Immobilienkauf und co. (Sonstiges)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 10.10.2023, 21:15 (vor 832 Tagen)
Hallo Leute.
Ich schätze das Forum sehr, auch für die Themenstränge außerhalb des Sports und hoffe es ist ok, hier einmal in die Runde zu fragen. Aktuell versuche ich mich in weiterer Diversifizierung beim Vermögensaufbau, bisher investiere ich primär in Aktien bzw. ETFs, in Anleihen und Edelmetallen. Nach und nach beschäftigt mich verstärkt die Idee, eventuell im kommenden Jahr auch mit einer kleinen Immobilie zu starten (wirklich klein, 30-40 qm²). Ehrlicherweise muss ich zugeben, bin ich bei dem Thema nicht sonderlich "kampferprobt", auch wenn ich bei reinen betriebswirtschaftlichen Aspekten doch relativ sattelfest bin. Zudem bin ich auch ein wenig unsicher, wie man die Gesamtlage einzuschätzen hat, auf der einen Seite sind die Immobilienpreise ja schon ein Stück runtergekommen und sollen es angeblich auch durchaus noch etwas, auf der anderen Seite steigen die Zinsen. Und was passiert long-term hinsichtlich der Demografie (viele Ältere sterben weg, immer weniger Jüngere kommen nach = zu viel Wohnraum in 15-20 Jahren?)?
Ganz konkret habe ich allerdings zwei Fragen:
1. Wie bei nahezu allen Finanzthemen, gibt es eine Unmenge an Büchern, die als "DAS Buch" beworben werden. Ich habe mir auf Anraten (allerdings online) "Geld verdienen mit Wohnimmobilien" von Alexander Goldwein zugelegt. Falls hier jemand mit Erfahrung oder beruflicher Expertise in dem Bereich Tipps bzgl. Literatur hat, würde ich mich über ein paar seriöse Titel freuen.
2. Es ist interessant zu beobachten, wie viele "Erfolgsmenschen" es auch in diesem Bereich geben soll / gibt. Ich bin gestern via eines Podcasts auf folgenden Fall aufmerksam geworden (i.d.R bin ich kein Fan vom BI, hier ist der Fall aber incl. des genannten Podcasts recht gut zusammengefasst, man findet den Herrn auch an anderer Stelle im Netz in Interviews oder Artikeln):
Falls jemand Zeit und Muse hat, sich diesen Podcast mal anzuhören, würde ich mich auch hier über Meinungen/Feedback freuen. Mir ist nach wie vor nicht ganz klar, wie man in 6-7 Jahren und mit 10k Startkapital auf 70 Immobilien kommt (schon rein finanzierungs-/FK-technisch).
Danke vorab und Euch allen einen schönen Abend!
Politik im Auge behalten
huerde, Donnerstag, 12.10.2023, 15:04 (vor 830 Tagen) @ FourrierTrans
Achte beim Kauf sehr auf Heizung und Isolierung.
Wenn die Grünen ihre Herzensprojekte durchbekommen, dann kann es sein, dass ein vermeintliches Schnäppchen schnell zur Kostenfalle wird.
Ich prophezeie sogar, dass manch günstiger Wohnraum wegfallen wird, weil es schlicht teurer wäre zu sanieren, als die Mietrendite auf absehbare Zeit wieder einbringen könnte.
Ich würde im Moment höchstens in einen Neubau investieren.
Politik im Auge behalten
SirTobi, Donnerstag, 12.10.2023, 22:30 (vor 830 Tagen) @ huerde
Wer beim Hauskauf nicht auf Heizung, Energieversorgung etc. achtet, dem ist eh nicht zu helfen.
Außer den AfDlern, denn die "heizen, wie sie wollen" (Wahlkampfslogan hier in Bayern). Egal, was es kostet. Was das mit den Grünen zu tun hat erschließt sich mir nicht. Denn in jedem Altbau ist einfach zu prüfen: ist die Heizung, die drin ist, vernünftig oder muss ich sie in nächster Zeit ersetzen. Und auf welche Technik setze ich dann. Das ist doch beim Hauskauf ganz alleine meine Entscheidung.
Politik im Auge behalten
markus, Donnerstag, 12.10.2023, 18:27 (vor 830 Tagen) @ huerde
Achte beim Kauf sehr auf Heizung und Isolierung.
Wenn die Grünen ihre Herzensprojekte durchbekommen, dann kann es sein, dass ein vermeintliches Schnäppchen schnell zur Kostenfalle wird.
Ich prophezeie sogar, dass manch günstiger Wohnraum wegfallen wird, weil es schlicht teurer wäre zu sanieren, als die Mietrendite auf absehbare Zeit wieder einbringen könnte.
Ich würde im Moment höchstens in einen Neubau investieren.
Naja, bei zehn Wohneinheiten teilen sich die Kosten dann auch durch 10. Dann kostet die Wärmepumpe vielleicht noch 4.000 Euro je Wohneinheit. Und im Idealfall wird das aus den Rücklagen gezahlt, die im Hausgeld mit drin sind.
Aber ja. Man sollte einige Dinge vorher einmal abchecken.
- Einsicht in die Protokolle der Eigentümerversammlungen nehmen.
- Sich den Energieausweis einmal anschauen. Ein Wert deutlich über 100 wäre nicht so fein.
- Wieviel ist auf dem Rücklagenkonto drauf? Reicht das für eine neue Heizung (wie alt ist die derzeitige Heizung?)
Immobilienkauf und co. - Danke!
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Mittwoch, 11.10.2023, 20:45 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
bearbeitet von FourrierTrans, Mittwoch, 11.10.2023, 20:48
Ich danke Euch für die Antworten und Eure Meinungen.
Im Nachgang noch einmal ein paar Aspekte, die in mehreren Antworten zur Sprache kamen.
- Die Idee wäre tatsächlich, in meiner Heimatregion eine kleine WE zu finden. Großraum Dortmund, Unna, Hamm, Sauerland, Soest, OWL. Also keine A-Stadt wie beispielsweise Hamburg. Es gäbe Städte, bei denen ich mich möglicherweise gut genug auskennen würde, um die Lage der Wohnung und Entwicklung des Viertels einschätzen zu können, aber sie sind einfach zu weit weg
- 30-40 qm² wäre so meine "Wunschgröße", unabhängig von der Wohnfläche würde ich nicht mehr als 100k als Gesamtpreis auf dem Deckel stehen haben wollen. Das entspricht auch ungefähr meinem aktuellen EK (also quasi tatsächlich mein selbst erarbeitetes Kapital, Elternhaus und co. ist noch nicht überschrieben und rechne ich mal nicht rein, um hier sauber zu bleiben)
- Beispielhaft habe ich eine kleine Wohnung in Unna gesichtet, 36 qm² mit Stellplatz und Keller, BJ 1972 und gut in Schuss, Kaufpreis 53k, recht gute S-Bahn-Anbindung, vermietet. Gemäß aktueller Jahresnettomiete wäre die Wohnung in 17 Jahren abbezahlt (freilich ohne Reparaturen und etwaigen Ausfällen). Allerdings eher eine Mini-Platte (sieht von außen aber verträglich aus, Gegend ist ok, müsste man sich aber sicherlich genau anschauen).
- Zur Motivation: Mit ETFs und co. macht man sicherlich nichts verkehrt und man könnte da auch einfach wie gehabt weitermachen, aber bei Immobilien hat man ja doch irgendwo noch die Möglichkeit, zumindest ein bisschen FK einzubringen.
Sicherlich, auf der einen Seite soll das Ganze natürlich auch ein Invest sein, aber irgendwie habe ich tatsächlich richtig Lust auf so ein "Projekt". An sich stehe ich auch gerne in der Baustelle, manches kann ich selber oder habe Freunde. Ein Großteil (sofern man eine renovierungsbedürftige WE rauspicken würde) müsste ich aber machen lassen. Auch ein Aspekt, der mir Sorge bereitet. Ich sehe wie selbst über Jahrzehnte in meinem Elternhaus ein- und ausgehende Handwerker, tja man kann es nicht anders sagen, meine Eltern hängen lassen. Eine einzige Katastrophe, mache Dinge verschleppen sich schon seit Monaten, teilweise schon fast ein Jahr lang.
- Neben-Motivation: So wie es wahrscheinlich jeder tut, hegt man ja insgeheim doch immer den Traum, irgendwann mal mehr oder weniger unabhängig zu sein von einem Job. Ich bin noch ohne Kinder und lebe relativ sparsam, was in Kombi mit meinem Job eine oke Basis ist, zumindest ein wenig Kapital angespart zu haben. Die Überlegung wäre, mit Immobilien möglicherweise dennoch mehr Freiheiten aufzubauen, als lediglich mit ETFs/Anleihen/Aktien/Edelmetallen und co., u.a. aufgrund von FK-Einsatz.
Nicht falsch verstehen, ich habe tolle Kollegen und zur Arbeit zu gehen ist auch keine Qual. Möglicherweise ist es auch irgendwie eine Bigotterie, auf der einen Seite durch ETFs/Aktien/Immos und co. finanziell unabhängig sein zu wollen und das jetzt zu sagen, aber die letzten Jahre in meinem Konzern (fair enough, der mir mein Gehalt zahlt) haben mir echt noch einmal gezeigt, was für eine asoziale und widerliche Umgebung doch das Berufsleben in Konzernen sein kann. Jordan-Belfort-Turbokapitalismus in NRW, ich habe da wirklich seit ~2020 jede Sauerei miterlebt und mit Mitte 30 ist eigentlich nichts mehr von den edlen Zielen übriggeblieben, die man so als Absolvent vor 10 Jahren hatte. Eventuell ist auch nicht jeder Konzern so gewissenlos, da habe ich nicht genug von innen gesehen, oder man muss in den Mittelstand gehen, aber das ist auch ein Antrieb für mich, finanziell so unabhängig zu werden, um in diesem verantwortungslosen Fleischwolf nicht mehr mitmachen zu müssen.
