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Allgemeine Newsschlagzeilen vom 19.06.2024 (Fußball und Sport allgemein)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 07:00 (vor 594 Tagen)

Aktuelle Fußballnews, die den BVB nicht betreffen, bitte in diesen Thread posten.

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

Thomas, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 16:43 (vor 594 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ein Abend bei Taylor Swift, ein anderer mit Boris Becker: Auch nach seiner Zeit als Liverpool-Trainer plagt Jürgen Klopp offenbar keine Langeweile. Seine Erlebnisse teilt er nun auf Instagram. Sehr zur Freude seiner Fans.

https://www.spiegel.de/panorama/leute/juergen-klopp-vom-fussballtrainer-zum-social-media-star-a-e1376c1a-1d79-4ef6-ad5b-9ce975593377

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

Thomas, Mittwoch, 19.06.2024, 16:54 (vor 594 Tagen) @ Thomas

Der Typ will in erster Linie ganz viel gesehen werden und damit ganz viel Geld verdienen.

Eine Auszeit sieht für mich anders aus.

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

SebWagn, HH Harvestehude, Mittwoch, 19.06.2024, 17:27 (vor 594 Tagen) @ Taifun

Der Typ will in erster Linie ganz viel gesehen werden und damit ganz viel Geld verdienen.

Eine Auszeit sieht für mich anders aus.

So einen Auszeit (Das war ja letztlich auch nur auf 24/7 Trainer und Verantwortung gemünzt) möchte wohl jeder mal 5 Sekunden für ein Selie und 2 Minuten für ein Video und dass alle 2-3 Tage...

0,0 Aufwand und viel Ertrag

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

AGraute, Mittwoch, 19.06.2024, 17:02 (vor 594 Tagen) @ Taifun

Der Typ will in erster Linie ganz viel gesehen werden und damit ganz viel Geld verdienen.

Eine Auszeit sieht für mich anders aus.

Vor kurzem haben sein Management und Sportfive eine Zusammenarbeit für drei Jahre verkündet. Dies muss ja mit Leben gefüllt werden. Da können ein paar gut platzierte Instapost schon Teil der Strategie sein

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

AGraute, Mittwoch, 19.06.2024, 17:21 (vor 594 Tagen) @ AGraute

Klar. Es geht darum im Gespräch zu bleiben. Die Werbepartner werden jetzt sicher eher jüngeres Publikum ansprechen.

Das ist komplett durchdesigned. Das ist nicht einfach ein "Klopp schreibt mal kurz etwas auf Insta".

Und das er für alles und jeden Werbung macht, der Geld liefert ist doch wohl jedem hier klar.

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

Jack, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 16:59 (vor 594 Tagen) @ Taifun

Der Typ will in erster Linie ganz viel gesehen werden und damit ganz viel Geld verdienen.

Was absolut legitim ist.

Eine Auszeit sieht für mich anders aus.

Das kann nur er beurteilen, was für ihn eine richtige Auszeit ist, wo er runterfährt.

Er genießt das Leben und ich gönne es ihm von ganzem Herzen.

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 19.06.2024, 16:57 (vor 594 Tagen) @ Taifun

Der Typ will in erster Linie ganz viel gesehen werden und damit ganz viel Geld verdienen.

Eine Auszeit sieht für mich anders aus.

So ein paar Posts auf Instagram sind nicht wirklich Arbeit, auch wenn manche das glauben.
Das sieht für mich jetzt nicht wirklich nach Stress aus.

Jürgen Klopp ist jetzt Social-Media-Star

Alex, Block 12, Mittwoch, 19.06.2024, 16:52 (vor 594 Tagen) @ Thomas

Ich gönne es ihm sehr, sah in Liverpool am Ende schon sehr abgekämpft aus und jetzt lässt er es sich gut gehen. Zurecht natürlich.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

bigfoot49, Leipzig, Mittwoch, 19.06.2024, 07:59 (vor 594 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

DerInDerInderin, Mittwoch, 19.06.2024, 18:05 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Ohne den Nachbarn in Schutz nehmen zu wollen: Es kommt aber auch immer darauf an, was medial dann daraus gemacht wird. Da waren diese Berichte über die hässliche Stadt etc. im Vorfeld, dann passt die Story mit den Zügen doch passenderweise dazu.

Hat irgendjemand etwas über die Zustände in München gelesen? Ich war völlig überrascht als ich im BR dazu einen Bericht gesehen habe: Da sind über 30 Minuten lang die U-Bahnen Richtung Stadion nicht gefahren, weil vor dem Marienplatz eine defekte Bahn die Gleise blockierte. Als es dann endlich weiter ging, eine zweistellige Anzahl an Bahnen hatte sich angestaut, musste man die Züge fast leer durchfahren lassen, weil es ein "Kommunikationsproblem" mit der Polizei gab und die fast keine Leute zu den Gleisen gelassen haben. Schotten, die in die Kamera vom BR blickten, sprachen von einer "Schande" und davon, dass oben einige kollabiert wären.

Auch beim Rückweg brauchten manche mehrere Stunden bis sie an der U-Bahn Station waren, weil viel mehr als üblich mit der Bahn fahren wollten. Schotten beschwerten sich, dass es keinerlei Infos gab, was denn nun überhaupt los sei und ob es überhaupt voran ginge. Nur mit dem Auto war es wohl so einfach wie selten nach dem Spiel auf die Autobahn zu kommen.

Überfordert war man auch im Olympiapark. Viele Schotten sind so früh zum Public Viewing angereist, dass noch gar keine Security da war. Was der Einsatzleiter erst mit Humor nahm, ihm dann aber mehr und mehr Sorgen bereitete. Nicht nur wegen der ausgebliebenen Personen- und Taschenkontrollen, sondern auch, weil sich die Schotten über das Glasverbot hinwegsetzen und mit unzähligen Kisten Bier in den eigentlich abgesperrten Bereich marschierten.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Mittwoch, 19.06.2024, 10:44 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Mal eine Frage: Warum musste es eigentlich dieser 4. Standort in NRW sein? Nur wegen des Gelsenkirchener Stadions? Wurde das im Auswahlverfahren mal irgendwie begründet? Dass die Infrastruktur in GE für so ein Ereignis suboptimal ist, dürfte ja niemanden überraschen. Mit Hannover und Bremen hätte man doch große Städte mit recht innenstadtnahen Stadien gehabt? In Bremen noch dazu mit benachbartem Kneipenviertel.

(Pardon, wenn das hier schon Thema war)

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Hatebreed, Mittwoch, 19.06.2024, 15:17 (vor 594 Tagen) @ Wallone

In Bremen noch dazu mit benachbartem Kneipenviertel.

Bremen bekommt wegen der versuchten Polizeikostenabwälzung auf den Veranstalter keine Länderspiele mehr.

--
Block 24

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

PePopp, Mittwoch, 19.06.2024, 12:19 (vor 594 Tagen) @ Wallone

Mal eine Frage: Warum musste es eigentlich dieser 4. Standort in NRW sein? Nur wegen des Gelsenkirchener Stadions? Wurde das im Auswahlverfahren mal irgendwie begründet? Dass die Infrastruktur in GE für so ein Ereignis suboptimal ist, dürfte ja niemanden überraschen. Mit Hannover und Bremen hätte man doch große Städte mit recht innenstadtnahen Stadien gehabt? In Bremen noch dazu mit benachbartem Kneipenviertel.

(Pardon, wenn das hier schon Thema war)

Ich hatte ja bereits die Vermutung geäußert, dass es an der höheren Kapazität des Stadions (= höhere Einnahmen für die UEFA) in Gelsenkirchen im Vergleich zu Hannover, Bremen, Nürnberg und Mönchengladbach lag.

Insbesondere im Vergleich zu Hannover sehe ich sonst nicht viel was für Gelsenkirchen spricht.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Habakuk, OWL, Mittwoch, 19.06.2024, 13:33 (vor 594 Tagen) @ PePopp

Ich hatte ja bereits die Vermutung geäußert, dass es an der höheren Kapazität des Stadions (= höhere Einnahmen für die UEFA) in Gelsenkirchen im Vergleich zu Hannover, Bremen, Nürnberg und Mönchengladbach lag.

Lass die englischen Fans mal in Bremen oder Nürnberg randalieren. Was da alles kaputt gehen kann.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

PePopp, Mittwoch, 19.06.2024, 13:38 (vor 594 Tagen) @ Habakuk

Ich hatte ja bereits die Vermutung geäußert, dass es an der höheren Kapazität des Stadions (= höhere Einnahmen für die UEFA) in Gelsenkirchen im Vergleich zu Hannover, Bremen, Nürnberg und Mönchengladbach lag.


Lass die englischen Fans mal in Bremen oder Nürnberg randalieren. Was da alles kaputt gehen kann.

Die Stadtmauer werden sie nicht gleich einreißen :-D

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Mittwoch, 19.06.2024, 12:45 (vor 594 Tagen) @ PePopp

Mal eine Frage: Warum musste es eigentlich dieser 4. Standort in NRW sein? Nur wegen des Gelsenkirchener Stadions? Wurde das im Auswahlverfahren mal irgendwie begründet? Dass die Infrastruktur in GE für so ein Ereignis suboptimal ist, dürfte ja niemanden überraschen. Mit Hannover und Bremen hätte man doch große Städte mit recht innenstadtnahen Stadien gehabt? In Bremen noch dazu mit benachbartem Kneipenviertel.

(Pardon, wenn das hier schon Thema war)


Ich hatte ja bereits die Vermutung geäußert, dass es an der höheren Kapazität des Stadions (= höhere Einnahmen für die UEFA) in Gelsenkirchen im Vergleich zu Hannover, Bremen, Nürnberg und Mönchengladbach lag.

Insbesondere im Vergleich zu Hannover sehe ich sonst nicht viel was für Gelsenkirchen spricht.

Ein wichtiger Punkt, bestimmt. Meine wohl naive Frage zielte darauf ab, ob es vielleicht irgendein transparentes Auswahlsystem gab (Stadiongröße/Stadt/Infrastruktur/Lage in Deutschland etc.). Es ist ja logisch, dass die Größe des Stadions ein zentrales, aber nicht das alleinige Kriterium sein kann. Es sind ja auch nicht einfach die 10 größten Stadien ausgewählt worden.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

DerInDerInderin, Mittwoch, 19.06.2024, 13:01 (vor 594 Tagen) @ Wallone

Ja, es gab ein DFB internes Auswahlverfahren mit mehrere Kriterien:
- Vision & Konzept (10%)
- Politik, Soziales & Umwelt (5%)
- rechtliche Themen (12%)
- Sicherheit (12%)
- Stadien (25%)
- Mobilität (15%)
- Unterbringung/Trainingseinrichtungen (10%)
- Spielort (5%)
- Kommerzielle Themen (3%)
- Organisation und Finanzen (3%)

Im Gesamtranking lag Bremen auf dem letzten Platz. Davor Mönchengladbach, Hannover und Nürnberg. Frankfurt und Gelsenkirchen folgten darauf und waren die ersten beiden, die bei der finalen Bewerbung mit berücksichtigt wurden.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Mittwoch, 19.06.2024, 13:21 (vor 594 Tagen) @ DerInDerInderin

Danke (auch an bigfoot49). Das ist natürlich sehr allgemein gehalten, aber da sind schon interessante Sachen bei: Dortmund bei Politik/Soziales/Umwelt und Unterbringung/Training ganz hinten. Gelsenkirchen bei Organisation/Finanzen und Mobilität vor München und Hamburg zB.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 15:20 (vor 594 Tagen) @ Wallone

Die Einteilung wirkt ja teilweise hanebüchen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

bigfoot49, Leipzig, Mittwoch, 19.06.2024, 12:59 (vor 594 Tagen) @ Wallone

https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_2024#Spielorte

https://www.dfb.de/news/detail/em-2024-dfb-verabschiedet-auswahlverfahren-der-spielorte-167645/
vier Zonen mit maximal 4 Spielorten - die Zonen würde ich ja gerne mal sehen, NRW scheint da eine eigene zu sein ;-)

https://www.dfb.de/news/detail/dfb-praesidium-legt-spielorte-fuer-bewerbung-um-euro-2024-fest-174061/
Ranking der Spielorte https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/150274-POWERPOINT-CHARTS.pdf
GE auf 9 bei der Mobilität

Insgesamt Frankfurt auf 10 und damit "gerade so" noch dabei?

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

istar, Mittwoch, 19.06.2024, 16:01 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_2024#Spielorte

https://www.dfb.de/news/detail/em-2024-dfb-verabschiedet-auswahlverfahren-der-spielorte-167645/
vier Zonen mit maximal 4 Spielorten - die Zonen würde ich ja gerne mal sehen, NRW scheint da eine eigene zu sein ;-)

https://www.dfb.de/news/detail/dfb-praesidium-legt-spielorte-fuer-bewerbung-um-euro-2024-fest-174061/
Ranking der Spielorte https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/150274-POWERPOINT-CHARTS.pdf
GE auf 9 bei der Mobilität

Insgesamt Frankfurt auf 10 und damit "gerade so" noch dabei?

Gelsenkirchen auf 9 bei der Mobilität. Gladbach auf 14,völlig nachvollziehbar. Aber Bremen auf 12 wiederum nicht.

Na ja, egal. Der Engländer, der in Gelsenkirchen im Stadion eingepennt ist, hat eigentlich alles richtig gemacht.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Hatebreed, Mittwoch, 19.06.2024, 15:51 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

https://www.dfb.de/news/detail/em-2024-dfb-verabschiedet-auswahlverfahren-der-spielorte-167645/
vier Zonen mit maximal 4 Spielorten - die Zonen würde ich ja gerne mal sehen, NRW scheint da eine eigene zu sein ;-)

Die Zonen entsprachen den Himmelsrichtungen.

--
Block 24

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

bigfoot49, Leipzig, Mittwoch, 19.06.2024, 16:27 (vor 594 Tagen) @ Hatebreed

Und Frankfurt gehört dann zu…? Süd?

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

PePopp, Mittwoch, 19.06.2024, 13:13 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

https://www.dfb.de/news/detail/dfb-praesidium-legt-spielorte-fuer-bewerbung-um-euro-2024-fest-174061/
Ranking der Spielorte https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/150274-POWERPOINT-CHARTS.pdf
GE auf 9 bei der Mobilität

Da würde mich jetzt aber schon mal interessieren, wie die Einzelwertungen zustandegekommen sind. Teilweise kann ich diese nämlich nicht wirklich nachvollziehen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

istar, Mittwoch, 19.06.2024, 12:05 (vor 594 Tagen) @ Wallone

Mal eine Frage: Warum musste es eigentlich dieser 4. Standort in NRW sein? Nur wegen des Gelsenkirchener Stadions? Wurde das im Auswahlverfahren mal irgendwie begründet? Dass die Infrastruktur in GE für so ein Ereignis suboptimal ist, dürfte ja niemanden überraschen. Mit Hannover und Bremen hätte man doch große Städte mit recht innenstadtnahen Stadien gehabt? In Bremen noch dazu mit benachbartem Kneipenviertel.

(Pardon, wenn das hier schon Thema war)

Bremen wollte nicht.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Bono, Hamburg, Mittwoch, 19.06.2024, 13:50 (vor 594 Tagen) @ istar

Bestimmt hätte die Stadt die Polizeikosten auf den DFB oder so geschoben.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Habakuk, OWL, Mittwoch, 19.06.2024, 13:18 (vor 594 Tagen) @ istar

Bremen wollte nicht.

Die Bremer waren schon immer kluge Kaufleute.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 19.06.2024, 20:58 (vor 594 Tagen) @ Habakuk

Bremen wollte nicht.


Die Bremer waren schon immer kluge Kaufleute.

Ja, so sieht der Zustand der Bremer Stadtfinanzen auch aus.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

PePopp, Mittwoch, 19.06.2024, 12:14 (vor 594 Tagen) @ istar

Mal eine Frage: Warum musste es eigentlich dieser 4. Standort in NRW sein? Nur wegen des Gelsenkirchener Stadions? Wurde das im Auswahlverfahren mal irgendwie begründet? Dass die Infrastruktur in GE für so ein Ereignis suboptimal ist, dürfte ja niemanden überraschen. Mit Hannover und Bremen hätte man doch große Städte mit recht innenstadtnahen Stadien gehabt? In Bremen noch dazu mit benachbartem Kneipenviertel.

(Pardon, wenn das hier schon Thema war)


Bremen wollte nicht.

Ach so, die haben sich also aus Spaß beworben oder um mal Bewerbungen zu üben ohne überhaupt wirklich zu wollen...

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

CedricVanDerGun, Hamburg, Mittwoch, 19.06.2024, 12:54 (vor 594 Tagen) @ PePopp

Gibt einen Bericht zur EM und den Bewerbungen, dass Bremen sehr viele UEFA Forderungen nicht akzeptiert hat, Steuererleichterungen, eigenes Justizsystem etc.

Darauf haben sie keinen Zuschlag erhalten, wollten parallel aber auch nicht nachgeben

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

istar, Mittwoch, 19.06.2024, 15:47 (vor 594 Tagen) @ CedricVanDerGun

Gibt einen Bericht zur EM und den Bewerbungen, dass Bremen sehr viele UEFA Forderungen nicht akzeptiert hat, Steuererleichterungen, eigenes Justizsystem etc.

