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Quo Vadis BVB? (BVB)

elrond100, Ennepetal, Dienstag, 02.04.2024, 11:56 (vor 687 Tagen)

Der März ist rum und es war ein sehr erfolgreicher Monat für den BVB, mit dem krönenden Abschluss am Karsamstag.

Ein solches Ergebnis bewegt mich grundsätzlich dazu sehr viel zu meinem Verein zu konsumieren und mich allgemein viel mit Fussball auseinanderzusetzen. Und ich hinterfrage meine Haltung aktuell doch intensiv.
Ich bin sehr kritisch mit den Leistungen des BVBs in der Saison 23/24. Ich bin sehr selten zufrieden und fast gar nicht wirklich rundum glücklich nach einem BVB-Spiel. Dabei habe ich, aus meiner Sicht zumindest, nicht den Anspruch an den totalen Fussball und perfekte Spiele. Aber ich werde einfach nicht warm mit unserer Spielweise und den meiner Meinung nach passiven und auf Scheinsicherheit bedachten Passstafetten unserer Kicker. Am Samstag war ich hingegen wirklich glücklich. Mal wieder in München gewonnen zu haben, ist einfach toll. Und dabei war es kein Freakspiel mit einem Konter unsererseits und 100 Torschüssen der Münchner. Es war eine konzentrierte Leistung von Anfang bis Ende ohne Kackstift in der kurzen Buchse.

Ich hätte Tersic vor Weihnachten entlassen, wenn ich Verantwortung tragen würde. Und ich habe wirklich ungläubig zur Kenntnis genommen, dass wir wohl mit ihm in die Rückrunde gehen. Ich kann jetzt auch nicht behaupten, dass sich mein Gefühl komplett gedreht hat. Ich bin nach wie vor kein Freund unseres Spiels, aber es gibt tatsächlich gute Gründe, warum Edin hier noch wirkt und das vielleicht auch weiter tun wird.

Schaut man auf clubelo.com stehen wir aktuell mit 1884 Punkten auf einem Niveau, dass der BVB seit Jahren nicht mehr erreicht hat. Dazu sollte man wissen, dass dieses System nur die reinen Ergebnisse einbezieht und ins Verhältnis zu anderen Mannschaften und auch Ligen setzt. Danach sind wir aktuell die zehntbeste Mannschaft Europas und seit der Übernahme von Tersic zeigt die Entwicklung dort fast kontinuierlich nach oben. Dort ist in der reinen Ergebnisentwicklung ein klarer Gegensatz zur Zeit unter Marco Rose zu erkennen.

Schaut man auf Whoscored.com werden wir auf Platz 12 in Europa geführt. Wobei ich dort keinen Durchblick habe inwiefern deren Daten belastbar sind, wie die überhaupt entstehen etc.

Schaut man auf die nackten Fakten in der Liga stehen wir im Vergleich zum selben Zeitpunkt in der Hinrunde um 2 Zähler besser da, haben zwei Tore mehr geschossen und 8! weniger kassiert. In der Rückrundentabelle belegen wir punktgleich mit unserem nächsten Gegner den zweiten Tabellenplatz mit erst 7! Gegentreffern (beste Abwehr) und haben die beste Tordifferenz ALLER Bundesligisten.

Warum empfinde ich bei einem Blick auf die Statistiken dann aber eine Heimniederlage gegen Hoffenheim, die nachweislich ein absoluter Ausreißer in den letzten drei Monaten ist, als symptomatisch für diese Saison, obwohl der Alltag eigentlich von guten Ergebnissen geprägt ist?

Ich habe in den letzten Wochen hier unsere Spielweise als feige bezeichnet und das empfinde ich in vielen Momenten unseres Spiels so. Das hat, so glaube ich, großen Anteil an meiner Wahrnehmung. Ich habe in dieser Saison, zu häufig das Gefühl, dass die Angst vor dem Fehler das Spiel beherrscht. Ich sehe zu wenig Unbekümmertheit und Mut. Und viel zu viele einfache Fehler im Passspiel. Ich halte Tersic nach wie vor Auftritte wie in Paris, Stuttgart (2x!!) und Leverkusen vor. Und ich habe im Herbst vorhergesagt, dass wir in dieser Phase, die jetzt wieder für uns begonnen hat, nichts holen werden. Und leider war es so! Eine bis dahin gute Punkteausbeute ist eingefroren worden und am Ende wurde es eine enttäuschende Hinrunde.
Wenn es drauf ankommt, ist die Mannschaft nicht da. Das ist meine Grundeinstellung über weite Strecken der Saison.

Aber ich werte da noch Erfahrungen mit rein, die mit der Tagesaktualität nicht unbedingt mehr etwas zu tun haben. Die Abwehr ist seit Beginn der Rückrunde ein Bollwerk. Die Ergebnisse sind gut bis sehr gut. Und man hat sich am Samstag nicht in die Hose gemacht! Wir haben die Bayern bestimmt nicht dominiert und an die Wand gespielt, aber wir haben konzentriert gespielt und die Chancen gesucht, wenn sie sich ergeben haben. Ohne diese Übersaison von Leverkusen wäre wir gerade in einem spannenden Titelkampf mit mehreren Mannschaften.

Wir gehen in die kommenden sehr schweren Spiele statistisch als Favorit (außer gegen Leverkusen). Sogar in der CL werden wir die favorisierte Mannschaft in einem VF sein. Das sind eigentlich alles positive Aussichten auf einen erfolgreichen April!

Es gibt in den nächsten drei Wochen so viel zu gewinnen! Es wäre wirklich schön, wenn unsere Jungs es dem Julian so richtig schwer machen würden sie zu ignorieren.

Ich werde hier niemandem etwas neues damit erzählen, was in den kommenden Wochen auf dem Spiel steht. Aber ich versuche mich gerade davon zu überzeugen, dass ich als Fan, aber eben auch die Mannschaft durchaus mit breiterer Brust an die Aufgaben gehen sollte, als man das vielleicht noch aus einem Hinrundengefühl heraus tun würde.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

einergehtnochrein, Donaueschingen, Dienstag, 02.04.2024, 18:10 (vor 687 Tagen) @ elrond100

wir uns entspannt diese Saison reinziehen - leider steckt allen die es mit dem BVB halten dieses Drama mit dem unglücklichen Ende tief in den Knochen. Wir brauchen einen Titel- dann heilen die Wunden wieder. Bis dahin werden wir alle manchmal viel zu kritisch sein….-

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

BDN130671 ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 03.04.2024, 09:34 (vor 686 Tagen) @ einergehtnochrein

Ich muss mir definitiv diesen Schuh anziehen.
Und ich weiß auch tief im Grunde meines Herzens, dass das grundverkehrt ist, aber ich kann irgendwie nicht aus meiner Haut.
Meine Hoffnung lag darin, dass der 27.05. ein positiver Wendepunkt wird. Diese ganzen scheiß Corona-Jahre, Krieg in Europa, nur noch Horror-Meldungen. Viele werden wie ich auf diesen Moment unbändigen Glücks und Freude hingefiebert haben. Einfach mal die ganze Scheiße vergessen und nur ausgelassen sein. Sicher ist das mein Problem und absolut bescheuert so viel in dieses Spiel hineinprojiziert zu haben. Ich weiß das alles. Aber dieser Schlag in die Magengrube wirkt nach. 1992 war ich im Wedaustadion. Damals war das Gefühl: "Egal, das Ding holen wir uns die nächsten Jahre". Jetzt ist man älter und irgendwann kommt der Gedanke "Wie oft kommt noch so eine Gelegenheit?".
OK, wenn ich das jetzt lese, brauche ich wohl eher einen Psycho-Therapeuten als einen Fußball-Verein. Also Schluss mit dem Geheule, Stuttgart weghauen und dann schauen wir mal, wie es weitergeht.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Jurist, Mittwoch, 03.04.2024, 10:13 (vor 686 Tagen) @ BDN130671

Vollkommen verständlich und absolut gesund, das zu erkennen.

Versuch mal folgendes: siehe Ziele und Erfolge nicht schwarz-weiß. Auch wenn man nicht das ursprünglich gesetzte Ziel erreicht, hat man ja nicht nichts erreicht.

Ein Ziel ist wie der Horizont. Er gibt uns die Richtung vor, wir werden ihn aber nie erreichen. Also ist es ratsam, darauf zu achten, was man auf dem Weg erreicht hat und wie man daran gewachsen ist.

Beispiel letzte Saison: wir hatten einen unglaublichen Entwicklungsschub in der Rückrunde und haben gesehen (!), dass wir die Bundesliga dominieren können. Am Ende hat es nicht zur Meisterschaft gereicht. Das ist schade, aber was hatten wir einen Spaß daran, die Liga spannend zu machen und die Bayern zittern zu lassen.

Probier es mal aus! Du kannst nichts verlieren, wenn Du Dich auf die Perspektive einlässt. Zugleich kannst Du sehr viel lernen und Dein Leben massiv verbessern- was nicht heißt, dass es vorher schlecht gewesen sein muss - wenn Du das ausprobierst.

Wenn Du magst, gebe ich Dir einen Buchtipp, der vielen in meinem Leben geholfen hat, ihre Perspektive so anzupassen, dass sie zufriedener sind.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

BDN130671 ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 03.04.2024, 13:26 (vor 686 Tagen) @ Jurist

Ja, wäre schon cool, wenn man sein Mindset einfach von Glas halb leer auf halb voll setzen könnte.
Sicher hat man die Szenen nach dem Schlusspfiff mitgenommen und das werde ich auch nie vergessen.
Und dann kommt die Enttäuschung, dass wir die Mannschaft aufgebaut haben, aber wer hat sich eigentlich um uns gekümmert?
Ich denke, in so einer Situation hätte uns z. B. ein Jürgen Klopp emotional abgeholt und es wäre etwas Großartiges daraus zwischen Mannschaft und Fans entstanden. So bleibt das Gefühl, dass man nur gegeben hat, aber nichts zurückkommt.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

istar, Mittwoch, 03.04.2024, 13:40 (vor 686 Tagen) @ BDN130671

Ja, wäre schon cool, wenn man sein Mindset einfach von Glas halb leer auf halb voll setzen könnte.
Sicher hat man die Szenen nach dem Schlusspfiff mitgenommen und das werde ich auch nie vergessen.
Und dann kommt die Enttäuschung, dass wir die Mannschaft aufgebaut haben, aber wer hat sich eigentlich um uns gekümmert?
Ich denke, in so einer Situation hätte uns z. B. ein Jürgen Klopp emotional abgeholt und es wäre etwas Großartiges daraus zwischen Mannschaft und Fans entstanden. So bleibt das Gefühl, dass man nur gegeben hat, aber nichts zurückkommt.

Man hat doch nicht nur die Mannschaft aufgebaut, sondern auch sich selbst. Kein letzter Spieltag kriegt uns klein,Borussia wird ewig sein, hieß das übersetzt und galt für alle.

Und selbst wenn ich nur „gegeben“ hätte, waren es zehn Minuten klatschen und singen. Mehr nicht.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Jurist, Mittwoch, 03.04.2024, 13:38 (vor 686 Tagen) @ BDN130671

Absolut! Und mit ihm hätten wir die Probe Mainz wahrscheinlich auch bestanden.

Aber wie doof wäre das Leben, wenn wir immer abhängig wären von Umständen, die wir nicht beeinflussen können? Auf andere verlassen zu können, ist beruhigend. Auf andere verlassen müssen, ist beängstigend.

