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Nmecha (BVB)

Dortmunder Jung, Freitag, 25.08.2023, 18:16 (vor 914 Tagen) @ sambacket

Danke, das hilft sehr und gibt Kontext. Mein Problem ist tatsächlich - unabhängig davon, dass man mittelfristig schauen muss ob das wahr ist, was er sagt - die katastrophale Kommunikation des Vereins. Da schafft es Sky besser das Ganze per Interview zu thematisieren und auch gute Fragen zu stellen..und der BVB weiterhin blockiert aktiv Fragen von Journalisten dazu. Sie haben medial einfach alles falsch machen können, was geht im Vorfeld.

Ich habe mir überlegt, was die BVB-Vereinsführung vor der Verpflichtung kommunikativ anders hätte machen können. Für mich hat sie es richtig gemacht.

Ich sehe drei wesentliche Kommunikationsoptionen für die BVB-Vereinsführung für die Zeit bis zur Bekanntgabe der Verpflichtung:

Option a) Der BVB hätten sagen können, wir prüfen vor der Verpflichtung von Felix Nmecha, wie er menschlich tickt. Also neben dem Medizincheck noch eine Art "moralischer Check".

Option b) Der BVB hätte mit Beginn der Diskussion wegen des Transfers betonen können, dass der Verein vehement gegen Homophobie ist und wie wichtig es ihm ist, dass der Grundwertekodex eingehalten wird. Ohne dabei den Namen Felix Nmecha zu erwähnen.

Option c) Der BVB kommuniziert vor der Verpflichtung nichts zu dem Thema.

a) wäre für mich die schlechteste Option. Wenn kein Vertrag zu Stande gekommen wäre, dann hätte Nmecha für den Rest seines Lebens einen Homophobie-Stempel. Ob der Vertrag wegen irgendwelcher vertraglicher Details, der Ergebnisse des Medizinchecks oder eben der Einzelgespräche nicht zuständen gekommen wäre, wäre dabei völlig egal gewesen. Auch egal, was der Verein oder Felix Nmecha dann noch dazu gesagt hätten. Option a) kann man nicht machen.

b) wäre möglich gewesen. Aber ich schätze, das wäre dann von vielen auch wieder als "Lippenbekenntnisse" oder "Heuchelei" beschrieben worden.

c) hat die Vereinsführung nach meiner Wahrnehmung gemacht. Also bis zur Verpflichtung nichts kommuniziert. Oder es ist an mir vorbei gegangen. Das finde ich tatsächlich die beste Option.

Mit der Verpflichtung hat die Vereinsführung dann kommuniziert, dass man auf Grund der Vorwürfe die diversen Einzelgespräche geführt hat (ich meine das waren Watzke, Lunow und Terzic) und Nmecha dabei die Gesprächspartner überzeugt hat. Dabei kam für mich rüber, dass man das Thema ernst genommen und reagiert hat. Ich gehe dabei davon aus, dass man Nmecha bei großen Zweifeln nicht verpflichtet hätte, also die Gespräche tatsächlich ergebnisoffen waren. Ob das wirklich so war, weiß ich natürlich nicht. Genausowenig wie in ich den Kopf von Menschen gucken kann.

Ich fand die Gesamt-Kommunikation insgesamt ok. Aber offensichtlich bin ich einer der wenigen. Wenn die meisten der Kommunikationsempfänger diese für falsch halten, muss sie schlecht gewesen sein. Oder es ging bei dem Thema nicht viel besser. Ich bleibe zumindest dabei, dass zumindest bis zur Bekanntgabe der Verpflichtung das "Mund halten" das beste war.


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