Darauf haben sie keinen Zuschlag erhalten, wollten parallel aber auch nicht nachgeben

Ja, so hatte ich das auch in Erinnerung. Da frage ich mich, ob die Bedingungen denn nicht vorher bekannt waren?

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Klopfer ⌂, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 12:45 (vor 594 Tagen) @ PePopp

Bremen wollte nicht.


Ach so, die haben sich also aus Spaß beworben oder um mal Bewerbungen zu üben ohne überhaupt wirklich zu wollen...

Wer will schon noch so ein Event an Bremen geben ?
Da kommt am Ende doch wieder die Polizei daher und schickt ihre dicken Rechnungen an die UEFA.
Da nimmt man besser GE.

SGG
Klopfer

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Weeman, Hinterm Knauber, Mittwoch, 19.06.2024, 12:19 (vor 594 Tagen) @ PePopp

Laut Deichstube haben sie einfach keinen Zuschlag bekommen. Was ich vollkommen richtig finde.

Die Stadt Bremen kann sich mal schön...

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Braumeister, BaWü, Mittwoch, 19.06.2024, 12:58 (vor 594 Tagen) @ Weeman

Tatsächlich wird Bremen wegen der Kostenregelung nicht gedurft haben. Ich hätte das aber gerade deswegen dahin vergeben.

Bremen hätte sich sicherlich nicht getraut die Rechnung als einziges Bundesland an die Veranstalter weitezureichen und dann hätte die DFL wunderbares Futter für die BuLi. Warum ist die EM anders behandelt worden als die Liga.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 19.06.2024, 11:04 (vor 594 Tagen) @ Wallone

Mal eine Frage: Warum musste es eigentlich dieser 4. Standort in NRW sein? Nur wegen des Gelsenkirchener Stadions?

Es ist das zweitgrößte Stadion in NRW und das fünftgrößte in Deutschland. Große Stadien bedeuten mehr Einnahmen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

chief wiggum, im schönen Münsterland, Mittwoch, 19.06.2024, 10:39 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Ich kapere mal den Thread: Wir haben Karten für das Achtelfinale in GE, Anstoß 18 Uhr, eventuell wieder mit England. Kennt jemand Parkmöglichkeiten in GE, von denen man gut, gerne auch zu Fuß zu Turnhalle kommt. Als Tipp habe ich bisher Buer-Rathaus bekommen, dann wäre man aber wieder auf die U-Bahn angewiesen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Meck1211, Mittwoch, 19.06.2024, 10:30 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Die Veltins Arena dürfte für Versnstaltungen nach 20 Uhr nicht freigegeben werden.

Ich war beim Stones Konzert in Gelsenkirchen.
Dasselbe Chaos wie jetzt.

Abfahrt vom Stadion okay.

Am Hauptbahnhof ( auch wegen der Warnung mit dem Aut anzureisen) enorme Überfüllung.
Dann kommt ein Kurzzug in den sich viele Reindrängen.
Türen gehen erst nach 15 Minuten zu.

Dann Durchsage Zug zu voll.

Es müssen welche raus.
Klappt nicht.

Durchsage: Bitte verlassen Sie den Zug.
In einer halben Stunde kommt noch einer.
Es stehen aber deutlich mehr als 1000 Leute am Bahnsteig und es kommen noch weitere.
Mit drei Freunden gehen wir raus, wandern nach Wattenscheid und bekommen dort gegen 2 Uhr ein Taxi nach Essen

Dortmund - Münster

AGraute, Mittwoch, 19.06.2024, 10:45 (vor 594 Tagen) @ Meck1211

Deine Beschreibung klingt wie fast jeder meiner Versuche nach einem CL-Spiel einen Zug nach Münster zu bekommen. Wohlgemerkt aus Dortmund und nicht GE.

Vermutlich ist es einfach für fast jede Infrastruktur eine Herausforderung mehrere zehntausend Personen innerhalb weniger Minuten aufzunehmen. Wenn dies dann noch zu einer Uhrzeit passieren soll, in der die Fahrpläne eher auf 'gleich-ist-Feierabend' statt auf 'kleinstmögliche-Pendlertaktung' ausgerichtet sind, sind solche Situationen schwer vermeidbar. Sonderzüge werden auch immer seltener eingesetzt - keine Ahnung ob es da am Personal fehlt oder die Kosten durch die Decke geschossen sind.

Bahn = Lebenszeitstehler

DJZigzag, Mittwoch, 19.06.2024, 10:17 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Ich habe 12 Fahrten in Folge nur Mist gehabt mit denen
( Fernverkehr )
Wenn sie 1 Std zu spät ist ist es schon OK

Der absolute Höhepunkt ist Flixtrain - im Waggon sind Stundenlang 85-100 dB und keine Klimaanlage - das ist Wahnsinn
An einer Industriemaschine muss man Kopfhörer aufsetzen und bei Flixtrain werden bei jeder Fahrt 100erte Personen dieser Geräuschkulisse und Hitze wenn es warm ist ausgesetzt

Es aber auch gar kein Argument für die Bahn - man kann nur Auto oder Flug nehmen - oder man akzeptiert- dass man irgendwelchen Dingen ausgesetzt wird

Dass sie das dann kommentiert ist lächerlich - die haben nichts zu kommentieren - wenn sie wie in Japan agieren würden - würde ich ja nix sagen - aber so….

Bahn = Lebenszeitstehler ... in Deutschland

Pfostentreffer, Mittwoch, 19.06.2024, 12:41 (vor 594 Tagen) @ DJZigzag

Ich habe 12 Fahrten in Folge nur Mist gehabt mit denen
( Fernverkehr )
Wenn sie 1 Std zu spät ist ist es schon OK

Der absolute Höhepunkt ist Flixtrain - im Waggon sind Stundenlang 85-100 dB und keine Klimaanlage - das ist Wahnsinn
An einer Industriemaschine muss man Kopfhörer aufsetzen und bei Flixtrain werden bei jeder Fahrt 100erte Personen dieser Geräuschkulisse und Hitze wenn es warm ist ausgesetzt

Es aber auch gar kein Argument für die Bahn - man kann nur Auto oder Flug nehmen - oder man akzeptiert- dass man irgendwelchen Dingen ausgesetzt wird

Dass sie das dann kommentiert ist lächerlich - die haben nichts zu kommentieren - wenn sie wie in Japan agieren würden - würde ich ja nix sagen - aber so….

Der letzte Punkt ist halt der wichtige. Da ist in Deutschland so. Wir haben seit fast 20 Jahren kein Auto mehr und sind viel international unterwegs. In Holland, der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien etc. - so gut wie noch nie ein Problem gehabt. Bahnfahrer aus solchen Ländern sagen mir häufig, dass sie versuchen, bei internationalen Reisen Deutschland zu umfahren...Es ist halt gewollt hier, dass muss man den Menschen dann auch klar sagen, wenn sie sich drüber aufregen. Wir haben es so gewählt.

Wer Autoparteien wählt, bekommt halt seit 1955 jeden vierten Schienenkilometer abgebaut und viel Stau. Wer Klimazerstörungsparteien wählt, bekommt halt keinen Hochwasserschutz, sondern überflutete, unversicherte Häuser. Wer unsoziale Parteien wählt, bekommt halt eine verfallene Infrastruktur und viele arme Menschen, die sie in Anspruch nehmen müssen. Das waren alles die Entscheidungen des Wählers. Und wer die Ergebnisse der Europawahlergebnisse und Umfragen der letzten Monate sieht, weiss auch, dass es wohl kaum besser wird in absehbarer Zeit. Ärgerlich vor allem für die, die anders gewählt haben.

Schreibe übrigens gerade aus der Bahn:-)

Bahn = Lebenszeitstehler

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 19.06.2024, 10:29 (vor 594 Tagen) @ DJZigzag

Dass sie das dann kommentiert ist lächerlich - die haben nichts zu kommentieren - wenn sie wie in Japan agieren würden - würde ich ja nix sagen - aber so….

Sie würden ja gerne wie in Japan agieren, dürfen sie halt nicht. Weil dann kommt der Bürgermeister von Montabaur und möchte seinen Bahnhof oder irgendeine Schnarchzapfe im Verkehrsministerium, die ein bißchen sparen möchte und schwupps fahren auf der neuen schöne Trasse doch wieder Güterzüge.

P.S. Ich habe viel Lebenszeit in der Bahn verloren und oft genug gekotzt.
Aber mehr Lebenszeit habe ich in Staus verbracht. Und bin da eigentlich selber schuld, wieso setze ich mich in ein Auto und fahre auf die Autobahn wenn ich weiß, dass es ganz viele zur gleichen Zeit machen.

Bahn = Lebenszeitstehler

DJZigzag, Mittwoch, 19.06.2024, 10:38 (vor 594 Tagen) @ Lattenknaller

Mit den heutigen modernen Apps ist es fast kein Problem mehr Staus zu umfahren - außer man wird natürlich erwischt dass es kurz vorher passiert ist

Bahn = Lebenszeitstehler

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 19.06.2024, 11:11 (vor 594 Tagen) @ DJZigzag

Mit den heutigen modernen Apps ist es fast kein Problem mehr Staus zu umfahren - außer man wird natürlich erwischt dass es kurz vorher passiert ist

Auf'm Brenner ist es halt schwierig...

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 08:28 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Die Menschen beschweren sich über unsere Leistung, die Antwort: das liegt an den Beschwerenden.

Leider ist das mittlerweile üblich geworden. Wie sollen wir so dazu lernen? Wie wollen wir besser werden? Und vor allem: Wem nutzt die Erklärung?

Klar, man kann schimpfen, dass in erster Linie die Bahn eine solche Mentalität hat. Und ja, die Bahn hat ihre Identität noch nicht gefunden und kämpft vor allem mit sich selbst. Aber damit ist sie doch keine Ausnahme. In Leipzig wird ein portugiesischer Reporter nach seiner Aussage und dem dazugehörigen Video von "jungen arabisch aussehenden Männern" während seiner Schalte bedrängt, die Reaktion auf Twitter: Rassist! Die belgische Polizei warnt vom Bahnhofsviertel in Frankfurt, die Reaktion: Stellt euch nicht so an, die armen Junkies! Gelsenkirchen ist ein Drecksloch, die Antwort: England ist auch scheiße...

Das ist das Bild, das wir, Deutschland, der Welt vermitteln. Wir waren schon immer besserwisserische Griesgrame. Das war schon immer unsympathisch. Aber wir haben Leistungen gebracht und die Welt hat uns dafür respektiert. Aber heute versagen wir in einer Tour. Und beschweren uns darüber, dass alle anderen das übertreiben... und wir wissen immer noch alles besser.

Zu was macht uns das? Versagern, mit denen man nicht einmal Mitleid haben kann.


Sorry für den Rant!

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

Lattekohlertor, Mittwoch, 19.06.2024, 12:22 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Im Kindesalter. Im Bereich Bildung und Erziehung. Mit fehlenden Role Models.
Schuld ist ein ungesund geringer Selbstwert. Die Angst vor Ablehnung und Liebesentzug wenn ich nicht perfekt bin und Fehler eingestehen muss.
und das setzt sich nach oben hin fort bis in die Institutionen, wo überall Menschen sitzen die vor einer tiefsitzenden Angst nicht genug zu sein angetrieben werden und deshalb eine Scheinwelt aufrechterhalten müssen.

tragisch

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 12:43 (vor 594 Tagen) @ Lattekohlertor

Ich nehme das so überhaupt nicht wahr. Führungskräfte tun sich heutzutage viel leichter damit, Fehler einzugestehen und eigene Schwächen anzusprechen als früher. Zumindest für den Kosmos Universität würde ich dafür meine Hand ins Feuer legen.

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 15:23 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Aber nicht in DAX Konzernen.

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 15:54 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Ist es da denn schlimmer geworden?

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

Habakuk, OWL, Mittwoch, 19.06.2024, 14:09 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Ich nehme das so überhaupt nicht wahr. Führungskräfte tun sich heutzutage viel leichter damit, Fehler einzugestehen und eigene Schwächen anzusprechen als früher. Zumindest für den Kosmos Universität würde ich dafür meine Hand ins Feuer legen.

Allerdings gibt es auch immer Mitarbeiter, die mit so einem Führungsstil nicht zurecht kommen. Aber wie sagt der Philosoph? Wer Führung will, der bekommt Führung.

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 13:59 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Ja,das kann ich bestätigen für meine Branche und das erklärt mE, warum die betreffenden Personen Führungskräfte sind. Weil sie lernen und sich weiterentwickeln wollen. Das dürfte im unversitären Umfeld noch stärker ausgeprägt sein.

Aber glaubst Du, dass das repräsentativ für die Menschen in Deutschland insgesamt ist?

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 19.06.2024, 13:27 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Ich nehme das so überhaupt nicht wahr. Führungskräfte tun sich heutzutage viel leichter damit, Fehler einzugestehen und eigene Schwächen anzusprechen als früher. Zumindest für den Kosmos Universität würde ich dafür meine Hand ins Feuer legen.

Ich würde das auch für den Kosmos Medizin so unterschreiben. Wer als Vorgesetzter nicht im Team und auf Augenhöhe agieren kann, ist schnell allein und weg vom Fenster.

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 19.06.2024, 13:10 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Ich nehme das so überhaupt nicht wahr. Führungskräfte tun sich heutzutage viel leichter damit, Fehler einzugestehen und eigene Schwächen anzusprechen als früher. Zumindest für den Kosmos Universität würde ich dafür meine Hand ins Feuer legen.

Das sieht man im Moment sehr gut an den Heiopeis, die die Islamofaschisten und deren Supporter unterstützen.

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 19.06.2024, 12:47 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Ich nehme das so überhaupt nicht wahr. Führungskräfte tun sich heutzutage viel leichter damit, Fehler einzugestehen und eigene Schwächen anzusprechen als früher. Zumindest für den Kosmos Universität würde ich dafür meine Hand ins Feuer legen.

Ja ok. Aber dieser Kosmos hat halt auch mit der Realität in Industrie/Handwerk/Einzelhandel ganz wenig zu tun...
Gönn dir mal 5 Jahre Berufschullehrerei statt Professur, dann wirst vielleicht auch manches anders sehen.

Und das ist ja keine Kritik, jeder ist ja irgendwo in einer Bubble gefangen, in der die Realität völlig anders aussieht wie bei anderen.

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 12:49 (vor 594 Tagen) @ FliZZa

Und das ist ja keine Kritik, jeder ist ja irgendwo in einer Bubble gefangen, in der die Realität völlig anders aussieht wie bei anderen.

Ja klar. Aber deshalb schreibe ich ja auch kein generelles Statement, so als ob ich alles von innen wahrnehmen würde, sondern beziehe mich auf meine spezifische Wahrnehmung im Kosmos Universität und benenne das auch.

Das beginnt auf ganz persönlicher Ebene

FliZZa, Sersheim, Mittwoch, 19.06.2024, 12:55 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Und das ist ja keine Kritik, jeder ist ja irgendwo in einer Bubble gefangen, in der die Realität völlig anders aussieht wie bei anderen.


Ja klar. Aber deshalb schreibe ich ja auch kein generelles Statement, so als ob ich alles von innen wahrnehmen würde, sondern beziehe mich auf meine spezifische Wahrnehmung im Kosmos Universität und benenne das auch.

Der Satz "Führungskräfte tun sich heutzutage viel leichter damit, Fehler einzugestehen und eigene Schwächen anzusprechen als früher." impliziert eine gewisse Generalität, die durch den letzten Satz nur bedingt eingeschränkt wird. Zumindest hab ICH das so wahrgenommen.

Anyway, sei dir versichert, dass das eine Verbesserung der Fehlerkultur nur seeehr langsam von statten geht.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 19.06.2024, 11:16 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Sagen wir es mal so: immer wenn irgendwelche linksgrünrotgelbampelversifften Kommunistennazis etwas an den Zuständen ändern wollen, kommen die "früher war alles besser, warum etwas ändern"-Gnome aus dem Unterholz und setzen alles daran um genau diese Stimmung zu kultivieren und zu befördern. Da kommt man mit Nebelkerzen und macht alles mögliche verantwortlich, nur eben nicht sich selbst, aber hat natürlich direkt für jedes Problem eine Patentlösung im Angebot und erklärt dem dummen Pöbel die Welt. Willst du jetzt etwa sagen, dass Friedrich Merz oder der Södermarkus eine Losermentalität haben?

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 11:32 (vor 594 Tagen) @ pactum Trotmundense

40 Jahre CSU Verkehrsminister und jahrelang muss bei der CDU die schwarze Null stehen und die jammern über den schlechten Zustand der Infrastruktur und der Digitalisierung. Nur noch zum Lachen wenn es nicht so traurig wäre.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Timo_89, Mittwoch, 19.06.2024, 12:04 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

40 Jahre CSU Verkehrsminister und jahrelang muss bei der CDU die schwarze Null stehen und die jammern über den schlechten Zustand der Infrastruktur und der Digitalisierung. Nur noch zum Lachen wenn es nicht so traurig wäre.