Versuch mal: The Gain and the Gap von Dan Sullivan und Dr. Benjamin Hardy.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

istar, Mittwoch, 03.04.2024, 13:43 (vor 686 Tagen) @ Jurist

Absolut! Und mit ihm hätten wir die Probe Mainz wahrscheinlich auch bestanden.

Auch Jürgen hat schon einige Endspiele verloren. Und außerdem ist der schon länger nicht mehr da.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Jurist, Mittwoch, 03.04.2024, 13:46 (vor 686 Tagen) @ istar

Beides ist wahr. Zugleich war die Mainzniederlage ein mentales Problem: die Angst vom verlieren war größer als die Lust aufs gewinnen.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

venus, hamburg / ws, Mittwoch, 03.04.2024, 16:43 (vor 686 Tagen) @ Jurist

Beides ist wahr. Zugleich war die Mainzniederlage ein mentales Problem: die Angst vom verlieren war größer als die Lust aufs gewinnen.

ein lehrbeispiel, nicht nur für die / bzw zukünftige spieler, auch für den verein.
gerade in punkto öffentlichkeitsarbeit / social media.
mit welch einer penetranz und zumindest gefühlt auch übertriebenen selbstsicherheit da in den tagen vor dem mainz spiel kommuniziert wurde…

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

elrond100, Ennepetal, Mittwoch, 03.04.2024, 14:00 (vor 686 Tagen) @ Jurist
bearbeitet von elrond100, Mittwoch, 03.04.2024, 14:09

Beides ist wahr. Zugleich war die Mainzniederlage ein mentales Problem: die Angst vom verlieren war größer als die Lust aufs gewinnen.

Das habe ich in diesem Spiel nicht so empfunden. Aus meiner Sicht hatte die Mannschaft keine Blockade und hat ein engagiertes Spiel gemacht. Mainz hatte unfassbares Glück und hat dann verteidigt als ginge es um ihr Leben. So habe ich das gesehen. Der einzige mit einer vollen Hose war Haller auf dem Weg zum Elfmeterpunkt.
Zudem war es ein Unentschieden. Aber das war natürlich trotzdem eine Niederlage...

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Lordran, Mittwoch, 03.04.2024, 14:29 (vor 686 Tagen) @ elrond100

Haller hatte keine volle Hose. Sonst hätte er den Elfer Can doch gar nicht abgenommen.
Haller hatte einen super Lauf und wollte ihn deswegen reinwemsen.
Der Rest ist leider bekannt.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

BDN130671 ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 03.04.2024, 14:41 (vor 686 Tagen) @ Lordran

Wie Haller jetzt neulich mitteilte, hat er Can den Ball nicht abgenommen.
Can wollte nicht schießen und hat ihn Haller gegeben.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 03.04.2024, 15:07 (vor 686 Tagen) @ BDN130671

Wie Haller jetzt neulich mitteilte, hat er Can den Ball nicht abgenommen.
Can wollte nicht schießen und hat ihn Haller gegeben.

Leider nein. Die Übersetzung war falsch

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

markus, Mittwoch, 03.04.2024, 14:54 (vor 686 Tagen) @ BDN130671

Wie Haller jetzt neulich mitteilte, hat er Can den Ball nicht abgenommen.
Can wollte nicht schießen und hat ihn Haller gegeben.

Was ja auch vernünftig ist. Haller hatte eine außergewöhnlich hohe Trefferquote bei Elfmetern.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Lordran, Mittwoch, 03.04.2024, 18:36 (vor 686 Tagen) @ markus

Wie Haller jetzt neulich mitteilte, hat er Can den Ball nicht abgenommen.
Can wollte nicht schießen und hat ihn Haller gegeben.


Was ja auch vernünftig ist. Haller hatte eine außergewöhnlich hohe Trefferquote bei Elfmetern.

Die von Can liegt bei 100% für den BVB. So vernünftig war das nicht.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

bambam191279, Dortmund, Mittwoch, 03.04.2024, 20:09 (vor 686 Tagen) @ Lordran

Wie Haller jetzt neulich mitteilte, hat er Can den Ball nicht abgenommen.
Can wollte nicht schießen und hat ihn Haller gegeben.


Was ja auch vernünftig ist. Haller hatte eine außergewöhnlich hohe Trefferquote bei Elfmetern.


Die von Can liegt bei 100% für den BVB. So vernünftig war das nicht.

Du würdest also haller keinen 11m anvertrauen, der in seiner Karriere vor Mainz von 26 strafstößen 25 verwandelt hat?
Can hatte 8 von 11 getroffen......

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 03.04.2024, 13:56 (vor 686 Tagen) @ Jurist

Beides ist wahr. Zugleich war die Mainzniederlage ein mentales Problem: die Angst vom verlieren war größer als die Lust aufs gewinnen.

Hätten sich die Kölner mehr angestrengt und gegen die Bauern gewonnen oder zumindest Unentschieden gespielt hätten wir diese Diskussion gar nicht.:-)

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Sascha, Dortmund, Mittwoch, 03.04.2024, 13:54 (vor 686 Tagen) @ Jurist

Beides ist wahr. Zugleich war die Mainzniederlage ein mentales Problem: die Angst vom verlieren war größer als die Lust aufs gewinnen.

Vielleicht hatte man das im Kopf auch einfach schon gewonnen...

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

elrond100, Ennepetal, Mittwoch, 03.04.2024, 00:02 (vor 686 Tagen) @ einergehtnochrein

wir uns entspannt diese Saison reinziehen - leider steckt allen die es mit dem BVB halten dieses Drama mit dem unglücklichen Ende tief in den Knochen. Wir brauchen einen Titel- dann heilen die Wunden wieder. Bis dahin werden wir alle manchmal viel zu kritisch sein….-

Ich denke, dass ist ein Punkt für viele Fans. Mein Bruder hat mir noch am Sonntag gesagt, dass es ihm exakt so geht. Die ganze Saison fühlt sich wie taub an, weil er einfach noch immer darunter leidet, dass man jetzt wieder Früchte zu ernten versucht, die am 27.05. eigentlich schon in der eigenen Tasche waren...

Ich kann für mich zumindest sagen, dass ich das nicht so empfinde. Ich habe diesen Tag schnell abgehakt, auch weil ich im Gegensatz zu vielen anderen der Mannschaft weder Blödheit noch fehlenden Einsatzwillen vorgeworfen habe. Es gibt diese Tage im Fußball, wo der Gegner aus nichts viel macht, und das war so einer. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die alles versucht hat gegen wild verteidigende Mainzer und daher trage ich keine Wunde durch diese Saison. So ist manchmal der Sport und daher lieben wir ihn auch so sehr. In jedem einzelnen Spiel liegt das Potenzial für Geschichten, die Jahrzente überdauern. Im Guten wie im Schlechten.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Floatdownstream, Lünen, Mittwoch, 03.04.2024, 08:57 (vor 686 Tagen) @ elrond100

Historische Spiele halt. So wie der Sieg gegen Fortuna Köln die Wende hin zu Großem war, war der 27.5. ein Killer. Zumindest ein Stimmungskiller. Jetzt wartet man auf das "Wende-Spiel" in eine neue Euphorie. Wembley ? Vermutlich unwahrscheinlich, erwartet wohl auch keiner. Schönerer Fußball wäre schon mal ein Anfang.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 02.04.2024, 18:32 (vor 687 Tagen) @ einergehtnochrein

wir uns entspannt diese Saison reinziehen - leider steckt allen die es mit dem BVB halten dieses Drama mit dem unglücklichen Ende tief in den Knochen. Wir brauchen einen Titel- dann heilen die Wunden wieder. Bis dahin werden wir alle manchmal viel zu kritisch sein….-

CL-Winner 2023/2024: Borussia Dortmund. :-)

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

stoffel85, Dienstag, 02.04.2024, 18:31 (vor 687 Tagen) @ einergehtnochrein

In erster Linie brauche ich einen vernünftigen Kader und ansehnlichen Fußball. Ein Traum wäre es, wenn finanzieller Aufwand und spielerischer Ertrag iwann nomma halbwegs im Einklang sind.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

Phil.XXIII, Mittwoch, 03.04.2024, 12:07 (vor 686 Tagen) @ stoffel85

In erster Linie brauche ich einen vernünftigen Kader und ansehnlichen Fußball. Ein Traum wäre es, wenn finanzieller Aufwand und spielerischer Ertrag iwann nomma halbwegs im Einklang sind.

Ab wann sind denn bei dir spielerischer Erfolg und finanzieller Aufwand (halbwegs) im Einklang?
Wir haben den zweithöchsten finanziellen Aufwand, das ist ja soweit klar. Aber welche Teams haben denn bei weniger finanziellem Aufwand einen höheren spielerischen Ertrag? Leverkusen und Stuttgart, darauf kann man sich wohl einigen. Aber sonst? Noch nicht einmal die Bayern wissen trotz weit überlegenem Aufwand spielerisch kaum mehr als wir zu überzeugen, da regelt viel individuelle Qualität, ggf sogar mehr als bei uns, und wenn die aus Formschwankungs- oder Verletzungsgründen fehlt (Sané, Coman, Davies), dann sieht das auch bieder aus. Leipzig mit einem ähnlichen Budget bringt jetzt spielerisch (und punktetechnisch) auch nicht mehr auf den Rasen, da hängt genauso viel an den Individualisten rund um Xavi Simons, Olmo oder Openda.
Als einziges weiteres Team, das aus einem geringen Budget noch spielerisch ordentlich was herausholt, kommt mir nur noch Augsburg in den Sinn seit dem Trainerwechsel, aber das dauert jetzt auch nicht so lange, dass ich das jetzt schon als mehr als ein temporäres Phänomen sehen würde. Und dann ist der Rest der Bundesliga halt mindestens so bieder wie wir. Freiburg, Frankfurt, Werder, die in (weniger entfernter) Vergangenheit spielerisch was auf den Platz brachten mittlerweile genauso, manche Teams wie Wolfsburg oder Union als vielleicht negativste Beispiele.

Unter'm Strich sehe ich also absolut 2 Teams, die uns bei finanzieller Unterlegenheit spielerisch/mannschaftstaktisch überlegen sind mit Stuttgart und Leverkusen.
Ein weiteres, das relativ zu seinem Aufwand temporär einen ansehnlichen Fußball spielt mit Augsburg.
Und dann bleibt halt nur noch übrig, dass wir in einer spielerisch sehr mageren Bundesliga zu den "am wenigsten" mageren Teams gehören. Ich sehe im Terzic-Fußball jetzt auch nicht die Erfüllung meiner feuchten Fußballträume, aber relativ gesehen (was du mit deinem Einklang ja auch zu meinen scheinst), passt das im Vergleich zum Rest der Bundesliga bei näherer Betrachtung ja durchaus.

Quo Vadis BVB? Hätten wir letztes Jahr die Schale eingefahren würde

istar, Dienstag, 02.04.2024, 18:39 (vor 687 Tagen) @ stoffel85

In erster Linie brauche ich einen vernünftigen Kader und ansehnlichen Fußball. Ein Traum wäre es, wenn finanzieller Aufwand und spielerischer Ertrag iwann nomma halbwegs im Einklang sind.

Jedenfalls ist der finanzielle Ertrag diese Saison schon mal recht ordentlich.
Von daher ist das Argument mit dem finanziellen Aufwand nicht stichhaltig.

Quo Vadis BVB?

