Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten... (Sonstiges)
Frankonius, Frankfurt, Dienstag, 20.06.2023, 22:31 (vor 943 Tagen)
..sind natürlich viel wichtiger, wenn man den Medienhype betrachtet.
Also um die Prioritäten zu wahren zuerst die wichtige Sache.
Das Betrachten für 250.000 € eins gammeligen Rosthaufen ist natürlich von epochalem Interesse für die Menschheit.
Und die unwichtige Sache.
*zynimusaus*
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Gargamel09, Donnerstag, 22.06.2023, 21:12 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Frankonius, Frankfurt, Donnerstag, 22.06.2023, 22:06 (vor 941 Tagen) @ Gargamel09
Vermutlich ein schneller und schmerzloser Tod. Ob das für die Angehörigen tröstlich ist, bezweifle ich.
Grundsätzlich sollte man überlegen, ob man das Wrack nicht als Gedenkstätte vor solchen touristischen Aktivitäten schützen sollte.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
markus93, Sauerland, Freitag, 23.06.2023, 07:12 (vor 940 Tagen) @ Frankonius
Wird sich irgendwann ohnehin von selbst erledigen.
Schon in 15 bis 20 Jahren könnten die Überreste komplett verschwunden sein, schätzen Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung. „Das Wrack ist von Biofilmen und Rost überzogen“, erklärt AWI-Leiterin Antje Boetius.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Kilian, Donnerstag, 22.06.2023, 22:52 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
Ist das so? Wird man in der Tiefe augenblicklich vom Druck getötet?
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
PePopp, Freitag, 23.06.2023, 11:07 (vor 940 Tagen) @ Kilian
Du bist schneller tot als das dein Gehirn überhaupt verarbeiten könnte.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
guy_incognito, Rhein-Neckar, Freitag, 23.06.2023, 11:36 (vor 940 Tagen) @ PePopp
Du bist schneller tot als das dein Gehirn überhaupt verarbeiten könnte.
Ja, das ist kaum vergleichbar mit irgendeinem Ablauf an der Erdoberfläche.
Ich meine bei einer Kraft von 3-4 kN pro cm², die wirklich innerhalb von Millisekunden einwirkt, und einer Körperoberfläche des Menschen von 1,7 m² (= 17000 cm²)... den Rest auszurechnen überlasse ich jedem selbst.
Ein fahrenden Güterzug, vor den man sich wirft, ist nichts dagegen.
Generell ist das schon ein Wahnsinn. Ich habe in meinem früheren Job mit Airbus zu tun gehabt und in meinem aktuellen vor Jahren viel mit Marine-Kunden.
Das sind sowas von durchregulierte Märkte mit zig Auflagen und Kontrollmechanismen. Allein wie oft wir mit Lloyd's Register hin- und her diskutiert haben. Und da ging es um Zulassungen von Produkten auf Schiffen.
Allein der Gedanke, ein Tiefsee-U-Boot zu Teilen aus Kohlefaser zu bauen. Ich vermute mal nicht, dass das CFK regelmäßig mit Ultraschall oder anderen zerstörungsfreien Prüfverfahren untersucht wurde... im Flugzeugbereich ist CFK ja ok, da die Fasern auf Zug belastet werden, aber bei zigfacher Drucklast in der Tiefsee?
Ich bin ja trotz der dramatischen Umstände der Ansicht, dass Teilnehmer an einer solchen Expedition selbst für ihren Tod verantwortlich sind. Allein der Gedanke, sich in so eine zusammengebastelte Röhre zu setzen...
Zudem wundere ich mich, dass Ocean Gate nicht einfach ein komplettes Titan-U-Boot gebaut hat. Ob das nun ein paar Millionen mehr kostet, ist doch wurscht. Denn bei dem Kunden-Klientel sollte es keine Rolle spielen, ob das Ticket 250 k€ oder 2,5 Mio € kostet.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Philipp54, Freitag, 23.06.2023, 20:06 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
Du bist schneller tot als das dein Gehirn überhaupt verarbeiten könnte.
Ja, das ist kaum vergleichbar mit irgendeinem Ablauf an der Erdoberfläche.Ich meine bei einer Kraft von 3-4 kN pro cm², die wirklich innerhalb von Millisekunden einwirkt, und einer Körperoberfläche des Menschen von 1,7 m² (= 17000 cm²)... den Rest auszurechnen überlasse ich jedem selbst.
Ein fahrenden Güterzug, vor den man sich wirft, ist nichts dagegen.
Generell ist das schon ein Wahnsinn. Ich habe in meinem früheren Job mit Airbus zu tun gehabt und in meinem aktuellen vor Jahren viel mit Marine-Kunden.
Das sind sowas von durchregulierte Märkte mit zig Auflagen und Kontrollmechanismen. Allein wie oft wir mit Lloyd's Register hin- und her diskutiert haben. Und da ging es um Zulassungen von Produkten auf Schiffen.
Allein der Gedanke, ein Tiefsee-U-Boot zu Teilen aus Kohlefaser zu bauen. Ich vermute mal nicht, dass das CFK regelmäßig mit Ultraschall oder anderen zerstörungsfreien Prüfverfahren untersucht wurde... im Flugzeugbereich ist CFK ja ok, da die Fasern auf Zug belastet werden, aber bei zigfacher Drucklast in der Tiefsee?
Ich bin ja trotz der dramatischen Umstände der Ansicht, dass Teilnehmer an einer solchen Expedition selbst für ihren Tod verantwortlich sind. Allein der Gedanke, sich in so eine zusammengebastelte Röhre zu setzen...
Zudem wundere ich mich, dass Ocean Gate nicht einfach ein komplettes Titan-U-Boot gebaut hat. Ob das nun ein paar Millionen mehr kostet, ist doch wurscht. Denn bei dem Kunden-Klientel sollte es keine Rolle spielen, ob das Ticket 250 k€ oder 2,5 Mio € kostet.
Die Materialauswahl war falsch, ganz klar. Bei solchen Drücken von außen, reagieren die Fasern empfindlicher, als bei Druck von innen, wie bspw. bei Gasflaschen. So ein Teil ohne Zertifizierung geht gar nicht. Titan leitet sich wahrscheinlich von Titanic ab, aber als U-Bootname wirkt das gleich mal stabiler. Das war wohl die letzte Fahrt ohne Zertifikat- weltweit.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
PaBe, Freitag, 23.06.2023, 11:56 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
Du bist schneller tot als das dein Gehirn überhaupt verarbeiten könnte.
Ja, das ist kaum vergleichbar mit irgendeinem Ablauf an der Erdoberfläche.Ich meine bei einer Kraft von 3-4 kN pro cm², die wirklich innerhalb von Millisekunden einwirkt, und einer Körperoberfläche des Menschen von 1,7 m² (= 17000 cm²)... den Rest auszurechnen überlasse ich jedem selbst.
Ein fahrenden Güterzug, vor den man sich wirft, ist nichts dagegen.
Generell ist das schon ein Wahnsinn. Ich habe in meinem früheren Job mit Airbus zu tun gehabt und in meinem aktuellen vor Jahren viel mit Marine-Kunden.
Das sind sowas von durchregulierte Märkte mit zig Auflagen und Kontrollmechanismen. Allein wie oft wir mit Lloyd's Register hin- und her diskutiert haben. Und da ging es um Zulassungen von Produkten auf Schiffen.
Allein der Gedanke, ein Tiefsee-U-Boot zu Teilen aus Kohlefaser zu bauen. Ich vermute mal nicht, dass das CFK regelmäßig mit Ultraschall oder anderen zerstörungsfreien Prüfverfahren untersucht wurde... im Flugzeugbereich ist CFK ja ok, da die Fasern auf Zug belastet werden, aber bei zigfacher Drucklast in der Tiefsee?
Ich bin ja trotz der dramatischen Umstände der Ansicht, dass Teilnehmer an einer solchen Expedition selbst für ihren Tod verantwortlich sind. Allein der Gedanke, sich in so eine zusammengebastelte Röhre zu setzen...
Zudem wundere ich mich, dass Ocean Gate nicht einfach ein komplettes Titan-U-Boot gebaut hat. Ob das nun ein paar Millionen mehr kostet, ist doch wurscht. Denn bei dem Kunden-Klientel sollte es keine Rolle spielen, ob das Ticket 250 k€ oder 2,5 Mio € kostet.
Danke für den interessanten Einblick. :-)
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
guy_incognito, Rhein-Neckar, Freitag, 23.06.2023, 13:49 (vor 940 Tagen) @ PaBe
Bei SpiegelOnline gibt es gerade einen Artikel zu dem Thema.
Ist leider schon hinter der Paywall.
Darin heißt es: Stockton Rush habe keine klassischen Zertifizierungsinstitute wie das American Bureau of Shipping oder Lloyd's Register herangezogen, da diese ein "Gräuel für Innovationen" seien.
Na dann...
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
majae, Muc, Freitag, 23.06.2023, 20:25 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
Darin heißt es: Stockton Rush habe keine klassischen Zertifizierungsinstitute wie das American Bureau of Shipping oder Lloyd's Register herangezogen, da diese ein "Gräuel für Innovationen" seien.
Innovativer Darwin Award?
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Blarry, Essen, Donnerstag, 22.06.2023, 23:05 (vor 941 Tagen) @ Kilian
Faustregel: pro zehn Metern Tauchtiefe ein Bar Druck. In vier Kilometern Tiefe hast du also gut 400 Kilogramm pro Quadratzentimeter Oberfläche auf dir lasten. Nicht besonders zuträglich für komplexe, nicht angepasste Lebensformen. Um es mit Randall Munroe zu sagen: "You would just stop being biology and start being physics".
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Tom Frost, Freitag, 23.06.2023, 10:57 (vor 940 Tagen) @ Blarry
Faustregel: pro zehn Metern Tauchtiefe ein Bar Druck. In vier Kilometern Tiefe hast du also gut 400 Kilogramm pro Quadratzentimeter Oberfläche auf dir lasten. Nicht besonders zuträglich für komplexe, nicht angepasste Lebensformen. Um es mit Randall Munroe zu sagen: "You would just stop being biology and start being physics".
Waren sie denn schon ganz unten angekommen?
Ansonsten greift eh die zweite Faustregel: Was ein Uboot zerfetzt, zerfetzt auch Dich.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Schaumkrone, Celle, Freitag, 23.06.2023, 13:35 (vor 940 Tagen) @ Tom Frost
Da es keine Blackbox oder sowas gibt kann man es wohl nie herausfinden.
Vom Mutterschiff konnte man evtl. sehen wie tief die waren als der Kontakt abriss.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
PePopp, Freitag, 23.06.2023, 11:47 (vor 940 Tagen) @ Tom Frost
Ansonsten greift eh die zweite Faustregel: Was ein Uboot zerfetzt, zerfetzt auch Dich.
Nur wenn du auch im Uboot bist und/oder die Druckänderung schlagartig eintritt.
Grundsätzlich hat der menschliche Körper gegenüber einem Uboot den Vorteil, dass er keine starre Hülle besitzt, da zerfetzt also so schnell nix und auch extremer Außendruck ließe sich grundsätzlich ziemlich gut aushalten.
Der limitierende Faktor für den Menschen bei solchem Druck ist in erster Linie der Partialdruck von Gasen ("Tiefenrausch", Sauerstofftoxizität, etc.)
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Blarry, Essen, Freitag, 23.06.2023, 12:42 (vor 940 Tagen) @ PePopp
Bei üblichen Tauchgängen bis in die tieferen Regionen des Apnoetauchens, ja. Wenns tiefer geht, spielt das alles keine wirkliche Rolle mehr, weil die mechanischen Kräfte einfach Überhand nehmen. Zur Verbildlichung: auf den 4000 Metern der Titanic lasten auf der Fläche deines großen Zehs etwa zwei schwere SUVs. Da ist die Elastizität der menschlichen Fleischhülle nicht mehr von Interesse, weil du instant zu Carpaccio wirst.
"Normale" U-Boote, also von Ingenieuren, die wissen, was sie tun gebaute, haben übrigens auch keine starre Hülle. Die dafür verbauten Metallwerkstoffe, ob Stahl oder Titan, sind allesamt ein wenig kompressibel. Die Deepsea Challenger, in der James Cameron 2012 an den Grund des Marianengrabens tauchte, wurde während des Tauchgangs durch den Außendruck um zehn Zentimeter kürzer. Das funktioniert nicht mit Kompositmaterialen aus Kohlefaser, die entweder halten oder brechen, und nichts dazwischen beherrschen.
