR Plagiate und dann Drogen. Waffen folgen dann.
Gut zu wissen, bzw. interessanter Einwand. Ich wollte eigentlich schreiben "dürften sein". Spülen Plagiate Politikern in großem Maße Geld in die Taschen? Menschenhandel scheint erst mal nachvollziehbarer, zumindest in manchen Regionen. Aber wie verdienen daran Konzernmanager?
Schau dir die Kartelle an. Das sind Konzerne.
Ja, die kann man natürlich so bezeichnen. Mir ging es aber tatsächlich um legale Konzerne. Und auch weniger um das Ranking an sich als um die Tatsache, dass insbesondere auch der Waffenhandel Managern legaler Konzerne und Politikern Milliarden in die Taschen spült. Und ob sich aus dieser Tatsache irgendetwas ableiten lässt, was eine grundsätzliche Bedeutung für die Waffenindustrie oder die spezifische Partnerschaft zwischen Rheinmetall und dem BVB haben könnte.
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uwelito, Wambel forever, Mittwoch, 21.08.2024, 23:26 (vor 543 Tagen) @ mrg
Naja das wäre mir auch neu, dass hier Rheinmetall immer kreative Wege vorbei an der Rüstungskontrolle gefunden hat.
Ich habe schon zum Zeitpunkt, als der Deal zu Stande kam, verschiedene Artikel verlinkt. Zudem habe ich auf ein oder zwei Bücher hingewiesen, die sehr hilfreich dabei sind das Geschäftsgebaren der deutschen Rüstungskonzerne in der Nachkriegs - Zeit genauer zu verstehen. In meinen Augen kann sich da jeder selbst ganz gut einlesen, vorausgesetzt, es besteht ein ehrliches Interesse, die ganze Thematik besser zu verstehen. Der zeitliche Aufwand dafür ist eher klein.
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stfn84, Köln, Donnerstag, 22.08.2024, 06:36 (vor 542 Tagen) @ uwelito
Ich habe es mir angewöhnt Argumente zumindest dezidierter auszubreiten, als Du es tust. Bzw. versuche ich es im Regelfall.
Du hast ja zumindest mal elf Länder genannt. Da hätte ich dann schon gerne gewusst, welche Deals denn konkret ohne Legitimation Deutschlands oder eines europäischen Staates gelaufen sind.
Bzgl. Russland kannst Du natürlich gerne auf die angebahnte Lieferung 2014 verweisen, was aber die weitere Diskussion mit Dir dazu vereinfachen würde. Kontext (Stichwort Deutsche Russlandpolitik in den 2010ern) ist wichtig.
Dass ein Wirtschaftsunternehmen aufgrund eines von der Politik in letzter Sekunde vereitelten Milliardengeschäfts klagt dürfte übrigens vor allem haftungstechnische Gründe haben. Auch wenn man das auf Anhieb vielleicht nicht verstehen muss.
Fair enough:
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 22.08.2024, 18:40 (vor 542 Tagen) @ stfn84
Ich habe es mir angewöhnt Argumente zumindest dezidierter auszubreiten, als Du es tust. Bzw. versuche ich es im Regelfall.
Du hast ja zumindest mal elf Länder genannt. Da hätte ich dann schon gerne gewusst, welche Deals denn konkret ohne Legitimation Deutschlands oder eines europäischen Staates gelaufen sind.
Bzgl. Russland kannst Du natürlich gerne auf die angebahnte Lieferung 2014 verweisen, was aber die weitere Diskussion mit Dir dazu vereinfachen würde. Kontext (Stichwort Deutsche Russlandpolitik in den 2010ern) ist wichtig.Dass ein Wirtschaftsunternehmen aufgrund eines von der Politik in letzter Sekunde vereitelten Milliardengeschäfts klagt dürfte übrigens vor allem haftungstechnische Gründe haben. Auch wenn man das auf Anhieb vielleicht nicht verstehen muss.
Beispiel VAE:
Der Konzern/ die Verantwortlichen konnten aufgrund eines Taschenspielertricks legal nicht zur Verantwortung gezogen werden. Für einen Disqualifikation als Partner des BVB sollten solche Sachverhalte dennoch ausreichen.
Es gibt jede Menge Hinweise darauf, dass Rheinmetall auch lange nach der Krim-Besetzung noch Geschäfte mit Putin gemacht hat. Wie woanders und so oft unter dem Deckmantel der undurchsichtigen Konzernstruktur (hier die russische Tochter Aviaistok).
Es gibt zig Beispiele die unbestreitbar belegen, dass man es mit einem Konzern zu tun hat, der ab einem gewissen Managementlevel für unglaubliche Schandtaten bereit steht, solange die Kasse und vor allem auch die eigene Provision (Kickback) stimmt.
Jetzt kann man als BVB oder BVB- Fan sagen, mir ist das egal wo unser Geld herkommt, solange uns dieses Geld wettbewerbsfähiger macht. Hier sagen einige, na ja, Korruption ist halt woanders normal, knallharter Wettbewerb, Arbeitsplätze schützen usw. Am Ende muss das jeder mit sich selbst ausmachen. Ich lehne die Partnerschaft zwischen Rheinmetall und den BVB aus voller Überzeugung ab.
Fair enough:
stfn84, Köln, Donnerstag, 22.08.2024, 21:29 (vor 542 Tagen) @ uwelito
Ich bin da anders gestrickt.
Bis zum Überfall auf die Ukraine hätte ich das Einsteigen von Rheinmetall wohl abgelehnt. Auch wenn schon damals die Notwendigkeit klar war, dass man auch Geld in Rüstung stecken muss (NATO) und es in meinen Augen wichtig ist dafür eigene Expertise im Land zu haben. Damit man nicht nur abhängig von anderen Ländern, multinationalen Konzernen und Co. ist.
Für mich bedeutet Zeitenwende eben genau das. Die Ukraine muss gewinnen. Dafür sind Waffen notwendig. Die muss Rheinmetall herstellen und schnellstmöglich ausliefern. Der Zweck heiligt die Mittel - und auch wenn dies nicht die Vergangenheit rein wäscht, schlucke ich diese Kröte.
Fair enough
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 22.08.2024, 22:45 (vor 542 Tagen) @ stfn84
bearbeitet von uwelito, Donnerstag, 22.08.2024, 22:48
Ich bin da anders gestrickt.
Bis zum Überfall auf die Ukraine hätte ich das Einsteigen von Rheinmetall wohl abgelehnt. Auch wenn schon damals die Notwendigkeit klar war, dass man auch Geld in Rüstung stecken muss (NATO) und es in meinen Augen wichtig ist dafür eigene Expertise im Land zu haben. Damit man nicht nur abhängig von anderen Ländern, multinationalen Konzernen und Co. ist.
Für mich bedeutet Zeitenwende eben genau das. Die Ukraine muss gewinnen. Dafür sind Waffen notwendig. Die muss Rheinmetall herstellen und schnellstmöglich ausliefern. Der Zweck heiligt die Mittel - und auch wenn dies nicht die Vergangenheit rein wäscht, schlucke ich diese Kröte.
Das gilt es zu respektieren. Wobei Du noch nicht ausgeführt hast, wie die Partnerschaft mit dem BVB überhaupt irgendwelche positiven Auswirkungen diesbezüglich generieren könnte. Zudem finde ich es bemerkenswert, dass Du mich im Grunde dazu aufforderst, ein paar konkrete Beispiele für die Schweinereien von Rheinmetall zu benennen, suggerierend das dir in der Hinsicht nichts bekannt ist. Um mir dann auf die Beispiele zu antworten, dass es dir im Grunde eigentlich egal ist, was dort selbst noch in der jüngsten Vergangenheit passiert ist. Bemerkenswert auch, wie Cramer, Watzke und Gruszecki (tragische Rolle im OMR- Podcast) es schaffen, so zu tun, als ob es diese Vergangenheit nicht geben würde, denn diese wird ja nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Nachvollziehbar, aber dennoch erwähnenswert. Nachvollziehbar, weil eine intensivere Fokussierung auf die Machenschaften der Vergangenheit natürlich dazu führen würde, dass die Frage gestellt wird, ob so etwas für die Zukunft ausgeschlossen werden kann. Und es gibt natürlich gar keinen Grund davon auszugehen, dass sich irgendetwas grundsätzliches am Geschäftsgebaren der harten Hunde/ Schmierlappen von Rheinmetall ändern wird. Auch wenn man bis auf weiteres mit den Russen wohl erst mal keine Geschäfte machen wird. Aber wer weiß das schon.
Fair enough
stfn84, Köln, Freitag, 23.08.2024, 21:59 (vor 541 Tagen) @ uwelito
Ich bin da anders gestrickt.
Bis zum Überfall auf die Ukraine hätte ich das Einsteigen von Rheinmetall wohl abgelehnt. Auch wenn schon damals die Notwendigkeit klar war, dass man auch Geld in Rüstung stecken muss (NATO) und es in meinen Augen wichtig ist dafür eigene Expertise im Land zu haben. Damit man nicht nur abhängig von anderen Ländern, multinationalen Konzernen und Co. ist.
Für mich bedeutet Zeitenwende eben genau das. Die Ukraine muss gewinnen. Dafür sind Waffen notwendig. Die muss Rheinmetall herstellen und schnellstmöglich ausliefern. Der Zweck heiligt die Mittel - und auch wenn dies nicht die Vergangenheit rein wäscht, schlucke ich diese Kröte.
Das gilt es zu respektieren. Wobei Du noch nicht ausgeführt hast, wie die Partnerschaft mit dem BVB überhaupt irgendwelche positiven Auswirkungen diesbezüglich generieren könnte.
Naja. Der Fußball ist wohl DAS Ereignis mit größter Strahlkraft.
Deshalb bezahlt Rheinmetall viel Geld. Man erhofft sich offensichtlich, dass man die Marke durch das Engagement positiv auflädt. Wie im Übrigen bei allen anderen Sponsoren.
Für mich ist das im Zusammenhang mit der Zeitenwende dann problemlos, vielleicht sogar begrüßenswert. Weil durch das Sponsoring eben diskutiert wird. Auch hier - wenn auch kritischer als es mE sein müsste.
Zudem finde ich es bemerkenswert, dass Du mich im Grunde dazu aufforderst, ein paar konkrete Beispiele für die Schweinereien von Rheinmetall zu benennen, suggerierend das dir in der Hinsicht nichts bekannt ist. Um mir dann auf die Beispiele zu antworten, dass es dir im Grunde eigentlich egal ist, was dort selbst noch in der jüngsten Vergangenheit passiert ist.
Das ist dann offensichtlich falsch rüber gekommen.
Ich habe in dieser Angelegenheit bis dato fast immer nur dumpfes Gebrabbel vernommen, bei dem häufig dann irgendwelche Halbwahrheiten verbreitet wurden.
Insbesondere die Geschichte, dass Rheinmetall ja sogar an Russland Waffen liefern wollte, obwohl sie doch die Krim annektierten…
Was eben keine wirkliche Problematik sein kann, wenn man es in den Kontext des damaligen Zeitgeschehens und der Russlandpolitik Deutschlands setzt.
Die aus der Hüfte gebrachten Beispiele zeigen, dass Du Dich offensichtlich mehr mit Rheinmetall auseinandergesetzt hast. Und ja - sauber ist das nicht. Ich finde es aus diesem Grund vollkommen legitim, wenn man diesen Aspekt kritisch sieht. Und selbstverständlich ist es auch zu respektieren wenn man deshalb das Zusammenwirken ablehnt.
Wenn ich sehe was Rheinmetall so in Gänze macht und was in meiner Welt (aktuell) richtig ist, komme ich offensichtlich zu einem anderen Ergebnis.
Fair enough
Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 23:37 (vor 542 Tagen) @ uwelito
Zu dem Podcast müsste man einen eigenen Artikel schreiben, da sind so viele hanebüchene Dinge gesagt worden. Aber zu dem von dir angesprochenen Punkt: es wäre tatsächlich spannend gewesen, wenn zwei Fragen, die CC selbst aufgeworfen hat einmal gestellt worden wären: er sagt zum Einen, vor 2 Jahren hätte man das wohl nicht gemacht. Da wäre doch naheliegend gewesen zu fragen „warum?“ und ob sich der Sinneswandel rein aufgrund der politischen Lage ergeben hat, oder auch Rheinmetall als unternehmen einen Anteil hat (schließlich bekommt man nicht vom Verteidigungsministerium im Zuge der Zeitenwende Geld, sondern von Rheinmetall).
Zweiter Punkt ist die Stelle, wo die „roten Linien“ bei der Auswahl von Partnern angesprochen wird, aber gleich abgewiegelt wird, dass man die nicht weiter benennen wolle. Diese Debatte würde ich sehr gerne mal geführt sehen, weil an der Stelle lediglich deutlich wird, dass man mit dem arabischen Raum nix zu tun haben will (klar, die verzerren ja auch den Fußball Wettbewerb).
Fair enough
uwelito, Wambel forever, Freitag, 23.08.2024, 21:08 (vor 541 Tagen) @ Giog
Zu dem Podcast müsste man einen eigenen Artikel schreiben, da sind so viele hanebüchene Dinge gesagt worden. Aber zu dem von dir angesprochenen Punkt: es wäre tatsächlich spannend gewesen, wenn zwei Fragen, die CC selbst aufgeworfen hat einmal gestellt worden wären: er sagt zum Einen, vor 2 Jahren hätte man das wohl nicht gemacht. Da wäre doch naheliegend gewesen zu fragen „warum?“ und ob sich der Sinneswandel rein aufgrund der politischen Lage ergeben hat, oder auch Rheinmetall als unternehmen einen Anteil hat (schließlich bekommt man nicht vom Verteidigungsministerium im Zuge der Zeitenwende Geld, sondern von Rheinmetall).
Zweiter Punkt ist die Stelle, wo die „roten Linien“ bei der Auswahl von Partnern angesprochen wird, aber gleich abgewiegelt wird, dass man die nicht weiter benennen wolle. Diese Debatte würde ich sehr gerne mal geführt sehen, weil an der Stelle lediglich deutlich wird, dass man mit dem arabischen Raum nix zu tun haben will (klar, die verzerren ja auch den Fußball Wettbewerb).
Ich habe den Podcast heute noch einmal gehört. Das war nicht zuletzt deshalb gut, weil ich Gruszeckis Hinweis auf seine Freunde in Argentinien beim ersten Hören akustisch vollkommen falsch verstanden habe. Es ging also an diesem speziellen Punkt nicht um das Unverständnis bezüglich des Sponsoring- Deals mit Rheinmetall sondern darum, dass die Kumpels aus Argentinien nichts mit den Diskussionen bezüglich Katars und WM- Boykott anfangen konnten. Das kann ich total nachvollziehen, denn für die meisten oder alle meine Freunde aus Südamerika würde wohl aus den verschiedensten Gründen das gleiche gelten. Das ist aber für das hier debattierte Thema vollkommen irrelevant, wobei ich keinesfalls unterstellen möchte, dass hier bewusst eine Nebelkerze gezündet werden sollte. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen noch mal auf den Podcast zurückkommen kann.
Dieses kleine Missverständnis hatte aber nun umgehend dafür gesorgt, dass ich mich noch einmal genauer mit den Zusammenhängen zwischen Rüstungsindustrie, Chile und Argentinien und den dortigen Militärdiktaturen zwischen 1973 und 1990, bzw. 1976 bis 1983 beschäftigt habe. Da ich selbst 30 Jahre lang in Lateinamerika gelebt habe und im Grunde in allen spanischsprechenden Ländern (plus Brasilien) eine ganze Reihe Freunde und Bekannte habe wusste ich, dass das, was ich da glaubte gehört zu haben, falsch sein musste. Denn gerade in Argentinien und Chile kann man mit den Themen "deutsche Waffenexporte" etwas anfangen, wie ich aus einem früheren Gespräch (in den 90ger Jahren) mit meinem chilenisch-jüdischen Freund Mario wusste. Der wurde in Santiago geboren, seine Eltern stammten ursprünglich aus Deutschland und waren in der NS- Zeit nach Chile geflohen. Mario war damals Professor für Philosophie an der Universidad de Santiago de Chile und erzählte mir Dinge über sein Land, für die er sich als Chilene und ich mich als Deutscher im wahrsten Sinne des Wortes geschämt haben. Von der Nähe großer Teile der jüdischen Gemeinde zu Pinochet und seinem Folterregime und der Unterstützung der deutschen Botschaft in Wort und Tat, die - wie eine ganze Reihe von Politikern in der BRD - von einem "notwendigen Übel" sprach. Von jüdischen Ministern, die mit dem Hitlerbewunderer Pinochet gemeinsame Sache machten. Von der Unterstützung durch F.J. Strauß und Teile der CSU für die Folterknechte, aber auch von der großen Gastfreundlichkeit, auf die im besonderen viele chilenische Akademiker im Exil in Deutschland trafen. Hier gebührt den deutschen Gewerkschaften, den Universitäten und auch Teilen der SPD großer Dank. Er erzählte mir aber auch von der Unterstützung des Folterregimes durch die deutsche Militärindustrie. Das alles hatte ich noch so einigermaßen auf dem Schirm, als der Rheinmetalldeal publik wurde und ich den Podcast hörte, aber nicht mehr, welcher oder welche Konzerne mithalfen, dass sich der Hurensohn Pinochet solange an der Macht halten konnte. Deshalb habe ich noch mal nachgeschaut. Was dabei herausgekommen ist, wird dich nicht überraschen: https://www.spiegel.de/politik/im-zweifel-passiv-a-30285bde-0002-0001-0000-000014349676
Muss jetzt leider nach Hause, Frau guckt mittlerweile nicht mehr amused. Ein kurzer Dank noch an dich für deine wohltuenden Beiträge, die ich in der Diskussion mit einer gehörigen Portion Empathie verfolgt habe. Auf drei Punkte morgen. Abrazos.
Fair enough
markus, Freitag, 23.08.2024, 08:10 (vor 541 Tagen) @ Giog
Zu dem Podcast müsste man einen eigenen Artikel schreiben, da sind so viele hanebüchene Dinge gesagt worden. Aber zu dem von dir angesprochenen Punkt: es wäre tatsächlich spannend gewesen, wenn zwei Fragen, die CC selbst aufgeworfen hat einmal gestellt worden wären: er sagt zum Einen, vor 2 Jahren hätte man das wohl nicht gemacht. Da wäre doch naheliegend gewesen zu fragen „warum?“ und ob sich der Sinneswandel rein aufgrund der politischen Lage ergeben hat, oder auch Rheinmetall als unternehmen einen Anteil hat (schließlich bekommt man nicht vom Verteidigungsministerium im Zuge der Zeitenwende Geld, sondern von Rheinmetall).
Zweiter Punkt ist die Stelle, wo die „roten Linien“ bei der Auswahl von Partnern angesprochen wird, aber gleich abgewiegelt wird, dass man die nicht weiter benennen wolle. Diese Debatte würde ich sehr gerne mal geführt sehen, weil an der Stelle lediglich deutlich wird, dass man mit dem arabischen Raum nix zu tun haben will (klar, die verzerren ja auch den Fußball Wettbewerb).
Das würde ich auch gerne wissen. Es war nur ganz allgemein von einer Black List die Rede.
Könnte es aber aus einem Punkt nachvollziehen, dass man die genauen Kriterien nicht verraten möchte. Denn dann können sich potentielle fragwürdige Sponsoren darauf einstellen und gewisse Erfordernisse schnell noch halbherzig umsetzen oder zu verschleiern versuchen. Das können ja u.a. so Dinge sein wie: Das Unternehmen muss sich zu einer queeren Welt bekennen, das Unternehmen darf keine Verflechtungen zu Russland haben, das Unternehmen muss nach Tarif bezahlen, das Unternehmen muss den europäischen Datenschutz respektieren.
Außerdem wissen wir ja genau, was dann ebenfalls passieren wird. Wir würden uns auch darüber wieder die Köppe einschlagen. Der eine hält die Punkte für zu weitgehend. Der andere schreibt einen Brandbrief, weil ihm diese Punkte nicht weit genug gehen. Wieder andere verlieren sich in haarkleine Differenzierungen und diskutieren die Nuancen einzelner Punkte. Das ist dann halt auch eine gewisse Gefahr: Zerrissen zu werden, wen man zu transparent ist.
Fair enough:
markus, Donnerstag, 22.08.2024, 22:18 (vor 542 Tagen) @ stfn84
Ich bin da anders gestrickt.
Bis zum Überfall auf die Ukraine hätte ich das Einsteigen von Rheinmetall wohl abgelehnt. Auch wenn schon damals die Notwendigkeit klar war, dass man auch Geld in Rüstung stecken muss (NATO) und es in meinen Augen wichtig ist dafür eigene Expertise im Land zu haben. Damit man nicht nur abhängig von anderen Ländern, multinationalen Konzernen und Co. ist.
Für mich bedeutet Zeitenwende eben genau das. Die Ukraine muss gewinnen. Dafür sind Waffen notwendig. Die muss Rheinmetall herstellen und schnellstmöglich ausliefern. Der Zweck heiligt die Mittel - und auch wenn dies nicht die Vergangenheit rein wäscht, schlucke ich diese Kröte.
Exakt so sehe ich das auch. In Friedenszeiten hätte ich das abgelehnt. Dann hätte es aber auch der BVB abgelehnt. Cramer hat in dem Podcast gesagt, dass man abgewogen hat und dass das jetzt unter den aktuellen Rahmenbedingungen gemacht wird.
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markus, Mittwoch, 21.08.2024, 16:04 (vor 543 Tagen) @ Giog
In einem Verteidigungsfall geht es darum, Demokratie und unsere Werte zu verteidigen. Die Logik: Waffe - Puff - Mensch tot ist zu stark vereinfacht. Es hängt letztendlich immer davon ab, wie man damit umgeht. Kann man den völkerrechtswidrigen Umgang mit Waffen Rheinmetall zurechnen? Die Entscheidungen dazu treffen doch andere.
Das sehe ich anders. Dieser Punkt zu Ende gedacht würde ja bedeuten, dass wir uns Kontrollmechanismen über Waffenexporte eigentlich schenken können, weil wir im Ergebnis keinen Einfluss darauf haben, wie Kriegsgerät am Ende eingesetzt wird. Ich sehe da eine deutlich größere Verantwortung als bei anderen Produkten.
Die Kontrollmechanismen kommen allerdings von der Politik. Rheinmetall trifft hierzu keine Entscheidungen.
Ich gehe mit, dass es Rheinmetall und auch dem BVB ausschließlich darum geht, Geld zu verdienen und die Kommunikation dazu Blabla ist. Aber das ist bei Sponsoren immer so.
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Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 19:04 (vor 543 Tagen) @ markus
Die Kontrollmechanismen kommen allerdings von der Politik. Rheinmetall trifft hierzu keine Entscheidungen.
Rheinmetall wird aber auch nicht dazu gezwungen, Waffen in die Türkei, nach Saudi Arabien oder Katar zu verkaufen.
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markus, Mittwoch, 21.08.2024, 19:27 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Die Kontrollmechanismen kommen allerdings von der Politik. Rheinmetall trifft hierzu keine Entscheidungen.
Rheinmetall wird aber auch nicht dazu gezwungen, Waffen in die Türkei, nach Saudi Arabien oder Katar zu verkaufen.
Die Türkei ist NATO Mitglied und mit Katar hat Habeck sogar einen Öldeal abgeschlossen, von dem du sicherlich auch profitierst.
Mir gefällt diese Doppelmoral nicht. Oder wie es Somuncu schon zur letzten WM gesagt hat: Das ist total verlogen. https://www.tiktok.com/@motivation.german/video/7168110075507199237
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Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 19:58 (vor 543 Tagen) @ markus
Was ist whataboutism?
Die Türkei ist NATO Mitglied und mit Katar hat Habeck sogar einen Öldeal abgeschlossen, von dem du sicherlich auch profitierst.
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markus, Mittwoch, 21.08.2024, 20:05 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Was ist whataboutism?
Was ist Totschlagargument?
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Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 19:42 (vor 543 Tagen) @ markus
Ob Serdar Somuncu, der sich in den letzten 5 Jahren astrein in eine Schwurbel/mimimi cancel culture/ich hab mein Bühnenprogramm in 25 Jahren nicht einen Deut weiterentwickelt-Ecke begeben hat, als moralische Instanz taugt, würde ich mindestens in Frage stellen.
(In dem Zusammenhang übrigens witzig, dass Somuncu eine Position im Ukrainekrieg vertritt, die selbst ich als ungesund nah an russischer Propaganda verorten würde.)
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markus, Mittwoch, 21.08.2024, 19:56 (vor 543 Tagen) @ Giog
Kann sein. Ich befasse mich wenig mit ihm. Diese Aussage finde ich dennoch zutreffend. Und sind wir doch mal ehrlich: Das mit dem Profifußball ist viel größer als nur Rheinmetall. Wir schaffen es nicht, einen Schlussstrich zu ziehen und uns vom Profifußball zu verabschieden. Denn das wäre die richtige Konsequenz. Vielleicht bin ich inzwischen zu abgestumpft, aber das Fass läuft schon die ganze Zeit über. Und trotzdem gehen wir weiter hin und zahlen brav vier Abos.