Immobilienkauf und co. - Danke!
Didi, Schweiz, Freitag, 13.10.2023, 08:50 (vor 829 Tagen) @ FourrierTrans
Schickte dir noch eine PN
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Hatebreed, Mittwoch, 11.10.2023, 23:12 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
bearbeitet von Hatebreed, Mittwoch, 11.10.2023, 23:19
- Beispielhaft habe ich eine kleine Wohnung in Unna gesichtet, 36 qm² mit Stellplatz und Keller, BJ 1972 und gut in Schuss, Kaufpreis 53k, recht gute S-Bahn-Anbindung, vermietet. Gemäß aktueller Jahresnettomiete wäre die Wohnung in 17 Jahren abbezahlt (freilich ohne Reparaturen und etwaigen Ausfällen). Allerdings eher eine Mini-Platte (sieht von außen aber verträglich aus, Gegend ist ok, müsste man sich aber sicherlich genau anschauen).
Was heißt denn bei einem 51 Jahre alten Haus "gut in Schuss"? In weiteren 17 Jahren ohne Reperaturen/Sanierungen halte ich für utopisch - selbst wenn es gut in Schuss ist. Ab Baujahr 1970 klingelt bei mir übrigens auch direkt der Asbest-Alarm.
Wichtig: Wie ist die Eigentümer-Struktur? Finger weg von Häusern, wo eine Person die Hälfte der WE besitzt oder 2 Bekannte/Freunde die Hälfte oder mehr haben. Beides schon bei Bekannten erlebt, Veto-Recht quasi.
Was wäre denn Dein zeitliches Ziel die Wohnung nach Steuern (und eventuellen Zinsen) abbezahlt zu haben?
--
Block 24
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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Mittwoch, 11.10.2023, 23:29 (vor 831 Tagen) @ Hatebreed
- Beispielhaft habe ich eine kleine Wohnung in Unna gesichtet, 36 qm² mit Stellplatz und Keller, BJ 1972 und gut in Schuss, Kaufpreis 53k, recht gute S-Bahn-Anbindung, vermietet. Gemäß aktueller Jahresnettomiete wäre die Wohnung in 17 Jahren abbezahlt (freilich ohne Reparaturen und etwaigen Ausfällen). Allerdings eher eine Mini-Platte (sieht von außen aber verträglich aus, Gegend ist ok, müsste man sich aber sicherlich genau anschauen).
Was heißt denn bei einem 51 Jahre alten Haus "gut in Schuss"? In weiteren 17 Jahren ohne Reperaturen/Sanierungen halte ich für utopisch. Ab Baujahr 1970 klingelt bei mir übrigens auch direkt der Asbest-Alarm.
Also das ist ein Gebäude mit mehreren Wohnungen, ich schätze so 20. Von innen sehen die Fotos der Wohnung relativ gut aus, alles recht neu. Aber muss man sich sicherlich selbst anschauen, in einem Zeitrahmen von mehr als 15 Jahren fallen generell auf jeden Fall Renovierungen an.
Wichtig: Wie ist die Eigentümer-Struktur?
Steht so in dem Exposé erst einmal nichts, wird von der Dortmunder Volksbank angeboten.
Was wäre denn Dein zeitliches Ziel die Wohnung nach Steuern (und eventuellen Zinsen) abbezahlt zu haben?
Du meinst amortisiert mit den Mieteinnahmen oder wie genau die Finanzierung aussehen soll?
Bei letzterem bin ich mir unsicher. Theoretisch müsste ich nicht finanzieren und könnte kaufen, aber eigentlich will man ja mit möglichst günstigem FK arbeiten, um nicht zu viel EK zu verbraten...
Immobilienkauf und co. - Danke!
markus, Mittwoch, 11.10.2023, 22:04 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
- Beispielhaft habe ich eine kleine Wohnung in Unna gesichtet, 36 qm² mit Stellplatz und Keller, BJ 1972 und gut in Schuss, Kaufpreis 53k, recht gute S-Bahn-Anbindung, vermietet. Gemäß aktueller Jahresnettomiete wäre die Wohnung in 17 Jahren abbezahlt (freilich ohne Reparaturen und etwaigen Ausfällen). Allerdings eher eine Mini-Platte (sieht von außen aber verträglich aus, Gegend ist ok, müsste man sich aber sicherlich genau anschauen).
Das hört sich finanziell sehr solide an und mit kleineren Mietsteigerungen wird es noch solider. Da gibt es sicherlich auch eine Hausverwaltung. Da könntest du vom bisherigen Eigentümer vielleicht mal die Protokolle der Eigentümerversammlungen bekommen und mal nachschauen, welche Themen es in der Vergangenheit gab.
Ich selbst würde eine solche Wohnung nicht kaufen. Ich hätte den (bestimmt völlig falschen) Anspruch, nur solche Wohnungen zu kaufen, die ich auch selber bewohnen würde. Wenn ich allein schon diese häßlichen 70er Bauten sehe, möchte ich da keinen Fuß in die Tür setzen. Und dann würde ich sowas auch nicht besitzen und vermieten wollen. Aber rein finanziell betrachtet sind das wohl die besten Immobilien. Google mal nach dem Investment Punk. Sein Geschäftsmodell sind „kleine, häßliche 1 Zimmer Buden“. Der ist damit zum Millionär geworden, eben genau wegen dieser hohen Renditen.
Wäre es keine Option für dich, dass du eine Immobilie zur Selbstnutzung kaufst? Dann vielleicht in dem Ort, wo du auch arbeitest? Dann fehlen zwar gewisse steuerliche Vorteile, aber dafür sparst du eine Nettomiete ein, die du aus etwa doppelt so hohem Bruttoeinkommen bezahlen musst.
- Zur Motivation: Mit ETFs und co. macht man sicherlich nichts verkehrt und man könnte da auch einfach wie gehabt weitermachen, aber bei Immobilien hat man ja doch irgendwo noch die Möglichkeit, zumindest ein bisschen FK einzubringen.
Ja, auf jeden Fall. Es ist auch einfach ein weiteres Standbein.
- Neben-Motivation: So wie es wahrscheinlich jeder tut, hegt man ja insgeheim doch immer den Traum, irgendwann mal mehr oder weniger unabhängig zu sein von einem Job. Ich bin noch ohne Kinder und lebe relativ sparsam, was in Kombi mit meinem Job eine oke Basis ist, zumindest ein wenig Kapital angespart zu haben. Die Überlegung wäre, mit Immobilien möglicherweise dennoch mehr Freiheiten aufzubauen, als lediglich mit ETFs/Anleihen/Aktien/Edelmetallen und co., u.a. aufgrund von FK-Einsatz.
Nicht falsch verstehen, ich habe tolle Kollegen und zur Arbeit zu gehen ist auch keine Qual. Möglicherweise ist es auch irgendwie eine Bigotterie, auf der einen Seite durch ETFs/Aktien/Immos und co. finanziell unabhängig sein zu wollen und das jetzt zu sagen, aber die letzten Jahre in meinem Konzern (fair enough, der mir mein Gehalt zahlt) haben mir echt noch einmal gezeigt, was für eine asoziale und widerliche Umgebung doch das Berufsleben in Konzernen sein kann. Jordan-Belfort-Turbokapitalismus in NRW, ich habe da wirklich seit ~2020 jede Sauerei miterlebt und mit Mitte 30 ist eigentlich nichts mehr von den edlen Zielen übriggeblieben, die man so als Absolvent vor 10 Jahren hatte. Eventuell ist auch nicht jeder Konzern so gewissenlos, da habe ich nicht genug von innen gesehen, oder man muss in den Mittelstand gehen, aber das ist auch ein Antrieb für mich, finanziell so unabhängig zu werden, um in diesem verantwortungslosen Fleischwolf nicht mehr mitmachen zu müssen.
Das ist schon genau die richtige Motivation, die ich auch habe. Wobei ich froh bin, in einem Konzern zu sein. In irgendwelchen Kleinstklitschen ohne Kündigungsschutz und ohne Arbeitnehmervertretung würde ich nicht arbeiten wollen. Da gibt es dann auch keine Abfindung, wenn man geht und keine Leistungen, die in großen Konzernen Standard sind. Mir geht es da eher um was anderes. Wir wissen ja gar nicht, welche Lebenszeit wir haben. Und der Modus bestehend aus Schule - Ausbildung - bis 67 arbeiten - dann kurz die Rente „genießen“ und auf den Tod warten, klingt jetzt nicht unbedingt schön. Ja, man hat Wochenenden und einmal im Jahr geht es dann für zwei Wochen in den Urlaub. Aber danach beginnt der ganze Mist von vorne. Immer und immer wieder.
Ich glaube, dass der Mensch nicht dafür geschaffen ist, fünf Tage die Woche acht Stunden täglich nur darauf zu hoffen, dass der Tag möglichst schnell umgeht, weil man keinen Spaß an dem hat, was man da tagtäglich tun soll. Das mag in wenigen Ausnahmefällen, in denen der Job Spaß macht, anders sein. Die Regel ist für viele aber eintönige Routine. Zum Beispiel den ganzen Tag am Band stehen und die immer gleiche Schraube in ein Produkt hinein drehen. Oder sinnlos auf den Bildschirm zu starren und die immer gleichen Vorgänge abzuarbeiten. Das ist natürlich immer noch besser, als gar nichts zu tun zu haben. Dann besteht der Tag nämlich daraus, so zu tun, als ob man beschäftigt ist, damit möglichst niemandem auffällt, dass man eigentlich wegrationalisiert werden könnte. Bei uns gab es mal ein sogenanntes „Sterbezimmer“, ist aber schon lange her. Da kamen dann die rein, für die man keine wirkliche Verwendung mehr hatte. Internetzugang mitsamt PC war vorhanden und nicht wenige haben gesagt, dass das dort gar nicht so schlecht sein würde. Allerdings wird das recht schnell langweilig und die meisten haben dann irgendwann von sich aus gekündigt.