Im Übrigen feiere ich gerade die aktuellen TV-Auftritte von Cameron und Bob Ballard. "Guck ma, wir waren dreimal so tief wie die Titanic, und habens überlebt". Salz in die Wunde und so, aber berechtigt.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
guy_incognito, Rhein-Neckar, Freitag, 23.06.2023, 13:11 (vor 940 Tagen) @ Blarry
Ich will ja nicht zu böse sein.
Aber bei jedem "Jugend forscht"-Wettbewerb wirst du unter den 10 Erstplatzierten sicher 9 finden, die ein Tiefsee-U-Boot ohne große Vorkenntnisse deutlich besser dimensionieren können, sowohl bzgl. Design als auch Materialauswahl.
Metalle sind aufgrund der kristallinen Struktur eigentlich so einfach. In Bezug auf Übergang Elastizität/ Plastizität, Alterungsbeständigkeiten, usw.
Es gibt ganze Maschinenbau-Bibeln, die du, ohne Materialwissenschaftler zu sein, aufschlagen und die empirisch massenhaft erprobten Formeln verwenden kannst.
Kompositwerkstoffe sind nur was für Profis und nix für (dazu noch amerikanische) Bastelwastels.
Das Matrixharz ist ein Polymer, sprich es gibt keine Abgrenzung zwischen Elastizität/ Plastizität (auch wenn ich das sehr häufig bei Kunden höre). Dazu musst du wirklich alle Alterungsszenarien abprüfen, insbesondere bei Extrembelastungen (Temperatur, Druck, Medieneinlagerung, usw. + die Kombinationen). Auch die Fasergelege selbst sind eine Wissenschaft für sich, insbesondere im Zusammenspiel mit den Matrixharzen. Es gibt zudem diverse Herstellungsmöglichkeiten, die wiederum die mechanische (Langezeit-)Performance beeinflussen.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
DomJay, Köln, Freitag, 23.06.2023, 21:38 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
bearbeitet von DomJay, Freitag, 23.06.2023, 21:42
Man sollte aber nicht übersehen, dass diese „weniger als Jugendforscht“ Konstruktion schon mehrere Tauchgänge erfolgreich absolviert hat.
Auch im Flugzeugbau gibt es viele Wege zum Ziel. Du kannst alles aus Titan bauen und trotzdem zu einem katastrophalen Ereignis kommen, wenn es bricht.
Natürlich sind Faserverbundwerkstoffe anders als Metalle von anderen Effekten betroffen.
Aber um es zurück zum Vergleich Flugzeuge zu bringen, wenn man fliegt und fliegt und fliegt und keine vernünftige Wartung und Überwachung betreibt, dann ist es halt irgendwann soweit das die Katastrophe passiert.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Nietzsche, Freitag, 23.06.2023, 21:51 (vor 940 Tagen) @ DomJay
Man sollte aber nicht übersehen, dass diese „weniger als Jugendforscht“ Konstruktion schon mehrere Tauchgänge erfolgreich absolviert hat.
Dass etwas funktioniert, heißt noch gar nichts, wie Programmierer nur zu gut wissen. Die Anforderung war ja nicht, dass es einmal oder einige Male funktioniert, sondern viele Male und auch unter schwierigen Bedingungen. Das ist etwas völlig anderes.
Vielleicht hatten sie vorher einfach nur ganz viel Glück? Vielleicht bricht so ein Boot in 95% der Fälle gleich im ersten Tauchgang? Vieleicht halten die Materialien x Tauschgänge, sind danach aber hinüber? Das kann ja alles sein. Ohne objektive Messverfahren weiß man es einfach nicht.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
DomJay, Köln, Samstag, 24.06.2023, 09:22 (vor 939 Tagen) @ Nietzsche
bearbeitet von DomJay, Samstag, 24.06.2023, 09:31
Man sollte aber nicht übersehen, dass diese „weniger als Jugendforscht“ Konstruktion schon mehrere Tauchgänge erfolgreich absolviert hat.
Dass etwas funktioniert, heißt noch gar nichts, wie Programmierer nur zu gut wissen. Die Anforderung war ja nicht, dass es einmal oder einige Male funktioniert, sondern viele Male und auch unter schwierigen Bedingungen. Das ist etwas völlig anderes.Vielleicht hatten sie vorher einfach nur ganz viel Glück? Vielleicht bricht so ein Boot in 95% der Fälle gleich im ersten Tauchgang? Vieleicht halten die Materialien x Tauschgänge, sind danach aber hinüber? Das kann ja alles sein. Ohne objektive Messverfahren weiß man es einfach nicht.
Naja, da ist Material eben keine Software oder komplexe elektronische Hardware. Material kann man testen und untersuchen, während du ja bei Sw und CEH nur Qualitativ an die Sache ran gehen kannst. (Eine simple Anzahl an Lines of Code mal ausgenommen). Wie oben geschrieben sind Verfahren aus dem Metallbereich bei CFK/GFK auch nur bedingt oder nicht anzuwenden.
Dein Auto funktioniert auch 30+ tausend Kilometer ohne große Maßnahmen. Aber irgendwann wirst du weder um den Service noch um Reparaturen herum kommen. Insbesondere, wenn du durch das Gelände kachelst oder bei sehr hohen Geschwindigkeiten agierst.
Viele Experten zweifeln am Konzept, aber die Masse verweist auf die fehlende offizielle Re-Zertifizierung/Überprüfung des Projekts. Denn in dem Boot steckte augenscheinlich schon sehr viel Know-how, aber nichts hält ewig und bei Tiefen von ca 4000m sollte man das vielleicht so betreiben wie ein Luftfahrzeug welches in hohen Fluglagen agiert und auch erhebliche von Druck- und Temperaturdifferenzen betroffen ist.
Nichtsdestotrotz ist der Vorfall natürlich dramatisch und es wäre sehr gut wenn man eine Bergung hinbekommen würde. Die Untersuchungen zum Fehler würden helfen künftig Design und Überwachung zu spezifizieren. Es heißt nicht umsonst, dass Sicherheit oft mit Blut erkauft wird.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Blarry, Essen, Samstag, 24.06.2023, 19:01 (vor 939 Tagen) @ DomJay
Naja, da ist Material eben keine Software oder komplexe elektronische Hardware. Material kann man testen und untersuchen
Und rate mal, was Oceangate nicht gemacht hat.
aber nichts hält ewig und bei Tiefen von ca 4000m sollte man das vielleicht so betreiben wie ein Luftfahrzeug welches in hohen Fluglagen agiert und auch erhebliche von Druck- und Temperaturdifferenzen betroffen ist.
Druckunterschied Erdboden - Geschäftsreiseflugzeug (Flughöhe 50.000 Fuß): -0,9 bar.
Druckunterschied Meeresoberfläche - Meeresboden bei der Titanic: +400 bar.
Tiefseeerkundung ist eine völlig andere Sportart als selbst Ausflüge in den Weltraum.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Nietzsche, Samstag, 24.06.2023, 18:54 (vor 939 Tagen) @ DomJay
Ich wollte nur sagen, dass ein paar erfolgreiche Tauchgänge nicht belegen, dass es funktioniert. Das könnte Glück oder Zufall gewesen sein. Oder eben nur zeitlich extrem begrenzt möglich sein. Es ging mir nur um dieses eine Argument.
Und gerade eine gute Wartung zu finden ist ja nicht so einfach bei neuen Materialien. Man weiß ja zunächst gar nicht, welche Probleme auftreten könnten. Es könnte z.B. sein, dass das Boot bis zu einer bestimmten Temperatur super funktioniert, kurz drunter aber sofort zerbricht. Oder Druckschwankungen nur in engem Maße aushält und es bei Strömungen dann zu schnellen Unterschieden kommt und und und. Auf die ganzen Sachen muss man ja erst einmal kommen, wenn die nur hin und wieder auftreten.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Nietzsche, Freitag, 23.06.2023, 21:19 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
Das klingt jetzt aber verdächtig nach etwas, was auch "a bunch of 50-year-old white guys" sagen würde. Wenig "inspirational"!
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Habakuk, OWL, Freitag, 23.06.2023, 13:09 (vor 940 Tagen) @ Blarry
Im Übrigen feiere ich gerade die aktuellen TV-Auftritte von Cameron und Bob Ballard. "Guck ma, wir waren dreimal so tief wie die Titanic, und habens überlebt". Salz in die Wunde und so, aber berechtigt.
Wobei die Titanic ja in erster Linie nicht für größere Tiefen konzipiert wurde.
Ansonsten denke ich auch, dass aufgrund des irrsinnig hohen Drucks sofort Bewusstlosigkeit einsetzt, unabhängig davon, was mit dem Rest des Körpers passiert.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
guy_incognito, Rhein-Neckar, Freitag, 23.06.2023, 13:14 (vor 940 Tagen) @ Habakuk
Im Übrigen feiere ich gerade die aktuellen TV-Auftritte von Cameron und Bob Ballard. "Guck ma, wir waren dreimal so tief wie die Titanic, und habens überlebt". Salz in die Wunde und so, aber berechtigt.
Wobei die Titanic ja in erster Linie nicht für größere Tiefen konzipiert wurde.Ansonsten denke ich auch, dass aufgrund des irrsinnig hohen Drucks sofort Bewusstlosigkeit einsetzt, unabhängig davon, was mit dem Rest des Körpers passiert.
Der Körper wird komplett zerquetscht, bevor so etwas wie Bewusstlosigkeit einsetzen kann.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Habakuk, OWL, Freitag, 23.06.2023, 13:28 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
Der Körper wird komplett zerquetscht, bevor so etwas wie Bewusstlosigkeit einsetzen kann.
Wie soll man denn noch bei Bewusstsein sein, wenn der Körper "komplett zerquetscht" wird? Gehirnzellen sind da schon ein bissel empfindlich, was extreme physikalische Einwirkungen anbelangt.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
simie, Krefeld, Freitag, 23.06.2023, 13:33 (vor 940 Tagen) @ Habakuk
Er meint wahrscheinlich, dass der Tod so schnell eintritt, dass man im Grunde auch keine Phase der Bewusstlosigkeit hat.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
guy_incognito, Rhein-Neckar, Freitag, 23.06.2023, 13:44 (vor 940 Tagen) @ simie
Er meint wahrscheinlich, dass der Tod so schnell eintritt, dass man im Grunde auch keine Phase der Bewusstlosigkeit hat.
So ungefähr.
Bei den plötzlich wirkenden Kräften lief es sehr schnell und schmerzlos ab.
Weitere Vergleiche kann man sich sparen, da es (wie weiter oben beschrieben) keine Prozesse an der Erdoberfläche gibt, die man hierzu heranziehen könnte.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Schaumkrone, Celle, Freitag, 23.06.2023, 13:52 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
Wenn man "Implosion Güterwaggon" sucht findet man ein Video.
Keine Ahnung ob das ein fake ist- aber falls nicht kann man eine Vorstellung bekommen wie schnell das gehen kann
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Nietzsche, Freitag, 23.06.2023, 21:09 (vor 940 Tagen) @ Schaumkrone
Wenn man "Implosion Güterwaggon" sucht findet man ein Video.
Keine Ahnung ob das ein fake ist- aber falls nicht kann man eine Vorstellung bekommen wie schnell das gehen kann
Ich hab mal bei YT geschaut und mehrere Beispiele gefunden. Da werden Tanks leergepumpt und dann durch den Luftdruck plattgedrückt. Ist recht imposant.
Die auf das U-Boot wirkenden Kräfte waren dann also diese Kraft mal 350 bis 400.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
markus, Freitag, 23.06.2023, 13:48 (vor 940 Tagen) @ guy_incognito
Er meint wahrscheinlich, dass der Tod so schnell eintritt, dass man im Grunde auch keine Phase der Bewusstlosigkeit hat.
So ungefähr.Bei den plötzlich wirkenden Kräften lief es sehr schnell und schmerzlos ab.
Weitere Vergleiche kann man sich sparen, da es (wie weiter oben beschrieben) keine Prozesse an der Erdoberfläche gibt, die man hierzu heranziehen könnte.
