Allgemeine Newsschlagzeilen vom 07.09.2023 (Fußball und Sport allgemein)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 07:00 (vor 875 Tagen)
Aktuelle Fußballnews, die den BVB nicht betreffen, bitte in diesen Thread posten.
Hertha setzt sich in der Torwartfrage zielsicher zwischen die Stühle
Ulrich, Donnerstag, 07.09.2023, 20:07 (vor 875 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Erst wird Jarstein gefeuert, weil er angeblich den Torwarttrainer beleidigt haben soll. Dann bekommt er ein neues Vertragsangebot, weil Marius Gersbeck sich in Österreich einem Prozess wegen schwerer Körperverletzung stellen muss. Dann zieht man das Angebot zurück. Aber ob das das letzte Wort ist?
Hertha einfach traurig
Motzki09, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 20:39 (vor 874 Tagen) @ Ulrich
Jarstein war da sehr lange, ganz verdienter Spieler.
Dann streitet er sich mit Menger. Dem letzten verbliebenen "BobicMann". Der Rechtsstreit hat auch mit Bobic zu tun, evtl sogar sehr viel. Menger hat da auch Lotka quasi vergrault. Verwunderlich dass er nich da ist, man denkt er leistet schlechte Arbeit. Beim FC auch das Fazit.
Nun ist Fredi weg und man will mit einem verdienten Spieler ein besseres Ende finden.
Klar, sie brauchen einen erfahrenen Ersatz, der 1. TW Ernst is jung.
macht Sinn, ich hoffe sie kriegen es hin.
Sollte uns ein mahnendes Beispiel sein. Bobic hat ja auch BVB Vergangenheit, ich hoffe Aki kommt da nicht auf dumme Ideen und holt den anstelle von Kehli.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
bastlke, Kempten, Donnerstag, 07.09.2023, 15:16 (vor 875 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
https://www.kicker.de/die-befremdliche-wahrnehmung-des-kai-havertz-967535/artikel
Da hat der gute Kai mal wieder voll danebengegriffen.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
istar, Freitag, 08.09.2023, 11:51 (vor 874 Tagen) @ bastlke
https://www.kicker.de/die-befremdliche-wahrnehmung-des-kai-havertz-967535/artikel
Da hat der gute Kai mal wieder voll danebengegriffen.
Hat er? Wer sitzt denn bei Länderspielen da so im Stadion?
Vom Verhalten her klassische Fußballkunden, die sich bespassen lassen wollen und weder Unterstützung geben wollen oder können.
Wird sich hier doch auch oft genug drüber amüsiert.
Und als Spieler kann man schonmal etwas neidisch auf Argentinien oder Kolumbien sein und deren
Unterstützung .
Der Havertz spielt aber nunmal für ein Land, wo das korrekte tragen von Binden und pfeifen bei der Nationalhymne gut ankommt. Da hat er eben Pech.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Hatebreed, Freitag, 08.09.2023, 09:31 (vor 874 Tagen) @ bastlke
Zeigt halt irgendwie mal wieder, in welcher Bubble die eigentlich leben... das ist echt beeindruckend.
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Block 24
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 09:48 (vor 874 Tagen) @ Hatebreed
Zeigt halt irgendwie mal wieder, in welcher Bubble die eigentlich leben... das ist echt beeindruckend.
Ja. Für mich hat Havertz da gewisse Marie-Antoinette-Vibes. Auch wenn nicht alle unserer Fußballhelden so ticken, drücken solche Äußerungen aus, wie groß die Kluft zwischen Spielern und Fans inzwischen geworden ist. Das Einzige, was bei der Kommunikation von unten nach oben da wenigstens noch etwas Wirkung zeigt, scheint der Liebesentzug zu sein.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
DomJay, Köln, Freitag, 08.09.2023, 09:35 (vor 874 Tagen) @ Hatebreed
Zeigt halt irgendwie mal wieder, in welcher Bubble die eigentlich leben... das ist echt beeindruckend.
Nun, man kann das auch so sehen:
Augenscheinlich ist Havertz auf der Suche nach Anerkennung. Das Havertz das so wahrnimmt muss ja nicht für alle Spieler gelten.
Offenbart eine gewisse Unsicherheit und Selbstzweifel wenn er die Bestätigung benötigt um die beste Leistung zu bringen.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Timo_89, Freitag, 08.09.2023, 10:03 (vor 874 Tagen) @ DomJay
Zumal Havertz in England auch zuletzt Schwierigkeiten hatte, der Start bei Arsenal war nicht gut, und er die Liebe von Zuhause wohl besonders gut gebrauchen könnte. Tja, geht halt nicht auf Knopfdruck.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Fisheye, Freitag, 08.09.2023, 01:24 (vor 874 Tagen) @ bastlke
https://www.kicker.de/die-befremdliche-wahrnehmung-des-kai-havertz-967535/artikel
Da hat der gute Kai mal wieder voll danebengegriffen.
Heißt das in der Praxis wenn wir den Misthaufen in den nächsten Jahren nur genug ignorieren, fliegen die Ständig in der Vorrunde raus? Geil!
Um es mit Uli H. zu halten: Für die Schei** Spiele sind immer noch die Spieler verantwortlich
Motzki09, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 20:44 (vor 874 Tagen) @ bastlke
Wobei Havertz und Lücke bei der WM noch OK waren. Aussage verzeihe ich ihm.
Bei DFB fand aber die kritische Aufarbeitung wohl nicht statt. Sonnenklar dass es so nichts wird. Hansi raus.
Um es mit Uli H. zu halten: Für die Schei** Spiele sind immer noch die Spieler verantwortlich
Schnippelbohne, Bauernland, Donnerstag, 07.09.2023, 23:35 (vor 874 Tagen) @ Motzki09
Hansi ist Jogi 2.0. Dabei war er mir am Anfang gar nicht unsympathisch. Ich hatte mir von ihm aber mehr Veränderung erwartet.
Zu Havertz: Was tut er persönlich denn so für die Bindung zum deutschen Fan von London aus oder bei Länderspielen? Sehe da eine sehr einseitige Anspruchshaltung.
Um es mit Uli H. zu halten: Für die Schei** Spiele sind immer noch die Spieler verantwortlich
max09, Donnerstag, 07.09.2023, 21:16 (vor 874 Tagen) @ Motzki09
Bei DFB fand aber die kritische Aufarbeitung wohl nicht statt. Sonnenklar dass es so nichts wird. Hansi raus.
Aber wen stattdessen? Kuntz ist in der Türkei. Nagelsmann?
Um es mit Uli H. zu halten: Für die Schei** Spiele sind immer noch die Spieler verantwortlich
Motzki09, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 21:37 (vor 874 Tagen) @ max09
Bei DFB fand aber die kritische Aufarbeitung wohl nicht statt. Sonnenklar dass es so nichts wird. Hansi raus.
Aber wen stattdessen? Kuntz ist in der Türkei. Nagelsmann?
Die Kanditaten OK. Aber fast egal, mit Hansi wird keine gute Stimmung aufkommen. Die Leistung passt auch nicht.
Von mir aus auch gerne Magath, Glasner ... jedenfalls bitten keinen DFB Aparatschik.
Ok, ok, ich bin schuld ....
Ulrich, Donnerstag, 07.09.2023, 19:47 (vor 875 Tagen) @ bastlke
Jetzt ist es raus, was soll ich da noch groß leugnen?
irreparabler Schaden entstanden...
Frankonius, Frankfurt, Donnerstag, 07.09.2023, 19:25 (vor 875 Tagen) @ bastlke
..ist aus meiner Sicht durch die letzten Großveranstaltungen. Die WMs in Russland und Katar waren schon vom Gastgeber her indiskutabel, die über Europa verteilte und verschobene Corona-EM war jetzt auch nicht der Brüller. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch mal ein Sommer-Märchen wie 2006 gibt. Leider hat sich das politische Klima in den letzten Jahren sehr zum Negativen gewandelt. Positive Unterstützung ohne Hass auf andere Länder hat sich in einen xenophoben Nationalismus verwandelt - nicht nur in Deutschland.
irreparabler Schaden entstanden...
Hatebreed, Freitag, 08.09.2023, 09:33 (vor 874 Tagen) @ Frankonius
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch mal ein Sommer-Märchen wie 2006 gibt.
So "unbedarft" wie 2006 wird es sicherlich nicht wieder, trotzdem wird die EM nächstes Jahr sicherlich ein Erfolg. Wahrscheinlich in erster Linie für die UEFA. Ob hier richtig "Stimmung" aufkommt, hängt sicherlich vom sportlichen Abschneiden unserer Mannschaft ab. Ich werde mir ein paar Spiele live angucken, vielleicht sogar eins von Deutschland...
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Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 07.09.2023, 19:10 (vor 875 Tagen) @ bastlke
"Wir wollen anfangen, für Euphorie im ganzen Land zu sorgen und Spiele zu gewinnen. Man werde "alles dafür tun, um die Fans und das ganze Land wieder stolz und glücklich zu machen".
Kriegen die alle dieseleben Texte vom DFB? Hätte auch O-Ton von MVT bei der Frauen WM23 sein können...
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 18:18 (vor 875 Tagen) @ bastlke
bearbeitet von nico36de, Donnerstag, 07.09.2023, 18:33
aber sowas von voll!
So ist das wohl mit abgehobenen Millionarios, die von der Lebensrealität (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen) offenbar nicht so sonderlich viel mitbekommen.
WM in einem Land wie Katar, eine auf Moral machende "die Mannschaft", die beim leichtesten Gegenwind einknickt und dann auch noch sowohl vor als auch im und im Turnier dauerhaft uninteressanten und uninspirierten Fußball gespielt hat.
Wundert mich aber trotzdem weniger, dass Balltreter immer noch erwarten, dass das Zahlvieh ihnen huldigt. Der Horizont von solchen Typen wie Havertz ist offenbar mit Bierdeckelgröße schon massiv zu groß eingeschätzt.
Ist doch super....
ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Donnerstag, 07.09.2023, 17:31 (vor 875 Tagen) @ bastlke
bearbeitet von ooohflupptnicht, Donnerstag, 07.09.2023, 17:37
..wenn sie den "Support" vermissen.
1. Schritt getan, ham gemerkt, dass Fans irgendwie wichtig sind.
Wenn jetzt Schritt 2 erfolgt und sie sich fragen WARUM der Support nicht da war/ist, wäre (wenn sie nicht nur glauben:" Für die Scheißstimmung seid Ihr doch verantwortlich") die Grundlage für Schritt 3 gelegt: Änderung des Verhaltens und (Wieder-)Mitnehmen der offenbar doch wichtigen Fans....
Oooder "wir" machen N11-Spiele zu NOCH "exklusiveren Top-Events" (nicht unter Wert verkaufen die Tickets, wie Bierhoff sagen würde) geht natürlich auch und fällt in 15.000 Zuschauer-Stadien vielleicht auch nicht auf :-)
Ist doch super....
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 17:33 (vor 875 Tagen) @ ooohflupptnicht
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 17:36
..wenn sie den "Support" vermissen.
1. Schritt getan, ham gemerkt, dass Fans irgendwie wichtig sind.
Wenn jetzt Schritt 2 erfolgt und sie sich fragen WARUM der Support nicht da war/ist, wäre (wenn sie nicht nur glauben:" Für die Scheißstimmung seid Ihr doch verantwortlich") die Grundlage für Schritt 3 gelegt: Änderung des Verhaltens und (Wieder-)Mitnehmen der offenbar doch wichtigen Fans....
Oooder "wir" machen N11-Soiele zu NOCH "exklusiveren Top-Events" (nicht unter Wert verkaufen due Tickets, wie Bierhoff sagen würde) geht natürlich auch und fällt in 15.000 Zuschauer-Stadien vielleicht auch nicht auf :-)
Hüsten, Stadion Große Wiese. Waren die da eigentlich schonmal?
Da hat früher Borussia immer gegen Ajax ein Testspiel in der Sommerpause gemacht. Da würde ich dann wohl auch mal hinfahren, wenn es Bratwurst zu erschwinglichen Preisen gibt. :-)
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Smeller, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 17:21 (vor 875 Tagen) @ bastlke
Die N11 ist einfach nur noch ein Schatten seiner selbst. Der Weg von 2006 bis 2014 war aufregend und mit Höhen und Tiefen. Die WM 2006 kam eigentlich zu früh, dennoch spürte man die Leidenschaft. Das wurde konsequent 2010 fortgeführt und 2014 gekrönt. Seitdem ging es bergab. Für mich steht da sinnbildlich ein Länderspiel gegen Argentinien 2014. Man trat in einem Freundschaftsspiel gegen die Albiceleste in einer Neuauflage des Finales an und wurde mit 2:4 besiegt. Tenor damals war, dass es um nix ging und dass man immer noch Weltmeister sei, Argentinien aber durch den Sieg nicht.
Und diese Behäbigkeit zog sich einfach fort. Spiele von "Die Mannschaft" wurden immer unattraktiver und auch teurer. Leistungsprinzip gab es schon damals nicht. 2014 hatte man aber einfach eine goldene Generation, da konnte man dann auch einen Podolski einfach durchs Turnier schleppen. Spätestens nach der EM 2016 war das nicht mehr möglich, man tat es aber trotzdem.
Diese Nationalmannschaft hat auch einfach keine Fanunterstützung verdient. Dafür spielt man einen Grottenfußball für Mondpreise. Man verarscht sein Klientel nach Strich und Faden, aber jetzt wird gejammert, dass diese das nicht mit sich machen lassen.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Habakuk, OWL, Donnerstag, 07.09.2023, 17:05 (vor 875 Tagen) @ bastlke
Erinnert mich an die beiden verlorenen Weltkriege. Die Bevölkerung war einfach nicht mit genug Begeisterung dabei, daran hats gelegen.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 15:59 (vor 875 Tagen) @ bastlke
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 16:15
https://www.kicker.de/die-befremdliche-wahrnehmung-des-kai-havertz-967535/artikel
Da hat der gute Kai mal wieder voll danebengegriffen.
Na denne. Oder der Großteil der Republik hat halt irgendwann einfach schon vor dem Ausscheiden abgeschaltet, nachdem nur noch die Frage war, ob man was wie trägt und/oder ob man irgendwelche Gesten macht die im Grunde das Gros nicht interessieren und sonst auch eher zur Belustigung im Ausland geführt haben. Aber gut, es waren die (ehemaligen?) heimischen Fans der Key Factor. :-)
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
General174, Düsseldorf, Donnerstag, 07.09.2023, 17:03 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Also die Leute in meinem Freundeskreis haben sich schon vorher aus anderen Gründen von der N11 verabschiedet. Als dann das Thema Binde aufkam und man den Schwanz eingezogen hat, weil die FIFA Sanktionen angedroht hat (Stichwort Gratismut), war der Tenor eher, dass man hier eine Chance verpasst hat. Ich glaube nicht, dass viele Leute wegen der Diskussionen während der WM abgeschaltet haben. Viele waren von Anfang an nicht dabei.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Davja89, Freitag, 08.09.2023, 09:52 (vor 874 Tagen) @ General174
Ich würde ja behaupten da kamen 2 Faktoren zusammen:
1. War die Empörung über Katar in Deutschland am größten. In anderen Europäischen Ländern war das auch Thema. Aber nicht in solchen extremen Form.
Das mal völlig wertfrei als Zustandsbeschreibung vor der WM.
2. War die Nationalmannschaft schon vorher durch die schlechten Tuniere (2018 u. 2020/21) etwas aus den Fokus gerückt.
Ich glaube schon das es auch vielen leicht fiel die WM zu boykottieren weil man sich dafür auch in Island nur so semi doll intersiert hätte.
Gedankenexperiment:
Wäre die WM 2010 (Hochphase des deutschen Fussballhyps) in Katar gewesen wäre das politische eine Randnotiz gewesen. Trotzdem wären die die Anjas zum Public Viewing gerannt.
2022 war einfach der perfekte Sturm.
Abklingen des Fussball Hype seit etwa einem Jahrzehnt.
Unsympatische Truppe.
Ätzender Gastgeber.
Kaum sportliche Perspektive.
Winter WM.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 10:15 (vor 874 Tagen) @ Davja89
1. War die Empörung über Katar in Deutschland am größten. In anderen Europäischen Ländern war das auch Thema. Aber nicht in solchen extremen Form.
Das mal völlig wertfrei als Zustandsbeschreibung vor der WM.
Ich frage mich ernsthaft, woher ihr alle immer diese Expertise habt. "Typisch für uns Deutsche", "Nur in Deutschland ein Thema", "Alle anderen lachen über die Deutschen" etc. Habt ihr alle ein so umfassendes paneuropäisches Netzwerk, dass ihr euch ein Urteil über die öffentliche Meinung in mehr als 40 europäischen Ländern bilden könnt?
Die Kritik an der WM in Quatar sei hier jetzt nur ein Beispiel von vielen. Ähnlich neulich beim Rubiales-Skandal, der ja angeblich nur in Deutschland für Aufsehen gesorgt hat. Corona-Maßnahmen, die hier unsinniger und strenger waren als in jedem anderen Land des Kontinents. Und nur in Deutschland gab es zu Beginn des Ukrainekrieges die typische "German Angst", der Konflikt könnte weit über die Grenzen der Ukraine eskalieren.
Es gibt keine andere Nation, in der sich die Menschen selbst für so gestört und armselig halten, wie Deutschland. Und das ausgerechnet in einem Land, in dem weltweit die besten Autos von den qualifiziertesten Ingenieuren dieses Planeten gebaut werden. (Wer auf den letzten Absatz antwortet, der beweist, dass in Deutschland die dümmsten Menschen der Erde leben.)
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 11:22 (vor 874 Tagen) @ Habakuk
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 11:31
1. War die Empörung über Katar in Deutschland am größten. In anderen Europäischen Ländern war das auch Thema. Aber nicht in solchen extremen Form.
Das mal völlig wertfrei als Zustandsbeschreibung vor der WM.
Ich frage mich ernsthaft, woher ihr alle immer diese Expertise habt. "Typisch für uns Deutsche", "Nur in Deutschland ein Thema", "Alle anderen lachen über die Deutschen" etc. Habt ihr alle ein so umfassendes paneuropäisches Netzwerk, dass ihr euch ein Urteil über die öffentliche Meinung in mehr als 40 europäischen Ländern bilden könnt?
Also für Frankreich kann ich es so zumindest bestätigen. Ich lese regelmäßig verschiedenste frz. Medien, die sich politisch auch in unterschiedliche Lager einteilen lassen. Da gibt es schon einen signifikanten Unterschied, zumindest im medialen Meinungsbild. So war es auch bei dem obigen Thema. Natürlich wurde das auch aufgegriffen und debattiert, aber von meinem Gefühl her würde ich sagen, vielleicht zu 30% von dem Level, wie es hier in Deutschland hochkochte. Und die "wir halten uns die Hand vor dem Mund"-Kataris, die sich im Nachgang über die N11 belustigt haben, wurden auch mit bissigen Kommentaren in frz. Medien amüsiert rezipiert.
Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass Italiener, Polen oder Griechen (rein vom Wesen her) das Thema derart durchgekaut haben, allerdings weiß ich es nicht im Detail.
Die Kritik an der WM in Quatar sei hier jetzt nur ein Beispiel von vielen. Ähnlich neulich beim Rubiales-Skandal, der ja angeblich nur in Deutschland für Aufsehen gesorgt hat. Corona-Maßnahmen, die hier unsinniger und strenger waren als in jedem anderen Land des Kontinents. Und nur in Deutschland gab es zu Beginn des Ukrainekrieges die typische "German Angst", der Konflikt könnte weit über die Grenzen der Ukraine eskalieren.
Was nicht letztlich aber auch dadurch getriggert wurde, dass das mediale Echo und die Spitzenpolitik davon sprach/spricht, dass der Russe quasi planmäßig alle ehemaligen Sowjetstaaten zurückerobern möchte und die Ukraine nur die erste Etappe ist und wir dahingehend dankbar sein müssen, dass die Ukraine sich für uns im Kampf als erste Verteidigungslinie opfert. Daraus kann dann nur eine ambivalente Angst entstehen, dass der Russe, der ja ohnehin die Sowjetunion auferstehen lassen will, nuklear oder auf weiterem Territorium eskaliert, wenn man ihn zu sehr bedrängt oder Verhandlungen ausschließt. Er hätte ja dann nichts mehr zu verlieren, weil der Traum des großrussischen Reichs in sich zusammenfällt.
Es gibt keine andere Nation, in der sich die Menschen selbst für so gestört und armselig halten, wie Deutschland. Und das ausgerechnet in einem Land, in dem weltweit die besten Autos von den qualifiziertesten Ingenieuren dieses Planeten gebaut werden. (Wer auf den letzten Absatz antwortet, der beweist, dass in Deutschland die dümmsten Menschen der Erde leben.)
Also ich sag mal so, ich bin aktuell noch einer von den Ingenieuren, der zumindest große Systemkomponenten für Autos baut. Und ich muss ganz deutlich sagen, die deutschen Autos sind nicht mehr die besten, in der Masse zumindest. Und preislich sind die nicht-Premiumlinien (insbesondere die BEVs) eine einzige Katastrophe, was auf eine sehr schwache Kostenstruktur in der Entwicklung und der Produktion zurückzuführen ist, also im Grunde fehlende Effizienz, die die Marge drückt. Auch im Austausch mit asiatischen und osteuropäischen Kolleginnen/Kollegen, Zulieferern oder Kunden möchte ich, als deutscher Ingenieur, ganz objektiv gesprochen in Frage stellen, dass wir die "qualifiziertesten Ingenieure" sind.
(Ich hoffe, der letzte Abschnitt war nicht ironisch gemeint und ich habe es nicht gecheckt ^^).
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Habakuk, OWL, Freitag, 08.09.2023, 11:44 (vor 874 Tagen) @ FourrierTrans
Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass Italiener, Polen oder Griechen (rein vom Wesen her) das Thema derart durchgekaut haben, allerdings weiß ich es nicht im Detail.
Genau darauf zielt ja meine Kritik. Wir haben keine Ahnung, welche Diskussionen im Ausland geführt werden, aber einige Schreiber behaupten hier dann immer mal wieder mit absoluter Gewissheit, dass irgendwas am Extremsten in Deutschland ist. Bei meinen gelegentlichen Kontakten nach Österreich beispielsweise stelle ich immer wieder fest, dass dort Themen in der Öffentlichkeit mit großer Intensität diskutiert werden, die wir in Deutschland gar nicht wahrnehmen. Und niemand dürfte hier zur Kenntnis nehmen, wenn in Portugal oder Bulgarien Debatten geführt werden, die das halbe Volk erschüttern, weil das betreffende Thema dort aus welchen Gründen auch immer eine besondere mediale Aufmerksamkeit erhalten hat.
Es gibt keine andere Nation, in der sich die Menschen selbst für so gestört und armselig halten, wie Deutschland. Und das ausgerechnet in einem Land, in dem weltweit die besten Autos von den qualifiziertesten Ingenieuren dieses Planeten gebaut werden. (Wer auf den letzten Absatz antwortet, der beweist, dass in Deutschland die dümmsten Menschen der Erde leben.)
(Ich hoffe, der letzte Abschnitt war nicht ironisch gemeint und ich habe es nicht gecheckt ^^).
Ich hatte den letzten Absatz eigentlich noch ausdrücklich mit diesem Nachsatz versehen (quasi als Wink mit dem Zaunpfahl), damit auch jeder merkt, dass der Inhalt als Satire dessen gemeint war, was ich weiter oben kritisieren wollte. Oder um es weniger umständlich zu formulieren: Du hast es nicht gecheckt.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
koom, Donnerstag, 07.09.2023, 17:14 (vor 875 Tagen) @ General174
Also die Leute in meinem Freundeskreis haben sich schon vorher aus anderen Gründen von der N11 verabschiedet. Als dann das Thema Binde aufkam und man den Schwanz eingezogen hat, weil die FIFA Sanktionen angedroht hat (Stichwort Gratismut), war der Tenor eher, dass man hier eine Chance verpasst hat. Ich glaube nicht, dass viele Leute wegen der Diskussionen während der WM abgeschaltet haben. Viele waren von Anfang an nicht dabei.
Im Grunde hat man die falscheste aller Variante gewählt. Erst groß Rumtönen. Dann mehrfach zurückrudern und am Ende bleibt nichts. Das war ein ehrloser, schwacher Protest, der eigentlich nur noch eine Farce war und alles schlimmer gemacht hat. Untermalt dann noch vom sportlich schlechten Abschneiden.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 17:17 (vor 875 Tagen) @ koom
Also die Leute in meinem Freundeskreis haben sich schon vorher aus anderen Gründen von der N11 verabschiedet. Als dann das Thema Binde aufkam und man den Schwanz eingezogen hat, weil die FIFA Sanktionen angedroht hat (Stichwort Gratismut), war der Tenor eher, dass man hier eine Chance verpasst hat. Ich glaube nicht, dass viele Leute wegen der Diskussionen während der WM abgeschaltet haben. Viele waren von Anfang an nicht dabei.
Im Grunde hat man die falscheste aller Variante gewählt. Erst groß Rumtönen. Dann mehrfach zurückrudern und am Ende bleibt nichts. Das war ein ehrloser, schwacher Protest, der eigentlich nur noch eine Farce war und alles schlimmer gemacht hat. Untermalt dann noch vom sportlich schlechten Abschneiden.
"Wasch mich, aber mach mich nicht nass" hat noch nie jemand ernstgenommen. Das haben die Deutschen natürlich gespürt, diese Heuchelei im Vorfeld und während des Turniers und das wird nicht zur positiven Stimmung beigetragen haben, bzw. zum Respekt gegenüber der DFB-Elf. Allem Vernehmen nach war das wohl auch innerhalb der Mannschaft dann so, weil ein paar sich da wieder mit halbgaren Revoluzzer-Geist hervortun wollten.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 17:08 (vor 875 Tagen) @ General174
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 17:12
Also die Leute in meinem Freundeskreis haben sich schon vorher aus anderen Gründen von der N11 verabschiedet. Als dann das Thema Binde aufkam und man den Schwanz eingezogen hat, weil die FIFA Sanktionen angedroht hat (Stichwort Gratismut), war der Tenor eher, dass man hier eine Chance verpasst hat. Ich glaube nicht, dass viele Leute wegen der Diskussionen während der WM abgeschaltet haben. Viele waren von Anfang an nicht dabei.
Das natürlich ebenfalls. Ich kenne recht viele, mich eingeschlossen, die im Vorfeld schon nur noch mit einem Auge auf die N11 und das Turnier geschaut haben. Nach dem Theater aber dann halt gar nicht mehr. Es gab ja keine N11, die sich derart albern dort präsentiert hat. Im Gegenteil, im Ausland war das im Grunde kein Thema und man hat sich über die Deutschen gewundert, die offenbar nicht zum Sport angereist waren, sondern zum debattieren. Aber wenn man dann sagt "wir können hier so nicht mitmachen", dann reise ich halt nicht an. Das wäre konsequent gewesen und im Zuge dessen auch ernstzunehmen. So wie es da abgelaufen ist, hat man doch nur noch die Augen gerollt.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Finchen, Donnerstag, 07.09.2023, 19:59 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Also die Leute in meinem Freundeskreis haben sich schon vorher aus anderen Gründen von der N11 verabschiedet. Als dann das Thema Binde aufkam und man den Schwanz eingezogen hat, weil die FIFA Sanktionen angedroht hat (Stichwort Gratismut), war der Tenor eher, dass man hier eine Chance verpasst hat. Ich glaube nicht, dass viele Leute wegen der Diskussionen während der WM abgeschaltet haben. Viele waren von Anfang an nicht dabei.
Das natürlich ebenfalls. Ich kenne recht viele, mich eingeschlossen, die im Vorfeld schon nur noch mit einem Auge auf die N11 und das Turnier geschaut haben. Nach dem Theater aber dann halt gar nicht mehr. Es gab ja keine N11, die sich derart albern dort präsentiert hat. Im Gegenteil, im Ausland war das im Grunde kein Thema und man hat sich über die Deutschen gewundert, die offenbar nicht zum Sport angereist waren, sondern zum debattieren. Aber wenn man dann sagt "wir können hier so nicht mitmachen", dann reise ich halt nicht an. Das wäre konsequent gewesen und im Zuge dessen auch ernstzunehmen. So wie es da abgelaufen ist, hat man doch nur noch die Augen gerollt.
Wer ist denn man? AfD, Reichelt, Co. und Fans von Aiwanger.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Habakuk, OWL, Donnerstag, 07.09.2023, 17:22 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Das natürlich ebenfalls. Ich kenne recht viele, mich eingeschlossen, die im Vorfeld schon nur noch mit einem Auge auf die N11 und das Turnier geschaut haben. Nach dem Theater aber dann halt gar nicht mehr. Es gab ja keine N11, die sich derart albern dort präsentiert hat. Im Gegenteil, im Ausland war das im Grunde kein Thema und man hat sich über die Deutschen gewundert, die offenbar nicht zum Sport angereist waren, sondern zum debattieren. Aber wenn man dann sagt "wir können hier so nicht mitmachen", dann reise ich halt nicht an. Das wäre konsequent gewesen und im Zuge dessen auch ernstzunehmen. So wie es da abgelaufen ist, hat man doch nur noch die Augen gerollt.
Tja, im Grunde genommen hat der DFB da eine Quittung dafür bekommen, dass er regelmäßig schöne bunte Bilder produziert, in denen er sich selbst zum Schutzpatron gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen Sexismus und überhaupt gegen alles Böse auf der Welt aufschwingt, aber dann bei erst bester Gelegenheit den Schwanz einzieht. Zu einem klaren und ehrlichen "Wir pfeifen auf die Menschenrechte" konnte man sich aber auch nicht durchringen.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 17:26 (vor 875 Tagen) @ Habakuk
Das natürlich ebenfalls. Ich kenne recht viele, mich eingeschlossen, die im Vorfeld schon nur noch mit einem Auge auf die N11 und das Turnier geschaut haben. Nach dem Theater aber dann halt gar nicht mehr. Es gab ja keine N11, die sich derart albern dort präsentiert hat. Im Gegenteil, im Ausland war das im Grunde kein Thema und man hat sich über die Deutschen gewundert, die offenbar nicht zum Sport angereist waren, sondern zum debattieren. Aber wenn man dann sagt "wir können hier so nicht mitmachen", dann reise ich halt nicht an. Das wäre konsequent gewesen und im Zuge dessen auch ernstzunehmen. So wie es da abgelaufen ist, hat man doch nur noch die Augen gerollt.
Tja, im Grunde genommen hat der DFB da eine Quittung dafür bekommen, dass er regelmäßig schöne bunte Bilder produziert, in denen er sich selbst zum Schutzpatron gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen Sexismus und überhaupt gegen alles Böse auf der Welt aufschwingt, aber dann bei erst bester Gelegenheit den Schwanz einzieht. Zu einem klaren und ehrlichen "Wir pfeifen auf die Menschenrechte" konnte man sich aber auch nicht durchringen.
Wird natürlich aber auch politisch vorgelebt. Da kommt eine Nancy Faeser mit Regenbogen-Binde ins Stadion, um sich schön ablichten zu lassen und ein paar Tage später fliegt Robert ein, um einen hübschen LNG-Deal zu machen. Wer soll diese Show ernstnehmen?
All or Nothing
Komanda, Donnerstag, 07.09.2023, 15:58 (vor 875 Tagen) @ bastlke
Können wir uns ja ab morgen bei Amazon angucken. Das wird ein Spaß
Also Hansi ist ja sicher nen netter Kerl
Komanda, Freitag, 08.09.2023, 18:45 (vor 874 Tagen) @ Komanda
aber die Ansprachen, dieses Schimpfen und (väterliche) enttäuscht sein. Irgendwie wirkt das nicht gut.
Auch dieses: "wir haben in Deutschland keine Unterstützung". Warum erzähle ich den Spielern denn sowas. Weiß gar nicht, wie sich in dem Klima dieses Besprechungsraums ne Siegermentalität entfalten soll...
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
koom, Donnerstag, 07.09.2023, 15:49 (vor 875 Tagen) @ bastlke
https://www.kicker.de/die-befremdliche-wahrnehmung-des-kai-havertz-967535/artikel
Da hat der gute Kai mal wieder voll danebengegriffen.
At best könnte man vermuten, dass das eine Scheindiskussion eröffnen soll. Der Versuch ist aber blass und sorgt eher noch mehr dafür, dass Fans und Mannschaft sich voneinander entfernen. Die Leistungen waren nicht gut, nicht im Ergebnis, nicht in der Spielweise, nicht im "Drumherum".
Schön, dass es für ihn übrigens "nicht schlimm" ist, dass er als 9er spielen muss.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Kolbenfresser, Kaufbeuren, Donnerstag, 07.09.2023, 15:21 (vor 875 Tagen) @ bastlke
Brandt ebenso. Der sieht Flicks Arbeit als sensationell an. Nationalspieler passen sich mit Kommentaren ihren Leistungen an.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
jniklast, Langenhagen, Donnerstag, 07.09.2023, 16:17 (vor 875 Tagen) @ Kolbenfresser
Naja was soll denn ein Nationalspieler sonst auch sagen? Den eigenen Chef öffentlich in die Pfanne hauen kommt meistens nicht so gut an und in diesem Fall kann man noch nicht einmal das Unternehmen wechseln. Also wird Hansi natürlich von den aktiven Spielern stets gelobt.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 16:21 (vor 875 Tagen) @ jniklast
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 16:26
Naja was soll denn ein Nationalspieler sonst auch sagen? Den eigenen Chef öffentlich in die Pfanne hauen kommt meistens nicht so gut an und in diesem Fall kann man noch nicht einmal das Unternehmen wechseln. Also wird Hansi natürlich von den aktiven Spielern stets gelobt.
In dem Kontext: gar nichts (meine Empfehlung), außer jemand fragt ganz explizit in die Richtung. Hat man ja auch nichts von, höchstens die Lacher auf der eigenen Seite, wenn man nach solch verheerendem Fußball die hervorragende Arbeit lobt.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 18:23 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Das Leben ist Politik. Immer und überall.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 18:27 (vor 875 Tagen) @ Talentförderer
Das Leben ist Politik. Immer und überall.
Eben, und politisch sinnvoll wäre es jetzt hier gewesen zu sagen "Der Trainer und wir als Mannschaft sind ein Gespann und arbeiten hart zusammen, wir müssen jetzt schnellstmöglich gute Ergebnisse liefern, aber natürlich ist die letzte Zeit sicherlich auch für den Trainer nicht einfach gewesen." Nächste Frage. Und nicht so'n Bums da von sich geben.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
jniklast, Langenhagen, Donnerstag, 07.09.2023, 16:31 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Also ich kenne da jetzt den Kontext dieser Aussagen nicht, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Spieler von sich aus derartige Aussagen machen, sondern das werden doch sicherlich Antworten auf Fragen nach Flicks Arbeit oder eben den Gründen für das Ausscheiden sein. Da kann man dann als Spieler auch schlecht "kein Kommentar" sagen.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
CF, Donnerstag, 07.09.2023, 16:28 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Naja was soll denn ein Nationalspieler sonst auch sagen? Den eigenen Chef öffentlich in die Pfanne hauen kommt meistens nicht so gut an und in diesem Fall kann man noch nicht einmal das Unternehmen wechseln. Also wird Hansi natürlich von den aktiven Spielern stets gelobt.
In dem Kontext: gar nichts (meine Empfehlung), außer jemand fragt ganz explizit in die Richtung. Hat man ja auch nichts von, höchstens die Lacher auf der eigenen Seite, wenn man nach solch verheerendem Fußball die hervorragende Arbeit lobt.