Deshalb habe ich einen ähnlichen Ansatz wie du. Möglichst früh finanziell unabhängig sein und aus diesem System ausbrechen können. Das heißt ja dann nicht, dass man dann zwingend kündigen muss. Aber es ist viel wert, wenn man weiß, dass man es jederzeit tun könnte.
Und ich hatte tatsächlich den Fall bei uns im Betrieb: Eine Mitarbeiterin ist an Krebs erkrankt und exakt am ersten Tag der Rente ist sie verstorben. Dann doch lieber möglichst früh Privatier sein und die Lebenszeit für Dinge einsetzen, die Spaß machen.
Immobilienkauf und co. - Danke!
Fire Kid, Ort, Donnerstag, 12.10.2023, 13:00 (vor 830 Tagen) @ markus
Ich selbst würde eine solche Wohnung nicht kaufen. Ich hätte den (bestimmt völlig falschen) Anspruch, nur solche Wohnungen zu kaufen, die ich auch selber bewohnen würde. Wenn ich allein schon diese häßlichen 70er Bauten sehe, möchte ich da keinen Fuß in die Tür setzen. Und dann würde ich sowas auch nicht besitzen und vermieten wollen. Aber rein finanziell betrachtet sind das wohl die besten Immobilien. Google mal nach dem Investment Punk. Sein Geschäftsmodell sind „kleine, häßliche 1 Zimmer Buden“. Der ist damit zum Millionär geworden, eben genau wegen dieser hohen Renditen.
Solange man kein Haus in der Pampa kauft :D
Der Hörhan ist schon eine Marke. Finde die Bücher gelungen. Außerdem gibt es auf Youtube auch mehrere seiner Vorträge zu sehen. Da gibt es einiges zu lachen aufgrund seiner Art, jedoch lernt man bei dessen Aussagen auch vieles, was einem so vielleicht noch nicht bewusst war.
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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Mittwoch, 11.10.2023, 22:21 (vor 831 Tagen) @ markus
- Beispielhaft habe ich eine kleine Wohnung in Unna gesichtet, 36 qm² mit Stellplatz und Keller, BJ 1972 und gut in Schuss, Kaufpreis 53k, recht gute S-Bahn-Anbindung, vermietet. Gemäß aktueller Jahresnettomiete wäre die Wohnung in 17 Jahren abbezahlt (freilich ohne Reparaturen und etwaigen Ausfällen). Allerdings eher eine Mini-Platte (sieht von außen aber verträglich aus, Gegend ist ok, müsste man sich aber sicherlich genau anschauen).
Das hört sich finanziell sehr solide an und mit kleineren Mietsteigerungen wird es noch solider. Da gibt es sicherlich auch eine Hausverwaltung. Da könntest du vom bisherigen Eigentümer vielleicht mal die Protokolle der Eigentümerversammlungen bekommen und mal nachschauen, welche Themen es in der Vergangenheit gab.Ich selbst würde eine solche Wohnung nicht kaufen. Ich hätte den (bestimmt völlig falschen) Anspruch, nur solche Wohnungen zu kaufen, die ich auch selber bewohnen würde. Wenn ich allein schon diese häßlichen 70er Bauten sehe, möchte ich da keinen Fuß in die Tür setzen. Und dann würde ich sowas auch nicht besitzen und vermieten wollen. Aber rein finanziell betrachtet sind das wohl die besten Immobilien. Google mal nach dem Investment Punk. Sein Geschäftsmodell sind „kleine, häßliche 1 Zimmer Buden“. Der ist damit zum Millionär geworden, eben genau wegen dieser hohen Renditen.
Wäre es keine Option für dich, dass du eine Immobilie zur Selbstnutzung kaufst? Dann vielleicht in dem Ort, wo du auch arbeitest? Dann fehlen zwar gewisse steuerliche Vorteile, aber dafür sparst du eine Nettomiete ein, die du aus etwa doppelt so hohem Bruttoeinkommen bezahlen musst.
Überlege ich auch schon länger.
In meinem Elternhaus ist auch eine eigenständige Wohnung frei, die renoviert und nicht mehr vermietet wird, hatte ich kurz drüber nachgedacht, aber das war mir dann doch zu wild. Sowas geht vielleicht, wenn man verheiratet ist und Kids hat und die räumliche Nähe dann irgendwie hilfreich ist. ^^
- Zur Motivation: Mit ETFs und co. macht man sicherlich nichts verkehrt und man könnte da auch einfach wie gehabt weitermachen, aber bei Immobilien hat man ja doch irgendwo noch die Möglichkeit, zumindest ein bisschen FK einzubringen.
Ja, auf jeden Fall. Es ist auch einfach ein weiteres Standbein.
- Neben-Motivation: So wie es wahrscheinlich jeder tut, hegt man ja insgeheim doch immer den Traum, irgendwann mal mehr oder weniger unabhängig zu sein von einem Job. Ich bin noch ohne Kinder und lebe relativ sparsam, was in Kombi mit meinem Job eine oke Basis ist, zumindest ein wenig Kapital angespart zu haben. Die Überlegung wäre, mit Immobilien möglicherweise dennoch mehr Freiheiten aufzubauen, als lediglich mit ETFs/Anleihen/Aktien/Edelmetallen und co., u.a. aufgrund von FK-Einsatz.
Nicht falsch verstehen, ich habe tolle Kollegen und zur Arbeit zu gehen ist auch keine Qual. Möglicherweise ist es auch irgendwie eine Bigotterie, auf der einen Seite durch ETFs/Aktien/Immos und co. finanziell unabhängig sein zu wollen und das jetzt zu sagen, aber die letzten Jahre in meinem Konzern (fair enough, der mir mein Gehalt zahlt) haben mir echt noch einmal gezeigt, was für eine asoziale und widerliche Umgebung doch das Berufsleben in Konzernen sein kann. Jordan-Belfort-Turbokapitalismus in NRW, ich habe da wirklich seit ~2020 jede Sauerei miterlebt und mit Mitte 30 ist eigentlich nichts mehr von den edlen Zielen übriggeblieben, die man so als Absolvent vor 10 Jahren hatte. Eventuell ist auch nicht jeder Konzern so gewissenlos, da habe ich nicht genug von innen gesehen, oder man muss in den Mittelstand gehen, aber das ist auch ein Antrieb für mich, finanziell so unabhängig zu werden, um in diesem verantwortungslosen Fleischwolf nicht mehr mitmachen zu müssen.
Das ist schon genau die richtige Motivation, die ich auch habe. Wobei ich froh bin, in einem Konzern zu sein. In irgendwelchen Kleinstklitschen ohne Kündigungsschutz und ohne Arbeitnehmervertretung würde ich nicht arbeiten wollen. Da gibt es dann auch keine Abfindung, wenn man geht und keine Leistungen, die in großen Konzernen Standard sind. Mir geht es da eher um was anderes. Wir wissen ja gar nicht, welche Lebenszeit wir haben. Und der Modus bestehend aus Schule - Ausbildung - bis 67 arbeiten - dann kurz die Rente „genießen“ und auf den Tod warten, klingt jetzt nicht unbedingt schön. Ja, man hat Wochenenden und einmal im Jahr geht es dann für zwei Wochen in den Urlaub. Aber danach beginnt der ganze Mist von vorne. Immer und immer wieder.Ich glaube, dass der Mensch nicht dafür geschaffen ist, fünf Tage die Woche acht Stunden täglich nur darauf zu hoffen, dass der Tag möglichst schnell umgeht, weil man keinen Spaß an dem hat, was man da tagtäglich tun soll. Das mag in wenigen Ausnahmefällen, in denen der Job Spaß macht, anders sein. Die Regel ist für viele aber eintönige Routine. Zum Beispiel den ganzen Tag am Band stehen und die immer gleiche Schraube in ein Produkt hinein drehen. Oder sinnlos auf den Bildschirm zu starren und die immer gleichen Vorgänge abzuarbeiten. Das ist natürlich immer noch besser, als gar nichts zu tun zu haben. Dann besteht der Tag nämlich daraus, so zu tun, als ob man beschäftigt ist, damit möglichst niemandem auffällt, dass man eigentlich wegrationalisiert werden könnte. Bei uns gab es mal ein sogenanntes „Sterbezimmer“, ist aber schon lange her. Da kamen dann die rein, für die man keine wirkliche Verwendung mehr hatte. Internetzugang mitsamt PC war vorhanden und nicht wenige haben gesagt, dass das dort gar nicht so schlecht sein würde. Allerdings wird das recht schnell langweilig und die meisten haben dann irgendwann von sich aus gekündigt.
Deshalb habe ich einen ähnlichen Ansatz wie du. Möglichst früh finanziell unabhängig sein und aus diesem System ausbrechen können. Das heißt ja dann nicht, dass man dann zwingend kündigen muss. Aber es ist viel wert, wenn man weiß, dass man es jederzeit tun könnte.
Und ich hatte tatsächlich den Fall bei uns im Betrieb: Eine Mitarbeiterin ist an Krebs erkrankt und exakt am ersten Tag der Rente ist sie verstorben. Dann doch lieber möglichst früh Privatier sein und die Lebenszeit für Dinge einsetzen, die Spaß machen.
Bei allem, was mich am Konzern abstößt, vermute ich auch, ein Konzernmensch zu sein. Ich habe vorher im Mittelstand gearbeitet, war deutlich sozialer, aber halt nicht kompetetiv mit dem Konzern. Jetzt wechsel ich nochmals in einen US-Konzern, hege aber ehrlich gesagt nicht die Hoffnung, dass man dort menschlich nachhaltiger wirkt.