Ähnlich schnell dürfte bei den beiden Flugzeugen (9/11) gegangen sein.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Finchen, Freitag, 23.06.2023, 13:54 (vor 940 Tagen) @ markus
Da muss ich immer an diesen berüchtigten Dekompressionsunfall aus den 80ern denken:
https://de.wikipedia.org/wiki/Byford_Dolphin
Der Unfall ereignete sich am 5. November 1983 um 4:00, als sich die Bohrinsel im norwegischen Frigg-Erdgasfeld der Nordsee befand. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich vier Taucher und zwei Assistenten in zwei Dekompressionskammern auf, die über eine kurze Passage mit einer Taucherglocke verbunden waren. Als ein Taucher versuchte, die Luke zwischen dem Kammersystem und der Passage zu schließen, kam es innerhalb des Bruchteils einer Sekunde zu einem explosiven Abfall des Kammerdrucks von neun Atmosphären auf eine Atmosphäre. Ein Assistent und alle vier Taucher wurden dabei sofort getötet; ein weiterer Assistent wurde schwer verletzt.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Blarry, Essen, Freitag, 23.06.2023, 14:25 (vor 940 Tagen) @ Finchen
Jupp, ist halt genau anders herum: rapide Dekompression von hohem Umgebungsdruck von neun Bar auf ein Bar. Dabei wirst du nicht nach innen komprimiert, sondern nach außen hin ... naja, zu Pulled Pork verarbeitet. Hier spielen Körperflüssigkeiten und -gase wiederum eine Rolle, und vor allem die rapiden Übergänge der Innereien zwischen den beiden Aggregatzuständen.
Der Byford-Dolphin-Unfall ist übrigens einer dieser Vorfälle, bei denen man in Google nicht auf die Bildersuche klicken sollte.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
simie, Krefeld, Freitag, 23.06.2023, 15:29 (vor 940 Tagen) @ Blarry
Der Byford-Dolphin-Unfall ist übrigens einer dieser Vorfälle, bei denen man in Google nicht auf die Bildersuche klicken sollte.
Zu spät.;)
Aber schon interessant, was für Folgen solche Kräfte haben können.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
markus, Freitag, 23.06.2023, 16:05 (vor 940 Tagen) @ simie
Der Byford-Dolphin-Unfall ist übrigens einer dieser Vorfälle, bei denen man in Google nicht auf die Bildersuche klicken sollte.
Zu spät.;)
Aber schon interessant, was für Folgen solche Kräfte haben können.
Ja, da ist man in Bruchteilen einer Sekunde ein Smoothie. Und wenn Blarry sagt „nicht googeln“ dann tut man es erst recht.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Finchen, Freitag, 23.06.2023, 19:44 (vor 940 Tagen) @ markus
Der Byford-Dolphin-Unfall ist übrigens einer dieser Vorfälle, bei denen man in Google nicht auf die Bildersuche klicken sollte.
Zu spät.;)
Aber schon interessant, was für Folgen solche Kräfte haben können.
Ja, da ist man in Bruchteilen einer Sekunde ein Smoothie. Und wenn Blarry sagt „nicht googeln“ dann tut man es erst recht.
Das ist aber nur dem einen passiert. Der wurde durch den Luftsog durch eine 60 Zentimeter enge Öffnung gepresst und ist deswegen quasi auseinandergerissen worden. Die andere waren noch ganz.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
simie, Krefeld, Freitag, 23.06.2023, 20:22 (vor 940 Tagen) @ Finchen
Nicht nur. Laut dem kurzen Überblick über den Autopsiebericht ist er wohl zuerst explodiert, da er dem größten Druckunterschied ausgesetzt war. Und als ob das nicht genug wäre ist er dann noch durch die enge Öffnung zerlegt wurden. Beziehungsweise dürften die beiden Vorgänge parallel passiert sein. Alles im allem eine ziemliche Schweinerei für die, die dann aufräumen durften.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
AlanShoreHB, Freitag, 23.06.2023, 14:15 (vor 940 Tagen) @ Finchen
Na Hurra, der Unfallbericht liest sich ja eher nicht so lecker, vor allem hinsichtlich der Details, wo überall auf der Bohrplattform noch menschliches "Material" der Opfer gefunden wurde.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
simie, Krefeld, Freitag, 23.06.2023, 11:32 (vor 940 Tagen) @ Tom Frost
Waren sie denn schon ganz unten angekommen?
Jedenfalls tief genug für die Umwandlung des Druckkörpers in Trümmer.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
markus93, Sauerland, Freitag, 23.06.2023, 11:46 (vor 940 Tagen) @ simie
Eben, falls das U-Boot wirklich implodiert ist macht ja auch ein vorheriges langsames volllaufen durch ein Leck keinen Sinn, da der Druck innen wie außen dann gleich gewesen wäre. Die Passagiere werden also nicht viel mitbekommen haben. Schwacher Trost, aber wer sich in ein U-Boot setzt das mit einem Gamepad gesteuert wird um damit in 4000m Tiefe abzutauchen sollte zumindest damit rechnen das die Wahrscheinlichkeit zu sterben relativ hoch ist.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Eisen, DO, Donnerstag, 22.06.2023, 22:11 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
Aber auch nur noch Fischfutter. Zu beerdigen gibt es da nix :(
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 22.06.2023, 22:09 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
Hab ich eh nicht verstanden, dachte die Titanic wäre so etwas wie letzte Ruhestätte die für solche Sachen nicht zugänglich ist…bei der Estonia ist es ja auch so..
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
tim86, Hamburg, Donnerstag, 22.06.2023, 22:20 (vor 941 Tagen) @ Rupo
Hab ich eh nicht verstanden, dachte die Titanic wäre so etwas wie letzte Ruhestätte die für solche Sachen nicht zugänglich ist…bei der Estonia ist es ja auch so..
Nein bei der Estonia ist es nicht so. Bei der Estonia gibt es das Estonia Agreement, einen Abkommen einiger Ostseestarten und dem UK, das die eigenen Bürger sich dem Wrack nicht nähern dürfen. Bürger anderer Staaten, sind von diesen Abkommen nicht betroffen und da das Wrack, wie auch die Titanic, in internationalen Gewässern liegt ist ein generelles Verbot auch nicht möglich.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Rupo, Ruhrpott, Freitag, 23.06.2023, 00:31 (vor 941 Tagen) @ tim86
Ok..dachte wäre generell so.
*
Bis auf Deutschland hatten alle Ostseeanrainer Tauchgänge zum Wrack verboten, um die Totenruhe zu wahren.
*
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/estonia-urteil-101.html
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
simie, Krefeld, Donnerstag, 22.06.2023, 22:31 (vor 941 Tagen) @ tim86
Nein bei der Estonia ist es nicht so. Bei der Estonia gibt es das Estonia Agreement, einen Abkommen einiger Ostseestarten und dem UK, das die eigenen Bürger sich dem Wrack nicht nähern dürfen. Bürger anderer Staaten, sind von diesen Abkommen nicht betroffen und da das Wrack, wie auch die Titanic, in internationalen Gewässern liegt ist ein generelles Verbot auch nicht möglich.
Es gab bei der Estonia ja vor einiger Zeit eine private Tauchaktion. Juristische Probleme hatten danach nur die beteiligten schwedischen Staatsbürger. Die aus Deutschland beispielsweise nicht, da Deutschland dem Abkommen nicht beigetreten ist.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Nike79, Donnerstag, 22.06.2023, 22:42 (vor 941 Tagen) @ simie
Nein bei der Estonia ist es nicht so. Bei der Estonia gibt es das Estonia Agreement, einen Abkommen einiger Ostseestarten und dem UK, das die eigenen Bürger sich dem Wrack nicht nähern dürfen. Bürger anderer Staaten, sind von diesen Abkommen nicht betroffen und da das Wrack, wie auch die Titanic, in internationalen Gewässern liegt ist ein generelles Verbot auch nicht möglich.
Es gab bei der Estonia ja vor einiger Zeit eine private Tauchaktion. Juristische Probleme hatten danach nur die beteiligten schwedischen Staatsbürger. Die aus Deutschland beispielsweise nicht, da Deutschland dem Abkommen nicht beigetreten ist.
Es soll aktuell wieder einen Tauchgang geben, bei dem die Autobrücke gehoben werden soll. Die Untersuchungen zur Unglücksursache sind noch immer nicht abgeschlossen.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Frankonius, Frankfurt, Donnerstag, 22.06.2023, 22:31 (vor 941 Tagen) @ tim86
Bei der Bismarck wird die Position des Wracks bewusst geheim gehalten.
Robert Ballard der das Wrack gefunden hat, hat die exakte Position der Bundesregierung mitgeteilt.
Es gab zwar ein paar Expeditionen, die aber dann mit Wissen und Genehmigung der jeweiligen Bundesregierung statt gefunden haben. Wäre auch besonders geschmacklos, zu versuchen dort irgendwelche Teile zu bergen und daraus Kapital zu schlagen.
US-Küstenwache erklärt U-Boot-Passagiere für tot
Rupo, Ruhrpott, Freitag, 23.06.2023, 00:47 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
wegen Bismarck..ein wirklich sehenswerter Film
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Weeman, Hinterm Knauber, Donnerstag, 22.06.2023, 12:07 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
Ja ich weiß, es geht um 5 Menschenleben.
Aber wenn man sich so die Videos zu dem Uboot anguckt, wie es aufgebaut ist, welche Technik verbaut wurde etc. pp., dann kann man sich auch eigentlich nur an den Kopf fassen.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Kilian, Donnerstag, 22.06.2023, 12:48 (vor 941 Tagen) @ Weeman
Ja ich weiß, es geht um 5 Menschenleben.
Aber wenn man sich so die Videos zu dem Uboot anguckt, wie es aufgebaut ist, welche Technik verbaut wurde etc. pp., dann kann man sich auch eigentlich nur an den Kopf fassen.
Dafür können aber zumindestens die Touris nichts, die sich diesen Trip gekauft haben. Ich verstehe auch nicht, was dieses zynische Hinweisen darauf bezwecken soll. Du kommst doch wahrscheinlich auch nicht auf die Idee, bei ertrunkenen Flüchtlingen zu sagen, dass man bei den löchrigen Ruderbooten aber auch nur mit dem Kopf schütteln kann.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 22:34 (vor 941 Tagen) @ Kilian
Da gibts aber schon einen gewaltigen Unterschied: die einen nehmen den Trip auf sich, weil sie hoffen, irgendwie ein halbwegs lebenswertes Leben führen zu können und die anderen steigen in ein ungeprüftes Bastelboot, um mal etwas zu machen, was die anderen Superreichen noch nicht gemacht haben. Die einen riskieren ihr Leben (zumindest größtenteils) aus der Not heraus, die anderen aus Sensationsgier.
Kann man mal drüber nachdenken, auch wenn man Tote nicht gegeneinander aufrechnen sollte.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Weeman, Hinterm Knauber, Donnerstag, 22.06.2023, 12:54 (vor 941 Tagen) @ Kilian
Dafür können aber zumindestens die Touris nichts, die sich diesen Trip gekauft haben. Ich verstehe auch nicht, was dieses zynische Hinweisen darauf bezwecken soll. Du kommst doch wahrscheinlich auch nicht auf die Idee, bei ertrunkenen Flüchtlingen zu sagen, dass man bei den löchrigen Ruderbooten aber auch nur mit dem Kopf schütteln kann.
Ne bei Flüchtlingen tatsächlich nicht.
Ich bin einfach nur verwundert darüber, wie man sich aus touristischen Beweggründen in so ne Wanne begeben kann. Aber ich würde auch nicht Fallschirmspringen gehen.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Frankonius, Frankfurt, Donnerstag, 22.06.2023, 14:23 (vor 941 Tagen) @ Weeman
Die Steuerung per Gamepad finde ich auch befremdlich.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
majae, Muc, Freitag, 23.06.2023, 20:30 (vor 940 Tagen) @ Frankonius
Die Steuerung per Gamepad finde ich auch befremdlich.
Klingt sehr befremdnlich, auf jeden Fall, aber das wird durchaus von Militärs rund um den Globus auch so gemacht.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Schaumkrone, Celle, Freitag, 23.06.2023, 08:19 (vor 940 Tagen) @ Frankonius
Die Steuerung per Gamepad finde ich auch befremdlich.
Ich ebenfalls- in einem Video sieht man, wie jemand das Boot erklärt und das pad in die Ecke wirft. Ich meine, es geht um das einzige Instrument zur Steuerung. Davon hängt Leben&Tod ab.
Ist doch Wahnsinn. Was, wenn jemand vergisst das Ding zu laden oder die Bluetooth-Verbindung bricht ab?