Wie gesagt: die Frage war ja, wie Flick mit der aktuell schwierigen Situation umgeht und darauf hat Brandt geantwortet. Da ging es nicht um die Arbeit als solche bei der Frage.
Kai Havertz sieht in der fehlenden Fanunterstützung bei der WM 23 den Grund für das schlechte abschneiden.
CF, Donnerstag, 07.09.2023, 15:56 (vor 875 Tagen) @ Kolbenfresser
Brandt ebenso. Der sieht Flicks Arbeit als sensationell an. Nationalspieler passen sich mit Kommentaren ihren Leistungen an.
Naja, ich hab das eher so verstanden, das Brandt meint, dass Flick sensationell mit der aktuell schwierigen Situation umgeht und sich das weniger auf die (Trainings-)Arbeit bezieht.
"Kohle Muani": Ich werde bereit sein, für dieses Trikot zu sterben",
Gargamel09, Donnerstag, 07.09.2023, 14:15 (vor 875 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Ihrem Ärger hatten die Frankfurter Anhänger bereits beim 1:1 gegen den 1. FC Köln Luft gemacht. "Kohle Muani – Geld verändert nicht den Charakter, es macht ihn nur sichtbar", stand in großen Lettern auf einem Spruchband.
Ich hab am Freitag Abend wirklich kurz gedacht, die Eintracht hat das echt durchgezogen, wäre auch bei Dembele gegangen, bis dann kurze Zeit später der Transfer doch durchging.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Gargamel09, Donnerstag, 07.09.2023, 11:26 (vor 875 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
https://www.sportschau.de/fussball/kinderfussball-watzke-100.html
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Auf die Frage, ob es eine Reform der Reform brauche, sagte Watzke auf einem Untenehmertag in Essen: "Ja. Und das haben wir gerade beschlossen." Der neue DFB-Sportdirektor Hannes Wolf solle "versuchen, uns in den nächsten ein, zwei Jahren Handlungsalternativen aufzuzeigen", so Watzke, der auch 1. Vizepräsident des DFB ist.
Aki regelt das!
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Weeman, Hinterm Knauber, Freitag, 08.09.2023, 09:31 (vor 874 Tagen) @ Gargamel09
Wird Zeit, dass unser Uli den Fußball verlässt...
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Gargamel09, Freitag, 08.09.2023, 09:52 (vor 874 Tagen) @ Weeman
Wird Zeit, dass unser Uli den Fußball verlässt...
Es müssten dann auch alle weg, die Aki installiert hat, der kann im Ruhestand immer noch die Fäden ziehen, siehe Uli in München. Da mussten Brazzo, Oli immer wieder mal am Tegernsee vorbeischauen, um ihn um Rat/Erlaubnis zu fragen, taten sie das nicht, weil sie ihr eigenen Ding machen wollten, wie im Fall von Kahn, dann wurde schnell am Stuhl gesägt.
Warum redet der 1. Vizepräsident des DFB so über etwas,
Franke, Donnerstag, 07.09.2023, 22:28 (vor 874 Tagen) @ Gargamel09
das der DFB seit ich weiß nicht wie vielen Monaten bewirbt?
Mir scheint, er sollte sich erst mal informieren, bevor er sich öffentlich äußert.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 18:28 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Also mir persönlich ist es vollkommen egal wie und was die Kids trainieren. Ich bin kein Sportwissenschaftler.
Aber ich höre überall her von Eltern, Trainern, „der Öffentlichkeit“ dass das Wohl nicht so gut ankommt und auch nicht gerade förderlich ist um Ehrgeiz und Siegergen zu entwickeln. Kam zuletzt auch in anderen Sportarten auf oder bei den Bundesjugendspielen.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 19:22 (vor 875 Tagen) @ Talentförderer
Also mir persönlich ist es vollkommen egal wie und was die Kids trainieren. Ich bin kein Sportwissenschaftler.
Aber ich höre überall her von Eltern, Trainern, „der Öffentlichkeit“ dass das Wohl nicht so gut ankommt und auch nicht gerade förderlich ist um Ehrgeiz und Siegergen zu entwickeln. Kam zuletzt auch in anderen Sportarten auf oder bei den Bundesjugendspielen.
Weil die meisten zwar keine Ahnung von den Inhalten, aber trotzdem eine Meinung dazu haben.
Deine Aufzählung, wo das nicht so gut ankommt, zeigt aber sehr gut, was daran falsch läuft. Ob es bei den Kindern gut ankommt und den Knirpsen im Alter von 6 - 10 vielleicht sogar mehr Spaß macht, fragt keiner.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
istar, Samstag, 09.09.2023, 11:19 (vor 873 Tagen) @ Sascha
Also mir persönlich ist es vollkommen egal wie und was die Kids trainieren. Ich bin kein Sportwissenschaftler.
Aber ich höre überall her von Eltern, Trainern, „der Öffentlichkeit“ dass das Wohl nicht so gut ankommt und auch nicht gerade förderlich ist um Ehrgeiz und Siegergen zu entwickeln. Kam zuletzt auch in anderen Sportarten auf oder bei den Bundesjugendspielen.
Weil die meisten zwar keine Ahnung von den Inhalten, aber trotzdem eine Meinung dazu haben.Deine Aufzählung, wo das nicht so gut ankommt, zeigt aber sehr gut, was daran falsch läuft. Ob es bei den Kindern gut ankommt und den Knirpsen im Alter von 6 - 10 vielleicht sogar mehr Spaß macht, fragt keiner.
Ich hab mich bei den Vorschlägen von Hannes Wolf gleich an meine Kindheit erinnert und wie wir da gepöhlt haben.
Auf dem Bolzplatz haben immer alle gleichzeitig gestürmt oder verteidigt.
Es ging ständig rauf und runter. Mal mit und mal ohne Torwart. Oder auf ein Tor.
Das hat Bock gemacht.
Im Verein war ich auch, aber das Training fand ich nicht so toll. Musste aber sein,wenn man spielen wollte. Da war ich Verteidiger.
Bolzplatz war besser.
Ich hab Hannes Wolf im Doppelpass gesehen, der hat gesprüht vor Begeisterung.
Ich würde ihn einfach mal machen lassen.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
koom, Freitag, 08.09.2023, 16:25 (vor 874 Tagen) @ Sascha
Deine Aufzählung, wo das nicht so gut ankommt, zeigt aber sehr gut, was daran falsch läuft. Ob es bei den Kindern gut ankommt und den Knirpsen im Alter von 6 - 10 vielleicht sogar mehr Spaß macht, fragt keiner.
Ach, für solche Fälle hat doch jeder seinen "Knirps, dem es nur ums Gewinnen geht und diese Wussi-Änderung ihm den ganzen Sport kaputtmacht"! Kennt man auch von Corona-Debatten u.a., wo dann jeder plötzlich ein passendes Kind in dem Alter hat, dessen Meinung dann vertreten kann. ;-)
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Erdbär, Niederrhein, Freitag, 08.09.2023, 16:22 (vor 874 Tagen) @ Sascha
Ich mache das als Betreuer jetzt im dritten Jahr. Die immer gleichen Gespräche mit Mentalparalympioniken wie unserem Aki sind das einzig wirklich abstoßende an der ganzen Sache.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
DB146, Lokschuppen, Donnerstag, 07.09.2023, 20:53 (vor 874 Tagen) @ Sascha
Also mir persönlich ist es vollkommen egal wie und was die Kids trainieren. Ich bin kein Sportwissenschaftler.
Aber ich höre überall her von Eltern, Trainern, „der Öffentlichkeit“ dass das Wohl nicht so gut ankommt und auch nicht gerade förderlich ist um Ehrgeiz und Siegergen zu entwickeln. Kam zuletzt auch in anderen Sportarten auf oder bei den Bundesjugendspielen.
Weil die meisten zwar keine Ahnung von den Inhalten, aber trotzdem eine Meinung dazu haben.Deine Aufzählung, wo das nicht so gut ankommt, zeigt aber sehr gut, was daran falsch läuft. Ob es bei den Kindern gut ankommt und den Knirpsen im Alter von 6 - 10 vielleicht sogar mehr Spaß macht, fragt keiner.
Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Belange und Interessen von Kindern und auch Jugendlichen sind völlig unterrepräsentiert.
Den Wettbewerb im bisherigen Sinne haben oft die Eltern nötiger als die Kinder… klar, dass Erstere daran festhalten wollen.
Und mit Veränderungen tut sich der Mensch im Allgemeinen und der Deutsche im Speziellen ohnehin äußerst schwer.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Pfalzborusse
, Donnerstag, 07.09.2023, 19:45 (vor 875 Tagen) @ Sascha
DANKE! Endlich sagt es mal jemand. Ich kann gar nicht mehr zählen wie viel Diskussionen ich in den letzten Tage mit anderen Eltern hatte...
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Lenano, Donnerstag, 07.09.2023, 20:08 (vor 875 Tagen) @ Pfalzborusse
Weitermachen und nicht aufhören! Ich glaube es wurde sehr stark versäumt mit aufzuzeigen das es ja sehr wohl Ergebnisse gibt, die auch direkt eine Wertung haben. So ist zumindest meine Wahrnehmung und das ist mir tatsächlich auch nicht so bewusst gewesen.
Vom Grundsatz her ist Funino aus meiner Sicht aber doch etwas fantastisches und in Gesprächen kann man ja mal nachfragen was in Deutschland fehlt. Viele werden z.B. Dribbler / 1/1 Spieler nennen, Entscheidungsfinder. Die bekomme ich auf diesen kleinen Feldern so früh, weil du in jeder Phase mit und ohne Ball viel schneller handeln musst, du musst mutiger sein, du lernst wann dribbeln und wann passen gut ist...und herausragend, du hast Ballkontakte, Ballkontakte, Ballkontakte. Aber was schreibe ich, alles nur scheiße.
Vllt. finden wir ja auch einfach einen Weg in der Mitte. 45 Minuten Funino, 30 Minuten 6+1 und die Kinder erleben in kurzer Zeit beides.
Aber ne, Aki hat was zu sagen.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Slider125, Bremen, Donnerstag, 07.09.2023, 23:09 (vor 874 Tagen) @ Lenano
Die neue Spielform ist ja das eine. Wobei wir mit der Reform spätestens in 10 Jahren ein Nachwuchs Problem auf der Torwartposition haben. Aber Das Gefühl vom gemeinsamen Gewinnen und verlieren ist mit das wichtigste was die Kinder lernen um etwas Resilienz zu erlernen.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.09.2023, 17:43 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
https://www.sportschau.de/fussball/kinderfussball-watzke-100.html
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Auf die Frage, ob es eine Reform der Reform brauche, sagte Watzke auf einem Untenehmertag in Essen: "Ja. Und das haben wir gerade beschlossen." Der neue DFB-Sportdirektor Hannes Wolf solle "versuchen, uns in den nächsten ein, zwei Jahren Handlungsalternativen aufzuzeigen", so Watzke, der auch 1. Vizepräsident des DFB ist.
Aki regelt das!
Mal abgesehen davon, dass man natürlich über solche Strategien und Konzepte immer diskutieren kann. Dass Watzke Hannes Wolf auf einer vollkommen fachfremden Veranstaltung öffentlich so disqualifiziert, ist hinterhältig und eine Riesensauerei. Wie kann er einen Trainer mit einer sehr positiven BVB Historie so bloßstellen, für ein bisschen Applaus? Was für eine populistische Scheiße kommt als nächstes, Aki?
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
uwelito, Donnerstag, 07.09.2023, 22:40 (vor 874 Tagen) @ uwelito
Ich bin der Meinung, dass sich ein aki Watzke gerade jetzt mehr um seinen bvb kümmern sollte, als um die dfb-Reformen - ansonsten sollte er einen Nachfolger finden und sich ein Büro in die Zentrale in Frankfurt einrichten!
Alter weisser Mann sabbelt...
Bullet, Berlin, Donnerstag, 07.09.2023, 16:57 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Sorry Aki,
aber wird Zeit das du gehst.
Alter weisser Mann sabbelt...
Ibanez, Aachen, Samstag, 09.09.2023, 09:47 (vor 873 Tagen) @ Bullet
"Alter weißer Mann" ist eine Begrifflichkeit die ein sozial-gesellschaftliches und politisches Problem IN AMERIKA beschreiben soll.
Amerikanische Schablonen eins zu eins auf unsere Gesellschaft zu übertragen ist ziemlicher quatsch!
Du unterstellst außerdem gerade das ein Problem auf eine Hautfarbe und Alter zurückzuführen sei.
Ist das für dich so?
Alter weisser Mann sabbelt...
Jan80, Lünen, Donnerstag, 07.09.2023, 23:10 (vor 874 Tagen) @ Bullet
Und was hat das damit zu tun, dass er weiß oder alt ist? Das ist Altersdiskriminierung und Rassismus in einem Satz. Ich weiß nicht warum man die Diskussion auf so ein respekt- und bildungsloses Niveau ziehen muss. Eventuell liegt er in der Sache falsch und eventuell ist er nicht vollständig informiert. Das können aber auch genug andere, die weder alt noch weiß sind. Jugend ist kein Verdienst, das hat jeder Mal. Und im Schnitt liest man von jüngeren Mittmenschen deutlich mehr Unqualifiziertes als von älteren. (Lebens)Erfahrung hat halt doch einen gewissen Wert. Weiß dürfte hier zudem die große Mehrheit sein. Also wo ist der Punkt bei so einem Gebrabbel?
Alter weisser Mann sabbelt...
nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 10:32 (vor 874 Tagen) @ Jan80
bearbeitet von nico36de, Freitag, 08.09.2023, 10:49
Wo der Punkt bei deinem Gebrabbel ist, kann ich da wirklich nicht erkennen. Unter kabarettistischen Gesichtspunkten wars aber vermutlich zumindest für die annehmbar, die Dieter Nuhr mögen.
Der alte weiße Mann steht für etwas. So wie der Vollhorst. Man muss schon ein sehr besonderer Mann mit weißer Hautfarbe in fortgeschrittenem Alter oder besonderer Horst sein, um (bewusst) misszuverstehen, was gemeint ist und sich durch die Begriffe diskriminiert fühlen zu können
Von den mir bekannten Horsts und älteren Herren mit weißer Hautfarbe denken auf jeden Fall allenfalls die alten weißen Männer oder Vollhorsts bei den Begriffen an Diskriminierung. Wenn überhaupt.
Alter weisser Mann sabbelt...
istar, Samstag, 09.09.2023, 10:02 (vor 873 Tagen) @ nico36de
Wo der Punkt bei deinem Gebrabbel ist, kann ich da wirklich nicht erkennen. Unter kabarettistischen Gesichtspunkten wars aber vermutlich zumindest für die annehmbar, die Dieter Nuhr mögen.
Der alte weiße Mann steht für etwas. So wie der Vollhorst. Man muss schon ein sehr besonderer Mann mit weißer Hautfarbe in fortgeschrittenem Alter oder besonderer Horst sein, um (bewusst) misszuverstehen, was gemeint ist und sich durch die Begriffe diskriminiert fühlen zu können
Von den mir bekannten Horsts und älteren Herren mit weißer Hautfarbe denken auf jeden Fall allenfalls die alten weißen Männer oder Vollhorsts bei den Begriffen an Diskriminierung. Wenn überhaupt.
Du bist halt selbst nicht die hellste Kerze,sonst wüsstest du, was daran diskriminierend ist.
Altersdiskriminierung ist übrigens ein Fakt, auf den die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes schon hingewiesen hat.
Alter weisser Mann sabbelt...
Grigori, Ort, Samstag, 09.09.2023, 10:15 (vor 873 Tagen) @ istar
Wo der Punkt bei deinem Gebrabbel ist, kann ich da wirklich nicht erkennen. Unter kabarettistischen Gesichtspunkten wars aber vermutlich zumindest für die annehmbar, die Dieter Nuhr mögen.
Der alte weiße Mann steht für etwas. So wie der Vollhorst. Man muss schon ein sehr besonderer Mann mit weißer Hautfarbe in fortgeschrittenem Alter oder besonderer Horst sein, um (bewusst) misszuverstehen, was gemeint ist und sich durch die Begriffe diskriminiert fühlen zu können
Von den mir bekannten Horsts und älteren Herren mit weißer Hautfarbe denken auf jeden Fall allenfalls die alten weißen Männer oder Vollhorsts bei den Begriffen an Diskriminierung. Wenn überhaupt.
Du bist halt selbst nicht die hellste Kerze,sonst wüsstest du, was daran diskriminierend ist.Altersdiskriminierung ist übrigens ein Fakt, auf den die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes schon hingewiesen hat.
Genau und damit meinen sie die soziale und ökonomische Benachteiligung älterer Menschen. Ich versteh nur nicht, was das damit zu tun hat, wenn jemand "alter weißer Mann" sagt.
Alter weisser Mann sabbelt...
istar, Samstag, 09.09.2023, 10:32 (vor 873 Tagen) @ Grigori
Wo der Punkt bei deinem Gebrabbel ist, kann ich da wirklich nicht erkennen. Unter kabarettistischen Gesichtspunkten wars aber vermutlich zumindest für die annehmbar, die Dieter Nuhr mögen.
Der alte weiße Mann steht für etwas. So wie der Vollhorst. Man muss schon ein sehr besonderer Mann mit weißer Hautfarbe in fortgeschrittenem Alter oder besonderer Horst sein, um (bewusst) misszuverstehen, was gemeint ist und sich durch die Begriffe diskriminiert fühlen zu können
Von den mir bekannten Horsts und älteren Herren mit weißer Hautfarbe denken auf jeden Fall allenfalls die alten weißen Männer oder Vollhorsts bei den Begriffen an Diskriminierung. Wenn überhaupt.
Du bist halt selbst nicht die hellste Kerze,sonst wüsstest du, was daran diskriminierend ist.
von >
Altersdiskriminierung ist übrigens ein Fakt, auf den die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes schon hingewiesen hat.
Genau und damit meinen sie die soziale und ökonomische Benachteiligung älterer Menschen. Ich versteh nur nicht, was das damit zu tun hat, wenn jemand "alter weißer Mann" sagt.
Es ist eine Diskriminierung aufgrund von Alter,Hautfarbe und Geschlecht.
Oder ist das positiv gemeint?
Wäre mir im Prinzip egal, aber es kommt i.d.R. von Leuten, die sich bei anderen Gelegenheiten gar nicht mehr einkriegen, wenn es darum geht, ihre tadellose Haltung auszudrücken. Und man erspart es sich, auf Aussagen oder Argumente einzugehen.
Aber nehmen wir das Argument, es würde "für etwas stehen".
Da frage ich mich,wofür?
Kleine Rente trotz harter Arbeit? Pfandsammeln und zur Tafel gehen? Durch harte Arbeit reich geworden? Schrebergarten? Mercedes C-Klasse fahren? Harley Davidson fahren? Wacken? Oper?
Alter weisser Mann sabbelt...
Burgsmüller84, Samstag, 09.09.2023, 10:57 (vor 873 Tagen) @ istar
Die Phrase "alter, weißer Mann" bezieht sich wohl eher nicht auf das körperliche Alter einer Person, sondern auf dessen vermutetes oder beobachtbares (reaktionäres) Weltbild. In dem Sinne würde ich für Alice Weidel ein ähnliches Mindset annehmen.
Alter weisser Mann sabbelt...
Gargamel09, Samstag, 09.09.2023, 10:58 (vor 873 Tagen) @ Burgsmüller84
Die Phrase "alter, weißer Mann" bezieht sich wohl eher nicht auf das körperliche Alter einer Person, sondern auf dessen vermutetes oder beobachtbares (reaktionäres) Weltbild. In dem Sinne würde ich für Alice Weidel ein ähnliches Mindset annehmen.
Dumme* weiße Frau?
*verschiedene Beschreibungen möglich
Alter weisser Mann sabbelt...
Knarz Pellworm, DO-Hörde, Samstag, 09.09.2023, 10:52 (vor 873 Tagen) @ istar
Wo der Punkt bei deinem Gebrabbel ist, kann ich da wirklich nicht erkennen. Unter kabarettistischen Gesichtspunkten wars aber vermutlich zumindest für die annehmbar, die Dieter Nuhr mögen.
Der alte weiße Mann steht für etwas. So wie der Vollhorst. Man muss schon ein sehr besonderer Mann mit weißer Hautfarbe in fortgeschrittenem Alter oder besonderer Horst sein, um (bewusst) misszuverstehen, was gemeint ist und sich durch die Begriffe diskriminiert fühlen zu können
Von den mir bekannten Horsts und älteren Herren mit weißer Hautfarbe denken auf jeden Fall allenfalls die alten weißen Männer oder Vollhorsts bei den Begriffen an Diskriminierung. Wenn überhaupt.
Du bist halt selbst nicht die hellste Kerze,sonst wüsstest du, was daran diskriminierend ist.
von >
Altersdiskriminierung ist übrigens ein Fakt, auf den die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes schon hingewiesen hat.
Genau und damit meinen sie die soziale und ökonomische Benachteiligung älterer Menschen. Ich versteh nur nicht, was das damit zu tun hat, wenn jemand "alter weißer Mann" sagt.
Es ist eine Diskriminierung aufgrund von Alter,Hautfarbe und Geschlecht.
Oder ist das positiv gemeint?Wäre mir im Prinzip egal, aber es kommt i.d.R. von Leuten, die sich bei anderen Gelegenheiten gar nicht mehr einkriegen, wenn es darum geht, ihre tadellose Haltung auszudrücken. Und man erspart es sich, auf Aussagen oder Argumente einzugehen.
Aber nehmen wir das Argument, es würde "für etwas stehen".
Da frage ich mich,wofür?
Kleine Rente trotz harter Arbeit? Pfandsammeln und zur Tafel gehen? Durch harte Arbeit reich geworden? Schrebergarten? Mercedes C-Klasse fahren? Harley Davidson fahren? Wacken? Oper?
Eine supremacy-Attitüde ?
Alter weisser Mann sabbelt...
Abseits, Donnerstag, 07.09.2023, 23:34 (vor 874 Tagen) @ Jan80
Und was hat das damit zu tun, dass er weiß oder alt ist? Das ist Altersdiskriminierung und Rassismus in einem Satz.
Wenn die Diskriminierten in der Mehrheit sind und statt Benachteiligung nur ihr Vorteile verteidigen, wird`s schwierig.
Time to say goodbye
leugim, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 19:20 (vor 875 Tagen) @ Bullet
Wie habe ich Aki in der Vergangenheit gefeiert für alles. Aber seit 2016 wird es leider schlimmer und schlimmer… seit ein paar Jahren ist das alles nicht mehr zu ertragen.
Bitte sehe es selber ein, lieber Aki.
Alter weisser Mann sabbelt...
quincy123, Donnerstag, 07.09.2023, 18:34 (vor 875 Tagen) @ Bullet
Meines Erachtens nach liegt er richtig - vielleicht bin ich auch ein alter weißer Mann, keine Ahnung. Aber das wir Kinder nun nicht mehr gewinnen und verlieren lassen wollen - ich glaub ja nicht, dass das bisher geschadet hat. Man kann auch übertreiben.
Alter weisser Mann sabbelt...
Matze09, Donnerstag, 07.09.2023, 19:48 (vor 875 Tagen) @ quincy123
Meines Erachtens nach liegt er richtig - vielleicht bin ich auch ein alter weißer Mann, keine Ahnung. Aber das wir Kinder nun nicht mehr gewinnen und verlieren lassen wollen - ich glaub ja nicht, dass das bisher geschadet hat. Man kann auch übertreiben.
Bin auch noch recht jung, sehe ich aber genauso. Bin auch absolut dafür, dass die Kinder zu Beginn beim Fussball Spaß haben sollen und jeder viel spielen sollte.... nur gewinnen, verlieren, Tabellen 1. Und letzter gehört meiner Meinung nach dazu. Mich persönlich hat auch der Misserfolg geprägt. Ehrlich gesagt weiss ich auch nicht, ob es schon Studien gibt, wenn Kinder überhaupt nicht mit Misserfolg/Niederlagen lernen umzugehen , wie sie dann im späteren Leben (Berufsleben) darauf reagieren würden
Alter weisser Mann sabbelt...
Habakuk, OWL, Donnerstag, 07.09.2023, 19:41 (vor 875 Tagen) @ quincy123
Meines Erachtens nach liegt er richtig - vielleicht bin ich auch ein alter weißer Mann, keine Ahnung. Aber das wir Kinder nun nicht mehr gewinnen und verlieren lassen wollen - ich glaub ja nicht, dass das bisher geschadet hat. Man kann auch übertreiben.
Wenn du auch ein alter weißer Mann bist, dann dürftest du in jungen Jahren auch oft den Satz "Das hat uns auch nicht geschadet" gehört haben. Die Retourkutsche "Offensichtlich doch" wurde dann meist nicht gern gehört.
In erster Linie geht es doch einfach darum, dass kleine Kinder Spaß am Fußballspielen haben sollen, egal ob da am Ende eine handvoll Musialas oder nur eine Menge Freizeitsportler bei herauskommen. Ob eine frühzeitige Prioriserung des Leistungsgedankens der Förderung von hochtalentierten Spielern überhaupt förderlich ist, darf außerdem bezweifelt werden.
Alter weisser Mann sabbelt...
Eisen, DO, Donnerstag, 07.09.2023, 19:20 (vor 875 Tagen) @ quincy123
Dann bist du leider genauso schlecht informiert wie Hans-Joachim Watzke.
Es wird sogar öfter gewonnen und verloren als vorher, es soll lediglich keine Tabellen mehr geben. In La Masia trainieren sie schon ewig so..l
Alter weisser Mann sabbelt...
Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 18:40 (vor 875 Tagen) @ quincy123
Meines Erachtens nach liegt er richtig - vielleicht bin ich auch ein alter weißer Mann, keine Ahnung. Aber das wir Kinder nun nicht mehr gewinnen und verlieren lassen wollen - ich glaub ja nicht, dass das bisher geschadet hat. Man kann auch übertreiben.
Vielleicht bin ich auch einfach zu jung dafür, aber wie kommst du darauf, dass Kinder nicht mehr gewinnen und verlieren sollen?
Alter weisser Mann sabbelt...
quincy123, Freitag, 08.09.2023, 02:35 (vor 874 Tagen) @ Grigori
Ich hatte es tatsächlich so verstanden, dass Tore nicht mehr gezählt werden sollen - wenn ich das falsch verstanden habe, nehme ich alles zurück :)
Alter weisser Mann sabbelt...
quincy123, Freitag, 08.09.2023, 08:03 (vor 874 Tagen) @ quincy123
Genau wie Aki kritisierst Du also etwas, was gar nicht in der kritisierten Reform enthalten ist...
Alter weisser Mann sabbelt...
quincy123, Sonntag, 10.09.2023, 02:19 (vor 872 Tagen) @ RE_LordVader
Für Dich nochmal - lies es halt langsam: "Wenn ich das falsch verstanden habe, nehme ich alles zurück"
Ich habe also einen Fehler gemacht.
Alter weisser Mann sabbelt...
Cthulhu, Essen, Samstag, 09.09.2023, 09:19 (vor 873 Tagen) @ RE_LordVader
Genau wie Aki kritisierst Du also etwas, was gar nicht in der kritisierten Reform enthalten ist...
Allerdings macht er das in der Rolle als Nutzer eines Fußballforums und nicht als ranghoher Funktionär.
Das ist schon ein wenig peinlich, wenn man in der Position Dinge kritisiert und anscheinend gar keine Ahnung hat, was verändert werden soll.
Alter weisser Mann sabbelt...
Eisen, DO, Samstag, 09.09.2023, 09:22 (vor 873 Tagen) @ Cthulhu
Und es vorher im DFB-Präsidium noch mitgetragen hat.
Wirklich ein peinlicher Auftritt. Keine Ahnung, was ihn wieder geritten hat.
Alter weisser Mann sabbelt...
SebWagn, HH Harvestehude, Donnerstag, 07.09.2023, 17:10 (vor 875 Tagen) @ Bullet
Alter weisser Mann sabbelt...
ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Donnerstag, 07.09.2023, 17:47 (vor 875 Tagen) @ SebWagn
..Steffen Baumgart auch?
Also, dass der "Aktiengesellschaft"-Trottel, der aus Imagegründen bei Minustemperaturen Kurzarmshirts trägt ("starker Kerl") und nicht sprechen sondern nur bölken kann ("authentischer Typ"), geht, fände ich schon angebracht, wenn auch aus anderen Gründen ;-)
Alter weisser Mann sabbelt...
Komanda, Donnerstag, 07.09.2023, 17:27 (vor 875 Tagen) @ SebWagn
Sieht das "Umgehen mit Niederlagen" dann eigentlich so aus, dass man den Fans die Schuld gibt, oder dem Schiri etc?
Alter weisser Mann sabbelt...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 18:46 (vor 875 Tagen) @ Komanda
bearbeitet von nico36de, Donnerstag, 07.09.2023, 18:57
vielleicht würden Spieler, die gelernt haben, dass es auch ums Spielen geht, das dann auch tun. Nur an Siege zu denken begünstigt halt je nach Charakter gerne mal Verkrampfen oder Sich-in-die-Hosen-scheißen. Ich denke da an einen bestimmten 34. Spieltag und vergleiche das Auftreten eines Spielers in Sine des Wortes wie Duranville mit dem Auftreten des größten Teils des Rests der Mannschaft.
Aber so ist das wohl bei beratungsresistenten Verantwortlichen. Auf allen Ebenen. In der Bildungspolitik ist seit Jahrzehnten bekannt, dass es unsinnig ist, wenn die Schule um 8:00 Uhr beginnt und dass man Wissen rein physiologisch nur dann langfristig in die Birne bekommt, wenn man es als interssant empfindet. Aber auch da gibt es die alten weißen Männer (auch Frauen können alte weiße Männer im Geiste sein), die solche Gegebenheiten einfach ignorieren und einfach so weiter machen wie bisher.
Geh mich mit dat neumodische Zeugs wech! Hamwa imma so gemacht, hattsich bewährt.
Alter weisser Mann sabbelt...
spielbeobachtung, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 19:03 (vor 875 Tagen) @ nico36de
„dass es unsinnig ist, wenn die Schule um 8:00 Uhr beginn“.
Das ist auch so ein neumodischer Quatsch. Diese Entwicklung läuft parallel mit dem schlechten Abschneiden der deutscher Schüler bei der Pisa-Studie. Lustigerweise werden die Abi-Noten aber immer besser, darf ja keiner zurückbleiben.
Früh aufstehen und zur Schule gehen, dann ist man auch früher daheim und könnte z.B Fußball spielen.
Alter weisser Mann sabbelt...
CF, Freitag, 08.09.2023, 08:18 (vor 874 Tagen) @ spielbeobachtung
„dass es unsinnig ist, wenn die Schule um 8:00 Uhr beginn“.
Das ist auch so ein neumodischer Quatsch. Diese Entwicklung läuft parallel mit dem schlechten Abschneiden der deutscher Schüler bei der Pisa-Studie. Lustigerweise werden die Abi-Noten aber immer besser, darf ja keiner zurückbleiben.
Früh aufstehen und zur Schule gehen, dann ist man auch früher daheim und könnte z.B Fußball spielen.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...,-)
Alter weisser Mann sabbelt...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 19:17 (vor 875 Tagen) @ spielbeobachtung
Was immer hilft: Wissen statt Meinung.
Die Leistungsfähigkeit des Gehirns im Tagesverlauf spricht nun einmal gegen einen Schulbeginn um 8 Uhr. Zumindest für Neurobiologen und Lernforscher. Und bei denen ist das keine Meinung, sondern Ergebnis von Forschungen.
Alter weisser Mann sabbelt...
Nike79, Donnerstag, 07.09.2023, 19:08 (vor 875 Tagen) @ spielbeobachtung
„dass es unsinnig ist, wenn die Schule um 8:00 Uhr beginn“.
Das ist auch so ein neumodischer Quatsch. Diese Entwicklung läuft parallel mit dem schlechten Abschneiden der deutscher Schüler bei der Pisa-Studie. Lustigerweise werden die Abi-Noten aber immer besser, darf ja keiner zurückbleiben.
Früh aufstehen und zur Schule gehen, dann ist man auch früher daheim und könnte z.B Fußball spielen.
Sehe ich anders. Schulbeginn sollte sich schon ein wenig am Alter der Kinder bzw. Jugendlichen orientieren. In einem gewissen Alter um die Pubertät gibt es Verschiebungen im Biorhythmus, worunter die Konzentration zu bestimmten Uhrzeiten stark leidet.
Ich bin kein Experte, es gibt aber wohl entsprechende Untersuchungen. Und ich bin der Meinung, dass Alles, was den Kindern hilft gut zu lernen auch in Betracht gezogen gehört.
Alter weisser Mann sabbelt...
spielbeobachtung, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 19:14 (vor 875 Tagen) @ Nike79
Abends ein Bier weniger saufen, dann klappt das auch mit dem frühen Aufstehen.
Meine persönliche Erfahrung aus der Oberstufe.
Alter weisser Mann sabbelt...
Motzki09, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 21:42 (vor 874 Tagen) @ spielbeobachtung
Abends ein Bier weniger saufen, dann klappt das auch mit dem frühen Aufstehen.
Meine persönliche Erfahrung aus der Oberstufe.
Komme hier wegen BVB Themen, aber jetzt bleibe ich wegen den LifeHacks :)
Alter weisser Mann sabbelt...
nico36de, Ruhrgebiet, Freitag, 08.09.2023, 10:01 (vor 874 Tagen) @ Motzki09
Es ist schon enorm, was man hier im Forum an fußballfremden Sache lernen kann. Zwar vorrangig dann, wenn man sich lieber an Meinung als an Wissen orientiert, aber das scheint ja heute üblich zu sein.
Alter weisser Mann sabbelt...
spielbeobachtung, Ort, Freitag, 08.09.2023, 10:53 (vor 874 Tagen) @ nico36de
Es ist schon enorm, was man hier im Forum an fußballfremden Sache lernen kann. Zwar vorrangig dann, wenn man sich lieber an Meinung als an Wissen orientiert, aber das scheint ja heute üblich zu sein.
Das ist hier ein Forum, wo nicht nur Fussballthemen diskutiert werden.
Meinungsäußerungen sind sind in einem Forum eigentlich de Normalität.
Du kannst meine Meinung natürlich bescheuert finden.
Schön für Dich, dass Du soviel Wissen hast.
Für mich sind auch persönliche Erfahrungen im Laufe derJahrzehnte wichtig und da habe ich gelernt,
dass Leistungsbereitschaft ebenso wichtig ist, wie die Überwindung von Widerständen (Schulbeginn um 08.00 Uhr). Wenn Kindern/ Jugendlichen das nicht mehr ausreichend vermittelt wird, werden sie in ihrem späteren
Studium/Berufsleben Schwierigkeiten bekommen.
Ähnliches gilt für Sport , Stichwort „ Abschaffung der Bundesjugendspiele“ und Fußball (ohne Ergebnisse / Tabellen)
Alter weisser Mann sabbelt...
Abseits, Freitag, 08.09.2023, 12:04 (vor 874 Tagen) @ spielbeobachtung
Es ist schon enorm, was man hier im Forum an fußballfremden Sache lernen kann. Zwar vorrangig dann, wenn man sich lieber an Meinung als an Wissen orientiert, aber das scheint ja heute üblich zu sein.
Das ist hier ein Forum, wo nicht nur Fussballthemen diskutiert werden.
Meinungsäußerungen sind sind in einem Forum eigentlich de Normalität.
Du kannst meine Meinung natürlich bescheuert finden.
Schön für Dich, dass Du soviel Wissen hast.