Neben den von dir beschriebenen Aspekten habe ich auch irgendwie so einen unternehmerischen Drang, etwas aufzubauen. Mal sehen wie es in dem neuen Laden wird, auch hier erwarte ich nicht viel anderes, Karriere im Konzern scheint für mich auch kein Thema. Überall trägt man die "habe Ecken und Kanten und denke selbständig"-Monstranz vor sich her, aber ich habe es immer so erlebt, dass nur ein brutaler Kadavergehorsam in Kombination mit der Missachtung langfristiger Strategien/Ziele zum Wohle der nächsten Quartalsbilanz bzw. persönlichen Zielen von Board-Membern sowie die stumpfe quantitative Leistung zum Erfolg führt. Da bin ich halt leider komplett die falsche Person, deswegen werde ich im Beruf wohl nie so etwas wie Befriedigung meines Tatendrangs erleben. So private Investitionsprojekte könnte da eventuell auch Abhilfe schaffen.
Immobilienkauf und co. - Danke!
markus, Mittwoch, 11.10.2023, 22:38 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Bei allem, was mich am Konzern abstößt, vermute ich auch, ein Konzernmensch zu sein. Ich habe vorher im Mittelstand gearbeitet, war deutlich sozialer, aber halt nicht kompetetiv mit dem Konzern. Jetzt wechsel ich nochmals in einen US-Konzern, hege aber ehrlich gesagt nicht die Hoffnung, dass man dort menschlich nachhaltiger wirkt.
Neben den von dir beschriebenen Aspekten habe ich auch irgendwie so einen unternehmerischen Drang, etwas aufzubauen. Mal sehen wie es in dem neuen Laden wird, auch hier erwarte ich nicht viel anderes, Karriere im Konzern scheint für mich auch kein Thema. Überall trägt man die "habe Kanten und Ecken und denke selbständig"-Monstranz vor sich her, aber ich habe es immer so erlebt, dass nur ein brutaler Kadavergehorsam in Kombination mit der Missachtung langfristiger Strategien/Ziele zum Wohle der nächsten Quartalsbilanz bzw. persönlichen Zielen von Board-Membern sowie die stumpfe quantitative Leistung zum Erfolg führt. Da bin ich halt leider komplett die falsche Person, deswegen werde ich im Beruf wohl nie so etwas wie Befriedigung meines Tatendrangs erleben. So private Investitionsprojekte könnte da eventuell auch Abhilfe schaffen.
Ja, es zählt der kurzfristige Erfolg. Und wenn du wirklich vorankommen willst, bleibt dir nichts anderes übrig, als den passenden Leuten in den Hintern zu kriechen. Hast du eigene Ideen und kritisierst womöglich gewisse Dinge? Das wird nicht gerne gesehen. Denn dann könntest du deinen eigenen Chefs gefährlich werden. Die suchen häufig reine Mitläufer, um ihr eigenes Pöstchen nicht zu gefährden.
Witzig finde ich auch immer, wenn mit flachen Hierachien geworben wird und man in Wahrheit bis zum Vorstand acht Führungsebenen wieder findet. Man kann da wirklich nur den Kopf schütteln zum Teil. Dennoch würde ich nicht tauschen wollen gegen eine kleine Bude. Denn da gibt es andere Nachteile. In Konzernen hast du immerhin deinen halbwegs sicheren Job und kannst in vielen Fällen zur Not untertauchen und Dienst nach Vorschrift machen. Ich wundere mich immer wieder, wie es einige schaffen, sich größtmöglich vor der Arbeit zu drücken und das niemanden groß juckt. Das geht in kleinen Buden nicht. Da fällt das direkt auf.
Immobilienkauf und co. - Danke!
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Mittwoch, 11.10.2023, 22:57 (vor 831 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Mittwoch, 11.10.2023, 23:04
Bei allem, was mich am Konzern abstößt, vermute ich auch, ein Konzernmensch zu sein. Ich habe vorher im Mittelstand gearbeitet, war deutlich sozialer, aber halt nicht kompetetiv mit dem Konzern. Jetzt wechsel ich nochmals in einen US-Konzern, hege aber ehrlich gesagt nicht die Hoffnung, dass man dort menschlich nachhaltiger wirkt.
Neben den von dir beschriebenen Aspekten habe ich auch irgendwie so einen unternehmerischen Drang, etwas aufzubauen. Mal sehen wie es in dem neuen Laden wird, auch hier erwarte ich nicht viel anderes, Karriere im Konzern scheint für mich auch kein Thema. Überall trägt man die "habe Kanten und Ecken und denke selbständig"-Monstranz vor sich her, aber ich habe es immer so erlebt, dass nur ein brutaler Kadavergehorsam in Kombination mit der Missachtung langfristiger Strategien/Ziele zum Wohle der nächsten Quartalsbilanz bzw. persönlichen Zielen von Board-Membern sowie die stumpfe quantitative Leistung zum Erfolg führt. Da bin ich halt leider komplett die falsche Person, deswegen werde ich im Beruf wohl nie so etwas wie Befriedigung meines Tatendrangs erleben. So private Investitionsprojekte könnte da eventuell auch Abhilfe schaffen.
Ja, es zählt der kurzfristige Erfolg. Und wenn du wirklich vorankommen willst, bleibt dir nichts anderes übrig, als den passenden Leuten in den Hintern zu kriechen. Hast du eigene Ideen und kritisierst womöglich gewisse Dinge? Das wird nicht gerne gesehen. Denn dann könntest du deinen eigenen Chefs gefährlich werden. Die suchen häufig reine Mitläufer, um ihr eigenes Pöstchen nicht zu gefährden.Witzig finde ich auch immer, wenn mit flachen Hierachien geworben wird und man in Wahrheit bis zum Vorstand acht Führungsebenen wieder findet. Man kann da wirklich nur den Kopf schütteln zum Teil. Dennoch würde ich nicht tauschen wollen gegen eine kleine Bude. Denn da gibt es andere Nachteile. In Konzernen hast du immerhin deinen halbwegs sicheren Job und kannst in vielen Fällen zur Not untertauchen und Dienst nach Vorschrift machen. Ich wundere mich immer wieder, wie es einige schaffen, sich größtmöglich vor der Arbeit zu drücken und das niemanden groß juckt. Das geht in kleinen Buden nicht. Da fällt das direkt auf.
Was mich am meisten schockiert hat und was ich für völlig ausgeschlossen hielt, ist die Art und Weise, wie in einem so großen Konzern die Abteilung HR auftritt und wie unfassbar destruktiv sie arbeiten. Als Wirtschafting. habe ich rudimentäre Einblicke in das Feld im Studium bekommen, nichts, aber auch wirklich gar nichts von der gelehrten Theorie findet man in der Praxis wieder. Die Bezeichnung "Human Resources" spottet eigentlich jeder Beschreibung. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sie nur eine Aufgabe haben: Kosten bei den Mitarbeitern zu drücken, Gehaltsverhandlungen zu torpedieren, quasi der "Nein-Sager" im Konzern. In 6 Jahren gab es keine einzige HR-Maßnahme, keine echten Weiterbildungen, keine Unterstützung oder interne Karriereberatung, keine wirklichen Talentprogramme (bis auf ein ganz kleines, wo die besten 1% der Ja-Sager reinkommen, ~50 Plätze, was aber am Ende ohne echtes Output bleibt für die Personen). Dafür bedarf es keinerlei Ausbildung, jeder Kneipenschläger könnte diese Aufgabe übernehmen.
Ich habe mich immer gefragt, was für ein Typ Mensch man sein muss, diesen Job machen zu wollen. Die "eigenen Leute" so zu quälen, zu hintergehen, systematisch zu belügen und zu behindern. Und dann auf externen Messen die große Show abzuliefern, wohlwissentlich, das kein einziges Wort der Wahrheit entspricht. Kollegen und ich haben uns mal nach Feierabend bei einem "Online-Karriere-Event" via LinkedIn zugeschaltet. Wahnsinn, was für eine Verarsche die den jungen Leuten da auftischen.
Immobilienkauf und co. - Danke!
Oleoleole, Mittwoch, 11.10.2023, 23:01 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Dann habt ihr eine keine gute HR :-)
Immobilienkauf und co. - Danke!
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Mittwoch, 11.10.2023, 23:03 (vor 831 Tagen) @ Oleoleole
Dann habt ihr eine keine gute HR :-)
Also ernsthaft jetzt, das ist auch keine Übertreibung.
Immobilienkauf und co. - Danke!
Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 11.10.2023, 22:35 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
In Konzernen zählt nur tief im Hintern des ehrgeizigsten Vorgesetzten-Lieblings zu stecken, damit er dich auf dem Weg hoch mitzieht. Solche Leute Scharren immer ihre Entourage um sich und verteilen sie auf neue Stellen, wenn sie befördert werden.
Immobilienkauf und co. - Danke!
Oleoleole, Mittwoch, 11.10.2023, 21:57 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Kurze Anmerkung zu der kleinen Wohnung :
Overhead, Reparatur, etc fallen genauso an wie bei einer 60-100qm Wohnung. Machen dann nur deutlich mehr aus (%). Egal ob Syphon, Elektriker oder sonst was.
Dazu kommt, dass die Finanzierung in der Regel schwieriger ist.
viel Arbeit
Hatebreed, Mittwoch, 11.10.2023, 17:21 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Neben Finanzierung/Kaufpreis/ Zinsen/Rendite/Wertsteigerung wird oft (aus Unkenntnis) vergessen, wie viel Arbeit "vermieten" überhaupt ist. Das ist nur in den seltensten Fällen ein Selbstläufer. Einzug/Auszug/Mietersuche/Wohnungsbesichtigungen/Reparaturen/Ruhestörungen/Mietausfälle/Sarnierungen/Glasfaseranschluss/Mieterhöhungen/Steuererklärung etc.
Ich finde es verdammt viel Arbeit. Und ich glaube, das kann nicht jeder.
Meine Empfehlung wäre: Wenn man jetzt nicht sehr viel Eigenkapital oder extrem viel handwerklich selber machen kann, würde ich es sein lassen. Chance verpasst.
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Block 24
Immobilienkauf und co.