Dir ist aber bewusst, dass du auch bei einer schwarzen Null Geld zum Investieren einsetzen kannst und dass auch die Effektivität des Mitteleinsatzes eine Rolle spielt? Ich bin ideologisch kein Verteidiger der schwarzen Null, aber ich möchte auch keinen kompletten Dammbruch. Sinnvolle zweckgebundene Investitionen in Infrastruktur aufgrund einer "Infrastruktur-Notlage", könnte ich mir vorstellen. Aber wenn ich mir anschaue, wie die Politik häufig mit Geld umgeht und den Hals im Grunde nie voll genug bekommt, egal wie viel Geld sie zur Verfügung hat, dann wäre mir auch ein wenig Angst und Bange, was die zukünftige Solidität der deutschen Staatsfinanzen anginge, sollte die Schuldenbremse einfach so ganz wegfallen. Nicht zu unterschätzen, wie viel Geld wir bereits für Zinsen und Tilgung aufwenden müssen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

TeePee, NRW, Mittwoch, 19.06.2024, 12:44 (vor 594 Tagen) @ Timo_89

Nicht zu unterschätzen, wie viel Geld wir bereits für Zinsen und Tilgung aufwenden müssen.

Und gerade deshalb hätte man zu Zeiten, in denen man das Geld quasi hinterhergeworfen bekam, das billige Geld mit vollen Händen ausgeben und investieren müssen, was das Zeug hält.

Wäre aber wahrscheinlich zu einfach gewesen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 12:55 (vor 594 Tagen) @ TeePee

Nicht zu unterschätzen, wie viel Geld wir bereits für Zinsen und Tilgung aufwenden müssen.


Und gerade deshalb hätte man zu Zeiten, in denen man das Geld quasi hinterhergeworfen bekam, das billige Geld mit vollen Händen ausgeben und investieren müssen, was das Zeug hält.

Wäre aber wahrscheinlich zu einfach gewesen.

Das Ganze funktioniert aber nicht wie einer Hausfinanzierung, wo man einen Kredit für 30 Jahre aufnimmt und diesen dann auch wirklich abzahlt. Die Schulden werden faktisch nicht abbezahlt, sondern einfach immer wieder durch neue Kredite ersetzt. Und die neuen Kredite laufen dann zu aktuellen Zinsen. Man kommt also gar nicht drumherum und zahlt zwangsläufig höhere Zinsen, wenn das Zinsumfeld nach oben geht.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

TeePee, NRW, Mittwoch, 19.06.2024, 13:19 (vor 594 Tagen) @ markus

Die Schulden werden faktisch nicht abbezahlt, sondern einfach immer wieder durch neue Kredite ersetzt.

Unter anderem über Staatsanleihen, die in Niedrigzinszeiten eben auch nur niedrig verzinst werden müssen und eine feste Laufzeit haben, in denen der Zins festgeschrieben ist.

https://de.statista.com/infografik/16588/zinsersparnis-von-euro-staaten

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Timo_89, Mittwoch, 19.06.2024, 13:17 (vor 594 Tagen) @ markus

Deutschland begibt doch aber auch 30 jährige Staatsanleihen, die zu einem festen Zinssatz bedient werden, ergo hätte man doch im Zeitraum 2019-2022, als der Kupon für 30 jährige Anleihen bei weit unter 0.5% lag (20 Jahres Tief), mehr langlaufende begebene können, zu einem weit geringeren Zinssatz als heute, der wieder bei 2,5% liegt?

Beispiel:

WERTPAPIER FÄLLIGKEIT KUPON UMLAUFEND LETZTE EMISSION
Bund30 15.08.2054 2,50% 15,5 Mrd. € 19.06.2024

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 14:22 (vor 594 Tagen) @ Timo_89

Deutschland begibt doch aber auch 30 jährige Staatsanleihen, die zu einem festen Zinssatz bedient werden, ergo hätte man doch im Zeitraum 2019-2022, als der Kupon für 30 jährige Anleihen bei weit unter 0.5% lag (20 Jahres Tief), mehr langlaufende begebene können, zu einem weit geringeren Zinssatz als heute, der wieder bei 2,5% liegt?

Beispiel:

WERTPAPIER FÄLLIGKEIT KUPON UMLAUFEND LETZTE EMISSION
Bund30 15.08.2054 2,50% 15,5 Mrd. € 19.06.2024

Das setzt aber voraus, dass man im Vorfeld die Zinsentwicklung vorhersehen kann. Bis vor dem Ukraine Krieg ist man eher von weiter sinkenden Zinsen ausgegangen (es gab sogar Spekulationen über Negativzinsen) und dann wären 0,5% ein sehr schlechter Deal gewesen. Außerdem löst man damit das Problem ja nicht, sondern verschiebt es nur in die Zukunft. Die von dir genannte Anleihe würde 2054 auslaufen und dann stellt sich die gleiche Problematik wie bei den Finanzierungen, die dummerweise ausgerechnet jetzt auslaufen, weil man zum damaligen Zeitpunkt nicht wissen konnte, was zwischen 2022-2024 los ist.

Dieses spekulieren auf niedrige Zinsen funktioniert immer nur bedingt. Aus eigener Erfahrung: 2012 eine mittlere fünfstellige Summe Baufinanzierung für zehn Jahre zu 3,3% abgeschlossen, weil es hieß: Niedrigzinsphase, so günstig wie nie zuvor, besser länger abschließen. Dummerweise sind die Zinsen weiter gesunken. Statt zehn Jahre wären fünf Jahre deutlich besser gewesen.

Auch funktioniert das mit den Forward Darlehen nur bedingt (ähnliche Problematik wie oben). Da kannst du dir dann sehr frühzeitig eine Anschlussfinanzierung sichern, die allerdings einen Zinsaufschlag kostet. Wenn man 2020 weiß, dass 2022 ein Krieg ausbricht, dann macht das natürlich jeder. Das war aber gar nicht absehbar. Es gab keine Anzeichen auf höhere Zinsen, eher auf noch niedrigere. Unter den Vorzeichen werden das viele nicht gemacht haben und müssen jetzt mit höheren Zinsen leben.

Deutschland verdiente Geld mit 30 jährigen Staatsanleihen

Timo_89, Mittwoch, 19.06.2024, 14:51 (vor 594 Tagen) @ markus

Das setzt aber voraus, dass man im Vorfeld die Zinsentwicklung vorhersehen kann. Bis vor dem Ukraine Krieg ist man eher von weiter sinkenden Zinsen ausgegangen (es gab sogar Spekulationen über Negativzinsen) und dann wären 0,5% ein sehr schlechter Deal gewesen. Außerdem löst man damit das Problem ja nicht, sondern verschiebt es nur in die Zukunft. Die von dir genannte Anleihe würde 2054 auslaufen und dann stellt sich die gleiche Problematik wie bei den Finanzierungen, die dummerweise ausgerechnet jetzt auslaufen, weil man zum damaligen Zeitpunkt nicht wissen konnte, was zwischen 2022-2024 los ist.

Der Kupon für 30 jährige Bundesanleihen ist seit 1994 (8%) kontinuierlich gesunken, schau mal hier (Klick unten in der Grafik auf MAX) und lag dann 2019 - 2022 nicht nur "unter 0.5%" wie ich es oben aus Faulheit zusammengefasst habe, sondern sogar negativ. Von Mai 2019 bis Dezember 2022 lag er nicht nur immer unter 0.30%, sondern in mehreren Monaten sogar im Negativzinsbereich, z.B. Oktober 2020 (-0.20%). Damals schrieb der Spiegel entsprechend:

Bund verkauft erstmals 30-jährige Anleihen mit Negativzins: Anleger investieren in deutsche Staatsanleihen, selbst dann, wenn sie draufzahlen müssen: Erstmals ist es dem Bund gelungen, mit der Versteigerung einer 30-jährigen Anleihe Geld zu verdienen. SPON

Man hat also Geld verdient, wenn man Schulden aufgenommen hat. Im SPON Artikel gab es auch damals schon die Forderung zur Aufweichung der Schuldenbremse:

Viele Ökonomen fordern die Bundesregierung angesichts der extrem günstigen Finanzierungskonditionen dazu auf, die Schuldenbremse zu lockern und Kredite aufzunehmen. "Der Staat verdient sogar Geld, wenn er Schulden macht", sagte etwa der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), Michael Hüther. "Wenn er das jetzt nicht zugunsten von Investitionen tut, lässt er Geld auf der Straße liegen."

Für mich persönlich wäre das in der Tat ein guter Zeitpunkt gewesen, dieses Zinsniveau zu nutzen, bei Zinsbindung für 30 Jahre und dann in Infrastruktur und Modernisierung zu investieren.

Dieses spekulieren auf niedrige Zinsen funktioniert immer nur bedingt. Aus eigener Erfahrung: 2012 eine mittlere fünfstellige Summe Baufinanzierung für zehn Jahre zu 3,3% abgeschlossen, weil es hieß: Niedrigzinsphase, so günstig wie nie zuvor, besser länger abschließen. Dummerweise sind die Zinsen weiter gesunken. Statt zehn Jahre wären fünf Jahre deutlich besser gewesen.

Ja, aber schau vielleicht nochmal bzgl der Bundesanleihen auf das obige verlinkte Chart. Die Kupons waren bereits von 8% 1994 kontinuierlich über 25 Jahre in den Niedrigzinsbereich gerutscht. Wie wahrscheinlich war es denn, dass die Zinsen wirklich langfristig in diesem Bereich bleiben oder sogar noch negativer rutschen? Ich verstehe dein Argument, historisch betrachtet hätte man vielleicht auch die 3.3% schon gut gefunden und danach ging es weiter runter. Aber von -0.20% ist einfach auf Basis von Wahrscheinlichkeiten nach unten einfach nicht mehr viel möglich, oder? :) Hier hätte der Staat wirklich einen kräftigen Schluck aus der Pulle nehmen können für Investitionen.

Auch funktioniert das mit den Forward Darlehen nur bedingt (ähnliche Problematik wie oben). Da kannst du dir dann sehr frühzeitig eine Anschlussfinanzierung sichern, die allerdings einen Zinsaufschlag kostet. Wenn man 2020 weiß, dass 2022 ein Krieg ausbricht, dann macht das natürlich jeder. Das war aber gar nicht absehbar. Es gab keine Anzeichen auf höhere Zinsen, eher auf noch niedrigere. Unter den Vorzeichen werden das viele nicht gemacht haben und müssen jetzt mit höheren Zinsen leben.

Noch niedrigere als -0.20%? Das war dann die selbe Krisen-Logik, a la "Wir werden nach Corona alle nicht mehr so viel fliegen", warum ich dann erstmal günstig Airbus Aktien gekauft habe. Auch sind die ganzen pure play Online Aktien a la Zoom und so ja auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Klar, war eine neue Situation für alle, man hatte keine Patentrezepte für die Pandemie, aber es gab viele Stimmen, siehe oben, die meinten, man sollte das Zinsniveau jetzt besser nutzen, weil schon damals klar war, dass die Infrastruktur in DE rott ist.

Deutschland verdiente Geld mit 30 jährigen Staatsanleihen

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 15:32 (vor 594 Tagen) @ Timo_89

Das setzt aber voraus, dass man im Vorfeld die Zinsentwicklung vorhersehen kann. Bis vor dem Ukraine Krieg ist man eher von weiter sinkenden Zinsen ausgegangen (es gab sogar Spekulationen über Negativzinsen) und dann wären 0,5% ein sehr schlechter Deal gewesen. Außerdem löst man damit das Problem ja nicht, sondern verschiebt es nur in die Zukunft. Die von dir genannte Anleihe würde 2054 auslaufen und dann stellt sich die gleiche Problematik wie bei den Finanzierungen, die dummerweise ausgerechnet jetzt auslaufen, weil man zum damaligen Zeitpunkt nicht wissen konnte, was zwischen 2022-2024 los ist.


Der Kupon für 30 jährige Bundesanleihen ist seit 1994 (8%) kontinuierlich gesunken, schau mal hier (Klick unten in der Grafik auf MAX) und lag dann 2019 - 2022 nicht nur "unter 0.5%" wie ich es oben aus Faulheit zusammengefasst habe, sondern sogar negativ. Von Mai 2019 bis Dezember 2022 lag er nicht nur immer unter 0.30%, sondern in mehreren Monaten sogar im Negativzinsbereich, z.B. Oktober 2020 (-0.20%). Damals schrieb der Spiegel entsprechend:

Bund verkauft erstmals 30-jährige Anleihen mit Negativzins: Anleger investieren in deutsche Staatsanleihen, selbst dann, wenn sie draufzahlen müssen: Erstmals ist es dem Bund gelungen, mit der Versteigerung einer 30-jährigen Anleihe Geld zu verdienen. SPON

Man hat also Geld verdient, wenn man Schulden aufgenommen hat. Im SPON Artikel gab es auch damals schon die Forderung zur Aufweichung der Schuldenbremse:

Viele Ökonomen fordern die Bundesregierung angesichts der extrem günstigen Finanzierungskonditionen dazu auf, die Schuldenbremse zu lockern und Kredite aufzunehmen. "Der Staat verdient sogar Geld, wenn er Schulden macht", sagte etwa der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), Michael Hüther. "Wenn er das jetzt nicht zugunsten von Investitionen tut, lässt er Geld auf der Straße liegen."

Das ist aber nur einmalig während der ersten Laufzeit so. Das oben genannte Problem wird einfach nur nach hinten verlagert. Irgendwann kommt der Tag X (in diesen Fall nach 30 Jahren) und man muss zum dann bestehenden Zinssatz verlängern, denn wie oben gesagt: Die Schulden werden faktisch ja nicht abbezahlt. Sondern immer wieder verlängert + neue Schulden obendrauf. Das ist dann am Anfang mit -0,2% schön. Aber daraus können dann bei der Verlängerung auch 5% werden.

Für mich persönlich wäre das in der Tat ein guter Zeitpunkt gewesen, dieses Zinsniveau zu nutzen, bei Zinsbindung für 30 Jahre und dann in Infrastruktur und Modernisierung zu investieren.

Bei weiter sinkenden Zinsen ist jedoch ein Abwarten sinnvoller. Und danach sah es ja eher aus. Es wurde sogar spekuliert, dass Bauzinsen in den negativen Bereich gehen würden. Im Nachhinein ist man immer schlauer.

Dieses spekulieren auf niedrige Zinsen funktioniert immer nur bedingt. Aus eigener Erfahrung: 2012 eine mittlere fünfstellige Summe Baufinanzierung für zehn Jahre zu 3,3% abgeschlossen, weil es hieß: Niedrigzinsphase, so günstig wie nie zuvor, besser länger abschließen. Dummerweise sind die Zinsen weiter gesunken. Statt zehn Jahre wären fünf Jahre deutlich besser gewesen.


Ja, aber schau vielleicht nochmal bzgl der Bundesanleihen auf das obige verlinkte Chart. Die Kupons waren bereits von 8% 1994 kontinuierlich über 25 Jahre in den Niedrigzinsbereich gerutscht. Wie wahrscheinlich war es denn, dass die Zinsen wirklich langfristig in diesem Bereich bleiben oder sogar noch negativer rutschen? Ich verstehe dein Argument, historisch betrachtet hätte man vielleicht auch die 3.3% schon gut gefunden und danach ging es weiter runter. Aber von -0.20% ist einfach auf Basis von Wahrscheinlichkeiten nach unten einfach nicht mehr viel möglich, oder? :) Hier hätte der Staat wirklich einen kräftigen Schluck aus der Pulle nehmen können für Investitionen.

Bei 3,3% hat dir jeder gesagt, dass es günstiger nicht wird. Und es wurde günstiger. Bei 1% hat dir jeder das gleiche gesagt und es wurde günstiger. Negativzinsen hat auch kaum jemand für möglich gehalten und sie kamen. Warum sollte es dann unmöglich sein, dass aus -0,2 ein -0,7% wird?

Deutschland verdiente Geld mit 30 jährigen Staatsanleihen

Timo_89, Mittwoch, 19.06.2024, 16:11 (vor 594 Tagen) @ markus

Naja dann wäre es bei -0.7% noch attraktiver für die Regierung gewesen, sich Geld zu leihen ;-)

In dem Sinne, gutes Spiel heute, muss los. :-)

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

majae, Muc, Mittwoch, 19.06.2024, 14:43 (vor 594 Tagen) @ markus

Das setzt aber voraus, dass man im Vorfeld die Zinsentwicklung vorhersehen kann. Bis vor dem Ukraine Krieg ist man eher von weiter sinkenden Zinsen ausgegangen (es gab sogar Spekulationen über Negativzinsen) und dann wären 0,5% ein sehr schlechter Deal gewesen. Außerdem löst man damit das Problem ja nicht, sondern verschiebt es nur in die Zukunft. Die von dir genannte Anleihe würde 2054 auslaufen und dann stellt sich die gleiche Problematik wie bei den Finanzierungen, die dummerweise ausgerechnet jetzt auslaufen, weil man zum damaligen Zeitpunkt nicht wissen konnte, was zwischen 2022-2024 los ist.