Für mich sind auch persönliche Erfahrungen im Laufe derJahrzehnte wichtig und da habe ich gelernt,
dass Leistungsbereitschaft ebenso wichtig ist, wie die Überwindung von Widerständen (Schulbeginn um 08.00 Uhr). Wenn Kindern/ Jugendlichen das nicht mehr ausreichend vermittelt wird, werden sie in ihrem späteren
Studium/Berufsleben Schwierigkeiten bekommen.
Ähnliches gilt für Sport , Stichwort „ Abschaffung der Bundesjugendspiele“ und Fußball (ohne Ergebnisse / Tabellen)
Es gibt keinen Plan, die Bundesjugendspiele abzuschaffen, nur die Ergebnisse werden anders bewertet. Ziel auch hier, mehr Kinder für den Sport zu begeistern, was dringend notwendig ist. Dass bestimmte Politiker eine Verbindung hergestellt haben, zwischen dem miserablen Abschneiden Deutschlands bei der Leichtathletik-WM und der angestrebten Reform der Bundesjugendspiele, ist dann wieder einfach nur Populismus.
Mag sein, dass für dich das Überwinden von Widerständen wichtig ist oder war, für andere Menschen könnten aber bspw. optimale Rahmenbedingen ohne Widerstände wichtiger sein, um die persönliche schulische und berufliche Leistungsbereitschaft zu optimieren.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Komanda, Donnerstag, 07.09.2023, 16:32 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Muss anstrengend sein mit oder unter Watzke zu arbeiten.
Ich hoffe Wolf sagt am Ende seiner Analyse, dass es keine Alternative gibt.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Fonzie, Münster, Donnerstag, 07.09.2023, 16:50 (vor 875 Tagen) @ Komanda
Muss anstrengend sein mit oder unter Watzke zu arbeiten.
Ich hoffe Wolf sagt am Ende seiner Analyse, dass es keine Alternative gibt.
Ich bin ja selbst nicht mehr ganz jung, aber ich verstehe nicht, warum es einigen der älteren Herren im Fußballgeschäft (oder generell in Wirtschaft und Politk) so schwer fällt, mit der Zeit zu gehen oder zumindest nicht zu jedem Quatsch, den man nicht versteht, direkt ein öffentliches Statement abzugeben. Da muss es doch auch PR-Berater geben in Unternehmen dieser Größe.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
koom, Donnerstag, 07.09.2023, 16:59 (vor 875 Tagen) @ Fonzie
Muss anstrengend sein mit oder unter Watzke zu arbeiten.
Ich hoffe Wolf sagt am Ende seiner Analyse, dass es keine Alternative gibt.
Ich bin ja selbst nicht mehr ganz jung, aber ich verstehe nicht, warum es einigen der älteren Herren im Fußballgeschäft (oder generell in Wirtschaft und Politk) so schwer fällt, mit der Zeit zu gehen oder zumindest nicht zu jedem Quatsch, den man nicht versteht, direkt ein öffentliches Statement abzugeben. Da muss es doch auch PR-Berater geben in Unternehmen dieser Größe.
Eben jene PR-Berater empfehlen das. Hört man nichts mehr von einem, ist man tot und verliert Marktwert. Also muss man hin und wieder etwas absondern, bspw. bei ner Konferenz oder einem Vortrag etc. wo man dann gezielt eine steile These anbringt. Wichtig dabei ist vor allem eigentlich nur, dass es genügend Leute gibt, die das gut finden. Und berufen auf "alte Dinge" ist meistens immer relativ sicher, denn immerhin war ja früher alles, ja wirklich alles total besser (absolut keine Ironie vorhanden hier!).
Und das funktioniert in jeder Branche, sei es Fußball, Wirtschaft, Politik. In der Wirtschaft wird aber häufiger mal das Führungspersonal auch ausgetauscht, wenn man feststellt, dass alles zu sehr stagniert. In Politik und Sport passiert das kaum, auch weil man da meistens nur den "lokalen Markt" bedient, während die Wirtschaft sich auch auf dem Weltmarkt bewegt.
Das ist auch die Krux auch und gerade an der Politik, dass es deutlich mehr um "Reichweite" und Wahlergebnisse geht, als um die eigentliche Aufgabe. Wie die Ampel angefangen hat, lief vieles mal recht gut, alle schienen Willens, einen guten Job zu machen. Die Grünen profilierten sich durch Habeck dabei mehr, vor allem durch dessen starke Realpolitik - und das konnten FDP und auch SPD so nicht stehen lassen, weswegen die dann angefangen haben, massiv querzuschießen, um ein eigenes "Profil" dabei zu entwickeln.
Mittlerweile sind die Grünen ja auch bereits ein Wahlkampfthema. Anstatt, dass es für Parteien um Inhalte geht, geht es im Grunde nur noch um "das böse Gendern" und "die Grüüünen".
Ach, Aki
Didi, Schweiz, Donnerstag, 07.09.2023, 16:24 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Irgendwie füllt sich das Glas mit Unerträglichem schon langsam sehr. Nmecha, verpatzter Investorendeal (sein Scheitern, nicht mein Bedauern), Meisterschafts-Versagen trotz grosser Töne, nun macht er Wolf gefühlt 3 Tage nach dessen Ernennung zu Schnecke, zumindest diskussionswürdige Personalentscheidungen bei Borussia (Kehl?)... und die Liste ist wirklich noch nicht mal vollständig.
Es wäre schon mal Zeit, dass er uns einen Gefallen tut und sich um seine Nachfolgeregelung kümmert. Stattdessen träumt er aber wahrscheinlich nur davon, dass man ihn in der Kiste aus der Geschäftsstelle tragen wird.
Ach, Aki
Eisen, DO, Donnerstag, 07.09.2023, 17:04 (vor 875 Tagen) @ Didi
Der Mann ist irgendwie nur noch unangenehm und je mehr Ämter er anhäuft, desto schlimmer wird es. Dabei hätte er eigentlich genug bei uns zu tun sollte man meinen...
Ach, Aki
pappnase, Donnerstag, 07.09.2023, 19:42 (vor 875 Tagen) @ Eisen
Er ist wohl damit auch kein Einzelfall, dass eine gewisse Extravertiertheit, die einen an die Spitze aufsteigen lässt, langfristig gesehen dabei hinderlich ist zu erkennen, wann und wo man sich zurücknehmen sollte. Durch das große Gefälle im Profifußball fehlten letztlich auch harte Abstürze, um ihn mal etwas zu erden. Er könnte hier mit einem eher an Rauball angelehnten Auftreten und einer hauptsächlichen Fokussierung auf die Finanzen eigentlich einen Legendenstatus zementieren. Stattdessen ist das Auftreten Jahr für Jahr holprig. Spätestens mit der Biographie nahm es bedenkliche Züge an.
Ach, Aki
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 16:28 (vor 875 Tagen) @ Didi
Irgendwie füllt sich das Glas mit Unerträglichem schon langsam sehr. Nmecha, verpatzter Investorendeal (sein Scheitern, nicht mein Bedauern), Meisterschafts-Versagen trotz grosser Töne, nun macht er Wolf gefühlt 3 Tage nach dessen Ernennung zu Schnecke, zumindest diskussionswürdige Personalentscheidungen bei Borussia (Kehl?)... und die Liste ist wirklich noch nicht mal vollständig.
Es wäre schon mal Zeit, dass er uns einen Gefallen tut und sich um seine Nachfolgeregelung kümmert. Stattdessen träumt er aber wahrscheinlich nur davon, dass man ihn in der Kiste aus der Geschäftsstelle tragen wird.
Züge eines Autokraten. ;-P
Auch immer eine andere Sau durch's Dorf zu treiben und neue Köpfe zu präsentieren (die man im Zweifel wieder absägen kann, wenn's weiterhin nicht so läuft) sind da beliebte Moves.
Ach, Aki
Didi, Schweiz, Donnerstag, 07.09.2023, 16:39 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Dass wir für Bosz und Rose hohe Ablösen bezahlt haben, um dann nach 4 bzw. 11 Monaten zu merken, dass die leider doch nicht so gut sind wie der Jürgen, habe ich noch nicht mal erwähnt.
Ach, Aki
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.09.2023, 17:28 (vor 875 Tagen) @ Didi
Dass wir für Bosz und Rose hohe Ablösen bezahlt haben, um dann nach 4 bzw. 11 Monaten zu merken, dass die leider doch nicht so gut sind wie der Jürgen, habe ich noch nicht mal erwähnt.
Ich finde, man sollte das differenzierter sehen. Nicht immer kann man so ein glückliches Händchen haben, wie bei der Auswahl des DFB - Sportdirektors und der legendären Task Force.
Aber Spaß beiseite. Die Aussagen hat er auf dem DUP Unternehmertag gemacht. Er hatte dort als Main Gig und letztes Exemplar des Abends aus einer Gruppe von „Top -Speakern“ die Aufgabe, zu inspirieren (lol). Da können schon mal die Pferde mit einem durchgehen, wenn man so richtig unter sich ist.
Wolf hat übrigens schon auf die Aussagen reagiert. Watzke scheint überhaupt nicht zu wissen, worum es überhaupt geht.
Ach, Aki
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 17:30 (vor 875 Tagen) @ uwelito
Dass wir für Bosz und Rose hohe Ablösen bezahlt haben, um dann nach 4 bzw. 11 Monaten zu merken, dass die leider doch nicht so gut sind wie der Jürgen, habe ich noch nicht mal erwähnt.
Ich finde, man sollte das differenzierter sehen. Nicht immer kann man so ein glückliches Händchen haben, wie bei der Auswahl des DFB - Sportdirektors und der legendären Task Force.Aber Spaß beiseite. Die Aussagen hat er auf dem DUP Unternehmertag gemacht. Er hatte dort als Main Gig und letztes Exemplar des Abends aus einer Gruppe von „Top -Speakern“ die Aufgabe zu inspirieren (lol). Da können schon mal die Pferde mit einem durchgehen, wenn man so richtig unter sich ist.
Wolf hat übrigens schon auf die Aussagen reagiert. Watzke scheint überhaupt nicht zu wissen, worum es überhaupt geht.
Ich höre schon das Gebrüll vom Rheinlanddamm: "WO IST WOLF?????" :-D :-D
Ach, Aki
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 17:02 (vor 875 Tagen) @ Didi
Dass wir für Bosz und Rose hohe Ablösen bezahlt haben, um dann nach 4 bzw. 11 Monaten zu merken, dass die leider doch nicht so gut sind wie der Jürgen, habe ich noch nicht mal erwähnt.
Ja. Causa Sammer ist auch eine reine Nebelkerze gewesen um der "wir drehen jeden Stein um"-Parole (nur nicht den, unter dem ich liege) zu bekräftigen. Ich weiß bis heute nicht, was der macht, außer regelmäßig ins Stadion zu gehen.
Das hiesige Thema, naja, also bei kleinen Kindern ist das ohnehin sinnbefreit. In einem Alter, wo die das Spiel auch noch gar nicht verstehen und wild alle auf den Ball zurennen, fair enough, kann man weglassen. Aber ab einem gewissen Alter, ich weiß nicht, spätestens im Alter von 9-10 Jahren würde ich schon sagen, gehört gewinnen und verlieren dazu.
Ganz generell ist auch mein Eindruck, dass sich in Deutschland in den letzten 2-3 Jahrzehnten ein sehr irrwitziges Verständnis von "Leistung" eingenistet hat.
Ach, Aki
Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 17:38 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
In dem Kicker-Artikel, den du zwischenzeitlich verlinkt hattest, wird Watzke noch wie folgt wiedergegeben:
Im DFB und der "Gesamtgesellschaft" gebe es zu viele, die sagen: "Wir müssen weniger Leistungsdruck und Stress am Arbeitsplatz und lieber ein bisschen mehr Home-Office haben. Wir müssen alle fröhlich und friedlich sein und uns alle gut vertragen und am Ende gucken, dass wir noch einen finden, der das Ganze bezahlt."
Das aus dem Mund jemandes, der 3 Mio. im Jahr einstreicht, dessen Performance dabei seit langem zu wünschen übrig lässt und er trotzdem immernoch unbehelligt weitermachen kann, als sei alles in bester Ordnung, finde ich - gelinde gesagt - sehr unreflektiert.
Ach, Aki
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 18:33 (vor 875 Tagen) @ Grigori
Sehe da übrigens kein Problem und gerade im Bereich Arbeit längst überfällig. Wenn „Reiche“ da rummeckern interessiert mich das ehrlich gesagt kein Stück. Kann ja jeder anders sehen. Aber das überarbeiten, gerade der Geringverdiener, hat ganze Generationen körperlich und psychisch kaputt gemacht. Aber dank enormer politischer Lobbyarbeit wagt sich eben niemand an das Thema Arbeitsreduzierung.
Es muss nicht immer alles höher, schneller, weiter gehen, sich wenn Wirtschaftsgrößen das nicht gerne sehen.
Im Sport ist das was ganz anderes.
Das ist erstmal freiwillig. Wer sich da messen will sollte schon einem gewissen Ehrgeiz an den Tag legen, sonst macht das nicht ganz soviel Sinn mit „Leistungssport“.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 17:49 (vor 875 Tagen) @ Grigori
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 18:03
In dem Kicker-Artikel, den du zwischenzeitlich verlinkt hattest, wird Watzke noch wie folgt wiedergegeben:
Im DFB und der "Gesamtgesellschaft" gebe es zu viele, die sagen: "Wir müssen weniger Leistungsdruck und Stress am Arbeitsplatz und lieber ein bisschen mehr Home-Office haben. Wir müssen alle fröhlich und friedlich sein und uns alle gut vertragen und am Ende gucken, dass wir noch einen finden, der das Ganze bezahlt."
Das aus dem Mund jemandes, der 3 Mio. im Jahr einstreicht, dessen Performance dabei seit langem zu wünschen übrig lässt und er trotzdem immernoch unbehelligt weitermachen kann, als sei alles in bester Ordnung, finde ich - gelinde gesagt - sehr unreflektiert.
Ja, und auch hier. Ein völlig fehlgeleitetes Verständnis von "Leistung", kürzlich gab es dazu auch eine ähnliche Aussage von de Maizière.
Ich bin immer sehr erstaunt, erlebe das auch im beruflichen Alltag, wenn Babyboomer was von "Leistung" erzählen. Bei Aki wird auch ganz klar, es geht um quantitative Leistung. Qualitativ nebensächlich. Alle an den Schreibtisch, wer vor 17 Uhr geht ist faul. Nein, das ist keine Leistung. Leistung ist das, was am Ende unter'm Strich dabei rauskommt und die letzten Jahre haben sehr wohl gezeigt, dass das nicht in erster Linie mit Anwesenheit und kostenfreien Überstunden zusammenhängen muss. Auch dem Handwerker ist nicht geholfen, wenn ein de Maizière jetzt mit "Gleichberechtigung" ankommt und alle wieder auf der Straße liegen, um morgens ins Büro zu fahren, fünf Tage in der Woche.
Sicherlich ist es richtig, dass die (aus meinem Blickwinkel mit Mitte 30) jüngere Generation um die 20 ein zu légères Bild von Arbeit hat, auch aus quantitativer Sicht, aber das finde ich persönlich sogar noch weniger schlimm, als das, was die "Älteren" hier von sich geben. Die Lebensbilanz dieser Generation ist ohnehin sicherlich kein Benchmark, was die Stärkung der Gesellschaft angeht und das, was man an "bestelltem Boden" an Nachfolgegenerationen weitergibt.
Teilweise kann ich die jungen Leute auch verstehen, wenn immer weniger eine Führungsrolle einnehmen wollen, beispielsweise in der Wirtschaft. Der finanzielle Benefit ist einfach viel zu klein, gemessen an den Lebenshaltungskosten in Deutschland. Wenn man in einem IGM-Betrieb in den oberen zwei ERA-Gruppen steckt und dann HR ankommt und für die erste disziplinarische Führungsrolle (dann natürlich mit 60h-Woche, anstatt 35h-Woche) 7-10k brutto mehr im Jahr anbietet (um aus dem IGM-Schirm rauszugehen und einen AT-Vertrag einzugehen), dann muss es nicht verwundern, dass das zunehmend weniger Leute machen wollen. Ohnehin stelle ich mir immer die Frage, wieso kein signifikanter Lohnanstieg in Deutschland flächendeckend zu sehen ist (wie teilweise in den USA), wo man doch angeblich kurz vor dem Fachkräftemangel-Kollaps steht.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
bigfoot49, Leipzig, Freitag, 08.09.2023, 13:43 (vor 874 Tagen) @ FourrierTrans
Wahre Worte...
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
BDN130671
, Hagen, Freitag, 08.09.2023, 13:12 (vor 874 Tagen) @ FourrierTrans
Ich lasse mich auch mal überraschen, wie es weitergeht mit dem Fachkräftemangel.
Mir persönlich hat man, für in 3 Jahren, die Nachfolge der Abteilungsleitung in Aussicht gestellt.
Zur großen Verwunderung, habe ich dankend abgelehnt. Ein AT-Vertrag in einem inhabergeführten mittelständischen Unternehmen? Bei einem Inhaber, der (ohne Witz) von seinem Führungskreis eine 24/7-Erreichbarkeit, auch im Urlaub, erwartet? Bei dem man Jahr für Jahr in einem persönlichen Gespräch um die Höhe des Weihnachtsgeld bettelt? AT steht bei uns in der Firma schon scherzhaft für "Armer Teufel". Nee, Danke. Zumal sind erst meine Frau und dann ich, dem Sensenmann in den letzten Jahren nur knapp von der Schippe gesprungen. Da setzt man andere Prioritäten. Bin jedenfalls gespannt, wen man zu diesen Bedingungen aus dem Hut zaubern will ...
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 14:49 (vor 874 Tagen) @ BDN130671
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 14:58
Ich lasse mich auch mal überraschen, wie es weitergeht mit dem Fachkräftemangel.
Mir persönlich hat man, für in 3 Jahren, die Nachfolge der Abteilungsleitung in Aussicht gestellt.
Zur großen Verwunderung, habe ich dankend abgelehnt. Ein AT-Vertrag in einem inhabergeführten mittelständischen Unternehmen? Bei einem Inhaber, der (ohne Witz) von seinem Führungskreis eine 24/7-Erreichbarkeit, auch im Urlaub, erwartet? Bei dem man Jahr für Jahr in einem persönlichen Gespräch um die Höhe des Weihnachtsgeld bettelt? AT steht bei uns in der Firma schon scherzhaft für "Armer Teufel". Nee, Danke. Zumal sind erst meine Frau und dann ich, dem Sensenmann in den letzten Jahren nur knapp von der Schippe gesprungen. Da setzt man andere Prioritäten. Bin jedenfalls gespannt, wen man zu diesen Bedingungen aus dem Hut zaubern will ...
Das ist in deutschen Konzernen nicht besser, auch wenn man da in Summe vermutlich von ein Stück weit mehr Geld spricht. Ich kenne nicht wenige Fälle, wo sich dann der BR bei dem Kollegen oder der Kollegin gemeldet hat, beim Übergang von IGM-ERA hin zu AT z.B. bei einem Wechsel zur ersten Führungsstelle, mit dem Hinweis, doch noch einmal genau auf das neue Angebot zu schauen. Da waren dann nämlich 5-10k brutto mehr drauf, aber alle IGM-Vorzüge fallen selbstredend weg, wenn man in AT wechselt. Von dem deutlich höheren Arbeitspensum ganz zu schweigen. Laut HR natürlich nur der Anfang, der ganz großen Karriere, man müsse sich halt erst beweisen.
Ich habe jetzt meinem lowperformer-Arbeitgeber, deutscher Traditionskonzern, verlassen und bin zu einem Ami, daher für mich aktuell kein Thema, aber sehe das genauso wie du. AT Vertrag, warum nicht? Aber nur ab 150k aufwärts und Dienstwagen. Sonst sollen den Scheiss andere machen oder die großen Boomer-Board-Leute können das ja gerne "in combination of tasks" mitmachen, nebenher, und ich gehe nach 35h in den Feierabend.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
Komanda, Freitag, 08.09.2023, 14:42 (vor 874 Tagen) @ BDN130671
Dieser ominöse Fachkräftemangel ist doch in den meisten Fällen nicht vorhanden. Das sind einfach scheiss Arbeitsbedingungen, wie du es ja auch schilderst.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
CF, Freitag, 08.09.2023, 14:47 (vor 874 Tagen) @ Komanda
Dieser ominöse Fachkräftemangel ist doch in den meisten Fällen nicht vorhanden. Das sind einfach scheiss Arbeitsbedingungen, wie du es ja auch schilderst.
Anhand dieses Beispiels machst du also fest, dass es angeblich keinen Fachkräftemangel gibt? Sehr skurril. Was wohl die ganzen Ausbildungsbetriebe in Handwerk und Industrie zu dieser merkwürdigen These sagen würden.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 14:52 (vor 874 Tagen) @ CF
Dieser ominöse Fachkräftemangel ist doch in den meisten Fällen nicht vorhanden. Das sind einfach scheiss Arbeitsbedingungen, wie du es ja auch schilderst.
Anhand dieses Beispiels machst du also fest, dass es angeblich keinen Fachkräftemangel gibt? Sehr skurril. Was wohl die ganzen Ausbildungsbetriebe in Handwerk und Industrie zu dieser merkwürdigen These sagen würden.
Handwerk ist ein anderes Thema, da gibt es wirklich keine Leute und zu wenig junge Azubis.
Industrie und Ingenieur-/Akademikerjobs, dafür gibt es keine Erklärung. Wenn alle kurz vor dem Exodus stehen, weil es angeblich keine Fachkräfte gibt, dann zahle ich mehr, um den Exodus zu vermeiden und Leute anzuheuern (die Bilanzen vieler Industrieunternehmen würde das auch hergeben). Das Gegenteil ist aber der Fall, wir sehen schon seit Jahren echte Reallohnverluste in diesen Bereichen.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
CF, Freitag, 08.09.2023, 14:59 (vor 874 Tagen) @ FourrierTrans
bearbeitet von CF, Freitag, 08.09.2023, 15:03
Dieser ominöse Fachkräftemangel ist doch in den meisten Fällen nicht vorhanden. Das sind einfach scheiss Arbeitsbedingungen, wie du es ja auch schilderst.
Anhand dieses Beispiels machst du also fest, dass es angeblich keinen Fachkräftemangel gibt? Sehr skurril. Was wohl die ganzen Ausbildungsbetriebe in Handwerk und Industrie zu dieser merkwürdigen These sagen würden.
Handwerk ist ein anderes Thema, da gibt es wirklich keine Leute und zu wenig junge Azubis.Industrie und Ingenieur-/Akademikerjobs, dafür gibt es keine Erklärung. Wenn alle kurz vor dem Exodus stehen, weil es angeblich keine Fachkräfte gibt, dann zahle ich mehr, um den Exodus zu vermeiden und Leute anzuheuern (die Bilanzen vieler Industrieunternehmen würde das auch hergeben). Das Gegenteil ist aber der Fall, wir sehen schon seit Jahren echte Reallohnverluste in diesen Bereichen.
Dass es Reallohnverlust (aufgrund von Inflation usw.) gibt, bedeutet ja nicht, dass die Löhne schlecht sind. Ich behaupte sogar, dass die Löhne in diesem Wirtschaftszweig sehr gut sind! Schlecht sind die Löhne z.B. in den Bildungs- und Pflegeberufen - eigentlich im gesamten ÖD - aber sicherlich nicht in der Industrie.
Und das Qualitätsniveau der (Schul-, Hochschul-) Absolventen hat sich sicherlich nicht gesteigert in den letzten Jahren und Jahrzehnten.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 15:08 (vor 874 Tagen) @ CF
Dieser ominöse Fachkräftemangel ist doch in den meisten Fällen nicht vorhanden. Das sind einfach scheiss Arbeitsbedingungen, wie du es ja auch schilderst.
Anhand dieses Beispiels machst du also fest, dass es angeblich keinen Fachkräftemangel gibt? Sehr skurril. Was wohl die ganzen Ausbildungsbetriebe in Handwerk und Industrie zu dieser merkwürdigen These sagen würden.
Handwerk ist ein anderes Thema, da gibt es wirklich keine Leute und zu wenig junge Azubis.Industrie und Ingenieur-/Akademikerjobs, dafür gibt es keine Erklärung. Wenn alle kurz vor dem Exodus stehen, weil es angeblich keine Fachkräfte gibt, dann zahle ich mehr, um den Exodus zu vermeiden und Leute anzuheuern (die Bilanzen vieler Industrieunternehmen würde das auch hergeben). Das Gegenteil ist aber der Fall, wir sehen schon seit Jahren echte Reallohnverluste in diesen Bereichen.
Dass es Reallohnverlust (aufgrund von Inflation usw.) gibt, bedeutet ja nicht, dass die Löhne schlecht sind. Ich behaupte sogar, dass die Löhne in diesem Wirtschaftszweig sehr gut sind! Schlecht sind die Löhne z.B. in den Bildungs- und Pflegeberufen - eigentlich im gesamten ÖD - aber sicherlich nicht in der Industrie.
Ohne Frage, es gibt viele Bereiche bei denen es noch deutlich schlechter läuft. Man sollte da jetzt aber nicht von einem Bereich neidvoll auf den anderen Bereich schauen und Verteilungskämpfe anstreben. Deutschland ist da in Gänze im internationalen Kontext extrem schwach aufgestellt und in der Industrie (und bei der Entlohnung von Forschung und Wissenschaft) wird das im internationalen Benchmark am eklatantesten ersichtlich.
Und das Qualitätsniveau der (Schul-, Hochschul-) Absolventen hat sich sicherlich nicht gesteigert in den letzten Jahren und Jahrzehnten.
Das ist so, aber man wollte das ja so, mit Bachelor und Master. Jetzt sollen sie ihre Pille halt auch schlucken.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
Nike79, Donnerstag, 07.09.2023, 18:27 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
In dem Kicker-Artikel, den du zwischenzeitlich verlinkt hattest, wird Watzke noch wie folgt wiedergegeben:
Im DFB und der "Gesamtgesellschaft" gebe es zu viele, die sagen: "Wir müssen weniger Leistungsdruck und Stress am Arbeitsplatz und lieber ein bisschen mehr Home-Office haben. Wir müssen alle fröhlich und friedlich sein und uns alle gut vertragen und am Ende gucken, dass wir noch einen finden, der das Ganze bezahlt."
Das aus dem Mund jemandes, der 3 Mio. im Jahr einstreicht, dessen Performance dabei seit langem zu wünschen übrig lässt und er trotzdem immernoch unbehelligt weitermachen kann, als sei alles in bester Ordnung, finde ich - gelinde gesagt - sehr unreflektiert.
Ja, und auch hier. Ein völlig fehlgeleitetes Verständnis von "Leistung", kürzlich gab es dazu auch eine ähnliche Aussage von de Maizière.Ich bin immer sehr erstaunt, erlebe das auch im beruflichen Alltag, wenn Babyboomer was von "Leistung" erzählen. Bei Aki wird auch ganz klar, es geht um quantitative Leistung. Qualitativ nebensächlich. Alle an den Schreibtisch, wer vor 17 Uhr geht ist faul. Nein, das ist keine Leistung. Leistung ist das, was am Ende unter'm Strich dabei rauskommt und die letzten Jahre haben sehr wohl gezeigt, dass das nicht in erster Linie mit Anwesenheit und kostenfreien Überstunden zusammenhängen muss. Auch dem Handwerker ist nicht geholfen, wenn ein de Maizière jetzt mit "Gleichberechtigung" ankommt und alle wieder auf der Straße liegen, um morgens ins Büro zu fahren, fünf Tage in der Woche.
Sicherlich ist es richtig, dass die (aus meinem Blickwinkel mit Mitte 30) jüngere Generation um die 20 ein zu légères Bild von Arbeit hat, auch aus quantitativer Sicht, aber das finde ich persönlich sogar noch weniger schlimm, als das, was die "Älteren" hier von sich geben. Die Lebensbilanz dieser Generation ist ohnehin sicherlich kein Benchmark, was die Stärkung der Gesellschaft angeht und das, was man an "bestelltem Boden" an Nachfolgegenerationen weitergibt.
Teilweise kann ich die jungen Leute auch verstehen, wenn immer weniger eine Führungsrolle einnehmen wollen, beispielsweise in der Wirtschaft. Der finanzielle Benefit ist einfach viel zu klein, gemessen an den Lebenshaltungskosten in Deutschland. Wenn man in einem IGM-Betrieb in den oberen zwei ERA-Gruppen steckt und dann HR ankommt und für die erste disziplinarische Führungsrolle (dann natürlich mit 60h-Woche, anstatt 35h-Woche) 7-10k brutto mehr im Jahr anbietet (um aus dem IGM-Schirm rauszugehen und einen AT-Vertrag einzugehen), dann muss es nicht verwundern, dass das zunehmend weniger Leute machen wollen. Ohnehin stelle ich mir immer die Frage, wieso kein signifikanter Lohnanstieg in Deutschland flächendeckend zu sehen ist (wie teilweise in den USA), wo man doch angeblich kurz vor dem Fachkräftemangel-Kollaps steht.
Da steckt viel Wahrheit drin. Ich habe zu Anfang meines Berufslebens auch erlebt, dass ältere Kollegen allein durch Anwesenheit (Anzahl Krankentage), Betriebszugehörigkeit oder Anzahl abgesessener Tagesstunden eine höhere Entlohnung als Selbstverständlichkeit ansahen.
Der Output von Arbeit wird durch IT und Technik automatisch produktiver. Und ich sehe durchaus mittlerweile auch bei Menschen 50+ die Tendenz, Lebensqualität vor finanzielle Interessen zu stellen.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 18:30 (vor 875 Tagen) @ Nike79
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 18:34
In dem Kicker-Artikel, den du zwischenzeitlich verlinkt hattest, wird Watzke noch wie folgt wiedergegeben:
Im DFB und der "Gesamtgesellschaft" gebe es zu viele, die sagen: "Wir müssen weniger Leistungsdruck und Stress am Arbeitsplatz und lieber ein bisschen mehr Home-Office haben. Wir müssen alle fröhlich und friedlich sein und uns alle gut vertragen und am Ende gucken, dass wir noch einen finden, der das Ganze bezahlt."
Das aus dem Mund jemandes, der 3 Mio. im Jahr einstreicht, dessen Performance dabei seit langem zu wünschen übrig lässt und er trotzdem immernoch unbehelligt weitermachen kann, als sei alles in bester Ordnung, finde ich - gelinde gesagt - sehr unreflektiert.
Ja, und auch hier. Ein völlig fehlgeleitetes Verständnis von "Leistung", kürzlich gab es dazu auch eine ähnliche Aussage von de Maizière.Ich bin immer sehr erstaunt, erlebe das auch im beruflichen Alltag, wenn Babyboomer was von "Leistung" erzählen. Bei Aki wird auch ganz klar, es geht um quantitative Leistung. Qualitativ nebensächlich. Alle an den Schreibtisch, wer vor 17 Uhr geht ist faul. Nein, das ist keine Leistung. Leistung ist das, was am Ende unter'm Strich dabei rauskommt und die letzten Jahre haben sehr wohl gezeigt, dass das nicht in erster Linie mit Anwesenheit und kostenfreien Überstunden zusammenhängen muss. Auch dem Handwerker ist nicht geholfen, wenn ein de Maizière jetzt mit "Gleichberechtigung" ankommt und alle wieder auf der Straße liegen, um morgens ins Büro zu fahren, fünf Tage in der Woche.
Sicherlich ist es richtig, dass die (aus meinem Blickwinkel mit Mitte 30) jüngere Generation um die 20 ein zu légères Bild von Arbeit hat, auch aus quantitativer Sicht, aber das finde ich persönlich sogar noch weniger schlimm, als das, was die "Älteren" hier von sich geben. Die Lebensbilanz dieser Generation ist ohnehin sicherlich kein Benchmark, was die Stärkung der Gesellschaft angeht und das, was man an "bestelltem Boden" an Nachfolgegenerationen weitergibt.
Teilweise kann ich die jungen Leute auch verstehen, wenn immer weniger eine Führungsrolle einnehmen wollen, beispielsweise in der Wirtschaft. Der finanzielle Benefit ist einfach viel zu klein, gemessen an den Lebenshaltungskosten in Deutschland. Wenn man in einem IGM-Betrieb in den oberen zwei ERA-Gruppen steckt und dann HR ankommt und für die erste disziplinarische Führungsrolle (dann natürlich mit 60h-Woche, anstatt 35h-Woche) 7-10k brutto mehr im Jahr anbietet (um aus dem IGM-Schirm rauszugehen und einen AT-Vertrag einzugehen), dann muss es nicht verwundern, dass das zunehmend weniger Leute machen wollen. Ohnehin stelle ich mir immer die Frage, wieso kein signifikanter Lohnanstieg in Deutschland flächendeckend zu sehen ist (wie teilweise in den USA), wo man doch angeblich kurz vor dem Fachkräftemangel-Kollaps steht.
Da steckt viel Wahrheit drin. Ich habe zu Anfang meines Berufslebens auch erlebt, dass ältere Kollegen allein durch Anwesenheit (Anzahl Krankentage), Betriebszugehörigkeit oder Anzahl abgesessener Tagesstunden eine höhere Entlohnung als Selbstverständlichkeit ansahen.Der Output von Arbeit wird durch IT und Technik automatisch produktiver. Und ich sehe durchaus mittlerweile auch bei Menschen 50+ die Tendenz, Lebensqualität vor finanzielle Interessen zu stellen.
Was da, das muss man dazu sagen, natürlich deutlich leichter fällt, weil man ja den Honigtopf bis zum letzten Tropfen ausgeschleckt und geplündert hat, in der eigenen Lebens-/Berufszeit. Ich könnte dir Geschichten erzählen aus dem Konzern, in dem ich arbeite, von Altersteilzeit- und Abfindungsprogrammen, Verträgen und Vergünstigungen eben dieser Altersklasse, du würdest es nicht für möglich halten. Wolf of Wall Street in kleinerem Ausmaße, dafür aber flächendeckend im Konzern für die deutschen Standorte und dem HQ. In einem IGM-Betrieb und auf Kosten der Nachfolgearbeitnehmergenerationen.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 18:40 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 18:43 (vor 875 Tagen) @ Talentförderer
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 18:55
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Wobei das bei uns sogar nicht selten in der Situation "AT-Vertrag, aber zurück auf Tarifposition" geendet ist. Also 35h-Woche vom Aufgabenbereich her und 110-120k Jahresgehalt (erste AT-Stufe). Zum krönenden Abschluss gab es dann noch beim Übergang zur Altersteilzeit eine Einmalzahlung von 30-50k (abhängig vom Gehalt), für alle, die in Altersteilzeit gegangen sind, in Summe über tausend Leute in Deutschland, zur Übergabe der Aufgaben und zur Einarbeitung (kein Scherz). Wohl gemerkt, alles dann ohne Führungsrolle, normale Angestellte. Da muss man sich dann nicht wundern, dass am Ende nichts mehr übrig ist, für diejenigen, die danach kommen. Das wird aber auch in anderen Konzernen so sein.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
markus, Donnerstag, 07.09.2023, 19:40 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.
Und das ist dann auch der Grund dafür, dass die Boomer, die in Frührente gehen, noch einen goldenen Handschlag erhalten. Der Chef kann dann sagen, dass er saubere Strukturen geschaffen hat. Er hat die Anzahl der Altverträge verringern und die Neuverträge erhöhen können. Dummerweise ist bei vielen Chefs noch nicht angekommen, dass zwar nicht die Gewerkschaften, jedoch aber die Marktlage höhere Löhne erfordern.