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stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 19:53 (vor 543 Tagen) @ Giog
Die bemängelte Doppelmoral trieft aber aus vielerlei Poren.
Ich bin aber bei Dir: er wäre auch nicht mein go2guy als moralische Instanz ;-)
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MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 19:06 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Die Kontrollmechanismen kommen allerdings von der Politik. Rheinmetall trifft hierzu keine Entscheidungen.
Rheinmetall wird aber auch nicht dazu gezwungen, Waffen in die Türkei, nach Saudi Arabien oder Katar zu verkaufen.
Die internationale Politik findet aber auch nicht im luftleeren Raum statt. Die Saudis sind ein schlimmes Regime, wir brauchen sie aber eben auch. Internationale Politik ist nie sauber
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Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 19:14 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Die Kontrollmechanismen kommen allerdings von der Politik. Rheinmetall trifft hierzu keine Entscheidungen.
Rheinmetall wird aber auch nicht dazu gezwungen, Waffen in die Türkei, nach Saudi Arabien oder Katar zu verkaufen.
Die internationale Politik findet aber auch nicht im luftleeren Raum statt. Die Saudis sind ein schlimmes Regime, wir brauchen sie aber eben auch. Internationale Politik ist nie sauber
Und wieso muss sich unser Verein dann auch schmutzig machen?
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istar, Mittwoch, 21.08.2024, 19:25 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Die Kontrollmechanismen kommen allerdings von der Politik. Rheinmetall trifft hierzu keine Entscheidungen.
Rheinmetall wird aber auch nicht dazu gezwungen, Waffen in die Türkei, nach Saudi Arabien oder Katar zu verkaufen.
Die internationale Politik findet aber auch nicht im luftleeren Raum statt. Die Saudis sind ein schlimmes Regime, wir brauchen sie aber eben auch. Internationale Politik ist nie sauber
Und wieso muss sich unser Verein dann auch schmutzig machen?
Unser Verein macht sich nicht schmutzig,Herr Pfarrer.
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polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:32 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
So, es ist Ruhe im thread. Ich glaube ich konnte alle überzeugen :)
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Goalgetter1990, Mittwoch, 21.08.2024, 15:00 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
So, es ist Ruhe im thread. Ich glaube ich konnte alle überzeugen :)
Ich bin inhaltlich zu 100% auf deiner Seite, wie auch in meinen anderen Posts zu sehen ist. Trotzdem tust du dir und deinem Zweck durch deine Argumentationsweise keinen Gefallen! Und nein, es ist nicht hilfreich den gleichen Inhalt unter jeden Post im Thread zu setzen!
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polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 15:01 (vor 543 Tagen) @ Goalgetter1990
Meine Güte das war mal ein spass :)
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el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 21.08.2024, 15:30 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Meine Güte das war mal ein spass :)
Ich würde dich bitten deine Diskussionskultur zukünftig ein wenig konstruktiver zu gestalten. Wenn alle so vorgehen würden, könnten wir den Bums hier auch zu machen und zu X gehen.
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Weeman, Hinterm Knauber, Wednesday, 21.08.2024, 12:27 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Ein bisschen komisch fühlt es sich immer noch an.
Aber am Ende bin ich mit dem Deal einverstanden. Die Kommunikation war ne Frechheit. Aber naja.
Und bei den Argumenten gegen Rheinmetall gehe ich nicht wirklich mit.
Das ein deutsches Rüstungsunternehmen im 2. Weltkrieg nicht die beste Figur abgegeben hat ist jetzt für mich nicht verwunderlich. Und auch wenn die Aufarbeitung mangelhaft ist hat das für mich keine Auswirkungen auf die Bewertung heute.
Selbstverständlich wäre es schön, wenn die Waffenlieferungen alle ein bisschen sauberer dokumentiert wären und besser kontrolliert werden könnten. Aber das ist glaube ich eher ein grundsätzliches Problem der Branche.
Und das ein Rüstungsunternehmen Staaten wie Saudi Arabien beliefert ist jetzt auch nicht wirklich toll, aber in der weltweiten Gemengelage für mich auch kein großes Problem.
Dann müssten wir extrem viele unserer internationalen Tätigkeiten einstellen. Ich denke die Staaten bei denen ich arge Probleme sehe sind in der Mehrheit.
Und was das Sportswashing anbelangt... Ganz knapp: Aber wir sind ja die Guten. Und der Hintergrund ist nunmal richtig im Gegensatz zu Katar. Aus meiner Sicht. Und die Diskussionen zuletzt haben für mich auch eine gewisse Notwendigkeit für dieses Sportswashing erkennen lassen.
Bei der Aufforderung an den BVB auf anderen Wegen noch mehr Verantwortung zu übernehmen gehe ich mit. Aber das kann man ja auch zusätzlich machen.
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 14:31 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Finde übrigens, dass es Rheinmetall bis heute nicht geschafft hat, seine Geschichte und Rolle im dritten Reich vernünftig aufzuarbeiten mit das Schlimmste an der Nummer.
Anstatt 9 Mio. € pro Jahr in den BVB zu blasen, sollten die lieber eine ordentliche Aufarbeitung bezahlen, gerade heute, wo immer wieder von Rechter Seite versucht wird, die Zeit damals zu verharmlosen und zu relativieren.
Da ist es eben nicht mit einem „da hatten alle irgendwie Dreck am Stecken“ getan.
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stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 19:48 (vor 543 Tagen) @ mrg
Vielleicht nehmen sie sich ein gutes Beispiel an uns und spenden zB auch für Yad Vashem.
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 21:45 (vor 543 Tagen) @ stfn84
Wäre auf jeden Fall besser investiert…
Die Glaubwürdigkeit ist halt ein Problem, wenn man sich - wie Giog woanders schilderte - den flapsigen Umgang mit ihrer Unternehmensgeschichte anschaut.
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stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 22:21 (vor 543 Tagen) @ mrg
Diese Auseinandersetzung ist natürlich kritikwürdig.
Andererseits ist ein Rüstungskonzern hinsichtlich einer (kritischen) Aufarbeitung per se wohl kaum glaubwürdig, wenn mit dessen Waffen Kriege geführt wurden.
Damit will ich die mangelhafte Aufarbeitung nicht verteidigen.
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 22:49 (vor 543 Tagen) @ stfn84
Naja ich glaube da sind wir uns fast einig. Kommt auch nicht so oft vor.
Ich finde halt, gerade ein Rüstungskonzern, den es vor, während und nach diesen dunklen Zeiten gab und gibt, hat hier noch einmal eine besondere Verantwortung, dass seriös, vollumfänglich und unabhängig aufzuarbeiten.
Denn daraus sollte auch Verantwortung für die Unternehmenskultur im hier und jetzt erwachsen. Das ist für einen Rüstungskonzern sicherlich ein schwieriger Spagat aber den kann man einfordern. Es gibt eben auch bei besonderen Branchen auch besondere Verantwortung.
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stfn84, Köln, Donnerstag, 22.08.2024, 06:50 (vor 542 Tagen) @ mrg
Auch hier sind wir grundsätzlich der gleichen Auffassung.
Aber - und das meine ich nur als Denkansatz und nicht als Entschuldigung für das mangelhafte Verhalten von Rheinmetall in dieser Angelegenheit:
Wäre es überhaupt glaubwürdig und aufrechtzuerhalten, wenn Rheinmetall nun sagen würde, dass man beispielsweise nie wieder für einen Diktator Waffen herstellen würde?
Normalerweise sollte man zumindest erwarten dürfen, dass man sich seiner Verantwortung stellt. Das taten sie zumindest hinsichtlich der Entschädigung, wenn ich das hier gestern richtig aufgeschnappt habe. Hinsichtlich der öffentlichkeitswirksamen Aufarbeitung dürfte man aber natürlich mehr erwarten. Vielleicht muss man es sogar. Aber ob das nun im Endeffekt irgendwas ändern würde?
Natürlich wäre es schön, wenn Konzerne bei Bedenken hinsichtlich des Kunden nicht herstellen / liefern. Aber das ist selbstverständlich kein ausschließliches Problem der Rüstungsindustrie.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 08:17 (vor 542 Tagen) @ stfn84
Mal was ganz grundsätzliches: Ich frage mich ja, was man da groß aufarbeiten möchte. Rheinmetall kann als Waffenhersteller schon von vornherein nichts beschönigen. Jeder weiß auch ohne gesonderte Aufarbeitung, dass sie Waffen für die Nazis hergestellt haben und damit Menschen getötet wurden. Jeder weiß, dass sie Zwangsarbeiter beschäftigt haben. Da gab es das volle Programm ganz im Sinne der Nazis. Was aber auch zur Wahrheit gehört: Es gab keine Wahl. Das ist so entschieden worden. Und deshalb ist die Frage, ob das noch ein weiteres mal unter einer Diktatur passieren könnte, relativ leicht zu beantworten. Ja, würde es. Selbst wenn sich der dann aktuelle CEO weigern würde, würde das ja trotzdem passieren. Dann wird er ganz schnell ausgetauscht (oder gleich umgebracht) und durch einen diktatortreuen CEO ersetzt. Da gibt es keine demokratischen Spielregeln mehr und schon gar nicht sowas wie Meinungsfreiheit.
In einer Diktatur machen die meisten Menschen schon deshalb mit, weil ein nicht machen stets das eigene Leben gefährdet. Und ich befürchte, dass viele derjenigen, die jetzt unter dem Schutz der Meinungsfreiheit das richtige sagen, ebenfalls mitmachen würden. Solche 180 Grad Drehungen passieren ja schon bei deutlich kleineren Anlässen wie z.B. Corona und Flüchtlingskrise. Da hörte bei einigen die Solidarität zu anderen aber ganz schnell auf, als für einen selbst Nachteile drohten. Mehr ältere Menschen sterben lassen, damit die eigene Freiheit möglichst unangetastet bleibt, war für viele Menschen plötzlich total in Ordnung. Flüchtlingen das Leben schwer machen oder direkt abschieben wollen, weil das ja langsam alles zu viel wird, ist auch ein recht häufiges Phänomen. Selbst bei dem Tarifkonflikt der Deutschen Bahn hörte doch bei vielen Menschen, die sich sonst als ganz weltoffen präsentieren und stets für Gerechtigkeit einsetzen, die Solidarität zu den einfachen Angestellten bereits nach dem zweiten Warnstreik auf. Weil es ja nach zwei Tagen schon nervte und der eigene Zug bitte pünktlich abzufahren hat. Eine Diktatur ist dann noch einmal deutlich krasser. Da geht es dann nicht nur um kleinere Nachteile, bei denen viele Menschen schon zu Arschl… werden. Da ist dann unmittelbar das eigene Leben in Gefahr, wenn du nicht mitmachst. Das richtige sagen ist immer einfach, es dann auch umzusetzen, wenn es darauf ankommt, schon deutlich schwieriger.
Wir können nur hoffen, dass wir sowas nie wieder haben werden. Und damit sowas nicht so schnell wieder kommt, ist es natürlich genau richtig die Finger in die Wunde zu legen. Aber ob das in diesem Fall eine geeignete Wunde ist, darüber lässt sich trefflich streiten (was wir ja auch fleißig tun).
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DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 22.08.2024, 08:06 (vor 542 Tagen) @ stfn84
Wenn sie die NS Zeit nicht belustigend (die Bürokratie war dem Endsieg im Wege) bzw. beschönigend (wir wissen ja so wenig über was die Zwangsarbeiter bei uns durchgemacht haben, möchten aber gerne einen zitieren der es eigentlich gar nicht so schlimm fand) darstellen würden, wäre es ein Anfang.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 08:26 (vor 542 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch
Wenn sie die NS Zeit nicht belustigend (die Bürokratie war dem Endsieg im Wege) bzw. beschönigend (wir wissen ja so wenig über was die Zwangsarbeiter bei uns durchgemacht haben, möchten aber gerne einen zitieren der es eigentlich gar nicht so schlimm fand) darstellen würden, wäre es ein Anfang.
Es ist vor allem nicht deren eigene Darstellung. Es sind historische Fundsachen, die von Buchautor Dr. Christian Leitzbach ausgegrabenen wurden.
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Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 09:04 (vor 542 Tagen) @ markus
Natürlich ist es das. Ich habe die 100+X Seiten Chronik nicht gelesen, aber welche drei Sätze ich hiervon für meine Homepage rauspicke entscheidet wohl kein Historiker gegen die Unternehmenskommunikation
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Phil, Donnerstag, 22.08.2024, 09:25 (vor 542 Tagen) @ Giog
Ich habe sie gelesen. Aber das ist auch egal.
Diesen Beitrag auf der Homepage zur Unternehmensgeschichte muss und kann man auch gar nicht großartig schönreden. Der ist nicht sonderlich gelungen und im Sachverhalt sowieso unangenmessen.
Das hatten wir ja gestern aber auch schon. Dennoch gehört berücksichtigt, dass dieser Konzern zumindest beginnende mit den 50iger Jahren Entschädigungen leistete. Und gerade in den 90iger, als viele Konzern sich dann doch eher querstellten, auch recht zügig in diverse Entschädigungsfonds einzahlte.
Dass das, wie Nico hier gestern durchaus berechtigt anmerkte, wohl eher nicht passierte, weil man einfaach die tiefe Schuld sah, sondern eher, weil man unter Druck war und die Dinge lieber schnell (und eher günstig und auch ohne größere Prozessrisiken) erledigen wollte, ist dabei auch klar.
An diesem Teilapsekt gibt es wenig zu beschönigen. Also wie Rheinmetall sich da so öffentlich zugänglich zu diesem Zeitabschnitt verhält. Das machen andere Unternehmen ganz anders (als Beispiel mal Evonik).
MFG
Phil
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 09:39 (vor 542 Tagen) @ Phil
Ich habe sie gelesen. Aber das ist auch egal.
Diesen Beitrag auf der Homepage zur Unternehmensgeschichte muss und kann man auch gar nicht großartig schönreden. Der ist nicht sonderlich gelungen und im Sachverhalt sowieso unangenmessen.
Ich sehe diesen Punkt tatsächlich anders. Es handelt sich ganz offensichtlich um historische Fundstücke eines Buchautors. Und es wäre aus meiner Sicht unangemessen, diese Texte zu zensieren.
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Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 09:38 (vor 542 Tagen) @ Phil
Den Wälzer kannst du beim nächsten Heimspiel gerne mal mitschleppen, wäre nicht uninteressiert ;-).
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 09:24 (vor 542 Tagen) @ Giog
Natürlich ist es das. Ich habe die 100+X Seiten Chronik nicht gelesen, aber welche drei Sätze ich hiervon für meine Homepage rauspicke entscheidet wohl kein Historiker gegen die Unternehmenskommunikation
Es ist dennoch ein Unterschied, ob ein Unternehmen sich selbst darstellt, oder ob die Darstellung von einem Historiker kommt. Natürlich entscheidet letztlich das Unternehmen, ob das tatsächlich (unzensiert) veröffentlicht wird. Aber mal angenommen, man hätte die unschönen Dinge einfach beschönigt oder zensiert und das wäre dann rausgekommen. Dann wäre der Aufschrei aber groß.
Ich halte es im Übrigen für einen massiven Widerspruch, einerseits eine Aufarbeitung zu fordern (mit der unschöne Dinge ans Tageslicht kommen) und andererseits historische Texte, die einen Teil dieser unschönen Dinge unverblümt preisgeben, zu kritisieren.
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Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 09:34 (vor 542 Tagen) @ markus
Natürlich ist es das. Ich habe die 100+X Seiten Chronik nicht gelesen, aber welche drei Sätze ich hiervon für meine Homepage rauspicke entscheidet wohl kein Historiker gegen die Unternehmenskommunikation
Es ist dennoch ein Unterschied, ob ein Unternehmen sich selbst darstellt, oder ob die Darstellung von einem Historiker kommt. Natürlich entscheidet letztlich das Unternehmen, ob das tatsächlich (unzensiert) veröffentlicht wird. Aber mal angenommen, man hätte die unschönen Dinge einfach beschönigt oder zensiert und das wäre dann rausgekommen. Dann wäre der Aufschrei aber groß.Ich halte es im Übrigen für einen massiven Widerspruch, einerseits eine Aufarbeitung zu fordern (mit der unschöne Dinge ans Tageslicht kommen) und andererseits historische Texte, die einen Teil dieser unschönen Dinge unverblümt preisgeben, zu kritisieren.
Ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Nochmal kurz die Fakten: Rheinmetall hat einen Historiker (der als freiberuflicher Historiker beschrieben wird, aber seit 30 Jahren für das Unternehmen arbeitet, daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um eine komplett unabhängige Aufarbeitung handelt). Dieser Historiker hat eine sehr umfangreiche Chronik veröffentlicht, die auch über (ich glaube) 100-150 Seiten die NS-Zeit behandelt. Diese Chronik mag ich nicht bewerten, weil ich sie noch nicht gelesen habe, es gibt allerdings Fachliteratur, die bemängelt, dass dort zentrale Punkte ausgespart wurden (z.B. die Frage, ob sich das Unternehmen aktiv um Zwangsarbeiter bemüht hat). So viel zum Teil der reinen geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung, die ich aus genannten Gründen nicht abschließend bewerten möchte.
Rheinmetall nimmt nun diese Erkenntnisse und platziert auf ihrer Homepage eine halbe Seite, die teils aus Scherzchen („ach, die deutsche Bürokratie ;)))))“) teils aus Berichten eines Zwangsarbeiters besteht, der (was für ein Zufall) von einem netten Rheinmetall-Meister in seinem Werk berichtet. Als es dann um seine versuchte Flucht und Gefangennahme geht, endet übrigens dieser Bericht mit dem Kommentar, dass „nachfolgendes“ wohl „zu schrecklich“ war, um sich „noch einmal daran erinnern“ zu wollen.
Ich verstehe nicht, wieso du nun bemängelst, dass sich die Kritik an dieser Vorgehensweise an den „unschönen Dingen“ aufzieht? Es ist doch buchstäblich das Gegenteil der Fall, Rheinmetall sucht sich die möglichst verharmlosendste Erzählung aus der Chronik und packt diese auf die Homepage
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 09:58 (vor 542 Tagen) @ Giog
Natürlich ist es das. Ich habe die 100+X Seiten Chronik nicht gelesen, aber welche drei Sätze ich hiervon für meine Homepage rauspicke entscheidet wohl kein Historiker gegen die Unternehmenskommunikation
Es ist dennoch ein Unterschied, ob ein Unternehmen sich selbst darstellt, oder ob die Darstellung von einem Historiker kommt. Natürlich entscheidet letztlich das Unternehmen, ob das tatsächlich (unzensiert) veröffentlicht wird. Aber mal angenommen, man hätte die unschönen Dinge einfach beschönigt oder zensiert und das wäre dann rausgekommen. Dann wäre der Aufschrei aber groß.Ich halte es im Übrigen für einen massiven Widerspruch, einerseits eine Aufarbeitung zu fordern (mit der unschöne Dinge ans Tageslicht kommen) und andererseits historische Texte, die einen Teil dieser unschönen Dinge unverblümt preisgeben, zu kritisieren.
Ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Nochmal kurz die Fakten: Rheinmetall hat einen Historiker (der als freiberuflicher Historiker beschrieben wird, aber seit 30 Jahren für das Unternehmen arbeitet, daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um eine komplett unabhängige Aufarbeitung handelt). Dieser Historiker hat eine sehr umfangreiche Chronik veröffentlicht, die auch über (ich glaube) 100-150 Seiten die NS-Zeit behandelt. Diese Chronik mag ich nicht bewerten, weil ich sie noch nicht gelesen habe, es gibt allerdings Fachliteratur, die bemängelt, dass dort zentrale Punkte ausgespart wurden (z.B. die Frage, ob sich das Unternehmen aktiv um Zwangsarbeiter bemüht hat). So viel zum Teil der reinen geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung, die ich aus genannten Gründen nicht abschließend bewerten möchte.Rheinmetall nimmt nun diese Erkenntnisse und platziert auf ihrer Homepage eine halbe Seite, die teils aus Scherzchen („ach, die deutsche Bürokratie ;)))))“) teils aus Berichten eines Zwangsarbeiters besteht, der (was für ein Zufall) von einem netten Rheinmetall-Meister in seinem Werk berichtet. Als es dann um seine versuchte Flucht und Gefangennahme geht, endet übrigens dieser Bericht mit dem Kommentar, dass „nachfolgendes“ wohl „zu schrecklich“ war, um sich „noch einmal daran erinnern“ zu wollen.
Ich verstehe nicht, wieso du nun bemängelst, dass sich die Kritik an dieser Vorgehensweise an den „unschönen Dingen“ aufzieht? Es ist doch buchstäblich das Gegenteil der Fall, Rheinmetall sucht sich die möglichst verharmlosendste Erzählung aus der Chronik und packt diese auf die Homepage
Wir schauen da möglicherweise anders drauf. Mit „unschöne Dinge“ meinte ich die Stelle mit den Zwangsarbeitern. Mit dem Text wird unverblümt zum Ausdruck gebracht, dass man Zwangsarbeiter für Menschen zweiter Klasse hielt und man sich auch über sie lustig gemacht hat. Du hältst das für beschönigend (ich habe auch verstanden warum du das so so siehst). Ich würde es dagegen für beschönigend finden, wenn man es in deutlich abgeschwächter Form oder gar nicht mehr so darstellen würde, obwohl es so war. Wichtig zu wissen ist doch, dass der Text eine damalige Situation beschreibt. Das ist ja kein: Das sehen wir aus heutiger Sicht noch immer so.
Ich kenne die Chronik allerdings auch nicht und vermutlich müsste man sie kennen, damit man das wirklich beurteilen kann. Ich habe das auf den ersten Blick so verstanden, dass ein Buchautor historische Texte gefunden hat. Sind diese Texte dann mit eigenen Worten neu aufbereitet worden oder werden sie 1:1 wiedergegeben? Ich hätte jetzt vermutet, dass es sich um Originaltexte handelt. Und dann würde ich es tatsächlich für völlig falsch halten, diese abzuändern. Oder hat der Buchautor eine eigene Zusammenfassung geschrieben? Dann ist das was anderes. Aber auch dann würde ich es für falsch halten, wenn das Unternehmen dann noch Änderungen vornimmt, damit das mit den Zwangsarbeitern nicht mehr ganz schlimm rüberkommt.
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Giog, Mittelhessen, Donnerstag, 22.08.2024, 10:34 (vor 542 Tagen) @ markus
Natürlich ist es das. Ich habe die 100+X Seiten Chronik nicht gelesen, aber welche drei Sätze ich hiervon für meine Homepage rauspicke entscheidet wohl kein Historiker gegen die Unternehmenskommunikation
Es ist dennoch ein Unterschied, ob ein Unternehmen sich selbst darstellt, oder ob die Darstellung von einem Historiker kommt. Natürlich entscheidet letztlich das Unternehmen, ob das tatsächlich (unzensiert) veröffentlicht wird. Aber mal angenommen, man hätte die unschönen Dinge einfach beschönigt oder zensiert und das wäre dann rausgekommen. Dann wäre der Aufschrei aber groß.Ich halte es im Übrigen für einen massiven Widerspruch, einerseits eine Aufarbeitung zu fordern (mit der unschöne Dinge ans Tageslicht kommen) und andererseits historische Texte, die einen Teil dieser unschönen Dinge unverblümt preisgeben, zu kritisieren.
Ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Nochmal kurz die Fakten: Rheinmetall hat einen Historiker (der als freiberuflicher Historiker beschrieben wird, aber seit 30 Jahren für das Unternehmen arbeitet, daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um eine komplett unabhängige Aufarbeitung handelt). Dieser Historiker hat eine sehr umfangreiche Chronik veröffentlicht, die auch über (ich glaube) 100-150 Seiten die NS-Zeit behandelt. Diese Chronik mag ich nicht bewerten, weil ich sie noch nicht gelesen habe, es gibt allerdings Fachliteratur, die bemängelt, dass dort zentrale Punkte ausgespart wurden (z.B. die Frage, ob sich das Unternehmen aktiv um Zwangsarbeiter bemüht hat). So viel zum Teil der reinen geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung, die ich aus genannten Gründen nicht abschließend bewerten möchte.Rheinmetall nimmt nun diese Erkenntnisse und platziert auf ihrer Homepage eine halbe Seite, die teils aus Scherzchen („ach, die deutsche Bürokratie ;)))))“) teils aus Berichten eines Zwangsarbeiters besteht, der (was für ein Zufall) von einem netten Rheinmetall-Meister in seinem Werk berichtet. Als es dann um seine versuchte Flucht und Gefangennahme geht, endet übrigens dieser Bericht mit dem Kommentar, dass „nachfolgendes“ wohl „zu schrecklich“ war, um sich „noch einmal daran erinnern“ zu wollen.