Zatrassis, Mannheim, Dienstag, 02.04.2024, 17:19 (vor 687 Tagen) @ elrond100

Danke für Deine Einschätzung. Ich kann sie absolut nachvollziehen!

Ich kann die Kritik an dem Spiel unserer Mannschaft teilen. Ja, die Ergebnisse stimmen, aber die Mannschaft spielt nach wie vor zu schwankend und es auch unsere Siegen wirken selten souverän und sicher. Ich hoffe es wird dennoch ein erfolgreicher April und dass wir dadurch dann auch endlich wieder Sicherheit und Souveränität in unser Spiel bekommen. Allein mir fehlt derzeit der Glaube - bin ich zu pessimistisch? Eigentlich bin ich eher Optimist als Pessimist!

Was ich nicht teilen kann, das ist die permanente Kritik hier an allem anderen, was im und um den Verein passiert.

Quo Vadis BVB?

koom, Dienstag, 02.04.2024, 14:32 (vor 687 Tagen) @ elrond100

Fußball ist halt ein Glücksspiel. Selbst Guardiola, dessen Ansatz vermutlich den Zufallsfaktor am meisten minimiert, mit Unmengen Geld sich den idealen Kader bauen kann, kann dies nicht drehen.

Das Spiel gegen die Bayern hätte vermutlich etliche Ausgänge möglich gemacht. 0:2 für den BVB halte ich nicht unbedingt für den unrealistischsten Fall, aber auch nicht für den realistischsten. Wenn Kane halbwegs normal eingeschädelt hätte, wäre es vermutlich wohl eher ein 2:1 geworden, aber der Spielverlauf wurde halt schon krass verändert durch das duselige 0:1, das wirklich schwach gehalten war. Aber mei, war genug Zeit, um selbst zu treffen. Chancen auch. Unterm Strich passt das also.

Was sagt es über den BVB aus? Vor allem, und ich werde da nicht müde: Der Kader ist gut. Individuell sehr zweikampfstark, punktuell große Stärken. Wenn die Aufgabe "tief stehen und kontern" lautet, was mit das einfachste ist, vor allem gegen einen defensiv unstrukturierten Gegner, dann läuft das.

Das dies unterm Strich nicht die Stärke des BVB sein kann, weil man einfach sehr selten in diese Situation kommt, ist klar.

Quo Vadis BVB?

Tom Frost, Dienstag, 02.04.2024, 14:31 (vor 687 Tagen) @ elrond100

Wenn es drauf ankommt, ist die Mannschaft nicht da. Das ist meine Grundeinstellung über weite Strecken der Saison.

Ich gehe mit dem Großteil mit, aber hier finde ich es immer etwas ungerecht. Wir sind sehr gut durch eine schwere CL-Gruppe und dann eine Runde weiter gekommen. Im Pokal gegen einen starken Gegner ausgeschieden.

Die Spiele, in denen es drauf ankommt, sind im Rückblick halt immer die mit den Punktverlusten, die Siege sind halt einfach passiert.

Übergeordnete Frage

jwahl, Orlando, Dienstag, 02.04.2024, 13:57 (vor 687 Tagen) @ elrond100

Ernstgemeinte Frage:
Hat die Haltung vieler zum BVB Parallelen zu einer vorherrschenden negativen Grundstimmung in der Gesellschaft? Das glas ist eher halb leer als halb voll?

Ich hab es schon mehrmals gesagt: natürlich ist das nicht alles sexy aber es ist ja nicht grad so, dass das mit den bisherigen Trainern etwas ganz anderes war? Wer soll denn da bitte kommen, der uns zur Kurzpass-Spiel Wundermannschaft macht? Bosz, Tuchel, Rose, Favre und wie sie alle heißen waren ja jetzt auch nicht diejenigen, die unsere Herzen im Sturm erobert haben...

Übergeordnete Frage

Borsigkreisborn, Jenseits von wieso dat denn., Dienstag, 02.04.2024, 22:05 (vor 686 Tagen) @ jwahl

"Hat die Haltung vieler zum BVB Parallelen zu einer vorherrschenden negativen Grundstimmung in der Gesellschaft? Das glas ist eher halb leer als halb voll?"
Das scheint hier einige anzutreiben. Manchen ging es zu lange zu gut und jetzt sticht sie der Hafer und sie sehen sich bedroht wo nichts droht ausser der eigenen negativen Grundhaltung.
Da ist man sogar bereit seinen Lieblingsverein mit Stumpf und Stiel abzufackeln.

Untergeordnete Antwort

jwahl, Dienstag, 02.04.2024, 20:12 (vor 687 Tagen) @ jwahl

Ernstgemeinte Frage:
Hat die Haltung vieler zum BVB Parallelen zu einer vorherrschenden negativen Grundstimmung in der Gesellschaft? Das glas ist eher halb leer als halb voll?

Ich hab es schon mehrmals gesagt: natürlich ist das nicht alles sexy aber es ist ja nicht grad so, dass das mit den bisherigen Trainern etwas ganz anderes war? Wer soll denn da bitte kommen, der uns zur Kurzpass-Spiel Wundermannschaft macht? Bosz, Tuchel, Rose, Favre und wie sie alle heißen waren ja jetzt auch nicht diejenigen, die unsere Herzen im Sturm erobert haben...

Der BVB ist ein börsendotiertes Unternehmen, das sein Produkt möglichst gut vermarkten will/muss.
Vereinsliebe und Emotionalität der Fans (also unsere Tränen,Umarmungen, unsere Wut, unsere Begeisterunsschreie oder der Blues am Sonntagmorgen nach einem Scheißspiel)sind - außer für uns - nur noch Marketingtools, ebenso die sogenannte Traditionspflege, die der Inszenierung eines kundenfreundlichen Images dient.Emotion sells.
Das ist der BVB 2024 (und natürlich der Profifußball insgesamt).
Also ist es durchaus legitim, den BVB nicht so zu betrachten wie einen etwas dysfunktioalen, aber liebenswerten Kreisklasse B Verein, der einem am Herz hängt, sondern an den Kriterien, die einem solchen Unternehmen gerecht werden: Produktqualität, Umsatz, Managementeffizienz,Personalpolitik usw. Das war vor 40 Jahren anders, hat sich aber grundlegend geändert.
Wir Fans sind dabei nur noch sentimental romantisierende Mithelfende bei der Produktvermarktung, die dafür auch noch freiwillig zahlen. Nicht mehr. Nicht mehr mehr. Traurig? Ja!

Übergeordnete Frage

hundemann, Münster, Dienstag, 02.04.2024, 19:35 (vor 687 Tagen) @ jwahl

Die Frage ist auf einem kurzen Umweg zu beantworten. Beim BVB herrscht seit Jahren keine Aufbruchstimmung mehr, von der man sich als Fan mitreißen lassen kann. Was ein Gefühl, dass etwas entsteht und wächst, auslösen kann, zeigen Stuttgart, Leverkusen und Augsburg (in der Rückrunde) aktuell eindrucksvoll. Hatten wir beim BVB auch schon häufiger, ist aber lange her. Vielmehr wirkt bei uns alles nach dem Versuch, den Status quo zu erhalten. Irgendwie muffig, nicht progressiv, nicht kreativ, nicht mutig, nicht planvoll etc. pp. Und wenn dir dann im Mai 2023 derart schmerzhaft in die Kurve gekackt wird, ist es leicht, sich dem Gefühl des stets halb leeren Glases hinzugeben. Das Blöde ist, die Aufbruchstimmung, die aus dem halb leeren Glas wieder ein halb volles macht, kann Fan nicht selbst erzeugen, diese muss aus dem Verein heraus angestoßen werden (Kaderzusammenstellung, ein Hoffnung gebender Trainerwechsel, ein ausgezeichneter Saisonstart o.Ä.)

Aufbruchstimmung hatten wir letzte Saison

Kruemelmonster09, Mittwoch, 03.04.2024, 11:44 (vor 686 Tagen) @ hundemann

Die Frage ist auf einem kurzen Umweg zu beantworten. Beim BVB herrscht seit Jahren keine Aufbruchstimmung mehr, von der man sich als Fan mitreißen lassen kann. Was ein Gefühl, dass etwas entsteht und wächst, auslösen kann, zeigen Stuttgart, Leverkusen und Augsburg (in der Rückrunde) aktuell eindrucksvoll. Hatten wir beim BVB auch schon häufiger, ist aber lange her. Vielmehr wirkt bei uns alles nach dem Versuch, den Status quo zu erhalten. Irgendwie muffig, nicht progressiv, nicht kreativ, nicht mutig, nicht planvoll etc. pp. Und wenn dir dann im Mai 2023 derart schmerzhaft in die Kurve gekackt wird, ist es leicht, sich dem Gefühl des stets halb leeren Glases hinzugeben. Das Blöde ist, die Aufbruchstimmung, die aus dem halb leeren Glas wieder ein halb volles macht, kann Fan nicht selbst erzeugen, diese muss aus dem Verein heraus angestoßen werden (Kaderzusammenstellung, ein Hoffnung gebender Trainerwechsel, ein ausgezeichneter Saisonstart o.Ä.)

Hattest du in der Rückrunde der vergangenen Saison keine Aufbruchstimmung?

Blende den 34. Spieltag aus, der ist da egal. Du forderst Aufbruchstimmung. Die hat es gegeben.

Dann kam der 34. Spieltag. Sehr heftig kam der.

Dann kam eine Sommerpause mit einer Zerreißprobe (Nmecha).
Dann kam eine schwache Hinrunde.

Aufbruchstimmung weg.
Vollkommen klar und verständlich.

Aber ich finde man sieht hier, dass dieses immer wieder kehrende Gefasel von Aufbruchstimmung auch eher dem Gemecker über angeblich fehlende Motivation gleicht.

Übergeordnete Frage

jwahl, Orlando, Mittwoch, 03.04.2024, 03:00 (vor 686 Tagen) @ hundemann

Wir sind vierter, stehen im Achtelfinale der Champions League, haben in München gewonnen. Was braucht es denn um eine Aufbruchstimmung zu erzeugen?

Übergeordnete Frage

elrond100, Ennepetal, Mittwoch, 03.04.2024, 09:28 (vor 686 Tagen) @ jwahl

Wir sind vierter, stehen im Achtelfinale der Champions League, haben in München gewonnen. Was braucht es denn um eine Aufbruchstimmung zu erzeugen?

Das ist ja genau die Frage...

Scheinbar braucht es etwas mehr. Ein Vertrauen in die Stärke der Mannschaft, was sie nicht transportiert bekommt. Weil Siege nicht wie eine zwingende Konsequenz des Gebotenen wirken, sondern irgendwie passieren.

Weil uninspirierte Heimunentschieden gegen Mainz oder Niederlagen gegen Hoffenheim wie eine Bestätigung des tristen Bildes wirken, OBWOHL sie ganz klar die Ausnahme sind und auch schon Wochen bzw. Monate zurück liegen.

Eben deshalb habe ich das hier zum Ausdruck gebracht. Auch um mir selbst klarzumachen, dass die Ausgangslage gerade eigentlich fantastisch ist. Das Lazarett ist dazu nahezu leer.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich gerade in einem Vorstadium befinde, den Mehltau, der über dieser Saison zu liegen scheint, abzustreifen. Angefangen mit der Enttäuschung des letzten Saisonfinales, über die Kritik am Transfergebaren und der folgenden Bestätigung, dass Leverkusen alles richtig gemacht zu haben scheint, was hier falsch gelaufen ist, bis hin zu diesem Kack-Hinrundenende. Wochen über Wochen in denen ich nach wie vor jedes Spiel verfolge, aber die Hälfte der Zeit nur schimpfe, auch wenn wir gewinnnen, weil alles so planlos und hasenfüsig wirkt.