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Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 19:58 (vor 875 Tagen) @ markus
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.
Die Deregulierung des Arbeitsmarktes und die Verschärfung des ALG-Bezugs incl. Zumutbarkeitsregeln haben damit natürlich gar nichts zu tun. Der Grund für den niedrigen Gewerkschaftlichen Organisationsgrad ist einzig, dass die Milennials keinen Bock mehr drauf haben. Dass der Trend der abnehmenden Tatifbindung auch schon eingesetzt hat, bevor es Milennials gab? Geschenkt
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markus, Donnerstag, 07.09.2023, 20:08 (vor 875 Tagen) @ Grigori
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.
Die Deregulierung des Arbeitsmarktes und die Verschärfung des ALG-Bezugs incl. Zumutbarkeitsregeln haben damit natürlich gar nichts zu tun. Der Grund für den niedrigen Gewerkschaftlichen Organisationsgrad ist einzig, dass die Milennials keinen Bock mehr drauf haben. Dass der Trend der abnehmenden Tatifbindung auch schon eingesetzt hat, bevor es Milennials gab? Geschenkt
Das sind faule Ausreden um den Mitgliedsantrag nicht zu unterschreiben. Deine genannten Aspekte wären erst recht ein Grund, einzutreten.
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Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 20:11 (vor 875 Tagen) @ markus
Was du faule Ausreden nennst, nenne ich strukturelle Gründe. Ich bin ja sogar komplett bei dir, dass jeder Arbeiter mit Grips in der Birne und Herz in der Brust, Mitglied in einer kämpferischen Gewerkschaft sein sollte. Nur, diese Entwicklung auf die Milennials zu schieben, ist mir viel zu platt.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
markus, Donnerstag, 07.09.2023, 20:31 (vor 874 Tagen) @ Grigori
Was du faule Ausreden nennst, nenne ich strukturelle Gründe. Ich bin ja sogar komplett bei dir, dass jeder Arbeiter mit Grips in der Birne und Herz in der Brust, Mitglied in einer kämpferischen Gewerkschaft sein sollte. Nur, diese Entwicklung auf die Milennials zu schieben, ist mir viel zu platt.
Natürlich gab es da keinen harten Cut, es waren fließende Übergänge. Aber es ist leider so: Allein die Mitgliedschaft kann im Kollektiv Verbesserungen bewirken. Je niedriger die Quote ist, desto schwächer sind Tarifabschlüsse und desto eher können Unternehmen die Tarifbindung sogar verlassen. Dazu muss man nur für einen kurzen Moment mal versuchen die Arbeitgebersicht zu verstehen: Warum sollte er mit einer Gewerkschaft verhandeln, wenn kaum jemand Mitglied ist? Warum sollte er dann einen Tarifvertrag anwenden?
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 19:54 (vor 875 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 20:05
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.Und das ist dann auch der Grund dafür, dass die Boomer, die in Frührente gehen, noch einen goldenen Handschlag erhalten. Der Chef kann dann sagen, dass er saubere Strukturen geschaffen hat. Er hat die Anzahl der Altverträge verringern und die Neuverträge erhöhen können. Dummerweise ist bei vielen Chefs noch nicht angekommen, dass zwar nicht die Gewerkschaften, jedoch aber die Marktlage höhere Löhne erfordern.
Keiner von denen, und es sind nicht wenige, die ich kenne bei uns, auf die das obige zutrifft, ist oder war jemals in der Gewerkschaft Mitglied. Der überwältigende Teil der Gewerkschaftsmitglieder bei uns, insbesondere bei den Boomern, sind/waren gewerblich Arbeitende (letztens noch mit einer BR-Dame besprochen). Darüber hinaus waren zur "Boomer-Zeit" die oben angesprochenen Zentralabteilungsstellen (mehrere tausend im HQ) alle größtenteils nach max. 10 Jahren in AT, also die Gewerkschaft im Grunde gar nicht mehr von Bedeutung hierfür. Heute schreibt man diese Stellen sehr häufig, gem. NRW IGM-ERA, so mit EG 13 aus, in der Endstufe.
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markus, Donnerstag, 07.09.2023, 20:06 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.Und das ist dann auch der Grund dafür, dass die Boomer, die in Frührente gehen, noch einen goldenen Handschlag erhalten. Der Chef kann dann sagen, dass er saubere Strukturen geschaffen hat. Er hat die Anzahl der Altverträge verringern und die Neuverträge erhöhen können. Dummerweise ist bei vielen Chefs noch nicht angekommen, dass zwar nicht die Gewerkschaften, jedoch aber die Marktlage höhere Löhne erfordern.
Keiner von denen, und es sind nicht wenige, die ich kenne bei uns, auf die das obige zutrifft, ist oder war jemals in der Gewerkschaft Mitglied. Der überwältigende Teil der Gewerkschaftsmitglieder bei uns, insbesondere bei den Boomern, sind/waren gewerblich arbeitende Mitarbeiter.
Ihr könntet dies ändern und dann auch für euch bessere Bedingungen verhandeln lassen. Solange ihr dies nicht tut, wird sich nichts ändern. Denn auf Augenhöhe verhandeln könnt ihr offensichtlich alleine nicht.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 20:11 (vor 875 Tagen) @ markus
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.Und das ist dann auch der Grund dafür, dass die Boomer, die in Frührente gehen, noch einen goldenen Handschlag erhalten. Der Chef kann dann sagen, dass er saubere Strukturen geschaffen hat. Er hat die Anzahl der Altverträge verringern und die Neuverträge erhöhen können. Dummerweise ist bei vielen Chefs noch nicht angekommen, dass zwar nicht die Gewerkschaften, jedoch aber die Marktlage höhere Löhne erfordern.
Keiner von denen, und es sind nicht wenige, die ich kenne bei uns, auf die das obige zutrifft, ist oder war jemals in der Gewerkschaft Mitglied. Der überwältigende Teil der Gewerkschaftsmitglieder bei uns, insbesondere bei den Boomern, sind/waren gewerblich arbeitende Mitarbeiter.
Ihr könntet dies ändern und dann auch für euch bessere Bedingungen verhandeln lassen. Solange ihr dies nicht tut, wird sich nichts ändern. Denn auf Augenhöhe verhandeln könnt ihr offensichtlich alleine nicht.
Wie denn z.B.? Wir Millenials sind also einfach nur zu doof quasi? Ich bin für Tipps offen.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
markus, Donnerstag, 07.09.2023, 20:22 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.Und das ist dann auch der Grund dafür, dass die Boomer, die in Frührente gehen, noch einen goldenen Handschlag erhalten. Der Chef kann dann sagen, dass er saubere Strukturen geschaffen hat. Er hat die Anzahl der Altverträge verringern und die Neuverträge erhöhen können. Dummerweise ist bei vielen Chefs noch nicht angekommen, dass zwar nicht die Gewerkschaften, jedoch aber die Marktlage höhere Löhne erfordern.
Keiner von denen, und es sind nicht wenige, die ich kenne bei uns, auf die das obige zutrifft, ist oder war jemals in der Gewerkschaft Mitglied. Der überwältigende Teil der Gewerkschaftsmitglieder bei uns, insbesondere bei den Boomern, sind/waren gewerblich arbeitende Mitarbeiter.
Ihr könntet dies ändern und dann auch für euch bessere Bedingungen verhandeln lassen. Solange ihr dies nicht tut, wird sich nichts ändern. Denn auf Augenhöhe verhandeln könnt ihr offensichtlich alleine nicht.
Wie denn z.B.? Wir Millenials sind also einfach nur zu doof quasi?
Indem ihr den Mitgliedsantrag unterschreibt. Dann könnt ihr als Kollektiv auf Augenhöhe verhandeln. Solange ihr dies nicht tut, müsst ihr selbst für euch verhandeln. Das kann dann sinnvoll sein, wenn ihr auch alleine dem Chef auf Augenhöhe begegnen könnt. Nur klingen deine Beiträge nicht danach, dass du das alleine kannst.
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 20:34 (vor 874 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 20:52
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.Und das ist dann auch der Grund dafür, dass die Boomer, die in Frührente gehen, noch einen goldenen Handschlag erhalten. Der Chef kann dann sagen, dass er saubere Strukturen geschaffen hat. Er hat die Anzahl der Altverträge verringern und die Neuverträge erhöhen können. Dummerweise ist bei vielen Chefs noch nicht angekommen, dass zwar nicht die Gewerkschaften, jedoch aber die Marktlage höhere Löhne erfordern.
Keiner von denen, und es sind nicht wenige, die ich kenne bei uns, auf die das obige zutrifft, ist oder war jemals in der Gewerkschaft Mitglied. Der überwältigende Teil der Gewerkschaftsmitglieder bei uns, insbesondere bei den Boomern, sind/waren gewerblich arbeitende Mitarbeiter.
Ihr könntet dies ändern und dann auch für euch bessere Bedingungen verhandeln lassen. Solange ihr dies nicht tut, wird sich nichts ändern. Denn auf Augenhöhe verhandeln könnt ihr offensichtlich alleine nicht.
Wie denn z.B.? Wir Millenials sind also einfach nur zu doof quasi?
Indem ihr den Mitgliedsantrag unterschreibt. Dann könnt ihr als Kollektiv auf Augenhöhe verhandeln. Solange ihr dies nicht tut, müsst ihr selbst für euch verhandeln. Das kann dann sinnvoll sein, wenn ihr auch alleine dem Chef auf Augenhöhe begegnen könnt. Nur klingen deine Beiträge nicht danach, dass du das alleine kannst.
Aber spielen wir das mal in der Theorie durch.50% aller nicht-gewerblichen Mitarbeitenden machen das jetzt. Dann ändern sich sehr wahrscheinlich die Inhalte der Tarifverträge zum Positiven. Aber wird der Konzern dann wieder dahin zurückkommen, wo er früher war, ergo die Zentralabteilungsstellen werden, so wie früher, größtenteils mit AT ausgeschrieben? Ich sehe das auch eher als strukturelles Problem, wenngleich eine starke Gewerkschaft immer gut für die Arbeitnehmerschaft ist.
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ich wollte es nicht direkt im ersten Post sagen, aber letztlich habe ich jetzt genau das gemacht. Ich sch***** auf den deutschen Traditionskonzern und gehe zu einem Ami. Der Ami hat letztlich den Chinesen ausgestochen, beide Angebote waren ungefähr beim doppelten Income von meiner jetzigen Situation (wohlgemerkt, beide für Standort Deutschland, beide ganz ohne Gewerkschaft ("Gewerkwas?" sagen die Chinesen)). Der Ami bietet aber weitere weicher Faktoren, die etwas netter sind, wie anständigerer Dienstwagen, Überstundenregelung usw.
Gleiches Spiel wie bei unzähligen jungen Kolleginnen und Kollegen vor mir in den vergangenen 2-3 Jahren, auf einmal war dann doch viel mehr möglich, nach unvorbereiteter Kündigung. Letztlich war aber in jedem Bewertungskriterium mein jetziger deutscher Arbeitgeber schlechter, als der Ami oder der Chinese, nachdem sie jetzt noch mal "nachlegen" wollten. Im Grunde nicht wettbewerbsfähig. Mein Gegenangebot würde die "Gehaltshygiene kaputtmachen". Und das bei so einem namhaften Großkonzern. Da wird dann bald offene Stelle Nummer 573 ausgeschrieben sein für Deutschland, während man von morgens bis abends im Konzern heult, wie unfair doch die Welt und der Fachkräftemangel ist. Das Gleiche höre ich selbst bei den ganz großen Jungs wie den Autobauern. So wird das nix, Germany.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
markus, Donnerstag, 07.09.2023, 20:55 (vor 874 Tagen) @ FourrierTrans
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.
Oder einfach nur zu dämlich sind und nicht verstehen, dass die Boomer allein deshalb gut dotierte Verträge haben, weil es früher Standard war, Mitglied in der Gewerkschaft zu sein. Die Millenials meinten dann, dass man sich den Mitgliedsbeitrag einfach sparen kann. Dummerweise wurden die Gewerkschaften dann schwächer und es war den Unternehmen möglich, wesentlich schlechtere Verträge anbieten zu können. Man sollte sich da wirklich mal an die eigene Nase fassen und sich selbst hinterfragen, warum das alles so ist.Und das ist dann auch der Grund dafür, dass die Boomer, die in Frührente gehen, noch einen goldenen Handschlag erhalten. Der Chef kann dann sagen, dass er saubere Strukturen geschaffen hat. Er hat die Anzahl der Altverträge verringern und die Neuverträge erhöhen können. Dummerweise ist bei vielen Chefs noch nicht angekommen, dass zwar nicht die Gewerkschaften, jedoch aber die Marktlage höhere Löhne erfordern.
Keiner von denen, und es sind nicht wenige, die ich kenne bei uns, auf die das obige zutrifft, ist oder war jemals in der Gewerkschaft Mitglied. Der überwältigende Teil der Gewerkschaftsmitglieder bei uns, insbesondere bei den Boomern, sind/waren gewerblich arbeitende Mitarbeiter.
Ihr könntet dies ändern und dann auch für euch bessere Bedingungen verhandeln lassen. Solange ihr dies nicht tut, wird sich nichts ändern. Denn auf Augenhöhe verhandeln könnt ihr offensichtlich alleine nicht.
Wie denn z.B.? Wir Millenials sind also einfach nur zu doof quasi?
Indem ihr den Mitgliedsantrag unterschreibt. Dann könnt ihr als Kollektiv auf Augenhöhe verhandeln. Solange ihr dies nicht tut, müsst ihr selbst für euch verhandeln. Das kann dann sinnvoll sein, wenn ihr auch alleine dem Chef auf Augenhöhe begegnen könnt. Nur klingen deine Beiträge nicht danach, dass du das alleine kannst.
Aber spielen wir das mal in der Theorie durch.50% aller nicht-gewerblichen Mitarbeitenden machen das jetzt. Dann ändern sich sehr wahrscheinlich die Inhalte der Tarifverträge zum Positiven. Aber wird der Konzern dann wieder dahin zurückkommen, wo er früher war, ergo die Zentralabteilungsstellen werden, so wie früher, größtenteils mit AT ausgeschrieben? Ich sehe das auch eher als strukturelles Problem, wenngleich eine starke Gewerkschaft immer gut für die Arbeitnehmerschaft ist.
Letztendlich ist das alles (Anzahl der Entgeltgruppen und Zuordnung zu Tätigkeiten, Höhe der Gehälter und ab wann genau AT beginnt) Gegenstand des Tarifvertrags.
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ich wollte es nicht direkt im ersten Post sagen, aber letztlich habe ich jetzt genau das gemacht. Ich sch***** auf den deutschen Traditionskonzern und gehe zu einem Ami. Der Ami hat letztlich den Chinesen ausgestochen, beide Angebote waren ungefähr beim doppelten Income von meiner jetzigen Situation (wohlgemerkt, beide für Standort Deutschland, beide ganz ohne Gewerkschaft ("Gewerkwas?" sagen die Chinesen)). Der Ami bietet aber weitere weicher Faktoren, die etwas netter sind, wie anständigerer Dienstwagen, Überstundenregelung usw.
Gleiches Spiel wie bei unzähligen jungen Kolleginnen und Kollegen vor mir in den vergangenen 2-3 Jahren, auf einmal war dann doch viel mehr möglich. Letztlich war aber in jedem Bewertungskriterium mein jetziger deutscher Arbeitgeber schlechter, als der Ami oder der Chinese, nachdem sie jetzt noch mal "nachlegen" wollten. Im Grunde nicht wettbewerbsfähig. Mein Gegenangebot würde die "Gehaltshygiene kaputtmachen". Und das bei so einem namhaften Großkonzern. Da wird dann bald offene Stelle Nummer 573 ausgeschrieben sein für Deutschland, während man von morgens bis abends im Konzern heult, wie unfair doch die Welt und der Fachkräftemangel ist. Das Gleiche höre ich selbst bei den ganz großen Jungs wie den Autobauern. So wird das nix, Germany.
Der Leidensdruck scheint noch nicht groß genug zu sein. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis das wirklich flächendeckend ankommt. Vermutlich noch so fünf bis zehn Jahre, denn in dem Zeitraum gehen viele Boomer in Rente.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 21:00 (vor 874 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 21:17
Ihr könntet dies ändern und dann auch für euch bessere Bedingungen verhandeln lassen. Solange ihr dies nicht tut, wird sich nichts ändern. Denn auf Augenhöhe verhandeln könnt ihr offensichtlich alleine nicht.
Wie denn z.B.? Wir Millenials sind also einfach nur zu doof quasi?
Indem ihr den Mitgliedsantrag unterschreibt. Dann könnt ihr als Kollektiv auf Augenhöhe verhandeln. Solange ihr dies nicht tut, müsst ihr selbst für euch verhandeln. Das kann dann sinnvoll sein, wenn ihr auch alleine dem Chef auf Augenhöhe begegnen könnt. Nur klingen deine Beiträge nicht danach, dass du das alleine kannst.
Aber spielen wir das mal in der Theorie durch.50% aller nicht-gewerblichen Mitarbeitenden machen das jetzt. Dann ändern sich sehr wahrscheinlich die Inhalte der Tarifverträge zum Positiven. Aber wird der Konzern dann wieder dahin zurückkommen, wo er früher war, ergo die Zentralabteilungsstellen werden, so wie früher, größtenteils mit AT ausgeschrieben? Ich sehe das auch eher als strukturelles Problem, wenngleich eine starke Gewerkschaft immer gut für die Arbeitnehmerschaft ist.
Letztendlich ist das alles (Anzahl der Entgeltgruppen und Zuordnung zu Tätigkeiten, Höhe der Gehälter und ab wann genau AT beginnt) Gegenstand des Tarifvertrags.
Bei uns hieß es mal vom BR "Ab Gehalt EG14.4 aufwärts gibt's AT, ist in IGM-Betrieben so vorgesehen". Ist das dann nicht überall so (oder meinst du generell so rein von den Werten der einzelnen EGs/AT her?)?
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ich wollte es nicht direkt im ersten Post sagen, aber letztlich habe ich jetzt genau das gemacht. Ich sch***** auf den deutschen Traditionskonzern und gehe zu einem Ami. Der Ami hat letztlich den Chinesen ausgestochen, beide Angebote waren ungefähr beim doppelten Income von meiner jetzigen Situation (wohlgemerkt, beide für Standort Deutschland, beide ganz ohne Gewerkschaft ("Gewerkwas?" sagen die Chinesen)). Der Ami bietet aber weitere weicher Faktoren, die etwas netter sind, wie anständigerer Dienstwagen, Überstundenregelung usw.
Gleiches Spiel wie bei unzähligen jungen Kolleginnen und Kollegen vor mir in den vergangenen 2-3 Jahren, auf einmal war dann doch viel mehr möglich. Letztlich war aber in jedem Bewertungskriterium mein jetziger deutscher Arbeitgeber schlechter, als der Ami oder der Chinese, nachdem sie jetzt noch mal "nachlegen" wollten. Im Grunde nicht wettbewerbsfähig. Mein Gegenangebot würde die "Gehaltshygiene kaputtmachen". Und das bei so einem namhaften Großkonzern. Da wird dann bald offene Stelle Nummer 573 ausgeschrieben sein für Deutschland, während man von morgens bis abends im Konzern heult, wie unfair doch die Welt und der Fachkräftemangel ist. Das Gleiche höre ich selbst bei den ganz großen Jungs wie den Autobauern. So wird das nix, Germany.
Der Leidensdruck scheint noch nicht groß genug zu sein. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis das wirklich flächendeckend ankommt. Vermutlich noch so fünf bis zehn Jahre, denn in dem Zeitraum gehen viele Boomer in Rente.
Also mein Chef macht jetzt schon 60h für lächerliche 120k brutto im Jahr (eine adäquat ähnliche Position bei meinem neuen Arbeitgeber macht da so 200-250k im Jahr, ein alter Studikollege von mir macht genau das) und darf jetzt meinen Bums noch auffangen. Wir haben schon Aufträge im Milliardenbereich proaktiv zurückgegeben (war selbst dabei), weil zu wenig personelle Ressourcen. Seit Corona ist der Mutterstandort Deutschland um knapp 1/4 bis 1/3 geschrumpft, durch Altersteilzeit, Abfindungsprogramme und Rente der Boomer. Teufelskreis, mittlerweile leidet auch der Cash-Flow schon enorm. Interessanterweise höre ich nahezu die gleichen Stories von vielen Freunden, Bekannten, Ex-Kommilitonen, die bei deutschen Großunternehmen arbeiten. SAP sticht positiv hervor (zumindest das Feedback, was ich da so bekomme).
Sollen sich aber jetzt andere drüber den Kopf zerbrechen, zum Glück halte ich keine Stocks von der Bude. :-D
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
markus, Donnerstag, 07.09.2023, 21:21 (vor 874 Tagen) @ FourrierTrans
Bei uns hieß es mal vom BR "Ab Gehalt EG14.4 aufwärts gibt's AT, ist in IGM-Betrieben so vorgesehen". Ist das dann nicht überall so (oder meinst du generell so rein von den Werten der einzelnen EGs/AT her?)?
Das scheint aktuell so zu sein, ist aber nicht in Stein gemeißelt und ließe sich ändern. Ich bin selbst Mitglied in einer Tarifkommission und als es darum ging, Verschlechterungen im Bereich AT zuzulassen, hatte niemand Mitleid mit ihnen. Da hieß es: „Die sind eh nicht Mitglied bei uns“. Hauptaugenmerk liegt immer dort, wo (viele) Mitglieder vorhanden sind.
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ich wollte es nicht direkt im ersten Post sagen, aber letztlich habe ich jetzt genau das gemacht. Ich sch***** auf den deutschen Traditionskonzern und gehe zu einem Ami. Der Ami hat letztlich den Chinesen ausgestochen, beide Angebote waren ungefähr beim doppelten Income von meiner jetzigen Situation (wohlgemerkt, beide für Standort Deutschland, beide ganz ohne Gewerkschaft ("Gewerkwas?" sagen die Chinesen)). Der Ami bietet aber weitere weicher Faktoren, die etwas netter sind, wie anständigerer Dienstwagen, Überstundenregelung usw.
Gleiches Spiel wie bei unzähligen jungen Kolleginnen und Kollegen vor mir in den vergangenen 2-3 Jahren, auf einmal war dann doch viel mehr möglich. Letztlich war aber in jedem Bewertungskriterium mein jetziger deutscher Arbeitgeber schlechter, als der Ami oder der Chinese, nachdem sie jetzt noch mal "nachlegen" wollten. Im Grunde nicht wettbewerbsfähig. Mein Gegenangebot würde die "Gehaltshygiene kaputtmachen". Und das bei so einem namhaften Großkonzern. Da wird dann bald offene Stelle Nummer 573 ausgeschrieben sein für Deutschland, während man von morgens bis abends im Konzern heult, wie unfair doch die Welt und der Fachkräftemangel ist. Das Gleiche höre ich selbst bei den ganz großen Jungs wie den Autobauern. So wird das nix, Germany.
Der Leidensdruck scheint noch nicht groß genug zu sein. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis das wirklich flächendeckend ankommt. Vermutlich noch so fünf bis zehn Jahre, denn in dem Zeitraum gehen viele Boomer in Rente.
Also mein Chef macht jetzt schon 60h für lächerliche 120k brutto im Jahr (eine adäquat ähnliche Position bei meinem neuen Arbeitgeber macht da so 200-250k im Jahr, ein alter Studikollege von mir macht genau das) und darf jetzt meinen Bums noch auffangen. Wir haben schon Aufträge im Milliardenbereich proaktiv zurückgegeben (war selbst dabei), weil zu wenig personelle Ressourcen. Seit Corona ist der Mutterstandort Deutschland um knapp 1/4 bis 1/3 geschrumpft, durch Altersteilzeit, Abfindungsprogramme und Rente der Boomer. Teufelskreis, mittlerweile leidet auch der Cash-Flow schon enorm.
Sollen sich aber jetzt andere drüber den Kopf zerbrechen, zum Glück halte ich keine Stocks von der Bude. :-D
Ich fürchte, dass bei dem ein oder anderen Konzern der Zug abgefahren sein wird und die ein oder andere Bude dann dicht gemacht wird. Das was du beobachtest, beobachte ich bei uns im Konzern auch. Aber niemand will das hören, niemand will es sehen und ändern. Es traut sich heutzutage auch keiner mehr eine Entscheidung zu treffen, schon gar nicht, wenn die Geld kosten würde. Es wird kurzfristig und an den eigenen Bonus gedacht. An die nächsten fünf bis zehn Jahre denkt man nicht.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 21:31 (vor 874 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 21:41
Bei uns hieß es mal vom BR "Ab Gehalt EG14.4 aufwärts gibt's AT, ist in IGM-Betrieben so vorgesehen". Ist das dann nicht überall so (oder meinst du generell so rein von den Werten der einzelnen EGs/AT her?)?
Das scheint aktuell so zu sein, ist aber nicht in Stein gemeißelt und ließe sich ändern. Ich bin selbst Mitglied in einer Tarifkommission und als es darum ging, Verschlechterungen im Bereich AT zuzulassen, hatte niemand Mitleid mit ihnen. Da hieß es: „Die sind eh nicht Mitglied bei uns“. Hauptaugenmerk liegt immer dort, wo (viele) Mitglieder vorhanden sind.
Ja gut, in der Theorie wäre das denkbar, ATler und Gewerkschaft. Aber man muss da schon schauen, das geht da ja auch einigermaßen zügig und man ist in einem Bereich unterwegs, wo man mehr Arbeitgeber (oberer Führungskreis, mittlerer Führungskreis usw.) als Arbeitnehmer ist oder?
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ich wollte es nicht direkt im ersten Post sagen, aber letztlich habe ich jetzt genau das gemacht. Ich sch***** auf den deutschen Traditionskonzern und gehe zu einem Ami. Der Ami hat letztlich den Chinesen ausgestochen, beide Angebote waren ungefähr beim doppelten Income von meiner jetzigen Situation (wohlgemerkt, beide für Standort Deutschland, beide ganz ohne Gewerkschaft ("Gewerkwas?" sagen die Chinesen)). Der Ami bietet aber weitere weicher Faktoren, die etwas netter sind, wie anständigerer Dienstwagen, Überstundenregelung usw.
Gleiches Spiel wie bei unzähligen jungen Kolleginnen und Kollegen vor mir in den vergangenen 2-3 Jahren, auf einmal war dann doch viel mehr möglich. Letztlich war aber in jedem Bewertungskriterium mein jetziger deutscher Arbeitgeber schlechter, als der Ami oder der Chinese, nachdem sie jetzt noch mal "nachlegen" wollten. Im Grunde nicht wettbewerbsfähig. Mein Gegenangebot würde die "Gehaltshygiene kaputtmachen". Und das bei so einem namhaften Großkonzern. Da wird dann bald offene Stelle Nummer 573 ausgeschrieben sein für Deutschland, während man von morgens bis abends im Konzern heult, wie unfair doch die Welt und der Fachkräftemangel ist. Das Gleiche höre ich selbst bei den ganz großen Jungs wie den Autobauern. So wird das nix, Germany.
Der Leidensdruck scheint noch nicht groß genug zu sein. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis das wirklich flächendeckend ankommt. Vermutlich noch so fünf bis zehn Jahre, denn in dem Zeitraum gehen viele Boomer in Rente.
Also mein Chef macht jetzt schon 60h für lächerliche 120k brutto im Jahr (eine adäquat ähnliche Position bei meinem neuen Arbeitgeber macht da so 200-250k im Jahr, ein alter Studikollege von mir macht genau das) und darf jetzt meinen Bums noch auffangen. Wir haben schon Aufträge im Milliardenbereich proaktiv zurückgegeben (war selbst dabei), weil zu wenig personelle Ressourcen. Seit Corona ist der Mutterstandort Deutschland um knapp 1/4 bis 1/3 geschrumpft, durch Altersteilzeit, Abfindungsprogramme und Rente der Boomer. Teufelskreis, mittlerweile leidet auch der Cash-Flow schon enorm.
Sollen sich aber jetzt andere drüber den Kopf zerbrechen, zum Glück halte ich keine Stocks von der Bude. :-D
Ich fürchte, dass bei dem ein oder anderen Konzern der Zug abgefahren sein wird und die ein oder andere Bude dann dicht gemacht wird. Das was du beobachtest, beobachte ich bei uns im Konzern auch. Aber niemand will das hören, niemand will es sehen und ändern. Es traut sich heutzutage auch keiner mehr eine Entscheidung zu treffen, schon gar nicht, wenn die Geld kosten würde. Es wird kurzfristig und an den eigenen Bonus gedacht. An die nächsten fünf bis zehn Jahre denkt man nicht.
An der Stelle angemerkt: wir haben keinerlei technologische Probleme, im Gegenteil, die Entwicklung hin zur Elektrifizierung ist im Grunde ein Geschenk. Nichtsdestotrotz ist es so, wie oben beschrieben, aufgrund verheerender Verfehlungen im HR-Bereich, willfährig mitgetragen vom BR, die jetzt natürlich richtig reinknallen. Mit open end.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
markus, Donnerstag, 07.09.2023, 21:45 (vor 874 Tagen) @ FourrierTrans
Bei uns hieß es mal vom BR "Ab Gehalt EG14.4 aufwärts gibt's AT, ist in IGM-Betrieben so vorgesehen". Ist das dann nicht überall so (oder meinst du generell so rein von den Werten der einzelnen EGs/AT her?)?
Das scheint aktuell so zu sein, ist aber nicht in Stein gemeißelt und ließe sich ändern. Ich bin selbst Mitglied in einer Tarifkommission und als es darum ging, Verschlechterungen im Bereich AT zuzulassen, hatte niemand Mitleid mit ihnen. Da hieß es: „Die sind eh nicht Mitglied bei uns“. Hauptaugenmerk liegt immer dort, wo (viele) Mitglieder vorhanden sind.
Ja gut, in der Theorie wäre das denkbar, ATler und Gewerkschaft. Aber man muss da schon schauen, das geht da ja auch einigermaßen zügig und man ist in einem Bereich unterwegs, wo man mehr Arbeitgeber (oberer Führungskreis, mittlerer Führungskreis usw.) als Arbeitnehmer ist oder?
Als leitender Angestellter ist man natürlich raus. Aber das sind nur die wenigsten Führungskräfte. Es gibt genügend AT Führungskräfte, die noch einen Arbeitnehmerstatus haben.
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ich wollte es nicht direkt im ersten Post sagen, aber letztlich habe ich jetzt genau das gemacht. Ich sch***** auf den deutschen Traditionskonzern und gehe zu einem Ami. Der Ami hat letztlich den Chinesen ausgestochen, beide Angebote waren ungefähr beim doppelten Income von meiner jetzigen Situation (wohlgemerkt, beide für Standort Deutschland, beide ganz ohne Gewerkschaft ("Gewerkwas?" sagen die Chinesen)). Der Ami bietet aber weitere weicher Faktoren, die etwas netter sind, wie anständigerer Dienstwagen, Überstundenregelung usw.
Gleiches Spiel wie bei unzähligen jungen Kolleginnen und Kollegen vor mir in den vergangenen 2-3 Jahren, auf einmal war dann doch viel mehr möglich. Letztlich war aber in jedem Bewertungskriterium mein jetziger deutscher Arbeitgeber schlechter, als der Ami oder der Chinese, nachdem sie jetzt noch mal "nachlegen" wollten. Im Grunde nicht wettbewerbsfähig. Mein Gegenangebot würde die "Gehaltshygiene kaputtmachen". Und das bei so einem namhaften Großkonzern. Da wird dann bald offene Stelle Nummer 573 ausgeschrieben sein für Deutschland, während man von morgens bis abends im Konzern heult, wie unfair doch die Welt und der Fachkräftemangel ist. Das Gleiche höre ich selbst bei den ganz großen Jungs wie den Autobauern. So wird das nix, Germany.
Der Leidensdruck scheint noch nicht groß genug zu sein. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis das wirklich flächendeckend ankommt. Vermutlich noch so fünf bis zehn Jahre, denn in dem Zeitraum gehen viele Boomer in Rente.
Also mein Chef macht jetzt schon 60h für lächerliche 120k brutto im Jahr (eine adäquat ähnliche Position bei meinem neuen Arbeitgeber macht da so 200-250k im Jahr, ein alter Studikollege von mir macht genau das) und darf jetzt meinen Bums noch auffangen. Wir haben schon Aufträge im Milliardenbereich proaktiv zurückgegeben (war selbst dabei), weil zu wenig personelle Ressourcen. Seit Corona ist der Mutterstandort Deutschland um knapp 1/4 bis 1/3 geschrumpft, durch Altersteilzeit, Abfindungsprogramme und Rente der Boomer. Teufelskreis, mittlerweile leidet auch der Cash-Flow schon enorm.
Sollen sich aber jetzt andere drüber den Kopf zerbrechen, zum Glück halte ich keine Stocks von der Bude. :-D
Ich fürchte, dass bei dem ein oder anderen Konzern der Zug abgefahren sein wird und die ein oder andere Bude dann dicht gemacht wird. Das was du beobachtest, beobachte ich bei uns im Konzern auch. Aber niemand will das hören, niemand will es sehen und ändern. Es traut sich heutzutage auch keiner mehr eine Entscheidung zu treffen, schon gar nicht, wenn die Geld kosten würde. Es wird kurzfristig und an den eigenen Bonus gedacht. An die nächsten fünf bis zehn Jahre denkt man nicht.
An der Stelle angemerkt: wir haben keinerlei technologische Probleme, im Gegenteil, die Entwicklung hin zur Elektrifizierung ist im Grunde ein Geschenk. Nichtsdestotrotz ist es so, wie oben beschrieben, aufgrund massiver Verfehlungen im HR-Bereich, die jetzt natürlich richtig reinknallen. Mit open end.
Wobei HR auch nur ausführendes Organ ist. Wenn die GF kein Budget locker macht, kann auch HR keine Leute herzaubern. Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass sich niemand traut, gegenüber der GF offen zu kommunizieren, wie schlimm es schon jetzt ist. Denn das wäre ja das Eingeständnis dafür, dass man schon längst nicht mehr die besten Leute gewinnt. Und dann wäre HR wieder in der Kritik, weil das recruiten deren Aufgabe ist. Also wird so getan, als sei noch alles im Rahmen. Währenddessen fährt man immer weiter Richtung Wand.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 21:56 (vor 874 Tagen) @ markus
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 21:59
Bei uns hieß es mal vom BR "Ab Gehalt EG14.4 aufwärts gibt's AT, ist in IGM-Betrieben so vorgesehen". Ist das dann nicht überall so (oder meinst du generell so rein von den Werten der einzelnen EGs/AT her?)?
Das scheint aktuell so zu sein, ist aber nicht in Stein gemeißelt und ließe sich ändern. Ich bin selbst Mitglied in einer Tarifkommission und als es darum ging, Verschlechterungen im Bereich AT zuzulassen, hatte niemand Mitleid mit ihnen. Da hieß es: „Die sind eh nicht Mitglied bei uns“. Hauptaugenmerk liegt immer dort, wo (viele) Mitglieder vorhanden sind.
Ja gut, in der Theorie wäre das denkbar, ATler und Gewerkschaft. Aber man muss da schon schauen, das geht da ja auch einigermaßen zügig und man ist in einem Bereich unterwegs, wo man mehr Arbeitgeber (oberer Führungskreis, mittlerer Führungskreis usw.) als Arbeitnehmer ist oder?
Als leitender Angestellter ist man natürlich raus. Aber das sind nur die wenigsten Führungskräfte. Es gibt genügend AT Führungskräfte, die noch einen Arbeitnehmerstatus haben.