Ich verstehe nicht, wieso du nun bemängelst, dass sich die Kritik an dieser Vorgehensweise an den „unschönen Dingen“ aufzieht? Es ist doch buchstäblich das Gegenteil der Fall, Rheinmetall sucht sich die möglichst verharmlosendste Erzählung aus der Chronik und packt diese auf die Homepage
Wir schauen da möglicherweise anders drauf. Mit „unschöne Dinge“ meinte ich die Stelle mit den Zwangsarbeitern. Mit dem Text wird unverblümt zum Ausdruck gebracht, dass man Zwangsarbeiter für Menschen zweiter Klasse hielt und man sich auch über sie lustig gemacht hat. Du hältst das für beschönigend (ich habe auch verstanden warum du das so so siehst). Ich würde es dagegen für beschönigend finden, wenn man es in deutlich abgeschwächter Form oder gar nicht mehr so darstellen würde, obwohl es so war. Wichtig zu wissen ist doch, dass der Text eine damalige Situation beschreibt. Das ist ja kein: Das sehen wir aus heutiger Sicht noch immer so.Ich kenne die Chronik allerdings auch nicht und vermutlich müsste man sie kennen, damit man das wirklich beurteilen kann. Ich habe das auf den ersten Blick so verstanden, dass ein Buchautor historische Texte gefunden hat. Sind diese Texte dann mit eigenen Worten neu aufbereitet worden oder werden sie 1:1 wiedergegeben? Ich hätte jetzt vermutet, dass es sich um Originaltexte handelt. Und dann würde ich es tatsächlich für völlig falsch halten, diese abzuändern. Oder hat der Buchautor eine eigene Zusammenfassung geschrieben? Dann ist das was anderes. Aber auch dann würde ich es für falsch halten, wenn das Unternehmen dann noch Änderungen vornimmt, damit das mit den Zwangsarbeitern nicht mehr ganz schlimm rüberkommt.
Wir sind uns einig, dass es grundsätzlich eine richtige Herangehensweise ist, wenn man die betroffenen Personen im Originalwortlaut zu Wort kommen lässt. Aber es ist doch problematisch, wenn anhand des sicher umfangreichen Quellenmaterials, welches dem Unternehmen zur Verfügung stand, diese Beschreibung die einzige ist, die man für seine Homepage auswählt:
"Einer von ihnen war Sascha A., der im Werk Düsseldorf- Derendorf an der Hobelbank arbeitete. Er erinnerte sich an seine deutschen Arbeitskollegen: „Die deutsch Arbeiter waren gutherzlich und gütigen. Sie gaben uns das Essen.“ Über zwei seiner Arbeitskollegen schrieb er dagegen: „Neben mir arbeiteten zwei junge Deutschen: Otto und Kurt. Otto – Intelligent in Brille und Faschist, der alle Kommunisten im Ostfront schießen wollte.“ Damit sagt A. nicht, dass er von ihnen schlecht behandelt worden sei. Sein Meister Johann war Parteimitglied, aber in den Augen von A. kein Unmensch. Er beschrieb ihn als einen „Mann von kleinem Wuchs mit faschistischen Abzeichen auf seinem Anzug. Er war sehr streng, aber ehrlich.“"
Ich finde, in diesem Wortlaut kommt weder zum Ausdruck, dass man die Zwangsarbeiter für Menschen zweiter Klasse hielt (im Gegenteil, es wird ja immer nur davon berichtet, dass die Kollegen und Meister sie eigentlich immer ganz nett behandelt hätten), noch ist da irgendetwas "unverblümtes" dran - eben weil man die furchtbaren Aspekte immer nur generalisiert ("...bei Rheinmetall in Düsseldorf wie anderswo auch") oder einfach komplett ausspart. Und indem man sich nur diejenigen Stimmen der Zwangsarbeiter zu eigen macht, die ein positives Bild beschreiben, verschleiert man doch völlig, um was es damals ging.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
markus, Donnerstag, 22.08.2024, 10:55 (vor 542 Tagen) @ Giog
Natürlich ist es das. Ich habe die 100+X Seiten Chronik nicht gelesen, aber welche drei Sätze ich hiervon für meine Homepage rauspicke entscheidet wohl kein Historiker gegen die Unternehmenskommunikation
Es ist dennoch ein Unterschied, ob ein Unternehmen sich selbst darstellt, oder ob die Darstellung von einem Historiker kommt. Natürlich entscheidet letztlich das Unternehmen, ob das tatsächlich (unzensiert) veröffentlicht wird. Aber mal angenommen, man hätte die unschönen Dinge einfach beschönigt oder zensiert und das wäre dann rausgekommen. Dann wäre der Aufschrei aber groß.Ich halte es im Übrigen für einen massiven Widerspruch, einerseits eine Aufarbeitung zu fordern (mit der unschöne Dinge ans Tageslicht kommen) und andererseits historische Texte, die einen Teil dieser unschönen Dinge unverblümt preisgeben, zu kritisieren.
Ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Nochmal kurz die Fakten: Rheinmetall hat einen Historiker (der als freiberuflicher Historiker beschrieben wird, aber seit 30 Jahren für das Unternehmen arbeitet, daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um eine komplett unabhängige Aufarbeitung handelt). Dieser Historiker hat eine sehr umfangreiche Chronik veröffentlicht, die auch über (ich glaube) 100-150 Seiten die NS-Zeit behandelt. Diese Chronik mag ich nicht bewerten, weil ich sie noch nicht gelesen habe, es gibt allerdings Fachliteratur, die bemängelt, dass dort zentrale Punkte ausgespart wurden (z.B. die Frage, ob sich das Unternehmen aktiv um Zwangsarbeiter bemüht hat). So viel zum Teil der reinen geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung, die ich aus genannten Gründen nicht abschließend bewerten möchte.Rheinmetall nimmt nun diese Erkenntnisse und platziert auf ihrer Homepage eine halbe Seite, die teils aus Scherzchen („ach, die deutsche Bürokratie ;)))))“) teils aus Berichten eines Zwangsarbeiters besteht, der (was für ein Zufall) von einem netten Rheinmetall-Meister in seinem Werk berichtet. Als es dann um seine versuchte Flucht und Gefangennahme geht, endet übrigens dieser Bericht mit dem Kommentar, dass „nachfolgendes“ wohl „zu schrecklich“ war, um sich „noch einmal daran erinnern“ zu wollen.
Ich verstehe nicht, wieso du nun bemängelst, dass sich die Kritik an dieser Vorgehensweise an den „unschönen Dingen“ aufzieht? Es ist doch buchstäblich das Gegenteil der Fall, Rheinmetall sucht sich die möglichst verharmlosendste Erzählung aus der Chronik und packt diese auf die Homepage
Wir schauen da möglicherweise anders drauf. Mit „unschöne Dinge“ meinte ich die Stelle mit den Zwangsarbeitern. Mit dem Text wird unverblümt zum Ausdruck gebracht, dass man Zwangsarbeiter für Menschen zweiter Klasse hielt und man sich auch über sie lustig gemacht hat. Du hältst das für beschönigend (ich habe auch verstanden warum du das so so siehst). Ich würde es dagegen für beschönigend finden, wenn man es in deutlich abgeschwächter Form oder gar nicht mehr so darstellen würde, obwohl es so war. Wichtig zu wissen ist doch, dass der Text eine damalige Situation beschreibt. Das ist ja kein: Das sehen wir aus heutiger Sicht noch immer so.Ich kenne die Chronik allerdings auch nicht und vermutlich müsste man sie kennen, damit man das wirklich beurteilen kann. Ich habe das auf den ersten Blick so verstanden, dass ein Buchautor historische Texte gefunden hat. Sind diese Texte dann mit eigenen Worten neu aufbereitet worden oder werden sie 1:1 wiedergegeben? Ich hätte jetzt vermutet, dass es sich um Originaltexte handelt. Und dann würde ich es tatsächlich für völlig falsch halten, diese abzuändern. Oder hat der Buchautor eine eigene Zusammenfassung geschrieben? Dann ist das was anderes. Aber auch dann würde ich es für falsch halten, wenn das Unternehmen dann noch Änderungen vornimmt, damit das mit den Zwangsarbeitern nicht mehr ganz schlimm rüberkommt.
Wir sind uns einig, dass es grundsätzlich eine richtige Herangehensweise ist, wenn man die betroffenen Personen im Originalwortlaut zu Wort kommen lässt. Aber es ist doch problematisch, wenn anhand des sicher umfangreichen Quellenmaterials, welches dem Unternehmen zur Verfügung stand, diese Beschreibung die einzige ist, die man für seine Homepage auswählt:"Einer von ihnen war Sascha A., der im Werk Düsseldorf- Derendorf an der Hobelbank arbeitete. Er erinnerte sich an seine deutschen Arbeitskollegen: „Die deutsch Arbeiter waren gutherzlich und gütigen. Sie gaben uns das Essen.“ Über zwei seiner Arbeitskollegen schrieb er dagegen: „Neben mir arbeiteten zwei junge Deutschen: Otto und Kurt. Otto – Intelligent in Brille und Faschist, der alle Kommunisten im Ostfront schießen wollte.“ Damit sagt A. nicht, dass er von ihnen schlecht behandelt worden sei. Sein Meister Johann war Parteimitglied, aber in den Augen von A. kein Unmensch. Er beschrieb ihn als einen „Mann von kleinem Wuchs mit faschistischen Abzeichen auf seinem Anzug. Er war sehr streng, aber ehrlich.“"
Ich finde, in diesem Wortlaut kommt weder zum Ausdruck, dass man die Zwangsarbeiter für Menschen zweiter Klasse hielt (im Gegenteil, es wird ja immer nur davon berichtet, dass die Kollegen und Meister sie eigentlich immer ganz nett behandelt hätten), noch ist da irgendetwas "unverblümtes" dran - eben weil man die furchtbaren Aspekte immer nur generalisiert ("...bei Rheinmetall in Düsseldorf wie anderswo auch") oder einfach komplett ausspart. Und indem man sich nur diejenigen Stimmen der Zwangsarbeiter zu eigen macht, die ein positives Bild beschreiben, verschleiert man doch völlig, um was es damals ging.
Naja, es wird u.a. erwähnt, dass Zwangsarbeiter nicht die Sozialräume der Deutschen benutzen durften und gesonderte Räume nutzen mussten. Das zeigt doch schon auf, dass es sich aus Sicht Rheinmetalls um Menschen zweiter Klasse handelte. Ob die Briefe entschärft und andere möglicherweise verschwiegen wurden, kann ich nicht beurteilen. Ich glaube jedoch der Darstellung, dass einige Vorgesetzte auch halbwegs vernünftig mit Zwangsarbeitern umgegangen ist. Die meisten werden Mitläufer gewesen sein, damit ihnen selbst nichts passiert.
Das Thema ist wirklich komplex und mir fällt es schwer, das wirklich beurteilen zu können.
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Ulrich, Donnerstag, 22.08.2024, 09:54 (vor 542 Tagen) @ Giog
Ich habe den Eindruck, wir reden aneinander vorbei. Nochmal kurz die Fakten: Rheinmetall hat einen Historiker (der als freiberuflicher Historiker beschrieben wird, aber seit 30 Jahren für das Unternehmen arbeitet, daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um eine komplett unabhängige Aufarbeitung handelt). Dieser Historiker hat eine sehr umfangreiche Chronik veröffentlicht, die auch über (ich glaube) 100-150 Seiten die NS-Zeit behandelt. Diese Chronik mag ich nicht bewerten, weil ich sie noch nicht gelesen habe, es gibt allerdings Fachliteratur, die bemängelt, dass dort zentrale Punkte ausgespart wurden (z.B. die Frage, ob sich das Unternehmen aktiv um Zwangsarbeiter bemüht hat). So viel zum Teil der reinen geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung, die ich aus genannten Gründen nicht abschließend bewerten möchte.
Rheinmetall nimmt nun diese Erkenntnisse und platziert auf ihrer Homepage eine halbe Seite, die teils aus Scherzchen („ach, die deutsche Bürokratie ;)))))“) teils aus Berichten eines Zwangsarbeiters besteht, der (was für ein Zufall) von einem netten Rheinmetall-Meister in seinem Werk berichtet. Als es dann um seine versuchte Flucht und Gefangennahme geht, endet übrigens dieser Bericht mit dem Kommentar, dass „nachfolgendes“ wohl „zu schrecklich“ war, um sich „noch einmal daran erinnern“ zu wollen.
Ich verstehe nicht, wieso du nun bemängelst, dass sich die Kritik an dieser Vorgehensweise an den „unschönen Dingen“ aufzieht? Es ist doch buchstäblich das Gegenteil der Fall, Rheinmetall sucht sich die möglichst verharmlosendste Erzählung aus der Chronik und packt diese auf die Homepage
Ich hatte mich aus der Diskussion vorher weitgehend heraus gehalten, weil ich mich zwar gefragt habe, was Rheinmetall so ein Sponsoring bringt, aber andererseits keine wirklich gefestigte Meinung habe. Aber nach dem Lesen des Textes war ich komplett fassungslos. Schon dass jemand aus dem Unternehmen oder für das Unternehmen so etwas verfasst hat, kann ich nicht nachvollziehen. Aber dass man ihn auch noch auf die Homepage einstellt und dort stehen lässt? Da gibt es doch Kontrollmechanismen. So etwas spricht für eine fürchterliche Unternehmenskultur.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 10:09 (vor 542 Tagen) @ Ulrich
Sehe ich tatsächlich anders. Ich habe mal an einer Veranstaltung bei uns im Konzern teilgenommen. Da traf ein Historiker auf den Vorstandsvorsitzenden. Der Historiker erzählte unverblümt, was alles in der Konzerngeschichte passiert ist (auch rund um die NS Zeit) und du hast gemerkt, dass der Vorstandsvorsitzende mit jeder Zelle seines Körpers ausstrahlt, dass er hofft, dass der Konzern möglichst gut bei weg kommt. Historiker erzählen Geschichten ganz anders als das Unternehmen tun würden. Und natürlich lesen sich die Texte dann auch ganz anders. Sie beschreiben nicht, wie man dazu heute steht. Sie beschreiben, wie man damals dazu gestanden hat.
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Blarry, Essen, Donnerstag, 22.08.2024, 09:56 (vor 542 Tagen) @ Ulrich
Auf mich wirkte der Text instinktiv wie von jemandem geschrieben, der mit 14 am Gymnasium Zillertaler gehört hat und aus diesem speziellen "Humor" bis heute nicht herauswachsen konnte.
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Ulrich, Donnerstag, 22.08.2024, 10:00 (vor 542 Tagen) @ Blarry
Auf mich wirkte der Text instinktiv wie von jemandem geschrieben, der mit 14 am Gymnasium Zillertaler gehört hat und aus diesem speziellen "Humor" bis heute nicht herauswachsen konnte.
Meine Vermutung ist eher, dass der Text auf einem Burschenschaftsabend einer Schlagenden Verbindung mit mindestens zwei Promille Alkohol im Blut entstanden ist.
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DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 22.08.2024, 08:45 (vor 542 Tagen) @ markus
Steht aber auf deren Webseite und der Autor ist meines Wissens nicht genannt. Man hätte auch andere Stellen aus seinem Buch rauspicken können. Es wird ja erst durch die Selektion und Verkürzung unangemessen.
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markus, Donnerstag, 22.08.2024, 09:03 (vor 542 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch
Steht aber auf deren Webseite und der Autor ist meines Wissens nicht genannt. Man hätte auch andere Stellen aus seinem Buch rauspicken können. Es wird ja erst durch die Selektion und Verkürzung unangemessen.
Es ist eine siebenteilige Serie. Die Selektion und Verkürzung machen wir ja hier.
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DieRoteKarteZahlIch, UK, Donnerstag, 22.08.2024, 09:15 (vor 542 Tagen) @ markus
Ich beziehe mich ganz speziell auf die NS-Zeit. Da muss man nicht gleich im ersten Paragrafen durch Späßchen vom Thema ablenken. Dies ist in meinen Augen unangemessen.
„Was bei allem Mangel und Notstand jedoch noch ausgezeichnet zu funktionieren schien, war die Bürokratie. Selbst die für den immer noch erhofften „Endsieg“ notwendige Waffenfertigung wurde durch sie immer wieder ausgebremst“
https://www.rheinmetall.com/de/unternehmen/historie/geschichten-rheinmetall/jahre-1936-1945
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Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 13:55 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Aber am Ende bin ich mit dem Deal einverstanden. Die Kommunikation war ne Frechheit. Aber naja.
Stimmt. Alles runterschlucken. So lange die Kartenpreise mal stabil bleiben und auch mal den Fans - neben dem oftmaligen Katastrophenfussball und dem verfehlten BL-Saisonziel - mal was Gutes tut... oh, wait?
--
Block 24
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blackyellow74, NRW, Mittwoch, 21.08.2024, 19:25 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
Dann geh doch am Samstag erstmal gegen Putin demonstrieren. Ursache und Wirkung!
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Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 14:48 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
Stimmt. Alles runterschlucken. So lange die Kartenpreise mal stabil bleiben und auch mal den Fans - neben dem oftmaligen Katastrophenfussball und dem verfehlten BL-Saisonziel - mal was Gutes tut... oh, wait?
Ich finde es extrem anmaßend meine Argumentation darauf herunterzubrechen.
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istar, Mittwoch, 21.08.2024, 14:35 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
Aber am Ende bin ich mit dem Deal einverstanden. Die Kommunikation war ne Frechheit. Aber naja.
Stimmt. Alles runterschlucken. So lange die Kartenpreise mal stabil bleiben und auch mal den Fans - neben dem oftmaligen Katastrophenfussball und dem verfehlten BL-Saisonziel - mal was Gutes tut... oh, wait?
Der Satz ist etwas weired,wie man neuerdings sagt.
Aber wenn das BL-Saisonziel erreicht worden wäre und wir als überglücklicher Tabellenzweiter eingelaufen wären, dann wär auch Rheinmetall okay, das kann ich verstehen.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Goalgetter1990, Wednesday, 21.08.2024, 12:10 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von Goalgetter1990, Wednesday, 21.08.2024, 12:23
"Es war, zumindest meinem Verständnis nach, immer das Bestreben des BVB, Menschen zu verbinden und in Frieden zusammen zu bringen – nicht jedoch deren Tötung durch Gerätschaften eines Champion Partners auch noch zu bewerben."
"Tötungsgerät"
"Ist es wirklich Aufgabe eines Sportvereins, der sich vor nicht mal zwei Jahren einen weltoffenen, verbindenden und Gewalt ablehnenden Grundwertekodex verliehen hat, Werbung für einen konkreten Hersteller von Tötungsgerät zu machen?"
Ich selbst habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich das Sponsoring für Rheinmetall für gut und richtig halte.
Ich kann zumindest Teile der Argumentation gegen das Sponsoring durchaus nachvollziehen, insbesondere der Punkt, dass eben doch teilweise Autokratien/Diktaturen beliefert werden, oder auch dass es eigentlich nicht nötig ist, diese Diskussion überhaupt aufkommen zu lassen.
Was ich hingegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, dass (wie auch hier wieder im Artikel) die Argumentation aufkommt, dass das Sponsoring eines Waffenherstellers per-se nicht mit unseren Werten vereinbar ist, da es sich eben um einen Waffenhersteller handelt. Wir sagen auf der einen Seite (fast alle), dass Waffenhersteller ein wichtiger Teil unseres Staates und damit auch der Gesellschaft sind, auf der anderen Seite wird argumentiert, dass ein dieser nicht mit unseren Werten vereinbar ist.
Weshalb eigentlich genau? Wie gesagt, die Argumentation mit den Exporten kann ich zumindest in Teilen nachvollziehen. Die Argumentationskette weshalb ein Hersteller von tödlichen Waffen auf der einen Seite wichtiger Teil der Gesellschaft ist, auf der anderen Seite aber unsere Werte als Verein/Community verletzt, habe ich bis heute noch nicht gesehen. Selbstverständlich stellt ein Waffenhersteller tödliche Waffen her (oder wie der Artikel es negativ benennt "Tötungsgerät"), das ist seine Aufgabe. Wie Sascha unten ebenfalls festgehalten hat, ist dies auch fundamental jedem klar, sodass die Vergleiche zum Sportwashing (wo über das Sponsoring aktiv Dinge verschleiert werden sollen) so nicht halten. Wenn wir das per-se auf der einen Seite gesellschaftlich als ok und notwendig ansehen, wie kann es dann per-se gegen unsere Werte verstoßen? Mein Verständnis ist, dass sich der Grundwertekodex des Vereins und der Fanszene stark an unserem gesellschaftlichen Wertekodex ableitet.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
DieRoteKarteZahlIch, UK, Mittwoch, 21.08.2024, 21:26 (vor 543 Tagen) @ Goalgetter1990
Mein Verständnis ist, dass sich der Grundwertekodex des Vereins und der Fanszene stark an unserem gesellschaftlichen Wertekodex ableitet.
Dies ist offenbar auch die Einschätzung der Vereinsführung. Einige Fans teilen diese, andere nicht. Ist am Ende Meinungsfreiheit.
Manche Fans haben bedenken, dass der Umgang mit Waffen durch ein Sponsoring normalisiert wird, und dies ein gefährlicher Schritt sei. Nur weil man im Ukrainekrieg Putin offenbar nicht ohne Waffen beikommen kann, muss dies nicht automatisch für andere Despoten gleichermaßen gelten. Es gibt nun Menschen, die meinen, dass der Gebrauch von Waffen immer nur der allerletzte Schritt, quasi die Ausnahme, bleiben sollte (vielleicht sind dies Idealisten). Andere wiederum (eventuell Realisten) schauen sich um, und können sich eine Welt ohne den regelmäßigen Einsatz von Waffen kaum vorstellen. (Mal ganz ohne Wertung geschrieben)
Wohin führt aber die Normalisierung von Waffen? Da gibt es wiederum sicherlich unterschiedliche Meinungen. Man stelle sich vor eines Tages sponsort Rheinmetall den benachbarten Kindergarten, und die Kinder üben mit Spielzeugpanzern samt Rheinmetall-Logo, wie man mit Waffen Konflikte löst. Wäre das nicht sehr nahe an Starship Troopers?
Ihr belügt euch nur selbst.
Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 14:25 (vor 543 Tagen) @ Goalgetter1990
Ob die Produkte von Rheinmetall als Tötungsgerät oder zum Schutze unserer Freiheit eingesetzt werden, liegt in der Hand des Endnutzers und ist Rheinmetall im Zweifel auch egal.
Insofern sollte man bitte aufhören, diese Sponsoring als Demokratie-, Freiheits-, oder Grundrechtesponsoring zu verklären.
Als Privatunternehmen möchte Rheinmetall mit diesem Sponsoring lediglich das gesellschaftliche Klima dahingehend verändern, dass sie mehr Waffen verkaufen und mehr Profite machen können.
Wer mehr hineininterpretiert, belügt sich nur selbst.
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 15:50 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Insofern sollte man bitte aufhören, diese Sponsoring als Demokratie-, Freiheits-, oder Grundrechtesponsoring zu verklären.
Es geht drum, dass wir Rheinmetall brauchen!
Ihr belügt euch nur selbst.
Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 18:55 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Es geht drum, dass wir Rheinmetall brauchen!
Nein. Es geht darum, dass ein Unternehmen, das im Zweifel dazu bereit ist Diktatoren und Autokraten aller Welt gegen Geld mit Waffen auszustatten, nicht unseren Verein besudeln soll.
Ihr belügt euch nur selbst.
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:04 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Ich nehm schon mal das Argument vorweg, was unweigerlich kommen wird. Rheinmetall macht doch nur die Geschäfte, die von der Bundesregierung genehmigt werden, also ist Rheinmetall auch moralisch nichts vorzuwerfen, wenn Sie Waffen an jeden zahlungswilligen Käufer liefern, insofern die Bundesregierung nicht dazwischen funkt.
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 19:08 (vor 543 Tagen) @ Argead
Ich nehm schon mal das Argument vorweg, was unweigerlich kommen wird. Rheinmetall macht doch nur die Geschäfte, die von der Bundesregierung genehmigt werden, also ist Rheinmetall auch moralisch nichts vorzuwerfen, wenn Sie Waffen an jeden zahlungswilligen Käufer liefern, insofern die Bundesregierung nicht dazwischen funkt.
Es geht mir nicht um Moral. Es geht mir drum , dass wir Rheinmetall brauchen. Und das Rheinmetall Mitarbeiter braucht
Ihr belügt euch nur selbst.
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:18 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Ich nehm schon mal das Argument vorweg, was unweigerlich kommen wird. Rheinmetall macht doch nur die Geschäfte, die von der Bundesregierung genehmigt werden, also ist Rheinmetall auch moralisch nichts vorzuwerfen, wenn Sie Waffen an jeden zahlungswilligen Käufer liefern, insofern die Bundesregierung nicht dazwischen funkt.