Du vergisst, dass heutige 100 Mrd nach 30 Jahren real nur noch ca die Hälfte Wert ist. Angenommen ein durchschnittliches Wachstum von 2%, welches wiederum ja auch abhängt von den getätigten Investitionen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 15:08 (vor 594 Tagen) @ majae

Das setzt aber voraus, dass man im Vorfeld die Zinsentwicklung vorhersehen kann. Bis vor dem Ukraine Krieg ist man eher von weiter sinkenden Zinsen ausgegangen (es gab sogar Spekulationen über Negativzinsen) und dann wären 0,5% ein sehr schlechter Deal gewesen. Außerdem löst man damit das Problem ja nicht, sondern verschiebt es nur in die Zukunft. Die von dir genannte Anleihe würde 2054 auslaufen und dann stellt sich die gleiche Problematik wie bei den Finanzierungen, die dummerweise ausgerechnet jetzt auslaufen, weil man zum damaligen Zeitpunkt nicht wissen konnte, was zwischen 2022-2024 los ist.


Du vergisst, dass heutige 100 Mrd nach 30 Jahren real nur noch ca die Hälfte Wert ist. Angenommen ein durchschnittliches Wachstum von 2%, welches wiederum ja auch abhängt von den getätigten Investitionen.

Ändert aber nichts daran, dass ein höherer Zinssatz teurer ist als ein niedrigerer und man nie vorher weiß, wie es aussieht, wenn das Produkt ausläuft. Die Inflation ist neben den Zinsen übrigens die zweite Wette auf die Zukunft. Auch da weißt du ja nicht, wie hoch sie in den nächsten 30 Jahren sein wird. Szenarien wie Corona oder aber auch Länder wie die Schweiz zeigen, dass sie auch bei nahezu 0 liegen kann. Die Geldpolitik kann sich auch ändern. Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass die EZB dauerhaft 2% anpeilen wird. Vielleicht steigt oder sinkt der Wert. Vielleicht lässt sich die Inflation auch irgendwann gar nicht mehr wie gewünscht steuern. Ja, wahrscheinlich ist es eher, dass alles gutgeht und sich Schulden machen lohnt. Nur wie weiter oben geschrieben: Irgendwann muss man umfinanzieren zum dann gültigen Zinssatz.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

majae, Muc, Mittwoch, 19.06.2024, 15:10 (vor 594 Tagen) @ markus

Ändert aber nichts daran, dass ein höherer Zinssatz teurer ist als ein niedrigerer und man nie vorher weiß, wie es aussieht, wenn das Produkt ausläuft. Die Inflation ist neben den Zinsen übrigens die zweite Wette auf die Zukunft. Auch da weißt du ja nicht, wie hoch sie in den nächsten 30 Jahren sein wird. Szenarien wie Corona oder aber auch Länder wie die Schweiz zeigen, dass sie auch bei nahezu 0 liegen kann. Die Geldpolitik kann sich auch ändern. Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass die EZB dauerhaft 2% anpeilen wird. Vielleicht steigt oder sinkt der Wert. Vielleicht lässt sich die Inflation auch irgendwann gar nicht mehr wie gewünscht steuern. Ja, wahrscheinlich ist es eher, dass alles gutgeht und sich Schulden machen lohnt. Nur wie weiter oben geschrieben: Irgendwann muss man umfinanzieren zum dann gültigen Zinssatz.

Imho ist hier nicht die Inflation, sondern das Wirtschaftswachstum entscheidend.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 15:44 (vor 594 Tagen) @ majae

Ändert aber nichts daran, dass ein höherer Zinssatz teurer ist als ein niedrigerer und man nie vorher weiß, wie es aussieht, wenn das Produkt ausläuft. Die Inflation ist neben den Zinsen übrigens die zweite Wette auf die Zukunft. Auch da weißt du ja nicht, wie hoch sie in den nächsten 30 Jahren sein wird. Szenarien wie Corona oder aber auch Länder wie die Schweiz zeigen, dass sie auch bei nahezu 0 liegen kann. Die Geldpolitik kann sich auch ändern. Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass die EZB dauerhaft 2% anpeilen wird. Vielleicht steigt oder sinkt der Wert. Vielleicht lässt sich die Inflation auch irgendwann gar nicht mehr wie gewünscht steuern. Ja, wahrscheinlich ist es eher, dass alles gutgeht und sich Schulden machen lohnt. Nur wie weiter oben geschrieben: Irgendwann muss man umfinanzieren zum dann gültigen Zinssatz.


Imho ist hier nicht die Inflation, sondern das Wirtschaftswachstum entscheidend.

Beides. Die Inflation sorgt für die Geldentwertung. Das reale Wirtschaftswachstum ist die Inflation + weiteres Wachstum.

Die entscheidenden Investitionen kommen übrigens nicht vom Staat sondern von den Unternehmen. Natürlich müssen wir Straßen und Schienen bauen. Aber für die Frage, ob Unternehmen in Deutschland Geld investieren und unsere Wirtschaft ankurbeln, sind eher andere Dinge entscheidend: Bürokratieabbau, Steuervergünstigungen (die ja oft kritisiert werden) und solche Ideen wie eine Vermögenssteuer nicht umzusetzen (wird jeden Unternehmer abschrecken). Weniger entscheidend wird sein, ob Autobahnbrücke x nun zwei Jahre früher oder später saniert wird.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Timo_89, Mittwoch, 19.06.2024, 12:47 (vor 594 Tagen) @ TeePee

Nicht zu unterschätzen, wie viel Geld wir bereits für Zinsen und Tilgung aufwenden müssen.


Und gerade deshalb hätte man zu Zeiten, in denen man das Geld quasi hinterhergeworfen bekam, das billige Geld mit vollen Händen ausgeben und investieren müssen, was das Zeug hält.

Wäre aber wahrscheinlich zu einfach gewesen.

Ich stimme dir zu, es gab auch Stimmen, die das forderten. Leider wurde das nicht gemacht, da hätte man ein schönes, verhältnismäßig günstigeres, Modernisierungspaket auflegen könnnen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 11:49 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Also erst einmal hat ein Bundesverkehrsminister da natürlich für viele (in diesem Strang diskutierten) Themen gar nicht wirklich die Zuständigkeit. Und alles in allem finde ich diese Rechnungen immer sehr ermüdend. In jener Phase, als klar wurde, dass Bahn und ÖPNV einfach sehr wichtige Faktoren werden (also so ab Mitte der 90iger Jahre), waren es z.B. ewig SPD Verkehrminister auf Bundesebene, die aber auf die Straße setzten und die Deutsche Bahn einfach komplett in die Mangel nahmen (um sie an die Börse zu prügeln, was ja dann nie gelang).

Unterm Strich muss man dann aber eher auf die Liste z.B. der NRW Verkehrsminister (oder die Ressorts, in denen vormals der Sektor Verkehr verortet war) gucken, wenn es schon um Gelsenkirchen geht. Und natürlich auch auf die Sädte/Kommunen und ihre Zuständigkeiten. Und die Rolle der Verkehrsverbünde (ja getragen durch die Städte und Kommunen)bei notwendigen Investitionen und/oder der Preispolitik.

Kurz und gut. Ich sehe da keine so glasklare Rollenverteilung. Ich sehe aber, dass selbst einfachste Strukturentscheidungen (welcher politischen Geschmacksrichtung auch immer) regelmäßig in harte Auseinandersetzungen münden und nicht selten auch vor Gerichten landen. Jede gesperrte Straße oder zur Fahrradstraße umfunktionierte ebenso, wie jede Idee, irendwo nur 250 Meter neue Straße oder Schiene zu legen. Und da klagen und streiten eigentlich alle Seiten mit ähnlichem Eifer. Und jeweils differenzierten Gründen dafür (vom ominösen Molch angefangen, bis hin zum Gewerbetreibenden xy, der angeblich Pleite geht, weil der Sattelschlepper nun doch nicht mehr in die Fußgängerzone fahren darf).

MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

HCSF ⌂ @, Wuppertal, Mittwoch, 19.06.2024, 16:00 (vor 594 Tagen) @ Phil

Unterm Strich muss man dann aber eher auf die Liste z.B. der NRW Verkehrsminister (oder die Ressorts, in denen vormals der Sektor Verkehr verortet war) gucken, wenn es schon um Gelsenkirchen geht. Und natürlich auch auf die Sädte/Kommunen und ihre Zuständigkeiten. Und die Rolle der Verkehrsverbünde (ja getragen durch die Städte und Kommunen)bei notwendigen Investitionen und/oder der Preispolitik.

Das Bahnnetz also die Schiene gehört dem Bund. Da kann der NRW Verkehrsminister wohl nicht viel ausrichten. Die Probleme liegen aber eben nicht nur in der Infrastruktur der Bahn, sondern am Personalmangel und an dem verwendeten rollenden Material.

Was zu diskutieren ist in NRW. Die Vergabe von Transportleistungen vom VRR. Hier funktioniert es eben nicht nur nach dem Preis zu gucken. Wenn abends keine Sonderzüge fahren und nicht nur in GE, sondern auch in Dortmund, liegt es einfach auch daran, dass der Bahnbetreiber und dass ist oft nicht die DB, für eine zusätzliche Fahrt beauftragt werden müssen. Nur diese kleinen Bahnbetreiber haben gar nicht soviel Personal und Züge um die Sonderfahrten leisten zu können. Die kleinen Betreiber Eurobahn, Abelio, u.s.w schaffen es ja noch nicht mal die vertraglich mit dem VRR vereinbarten Leistungen zu erbringen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Habakuk, OWL, Mittwoch, 19.06.2024, 11:39 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

40 Jahre CSU Verkehrsminister und jahrelang muss bei der CDU die schwarze Null stehen und die jammern über den schlechten Zustand der Infrastruktur und der Digitalisierung. Nur noch zum Lachen wenn es nicht so traurig wäre.

Dazu kommt dann noch die "Der-Feind-ist-grün"-Mentalität vieler Konservativer. Da ist leider bei einigen mehr Brandmauer vorhanden als nach Rechts.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Mob-Jenson, Siegen, Mittwoch, 19.06.2024, 10:21 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Die Menschen beschweren sich über unsere Leistung, die Antwort: das liegt an den Beschwerenden.

Leider ist das mittlerweile üblich geworden. Wie sollen wir so dazu lernen? Wie wollen wir besser werden? Und vor allem: Wem nutzt die Erklärung?

Klar, man kann schimpfen, dass in erster Linie die Bahn eine solche Mentalität hat. Und ja, die Bahn hat ihre Identität noch nicht gefunden und kämpft vor allem mit sich selbst. Aber damit ist sie doch keine Ausnahme. In Leipzig wird ein portugiesischer Reporter nach seiner Aussage und dem dazugehörigen Video von "jungen arabisch aussehenden Männern" während seiner Schalte bedrängt, die Reaktion auf Twitter: Rassist! Die belgische Polizei warnt vom Bahnhofsviertel in Frankfurt, die Reaktion: Stellt euch nicht so an, die armen Junkies! Gelsenkirchen ist ein Drecksloch, die Antwort: England ist auch scheiße...

Das ist das Bild, das wir, Deutschland, der Welt vermitteln. Wir waren schon immer besserwisserische Griesgrame. Das war schon immer unsympathisch. Aber wir haben Leistungen gebracht und die Welt hat uns dafür respektiert. Aber heute versagen wir in einer Tour. Und beschweren uns darüber, dass alle anderen das übertreiben... und wir wissen immer noch alles besser.

Zu was macht uns das? Versagern, mit denen man nicht einmal Mitleid haben kann.


Sorry für den Rant!

Kein Sorry nötig. Tosender Applaus von mir! Und genau das wird unseren Kindern vorgelebt. Schon seit Jahren.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 10:31 (vor 594 Tagen) @ Mob-Jenson

Kein Sorry nötig. Tosender Applaus von mir! Und genau das wird unseren Kindern vorgelebt. Schon seit Jahren.

Aber warum genau lebst Du das Deinen Kindern vor, wenn Du das gar nicht zu wollen scheinst?

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Mob-Jenson, Siegen, Mittwoch, 19.06.2024, 14:53 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Kein Sorry nötig. Tosender Applaus von mir! Und genau das wird unseren Kindern vorgelebt. Schon seit Jahren.


Aber warum genau lebst Du das Deinen Kindern vor, wenn Du das gar nicht zu wollen scheinst?

Warum sollte ich dies meinen Kindern vorleben oder lehren? Ganz gewiss nicht.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Habakuk, OWL, Mittwoch, 19.06.2024, 09:50 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Wir waren schon immer besserwisserische Griesgrame. Das war schon immer unsympathisch. Aber wir haben Leistungen gebracht und die Welt hat uns dafür respektiert. Aber heute versagen wir in einer Tour. Und beschweren uns darüber, dass alle anderen das übertreiben... und wir wissen immer noch alles besser.
Zu was macht uns das? Versagern, mit denen man nicht einmal Mitleid haben kann.

Dein Beitrag repräsentiert genau das, was du anprangerst. Deutscher gehts nicht.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

koom, Mittwoch, 19.06.2024, 12:23 (vor 594 Tagen) @ Habakuk

Dein Beitrag repräsentiert genau das, was du anprangerst. Deutscher gehts nicht.

Hm, das ist halt ein Paradoxon. Und stimme dir deswegen auch nicht zu.

Jurist prangert an, was durchaus falsch läuft: Anstatt auf Kritik zu reagieren, kontert man mit Gegenbeschuldigungen. Was du ja auch widerum machst.

Warum bricht man aus diesem Schema nicht aus und sagt: "Jupp, das stimmt. Hin und wieder könnte man auch einfach mal sagen: Das läuft schlecht, wir versuchen es besser zu machen." Stattdessen aber halt: "SELBER!".

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Habakuk, OWL, Mittwoch, 19.06.2024, 13:38 (vor 594 Tagen) @ koom

Dein Beitrag repräsentiert genau das, was du anprangerst. Deutscher gehts nicht.


Hm, das ist halt ein Paradoxon. Und stimme dir deswegen auch nicht zu.

Jurist prangert an, was durchaus falsch läuft: Anstatt auf Kritik zu reagieren, kontert man mit Gegenbeschuldigungen. Was du ja auch widerum machst.

In erster Linie betreibt er undifferenziertes Deutschenbashing, alles jammernd und meckernd. Ich kann mit diesem ganzen "typisch Deutsch"-Gerede herzlich wenig anfangen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 19.06.2024, 09:15 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Die Menschen beschweren sich über unsere Leistung, die Antwort: das liegt an den Beschwerenden.

Leider ist das mittlerweile üblich geworden. Wie sollen wir so dazu lernen? Wie wollen wir besser werden? Und vor allem: Wem nutzt die Erklärung?

Klar, man kann schimpfen, dass in erster Linie die Bahn eine solche Mentalität hat. Und ja, die Bahn hat ihre Identität noch nicht gefunden und kämpft vor allem mit sich selbst. Aber damit ist sie doch keine Ausnahme. In Leipzig wird ein portugiesischer Reporter nach seiner Aussage und dem dazugehörigen Video von "jungen arabisch aussehenden Männern" während seiner Schalte bedrängt, die Reaktion auf Twitter: Rassist! Die belgische Polizei warnt vom Bahnhofsviertel in Frankfurt, die Reaktion: Stellt euch nicht so an, die armen Junkies! Gelsenkirchen ist ein Drecksloch, die Antwort: England ist auch scheiße...

Das ist das Bild, das wir, Deutschland, der Welt vermitteln. Wir waren schon immer besserwisserische Griesgrame. Das war schon immer unsympathisch. Aber wir haben Leistungen gebracht und die Welt hat uns dafür respektiert. Aber heute versagen wir in einer Tour. Und beschweren uns darüber, dass alle anderen das übertreiben... und wir wissen immer noch alles besser.

Zu was macht uns das? Versagern, mit denen man nicht einmal Mitleid haben kann.


Sorry für den Rant!

Die Bahn antwortet mal wieder nicht sehr kundenfreundlich, was ja kein Wunder ist. Und ein paar Individuen wehren sich gegenüber Vorwürfen.
Und das führt Dich so dem Kommentar? In meiner Lebensrealität sind die Deutschen diejenigen, die sich gegenseitig kritisieren und an allem und jedem rumjammern. Das man daraus oft nicht die richtigen Schlüsse zieht, steht auf einem anderen Blatt.
Und ich sage Dir, wenn z.B. die Engländer so in Spanien kritisiert hätten, wäre aber was los. Staatskrise, mindestens.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 10:50 (vor 594 Tagen) @ Lattenknaller

Hätten wir uns einen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn die Bahn gesagt hätte:

Stimmt! Wir haben das fehlkalkuliert und dachten, dass das alles geordneter abläuft. Für das nächste Mal werden wir unser Konzept überprüfen und hoffen, dass wir dann allen Fans gerecht werden können. Zugleich weisen wir aber auch daraufhin, dass bei 50.000 Zuschauern Wartezeiten nicht ausbleiben.

Und vielleicht sind das sehr selektiv wahrgenommene Beispiele. Aber mir geht es darum, dass wir mehr Energie daraufverwenden, einer kaputten Sache einen anderen Anstrich zu verpassen als die Sache zu reparieren.

Die Menschen sind doch nicht doof. Wenn man denen die ganze Zeit erklärt, dass alles gut ist, obwohl sie es scheiße finden, dann fühlen die sich verarscht und was ist die Reaktion? Dann wird es doch politisch. Wenn wir uns nicht kümmern und versuchen Missstände zu beseitigen, wird das Wasser auf den Mühlen der Populisten sein.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 19.06.2024, 11:02 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Hätten wir uns einen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn die Bahn gesagt hätte:

Stimmt! Wir haben das fehlkalkuliert und dachten, dass das alles geordneter abläuft. Für das nächste Mal werden wir unser Konzept überprüfen und hoffen, dass wir dann allen Fans gerecht werden können. Zugleich weisen wir aber auch daraufhin, dass bei 50.000 Zuschauern Wartezeiten nicht ausbleiben.