Trainer09, Bochum, Mittwoch, 11.10.2023, 16:27 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Falls jemand Zeit und Muse hat, sich diesen Podcast mal anzuhören, würde ich mich auch hier über Meinungen/Feedback freuen. Mir ist nach wie vor nicht ganz klar, wie man in 6-7 Jahren und mit 10k Startkapital auf 70 Immobilien kommt (schon rein finanzierungs-/FK-technisch).
Hab den Podcast mal angehört. Das ist in etwa so: "Ich hatte am Anfang nur 5k, hab mir noch 5k geliehen und die erste Immobilie gekauft mit bloß 10k. Durch meine dann akquirierten Kontakte hab ich dann aber ein paar Co-Investoren kennengelernt, die richtig Asche hatten und wo wir richtig was aufbauen konnten"
Wenn du z.B. Zeit hättest und ich 1 Mio. Euro, dann haben wir in kürzerer Zeit auch gemeinsam ein Immobilienportfolio in der Größe 10 Mio. Nur noch nix abbezahlt ;-) Aber in 30 Jahren eventuell...
Immobilienkauf und co.
deichkind, Aachen, Mittwoch, 11.10.2023, 13:35 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Der entscheidende Wert einer Immobilie ist abhängig von einer Lage. Befindet sich die Immobilie in einer städtischen Region oder einer ländlichen Region? Für die Immobilienwertmessung haben wir auch immer die Bodenrichtwerte herangezogen, diese sind zu finden unter https://www.boris.nrw.de/boris-nrw/?lang=de (sofern du eine Immobilie in NRW kaufen möchtest)
Ja in 15-20 Jahren sind das ganze anders aus. Ich bin kein Experte, ich habe nur Geographie studiert, aber ich denke die großen Zeiten sind vorbei, wo man noch viel Geld mit einer Immobilie machen kann. Mal abgesehen davon, dass ich eine gewisse Abneigung dagegen verspüre, wenn Menschen in Immobilien eine große Profitanlage sehen. Da ich aber nicht glaube, dass du großes Geld damit machen willst, sondern eher eine gute Renten sichern müsstest, ist es sicherlich nicht viel falsch, Geld in so eine kleine Wohnung zu investieren, in der man später selber auch wohnen kann.
In ländlichen Regionen gibt es heute schon Probleme Immobilien zu verkaufen, bspw. in der Eifel. Das liegt daran, dass die Häuser alt sind, klein sind oder an lauten Straßen liegen. Die Leute, die heute in die Eifel ziehen, bauen sich dann lieber ihre Häuser am Dorfrand, was zu einer stärkeren Versiedelung führt und kleine Häuser im Ortskern bleiben leer.
Ein Problem der heutigen Wohnungsnot sind vereinfacht gesagt, die Generation Ü60, die z.T. alleine in großen Häusern oder Wohnungen wohnen. In 15-20 Jahren werden diese aber nicht mehr leben, die Wohnungen und Häuser werden dann frei, aber vermutlich keine Abnehmer finden, weil die derzeitigen Nachfrage z.T. selber neu bauen. Ich denke, das wird sich auch in die Vororte von städtischen Regionen ziehen, also nicht nur in der Eifel oder im Sauerland so sein. Wohnungen in Großstädten wie Köln oder Düsseldorf halte ich für unproblematisch. Man kann es sich heute nicht vorstellen, dass irgendwann die Nachfrage abnehmen wird und ggf. das Angebot in vielen Regionen die Nachfrage übertreffen wird.
Immobilienkauf und co.
guy_incognito, Rhein-Neckar, Mittwoch, 11.10.2023, 09:19 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Danke für den Thread!
Wir beschäftigen uns seit ca. 3 Jahren mit dem Thema. Leider haben wir zu Niedrigzinszeiten nicht zugeschlagen und nehmen immer mehr Abstand davon.
Ich selbst tue mich schwer damit, zum einen ältere Bestandsimmobilien bzgl. Zustand zu bewerten (da ich nicht vom Fach bin) und zum anderen die Lage in Regionen einzuschätzen, die nicht gut kenne. Hier im Rhein-Neckar-Raum gab es einige interessante Bauprojekte, bei denen eine 2Z Wohnung verfügbar gewesen wäre. Wie gesagt, wir beißen uns etwas in den Hintern, nicht investiert zu haben. Mit KfW Förderkredit und damals noch qm Preisen von deutlich unter 6k€ wären bei den 20-25 % EK, die wir mitgebracht hätten, die 20 Jahresmieten locker drin gewesen (eher weniger). Die Region ist so attraktiv, dass man die Wohnung immer gut vermietet bekommt.
Andererseits sehen wir gerade in den kleineren Wohnungen eine sehr hohe Fluktuation an Mietern. Bedeutet, dass der persönliche Aufwand und die Abnutzung steigen.
Nun sind wir beide grundsätzlich risikoscheu. Im Bekanntenkreis gibt es einige, die schmerzbefreit mit sehr wenig EK, teilweise laut eigener Aussage nur für Grunderwerbssteuer und Notarkosten, in Bestandsimmobilien in weiter entfernten Regionen investiert haben.
Die MSCII World ETFs, in die wir einen großen Teil unseres Geldes seit Jahren anlegen, liefern kontinuierlich ab. Da wir unsere eigene ETW vermutlich mit Anfang 50 abbezahlt haben werden, ist auch weniger Leidensdruck vorhanden, unbedingt eine Investition mit erhöhten Risiko einzugehen.
Immobilienkauf und co.
Oleoleole, Mittwoch, 11.10.2023, 08:47 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Es gibt extrem viel kostenlosen Content. Für Do gibt's auch ganz gute Immo Stammtische inkl Chat gruppen.
Der schnelle Aufbau ging vor allem in c Lage bei niedrigem Zins. Und vor einiger Zeit. Ich habe selber einiges im Zeitraum 13-17 gekauft, da lag der qm Preis bei 2-500 €. Selbst bei nur KDU waren das gute Faktoren.
Immobilienkauf und co.
quincy123, Mittwoch, 11.10.2023, 08:45 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Ich habe mich aus dreierlei Gründen dagegen entschieden:
1) Ich habe keine Objekte finden können, die die historische Rendite von Aktien/ETF im Mittel schlagen würden - erst Recht nicht, wenn man den zusätzlichen Aufwand und die Illiquidität einbezieht.
2) Ich habe nicht das Gefühl, dass Deutschland sich in eine Richtung bewegt, die irgendwie als "Vermieterfreundlich" gelten könnte. Da drohen mir zu viele Dinge, die heute noch nicht absehbar sind (Modernisierungszwang, Mietpreisbremsen usw.)
3) Macht das für mich aus Risikosicht nur dann Sinn, wenn das Ziel ist eine wirklich nennenswerte Anzahl von Objekten zu besitzen. Bei wenigen Objekten ist das Klumpenrisiko viel zu hoch. Ein Mietnomade verhaut Dir das gesamte Thema auf Jahre. Gut, das ließe sich noch versichern, geht aber auch auf die Rendite.
Immobilienkauf und co.
Ingo, Europa, Mittwoch, 11.10.2023, 09:32 (vor 831 Tagen) @ quincy123
Ich habe mich aus dreierlei Gründen dagegen entschieden:
1) Ich habe keine Objekte finden können, die die historische Rendite von Aktien/ETF im Mittel schlagen würden - erst Recht nicht, wenn man den zusätzlichen Aufwand und die Illiquidität einbezieht.
> 2) Ich habe nicht das Gefühl, dass Deutschland sich in eine Richtung bewegt, die irgendwie als "Vermieterfreundlich" gelten könnte. Da drohen mir zu viele Dinge, die heute noch nicht absehbar sind (Modernisierungszwang, Mietpreisbremsen usw.)
3) Macht das für mich aus Risikosicht nur dann Sinn, wenn das Ziel ist eine wirklich nennenswerte Anzahl von Objekten zu besitzen. Bei wenigen Objekten ist das Klumpenrisiko viel zu hoch. Ein Mietnomade verhaut Dir das gesamte Thema auf Jahre. Gut, das ließe sich noch versichern, geht aber auch auf die Rendite.
Ein Punkt, der bei der Diskussion über den relativ niedrigen Eigenbesitzanteil an bewohnten Immobilien wirklich immer unterschlagen wird. In Deutschland ist es im Vergleich zu allen anderen Ländern sehr mieterfreundlich, Mieter haben vergleichsweise recht hohe Rechte. Das steigert die Attraktivität nicht in Eigenheime zu investieren, sondern zu mieten.
Immobilienkauf und co.
guy_incognito, Rhein-Neckar, Mittwoch, 11.10.2023, 09:23 (vor 831 Tagen) @ quincy123
Ich habe mich aus dreierlei Gründen dagegen entschieden:
1) Ich habe keine Objekte finden können, die die historische Rendite von Aktien/ETF im Mittel schlagen würden - erst Recht nicht, wenn man den zusätzlichen Aufwand und die Illiquidität einbezieht.
2) Ich habe nicht das Gefühl, dass Deutschland sich in eine Richtung bewegt, die irgendwie als "Vermieterfreundlich" gelten könnte. Da drohen mir zu viele Dinge, die heute noch nicht absehbar sind (Modernisierungszwang, Mietpreisbremsen usw.)
3) Macht das für mich aus Risikosicht nur dann Sinn, wenn das Ziel ist eine wirklich nennenswerte Anzahl von Objekten zu besitzen. Bei wenigen Objekten ist das Klumpenrisiko viel zu hoch. Ein Mietnomade verhaut Dir das gesamte Thema auf Jahre. Gut, das ließe sich noch versichern, geht aber auch auf die Rendite.
Alles drei sehr gute Punkte, die wir auch so gesehen haben.
Immobilienkauf und co.
Trainer09, Bochum, Mittwoch, 11.10.2023, 10:18 (vor 831 Tagen) @ guy_incognito
1) Ich habe keine Objekte finden können, die die historische Rendite von Aktien/ETF im Mittel schlagen würden - erst Recht nicht, wenn man den zusätzlichen Aufwand und die Illiquidität einbezieht.