Es geht mir nicht um Moral. Es geht mir drum , dass wir Rheinmetall brauchen. Und das Rheinmetall Mitarbeiter braucht
Die wird Rheinmetall auch bekommen, wenn Sie entsprechende Gehälter, Arbeitszeiten und andere Vorteile anbieten. Niemand wird anfangen bei Rheinmetall zu arbeiten, weil er zufällig ein Banner im Stadion gesehen hat und niemand würde nicht bei Rheinmetall anfangen, weil er kein Banner im Stadion gesehen hat. Leute arbeiten da, wo Sie das Beste für sich rausholen können. Ist bei Rheinmetall genauso, wie bei jeder anderen Firma auch.
Ihr belügt euch nur selbst.
markus, Mittwoch, 21.08.2024, 19:38 (vor 543 Tagen) @ Argead
Ich nehm schon mal das Argument vorweg, was unweigerlich kommen wird. Rheinmetall macht doch nur die Geschäfte, die von der Bundesregierung genehmigt werden, also ist Rheinmetall auch moralisch nichts vorzuwerfen, wenn Sie Waffen an jeden zahlungswilligen Käufer liefern, insofern die Bundesregierung nicht dazwischen funkt.
Es geht mir nicht um Moral. Es geht mir drum , dass wir Rheinmetall brauchen. Und das Rheinmetall Mitarbeiter braucht
Die wird Rheinmetall auch bekommen, wenn Sie entsprechende Gehälter, Arbeitszeiten und andere Vorteile anbieten. Niemand wird anfangen bei Rheinmetall zu arbeiten, weil er zufällig ein Banner im Stadion gesehen hat und niemand würde nicht bei Rheinmetall anfangen, weil er kein Banner im Stadion gesehen hat. Leute arbeiten da, wo Sie das Beste für sich rausholen können. Ist bei Rheinmetall genauso, wie bei jeder anderen Firma auch.
Das heißt, Werbung bringt gar nichts? Das halte ich für eine steile These. Wenn das so wäre, würde niemand Geld dafür ausgeben.
Ihr belügt euch nur selbst.
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:55 (vor 543 Tagen) @ markus
Ich denke, es gibt einen großen, qualitativen Unterschied zwischen der Wirkung von Werbung für Konsumgüter und der Bewerbung eines Arbeitsplatzes.
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 22:17 (vor 543 Tagen) @ Argead
Ich denke, es gibt einen großen, qualitativen Unterschied zwischen der Wirkung von Werbung für Konsumgüter und der Bewerbung eines Arbeitsplatzes.
Dann ist das Rheinmetall-Sponsoring ja gar nicht schlimm für Dich wenn es eh keine Wirkung hat. Super
Ihr belügt euch nur selbst.
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 22:43 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Ich denke schon, dass es Aus(wirkung) hat, nur eben nicht darauf. Nicht super.
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 19:02 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Es geht drum, dass wir Rheinmetall brauchen!
Nein. Es geht darum, dass ein Unternehmen, das im Zweifel dazu bereit ist Diktatoren und Autokraten aller Welt gegen Geld mit Waffen auszustatten, nicht unseren Verein besudeln soll.
Es besundelt den Verein nicht, es sponsort ihr. Und dazu, dass fast alle diese Deals vom Staat eingefädelt wurden hat Phil ja schon was geschrieben.
Und egal wie sehr man es kritisiert was Rheinmetall gf. noch macht. Wir brauchen die als aLand. Dringend
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 21:50 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Es ist doch eine völlige Verklärung, dass dieser Deal für „das Land gebraucht“ wird. Rheinmetall wird produzieren, soviel wie nie und sie werden ihre Kapazitäten ausbauen.
Alles andere was in diesen Deal reininterpretiert wird für Land und Gesellschaft ist doch Blödsinn. Das ist einfaches Business, um u.a. mit Waffensystemen noch mehr Geld zu verdienen.
Ihr belügt euch nur selbst.
Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 19:17 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Es ist völlig egal, ob man sie braucht oder wer diese deals eingefädelt hat. Das hat nichts mit unserem Verein zu tun. Ich möchte schlicht nicht mit der Gewissheit leben müssen, dass unser nächster Erfolg auch dadurch zustande kommt, dass Diktaturen neue Waffen gekauft haben, um ihre Bevölkerung zu unterdrücken.
Ihr belügt euch nur selbst.
Kappadozianer, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 17:20 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Es geht drum, dass wir Rheinmetall brauchen!
Wir als Gesellschaft und als Deutschland ja. Aber wir als Borussia Dortmund? Nein. Diesen Sponsorendeal braucht keiner beim BVB.
Ihr belügt euch nur selbst.
istar, Mittwoch, 21.08.2024, 18:07 (vor 543 Tagen) @ Kappadozianer
Es geht drum, dass wir Rheinmetall brauchen!
Wir als Gesellschaft und als Deutschland ja. Aber wir als Borussia Dortmund? Nein. Diesen Sponsorendeal braucht keiner beim BVB.
Ich schreib es jetzt hierhin, es könnte aber auch unter jedem ähnlichen Posting stehen.
Wenn wir als Gesellschaft,Deutschland und EU also Rüstungsindustrie brauchen, dann fällt mir kein plausibler Grund ein, Rheinmetall als Sponsor nicht zu nehmen.
Wenn man A sagt,sollte man auch B sagen können. Hoesch war eng mit dem BVB verbunden und hat im 3. Reich Stahl mit Zwangsarbeitern produziert für die Waffenproduktion. Ich hab nie irgendwelche Diskussionen darüber gehört.
Unser aller Kanzler hat es sich nicht nehmen lassen, bei Rheinmetalls neuer Fabrik den Spatenstich zu machen. Aber wir sollen jetzt moralische Bedenken haben. Okay, wenn man den Wertekodex wortwörtlich nimmt, kann man das daraus ableiten.
Gründe für den Deal sind sicher die Vergütung, obwohl ich den Betrag nicht kenne und eine Außenwirkung in Form eines Denkanstoßes über genau die Thematik.
Wobei ich bei dem Denkanstoß eher schwarz sehe. Immer mehr Mitbürger wollen ihre Ruhe und mit dem Thema nicht weiter belästigt werden. Anders kann ich mir den Aufschwung für das BSW nicht erklären.
Grüne und SPD halten angesichts der kommenden Wahlen auch verdächtig die Füße still und dann gibt's noch den Finanzbuchhalter.
Eigentlich noch ein Grund mehr für ein bisschen Bandenwerbung.
Ihr belügt euch nur selbst.
Kayldall, Luxemburg, Mittwoch, 21.08.2024, 18:30 (vor 543 Tagen) @ istar
Ich bin bei dir und finde das ist irgendwie Doppelmoral. Man ist sich einig, dass man Rüstungskonzerne braucht, aber bitte nicht bei meinem BVB Sponsor sein. Der Wertekodex des BVB ist auch schwierig formuliert. Die körperliche und seelische Unversehrtheit aller Menschen garantieren wird schwierig in einem Krieg. Dabei sind sich auch da alle einig, dass der Krieg mit Russland zwar der letzte aber auch der einzige Ausweg war nachdem alle diplomatischen Bemühungen gescheitert waren. Wenn wir so weitermachen dann darf man gleich gar keine Sponsoren mehr haben. Hat jemals jemand nachgefragt ob Brillance als BVB Sponsor astrein war oder Huawei so super Saubermänner sind?
Ihr belügt euch nur selbst.
markus, Mittwoch, 21.08.2024, 17:44 (vor 543 Tagen) @ Kappadozianer
Es geht drum, dass wir Rheinmetall brauchen!
Wir als Gesellschaft und als Deutschland ja. Aber wir als Borussia Dortmund? Nein. Diesen Sponsorendeal braucht keiner beim BVB.
Letztendlich braucht ihn auch Borussia Dortmund. Denn eines der ersten Dinge, die hier im Falle eines russischen Angriffs nicht mehr stattfinden werden, ist der Fußballbetrieb. Borussia Dortmund ist Teil der Gesellschaft und kann nicht autark existieren.
Ihr belügt euch nur selbst.
TedinErzic, Mittwoch, 21.08.2024, 18:43 (vor 543 Tagen) @ markus
Warum sollte Putin Deutschland angreifen und damit ein NATO-Land? Er will die alte UdSSR wiederherstellen, mehr nicht.
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 19:01 (vor 543 Tagen) @ TedinErzic
Warum sollte Putin Deutschland angreifen und damit ein NATO-Land? Er will die alte UdSSR wiederherstellen, mehr nicht.
Na dann ist ja alles gut. Weg damit. Das kann man doch nicht ernsthaft als Argument bringen.
Dass die baltischen Staaten in der NATO sind ist Dir scheinbar auch entgangen.
Davon ab: Die Russen köndigen ja nach wie vor offen an wen sie alles angreifen wollen. Unter anderem Berlin.
Und man muss ein Land auch nicht direkt angreifen um es durch Drohungen gefügig zu machen.
Ihr belügt euch nur selbst.
Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 21.08.2024, 19:17 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Warum sollte Putin Deutschland angreifen und damit ein NATO-Land? Er will die alte UdSSR wiederherstellen, mehr nicht.
Na dann ist ja alles gut. Weg damit. Das kann man doch nicht ernsthaft als Argument bringen.
Dass die baltischen Staaten in der NATO sind ist Dir scheinbar auch entgangen.Davon ab: Die Russen köndigen ja nach wie vor offen an wen sie alles angreifen wollen. Unter anderem Berlin.
Und man muss ein Land auch nicht direkt angreifen um es durch Drohungen gefügig zu machen.
Ab Herbst brauchen die Russen und gar nicht mehr angreifen. :-(
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 22:19 (vor 543 Tagen) @ Garum
Warum sollte Putin Deutschland angreifen und damit ein NATO-Land? Er will die alte UdSSR wiederherstellen, mehr nicht.
Na dann ist ja alles gut. Weg damit. Das kann man doch nicht ernsthaft als Argument bringen.
Dass die baltischen Staaten in der NATO sind ist Dir scheinbar auch entgangen.Davon ab: Die Russen köndigen ja nach wie vor offen an wen sie alles angreifen wollen. Unter anderem Berlin.
Und man muss ein Land auch nicht direkt angreifen um es durch Drohungen gefügig zu machen.
Ab Herbst brauchen die Russen und gar nicht mehr angreifen. :-(
Leider
Ihr belügt euch nur selbst.
markus, Mittwoch, 21.08.2024, 18:47 (vor 543 Tagen) @ TedinErzic
Warum sollte Putin Deutschland angreifen und damit ein NATO-Land? Er will die alte UdSSR wiederherstellen, mehr nicht.
Und warum gibt es dann das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro, wenn uns absolut gar nichts droht?
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:54 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Und Rheinmetall gäbe es ansonsten nicht?
Aber nicht als BVB Sponsor - den braucht nur der BVB anscheinend
timmoe, Mittwoch, 21.08.2024, 15:51 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
k.T.
+1
Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 14:40 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Insofern sollte man bitte aufhören, diese Sponsoring als Demokratie-, Freiheits-, oder Grundrechtesponsoring zu verklären.
Danke.
Es ist "Sportwashing" deluxe und nix anderes.
--
Block 24
+1
TedinErzic, Mittwoch, 21.08.2024, 18:50 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
Ich hoffe auf viele Anti-Rheinmetall-Transparente im Stadion am Samstag.
Das hat a) im Sport nichts zu suchen und b) will ich Waffen nicht glorifiziert sehen. "Wir müssen uns ja verteidigen." Stattdessen durch Dialog die Spirale der Gewalt eben mal versuchen zu beenden statt überall noch mehr Panzer, Raketen etc. Auch wenn konkret Russland in der Ukraine der Aggressor ist.
+1
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 22.08.2024, 12:09 (vor 542 Tagen) @ TedinErzic
Weil Dialog mit Menschen ja so wunderbar funktioniert in allen Lebensbereichen.
+1
markus, Mittwoch, 21.08.2024, 19:04 (vor 543 Tagen) @ TedinErzic
Ich hoffe auf viele Anti-Rheinmetall-Transparente im Stadion am Samstag.
Das hat a) im Sport nichts zu suchen und b) will ich Waffen nicht glorifiziert sehen. "Wir müssen uns ja verteidigen." Stattdessen durch Dialog die Spirale der Gewalt eben mal versuchen zu beenden statt überall noch mehr Panzer, Raketen etc. Auch wenn konkret Russland in der Ukraine der Aggressor ist.
Das mit dem Dialog hat halt vor zehn Jahren schon nicht geklappt. https://de.wikipedia.org/wiki/Minsk_II
Und „Waffen glorifizieren“? Will Rheinmetall nicht nur ihr eigenes Logo bewerben, sondern ganz konkret Gewehre, Handgranaten und Panzer? Nur dann würde man doch die Waffen glorifizieren.
+1
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 18:53 (vor 543 Tagen) @ TedinErzic
Ich hoffe auf viele Anti-Rheinmetall-Transparente im Stadion am Samstag.
Das hat a) im Sport nichts zu suchen und b) will ich Waffen nicht glorifiziert sehen. "Wir müssen uns ja verteidigen." Stattdessen durch Dialog die Spirale der Gewalt eben mal versuchen zu beenden statt überall noch mehr Panzer, Raketen etc. Auch wenn konkret Russland in der Ukraine der Aggressor ist.
Das klappt ja offensichtlich seit Jahren mit Ruussland nicht
Ihr belügt euch nur selbst.
Goalgetter1990, Mittwoch, 21.08.2024, 14:33 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Ob die Produkte von Rheinmetall als Tötungsgerät oder zum Schutze unserer Freiheit eingesetzt werden, liegt in der Hand des Endnutzers und ist Rheinmetall im Zweifel auch egal.
Insofern sollte man bitte aufhören, diese Sponsoring als Demokratie-, Freiheits-, oder Grundrechtesponsoring zu verklären.
Als Privatunternehmen möchte Rheinmetall mit diesem Sponsoring lediglich das gesellschaftliche Klima dahingehend verändern, dass sie mehr Waffen verkaufen und mehr Profite machen können.
Wer mehr hineininterpretiert, belügt sich nur selbst.
Das ist doch eine ganz andere Frage. Die Frage "Warum macht Rheinmetall das Sponsoring?" ist eine andere als "Verstößt das Sponsoring eines Waffenherstellers gegen den BVB Grundwerte-Kodex". Selbstverständlich macht Rheinmetall das Sponsoring um a) attraktiver für Shareholder, b) attraktiver für Arbeitnehmer, und c) anerkannter in der Gesellschaft zu werden, um dann d) langfristig mehr Waffen zu verkaufen.
Die Debatte hier geht um die Frage, ob der Fakt dass Rheinmetall ein Waffenhersteller ist im Widerspruch zu den Werten des Vereins steht. Die Argumente dafür und dagegen wurden unten entsprechend aufgeführt.
Ihr belügt euch nur selbst.
Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 14:41 (vor 543 Tagen) @ Goalgetter1990
Die Debatte hier geht um die Frage, ob der Fakt dass Rheinmetall ein Waffenhersteller ist im Widerspruch zu den Werten des Vereins steht. Die Argumente dafür und dagegen wurden unten entsprechend aufgeführt.
Mein Argument ist, dass diese alberne Verklärung zum Freiheitssponsoring hanebüchen ist und ein gewinnorientierter Hersteller von Tötungsgeräten seine Produkte im Zweifel an jeden verkauft und somit natürlich kein Partner ist, der zu unseren Werten passt.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:28 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Ist das ernst oder satire?
Ohne Waffen holen sich böse Menschen wie Putin was sie wollen. Ohne Waffen keine Freiheit. Danke dass es eine starke deutsche Rüstungsindustrie gibt.
Es gibt keine starke, deutsche Rüstungsindustrie
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 15:55 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Deswegen investiert man ja nun massig in neue Kapazitäten. Deutschland kann momentan nicht mal einen Bruchteil der von den Ukrainiern benötigten Munition oder Waffensysteme liefern. Rheinmetall baut bisher hauptsächlich sehr teure, sehr spezialisierte und auch anfällige Systeme. Also eigentlich garnicht das, was die Ukrainier brauchen.
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 14:44 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Durch häufiges Wiederholen wird ein Argument übrigens nicht besser.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 16:03 (vor 543 Tagen) @ mrg
Meine Güte, ich mache das heute alles während der Arbeit :)
Aber nun gut, jetzt habe ich mein Notebook ausgeholt um es einmal detaillierter darzulegen. Ergebnis bleibt aber gleich: wer Putin stoppen will braucht Eier und muss sich auch den ganzen Feiglingen und pseudo intellektuellen entgegenstellen.
Dass Borussia Dortmund für Rheinmetall wirbt, ist aus mehreren wichtigen Gründen gerechtfertigt. Rheinmetall ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Rüstungsindustrie und spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Ukraine, die sich seit 2022 gegen den russischen Angriff verteidigt. Rheinmetall liefert essenzielle Verteidigungssysteme, darunter gepanzerte Fahrzeuge und Munition, die es der Ukraine ermöglichen, ihre Unabhängigkeit und die Sicherheit Europas zu wahren.
Die Unterstützung für Rheinmetall ist auch ein klares Bekenntnis zu den Werten, die Borussia Dortmund teilt: Freiheit, Menschenrechte und der Schutz der Demokratie. In einer Zeit, in der europäische Sicherheit auf dem Spiel steht, ist es wichtig, an der Seite derer zu stehen, die für diese Werte kämpfen. Rheinmetall beschäftigt zudem rund 25.000 Mitarbeiter weltweit und trägt durch Innovationen in der Verteidigungstechnologie zur globalen Sicherheit bei.
Fußball ist nicht nur ein Spiel, sondern auch eine Plattform, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Durch die Zusammenarbeit mit Rheinmetall zeigt der BVB, dass er nicht nur für sportliche Erfolge, sondern auch für die Verteidigung fundamentaler Werte einsteht.
So, viele Worte für das gleiche Ergebnis. Danke Aki dass du durchgezogen hast.
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 15:51 (vor 543 Tagen) @ mrg
Durch häufiges Wiederholen wird ein Argument übrigens nicht besser.
Stimmt. Weil das Argument an sich schon stimmt.
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:55 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Ach Marc jetzt fang du nicht auch noch mit diesem unterkomplexen Populismus an…
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 16:09 (vor 543 Tagen) @ mrg
Hahahaha, Populismus. Darauf habe ich gewartet. Vorsicht vor Leuten die vor Populismus warnen. Häufig sind Dinge einfacher als sie versucht werden zu machen.
Beispiele:
- Putin stoppen. Ist einfach aber auch richtig.
- Vermögenssteuer: nehme den Reichen und gebe den Armen. Ist einfach und richtig.
- Zuwanderung muss begrenzt werden, da arme unter zuviel Zuwanderung leiden. Reiche profitieren und arme finden keine Wohnung.ist einfach aber richtig.
Fassen wir zusammen
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 16:12 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
bearbeitet von Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 16:21
Aufrüsten, die böse Bourgeoisie enteignen und Ausländer raus, weil die der deutschen Bevölkerung schaden. Habe ich irgendwo schon mal gehört das Programm.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:46 (vor 543 Tagen) @ mrg
Die Argumente sind 1a. Die wiederholungen dienen dazu möglichst viele Menschen zu erreichen :)
Ihr belügt euch nur selbst.
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 15:56 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Deine Argumente sind agressives, monotones Geschwafel und wenn du mal irgendwelche Fakten erwähnst, stimmen sie nicht.
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 14:47 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Nun ja, dass ist jetzt Satire von dir.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:48 (vor 543 Tagen) @ mrg
Nee alles ernst gemeint.
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 14:49 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Dann sind es halt keine guten Argumente sondern einfach eine sehr platte Argumentationsweise.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:51 (vor 543 Tagen) @ mrg
Putin stoppen ist für dich platt, mich treibt es an.
Ihr belügt euch nur selbst.
timmoe, Mittwoch, 21.08.2024, 15:20 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
"So hat Rheinmetall beispielsweise gegen ein von der Bundesregierung verhängtes Exportverbot von Waffen nach Russland in Folge der Annexion der Krim im Jahre 2014 geklagt, das entsprechende Gefechtsübungszentrum wurde daraufhin von einem russischen Rheinmetall-Partnerunternehmen fertiggestellt – und spielte bei der Vorbereitung für den Überfall auf die Ukraine eine nicht unwichtige Rolle."
Quelle:
https://www.schwatzgelb.de/artikel/2024/unsa-senf/echte-liebe-t%C3%B6tet-nicht
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 14:58 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Ob Putin gestoppt wird, hat wirklich nichts aber überhaupt nichts mit einem Sportsponsoring zu tun.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 15:03 (vor 543 Tagen) @ mrg
Deutschland ist der zweitgrößte Unterstützer der Ukraine. Das Sponsoring dient u.a. dazu das Thema Zeitenwende im Fokus zu halten.
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:07 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Das ist quatsch. Es dient dafür, dass der BVB sehr viel Geld bekommt und Rheinmetall auch viel Geld verdient in Zukunft.
Es ist unstrittig, dass Rheinmetall noch nach der Krim Invasion mit Russland Geschäfte machen wollte. Und wenn der BVB sich für die Zeitenwende einsetzen will, hatte mein zwei Jahre Zeit ohne Millionensponsoring das zu tun.
Hier geht es schlicht um Business.
Ihr belügt euch nur selbst.
Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 15:19 (vor 543 Tagen) @ mrg
Das ist quatsch. Es dient dafür, dass der BVB sehr viel Geld bekommt und Rheinmetall auch viel Geld verdient in Zukunft.
Es ist unstrittig, dass Rheinmetall noch nach der Krim Invasion mit Russland Geschäfte machen wollte.
Und nochmal, weil auch unstrittig: Diese Geschäfte waren durch dei Bundesregierung(en) eingefädelt, gewollt (vermutlich auch wesentlich finanziert über Hermes etc.) und auf den Weg gebracht. Und nur zögerlich hat die Bundesregierung dann, nach 2014, diese Geschäfte und Vereinbarungen mit Russland gestoppt.
Rheinmetall hat dagegen versucht vorzugehen. Weil sie es schlicht auch mussten als handelsrechtlich geführtes Unternehmen, welches eben keine Abteilung im Bundeswirtschaftsministerium ist.
An keiner Stelle hat Rheinmetall nachweisbar aus freien Stücken (erst Recht nicht nach 2014) versucht Russland Waffen zu verkaufen oder irgendwie über Umwege dort ihr Material unterzubringen.
Genau den Eindruck erweckt aber solch ein Satz, wie du ihn dort hinschreibst.
Deutschland (durchaus gegen Widerstand in der EU und der NATO) wollte halt auf Biegen und Brechen mit Russland zusammenrücken. Vor allem wegen .... der Gas- und Öllieferungen. Und dazu gehörten auch jene Entscheidungen, dass man Russland militärisch half. Und diese Entscheidungen dann der freien Wirtschaft übergab (kurzum, Rheinmetall konnte sich um die damit verbundenen Aufträge bemühen).
Dass die damals vorgenommenen Waffenexporte für Russland eher symbolischen Charakter hatten (und für Deutschland auch), muss man natürlich auch dazu sagen.
MFG
Phil
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:44 (vor 543 Tagen) @ Phil
Naja nun ist Rheinmetall auch kein Opfer das von der Politik gezwungen wurde mit Russland Geschäfte zu machen.
Ein Unternehmen (auch eine AG) muss sich nicht auf jede Business Opportunity stürzen. Mag im Fußballkosmos unglaublich sein aber es ist halt auch möglich, Abstand von Geschäften zu nehmen.
Aber wie du richtig schriebst, die Politik hat viel aufzuarbeiten - von dem Nordstream Debakel sprachen wir noch garnicht. Umso mehr ist doch ein ganz anderer Diskurs notwendig als das Image der Rüstungsindustrie.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 15:08 (vor 543 Tagen) @ mrg
Ja erster Grund Business.
Zweiter Grund: man tut etwas gutes für die Gesellschaft.
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:17 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Zweiter Grund: du glaubst auch das Zitronenfalter Zitronen falten?
Ihr belügt euch nur selbst.
Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 14:40 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Ist das ernst oder satire?
Ohne Waffen holen sich böse Menschen wie Putin was sie wollen. Ohne Waffen keine Freiheit. Danke dass es eine starke deutsche Rüstungsindustrie gibt.
Also ich hoffe, dass das nicht Dein ernst ist.
--
Block 24
Ihr belügt euch nur selbst.
Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 14:33 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Ist das ernst oder satire?
Ohne Waffen holen sich böse Menschen wie Putin was sie wollen. Ohne Waffen keine Freiheit. Danke dass es eine starke deutsche Rüstungsindustrie gibt.
Rheinmetall baut am Abzug mit Sicherheit „böse-Menschen-Filter“ ein, die verhindern, dass ihre Freiheitsfackeln in böser Absicht verwendet werden.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:34 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Deswegen ist es ja eben wichtig solche Konzerne in funktionierenden Demokratien zu haben.
Ihr belügt euch nur selbst.
Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 14:47 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Deswegen ist es ja eben wichtig solche Konzerne in funktionierenden Demokratien zu haben.
Die Kundenliste Rheinmetalls umfasst u.a. funktionierende Demokratien wie Türkei, Katar, Saudi-Arabien.