Nein, da bin ich bei Dir. Die Bahn hat ein furchtbar schlechtes Kommunikationsmanagement.
Das zieht sich durch den ganzen Apparat. Und ja, das hätte man genauso kommunizieren können und sollen.
Wenn die Organisatoren cool wären, würden sie den Engländern vorm nächsten Spiel ein Bier ausgeben.

Und vielleicht sind das sehr selektiv wahrgenommene Beispiele. Aber mir geht es darum, dass wir mehr Energie daraufverwenden, einer kaputten Sache einen anderen Anstrich zu verpassen als die Sache zu reparieren.

Das ist aber ein generelles Problem unser heutigen Zeit und greift auch immer mehr in den Arbeitsalltag meiner internationalen Projekte um sich.
Mangelnde Kritikfähigkeit und Problemlösungskapazitäten sind ein generelles Problem, was sich auch immer mehr in Deutschland verbreitet.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 11:40 (vor 594 Tagen) @ Lattenknaller

Ist selbst herangezogen. Hier in Deutschland gibt es nur Sündenbock Gesuche wenn etwas nicht klappt, deswegen ist die Start-up Kultur hier auch miserabel. Es gibt hier nir eine Schein Fehlerkultur. Und dann muss man sich auch in Konzernen nicht wundern, wenn Mitarbeiter permanent versuchen Fehlschläge zu kaschieren und sich zu rechtfertigen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

majae, Muc, Mittwoch, 19.06.2024, 09:37 (vor 594 Tagen) @ Lattenknaller

Die Bahn antwortet mal wieder nicht sehr kundenfreundlich, was ja kein Wunder ist. Und ein paar Individuen wehren sich gegenüber Vorwürfen.
Und das führt Dich so dem Kommentar? In meiner Lebensrealität sind die Deutschen diejenigen, die sich gegenseitig kritisieren und an allem und jedem rumjammern. Das man daraus oft nicht die richtigen Schlüsse zieht, steht auf einem anderen Blatt.
Und ich sage Dir, wenn z.B. die Engländer so in Spanien kritisiert hätten, wäre aber was los. Staatskrise, mindestens.

Ich check den Rant auch nicht. Sowohl im Forum als auch in der Gesellschaft generell ist doch eher Untergangsstimmung zu vernehmen, wenn es um Deutschland geht. Auch frag ich mich, ob es wirklich weniger "Losermentalität" wäre, wenn man auf jede Kritik aus dem Ausland reagiert mit "Ja ihr habt Recht, es ist alles total beschissen hier"?
Dass sich Gelsenkirchen keinen Nahverkehr leisten kann, der mal eben 50.000 Mann in einer Stunde transportiert, ist normal. Dass der Zugverkehr im miserablen Zustand ist, ist genauso vom Autoland/der Autolobby und den willigen Verkehrsministern gewollt. Und wenn es ums Frankfurter Bahnhofsviertel geht, ist sich eigentlich ganz Deutschland einig, dass es ein absolutes Drecksloch ist.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 10:52 (vor 594 Tagen) @ majae

Nein, ich stelle mir das so vor:

Ja, Ihr habt Recht. Was können wir tun?

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Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 10:57 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Nein, ich stelle mir das so vor:

Ja, Ihr habt Recht. Was können wir tun?

Ist es denn sinnvoll, die Infrastruktur in Gelsenkirchen auf einen Stand zu bringen, der es erlaubt, 50.000 Ortsfremde binnen weniger Stunden vom dortigen Stadion an einen beliebigen Zielort zwischen Dortmund und Köln zu bringen?

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Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 13:52 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Ist es sinnvoll, ein Verkehrskonzept zu erstellen, das den Transport von 50.000 Menschen nur oder ganz vorrangig mit ÖPNV vorsieht? Sollte man das Konzept dann einer kritischen Untersuchung unterziehen?

Wenn man sich aber auf das Konzept festlegt, dann muss man gucken, an welchen Stellschrauben man drehen kann.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 14:01 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Ist es sinnvoll, ein Verkehrskonzept zu erstellen, das den Transport von 50.000 Menschen nur oder ganz vorrangig mit ÖPNV vorsieht? Sollte man das Konzept dann einer kritischen Untersuchung unterziehen?

Wenn man sich aber auf das Konzept festlegt, dann muss man gucken, an welchen Stellschrauben man drehen kann.

Hier ist aber doch der Unterschied zu verorten. Ich spreche von der Infrastruktur, du sprichst vom Konzept.

Die Infrastruktur kriege ich nicht binnen weniger Jahre so umgemodelt, dass die von mir gestellte Aufgabe erfüllt werden kann, und selbst wenn ich das versuche, dann kostet es richtig viel Geld, ggf. ohne dass es sich rentiert. Also bleibt als Alternative, dass man die Veranstaltung so konzipiert, dass sie bei der i.W. gegebenen Infrastruktur funktioniert.

Wenn das Ganze nicht hingehauen hat, dann muss man sich fragen, woran es genau gelegen hat. Verschiedene Antworten wären möglich, z.B.:

a) Kann bei den gegebenen Rahmenbedingungen gar nicht funktionieren.
b) Zu wenige Straßenbahnen
c) Zu wenige Züge
d) Zu wenige Busse
e) Leute haben sich anders verhalten als erwartet (Bahnen konnten nicht pünktlich abfahren, Verkehrsströme wurden falsch kalkuliert, etc.).

Das sind sicherlich nicht alle. So oder so finde ich es bescheuert, die Kritik zu formulieren, bevor die Antwort auf die o.g. Frage gegeben ist.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 16:58 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Genau. Und wenn wir auf die Infrastuktur schauen, implementieren wir eine Komplexitätsebene, die eine kurzfristige Lösung des Problems unmöglich macht.

Wir haben hier aber ein relativ einfaches Problem. Wir richten ein Turnier mit internationalem Publikum aus. Die Gäste im Stadion schlafen anderenorts und müssen vom Stadion wegkommen.

Und wenn mein Konzept dann einen absoluten Vorrang der Schiene vorsieht (keine kurzfristig zur Verfügung stehenden Parkplätz, die müssen im Vorfeld für einen Preis von 24 € gebucht werden), dann muss ich das Konzept in Frage stellen, wenn es in der Realität versagt.

Sich in eine Ohnmachtsstellung begeben "wir brauchen dafür Jahre", verengt den Geist und lässt Quick Wins außer Reichweite.

Und das frustriert sehr aus der Distanz. Und aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass viele kleine Optimierungen häufig zu guten Resultaten führen, wo "nay-sayer" vorher immer ankündigen, dass das nicht oder nun mit unverhältnismäßigen Aufwand möglich ist. Und auch hier sehe ich meine Ausgangsthese bestätigt: Ohnmacht ist bequem! Nun leider bewegt man da nichts.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

markus93, Sauerland, Mittwoch, 19.06.2024, 11:27 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Raus aus Gelsenkirchen ist immer sinnvoll

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 11:52 (vor 594 Tagen) @ markus93

Raus aus Gelsenkirchen ist immer sinnvoll

Kommt drauf an. In bestimmten Fällen (deren Einwohner) würde sich meine Inkklusionsbereitschaft in Grenzen halten ;-)

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 09:44 (vor 594 Tagen) @ majae

Ist ja nun in Großbritannien auch nicht so, dass man abseits der U-Bahn (tagsüber) in London, irgendwie durch ein mega cooles Infrastruktur Wunderland reisen würde.... also wenn man jetzt mal Fußbalspiele als Maßstab nimmt.

Klar, die Stadien sind halt oft in zentralerer Lage der Städte. So dass sich viele Fragen gar nicht stellen. Und logo, im Hinblick auf Sauberkeit und Sicherheit(sgefühl) dürften drei Kameras pro Quadratmeter und jede Menge Billiglöhner, die dann die Bahnhöfe etc. als "Servicekräfte" "betreuen" mithelfen. Ob man das jeweils haben will... Ist dann halt wieder eine Frage gesellschaftlicher Mehrheiten.

Das es jede Menge komplett heruntergekommene und zurückgelassene Regionen in Großbritannien gibt, kommt dann ja auch hinzu. Und im Hinblick auf den ÖPNV auch. Da sieht es halt dann deutlich schlimmer aus, als nun z.B. in Gelsenkirchen.

MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Blarry, Essen, Mittwoch, 19.06.2024, 10:11 (vor 594 Tagen) @ Phil

Aber durch wie viele der heruntergekommenen Gegenden Großbritanniens werden Zehntausende Touristen geschleust, weil dort gerade ein internationales Sportturnier stattfindet? Ein "bei euch ist es auch nicht besser" finde ich nicht angebracht, wenn man sich gerade der Weltöffentlichkeit präsentieren möchte und es offensichtlich nicht besser schafft als mit durchzechten Nächten am S-Bahnhof.

Dass ausgerechnet englische Fans das Thema ansprechen, sollte im Übrigen eine genau gegenteilige Reaktion hervorrufen. Die sind für ihre Nationalmannschaft reisefreudig und im Allgemeinen auch echt kreativ und flexibel, was die An- und Abreise zu den Spielstätten angeht. Sind ja auch regelmäßig in Gegenden unterwegs, wo es um dem ÖPNV noch übler steht. Dass es ausgerechnet den Abgehärtetesten unter den Fußballreisenden zuviel wird, das sollte zu denken geben, anstatt beleidigte Trotzreaktionen zu triggern.

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Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 11:25 (vor 594 Tagen) @ Blarry

Aber durch wie viele der heruntergekommenen Gegenden Großbritanniens werden Zehntausende Touristen geschleust, weil dort gerade ein internationales Sportturnier stattfindet? Ein "bei euch ist es auch nicht besser" finde ich nicht angebracht, wenn man sich gerade der Weltöffentlichkeit präsentieren möchte und es offensichtlich nicht besser schafft als mit durchzechten Nächten am S-Bahnhof.

Und vermutlich dürfte das in München, Berlin etc. auch alles gar kein Thema sein. Weiß ich aber nicht.

Wenn du zenhtausende nach Newcastle schleust, wirst du auch dort durcheinander erleben, sofern dieses nicht in der Stadt selbst unterkommen können (was vermutlich nicht möglich wäre).

Das ist weniger "auf andere zeigen", sondern vielmehr realistisches einordnen.

Dass ausgerechnet englische Fans das Thema ansprechen, sollte im Übrigen eine genau gegenteilige Reaktion hervorrufen. Die sind für ihre Nationalmannschaft reisefreudig und im Allgemeinen auch echt kreativ und flexibel, was die An- und Abreise zu den Spielstätten angeht. Sind ja auch regelmäßig in Gegenden unterwegs, wo es um dem ÖPNV noch übler steht. Dass es ausgerechnet den Abgehärtetesten unter den Fußballreisenden zuviel wird, das sollte zu denken geben, anstatt beleidigte Trotzreaktionen zu triggern.

Vermag das nicht zu beurteilen, wer da nun meckert und wer nicht.

Was bleibt: Wer meint, dass er z.B. in Düsseldorf wohnen und feiern kann, um dann Nachts von Gelsenkrichen aus problemlos mit dem ÖPNV dort hin zu kommen (so wie tausende andere auch), dürfte halt nicht sonderlich viel Reiseerfahrungen gesammelt haben. Das ist doch von vornherein unrealistisch.


MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Blarry, Essen, Mittwoch, 19.06.2024, 11:53 (vor 594 Tagen) @ Phil

Mit einer "was erwartet ihr?"-Arroganz gegenüber Gästen gewinnt man nunmal keine Freunde in der Welt. Geht Hand in Hand mit der Mentalität, die nach zwei Jahrzehnten Tory-Austerität gerade auf der Insel herrscht: "it's shit, it's supposed to be shit, and if you don't like it, you can fuck right off". Und selbst wenn man akzeptiert, dass Deutschland scheiße ist, ist es nicht zuviel verlangt und erwartet, nach einem vermeintlich organisierten Sportereignis noch drei Stunden auf Abtransport warten zu müssen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 12:38 (vor 594 Tagen) @ Blarry

Mit einer "was erwartet ihr?"-Arroganz gegenüber Gästen gewinnt man nunmal keine Freunde in der Welt. Geht Hand in Hand mit der Mentalität, die nach zwei Jahrzehnten Tory-Austerität gerade auf der Insel herrscht: "it's shit, it's supposed to be shit, and if you don't like it, you can fuck right off". Und selbst wenn man akzeptiert, dass Deutschland scheiße ist, ist es nicht zuviel verlangt und erwartet, nach einem vermeintlich organisierten Sportereignis noch drei Stunden auf Abtransport warten zu müssen.

Naja, wenn man schon so benagelt ist und den Gästen Gelsenkirchen und damit den Schandfleck Deutschlands zumutet, will man ja auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen und in allen Fassetten gleich scheiße sein. Die Bahn hat einfach gut mitgespielt.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 19.06.2024, 09:54 (vor 594 Tagen) @ Phil

Ist ja nun in Großbritannien auch nicht so, dass man abseits der U-Bahn (tagsüber) in London, irgendwie durch ein mega cooles Infrastruktur Wunderland reisen würde.... also wenn man jetzt mal Fußbalspiele als Maßstab nimmt.

Klar, die Stadien sind halt oft in zentralerer Lage der Städte. So dass sich viele Fragen gar nicht stellen. Und logo, im Hinblick auf Sauberkeit und Sicherheit(sgefühl) dürften drei Kameras pro Quadratmeter und jede Menge Billiglöhner, die dann die Bahnhöfe etc. als "Servicekräfte" "betreuen" mithelfen. Ob man das jeweils haben will... Ist dann halt wieder eine Frage gesellschaftlicher Mehrheiten.

Das es jede Menge komplett heruntergekommene und zurückgelassene Regionen in Großbritannien gibt, kommt dann ja auch hinzu. Und im Hinblick auf den ÖPNV auch. Da sieht es halt dann deutlich schlimmer aus, als nun z.B. in Gelsenkirchen.

MFG
Phil

Gab es bei der letzten EM beim Finale nicht so ein paar unschöne Szenen?
Ich finde die Diskussion surreal. Dass es in Deutschland infrastrukturelle Probleme gibt, ist ja unübersehbar.
Aber jetzt gibt es bei einem Spiel Probleme im ÖPNV ein paar Engländer müssen warten und es gibt volle Züge und die Bahn muss als Sündenbock für schlechte Planung herhalten? Das ist Normalprogramm im Disneyland in Paris im Bus von den Hotels zum Park, nur mal als Beispiel. Letztes Jahr standen zehntausende von Festivalbesuchern in MadCool in Madrid und kamen nicht vom Gelände, weil man schlicht was beim Transport übersehen hatte. Da haben tausende mehr als hundert Euro pro Fahrt für die Uberfahrer gezahlt.
Und diese "Kritik" am Bahnhofsviertel ist absurd lächerlich. Warnungen? Vor was? Den drei verbliebenen Junkies und paar Zuhältern und Damen des Gewerbes?
Ich habe lange Jahre in Frankfurt gewohnt und bin oft da. Da gibt es mittlerweile ganz coole Kneipen und es ist sogar hip. Und ich bin mir sicher, dass viele Fans die Dienstleistungen gerne in Anspruch nehmen.
Man muss nicht über jedes mediale Hölzchen hüpfen, sondern sollte sich um die wirklichen Probleme kümmern.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

deichkind, Aachen, Mittwoch, 19.06.2024, 09:59 (vor 594 Tagen) @ Lattenknaller

Wenn man über die Taunusstraße geht zu bestimmten Zeiten, kann ich schon verstehen, dass das nicht jeder mag und vor allem bei Frauen zu Angst führt. Letztendlich sind es aber 2-3 Straßen maximal, wo es eine hohe Anzahl an Junkies gibt. Dazu muss ich sagen, dass ich in Deutschland sonst keine Stelle kenne, wo das so intensiv ist.

Junkies sind aber auch Menschen, die meistens nichts Böses im Schilde haben. 99% von Frankfurt sind aber ohne Junkies, wenn ich darauf kein Bock habe, kann ich dem ausweichen. Der Bahnhof selbst war schon mal von mehr Junkies überflutet und wie du schon meintest, ist dem Bahnhofsviertel an vielen Stellen mittlerweile ziemlich schön und hip. Die Mieten gehen da auch in die Höhe.

Obdachlose und Junkies sind einfach ein Teil der Gesellschaft. Wer das nicht akzeptiert, sollte in keiner Großstadt unterwegs sein und ins Dorf ziehen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Lattenknaller, Madrid, Mittwoch, 19.06.2024, 10:09 (vor 594 Tagen) @ deichkind

Wenn man über die Taunusstraße geht zu bestimmten Zeiten, kann ich schon verstehen, dass das nicht jeder mag und vor allem bei Frauen zu Angst führt. Letztendlich sind es aber 2-3 Straßen maximal, wo es eine hohe Anzahl an Junkies gibt. Dazu muss ich sagen, dass ich in Deutschland sonst keine Stelle kenne, wo das so intensiv ist.