Sieh es mal aus Sicht deines Chefs: Warum sollte er dir mehr Geld geben, wenn er weiß, dass du auch für weniger arbeiten würdest und in der Abteilung auch keinerlei Bewegung in Sachen Gewerkschaft drin ist? Du kannst noch zehn Jahre meckern. Es ist ihm egal. Außer du drohst mit Kündigung und er kann nicht auf dich verzichten. Erst dann wäre mehr für dich drin. Aber vermutlich wäre ihm auch das egal, zumindest solange andere Leute nachrücken würden. Für ihn selbst ist der eigene Bonus wichtig.
Ich wollte es nicht direkt im ersten Post sagen, aber letztlich habe ich jetzt genau das gemacht. Ich sch***** auf den deutschen Traditionskonzern und gehe zu einem Ami. Der Ami hat letztlich den Chinesen ausgestochen, beide Angebote waren ungefähr beim doppelten Income von meiner jetzigen Situation (wohlgemerkt, beide für Standort Deutschland, beide ganz ohne Gewerkschaft ("Gewerkwas?" sagen die Chinesen)). Der Ami bietet aber weitere weicher Faktoren, die etwas netter sind, wie anständigerer Dienstwagen, Überstundenregelung usw.
Gleiches Spiel wie bei unzähligen jungen Kolleginnen und Kollegen vor mir in den vergangenen 2-3 Jahren, auf einmal war dann doch viel mehr möglich. Letztlich war aber in jedem Bewertungskriterium mein jetziger deutscher Arbeitgeber schlechter, als der Ami oder der Chinese, nachdem sie jetzt noch mal "nachlegen" wollten. Im Grunde nicht wettbewerbsfähig. Mein Gegenangebot würde die "Gehaltshygiene kaputtmachen". Und das bei so einem namhaften Großkonzern. Da wird dann bald offene Stelle Nummer 573 ausgeschrieben sein für Deutschland, während man von morgens bis abends im Konzern heult, wie unfair doch die Welt und der Fachkräftemangel ist. Das Gleiche höre ich selbst bei den ganz großen Jungs wie den Autobauern. So wird das nix, Germany.
Der Leidensdruck scheint noch nicht groß genug zu sein. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis das wirklich flächendeckend ankommt. Vermutlich noch so fünf bis zehn Jahre, denn in dem Zeitraum gehen viele Boomer in Rente.
Also mein Chef macht jetzt schon 60h für lächerliche 120k brutto im Jahr (eine adäquat ähnliche Position bei meinem neuen Arbeitgeber macht da so 200-250k im Jahr, ein alter Studikollege von mir macht genau das) und darf jetzt meinen Bums noch auffangen. Wir haben schon Aufträge im Milliardenbereich proaktiv zurückgegeben (war selbst dabei), weil zu wenig personelle Ressourcen. Seit Corona ist der Mutterstandort Deutschland um knapp 1/4 bis 1/3 geschrumpft, durch Altersteilzeit, Abfindungsprogramme und Rente der Boomer. Teufelskreis, mittlerweile leidet auch der Cash-Flow schon enorm.
Sollen sich aber jetzt andere drüber den Kopf zerbrechen, zum Glück halte ich keine Stocks von der Bude. :-D
Ich fürchte, dass bei dem ein oder anderen Konzern der Zug abgefahren sein wird und die ein oder andere Bude dann dicht gemacht wird. Das was du beobachtest, beobachte ich bei uns im Konzern auch. Aber niemand will das hören, niemand will es sehen und ändern. Es traut sich heutzutage auch keiner mehr eine Entscheidung zu treffen, schon gar nicht, wenn die Geld kosten würde. Es wird kurzfristig und an den eigenen Bonus gedacht. An die nächsten fünf bis zehn Jahre denkt man nicht.
An der Stelle angemerkt: wir haben keinerlei technologische Probleme, im Gegenteil, die Entwicklung hin zur Elektrifizierung ist im Grunde ein Geschenk. Nichtsdestotrotz ist es so, wie oben beschrieben, aufgrund massiver Verfehlungen im HR-Bereich, die jetzt natürlich richtig reinknallen. Mit open end.
Wobei HR auch nur ausführendes Organ ist. Wenn die GF kein Budget locker macht, kann auch HR keine Leute herzaubern. Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass sich niemand traut, gegenüber der GF offen zu kommunizieren, wie schlimm es schon jetzt ist. Denn das wäre ja das Eingeständnis dafür, dass man schon längst nicht mehr die besten Leute gewinnt. Und dann wäre HR wieder in der Kritik, weil das recruiten deren Aufgabe ist. Also wird so getan, als sei noch alles im Rahmen. Währenddessen fährt man immer weiter Richtung Wand.
...jab, und letztlich halt auch ein Aufsichtsrat / Gesellschafterausschuss. Am Ende klatscht auch die Peitsche bei denen, wo das Kapital sitzt, wenn Germany so weiter macht. Sofern sie nicht bald zügig das Geld rausziehen und woanders in der Welt hinlegen (getreu dem Motto "who cares Germany?").
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
Nike79, Donnerstag, 07.09.2023, 19:04 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.Wobei das bei uns sogar nicht selten in der Situation "AT-Vertrag, aber zurück auf Tarifposition" geendet ist. Also 35h-Woche vom Aufgabenbereich her und 110-120k Jahresgehalt (erste AT-Stufe). Zum krönenden Abschluss gab es dann noch beim Übergang zur Altersteilzeit eine Einmalzahlung von 30-50k (abhängig vom Gehalt), für alle, die in Altersteilzeit gegangen sind, in Summe über tausend Leute in Deutschland, zur Übergabe der Aufgaben und zur Einarbeitung (kein Scherz). Wohl gemerkt, alles dann ohne Führungsrolle, normale Angestellte. Da muss man sich dann nicht wundern, dass am Ende nichts mehr übrig ist, für diejenigen, die danach kommen. Das wird aber auch in anderen Konzernen so sein.
Ist es. Es ging aber auch in vielen Betrieben jahrelang darum, gut bezahlte und langjährige Mitarbeiter loszuwerden und durch günstigeres Personal zu ersetzen.
Jetzt haben wir in fast allen Branchen einen Arbeitnehmermarkt. Das Gegenteil müsste der Fall sein, erfahrenen Mitarbeitern, die gute Leistungen bringen, möglichst lange in ihrem Aufgabenbereich zu halten.
Und spezielle auch Menschen, die nachrücken, vernünftig zu onboarden. Passiert aus meiner Erfahrung zu selten oder in schlechter Qualität.
Ach, Aki (Leistungsgesellschaft Deutschland)
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 19:33 (vor 875 Tagen) @ Nike79
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 19:37
Das dürfte bei den meisten Konzernen in Deutschland so sein. Altverträge im Tarifbereich sind was feines. Gezahlt wird von allen, die das Pech hatten zu spät ins Berufsleben einzusteigen.
Besser gesagt, zu spät geboren wurden.Wobei das bei uns sogar nicht selten in der Situation "AT-Vertrag, aber zurück auf Tarifposition" geendet ist. Also 35h-Woche vom Aufgabenbereich her und 110-120k Jahresgehalt (erste AT-Stufe). Zum krönenden Abschluss gab es dann noch beim Übergang zur Altersteilzeit eine Einmalzahlung von 30-50k (abhängig vom Gehalt), für alle, die in Altersteilzeit gegangen sind, in Summe über tausend Leute in Deutschland, zur Übergabe der Aufgaben und zur Einarbeitung (kein Scherz). Wohl gemerkt, alles dann ohne Führungsrolle, normale Angestellte. Da muss man sich dann nicht wundern, dass am Ende nichts mehr übrig ist, für diejenigen, die danach kommen. Das wird aber auch in anderen Konzernen so sein.
Ist es. Es ging aber auch in vielen Betrieben jahrelang darum, gut bezahlte und langjährige Mitarbeiter loszuwerden und durch günstigeres Personal zu ersetzen.Jetzt haben wir in fast allen Branchen einen Arbeitnehmermarkt. Das Gegenteil müsste der Fall sein, erfahrenen Mitarbeitern, die gute Leistungen bringen, möglichst lange in ihrem Aufgabenbereich zu halten.
Und spezielle auch Menschen, die nachrücken, vernünftig zu onboarden. Passiert aus meiner Erfahrung zu selten oder in schlechter Qualität.
Ich glaube, oftmals wird das nicht mehr gemacht, weil die Fluktuation auch in Deutschland zunehmend nach oben schießt. Man bildet Leute nicht mehr langfristig aus, auch Themen wie Fortbildungen (also echte Fortbildungen mit Zertifikat, nicht "wir haben hier ein Online-Video") werden in fast allen Bereichen maximal vernachlässigt und weggekürzt. Der Großteil meiner Kolleginnen und Kollegen, die so 5-10 Jahre Betriebszugehörigkeit (also so die Generation Mitte 20 bis Mitte 30) vorweisen können, haben keinerlei Fortbildung bekommen (im Q-Bereich ist das oft noch anders). Gleiches höhre ich von Bekannten in anderen Konzernen. Die deutsche Wirtschaft suhlt sich in vielen Bereichen seit einigen Jahren in Selbstaufgabe.
Letztlich muss man in Deutschland auch, wenn man die Inflation outperformen will und ein bisschen finanziell nach oben kommen möchte, 3-4 mal den Arbeitgeber wechseln bis Mitte 40. Das ist hier im Grunde mittlerweile wie in Südamerika, um die Inflation irgendwie noch verünftig zu übertreffen, muss man wechseln. Neuer Vertrag, neuer Gehaltssprung. Intern wird gedrückt, bis man geht.
Weiß er worüber er spricht?
Stephanito, Donnerstag, 07.09.2023, 15:05 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Ich habe mir von zwei Jugendtrainer das Konzept erläutern lassen. Beide waren skeptisch und beide sind von dem Modell sehr angetan. Es geht ja nur um die ganz Kleinen und es soll dafür gesorgt werden, dass alle spielen und alle viel mit dem Ball machen. Es spielen drei gegen drei und auf beiden Seiten stehen jeweils zwei Tore ohne Torhüter und das Feld wird in drei Drittel unterteilt und man darf nur aufs Tor schießen, wenn man sich im Drittel vor dem Tor befindet.
Das führt dazu, dass die drei angreifenden Spieler bemüht sind miteinander zu spielen und zu kombinieren und die Erfahrung zeigt, dass die Kinder das sofort verstehen und richtig viel Spaß am Ball haben. Mir wurde erzählt, dass dieses Konzept bei Barca schon seit 20 Jahren trainiert würde.
Alle Mannschaften/Vereine einer Region/Liga etc. treffen sich auf einer Anlage und es finden mehrere Spiele parallel statt und gewinnt ein Team spielt es als nächstes gegen ein anderes Gewinnerteam. Verliert ein Team spielt es als nächstes gegen ein Verliererteam.
Mir wurde von mehreren Leuten erzählt, die alle nach anfänglicher Skepsis sehr angetan von diesem Modell waren.
Weiß er worüber er spricht?
Scherben, Kiel, Donnerstag, 07.09.2023, 15:09 (vor 875 Tagen) @ Stephanito
Ich bin mir sicher, dass er keine Ahnung hat, wovon er spricht. Das ist letztlich nur das leider oft übliche Gesabbel von älteren Herren, die es nicht ertragen können, dass jüngere Generationen die Dinge anders (und meist besser) machen als sie selbst.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Der unglaubliche Alk, Donnerstag, 07.09.2023, 14:40 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Hallo zusammen,
interessant finde ich bei allen diskutierten Vor- und Nachteilen in dieser Diskussion, wie wenige Beiträge hier sind, von Eltern deren Kids in dem neuen Konzept wirklich spielen. Natürlich hat das alt bekannte Spielsystem in seiner Ausprägung Schwächen - besonders irre und ätzend sind die übermotivierten und reinbrüllenden Eltern mit dem Anspruch, den nächsten Profifußballer in der Familie zu haben. Mein 8-jähriger findet diese neue Spielform übrigens furchtbar. Obwohl meine Frau und ich eher null erfolgs- und ergebnisorientierte Eltern sind, findet der Kleine zum Beispiel den Sachverhalt extrem unbefriedigend, dass bei "Unentschieden" mit "Schere, Stein, Papier" entschieden wird, wer das Spiel gewinnt oder verliert. Hört sich vielleicht lächerlich an, empfindet er aber als zutiefst ungerecht. Zusätzlich erzeugst Du bei den Kids mit der neuen Spielform halt an anderer Stelle Unzufriedenheit, die gerade nichts mit Fußball sondern mit gefühlter Willkür zu tun hat. So ist es dann der typische Trainer-Elternteil, der genau sein Kind mit den 2 Besten spielen lässt und gewinnt, während die anderen MiniTeams irgendwie zusammen gewürfelt werden - das lässt sich dann bei 7 gegen 7 besser auffangen. Zusätzlich als Nachteil sehe ich, dass bei einem Trainer halt die anderen Mini-Teams nicht gecoacht und Hilfestellung von aussen bekommen (Foul oder nicht Foul 7 Regelkunde, etc.) werden und gerade dann wieder die Eltern irgendeinen Scheiss reinbrüllen. In Summe ist es so, dass unser Kurzer klar kein Bock auf das Spielkonzept hat, aber das ist sicherlich bei vielen auch anders und dann auch gut. Ebenso fehlt Ihm das, was er vom großen Bruder kennt - nämlich freudig oder traurig auf die Tabelle bei fussball.de nach seiner Truppe zu schauen.
Was ich aber an der Stelle auch nicht unerwähnt lassen möchte, ist das wirklich unterirdische und ewig gestrige Bierzelt Gelaber von Aki. Meine Güte, Veränderungen auszuprobieren und abzuwägen, ob etwas gut oder schlecht ist, sollte immer gemacht werden und nicht so ein polemischer "Leistungsgedanke soll in der Gesellschaft weg (schlecht) - wollen eh alle Homeoffice (alle faul), wo ist die gute alte Zeit?" Müll daher gesprochen werden. Im ewig gestrigen werden halt keine aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gelöst. Kann man versuchen, wird aber nicht klappen. Wo wir schon bei Bierzelt sind - muss weg, Prost.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
captain_gut, Rendsburg, Donnerstag, 07.09.2023, 15:49 (vor 875 Tagen) @ Der unglaubliche Alk
interessant finde ich bei allen diskutierten Vor- und Nachteilen in dieser Diskussion, wie wenige Beiträge hier sind, von Eltern deren Kids in dem neuen Konzept wirklich spielen.
Ich hab's nicht erwähnt, aber mein Sohn spielt in dem Konzept (Bambini bzw. G-Jugend). Er, die anderen Kinder sowie Trainer und Eltern sind, soweit ich das mitbekomme, begeistert davon. In der F-Jugend gibt es nun auch sowohl dieses 3-gegen-3-Format als auch Spieltage mit 4+1.
Obwohl meine Frau und ich eher null erfolgs- und ergebnisorientierte Eltern sind, findet der Kleine zum Beispiel den Sachverhalt extrem unbefriedigend, dass bei "Unentschieden" mit "Schere, Stein, Papier" entschieden wird, wer das Spiel gewinnt oder verliert. Hört sich vielleicht lächerlich an, empfindet er aber als zutiefst ungerecht.
Die Methode ist wirklich etwas merkwürdig. Wobei es ja nicht um die Entscheidung geht, wer das Spiel gewinnt, sondern wer als nächstes gegen wen spielt. Ich würde es dann halt trotzdem als Unentschieden betrachten, kann aber auch nachvollziehen, wenn Kinder das anders sehen. Bei uns wurde das aber auch nicht so durchgeführt, sondern es gab von vornherein feste Spielpläne, und Unentschieden waren halt Unentschieden.
Zusätzlich erzeugst Du bei den Kids mit der neuen Spielform halt an anderer Stelle Unzufriedenheit, die gerade nichts mit Fußball sondern mit gefühlter Willkür zu tun hat. So ist es dann der typische Trainer-Elternteil, der genau sein Kind mit den 2 Besten spielen lässt und gewinnt, während die anderen MiniTeams irgendwie zusammen gewürfelt werden - das lässt sich dann bei 7 gegen 7 besser auffangen.
Hmm, ich weiß nicht, ob da jetzt der Unterschied so riesig ist.
Zusätzlich als Nachteil sehe ich, dass bei einem Trainer halt die anderen Mini-Teams nicht gecoacht und Hilfestellung von aussen bekommen (Foul oder nicht Foul 7 Regelkunde, etc.) werden und gerade dann wieder die Eltern irgendeinen Scheiss reinbrüllen.
Ist da nicht eher das Problem, dass es zu wenig Trainer für zu viele Kinder sind? Bei bspw. sieben gegen sieben kann ein Trainer auch nicht auf alle achten.
In Summe ist es so, dass unser Kurzer klar kein Bock auf das Spielkonzept hat, aber das ist sicherlich bei vielen auch anders und dann auch gut. Ebenso fehlt Ihm das, was er vom großen Bruder kennt - nämlich freudig oder traurig auf die Tabelle bei fussball.de nach seiner Truppe zu schauen.
Das ist doch auch etwas, auf das er sich freuen kann, wenn es in den nächsten Jahrgängen kommt.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
bastlke, Kempten, Donnerstag, 07.09.2023, 15:29 (vor 875 Tagen) @ Der unglaubliche Alk
Hallo zusammen,
interessant finde ich bei allen diskutierten Vor- und Nachteilen in dieser Diskussion, wie wenige Beiträge hier sind, von Eltern deren Kids in dem neuen Konzept wirklich spielen. Natürlich hat das alt bekannte Spielsystem in seiner Ausprägung Schwächen - besonders irre und ätzend sind die übermotivierten und reinbrüllenden Eltern mit dem Anspruch, den nächsten Profifußballer in der Familie zu haben. Mein 8-jähriger findet diese neue Spielform übrigens furchtbar. Obwohl meine Frau und ich eher null erfolgs- und ergebnisorientierte Eltern sind, findet der Kleine zum Beispiel den Sachverhalt extrem unbefriedigend, dass bei "Unentschieden" mit "Schere, Stein, Papier" entschieden wird, wer das Spiel gewinnt oder verliert. Hört sich vielleicht lächerlich an, empfindet er aber als zutiefst ungerecht. Zusätzlich erzeugst Du bei den Kids mit der neuen Spielform halt an anderer Stelle Unzufriedenheit, die gerade nichts mit Fußball sondern mit gefühlter Willkür zu tun hat. So ist es dann der typische Trainer-Elternteil, der genau sein Kind mit den 2 Besten spielen lässt und gewinnt, während die anderen MiniTeams irgendwie zusammen gewürfelt werden - das lässt sich dann bei 7 gegen 7 besser auffangen. Zusätzlich als Nachteil sehe ich, dass bei einem Trainer halt die anderen Mini-Teams nicht gecoacht und Hilfestellung von aussen bekommen (Foul oder nicht Foul 7 Regelkunde, etc.) werden und gerade dann wieder die Eltern irgendeinen Scheiss reinbrüllen. In Summe ist es so, dass unser Kurzer klar kein Bock auf das Spielkonzept hat, aber das ist sicherlich bei vielen auch anders und dann auch gut. Ebenso fehlt Ihm das, was er vom großen Bruder kennt - nämlich freudig oder traurig auf die Tabelle bei fussball.de nach seiner Truppe zu schauen.
Bei uns in Bayern wird seit zwei Jahren so in der G und F-Jugend gespielt. Ich finde das Spiel auf zwei Tore pro Team ganz gut. Oftmals werden pro Gemeinde 2-3 Mannschaften a 6 Spieler gestellt. Ein häufiges auuswechseln ist problemlos möglich, so dass jeder seinen Spielanteil bekommt. Auch werden die 3 Mannschaften dann vom Trainer + Co Trainer(n) gecoacht. Die Spiele finden in der Regel als Turnier statt. Stark finde ich, dass am Ende alle Spieler, unabhängig von der Platzierung eine kleine Medallie bekommen, und sich so alle als Gewinner fühlen.
Störend an der ganzen Kinder Fussballgeschichte finde ich, dass selbst zu einem kleinen Minispiel alles perfekt sein muss. Also Kiosk muss geöffnet sein, alle müssen in Vereinsklamotten auftauchen, Fahrdienst, Backdienst, Kioskdienst... manchmal wäre da einfach weniger mehr. Ich bringe mich gerne ein, dass gehört dazu, aber irgendwann sollte man auch mal sagen, jetzt ist es genug, jeder schafft es 30 Minunten ohne Kisokbesuch, und alle tun sich rund um die Organisation leichter.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Lenano, Donnerstag, 07.09.2023, 15:17 (vor 875 Tagen) @ Der unglaubliche Alk
Dann mal los.
Mein 7-jähriger hat jetzt beides kennengelernt und Funino aber auch 6+1 gespielt.
Er findet beides gut, etwas besser aber das 6+1 da das Feld und die Tore dort größer sind.
Spaß hat er also an beidem und die Ergebnisse weiß er am Ende auch immer sehr genau.
Da sie die ersten beiden Spiele in der "Liga" im 6+1 nun 11:0 und 12:0 gewonnen haben mag das ganze ggf. aber auch etwas befeuern.
Am Ende will er zocken und gewinnen, wo ist da fast egal...Hauptsache er gewinnt und er weiß das man oben steht. ;)
Niederlage im 6+1 hat er nur bei einem Turnier erlebt, da ist er glaube ich recht gut mit umgegangen, das war bei kleineren Spielformen noch nicht so. Da lagen Probleme aber dann auch aus seiner Sicht an der ungerechten Behandlung wenn man gefoult wurde und man u.U. nicht fair behandelt wurde.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Philipp09, Donnerstag, 07.09.2023, 12:50 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Woher kommt überhaupt der Irrglaube, dass die Kinder nicht mehr gewinnen oder verlieren? Die Kinder bekommen beim Funino eine direkte Rückmeldung, da sie bei einer Niederlage ein Feld nach unten rücken und bei Gewinn ein Feld hochgehen. Dadurch bekommen sie aber immer neue Gegner und im besten Fall Gegner auf ihrem Niveau. Und das verstehen die Kinder auch. Ist doch im „richtigen“ Fußball auch so. Wenn es am Ende nicht reicht, steigt man ab. Gewinnt man alles, steigt man auf.
Wenn man bedenkt, dass das räumliche Sehen erst bei ungefähr 8-Jährigen soweit ausgeprägt ist, dass man auch freie Räume zum Passen sieht, macht es aus fußballerischen Gründen Sinn, die Größe des Spielfelds zu reduzieren. Permanentes 3 vs 3 ist genau richtig. Wie oft hat man Kinderspiele gesehen, wo die einzige Aufgabe des Liberos war, den Ball direkt nach vorne zu pöheln, wenn er 2m vor ihm liegt. Danach ist das Kind dann sofort wieder rückwärts auf seinen angestammten Platz gelaufen nach dem Motto: „Ich soll hier stehen bleiben, hat der Trainer gesagt…“
Horst Wein hat dann Funinokonzept nicht ganz erfolglos nach Spanien verkauft, weil der DFB es nicht wollte.
Womit wir wieder beim DFB Problem sind. Erstmal gegen alles Neue meckern und lieber weiter im eigenen Saft schmoren bis der Karren komplett vor die Wand gelaufen ist.
Richtig ätzend, dass Watzke sich hier auch so ahnungslos äußert.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 14:12 (vor 875 Tagen) @ Philipp09
bearbeitet von nico36de, Donnerstag, 07.09.2023, 14:18
Typisch alte weiße Männer. Von nix ne Ahnung, aber das mit Überzeugung!
Die Wichtigwatzkes der Welt sehen halt i.d.R. keine Veranlassung, sich mit auf sie fremd wirkenden Ansätzen beschäftigen. Da interessiert es auch nicht, wenn diese wissenschaftlich fundiert sind. Schon allein der Gedanke, dass Sport kleinen Kindern vorrangig Spaß machen sollte, ist Watzisken offenbar fremd.
Watzke und seine Brüder im Geiste wissen ja schließlich lschon durch das Abfragen der eigenen subjektiven Meinung, dass das alles Kokolores ist.
Wie armselig!
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 07.09.2023, 14:51 (vor 875 Tagen) @ nico36de
Typisch alte weiße Männer. Von nix ne Ahnung, aber das mit Überzeugung!
Da ich hier auch im Zusammenhang mit Deinen weiteren Ausführungen keine Ironie entdecken konnte, reagiere ich darauf.
Ich bin ein paar Jahre älter als Aki und somit alt. Ein Mann bin ich auch, weiß ebenso. Vorausgesetzt, das reicht für eine Klassifikation und Typisierung, ziehe ich in Zweifel, dass ich als Mitglied dieser Gruppe „von nix ne Ahnung“ habe und das schon gar nicht „mit Überzeugung“.
Selbstverständlich gibt es Unmengen von Sachverhalten, von denen ich wenig bis gar nichts verstehe. Das hat allerdings nichts mit meinem Alter zu tun und im übrigen halte ich die Fresse zu solchen Dingen, das habe ich bereits in meiner Jugend so gehalten.
Deine Äußerungen empfinde ich als pauschalisierend und diskriminierend. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du zukünftig darauf verzichten könntest.
+1
Matze_82, Rheinhessen, Donnerstag, 07.09.2023, 16:04 (vor 875 Tagen) @ Will Kane
Gut geschrieben Will. Sehe ich auch so...
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
The_Possimpible, Donnerstag, 07.09.2023, 15:54 (vor 875 Tagen) @ Will Kane
Wobei es schon ziemlich typisch ist, wenn alte weiße Männer in den "beleidigte Leberwurst"- Modus wechseln...
Okay, weg von stumpfer Polemik. Wenn du nicht jetzt schon zugemacht hast, freue ich mich, einen etwas differenzierteren Beitrag mit dem Wunsch der Versachlichung des Themas zu liefern.
In der Wikipedia findet sich etwa Folgendes:
"Im März 2019 kam das Buch Alte weiße Männer – ein Schlichtungsversuch von Sophie Passmann heraus, [...] In ihrem Buch bezeichnet die Autorin „das Gefühl der Überlegenheit gepaart mit der scheinbar völligen Blindheit für die eigenen Privilegien“ als wesentlichstes Merkmal eines „alten weißen Mannes“. Männer in ihrer zweiten Lebenshälfte, die dieses Merkmal nicht aufweisen, würde sie nicht mit diesem Etikett belegen."
Wenn du also nicht so ein ahnungsloser, empathieloser Dampfplauderer bist, dann bist du auch schlicht nicht gemeint- auch, wenn die einzelnen Elemente dieser zugegeben negativ belasteten Gesamtbezeichnung erstmal auf dich anwendbar sind.
Wenn wir die obige Definition jetzt nochmal auf Aki anwenden, kann man denke ich schon sagen, dass er diese Kriterien erfüllt.
Ich hoffe, dass du damit etwas anfangen kannst und dass du daher auf die ganze "Alter weißer Mann"-Debatte aus einer anderen Perspektive schauen kannst- und bin gleichzeitig offen dafür, wenn du mit meinen Ausführungen nicht einverstanden bist.
Schwatzgelbe Grüße
Chris
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
Davja89, Freitag, 08.09.2023, 08:32 (vor 874 Tagen) @ The_Possimpible
Eventuell ist diese ganze "weiße alte Mann" Sache auch einfach nur abgrundtief peinlich. Egal welche Definition man anlegt.
Kenne ehrlich gesagt auch keinen wirklich pfiffigen jüngeren Menschen der das verwendet. Meistens eher so Internet Rambos und Aktivisten.
Was manchem alten Opa sein "die Jugend von heute hat keine XYZ" ist, ist der Twitter Lisa ihr "der alte weiße Mann ist schuld.".
Beides zeigt eher das man zur geistig schwächeren Gruppe seiner Generation gehört.
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
Komanda, Freitag, 08.09.2023, 10:23 (vor 874 Tagen) @ Davja89
Eventuell ist diese ganze "weiße alte Mann" Sache auch einfach nur abgrundtief peinlich. Egal welche Definition man anlegt.
Kenne ehrlich gesagt auch keinen wirklich pfiffigen jüngeren Menschen der das verwendet. Meistens eher so Internet Rambos und Aktivisten.Was manchem alten Opa sein "die Jugend von heute hat keine XYZ" ist, ist der Twitter Lisa ihr "der alte weiße Mann ist schuld.".
Beides zeigt eher das man zur geistig schwächeren Gruppe seiner Generation gehört.
Und so einen haben wir also als Geschäftsführer ...
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 07.09.2023, 16:30 (vor 875 Tagen) @ The_Possimpible
Wobei es schon ziemlich typisch ist, wenn alte weiße Männer in den "beleidigte Leberwurst"- Modus wechseln...
Okay, weg von stumpfer Polemik.
Man müsste nicht wegkommen von stumpfer Polemik, wenn man sie gar nicht erst anwenden würde.
Wenn du nicht jetzt schon zugemacht hast, freue ich mich, einen etwas differenzierteren Beitrag mit dem Wunsch der Versachlichung des Themas zu liefern.
In der Wikipedia findet sich etwa Folgendes:"Im März 2019 kam das Buch Alte weiße Männer – ein Schlichtungsversuch von Sophie Passmann heraus, [...] In ihrem Buch bezeichnet die Autorin „das Gefühl der Überlegenheit gepaart mit der scheinbar völligen Blindheit für die eigenen Privilegien“ als wesentlichstes Merkmal eines „alten weißen Mannes“. Männer in ihrer zweiten Lebenshälfte, die dieses Merkmal nicht aufweisen, würde sie nicht mit diesem Etikett belegen."
Wenn du also nicht so ein ahnungsloser, empathieloser Dampfplauderer bist, dann bist du auch schlicht nicht gemeint- auch, wenn die einzelnen Elemente dieser zugegeben negativ belasteten Gesamtbezeichnung erstmal auf dich anwendbar sind.Wenn wir die obige Definition jetzt nochmal auf Aki anwenden, kann man denke ich schon sagen, dass er diese Kriterien erfüllt.
Ich hoffe, dass du damit etwas anfangen kannst und dass du daher auf die ganze "Alter weißer Mann"-Debatte aus einer anderen Perspektive schauen kannst- und bin gleichzeitig offen dafür, wenn du mit meinen Ausführungen nicht einverstanden bist.
Schwatzgelbe Grüße
Chris
Ich bin ein großer Freund von differenzierter Betrachtungsweise. Was z.B. zwar nicht in allen, aber in vielen meiner Beiträge hier zum Ausdruck kommen dürfte.
Wenn ein Begriff als solcher nun alles andere als differenziert, aber differenziert gemeint sein soll, dann ist er (entsprechend gebraucht) nicht nur missverständlich, sondern in meinem Verständnis schlicht der falsche Begriff. Dann muss ein unmissverständlicher Begriff gefunden werden. Denn sonst geht jede Debatte schief.
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 18:53 (vor 875 Tagen) @ Will Kane
bearbeitet von nico36de, Donnerstag, 07.09.2023, 19:11
die Debatte geht vor allem dann schief, wenn man einen Begriff nicht so verstehen kann oder will, wie er umgangssprachlich gebräuchlich ist.
Ich fand halt den Begriff "alter weißer Mann" noch passender für Watzke als ewig Gestriger. Weil er Letzteres eben nicht in jeder Hinsicht ist.
Dass sich da jemand auf den Schliips getreten fühlte, konnte ich mir bei "alter weißer Mann" kaum vorstellen. Und schon gar nicht von jemandem wie dir.
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
Josch108, Donnerstag, 07.09.2023, 17:24 (vor 875 Tagen) @ Will Kane
so is datt, auch meiner Meinung nach. Es ist ein falscher Begriff. Mag sein das er nach Bezeichnung von Frau Passmann differenziert zu verwenden ist, aber kann oder muss man das wissen?
Sehe es genauso bei "ich entschuldige mich". Ich kann mich nicht entschuldigen. Ich kann nur um Entschuldigung bitten. Wurde hier auch schon mal drüber geschrieben, dass dies heute gleichzusetzen ist. Für mich ist es das nicht.
Aber gut, vielleicht bin ich ein zu alter weißer Mann ;-)
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
Fonzie, Münster, Donnerstag, 07.09.2023, 19:14 (vor 875 Tagen) @ Josch108
Sehe es genauso bei "ich entschuldige mich". Ich kann mich nicht entschuldigen. Ich kann nur um Entschuldigung bitten. Wurde hier auch schon mal drüber geschrieben, dass dies heute gleichzusetzen ist. Für mich ist es das nicht.
Aber gut, vielleicht bin ich ein zu alter weißer Mann ;-)
Vielleicht bist du das, denn der Duden listet als erste Bedeutung „jemanden wegen eines falschen Verhaltens o. Ä. um Verständnis, Nachsicht, Verzeihung bitten“ und deine Auffassung vom Begriff („für jemanden, etwas Nachsicht, Verständnis zeigen, aufbringen“) als zweite Wortbedeutung.
Sprache ist ein dynamisches Konstrukt und es gibt dadurch viele Begriffe, wo die Bedeutung nicht der ursprünglichen Wortherkunft entspricht.
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
The_Possimpible, Donnerstag, 07.09.2023, 17:00 (vor 875 Tagen) @ Will Kane
Wobei es schon ziemlich typisch ist, wenn alte weiße Männer in den "beleidigte Leberwurst"- Modus wechseln...
Okay, weg von stumpfer Polemik.
Man müsste nicht wegkommen von stumpfer Polemik, wenn man sie gar nicht erst anwenden würde.
Den Schuh muss ich mir anziehen, da wollte ich einfach provokant einsteigen. Mea culpa.
Wenn du nicht jetzt schon zugemacht hast, freue ich mich, einen etwas differenzierteren Beitrag mit dem Wunsch der Versachlichung des Themas zu liefern.
In der Wikipedia findet sich etwa Folgendes:"Im März 2019 kam das Buch Alte weiße Männer – ein Schlichtungsversuch von Sophie Passmann heraus, [...] In ihrem Buch bezeichnet die Autorin „das Gefühl der Überlegenheit gepaart mit der scheinbar völligen Blindheit für die eigenen Privilegien“ als wesentlichstes Merkmal eines „alten weißen Mannes“. Männer in ihrer zweiten Lebenshälfte, die dieses Merkmal nicht aufweisen, würde sie nicht mit diesem Etikett belegen."
Wenn du also nicht so ein ahnungsloser, empathieloser Dampfplauderer bist, dann bist du auch schlicht nicht gemeint- auch, wenn die einzelnen Elemente dieser zugegeben negativ belasteten Gesamtbezeichnung erstmal auf dich anwendbar sind.Wenn wir die obige Definition jetzt nochmal auf Aki anwenden, kann man denke ich schon sagen, dass er diese Kriterien erfüllt.
Ich hoffe, dass du damit etwas anfangen kannst und dass du daher auf die ganze "Alter weißer Mann"-Debatte aus einer anderen Perspektive schauen kannst- und bin gleichzeitig offen dafür, wenn du mit meinen Ausführungen nicht einverstanden bist.
Schwatzgelbe Grüße
Chris
Ich bin ein großer Freund von differenzierter Betrachtungsweise. Was z.B. zwar nicht in allen, aber in vielen meiner Beiträge hier zum Ausdruck kommen dürfte.Wenn ein Begriff als solcher nun alles andere als differenziert, aber differenziert gemeint sein soll, dann ist er (entsprechend gebraucht) nicht nur missverständlich, sondern in meinem Verständnis schlicht der falsche Begriff. Dann muss ein unmissverständlicher Begriff gefunden werden. Denn sonst geht jede Debatte schief.
