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Und die Moral von der Geschicht: Verliere gegen Japan nicht… ;-) (Spieltage)

koom, Donnerstag, 14.09.2023, 10:27 (vor 854 Tagen) @ Will Kane

Vorweg: Immer ein Genuss, deine Sachen zu lesen und mit dir zu diskutieren (wobei das kaum ne Diskussion ist, ich bin mit vielem einverstanden von dir). ;-)

Die N11 braucht einen vielleicht eher konservativen Trainer, der unabhängig von Namen nach Bedarf aufstellt. Das gestern nur wenig Bayern und Dortmunder auf dem Feld waren, war durchaus bezeichnend. Mannschaftstaktisch sind diese Spieler gerade weitgehend für den Popo. Und auch wenn Tuchel da gerade bei den Bayern einiges fixt, stellen die eh nicht mehr so viele Spieler.


Gerade ein Auswahltrainer muss zusammenführen. Völler mag so einiges an fachlicher Kompetenz abgehen, aber er besitzt offensichtlich diese Gabe.

Richtig. Man braucht in erster Linie nicht unbedingt einen brillianten Tüftler als Nationaltrainer. Im Grunde braucht man einen, der Autorität und Respekt genießt bei den Spielern und weiß, wie er diese erreicht. Fachlich geht es meiner Meinung nach größtenteils darum, etwaige taktische Herangehensweisen der Spieler zu vereinen (bspw. tiefer stehen vs. höher stehen) und natürlich die konkrete Vorbereitung der Mannschaft auf den Gegner.

Der Nationaltrainer muss halt eigentlich darauf setzen, dass seine Spielerauswahl in den Vereinen ein gutes taktisches Rüstzeug hat. Hier hapert es gerade.

Dieses defensive Denken, das man allzu lange so nicht mehr sehen konnte, war in meinen Augen der Schlüssel zum Erfolg.

Aber einmal ketzerisch gefragt: Gegen welchen ‚Großen‘ des Weltfußballs hat das Team unter Trainer Flick eigentlich verloren? Wenn ich das richtig im Kopf habe gegen keinen (es sei denn, man zählt Belgien dazu), oder? Gegen England, die Niederlande, Italien oder Spanien gab es zwar nur einen Sieg, aber eben auch keine Niederlage.

Die ketzerische Frage ist erlaubt. Man sollte aber nicht den Fehler begehen und dann nur mit Mentalität kommen ("Die kleinen unterschätzt man, zeigt nur halbe Leistung!"). Das wäre die falsche Lehre und hindert auch den BVB daran, an seinen Fehlern zu arbeiten. Nein, bei einem Duell auf Augenhöhe ist der Gegner eben auch interessierter daran, selbst zum Erfolg zu kommen, Ballbesitz zu haben. Und natürlich ist der Umkehrschluss, dass dessen Defensive dann auch mehr zulässt, weil der Gegner mehr Leute in die Offensive bringt.

Dazu kommt natürlich der psychologische Effekt, dass "keine 4 Gegentore kassieren" dann auch schon mal für ein Hoch sorgt, wenn man einem überlegenen Kader defensiv im Griff hat. Es "wirkt" also besser.

Aber genauso wie die N11 spielt auch der BVB gegen deutlich mehr Japans und Ukraines, wo man Favorit ist und man idR oft schlecht ausschaut. Mit Underdog-Fußball, der zudem auch noch vergleichsweise schlecht gemacht ist, kommt man da nicht weit.

Nach dem Scheitern bei der WM war alles nur noch verkorkst. Ein knappes Dreivierteljahr wurde verschenkt. Ob dies auch so gekommen wäre, wenn man z.B. erst im Viertelfinale ausgeschieden wäre, weiß man natürlich nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es nicht zu einer solchen Pleiteserie gekommen wäre.

Die Pleiteserie begann aber auch schon zuvor. Ein 1:0 gegen Oman ist nun auch nicht gerade Ausdruck von Stärke. Das man jetzt 1:4 gegen Japan verliert war schon eine Art Freak accident, vielleicht auch einfach begünstigt seitens der Spieler.


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