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 21.06.2023, 18:45 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
zum Glück keine Touristen die auf Gran Canaria Urlaub machen wollen :
https://www.spiegel.de/ausland/gran-canaria-dutzende-tote-nach-neuem-schiffsunglueck-befuerchtet-a-014b2035-33ba-4407-96d2-568fcb689444
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 21.06.2023, 19:00 (vor 942 Tagen) @ Rupo
Traurig. Wir sollten vielleicht für reguläre Wege sorgen. Und ansonsten: Kommst du per Schlepper, dann gehst du wieder zurück.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Copperfield, Saarbrücken, Donnerstag, 22.06.2023, 11:28 (vor 941 Tagen) @ MarcBVB
Traurig. Wir sollten vielleicht für reguläre Wege sorgen. Und ansonsten: Kommst du per Schlepper, dann gehst du wieder zurück.
Das hört sich immer nett und auch einfach an. Sorry wenn die Antwort etwas scharf ausfällt. Leider ist jeder der hier ankommt ein Einzelfall und passt in kein Muster. Wir hätten es gerne pauschal und bürokratisch.
Auch die Phrase von regulären Wegen und Steuerung ist ja nur Augenwischerei. Es ist ja nicht so das die Leute dort ins Reisebüro gehen oder vorab im Internet die Anbieter recherchieren. Die kommen mit dem letzten Geld, Handy und evtl. noch Pass an der Küste an und gucken was sie kriegen. Wir hier auf der Seite von Europa müssen verstehen und akzeptieren das die Leute ihr Leben auf´s Spiel setzen und ne Menge Geld um hierher zu kommen. Die Leute kommen und werden weiter kommen. Grade aus Afrika, werden es mehr wohl auch werden. Durch Hitze und Krieg werden weite Teile des Kontinents unbewohnbar werden (oder mit Klimaanlagen wie in Katar künstlich erhalten).
Auch das pauschale Zurückschicken geht natürlich nicht da entweder die Länder nicht aufnehmen, erstmal tatsächlich Kriegsgebiet sind oder die Herkunft gar nicht so leicht ermittelt werden kann. Auch hier werden gerne mal globale Menschenrechte aus Bequemlichkeit geopfert um ein bisschen Ruhe und Ordnung rein zu kriegen. Die haben aber durchaus ihren Sinn und wir sollten alle froh sein das es sowas gibt.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Frankonius, Frankfurt, Mittwoch, 21.06.2023, 19:21 (vor 942 Tagen) @ MarcBVB
Beliebtes Argument: Fluchtursachen beseitigen.
Dummerweise wird die Lage durch den Klimawandel in vielen der Herkunftsländer immer schwieriger.
Auch die anhaltenden Auseinandersetzungen in vielen Ländern lassen auch kaum Perspektiven für ein vernünftiges Leben.
Niemand nimmt so eine halsbrecherische Reise auf sich, nur weil er ein tolles Auto oder Smartphone haben will. So ein Müll wird ja in AFD-Kreisen verbreitet. Ich befürchte auch, dass dort mehr oder weniger offen Freude über solche Unglücke geäußert wird.
Die skrupellosen Schlepper sind ein Problem gegen das man vorgehen muss.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 22:40 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
Die sind sicher ein Problem. Aber wenn es die nicht mehr gibt, werden die Leute immer noch kommen.
Und jetzt mal ernsthaft: wer von uns würde das denn in vergleichbarer Lage nicht auch probieren? Wir würden es wahrscheinlich etwas intelligenter angehen, aber angehen würden wir es auch!
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Jurist, Mittwoch, 21.06.2023, 21:25 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Diese Mitleidssemantik ist schwer ertragbar. Der Grund für Migration ist IMMER der gleiche: man glaubt, dass das Leben in dem anderen Land besser ist.
Politische Repressalien, Hunger, vor allem Krieg sind da natürlich wichtige Treiber. Andere sind soziale Aufstiegschancen und soziale Sicherung.
Der Klimawandel ist ein wichtiges Thema: wenn dieser aber als ideologische Waffe für alles herangeführt wird, verliert man an Kredibilität und wird eindimensional.
Es mag Konstellationen geben, in denen der Klimawandel oder Naturkatastrophen Anlass oder sogar Grund für Migration ist. Das ist aber doch eine verschwindend geringer Anteil. Wie komme ich auf meine These? Nun, ziehe ich die oben genannten Faktoren ab und behalte nur den Klimawandel ab, müssten die Menschen in Kalifornien und Australien ihre Heimat scharenweise verlasen. Norditalien, Frankreich, Spanien? Tun sie aber nicht.
Und dazu dieses selbstquälende: „durch unsere Schuld, durch unsere übergroße Schuld“- mit diesem Mantra hat die katholische Kirche jahrhundertelang den einfachen Plebs kontrolliert. Funktioniert heute nicht mehr, da die Religion im Zuge der Aufklärung an Bedeutung verloren hat. Gut, dass man eine Ersatzgeissel auftun konnte. Ja, Armut in Afrika und Asien war schon ganz gut, aber die werden ja immer reicher und verhungern nicht mehr… also sind wir die Sünder des Klimawandels. Macht mal! Ändert Euer Leben, wandert aus, wo man weniger CO2 emittiert oder findet einen Weg Euren persönlichen Foodprint zu schrumpfen. Wenn Euch das gelungen ist, gebt mir den Plan und ich prüfe, diesen zu übernehmen. Und solange könnt Ihr gerne aufklären, ich höre zu und lese. Aber hört verdammt nochmal auf, ein wichtiges Thema dadurch zu beerdigen, dass ihr das als Argument für alles missbraucht.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Jurist, Donnerstag, 22.06.2023, 11:30 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Unerträglich ist eher die menschenverachtende Sichtweise, dass Menschen gefälligst dort zu bleiben haben wo das Leben unerträglich oder gar unmöglich geworden ist (zB in Äquatornähe bei Dauer-Temperaturen um 50 Grad Celsius) .
Dass die Nationen, die maßgeblich Schuld an diesem Wandel des Klima sind (und damit auch kurzfristiges Extremwetter bedingen) in gemäßigteren Zonen liegen und sich weigern diejenigen die den schl8mmsten Auswirkungen entfliehen wollen aufzunehmen ist halt letztlich dem Kolonialismus sehr ähnlich…
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 22.06.2023, 11:03 (vor 941 Tagen) @ Jurist
*der Grund für Migration ist IMMER der gleiche: man glaubt, dass das Leben in dem anderen Land besser ist.*
Das war DER Grund warum die mittellosen Europäer nach Nordamerika geflüchtet sind (neben politischer Verfolgung und religiösen Motiven), dort die Indigene Bevölkerung ermordet hat, dass Land geraubt und es sich zu eigen gemacht hat. Ähnliche Muster in anderen Kolonien.
Grundsätzlich ist es auch völlig ok, wenn Menschen ihr Glück meinen woanders suchen zu müssen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Grigori, Ort, Donnerstag, 22.06.2023, 10:47 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Verstehe ich dein Argument richtig? Klimawandel kann kein Grund für Migration aus Entwicklungsländern sein, weil es ja auch kein Grund für Migration aus entwickelten Industrienationen ist?
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Jurist, Donnerstag, 22.06.2023, 10:53 (vor 941 Tagen) @ Grigori
Ja, fast richtig. Wenn Du die anderen Gründe abziehst und nur noch der Klimawandel übrig bleibt, findet keine Migration statt. Ohne Klimawandel mit den von mir genannten Gründen findet aber Migration in großem Maße statt. Also ist der Klimawandel allenfalls - was hier nicht belegt wurde, ich aber zur Vereinfachung eingestehe - eine Mitursache, aber nicht DIE Ursache für die Migration.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
majae, Muc, Freitag, 23.06.2023, 13:42 (vor 940 Tagen) @ Jurist
Ja, fast richtig. Wenn Du die anderen Gründe abziehst und nur noch der Klimawandel übrig bleibt, findet keine Migration statt. Ohne Klimawandel mit den von mir genannten Gründen findet aber Migration in großem Maße statt. Also ist der Klimawandel allenfalls - was hier nicht belegt wurde, ich aber zur Vereinfachung eingestehe - eine Mitursache, aber nicht DIE Ursache für die Migration.
Und wenn der Mensch Kiemen hätte, wäre der ansteigende Meeresspiegel (muss man hoffentlich nicht auch mit dir diskutieren) auch kein Problem. Wenn der Mensch kein Überlebensinstinkt hätte, würde er halt einfach sterben. Diese Argumentationsweise ist natürlich absoluter Blödsinn.
Fakt ist, dass der Meeresspiegel ansteigt, das wird bis Ende das Jahrhunderts allein Bangladesch mind. 10-30 Mio Menschen vertreiben. Fakt ist, dass der Klimawandel für Desertifikation sorgt, was Lebensräume vernichtet. Fakt ist, dass Extremwetter-Ereignisse zunehmen, was ebenfalls für Migration sorgen kann. Welcome to the real world, da ist selten eine Auswirkung nur und einzig allein auf ein Parameter zurückzuführen.
Passt aber zur FDP, die sich zwar technologieoffen gibt, in Wahrheit aber ziemlich wissenschaftsfeindlich ist.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
herrNick, Freitag, 23.06.2023, 13:19 (vor 940 Tagen) @ Jurist
Ja, fast richtig. Wenn Du die anderen Gründe abziehst und nur noch der Klimawandel übrig bleibt, findet keine Migration statt. Ohne Klimawandel mit den von mir genannten Gründen findet aber Migration in großem Maße statt. Also ist der Klimawandel allenfalls - was hier nicht belegt wurde, ich aber zur Vereinfachung eingestehe - eine Mitursache, aber nicht DIE Ursache für die Migration.
Oder aber der Klimawandel ist bei Dingen wie Hunger oder Krieg (Kampf um Ressourcen) mit verantwortlich. Das lässt sich in einigen Dingen wahrscheinlich schlecht trennen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Grigori, Ort, Donnerstag, 22.06.2023, 11:08 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Ja, fast richtig. Wenn Du die anderen Gründe abziehst und nur noch der Klimawandel übrig bleibt, findet keine Migration statt. Ohne Klimawandel mit den von mir genannten Gründen findet aber Migration in großem Maße statt. Also ist der Klimawandel allenfalls - was hier nicht belegt wurde, ich aber zur Vereinfachung eingestehe - eine Mitursache, aber nicht DIE Ursache für die Migration.
Die Welt ist nunmal keine lineare Regressionsgleichung, in der man einzelne Effekte isoliert voneinander betrachten kann. Im übrigen ist es ein Strohmannargument, der Klimawandel sei "DIE" Ursache für Migration. Das hat hier niemand behauptet.
Kalifornien hat ein ähnlich großes BIP wie der gesamte afrikanische Kontinent. Dass man in so einem Staat ganz andere Möglichkeiten hat, auf den Klimawandel zu reagieren, ist doch logisch. Hinzu kommt, dass der Anteil der Landwirtschaft und Subsistenzwirtschaft in Afrika viel höher ist, Wetterextreme also deutlich stärker die Lebensbedingungen der Menschen beeinträchtigen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Weeman, Hinterm Knauber, Donnerstag, 22.06.2023, 11:07 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Ja, fast richtig. Wenn Du die anderen Gründe abziehst und nur noch der Klimawandel übrig bleibt, findet keine Migration statt. Ohne Klimawandel mit den von mir genannten Gründen findet aber Migration in großem Maße statt. Also ist der Klimawandel allenfalls - was hier nicht belegt wurde, ich aber zur Vereinfachung eingestehe - eine Mitursache, aber nicht DIE Ursache für die Migration.
Wobei natürlich in Industrieländern die Auswirkungen durch den Klimawandel auf die Bevölkerung um einiges geringer sind. Meist lässt es sich aufs Wetter runterbrechen.
Da meckern dann die Bauern aber das Land importiert einfach mehr. Und situativ durch Fluten oder ähnliches betroffene Leute machen zZ auch noch keine großen Mengen aus und für die macht es natürlich wenig Sinn, in dem Moment auszuwandern.
Also finde ich zumindest schwierig den Klimawandel als kleine Mitursache einzustufen, weil die Auswirkung des Klimawandels die Leute, wo auch die wirtschaftlichen Gründe größer sind, definitiv auch härter treffen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Jurist, Donnerstag, 22.06.2023, 11:23 (vor 941 Tagen) @ Weeman
Wobei natürlich in Industrieländern die Auswirkungen durch den Klimawandel auf die Bevölkerung um einiges geringer sind. Meist lässt es sich aufs Wetter runterbrechen.