In der Tat bist du einer der User, von denen ich als zumeist stiller Mitleser ziemlich gerne Beiträge lese- weshalb mich deine Reaktion auf das Thema hier etwas irritiert hat. In meiner Wahrnehmung ist ein "sich angegriffen fühlen" durch den "alten weißen Mann" einfach unter "dünnhäutig" abgespeichert und da muss ich mich selbst auch hinterfragen, ob das so als Pauschalurteil tauglich ist- vermutlich nicht. In meinem Kopf jedoch ging das nicht so richtig zusammen mit dem, was ich als "Forenusersteckbrief" für mich aufgestellt hatte.
Insbesondere angepiekst hat mich die Wortwahl hinsichtlich einer von dir ausgemachten Diskriminierung. Da gehe ich grundsätzlich in die Richtung von nico36de mit, dass das Klischeebild "alter weißer Mann" eine (im gesellschaftlichen Vergleich) massiv privilegierte Gruppe bezeichnet, deren Privilegiertheit eine Diskriminierung ausschließt. Dass daraus aber ein persönliches "sich angegriffen fühlen" bis hin zu einer Verletztheit resultiert kann ich zweifelsfrei nachvollziehen und diese ist- zumindest meiner Wahrnehmung nach- auch nicht das Ziel der mit der Begrifflichkeit verknüpften allgemeinen Debatte. Hier geht es idR ja mehr darum, den Blick auch auf jene zu richten, die eben nicht "den Platz an der Sonne" genießen und in die Richtung zu sensibilisieren, ist prinzipiell erstmal gut. (Womit ich nicht sagen will: Der Zweck heiligt jedes Mittel.)
Von der Begriffsklauberei nochmal etwas weg: Ich verstehe, dass da bei dir ein ungutes Gefühl entsteht und ich für meinen Teil möchte diese Negativität nicht weiter befeuern, als ich es mit meiner Eingangspolemik getan habe. Ich habe zwangsläufig einen anderen Blick aufgrund meines Alters (33) und sollte mir nicht anmaßen, dir vorzugeben, wie du damit umzugehen hast.
Und trotzdem gehe ich mit der Intention, die alles ausgelöst hat, nämlich Aki als einen privilegierten, betriebsblinden alten Laberonkel darzustellen, voll mit.
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 07.09.2023, 18:24 (vor 875 Tagen) @ The_Possimpible
Wobei es schon ziemlich typisch ist, wenn alte weiße Männer in den "beleidigte Leberwurst"- Modus wechseln...
Okay, weg von stumpfer Polemik.
Man müsste nicht wegkommen von stumpfer Polemik, wenn man sie gar nicht erst anwenden würde.
Den Schuh muss ich mir anziehen, da wollte ich einfach provokant einsteigen. Mea culpa.
Wenn du nicht jetzt schon zugemacht hast, freue ich mich, einen etwas differenzierteren Beitrag mit dem Wunsch der Versachlichung des Themas zu liefern.
In der Wikipedia findet sich etwa Folgendes:"Im März 2019 kam das Buch Alte weiße Männer – ein Schlichtungsversuch von Sophie Passmann heraus, [...] In ihrem Buch bezeichnet die Autorin „das Gefühl der Überlegenheit gepaart mit der scheinbar völligen Blindheit für die eigenen Privilegien“ als wesentlichstes Merkmal eines „alten weißen Mannes“. Männer in ihrer zweiten Lebenshälfte, die dieses Merkmal nicht aufweisen, würde sie nicht mit diesem Etikett belegen."
Wenn du also nicht so ein ahnungsloser, empathieloser Dampfplauderer bist, dann bist du auch schlicht nicht gemeint- auch, wenn die einzelnen Elemente dieser zugegeben negativ belasteten Gesamtbezeichnung erstmal auf dich anwendbar sind.Wenn wir die obige Definition jetzt nochmal auf Aki anwenden, kann man denke ich schon sagen, dass er diese Kriterien erfüllt.
Ich hoffe, dass du damit etwas anfangen kannst und dass du daher auf die ganze "Alter weißer Mann"-Debatte aus einer anderen Perspektive schauen kannst- und bin gleichzeitig offen dafür, wenn du mit meinen Ausführungen nicht einverstanden bist.
Schwatzgelbe Grüße
Chris
Ich bin ein großer Freund von differenzierter Betrachtungsweise. Was z.B. zwar nicht in allen, aber in vielen meiner Beiträge hier zum Ausdruck kommen dürfte.Wenn ein Begriff als solcher nun alles andere als differenziert, aber differenziert gemeint sein soll, dann ist er (entsprechend gebraucht) nicht nur missverständlich, sondern in meinem Verständnis schlicht der falsche Begriff. Dann muss ein unmissverständlicher Begriff gefunden werden. Denn sonst geht jede Debatte schief.
In der Tat bist du einer der User, von denen ich als zumeist stiller Mitleser ziemlich gerne Beiträge lese- weshalb mich deine Reaktion auf das Thema hier etwas irritiert hat. In meiner Wahrnehmung ist ein "sich angegriffen fühlen" durch den "alten weißen Mann" einfach unter "dünnhäutig" abgespeichert und da muss ich mich selbst auch hinterfragen, ob das so als Pauschalurteil tauglich ist- vermutlich nicht. In meinem Kopf jedoch ging das nicht so richtig zusammen mit dem, was ich als "Forenusersteckbrief" für mich aufgestellt hatte.
Insbesondere angepiekst hat mich die Wortwahl hinsichtlich einer von dir ausgemachten Diskriminierung. Da gehe ich grundsätzlich in die Richtung von nico36de mit, dass das Klischeebild "alter weißer Mann" eine (im gesellschaftlichen Vergleich) massiv privilegierte Gruppe bezeichnet, deren Privilegiertheit eine Diskriminierung ausschließt. Dass daraus aber ein persönliches "sich angegriffen fühlen" bis hin zu einer Verletztheit resultiert kann ich zweifelsfrei nachvollziehen und diese ist- zumindest meiner Wahrnehmung nach- auch nicht das Ziel der mit der Begrifflichkeit verknüpften allgemeinen Debatte. Hier geht es idR ja mehr darum, den Blick auch auf jene zu richten, die eben nicht "den Platz an der Sonne" genießen und in die Richtung zu sensibilisieren, ist prinzipiell erstmal gut. (Womit ich nicht sagen will: Der Zweck heiligt jedes Mittel.)Von der Begriffsklauberei nochmal etwas weg: Ich verstehe, dass da bei dir ein ungutes Gefühl entsteht und ich für meinen Teil möchte diese Negativität nicht weiter befeuern, als ich es mit meiner Eingangspolemik getan habe. Ich habe zwangsläufig einen anderen Blick aufgrund meines Alters (33) und sollte mir nicht anmaßen, dir vorzugeben, wie du damit umzugehen hast.
Jede Generation hat eine andere Perspektive. Das liegt in der Natur der Sache. Dennoch sollte das Bemühen um gegenseitigen Respekt und Verständnis sowie der Versuch, Dinge aus dem Blickwinkel des jeweils anderen zu betrachten zu unserem Alltag gehören. Geschieht dies nicht, wird aus dem gesellschaftlichen Miteinander ein Gegeneinander, aus dem jeder als Sieger hervorgehen will. Im Endergebnis wird es dann aber nur Verlierer geben.
Innerhalb einer Generation gilt dies genauso, und ebenfalls für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen. Da entsteht sehr schnell Lagerdenken, das Differenzierung kaum mehr möglich macht. Was ich persönlich für gefährlich halte. Jedes ‚Lager‘ erwartet, dass sämtliche Dinge so und nicht anders gesehen werden müssen. Man identifiziert vermeintliche ‚Gegner‘ aus dem mutmaßlich ‚anderen Lager‘ dann daran, dass diese Begrifflichkeiten aus bestimmten Gründen nicht mitgehen und schon steckt man diese in die bereits aufgezogene Schublade. Obwohl am in der Sache vielleicht kaum oder überhaupt nicht auseinander ist.
Ein gesellschaftliches Miteinander ist bestimmt nicht konfliktfrei und selten eine Schönwetterveranstaltung. Konflikte muss man austragen, die Frage ist nur wie man dies tut. Konfrontativ oder dialogorientiert.
Unsere Tochter ist so alt wie Du, unser Schwiegersohn ist gerade 40 geworden. Deren Sohn (unser jüngster Enkel) wird gerade ein Jahr alt. Meine Schwiegereltern sind Mitte/Ende 80, mein letzter verbliebener Onkel ist 91. Wenn wir mal beieinander sind, dann gibt es auch schon einmal heftige Diskussionen über dieses oder jenes Thema (ok, mit dem Enkel ist die ‚Diskussion‘ eher etwas einseitig…), zumal da auch unterschiedliche Positionen und Grundeinstellungen zusammenkommen. Es wird gestritten, aber sich nicht bekriegt. Kompromisse sind dabei nicht die schlechteste Lösung.
In dem Sinne danke ich Dir für Deine reflektierten Worte und den Dialog.
Und trotzdem gehe ich mit der Intention, die alles ausgelöst hat, nämlich Aki als einen privilegierten, betriebsblinden alten Laberonkel darzustellen, voll mit.
Das sehe ich im konkreten Fall nicht unähnlich.
Wobei Aki sich in meinen Augen keineswegs immer so verhält.
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
The_Possimpible, Donnerstag, 07.09.2023, 21:27 (vor 874 Tagen) @ Will Kane
In dem Sinne danke ich Dir für Deine reflektierten Worte und den Dialog.
Um es kurz zu halten: Danke gleichfalls!
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
DaoNebula, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 17:39 (vor 875 Tagen) @ The_Possimpible
„Alter weißer Mann“ verhält sich zu echter Gesellschaftskritik wie der Phantomschmerz zur wehen Extremität. Oder eben wie Sophie Passmann zu Theodor W. Adorno. ;)
Dann entsprichst du vielleicht nicht dem "typisch" in der Bezeichnung?
Trainer09, Bochum, Donnerstag, 07.09.2023, 17:19 (vor 875 Tagen) @ The_Possimpible
Insbesondere angepiekst hat mich die Wortwahl hinsichtlich einer von dir ausgemachten Diskriminierung. Da gehe ich grundsätzlich in die Richtung von nico36de mit, dass das Klischeebild "alter weißer Mann" eine (im gesellschaftlichen Vergleich) massiv privilegierte Gruppe bezeichnet, deren Privilegiertheit eine Diskriminierung ausschließt.
Kannst du mir das mal erklären... Für mich selber würde ich das gerne verstehen.
Ist denn der "alte weiße Mann" eine so homogene Gruppe? Bzw. was ist denn die Vergleichsgruppe? Gibt es da eine pauschale Privilegiertheit, die sich abgrenzt zu anderen Privilegiertheiten bzw. Nachteilen?
Problematisch erscheint mir schon, dass nicht klar ist wie die Einteilung geschehen soll. Phänotypisch oder qua innerer Einstellung? Oder beides kumuliert?
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 15:43 (vor 875 Tagen) @ Will Kane
Ich bin analog Margarete Stokowski der Auffassung, dass der Begriff nie eine Diskriminierung sein kann, entschuldige ich aber gerne bei allen Zartbesaiteten, die sich den Schuh anziehen oder sich jetzt diskrimiert fühlen.
Diejenigen streichen einfach "Typisch für alte weiße Männer" und setzen:
Typisch für das, was man bei in der Vergangenheit verhafteten, priviligierten älteren Herren öfter beobachten kann, die man landläufig als "alte weiße Männer" bezeichnet.
Für Worte auf die Goldwaage Legende möchte ich noch hinzufügen: Ich gehöre, zumindest was Haufarbe und Alter angeht, auch zu dieser Gruppe. Schon allein aus dem Grund war die Verwendung des allgemein gängigen Begriffs keinesfalls dikriminierend gemeint.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
CF, Donnerstag, 07.09.2023, 16:30 (vor 875 Tagen) @ nico36de
Ich bin analog Margarete Stokowski der Auffassung, dass der Begriff nie eine Diskriminierung sein kann, entschuldige ich aber gerne bei allen Zartbesaiteten, die sich den Schuh anziehen oder sich jetzt diskrimiert fühlen.
Diejenigen streichen einfach "Typisch für alte weiße Männer" und setzen:
Typisch für das, was man bei in der Vergangenheit verhafteten, priviligierten älteren Herren öfter beobachten kann, die man landläufig als "alte weiße Männer" bezeichnet.
Für Worte auf die Goldwaage Legende möchte ich noch hinzufügen: Ich gehöre, zumindest was Haufarbe und Alter angeht, auch zu dieser Gruppe. Schon allein aus dem Grund war die Verwendung des allgemein gängigen Begriffs keinesfalls dikriminierend gemeint.
Ist Selbstdiskriminierung nicht auch woke?
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 18:30 (vor 875 Tagen) @ CF
keine Ahnung. Den Begriff habe ich nicht im aktiven Wortschatz.
Für mich (und siehe da, ich bin offenbar nicht der einzige im Forum, der bzgl. Watzke mit dem Bgriff "alter weißer Mann" operiert und damit unschuldige andere Foristen ganz böse diskriminiert) ist Watzke mit seinem Auftreten fast in dem Umfang ein alter weißer Mann wie Fritze Merz, der den Prototyp eines solchen darstellt.
+1
bastlke, Kempten, Donnerstag, 07.09.2023, 15:17 (vor 875 Tagen) @ Will Kane
Typisch alte weiße Männer. Von nix ne Ahnung, aber das mit Überzeugung!
Da ich hier auch im Zusammenhang mit Deinen weiteren Ausführungen keine Ironie entdecken konnte, reagiere ich darauf.Ich bin ein paar Jahre älter als Aki und somit alt. Ein Mann bin ich auch, weiß ebenso. Vorausgesetzt, das reicht für eine Klassifikation und Typisierung, ziehe ich in Zweifel, dass ich als Mitglied dieser Gruppe „von nix ne Ahnung“ habe und das schon gar nicht „mit Überzeugung“.
Selbstverständlich gibt es Unmengen von Sachverhalten, von denen ich wenig bis gar nichts verstehe. Das hat allerdings nichts mit meinem Alter zu tun und im übrigen halte ich die Fresse zu solchen Dingen, das habe ich bereits in meiner Jugend so gehalten.
Deine Äußerungen empfinde ich als pauschalisierend und diskriminierend. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du zukünftig darauf verzichten könntest.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Matse, Donnerstag, 07.09.2023, 13:13 (vor 875 Tagen) @ Philipp09
Richtig ätzend, dass Watzke sich hier auch so ahnungslos äußert.
Hannes Wolf, Balitsch und Gerland machen an der Stelle so viel richtig. Der Ansatz, gerade in den jüngeren Klassen wieder mehr Spielfreude einzubringen, ist goldrichtig. Welches Kind soll denn noch Bock haben, wenn bei jedem Spieltag übermotivierte Papis rumschreien und auf den Platz rennen?
Dann diese Watzke-Dampfplauderei von wegen Leistungsprinzip... Populistischer Quatsch ohne Sachkenntnis. Komisch, dass Hannes Wolf mit seiner Mentalität zwei U17 und einen U19 Titel mit der BVB A/B Jugend eingefahren hat.
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todesbrei, Copitz, Donnerstag, 07.09.2023, 13:11 (vor 875 Tagen) @ Philipp09
Alles richtig und sehe ich ähnlich wie du.
Wo wir Probleme bekommen werden sind die Torhüter. Erstmalig dann in der D Jugend im Einsatz und 2 Jahre später direkt auf das große Tor.
Ich finde das leider reichlich spät
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Abseits, Donnerstag, 07.09.2023, 15:46 (vor 875 Tagen) @ todesbrei
Alles richtig und sehe ich ähnlich wie du.
Wo wir Probleme bekommen werden sind die Torhüter. Erstmalig dann in der D Jugend im Einsatz und 2 Jahre später direkt auf das große Tor.
Ich finde das leider reichlich spät
Ich vermute mal, dass die meisten Torhüter im Erwachsenenalter haben diese Position frühstens in der D-Jugend bekommen oder für sich entdeckt.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Kurt C. Hose, Donnerstag, 07.09.2023, 15:54 (vor 875 Tagen) @ Abseits
Ich vermute mal, dass die meisten Torhüter im Erwachsenenalter haben diese Position frühstens in der D-Jugend bekommen oder für sich entdeckt.
Definitiv nein. Und ich befürchte auch tatsächlich, dass es da in Zukunft Probleme beim Nachwuchs geben wird. Wir nutzen alternativ privates Torwarttraining, aber das ersetzt leider kein Spiel.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Jacky Colo, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 13:16 (vor 875 Tagen) @ todesbrei
Ich weiß nicht, ob das bei jedem Verband gleich ist, aber bei uns werden bei den Turnieren auf 3 Funino-Feldern 3g3 und einem mit Jugendtoren 3+1 g 3+1 mit Torwart gespielt. Ich finde das eine nette Abwechslung und die Kids haben Spaß daran.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
todesbrei, Copitz, Donnerstag, 07.09.2023, 13:23 (vor 875 Tagen) @ Jacky Colo
Bei uns tatsächlich ohne Keeper
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Jacky Colo, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 13:09 (vor 875 Tagen) @ Philipp09
Ich stimme dir zu. War anfänglich kein Freund der Änderungen, weil ich es halt selber in der Jugend anders erlebt habe, aber nach 1-2 Spieltagen bin ich direkt Fan der Funino Turnieren geworden, weil jedes Kind mehr Zeit am Ball und im Spiel hat.
Mit der Libero Situation, die du beschreibst, hat aber auch viel der Trainer zu tun. Gerade erst letztes Wochenende erlebt, dass der Trainer nach der 1:0 Führung nach 2 Minuten seine Kids bei jeder Ballberührung angeschrien hat, dass die den Ball möglichst weit ins Aus scheißen sollen, um am Ende der 7 Minuten als Sieger vom Platz zu gehen. Und das bei 7-jährigen. Traurig, traurig. Da hilft auch keine Reform weiter...
Und zu Watzke: Vermutlich noch nie ein Funino Turnier gesehen, aber eine Meinung laut nach Außen posaunen. Schade.
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Knorpelohr, Donnerstag, 07.09.2023, 14:32 (vor 875 Tagen) @ Jacky Colo
Ich stimme dir zu. War anfänglich kein Freund der Änderungen, weil ich es halt selber in der Jugend anders erlebt habe, aber nach 1-2 Spieltagen bin ich direkt Fan der Funino Turnieren geworden, weil jedes Kind mehr Zeit am Ball und im Spiel hat.
Mit der Libero Situation, die du beschreibst, hat aber auch viel der Trainer zu tun. Gerade erst letztes Wochenende erlebt, dass der Trainer nach der 1:0 Führung nach 2 Minuten seine Kids bei jeder Ballberührung angeschrien hat, dass die den Ball möglichst weit ins Aus scheißen sollen, um am Ende der 7 Minuten als Sieger vom Platz zu gehen. Und das bei 7-jährigen. Traurig, traurig. Da hilft auch keine Reform weiter...
Und zu Watzke: Vermutlich noch nie ein Funino Turnier gesehen, aber eine Meinung laut nach Außen posaunen. Schade.
Also das wäre wirklich mal eine revolutionäre Änderung, die das Spiel komplett verändern würde... :)
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Jacky Colo, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 16:03 (vor 875 Tagen) @ Knorpelohr
Hab 20 Sekunden gebraucht... aber dafür noch länger gelacht. ;-)
Natürlich gibt es bei der neuen Reform Gewinner und Verlierer
Eisen, DO, Donnerstag, 07.09.2023, 13:07 (vor 875 Tagen) @ Philipp09
Watzke geht hoffentlich zeitnah in Rente, bevor er bei BVB, DFL und DFB noch mehr rumfuhrwerkt mit seinen seltsamen Ansichten.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Micha, Düsseldorf, Donnerstag, 07.09.2023, 12:39 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Von Effenberg, Basler und Helmer erwartet man ja nichts anderes als derartigen Populismus. Aber von Leuten wie Watzke, vor allem in ihrer Funktionärsposition, erwarte ich doch einen reflektierteren Umgang damit Argumente jenseits des Stammtischniveaus. Das ist schon schwer erträglich. In Ländern die das Konzept das der DFB plant schon länger umsetzen läuft es ja fußballerisch viel schlechter als in Deutschland aktuell... Spanien, Niederlande, England...
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 12:40 (vor 875 Tagen) @ Micha
Von Effenberg, Basler und Helmer erwartet man ja nichts anderes als derartigen Populismus. Aber von Leuten wie Watzke, vor allem in ihrer Funktionärsposition, erwarte ich doch einen reflektierteren Umgang damit Argumente jenseits des Stammtischniveaus. Das ist schon schwer erträglich. In Ländern die das Konzept das der DFB plant schon länger umsetzen läuft es ja fußballerisch viel schlechter als in Deutschland aktuell... Spanien, Niederlande, England...
Ich bin da voll bei dir. Es ist jetzt auch nicht das erste Mal, dass er solche verkürzten und undurchdachten Sachen raushaut. Da frage ich mich dann manchmal schon, wie überlegt eigentlich seine Handlungen in unserem Verein sind.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Tommy43, Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 21:28 (vor 874 Tagen) @ Grigori
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 14:25 (vor 875 Tagen) @ Grigori
Es wird vermutlich nicht anders sein als in dem beschriebenen Fall. Seine Meinung ist halt seine Orientierungslinie.
Ich kenne zumindest keine Menschen, die in der einen Situation offensichtlich bar jeglicher Kenntnisse Unsinn von sich geben und in anderen dann differenziert vorgehen und ihre Entscheidungen neutral anhand von Fakten treffen.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Schnippelbohne, Bauernland, Donnerstag, 07.09.2023, 13:15 (vor 875 Tagen) @ Grigori
Ich habe mich lange schwergetan mit diesem Urteil, aber mittlerweile bin ich überzeugt: Seine Zeit ist um.
Jeder CEO hat eine Halbwertszeit. Im Laufe der Zeit verliert man in der Regel den Willen zu Veränderung aus zwei Gründen:
- Sämtliche Personalien des letzten Jahrzehnts sind über seinen Tisch gelaufen. Dadurch umgibt er sich zunehmend mit Jasagern, die sich lieber die Gunst des Bosses erhalten und Boni sichern, statt sich unbeliebt zu machen.
- Die Errungenschaften unter der eigenen Regentschaft stellt niemand in Frage, weil das ja wiederum Kritik am Wirken des Bosses wäre (siehe erster Punkt). Der Boss selbst hinterfragt sich eh selten, weil ja alles so schön funktioniert und das eigene Handeln ja so segensreich war und ist. Außerdem huldigt ihm die Außenwelt ständig, um sich im Glanz des prominenten Fußballfunktionärs zu sonnen. Also fährt man im bewährten Fahrwasser und stellt nichts auf den Kopf. Weiter so!
Gut geführte Unternehmen erkennen dieses Phänomen und wechseln auch erfolgreiche CEOs regelmäßig aus. Frischer Wind, disruptives Denken, Bereitschaft, alte Zöpfe abzuschneiden, Seilschaften aufzulösen usw. usw. Ein starker Aufsichtsrat sollte eigentlich entsprechend Druck machen und dafür sorgen. Der BVB hängt in seinen Strukturen aber irgendwo zwischen familiengeführtem Mittelstand und Börsenunternehmen fest mit Aki als Sonnenkönig, den niemand vom Sockel stoßen will.
Seine Verdienste um den BVB sind unbestritten, aber er sollte erkennen, dass Veränderung notwendig ist.
So, jetzt stürzt euch gern auf mich.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 19:59 (vor 875 Tagen) @ Schnippelbohne
Frischer Wind ist im Fußball nicht immer förderlich. Siehe Wolfsburg, Stuttgart, Hamburg, Bremen oder die Blauen. Da ist Beständigkeit wichtig.
Naja wie mehrfach schon gesagt, Watzke wollte bereits 2022 aufhören, hat nur wegen Corona verlängert und ist spätestens 2025 sowieso weg.
Meiner Meinung nach wird man dann noch sehen wie wichtig er war. Solche Übergänge sind immer schwierig zu meistern.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 14:36 (vor 875 Tagen) @ Schnippelbohne
Ich zumindest tu das nicht.
Ich erkenne die Riesenverdienste von Watzke uneingeschränkt an. Wenn man es aber an der augenblicklichen Situation und seiner Außenwirkung bemisst, wäre der Ruhestand aber wohl das Richtige für ihn.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Ulrich, Donnerstag, 07.09.2023, 12:04 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Wäre ja noch schöner, wenn Sechs- bis Neunjährige einfach nur Spaß am Spiel hätten, statt den Leistungsgedanken hochzuhalten und in einem taktischen Korsett zu funktionieren.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Karsten, Zürich, Donnerstag, 07.09.2023, 13:15 (vor 875 Tagen) @ Ulrich
Wäre ja noch schöner, wenn Sechs- bis Neunjährige einfach nur Spaß am Spiel hätten, statt den Leistungsgedanken hochzuhalten und in einem taktischen Korsett zu funktionieren.
Mein Sohn ist acht und verdreht mindestens die Augen, wenn wir ihm sagen, dass sein nächstes Turnier ein so genanntes "Play more football"-Turnier ist. Wenn sie richtig Fussball auf Kleinfeld spielen, haben sie auch kein taktisches Korsett, aber das richtige Spiel macht allen Kindern, die ich kenne, wesentlich mehr Spass.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
DomJay, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 12:07 (vor 875 Tagen) @ Ulrich
Wäre ja noch schöner, wenn Sechs- bis Neunjährige einfach nur Spaß am Spiel hätten, statt den Leistungsgedanken hochzuhalten und in einem taktischen Korsett zu funktionieren.
Mal ernsthaft, was nimmt einem den Spaß? Dass man in der Tabelle unten steht oder den Ball nicht bekommt, weil der Gegner besser ist und man jede Woche 10 Gegentore bekommt.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
HH-Tim, Lüneburger Heide, Donnerstag, 07.09.2023, 14:47 (vor 875 Tagen) @ DomJay
- dass Kinder im Spiel nur 2 mal den Ball kriegen
- dass eine absolut unerhebliche Abschlusstabelle bei den Minikickern (oder F- oder E-Jugebd) über die Spielerförderung und Ballkontakte geht
- dass Kinder Interesse verlieren und Gänseblümchen pflücken, wenn der Ball 30m weit weg ist
- dass bei großen Toren der Ball nur zu dem kräftigen, körperlich weiter entwickelten Spieler gespielt wird, weil er so hoch schießen kann, dass der Torwart nicht daran kommt
- dass minikicker schon langweilige Aufgaben wie „du rennst immer hinter dem her, damit der den Ball nicht kriegt“ beauftragt werden
- dass es viele Kinder gibt, die in den ersten Jahren im Spiel nicht ein Tor schießen
- dass Mannschaften wöchentlich 40/50/60 Minuten gegen viel bessere spielen, und über diese ganze Dauer nur auf den Arsch kriegen, anstatt dass sich die Spiele bei ähnlich guten/schwachen gegeben einpendeln
Und diese Liste ließe sich noch verlängern.
Ich hätte nicht gedacht, dass der Mann, der es geschafft hat den BVB zu retten, mir so auf den Sack gehen kann. So ziemlich alles was er neben dem BVB macht, ist Mist. Und das jetzt setzt dem ganzen die Krone auf.
Ist er Pädagoge? Hat er Ahnung von kinderentwicklung? Diese Sätze hätten auch von Wolfgang Grupp stammen können.
Aki, bitte bleib bei deinen wirtschaftlichen Aufgaben beim BVB, auch wenn du es wolltest, aber du bist kein absoluter Fachmann im sportlichen Bereich und ganz bestimmt nicht bei der Kinderförderung.
Spoiler
patrahn, Gelsenkirchen, Donnerstag, 07.09.2023, 19:27 (vor 875 Tagen) @ HH-Tim
Habe es überlebt, und die rund 2 Millionen aktiven Fußballer in Deutschland auch. Scheint also net so schlecht zu sein das alte System.
Spoiler
koom, Freitag, 08.09.2023, 10:39 (vor 874 Tagen) @ patrahn
Habe es überlebt, und die rund 2 Millionen aktiven Fußballer in Deutschland auch. Scheint also net so schlecht zu sein das alte System.
Ja, die Ergebnisse sprechen auch sehr für den größten Fußballverband der Welt... wir scheissen die Talente ja nur so in die Landschaft, auf allen Positionen.
Spoiler
BloodsuckingZombie, Yharnam, Donnerstag, 07.09.2023, 22:10 (vor 874 Tagen) @ patrahn
Habe es überlebt, und die rund 2 Millionen aktiven Fußballer in Deutschland auch. Scheint also net so schlecht zu sein das alte System.
Dann müssen wir ja nichts ändern. Läuft alles paletti in Fußballdeutschland.
Ach ja, "Spoiler": Tut es nicht. Aber ja nichts ändern. Warum etwas ändern, wenn es nicht richtig läuft?
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
DomJay, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 18:09 (vor 875 Tagen) @ HH-Tim
- dass Kinder im Spiel nur 2 mal den Ball kriegen
- dass eine absolut unerhebliche Abschlusstabelle bei den Minikickern (oder F- oder E-Jugebd) über die Spielerförderung und Ballkontakte geht
- dass Kinder Interesse verlieren und Gänseblümchen pflücken, wenn der Ball 30m weit weg ist
- dass bei großen Toren der Ball nur zu dem kräftigen, körperlich weiter entwickelten Spieler gespielt wird, weil er so hoch schießen kann, dass der Torwart nicht daran kommt
- dass minikicker schon langweilige Aufgaben wie „du rennst immer hinter dem her, damit der den Ball nicht kriegt“ beauftragt werden
- dass es viele Kinder gibt, die in den ersten Jahren im Spiel nicht ein Tor schießen
- dass Mannschaften wöchentlich 40/50/60 Minuten gegen viel bessere spielen, und über diese ganze Dauer nur auf den Arsch kriegen, anstatt dass sich die Spiele bei ähnlich guten/schwachen gegeben einpendelnUnd diese Liste ließe sich noch verlängern.
Ich hätte nicht gedacht, dass der Mann, der es geschafft hat den BVB zu retten, mir so auf den Sack gehen kann. So ziemlich alles was er neben dem BVB macht, ist Mist. Und das jetzt setzt dem ganzen die Krone auf.
Ist er Pädagoge? Hat er Ahnung von kinderentwicklung? Diese Sätze hätten auch von Wolfgang Grupp stammen können.
Aki, bitte bleib bei deinen wirtschaftlichen Aufgaben beim BVB, auch wenn du es wolltest, aber du bist kein absoluter Fachmann im sportlichen Bereich und ganz bestimmt nicht bei der Kinderförderung.
Du beschreibst ja, was das System bisher macht, die Leistungsstarken fördern. Irrwitz ist doch, dass es hier als Argument benutzt wird warum das neue Konzept, welches aber gezielt die schwächeren Fördern soll, jetzt der neue Stein der Weisen ist.
Ich kann mich zB in der Liste auch gut finden, aber trotzdem hat es mir nie den Spaß am Fußball genommen. Und ich glaube meinen Mitschülern damals auch nicht.
Und es ist eben nicht nur Watzke, hier tut ihr ja so, als wäre das neue Konzept absolut Kritikfrei und nur der alte Watzke wäre dagegen. Dem ist aber nicht so.
Dezemberkindeffekt
Kruemelmonster09, Donnerstag, 07.09.2023, 23:09 (vor 874 Tagen) @ DomJay
Du beschreibst ja, was das System bisher macht, die Leistungsstarken fördern. Irrwitz ist doch, dass es hier als Argument benutzt wird warum das neue Konzept, welches aber gezielt die schwächeren Fördern soll, jetzt der neue Stein der Weisen ist.
Ich kann mich zB in der Liste auch gut finden, aber trotzdem hat es mir nie den Spaß am Fußball genommen. Und ich glaube meinen Mitschülern damals auch nicht.
Und es ist eben nicht nur Watzke, hier tut ihr ja so, als wäre das neue Konzept absolut Kritikfrei und nur der alte Watzke wäre dagegen. Dem ist aber nicht so.
Schonmal vom Dezemberkindeffekt gehört?
Nein?
Dann hier mal kurze Beispiel-Lektüre:
https://www.zeit.de/sport/2015-07/relativer-alterseffekt-dezemberkinder-dfb-jugendfussball
Dieser körperliche Vorteil kommt im Funino Konzept nicht so zum Tragen.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Blarry, Essen, Donnerstag, 07.09.2023, 18:32 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Und es ist eben nicht nur Watzke, hier tut ihr ja so, als wäre das neue Konzept absolut Kritikfrei und nur der alte Watzke wäre dagegen. Dem ist aber nicht so.
Aber Aki hätte doch gerade die Kritikpunkte ansprechen können, die von fachlicher Seite eingebracht werden, anstatt vor seinen vom Wickeltisch gefallenen IHK-Buddies davon zu schwadronieren, dass es seiner Generation auch nicht geschadet hat, regelmäßig vom Wickeltisch gefallen zu sein.
Selbst wenn er "nur" persönlich wird und die mögliche Wirksamkeit des Ausbildungskonzepts eines Hannes Wolf anspricht, der in seiner bisherigen Laufbahn eben mehr durch luftige Ideen als durch erfolgreiche professionelle Arbeit aufgefallen ist, und der damit eigentlich die ideale Personalie beim DFB sein dürfte, wäre es stichhaltiger als sein Geblubber da.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 18:20 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Und es ist eben nicht nur Watzke, hier tut ihr ja so, als wäre das neue Konzept absolut Kritikfrei und nur der alte Watzke wäre dagegen. Dem ist aber nicht so.
Wer tut hier so und wo genau?
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
yps77, Donnerstag, 07.09.2023, 15:50 (vor 875 Tagen) @ HH-Tim
Danke für die Aufzählung. Ich hätte es nicht besser beschreiben können.
Dieses Leistungsprinzip, das Watzke da fordert, führt am Ende dazu, dass von einem 15er Kader immer dieselben "besten" sieben Kinder spielen (damit man gewinnt und ganz oben steht), und die anderen abwechselnd auf der Bank versauern oder gar nicht erst im Kader sind.
Und diese anderen acht Kinder sind es, denen der Spaß am Sport genommen wird, und die ohne Spielpraxis auch keine Möglichkeit haben, sich überhaupt weiterzuentwickeln und zu den anderen aufzuschließen. Also geht die Schere noch weiter auseinander.
(Ironischerweise sind die, die in der F noch die "Besten" waren aufgrund ihrer tollen Dribbelkünste, es in der D oder C plötzlich nicht mehr, weil das Spielfeld so groß wird, dass man nicht mehr im Alleingang von hinten nach vorne rennen kann, außer man heißt Haaland oder Adeyemi.)
Zwar gab es auch bisher schon die Ansage von den Verbänden, dass alle Kinder ausreichend Spielzeit bekommen sollen - aber die Vereine und Trainer, die das wirklich durchziehen, kannst du an einer Hand abzählen. Da werden eher Auswechslungen im Spielbericht gefaked, damit der Staffelleiter keine dummen Fragen stellt.
Dann halt jetzt Funino.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 15:48 (vor 875 Tagen) @ HH-Tim
Er ist nicht nur Pädagoge, sondern auch Psychologe/Soziologe. Er konnte schließlich anhand des Gesprächs mit Nmecha erkennen, dass der seine Posts gar nicht so gemeint hatte und voll zu den Grundsätzen des Grundwertkodex steht.
Ein wahrer Tausendssassa!
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
captain_gut, Rendsburg, Donnerstag, 07.09.2023, 12:29 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Wäre ja noch schöner, wenn Sechs- bis Neunjährige einfach nur Spaß am Spiel hätten, statt den Leistungsgedanken hochzuhalten und in einem taktischen Korsett zu funktionieren.