Ich finde es wahrlich befreiend, dass wir an Waffen, die in kurdischen Dörfern unschuldige Menschen töten, mitverdienen.
Ihr belügt euch nur selbst.
HH-Tim, Lüneburger Heide, Mittwoch, 21.08.2024, 14:51 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Deswegen ist es ja eben wichtig solche Konzerne in funktionierenden Demokratien zu haben.
Die Kundenliste Rheinmetalls umfasst u.a. funktionierende Demokratien wie Türkei, Katar, Saudi-Arabien.Ich finde es wahrlich befreiend, dass wir an Waffen, die in kurdischen Dörfern unschuldige Menschen töten, mitverdienen.
Diese Kundenliste ist aber politisch legitimiert. Rheinmetall darf nur beliefern, was freigegeben ist.
Damit ist jedes Geschäft dieses Konzerns von demokratischen Institutionen überprüft und legitimiert worde. Natürlich kann und darf man über bestimmte Entscheidungen eine andere Meinung haben, nichts desto trotz ist dieses Unternehmen, bzw jedes seiner Geschäfte, dadurck deutlich stärker kontrolliert, als die meisten anderen.
Ihr belügt euch nur selbst.
Hanseat, Mittwoch, 21.08.2024, 14:57 (vor 543 Tagen) @ HH-Tim
Diese Kundenliste ist aber politisch legitimiert. Rheinmetall darf nur beliefern, was freigegeben ist.
Damit ist jedes Geschäft dieses Konzerns von demokratischen Institutionen überprüft und legitimiert worde. Natürlich kann und darf man über bestimmte Entscheidungen eine andere Meinung haben, nichts desto trotz ist dieses Unternehmen, bzw jedes seiner Geschäfte, dadurck deutlich stärker kontrolliert, als die meisten anderen.
Außen-, Sicherheits- und Rüstungspolitik folgt in aller Regel geopolitischen Interessen und ist in den seltensten Fällen wertegebunden.
Womit wir wieder beim Ausgangspunkt sind, dass dieses Sponsoring nicht mit den Werten des Vereins vereinbar ist.
Ihr belügt euch nur selbst.
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:02 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Außen-, Sicherheits- und Rüstungspolitik folgt in aller Regel geopolitischen Interessen und ist in den seltensten Fällen wertegebunden.
Wieso sollten diese geopolitischen Interessen nicht an sich schon wertegebunden sein?
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 14:56 (vor 543 Tagen) @ HH-Tim
Nein, ist sie nicht, weil dafür natürlich ein Geflecht an Tochterfirmen verwendet wird. Hier gibt es eine aufschlussreiche Recherche dazu: https://correctiv.org/aktuelles/wirtschaft/2017/08/11/was-hat-rheinmetall-in-der-tuerkei-zu-verbergen/
Ihr belügt euch nur selbst.
Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 15:13 (vor 543 Tagen) @ Giog
Dazu habe ich heute auch schon etwas hier geschrieben und ich denke, dass man das auch nicht unterschlagen kann.
Diese Verpflechtungen der weltweiten Rüstungskonzerne bzw. auch die unterschiedlichen "Orte" der Produktoinen, sind nun nicht zwingend bzw. nicht eonzig (ob überhaupt weiß ich nicht) ein Versuch irgendwas zu verschleiern.
Auch sie sind Teil großer globaler Bündnisse. Politischer Interessen. Geopolitischer Entscheidungen. Und auch aus Italien (als Teil der EU), darf nichts rausgehen, was nicht mit den Kriegswaffenexport-Gesetzen der EU konform wäre. Und von dort geht auch nur raus, was der italienische Staat z.B. zulässt.
Das ist ja völlig klar. Ebenso wenig können die US Miteigentümer von Rheinmetall ja verlangen, dass die Export Gesetze der USA Anwendung auf die Düsseldorfer Rheinmetaller findet.
MFG
Phil
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:20 (vor 543 Tagen) @ Phil
Dazu habe ich heute auch schon etwas hier geschrieben und ich denke, dass man das auch nicht unterschlagen kann.
Diese Verpflechtungen der weltweiten Rüstungskonzerne bzw. auch die unterschiedlichen "Orte" der Produktoinen, sind nun nicht zwingend bzw. nicht eonzig (ob überhaupt weiß ich nicht) ein Versuch irgendwas zu verschleiern.
Auch sie sind Teil großer globaler Bündnisse. Politischer Interessen. Geopolitischer Entscheidungen. Und auch aus Italien (als Teil der EU), darf nichts rausgehen, was nicht mit den Kriegswaffenexport-Gesetzen der EU konform wäre. Und von dort geht auch nur raus, was der italienische Staat z.B. zulässt.
Das ist ja völlig klar. Ebenso wenig können die US Miteigentümer von Rheinmetall ja verlangen, dass die Export Gesetze der USA Anwendung auf die Düsseldorfer Rheinmetaller findet.
MFG
Phil
Sorry, aber ich finde damit unterschlägst du mit sehr großen Schlagworten der "politischen Interessen" und "geopolitischen Entscheidungen", dass der BVB eine Partnerschaft mit einem Unternehmen eingegangen ist, welches auf einem sehr hohen Niveau äußerst zweifelhafte Geschäftspraktiken an den Tag legt. Über zig Bestechungsskandale haben wir da noch gar nicht gesprochen. Und mir geht schlicht und ergreifend nicht in den Kopf, wieso ich mit dem bloßen Verweis auf die weltpolitische Lage oder dem "Argument", dass das in dieser Branche nunmal so ist, diesen Umstand hinnehmen soll und wohin uns diese Argumentation führen soll. Man könnte ja auch mal die Gegenprobe machen: wo definieren wir eigentlich unsere Grenzen für ein Sponsoring? Was sind in Zeiten von Rheinmetall und Online-Casinos eigentlich rote Linien, die man in einem bekannten Podcast irgendwie aufgeworfen hat, aber nicht ansatzweise nachvollziehbar mit Leben füllen konnte?
Ihr belügt euch nur selbst.
Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 15:38 (vor 543 Tagen) @ Giog
Sorry, aber ich finde damit unterschlägst du mit sehr großen Schlagworten der "politischen Interessen" und "geopolitischen Entscheidungen", dass der BVB eine Partnerschaft mit einem Unternehmen eingegangen ist, welches auf einem sehr hohen Niveau äußerst zweifelhafte Geschäftspraktiken an den Tag legt.
Also in dem Strang ging/geht es mir überhaupt nicht um den BVB. Das mal nur als Vorwort.
Was deine EInschätzung der "zweifelahften Geschäfte aus sehr hohem Niveau" betrifft, so Teile ich diese Einschätzung eben nicht. Bzw. erkenne ich dan, dass die allermeisten dieser Geschäfte (und daran ändern auch die Exporte über italienische Töchter nichts), gemessen an Umsatz und Bedeutung, eben durch die Bundesregierung genehmigt wurden. Allermeist sogar gewollt. Sehr oft auch finanziert.
Über zig Bestechungsskandale haben wir da noch gar nicht gesprochen.
So viele sind es dann auch nicht, wo es tatsächlich zu Verurteilung kam. Der einzig der mir geläufig ist, war dann auch so, dass Rheinmetall Manager bestochen wurden. Also der umgekehrte Zahlungsweg passirte. Im Rahmen eines Geschäfts, welche - siehe oben - durch die Bundesregierung gewoltt, genehmigt (und qua Bürgschaften etc.) wesentlich finanziert wurde.
Dass es in diversen globalen Branchen jede Menge Korruption gibt, sollte aber auch klar sein. Bist du im Bereich Energie tätig, wirst du ohne keine Geschäfte auf dieser Welt erleben.
Und mir geht schlicht und ergreifend nicht in den Kopf, wieso ich mit dem bloßen Verweis auf die weltpolitische Lage oder dem "Argument", dass das in dieser Branche nunmal so ist, diesen Umstand hinnehmen soll und wohin uns diese Argumentation führen soll.
Ich finde die Diskussion dazu eigentlich recht spannend. Und ich habe auch nicht gesagt, dass irgendwer irgendwas hinnehmen soll. Ich finde nur, dass die Dinge etwas komplexer gelagert sind. Wenn es eben um die Bedeutung von Rüstung geht und wie diese Geschäfte eben laufen (und damit meine ich nun nicht Korruption). UNd wenn du dann sagst "Die liefern sogar an die Türkei", dann will ich halt sagen "Weil Deutschland es will.", "weil die NATO es so will" oder weil "die EU es so will". Wäre dem nicht so, würden da auch keine nennenswerten Waffenexporte hinfließen.
Man könnte ja auch mal die Gegenprobe machen: wo definieren wir eigentlich unsere Grenzen für ein Sponsoring? Was sind in Zeiten von Rheinmetall und Online-Casinos eigentlich rote Linien, die man in einem bekannten Podcast irgendwie aufgeworfen hat, aber nicht ansatzweise nachvollziehbar mit Leben füllen konnte?
Schwer zu sagen.
Für mich z.B. sins Glücksspielanbieter komplett abzulehnen (würde mir eher wünschen, dass Werbung dafür grundsätzlich verboten wäre). Sie haben keinerlei Nutzen und Verursachen im Grunde nur Schäden.
Geht es um Korruption? Kommt überall vor. Geht es um Schäden die Sponsoren anrichten? Da wird die Luft verdammt dünn. Aber das bringt uns ja nicht weiter. Rheinmetall ist defnitiv kein normaler Sponsor und der Diskurs dazu ist auch gut und wichtig. Mir missfällt eigentlich nur, dass man es derart eng an die Grundwerte koppelt. Denn damit hat man im Grunde schon all jenen, die es anders sehen, gesagt: Ihr haltet euch nicht an unsere Grundwerte. Und auch da würde die Luft dann schnell dünn...
MFG
Phil
Ihr belügt euch nur selbst.
HH-Tim, Lüneburger Heide, Mittwoch, 21.08.2024, 15:36 (vor 543 Tagen) @ Giog
Dazu habe ich heute auch schon etwas hier geschrieben und ich denke, dass man das auch nicht unterschlagen kann.
Diese Verpflechtungen der weltweiten Rüstungskonzerne bzw. auch die unterschiedlichen "Orte" der Produktoinen, sind nun nicht zwingend bzw. nicht eonzig (ob überhaupt weiß ich nicht) ein Versuch irgendwas zu verschleiern.
Auch sie sind Teil großer globaler Bündnisse. Politischer Interessen. Geopolitischer Entscheidungen. Und auch aus Italien (als Teil der EU), darf nichts rausgehen, was nicht mit den Kriegswaffenexport-Gesetzen der EU konform wäre. Und von dort geht auch nur raus, was der italienische Staat z.B. zulässt.
Das ist ja völlig klar. Ebenso wenig können die US Miteigentümer von Rheinmetall ja verlangen, dass die Export Gesetze der USA Anwendung auf die Düsseldorfer Rheinmetaller findet.
MFG
Phil
Sorry, aber ich finde damit unterschlägst du mit sehr großen Schlagworten der "politischen Interessen" und "geopolitischen Entscheidungen", dass der BVB eine Partnerschaft mit einem Unternehmen eingegangen ist, welches auf einem sehr hohen Niveau äußerst zweifelhafte Geschäftspraktiken an den Tag legt. Über zig Bestechungsskandale haben wir da noch gar nicht gesprochen. Und mir geht schlicht und ergreifend nicht in den Kopf, wieso ich mit dem bloßen Verweis auf die weltpolitische Lage oder dem "Argument", dass das in dieser Branche nunmal so ist, diesen Umstand hinnehmen soll und wohin uns diese Argumentation führen soll. Man könnte ja auch mal die Gegenprobe machen: wo definieren wir eigentlich unsere Grenzen für ein Sponsoring? Was sind in Zeiten von Rheinmetall und Online-Casinos eigentlich rote Linien, die man in einem bekannten Podcast irgendwie aufgeworfen hat, aber nicht ansatzweise nachvollziehbar mit Leben füllen konnte?
Die Argumentation ist ja auch ok, und man kann zu dem Rheinmetall Deal auch so stehen. Der Konzern hat insbesondere in den für Ihn schwierigen Zeiten der letzten 2-3 Dekaden auch bestimmt nicht immer das beste Bild abgegeben, was "saubere" Geschäftspraktiken angeht.
Ich für meinen Teil kann auch bis jetzt noch keine Klare Haltung zu dem Sponsoring von Rheinmetall eingehen, weil ich dem Konzern generell auch eher negativ gegenüber stehe, aber trotzdem eine Notwendigkeit dieser Branche im demokratischen Teil der Welt sehe. Und es damit auch einfach legitim ist, dass diese UInternehmen für Arbeitnehmer interessant sein wollen.
Was ich aber befremdlich finde ist, dass die Argumentation doch auf Rheinmetall als Hersteller von Waffen/Tötungsmaschinen verkürzt wird.
Insofern ist der Hauptpunkt der Kritik bei einem ganz großen Teil der Gegner des Deals hier schon, dass eben Waffen gebaut werden, also deren Produkt an sich. Und das ist mir, genau wie andersrum Rheinmetall als Verteidiger der Demokratie, dann doch etwas platt und kurz gegriffen.
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:37 (vor 543 Tagen) @ HH-Tim
Das ergibt sich aber z.B. aus Jens' Text so gar nicht, weil dort zwar auch die Branche als solches problematisiert wird, aber ansonsten vor allem dezidiert Rheinmetall-Argumente vorgebracht werden.
Ihr belügt euch nur selbst.
HH-Tim, Lüneburger Heide, Mittwoch, 21.08.2024, 15:43 (vor 543 Tagen) @ Giog
Das ergibt sich aber z.B. aus Jens' Text so gar nicht, weil dort zwar auch die Branche als solches problematisiert wird, aber ansonsten vor allem dezidiert Rheinmetall-Argumente vorgebracht werden.
Das ergibt sich aber aus der Diskussion hier und meiner Meinung nach auch in diesem Strang, auf den hier geantwortet wurde.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:50 (vor 543 Tagen) @ Hanseat
Es gibt immer Abwägungen die schwierig sind. Am Ende überwiegt das Argument dass starke Unternehmen wie Rheinmetall besser von uns gesteuert werden als von Russen oder Chinesen.
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 14:54 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Du hast gerade von Hanseat literally dargelegt bekommen, dass die von dir beschriebene Steuerung ja offenbar nicht funktioniert, weil trotzdem über Umwege Bomben an autokratische Systeme verkauft werden. Davon ab: es ist schon spannend, dass du hier mit einer moralischen Überlegenheit Vorwürfe gegen die Kritiker äußerst und Horrorszenarien an die Wand wirfst, aber die Toten, die heute schon in der echten Welt durch Rheinmetall-Bomben sterben, als "schwierige Abwägung" abtust.
Ihr belügt euch nur selbst.
MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 21.08.2024, 18:42 (vor 543 Tagen) @ Giog
Du hast gerade von Hanseat literally dargelegt bekommen, dass die von dir beschriebene Steuerung ja offenbar nicht funktioniert, weil trotzdem über Umwege Bomben an autokratische Systeme verkauft werden.
Das bestreitet ja keiner. Aber es ist wichtig, dass die Bundeswehr und die NATO genug Waffen und Munition aus eigener Produktion haben.
Davon ab: es ist schon spannend, dass du hier mit einer moralischen Überlegenheit Vorwürfe gegen die Kritiker äußerst und Horrorszenarien an die Wand wirfst, aber die Toten, die heute schon in der echten Welt durch Rheinmetall-Bomben sterben, als "schwierige Abwägung" abtust.
Was ist daran ein "Horrorszenario", dass Russland bald die baltischen Staaten angreifen könnte? Das hat Putin immer wieder gesagt und die baltischen Staaten weisen da seit Jahren immer wieder auf die Gefahr hin.
Diese deutsche Moralbesoffenheit geht mir so auf den Sack. Wir wollen billiges Gas, Öl,von den USA verteidigt werden, aber auf keinen Fall selbst die Hände schmutzig machen.
Ihr belügt euch nur selbst.
mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 22:41 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Du hast gerade von Hanseat literally dargelegt bekommen, dass die von dir beschriebene Steuerung ja offenbar nicht funktioniert, weil trotzdem über Umwege Bomben an autokratische Systeme verkauft werden.
Das bestreitet ja keiner. Aber es ist wichtig, dass die Bundeswehr und die NATO genug Waffen und Munition aus eigener Produktion haben.
Das hängt wirklich nicht am Sponsoring. Das hängt an den bereitgestellten Mitteln, den Beschaffungsprozessen, den politischen Zielvorgaben.
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 20:12 (vor 543 Tagen) @ MauriciusQ
Du hast gerade von Hanseat literally dargelegt bekommen, dass die von dir beschriebene Steuerung ja offenbar nicht funktioniert, weil trotzdem über Umwege Bomben an autokratische Systeme verkauft werden.
Das bestreitet ja keiner. Aber es ist wichtig, dass die Bundeswehr und die NATO genug Waffen und Munition aus eigener Produktion haben.
Dann bist du offenbar der Auffassung, dass der Umstand, dass Rheinmetall auch im großen Stil für die NATO produziert darüber hinweg tröstet, dass sie auch in Rüstungsgeschäfte von autokratischen Staaten verwickelt sind. Ich habe eine andere Auffassung, müssen wir wohl beide mit leben.
Davon ab: es ist schon spannend, dass du hier mit einer moralischen Überlegenheit Vorwürfe gegen die Kritiker äußerst und Horrorszenarien an die Wand wirfst, aber die Toten, die heute schon in der echten Welt durch Rheinmetall-Bomben sterben, als "schwierige Abwägung" abtust.
Was ist daran ein "Horrorszenario", dass Russland bald die baltischen Staaten angreifen könnte? Das hat Putin immer wieder gesagt und die baltischen Staaten weisen da seit Jahren immer wieder auf die Gefahr hin.Diese deutsche Moralbesoffenheit geht mir so auf den Sack. Wir wollen billiges Gas, Öl,von den USA verteidigt werden, aber auf keinen Fall selbst die Hände schmutzig machen.
Ich weiß nicht, wie du auf Moralbesoffenheit kommst, aber ein User wie der Ausgangsposter, der in jedem zweiten Beitrag etwas vom „Russen, der vor Berlin steht“ faselt darf sich schon die Frage gefallen lassen, ob solche Szenarien dazu geeignet sind, komplett über die real existierenden Toten etwa im Jemen oder in Nordsyrien schulterzuckend hinwegzusehen. Aber jedenfalls bei diesem User hat man ja schon festgestellt, dass es ihm insbesondere um deutsches Leben geht.
Ihr belügt euch nur selbst.
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:00 (vor 543 Tagen) @ Giog
Du hast gerade von Hanseat literally dargelegt bekommen, dass die von dir beschriebene Steuerung ja offenbar nicht funktioniert, weil trotzdem über Umwege Bomben an autokratische Systeme verkauft werden.
Die Türkei ist NATO Partner. Dazu kann man stehen wie man möchte. Aber die Lieferung and die Türkei als Verkauf von Bomben an autokratische oder problematische Systeme darzustellen ist dann wohl etwas zu kurz gegriffen.
Bei Katar und Saudi Arabien sieht es da natürlich schon anders aus.
Selbstverständlich sind mir diese Staaten auch irgendwo ein Dorn im Auge. Aber wir kapseln uns schon auch nicht komplett grundlos nicht von diesen Staaten ab.
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:13 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Du hast gerade von Hanseat literally dargelegt bekommen, dass die von dir beschriebene Steuerung ja offenbar nicht funktioniert, weil trotzdem über Umwege Bomben an autokratische Systeme verkauft werden.
Die Türkei ist NATO Partner. Dazu kann man stehen wie man möchte. Aber die Lieferung and die Türkei als Verkauf von Bomben an autokratische oder problematische Systeme darzustellen ist dann wohl etwas zu kurz gegriffen.
Bei Katar und Saudi Arabien sieht es da natürlich schon anders aus.
Selbstverständlich sind mir diese Staaten auch irgendwo ein Dorn im Auge. Aber wir kapseln uns schon auch nicht komplett grundlos nicht von diesen Staaten ab.
In der Türkei herrscht faktisch keine Pressefreiheit und die Opposition wird in vergleichbarem Ausmaß wie in Russland unterdrückt, parallel dazu führt das türkische Militär eine völkerrechtswidrige Militäroffensive in Nordsyrien durch und begeht dabei wohl schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen. Mir wird nicht klar, weshalb es vor dem Hintergrund dieser Tatsachen "zu kurz greift", wenn man daraus schließt, dass die hiesige Kontrolle von Waffenexporten offenbar nicht verhindert, dass Rheinmetall in der Türkei oder in anderen Staaten Waffen für eben solche Staaten produziert und das eben benannt werden muss, wenn hier teilweise der Eindruck erweckt wird, Rheinmetalls einziges Interesse wäre es, die Ukraine zu unterstützen.
Ihr belügt euch nur selbst.
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:20 (vor 543 Tagen) @ Giog
Mir wird nicht klar, weshalb es vor dem Hintergrund dieser Tatsachen "zu kurz greift", wenn man daraus schließt, dass die hiesige Kontrolle von Waffenexporten offenbar nicht verhindert, dass Rheinmetall in der Türkei oder in anderen Staaten Waffen für eben solche Staaten produziert und das eben benannt werden muss,
Weil man im allerschlimmsten Fall einen NATO Partner verliert und diesen dann direkt in die Hände von Putin und co. treibt. Mit Sicherheit gibt es auch noch andere Beispiele. Aber im Falle Türkei ist für mich kein Versagen der Kontrolle gegeben. Die Lieferungen sind gewollt.
Euch gefällt nur das Ergebnis der Kontrolle nicht. Was ich irgendwo auch nachvollziehen kann. Aber bei ner Ja/Nein Entscheidung bin ich am Ende dafür.
wenn hier teilweise der Eindruck erweckt wird, Rheinmetalls einziges Interesse wäre es, die Ukraine zu unterstützen.
Ja gut. Den Eindruck möchte ich nicht erwecken.
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:24 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Mir wird nicht klar, weshalb es vor dem Hintergrund dieser Tatsachen "zu kurz greift", wenn man daraus schließt, dass die hiesige Kontrolle von Waffenexporten offenbar nicht verhindert, dass Rheinmetall in der Türkei oder in anderen Staaten Waffen für eben solche Staaten produziert und das eben benannt werden muss,
Weil man im allerschlimmsten Fall einen NATO Partner verliert und diesen dann direkt in die Hände von Putin und co. treibt. Mit Sicherheit gibt es auch noch andere Beispiele. Aber im Falle Türkei ist für mich kein Versagen der Kontrolle gegeben. Die Lieferungen sind gewollt.
Euch gefällt nur das Ergebnis der Kontrolle nicht. Was ich irgendwo auch nachvollziehen kann. Aber bei ner Ja/Nein Entscheidung bin ich am Ende dafür.
In dieser ganzen Diskussion vermischen wir aber doch wieder zwei Punkte: der NATO-Partner wird nicht verloren, wenn der BVB ein Sponsoring mit Rheinmetall ablehnt. Es sind schlicht extrem heikle politische Entscheidung, die wir kraft Natur der Sache nicht in einem Fußballverein lösen können und uns nicht zu eigen machen sollten.
Ihr belügt euch nur selbst.
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:25 (vor 543 Tagen) @ Giog
In dieser ganzen Diskussion vermischen wir aber doch wieder zwei Punkte: der NATO-Partner wird nicht verloren, wenn der BVB ein Sponsoring mit Rheinmetall ablehnt.
Finde ich nicht. Wenn hier die Kunden von Rheinmetall als das Problem dargestellt werden, darf man meiner Meinung nach schon erwähnen, dass wir als Gesellschaft diese Kunden im Endeffekt als akzeptabel eingestuft haben.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 15:15 (vor 543 Tagen) @ Giog
Das ist alles ein bißchen komplizierter als du es darstellst. Die Türkei nervt aber man braucht sie.sonst hätte man 1 Mio Flüchtlinge mehr und die AFD wäre bei 30 Prozent um nur ein Argument zu nennen. Geopolitik ist komplexer als die Feststellung dass man Putin stoppen muss :)
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:25 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Es ist witzig, dass du angeblich so viel von Geopolitik verstehst und den Blick aufs große Ganze wirfst, dein Horizont des Mitgefühls aber offenbar exakt bei denjenigen aufhört, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben.
Ihr belügt euch nur selbst.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 15:38 (vor 543 Tagen) @ Giog
Aaaaah. Ich habe 2015 gespendet und unterstützt. Aber auch hier gilt: Wer heute nicht verstanden hat dass auch unsere Hilfe nicht unendlich ist ist bestenfalls naiv. Wer keine afd bei 30 Prozent will muss sich für eine kontrollierte Einwanderung einsetzen.
Ihr belügt euch nur selbst.
NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Mittwoch, 21.08.2024, 15:25 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Geopolitik ist komplexer als die Feststellung dass man Putin stoppen muss :)
Und seit wann sind der Ballspielverein Borussia 1909 e.V. oder die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA geopolitische Player?