Junkies sind aber auch Menschen, die meistens nichts Böses im Schilde haben. 99% von Frankfurt sind aber ohne Junkies, wenn ich darauf kein Bock habe, kann ich dem ausweichen. Der Bahnhof selbst war schon mal von mehr Junkies überflutet und wie du schon meintest, ist dem Bahnhofsviertel an vielen Stellen mittlerweile ziemlich schön und hip. Die Mieten gehen da auch in die Höhe.

Obdachlose und Junkies sind einfach ein Teil der Gesellschaft. Wer das nicht akzeptiert, sollte in keiner Großstadt unterwegs sein und ins Dorf ziehen.

Vor 20 Jahren war das alles noch sehr anders. Da lagen sie teils in den Gängen im Bahnhof rum.
Die Szene ist ja m.W. auch weitestgehend ins Allerheiligenviertel abgewandert, das war aber mein Stand von vor ein paar Jahren.
Die Taunusstraße ist halt die Taunusstraße. Nachts läuft man da als Frau halt nicht alleine rüber, aber einfach nur, um nicht dumm angeschaut zu werden. Tagsüber sieht das anders aus, ist halt der kürzeste Weg vom Bahnhof zu den Banken.
Aber ich behaupte mal das schlimmste was einem als Fan passieren kann dort ist, dass man sich naiverweise von einem Türsteher einer dieser Bars anquatschen lässt und dann ein etwas arg überteuertes Bier bezahlt. Oder mehr als den Standardpreis für gewisse Dienstleistungen bezahlt.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

deichkind, Aachen, Mittwoch, 19.06.2024, 12:49 (vor 594 Tagen) @ Lattenknaller

So nehme ich das auch wahr. Vor zehn Jahren fand ich die Zwischenebene im Bahnhof noch wesentlich voller mit Junkies.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Frankonius, Frankfurt, Mittwoch, 19.06.2024, 10:30 (vor 594 Tagen) @ Lattenknaller

Durch den Bau von "Main Yard" wird sich das Allerheiligen Viertel massiv verändern. Ob sich dann die Bordelle und Drogenszene halten können, ist zweifelhaft. Die Veränderung würde ich begrüßen. Der Multi-Kulti-Charme (klein Damaskus) sollte aber bleiben.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

deichkind, Aachen, Mittwoch, 19.06.2024, 09:51 (vor 594 Tagen) @ Phil

Nach dem CL-Finale standen wir gut anderthalb Stunden vor der U-Bahn-Station, dann gab es sogar noch einen Gleiswechsel.

Es war schon nervig, keine Frage. Aber wirklich besser läuft es in anderen Länder nicht unbedingt, von Beispielen wie der Schweiz mal abgesehen.

Man hätte viel früher schon die Netze ausbauen müssen und historisch betrachtet war der Abbau von Weichen aus wirtschaftlichen Gründen ein Fehler. Aus damaliger Sicht waren diese eben teurer und die Bahn musste sparen. Ich will ja auch nicht besserwisserisch sein.

Was mir Bauchschmerzen bereitet ist die Personallage bei den Bahnunternehmen. Viele Zugausfälle gibt es ja auch wegen fehlendem Personal. Wird nur schlimmer werden.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 08:44 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Naja ich kann das schon verstehen. Hier wird permanent über alles gemeckert und gejammert. Man kann dem bestimmt nachgeben, dann kostet alles das Fünffache und jeder jammert weiter.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Professor Bienlein, Ruhrgebiet, Mittwoch, 19.06.2024, 08:49 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Naja ich kann das schon verstehen. Hier wird permanent über alles gemeckert und gejammert. Man kann dem bestimmt nachgeben, dann kostet alles das Fünffache und jeder jammert weiter.

Kann man so sehen. Wenn jedoch das geballte europäische Ausland aufläuft und genau die Dinge kritisiert über die sich hier regelmäßig beschwert wird, dann sollte man vielleicht zu der Erkenntnis kommen, dass das tatsächlich etwas erheblich im Argen liegt.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

donotrobme, Münsterland, Mittwoch, 19.06.2024, 09:18 (vor 594 Tagen) @ Professor Bienlein
bearbeitet von donotrobme, Mittwoch, 19.06.2024, 09:26

Das eine ist doch Probleme zu erkennen, das Andere ist doch, diese zu lösen.

Ich hab ja noch nicht so viele Wahlen mitgemacht, aber gefühlt sollte der Wohnungsbau seit Jahren auf Hochtouren laufen und der ÖPNV sollte für jeden einen Limousinen-Service anbieten.

Nur umsetzbare Lösungen habe ich in den letzten Jahren weniger gesehen. Das "gute" ist jedoch, dass andere Länder ähnliche Probleme haben. Also hat es nichts mit Losermentalität zu tun. Ein Beispiel: Auch im boomenden Polen sind die Mieten in den Metropolen enorm gestiegen und kaum jemand kann sich dort die Mieten leisten. Gleichzeitig soll die Stadt noch funktionieren.

Aber es ist einfacher mit dem Finger auf Andere zu zeigen oder mit dem Finger auf einen Sündenbock zu zeigen.

Apropros Bahn: Die DB hat ein Identitätsproblem, weil niemand ein Zielbild hat, wofür die Bahn eigentlich dienen soll. Dann wird immer auf die Japaner verwiesen, wo Züge angeblich so pünktlich sein sollen. Dabei hat Japan nur eigene Gleise für ihre Schnellzüge, bei uns fahren Güter-, S-Bahn- und ICE-Züge auf denselben Strecken. Japan hat nur eine handvoll Weichen, selbst der Dortmunder Hbf hat mehr Weichen als in Japan.

Was wir eher haben ist ein Erwartungsproblem: Ich nehme wahr, dass impulsartig extreme Ideallösungen gefordert werden, anstatt die Probleme Schritt für Schritt zu lösen.

Die Bundeswehr hat ein Nachwuchsproblem? Wehrdienst! Gibt es genug Kasernen, Material, Ausbilder? EGAL! Wehrdienst! Egal, ob die Bundeswehr potentielle Rekruten vergrault.
Der Weg ist bei uns nicht mehr das Ziel, sondern das Ziel einfach im Weg, weil jeder sauber sein möchte, ohne nass gemacht zu werden.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 09:23 (vor 594 Tagen) @ donotrobme

Das eine ist doch Probleme zu erkennen, das Andere ist doch, diese zu lösen.

Ich hab ja noch nicht so viele Wahlen mitgemacht, aber gefühlt sollte der Wohnungsbau seit Jahren auf Hochtouren laufen und der ÖPNV sollte für jeden einen Limousinen-Service anbieten.

Nur umsetzbare Lösungen habe ich in den letzten Jahren weniger gesehen. Das "gute" ist jedoch, dass andere Länder ähnliche Probleme haben. Also hat es nichts mit Losermentalität zu tun. Ein Beispiel: Auch im boomenden Polen sind die Mieten in den Metropolen enorm gestiegen und kaum jemand kann sich dort die Mieten leisten. Gleichzeitig soll die Stadt noch funktionieren.

Aber es ist einfacher mit dem Finger auf Andere zu zeigen oder mit dem Finger auf einen Sündenbock zu zeigen.


Die Frage ist, ob das unser Anspruch sein sollte, weil es woanders ähnlich mies läuft. Deutschland ist immer noch wesentlich reicher als z.B Polen.

Das Problem nennt sich Schuldenbremse

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 09:33 (vor 594 Tagen) @ Foreveralone

Die Frage ist, ob das unser Anspruch sein sollte, weil es woanders ähnlich mies läuft. Deutschland ist immer noch wesentlich reicher als z.B Polen.

Das Problem nennt sich Schuldenbremse

Du kannst natürlich 250 Mrd. Euro Kredite aufnehmen, die dann über viele Jahre abbezahlen und Zinsen dafür zahlen, um dann doch zu bermerken, dass damit noch immer keine freien Trassen für mehr Schienen zwischen Gelsenkirchen und Bochum zu finden sind (oder wenn doch, du in unendlichen baurechtlichen Streitigkeiten verwickelt bist, die es dir nicht möglich machen, überhaupt anzufangen. Und selbst wenn du anfängst, kann es dir passieren, dass dann im Nachgang doch alles noch gestoppt wird). Und das dennoch der Hauptbahnhof zu weit weg vom Stadion ist. Und und und.

Während du das alles klärst, kannst du dann halt neue Kredite aufnehmen, um die alten zu bedienen, die du noch gar nicht wirklich "auf die Schiene" gebracht hast :-)

Die Vorstellung, dass einfach nur mehr Geld reingeschüttet werden müsste, ist einfach viel zu kurz gesprungen. Natürlich träfe das dann z.B. bei einem ÖPNV Betreiber zu, wenn dieser neue Zugwagen bestellen sollte. Wobei dort eigentlich die Schuldenbremse gar nicht greift, da es sich ja um losgelöste Kapitalgesellschaften handelt. Also die können eigentlichen Schulden machen, wie es ihnen betriebswirtschaftlich möglich wäre (gilt für die Deutsche Bahn AG im übrigen ebenso).


MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?c

Professor Bienlein, Ruhrgebiet, Mittwoch, 19.06.2024, 16:34 (vor 594 Tagen) @ Phil

So lange wir akzeptieren, dass es allein im Ruhrgebiet circa 257 Verkehrsverbünde mit jeweils einem Rattenschwanz an Geschäftsführern und Vorständen gibt, brauchen wir nicht darauf hoffen, dass sich im ÖPNV jemals etwas zum besseren wendet.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 09:00 (vor 594 Tagen) @ Professor Bienlein

kannn man so sehen. Wenn jedoch das geballte europäische Ausland aufläuft und genau die Dinge kritisiert über die sich hier regelmäßig beschwert wird, dann sollte man vielleicht zu der Erkenntnis kommen, dass das tatsächlich etwas erheblich im Argen liegt.

Dass ein Unternehmen erst einmal versucht kommunikativ sowas aufzufangen, sollte doch wohl irgendwie klar sein. Oder?

Zumal dann, wenn diesem Unternehmen, da ja 100 % im Staatsbesitz, Dinge auferlegt werden, die zu erfüllen es gar nicht in der Lage ist.

Dort liegt ja auch schon ein wesentliches Problem. Man kann nicht einfach Dinge sich wünschen oder gar so umsetzen. Wenn eine "ÖPNV - EM" schlichtweg infratstrukturell nicht möglich ist, kann man sie auch nicht propagieren und die Menschen in dieses System schicken.

Viel zu oft wird aber nach dem Motto gehandelt. Ich will mehr Wohnraum, also sage ich, dass man 500.000 Wohnungen im Jahr bauen will. Was unter den gegebenen Bedingungen pure Fantasie ist, aber es hört sich toll an. Und führt dann natürlich dazu, dass am Ende alle enttäuscht sind und jammern.

Ziele sind wichtig. Realistische noch viel wichtiger.

Ein Großturnier im ganzen Land veranstalten, ortsunkundige in ein ÖPNV System schicken und dies bewerben, zumal in Orten wie z.B. Gelsenkirchen (die einfach perse eigtl nicht die Struktur haben für solche Veranstaltungen, es sei denn, es erscheinen (wie Scherben anmerkt) immer dieselben Menschen, die sich auskennen), kann nur dazu führen, dass alle irritiert den Kopf schütteln.

MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

sepos, Saarlandstraße, Mittwoch, 19.06.2024, 08:57 (vor 594 Tagen) @ Professor Bienlein

Sieht aus wie Scheiße, riecht wie Scheiße, schmeckt wie Scheiße...dann isses wohl auch Scheiße. Schön, dass es mal vom Ausland so benannt wird. Schade wie darauf reagiert wird.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

istar, Mittwoch, 19.06.2024, 08:57 (vor 594 Tagen) @ Professor Bienlein

Naja ich kann das schon verstehen. Hier wird permanent über alles gemeckert und gejammert. Man kann dem bestimmt nachgeben, dann kostet alles das Fünffache und jeder jammert weiter.


Kann man so sehen. Wenn jedoch das geballte europäische Ausland aufläuft und genau die Dinge kritisiert über die sich hier regelmäßig beschwert wird, dann sollte man vielleicht zu der Erkenntnis kommen, dass das tatsächlich etwas erheblich im Argen liegt.

Natürlich liegt in Sachen Bahn einiges im Argen. Das sagt aber nichts darüber aus, ob die Beschwerden in der Form gerechtfertigt sind oder nicht.
Und dass das geballte Ausland sich beschwert ,ist auch stark übertrieben. Eigentlich waren es nur Engländer.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Lordran, Mittwoch, 19.06.2024, 08:39 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Komme gerade nicht ganz mit. Ein Reporter aus Portugal wird von arabischen Jugendlichen verletzt, und deswegen sind wir Deutschen Loser? Was ist denn das für ein Zusammenhang?

Ausserdem stellt das Land der "Loser" gerade eine ziemlich gute EM auf die Beine und ist im Eröffungsspiel mit ziemlich starkem Fussball 5:1 über den Gegner hinweg gefegt.
Seltsame Losermentalität irgendwie.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 08:42 (vor 594 Tagen) @ Lordran

Nein, wir Deutschen sind Loser, weil wir angesprochene Probleme ignorieren und verklären. Innere Sicherheit, Integration, Infrastruktur, Sauberkeit, etc. Zu diesen Themen kommt Kritik an Einzelbeispielen auf und die Reaktionen waren: Gegenangriff oder Leugnen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 08:46 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Nö das hat nichts mit Losermentalität, sondern mit Beeinflussbarkeit durch Lobbyverbände zu tun, dass es nirgends mehr vorwärts geht. So ist das eben, wenn liberale und konservative rückständig und zwanghaft in der Vergangenheit leben und das Land den Sprung in die Moderne nicht schafft.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

istar, Mittwoch, 19.06.2024, 09:05 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Nö das hat nichts mit Losermentalität, sondern mit Beeinflussbarkeit durch Lobbyverbände zu tun, dass es nirgends mehr vorwärts geht. So ist das eben, wenn liberale und konservative rückständig und zwanghaft in der Vergangenheit leben und das Land den Sprung in die Moderne nicht schafft.

Merz ist schuld.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 08:55 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Also in meinen Augen hat es mit Prioriäten und begrenzten Ressourcen zu tun. Weit überwiegend.

Und klar, dann mit einer "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" Mentalität.

Und klar, wir haben uns hohe Regelurierungen, hohe moralische Werte (wir lassen nicht mal eben halb Berlin von Russen und Scheichs mit Hochhäusern vollbauen, mal beispielhaft) und halt auch sehr viel einschränkendes auferlegt.

Aber über allem steht, dass wir Unsummen unseres vorhandenen (und erwirtschafteten) Geldes eben in andere Prioritäten stecken, als nun eben andere Länder. Über die Bewertung dieser Prioritäten kann man dann (politish) streiten.

Fakt bleibt aber, immer: Man kann nicht alles haben und schon gar nicht gleichzeitig.

Und natürlich gilt dann auch eines jener simplen Beispiele: Versuche einmal eine weitere S-Bahn Strecke z.B. Köln und Bonn zu bauen. Was ja gerade geschieht. Irgendwann Mitte / Ende der 90iger Jahre beschlossen wurde. Und wohl so 2030 fertig sein wird. Nutzungsausgang? Weiterhin ungewiss, da im Hinblick auf Lärm die Dinge noch gar nicht wirklich abschließend geklärt sind. Wird sich zeigen, ob da jemals wirklich in dichter Taktung S-Bahnen (oder sonstige Züge) fahren werden.

Über die Kosten des Projekts will ich gar nicht reden. Die sind ohnehin schon völlig außerhalb jeder Vorstellungskraft, was sowas idealerweise kosten sollte. Hat dann aber natürlich auch mit den langen Laufzeiten solcher Bauprojekte auch zu tun.

MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 19.06.2024, 08:56 (vor 594 Tagen) @ Phil

Die Bauzeiten liegen vor allem in einem komplett absurden Verbandsklagerecht. Leider hat die schlechteste Bundeskanzlerin seit Menschengedenken auch da den letzten Mist verzapft.

Wir werden sie noch vermissen... am Arsch ey.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 09:04 (vor 594 Tagen) @ MarcBVB

Die Bauzeiten liegen vor allem in einem komplett absurden Verbandsklagerecht. Leider hat die schlechteste Bundeskanzlerin seit Menschengedenken auch da den letzten Mist verzapft.

Die Ursachen dafür sind vielfältig und dementsprechend auch aus vielen Quellen gespeißt. So oder so bleibt, will man das ändern, wird man dafür einen "Preis" (nun nicht in Euro) zahlen müssen.

Allerdings neigen wir dazu, als Gesellschaft, Preise eher nicht akzeptieren zu wollen. Weder in Euro, geschweige andere....


MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

istar, Mittwoch, 19.06.2024, 09:12 (vor 594 Tagen) @ Phil

Allerdings neigen wir dazu, als Gesellschaft, Preise eher nicht akzeptieren zu wollen. Weder in Euro, geschweige andere....


MFG
Phil

Richtig. Das beste Beispiel ist Windkraft. Egal, ob Anlagen oder Trassen, gegen alles wird protestiert, geklagt und alles versucht, Projekte zu verhindern.
Angeblich will die Mehrheit aber die Energiewende.
Bei Wohnbauprojekten ist es ähnlich.