Da meckern dann die Bauern aber das Land importiert einfach mehr. Und situativ durch Fluten oder ähnliches betroffene Leute machen zZ auch noch keine großen Mengen aus und für die macht es natürlich wenig Sinn, in dem Moment auszuwandern.
Also finde ich zumindest schwierig den Klimawandel als kleine Mitursache einzustufen, weil die Auswirkung des Klimawandels die Leute, wo auch die wirtschaftlichen Gründe größer sind, definitiv auch härter treffen.
Aber die Mitursache räume ich ja gerade ein. Und Du räumst ein, dass es andere Gründe sind, die zur Migration führen: materielle und existenzielle. Also ist da doch gar kein Dispenz. Offensichtlich sind wir doch einer Meinung.
Der große Widerstand kommt doch aus einer anderen Richtung:
Der Klimawandel wird von manchen quasireligiös als Todschlagargument fpr alles genutzt und dann auch noch mit dieser lächerlichen Schuldzuweisung verbunden. Das ist das Problem. Und ich verstehe zu gut, dass diese, die diesen Ansatz verfolgen und ihn permanent von ihrer Bubble eingebläut bekommen und in in der Folge auch permanent verbreiten, jegliche kritische Anmerkung als Angriff auf den Kern verstehen. Ich verstehe es, ich halte es nur für unfassbar dumm und trivial.
Es gibt menschengemachten Klimawandel, das wird zu Veränderungen führen, wir können diesen - vielleicht, vielleicht ist es auch dafür schon sogar schon zu spät - aufhalten oder zumindest verlangsamen. Wir müssen uns an die Begebenheiten anpassen und das werden wir auch tun. Das verlangt Opfer jetzt und wird es auch später tun. Okay, lebt damit! Aber hört doch endlich auf, die ganze Zeit rumzuheulen, dass die Welt untergeht und wir daran schuld sind. Wem nützt das außer der Befriedigung des Gefühls auf der richtigen Seite zu stehen?
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 22.06.2023, 15:50 (vor 941 Tagen) @ Jurist
*
Das verlangt Opfer jetzt und wird es auch später tun. Okay, lebt damit! Aber hört doch endlich auf, die ganze Zeit rumzuheulen, dass die Welt untergeht und wir daran schuld sind. Wem nützt das außer der Befriedigung des Gefühls auf der richtigen Seite zu stehen?
*
1. Beim Drama um das GEG kann man doch sehr schön sehen, dass wir eben nicht bereit sind „Opfer „ (komischer Begriff) zu bringen! Ich könnte auch Tempolimit sagen um euch zu triggern ;-)
2. Die Verursacher (hatten wir schon) sollen klar benannt und entsprechend auch zur Rechenschaft gezogen werden (Stichwort Ökozid )!
3. Das wohl wichtigste: weg von unserem Wirtschaftssystem. Andere Prioritäten setzen und für möglichst viele Menschen diesen Planeten lebenswert erhalten!
Fazit: Wokes Utopia :->
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.06.2023, 16:09 (vor 941 Tagen) @ Rupo
*
Das verlangt Opfer jetzt und wird es auch später tun. Okay, lebt damit! Aber hört doch endlich auf, die ganze Zeit rumzuheulen, dass die Welt untergeht und wir daran schuld sind. Wem nützt das außer der Befriedigung des Gefühls auf der richtigen Seite zu stehen?
*1. Beim Drama um das GEG kann man doch sehr schön sehen, dass wir eben nicht bereit sind „Opfer „ (komischer Begriff) zu bringen! Ich könnte auch Tempolimit sagen um euch zu triggern ;-)
2. Die Verursacher (hatten wir schon) sollen klar benannt und entsprechend auch zur Rechenschaft gezogen werden (Stichwort Ökozid )!
3. Das wohl wichtigste: weg von unserem Wirtschaftssystem. Andere Prioritäten setzen und für möglichst viele Menschen diesen Planeten lebenswert erhalten!
Fazit: Wokes Utopia :->
Zu 3:
Capitalism is the worst form of economy - except for all the others, that have been tried
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Rupo, Ruhrpott, Freitag, 23.06.2023, 00:40 (vor 941 Tagen) @ MarcBVB
*
The inherent vice of capitalism is the unequal sharing of blessings; the inherent virtue of socialism is the equal sharing of miseries.”
*
Winston Churchill von dem auch:
*
Democracy is the worst form of government, except for all the others
*
Exkurs:
Wir dachten sehr sehr lange, dass die Erde eine Scheibe ist und wir am Ende runter fallen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
tim86, Hamburg, Freitag, 23.06.2023, 02:46 (vor 940 Tagen) @ Rupo
Exkurs:
Wir dachten sehr sehr lange, dass die Erde eine Scheibe ist und wir am Ende runter fallen.
Exkurs:
Sehr viele Menschen wissen heute nicht mehr, dass die Kugelform der Erde seit der Antike bekannt ist und das Wissen nie verschwunden war.
Auch zu Kolumbus Zeiten, war der Streit zwischen Kolumbus und seinen Mitmenschen nicht wie heute viele glauben, ob die Erde eine Scheibe ist oder eine Kugel.
Viel mehr war der Streit über die Größe der Erde. Bereits Eratosthenes hat ca. 250 Jahr vor Christi ziemlich genau die Größe der Erde berechnet. Kolumbus hat diese Größe aufgrund eines Rechenfehler angezweifelt und die Erde für viel kleiner gehalten. Nur durch diesen Rechenfehler hielt er ein Seeweg nach Indien durch die fahrt nach Westen für möglich. Und wäre er nicht zufällig in Amerika gelandet, hätte er den Fehler mit dem tot bezahlt.
https://www.mathematik.de/dmv-blog/3764-xkcd-und-die-flache-erde
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Scherben, Kiel, Freitag, 23.06.2023, 10:10 (vor 940 Tagen) @ tim86
https://www.mathematik.de/dmv-blog/3764-xkcd-und-die-flache-erde
Hach. Mathematik und xkcd. Welcome to my world. :)
(Aber mal kurz im Ernst: Dass die Erde nicht flach sein kann, wissen Menschen seit ewigen Zeiten. Man kann es am Meer ja *sehen*. Insofern ist schon sehr absurd, dass sich immer wieder die Ammenmärchen wiederfinden, wonach die Menschheit sehr lange gedacht hätte, dass die Erde eine Scheibe sei.)
Warum die Erde eindeutig eine Scheibe ist!
Rupo, Ruhrpott, Freitag, 23.06.2023, 13:53 (vor 940 Tagen) @ Scherben
https://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-12657/22082_read-50426/
;-)
Allerdings soooo lange ist es auch noch nicht her:
*
Aber spätestens in der Antike setzte sich die Erkenntnis von der Kugelform unseres Planeten durch. Im 3. Jahrhundert nach Christus konnte Eratosthenes bereits den Erdumfang präzise berechnen.
*
https://www.dw.com/de/irres-beweisfoto-die-erde-ist-keine-scheibe/a-61998377
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
TeePee, NRW, Freitag, 23.06.2023, 11:05 (vor 940 Tagen) @ Scherben
Insofern ist schon sehr absurd, dass sich immer wieder die Ammenmärchen wiederfinden, wonach die Menschheit sehr lange gedacht hätte, dass die Erde eine Scheibe sei.
Naja.
![[image]](https://www.blogrebellen.de/wp-content/uploads/2018/09/Flat-Earth-Society.jpg)
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
simie, Krefeld, Freitag, 23.06.2023, 10:02 (vor 940 Tagen) @ tim86
Richtig. Und diese Zeichnungen mit den Scheibenmodellen aus dem Mittelalter waren auch eher theologische Spielereien einiger weniger. Auch der Klerus ist nicht von einer Scheibenform der Erde ausgegangen.
Der eigentliche Konfliktpunkt zwischen der Wissenschaft, der rationalen Welt, und der Kirche war dann auch die Diskussion darüber ob sich die Himmelskörper um die Sonne oder um die Erde drehen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
majae, Muc, Freitag, 23.06.2023, 08:48 (vor 940 Tagen) @ tim86
Exkurs:
Wir dachten sehr sehr lange, dass die Erde eine Scheibe ist und wir am Ende runter fallen.
Exkurs:
Sehr viele Menschen wissen heute nicht mehr, dass die Kugelform der Erde seit der Antike bekannt ist und das Wissen nie verschwunden war.Auch zu Kolumbus Zeiten, war der Streit zwischen Kolumbus und seinen Mitmenschen nicht wie heute viele glauben, ob die Erde eine Scheibe ist oder eine Kugel.
Viel mehr war der Streit über die Größe der Erde. Bereits Eratosthenes hat ca. 250 Jahr vor Christi ziemlich genau die Größe der Erde berechnet. Kolumbus hat diese Größe aufgrund eines Rechenfehler angezweifelt und die Erde für viel kleiner gehalten. Nur durch diesen Rechenfehler hielt er ein Seeweg nach Indien durch die fahrt nach Westen für möglich. Und wäre er nicht zufällig in Amerika gelandet, hätte er den Fehler mit dem tot bezahlt.
https://www.mathematik.de/dmv-blog/3764-xkcd-und-die-flache-erde
Schöner Vergleich. Damals hat uns die Kirche eingeredet, dass die Erde eine Scheibe ist. Vom Klimawandel wissen wir seit 50 Jahren, aber die moderne Ersatzreligion hat uns eingeredet, dass dem nicht so ist.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Habakuk, OWL, Freitag, 23.06.2023, 09:04 (vor 940 Tagen) @ majae
https://www.mathematik.de/dmv-blog/3764-xkcd-und-die-flache-erde
Ich hatte es schon befürchtet: Die Erde ist eine Brezel. Das ist wohl das Ende meiner Kartoffelchiptheorie.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Grigori, Ort, Donnerstag, 22.06.2023, 11:41 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Wobei natürlich in Industrieländern die Auswirkungen durch den Klimawandel auf die Bevölkerung um einiges geringer sind. Meist lässt es sich aufs Wetter runterbrechen.
Da meckern dann die Bauern aber das Land importiert einfach mehr. Und situativ durch Fluten oder ähnliches betroffene Leute machen zZ auch noch keine großen Mengen aus und für die macht es natürlich wenig Sinn, in dem Moment auszuwandern.
Also finde ich zumindest schwierig den Klimawandel als kleine Mitursache einzustufen, weil die Auswirkung des Klimawandels die Leute, wo auch die wirtschaftlichen Gründe größer sind, definitiv auch härter treffen.
Aber die Mitursache räume ich ja gerade ein. Und Du räumst ein, dass es andere Gründe sind, die zur Migration führen: materielle und existenzielle. Also ist da doch gar kein Dispenz. Offensichtlich sind wir doch einer Meinung.Der große Widerstand kommt doch aus einer anderen Richtung:
Der Klimawandel wird von manchen quasireligiös als Todschlagargument fpr alles genutzt und dann auch noch mit dieser lächerlichen Schuldzuweisung verbunden. Das ist das Problem. Und ich verstehe zu gut, dass diese, die diesen Ansatz verfolgen und ihn permanent von ihrer Bubble eingebläut bekommen und in in der Folge auch permanent verbreiten, jegliche kritische Anmerkung als Angriff auf den Kern verstehen. Ich verstehe es, ich halte es nur für unfassbar dumm und trivial.
Es gibt menschengemachten Klimawandel, das wird zu Veränderungen führen, wir können diesen - vielleicht, vielleicht ist es auch dafür schon sogar schon zu spät - aufhalten oder zumindest verlangsamen. Wir müssen uns an die Begebenheiten anpassen und das werden wir auch tun. Das verlangt Opfer jetzt und wird es auch später tun. Okay, lebt damit! Aber hört doch endlich auf, die ganze Zeit rumzuheulen, dass die Welt untergeht und wir daran schuld sind. Wem nützt das außer der Befriedigung des Gefühls auf der richtigen Seite zu stehen?
