Was für Freunde der Statistik (BVB)
homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Montag, 04.09.2023, 14:52 (vor 903 Tagen)
Nach 3 Spieltagen (vielleicht etwas voreilig) etwas für die Freunde der Statistik:
Laufleistung:
Im Mittel laufen die Teams 116,4 km pro Spiel. Der BVB liegt mit 115,6 km nur knapp
darunter und auf Platz 11 dieser Statistik. Das ist nicht weiter bemerkenswert, zumal die
Mannschaft, die das Spiel macht, oft weniger läuft als die, die dem Ball hinterher rennt. So
liegen die Bayern auch nur auf Platz 10 mit 115,7 km.
Interessanter ist eigentlich, wie viel die Gegner laufen - im Fall des BVB 121,6 km, damit
wenig überraschend deutlich mehr als der Durchschnitt (Platz 2 hinter Wolfsburg). Bei den
Bayern sind es nur 116,2 km - irgendwie laufen die Bayern-Gegner also doch nicht so
intensiv dem Ball hinterher.
Am lauffreudigsten zeigen sich bis jetzt Köln und Heidenheim (die waren schon letzte Saison
das laufstärkste Team in der 2. Liga). Zwei der 6 höchsten Laufleistungen kamen gegen den
BVB zustande.
Foulspiel:
Dass der BVB (9,7) seltener Foul spielt als der Durchschnitt (11,7) verwundert nicht. Schon
eher, dass die Bayern (15,0) die dritt-meisten Fouls der Liga begehen. Da beide Teams
überwiegend in der Offensive sind, kann ich mir das nicht so recht erklären.
Sehr auffällig ist, wie viel GEGEN den BVB gefoult wird - nämlich 18,0 mal im Schnitt, das
sind mit deutlichem Abstand die meisten (Zweiter ist Frankfurt mit 15,7). Zwei der drei
höchsten Werte kamen gegen den BVB zustande. (Randnotiz: Für die 54 Fouls gegen den
BVB gab es 5 gelbe Karten, alle 10,8 Fouls - im Ligadurchschnitt alle 6,3 Fouls eine gelbe
Karte). Alle drei BVB-Gegner erzielten gegen den BVB ihren bisherigen Saison-Höchstwert
an Fouls.
Was ist nun das Fazit?
Haben viele Teams gegen uns besonders das Messer zwischen den Zähnen?
Wissen die Teams, dass sie mit dieser Spielweise (viel Laufen, harte Zweikämpfe führen)
gegen uns erfolgreich sein können?
Hatten wir bis jetzt ein bisschen Pech; beim nächsten Mal fliegt auch mal einer früh runter?
Ist unser Passspiel zu ungenau, so dass wir den gegner immer wieder in die Zweikämpfe
kommen lassen?
Was für Freunde der Statistik
LeDavide, Berlin, Donnerstag, 07.09.2023, 20:29 (vor 899 Tagen) @ homer73
Foulspiel:
Dass der BVB (9,7) seltener Foul spielt als der Durchschnitt (11,7) verwundert nicht. Schon
eher, dass die Bayern (15,0) die dritt-meisten Fouls der Liga begehen. Da beide Teams
überwiegend in der Offensive sind, kann ich mir das nicht so recht erklären.
Sehr auffällig ist, wie viel GEGEN den BVB gefoult wird - nämlich 18,0 mal im Schnitt, das
sind mit deutlichem Abstand die meisten (Zweiter ist Frankfurt mit 15,7). Zwei der drei
höchsten Werte kamen gegen den BVB zustande. (Randnotiz: Für die 54 Fouls gegen den
BVB gab es 5 gelbe Karten, alle 10,8 Fouls - im Ligadurchschnitt alle 6,3 Fouls eine gelbe
Karte). Alle drei BVB-Gegner erzielten gegen den BVB ihren bisherigen Saison-Höchstwert
an Fouls.Was ist nun das Fazit?
Haben viele Teams gegen uns besonders das Messer zwischen den Zähnen?
Wissen die Teams, dass sie mit dieser Spielweise (viel Laufen, harte Zweikämpfe führen)
gegen uns erfolgreich sein können?
Hatten wir bis jetzt ein bisschen Pech; beim nächsten Mal fliegt auch mal einer früh runter?
Ist unser Passspiel zu ungenau, so dass wir den gegner immer wieder in die Zweikämpfe
kommen lassen?