Und ich merke, dass der Sieg gegen Bayern bei mir etwas in Gang gesetzt hat, von dem ich mir wünsche, dass es am Samstag vollends ausbricht.

Übergeordnete Frage

Invis, Mittwoch, 03.04.2024, 09:27 (vor 686 Tagen) @ jwahl

Vielleicht dauerhaft guten Fußball. Wir kartoffeln uns halt irgendwie zu den Punkten und keiner weiß warum. Dass diese Spielweise jetzt nicht unbedingt Begeisterung auslöst ist ja nicht wirklich verwunderlich.

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istar, Mittwoch, 03.04.2024, 10:13 (vor 686 Tagen) @ Invis

Vielleicht dauerhaft guten Fußball. Wir kartoffeln uns halt irgendwie zu den Punkten und keiner weiß warum. Dass diese Spielweise jetzt nicht unbedingt Begeisterung auslöst ist ja nicht wirklich verwunderlich.

Vielleicht sollte man selbst als BVB-Fan auch einfach akzeptieren, dass wir hin-und wieder ein Spiel verlieren, obwohl das in diesem Jahr erst einmal passiert ist.
Wird dann schon irgendeinen Grund haben, der wenig mit Kartoffeln zu tun hat.

Aber okay, wenn wir verlieren, bricht hier die Welt zusammen,wenn wir gewinnen, ist es nicht elegant genug.

Und alle haben einen tollen Plan. Gestern noch wurde hier der von Leipzig gelobt. Der war so gut, dass die mit drei Niederlagen in die Rückrunde gestartet sind.

Wir gewinnen seit zehn Jahren das erste Mal wieder in München und schon zwei Tage später geht das Dauergenöle weiter.

Läuft.

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jwahl, Orlando, Mittwoch, 03.04.2024, 14:51 (vor 686 Tagen) @ istar

Aber okay, wenn wir verlieren, bricht hier die Welt zusammen,wenn wir gewinnen, ist es nicht elegant genug.

Wenn wir gewinnen, ist es stets Spielglück!

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Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 03.04.2024, 14:58 (vor 686 Tagen) @ jwahl

Aber okay, wenn wir verlieren, bricht hier die Welt zusammen,wenn wir gewinnen, ist es nicht elegant genug.


Wenn wir gewinnen, ist es stets Spielglück!

Und der Gegner war an dem Tag unfassbar schlecht.:-)

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Invis, Mittwoch, 03.04.2024, 11:25 (vor 686 Tagen) @ istar

Von gewinnen oder verlieren habe ich nicht einmal geschrieben daher geht die Antwort völlig am Thema vorbei.

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1890er, Dienstag, 02.04.2024, 14:35 (vor 687 Tagen) @ jwahl

Parallelen kann man natürlich immer ziehen, aber der Vergleich hinkt schon allein deshalb, weil der BVB schon eine relativ einmalige Besonderheit im europäischen Vereinsfußball darstellt.

Verteidigen wir nun Platz vier (oder gehen sogar auf Rang drei hoch), sind wir so konstant wie seitdem eigentlich nur noch der FC Bayern.
Alle anderen Vereine haben in der letzten Dekade ganz andere Täler durchschritten oder stecken noch drin.
Die BVB-Stimmung mit der Gesellschaftssituation zu vergleichen, halte ich daher nur für bedingt sinnvoll, wir sind zwar ein (relativ) heterogenes Publikum, aber wir spiegeln nicht die Fans anderer Vereine wider, schon gar nicht die Menschen, denen Fußball nichts bedeutet.

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elrond100, Ennepetal, Dienstag, 02.04.2024, 14:33 (vor 687 Tagen) @ jwahl
bearbeitet von elrond100, Dienstag, 02.04.2024, 14:39

Ernstgemeinte Frage:
Hat die Haltung vieler zum BVB Parallelen zu einer vorherrschenden negativen Grundstimmung in der Gesellschaft? Das glas ist eher halb leer als halb voll?

Die Haltung vieler kann ich nicht beurteilen, aber meine schon.
Und nein, ich habe keine negative Grundhaltung, mir fehlt einfach ein wenig der Zug und die Überzeugung in unserem Spiel.

Und ich war von dem Ansatz unter Bosz sehr begeistert und habe sein Ende hier absolut bedauert. Aber da hatte die Mannschaft leider den Glauben verloren und es fehlte auch ein wenig an der Qualität in der Defensive (namentlich Sokratis hat Bosz fast im Alleingang zu Fall gebracht).

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Phil.XXIII, Mittwoch, 03.04.2024, 12:35 (vor 686 Tagen) @ elrond100

Und ich war von dem Ansatz unter Bosz sehr begeistert und habe sein Ende hier absolut bedauert. Aber da hatte die Mannschaft leider den Glauben verloren und es fehlte auch ein wenig an der Qualität in der Defensive (namentlich Sokratis hat Bosz fast im Alleingang zu Fall gebracht).

Aber der Ansatz scheiterte doch nicht aufgrund des fehlendes Glaubens der Spieler daran, sondern weil selbst nicht unbedingt als Koryphäen geltende Trainer diese Taktik entschlüsselt hatten und mit geringen Anpassungen am ohnehin vorherrschenden Spielstil ihn im wahrsten Sinne des Wortes kontern konnten. Wenn dann haben als Folge davon die Spieler den Glauben daran verloren. Die Trennung kam auf gar keinen Fall zu früh, maximal würde ich mir noch einleuchten lassen, dass Bosz eventuell 2,3 andere Stationen außerhalb der Niederlande hätten helfen können, seinen Ansatz zu verfeinern, bevor er für uns/die Bundesliga "reif" war. Aber seine anschließende Zeit in Leverkusen hat auch keine Riesenfortschritte bei ihm gezeigt. Boszs Ende hier allein auf fehlenden Glauben und individuelle Schnitzer zu reduzieren zeigt schon eine gehörige Portion Verklärung.

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elrond100, Ennepetal, Mittwoch, 03.04.2024, 13:43 (vor 686 Tagen) @ Phil.XXIII

Und ich war von dem Ansatz unter Bosz sehr begeistert und habe sein Ende hier absolut bedauert. Aber da hatte die Mannschaft leider den Glauben verloren und es fehlte auch ein wenig an der Qualität in der Defensive (namentlich Sokratis hat Bosz fast im Alleingang zu Fall gebracht).


Aber der Ansatz scheiterte doch nicht aufgrund des fehlendes Glaubens der Spieler daran, sondern weil selbst nicht unbedingt als Koryphäen geltende Trainer diese Taktik entschlüsselt hatten und mit geringen Anpassungen am ohnehin vorherrschenden Spielstil ihn im wahrsten Sinne des Wortes kontern konnten. Wenn dann haben als Folge davon die Spieler den Glauben daran verloren. Die Trennung kam auf gar keinen Fall zu früh, maximal würde ich mir noch einleuchten lassen, dass Bosz eventuell 2,3 andere Stationen außerhalb der Niederlande hätten helfen können, seinen Ansatz zu verfeinern, bevor er für uns/die Bundesliga "reif" war. Aber seine anschließende Zeit in Leverkusen hat auch keine Riesenfortschritte bei ihm gezeigt. Boszs Ende hier allein auf fehlenden Glauben und individuelle Schnitzer zu reduzieren zeigt schon eine gehörige Portion Verklärung.

Ich versuche in all meinen Beiträgen häufig Formulierungen wie "meiner Meinung nach", "aus meiner Sicht", etc. unter zu bringen. In diesem Satz nicht, entschuldige bitte, dass dies auch aus Gründen der Redundanz dort nicht angeführt ist.

Daher, natürlich ist das kein Fakt. Aus meiner Sicht war es so und dazu stehe ich auch. Das ist keine Verklärung. Sondern meine Meinung. Und da darf natürlich jeder gerne eine andere haben.

MMn war das, was Bosz hier angeboten hat, das Beste, was ich beim BVB bislang gesehen habe neben der Klopp-Ära. Seit Mitte der 80er Jahre. Und ich kann trotzdem jeden verstehen und akzeptieren, der das vollkommen anders sieht.

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Phil.XXIII, Mittwoch, 03.04.2024, 14:55 (vor 686 Tagen) @ elrond100
bearbeitet von Phil.XXIII, Mittwoch, 03.04.2024, 14:58

Da scheinst du mich zu missverstehen. Mir war und ist durchaus bewusst, dass dies deine Meinung ist. Und ich habe dargelegt, warum diese meiner Meinung nach ziemlich verklärt ist. Denn die Wahrheit ist nun mal, der Bosz-Fußball besteht nicht nur aus den ersten 10 (+-) Spielen unter ihm mit rauschenden Fußballfesten, 5 oder 6 erzielten Toren pro Spiel oder einer 4-0 Halbzeitführung gegen die Blauen, sondern auch aus einer Niederlagen/Sieglos-Serie zum Ende der Hinrunde, einer angekündigten Vorführung durch das Trainer-Ass Breitenreiter mit Hannover 96, wie man ihn und seinen Ansatz zerlegt, sowie einer zweiten Halbzeit mit 0-4 gegen eben jene Blauen. Oder hast/hättest du dich nach diesen Niederlagen oder dem 4-4 auch hingestellt und gesagt: "Doof gelaufen, aber der Ansatz ist neben dem von Klopp der beste seit 30 Jahren!"

Sein Ansatz war also erwiesenermaßen nicht dauerhaft, also keine Saison oder wie bei uns nicht mal eine Halbserie lang, erfolgsversprechend. Und irgendwann auch nicht mehr attraktiv. Und ja, da mag gewissermaßen eine Abwärtsspirale in Gang gekommen sein, in deren Verlauf die Spieler den Glauben an den Trainer verloren haben, aber wenn es sogar einem Stöger gelang (und dafür zoll ich ihm Respekt, nicht falsch verstehen) diese zu beenden, warum denn dann nicht dem Trainer mit dem besten Ansatz?

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elrond100, Ennepetal, Mittwoch, 03.04.2024, 15:10 (vor 686 Tagen) @ Phil.XXIII
bearbeitet von elrond100, Mittwoch, 03.04.2024, 15:17

Da scheinst du mich zu missverstehen. Mir war und ist durchaus bewusst, dass dies deine Meinung ist. Und ich habe dargelegt, warum diese meiner Meinung nach ziemlich verklärt ist. Denn die Wahrheit ist nun mal, der Bosz-Fußball besteht nicht nur aus den ersten 10 (+-) Spielen unter ihm mit rauschenden Fußballfesten, 5 oder 6 erzielten Toren pro Spiel oder einer 4-0 Halbzeitführung gegen die Blauen, sondern auch aus einer Niederlagen/Sieglos-Serie zum Ende der Hinrunde, einer angekündigten Vorführung durch das Trainer-Ass Breitenreiter mit Hannover 96, wie man ihn und seinen Ansatz zerlegt, sowie einer zweiten Halbzeit mit 0-4 gegen eben jene Blauen. Oder hast/hättest du dich nach diesen Niederlagen oder dem 4-4 auch hingestellt und gesagt: "Doof gelaufen, aber der Ansatz ist neben dem von Klopp der beste seit 30 Jahren!"