Mal ernsthaft, was nimmt einem den Spaß? Dass man in der Tabelle unten steht oder den Ball nicht bekommt, weil der Gegner besser ist und man jede Woche 10 Gegentore bekommt.
Vielleicht, dass schon in den jungen Jahrgängen immer nur die besten Spieler aufgestellt werden und von denen auch nur die besten die meiste Zeit den Ball haben.
Und vielleicht dass schon in jungen Jahrgängen ganz klare taktische Vorgaben gegeben werden anstatt den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich spielerisch frei zu entwickeln.
Es gab vor einigen Jahren mal einen BVB-Podcast mit einem Jugendtrainer aus England. Dort wurde u.a. diskutiert, warum in England aktuell so viel mehr hochtalentierte junge Spieler den Durchbruch schaffen als in Deutschland. Als einer der wesentlichen Gründe wurde genannt, dass es in England in der Jugend erst recht so etwas wie einen Ligabetrieb gibt. Dadurch kann der Fokus ganz klar auf die spielerische/technische Entwicklung gelegt werden. Wohingegen in Deutschland bereits in der E-Jugend nur der Sieg zählt und deswegen vor allem Wert auf Taktik gelegt wird.
Ist zwar ein paar Jahre her, dass ich das gehört habe, aber ich fand es sehr interessant. Hier ist der Podcast (Folge 2 ist es):
https://www.bvb.de/Podcast/Dortmunder-Jungs-der-Nachwuchs-Podcast
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
bobschulz, MS, Donnerstag, 07.09.2023, 12:59 (vor 875 Tagen) @ captain_gut
Wäre ja noch schöner, wenn Sechs- bis Neunjährige einfach nur Spaß am Spiel hätten, statt den Leistungsgedanken hochzuhalten und in einem taktischen Korsett zu funktionieren.
Mal ernsthaft, was nimmt einem den Spaß? Dass man in der Tabelle unten steht oder den Ball nicht bekommt, weil der Gegner besser ist und man jede Woche 10 Gegentore bekommt.
Vielleicht, dass schon in den jungen Jahrgängen immer nur die besten Spieler aufgestellt werden und von denen auch nur die besten die meiste Zeit den Ball haben.Und vielleicht dass schon in jungen Jahrgängen ganz klare taktische Vorgaben gegeben werden anstatt den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich spielerisch frei zu entwickeln.
Es gab vor einigen Jahren mal einen BVB-Podcast mit einem Jugendtrainer aus England. Dort wurde u.a. diskutiert, warum in England aktuell so viel mehr hochtalentierte junge Spieler den Durchbruch schaffen als in Deutschland. Als einer der wesentlichen Gründe wurde genannt, dass es in England in der Jugend erst recht so etwas wie einen Ligabetrieb gibt. Dadurch kann der Fokus ganz klar auf die spielerische/technische Entwicklung gelegt werden. Wohingegen in Deutschland bereits in der E-Jugend nur der Sieg zählt und deswegen vor allem Wert auf Taktik gelegt wird.
Ist zwar ein paar Jahre her, dass ich das gehört habe, aber ich fand es sehr interessant. Hier ist der Podcast (Folge 2 ist es):
https://www.bvb.de/Podcast/Dortmunder-Jungs-der-Nachwuchs-Podcast
Soll das heißen: erst in der Jugend Ligabetrieb?
Nur die Erfahrung als Kindertrainer im Ligabetrieb zeigt, dass die Jungs immer wieder wissen wollen, ob sie jetzt gegen den Ersten oder Letzten spielen. Die Ansage: "Egal, spielt was IHR könnt, helft Euch gegenseitig und versucht Euer jeweiliges Maximum zu erreichen, jeder bekommt seine Spielanteile (Also normalerweise gleich verteilt, wenn einer weniger Kondition hatte halt etwas weniger Spielanteile, damit auch er den Spaß nicht verliert )" reichte nicht. Und dass 2 Mannschaften in der U9 oder früher nach Leistung aufgeteilt sind halte ich auch für schwierig, denn einige Kinder profitieren viel mehr davon mit heterogenen Gruppen zu spielen, d.h. an einem WE einer der Besseren und am nächsten WE einer der weniger Guten zu sein. Wichtig bleibt aber erst mal, dass ALLE möglichst immer einen Ball am Fuß haben im Training, denn Technik wird in der Kindheit gelernt und Taktik oder Disziplin o.ä kann dann später dazu trainiert werden. Okay bei Passübungen dürfen sie auch zu zweit einen Ball haben. :-)
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
captain_gut, Rendsburg, Donnerstag, 07.09.2023, 13:50 (vor 875 Tagen) @ bobschulz
Wäre ja noch schöner, wenn Sechs- bis Neunjährige einfach nur Spaß am Spiel hätten, statt den Leistungsgedanken hochzuhalten und in einem taktischen Korsett zu funktionieren.
Mal ernsthaft, was nimmt einem den Spaß? Dass man in der Tabelle unten steht oder den Ball nicht bekommt, weil der Gegner besser ist und man jede Woche 10 Gegentore bekommt.
Vielleicht, dass schon in den jungen Jahrgängen immer nur die besten Spieler aufgestellt werden und von denen auch nur die besten die meiste Zeit den Ball haben.Und vielleicht dass schon in jungen Jahrgängen ganz klare taktische Vorgaben gegeben werden anstatt den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich spielerisch frei zu entwickeln.
Es gab vor einigen Jahren mal einen BVB-Podcast mit einem Jugendtrainer aus England. Dort wurde u.a. diskutiert, warum in England aktuell so viel mehr hochtalentierte junge Spieler den Durchbruch schaffen als in Deutschland. Als einer der wesentlichen Gründe wurde genannt, dass es in England in der Jugend erst recht so etwas wie einen Ligabetrieb gibt. Dadurch kann der Fokus ganz klar auf die spielerische/technische Entwicklung gelegt werden. Wohingegen in Deutschland bereits in der E-Jugend nur der Sieg zählt und deswegen vor allem Wert auf Taktik gelegt wird.
Ist zwar ein paar Jahre her, dass ich das gehört habe, aber ich fand es sehr interessant. Hier ist der Podcast (Folge 2 ist es):
https://www.bvb.de/Podcast/Dortmunder-Jungs-der-Nachwuchs-Podcast
Soll das heißen: erst in der Jugend Ligabetrieb?
"erst recht spät" sollte das heißen (ein Wort vergessen). Habe eben nochmal kurz in die Folge reingehört. In England gibt es wohl erst ab der U18 einen Ligabetrieb. Bis dahin gibt es verschiedene Formate in Turnierform. U18 ist natürlich extrem spät, und wahrscheinlich liegt das Optimum irgendwo dazwischen.
Nur die Erfahrung als Kindertrainer im Ligabetrieb zeigt, dass die Jungs immer wieder wissen wollen, ob sie jetzt gegen den Ersten oder Letzten spielen. Die Ansage: "Egal, spielt was IHR könnt, helft Euch gegenseitig und versucht Euer jeweiliges Maximum zu erreichen, jeder bekommt seine Spielanteile (Also normalerweise gleich verteilt, wenn einer weniger Kondition hatte halt etwas weniger Spielanteile, damit auch er den Spaß nicht verliert )" reichte nicht.
Das glaube ich gern. Klar wollen die wissen, wo sie stehen. Ich bin als Kind auch in der E-Jugend schon gern Kreismeister, Bezirksmeister etc. geworden (im Handball). Das Probelm sind dann eher Vereine/Trainer/Eltern, bei denen schon in den jungen Jahrgängen die Meisterschaft das oberste Ziel ist, an dem sich alles orientiert. Viele stellen ja trotzdem den Spaß in den Vordergrund, aber es gibt immer auch viele, für die nur der Erfolg in Form des Tabellenplatzes zählt.
Und dass 2 Mannschaften in der U9 oder früher nach Leistung aufgeteilt sind halte ich auch für schwierig, denn einige Kinder profitieren viel mehr davon mit heterogenen Gruppen zu spielen, d.h. an einem WE einer der Besseren und am nächsten WE einer der weniger Guten zu sein. Wichtig bleibt aber erst mal, dass ALLE möglichst immer einen Ball am Fuß haben im Training, denn Technik wird in der Kindheit gelernt und Taktik oder Disziplin o.ä kann dann später dazu trainiert werden. Okay bei Passübungen dürfen sie auch zu zweit einen Ball haben. :-)
Ja, das ist das wichtigste. Dafür finde ich Funino und ähnliche Spielformen auch gut. Und man muss den Ligabetrieb ja nicht abschaffen, aber ich fänd es schon gut, wenn man ihn etwas reduzieren und "entwerten" könnte, so dass er nicht mehr der zentrale Gradmesser einer Saison ist.
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
DomJay, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 11:58 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
bearbeitet von DomJay, Donnerstag, 07.09.2023, 12:04
https://www.sportschau.de/fussball/kinderfussball-watzke-100.html
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Auf die Frage, ob es eine Reform der Reform brauche, sagte Watzke auf einem Untenehmertag in Essen: "Ja. Und das haben wir gerade beschlossen." Der neue DFB-Sportdirektor Hannes Wolf solle "versuchen, uns in den nächsten ein, zwei Jahren Handlungsalternativen aufzuzeigen", so Watzke, der auch 1. Vizepräsident des DFB ist.
Aki regelt das!
Mich erinnert es an das NRW Desaster beim Lernen der Grundschüler. Die sollten schreiben wie man spricht um
nicht den Spaß daran zu verlieren.
Kinder sind eben gute Versuchskanienchen
Wobei: Vielleicht wäre das was für die Bundesliga. Wir spielen ohne Tabelle und am Ende bekommt jemand ne Meisterschaft der am schönsten gespielt hat und den meisten Spaß hatte.
Wer keinen Spaß hatte steigt ab.
Schreiben nach Gehör
Kruemelmonster09, Donnerstag, 07.09.2023, 20:00 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Mich erinnert es an das NRW Desaster beim Lernen der Grundschüler. Die sollten schreiben wie man spricht um
nicht den Spaß daran zu verlieren.Kinder sind eben gute Versuchskanienchen
Also mit "schreiben wie man hört" habe ich schon in den 90er Jahren das Schreiben gelernt.
Ich war auf einer Montessori Grundschule.
Die ganze Jahrgangsstufe hat sehr früh enormes Interesse daran entwickelt, selbst Texte zu schreiben.
Heute sind von den damals 20 Kindern übrigens 2 Journalisten, einer Buchautor, 2 haben das Fach Germanistik studiert.
Bei gewagten Konzepten geht es um die Umsetzung. Schreiben nach Gehör ist grundsätzlich keine dumme Idee. Du brauchst halt einfach nur den richtigen Rahmen dafür.
Edit:
Der Versuchskaninchenspruch ist aber auch Populismus pur. Wie gesagt... Die Idee war längst ausgetestet. Es scheiterte leider nur, wie so oft im Deutschland der letzten 20 Jahre, an entsprechender Vorbereitung und der Anpassungsfähigkeit an die Situation vor Ort.
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
Scherben, Kiel, Donnerstag, 07.09.2023, 12:43 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Mich erinnert es an das NRW Desaster beim Lernen der Grundschüler. Die sollten schreiben wie man spricht um
nicht den Spaß daran zu verlieren.
Was ja grundsätzlich auch sinnvoll ist. Funktionaler Analphabetismus existiert, und eine sinnvolle Strategie im Umgang damit ist natürlich, dass man die Hürde zum Erlernen von Lesen und Schreiben erstmal vergleichsweise gering hält. Zum Formalisieren hat man noch Zeit genug.
PS: Wenn Dir Rechtschreibung so wichtig ist: Es heißt "Kaninchen".
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 19:56 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Leider können viele Kinder, die so schreiben gelernt haben, auch heute noch keine vernünftige Rechtschreibung.
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
spielbeobachtung, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 19:58 (vor 875 Tagen) @ Talentförderer
Leider können viele Kinder, die so schreiben gelernt haben, auch heute noch keine vernünftige Rechtschreibung.
Ist ja nicht so wichtig, Hauptsache die haben Spaß
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
todesbrei, Copitz, Donnerstag, 07.09.2023, 13:05 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Wird bei uns an der Grundschule so gelernt.
Hat Vor und Nachteile, tatsächlich ist es erstaunlich wie schnell die Kinder in der 1. Klasse in der Lage sind zu lesen.
Nachteil daran sehe ich an meinen Sohn der jetzt 7. Klasse ist. Er bekommt das Ganze überhaupt nicht in den Griff. Ich glaube das Ganze funktioniert sehr gut wenn das jeweilige Kind dazu aber auch viel liest und so alles festigen kann.
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 15:53 (vor 875 Tagen) @ todesbrei
Wird bei uns an der Grundschule so gelernt.
Hat Vor und Nachteile, tatsächlich ist es erstaunlich wie schnell die Kinder in der 1. Klasse in der Lage sind zu lesen.
Nachteil daran sehe ich an meinen Sohn der jetzt 7. Klasse ist. Er bekommt das Ganze überhaupt nicht in den Griff. Ich glaube das Ganze funktioniert sehr gut wenn das jeweilige Kind dazu aber auch viel liest und so alles festigen kann.
Wie auch, wenn man als erstes lernt "Schreib einfach irgendwas runter, was du gerade meinst gehört zu haben" und es dann auf einmal richtig und falsch gibt?
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
Kruemelmonster09, Donnerstag, 07.09.2023, 20:06 (vor 875 Tagen) @ FourrierTrans
Wird bei uns an der Grundschule so gelernt.
Hat Vor und Nachteile, tatsächlich ist es erstaunlich wie schnell die Kinder in der 1. Klasse in der Lage sind zu lesen.
Nachteil daran sehe ich an meinen Sohn der jetzt 7. Klasse ist. Er bekommt das Ganze überhaupt nicht in den Griff. Ich glaube das Ganze funktioniert sehr gut wenn das jeweilige Kind dazu aber auch viel liest und so alles festigen kann.
Wie auch, wenn man als erstes lernt "Schreib einfach irgendwas runter, was du gerade meinst gehört zu haben" und es dann auf einmal richtig und falsch gibt?
Ich muss sie einfach stellen...
3-4 Fragen:
1. Hast du etwas mit dem Bildungssektor am Hut?
2. Wie alt bist du?
3. Je nachdem was die Antwort zu 2 ist: Hast du selbst mit diesem System gelernt, oder Kinder die du eng begleitet hast? (eigene Kinder, Enkel,...)
Falls Du bei 3 Nein sagst:
4. Hast Du Dich mit dem Konzept jemals wirklich auseinander gesetzt?
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 07.09.2023, 21:23 (vor 874 Tagen) @ Kruemelmonster09
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 07.09.2023, 21:34
Wird bei uns an der Grundschule so gelernt.
Hat Vor und Nachteile, tatsächlich ist es erstaunlich wie schnell die Kinder in der 1. Klasse in der Lage sind zu lesen.
Nachteil daran sehe ich an meinen Sohn der jetzt 7. Klasse ist. Er bekommt das Ganze überhaupt nicht in den Griff. Ich glaube das Ganze funktioniert sehr gut wenn das jeweilige Kind dazu aber auch viel liest und so alles festigen kann.
Wie auch, wenn man als erstes lernt "Schreib einfach irgendwas runter, was du gerade meinst gehört zu haben" und es dann auf einmal richtig und falsch gibt?
Ich muss sie einfach stellen...
3-4 Fragen:
1. Hast du etwas mit dem Bildungssektor am Hut?
2. Wie alt bist du?
3. Je nachdem was die Antwort zu 2 ist: Hast du selbst mit diesem System gelernt, oder Kinder die du eng begleitet hast? (eigene Kinder, Enkel,...)Falls Du bei 3 Nein sagst:
4. Hast Du Dich mit dem Konzept jemals wirklich auseinander gesetzt?
Alles drei nein, vier nur in Teilen, aber mein bester Freund und sein Sohn, mein Patenkind, können alle vier Aspekte bejahen und Er (der Vater) und seine Frau (ihres Zeichens Lehrerin) kotzen nur noch darüber.
Im Grunde reicht mir aber auch ein kurzer Blick in aktuelle Studien um zu sehen, wie schwach das deutsche Bildungssystem weiterhin ist und wie rückläufig insbesondere die Entwicklung wieder seit 10 Jahren ist. Aber vielleicht wird das obige Konzept ja etwas positives bewirken, viel kaputtmachen kann man im deutschen Bildungsbereich ja nicht mehr.
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/iglu-bildungsstudie-100.html
BTW aus Interesse: Gibt es so ein Konzept bereits irgendwo auf der Welt?
BTW2: Ich habe kürzlich Vorbereitungen/Aufgaben für das Abi gesehen. My lovely Mr. Singing Club, ist das Niveau wirklich derart schlecht wie dort abgebildet? Ich konnte es teilweise nicht glauben.
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
DomJay, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 12:47 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Mich erinnert es an das NRW Desaster beim Lernen der Grundschüler. Die sollten schreiben wie man spricht um
nicht den Spaß daran zu verlieren.
Was ja grundsätzlich auch sinnvoll ist. Funktionaler Analphabetismus existiert, und eine sinnvolle Strategie im Umgang damit ist natürlich, dass man die Hürde zum Erlernen von Lesen und Schreiben erstmal vergleichsweise gering hält. Zum Formalisieren hat man noch Zeit genug.PS: Wenn Dir Rechtschreibung so wichtig ist: Es heißt "Kaninchen".
[/b]
Ja deshalb ist das wichtig frühzeitig zu lernen, sonst endet man wie ich
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
Scherben, Kiel, Donnerstag, 07.09.2023, 13:39 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Mich erinnert es an das NRW Desaster beim Lernen der Grundschüler. Die sollten schreiben wie man spricht um
nicht den Spaß daran zu verlieren.
Was ja grundsätzlich auch sinnvoll ist. Funktionaler Analphabetismus existiert, und eine sinnvolle Strategie im Umgang damit ist natürlich, dass man die Hürde zum Erlernen von Lesen und Schreiben erstmal vergleichsweise gering hält. Zum Formalisieren hat man noch Zeit genug.PS: Wenn Dir Rechtschreibung so wichtig ist: Es heißt "Kaninchen".
Ja deshalb ist das wichtig frühzeitig zu lernen, sonst endet man wie ich
Ich hab Dich ja trotzdem verstanden.
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 12:27 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Mich erinnert es an das NRW Desaster beim Lernen der Grundschüler. Die sollten schreiben wie man spricht um
nicht den Spaß daran zu verlieren.
Kinder sind eben gute Versuchskanienchen
der war gut!!!!
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
Schnippelbohne, Bauernland, Donnerstag, 07.09.2023, 12:13 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Weiter wie bisher funktioniert allerdings auch nicht. Das zeigt ja das grandiose Abschneiden unserer Nationalmannschaften im internationalen Vergleich.
Mein Neffe hat mit 6 angefangen, im Verein Fußball zu spielen. Dieser Stadteilverein sah sich wie alle Ortsvereine in der Region als Nachwuchsschmiede des örtlichen Bundesligisten und sortierte schon früh nach „Talent“ und körperlicher Entwicklung. Wie auch immer man 6-Jährige schon so eindeutig einordnen will. Mein Neffe fand sich in der fünften von fünf nach Leistung gestaffelten Mannschaften seines Jahrgangs wieder und dort dann auch meist auf der Ersatzbank, weil er zu den Kleineren gehörte. Er hatte nie die Chance, Spaß am Fußball zu entwickeln und hat entsprechend kein Jahr durchgehalten. In einem solchen System fallen viele Kinder durch das Raster. Früher konnte sich der DFB das leisten, weil immer noch genug durchkamen allein aufgrund der Masse. Die Zeiten sind aber vorbei. Kinder sind überwiegend ganztags in Schulen und Betreuungseinrichtungen und haben entsprechend weniger Zeit für Vereinssport. Außerdem gibt es inzwischen viele andere Sportangebote mit mehr Spaßfaktor. Das System muss sich also unzweifelhaft ändern, um mehr Talente aus dem immer kleineren Pool zu fischen. Bin daher auf Wolfs Vorschläge gespannt.
Richtig
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.09.2023, 20:44 (vor 874 Tagen) @ Schnippelbohne
bearbeitet von uwelito, Donnerstag, 07.09.2023, 20:53
Weiter wie bisher funktioniert allerdings auch nicht. Das zeigt ja das grandiose Abschneiden unserer Nationalmannschaften im internationalen Vergleich.
Mein Neffe hat mit 6 angefangen, im Verein Fußball zu spielen. Dieser Stadteilverein sah sich wie alle Ortsvereine in der Region als Nachwuchsschmiede des örtlichen Bundesligisten und sortierte schon früh nach „Talent“ und körperlicher Entwicklung. Wie auch immer man 6-Jährige schon so eindeutig einordnen will. Mein Neffe fand sich in der fünften von fünf nach Leistung gestaffelten Mannschaften seines Jahrgangs wieder und dort dann auch meist auf der Ersatzbank, weil er zu den Kleineren gehörte. Er hatte nie die Chance, Spaß am Fußball zu entwickeln und hat entsprechend kein Jahr durchgehalten. In einem solchen System fallen viele Kinder durch das Raster. Früher konnte sich der DFB das leisten, weil immer noch genug durchkamen allein aufgrund der Masse. Die Zeiten sind aber vorbei. Kinder sind überwiegend ganztags in Schulen und Betreuungseinrichtungen und haben entsprechend weniger Zeit für Vereinssport. Außerdem gibt es inzwischen viele andere Sportangebote mit mehr Spaßfaktor. Das System muss sich also unzweifelhaft ändern, um mehr Talente aus dem immer kleineren Pool zu fischen. Bin daher auf Wolfs Vorschläge gespannt.
Was Du da ansprichst, ist ein ganz wichtiger Aspekt. Wobei nicht nur andere Sportarten in einem direkten Wettbewerb mit dem Fußball stehen. Eine noch größere Gefahr ist die immer früher einsetzende Verbildschirmung der Kinder und Jugendlichen. Somit muss es aus meiner Sicht nicht nur darum gehen, aktuell effizienter „mehr Talente aus dem immer kleineren Pool zu fischen“. Sondern es muss proaktiv über die Grenzen der Fußballplätze hinaus nach möglichen Talenten Ausschau gehalten werden. Und die natürlichsten Orte dafür sind die Schulen. Diese Aussage gilt aber nicht nur für den Fußball, sondern für alle (Wettkampf-) Sportarten. Und natürlich sollten auch nicht nur potenzielle sportliche Talente dazu animiert werden, in einen passenden Sportverein einzutreten, sondern grundsätzliche alle Kinder und Jugendliche. Dazu braucht es tiefgreifende Veränderungen in den Organisationsstrukturen des Sports in Deutschland. Sportvereine allein können die vielfältigen Aufgaben heute nicht mehr erfüllen, die der Sport gesamtgesellschaftlich übernehmen könnte und sollte. Wo die Politik bei diesen Herausforderungen aktuell steht, versinnbildlichen Thesen der absoluten Ahnungslosigkeit wie die von Konstantin Kuhle (FPD), der sich als Reaktion auf das schlechte Abschneiden der Leichtathleten bei der WM wünscht, dass man die Bundesjugendspiele doch bitte so lassen solle, wie sie sind.
P.S. Deine Einordnung zu Watzke weiter oben ist sehr scharfsinnig und (leider) komplett zutreffend.
Richtig
Schnippelbohne, Bauernland, Donnerstag, 07.09.2023, 23:31 (vor 874 Tagen) @ uwelito
Absolut deiner Meinung. Das Thema „Freizeit am Bildschirm“ kommt noch dazu. Ich habe meine Kindheit draußen verbracht. Natürlich kam dabei auch Kicken auf dem Bolzplatz vor. Heute muss man Kinder geradezu zwingen, rauszugehen.
Das Konzept erinnert an Schreiben wie man hört
Blarry, Essen, Donnerstag, 07.09.2023, 12:11 (vor 875 Tagen) @ DomJay
In Sachen Nachwuchsakquise und -retention ist es schon vernünftig, die Kinder nicht erst im Teenageralter mit dem Konzept sportlicher Niederlagen zu konfrontieren, wenn die Hormone das Hirn zerstören. In dem Alter neigste eher zu sprunghaften Handlungen. Und wenn du da keine Lust mehr hast, weil der Frust nach einem 0:7 genauso hart kickt wie der Korb, den dir Joëlle-Marie aus der 8a gegeben hat, hängste die Fußballschuhe vielleicht schneller an den Nagel.
Auf der anderen Seite auch typisch Watzke, sowas völlig Themenfremdes bei einer Tagung von Leuten zu äußern, die meinen, was geleistet zu haben.
Watzke ohne Ahnung, aber viel Populismus
fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 11:51 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
in die CDU von Merz passt der wirklich gut, unfassbar sein ahnungsloser Populismus.
Watzke ohne Ahnung, aber viel Populismus
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 20:12 (vor 875 Tagen) @ fabian 1909
Seine politische Wahl ist in der Tat das peinlichste bei Watzke.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
DomJay, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 11:55 (vor 875 Tagen) @ fabian 1909
in die CDU von Merz passt der wirklich gut, unfassbar sein ahnungsloser Populismus.
Interessant welche Schwelle wir heute für andere Meinungen haben, sie als Populismus zu diffamieren.
Er sagt doch am Ende, dass der nun zuständige Wolf hier nach Alternativen suchen und diese erarbeiten soll.
Das ist so ziemlich das Gegenteil würde ich mal behaupten.
Oder wir machen den eckig, damit er den etwas langsameren Jugendlichen nicht mehr wegläuft.
DomJay, Freitag, 08.09.2023, 17:53 (vor 874 Tagen) @ DomJay
"Es gab ja auch die Diskussion, nicht mehr auf Tore zu spielen. Demnächst spielen wir dann noch ohne Ball", hatte Watzke außerdem gespottet. "Oder wir machen den eckig, damit er den etwas langsameren Jugendlichen nicht mehr wegläuft."
Absolut unpolemisch. Fundiert und sachlich. Ganz deiner Meinung
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.09.2023, 21:12 (vor 874 Tagen) @ DomJay
in die CDU von Merz passt der wirklich gut, unfassbar sein ahnungsloser Populismus.
Interessant welche Schwelle wir heute für andere Meinungen haben, sie als Populismus zu diffamieren.Er sagt doch am Ende, dass der nun zuständige Wolf hier nach Alternativen suchen und diese erarbeiten soll.
Das ist so ziemlich das Gegenteil würde ich mal behaupten.
Es ist leider Populismus. Und zwar, weil es Watzke ja nicht in erster Linie um die sportlichen Aspekte des Themas geht. Er spricht ja selbst von einer „gesamtgesellschaftlichen“ Problematik. Und das vor einer Gruppe von Menschen, in der sich viele als die wahren Leistungsträger der Gesellschaft sehen dürften. In Zeiten auch noch, wo der Nachwuchs immer nur auf der Suche nach mehr Freizeit ist, die man sich aber gern von den Leistungsträgern finanzieren lassen würde. Wenn man nicht genau wüsste, dass Aki sich in politischen Dingen immer sehr diskret zurückhält und unter allen Umständen den Eindruck vermeiden möchte, dass er seine beruflichen Aufgaben mit seinen persönlichen politischen Präferenzen vermische, dann könnte man tatsächlich meinen, dass er jetzt schon Wahlkampf für Friedrich Merz macht.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
koom, Donnerstag, 07.09.2023, 15:45 (vor 875 Tagen) @ DomJay
in die CDU von Merz passt der wirklich gut, unfassbar sein ahnungsloser Populismus.
Interessant welche Schwelle wir heute für andere Meinungen haben, sie als Populismus zu diffamieren.
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Naja... was ist das sonst als purer Populismus? Stammtischgegröhle wäre dafür noch eine gute Bezeichnung.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
Ballmann, sUNcity, Donnerstag, 07.09.2023, 16:09 (vor 875 Tagen) @ koom
Stammtischgegröhle wäre dafür noch eine gute Bezeichnung.
Sieht Herr Schulte von der Sportschau ähnlich. Entsprechender Kommentar: Wie Watzke die DFB-Reformer plump brüskiert.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
koom, Donnerstag, 07.09.2023, 16:19 (vor 875 Tagen) @ Ballmann
Stammtischgegröhle wäre dafür noch eine gute Bezeichnung.
Sieht Herr Schulte von der Sportschau ähnlich. Entsprechender Kommentar: Wie Watzke die DFB-Reformer plump brüskiert.
Exzellent auf den Punkt gebracht.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 15:50 (vor 875 Tagen) @ koom
in die CDU von Merz passt der wirklich gut, unfassbar sein ahnungsloser Populismus.
Interessant welche Schwelle wir heute für andere Meinungen haben, sie als Populismus zu diffamieren.
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Naja... was ist das sonst als purer Populismus? Stammtischgegröhle wäre dafür noch eine gute Bezeichnung.
Naja, eigentlich bedeutet Populismus ja, dass man einen Interessengegensatz zwischen der "einfachen" Bevölkerung und einer Elite propagiert. Das ist hier natürlich nicht geschehen. Hierzulande wird der Begriff leider ziemlich deplatziert verwendet, indem alles, was einem irgendwie schlicht erscheint, als populistisch bezeichnet wird, was in vielen Fällen (nicht in deinem) auch viel darüber aussagt, was die Person vom Großteil seiner Mitmenschen hält.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
Abseits, Donnerstag, 07.09.2023, 22:33 (vor 874 Tagen) @ Grigori
in die CDU von Merz passt der wirklich gut, unfassbar sein ahnungsloser Populismus.
Interessant welche Schwelle wir heute für andere Meinungen haben, sie als Populismus zu diffamieren.
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Naja... was ist das sonst als purer Populismus? Stammtischgegröhle wäre dafür noch eine gute Bezeichnung.
Naja, eigentlich bedeutet Populismus ja, dass man einen Interessengegensatz zwischen der "einfachen" Bevölkerung und einer Elite propagiert. Das ist hier natürlich nicht geschehen. Hierzulande wird der Begriff leider ziemlich deplatziert verwendet, indem alles, was einem irgendwie schlicht erscheint, als populistisch bezeichnet wird, was in vielen Fällen (nicht in deinem) auch viel darüber aussagt, was die Person vom Großteil seiner Mitmenschen hält.
Hierzulande wird der Begriff deplatziert verwendet, wenn Nazis, Rassisten und Faschisten als Rechtspopulisten bezeichnet werden.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.09.2023, 21:54 (vor 874 Tagen) @ Grigori
in die CDU von Merz passt der wirklich gut, unfassbar sein ahnungsloser Populismus.
Interessant welche Schwelle wir heute für andere Meinungen haben, sie als Populismus zu diffamieren.
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Naja... was ist das sonst als purer Populismus? Stammtischgegröhle wäre dafür noch eine gute Bezeichnung.
Naja, eigentlich bedeutet Populismus ja, dass man einen Interessengegensatz zwischen der "einfachen" Bevölkerung und einer Elite propagiert. Das ist hier natürlich nicht geschehen. Hierzulande wird der Begriff leider ziemlich deplatziert verwendet, indem alles, was einem irgendwie schlicht erscheint, als populistisch bezeichnet wird, was in vielen Fällen (nicht in deinem) auch viel darüber aussagt, was die Person vom Großteil seiner Mitmenschen hält.
Es gibt (mittlerweile) durchaus mehr als eine Definition für den Begriff Populismus. Eine hast Du hier korrekt beschrieben. Eine weitere, auf den hier diskutierten Fall bezogen, wäre z.B. , dass der Populist darauf abzielt, den Zuspruch und die Gunst einer großen Menschengruppe zu erlangen, indem er ein abstraktes Feindbild schafft, auf das man sich gemeinsam verständigen kann. Populismus dieser Form ist dann ein Stilmittel, welches über eine medial erzeugte Aufmerksamkeit Unterstützung erzeugen soll, um ein eigenes spezifisches Interesse zu befördern.
Ich stelle mir gerade die Frage, ob da nicht seit ein paar Tagen eine Kampagne gefahren wird. Vor ein paar Tagen hat Sammer nämlich ein empörtes Interview in der SZ zu dem Thema gegeben, am Sonntag saß Sammers Sidekick und Ayudante Steffen Freund (mit dem gleichen Thema und ebenfalls zutiefst beunruhigt) im Doppelpass. Und drei Tage später haut Watzke in die gleiche Kerbe.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
DomJay, Donnerstag, 07.09.2023, 12:59 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Ohne das Konzept verstanden zu haben es falsch kritisieren (denn es gibt ja weiterhin entgegen seiner Behauptung Sieg und Niederlage) um dann zu betonen, dass die von ihm nicht verstandenen Sachen wichtig seien… doch das ist polpulistisch (und in diesem Falle auch dumm).
Ob das Konzept letztlich gut ist (die Erahrungen im benachbarten Ausland mit ähnlichen Konzepten legt das nahe) oder nicht ist dabei unerheblich.
Das Problem ist, dass er auf etwas steil geht, dass im Konzept gar nicht enthalten ist.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
DomJay, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 13:04 (vor 875 Tagen) @ RE_LordVader
Ohne das Konzept verstanden zu haben es falsch kritisieren (denn es gibt ja weiterhin entgegen seiner Behauptung Sieg und Niederlage) um dann zu betonen, dass die von ihm nicht verstandenen Sachen wichtig seien… doch das ist polpulistisch (und in diesem Falle auch dumm).
Ob das Konzept letztlich gut ist (die Erahrungen im benachbarten Ausland mit ähnlichen Konzepten legt das nahe) oder nicht ist dabei unerheblich.
Das Problem ist, dass er auf etwas steil geht, dass im Konzept gar nicht enthalten ist.
Mir geht es doch um seinen Punkt, dass er eine Überarbeitung als Schlussfolgerung nennt. Es ist ja beileibe nicht so, dass es hier keine Gegenposition gibt.
Und das ist am Ende der Punkt, hier wird es so dargestellt als würde Watzke hier oberflächlich agieren, dagegen spricht aber die Reaktion eine Alternative erarbeiten zu lassen statt es „stumpf“ abzubrechen.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
DomJay, Donnerstag, 07.09.2023, 15:40 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Es ist aber maximal eine Alternative zu der falschen Vorstellung die er sich herbeifantasiert…
So ähnlich wie die Gegenpositionen die es gegen dem „Genderzwang“ und das „Heizungsverbot der Grünen“ gibt… Positionen gegen etwas dass halt außer in den populistischen Verzerrungen der gegenseitigen Positionngar nicht existieren. Und doch das ist stumpfer Populismus.
Dass es am Ende wie gesagt irgendein Gegenkonzept entwerfen will, dass sie nicht existenten Sachen nicht enthält: das tut auch schon das vorliegende Konzept nicht, wäre also bereits der angestrebte „Kompromiss“ . Aber das ist ja aktuell die Schiene die die Partei deren Mitglied er ist überall fährt.
das ist Populismus
DomJay, Donnerstag, 07.09.2023, 12:07 (vor 875 Tagen) @ DomJay
bearbeitet von Feuerkopf, Donnerstag, 07.09.2023, 12:11
"Wenn du als Sechs-, Acht- oder Neunjähriger nie das Gefühl hast, was es ist, zu verlieren, dann wirst du auch nie die große Kraft finden, um auch mal zu gewinnen."
als würde sich die Motivation zu Leistungen aus dem schlechten Gefühl einer Niederlage ergeben. Ich gebe zu, dass Thema ist ultra komplex. Und gleichzeitig so fruchtbar für populistischen Unsinn. Und die Meinungen der einen Seite gehen immer gut in so ne "Opa erzählt vom Krieg- früher war alles besser" - Richtung.
Ich meine, wenn bisher das alles so top war, warum will man überhaupt was ändern? Ist vielleicht alles gar nicht so dufte gewesen? Irgendwas hat uns ja hierher gebracht...