Bin etwas spät dran, aber ich hab mir mal die Zahlen der Fouls aus der Vorsaison angeschaut:
- Der BVB spielte 9,47 Fouls pro Spiel, wurde im Gegenzug 12,41x gefoult. Ligaschnitt: 11,83 Fouls
- Dafür kassierte der BVB 66 gelbe Karten (4,88 Fouls pro Karte), unsere Gegner 79 Stück (5,34). Ligaschnitt: 5,73 Fouls pro Verwarnung
- Rote Karten gab es für uns keine, für unsere Gegner 5 Stück (0,15 pro Spiel). Ligaschnitt: 0,07 pro Spiel
Fazit: Wir wurden leicht häufiger gefoult als im Schnitt, unsere Gegner kassierten dafür seltener Gelb, aber doppelt so häufig Rot.
Was für Freunde der Statistik
Marcello, Ruhrpott-Metropole, Dienstag, 05.09.2023, 17:44 (vor 901 Tagen) @ homer73
Zu Punkt 2)
Dieser leichte Bias, man werde regelmäßig verpfiffen, gerade im Bereich , wo es um taktische Allerwelts-Fouls geht, wird zumindest durch diese Statistik nicht widerlegt.
Zu 1)
Die höhere Laufleistung ergäbe sich auch durch die Taktik. Eigentlich steht das Team immer sehr weit auseinander . Gerade der hintere Mannschaftsteil. Ich denke, es ist auffällig wieviel Raum Can bearbeiten muss. Wenn der Gegner dann Anläuft , muss er grundsätzlich eine relativ große Strecke zurücklegen.
Andere Teams stehen in Phasen wesentlich kompakter. Der Vorteil der der großen Abstände , gereicht beim eigenen Anlaufen und Pressing auch zum Nachteil.
Was für Freunde der Statistik
Copperfield, Saarbrücken, Dienstag, 05.09.2023, 07:23 (vor 902 Tagen) @ homer73
Interessant. Lässt sich auch rein interpretieren das die Mannschaften bei uns tatsächlich noch einen Chance auf einen Punkt sehen und sich noch mehr rein hängen. Gegen Bayern ist dann doch bei den meisten eher abschenken angesagt. Unterstreicht zumindest die Wahrnehmung die viele hier ja auch seit Jahren haben das Gegen Bayern abgeschenkt wird und gegen uns der A... aufgerissen.
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Sascha, Dortmund, Dienstag, 05.09.2023, 08:54 (vor 902 Tagen) @ Copperfield
Interessant. Lässt sich auch rein interpretieren das die Mannschaften bei uns tatsächlich noch einen Chance auf einen Punkt sehen und sich noch mehr rein hängen. Gegen Bayern ist dann doch bei den meisten eher abschenken angesagt. Unterstreicht zumindest die Wahrnehmung die viele hier ja auch seit Jahren haben das Gegen Bayern abgeschenkt wird und gegen uns der A... aufgerissen.
Ich würde es nicht auf diese "Metaebene" verorten. Die Gegner haben einfach mitbekommen, dass wir aufgrund der Staffelung und Schwächen im Passspiel damit massive Probleme bekommen.
Bei den Bayern ist eben die individuelle Qualität und damit die Fähigkeit, sich aus diesen Situationen zu befreien, viel größer. Deshalb agieren die Gegner da deutlich defensiver.
Was für Freunde der Statistik
davidd, München, Montag, 04.09.2023, 22:52 (vor 902 Tagen) @ homer73
Apropos verfrühte Statistiken:
Platz 218 in der Kickerrangliste - und damit allerletzter Platz aller benoteten Bundesligaspieler diese Saison: Haller.
Knapp davor: Wolf (211) & Adeyemi (202).
Was für Freunde der Statistik
homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Dienstag, 05.09.2023, 07:13 (vor 902 Tagen) @ davidd
Apropos verfrühte Statistiken:
Platz 218 in der Kickerrangliste - und damit allerletzter Platz aller benoteten Bundesligaspieler diese Saison: Haller.
Wahrscheinlich normal, so einen Durchhänger zu haben nach 6 Monaten Pause.
Was für Freunde der Statistik
Foreveralone, Dortmund, Montag, 04.09.2023, 19:00 (vor 902 Tagen) @ homer73
Wir stecken ein, teilen aber nix aus.