Sein Ansatz war also erwiesenermaßen nicht dauerhaft, also keine Saison oder wie bei uns nicht mal eine Halbserie lang, erfolgsversprechend. Und irgendwann auch nicht mehr attraktiv. Und ja, da mag gewissermaßen eine Abwärtsspirale in Gang gekommen sein, in deren Verlauf die Spieler den Glauben an den Trainer verloren haben, aber wenn es sogar einem Stöger gelang (und dafür zoll ich ihm Respekt, nicht falsch verstehen) diese zu beenden, warum denn dann nicht dem Trainer mit dem besten Ansatz?

Puh...
Warum so ein Anspruch auf die alleinige Deutungshoheit? Meine Meinung ist erst mal meine Meinung und nicht irgendwie verklärt oder nach deiner Beweisführung falsch.

Bosz-Fußball bestand (und besteht woanders noch (allerdings nicht mehr wie damals bei uns)) zunächst einmal aus einer Idee und nicht aus den Siegen oder Niederlagen. Und der Ansatz war hier erwiesenermaßen nicht dauerhaft, weil es eine Diskrepanz aus Idee und Ausführung gab.
Und rumgerissen hat er das Ruder nicht, weil er auf seinem Konzept beharrt hat und stur war. Er hat das bei späteren Stationen dann ja auch angepasst. Und trotzdem darf ich ja von der Idee begeistert sein.

Und ja, das von dir gemutmaßte Zitat hätte ich so von mir geben können. Tatsächlich.

Unterm Strich, let's agree to disagree. Ist doch nicht schlimm.

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Phil.XXIII, Mittwoch, 03.04.2024, 18:05 (vor 686 Tagen) @ elrond100

Ich hab ja auch gar nicht versucht dich zu überzeugen oder gar eine Meinungshoheit beanspruchen wollen, nur dargelegt, warum meiner Meinung nach der Ansatz, oder wie du ja auch eingeräumt hast, das sture Festhalten daran, nicht der richtige oder beste war, und dass eine Spielidee in einem gewissen Maß eben auch dem Gegner und/oder vorhandenem Spielermaterial angepasst werden sollte, was ich damals unter Bosz nicht gesehen habe.
Und eine gewisse Verklärung der Vergangenheit findet wohl bei jedem statt, damit möchte ich dich ja nicht personloch angreifen, passiert bei mir z.B. beim Favre-Fußball, oder bei vermutlich jedem bei der Klopp-Zeit. Denn zu eben dieser gehört z.B. auch das schlechteste Abschneiden der letzten 13 Jahre oder das Verpassen der CL. Und wenn sich jemand nach der Klopp-Ära sehnt, dann eben vermutlich nach der Zeit 2010 bis 2012/13 und nicht nach 14/15, und so habe ich dir eben "unterstellt", dass beim Rückblick auf die Bosz-Zeit die schlechte Phase gewissermaßen ausgeblendet wird und nur die Sehnsucht nach den ersten 2 Monaten unter ihm besteht.

Unterm Strich, let's agree to disagree. Ist doch nicht schlimm.

Dabei können wir es gerne belassen, wie gesagt, eine Überzeugung war nie meine Intention, nur die Darlegung meiner Meinung

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Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 03.04.2024, 15:00 (vor 686 Tagen) @ Phil.XXIII

Da scheinst du mich zu missverstehen. Mir war und ist durchaus bewusst, dass dies deine Meinung ist. Und ich habe dargelegt, warum diese meiner Meinung nach ziemlich verklärt ist. Denn die Wahrheit ist nun mal, der Bosz-Fußball besteht nicht nur aus den ersten 10 (+-) Spielen unter ihm mit rauschenden Fußballfesten, 5 oder 6 erzielten Toren pro Spiel oder einer 4-0 Halbzeitführung gegen die Blauen, sondern auch aus einer Niederlagen/Sieglos-Serie zum Ende der Hinrunde, einer angekündigten Vorführung durch das Trainer-Ass Breitenreiter mit Hannover 96, wie man ihn und seinen Ansatz zerlegt, sowie einer zweiten Halbzeit mit 0-4 gegen eben jene Blauen. Oder hast/hättest du dich nach diesen Niederlagen oder dem 4-4 auch hingestellt und gesagt: "Doof gelaufen, aber der Ansatz ist neben dem von Klopp der beste seit 30 Jahren!"

Sein Ansatz war also erwiesenermaßen nicht dauerhaft, also keine Saison oder wie bei uns nicht mal eine Halbserie lang, erfolgsversprechend. Und irgendwann auch nicht mehr attraktiv. Und ja, da mag gewissermaßen eine Abwärtsspirale in Gang gekommen sein, in deren Verlauf die Spieler den Glauben an den Trainer verloren haben, aber wenn es sogar einem Stöger gelang (und dafür zoll ich ihm Respekt, nicht falsch verstehen) diese zu beenden, warum denn dann nicht dem Trainer mit dem besten Ansatz?

Stöger hatte aber auch seine Mühe.

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Sascha, Dortmund, Dienstag, 02.04.2024, 13:59 (vor 687 Tagen) @ jwahl

Ich kann mich allerdings an wenig nicht gewonnenen Spiele unter Terzic erinnern, bei denen wir das Gefühl hatten, eigentlich gut gespielt und ein Ergebnis unter Wert erzielt zu haben.

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JohnDo8485, Kreis Mettmann, Dienstag, 02.04.2024, 19:09 (vor 687 Tagen) @ Sascha

In der Tat…
Dieses Gefühl duerften in nicht unerheblicher Anzahl unsere jeweiligen Gegner im Nachhinein gehabt haben.

Quo Vadis BVB?

padre.serata, Alicante, Dienstag, 02.04.2024, 13:28 (vor 687 Tagen) @ elrond100

Danke für den Anstoss.
Das Spiel vom Samstag hat für mich zumindest das Potential, ein Wendepunkt zu sein. Schon lange trugen wir jene seltsame BVB-Tristesse und Nostalgie mit uns. Immer mit dem sehnsuchtsvollen, aber lähmenden Blick zurück. Nun aber hat das Team gezeigt, dass es auch heute noch einen mächtigen Gegner, in dessen (für uns gefürchteten) Stadion, schlagen kann. So etwas hinterlässt Eindruck, kann sogar längerfristig Kräfte freimachen. Bei Spielern, aber auch beim Trainer.
Wenn jetzt die Konzentration bleibt, kann es ein neuer Anfang gewesen sein. Wenn nicht, dann kann das 2:0 in München aber nicht überstrahlen, was alles in diesem Jahr (was auch immer irgendwelche Statistiken sagen) falschgelaufen ist.

Quo Vadis BVB?

Matze_82, Rheinhessen, Dienstag, 02.04.2024, 13:40 (vor 687 Tagen) @ padre.serata

Danke für den Anstoss.
Das Spiel vom Samstag hat für mich zumindest das Potential, ein Wendepunkt zu sein. Schon lange trugen wir jene seltsame BVB-Tristesse und Nostalgie mit uns. Immer mit dem sehnsuchtsvollen, aber lähmenden Blick zurück. Nun aber hat das Team gezeigt, dass es auch heute noch einen mächtigen Gegner, in dessen (für uns gefürchteten) Stadion, schlagen kann. So etwas hinterlässt Eindruck, kann sogar längerfristig Kräfte freimachen. Bei Spielern, aber auch beim Trainer.
Wenn jetzt die Konzentration bleibt, kann es ein neuer Anfang gewesen sein. Wenn nicht, dann kann das 2:0 in München aber nicht überstrahlen, was alles in diesem Jahr (was auch immer irgendwelche Statistiken sagen) falschgelaufen ist.

Sehe ich genauso. Das 2:0 ist für die Psyche unserer Jungs und für uns als Fans Balsam gewesen. Vielleicht geht es jetzt wirklich aufwärts, jedoch halte ich einen Trainerwechsel im Sommer nach wie vor für Notwendig. Terzic gibt uns sicher eine gewisse Stabilität, aber mir fehlt einfach das "schöne Spiel", Kombinationen im hohen Tempo, Ballbesitzfußball, ohne Ball aggressives Pressing.

Weiter unten im Thread wurde ja geschrieben, daß Stuttgart und Lev die absoluten Ausnahmen zur Zeit in der Buli sind, was guten Fußball angeht, sehe ich auch so.

Der Abfluss von den richtig geilen Kickern nach England (und ab und an nach Spanien) macht sich auf Dauer schon bemerkbar. Früher hatten die Top Buli Clubs insgesamt bessere Kader finde ich. Vereine wie der HSV, Werder, S04... alle hatten fast immer einen richtig guten Spielmacher oder Top-Stürmer.

Die Buli war nach meinem (subjektiven) Empfinden deutlich spielstärker. Vielleicht verkläre ich hier auch ein wenig, aber im Bezug auf in unseren BVB ist der Aderlass an guten Technikern doch recht klar erkennbar...

Quo Vadis BVB?

elrond100, Ennepetal, Dienstag, 02.04.2024, 13:36 (vor 687 Tagen) @ padre.serata
bearbeitet von elrond100, Dienstag, 02.04.2024, 13:41

Danke für den Anstoss.
Das Spiel vom Samstag hat für mich zumindest das Potential, ein Wendepunkt zu sein. Schon lange trugen wir jene seltsame BVB-Tristesse und Nostalgie mit uns. Immer mit dem sehnsuchtsvollen, aber lähmenden Blick zurück. Nun aber hat das Team gezeigt, dass es auch heute noch einen mächtigen Gegner, in dessen (für uns gefürchteten) Stadion, schlagen kann. So etwas hinterlässt Eindruck, kann sogar längerfristig Kräfte freimachen. Bei Spielern, aber auch beim Trainer.
Wenn jetzt die Konzentration bleibt, kann es ein neuer Anfang gewesen sein. Wenn nicht, dann kann das 2:0 in München aber nicht überstrahlen, was alles in diesem Jahr (was auch immer irgendwelche Statistiken sagen) falschgelaufen ist.

Ich hoffe es sehr. Ich hoffe, dass es was mit der Mannschaft macht. Ich kann jedenfalls klar sagen, dass ich lange nicht mehr so gespannt aus ein BuLi-Spiel war wie jetzt am Samstag. Der Auftritt wird sicher Aufschluss darüber geben, wie es weiter geht. Und Stuttgart zu Hause in die Schranken zu weisen wäre ein Meilenstein für dieses Programm, was dann noch wartet.

Fussball ist eben extremes Tagesgeschäft und ein deutlicher Dortmunder Heimsieg würde die EM-Chancen der Stuttgarter "Emporkömmlinge" doch wieder deutlich schmälern. Eben genauso wie der N11 jetzt in einer Woche eine komplette Stimmungswende gelungen ist.

Quo Vadis BVB?

BVBMenden ⌂ @, Menden (Sauerland), Dienstag, 02.04.2024, 14:25 (vor 687 Tagen) @ elrond100

Danke für den Anstoss.
Das Spiel vom Samstag hat für mich zumindest das Potential, ein Wendepunkt zu sein. Schon lange trugen wir jene seltsame BVB-Tristesse und Nostalgie mit uns. Immer mit dem sehnsuchtsvollen, aber lähmenden Blick zurück. Nun aber hat das Team gezeigt, dass es auch heute noch einen mächtigen Gegner, in dessen (für uns gefürchteten) Stadion, schlagen kann. So etwas hinterlässt Eindruck, kann sogar längerfristig Kräfte freimachen. Bei Spielern, aber auch beim Trainer.
Wenn jetzt die Konzentration bleibt, kann es ein neuer Anfang gewesen sein. Wenn nicht, dann kann das 2:0 in München aber nicht überstrahlen, was alles in diesem Jahr (was auch immer irgendwelche Statistiken sagen) falschgelaufen ist.