Und es ist ja nicht so, dass Leute wie Hannes sich da keine Gedanken drüber machen würden. Haben unendlich Berater und suchen nach Lösungen...
BTW: mich erinnert die Angst vor dem neuen Konzept auch so ein bisschen an die alte Machomännerangst, wenn die Söhne mit Puppen spielen...
Ich habe die Lösung!
Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 12:39 (vor 875 Tagen) @ Feuerkopf
"Wenn du als Sechs-, Acht- oder Neunjähriger nie das Gefühl hast, was es ist, zu verlieren, dann wirst du auch nie die große Kraft finden, um auch mal zu gewinnen."
Ich weiß, wie wir den deutschen Fußball durch eine simple Regeländerung retten können:
Egal, wie das Spiel ausgeht, es wird für beide Mannschaften als Niederlage gewertet. Problem solved.
Ich habe die Lösung!
bobschulz, MS, Donnerstag, 07.09.2023, 13:37 (vor 875 Tagen) @ Grigori
"Wenn du als Sechs-, Acht- oder Neunjähriger nie das Gefühl hast, was es ist, zu verlieren, dann wirst du auch nie die große Kraft finden, um auch mal zu gewinnen."
Ich weiß, wie wir den deutschen Fußball durch eine simple Regeländerung retten können:
Egal, wie das Spiel ausgeht, es wird für beide Mannschaften als Niederlage gewertet. Problem solved.
Und dann das Forum dichtmachen, da wir uns nix mehr zu sagen haben?
Oder gibt es dann die Stilkritik wie verlieren wir am schönsten?! :-)
Ich habe die Lösung!
Grigori, Ort, Donnerstag, 07.09.2023, 13:38 (vor 875 Tagen) @ bobschulz
"Wenn du als Sechs-, Acht- oder Neunjähriger nie das Gefühl hast, was es ist, zu verlieren, dann wirst du auch nie die große Kraft finden, um auch mal zu gewinnen."
Ich weiß, wie wir den deutschen Fußball durch eine simple Regeländerung retten können:
Egal, wie das Spiel ausgeht, es wird für beide Mannschaften als Niederlage gewertet. Problem solved.
Und dann das Forum dichtmachen, da wir uns nix mehr zu sagen haben?
Oder gibt es dann die Stilkritik wie verlieren wir am schönsten?! :-)
Also ich habe den Eindruck, dass man sich hier nach Niederlagen deutlich mehr zu sagen hat, als nach Siegen ;)
das ist Populismus
Komanda, Donnerstag, 07.09.2023, 12:33 (vor 875 Tagen) @ Feuerkopf
Deshalb hat der BVB nach 10 verlorenen Meisterschaften auch endlich die Schale in der Hand ... oh wait
das ist Populismus
Blarry, Essen, Donnerstag, 07.09.2023, 12:17 (vor 875 Tagen) @ Feuerkopf
BTW: mich erinnert die Angst vor dem neuen Konzept auch so ein bisschen an die alte Machomännerangst, wenn die Söhne mit Puppen spielen...
Davon ganz abgesehen, ja.
Zum großen Teil ist das gerade auch eine Überreaktion auf ein paar sportlich maue Jahre im Nationalmannschaftsbereich, für die der Nachwuchs jetzt als Sündenbock herhalten soll. Nachwuchs, der zum einen nur sporadisch berücksichtigt wird, auf Vereinsebene im Großen und Ganzen aber ganz brauchbar abliefert. Nicht, dass sich nicht immer etwas an der Jugendarbeit verbessern ließe, aber das ist gerade alles doch etwas billig.
Ein Konzept erarbeiten lassen ist also Populismus
fabian 1909, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 12:05 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Interessant welche Schwelle wir heute für andere Meinungen haben, sie als Populismus zu diffamieren.
Es gab ein Konzept, das wissenschaftlich fundiert war, das lehnt er mit sehr populistischen Argumenten einfach grundweg ab und will was neues, was ihm gewogener ist.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Mob-Jenson, Siegen, Donnerstag, 07.09.2023, 11:46 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
https://www.sportschau.de/fussball/kinderfussball-watzke-100.html
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat DFB-Pläne zur Minimierung des Leistungsdrucks im Kinderfußball als "unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Er kündigte eine Reform der Reform an.
Auf die Frage, ob es eine Reform der Reform brauche, sagte Watzke auf einem Untenehmertag in Essen: "Ja. Und das haben wir gerade beschlossen." Der neue DFB-Sportdirektor Hannes Wolf solle "versuchen, uns in den nächsten ein, zwei Jahren Handlungsalternativen aufzuzeigen", so Watzke, der auch 1. Vizepräsident des DFB ist.
Aki regelt das!
Ob es Aki regelt oder irgendjemand anderes ist völlig egal. Hauptsache dieser Schwachsinn wird verhindert bzw. wieder geändert.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 11:37 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Wenigstens stringent, wie er alles bekämpft, was den Spaßfaktor im Fußball erhöht.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Karsten, Zürich, Donnerstag, 07.09.2023, 13:13 (vor 875 Tagen) @ Sascha
Wenigstens stringent, wie er alles bekämpft, was den Spaßfaktor im Fußball erhöht.
Dieser Theorie folgende müsste, zumindest was meinen Sohn betrifft, das richtige Fussballspiel abgeschafft werden. Die Kinder in seinem Verein müssen immer wieder zu so genannten "Play more football"-Turnieren, finden es richtig kacke und würden viel lieber richtig Fussball spielen.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Danio, Donnerstag, 07.09.2023, 13:47 (vor 875 Tagen) @ Karsten
Das hängt auch ein Großteil daran, wie konsequent das neue Konzept gelebt wird.
"Mal so, mal so" ist da extrem hinderlich.
Habe bei mir in der Familie beide Fälle, daher kann man es gut vergleichen.
Mein jüngere Sohn spielt in der G Jugend nur nach dem neuen Konzept, da sein Trainer ein großer Fan davon ist. Daher vermisst mein Sohn den "richtigen " Fußball auch nicht.
Mein Neffe spielt in einem anderen Verein ebenfalls in der G Jugend. Sein Trainer hält vom neuen Konzept überhaupt nichts. Daher wird so oft es geht wie früher gespielt. Hier stöhnen die Kinder und Eltern dann auch auf, wenn mal nach dem neuen Konzept gespielt werden soll.
Ich befürchte daher dass in solchen Fällen den Kindern von außen von den Erwachsenen (Trainern/Eltern) suggeriert wird, dass das neue Konzept kein "richtiger Fußball" sei.
Ich bin ein großer Fan des neuen Konzepts. Sehe jetzt wieder den Nachteil des alten. Mein älterer Sohn spielt jetzt in der E Jugend. Als erstes wurde die Mannschaft nach gut und schlecht geteilt. Er selber durfte bei den guten bleiben, weil er so trainingsfleißig ist.
Beim letzten Spiel wurde ihm in der Halbzeit beim Stand von 5:1 gesagt, dass er die letzten 10 Minuten spielen darf. Als es dann irgendwann 8:1 stand kam er trotzdem keine Minute eher. Das liegt daran, dass der Verein halt gerne Ergebnisse sehen will, also riskieren die Trainer (ja meist Spielerväter) nichts. Ist ja eine Qualifikationsrunde.
Der andere Teil mit den "schlechten " verliert jetzt übrigens regelmäßig zweistellige. Mal sehen wie viele da motiviert bleiben.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Karsten, Zürich, Donnerstag, 07.09.2023, 14:03 (vor 875 Tagen) @ Danio
Ich glaube nicht, dass es bei uns gross vorgelebt wird, dass die neuen Spielformen kein "richter" Fussball seien. Aber die Kinder empfinden das halt so. Denn es ist halt ein anderes Spiel als das, das sie aus dem Fernsehen kennen.
Das mit den Auswechslungen, wie du es schilderst, finde ich allerdings krass befremdlich. Meine Tochter spielt jetzt D-Jugend, 3x25 Minuten. Während der ersten beiden Drittel wird nicht im laufenden Spiel gewechselt, sondern nur in der Pause. Im letzten Drittel darf dann beliebig oft gewechselt werden. Und nach meiner Beobachtung achtet das Trainerteam meiner Tochter auch darauf, dass alle zu relevanten Einsätzen kommen.
Allerdings gibt es in der D-Jugend der Mädchen auch zwei Mannschaften, meine Tochter ist eben in der B-Mannschaft. Vielleicht geht es in der A-Mannschaft auch leistungsorientierter zu. Insgesamt empfinde ich den Verein unserer Kinder zwar nicht als unambitioniert, aber dennoch geht es sehr herzlich und spassorientiert zu. Bei gegnerischen Mannschaften oder bei Turnieren sehe ich natürlich auch viel anderes.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Danio, Donnerstag, 07.09.2023, 14:26 (vor 875 Tagen) @ Karsten
An dem Argument, man kennt es aus dem Fernsehen anders, ist sicherlich was dran. Genau das sagt mein Bruder auch.
Bei unserem Sohn greift das aber überhaupt nicht. Obwohl er Spiele Im Fernsehen sieht. Aber er hat tatsächlich noch nie mit torwart gespielt, er kennt es also nicht anders. Vermutlich trennt er es für sich einfach.
Das mit dem Auswechseln ist sicherlich ne trainersache. Wenn man den Trainer hört, dann gewinnt man den Eindruck, dass die Qualifikationsrunde zum Aufstieg führen soll/muss (was auch wohl gelingt). Der trainer ist aber sehr unerfahren, inwieweit dass Vorgabe des Vereins ist, oder sich selber unter Druck setzt weiß ich nicht.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Gargamel09, Donnerstag, 07.09.2023, 11:52 (vor 875 Tagen) @ Sascha
Wenigstens stringent, wie er alles bekämpft, was den Spaßfaktor im Fußball erhöht.
Watzke könnte problemlos im Bierzelt eine Rede halten und alle würden grölen, der weiß eben, wie das normale Volk tickt.
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Eisen, DO, Donnerstag, 07.09.2023, 13:19 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Nächstes Jahr mit Markus, Fritz und Hubsi in Gillamoos als Special Guest...
Watzke kritisiert geplante Reform im Kinderfußball
Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 07.09.2023, 11:49 (vor 875 Tagen) @ Sascha
*
"Wenn du als Sechs-, Acht- oder Neunjähriger nie das Gefühl hast, was es ist, zu verlieren, dann wirst du auch nie die große Kraft finden, um auch mal zu gewinnen."
*
erklärt das Desaster um die verpasste Meisterschaft und die letzten 'Auftritte'....
ansonsten:
https://ballschule.online/ballschule/ballschule-fussball/
mal Druck raus nehmen aus dem Kessel...
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
Torsten1986, Königswalde, Donnerstag, 07.09.2023, 10:37 (vor 875 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Der Kicker hat einen interessanten Artikel veröffentlicht, wie Flick wohl Pep kopieren will.
https://www.kicker.de/flicks-anleihen-bei-pep-guardiola-967477/artikel
Ist das ggf. auch was für den BVB?
Im letzten Satz schrieb Dersch: "Beim Gewinn des Triple in der Saison 2022/23 waren es nicht mehr vornehmlich die Außenverteidiger, die einrückten, sondern Innenverteidiger John Stones, den der Spanier ins Mittelfeld vorschob."
Könnte das nicht auch ein IV von uns und wir hätten einen ZM mehr, wo wir ja sowieso ein Überangebot haben?
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
Fatil1ty, Donnerstag, 07.09.2023, 11:07 (vor 875 Tagen) @ Torsten1986
Himmel hilf,
Was ist denn nun schon wieder ein "halbzehner"?
Reiht sich ein in die Riege der:
- falschen neun
- XGoals
- Ballaktionen (Früher mal Ballkontakte)
- Box
- packing..
- tbc
Ganz klar
SebWagn, HH Harvestehude, Donnerstag, 07.09.2023, 14:22 (vor 875 Tagen) @ Fatil1ty
Himmel hilf,
Was ist denn nun schon wieder ein "halbzehner"?
Ein Knoppers!
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
weissewiese, Donnerstag, 07.09.2023, 12:11 (vor 875 Tagen) @ Fatil1ty
Ein Halb10er ist eigtl. ein 5er. Wenn die ganze Mannschaft in halb10er-Formation aufrückt (bis bis auf den TW natürlich), kann daraus sogar ein falscher Fuffziger werden.
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
bobschulz, MS, Donnerstag, 07.09.2023, 14:17 (vor 875 Tagen) @ weissewiese
Ein Halb10er ist eigtl. ein 5er. Wenn die ganze Mannschaft in halb10er-Formation aufrückt (bis bis auf den TW natürlich), kann daraus sogar ein falscher Fuffziger werden.
Süle wäre doch - um die Verbindung zu Flick nicht außer 8 zu lassen- der optimale Mann , um ein Übergewicht im Mittelfeld zu erlangen! Wichtig ist doch nicht die Zahlenspielerei oder wie wir oder die Profis/Taktikexperten es nennen, sondern was hinten raus kommt. Außer natürlich in der Jugend, wie wir gerade lesen. Wobei: da sollen ja hinten auch als Ergebnis gute Fußballer rauskommen. :-)
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
koom, Donnerstag, 07.09.2023, 10:50 (vor 875 Tagen) @ Torsten1986
Ist das ggf. auch was für den BVB?
Im letzten Satz schrieb Dersch: "Beim Gewinn des Triple in der Saison 2022/23 waren es nicht mehr vornehmlich die Außenverteidiger, die einrückten, sondern Innenverteidiger John Stones, den der Spanier ins Mittelfeld vorschob."Könnte das nicht auch ein IV von uns und wir hätten einen ZM mehr, wo wir ja sowieso ein Überangebot haben?
Grundsätzlich ja. Aber dahinter steckt ja keine triviale Anweisung mit "Niklas, renn mal vor ins ZM", sondern das muss abgestimmt sein. Da hapert es sowohl bei Flick als auch bei Terzic schon an allen Ecken und Enden, weil da alle Basics fehlen. Dreiecksbildung im Aufbauspiel findet fast keines statt, Verschieben zum Ball, Absichern des eigenen ballführenden Spielers, taktische Fouls, vernünftiges konzertiertes Gegenpressing...
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
Ingo, Europa, Donnerstag, 07.09.2023, 10:46 (vor 875 Tagen) @ Torsten1986
Der Kicker hat einen interessanten Artikel veröffentlicht, wie Flick wohl Pep kopieren will.
https://www.kicker.de/flicks-anleihen-bei-pep-guardiola-967477/artikel
Ist das ggf. auch was für den BVB?
Im letzten Satz schrieb Dersch: "Beim Gewinn des Triple in der Saison 2022/23 waren es nicht mehr vornehmlich die Außenverteidiger, die einrückten, sondern Innenverteidiger John Stones, den der Spanier ins Mittelfeld vorschob."Könnte das nicht auch ein IV von uns und wir hätten einen ZM mehr, wo wir ja sowieso ein Überangebot haben?
Flick (und Löw) versuchen seit jeher Pep Guardiola zu kopieren. Problem 1: Sie können es nicht so gut. Problem 2: ihnen fehlen die Spieler, so etwas spielen zu lassen. Daher scheitert dieser Ansatz in der Nationalmannschaft auch komplett.
Für uns ist das noch weniger etwas. Der BVB tut gut daran, sich am vorhandenen Spielermaterial zu orientieren und pragmatisch zu etwas hinzuentwickeln, anstatt irgendwelchen taktischen Idealvorstellungen zu folgen. Manche Trauben hängen diesbezüglich zu hoch.
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 07.09.2023, 12:36 (vor 875 Tagen) @ Ingo
Entweder man hat ein Konzept und sucht sich die die Spieler zusammen, die am besten dazu passen oder - der Normalfall - man hat Spieler und muss das System entwickeln, das sich mit den vorhandenen Spielern am besten umsetzen lässt.
Sonst entsteht eine Spielweise, die so aussieht wie die meisten des letzten Spiele der Nationalmannschaft oder die ersten drei des BVB in dieser Saison.
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jniklast, Langenhagen, Donnerstag, 07.09.2023, 11:28 (vor 875 Tagen) @ Ingo
So sieht es aus und ist meiner Meinung nach auch das Kernproblem der N11 aktuell. Anstatt das beste aus dem vorhandenen Spielermaterial zu machen, will man lieber irgendwelche Idealvorstellungen in der Taktik umsetzen und scheitert dabei immer wieder grandios.
Vielleicht ist das zu viel "Stolz" als große Fußballnation sich eingestehen zu müssen, dass wir nicht für alles die richtigen Spieler haben, aber früher war gerade dieser Pragmatismus oft das, was Deutschland erfolgreich gemacht hat. Seit dem Erfolg von Spanien ab 2008 aber scheint es als stehe auf einmal dieses Ideal bei uns im Vordergrund. Früher wurde sich über moderne Taktiken in Deutschland gerne lustig gemacht, jetzt scheint das teilweise wichtiger zu sein als zu gewinnen.
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
koom, Donnerstag, 07.09.2023, 11:43 (vor 875 Tagen) @ jniklast
So sieht es aus und ist meiner Meinung nach auch das Kernproblem der N11 aktuell. Anstatt das beste aus dem vorhandenen Spielermaterial zu machen, will man lieber irgendwelche Idealvorstellungen in der Taktik umsetzen und scheitert dabei immer wieder grandios.
Vielleicht ist das zu viel "Stolz" als große Fußballnation sich eingestehen zu müssen, dass wir nicht für alles die richtigen Spieler haben, aber früher war gerade dieser Pragmatismus oft das, was Deutschland erfolgreich gemacht hat. Seit dem Erfolg von Spanien ab 2008 aber scheint es als stehe auf einmal dieses Ideal bei uns im Vordergrund. Früher wurde sich über moderne Taktiken in Deutschland gerne lustig gemacht, jetzt scheint das teilweise wichtiger zu sein als zu gewinnen.
Über moderne Taktiken wird sich ja oft immer noch lustig gemacht. Flick fabuliert halt nichts mit "Taktiken" und kommt auch nur mit Grasfressen und Mentalität.
Ich sehe das so: Man sollte erstmal eine Basis haben, dann kann man Spezielleres machen. Guardiola geht auch nicht zu nem Klub hin und macht falsche Neuner oder falsche 10er oder was auch immer. Sondern er fängt ganz simpel mit einem 4-1-4-1 an, mit recht klaren Aufgabengebieten und baut die Grundlagen auf. Wenn die sitzen, kommen Experimente rein.
Ich bleibe dabei: Deutschland oder der BVB verfügt über eigentlich ganz coole Spieler. Keine Megatalente, aber die hatten wir eh nur ganz selten. Die Stärke einer Mannschaft rührt immer erst mal daher, dass sie schwer zu schlagen ist. Also gut verteidigt. Und da haben wir immer noch sehr starke Leute.
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
Habakuk, OWL, Donnerstag, 07.09.2023, 14:16 (vor 875 Tagen) @ koom
Ich sehe das so: Man sollte erstmal eine Basis haben, dann kann man Spezielleres machen. Guardiola geht auch nicht zu nem Klub hin und macht falsche Neuner oder falsche 10er oder was auch immer. Sondern er fängt ganz simpel mit einem 4-1-4-1 an, mit recht klaren Aufgabengebieten und baut die Grundlagen auf. Wenn die sitzen, kommen Experimente rein.
Genau so ist es. Angesichts der Tatsache, dass bei der DFB-Elf wesentliche Grundlagen des Zusammenspiels ebensolche Defizite aufweisen wie beim BVB, ist ein derartiges Konzept zum Scheitern verurteilt. Wenn man beim Reiten schon im Schritt aus dem Sattel fällt, braucht man nicht zu meinen, man könne im Trab voltigieren. Fließende Wechsel der taktischen Position einzelner Spieler setzen voraus, dass man gut aufeinander abgestimmt ist. Das dürfte aber in einer Nationalmannschaft noch schwieriger einzuüben sein, als in einer Vereinsmannschaft.
Vielleicht ist das Ganze ja auch einfach ein psychologisch geschickter Kniff von Flick, um Kimmich die Position des Rechtsverdeidigers schmackhaft zu machen, und ihn dann aber anzuweisen, dort auch zu bleiben, weil seine Mitspieler einfach nicht gut genug für solche ausgebufften taktischen Finten sind. Vielleicht versucht Flick aber auch einfach nur, seine eigene Entlassung weiter zu forcieren.
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
Ingo, Europa, Donnerstag, 07.09.2023, 12:02 (vor 875 Tagen) @ koom
So sieht es aus und ist meiner Meinung nach auch das Kernproblem der N11 aktuell. Anstatt das beste aus dem vorhandenen Spielermaterial zu machen, will man lieber irgendwelche Idealvorstellungen in der Taktik umsetzen und scheitert dabei immer wieder grandios.
Vielleicht ist das zu viel "Stolz" als große Fußballnation sich eingestehen zu müssen, dass wir nicht für alles die richtigen Spieler haben, aber früher war gerade dieser Pragmatismus oft das, was Deutschland erfolgreich gemacht hat. Seit dem Erfolg von Spanien ab 2008 aber scheint es als stehe auf einmal dieses Ideal bei uns im Vordergrund. Früher wurde sich über moderne Taktiken in Deutschland gerne lustig gemacht, jetzt scheint das teilweise wichtiger zu sein als zu gewinnen.
Über moderne Taktiken wird sich ja oft immer noch lustig gemacht. Flick fabuliert halt nichts mit "Taktiken" und kommt auch nur mit Grasfressen und Mentalität.Ich sehe das so: Man sollte erstmal eine Basis haben, dann kann man Spezielleres machen. Guardiola geht auch nicht zu nem Klub hin und macht falsche Neuner oder falsche 10er oder was auch immer. Sondern er fängt ganz simpel mit einem 4-1-4-1 an, mit recht klaren Aufgabengebieten und baut die Grundlagen auf. Wenn die sitzen, kommen Experimente rein.
Ich bleibe dabei: Deutschland oder der BVB verfügt über eigentlich ganz coole Spieler. Keine Megatalente, aber die hatten wir eh nur ganz selten. Die Stärke einer Mannschaft rührt immer erst mal daher, dass sie schwer zu schlagen ist. Also gut verteidigt. Und da haben wir immer noch sehr starke Leute.
Einverstanden! Genau an dem Punkt macht man dann soviel falsch, wenn man eine falsche Taktik überstülpen will.
Problematisch ist es aber vor allem, dass die gesamte Jugendarbeit auch duch dieses Hinterherhecheln nach den 2008er Spaniern leidet. Der ganze DFB wird konzeptionell vom Kopf her gezogen. Es fehlen Problemanalyse, realistische Ziele, zielorientierte Entscheidungsstrukturen und Ideenreichtum. Wenn man das jetzt reformiert, dauert es 10 Jahre, bis die Ergebnisse langsam in den Profibereich einsickern.
KICKER - Flicks Anleihen bei Pep Guardiola (ggf. auch was für BVB?)
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 20:19 (vor 875 Tagen) @ Ingo
Das ist das Problem bei Terzic, bei Flick und war es auch bei Nagelsmann. Tuchel muss bei Bayern auch erstmal das Gegenteil beweisen.
Da fragt man sich wo das herkommt, ständig nur seine eigenen Ideen durchdrücken zu wollen.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Newsteam
, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 07:20 (vor 875 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Scherben, Kiel, Donnerstag, 07.09.2023, 08:39 (vor 875 Tagen) @ Newsteam
Ich schaue relativ viel von Holstein Kiel, und ich finde faszinierend, wie schnell Rothe mir vorkommt. Kann sein, dass ich ihn in Dortmund da unterschätzt habe, aber ich fand seine Geschwindigkeit nie herausstechend. (Im Gegenteil: Teilweise kam er mir langsam vor, und ich hatte auch bereits gedacht, dass dieser Geschwindigkeitsnachteil ihn nie zu einem "echten" Bundesligaprofi werden lässt.) Bei Holstein sieht er plötzlich extrem flott aus. Mag an meiner Wahrnehmung liegen und sicher auch ein bisschen an den Gegenspielern. Wie habt Ihr ihn denn so dahingehend eingeschätzt?
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
schweizer666, Schweiz, Freitag, 08.09.2023, 00:14 (vor 874 Tagen) @ Scherben
Wie habt Ihr ihn denn so dahingehend eingeschätzt?
Ehrlichgesagt, mein Eindruck ist wohl etwas verklärt wegen seinem Debut, als er damals reinkam, und uns in Führung köpfte.
Glaube danach hatte er leider kein wirklich gutes Spiel mehr für uns?
Ich finds toll dass er in Kiel jetzt die Einsatzzeit bekommt um sich weiterzuentwickeln. Allerdings hoffe ich auch, dass sie nicht aufsteigen und er dann - falls er uns weiterhelfen könnte - lieber dort bliebe... ;)
Die Leihe war aber absolut richtig, wie man jetzt sieht, und ich gönne ihm jeden Moment. Möge er verletzungsfrei bleiben, dann sehen wir ihn eventuell mal wieder bei uns.. ;)
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Thofrock, Donnerstag, 07.09.2023, 14:10 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Naja, es gibt ja ganze Armeen von ehemaligen Spielern unserer U23, die dann in der zweiten Liga eine hervorragende Rolle gespielt haben, meist aber dann dort geblieben sind. Selbst so ein hoffnungsvolles Talent wie Marvin Duksch hat die halbe zweite Liga durchlaufen, bevor er dann mit Werder aufgestiegen ist. Rothe wurde immerhin nicht verkauft. Man hat also beim BVB die Hoffnung, das seine Entwicklung deutlich weiter reicht. Aber da müsste dann auch noch einiges kommen.
Rothe durfte nur gegen Sevilla ran
Gargamel09, Donnerstag, 07.09.2023, 10:00 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Ich schaue relativ viel von Holstein Kiel, und ich finde faszinierend, wie schnell Rothe mir vorkommt. Kann sein, dass ich ihn in Dortmund da unterschätzt habe, aber ich fand seine Geschwindigkeit nie herausstechend. (Im Gegenteil: Teilweise kam er mir langsam vor, und ich hatte auch bereits gedacht, dass dieser Geschwindigkeitsnachteil ihn nie zu einem "echten" Bundesligaprofi werden lässt.) Bei Holstein sieht er plötzlich extrem flott aus. Mag an meiner Wahrnehmung liegen und sicher auch ein bisschen an den Gegenspielern. Wie habt Ihr ihn denn so dahingehend eingeschätzt?
da musste er gegen alte, abgezockte Füchse auf seiner Seite spielen, die alles auf den Kasten hat. Da sah er natürlich nicht überragend gut aus, aber auch nicht so schlecht, wie ihn einige danach gesehen haben, aber danach wurde eben nicht mehr auf ihn gesetzt.
Die Leihe ist gut, aber aufgrund unseres Personalmangels hätte er auch bei uns nun Chancen bekommen können, aber so ist es vllt. besser, er zeigt was er kann, spielt 90 Minuten.
Er hat das Potential hier bei seiner Rückkehr dann als LV gesetzt zu sein!!
Rothe durfte nur gegen Sevilla ran
rawside, Berlin, Donnerstag, 07.09.2023, 10:13 (vor 875 Tagen) @ Gargamel09
Ich schaue relativ viel von Holstein Kiel, und ich finde faszinierend, wie schnell Rothe mir vorkommt. Kann sein, dass ich ihn in Dortmund da unterschätzt habe, aber ich fand seine Geschwindigkeit nie herausstechend. (Im Gegenteil: Teilweise kam er mir langsam vor, und ich hatte auch bereits gedacht, dass dieser Geschwindigkeitsnachteil ihn nie zu einem "echten" Bundesligaprofi werden lässt.) Bei Holstein sieht er plötzlich extrem flott aus. Mag an meiner Wahrnehmung liegen und sicher auch ein bisschen an den Gegenspielern. Wie habt Ihr ihn denn so dahingehend eingeschätzt?
da musste er gegen alte, abgezockte Füchse auf seiner Seite spielen, die alles auf den Kasten hat. Da sah er natürlich nicht überragend gut aus, aber auch nicht so schlecht, wie ihn einige danach gesehen haben, aber danach wurde eben nicht mehr auf ihn gesetzt.
Naja er wurde da eine Halbezit richtig abgekocht und hat vom Kicker auch zurecht ne 5 kassiert. Das war einfach nix. Er hatte ja dann auch in Liga 3 so seine Probleme defensiv.
Die Leihe ist gut, aber aufgrund unseres Personalmangels hätte er auch bei uns nun Chancen bekommen können, aber so ist es vllt. besser, er zeigt was er kann, spielt 90 Minuten.
Ich glaub die Leihe war schon genau der richtige Schritt. Bei uns würde selbst wenn Bensebaini ausfällt eher Ryerson links auflaufen als Rothe. Der soll mal lieber Spielzeit in Kiel sammeln.
Er hat das Potential hier bei seiner Rückkehr dann als LV gesetzt zu sein!!
Seine Leistungen sind auf jeden fall sehr gut aber ob das defensiv in einer 4er Kette reicht kann man schon noch anzweifeln. Die 5er Kette in Kiel scheint eher seinen Stärken entgegen zu kommen. Aktuell glaub ich eher nicht daran, dass er unsere Lösung auf links ist.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Ingo, Europa, Donnerstag, 07.09.2023, 09:27 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Ich schaue relativ viel von Holstein Kiel, und ich finde faszinierend, wie schnell Rothe mir vorkommt. Kann sein, dass ich ihn in Dortmund da unterschätzt habe, aber ich fand seine Geschwindigkeit nie herausstechend. (Im Gegenteil: Teilweise kam er mir langsam vor, und ich hatte auch bereits gedacht, dass dieser Geschwindigkeitsnachteil ihn nie zu einem "echten" Bundesligaprofi werden lässt.) Bei Holstein sieht er plötzlich extrem flott aus. Mag an meiner Wahrnehmung liegen und sicher auch ein bisschen an den Gegenspielern. Wie habt Ihr ihn denn so dahingehend eingeschätzt?
Ohne die Statistiken im Detail gesehen zu haben, würde ich das direkt auf die relativ niedrigere Athletik (und damit Geschwindikgeit) in der zweiten Liga schieben.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
DomJay, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 09:03 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Ich schaue relativ viel von Holstein Kiel, und ich finde faszinierend, wie schnell Rothe mir vorkommt. Kann sein, dass ich ihn in Dortmund da unterschätzt habe, aber ich fand seine Geschwindigkeit nie herausstechend. (Im Gegenteil: Teilweise kam er mir langsam vor, und ich hatte auch bereits gedacht, dass dieser Geschwindigkeitsnachteil ihn nie zu einem "echten" Bundesligaprofi werden lässt.) Bei Holstein sieht er plötzlich extrem flott aus. Mag an meiner Wahrnehmung liegen und sicher auch ein bisschen an den Gegenspielern. Wie habt Ihr ihn denn so dahingehend eingeschätzt?
Ich hatte schon mal geschrieben, Offensiv gehe ich da mit. Das macht er überragend. Er zeigt auch mehr ein gutes Auge und Passspiel.
Defensiv sind es mir noch zu oft diese Gedenksekunden, wo er den Zweikampf verliert bevor er stattfinden kann.
Insgesamt, also ich frage mich weiterhin ob er nicht auf der 10 oder der offensiven 8 besser aufgehoben wäre.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
DerInDerInderin, Donnerstag, 07.09.2023, 09:13 (vor 875 Tagen) @ DomJay
Aktuell kommt ihm bei Kiel auch die 3er bzw. 5er Kette zugute. Ähnlich wie bei Knauff in Frankfurt damals. Aber gebt dem Jungen einfach noch ein wenig Zeit. Die Leihe hat sich jetzt schon für alle 3 Parteien gelohnt.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
bambam191279, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 08:43 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Ich schaue relativ viel von Holstein Kiel, und ich finde faszinierend, wie schnell Rothe mir vorkommt. Kann sein, dass ich ihn in Dortmund da unterschätzt habe, aber ich fand seine Geschwindigkeit nie herausstechend. (Im Gegenteil: Teilweise kam er mir langsam vor, und ich hatte auch bereits gedacht, dass dieser Geschwindigkeitsnachteil ihn nie zu einem "echten" Bundesligaprofi werden lässt.) Bei Holstein sieht er plötzlich extrem flott aus. Mag an meiner Wahrnehmung liegen und sicher auch ein bisschen an den Gegenspielern. Wie habt Ihr ihn denn so dahingehend eingeschätzt?
Ich schaue Holstein Kiel tatsächlich nicht, aber das was ich von Rothe bei uns gesehen habe war für mich son Meunier Klon im Laufstil und der Geschwindigkeit.
Nicht wirklich schnell, aber auch kein Hummels ;-)
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Liberogrande, Donnerstag, 07.09.2023, 08:42 (vor 875 Tagen) @ Scherben
Ich habe das ähnlich gesehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass er sehr groß für einen Außenverteidiger ist und man bei großen Spielern kein besonders hohes Tempo erwartet bzw. diese häufig behäbiger wirken.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Argyle, Köln, Donnerstag, 07.09.2023, 15:01 (vor 875 Tagen) @ Liberogrande
Ich habe das ähnlich gesehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass er sehr groß für einen Außenverteidiger ist und man bei großen Spielern kein besonders hohes Tempo erwartet bzw. diese häufig behäbiger wirken.
Bolt ist fast 2 Meter groß. ;-)
Aber in der Tat ja auch meist gemütlich auf den ersten 30 Metern unterwegs. Und 30 Meter sind auf dem Platz ja schon ein langer Sprint.
Insofern trifft auf Rothe vermutlich das zu, was viele große Spieler inne haben: Mittelmäßiger Antritt, hohe Endgeschwindigkeit.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Liberogrande, Donnerstag, 07.09.2023, 15:41 (vor 875 Tagen) @ Argyle
Haaland ist ja auch nicht der Langsamste trotz seiner Größe. Aber genau das ist es: große Spieler haben häufig eine gute Endgeschwindigkeit und nicht den besten Antritt. Das kenn ich auch noch aus meiner sehr mäßig erfolgreichen Zeit als Amateurfußballer.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
Ingo, Europa, Donnerstag, 07.09.2023, 09:26 (vor 875 Tagen) @ Liberogrande
Ich habe das ähnlich gesehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass er sehr groß für einen Außenverteidiger ist und man bei großen Spielern kein besonders hohes Tempo erwartet bzw. diese häufig behäbiger wirken.
Zagadou war recht schnell, durch seine Statur wirkte er aber immer langsam. Seine Schrittlänge war so groß, dass er mit relativ wenige Schritten eine große Strecke zurücklegte. Das fand ich immer faszinierend.
Rothe überragt in Kiel - „Er weiß gar nicht, wie gut er ist“
bobschulz, MS, Donnerstag, 07.09.2023, 08:53 (vor 875 Tagen) @ Liberogrande
Ich habe das ähnlich gesehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass er sehr groß für einen Außenverteidiger ist und man bei großen Spielern kein besonders hohes Tempo erwartet bzw. diese häufig behäbiger wirken.
Naja, ähnlich wie bei Süle ist er recht schnell - nach den ersten 2-3 Metern.
Und ich hoffe er bekommt in Kiel die Erfahrung, die er braucht, um hier eine Hilfe zu sein. Denn gerade in der Abwehr ist der Sprung doch recht groß von U19/23 in den (erste) Bundesliga-Fußball.
Und gerade Handlungsschnelligkeit lernt man eher im echten Wettkampf als im Training.
Deutsche U 19 schlägt Bellingham & Co. - Wörns "nicht ganz zufrieden"
Newsteam
, Dortmund, Donnerstag, 07.09.2023, 07:16 (vor 875 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de