Letztlich ist die Sache ja ganz einfach. Unser Wirtschaftssystem produziert systematisch Ungleichheiten, die in jedem Land und im globalen Maßstab zunehmen. Wenn nun durch die fortschreitende Klimakatastrophe die natürlichen Ressourcen der Erde zurückgehen, in geringerem Maße ausbeutbar werden oder Wetterextreme direkt die wirtschaftlche Infrastruktur beeinträchtigen, gibt es zwei Möglichkeiten:
Die Menschheit schafft es, ein globales System ökonomischer, gerechter Teilhabe zu etablieren, in der nicht eine handvoll Kapitalisten soviel Vermögen besitzt, wie mehrere Milliarden Menschen zusammen.
Das bisherige System wird beibehalten, die Ungleichheiten werden sich verschärfen und mit immer intensiverer Gewalt im Zaun gehalten werden müssen. Der Lieblingsanwalt des Forums nennt das "Migration regulieren". Wenn man es ausbuchstabiert, bedeutet das: Mehr Menschen ins Mittelmeer stoßen, an den befestigten EU-Außengrenzen sterben lassen oder die Drecksarbeit von afrikanischen "Partnerregierungen" bzw. der Türkei übernehmen lassen. Das hat den Charme, dass die Brutalität des Systems es dann nicht mehr so oft in die hiesigen Zeitungen schafft.
Dich verorte ich natürlich auf dem zweiten Pfad aber ich respektiere die Konsequenz, mit der du da unterwegs bist (ehrlich). Denn ich finde nichts abstoßender als den Standpunkt, den Kapitalismus im Kern zu unterstützen, sich aber über dessen Konsequenzen keinerlei Gedanken zu machen, diese dafür aber heftig moralisch abzulehnen, wenn sie sich dann mal offenbaren (wie es z.B. die Grünen tun).
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 23.06.2023, 11:54 (vor 940 Tagen) @ Grigori
Letztlich ist die Sache ja ganz einfach. Unser Wirtschaftssystem produziert systematisch Ungleichheiten, die in jedem Land und im globalen Maßstab zunehmen. Wenn nun durch die fortschreitende Klimakatastrophe die natürlichen Ressourcen der Erde zurückgehen, in geringerem Maße ausbeutbar werden oder Wetterextreme direkt die wirtschaftlche Infrastruktur beeinträchtigen, gibt es zwei Möglichkeiten:Die Menschheit schafft es, ein globales System ökonomischer, gerechter Teilhabe zu etablieren, in der nicht eine handvoll Kapitalisten soviel Vermögen besitzt, wie mehrere Milliarden Menschen zusammen.
Das bisherige System wird beibehalten, die Ungleichheiten werden sich verschärfen und mit immer intensiverer Gewalt im Zaun gehalten werden müssen. Der Lieblingsanwalt des Forums nennt das "Migration regulieren". Wenn man es ausbuchstabiert, bedeutet das: Mehr Menschen ins Mittelmeer stoßen, an den befestigten EU-Außengrenzen sterben lassen oder die Drecksarbeit von afrikanischen "Partnerregierungen" bzw. der Türkei übernehmen lassen. Das hat den Charme, dass die Brutalität des Systems es dann nicht mehr so oft in die hiesigen Zeitungen schafft.
Dich verorte ich natürlich auf dem zweiten Pfad aber ich respektiere die Konsequenz, mit der du da unterwegs bist (ehrlich). Denn ich finde nichts abstoßender als den Standpunkt, den Kapitalismus im Kern zu unterstützen, sich aber über dessen Konsequenzen keinerlei Gedanken zu machen, diese dafür aber heftig moralisch abzulehnen, wenn sie sich dann mal offenbaren (wie es z.B. die Grünen tun).
Auch wenn der Maßstab der Ungleichheit global betrachtet natürlich ein gänzlich anderer ist, auch in Deutschland selbst fördert das System seit 2-3 Jahrzehnten massive Ungleichheiten. Auf Dauer produziert so etwas politische Verwerfungen, ganz stetig und leise. Die Umfragewerte der hiesigen Polit-Landschaft zeigen das aktuell, auch wenn weiter gebetsmühlenartig diverse andere Gründe durch die politische und wirtschaftliche Führung angeführt werden.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 22.06.2023, 16:21 (vor 941 Tagen) @ Grigori
Dich verorte ich natürlich auf dem zweiten Pfad aber ich respektiere die Konsequenz, mit der du da unterwegs bist (ehrlich). Denn ich finde nichts abstoßender als den Standpunkt, den Kapitalismus im Kern zu unterstützen, sich aber über dessen Konsequenzen keinerlei Gedanken zu machen, diese dafür aber heftig moralisch abzulehnen, wenn sie sich dann mal offenbaren (wie es z.B. die Grünen tun).
Das der Kapitalismus (ich vermute Du meinst damit eine marktwirtschaftliche Grundordnung mit dem freien Besitz von Kapital) inhärent negative Konsequenzen hat, und man demzufolge ordnungspolitisch eingreifen muss, ist aber eine recht gängige Annahme. Darauf basiert ja dann das Model der sozialen Marktwirtschaft. Worin besteht dann Deine Kritik?
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
CD7, Berlin, Donnerstag, 22.06.2023, 11:37 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Es gibt menschengemachten Klimawandel, das wird zu Veränderungen führen, wir können diesen - vielleicht, vielleicht ist es auch dafür schon sogar schon zu spät - aufhalten oder zumindest verlangsamen. Wir müssen uns an die Begebenheiten anpassen und das werden wir auch tun. Das verlangt Opfer jetzt und wird es auch später tun. Okay, lebt damit! Aber hört doch endlich auf, die ganze Zeit rumzuheulen, dass die Welt untergeht und wir daran schuld sind. Wem nützt das außer der Befriedigung des Gefühls auf der richtigen Seite zu stehen?
kannst du bitte mal konkret aufzeigen, wer hier wegen des Klimawandels rumheult? Würde wirklich gerne verstehen, an welchem Beitrag, welcher Formulierung du das festmachst.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Weeman, Hinterm Knauber, Donnerstag, 22.06.2023, 11:29 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Aber die Mitursache räume ich ja gerade ein. Und Du räumst ein, dass es andere Gründe sind, die zur Migration führen: materielle und existenzielle. Also ist da doch gar kein Dispenz. Offensichtlich sind wir doch einer Meinung.
Der große Widerstand kommt doch aus einer anderen Richtung:
Ich glaube wir gewichten die Ursachen schon etwas anders aber im Prinzip ja.
Der Klimawandel wird von manchen quasireligiös als Todschlagargument fpr alles genutzt und dann auch noch mit dieser lächerlichen Schuldzuweisung verbunden. Das ist das Problem. Und ich verstehe zu gut, dass diese, die diesen Ansatz verfolgen und ihn permanent von ihrer Bubble eingebläut bekommen und in in der Folge auch permanent verbreiten, jegliche kritische Anmerkung als Angriff auf den Kern verstehen. Ich verstehe es, ich halte es nur für unfassbar dumm und trivial.
Ja gut. Mit den Extremen diskutiere ich sowas nicht. Da konzentriere ich mich schon auf die, mit denen man vernünftig reden kann. Und ich glaube das ist auch eine viel größere Anzahl.
Aber hört doch endlich auf, die ganze Zeit rumzuheulen, dass die Welt untergeht und wir daran schuld sind. Wem nützt das außer der Befriedigung des Gefühls auf der richtigen Seite zu stehen?
Da wäre ich auch auf deiner Seite. Wobei ich die meisten Änderungen auch ohne die moralische oder apokalyptische Keule auch bevorzuge weil die meisten Änderungen die dem Klima zugute kämen uns ja auch in anderer Weise helfen würden. Aber auch hier. Wenn man nicht nur auf die lautesten hört hilft es meist schon.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 22.06.2023, 11:05 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Der Klimawandel hier bei uns (erste westliche Welt) ist bisher pille palle. Woanders ist er es nicht mehr und über mittel- und langfristig (Du und Ich sind dann schon Tod) wird er DER Grund für Menschenbewegungen sein:
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluchtursachen/klimawandel
aber gut, was wissen die Woken bei der Uno schon....
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
LukeHansen, Hamburg, Donnerstag, 22.06.2023, 10:02 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Leider wird der Begriff "Klimawandel" mittlerweile wirklich als Argumentation für alles herbeigezogen.
Es ist der Sache sicher nicht dienlich, wenn jedes stärkere Gewitter oder 30 Grad im Juli, panisch unter "Klimawandel" eingeordnet werden. Aber gut. Ab 25 Grad färbt auch der Wetterbericht mittlerweile gerne tiefrot ein. Und der Spiegel recyclet Weltuntergangszenarien aus den 70ern heute einfach neu auf seinen Titelseiten.
Das fällt eben irgendwann auf und man braucht sich über eine gewisse Ablehnung nicht zu wundern.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.06.2023, 10:18 (vor 941 Tagen) @ LukeHansen
bearbeitet von Sascha, Donnerstag, 22.06.2023, 10:51
Wie blöd muss man eigentlich sein, um nicht zu sehen, dass gerade Umwälzendes geschieht? Berghänge rutschen, weil Böden auftauen, Gletscher schmelzen, das Eis in der Artkis schmilzt immer weiter. In Deutschland gibt es Dürreperioden. Das war früher etwas, das man aus Afrika kannte. Die Flüsse führen immer früher im Jahr Niedrigwasser.
Da muss man doch total benagelt sein, wenn man sich an Wetterkarten klammert und sich einredet, dass das alles nur ein Hype ist. Es gibt in der Tagesschau mächtige Bilder und in der Wissenschaft empirische Daten, die das beweisen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Weeman, Hinterm Knauber, Donnerstag, 22.06.2023, 10:44 (vor 941 Tagen) @ Sascha
Du wirst irgendwann heute Nachmittag ne gepfefferte Antwort bekommen die auf das Gewitter in NRW hinweist.
Weil deine Meinung ist halt auch nur grünes framing!!!
Spaß beiseite. Bei Leuten wie Luke oder Mob ist doch Hopfen und Malz verloren.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Frankonius, Frankfurt, Donnerstag, 22.06.2023, 10:09 (vor 941 Tagen) @ LukeHansen
Pure AFD Propaganda.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Finchen, Donnerstag, 22.06.2023, 14:23 (vor 941 Tagen) @ Frankonius
Pure AFD Propaganda.
Euch fällt aber auf, dass LukeHansen die ständig verbreitet?
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.06.2023, 09:24 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Du bist aber auch selber schuld, wenn du mit offenkundig völlig unsinnigen Argumenten um die Ecke kommst.
Allein der Dreh von Klimaflüchtlingen zu Kalifornien, Spanien, Italien etc. ist doch total krude.
Natürlich ist es ein Problem, wenn dort im Sommer die Temperaturen über 40 Grad steigen. Für die Landwirtschaft und für die Wasserversorgung. Ja, für alte Menschen kann es sogar Lebensgefährlich sein. Für den allergrößten Teil ist es aber eben eine Belastung, die höhere Preise für Lebensmittel, höheren Stromverbrauch für Klimaanlagen und den Verzicht auf Befüllung des Pools bedeutet.
In manchen Regionen im Äquatorbereich steigen die Temperaturen dagegen im Sommer schon über 50 Grad und da wird es nicht nur ungemütlich, sondern auf Dauer für menschliches Leben direkt lebensfeindlich. Da wird man auch mit Geld nichts mehr regeln können.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Guido, Donnerstag, 22.06.2023, 11:24 (vor 941 Tagen) @ Sascha
In manchen Regionen im Äquatorbereich steigen die Temperaturen dagegen im Sommer schon über 50 Grad und da wird es nicht nur ungemütlich, sondern auf Dauer für menschliches Leben direkt lebensfeindlich.
Ja, richtig. Und das wird sicherlich zu Flucht- und Migrationsbewegungen führen. Allerdings erst in einigen Jahren. Der Anteil an "Klimaflüchtlingen" in der EU ist derzeit eher verschwindend gering. Es flüchten eben keine armen Bauern, deren Lebensgrundlage wegen Dürre zerstört wurde. Schon alleine nicht, weil sie sich die Flucht finanziell überhaupt nicht leisten können. Was auf den Booten übers Mittelmeer kommt, sind junge Männer aus der afrikanischen Mittelschicht, die es irgendwie in unsere Arbeits- und/oder Sozialsystem schaffen sollen, um über Geldtransfers das Leben ihrer Familie anderswo finanziell zu erleichtern. Dafür bringen deren Familien einen hohen Geldbetrag auf (man könnte es auch zynisch Risikokapital nennen), um die Überfahrt zu zahlen. Das ist die ganz nüchterne Erzählung und ich finde, man sollte hier schon klar trennen, wer wieso weshalb kommt. Am Ende wird es nämlich ansonsten ungerecht für die, die sich die Überfahrt nicht leisten können, weil deren Lebensumstände bereits lebensfeindlich sind.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Jurist, Donnerstag, 22.06.2023, 10:16 (vor 941 Tagen) @ Sascha
offenkundig völlig unsinnigen
total krude.