Alles drei sehr gute Punkte, die wir auch so gesehen haben.
Den 1. Punkt möchte ich doch mal kurz ein bisschen entkräften. Zunächst aber mal: Natürlich sind Immobilien als Anlage mit vermehrter Arbeit und diversen Risiken verbunden. Das lässt sich mE aber deutlich einschränken- allerdings eben nicht aus der Welt schaffen.
Aber der größte Unterschied zu anderen Anlagemöglichkeiten ist eben dieser: Die Bank gibt dir Geld dafür.
Ich hatte dieses Thema auch im letzten Jahr selbst und habe mich am Ende für den Kauf einer kleinen Wohnung in Bochum entschieden, und zwar aus folgenden Beweggründen mit folgendem Rechenbeispiel (sehr vereinfacht):
Ich habe gerade 10k Euro zur Verfügung und überlege, was ich damit machen soll. Optionen sind: Immobilie, ETF, Festgeld. Und wir gehen der Einfachheit halber mal davon aus, dass jede der Optionen 6% Rendite abwirft (bei Festgeld (noch) nicht denkbar).
Dann habe ich bei Festgeld am Ende des ersten Jahres 600 Euro Zinsen, bei ETF 600 Euro Depotzuwachs.
Bei meiner Immobilie ist es folgendermaßen: Ich bekomme für meine Immobilie, die ich für 100k gekauft habe, 500 Euro Kaltmiete pro Monat- sprich 6k Euro im Jahr. Davon zahle ich der Bank die Zinsen, tilge (auch zu meinen Gunsten) und habe eine Rücklage für Schäden. Wenn ich für Zinsen und Rücklage 4000 der 6000 Euro veranschlage (und früher wars ja eben so, dass man 5-Prozenter aufwärts gesucht hat, weil man von 2% Zinsen, 2% Tilgung und 1% Rücklage ausging), bleiben mir immer noch 2000 Euro, die dann die Tilgung einnimmt.
Macht eine Eigenkapitalrendite von 20%.
Zum Vergleich: Mit ETF und (derzeit nicht realistischem) Festgeld sinds eben bloß 600 Euro.
Problem heute: Der 5 oder 6-Prozenter reicht eben nicht mehr. Bei Zinsen von 5% bräuchte man schon 8- oder 9-Prozenter, um positiven Cashflow zu erzielen oder zumindest auf Null zu kommen und die Tilgung als Wertzuwachs zu haben.
Aber die Eigenkapitalrendite macht Immobilien mE zu einer unschlagbaren Möglichkeit Vermögen aufzubauen. Der Hebel ist erheblich durch das Fremdkapital der Bank.
Allein die höheren Zinsen sind gerade der Grund, warum es gerade nicht funktioniert.
Immobilienkauf und co.
HansA, Nähe Dortmund, Mittwoch, 11.10.2023, 23:59 (vor 831 Tagen) @ Trainer09
Bei allem aber die Steuer auf die Miete nicht vergessen, trotz Abschreibung von Zinsen usw.
Dann musst Du ggf. noch 2000 Euro Nettoertrag mit 20-40% versteuern.
Immobilienkauf und co.
Trainer09, Bochum, Donnerstag, 12.10.2023, 11:23 (vor 830 Tagen) @ HansA
Bei allem aber die Steuer auf die Miete nicht vergessen, trotz Abschreibung von Zinsen usw.
Dann musst Du ggf. noch 2000 Euro Nettoertrag mit 20-40% versteuern.
Ich hab doch bei einer 100k Wohnung schon alleine 2000 Euro Abschreibung pro Jahr.
Immobilienkauf und co.
quincy123, Mittwoch, 11.10.2023, 21:52 (vor 831 Tagen) @ Trainer09
Ja und bevor es die Zinsen waren, waren es die Kaufpreise.
Immobilienkauf und co.
Trainer09, Bochum, Mittwoch, 11.10.2023, 22:07 (vor 831 Tagen) @ quincy123
Ja und bevor es die Zinsen waren, waren es die Kaufpreise.
Wenn die Kaufpreise so fallen, dass dies die gestiegenen Zinsen kompensieren kann, auch gut. Ist aber eben bislang nicht so.
Immobilienkauf und co.
Oleoleole, Mittwoch, 11.10.2023, 22:14 (vor 831 Tagen) @ Trainer09
Ich hab meine erste immo bei 4.5% gekauft. Preislich ok, gibt's heute auch.
Immobilienkauf und co.
markus, Mittwoch, 11.10.2023, 15:17 (vor 831 Tagen) @ Trainer09
1) Ich habe keine Objekte finden können, die die historische Rendite von Aktien/ETF im Mittel schlagen würden - erst Recht nicht, wenn man den zusätzlichen Aufwand und die Illiquidität einbezieht.
Alles drei sehr gute Punkte, die wir auch so gesehen haben.
Den 1. Punkt möchte ich doch mal kurz ein bisschen entkräften. Zunächst aber mal: Natürlich sind Immobilien als Anlage mit vermehrter Arbeit und diversen Risiken verbunden. Das lässt sich mE aber deutlich einschränken- allerdings eben nicht aus der Welt schaffen.Aber der größte Unterschied zu anderen Anlagemöglichkeiten ist eben dieser: Die Bank gibt dir Geld dafür.
Ich hatte dieses Thema auch im letzten Jahr selbst und habe mich am Ende für den Kauf einer kleinen Wohnung in Bochum entschieden, und zwar aus folgenden Beweggründen mit folgendem Rechenbeispiel (sehr vereinfacht):
Ich habe gerade 10k Euro zur Verfügung und überlege, was ich damit machen soll. Optionen sind: Immobilie, ETF, Festgeld. Und wir gehen der Einfachheit halber mal davon aus, dass jede der Optionen 6% Rendite abwirft (bei Festgeld (noch) nicht denkbar).
Dann habe ich bei Festgeld am Ende des ersten Jahres 600 Euro Zinsen, bei ETF 600 Euro Depotzuwachs.
Bei meiner Immobilie ist es folgendermaßen: Ich bekomme für meine Immobilie, die ich für 100k gekauft habe, 500 Euro Kaltmiete pro Monat- sprich 6k Euro im Jahr. Davon zahle ich der Bank die Zinsen, tilge (auch zu meinen Gunsten) und habe eine Rücklage für Schäden. Wenn ich für Zinsen und Rücklage 4000 der 6000 Euro veranschlage (und früher wars ja eben so, dass man 5-Prozenter aufwärts gesucht hat, weil man von 2% Zinsen, 2% Tilgung und 1% Rücklage ausging), bleiben mir immer noch 2000 Euro, die dann die Tilgung einnimmt.
Macht eine Eigenkapitalrendite von 20%.Zum Vergleich: Mit ETF und (derzeit nicht realistischem) Festgeld sinds eben bloß 600 Euro.
Problem heute: Der 5 oder 6-Prozenter reicht eben nicht mehr. Bei Zinsen von 5% bräuchte man schon 8- oder 9-Prozenter, um positiven Cashflow zu erzielen oder zumindest auf Null zu kommen und die Tilgung als Wertzuwachs zu haben.
Aber die Eigenkapitalrendite macht Immobilien mE zu einer unschlagbaren Möglichkeit Vermögen aufzubauen. Der Hebel ist erheblich durch das Fremdkapital der Bank.
Allein die höheren Zinsen sind gerade der Grund, warum es gerade nicht funktioniert.
Sehr gut zusammengefasst. Ja, es war über viele Jahre möglich, massiv zu hebeln. Man hat dadurch auch immer wieder neue Kredite bekommen, weil die Bonität gepasst hat. Und dafür musste man nicht einmal Großverdiener sein. Das ging auch als Normalo. Leider habe ich den Zug verpasst. Ich wäre aber auch kein guter Vermieter und hätte wenig Motivation, in Eigenregie möglichst viel selbst zu erledigen. Ich habe dann „nur“ eine selbstgenutzte Immobilie gekauft, diese möglichst schnell abbezahlt (immer schön die Sondertilgung genutzt) und konzentriere mich jetzt auf Wertpapiere und den Aufbau von passivem Einkommen durch Dividenden. Ist dann schon ein beruhigendes Gefühl, wenn man nicht die ersten drei Stunden nur für den Vermieter arbeiten muss. Und es ist beruhigend, wenn immer mehr Euro einfach so auf das Konto kommen, ohne dafür wertvolle Lebenszeit eintauschen zu müssen.
Immobilienkauf und co.
quincy123, Mittwoch, 11.10.2023, 21:53 (vor 831 Tagen) @ markus
Sehr gut zusammengefasst. Ja, es war über viele Jahre möglich, massiv zu hebeln.
Das heißt noch lange nicht, dass man Geld verdient hat ;)
Immobilienkauf und co.
markus, Mittwoch, 11.10.2023, 22:18 (vor 831 Tagen) @ quincy123
Sehr gut zusammengefasst. Ja, es war über viele Jahre möglich, massiv zu hebeln.
Das heißt noch lange nicht, dass man Geld verdient hat ;)
Durch die gleichzeitige massive Wertsteigerung ging das schon ganz gut.
Immobilienkauf und co.
Copperfield, Saarbrücken, Mittwoch, 11.10.2023, 07:29 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Hallo und schonmal viel Spaß ;)
Ich bin vor ein paar Jahren auch mit einer 22 qm Wohnung eingestiegen. Die schon genannten 20 Jahresmieten sind ein guter Gradmesser ob es sich lohnt oder nicht.
Ich würde dir zum Einstieg von Gewerbeimmobilien abraten. Und bei Wohnimmobilien wirklich auf die Lage achten. Bei Leerstand laufen die Kreditraten fröhlich weiter ;) Du solltest auch darauf achten das es nicht zu weit von deinem Wohnort entfernt ist. Grade bei Mieterwechsel fährt man da schon ab und zu mal hin. Oder halt ein Verwalter der das macht. Kostet halt.