Not in my backyard, aber woanders natürlich gerne.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

deichkind, Aachen, Mittwoch, 19.06.2024, 09:26 (vor 594 Tagen) @ istar

Bei Bahnprojekten ebenfalls. Selbst bei neuen Straßenbahnprojekten wird geklagt, bitte nicht vor meiner Haustür.

Köln-Süd, einer der relevantesten Bahnhöfe in Köln, hat einen Zugang über zwei Seiten. Der Bahnsteig in die Eifel und nach Bonn ist aber nur über eine, die etwas weniger frequentierte, erreichbar. Aus diesem Grunde müssen die Leute den anderen Bahnsteig komplett durchlaufen um den richtigen Bahnsteig zu erreichen.

Die Bahn begründet dies damit, dass ein Grundstücksbesitzer am genannten Bahnsteig sein Grundstück nicht unter zwei Millionen Euro verkaufen möchte. Auf dem Grundstück steht ein verlassener Kiosk, d.h. das Grundstück wird nicht mal genutzt wird. Es gab glaube ich ein Angebot der Bahn von 1,3 Mio., letztlich sind das ein paar Quadratmeter. Jetzt geht es vor Gericht und das dauert schon ein paar Jahre. Einfach nur frustierend.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 19.06.2024, 10:44 (vor 594 Tagen) @ deichkind

Köln Süd ist da wirklich schlimm. Wenn man zum hässlichsten Gericht Deutschlands muss, ist das der nächste Fernbahnhof. Und was du schilderst, kann ich zu 100% bestätigen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

deichkind, Aachen, Mittwoch, 19.06.2024, 12:53 (vor 594 Tagen) @ MarcBVB

Wobei du ja dann an dem Ein-/Ausgang bist, wo du auf beide Bahnsteige kommst ;-)

Ja, der Bahnhof ist noch dazu in einem miesen Zustand.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 09:31 (vor 594 Tagen) @ deichkind

Bei Bahnprojekten ebenfalls. Selbst bei neuen Straßenbahnprojekten wird geklagt, bitte nicht vor meiner Haustür.

Köln-Süd, einer der relevantesten Bahnhöfe in Köln, hat einen Zugang über zwei Seiten. Der Bahnsteig in die Eifel und nach Bonn ist aber nur über eine, die etwas weniger frequentierte, erreichbar. Aus diesem Grunde müssen die Leute den anderen Bahnsteig komplett durchlaufen um den richtigen Bahnsteig zu erreichen.

Die Bahn begründet dies damit, dass ein Grundstücksbesitzer am genannten Bahnsteig sein Grundstück nicht unter zwei Millionen Euro verkaufen möchte. Auf dem Grundstück steht ein verlassener Kiosk, d.h. das Grundstück wird nicht mal genutzt wird. Es gab glaube ich ein Angebot der Bahn von 1,3 Mio., letztlich sind das ein paar Quadratmeter. Jetzt geht es vor Gericht und das dauert schon ein paar Jahre. Einfach nur frustierend.

Das sind dann aber privilegierte Individuen, die der Gesellschaft als Ganzes Schaden.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 10:50 (vor 594 Tagen) @ Foreveralone

Bei dem Ego-„ABER MEIN WOHLSTAND“-Wahn in Deutschland ist das nicht verwunderlich.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

deichkind, Aachen, Mittwoch, 19.06.2024, 09:45 (vor 594 Tagen) @ Foreveralone

Das ist natürlich ein anekdotisches Beispiel. Solche Beispiele gibt es überall, bei jedem Projekt, in einer ähnlichen Weise.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 09:39 (vor 594 Tagen) @ Foreveralone

Das sind dann aber privilegierte Individuen, die der Gesellschaft als Ganzes Schaden.

Und nun :-)

Natürlich kann der Staat auch enteignen. Die Deutsche Bahn kann es aber erst einmal nicht, auch wenn sie 100 % im Staatseigentum ist.

Aber Enteignungen sind natürlich ein scharfes Schwert und würden halt zu großem Unmut führen, wenn man es wirklich im gesellschaftlichen Interesse so oft täte, wie es wohl eigentlich nötig wäre.

In Bonn z.B. müsste man im Grunde ganze Häuserblöcke enteignen und abreißen, wenn man eine wirklich funktionierende S-Bahn haben wollen würde, die von der Verkehrssituation losgelöst die Region miteinander vernetzen solle. Man müsste Friedhöfe entfernen und auch größere Grünflächen am Stadtrand (oder zwischen den Städten der Region) versiegeln. Usw. usf.

Wäre vermutlich alles sinnvoll. Aber dafür Mehrheiten zu finden oder gar ohne Widerstände zügig voran zu kommen, ist dann schon eher eine hochkomplexe Angelegenheit. Zeitrauben (und zwar eher Jahre/Jahrzehnte) zudem. Und damit auch sehr teuer.

MFG
Phil

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 19.06.2024, 08:51 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Nö das hat nichts mit Losermentalität, sondern mit Beeinflussbarkeit durch Lobbyverbände zu tun, dass es nirgends mehr vorwärts geht. So ist das eben, wenn liberale und konservative rückständig und zwanghaft in der Vergangenheit leben und das Land den Sprung in die Moderne nicht schafft.

Klare Feindbilder, so wichtig. Herrjemine.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 10:43 (vor 594 Tagen) @ MarcBVB

Das ist der Unterschied zwischen Losern und Gewinnern:

Die Loser erklären Dir die Welt und warum Du Unrecht hast.

Der Gewinner hört zu und verbessert seine Welt.

Das ist keine politische Frage. Aber offenbar fühlen sich Anhänger der rotgrünen Parteien bemüßigt, den Status Quo zu verteidigen, weil sie gerade in der Regierung sind.

Das halte ich für taktisch falsch. Gerade das Ausblenden von Problemen führt doch zu den geringen Zustimmungswerten für diese Parteien. Aber ich bleibe dabei, das ist keine politische Frage. Das ist eine Frage der Mentalität.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Habakuk, OWL, Mittwoch, 19.06.2024, 10:49 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Das ist der Unterschied zwischen Losern und Gewinnern:
Die Loser erklären Dir die Welt und warum Du Unrecht hast.
Der Gewinner hört zu und verbessert seine Welt.

Nur mal zum Verständnis für uns nicht so Begabte: Dann bist du nach deiner Definition jetzt ein Loser?

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 10:44 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Setz mal die Parteibrille ab, ey. Meine Fresse. Als ob sich Schienen in drei Jahren bauen lassen. Das nervt.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 10:59 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Das ist gerade keine Parteibrille, Matthias!

Bin ich fundamental anderer Ansicht in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen als die Grünen? Ja, klar!

Aber da geht es um die Gestaltung der Zukunft und da gehört Streit dazu und wir wissen beide nicht, was wird und was richtig ist.

Wenn wir uns aber nicht darauf verständigen könnnen, was der Status quo ist, dann haben wir ein viel größeres Problem als unterschiedliche politische Ansichten.

Und ich glaube tatsächlich, dass das schon unter Merkel in den unterschiedlichen Koalitionen so etabliert wurde. Da hatten wir nur noch eine bessere Basis. Corona, Ukrainekrieg, Inflation, Rezession, die Regierung hätte gut daran getan, wenn sie gesagt hätte:

Scheiße, das ist eine Situation, die wir uns nicht wünschen. Wir sehen die Probleme, aber wir lösen die nicht alle gleichzeitig. Aber wir kümmern uns.

Stattdessen wird mantraartig beschworen, dass alles besser ist, als es wahrgenommen wird.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 15:46 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Der Status Quo ist dass die CDU Deutschland kaputt gespart hat. Über Jahrzehnte und statt Lösungen nur gegen die Grünen hetzt und in Persönlicher eines Merz schlichweg lügt. Dreist lügt.
Die Verkehrsminister, allen voran ein Scheuer, reduzieren das Schienensystem schon seit die Bahn privatisiert ist. So ist das im Autoland Deutschland. Uns jetzt wird gejammert warum der ÖPNV und die DB so schlecht sind. Und alles wird der Ampel in die Schuhe geschoben. Die Bürger werden sich noch wundern wenn die CDU wieder in der Regierung ist.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Jurist, Mittwoch, 19.06.2024, 16:14 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Ist das Deine Hoffnung, dass es unter einer anderen Regierung genauso schlecht ist? Wie betrüblich!

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 11:47 (vor 594 Tagen) @ Jurist

Meine Vermutung wäre, dass bei diesem Thema die Grünen wahrscheinlich sogar grundsätzlich die Partei der Wahl wären, weil bei ihnen die massive Investition in den schienengebundenen Verkehr ja ein wesentliches Thema sind. Aber darum geht es hier doch gar nicht. Die Frage muss doch in erster Linie sein, wie gut die Verkehrsinfrastruktur rund um die Arena in Gelsenkirchen ausgebaut sein sollte. Denn das ist der Flaschenhals bei solchen Events. Klar kann dann auch noch der eine oder andere Zug mehr fahren, aber ich kann die DB schon verstehen, dass sie sich hier den Schuh nicht anziehen wollen.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Melange, Berlin, Mittwoch, 19.06.2024, 08:55 (vor 594 Tagen) @ MarcBVB

Dir völlig fremd.

So eine Losermentalität... was ist nur los mit uns?

Kutte92-, Münster, Mittwoch, 19.06.2024, 08:35 (vor 594 Tagen) @ Jurist

You must be fun at parties.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

markus, Mittwoch, 19.06.2024, 08:12 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Dafür die Stadt zu einem "Un-Ort in Deutschland" zu erklären, werde dieser Frage nicht gerecht, ergänzte Thieme

Ein echtes Drecksloch zu einem Un-Ort aufzuwerten geht mal gar nicht.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 08:06 (vor 594 Tagen) @ bigfoot49

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
;-)

Viel dürfte schlicht damit zusammenhängen, dass deutlich mehr Ortsunkundige bei solchen Spielen sind als bei Heimspielen der Blauen. Das bedeutet einerseits weniger Individualverkehr im Auto und andererseits weniger Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten incl. alternativer (Bahn-)Routen. Wenn das System dann im Normalfall schon am Anschlag operiert, bricht bei einer EM dann ein bisschen was zusammen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

kriwi09, Mittwoch, 19.06.2024, 17:52 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
;-)


Viel dürfte schlicht damit zusammenhängen, dass deutlich mehr Ortsunkundige bei solchen Spielen sind als bei Heimspielen der Blauen. Das bedeutet einerseits weniger Individualverkehr im Auto und andererseits weniger Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten incl. alternativer (Bahn-)Routen. Wenn das System dann im Normalfall schon am Anschlag operiert, bricht bei einer EM dann ein bisschen was zusammen.

Eben die blauen Sauer- und Münsterländer fahren mit Auto und Fanbus zum Spiel. Kaum Gelsenkirchener im Stadion.
Jetzt 80% mit Bus und Straßenbahn in Tropfen und Stunden zum Stadion und am Ende alle gleichzeitig mit den kleinen Straßenbahn der Nachbarn.

Für die Anbindung Trabrennbahn fahren die Essener durch bis zur Arena. Toller Service und Nachbarschaftshilfe.

Das konnte nicht gut gehen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

HCSF ⌂ @, Wuppertal, Mittwoch, 19.06.2024, 10:36 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Kann man auch beobachten bei Spielen der Deutschen Nationalmannschaft. Da stehen die Leute dann 1-2 Stunden mit ihren Auto im Stau, weil die Leute keine Ortskenntnis haben.

Die Engländer haben schon 2006 in GE gespielt, die Situation müsste ja eigentlich die gleiche gewesen sein. Also komplett unerwartet war das nicht. Vielleicht nur das viele Engländer in Düsseldorf untergebracht sind.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 10:38 (vor 594 Tagen) @ HCSF

Die Engländer haben schon 2006 in GE gespielt, die Situation müsste ja eigentlich die gleiche gewesen sein.

Das Viertelfinale gegen Portugal war aber nachmittags. (Weiß nicht, ob es noch ein anderes Spiel von denen in GE gab, aber an das erinnere ich mich.)

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

HCSF ⌂ @, Wuppertal, Mittwoch, 19.06.2024, 11:45 (vor 594 Tagen) @ Scherben

So wie ich es verstanden habe, war das Problem ja schon am Stadion beim Einstieg in die Straßenbahn. Eigentlich hätte durch diese Entzerrung die Situation am Hauptbahnhof schon besser zu händeln sein können. Für mich wirkt es so. Zuerst kamen nicht genug Straßenbahnen und dann waren die Leute mit Verzögerung am Bahnhof und dann waren die Züge schon weg oder gar nicht eingeplant in Richtung Ddorf. Also so ganz schuldfrei wie die Bahn schreibt waren sie nicht.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 11:30 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Da war ich im Stadion und es war auch da natürlich alles relativ schwierig. Es hat sich ja nichts an Lage des Stadions, vorhandenen Parkplötzen und der ÖPNV Anbindung + fehlende UNterbringungsmöglichkeiten in der Nähe geändert.

Davon ab hat man natürlich durch dieses "Mannschaften spielen an vielen unterschiedlichen Orten und nicht nur an einem festen" auch hervorgerufen, dass solche Turnierbesucher, die jedes Spiel ihrer Nation im Stadion verfolgen wollen, halt kruez und quer durch ein Land reisen müssen. Warum sollten die dann in Gelsenkirchen (z.B.) eine Unterkunft suchen? Wenn halt auch in Düsseldorf und Frankfurt und vielleicht Dortmund gespielt wird (also England)

MFG
Phil

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

HCSF ⌂ @, Wuppertal, Mittwoch, 19.06.2024, 11:48 (vor 594 Tagen) @ Phil

Doch schon etwas hat sich geändert. Weniger Personal. Lokführermangel ist zwischen 2006 und 2024 viel größer. Dann die abgenutzte Infrastruktur.

Zur WM wurde doch so einiges in den ÖPNV gesteckt. Siehe Dortmund mit den neuen Bahnsteigen. Zur EM wurde gefühlt so gut wie nichts von der öffentlichen Hand in die Infrastruktur gesteckt.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 11:50 (vor 594 Tagen) @ HCSF

Dortmund hat pünktlich zur EM einem runderneuerten Hauptbahnhof bekommen. ;-)

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

deichkind, Aachen, Mittwoch, 19.06.2024, 09:55 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Hinzu kommt ja auch, dass mehr Besucher aus weiter entfernteren Gegenden kommen. Bei einem Heimspiel der Blauen kommen vielleicht 70-80% aus Gelsenkirchen und der unmittelbaren Nähe. Bei einem EM-Spiel wohl die Wenigsten, da es die Hotelinfrastruktur nicht gibt und jemand, der in Gelsenkirchen nächtigen möchte, die Kontrolle über sein Leben verloren hat.

Das Land NRW bzw. die jeweiligen Zweckverbände könnten aber Sonderzüge einsetzen. So fuhr gestern z.B. ein TRI-Zug vom Stadion nach Köln. Weiß jetzt aber nicht, ob es nicht auch einen solchen Sonderzug gab.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

mulcohol, Mittwoch, 19.06.2024, 09:53 (vor 594 Tagen) @ Scherben

https://www.n-tv.de/sport/fussball-em/Bahn-kontert-Fan-Vorwuerfe-zu-Chaos-in-Gelsenkirchen-article25025159.html

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
;-)

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
;-)


Viel dürfte schlicht damit zusammenhängen, dass deutlich mehr Ortsunkundige bei solchen Spielen sind als bei Heimspielen der Blauen. Das bedeutet einerseits weniger Individualverkehr im Auto und andererseits weniger Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten incl. alternativer (Bahn-)Routen. Wenn das System dann im Normalfall schon am Anschlag operiert, bricht bei einer EM dann ein bisschen was zusammen.


Ich war bei dem Spiel und kann die Beschwerden absolut nachvollziehen. So eine chaotische Scheiße habe ich in zig Jahren Spielbesuche noch nicht erlebt, wobei ich erstmals seit Jahren mal wieder bei einem Spiel in GE war. Und das hat nichts mit Blau- oder GE-Bashing zu tun.