Ich weiß nicht ob es am Spielermaterial liegt, oder an einer imo völlig naiven Zielvorgabe möglichst "fair" bzw ohne Körpereinsatz zu spielen.
Der Gegner registriert natürlich unsere Opfer-Körpersprache und Spielweise. Wir haben nicht die Ballzauberer die Gegner reihenweise austanzen können und durch Schnelligkeit überrumpeln können, daher sollten man mal so langsam ungemütlicher auftreten.
Was für Freunde der Statistik
koom, Montag, 04.09.2023, 17:09 (vor 902 Tagen) @ homer73
Die Bayern arbeiten unter Tuchel mehr und mehr daran, den Fokus auf Schnellangriffe zu reduzieren und wollen wieder mehr Ballzirkulation, auch und gerade tief in des Gegners Hälfte. Sie sind da bei weitem noch nicht, wo sie mal unter Guardiola waren, aber man sieht wieder einige dieser Dinge: Angriffe werden nicht wild zu Ende gespielt und es gibt langsam eine Struktur fürs Gegenpressing - wodurch auch eine Vielzahl leichter (taktischer) Fouls entstehen - Konter werden frühzeitig erstickt. Der Gegner macht also einerseits weniger Meter weil der Konter abgemeldet wird, aber vor allem, weil man auf kleinerem Raum steht, effektiv dann nur noch sich im/am Strafraum versammelt.
Der BVB zirkuliert den Ball meistens sehr tief, weil er große Probleme hat, den Ball strukturiert und konstruktiv in die gegnerische Hälfte zu bekommen. Der Gegner steht gestaffelt in der Mitte des Feldes, bewegt sich dabei ballorientiert von links nach rechts: Hier kommen die Kilometer zusammen, weil sich alle Gegenspieler beständig bewegen. Wenig Intensität, sondern einfach nur Verschieben. Das kann man auch vergleichsweise lange machen.
Dazu kommt noch, dass der BVB keine (gute) Struktur bei Ballverlust hat. Das Pressing und die Zweikämpfe sind alles individuelle Entscheidungen. Die Offensive hilft vergleichsweise wenig und man muss auch sagen, dass es auch undankbar ist, wenn unstrukturiert dort das Aufbauspiel des Gegners unterbunden wird. Da sprintet man sich nur dumm und dämlich. Die Angriffe des Gegners prallen dadurch auch recht direkt auf die Abwehr des BVB: Folge sind Torchancen oder Freistoße am Strafraum.
Was für Freunde der Statistik
Nietzsche, Montag, 04.09.2023, 16:53 (vor 902 Tagen) @ homer73
Foulspiel:
Dass der BVB (9,7) seltener Foul spielt als der Durchschnitt (11,7) verwundert nicht. Schon
eher, dass die Bayern (15,0) die dritt-meisten Fouls der Liga begehen. Da beide Teams
überwiegend in der Offensive sind, kann ich mir das nicht so recht erklären.
Das liegt vermutlich daran, dass die Bayern schnelle Konter des Gegners einfach standardmäßig durch taktische Fouls unterbinden. Mit dem Vorteil für sowas fast nie gelb zu kriegen, kann man das so machen.
Was für Freunde der Statistik
Blarry, Essen, Montag, 04.09.2023, 17:54 (vor 902 Tagen) @ Nietzsche
Aufs Timing kommts an. Haust du den Gegner direkt beim Ballverlust um, lässt du ihm keine Zeit in eine Umschaltsituation zu kommen, begehst du auch kein taktisches Foul. Sieben Ballkontakte, drei Steilpässe und 60 Meter Raumverlust später brauchst dus nicht mehr zu versuchen.
Die zahlreichen Fouls gegen uns kann man übrigens auch so deuten, dass wir erstklassig gut darin sind, auf theatralische Art Foulspiele zu ziehen.
Was für Freunde der Statistik
odenwaelder09, Montag, 04.09.2023, 18:32 (vor 902 Tagen) @ Blarry
Aufs Timing kommts an. Haust du den Gegner direkt beim Ballverlust um, lässt du ihm keine Zeit in eine Umschaltsituation zu kommen, begehst du auch kein taktisches Foul. Sieben Ballkontakte, drei Steilpässe und 60 Meter Raumverlust später brauchst dus nicht mehr zu versuchen.