Grundsätzlich kann ich es aber nur empfehlen. Ich hab na kleine Wohnung in Uni-Nähe in nem größeren Komplex. Selbstläufer. Sowas für den Einstieg würde ich dir auch empfehlen. Erstmal reinschnuppern. Wenn man dann mal ne Wohnung hat, bleiben dir die Einnahmen und die Sicherheit für die Bank um größer einzusteigen. Ab dann ist weiterer Wohnraum ein Selbstläufer.
Immobilienkauf und co.
Schoeneschooh, CDMX, Mittwoch, 11.10.2023, 05:00 (vor 831 Tagen) @ FourrierTrans
Ein Aspekt zu dem mich andere Meinungen auch besonders interessieren würden ist der demographische Wandel und der dadurch freiwerdende Wohnraum in den nächsten 10-20 Jahren.
Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Zum einen ist das sicherlich gestiegener Anspruch (oder anders gesagt: gestiegene Lebensstandards). Ich habe aber die Vermutung, dass in dem Haushalten der älteren Generationen (Baby Boomer und älter) massiv Wohnfläche „brachliegt“. Nicht nur bei Eigentümern (das Reihenhaus mit 4 Zimmern ist halt da, deswegen bleibt die Witwe dort alleine wohnen), sondern auch bei Mietern (günstige Uraltmiete für 100qm ist billiger als wechseln in 60qm).
Immobilienkauf und co.
markus, Dienstag, 10.10.2023, 22:41 (vor 832 Tagen) @ FourrierTrans
Es gibt eigentlich genügend kostenlose Inhalte. Bücher muss man dafür nicht unbedingt kaufen. Ich würde darauf achten, dass der Kaufpreis angemessen ist im Vergleich zu den Mieteinnahmen. Wenn es 30 oder 40 Jahresmieten sind, ist das m.E. zu teuer. Erst recht bei den jetzigen Zinsen. Ein gutes Verhältnis sind 20 Jahresmieten. Aber ich fürchte, dass sowas nicht mehr leicht zu finden ist.
Dass einige Leute innerhalb von wenigen Jahren viele Immobilien kaufen konnten, lag an den niedrigen Zinsen. Du konntest höhere Mieteinnahmen erzielen als Zinsen und Tilgung an die Bank zu zahlen und damit einen positiven Cashflow generieren. Damit bekam man dann ohne Probleme einen weiteren Kredit für die nächste Immobilie, mit der man erneut einen positiven Cashflow generiert usw. usf. Aber auch das ist heute kaum noch möglich, da allein die Zinsen schon 4% betragen. Üblich waren so Modelle wie 1% Zinsen + 1 bis maximal 2% Tilgung.
Immobilienkauf und co.
Schoeneschooh, CDMX, Mittwoch, 11.10.2023, 04:47 (vor 831 Tagen) @ markus
Spannend dürfte es dann ggf. werden, wenn die refinanzieren müssen bei so einem hohen Leverage. Ich habe auch keine Glaskugel, aber könnte mir vorstellen, dass da in den nächsten Jahren noch der ein oder andere Probleme bekommt. Kenne ein paar Leute die 10 Jahre älter sind als ich und mit Immobilien vor 10-12 Jahren begonnen haben. Teilweise auch viel zu 100% finanziert und ist gut gegangen (Preise und Mieten massiv gestiegen). Wenn die 8 Jahre später angefangen hätten mit der gleichen Strategie, dann wären die jetzt vermutlich etwas nervös.
Ansonsten geht es mir genauso wie FourrierTrans. Ich kann mir auch vorstellen in den nächsten 2 Jahren ggf. eine kleinere Immobilie zur Diversifikation zuzulegen (je nach Marktentwicklung). Würde das dann so finanzieren, dass die Kaltmiete den Kredit (z.B. über 20 Jahre) bedient plus 5-10%. Im Detail habe ich mich damit aber noch nicht auseinandergesetzt, weil ich aktuell noch im Ausland lebe.
Selber fühle ich mich als Mieter eigentlich ganz wohl, finde die Flexibilität gut. Das Reihenhaus mit Garten hat für mich mit Kindern gewisse Reize, aber das ist halt auch nur ein begrenzter Zeitraum im eigenen Leben.
Immobilienkauf und co.
micha87, bei Berlin, Dienstag, 10.10.2023, 23:11 (vor 832 Tagen) @ markus
Im Mehrfamilienhausbereich kannst du in C-Städte weit unter 20-fach einkaufen. Das funktioniert auf jeden Fall momentan und wer das Risiko nicht scheut kann der Tage mit ausreichend Eigenkapital ein sehr gutes Geschäft machen. Letztendlich alles eine Frage der Lage der Immobilie und des Ist-Zustands.
Immobilienkauf und co.
Guido, Mittwoch, 11.10.2023, 08:58 (vor 831 Tagen) @ micha87
Im Mehrfamilienhausbereich kannst du in C-Städte weit unter 20-fach einkaufen..
C wie Castrop ;-) nee im Ernst: rund um BO/GE gibt es noch immer Preise <100k. Am besten ist, wenn das Amt oder irgendein Wohlfahrtsträger zahlt.
Früher galt ja immer die Regel: Nur Mieten wo man selber wohnen könnte. Das stimmt so nicht mehr
Immobilienkauf und co.
Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 11.10.2023, 11:35 (vor 831 Tagen) @ Guido
*
Am besten ist, wenn das Amt oder irgendein Wohlfahrtsträger zahlt.
*
So macht es ein Kollege mit mittlerweile drei großen Immobilien in Ruhrgebiet. Es kommen nur Mieter mit WBS rein und am besten mit Staatlicher Unterstützung. Läuft von selbst mittlerweile, die erste war noch die 'schwerste'.
Immobilienkauf und co.
Guido, Mittwoch, 11.10.2023, 16:29 (vor 831 Tagen) @ Rupo
So macht es ein Kollege mit mittlerweile drei großen Immobilien in Ruhrgebiet. Es kommen nur Mieter mit WBS rein und am besten mit Staatlicher Unterstützung. Läuft von selbst mittlerweile, die erste war noch die 'schwerste'.
Ich kenne da auch im Bekanntenkreis einige, die da gut mit fahren. Lustige Geschichte von einem Bekannten von mir, die mit mehreren Leuten 3-4 Wohnungen in einem Haus gekauft haben: Beim Umbau kam ein anderer Vermieter rüber, der auch Wohnungen in dem Haus hat und meinte, dass das eigentlich das Geschäftsmodell von Türken sei und wie es kommt, dass die Deutschen das für sich entdecken...
Wie auch immer: Spannend sind wie gesagt die oben aufgezählten Städte. Ich konnte das gar nicht glauben für welchen Preis man beispielsweise in Bochum eine Wohnung bekommt
Immobilienkauf und co.
Fire Kid, Ort, Mittwoch, 11.10.2023, 13:00 (vor 831 Tagen) @ Rupo
Bei Bürgergeld-Empfängern winke ich komplett ab. Leider nicht nur einmal absolut schlechte Erfahrungen gemacht. Der letzte Mieter wurde mit dem Gerichtsvollzieher rausgeholt. Da bringt einem die Miete nichts wenn es nur Unruhen gibt samt versiffter Wohnung, die dann erstmal wieder renoviert werden muss. Natürlich sind auch dort nicht alle so, aber damit habe ich erstmal genug nach den vergangenen Jahren. Kenne selbst auch einiger dieser Fälle von anderen Vermietern.
Immobilienkauf und co.
herrNick, Dienstag, 10.10.2023, 23:04 (vor 832 Tagen) @ markus
Es gibt eigentlich genügend kostenlose Inhalte. Bücher muss man dafür nicht unbedingt kaufen. Ich würde darauf achten, dass der Kaufpreis angemessen ist im Vergleich zu den Mieteinnahmen. Wenn es 30 oder 40 Jahresmieten sind, ist das m.E. zu teuer. Erst recht bei den jetzigen Zinsen. Ein gutes Verhältnis sind 20 Jahresmieten. Aber ich fürchte, dass sowas nicht mehr leicht zu finden ist.
Dass einige Leute innerhalb von wenigen Jahren viele Immobilien kaufen konnten, lag an den niedrigen Zinsen. Du konntest höhere Mieteinnahmen erzielen als Zinsen und Tilgung an die Bank zu zahlen und damit einen positiven Cashflow generieren. Damit bekam man dann ohne Probleme einen weiteren Kredit für die nächste Immobilie, mit der man erneut einen positiven Cashflow generiert usw. usf. Aber auch das ist heute kaum noch möglich, da allein die Zinsen schon 4% betragen. Üblich waren so Modelle wie 1% Zinsen + 1 bis maximal 2% Tilgung.
Oh, die 20er Zeiten sind glaube ich lang, lang vorbei. Ohne jetzt genau zu schauen, würde ich denken, dass 30 noch ein realistischer Kaufpreisfaktor sein dürfte.
Immobilienkauf und co.
Trainer09, Bochum, Mittwoch, 11.10.2023, 08:15 (vor 831 Tagen) @ herrNick
Oh, die 20er Zeiten sind glaube ich lang, lang vorbei. Ohne jetzt genau zu schauen, würde ich denken, dass 30 noch ein realistischer Kaufpreisfaktor sein dürfte.
Das stimmt nicht, ganz im Gegenteil... Es kommen mE immer mehr Immobilien auf den Markt, die sogar drunter liegen. Ich beobachte den Markt ein bisschen an der Oberfläche, und selbst offiziell auf ehemals ebay Kleinanzeigen finde ich solche Angebote mittlerweile wieder.
Das Problem ist aber, dass das, was früher 20 war, heute 12 sein müsste ;-)
Immobilienkauf und co.
micha87, bei Berlin, Dienstag, 10.10.2023, 22:01 (vor 832 Tagen) @ FourrierTrans
Wo fängt man bei diesem riesigen Thema an. Vorab, ich habe beruflich mit Immobilien als Anlageprodukt zu tun, im speziellen Industrie & Handelsimmobilien.