Das ist doch der Hauptpunkt des Textes, den du immer noch nicht gelesen hast, aber fleißig wie ein Troll kommentierst.
Ihr belügt euch nur selbst.
Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 15:42 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Und seit wann sind der Ballspielverein Borussia 1909 e.V. oder die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA geopolitische Player?
Mal ab vom inhaltlichen Wert des Postings, auf welches du antwortest.
Ein gesellschaftspolitischer Player ist der Ballspielverein Borussia 1909 e.V. aber schon. Oder?
Und darum geht es dann ja eher. Und das z.B. haben ja Habeck oder Neubaur nach dem Abschluss des Deals ja im Grunde auch so gesagt.
Und alleine diese Debatten hier im Forum zeigen das ja auch.
MFG
Phil
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:15 (vor 543 Tagen) @ Giog
bearbeitet von Giog, Mittwoch, 21.08.2024, 15:25
Und als Ergänzung zu "wir kapseln uns nicht ohne Grund nicht komplett von diesen Staaten ab": das ist doch genau der Punkt, der hier schon zig mal aufgebracht wurde: das alles mag sicherheitspolitisch ein notwendiges Übel sein und auch ich bin nicht so naiv um zu glauben, dass die Bundesregierung es sich erlauben kann, sich vollständig von solchen problematischen Staaten zu isolieren, die nunmal in gewissen Regionen wichtige regionale Player sind. Das bedeutet aber alles nicht, dass der BVB eine ähnlich gelagerte Entscheidung treffen muss, weil wir nunmal ein Fußballverein sind, und keine Regierungsverantwortung tragen.
Ihr belügt euch nur selbst.
Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 15:26 (vor 543 Tagen) @ Giog
Und als Ergänzung zu "wir kapseln uns nicht ohne Grund nicht komplett von diesen Staaten ab": das ist doch genau der Punkt, der hier schon zig mal aufgebracht wurde: das alles mag sicherheitspolitisch ein notwendiges Übel sein und auch ich bin nicht so naiv um zu glauben, dass die Bundesregierung es sich erlauben lassen kann, sich vollständig von solchen problematischen Staaten zu isolieren, die nunmal in gewissen Regionen wichtige regionale Player sind. Das bedeutet aber alles nicht, dass der BVB eine ähnlich gelagerte Entscheidung treffen muss, weil wir nunmal ein Fußballverein sind, und keine Regierungsverantwortung tragen.
Das ist auch ein vollkommen valider Punkt, den man anführen kann, um dieses Sponsoring und vor allem die Vermittlung dessen zu kritisireen.
Allerdings ist es eben auch die Realität, dass man in diesen Fragen immer in unschönes Gewässer kommt. Und dennoch feststellen kann, dass man überzeugt davon ist, es sei wichtig solch ein Sponsoring durchzuführen. Und den klaren Verstoß gegen die Grundwerte des BVB? Dazu schrieb ich weiter unten schon was. So klar gelagert ist das dann nicht. Aber das ganze wird dann irgendwann auch mal ein "völkerrechtliches Proseminar" oder meinetwegen ein Grundkurs in "Verfassungsrecht" und welche Rechte und Werte an welcher Stelle welchen vorgelagert sind.
Jo, der BVB hätte das ganze gar nicht mit so großem Überbau beladen sollen. Man hätte es auch einfach machen können, eine Pressemitteilung mit einigen schmalen Sätzen "Wir freuen uns, gerade diesen in diesen Zeiten wichtigen Konzern" .... und fertig.
MFG
Phil
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:29 (vor 543 Tagen) @ Phil
Und als Ergänzung zu "wir kapseln uns nicht ohne Grund nicht komplett von diesen Staaten ab": das ist doch genau der Punkt, der hier schon zig mal aufgebracht wurde: das alles mag sicherheitspolitisch ein notwendiges Übel sein und auch ich bin nicht so naiv um zu glauben, dass die Bundesregierung es sich erlauben lassen kann, sich vollständig von solchen problematischen Staaten zu isolieren, die nunmal in gewissen Regionen wichtige regionale Player sind. Das bedeutet aber alles nicht, dass der BVB eine ähnlich gelagerte Entscheidung treffen muss, weil wir nunmal ein Fußballverein sind, und keine Regierungsverantwortung tragen.
Das ist auch ein vollkommen valider Punkt, den man anführen kann, um dieses Sponsoring und vor allem die Vermittlung dessen zu kritisireen.Allerdings ist es eben auch die Realität, dass man in diesen Fragen immer in unschönes Gewässer kommt. Und dennoch feststellen kann, dass man überzeugt davon ist, es sei wichtig solch ein Sponsoring durchzuführen. Und den klaren Verstoß gegen die Grundwerte des BVB? Dazu schrieb ich weiter unten schon was. So klar gelagert ist das dann nicht. Aber das ganze wird dann irgendwann auch mal ein "völkerrechtliches Proseminar" oder meinetwegen ein Grundkurs in "Verfassungsrecht" und welche Rechte und Werte an welcher Stelle welchen vorgelagert sind.
Jo, der BVB hätte das ganze gar nicht mit so großem Überbau beladen sollen. Man hätte es auch einfach machen können, eine Pressemitteilung mit einigen schmalen Sätzen "Wir freuen uns, gerade diesen in diesen Zeiten wichtigen Konzern" .... und fertig.
MFG
Phil
Das kann ich so unterschreiben.
Ihr belügt euch nur selbst.
Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:24 (vor 543 Tagen) @ Giog
Das bedeutet aber alles nicht, dass der BVB eine ähnlich gelagerte Entscheidung treffen muss, weil wir nunmal ein Fußballverein sind, und keine Regierungsverantwortung tragen.
Dann ist aber die Frage wo du die Grenze ziehst. Selbstverständlich passiert das Sponsoring durch z.B. die Champions League, nicht unmittelbar über uns. Dafür verdienen wir da dann direkt durch Staaten Geld die hier schon als Kunde von Rheinmetall ausreichen, um Rheinmetall als Sponsoren nicht auswahlfähig zu machen.
Aber du hast schon Recht. Wenn wir den Deal nicht eingegangen wären hätte ich Ihn auch nicht gefordert. Gemusst hat der BVB nicht.
Ihr belügt euch nur selbst.
Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 15:27 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Das bedeutet aber alles nicht, dass der BVB eine ähnlich gelagerte Entscheidung treffen muss, weil wir nunmal ein Fußballverein sind, und keine Regierungsverantwortung tragen.
Dann ist aber die Frage wo du die Grenze ziehst. Selbstverständlich passiert das Sponsoring durch z.B. die Champions League, nicht unmittelbar über uns. Dafür verdienen wir da dann direkt durch Staaten Geld die hier schon als Kunde von Rheinmetall ausreichen, um Rheinmetall als Sponsoren nicht auswahlfähig zu machen.
Da hast du völlig Recht. Bei der WM in Katar ließ sich das gut vertreten, weil irgendwie eh niemand Lust auf Nationalmannschaft hatte. Aber dass insbesondere die UEFA einen an die Grenze des Vertretbaren (und darüber hinaus) bringt und man dort sicherlich nicht konsequent handelt, lässt sich nicht von der Hand weisen. Ist aber auch ein bisschen so ein "was war schon immer da" vs. "was können wir noch vor Ort beeinflussen"-Thema.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 14:05 (vor 543 Tagen) @ Goalgetter1990
... Wir sagen auf der einen Seite (fast alle), dass Waffenhersteller ein wichtiger Teil unseres Staates und damit auch der Gesellschaft sind
Wer sagt das denn?
... Was ich hingegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, dass (wie auch hier wieder im Artikel) die Argumentation aufkommt, dass das Sponsoring eines Waffenherstellers per-se nicht mit unseren Werten vereinbar ist
Kennst Du unseren Grundwerte-Kodex nicht?
--
Block 24
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Goalgetter1990, Mittwoch, 21.08.2024, 14:27 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
... Wir sagen auf der einen Seite (fast alle), dass Waffenhersteller ein wichtiger Teil unseres Staates und damit auch der Gesellschaft sind
Wer sagt das denn?
So gut wie jeder einzelne User hier im Thread, sowie ein überwältigender Großteil der demokratischen Parteien! Du eventuell als einer der wenigen eben nicht.
... Was ich hingegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, dass (wie auch hier wieder im Artikel) die Argumentation aufkommt, dass das Sponsoring eines Waffenherstellers per-se nicht mit unseren Werten vereinbar ist
Kennst Du unseren Grundwerte-Kodex nicht?
Unten wurde jetzt bereits mehrfach aufgeführt und ausführlich begründet, dass "Gesellschaft ohne Gewalt" in der Realität oft im Widerspruch zu "Wir setzen uns für die körperliche, seelische und sexuelle Unversehrtheit eines jeden Menschen ein. ... Wir lehnen insbesondere die Nutzung von Menschenhandel ab" steht. Wie beim Grundgesetz auch, sind diese Punkte natürlich nicht absolut, sondern sind in dem Augenblick eingeschränkt zu betrachten, wenn ein anderer angrenzender Wert betroffen ist. Wenn ich als Gesellschaft keine Gewalt ausüben kann, kann ich nicht die Unversehrtheit von Menschen gewährleisten, alles andere ist Utopie. Sich das eine Wort aus dem Grundwertekodex herauszuziehen, und daraus zu schließen "Waffenhersteller verstoßen als solche gegen unsere Werte" kann man so machen, ist aber extrem vereinfachend.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 14:38 (vor 543 Tagen) @ Goalgetter1990
bearbeitet von Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 14:42
... Wir sagen auf der einen Seite (fast alle), dass Waffenhersteller ein wichtiger Teil unseres Staates und damit auch der Gesellschaft sind
Wer sagt das denn?
So gut wie jeder einzelne User hier im Thread, sowie ein überwältigender Großteil der demokratischen Parteien! Du eventuell als einer der wenigen eben nicht. Kein Einziger hat ansatzweise Verständnis für dieses Sponsoring.
Ich finde das interessant, ich muss dann also in einer komischen Bubble leben. Alle Menschen, die ich kenne bzw. mit denen ich über Rheinmetall gesprochen habe, finden Waffenhersteller (und vor allem explizit Rheinmetall) einer der Hauptgründe allen Übels.
Unten wurde jetzt bereits mehrfach aufgeführt und ausführlich begründet, dass "Gesellschaft ohne Gewalt" in der Realität oft im Widerspruch zu "Wir setzen uns für die körperliche, seelische und sexuelle Unversehrtheit eines jeden Menschen ein. ... Wir lehnen insbesondere die Nutzung von Menschenhandel ab" steht. Wie beim Grundgesetz auch, sind diese Punkte natürlich nicht absolut, sondern sind in dem Augenblick eingeschränkt zu betrachten, wenn ein anderer angrenzender Wert betroffen ist. Wenn ich als Gesellschaft keine Gewalt ausüben kann, kann ich nicht die Unversehrtheit von Menschen gewährleisten, alles andere ist Utopie. Sich das eine Wort aus dem Grundwertekodex herauszuziehen, und daraus zu schließen "Waffenhersteller verstoßen als solche gegen unsere Werte" kann man so machen, ist aber extrem vereinfachend.
Ich finde es total wirr und fast schon zum Lachen komisch, dass man sich den Grundwertekodex so lange zurechtdreht bis man bei "wir brauchen Waffenhersteller in Deutschland, um Menschen zu schützen" ist.
--
Block 24
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
timmoe, Mittwoch, 21.08.2024, 16:22 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
Ich finde das interessant, ich muss dann also in einer komischen Bubble leben. Alle Menschen, die ich kenne bzw. mit denen ich über Rheinmetall gesprochen habe, finden Waffenhersteller (und vor allem explizit Rheinmetall) einer der Hauptgründe allen Übels.
Ich finde es total wirr und fast schon zum Lachen komisch, dass man sich den Grundwertekodex so lange zurechtdreht bis man bei "wir brauchen Waffenhersteller in Deutschland, um Menschen zu schützen" ist.
Danke!
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:42 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
Das kann ich dir einfach erklären:
- wenn das deine bubble vor dem Überfall Russlands gesagt hat specht das für deine Bubble und wir hatten die gleiche bubble.
- wenn deine Bubble dass nach dem Überfall Russlands immernoch sagt ist sie leider naive und feige und du solltest dir eine neue Bubble suchen.
Gerne geschehen.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 14:43 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
- wenn deine Bubble dass nach dem Überfall Russlands immernoch sagt ist sie leider naive und feige und du solltest dir eine neue Bubble suchen.
Deine Angst muss groß sein.
--
Block 24
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 14:47 (vor 543 Tagen) @ Hatebreed
Angst wovor?
Mich besorgt wie wenig Menschen aktuell noch verstehen was Russland vorbereitet...
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Hatebreed, Mittwoch, 21.08.2024, 16:56 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Angst wovor?
Krieg, Russland...
Wenn Du mich "naiv" nennst, nenne ich Dich ängstlich. Sehr ängstlich, wenn Du mich fragst. So ist das nunmal.
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Block 24
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Wednesday, 21.08.2024, 12:34 (vor 543 Tagen) @ Goalgetter1990
Zwei Antworten:
1. Notwendig ist nicht "OK". Wir brauchen Waffen und entsprechende Hersteller, um uns gegen bewaffnete Aggressoren zu verteidigen. Das macht das Töten von Menschen jetzt aber nur sehr bedingt gesellschaftlicher akzeptabel. Es ist eine unerwünschte Notwendigkeit.
2. Borussia Dortmund hat sich vor nicht einmal zwei Jahren einen Grundwertekodex mit folgenden Worten gegeben.
Wir werden uns stets für das gesellschaftliche Gelingen einsetzen. Darunter verstehen wir ein Vereinsleben und eine Gesellschaft ohne Rassismus, Antisemitismus, LSBTI+-Feindlichkeit, Sexismus, Gewalt und Diskriminierung. Mit Überzeugung stehen wir zu dieser Haltung, fordern und fördern Zivilcourage und setzen entschlossen Zeichen mit unserer Antidiskriminierungsarbeit.
Wie Waffen und Gewaltlosigkeit vereinbar sind, müsste mir noch jemand erklären.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 20:00 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
2. Borussia Dortmund hat sich vor nicht einmal zwei Jahren einen Grundwertekodex mit folgenden Worten gegeben.
Wir werden uns stets für das gesellschaftliche Gelingen einsetzen. Darunter verstehen wir ein Vereinsleben und eine Gesellschaft ohne Rassismus, Antisemitismus, LSBTI+-Feindlichkeit, Sexismus, Gewalt und Diskriminierung. Mit Überzeugung stehen wir zu dieser Haltung, fordern und fördern Zivilcourage und setzen entschlossen Zeichen mit unserer Antidiskriminierungsarbeit.
Wie Waffen und Gewaltlosigkeit vereinbar sind, müsste mir noch jemand erklären.
Ich bin late2theparty, vielleicht wurde das schon diskutiert:
Aber um Gewalt in der Ukraine zu verhindern muss Gewalt gegen russische Soldaten verübt werden. So schlimm das auch ist.
Der kalte Krieg war aufgrund von Waffen kalt.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Phil, Wednesday, 21.08.2024, 12:50 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
2. Borussia Dortmund hat sich vor nicht einmal zwei Jahren einen Grundwertekodex mit folgenden Worten gegeben.
Demgegenüber steht:
"Wir achten, schützen und fördern die weltweit geltenden Vorschriften zum Schutz der Menschen- und Kinderrechte als fundamentale und allgemeingültige Vorgaben."
Ferner setzen wir uns für die körperliche, seelische und sexuelle Unver-
sehrtheit eines jeden Menschen ein."
Und wie so oft bei derart weich formulierten Grundwerten/Grundgesetzen, kann man nun nicht jede Passage einfach 1:1 irgendwie rüberziehen in eine einzige Auslegung.
Wenn der Verkauf von Waffen/Kriegsgerät nowendig ist, man also dieser Auffassung ist, um z.B. die Menschenrechte zu schützen, was ist dann? Dann würde der BVB ja gegen seinen Kodex verstoßen, wenn er eben nicht all jene unterstützt, die dies ermöglichen.
Dass der Schutz der Menschenrechte z.B. mit militärischer Gewalt erfolgen darf, ist ja auch rechtlich klar gedeckt. Was nicht erlaubt ist, also im Prinzip, ist z.B. ja das gezielte Töten von Zivilisten mit Kriegsgerät.
Kurzum: Die Grundwerte Borussia Dortmund bzw. dieser Kodex waren nun sicherlich nicht mit der Intention geschrieben, dass man sich damit einen Korridor für Fragen der Geopolitik, des Völkerrechts oder sonstiger Fragen dieser Dimension positionieren wollte.
Wenn man dann schon z.B. auf die Zeit des dritten Reichs abzielt, müsste man ja die Frage stellen, wie sich der BVB dann dort positionieren hätte müssen, mal angenommen er wäre in Großbritannien ansässig gewesen? Auch Neutralität wahrend, weil man ja im Grundwertekodex stehen hat, dass man keinem Menschen Gewalt antuen darf als Borussia Dortmund (und BVB Mitglied)?
Und bricht man diese Fragen auf das Individuum herunterbricht, also jenen Passus mit "Gewalt", wird die Sachlage ja noch diffuser, wenn man es mal zu Ende denkt, wer so alles Mitglied bei Borussia Dortmund ist und war.
MFG
Phil
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Weeman, Hinterm Knauber, Wednesday, 21.08.2024, 12:44 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Wir werden uns stets für das gesellschaftliche Gelingen einsetzen. Darunter verstehen wir ein Vereinsleben und eine Gesellschaft ohne Rassismus, Antisemitismus, LSBTI+-Feindlichkeit, Sexismus, Gewalt und Diskriminierung. Mit Überzeugung stehen wir zu dieser Haltung, fordern und fördern Zivilcourage und setzen entschlossen Zeichen mit unserer Antidiskriminierungsarbeit.
Wie Waffen und Gewaltlosigkeit vereinbar sind, müsste mir noch jemand erklären.
Nunja. Wie können entweder unsere Gesellschaft "ohne" Rassismus, Antisemitismus, LSBTI+-Feindlichkeit, Sexismus, Gewalt und Diskriminierung mit Waffen verteidigen oder wir geben für die Gewaltlosigkeit den Rest auf.
Und da fällt mir die Entscheidung leicht.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 12:47 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Genau das meine ich! Genau so sieht es aus! Man muss Dinge nicht immer künstlich verkomplizieren. Es ist in diesem Fall wirklich so einfach. Wer unsere offene Lebensweise will kann keine Aufrüstung ablehnen und analog auch nicht solche Deals bekämpfen. Das wäre dann Ein Fall Von Doppelmoral.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Wednesday, 21.08.2024, 12:46 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Nunja. Wie können entweder unsere Gesellschaft "ohne" Rassismus, Antisemitismus, LSBTI+-Feindlichkeit, Sexismus, Gewalt und Diskriminierung mit Waffen verteidigen oder wir geben für die Gewaltlosigkeit den Rest auf.
Ich bin diese Strohmänner echt leid, Leute.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
arnaud, Ort, Wednesday, 21.08.2024, 13:03 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Genau das. Es ist einfach nur müßig, sich unentwegt mit falschen Dichotomien rumschlagen zu müssen. Man wird Menschen, die derart undifferenziert in einer Schwarz-Weiß-Denke gefangen bzw. von Tribalismus übernommen sind, nicht überzeugen. Meine subjektive Erfahrung.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Weeman, Hinterm Knauber, Wednesday, 21.08.2024, 12:51 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Nunja. Wie können entweder unsere Gesellschaft "ohne" Rassismus, Antisemitismus, LSBTI+-Feindlichkeit, Sexismus, Gewalt und Diskriminierung mit Waffen verteidigen oder wir geben für die Gewaltlosigkeit den Rest auf.
Ich bin diese Strohmänner echt leid, Leute.
Ich sehe nicht, wo das ein Strohmann sein soll. Es ist halt einfach ein Fakt der für mich zur Einschätzung dazu gehört.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Wednesday, 21.08.2024, 13:03 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Fakt ist aber auch, dass unsere offene, demokratische Gesellschaft nicht davon verteidigt wird, dass Borussia Dortmund einen hohen siebenstelligen Betrag für Bandenwerbung eines Rüstungsunternehmens erhält.
Ich will überhaupt nicht in Abrede stellen oder diskutieren, dass wir diese Gesellschaft verteidigen müssen (daher Strohmann). Ich stelle das Vehikel in Frage. Auf mehreren Ebenen.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
koom, Mittwoch, 21.08.2024, 13:39 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Fakt ist aber auch, dass unsere offene, demokratische Gesellschaft nicht davon verteidigt wird, dass Borussia Dortmund einen hohen siebenstelligen Betrag für Bandenwerbung eines Rüstungsunternehmens erhält.
Ich würde das Wort "Fakt" vielleicht streichen. Es ist deine Meinung.
Mal anders: Borussia Dortmund hat enorme Reichweite. Eine der größten Vereine/Marken etc. in Deutschland. Werben die für/mit etwas, dann hat das eine gesellschaftliche Signalwirkung. Aus Sicht von Rheinmetall, dass man eben kein schmutziger, illegaler Waffenhersteller ist, sondern ein offenes, klares Unternehmen.
Also: Diese demokratische Gesellschaft profitiert davon, wenn Rheinmetall als Firma nicht öffentlich gebrandmarkt/schlechtgeredet wird, sondern akzeptiert und legitimiert. Die Werbung beim BVB ist dabei ein kleines Puzzleteil. Zumindest meine Meinung. ;-)
Die Krux ist, dass wir diese Debatte jetzt öffentlich führen. Jetzt beschädigt man auf jeden Fall Rheinmetall an dieser Stelle, aber auch den BVB. Weil man eine Diskussion führt, die im Grunde einfach auf sehr schwachen Füssen steht, egal, welche Seite man vertritt. Es geht dabei viel mehr um Meinung als um konkrete Dinge.
Argumentation "Waffenhersteller verstoßen per-se gegen die Werte des Vereins"
Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 13:35 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Fakt ist aber auch, dass unsere offene, demokratische Gesellschaft nicht davon verteidigt wird, dass Borussia Dortmund einen hohen siebenstelligen Betrag für Bandenwerbung eines Rüstungsunternehmens erhält.
Nunja. Das ist dann aber schon recht akademisch. "Wieso nicht?" würde ich dann zum Beispiel fragen. Weil die vor einigen Jahren festgelegten Grundwerte des BVB "angeblich" damit nicht vereinbar sind?
Was sind das dann für Werte, wenn man zwar die prinzipielle Notwednigkeit sieht ("Ich will überhaupt nicht in Abrede stellen oder diskutieren, dass wir diese Gesellschaft verteidigen müssen (daher Strohmann). Ich stelle das Vehikel in Frage. Auf mehreren Ebenen."), aber diese nicht kompatibel mit den Grundwerten des BVB sieht.
Diesen Umkehrschluss habe ich bisher einfach nicht verstehen können. Tut mir Leid.
MFG
Phil
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 14:56 (vor 543 Tagen) @ Phil
Ich finde das gar nicht so schwer zu verstehen. Es gibt X Teile die Notwendig sind für eine funktionierende Gesellschaft, die in sich isoliert aber irgendwie scheiße sind. Ich trage die halt mit aber ich muss sie auch nicht „promoten“.
Es wird halt eine Normalisierung der Ausnahme geschaffen. Es werden Grenzen verschoben. Das macht natürlich etwas mit der Gesellschaft.
Und ob Deutschland, die Nato oder die Ukraine Verteidigungsfähig sind, hängt gar nicht von dem Ruf Rheinmetalls ab. Bei diesem Deal geht es auch garnicht um Gesellschaftlichen Diskurs, sondern um einen hohen einstelligen Millionenbetrag, den der BVB haben will. Diese ganze Aufladung ist einfach lächerlich von BVB Seite aber damit müssen sie jetzt halt leben.
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Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 15:09 (vor 543 Tagen) @ mrg
Ich finde das gar nicht so schwer zu verstehen. Es gibt X Teile die Notwendig sind für eine funktionierende Gesellschaft, die in sich isoliert aber irgendwie scheiße sind. Ich trage die halt mit aber ich muss sie auch nicht „promoten“.
Es wird halt eine Normalisierung der Ausnahme geschaffen. Es werden Grenzen verschoben. Das macht natürlich etwas mit der Gesellschaft.
Das ist ja Ziel der Aktion. So auch durch die politischen Entscheidungsträger kommuniziert und gefordert. Nicht zuletzt auch von jenen der "Grünen".
Und ob Deutschland, die Nato oder die Ukraine Verteidigungsfähig sind, hängt gar nicht von dem Ruf Rheinmetalls ab. Bei diesem Deal geht es auch garnicht um Gesellschaftlichen Diskurs, sondern um einen hohen einstelligen Millionenbetrag, den der BVB haben will. Diese ganze Aufladung ist einfach lächerlich von BVB Seite aber damit müssen sie jetzt halt leben.