1000% sehe ich das genauso. Dann machen die Bayern nämlich ihre besten Spiele. Das ist aber auch eine Kunst und zur Zeit eines unserer Probleme. Sie "erlauben" sich die Ballverluste komischerweise nur dann, wenn sie dicht gestaffelt sind und sofort wieder, notfalls mit Foul, zupacken können. Da gibt es erst gar keine Kontersituation...
Wir hingegen lassen uns im letzten Drittel komplett nach außen drücken (Brandt und co.), weil wir es vertikal Richtung Tor nicht schnell genug hinkriegen, vertendeln dann den Ball, am Besten noch Emre (der einzige in der Mitte) höchstpersönlich, und dann rennen gleich 5 Gegner über reichlich freie Wiese auf unsere letzte Reihe zu. Diese polenoffenen Ballverluste beherrschen wir perfekt und das wissen auch alle.
Was für Freunde der Statistik
breisgauborusse, Montag, 04.09.2023, 15:27 (vor 903 Tagen) @ homer73
Wie du es geschrieben hast ist diese Statistik etwas verfrüht.
Wir haben bisher „nur“ gegen Abstiegskandidaten gezockt. Diese kommen eben fast nur über intensive Zweikämpfe ins Spiel. Zudem liegt es ganz sicher auch an unserem Passspiel. Zu ungenau, zu langsam und oft vorhersehbar, sodass die Gegner wissen, welche Räume sie zulaufen müssen. Im Prinzip schieben wir den Ball oft in ungefährlichen Zonen hin und her, wo der Gegner einfach nur verschieben muss. Des Weiteren bieten wir den Gegnern aber auch sehr viel Raum zum Kontern an. Auch dank unseres Passspiels.
Am Ende aber sind diese Statistiken aber auch Wurst, wenn du die individuellen Böcke nicht abstellst, gewinnst du nichts!
Das 1-0 von Bochum:
Wolf lässt sich einfach ausspielen und bleibt stehen. Kobel hält den haltbaren Schuss nicht, Zack aus.
1-1Heidenheim:
Wolf spielt einen katastrophalen Pass. Schlotterbeck muss einen Schritt mehr raus um den Winkel zu verkürzen und auch dieser Schuss war haltbar.
2-2 Heidenheim:
Haller stellt sich doof an.
Auch ohne gut gespielt zu haben, könnten wir bereits 7 Punkte auf dem Konto haben. Wir hatten aber auch Glück. Am besten die individuellen Böcke abstellen, mehr Passsicherheit an den Tag legen, als Mannschaft kompakter verschieben und gewisse Abläufe reinbekommen. Eigentlich all das, was in die Vorbereitung reingehört.
Was für Freunde der Statistik
ersiees, augsburg, Montag, 04.09.2023, 17:40 (vor 902 Tagen) @ breisgauborusse
Eigentlich all das, was in die Vorbereitung reingehört.
Das ist das eigentliche erschreckende das dieses Team, welches noch dazu zum Großteil nahezu unverändert ist, nach einer Vorbereitung und 4 absolvierten Pflichtspielen scheinbar wieder bei 0 einsteigen muss. outch
Was für Freunde der Statistik
bobschulz, MS, Montag, 04.09.2023, 15:42 (vor 902 Tagen) @ breisgauborusse
Wie du es geschrieben hast ist diese Statistik etwas verfrüht.
Wir haben bisher „nur“ gegen Abstiegskandidaten gezockt. Diese kommen eben fast nur über intensive Zweikämpfe ins Spiel. Zudem liegt es ganz sicher auch an unserem Passspiel. Zu ungenau, zu langsam und oft vorhersehbar, sodass die Gegner wissen, welche Räume sie zulaufen müssen. Im Prinzip schieben wir den Ball oft in ungefährlichen Zonen hin und her, wo der Gegner einfach nur verschieben muss. Des Weiteren bieten wir den Gegnern aber auch sehr viel Raum zum Kontern an. Auch dank unseres Passspiels.
Am Ende aber sind diese Statistiken aber auch Wurst, wenn du die individuellen Böcke nicht abstellst, gewinnst du nichts!
Das 1-0 von Bochum:
Wolf lässt sich einfach ausspielen und bleibt stehen. Kobel hält den haltbaren Schuss nicht, Zack aus.
1-1Heidenheim:
Wolf spielt einen katastrophalen Pass. Schlotterbeck muss einen Schritt mehr raus um den Winkel zu verkürzen und auch dieser Schuss war haltbar.