An Literatur kann ich dir im Prinzip nur Fachliteratur von Murfeld, Rottke, Kurzweg & Co. empfehlen. Die erklären wie Immobilienzyklen funktionieren, was zum Management einer Immobilie dazu gehört und wie du die richtigen Ansprechpartner im jeweiligen Immobilien-Lebenszyklus mit einbindest. Eine Immobilie als Anlage ist je nach Assetklasse (Wohnen, Gewerbe, Industrie, Handel, etc.) ganz unterschiedlich mit Aufwand verbunden. Bei einer gewerblichen Vermietung kannst du dich qu eine langfristigen Mietvertrages über Jahre absichern, wohingegen du bei Wohnungen regelmäßig mit Mieterwechsel & Renovierungen zu tun hast.
Was du unbedingt beachten solltest und was auch jeder Bankberater dir mitgeben wird, ist die Gebäudeenergieklasse. Du solltest vorher genau prüfen, welche Instand- und Modernisierungsmaßnahmen stehen demnächst an? (Heizung, Dach, Fassade, Fenster u.a.).
Bist du ein Typ der selbst gerne was handwerklich am Objekt macht, oder soll die Wohnung/Mehrfamilienhaus bereits vollvermietet sein?
Welches Mieterklientel wohnt in der näheren Umgebung und wie ist generell die Mikro- und Makrolage einzuordnen? Stichwort: Barrierearme, ÖPNV, Firmen, allgemeine Infrastruktur.
Handelt es sich um einen sozialen Brennpunkt oder ist es eher gutbürgerlich? Mit welchen Renditen rechnest du und wie viel Eigenkapital bringst du mit? Im gewerblichen Bereich musst du z.T. 30-40% mitbringen, mehr finanzieren die Banken z.T. nicht. Im Wohnbereich brauchst du auch 20-30% Eigenkapital und dann musst du schauen das für dich am Ende noch etwas bleibt und nicht bloß für die Bank.
Immobilienkauf und co.
Fire Kid, Ort, Dienstag, 10.10.2023, 21:20 (vor 832 Tagen) @ FourrierTrans
Da muss der Preis aber schon wirklich sehr interessant sein. Gerade bei den aktuellen Zinsen. Kommt natürlich auch darauf an, wie viel Eigenkapital vorhanden ist und eingesetzt werden will. Ansonsten könnte man wenn du jetzt bei Aktien in den Bereich REITs gehst auf sowas Realty Income schauen. Die Dividende liegt bei über fünf Prozent. Dafür hast du nichts mit nervigen Mietern zu tun ;)
Keine Anlageberatung.
Immobilienkauf und co.
markus, Dienstag, 10.10.2023, 22:18 (vor 832 Tagen) @ Fire Kid
Da muss der Preis aber schon wirklich sehr interessant sein. Gerade bei den aktuellen Zinsen. Kommt natürlich auch darauf an, wie viel Eigenkapital vorhanden ist und eingesetzt werden will. Ansonsten könnte man wenn du jetzt bei Aktien in den Bereich REITs gehst auf sowas Realty Income schauen. Die Dividende liegt bei über fünf Prozent. Dafür hast du nichts mit nervigen Mietern zu tun ;)
Keine Anlageberatung.
Gibt mehrere schöne REITs. Ich habe folgende im Depot
- Service Properties Trust (Hotels)
- Tanger Factory (Einkaufszentren)
- Omega Healthcare (Altenheime)
Dazu habe ich Vonovia.
So ist man auch in Immobilien drin und wesentlich breiter aufgestellt, als selbst eine sechsstellige Summe in nur eine einzige Wohnung zu stecken. Zudem sind die Renditen deutlich höher als die Mieteinnahmen einer eigenen Immobilie. Dennoch kann letzteres natürlich sinnvoll sein, da mit Fremdkapital gearbeitet werden kann.
Immobilienkauf und co.
micha87, bei Berlin, Dienstag, 10.10.2023, 23:08 (vor 832 Tagen) @ markus
Ich wiederum kann Immo-Aktien & REITs nicht empfehlen und würde auf andere Titel ausweichen, die weniger volatil sind. Gerade der Verlauf der Vonovia Aktie in den letzten 24 Monaten zeigt das deutlich, jene ist von 60€ auf 22€ abgestürzt. Corestate, Aroundtown, Deutsche Konsum geht es nicht anders.
Wer sein Geld sichern will sollte auf andere Titel ausweichen, Immo-Aktien sind da definitiv nicht der heiße Scheiß.
Immobilienkauf und co.
Fire Kid, Ort, Mittwoch, 11.10.2023, 12:55 (vor 831 Tagen) @ micha87
Deutsche Immobilien-Werte würde ich auch nie kaufen, da die Enteignungsfantasien einiger Poltiker plus die immer größer werdenden Auflagen da Kopfschmerzen bereiten könnten.
Immobilienkauf und co.
markus, Mittwoch, 11.10.2023, 15:00 (vor 831 Tagen) @ Fire Kid
Deutsche Immobilien-Werte würde ich auch nie kaufen, da die Enteignungsfantasien einiger Poltiker plus die immer größer werdenden Auflagen da Kopfschmerzen bereiten könnten.
Enteignungen sind aber eher unwahrscheinlich. Denn dazu müsste massiv viel Steuergeld an Vonovia als Entschädigung fließen und es ist dann keine einzige Wohnung zusätzlich auf dem Markt. Es ändern sich nur die Eigentümer. Sinnvoller wäre es, in Neubau zu investieren, wobei sich mir die Frage stellt, ob der Staat wirklich der bessere Vermieter ist. Wenn dann wenig effiziente und teure Beamte mitfinanziert werden müssen, kann es am Ende sogar teurer für die Mieter werden.
Ich gehe eh nur mit 1.000 bis 2.000 Euro je Unternehmen rein. Wenn das dann in die Hose geht, ist es auch egal. Ich sehe hier aufgrund des massiven Abschlags aber tatsächlich mehr Chancen als Risiken. Vonovia ist gesund und sobald die Zinsen wieder sinken, werden auch die Preise wieder anziehen. Die Mieteinnahmen sind zudem stabil und ich glaube, dass es in den nächsten Jahren deutliche Erhöhungen geben wird. Zudem besteht massiv Potential für die Steigerung der Dividende. Aber alles natürlich keine Anlageberatung.
Immobilienkauf und co.
Jones, Lippstadt, Mittwoch, 11.10.2023, 17:09 (vor 831 Tagen) @ markus
Ich gehe eh nur mit 1.000 bis 2.000 Euro je Unternehmen rein. Wenn das dann in die Hose geht, ist es auch egal. Ich sehe hier aufgrund des massiven Abschlags aber tatsächlich mehr Chancen als Risiken. Vonovia ist gesund und sobald die Zinsen wieder sinken, werden auch die Preise wieder anziehen. Die Mieteinnahmen sind zudem stabil und ich glaube, dass es in den nächsten Jahren deutliche Erhöhungen geben wird. Zudem besteht massiv Potential für die Steigerung der Dividende. Aber alles natürlich keine Anlageberatung.
Ich gehe nicht davon aus, dass in den nächsten 19 Jahren die Zinsen signifikant sinken werden.
Immobilienkauf und co.
markus, Mittwoch, 11.10.2023, 07:53 (vor 831 Tagen) @ micha87
Ich wiederum kann Immo-Aktien & REITs nicht empfehlen und würde auf andere Titel ausweichen, die weniger volatil sind. Gerade der Verlauf der Vonovia Aktie in den letzten 24 Monaten zeigt das deutlich, jene ist von 60€ auf 22€ abgestürzt. Corestate, Aroundtown, Deutsche Konsum geht es nicht anders.
Wer sein Geld sichern will sollte auf andere Titel ausweichen, Immo-Aktien sind da definitiv nicht der heiße Scheiß.
Gerade Vonovia kann sich massiv erholen, weil sie übertrieben stark abgestürzt sind (zwischenzeitlich auf einem Bewertungsniveau auf dem nur noch die Grundstücke vorhanden sein dürften, was natürlich Quatsch ist, denn die Gebäude sind ja auch weiterhin da). So stark sind die Preise auf dem Markt nicht abgestürzt. Der Punkt ist doch: Wenn man jetzt an den Markt glaubt und zukünftig wieder von steigenden Preisen ausgeht, wird wohl mit Immobilien Aktien deutlich mehr Rendite drin sein. Einfach weil der Startpunkt deutlich niedriger ist. Wenn man nicht dran glaubt und von sinkenden Preisen ausgeht, dann wäre auch die Überlegung, sich eine eigene Immobilie zu kaufen die falsche.
Ich sehe hier die Risiken analog zueinander. Denn es ist der gleiche Markt. Aber die Chancen sind deutlich unterschiedlich.
Immobilienkauf und co.
el_ayudante, Dortmund-Süd, Mittwoch, 11.10.2023, 08:40 (vor 831 Tagen) @ markus
Gerade Vonovia kann sich massiv erholen, weil sie übertrieben stark abgestürzt sind (zwischenzeitlich auf einem Bewertungsniveau auf dem nur noch die Grundstücke vorhanden sein dürften, was natürlich Quatsch ist, denn die Gebäude sind ja auch weiterhin da).
Klar ist Vonovia gerade unterbewertet, würde dennoch im Immo-Bereich aktuell bedacht vorgehen.
Nehmen wir die aktuelle Lage von LEG dazu. Jahrelang profitabel für Aktienanleger, auch durch Milliarden an Dividendenausschüttung, nun kämpft man um die Existenz, da ein Großteil der Immobilien baufällig ist. Als Ausweg werden nun maximale Mieterhöhungen im Grenzbereich der gesetzlichen Vorschriften notwendig. Bzw. auch darüber hinaus - gibt schon die ersten Rechtskonflikte diesbezüglich.
Klar: anderes Unternehmen, andere Struktur, andere Möglichkeiten.