Im Mittelalter hat man Blasphemie und Ketzer geschrien. Ist unbequem, seine quasireligiösen Dogmen zu hinterfragen. Welche Aussage habe ich getroffen? Dass Klimawandel allein als Grund für Migration nicht in Frage kommt und habe das mit Beispielen untermauert. Das Gegenargument? s.o.
Wie kommen wir jetzt mit dem Belegen oder Widerlegen der These: "Der Klimawandel ist der Treiber der Migration und wir sind schuld daran!" weiter?
Oder wollen wir lieber an unseren Glaubensgrundsätzen festhalten, uns ein wenig selbstgeißeln und als Ablasshandel dann die Guten wählen, die uns erklären, wie böse wir sind?
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Blarry, Essen, Donnerstag, 22.06.2023, 09:52 (vor 941 Tagen) @ Sascha
Du bist aber auch selber schuld, wenn du mit offenkundig völlig unsinnigen Argumenten um die Ecke kommst.
Allein der Dreh von Klimaflüchtlingen zu Kalifornien, Spanien, Italien etc. ist doch total krude.
Ist nicht der erste Thread, der von den Herrn Collegen zum Entgleisen gebracht wird. Wiederholt sich, dieses Muster.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
markus, Donnerstag, 22.06.2023, 10:24 (vor 941 Tagen) @ Blarry
Du bist aber auch selber schuld, wenn du mit offenkundig völlig unsinnigen Argumenten um die Ecke kommst.
Allein der Dreh von Klimaflüchtlingen zu Kalifornien, Spanien, Italien etc. ist doch total krude.
Ist nicht der erste Thread, der von den Herrn Collegen zum Entgleisen gebracht wird. Wiederholt sich, dieses Muster.
Komm hol das Lasso raus ;)
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Blarry, Essen, Donnerstag, 22.06.2023, 11:07 (vor 941 Tagen) @ markus
Die Mühe sollte sich generell niemand machen, auf sowas einzugehen. Damit legitimiert man bloß Debatten auf dem Level von Facebook-Kommentarspalten hier im Forum. Braucht es nicht. Einfach, wo wir wieder beim Klimawandel wären, austrocknen lassen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 22.06.2023, 10:17 (vor 941 Tagen) @ Blarry
Du bist aber auch selber schuld, wenn du mit offenkundig völlig unsinnigen Argumenten um die Ecke kommst.
Allein der Dreh von Klimaflüchtlingen zu Kalifornien, Spanien, Italien etc. ist doch total krude.
Ist nicht der erste Thread, der von den Herrn Collegen zum Entgleisen gebracht wird. Wiederholt sich, dieses Muster.
Kann ja nicht jeder deine semi-lustigen Takes bringen, Hasennase
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
BukausmTal, Wuppertal, Donnerstag, 22.06.2023, 00:40 (vor 942 Tagen) @ Jurist
Diese Mitleidssemantik ist schwer ertragbar.>
Das tut mir für dich leid.>
Der Grund für Migration ist IMMER der gleiche: man glaubt, dass das Leben in dem anderen Land besser ist.>
Das war bei fast allen unserer Vorfahren und deren Vorfahren nicht anders.
Politische Repressalien, Hunger, vor allem Krieg sind da natürlich wichtige Treiber.>
Kann man ja trotzdem mal vernachlässigen.
Krieg und Folter in Syrien, tödliche Verfolgung v.a. von Frauen in Afghanistan, alles nicht entscheident, denn:
Andere sind soziale Aufstiegschancen und soziale Sicherung.>
Klar, die wollen nicht nur überleben, die wollen alle auch BMW und Rolex.
Der Klimawandel ist ein wichtiges Thema: wenn dieser aber als ideologische Waffe für alles herangeführt wird, verliert man an Kredibilität und wird eindimensional.
Ich kann dich beruhigen, die Gefahr droht dir nicht. Deine Ortsgruppe stellt dir sicher einen gelben Schein beim Thema Klimaschutz aus. Deine Minister verhindern zudem alles, was eindimensional in Richtung Klimaschutz gehen könnte.>
Es mag Konstellationen geben, in denen der Klimawandel oder Naturkatastrophen Anlass oder sogar Grund für Migration ist. Das ist aber doch eine verschwindend geringer Anteil. Wie komme ich auf meine These? Nun, ziehe ich die oben genannten Faktoren ab und behalte nur den Klimawandel ab, müssten die Menschen in Kalifornien und Australien ihre Heimat scharenweise verlasen. Norditalien, Frankreich, Spanien? Tun sie aber nicht.>
Schade, dass für deine Lieblingspartei die soziale Frage ein schwarzes Loch ist.
Und dazu dieses selbstquälende: „durch unsere Schuld, durch unsere übergroße Schuld“- mit diesem Mantra hat die katholische Kirche jahrhundertelang den einfachen Plebs kontrolliert. Funktioniert heute nicht mehr, da die Religion im Zuge der Aufklärung an Bedeutung verloren hat. Gut, dass man eine Ersatzgeissel auftun konnte.>
Jetzt wird es interessant.>
Ja, Armut in Afrika und Asien war schon ganz gut, aber die werden ja immer reicher und verhungern nicht mehr… also sind wir die Sünder des Klimawandels.>
Glaubst du eigentlich selber, was du da schreibst? Kannst du googln? Für dich ganz einfach: "Armut Afrika" Eventuell hast du ja auch mitbekommen, was der Krieg Russlands gegen die Ukraine auch für die Versorgung der Länder Afrikas mit Getreide bedeutet...
Und: Natürlich sind wir als wohlhabende Industrienation mit stetigem Wirtschaftswachstum ohne jegliche Rücksicht auf Verluste genau: Die Sünder des Klimawandels. Ich hatte gehofft, du hättest als Jurist gelernt, Statistiken zu lesen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
CedricVanDerGun, Hamburg, Donnerstag, 22.06.2023, 06:39 (vor 941 Tagen) @ BukausmTal
Q.e.d. Und danke. Das war wirklich einer der schlimmsten Beiträge die ich hier seit langem lesen musste. Alleine einen Flüchtlingsstrom aus Zentralafrika mit Kalifornien gleichzusetzen
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
majae, Muc, Mittwoch, 21.06.2023, 23:27 (vor 942 Tagen) @ Jurist
Es mag Konstellationen geben, in denen der Klimawandel oder Naturkatastrophen Anlass oder sogar Grund für Migration ist. Das ist aber doch eine verschwindend geringer Anteil. Wie komme ich auf meine These? Nun, ziehe ich die oben genannten Faktoren ab und behalte nur den Klimawandel ab, müssten die Menschen in Kalifornien und Australien ihre Heimat scharenweise verlasen. Norditalien, Frankreich, Spanien? Tun sie aber nicht.
Du akzeptierst den Klimawandel nur als Fluchtursache, wenn es der alleinige Grund ist. Kann man so machen, ist aber natürlich Blödsinn. Frankreich hat genügend Geld (und alles was draus resultiert) um den betroffenen Bewohnern abgepacktes Trinkwasser zu liefern. Ernteausfälle machen die Lebensmittel teurer, aber es ist genügend Wohlstand da, um im Supermarkt Ersatz aus anderen Regionen zu kaufen. In weniger entwickelten Ländern gibt es nur so viel Trinkwasser, wie der Brunnen hergibt und Lebensmittel, die die lokalen Felder produzieren. Fällt beides wegen dem Klimawandel weg, ist die Fluchtursache nach deiner Logik nicht der Klimawandel, sondern das wenig entwickelte Land.
Ist ja auch nicht so, als gäbe es zig wissenschaftliche Studien darüber, aber du weißt es sicherlich besser. Wenn die habitablen Regionen dieser Erde schrumpfen, wie soll das zu Migration führen?
Aber hört verdammt nochmal auf, ein wichtiges Thema dadurch zu beerdigen, dass ihr das als Argument für alles missbraucht.
Der Verfechter des Umweltschutzes hat gesprochen.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Jurist, Mittwoch, 21.06.2023, 23:49 (vor 942 Tagen) @ majae
Macht ruhig weiter so und wundert Euch, warum 85% der Wähler Euch nicht wählen, obwohl Ihr die einzigen Verfechter der Wahrheit seid.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
majae, Muc, Freitag, 23.06.2023, 08:57 (vor 940 Tagen) @ Jurist
Macht ruhig weiter so und wundert Euch, warum 85% der Wähler Euch nicht wählen, obwohl Ihr die einzigen Verfechter der Wahrheit seid.
Du klingst wie ein kleines bockiges Kind, dem es nicht passt, dass die Welt ist, wie sie ist. Aber eine Frage: Wer ist "ihr"?
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Schnippelbohne, Bauernland, Donnerstag, 22.06.2023, 00:07 (vor 942 Tagen) @ Jurist
Es lebe die Diskussionskultur
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
micha87, bei Berlin, Donnerstag, 22.06.2023, 00:39 (vor 942 Tagen) @ Schnippelbohne
Das Klima hat sich auch da verändert und dann reitet man von einer Betroffenheitswelle zur nächsten und weiß schon gar nicht mehr auf welchen der vielen Solidaritätskundgebungen man zuerst aufkreuzen/liken soll.
Auf der Gegenseite dann jene die das populistisch verwerten und die Lösungen im nationalen sehen statt globalen.
Wir unterstellen einmal das der Mensch in der Lage ist sich seiner Umgebung nach anzupassen und dabei wird es archaisch ein "Survival of the fittest" geben. Dies gibt es auch jetzt schon auf ökonomischer Ebene und jenen die es nach Europa schaffen oder eben nicht. Wer dann hier kein Bleiberecht hat und weder über Sprachkenntnisse/einen Job verfügt, muss daran arbeiten für den Arbeitsmarkt zu Verfügung zu stehen. Wer das nicht kann, hat leider Pech. Natürlich ist es ungerecht das einige das Glück haben hier qua Geburt auf alle Sozialleistungen zugreifen zu können, aber es existieren in Europa natürliche Grenzen des möglichen. In einigen Ländern ist man da mehr hilfsbereit als in anderen, irgendwo dazwischen muss es vernünftige Lösungen geben.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 22.06.2023, 10:09 (vor 941 Tagen) @ micha87
Wir unterstellen einmal das der Mensch in der Lage ist sich seiner Umgebung nach anzupassen und dabei wird es archaisch ein "Survival of the fittest" geben. Dies gibt es auch jetzt schon auf ökonomischer Ebene und jenen die es nach Europa schaffen oder eben nicht. Wer dann hier kein Bleiberecht hat und weder über Sprachkenntnisse/einen Job verfügt, muss daran arbeiten für den Arbeitsmarkt zu Verfügung zu stehen. Wer das nicht kann, hat leider Pech. Natürlich ist es ungerecht das einige das Glück haben hier qua Geburt auf alle Sozialleistungen zugreifen zu können, aber es existieren in Europa natürliche Grenzen des möglichen. In einigen Ländern ist man da mehr hilfsbereit als in anderen, irgendwo dazwischen muss es vernünftige Lösungen geben.
Noch, was Europa und v.a. auch Deutschland angeht. Ich kann es im Grunde nachvollziehen, dass viele die Scheuklappen aufsetzen, weil es dann am Ende auch momentan nach den letzten Jahren ein Stück zu viel ist und man ein Stück Normalität möchte und nicht immer von Krisen am Frühstückstisch eingeholt werden möchte. Oder auch dem großen Veränderungsdrang, der in vielen Lebensbereichen Einzug halten möchte, was dann bei anderen "woken" Themen auch fremdbestimmt ist.