2-2 Heidenheim:
Haller stellt sich doof an.Auch ohne gut gespielt zu haben, könnten wir bereits 7 Punkte auf dem Konto haben. Wir hatten aber auch Glück. Am besten die individuellen Böcke abstellen, mehr Passsicherheit an den Tag legen, als Mannschaft kompakter verschieben und gewisse Abläufe reinbekommen. Eigentlich all das, was in die Vorbereitung reingehört.
Das Problem bleibt aber auch dann im Zusammenspiel zwischen Pass und Annahme. Irgendwann in der ersten Hz bekam Adeyemi einen guten Pass in den Lauf, der ihm dann aber 2-3 Meter verspringt. Meistens passen halt die Lauf- und Passwege nicht so dass solche Mängel erst rechtnicht passieren dürfen, solange so selten Pass- und Laufweg zusammen passen.
Und taktisch darf mMn ein Haller nicht IV spielen [oder ist das nach Füllkrugs Verpflichtung angedacht? :-) ] oder ein Schlotterbeck wie in der ersten HZ bei seiner Verletzung als erster Pressingspieler vorne rumrennend. Oder wie Du schon schreibst: Die Abläufe fehlen.
Was für Freunde der Statistik
Ingo, Europa, Montag, 04.09.2023, 15:17 (vor 903 Tagen) @ homer73
Nach 3 Spieltagen (vielleicht etwas voreilig) etwas für die Freunde der Statistik:
Laufleistung:
Im Mittel laufen die Teams 116,4 km pro Spiel. Der BVB liegt mit 115,6 km nur knapp
darunter und auf Platz 11 dieser Statistik. Das ist nicht weiter bemerkenswert, zumal die
Mannschaft, die das Spiel macht, oft weniger läuft als die, die dem Ball hinterher rennt. So
liegen die Bayern auch nur auf Platz 10 mit 115,7 km.
Interessanter ist eigentlich, wie viel die Gegner laufen - im Fall des BVB 121,6 km, damit
wenig überraschend deutlich mehr als der Durchschnitt (Platz 2 hinter Wolfsburg). Bei den
Bayern sind es nur 116,2 km - irgendwie laufen die Bayern-Gegner also doch nicht so
intensiv dem Ball hinterher.
Am lauffreudigsten zeigen sich bis jetzt Köln und Heidenheim (die waren schon letzte Saison
das laufstärkste Team in der 2. Liga). Zwei der 6 höchsten Laufleistungen kamen gegen den
BVB zustande.Foulspiel:
Dass der BVB (9,7) seltener Foul spielt als der Durchschnitt (11,7) verwundert nicht. Schon
eher, dass die Bayern (15,0) die dritt-meisten Fouls der Liga begehen. Da beide Teams
überwiegend in der Offensive sind, kann ich mir das nicht so recht erklären.
Sehr auffällig ist, wie viel GEGEN den BVB gefoult wird - nämlich 18,0 mal im Schnitt, das
sind mit deutlichem Abstand die meisten (Zweiter ist Frankfurt mit 15,7). Zwei der drei
höchsten Werte kamen gegen den BVB zustande. (Randnotiz: Für die 54 Fouls gegen den
BVB gab es 5 gelbe Karten, alle 10,8 Fouls - im Ligadurchschnitt alle 6,3 Fouls eine gelbe
Karte). Alle drei BVB-Gegner erzielten gegen den BVB ihren bisherigen Saison-Höchstwert
an Fouls.Was ist nun das Fazit?
Haben viele Teams gegen uns besonders das Messer zwischen den Zähnen?
Wissen die Teams, dass sie mit dieser Spielweise (viel Laufen, harte Zweikämpfe führen)
gegen uns erfolgreich sein können?
Hatten wir bis jetzt ein bisschen Pech; beim nächsten Mal fliegt auch mal einer früh runter?
Ist unser Passspiel zu ungenau, so dass wir den gegner immer wieder in die Zweikämpfe
kommen lassen?
Interessant! Nach drei Spieltagen aber nicht aussagekräftig.
Unabhängig von der Statistik würde ich aber aus der Erfahrung heraus zustimmen, dass hohe Aggressivität und Laufbereitschaft gegen den BVB sich als lohnenswert gezeigt haben. Gegen Buyern wird aber vieles gestraft, was zu sehr in die Offensive hinein reicht. Daher die Einigelung mit wenig Bewegung in die Tiefe und entsprechend wenig Laufleistung.