Das ist deine Annahme bzw. Interpretation. Ich denke die Dinge liegen eher in der Mitte. Dass die Produktion von Waffen / Kriegsgütern privatwirtschaftlich organisiert ist, ist halt so. Und ja, dies bedeutet halt, dass es kein Non Goverment Laden ist, der einfach von Zuwendungen Dritter lebt, aber keinerlei Gewinne erzielen soll/darf. Gleiches gilt dann für den BVB ja ebenso.
Dennoch kann man natürlich übergeordnete Überzeugungen haben, die einen dazu veranlassen, eben einen (von mir aus) ökonomisch reizvollen Deal zu machen, obwohl man weiß, dass die Meinungen bei diesem auseinandergehen.
Die Rolle Rheinmetalls ist in den Punkten Aufrüstung und Ausrüstung (der Ukraine) natürlich auch deutlich prägnanter. Und inwiefern der "Ruf" des Konzerns dabei wichtig ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Völlig grundlos werden sie nun nicht einige Millionen dafür in die Hand nehmen, denn, sie sind halt ein gewinnorientiertes kaufmännisch geführtes Unternehmen.
MFG
Phil
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:35 (vor 543 Tagen) @ Phil
Das ist ja Ziel der Aktion. So auch durch die politischen Entscheidungsträger kommuniziert und gefordert. Nicht zuletzt auch von jenen der "Grünen".
Weiß jetzt nicht, warum da reflexartig „auch die Grünen“ rein muss. Das politische Ziel mit einem privatwirtschaftlichen Sportsponsoring zu verfolgen, mutet nun aber auch nach einer kruden Allianz an. Politische und gesellschaftliche Kommunikation sollte dann doch anders laufen und nicht durch privatwirtschaftliche Instrumente.
Dennoch kann man natürlich übergeordnete Überzeugungen haben, die einen dazu veranlassen, eben einen (von mir aus) ökonomisch reizvollen Deal zu machen, obwohl man weiß, dass die Meinungen bei diesem auseinandergehen.
Oder man bewertet halt einen ökonomisch reizvollen Deal für so wichtig, dass man in bar moralischer Bedenken durchzieht. Beim Profifussball liegt der Verdacht nun einmal sehr nah - insbesondere mit der Vorgeschichte aus Gladbach und das vom BVB bis zum Deal wirklich quasi nichts kam zu dieser gesellschaftlichen Debatte.
Man hätte den Deal min. mit einer unabhängigen, kritischen Aufarbeitung der Geschichte verbinden müssen. Das wäre etwas handfesteres als dieses wischiwaschi Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion.
Die Rolle Rheinmetalls ist in den Punkten Aufrüstung und Ausrüstung (der Ukraine) natürlich auch deutlich prägnanter. Und inwiefern der "Ruf" des Konzerns dabei wichtig ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Völlig grundlos werden sie nun nicht einige Millionen dafür in die Hand nehmen, denn, sie sind halt ein gewinnorientiertes kaufmännisch geführtes Unternehmen.
Natürlich nicht. Aus deren Sicht gibt es gute Gründe sein Image aufzupolieren mit Sportsponsoring anstatt bspw. lieber die Unternehmensgeschichte ordentlich aufzuarbeiten.
Diese Gründe werden aber wenig damit zu tun haben, dass man die Freiheit, die Gesellschaft o.ä. verteidigen will. Man will schlicht Geld erwirtschaften und bei den Kunden hat man in der Vergangenheit keine allzu großen Standards angelegt - sondern das musste die politische Ebene machen.
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Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 15:55 (vor 543 Tagen) @ mrg
Weiß jetzt nicht, warum da reflexartig „auch die Grünen“ rein muss. Das politische Ziel mit einem privatwirtschaftlichen Sportsponsoring zu verfolgen, mutet nun aber auch nach einer kruden Allianz an. Politische und gesellschaftliche Kommunikation sollte dann doch anders laufen und nicht durch privatwirtschaftliche Instrumente.
Das hat nichts mit reflexartig zu tun. Vielmehr standen die Gründen da sehr lange auf einer ganz klaren "anderen Seite". Jedenfalls was die Frage der Waffenexporte betraf. Im Hinblick auf die Notwendigkeit militärischen Eingreifens sah das ja schon ab Mitte der 90iger zunehmend anders aus.
Dass zudem aktuell ein grüner Miniser da quasi der "Oberaufseher" über die Exporte ist, kommt hinzu. Insofern ist das natürlich nennenswerte Fakt, der belegt, dass sich einiges verändert hat.
Was die Methoden betrift? Ich bin da kein Experte, was PR / Marketing / Kommunikatoin etc. betrifft. Insofern kann ich da wenig zu sagen, wie das eigentlich besser wäre.
Oder man bewertet halt einen ökonomisch reizvollen Deal für so wichtig, dass man in bar moralischer Bedenken durchzieht. Beim Profifussball liegt der Verdacht nun einmal sehr nah - insbesondere mit der Vorgeschichte aus Gladbach und das vom BVB bis zum Deal wirklich quasi nichts kam zu dieser gesellschaftlichen Debatte.
Das ist vollkommen legitim, zu dieser Einschätzung zu kommen. Aber am Ende ist es weiterhin nur dies: Eine Einschätzung.
Man hätte den Deal min. mit einer unabhängigen, kritischen Aufarbeitung der Geschichte verbinden müssen. Das wäre etwas handfesteres als dieses wischiwaschi Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion.
Auch das kann man gerne fordern. Ich für meinen Teil habe so viel zu dem Thema "Dritte Reich" und auch zu dem Thema "Wirtschaft im dritten Reich" gelesen, dass ich irgendwie denn großen Mehrwert einer weiteren Studie dazu nicht mehr erkenne. Aber ja, ein valider Punkt, den man natürlich so fordern oder kritisieren kann.
In den Entschädigungsfonds für Zwangesarbeiter (usw. waren ja diverse Fonds seinerzeit, die man in den 90iger auflegte) haben sie jedenfalls eingezahlt. Das finde ich schonmal sehr wichtig.
Natürlich nicht. Aus deren Sicht gibt es gute Gründe sein Image aufzupolieren mit Sportsponsoring anstatt bspw. lieber die Unternehmensgeschichte ordentlich aufzuarbeiten.
siehe oben.
Diese Gründe werden aber wenig damit zu tun haben, dass man die Freiheit, die Gesellschaft o.ä. verteidigen will. Man will schlicht Geld erwirtschaften und bei den Kunden hat man in der Vergangenheit keine allzu großen Standards angelegt - sondern das musste die politische Ebene machen.
Oder umgekehrt. Rheinmetall hat an Russland geliefer (oder wollte es), weil die Bundesregierung(en) es wollten. Und nicht umgekehrt.
Dass das ganz gewinnorientiert geschieht, kann man kritisieren. Aber es hat natürlich auch gute Gründe, warum dem so ist. Ein Rüstungskonzern als Abteilung des BMVG? Oder beim Wirtschaftsministerium? Nunja.
MFG
Phil
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 16:02 (vor 543 Tagen) @ Phil
Oder man bewertet halt einen ökonomisch reizvollen Deal für so wichtig, dass man in bar moralischer Bedenken durchzieht. Beim Profifussball liegt der Verdacht nun einmal sehr nah - insbesondere mit der Vorgeschichte aus Gladbach und das vom BVB bis zum Deal wirklich quasi nichts kam zu dieser gesellschaftlichen Debatte.
Das ist vollkommen legitim, zu dieser Einschätzung zu kommen. Aber am Ende ist es weiterhin nur dies: Eine Einschätzung.
Wie umgekehrt von dir. ;-) Wie woanders geschrieben: ich glaube, hier haben wir beide einen völlig andere Einschätzung auf gewisse Personen und werden uns wohl auch nicht einig. Wir können den Leute halt nur vor den Kopf gucken und an Hand unsere Erfahrungen einschätzen.
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Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 16:11 (vor 543 Tagen) @ mrg
Naja klar. Was diese Interpretationen betrifft „warum macht jemand etwas“ bewegen wir uns nur im spekulativen bzw. können nur Erfahrungen oder Einschätzungen aus Gesprächen nehmen, um uns eine Meinung zu bilden.
Und handfest beweisen kann man sowas ja eh nicht.
Ich für meinen Teil stelle gar nicht in Abrede, wie ich hier anderswo schon schrieb, dass hier beidseitig auch ökonomische Interessen verfolgt werden. Es sind kaufmännische Unternehmen. Natürlich muss man da nicht alles mitmachen, aber das meisten wird dann schon gemacht. Das hat die Fußball Branche dann auch nicht exklusiv. Ist dann aber wieder ein neues Thema :-)
MFG
Phil
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 16:06 (vor 543 Tagen) @ mrg
Ahso und eins noch: ich finde das Aufarbeiten der Unternehmensgeschichte gerade wenn man gesellschaftliche Diskussionen anstoßen will extrem wichtig.
Ob du o. ich das lesen ist dabei völlig irrelevant. Ich finde das aber wichtig auch für die interne Unternehmenskultur, der Umgang mit der eigenen Geschichte insbesondere wenn man solche eine exponierte Rolle hatte.
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Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 16:17 (vor 543 Tagen) @ mrg
Kann man so sehen. Ich glaube aber, dass jene Zeit, als die Rolle der fast kompletten Wirtschaft im dritten Reich überhaupt erstmal ordentlich thematisiert wurde, jetzt lange zurückliegt. Also die 90iger Jahre eher.
Und heute kaum noch wer denkt, dass da ja alles nur Opfer waren. Schon gar nicht im Falle einer „Waffenschmiede“. Also was sollte da noch herauskommen?
Fakt ist: sie haben, für ihre Verhältnisse, nennenswerte Beträge in jene Entschädigungsfonds eingezahlt, die dann in den 90igern (auf Druck aus dem Ausland hin, keine Frage) erschaffen wurden. Das wurde ja dann von der Bundesregierung koordiniert und man verhinderte damit, dass deutsche Unternehmen mit klagen überzogen worden wären.
Rheinmetall, wie so viele andere, zahlte ein und die noch lebenden Opfer / Angehörigen wurden „entschädigt“. Was nichts gut machte. Aber immerhin.
Das solltest du dann schon aber auch bei deiner Forderung einpreisen, dass Rheinmetall zumindest das tat. Machten auch nicht alle Konzerne / Unternehmen. Einige setzten auch einfach auf die „zeitkarte“ und wollten das einfach ewig in die Länge ziehen, bis die Opfer nicht mehr lebten.
MFG
Phil
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 16:57 (vor 543 Tagen) @ Phil
Kann man so sehen. Ich glaube aber, dass jene Zeit, als die Rolle der fast kompletten Wirtschaft im dritten Reich überhaupt erstmal ordentlich thematisiert wurde, jetzt lange zurückliegt. Also die 90iger Jahre eher.
Und heute kaum noch wer denkt, dass da ja alles nur Opfer waren. Schon gar nicht im Falle einer „Waffenschmiede“. Also was sollte da noch herauskommen?
Vermutlich nichts schönes - umso mehr verwundert die flapsige Darstellung. Und Firmen hatten schon unterschiedliche Rollen…
Fakt ist: sie haben, für ihre Verhältnisse, nennenswerte Beträge in jene Entschädigungsfonds eingezahlt, die dann in den 90igern (auf Druck aus dem Ausland hin, keine Frage) erschaffen wurden. Das wurde ja dann von der Bundesregierung koordiniert und man verhinderte damit, dass deutsche Unternehmen mit klagen überzogen worden wären.
Rheinmetall, wie so viele andere, zahlte ein und die noch lebenden Opfer / Angehörigen wurden „entschädigt“. Was nichts gut machte. Aber immerhin.
Das solltest du dann schon aber auch bei deiner Forderung einpreisen, dass Rheinmetall zumindest das tat. Machten auch nicht alle Konzerne / Unternehmen. Einige setzten auch einfach auf die „zeitkarte“ und wollten das einfach ewig in die Länge ziehen, bis die Opfer nicht mehr lebten.
Ich könnte jetzt kritisch sagen, man hat es aus wirtschaftlichen Gründen getan und nicht weil man ernsthaft Schuld und Verantwortung anerkannte - so stiefmütterlich wie man sich mit der eigenen Historie auseinandergesetzt hat.
Zumal ich das Argument „andere haben das nicht getan“ wirklich schwach finde. Für mich gehört diese kritische Aufarbeitung zu jedem deutschen Unternehmen aus dieser Zeit eigentlich zur Selbstverständlichkeit. Als Rüstungsunternehmen sollte das aber in besonderen Maße gelten. Gerade bei dem Propanz „des gesellschaftlichen Anspruchs“ des Sponsorings. Wir haben neben dem russischen Machtstreben in Deutschland noch ein paar andere Probleme und dazu gehört definitiv eine gewisse Geschichtsvergessenheit.
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Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 16:23 (vor 543 Tagen) @ Phil
Kann man so sehen. Ich glaube aber, dass jene Zeit, als die Rolle der fast kompletten Wirtschaft im dritten Reich überhaupt erstmal ordentlich thematisiert wurde, jetzt lange zurückliegt. Also die 90iger Jahre eher.
Und heute kaum noch wer denkt, dass da ja alles nur Opfer waren. Schon gar nicht im Falle einer „Waffenschmiede“. Also was sollte da noch herauskommen?
Fakt ist: sie haben, für ihre Verhältnisse, nennenswerte Beträge in jene Entschädigungsfonds eingezahlt, die dann in den 90igern (auf Druck aus dem Ausland hin, keine Frage) erschaffen wurden. Das wurde ja dann von der Bundesregierung koordiniert und man verhinderte damit, dass deutsche Unternehmen mit klagen überzogen worden wären.
Rheinmetall, wie so viele andere, zahlte ein und die noch lebenden Opfer / Angehörigen wurden „entschädigt“. Was nichts gut machte. Aber immerhin.
Das solltest du dann schon aber auch bei deiner Forderung einpreisen, dass Rheinmetall zumindest das tat. Machten auch nicht alle Konzerne / Unternehmen. Einige setzten auch einfach auf die „zeitkarte“ und wollten das einfach ewig in die Länge ziehen, bis die Opfer nicht mehr lebten.
MFG
Phil
Die finanzielle Dimension mag ja sein, aber deine Beschreibung klingt so, als sei Aufarbeitung und Erinnerungs(!)kultur ein endlicher Prozess.
Sicherlich sind Verstrickungen aufgrund des endlichen Quellenmaterials irgendwann ausgeforscht, aber die Art und Weise, wie man diese Erkenntnisse präsentiert ist ja vor 30 Jahren genauso relevant wie sie in 30 Jahren sein wird. Und wenn die Präsentation der Ergebnisse darin besteht, Scherzchen über deutsche Bürokratie zu machen und anekdotische Beispiele eines Zwangsarbeiters in den Vordergrund zu stellen, der zufälligerweise im Werk einen "netten" Meister hatte, dann hat das nichts mit einer gesunden kritischen Aufarbeitung zu tun.
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polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 16:37 (vor 543 Tagen) @ Giog
Sehe es bildlich vor mir. Der Russe klopft in Berlin an der Tür aber die Klugen und Intellektuellen müssen noch schnell ihre Aufarbeitungstexte zu 1945 in Ihr Mac Hämmern um zu einer Entscheidung zu kommen.
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Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 16:40 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
So, Sendepause jetzt.
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Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 16:37 (vor 543 Tagen) @ Giog
Die finanzielle Dimension mag ja sein, aber deine Beschreibung klingt so, als sei Aufarbeitung und Erinnerungs(!)kultur ein endlicher Prozess.
Nein, das ist kein endlicher Prozess. Dsa wollte ich damit nicht sagen. Allerdings sehe ich nicht, was die xte Untersuchung eines Konzerns da nun noch groß an Erinnungen bringen soll.
Prinzipiell gibt es im Falle Rheinmetall auch diverse Dokumentationen und Schriften, die aber eher weniger weit verbreitet sind. Keine Frage. Eher an den jeweiligen Standorten, wo dann Zwangsarbeiter für Rheinmetall zum Einsatz kamen.
Eine große, unabhängige Studie gibt es sicherlich nicht. Aber diese wird sich kaum von diversen anderen großen Waffenproduzenten aus jener Zeit unterscheiden. Darauf wollte ich hinaus.
Sicherlich sind Verstrickungen aufgrund des endlichen Quellenmaterials irgendwann ausgeforscht, aber die Art und Weise, wie man diese Erkenntnisse präsentiert ist ja vor 30 Jahren genauso relevant wie sie in 30 Jahren sein wird. Und wenn die Präsentation der Ergebnisse darin besteht, Scherzchen über deutsche Bürokratie zu machen und anekdotische Beispiele eines Zwangsarbeiters in den Vordergrund zu stellen, der zufälligerweise im Werk einen "netten" Meister hatte, dann hat das nichts mit einer gesunden kritischen Aufarbeitung zu tun.
Das ist recht unschön und wenig geeignet, was sie da auf ihrer Seite stehen haben. Das will ich gar nicht wegreden.
Jedoch gehört dann eben auch dazu, dass Rheinmetall dennoch, beginnen mit Vereinbarungen in den 50iger Jahren bis zum Ende der 90iger, Zwangsarbeiter entschädigte. Was (zumal in den 50iger oder 60iger Jahren) viele gar nicht taten. Dass dies vor allem auf Druck passierte und weil man um die große Schuld (die kaum zu verschleiern war) wusste, ist auch klar. Aber immerhin.
Will sagen. Man darf ihren aktuellen Umgang (auf ihrer Website) kritisieren, sollte aber jene Entschädigungsrolle schon dennoch berücksichtigen.
MFG
Phil
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Giog, Mittelhessen, Mittwoch, 21.08.2024, 16:47 (vor 543 Tagen) @ Phil
Die finanzielle Dimension mag ja sein, aber deine Beschreibung klingt so, als sei Aufarbeitung und Erinnerungs(!)kultur ein endlicher Prozess.
Nein, das ist kein endlicher Prozess. Dsa wollte ich damit nicht sagen. Allerdings sehe ich nicht, was die xte Untersuchung eines Konzerns da nun noch groß an Erinnungen bringen soll.
Gut, trotz meines Geschichtsstudiums kann ich aus der Ferne aber natürlich auch nicht bewerten, ob die Aufarbeitung als solche erschöpfend stattgefunden hat. Es gibt nur einen Historiker, der umfassend Zugang zum Material hatte, und das war jedenfalls keine unabhängige Untersuchung. Als Ergebnis kam eine Chronik raus, die ich bisher nur mal durchblättern konnte. In der Fachliteratur wurde diese jedenfalls auch kritisch besprochen, etwa weil die Frage, inwieweit sich das Unternehmen aktiv um Zwangsarbeiter bemüht hat, nicht behandelt wurde. Das nur am Rande, mir ging es in diesem Punkt auch primär um die unschöne Darstellung dieser Ergebnisse, wo wir uns ja einig sind.
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Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:05 (vor 543 Tagen) @ mrg
Und ob Deutschland, die Nato oder die Ukraine Verteidigungsfähig sind, hängt gar nicht von dem Ruf Rheinmetalls ab.
Es geht auch irgendwo um die Deutungshoheit. Wenn man hier manchem folgt müsste Deutschland alle Rüstungsunternehmen direkt aus dem Land werfen. Dann wäre die Verteidigungsfähigkeit dahin.
Auch wenn das schwer messbar ist kann ich die genannten Argumente im Bezug auf eine Vergrößerung der Akzeptanz schon nachvollziehen.
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:15 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Aber das sagt Jens doch mit _keiner_ Silbe! Er kritisiert schlicht dieses Sponsoring.
Ich persönlich finde auch, dass diese Millionen besser eingesetzt werden könnte (bspw. Aufarbeitung der Geschichte). Und ja, Akzeptanz ist so ne Sache. Eigentlich ist es scheiße, dass wir das brauchen (Rüstung). Aber nun ist es nunmal so. Nur Rheinmetall wird seinen Verpflichtungen nachkommen - Unabhängig von der gesellschaftlichen Akzeptanz.
Wenn es um Verteidigungsfähigkeit geht, haben wir wirklich ganz andere Probleme (Beschaffung, Prozesse, Politische Zielvorgaben). Die Industrie liefert schon, was gebraucht und bezahlt wird.
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Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:31 (vor 543 Tagen) @ mrg
Wenn es um Verteidigungsfähigkeit geht, haben wir wirklich ganz andere Probleme (Beschaffung, Prozesse, Politische Zielvorgaben).
Der Zustand kommt ja auch nicht von ungefähr. In den letzten Jahrzehnten haben wir die Bundeswehr ja schon fast gezielt heruntergewirtschaftet. Ob es mit mehr Geld jetzt besser aussehen würde kann man zwar nachvollziehbar bezweifeln. Aber das Akzeptanz für Rüstungsunternehmen mit Akzeptanz für mehr Geld für die Bundeswehr etc. einhergeht, ist zumindest für mich logisch.
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NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Mittwoch, 21.08.2024, 15:34 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Der Zustand kommt ja auch nicht von ungefähr. In den letzten Jahrzehnten haben wir die Bundeswehr ja schon fast gezielt heruntergewirtschaftet. Ob es mit mehr Geld jetzt besser aussehen würde kann man zwar nachvollziehbar bezweifeln. Aber das Akzeptanz für Rüstungsunternehmen mit Akzeptanz für mehr Geld für die Bundeswehr etc. einhergeht, ist zumindest für mich logisch.
Da will ich dir zwar nicht widersprechen, möchte aber wie schon in meinem Text die Frage aufwerfen, inwiefern das Aufgabe von Borussia Dortmund ist.
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stfn84, Köln, Mittwoch, 21.08.2024, 20:16 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Man könnte es als gesellschaftspolitische Aufgabe definieren.
Der Überfall auf die Ukraine hat zur viel zitierten Zeitwende - die zumindest mal ausgerufen wurde - geführt. Dazu gehört, dass Rüstung normalisiert werden muss. Auch gesellschaftlich.
Das ist Aufgabe für vielerlei Bereiche, allen voran für die Politik aber eben auch für jede*n Einzelne*n. Das muss der BVB nicht machen. Aber er kann es. Und das kann ich gut finden - oder eben ablehnen. Manche können auch beides gleichzeitig.
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Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 15:42 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Wir hätten uns dieser Aufgabe auf jeden Fall nicht annehmen müssen. Aber ich finde es vertretbar.
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mrg, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 15:53 (vor 543 Tagen) @ Weeman
Wir hätten uns dieser Aufgabe auf jeden Fall nicht annehmen müssen. Aber ich finde es vertretbar.
Ich glaube wir haben hier btw. einen springenden Punkt der Diskussion, die mich bspw. auch von Phil trennt:
Ich glaube kein Wort der formulierten gesellschaftlichen Ziele des BVB Managements. Ich halte das ganze für vorgeschobene Heuchelei, weil man im Fußball Geld immer nimmt, wenn man es bekommen kann. Da haben wir halt persönlich einen anderen Blick auf die handelnden Personen.
Am Ende reduziert es sich bei mir aus Business auf allen Seiten.
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Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 21.08.2024, 13:09 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Ich will überhaupt nicht in Abrede stellen oder diskutieren, dass wir diese Gesellschaft verteidigen müssen (daher Strohmann). Ich stelle das Vehikel in Frage. Auf mehreren Ebenen.
Für mich ist es eher so, dass diese Notwendigkeit dieses Vehikel rechtfertigt. Beziehungsweise sehe ich welchen Beitrag dieser Deal mMn leisten kann.
Ich fände es auch besser wenn wir ohne auskämen. Aber ich für meinen Teil kann nicht nachvollziehbar gegen diesen Deal sein wenn gleichzeitig alle meine Forderungen in diesem Bereich für den Deal sprechen.
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polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 13:06 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Bitte wasch mich aber mach mich nicht nass.
Wenn man sich darüber im klaren ist dass wir Ausrüstung diesen Zeiten brauchen ist es lächerlich den Deal abzulehnen. Wenn wir Aufrüstung brauchen kann mein Verein natürlich auch dafür werben..
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NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Wednesday, 21.08.2024, 13:07 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Wie sehr kann ein Mensch beweisen, dass er den Text, über den diskutiert wird, nicht gelesen hat?
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Sascha, Dortmund, Wednesday, 21.08.2024, 12:41 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Naja, das ist für mich allerdings wirklich eher die Foemulierung eines utopischen Idealbilds und kein ausschließliches Handlungskriterium.
Eine gewaltfreie Gesellschaft wird es in der Realität nicht geben und das ist das Feld in dem der BVB dann agiert.
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NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Wednesday, 21.08.2024, 12:43 (vor 543 Tagen) @ Sascha
Naja, das ist für mich allerdings wirklich eher die Foemulierung eines utopischen Idealbilds und kein ausschließliches Handlungskriterium.
Ist es zuviel verlangt, dass ich von meinem Verein, der eben in der glücklichen Position ist, so einen Deal aufgrund seiner selbst gegebenen Werte nicht machen zu müssen, erwarte, dass er dann eher dem Ideal nacheifert als zwei Schritte zurück zu machen?
