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Vergleichswerte und Relation (Sonstiges)

markus, Samstag, 30.12.2023, 15:19 (vor 752 Tagen) @ Frankonius

Mal weg vom Stammtisch-Populismus hin zur Sachlichkeit. Es ist wichtig die Relationen zu betrachten anhand von Daten und Fakten. Reißerische Artikel mit Extrembeispielen sind nicht hilfreich und verfälschen das Bild. In dem Link unten findet man dazu eine Aufarbeitung einschließlich Quellenangaben.

Nur mal Vergleich zu anderen Gefahren und Aktivitäten, die draußen lauern, ein paar Zahlen aus dem Link (Daten stammen zum Teil von vor Corona):

Alkohol: 1,6 Mio. Menschen sind in Deutschland alkoholabhängig. Es sterben über 70.000 Menschen an den Folgen.
Oktoberfest: rund 1.900 Polizeieinsätze, 6.000 Menschen mussten ärztlich behandelt werden.
Haustiere: Im Schnitt gibt es 30.000-50.000 registrierte Bissverletzungen jährlich, die meisten durch Hunde.
Skifahren: über 40.000 Verletzungen im Jahr, über 7.000 stationäre Behandlungen.

Auch in Sachen Umweltschutz gibt es deutlich problematischere Dinge als Feuerwerk (verantwortlich für 1.500 Tonnen Feinstaub).

Grillen: 7.000 Tonnen Feinstaub jährlich.
Kreuzfahrten: 450 KG pro Tag je Schiff (es gibt 330 Kreuzfahrtschiffe).
Rauchen: „Eine Zigarette setzt mehr Feinstaub frei als ein Dieselbetrieb ohne Katalysator bei einer Stunde Laufzeit“.
Industrie und Straßenverkehr sind für den allergrößten Teil verantwortlich.

Bei der CO2 Belastung ist der Unterschied deutlich gravierender. Feuerwerk ist gerade mal für 0,0003% verantwortlich (2.373 Tonnen).

Privates Grillen: 500.000 Tonnen (1xGrillen mit acht Personen entspricht 564 Feuerwerksbatterien oder 14.000 Raketen)
Kreuzfahrten: Ein Schiff stößt soviel CO2 aus wie 84.000 Autos, 6,1 Mio. Feuerwerksbatterien oder 153 Mio. Raketen.
Großevents: Auf dem Züri Fäscht in der Schweiz Betrug der CO2 Anteil des Feuerwerks nur 0,2%. An- und Abreise 42%, Mahlzeiten 40%, Getränke 9%, Verbrauchsmaterial 3%.

Auch bei der Frage des Mülls gibt es schlimmere Dinge wie Volksfeste, Weihnachten, Karneval, Festivals und Rauchen.

Was die Gefahren für Tiere betrifft, sind Dinge wie Verkehr, Kunstoff, Glas, Tourismus und Freizeitsport zum Teil deutlich gefährlicher. Für Vögel sind vor allem Katzen die größte Gefahr.

Was steht da sonst noch drin? Nur 5% der Verletzungen an Silvester sind Feuerwerksverletzte (in Berlin). Alkohol ist ein größeres Problem. Und: Nur mit illegalem Feuerwerk ist es möglich, sich Gliedmaßen abzureißen. Man sollte nur geprüftes F2 Feuerwerk verwenden und damit sachgemäß umgehen.

https://shop.roeder-feuerwerk.de/media/pdf/63/bf/f5/Feuerwerk-pro-Argumente-gegen-Verbot.pdf

Was sagt uns das? Dass es immer einfach ist, Verbote zu fordern, wenn es einen selbst nicht betrifft. Geht es uns wirklich darum eine möglichst große Zahl Menschen und die Umwelt zu schützen, müssten objektiv betrachtet zuerst Alkohol, Grillen, Tourismus, Haustiere, Karneval etc. dran glauben. Nur: Wollen wir in einer Welt leben, in der dann gar nichts mehr geht? Die Antwort ist nein.


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