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Chris Evert und Martina Navratilova kritisieren mögliche WTA-Finals in Saudi-Arabien (Fußball und Sport allgemein)

Franke, Mittwoch, 17.01.2024, 23:00 (vor 744 Tagen) @ 北原キッカーズ

Ich stelle sie nicht auf eine Stufe, meine Güte! Ich hinterfrage die Moral von Leuten, die blöde Dinge bei einem Staat als massiven Grund ansehen, mit dem Staat nichts zu tun haben zu wollen, wenn ähnlich blöde Dinge bei anderen Staaten gar achselzuckend hingenommen werden. Bei Qatar gab es 10 Jahre lang die heftigsten Diskussionen über teilweise schlechte Arbeitsbedingungen auf Baustellen, während ein absolut desolates Gesundheitssystem für die breite Bevölkerung in den USA einfach hingenommen oder gar ignoriert wird und als Argument gegen irgendwelche sportlichen Dinge gar nicht in Betracht gezogen wird. In den USA wird eine fu**ing Mauer errichtet und niemanden stört es, während man andersrum jedes Jahr aufs Neue die DDR für deren Mauer zutiefst runter redet, obwohl das Land gar nicht mehr existiert … Und und und … Mich stört es gewaltig, dass bei einem WM-Turnier in den USA nicht ebenfalls dort das kritikwürdige am Land nicht auch stetiger Diskussionsbegleiter ist, sondern eben praktisch gar nicht zur Sprache kommt. Das ist einfach nur Heuchelei und Doppelmoral.


Die DDR-Führung brauchte Mauer und Stacheldraht, Minen und Schießbefehl, weil ansonsten alle Menschen weggelaufen wären, am Ende sogar die eigentlich vom System Überzeugten. Wenn Du der annähernd Letzte in der Straße bist und in allen anderen Straßen und allen anderen Orten ist es ähnlich, dann kannst da halt nicht mehr leben. Damit hatte die DDR den Vergleich mit dem Westen spätestens 1961 uneinholbar verloren. Minen und Schießbefehl kann man mit keinen sozialen Wohltaten ausgleichen.

In den USA hat man ein Problem damit, dass viele Menschen in dieses Land reinwollen, dass die in den USA leben wollen, trotz vieler Dinge, die man am Leben in den USA schlecht finden kann. Aber sehr viele Mittel- und Südamerikaner verbinden damit trotzdem Hoffnungen, die sie mit einem Verbleib in der Heimat nicht verbinden.


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