Vor dem Spiel: Ankunft kurz vor 19:00 HBF Blautown. Runter in die U-Bahn, Bahnsteig voll, keine Bahn fuhr. Eine rappelvolle Tram stand mit Warnblinklicht am Gleis. Von den zig-Helferlein wußte keiner, was los war und wann es weiter geht. Nach ner Viertelstunde wurde man hoch zum Busbahnhof geschickt, von wo angeblich Shuttle-Busse fahren sollten, was aber nicht stimmte. Man wurde zwischen Busbahnhof und U-Bahn hin und her geschickt wie bei Asterix im Haus der Verrückten. Die ersten Engländer machten sich zu Fuß auf den Weg. Ein netter Ortskundiger (keiner der Volunteers) gab mir den Tipp, mit der Linie 381 zum Sportparadies zu fahren (ja, heißt wirklich so, der schmucke Bau) und von dort ne Viertel Stunde zu Fuß. Na immerhin. Der Bus, der laut Aushang alle halbe Stunde fuhr, war lebensgefährlich voll und brauchte Ewigkeiten, kam aber letztendlich an. Inzwischen fuhren dann auch die U-Bahnen wieder.
Nach dem Spiel: Den Vergleich zu einem Liga-Spiel kann man doch gar nicht so ziehen, wie es die Bahn tut. Da ist für gewöhnlich im Laufe der zweiten Halbzeit angesichts der Darbietungen des ortsansässigen Vorortvereines diese Arena schon halb leer, viel mehr Besucher kommen mit dem Auto und sind aus der Stadt/Region, so dass deutlich weniger vom Hauptbahnhof woanders hin müssen.
Am Sonntag wollten 40000-50000 nun mal direkt nach dem Spiel mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Natürlich können die nicht alle in die erste Straßenbahn, liebe Bahn, aber die Infrastruktur mit dem schmalen Weg zur Haltestelle über diese Fußgängerbrücke ist dafür nicht ausgelegt. Erschwerend kam hinzu, dass die aus Sicherheitsgründen oben die Treppe abgesperrt hatten und immer nur für die einfahrende Bahn Leute runter gelassen haben. An sich OK, aber das Problem dabei war der Rückstau der Massen oben auf dem Zuweg. Und es wurden ja immer mehr. Keine Ahnung, ob das bei deren Zweitligaspielen auch so ist, aber das lange Warten, ohne dass es minutenlang einen Zentimeter vorwärts ging, war richtig mies. Nichts für Leute mit Klaustrophobie oder Panikattacken.
Und am Hauptbahnhof hatte ich das Glück, dass in Richtung Dortmund gegen Mitternacht tatsächlich alle paar Minuten einer der REs oder die S2 fuhr. Richtung Düsseldorf/Köln am Gleis gegenüber sah es aber anders aus. Rappelvoll, irgendwann kam ein RE, in den aber nicht alle Wartenden rein passten. Man kann imho durchaus die Erwartungshaltung haben, dass man nach einem Spiel weg kommt und genügend Züge fahren.

Wenn ich daran denke, wie reibungslos bei den letzten WMs der An- und Abtransport großer Menschenmassen organisiert war, war das in Summe hier einfach nur erbärmlich. Am Montag in Düsseldorf war es nicht ganz so schlimm, aber nach dem Spiel gab es dasselbe Problem, dass nämlich immer nur für die einfahrende Straßenbahn Fans auf das Gleis gelassen wurden (was ich wie gesagt OK finde), aber dabei kein Raum für den sich bildenden Rückstau war. Die Durchsagen lauteten zwar, alle 2 Minuten ne Bahn, aber bis die voll waren und die Türen zu gingen, waren es mindestens 5.

Mein persönlicher Verbesserungsvorschlag wäre gewesen, die Straßenbahn durch Shuttle-Busse zu entlasten. Sowas hatte in Qatar und damals in Brasilien prima funktioniert. Allerdings müsste man hier dafür einen der vielen Stadionparkplätze sperren (und auf die 24€ Parkgebühr pro Karre verzichten), um die nötige Fläche für Dutzende wartenden Busse und die abreisenden Fans zu haben. Dann die Massen über diese Gitterlabyrinthe zu den Einstiegspunkten leiten und ohne Fahrplan immer abfahren, wenn ein Bus voll ist. Wird ja bei den Straßenbahnen prinzipiell auch so gemacht, aber das Problem waren wie gesagt der fehlende Raum für den Rückstau. Und eventuell die dafür nötige Disziplin der Wartenden. Und wahrscheinlich, dass die Busse in den üblichen Staus nach dem Spiel landen würden.
Und natürlich kann es nicht sein, dass nach dem Spiel nur alle Jubeljahre ein Zug von GE in Richtung Düsseldorf/Köln fährt. Ob der eine zusätzliche Sonderzug, den die Bahn gnädigerweise angekündigt hat, für das Spiel morgen in GE reicht, wage ich zu bezweifeln. Allerdings werde ich es nicht live erfahren, bei dem Spiel bin ich nicht.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 10:04 (vor 594 Tagen) @ mulcohol

Vielen Dank für die ausführliche Schilderung.

Ich kann mir hinsichtlich der Bahn auch ganz naiv vorstellen, dass die mit einem auskömmlichen Fahrtenangebot zwischen 23:00 und 01:00 in Richtung Duisburg/Düsseldorf geplant haben, es aber gar nicht dazu gekommen ist, dass nennenswert viele Fans vor 0:00 den Weg ans Gleis gefunden hatten.

(Wobei ich zugeben muss, dass ich es bei aller vermutlich berechtigten Kritik an der Logistik und der Infrastruktur auch ein bisschen absurd finde, dass man sich ein Hotel in 50km Entfernung nimmt und dann die Hoffnung hat, vor 2:00 im Bett zu sein.)

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

chief wiggum, im schönen Münsterland, Mittwoch, 19.06.2024, 08:36 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Wenn ich aber bewusst die Preise für Parkplätze in Stadionnähe in astronomische Höhe treibe, 24€ für einen PKW, und die Leute bewusst in den ÖPNV lenken will, muss ich auch dafür sorgen, dass regelmäßig genug Züge -egal ob U- oder Regionalbahn- fahren und bereit stehen. Ansonsten muss ich sagen: sorry, Nachhaltigkeit klappt in D nicht, kommt bitte mit dem Auto. Dann steht ihr zwar auch nach dem Spiel, geratet aber nicht ins Gedränge.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

sierau, Mittwoch, 19.06.2024, 09:19 (vor 594 Tagen) @ chief wiggum

Parkplätze sind doch bei so einem europäischen Großereignis eigentlich fast schon irrelevant. Die meisten ausländischen Fans werden nicht mit dem PKW nach Deutschland gekommen sein. Geht man dann noch davon aus, dass die wenigsten in der Stadt übernachten, hat man halt auf den ÖPNV Strecken erheblich mehr Nutzer als bei einem normalen Spiel, gerade in Verbindung mit Ortsunkenntnis. Und das sollte vorab eigentlich bedacht und entsprechende Konzepte erarbeitet worden sein.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 11:30 (vor 594 Tagen) @ sierau

Da helfen aber keine Konzepte, wenn die Infrastruktur nicht dafür ausgelegt ist. Dann darf man solche Veranstaltungen künftig eben nur noch in Städte über 1 Mio. Einwohner legen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

sierau, Mittwoch, 19.06.2024, 11:46 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Paar Ideen: Bus Shuttles, Ausweisen von alternativen Wegen für Ortsunkundige, Entzerrung des Verlassens z.B. durch eine After Show oder reduzierte Essens- und Getränkepreise, Angebote im Umfeld des Stadions etc.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 11:44 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Da helfen aber keine Konzepte, wenn die Infrastruktur nicht dafür ausgelegt ist. Dann darf man solche Veranstaltungen künftig eben nur noch in Städte über 1 Mio. Einwohner legen.

Das hat mit der Größe der Stadt m.E. wenig zu tun. In Dortmund hast Du drei verschiedene U-Bahn-Linien, die Richtung Innenstadt fahren, der Hbf ist grundsätzlich auch noch fußläufig erreichbar, du hast eine vom Hbf getrennte S-Bahn-Linie in fußläufiger Erreichbarkeit, und du hast einen Stadionbahnhof, der Sonderzüge in verschiedene Richtungen erlaubt. Das ist einfach ein perfektes Setting, um Leute in alle möglichen Richtungen abzutransportieren. Und nur darauf kommt es an.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 11:47 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Und selbst hier ist man hart am Limit, wenn ortsunkundige bei CL Spielen oder bei Länderspielen in der Stadt sind und gleichzeitig eventuell noch andere Veranstaltungen sind. Da gab es zuletzt auch ordentlich Beschwerden.

Oder man nimmt kleinere Stadien. Dann zum Beispiel in Bremen oder Nürnberg. Dann klappt das auch besser

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 11:39 (vor 594 Tagen) @ Talentförderer

Man kann sehr vieles. Auch überall. Man muss halt nur die Realitäten anerkennen und kann nicht flächendeckend als UEFA (und sicherlich mit dem DFB-OK ja abgestimmt) dafür werben, dass man ja angeblich ein weiß was ich für Nachhaltiges Turnier veranstalten will und deswegen ermäßigte Bahntickets und Fan Pässe beworben werden.

Und grundsätzlich - auch in Gelsenkirchen - davon abraten (als Überschrift), mit dem Auto zu einem der Spielorte zu fahren.

Beziehungsweise kann man das ja alles gerne machen und wäre dann z.B. in Berlin oder München auch mehr als sinnvoll (wobei München ja mit seiner ÖPNV Situation am Stadion auch schon irgendwie mies ist), aber nunmal nicht an jedem Standort, den man da so ausgewählt hat.

Für Gelsenkirchen hätte man sich dann offenbar wohl was anderes überlegen müssen. Sei es irgendwelche Shuttle Busse oder ein gezielterer Abfluss (bzw. auch gestaffelterer) der Zuschauer aus dem Stadion.

Aber einfach sagen "Kauft euch den Fanpass und fahrt günstig durchs Land" ist dann halt irgnedwie seltsam, wenn die Kapazitäten (vermutlich nicht nur in Gelsenkirchen) dies so gar nicht wirklich hergeben.

MFG
Phil

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 09:07 (vor 594 Tagen) @ chief wiggum

Wenn ich aber bewusst die Preise für Parkplätze in Stadionnähe in astronomische Höhe treibe, 24€ für einen PKW, und die Leute bewusst in den ÖPNV lenken will, muss ich auch dafür sorgen, dass regelmäßig genug Züge -egal ob U- oder Regionalbahn- fahren und bereit stehen. Ansonsten muss ich sagen: sorry, Nachhaltigkeit klappt in D nicht, kommt bitte mit dem Auto. Dann steht ihr zwar auch nach dem Spiel, geratet aber nicht ins Gedränge.

Ich würde einfach mal festhalten, dass die infrastrukturelle Situation in Gelsenkirchen nicht dazu führt, dass man 50.000 Leute reibungslos per ÖPNV "abtransportieren" kann. (Und das soll kein billiger Shot gegen GE sein. Das Stadion steht am Arsch der Welt ohne nennenswert Hotels im fußläufigen Bereich, und die einzige Schienenverbindung ist eine Straßenbahn, die nach GE, Wattenscheid und Bochum führt, wo auch kaum jemand ein Hotel gebucht haben dürfte.) Für mich ist das der allererste Fakt, an den anschließend man dann konkret Kritik üben kann.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

istar, Mittwoch, 19.06.2024, 09:22 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Wenn ich aber bewusst die Preise für Parkplätze in Stadionnähe in astronomische Höhe treibe, 24€ für einen PKW, und die Leute bewusst in den ÖPNV lenken will, muss ich auch dafür sorgen, dass regelmäßig genug Züge -egal ob U- oder Regionalbahn- fahren und bereit stehen. Ansonsten muss ich sagen: sorry, Nachhaltigkeit klappt in D nicht, kommt bitte mit dem Auto. Dann steht ihr zwar auch nach dem Spiel, geratet aber nicht ins Gedränge.


Ich würde einfach mal festhalten, dass die infrastrukturelle Situation in Gelsenkirchen nicht dazu führt, dass man 50.000 Leute reibungslos per ÖPNV "abtransportieren" kann. (Und das soll kein billiger Shot gegen GE sein. Das Stadion steht am Arsch der Welt ohne nennenswert Hotels im fußläufigen Bereich, und die einzige Schienenverbindung ist eine Straßenbahn, die nach GE, Wattenscheid und Bochum führt, wo auch kaum jemand ein Hotel gebucht haben dürfte.) Für mich ist das der allererste Fakt, an den anschließend man dann konkret Kritik üben kann.

Dann ist Gelsenkirchen als Austragungsort wohl nicht geeignet. Die Verantwortung dafür tragen dann diejenigen, die die Auswahl getroffen haben. Also UEFA und/oder DFB.
Alles unter der Vorraussetzung, Bahn und ÖPNV haben das bestmögliche versucht.

Aber es gibt ja noch Spiele in GE, mal schauen, was man dann so hört.

Fakt ist jedenfalls, bis jetzt hat die EM Gelsenkirchen nichts gebracht, weder wirtschaftlich noch durch Imageaufwertung.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

PePopp, Mittwoch, 19.06.2024, 09:47 (vor 594 Tagen) @ istar

Dann ist Gelsenkirchen als Austragungsort wohl nicht geeignet. Die Verantwortung dafür tragen dann diejenigen, die die Auswahl getroffen haben. Also UEFA und/oder DFB.

Ich vermute mal den Zuschlag an Gelsenkirchen gab es vor allem aufgrund der höheren Stadionkapazität (und damit höheren Einnahmen für die UEFA), ansonsten wäre wohl Hannover in vielerlei Hinsicht die bessere Wahl gewesen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Phil, Mittwoch, 19.06.2024, 09:13 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Ich würde einfach mal festhalten, dass die infrastrukturelle Situation in Gelsenkirchen nicht dazu führt, dass man 50.000 Leute reibungslos per ÖPNV "abtransportieren" kann. (Und das soll kein billiger Shot gegen GE sein. Das Stadion steht am Arsch der Welt ohne nennenswert Hotels im fußläufigen Bereich, und die einzige Schienenverbindung ist eine Straßenbahn, die nach GE, Wattenscheid und Bochum führt, wo auch kaum jemand ein Hotel gebucht haben dürfte.) Für mich ist das der allererste Fakt, an den anschließend man dann konkret Kritik üben kann.

Und den natürlich in erster Linie erst einmal die Veranstalter berücksichtigen müssten. Und weniger diejenigen, die auf den wenigen Schienen noch weniger Bahnen betreiben müssen/sollen/dürfen/können.

Oder ich sage einfach, dass diese EM ein nachhaltiges Turnier sein soll und schicke einfach qua Werbung die Menschen in diesen ÖPNV rein, egal ob es in Berlin oder in Gelsenkirchen ist.

Die ÖPNV Situation z.B. in Gelsenkirchen lässt sich halt nicht durch "ich will aber" lösen. Und schon gar nicht binnen 10 Jahren. Vermutlich lässt sie sich überhaupt gar nicht auflösen. Allein schon aufgrund räunlicher Aspekte.

MFG
Phil

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Scherben, Kiel, Mittwoch, 19.06.2024, 09:18 (vor 594 Tagen) @ Phil

Ich würde einfach mal festhalten, dass die infrastrukturelle Situation in Gelsenkirchen nicht dazu führt, dass man 50.000 Leute reibungslos per ÖPNV "abtransportieren" kann. (Und das soll kein billiger Shot gegen GE sein. Das Stadion steht am Arsch der Welt ohne nennenswert Hotels im fußläufigen Bereich, und die einzige Schienenverbindung ist eine Straßenbahn, die nach GE, Wattenscheid und Bochum führt, wo auch kaum jemand ein Hotel gebucht haben dürfte.) Für mich ist das der allererste Fakt, an den anschließend man dann konkret Kritik üben kann.


Und den natürlich in erster Linie erst einmal die Veranstalter berücksichtigen müssten. Und weniger diejenigen, die auf den wenigen Schienen noch weniger Bahnen betreiben müssen/sollen/dürfen/können.

Japp.

Es hätte m.E. zwei Möglichkeiten gegeben:

a) Man verzichtet ganz auf Gelsenkirchen und geht stattdessen z.B. nach Hannover, wo ein Stadion ähnlicher Größe, aber in einer viel besseren infrastrukturellen Situation steht.

b) Man setzt dort keine Spiele um 21 Uhr an.

Beides kann man nicht der Stadt Gelsenkirchen und auch nicht DB/Bogestra anlasten. Wahrscheinlich wird bei letzteren nämlich fast alles "normal" funktioniert haben, ggf. sogar in einer höheren Taktung und mit mehr Verbindungen gefahren worden sein als bei Abendspielen von den Blauen.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Blarry, Essen, Mittwoch, 19.06.2024, 09:29 (vor 594 Tagen) @ Scherben

Die Turnhalle wurde aber nicht von oben herab als Spielort festgelegt, da wird schon ein Bewerbungsverfahren zwischen Stadt und EM-OK gelaufen sein. In diesem Rahmen ist die Logistik ein Thema. Und wenn die Stadt GE ans OK übermittelt, das bleibt alles so wie es bei Ligaspielen ist, dann ist das OK schon in der Verantwortung, die grundsätzlich anderen Zusammensetzungen und Anreisemodalitäten der Zuschauer zumindest einmal zu erwähnen. Allein aus Eigeninteresse, um Bilder und Tweets wie zuletzt zu verhindern.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

stfn84, Köln, Mittwoch, 19.06.2024, 10:12 (vor 594 Tagen) @ Blarry

Nur weil ein Bewerber schreibt, dass er davon ausgeht bald mal Deutscher Meister zu sein, muss das OK schon auch den Logik-Check machen.

Dann wäre schnell klar gewesen, dass man Gelsenkirchen grundsätzlich / für bestimmte Zeiten einfach nicht vorsehen kann.

Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen

Thomas, Dortmund, Mittwoch, 19.06.2024, 09:15 (vor 594 Tagen) @ Phil

Die ÖPNV Situation z.B. in Gelsenkirchen lässt sich halt nicht durch "ich will aber" lösen. Und schon gar nicht binnen 10 Jahren. Vermutlich lässt sie sich überhaupt gar nicht auflösen. Allein schon aufgrund räunlicher Aspekte.

Spontan wäre mir jetzt ein Busshuttle vom Gelände der Cranger Kirmes zum Stadion eingefallen. Aber ich weiß nicht, wie das Gelände übers Jahr genutzt wird.

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