Ich hoffe es sehr. Ich hoffe, dass es was mit der Mannschaft macht. Ich kann jedenfalls klar sagen, dass ich lange nicht mehr so gespannt aus ein BuLi-Spiel war wie jetzt am Samstag. Der Auftritt wird sicher Aufschluss darüber geben, wie es weiter geht. Und Stuttgart zu Hause in die Schranken zu weisen wäre ein Meilenstein für dieses Programm, was dann noch wartet.

Fussball ist eben extremes Tagesgeschäft und ein deutlicher Dortmunder Heimsieg würde die EM-Chancen der Stuttgarter "Emporkömmlinge" doch wieder deutlich schmälern. Eben genauso wie der N11 jetzt in einer Woche eine komplette Stimmungswende gelungen ist.

Du meinst ernsthaft, dass die Chancen der Stuttgarter Nationalspieler auf die EM drastisch sinken, wenn sie in Dortmund verlieren? Jetzt weiß ich auch, warum ich deinen viel zu langen Ausgangs-Text nicht gelesen habe…

Quo Vadis BVB?

elrond100, Ennepetal, Dienstag, 02.04.2024, 14:31 (vor 687 Tagen) @ BVBMenden

Du meinst ernsthaft, dass die Chancen der Stuttgarter Nationalspieler auf die EM drastisch sinken, wenn sie in Dortmund verlieren? Jetzt weiß ich auch, warum ich deinen viel zu langen Ausgangs-Text nicht gelesen habe…

Kurz und knapp : Ja.
Wobei deutlich und drastisch nochmal ein inhaltlicher Unterschied ist ;-)

Quo Vadis BVB?

Sascha, Dortmund, Dienstag, 02.04.2024, 13:04 (vor 687 Tagen) @ elrond100

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.

Quo Vadis BVB?

Borsigkreisborn, Jenseits von wieso dat denn., Dienstag, 02.04.2024, 22:09 (vor 686 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Borsigkreisborn, Dienstag, 02.04.2024, 22:17

Schon mal die "de Zerbi Taktik" gesehen und wieviel man davon in Dortmund sehen kann?

noch was zu de Zerbi
richtig gut beschrieben warum er zurecht gerade recht viel Aufmerksamkeit bekommt

Quo Vadis BVB?

Cthulhu, Essen, Dienstag, 02.04.2024, 13:29 (vor 687 Tagen) @ Sascha

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.

Ich glaube, eine Sache ist: Wir gewinnen sehr selten deutlich. Wir hatten einen 4:0 Erfolg in Köln und konnten zwei Mal mit 3:0 gewinnen, ansonsten sind Siege maximal mit einer Differenz von zwei Toren dabei gewesen und dadurch wirkt es halt nie so, als würdest du ein Spiel ungefährdet gewinnen. Letztendlich kann ein Vorsprung von zwei Toren sehr souverän sein, aber es ist halt auch immer eine Ausgangslage, bei der ein Gegentor direkt alles verändern kann.

Ohne ein riesiger Fan von Terzic zu sein scheint es wirklich so zu sein, dass wir besser sind, als das auf dem Platz aussieht, aber wir haben halt in den beiden Saisons unter ihm bisher zwei mal das exakt gleiche Bild: Eine beschissene Hinrunde, in der es wenig mit Spaß zu tun hat, sich Borussia anzuschauen, was die ganze Stimmung einfach nachhaltig runter zieht, zumal wir in der Hinrunde auch von Bayern und Stuttgart recht deftig vorgeführt wurden.

Auch die fünf sieglosen Ligaspiele in Folge vor der Pause haben nicht unbedingt einen Stimmungsaufheller gebracht, insbesondere die beiden eher machbaren Partien zum Schluss und hier war es zumindest verwunderlich, dass für Terzic offensichtlich andere Maßstäbe herrschen als für Favre oder Rose.
Aber vielleicht ist das auch die richtige Entscheidung gewesen, den Trainer nicht, wie bei Favre geschehen, bei der ersten Gelegenheit rauszuhauen, sollte am Ende Platz vier stehen, werden wir eine gute Rückrunde hinter uns haben und dann wird Edin auch zurecht in der neuen Saison an der Linie stehen.

Nur, falls wir dann zur Winterpause wieder weit von allen Zielen entfernt sein sollten, dann sollte man trotzdem davon ausgehen, dass irgendetwas einfach nicht gut funktioniert.

Quo Vadis BVB?

DomJay, Köln, Dienstag, 02.04.2024, 13:37 (vor 687 Tagen) @ Cthulhu

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.


Ich glaube, eine Sache ist: Wir gewinnen sehr selten deutlich. Wir hatten einen 4:0 Erfolg in Köln und konnten zwei Mal mit 3:0 gewinnen, ansonsten sind Siege maximal mit einer Differenz von zwei Toren dabei gewesen und dadurch wirkt es halt nie so, als würdest du ein Spiel ungefährdet gewinnen. Letztendlich kann ein Vorsprung von zwei Toren sehr souverän sein, aber es ist halt auch immer eine Ausgangslage, bei der ein Gegentor direkt alles verändern kann.

Ohne ein riesiger Fan von Terzic zu sein scheint es wirklich so zu sein, dass wir besser sind, als das auf dem Platz aussieht, aber wir haben halt in den beiden Saisons unter ihm bisher zwei mal das exakt gleiche Bild: Eine beschissene Hinrunde, in der es wenig mit Spaß zu tun hat, sich Borussia anzuschauen, was die ganze Stimmung einfach nachhaltig runter zieht, zumal wir in der Hinrunde auch von Bayern und Stuttgart recht deftig vorgeführt wurden.

Auch die fünf sieglosen Ligaspiele in Folge vor der Pause haben nicht unbedingt einen Stimmungsaufheller gebracht, insbesondere die beiden eher machbaren Partien zum Schluss und hier war es zumindest verwunderlich, dass für Terzic offensichtlich andere Maßstäbe herrschen als für Favre oder Rose.
Aber vielleicht ist das auch die richtige Entscheidung gewesen, den Trainer nicht, wie bei Favre geschehen, bei der ersten Gelegenheit rauszuhauen, sollte am Ende Platz vier stehen, werden wir eine gute Rückrunde hinter uns haben und dann wird Edin auch zurecht in der neuen Saison an der Linie stehen.

Nur, falls wir dann zur Winterpause wieder weit von allen Zielen entfernt sein sollten, dann sollte man trotzdem davon ausgehen, dass irgendetwas einfach nicht gut funktioniert.

Meine Wahrnehmung ist, dass es ziemlich abhängig von individueller Leistung ist. Wenn bei uns nicht Hummels überragend ist, Schlotterbeck mal fehlerfrei haben wir ein Problem.

Wenn unsere hastigen Angriffe zu Toren führen, idealerweise das frühe Führungstor, dann ist das gut für uns. Auch, wenn der Gegner über maximal mittelmäßiges Pressing verfügt.

Nun sieht man in der Rückrunde durchaus auch andere Ansätze bei unserem Team. Aber dennoch immer und immer wieder die Hektik, mit der man den Gegner möglichst schnell überspielen will.

Das halt Umschalten, Umschalten, Umschalten anstatt Kontrolle. Dabei wäre es in meinen Augen eigentlich für unsere finanziellen Möglichkeiten gegenüber dem Rest der Liga, außer 1-3 Konkurrenten, möglich auch hier dominant zu agieren und das Tempo zu diktieren.

Ich denke aber für Terzic und seine Vorstellung vom Fußball eine schwierige Anforderung, offensichtlich nicht das was er will.

Quo Vadis BVB?

elrond100, Ennepetal, Dienstag, 02.04.2024, 13:34 (vor 687 Tagen) @ Cthulhu

Ich glaube, eine Sache ist: Wir gewinnen sehr selten deutlich. Wir hatten einen 4:0 Erfolg in Köln und konnten zwei Mal mit 3:0 gewinnen, ansonsten sind Siege maximal mit einer Differenz von zwei Toren dabei gewesen und dadurch wirkt es halt nie so, als würdest du ein Spiel ungefährdet gewinnen. Letztendlich kann ein Vorsprung von zwei Toren sehr souverän sein, aber es ist halt auch immer eine Ausgangslage, bei der ein Gegentor direkt alles verändern kann.

Es liegt aber nicht an den reinen Ergebnissen. Wir spielen ja auch nie so, dass da mal ein 4:0 oder ähnliches rauspringen könnte. Mal will dann einfach nicht mehr Tore schießen, sondern sichert lieber ab und aussichtsreiche Umschaltsituationen werden abgebrochen um eine sichere Ballbesitzsphase zu haben. Die Gier auf ein 3., 4. oder 5. Tor fehlt.

Freiburg hätten wir 5 einschenken können, aber sonst? Fällt mir aktuell kein Spiel ein.

Quo Vadis BVB?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 02.04.2024, 13:24 (vor 687 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von FourrierTrans, Dienstag, 02.04.2024, 13:33

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.

Wobei das meinem Gefühl nach auch sinnbildlich für die Bundesliga als solche gilt. Fußballerisch reißen da dieses Jahr wirklich nur Leverkusen und Stuttgart vom Hocker. Ich habe mir die Schwaben in der Zusammenfassung angeschaut, tolle, schnelle Spielzüge, giftiges Anlaufen, schnelle Auffassungsgabe. Das was man diese Saison von den beiden Mannschaften sieht, hat man in Deutschland mMn einige Jahre nicht gesehen. Letztes Jahr war es ja auch, rein spielerisch, ein totaler Krampf um Platz 1.
Mir fällt da der Kommentar eines Users von vor ein paar Tagen ein: PL oder spanischer Fußball ist dagegen fast wie eine andere Sportart.

Quo Vadis BVB?

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 02.04.2024, 14:08 (vor 687 Tagen) @ FourrierTrans

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.


Wobei das meinem Gefühl nach auch sinnbildlich für die Bundesliga als solche gilt. Fußballerisch reißen da dieses Jahr wirklich nur Leverkusen und Stuttgart vom Hocker. Ich habe mir die Schwaben in der Zusammenfassung angeschaut, tolle, schnelle Spielzüge, giftiges Anlaufen, schnelle Auffassungsgabe. Das was man diese Saison von den beiden Mannschaften sieht, hat man in Deutschland mMn einige Jahre nicht gesehen. Letztes Jahr war es ja auch, rein spielerisch, ein totaler Krampf um Platz 1.
Mir fällt da der Kommentar eines Users von vor ein paar Tagen ein: PL oder spanischer Fußball ist dagegen fast wie eine andere Sportart.

Liegt das jetzt an den Trainern oder den Spielern? Hat man in Spanien und England eine andere Auffassung vom Spiel? Können oder wollen die Spieler nicht das umsetzten was die Trainer vorgeben? Liegt es an der Trainerausbildung das die nicht in der Lage sind vernünftig Fußball spielen zulassen?
Wie genau soll der Fußball denn im optimal Fall aussehen und wie müssen Spieler darauf vorbetreitet werden?
Fragen über Fragen.

Quo Vadis BVB?

istar, Dienstag, 02.04.2024, 15:00 (vor 687 Tagen) @ Garum

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.


