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Nils Petersen (Fußball und Sport allgemein)

SebWagn, HH Harvestehude, Freitag, 21.07.2023, 15:26 (vor 922 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Wirklich lesenswert und sehr reflektiert - Wie auf dem Platz zu seiner aktiven Zeit

Nicht nur die Nationalelf fordert einen Fußball-Liebhaber und -Romantiker wie Sie gerade heraus. Wie finden Sie es, dass nun immer mehr europäische Top-Fußballer und -trainer nach Saudi-Arabien wechseln? Ein Land, in dem viele Menschenrechte missachtet werden und das vor allem wegen geopolitischer Interessen massiv in den vermeintlich sauberen und verbindenden Spitzensport investiert?

Es ist enttäuschend und wirft ein schlechtes auf uns Fußballer, weil niemand mit dem Argument kommen kann, es ist so interessant dort, meine Frau will unbedingt dorthin oder meine Familie liebt Saudi-Arabien. Es geht ausschließlich ums Geld. Es ist legitim, wenn jemand sagt, ich bin Kapitalist, nehme das Geld mit und setze mich dann mit 35 und zig Millionen zur Ruhe. Das wäre ehrlich. Ich finde jedoch, wir verdienen sowieso schon so viel Geld und haben ein hoch privilegiertes Leben. Besonders alle die, die gerade dort hinwechseln. Für mich sind eine lebenswerte Umgebung, ein Umfeld mit Familie und Freunden oder eine echte Heimat unbezahlbar. Ich denke dann, was für ein frustrierendes Leben müssen diese Jungs haben, damit sie meist zum Karriereende dorthin gehen. Diese Spieler vermisse ich dann aber auch nicht. Ich habe noch nicht ein Spiel von Ronaldo gesehen und werde auch keins von Benzema anschauen, weil es mich überhaupt nicht interessiert und sie dort auch niemals bis zu ihrem Maximum gefordert werden. Ich kenne auch niemanden, der diese Spiele dort sieht oder sich ein Trikot kaufen möchte.

https://www.kicker.de/petersen-im-karriere-interview-ich-war-ein-goldfisch-im-haifischbecken-959959/artikel

und noch

Er hatte Angst, „wie es weitergeht, wenn ich nicht mehr auf mein Leistungslevel komme. Jedes Spiel war wie eine Prüfung, der Kopf rumorte, die Gedanken sind allgegenwärtig und man kann nicht schlafen.“ Petersen fürchtete, dass seine Lebensfreude nicht zurückkomme. „Es war für mich eine existenzielle Angst, was als nächstes kommt“. Es sei ein innerer Kampf gewesen. Heute gehe es ihm gut.

Ein Tabuthema sieht der Ex-Stürmer des SC Freiburg in der mentalen Gesundheit im Fußball nicht. „Eher ein offenes Geheimnis. Wenn man sich artikuliert, merkt man erst einmal, dass auch andere Kollegen unter ähnlichen Problemen leiden oder was manche für Rucksäcke mit sich herumschleppen. Man ist folglich nicht allein“.


https://www.transfermarkt.de/petersen-uber-psychische-probleme-und-sucht-im-profifussball-bdquo-ein-offenes-geheimnis-ldquo-/view/news/425284


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