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Sascha, Dortmund, Wednesday, 21.08.2024, 12:55 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Ja, kannst du erwarten. Aber es besteht in meinen Augen keine Ausschließlichkeit, nach der jedes Mitglied des BVB aufgrund des Grundwertekodex eine Unterstützung eines Rüstungsunternehmen ablehnen muss. Weil im Leben Gewaltfreiheit eben nur dann möglich ist, wenn andere einen gewaltfrei leben lassen. Ist das nicht der Fall, halte ich auch den Einsatz von Waffen zur Verteidigung und das grundsätzliche Ziel der Gewaltfreiheit für miteinander vereinbar.
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Cartman, Dorstfeld und Block 12, Wednesday, 21.08.2024, 12:59 (vor 543 Tagen) @ Sascha
Ja, kannst du erwarten. Aber es besteht in meinen Augen keine Ausschließlichkeit, nach der jedes Mitglied des BVB aufgrund des Grundwertekodex eine Unterstützung eines Rüstungsunternehmen ablehnen muss. Weil im Leben Gewaltfreiheit eben nur dann möglich ist, wenn andere einen gewaltfrei leben lassen. Ist das nicht der Fall, halte ich auch den Einsatz von Waffen zur Verteidigung und das grundsätzliche Ziel der Gewaltfreiheit für miteinander vereinbar.
Kann ich so unterschreiben. Und in der heutigen Zeit ist Rheinmetall eher ein Garant für diesen Grundwertekodex.
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DomJay, Köln, Wednesday, 21.08.2024, 12:53 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Naja, das ist für mich allerdings wirklich eher die Foemulierung eines utopischen Idealbilds und kein ausschließliches Handlungskriterium.
Ist es zuviel verlangt, dass ich von meinem Verein, der eben in der glücklichen Position ist, so einen Deal aufgrund seiner selbst gegebenen Werte nicht machen zu müssen, erwarte, dass er dann eher dem Ideal nacheifert als zwei Schritte zurück zu machen?
Das ist die Frage, ob man den BVB für seine eigene Vorstellung vereinnahmen darf. Ich finde die Diskussion hier, ein paar Ausreißer mal ausgenommen, sehr gut und interessant.
Als Zwischenfazit würde ich festhalten wollen, dass die Aussage der BVB hat andere Werte wahrscheinlich nicht zutreffend ist.
Ich würde es eher so umformulieren:
Der BVB hat eine große Bandbreite an Positionen zu dem Deal und es sind jeweils legitime Argumente die für die eine oder andere Seite vorgebracht werden.
Ich kann mir von meinem Verein nur wünschen, dass er beide Seiten als valide Position respektiert und agiert.
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polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 12:46 (vor 543 Tagen) @ NeusserJens
Wer echte Liebe ernst meint muss gerade einen solchen Deal machen. Echte Liebe heißt für mich zusammen zu stehen auch wenn es mal schwierig ist. Dieser Deal wird sekundär auch der Ukraine helfen - und damit ist es ein guter Deal. Wir unterstützen die Ukraine und verdienen gutes Geld #winwin
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
fabian 1909, Dortmund, Wednesday, 21.08.2024, 11:49 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Borussia Dortmund könnte dafür sensibilisieren, dass unsere Demokratie nicht nur international sondern auch hierzulande durch Parteien der Extreme bedroht wird und z.B. klare Wahlaufrufe formulieren, wie es Kylian Mbappé im Rahmen der Europameisterschaft tat. Borussia Dortmund könnte weiterhin Benefizaktionen und Spendensammlungen für Opfer von Kriegen und Vertreibung organisieren.
So nämlich. Das wäre ein Statement für die Demokratie.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 11:52 (vor 543 Tagen) @ fabian 1909
Diese Naivität kann nur gespielt sein.
Hallo russische Soldaten, echte Liebe tötet nicht. Kommt rein und nehmt euch was ihr wollt.
Aua.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
mrg, Dortmund, Wednesday, 21.08.2024, 11:57 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Ist doch garnicht die Aussage?
Wer lesen kann, erkennt sofort, dass der Artikel nicht Rüstung verdammt sondern eher fordert, dass der BVB woanders sein Engagement sinnvoll richten sollte. Der Blödsinn mit Stärkung der Gesellschaft und Demokratie kam vom BVB.
Neu auf schwatzgelb.de: Rüstungshersteller Rheinmetall sponsort Borussia Dortmund: Echte Liebe tötet nicht
Sascha, Dortmund, Wednesday, 21.08.2024, 11:28 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Ich finde das an einigen Stellen nicht sauber. Es ist eben nicht nur "Tötungsgerät", das dort hergestellt wird, sondern auch "Schutzwaffen". Das Leid in Israel wäre ohne den Iron-Dome deutlich größer, genau wie das in der Ukraine ohne Patriot-Batterien. Es gehört zur Wahrheit, dass Rüstungskonzerne auch "Schutz produzieren".
Zudem tue ich mich echt schwer damit, diesen Deal in eine Reihe des Sportwashings mit Saudi-Arabien und Katar zu stellen. Dort versucht man mit ganz viel Bling-Bling zu verdecken, was man alles für Schweinereien produziert hat (Mord an einem Journalisten, Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte, Menschenrechtsverletzungen etc.). Man produziert soviel Glitzer, dass der Schmutz überlagert werden soll.
Rheinmetall größtes Problem in der Darstellung wird schlicht und ergreifend der sein, dass man eben ein Rüstungsunternehmen ist und die eigenen Produkte (auch) zur Tötung von Menschen dienen. Das ist aber so fundamental, dass es überhaupt keinen Sinn machen würde, das verschleiern zu wollen. Für mich ist das viel deutlicher eine normale Imagekampagne, als die angeführten Vergleiche zum Sportwashing.
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Fred789, Ort, Wednesday, 21.08.2024, 11:43 (vor 543 Tagen) @ Sascha
Ich finde das an einigen Stellen nicht sauber. Es ist eben nicht nur "Tötungsgerät", das dort hergestellt wird, sondern auch "Schutzwaffen". Das Leid in Israel wäre ohne den Iron-Dome deutlich größer, genau wie das in der Ukraine ohne Patriot-Batterien. Es gehört zur Wahrheit, dass Rüstungskonzerne auch "Schutz produzieren".
Zudem tue ich mich echt schwer damit, diesen Deal in eine Reihe des Sportwashings mit Saudi-Arabien und Katar zu stellen.
Saudi-Arabien gehört zu den Staaten, die Rheinmetall beliefert!!
siehe hier https://bvb-forum.de/index.php?id=2650247
Dort versucht man mit ganz viel Bling-Bling zu verdecken, was man alles für Schweinereien produziert hat (Mord an einem Journalisten, Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte, Menschenrechtsverletzungen etc.). Man produziert soviel Glitzer, dass der Schmutz überlagert werden soll.
Rheinmetall größtes Problem in der Darstellung wird schlicht und ergreifend der sein, dass man eben ein Rüstungsunternehmen ist und die eigenen Produkte (auch) zur Tötung von Menschen dienen.
Eben nicht, siehe oben
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Sascha, Dortmund, Wednesday, 21.08.2024, 11:50 (vor 543 Tagen) @ Fred789
Ja, natürlich beliefert Rheinmetall auch Saudi-Arabien. Wird auch niemand bestreiten. Und dazu gehört auch, dass diese Geschäfte Teil internationaler Realpolitik ist, in der weiterhin die normalen Beziehungen zu Riad fortgeführt wurde.
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Fred789, Ort, Wednesday, 21.08.2024, 12:00 (vor 543 Tagen) @ Sascha
Ja, natürlich beliefert Rheinmetall auch Saudi-Arabien. Wird auch niemand bestreiten. Und dazu gehört auch, dass diese Geschäfte Teil internationaler Realpolitik ist, in der weiterhin die normalen Beziehungen zu Riad fortgeführt wurde.
Aua Sascha, bitte tu das nicht! Du hast weiter oben gut beschrieben was Saudi-Arabien für ein Staat ist. Und jetzt willst du die militärische Unterstützung so eines Staates, das erst das Leid so vieler Menschen ermöglicht, mit der Worthülse "Realpolitik" rechtfertigen.
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nico36de, Ruhrgebiet, Wednesday, 21.08.2024, 12:08 (vor 543 Tagen) @ Fred789
Das hat nichts mit Rechtfertigung zu tun. Das ist ganz einfach seit Jahrzehnten die Realpolitik von CDU/CSU, Grünen, SPD und FDP. Ich sehe die Lieferung von Waffen an Journalistenhäcksler wie Saudi-Arabien auch als amoralisch an. Wenn ich aber eine der Parteien wähle, weiß ich, wie die über solche Deals denken und kann nicht die Moralkeule schwingen.
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Phil, Wednesday, 21.08.2024, 12:34 (vor 543 Tagen) @ nico36de
Und dsa hört sich ja immer alles wunderbar an. Also dass man dieses sehr negativ besetzte Wort "Realpolitik" gerade in Fällen von Waffenexporten scharf kritisiert.
Kritik ist natürlich auch völlig legitim. Und man kann sogar für sich fordern, dass ein Land wie Deutschland vollständig auf Waffenproduktion oder Export verzichtet.
Allerdings muss man auch nicht unterstellen, dass Deutschland (zumal im Verbund mit der EU oder der NATO) nun Waffen an Saudi Arabien exportiert, damit diese in Ruhe Journalisten zerstückeln können und mit diesen Waffen ihre Bevölkerung weiter unterdrücken (oder Kriege irgendwo, z.B. im Jemen führen).
Am Ende stecken dahinter halt geostrategische Erwägungen und der Versuch, die Dinge so irgendwie zum einen zu beeinflussen und/oder z.B. im Gleichgewicht zu halten. Die Aufrüstung Saudi Arabiens steht ja auch in einem engen Zusammenhang mit dem Iran (und wer den aufrüsten). Stellvertreterkriege inklusive (wie im Jemen).
Natürlich war z.B. im Falle Saudi Arabiens auch immer ein Ziel, dass man über sie eine andere Ordnung in den "nahen Osten" bekommt. Dass Saudi Arabien kurz davor stand Israel anzuerkennen und mit ihnen "Frieden zu schließen", war ja auch Teil dessen. Die Eindämmung er iranischen Einflusspolitik war und ist nur möglich, mit dem Gegengewicht Saudi Arabien.
Dass man sich dabei auch schwer vertuen kann oder große Fehler begeht (und jene, die man heute noch unterstützte, morgen auf einmal zu Gegner oder einem Problem werden), ist klar.
Aber den Gesamtzusammenhang muss man dann schon auch sehen. Und klar, man kann sich schlechterdings nicht immer aussuchen, mit wem man dann "an einem Tisch" sitzt.
Die fundamentalen Kritiken an dieser Art von Geopolitik und Sicherheitspolitik, die in der Regel ja auch interessengeleitet ist, gab es ja schon immer. In allen möglichen Faccetten. Und ist auch, wie schon gesagt, legitim. Bis dahin, dass man fordern könnte, dass Deutschland einfach prinzipiell neutral ist. Oder aber sich nur mit Demokratien auseinandersetzt, die dies nachweiselich auch sind. Ob die Welt dann besser aussehen würde? Manche Menschen glauben fest daran. Andere nicht.
MFG
Phil
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Garum, Bornum am Harz, Wednesday, 21.08.2024, 11:36 (vor 543 Tagen) @ Sascha
Ich finde das an einigen Stellen nicht sauber. Es ist eben nicht nur "Tötungsgerät", das dort hergestellt wird, sondern auch "Schutzwaffen". Das Leid in Israel wäre ohne den Iron-Dome deutlich größer, genau wie das in der Ukraine ohne Patriot-Batterien. Es gehört zur Wahrheit, dass Rüstungskonzerne auch "Schutz produzieren".
Zudem tue ich mich echt schwer damit, diesen Deal in eine Reihe des Sportwashings mit Saudi-Arabien und Katar zu stellen. Dort versucht man mit ganz viel Bling-Bling zu verdecken, was man alles für Schweinereien produziert hat (Mord an einem Journalisten, Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte, Menschenrechtsverletzungen etc.). Man produziert soviel Glitzer, dass der Schmutz überlagert werden soll.
Rheinmetall größtes Problem in der Darstellung wird schlicht und ergreifend der sein, dass man eben ein Rüstungsunternehmen ist und die eigenen Produkte (auch) zur Tötung von Menschen dienen. Das ist aber so fundamental, dass es überhaupt keinen Sinn machen würde, das verschleiern zu wollen. Für mich ist das viel deutlicher eine normale Imagekampagne, als die angeführten Vergleiche zum Sportwashing.
Man sieht das wir uns lange nicht mit solchen Dingen beschäftigen mussten. Das waren immer nur Dinge die woanders passierten. Gerade weil wir uns nach 1989 im tiefsten Frieden wähnten.
Es fällt einigen immer noch schwer mit der neuen Wirklichkeit klarzukommen, so ein Prozess dauert. Und es ist richtig das darüber sachlich diskutiert wird. Ist allerdings keine einfache Diskussion.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 11:12 (vor 543 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
In diesen Zeiten brauchen wir Menschen die Dinge durchziehen und sich nicht vor den vielen Feiglingen Klein machen.
Jeder soll seine Meinung äußern. Das ist in einer Demokratie möglich. Ohne Waffen von Rheinmetall wäre die Ukraine nicht mehr frei. Glaube Habeck hat folgendes gesagt: "Pazifisten sind Feiglinge." Recht hat er.
Substanzloser Quatsch
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 15:52 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Die Ukraine wäre ohne Rheinmetall nicht mehr frei...Die Ukraine hat kaum Waffen von Rheinmetall im Einsatz und Munition hat man auch noch kaum geliefert. Du nervst langsam echt ein bisschen mit deinem aggressiven Ton.
Substanzloser Quatsch
Doman, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 17:15 (vor 543 Tagen) @ Argead
Wo genau hat er geschrieben, dass Rheinmetall Waffen an die Ukraine geliefert hat ?
Ringtausch ist die ein Begriff?
Substanzloser Quatsch
Argead, Mittwoch, 21.08.2024, 19:06 (vor 543 Tagen) @ Doman
Und wieviele von Rheinmetall hergestellte Waffen hat die Ukraine in diesem Tausch erhalten? Wieviele 155mm Granaten, wieviele Artilleriesysteme, Panzer, IFVs, etc? Die Zahl ist im Vergleich verschwinded gering.
Aki quasi Nicolas Cage der Frieden-suchenden BVB Fans
timmoe, Mittwoch, 21.08.2024, 15:25 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
k.T.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
GLEFOS, Bergkamen, Mittwoch, 21.08.2024, 13:30 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Man soll sich vor der Realität nicht verstecken. Das Leben ist so, man muss sich verteidigen können. Aki, alles richtig gemacht.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 12:33 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Sehe ich genauso. Danke
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
Fummelkutte, Berlin, Wednesday, 21.08.2024, 12:21 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Könntest du diese völlig haltlose Dampfplauderei hier bitte einfach mal lassen? Du wirfst hier hier in, weiß ich nicht, 50 Posts immer die gleichen Parolen ab, gehst auf Gegenargumente wenn überhaupt nur am Rande ein, stützt dich in deinen Posts fundamental auf eine Aussage, die du „meinst, gelesen zu haben“, die es aber nach kurzem Faktencheck so nie gab, und machst dann an anderer Stelle mit dem mehr oder weniger gleichen Kram nach dem Gießkannenprinzip einfach weiter. Das ist wirklich a) unerträglich und b) für mich ein klarer Hinweis darauf, dass du hier nicht als normaler Diskussionsteilnehmer, sondern als Agitator mit einer klaren Agenda unterwegs bist.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
GLEFOS, Bergkamen, Mittwoch, 21.08.2024, 13:33 (vor 543 Tagen) @ Fummelkutte
Ja, was maßt er sich an eine gegenteilige Meinung von dir zu haben. Das ist in der heutigen Zeit das große Problem, abweichende Meinungen werden nicht mehr akzeptiert.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 12:23 (vor 543 Tagen) @ Fummelkutte
Klar habe ich eine Agenda : Die Zeitenwende in die Köpfe des einfachen Volks bekommen.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
Fummelkutte, Berlin, Wednesday, 21.08.2024, 12:39 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Klar habe ich eine Agenda : Die Zeitenwende in die Köpfe des einfachen Volks bekommen.
Und das aus dem Munde desjenigen, der Gegenargumentierende als intellektuell abgehoben bezeichnet. Interessant.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 12:43 (vor 543 Tagen) @ Fummelkutte
Und wenn du verstehst wie das zusammenhängt wirst du verstehen was in den USA passiert und ich zu verhindern versuche...
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
el_ayudante, Dortmund-Süd, Wednesday, 21.08.2024, 11:40 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
In diesen Zeiten brauchen wir Menschen die Dinge durchziehen und sich nicht vor den vielen Feiglingen Klein machen.
Jeder soll seine Meinung äußern. Das ist in einer Demokratie möglich. Ohne Waffen von Rheinmetall wäre die Ukraine nicht mehr frei. Glaube Habeck hat folgendes gesagt: "Pazifisten sind Feiglinge." Recht hat er.
Und wozu brauchts da Borussia Dortmund? Rheinmetall liefert auch ohne den BVB die Waffen.
Jeder versteht die Notwendigkeit der Rheinmetall-Produkte. Die gesellschaftliche Akzeptanz und Zuspruch für Militär und Militärsysteme ist höher denn je, auch ohne dass der BVB dafür wirbt.
Der Deal ist doch in dem Moment schon ein Fehler, als dass es unnötige Unruhe in den Verein bringt. Es lenkt vom Sportlichen ab und ist allein deswegen für mich schon ablehnenswert.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 11:54 (vor 543 Tagen) @ el_ayudante
Die Einnahmen sind wichtiger als das Gejammer der ewig gestrigen. Dazu tut man als Verein etwas für die gute Sache. Man bringt das Thema Rüstung und Zeitenwende in den Fokus der breiten Masse. Wir brauchen mehr Militär, mehr Menschen die dort arbeiten.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 21.08.2024, 13:11 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Akzeptanz ist doch unabhängig vom Sportsponsoring vorhanden. Geh doch mal bitte auf die Argumente ein und sag mir den Mehrwert!
Wir haben Unruhe im Verein durch den Deal. Die monetäre Entschädigung ist in dem Werbebereich in dem Rheinmetall auftritt nicht so hoch, als dass dies dadurch kompensiert werden könnte...
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
Sascha, Dortmund, Mittwoch, 21.08.2024, 13:46 (vor 543 Tagen) @ el_ayudante
Grundsätzlich dürften dem BVB und Rheinmetall die Brisanz des Vorgangs so bewusst gewesen sein, dass der Betrag, den Rheinmetall zahlt, vermutlich deutlich über dem liegt, was andere Sponsoren gleichen Ranges zahlen.
Soviel kaufmännische Cleverness sollte man den Verantwortlichen schon zugestehen.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
Phil, Mittwoch, 21.08.2024, 13:58 (vor 543 Tagen) @ Sascha
In dem Fall gab es zudem ja auch ein klares Wechelspiel zwischen Bundes- und Landespolitik und eben etwaigen gesellschaftlichen "Playern". Und als solches sieht der BVB sich, sehen viele ihn. Andere hingegen sagen schon länger, dass der Fußball (und seine Protagonisten) schon ewig gar keiner mehr wären und dies immer nur als Tarnkappe nutzen, um dahinter sehr gute Geschäfte zu machen - egal mit wem.
Sprich, darüber liegt ja auch diese grundsätzliche Einordnung. Unterstelle ich den Involvierten durchweg, dass sie im Grunde nur Geld verdienen wollen und dafür auch ihre Seele verkaufen würden (oder verkauft haben) oder sage ich, dass es da auch noch einen "Überbau" gibt, an dem sich die Handelnden orientieren.
Das die politischen Entscheidungsträger aber dazu sich auch äußersten (und durchaus auch im Vorfeld ja involviert waren), muss dann schon auch sehen.
Beispielhaft:
MFG
Phil
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Mittwoch, 21.08.2024, 13:30 (vor 543 Tagen) @ el_ayudante
Das sehe ich anders. Diese"unruhe" ist egal und das Geld und die gesellschaftliche Bedeutung überwiegen mMn deutlich.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
timmoe, Mittwoch, 21.08.2024, 15:29 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
2/3 Maxi Beier, den wir garantiert ohne Rheinmetall nie verpflichtet hätten ...
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
Giog, Mittelhessen, Wednesday, 21.08.2024, 11:19 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
In diesen Zeiten brauchen wir Menschen die Dinge durchziehen und sich nicht vor den vielen Feiglingen Klein machen.
Jeder soll seine Meinung äußern. Das ist in einer Demokratie möglich. Ohne Waffen von Rheinmetall wäre die Ukraine nicht mehr frei. Glaube Habeck hat folgendes gesagt: "Pazifisten sind Feiglinge." Recht hat er.
Interessant, dass du noch im anderen Thread anerkannt hast, dass du einige Dinge gerade unsachlich und völlig unnötig zuspitzt (z.B. dieser kindische "Feigling"-Vorwurf), dann aber 3 Minuten nach der Veröffentlichung eines Textes, den du mit Sicherheit nicht gelesen hast, genau den gleichen Krempel hier reinrotzt.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 11:24 (vor 543 Tagen) @ Giog
Das hier ist doch ein völlig anderer Zusammenhang. Des Weiteren halte ich den Satz von Habeck" Pazifisten sind Feiglinge" für nachvollziehbar. Ich halte mittlerweile aber auch für nachvollziehbar, dass nicht jeder ein Feigling ist der gegen das Sponsoring ist.
Letzter Punkt: mein Hinweis mit den Feiglingen bezieht sich natürlich nicht auf die Autoren des Textes.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
Intertanked, Berlin, Wednesday, 21.08.2024, 11:53 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Das hier ist doch ein völlig anderer Zusammenhang. Des Weiteren halte ich den Satz von Habeck" Pazifisten sind Feiglinge" für nachvollziehbar. Ich halte mittlerweile aber auch für nachvollziehbar, dass nicht jeder ein Feigling ist der gegen das Sponsoring ist.
Letzter Punkt: mein Hinweis mit den Feiglingen bezieht sich natürlich nicht auf die Autoren des Textes.
Glaube Habeck hat folgendes gesagt: "Pazifisten sind Feiglinge."
zu
Des Weiteren halte ich den Satz von Habeck" Pazifisten sind Feiglinge" für nachvollziehbar.
Finde ich nicht im Internet. In keiner Variation von Habeck / Pazifismus/ Feiglinge.
Das ist am nächsten dran.
"Es ist eindeutig, wer in diesem Krieg Angreifer ist und wer sich in schwerer Not verteidigt und wen wir unterstützen müssen - auch mit Waffen." Pazifismus sei im Moment "ein ferner Traum", sagte der Grünen-Politiker.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
polyhistor, Wednesday, 21.08.2024, 11:55 (vor 543 Tagen) @ Intertanked
Ah interessant. Meine es gelesen zu haben aber kann mich auch vertan haben. Danke.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
mrg, Dortmund, Wednesday, 21.08.2024, 11:59 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Grundsätzlich bei dir viel Meinung - wenig Sachlichkeit.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
Fisheye, Wednesday, 21.08.2024, 11:33 (vor 543 Tagen) @ polyhistor
Das hier ist doch ein völlig anderer Zusammenhang. Des Weiteren halte ich den Satz von Habeck" Pazifisten sind Feiglinge" für nachvollziehbar. Ich halte mittlerweile aber auch für nachvollziehbar, dass nicht jeder ein Feigling ist der gegen das Sponsoring ist.
Letzter Punkt: mein Hinweis mit den Feiglingen bezieht sich natürlich nicht auf die Autoren des Textes.
Das eine hat doch mit anderen überhaupt nichts zu tun. Man kann doch einerseits Waffenlieferungen an die Ukraine unterstützen und gleichzeitig einen Sponsoring von Rheinmetall beim BVB ablehnen.
Danke Aki dass Du den Deal durchgezogen hast.
nico36de, Ruhrgebiet, Wednesday, 21.08.2024, 11:56 (vor 543 Tagen) @ Fisheye
Das kann vermutlich nur jemand anders sehen, der grundsätzlich schwarz/weiß denkt. Natürlich ist es im Sinne der Freiheit Ukraine oder der Sicherheit anderer Staaten, die die Waffensysteme von Rheinmetall zu Abwehr nutzen, uneingeschränkt positiv, dass es das Unternehmen gibt.
Wer das angesichts der realen Gegebenheiten auf der Welt anders sieht, ist ein Träumer oder Spinner. Als wenn ein Diktator wie Putin die Expansionsgelüste seies großartigen Russlands einschränken würde, wenn er sich nicht des zu erwartenden massiven militärischen Gegenwinds bewusst wäre.
Was diese Überlegungen allerdings damit zu tun haben sollen, ob ein Rüstungshersteller zu dem Image passt, das sich der BVB so gerne gibt, will mir so gar nicht einleuchten. Die Logik, dass ein Rüstungshersteller als Sponsor i.O. ist, nur weil Rüstungsgüter unerlässlich sind, halte ich für ziemlichen Quark.