Wobei das meinem Gefühl nach auch sinnbildlich für die Bundesliga als solche gilt. Fußballerisch reißen da dieses Jahr wirklich nur Leverkusen und Stuttgart vom Hocker. Ich habe mir die Schwaben in der Zusammenfassung angeschaut, tolle, schnelle Spielzüge, giftiges Anlaufen, schnelle Auffassungsgabe. Das was man diese Saison von den beiden Mannschaften sieht, hat man in Deutschland mMn einige Jahre nicht gesehen. Letztes Jahr war es ja auch, rein spielerisch, ein totaler Krampf um Platz 1.
Mir fällt da der Kommentar eines Users von vor ein paar Tagen ein: PL oder spanischer Fußball ist dagegen fast wie eine andere Sportart.


Liegt das jetzt an den Trainern oder den Spielern? Hat man in Spanien und England eine andere Auffassung vom Spiel? Können oder wollen die Spieler nicht das umsetzten was die Trainer vorgeben? Liegt es an der Trainerausbildung das die nicht in der Lage sind vernünftig Fußball spielen zulassen?
Wie genau soll der Fußball denn im optimal Fall aussehen und wie müssen Spieler darauf vorbetreitet werden?
Fragen über Fragen.

Hacke-Spitze-einszweidrei und dann schnell, aber ganz schnell, nach vorne. Und hoch gewinnen. Nicht so ein schnödes 3:1 wie gegen Frankfurt oder ein läppisches 2:0 wie in Berlin.

Schreiben hier doch alle. Okay, ich hab nicht alles gelesen, also fast alle.

Quo Vadis BVB?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 02.04.2024, 15:32 (vor 687 Tagen) @ istar
bearbeitet von FourrierTrans, Dienstag, 02.04.2024, 15:40

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.


Wobei das meinem Gefühl nach auch sinnbildlich für die Bundesliga als solche gilt. Fußballerisch reißen da dieses Jahr wirklich nur Leverkusen und Stuttgart vom Hocker. Ich habe mir die Schwaben in der Zusammenfassung angeschaut, tolle, schnelle Spielzüge, giftiges Anlaufen, schnelle Auffassungsgabe. Das was man diese Saison von den beiden Mannschaften sieht, hat man in Deutschland mMn einige Jahre nicht gesehen. Letztes Jahr war es ja auch, rein spielerisch, ein totaler Krampf um Platz 1.
Mir fällt da der Kommentar eines Users von vor ein paar Tagen ein: PL oder spanischer Fußball ist dagegen fast wie eine andere Sportart.


Liegt das jetzt an den Trainern oder den Spielern? Hat man in Spanien und England eine andere Auffassung vom Spiel? Können oder wollen die Spieler nicht das umsetzten was die Trainer vorgeben? Liegt es an der Trainerausbildung das die nicht in der Lage sind vernünftig Fußball spielen zulassen?
Wie genau soll der Fußball denn im optimal Fall aussehen und wie müssen Spieler darauf vorbetreitet werden?
Fragen über Fragen.


Hacke-Spitze-einszweidrei und dann schnell, aber ganz schnell, nach vorne. Und hoch gewinnen. Nicht so ein schnödes 3:1 wie gegen Frankfurt oder ein läppisches 2:0 wie in Berlin.

Schreiben hier doch alle. Okay, ich hab nicht alles gelesen, also fast alle.

Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).

Quo Vadis BVB?

herrNick, Dienstag, 02.04.2024, 16:49 (vor 687 Tagen) @ FourrierTrans

Hacke-Spitze-einszweidrei und dann schnell, aber ganz schnell, nach vorne. Und hoch gewinnen. Nicht so ein schnödes 3:1 wie gegen Frankfurt oder ein läppisches 2:0 wie in Berlin.

Schreiben hier doch alle. Okay, ich hab nicht alles gelesen, also fast alle.


Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).

Wobei es ein recht neutrales internationales Benchmarking gibt, dass aussagt, dass unter den acht besten europäischen Mannschaften zwei aus der BL sind. Und insbesondere wenn man die Vorrunde mit betrachtet, durchaus nicht unverdient. Evtl. gibt es dann doch mehr Dinge als Athletik und Tempo (wobei mir natürlich klar ist, dass wir nicht wirklich zu den stärksten 8 in Europa gehören)

Quo Vadis BVB?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 02.04.2024, 16:52 (vor 687 Tagen) @ herrNick

Hacke-Spitze-einszweidrei und dann schnell, aber ganz schnell, nach vorne. Und hoch gewinnen. Nicht so ein schnödes 3:1 wie gegen Frankfurt oder ein läppisches 2:0 wie in Berlin.

Schreiben hier doch alle. Okay, ich hab nicht alles gelesen, also fast alle.


Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).


Wobei es ein recht neutrales internationales Benchmarking gibt, dass aussagt, dass unter den acht besten europäischen Mannschaften zwei aus der BL sind. Und insbesondere wenn man die Vorrunde mit betrachtet, durchaus nicht unverdient. Evtl. gibt es dann doch mehr Dinge als Athletik und Tempo (wobei mir natürlich klar ist, dass wir nicht wirklich zu den stärksten 8 in Europa gehören)

Das ist richtig. Ging ja auch hauptsächlich um das Thema "Sex-Appeal" in Saschas Post. Gab ja auch Zeiten, da haben italienische Catenaccios alles abgeräumt.

Quo Vadis BVB?

herrNick, Dienstag, 02.04.2024, 18:17 (vor 687 Tagen) @ FourrierTrans

Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).


Wobei es ein recht neutrales internationales Benchmarking gibt, dass aussagt, dass unter den acht besten europäischen Mannschaften zwei aus der BL sind. Und insbesondere wenn man die Vorrunde mit betrachtet, durchaus nicht unverdient. Evtl. gibt es dann doch mehr Dinge als Athletik und Tempo (wobei mir natürlich klar ist, dass wir nicht wirklich zu den stärksten 8 in Europa gehören)


Das ist richtig. Ging ja auch hauptsächlich um das Thema "Sex-Appeal" in Saschas Post. Gab ja auch Zeiten, da haben italienische Catenaccios alles abgeräumt.

Fair point. Wobei ehrliche Frage: ist das spielerische Niveau in GB oder ES wirklich durchgehend höher oder idR auch nur bei den Top-Clubs und das Bild ist etwas verzerrt, weil man beim BVB auch die Spiele gegen Darmstadt anschaut und bei Spielen aus GB dann meist nur die Topspiele?

Quo Vadis BVB?

istar, Dienstag, 02.04.2024, 18:34 (vor 687 Tagen) @ herrNick

Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).


Wobei es ein recht neutrales internationales Benchmarking gibt, dass aussagt, dass unter den acht besten europäischen Mannschaften zwei aus der BL sind. Und insbesondere wenn man die Vorrunde mit betrachtet, durchaus nicht unverdient. Evtl. gibt es dann doch mehr Dinge als Athletik und Tempo (wobei mir natürlich klar ist, dass wir nicht wirklich zu den stärksten 8 in Europa gehören)


Das ist richtig. Ging ja auch hauptsächlich um das Thema "Sex-Appeal" in Saschas Post. Gab ja auch Zeiten, da haben italienische Catenaccios alles abgeräumt.


Fair point. Wobei ehrliche Frage: ist das spielerische Niveau in GB oder ES wirklich durchgehend höher oder idR auch nur bei den Top-Clubs und das Bild ist etwas verzerrt, weil man beim BVB auch die Spiele gegen Darmstadt anschaut und bei Spielen aus GB dann meist nur die Topspiele?

Das Topspiel in der PL zwischen ManCity und Arsenal soll ja auch ein richtiger Kracher gewesen sein.

Ich persönlich fand es übrigens total sexy,wie Schlotti dem Müller am Samstag den Ball abgegrätscht hat, an Brandt weitergeleitet und der den genialen Pass auf Adeyemi gespielt hat.
Das war wohl der Moment, wo Müller grade kein Glitzern in den Augen hatte.

Quo Vadis BVB?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 02.04.2024, 18:25 (vor 687 Tagen) @ herrNick
bearbeitet von FourrierTrans, Dienstag, 02.04.2024, 18:33

Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).


Wobei es ein recht neutrales internationales Benchmarking gibt, dass aussagt, dass unter den acht besten europäischen Mannschaften zwei aus der BL sind. Und insbesondere wenn man die Vorrunde mit betrachtet, durchaus nicht unverdient. Evtl. gibt es dann doch mehr Dinge als Athletik und Tempo (wobei mir natürlich klar ist, dass wir nicht wirklich zu den stärksten 8 in Europa gehören)


Das ist richtig. Ging ja auch hauptsächlich um das Thema "Sex-Appeal" in Saschas Post. Gab ja auch Zeiten, da haben italienische Catenaccios alles abgeräumt.


Fair point. Wobei ehrliche Frage: ist das spielerische Niveau in GB oder ES wirklich durchgehend höher oder idR auch nur bei den Top-Clubs und das Bild ist etwas verzerrt, weil man beim BVB auch die Spiele gegen Darmstadt anschaut und bei Spielen aus GB dann meist nur die Topspiele?

Kann ich ehrlich gesagt auch schwer sagen. Dazu schaue ich zu wenig Fußball mittlerweile. Das Niveau wird schon abflachen, nach unten hin. Ich erinnere mich aber auch noch daran, ob das heute noch so ist weiß ich nicht, dass es "früher" üblich war, schnell und körperbetont zu spielen in England. Den Ball zu treiben, auch mal über die Außen, und vor allem unter keinen Umständen liegen zu bleiben, sofern nicht wirklich Schmerzen da sind. In Deutschland werden auch viele Spiele durch Rumgewälze und Diskutiererei kaputtgemacht. Es gibt ja unzählige Spieler, die es hier gepackt haben und dort dann in der gleichen Spielklasse sang- und klanglos untergangen sind (rein körperlich bedingt). Ich kannte ein paar aus meiner Jugend, die nach Austritt aus der Jugend (ist so 15-17 Jahre her) nach England sind für untere Vereine, teils auch zweite / dritte Liga. Die wurden da ganz schnell vom eigenen Publikum eingenordet, wenn man mit der üblichen Schauspielerei den Schiri bearbeiten wollte.

Quo Vadis BVB?

istar, Dienstag, 02.04.2024, 18:45 (vor 687 Tagen) @ FourrierTrans

Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).


Wobei es ein recht neutrales internationales Benchmarking gibt, dass aussagt, dass unter den acht besten europäischen Mannschaften zwei aus der BL sind. Und insbesondere wenn man die Vorrunde mit betrachtet, durchaus nicht unverdient. Evtl. gibt es dann doch mehr Dinge als Athletik und Tempo (wobei mir natürlich klar ist, dass wir nicht wirklich zu den stärksten 8 in Europa gehören)


Das ist richtig. Ging ja auch hauptsächlich um das Thema "Sex-Appeal" in Saschas Post. Gab ja auch Zeiten, da haben italienische Catenaccios alles abgeräumt.


Fair point. Wobei ehrliche Frage: ist das spielerische Niveau in GB oder ES wirklich durchgehend höher oder idR auch nur bei den Top-Clubs und das Bild ist etwas verzerrt, weil man beim BVB auch die Spiele gegen Darmstadt anschaut und bei Spielen aus GB dann meist nur die Topspiele?


