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Sabitzer passt (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 26.07.2023, 22:59 (vor 1111 Tagen) @ Newsteam
bearbeitet von Will Kane, Mittwoch, 26.07.2023, 23:02

Eine Analyse, die einige wesentliche Punkte hinsichtlich des Spiels Sabitzers aufführt, andere wesentliche Aspekte allerdings auch nicht anspricht.

Insbesondere sein Passspiel hätte in meinen Augen z.B. in puncto Präzision einer genaueren Betrachtung bedurft; ebenso beispielsweise seine technischen Fertigkeiten bezüglich Ballan- und -mitnahme.

Aber wie auch immer, zu Sabitzer hat hier im Forum so ziemlich jeder seine Einschätzung abgegeben, da muss ich das nicht auch noch in extenso tun. Den einen oder anderen Punkt möchte ich dennoch herausgreifen.

Ein box-to-box-Achter (wie Kehl ihn klassifiziert hat) ist er jedenfalls in meinen Augen nicht. Seine Stärken liegen im zentralen/offensiven Mittelfeld. Verbindungsspieler trifft es da mAn schon eher.

Ein Sechser ist er auch mMn definitiv nicht, wobei er interessanterweise bei Bayern zu Beginn der letzten Saison (als Goretzka verletzungsbedingt fehlte) im zentralen/defensiven Mittelfeld Kimmich sehr effektiv abgesichert hat, was Goretzka fast drei Spielzeiten lang in dieser Form kaum hinbekommen hat. Ebenso wie Felix Nchema nimmt Sabitzer sehr wohl seine Defensivaufgaben wahr, sodass mAn nicht zu erwarten sein dürfte, dass Can als Solo-Sechser in seiner Hauptdefensivaufgabe allein gelassen würde.

Sabitzer entstammt dem Dosenkosmos, man weiß also was man von ihm erwarten kann. Zweikampfstärke, Balleroberung, schnelle Pässe nach vorne - alles was den Rangnickschen Fußball auszeichnet. Er hat seine technischen Qualitäten, obwohl ihm gerne mal der Ball bei der Annahme verspringt. Was vielleicht aber gar nicht so negativ ins Gewicht fällt, da er in ein Team kommt, das ebenfalls Pressing-/Gegenpressingfußball spielt und schnelles offensives Umschalten, Dynamik und der schnelle Pass nach vorne wichtiger als Genauigkeit und Sorgfalt im Spielaufbau sind. Wobei Sabitzer durchaus sehr kluge Pässe spielen kann.

Am Ende wird es die Nagelprobe sein, welchen kreativen Input er gegen Teams geben kann, die sich hinten einigeln und kaum Möglichkeiten zum schnellen Umschalten und vertikalem Spiel nach vorne geben. Diagonale Spielverlagerungen oder Distanzschüsse, die zu Sabitzers Stärken zählen, sind zwar probate Mittel, allerdings bei weitem nicht ausreichend. Aber in seiner Leipziger Zeit hat er durchaus gezeigt, dass er im richtigen Moment Schnittstellenpässe spielen kann.

Der BVB war schon an Sabitzer interessiert, bevor dieser dann zu Bayern wechselte. Und das hatte seine Gründe. Er war ein überdurchschnittlicher Bundesligaspieler im zentralen Mittelfeld der Dosen. Bei Bayern hat er gegen Goretzka keine faire Chance bekommen, wie Gravenberch vielleicht auch nicht. Bei ManUnited hat er bis zu seiner Verletzung mehr als andeuten können, dass er wertvoll für ein Team sein kann.

Sabitzer ist ein Spieler, der das tut, was das Trainerteam ihm als Aufgabe zuweist. Ist diese Aufgabe stimmig auf seine Stärken zugeschnitten, dann wird auch Sabitzer Konstanz und Stabilität des Teams stärken.

Ich persönlich bin sehr zuversichtlich, dass er passen wird.


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