Kann ich ehrlich gesagt auch schwer sagen. Dazu schaue ich zu wenig Fußball mittlerweile. Das Niveau wird schon abflachen, nach unten hin. Ich erinnere mich aber auch noch daran, ob das heute noch so ist weiß ich nicht, dass es "früher" üblich war, schnell und körperbetont zu spielen in England. Den Ball zu treiben, auch mal über die Außen, und vor allem unter keinen Umständen liegen zu bleiben, sofern nicht wirklich Schmerzen da sind. In Deutschland werden auch viele Spiele durch Rumgewälze und Diskutiererei kaputtgemacht. Es gibt ja unzählige Spieler, die es hier gepackt haben und dort dann in der gleichen Spielklasse sang- und klanglos untergangen sind (rein körperlich bedingt). Ich kannte ein paar aus meiner Jugend, die nach Austritt aus der Jugend (ist so 15-17 Jahre her) nach England sind für untere Vereine, teils auch zweite / dritte Liga. Die wurden da ganz schnell vom eigenen Publikum eingenordet, wenn man mit der üblichen Schauspielerei den Schiri bearbeiten wollte.

An die super Stimmung in England glaubst du aber nicht mehr, oder?

Ich halte das zumindest für die Gegenwart für einen Mythos.

Quo Vadis BVB?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 02.04.2024, 18:54 (vor 687 Tagen) @ istar

Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).


Wobei es ein recht neutrales internationales Benchmarking gibt, dass aussagt, dass unter den acht besten europäischen Mannschaften zwei aus der BL sind. Und insbesondere wenn man die Vorrunde mit betrachtet, durchaus nicht unverdient. Evtl. gibt es dann doch mehr Dinge als Athletik und Tempo (wobei mir natürlich klar ist, dass wir nicht wirklich zu den stärksten 8 in Europa gehören)


Das ist richtig. Ging ja auch hauptsächlich um das Thema "Sex-Appeal" in Saschas Post. Gab ja auch Zeiten, da haben italienische Catenaccios alles abgeräumt.


Fair point. Wobei ehrliche Frage: ist das spielerische Niveau in GB oder ES wirklich durchgehend höher oder idR auch nur bei den Top-Clubs und das Bild ist etwas verzerrt, weil man beim BVB auch die Spiele gegen Darmstadt anschaut und bei Spielen aus GB dann meist nur die Topspiele?


Kann ich ehrlich gesagt auch schwer sagen. Dazu schaue ich zu wenig Fußball mittlerweile. Das Niveau wird schon abflachen, nach unten hin. Ich erinnere mich aber auch noch daran, ob das heute noch so ist weiß ich nicht, dass es "früher" üblich war, schnell und körperbetont zu spielen in England. Den Ball zu treiben, auch mal über die Außen, und vor allem unter keinen Umständen liegen zu bleiben, sofern nicht wirklich Schmerzen da sind. In Deutschland werden auch viele Spiele durch Rumgewälze und Diskutiererei kaputtgemacht. Es gibt ja unzählige Spieler, die es hier gepackt haben und dort dann in der gleichen Spielklasse sang- und klanglos untergangen sind (rein körperlich bedingt). Ich kannte ein paar aus meiner Jugend, die nach Austritt aus der Jugend (ist so 15-17 Jahre her) nach England sind für untere Vereine, teils auch zweite / dritte Liga. Die wurden da ganz schnell vom eigenen Publikum eingenordet, wenn man mit der üblichen Schauspielerei den Schiri bearbeiten wollte.


An die super Stimmung in England glaubst du aber nicht mehr, oder?

Ich halte das zumindest für die Gegenwart für einen Mythos.

Nein. Das Publikum wurde ja ausgetauscht in einem langen Niedergang der Fankultur.
In Deutschland wird das vielleicht irgendwan einfach von sich aus abnehmen, wenn der Durchschnittsfan keine Lust mehr hat, auf 14 Jahre Deutscher Meister FCB und Matches wie Heidenheim gegen Hoffenheim. Oder es wird so wie Football in den USA. Wer weiß. Mir aber auch egal an sich, der Bundesliga-Alltag lockt mich jedenfalls nicht mehr vor's TV. Auch rein spielerisch nicht.

Quo Vadis BVB?

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 02.04.2024, 15:42 (vor 687 Tagen) @ FourrierTrans

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.


Wobei das meinem Gefühl nach auch sinnbildlich für die Bundesliga als solche gilt. Fußballerisch reißen da dieses Jahr wirklich nur Leverkusen und Stuttgart vom Hocker. Ich habe mir die Schwaben in der Zusammenfassung angeschaut, tolle, schnelle Spielzüge, giftiges Anlaufen, schnelle Auffassungsgabe. Das was man diese Saison von den beiden Mannschaften sieht, hat man in Deutschland mMn einige Jahre nicht gesehen. Letztes Jahr war es ja auch, rein spielerisch, ein totaler Krampf um Platz 1.
Mir fällt da der Kommentar eines Users von vor ein paar Tagen ein: PL oder spanischer Fußball ist dagegen fast wie eine andere Sportart.


Liegt das jetzt an den Trainern oder den Spielern? Hat man in Spanien und England eine andere Auffassung vom Spiel? Können oder wollen die Spieler nicht das umsetzten was die Trainer vorgeben? Liegt es an der Trainerausbildung das die nicht in der Lage sind vernünftig Fußball spielen zulassen?
Wie genau soll der Fußball denn im optimal Fall aussehen und wie müssen Spieler darauf vorbetreitet werden?
Fragen über Fragen.


Hacke-Spitze-einszweidrei und dann schnell, aber ganz schnell, nach vorne. Und hoch gewinnen. Nicht so ein schnödes 3:1 wie gegen Frankfurt oder ein läppisches 2:0 wie in Berlin.

Schreiben hier doch alle. Okay, ich hab nicht alles gelesen, also fast alle.


Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).

Für diese Art zu spielen müssen aber immer neue Spieler nach kommen die auf diesem Level spielen können.

Quo Vadis BVB?

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 02.04.2024, 16:48 (vor 687 Tagen) @ Garum

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Terzic' Art, Fußball spielen zu lassen, nur dann halbwegs ankommt, wenn sie sehr erfolgreich in Hinblick auf den Punktestand ist. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit dem Motto "weniger sexy, mehr erfolgreich". Schon in der letzten Saison hatte der Fußball für mich relativ wenig "Sex-Appeal" und dafür relativ viele Unzulänglichkeiten. Offen gesagt, war es mir ein Rätsel, wie man mit diesem Fußball so viele Punkte einfahren konnte.

Jetzt ist es ähnlich. Die Punkteausbeute stimmt wieder halbwegs, aber ein Wow-Effekt tritt nie ein. Der Fußball, den wir zeigen, ist eher wie ein Sack Kartoffeln. Man wird sicherlich davon satt, aber auf Dauer würde man sich eine Soße und eine Beilage dazu wünschen. Auch Samstag war das ja eher eine couragierte und engagierte Leistung (was absolut positiv ist), aber spielerisch häufig auch überschaubar. Was den ersten Sieg in München seit anno Kaiser Karls des Abwaschbaren nicht schmälern soll.

Am Ende wird der BVB unter Terzic fast noch mehr zum Erfolg verdammt bleiben als sowieso schon, weil bei ausbleibenden Erfolg direkt große Unruhe einziehen wird.


Wobei das meinem Gefühl nach auch sinnbildlich für die Bundesliga als solche gilt. Fußballerisch reißen da dieses Jahr wirklich nur Leverkusen und Stuttgart vom Hocker. Ich habe mir die Schwaben in der Zusammenfassung angeschaut, tolle, schnelle Spielzüge, giftiges Anlaufen, schnelle Auffassungsgabe. Das was man diese Saison von den beiden Mannschaften sieht, hat man in Deutschland mMn einige Jahre nicht gesehen. Letztes Jahr war es ja auch, rein spielerisch, ein totaler Krampf um Platz 1.
Mir fällt da der Kommentar eines Users von vor ein paar Tagen ein: PL oder spanischer Fußball ist dagegen fast wie eine andere Sportart.


Liegt das jetzt an den Trainern oder den Spielern? Hat man in Spanien und England eine andere Auffassung vom Spiel? Können oder wollen die Spieler nicht das umsetzten was die Trainer vorgeben? Liegt es an der Trainerausbildung das die nicht in der Lage sind vernünftig Fußball spielen zulassen?
Wie genau soll der Fußball denn im optimal Fall aussehen und wie müssen Spieler darauf vorbetreitet werden?
Fragen über Fragen.


Hacke-Spitze-einszweidrei und dann schnell, aber ganz schnell, nach vorne. Und hoch gewinnen. Nicht so ein schnödes 3:1 wie gegen Frankfurt oder ein läppisches 2:0 wie in Berlin.

Schreiben hier doch alle. Okay, ich hab nicht alles gelesen, also fast alle.


Nein. Es geht primär darum, dass Athletik und Physis in einem internationalen Benchmark eher stark abfallend sind. Natürlich muss man bei hohem Tempo auch noch den Ball mitnehmen können, sonst wäre man ja bei der Leichtathletik besser aufgehoben. Aber das sollte einen qualitativ hochwertigen Leistungssport im Fußball ausmachen. Es gab einige Jahre, da haben dass zumindest der BVB und der FCB in der Bundesliga gezeigt (und in Folge dann auch international).


Für diese Art zu spielen müssen aber immer neue Spieler nach kommen die auf diesem Level spielen können.

Das ist richtig. Den Verschleiss sieht man ja u.a. auch wieder beim FC Liverpool im Kader.

Quo Vadis BVB?

Sascha, Dortmund, Dienstag, 02.04.2024, 15:20 (vor 687 Tagen) @ istar

Es gibt doch auch noch viel dazwischen. Wir schaffen es nur selten, ein Spiel über 90 Minuten zu dominieren und von Anfang an für uns zu gestalten. Zudem läuft der Ball relativ selten flüssig und wirklich druckvoll nach vorne. Das hat ja alles nichts mit Hacke-Spitze-1-2-3 zu tun.

Quo Vadis BVB?

schweizer666, Schweiz, Dienstag, 02.04.2024, 15:15 (vor 687 Tagen) @ istar


Hacke-Spitze-einszweidrei und dann schnell, aber ganz schnell, nach vorne. Und hoch gewinnen. Nicht so ein schnödes 3:1 wie gegen Frankfurt oder ein läppisches 2:0 wie in Berlin.

Schreiben hier doch alle. Okay, ich hab nicht alles gelesen, also fast alle.

Hatten wir doch schon unter Bosz, hat nicht so gut funktioniert... :D

Am Ende liegt es doch auch an der Intuition der Spieler. Fülles Hacken-Ablagen ins Mittelfeld z.B. letztens haben nie gefruchtet, weil da einfach keiner hingelaufen ist.. da fehlt es teilweise einfach am Killer-Instinkt unserer Spieler? Kann mir nicht vorstellen dass Fülle da komplett gegen den Trainer spielt, sonst wäre er ja kaum Woche für Woche in der Startelf. Und trotzdem rennt keiner von uns in die entsprechenden bespielbaren Räume.

Quo Vadis BVB?

elrond100, Ennepetal, Dienstag, 02.04.2024, 13:15 (vor 687 Tagen) @ Sascha

Oh man, ich hab konsequent Tersic statt Terzic geschrieben :-( Sorry dafür.

Ich teile deine Einschätzung. Das gibt meine Haltung gut wieder. Ich bin nur nicht sicher, ob das wirklich Terzic-Ball ist oder ob das ganze noch irgendwo hinführen soll.

Zugegeben dauert es dann schon ziemlich lang um irgendwo anzukommen, aber stabiler werden wir gerade definitiv.

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