An der Stelle ist das dann aber kritisch. Denn wir sitzen in Europa nicht auf einer Insel, an der der Klimawandel vorbeizieht oder eben "nur" teurere Lebensmittel, mal 40 Grad und ein Sommer ohne Pool bedeutet. Der Kipppunkt ist ja bereits erreicht, d.h. die Effekte treten noch zügiger ein. Das bedeutet dann drastische Änderungen im Wasserhaushalt - ein Thema das auch Deutschland massiv betreffen wird, da v.a die Landwirtschaft null Vorkehrungen für künstliche Bewässerung hat -, Änderungen an Flora und Fauna und Hitze im Sommer in den Städten. Wälder werden absterben, Pflanzen - und Getreidearten werde aufgrund der höheren Temperaturen schlicht nicht mehr wachsen etc.. Dazu dann eben Unwetter und lange Trockenperioden. Wir reden hier auch von in ein paar Jahren bzw. jetzt, nicht Jahrzehnten. Die Idee, dass mich das alles also marginal betrifft und die Obrigkeiten mir bitte die Migranten vom Hals halten sollen, ist maximal amüsant, aber im Grunde gefährlich. Das wißt Du, das weiß ich, aber scheinbar wird das auch immer noch maximal verdrängt.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
micha87, bei Berlin, Donnerstag, 22.06.2023, 20:20 (vor 941 Tagen) @ Lattenknaller
Diese Probleme sind unmöglich zu negieren. In einem Umfeld wo permanent darauf verwiesen wird gehen einige in Abwehrhaltung und haben die Hoffnung daß sie alles bewahren können.
Ich kann noch nicht einmal sagen ob wir in irgendeiner Weise die Chance haben beim Klimawandel et as zu verändern? Da sind alle dazu aufgefordert zu handeln.
Der Modus Verzicht wird nur bedingt vermittelbar sein, schließlich soll liebgewonnenes erhalten bleiben statt endgültig verboten zu werden. "Ich will mit halben Städten auf einem Schiff durch die Welt gurken", "Fliegen wann immer es geht" usw.. Ein Verzicht auf Wohlstand ist auf der Ebene bereits kompliziert und dann soll er für andere noch weiter mit erarbeitet werden, mit dem Wissen im Alter ist für mich eh keiner da?!
Mit nicht da ist die Pflegeversorgung & der Rentenbetrag gemeint, ein soziales Umfeld existiert dann hoffentlich aber.
Mit Blick auf die Umfragen und Wahlen in anderen Ländern werden jene Themen von Populisten verwertet, aber nicht jenen die Gesellschaft neu denken. Wie lassen sich Wassermangel und andere Dinge lösen, normalerweise haben sich unsere Vorfahren ja auch immer auf dem Weg gemacht wenn es an einem Ort nicht weiter ging. Das wird heutzutage eher nur bedingt möglich sein, da die Länder ja bereits fix "verteilt" sind.
Hier wollen viele Leute herkommen, aber die brauchen eine Perspektive. Wir werden dann mit dem arbeiten müssen was da ist. Ich bin gespannt ob das gelingen wird, eine faire Chance hat da jeder verdient der integrationswillig ist.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
Garum, Bornum am Harz, Mittwoch, 21.06.2023, 19:39 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Beliebtes Argument: Fluchtursachen beseitigen.
Dummerweise wird die Lage durch den Klimawandel in vielen der Herkunftsländer immer schwieriger.
Auch die anhaltenden Auseinandersetzungen in vielen Ländern lassen auch kaum Perspektiven für ein vernünftiges Leben.
Niemand nimmt so eine halsbrecherische Reise auf sich, nur weil er ein tolles Auto oder Smartphone haben will. So ein Müll wird ja in AFD-Kreisen verbreitet. Ich befürchte auch, dass dort mehr oder weniger offen Freude über solche Unglücke geäußert wird.Die skrupellosen Schlepper sind ein Problem gegen das man vorgehen muss.
Das wird die größte Herausforderung der Menschheit werden, die Menschen die sich in den kommenden Jahren in Bewegung setzten werden mehr.
Völkerwanderungen hat es schon immer gegeben nur dieses Ausmaß noch nicht. Und der bewohnbare Lebensraum wird für 8 Mrd. Menschen immer weniger.
Da keiner den Resetknopf drücken kann wird das nicht besser. Die goldenen Zeiten sind vorbei, die nächsten Jahrzehnte werden es in sich haben.
Südlich von Gran Canaria: Dutzende Ertrunkene nach neuem Unglück mit Flüchtlingsboot befürchtet
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 21.06.2023, 19:28 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Beliebtes Argument: Fluchtursachen beseitigen.
Dummerweise wird die Lage durch den Klimawandel in vielen der Herkunftsländer immer schwieriger.
Auch die anhaltenden Auseinandersetzungen in vielen Ländern lassen auch kaum Perspektiven für ein vernünftiges Leben.
Niemand nimmt so eine halsbrecherische Reise auf sich, nur weil er ein tolles Auto oder Smartphone haben will. So ein Müll wird ja in AFD-Kreisen verbreitet. Ich befürchte auch, dass dort mehr oder weniger offen Freude über solche Unglücke geäußert wird.Die skrupellosen Schlepper sind ein Problem gegen das man vorgehen muss.
So zynisch es klingt:
Kontingente für reguläre Migration. Und wer mit dem Schlepper kommt, der geht wieder.
Wer dann Asyl bekommt, der kann per Linienflug einreisen. Ist wahrscheinlich immer noch billiger als die Mittelmeer-Lotterie
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Frankonius, Mittwoch, 21.06.2023, 18:14 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Die 5 sind noch nicht tot. Nur mal so als Information.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
PePopp, Mittwoch, 21.06.2023, 19:31 (vor 942 Tagen) @ Taifun
Die 5 sind noch nicht tot. Nur mal so als Information.
Zur Wahrheit gehört leider auch, dass man mit jeder weiteren Stunde, die vergeht ohne dass die Titan gefunden wird, froh sein kann, wenn das Tauchboot implodiert ist und die Insassen bereits einen raschen Tod hatten.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
DieRoteKarteZahlIch, UK, Mittwoch, 21.06.2023, 21:58 (vor 942 Tagen) @ PePopp
bearbeitet von DieRoteKarteZahlIch, Mittwoch, 21.06.2023, 22:11
Die Geräusche lassen zumindest Hoffnung aufkommen. Idealerweise würden die vermissten Personen (sofern dazu in der Lage) per Morsealphabet mit der Außenwelt kommunizieren. Aber es kostet wohl auch Kraft und Sauerstoff.
Kann mich nicht daran erinnern, dass ähnliches zuvor passiert ist (muss allerdings an die Kinder in der Höhle in Thailand denken). Auch damals hat man viel über die Technik nachgedacht. Vielleicht wäre es möglich mittels eines Netzwerks von Sensoren nahe der Wasseroberfläche, den Ursprungsort des akustischen Signals in etwa zu lokalisieren.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Blarry, Essen, Mittwoch, 21.06.2023, 22:13 (vor 942 Tagen) @ DieRoteKarteZahlIch
bearbeitet von Blarry, Mittwoch, 21.06.2023, 22:30
Kann mich nicht daran erinnern, dass ähnliches zuvor passiert ist
Sowas passiert schon. USS Thresher, die Kursk, 2017 die argentinische San Juan, 2021 ein U-Boot der indonesischen Marine. Passiert alles in allem aber relativ selten, weil die meisten Betreiber von Unterseewasserfahrzeugen, naja, "wissen was sie tun".
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
DieRoteKarteZahlIch, UK, Mittwoch, 21.06.2023, 22:34 (vor 942 Tagen) @ Blarry
Eine schaurige Liste. Der aktuelle Fall ist aufgrund der Zivilisten und der Tiefe des Suchgebiets dennoch besonders. Zudem ist die Titanic vielen ein Begriff. Sowas könnte (im Erfolgsfall) verfilmt werden.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
max09, Mittwoch, 21.06.2023, 22:32 (vor 942 Tagen) @ Blarry
weil die meisten Betreiber von Unterseewasserfahrzeugen, naja, "wissen was sie tun".
Klingt jetzt evtl. zynisch, aber dieser XBox Controller macht mich echt fertig...
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Tom Frost, Mittwoch, 21.06.2023, 22:44 (vor 942 Tagen) @ max09
weil die meisten Betreiber von Unterseewasserfahrzeugen, naja, "wissen was sie tun".
Klingt jetzt evtl. zynisch, aber dieser XBox Controller macht mich echt fertig...
Die Idee hatten sie aber nicht exklusiv.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Blarry, Essen, Mittwoch, 21.06.2023, 22:57 (vor 942 Tagen) @ Tom Frost
Der Controller ist noch das Sinnigste an der ganzen Operation, solange er redundant ausgelegt und vielleicht nicht über ein Consumer-Level-Protokoll wie USB angeschlossen ist. Das ist tatsächlich eine der intuitivsten und günstigsten Möglichkeiten, eine Maschine um sechs Achsen zu steuern. Schade nur, dass man das Ersparte nicht z.B. in einen akustischen Rettungssignalgeber stecken wollte.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Donnerstag, 22.06.2023, 10:28 (vor 941 Tagen) @ Blarry
Der Controller ist noch das Sinnigste an der ganzen Operation, solange er redundant ausgelegt und vielleicht nicht über ein Consumer-Level-Protokoll wie USB angeschlossen ist. Das ist tatsächlich eine der intuitivsten und günstigsten Möglichkeiten, eine Maschine um sechs Achsen zu steuern. Schade nur, dass man das Ersparte nicht z.B. in einen akustischen Rettungssignalgeber stecken wollte.
Wobei andere Berichte von einem Logitech Gaming Controller reden. Nun ist es wieder einer von der Xbox. Ist dann halt blöd, wenn man vielleicht den falschen mitgenommen hat ;-)
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
PePopp, Mittwoch, 21.06.2023, 19:43 (vor 942 Tagen) @ PePopp
Mit zuviel co2 schläft man doch einfach ein.
Ich würde diese Risiken nicht auf mich nehmen. Mein Leben ist interessant genug.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
PePopp, Mittwoch, 21.06.2023, 19:55 (vor 942 Tagen) @ Taifun
Mit zuviel co2 schläft man doch einfach ein.
Nein. CO2 ist das Gas, welches Erstickungsgefühle und Atemnot auslöst wenn die Konzentration zu hoch ist - das ist extrem qualvoll (vermutlich verwechselst du das mit Kohlenmonoxid oder Stickstoff).
Und es dauert auch ausgesprochen lange, da die Konzentration an CO2 ja nur sehr langsam zunimmt, sodass du schon lange bevor du aufgrund von Sauerstoffmangel ohnmächtig wirst und schließlich stirbst in Panik gerätst.
Und hinzu kommen natürlich noch die Begleitumstände wie Platzmangel, Kälte, fehlende Toiletten und sehr wahrscheinlich auch absolute Dunkelheit.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Mittwoch, 21.06.2023, 18:32 (vor 942 Tagen) @ Taifun
Die 5 sind noch nicht tot. Nur mal so als Information.
Das weißt du woher? Ist das U-Boot gefunden worden? Bei einem Leck dürfte z.B. niemand mehr leben.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Mittwoch, 21.06.2023, 18:59 (vor 942 Tagen) @ markus
Solange es Chancen gibt, sollte man die Personen nicht für tot erklären. Das möchtest du gerade machen
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Mittwoch, 21.06.2023, 19:13 (vor 942 Tagen) @ Taifun
Solange es Chancen gibt, sollte man die Personen nicht für tot erklären. Das möchtest du gerade machen
Nein, ich habe nur gefragt, woher du weißt, dass sie auf jeden Fall noch leben. Der aktuelle Stand ist eher der, dass dies unklar ist. Natürlich darf man die Hoffnung nicht aufgeben.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Gargamel09, Mittwoch, 21.06.2023, 18:39 (vor 942 Tagen) @ markus
Die 5 sind noch nicht tot. Nur mal so als Information.
Das weißt du woher? Ist das U-Boot gefunden worden? Bei einem Leck dürfte z.B. niemand mehr leben.
Es wurde heute morgen von Klopfgeräuschen berichtet
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/titanic-tauchboot-rettungsaktion-100.html
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Gazelle, Mittwoch, 21.06.2023, 15:33 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Das lässt sich doch überhaupt nicht vergleichen.
Auf der einen Seite haben wir ein Schiffsunglück, das zwar bzgl der Anzahl an Toten absoulut außergewöhnlich war, aber trotzdem leider ein fast alltägliches Ereignis darstellt.
Auf der anderen Seite haben wir ein verschwundenes U-Boot und eine tagelange search and rescue mission, die wir quasi live per Ticker mitverfolgen können. Natürlich zieht das eine riesige Aufmerksamkeit auf sich, genauso wie damals die Rettungsaktion für die in dieser Höhle in Thailand eingeschlossene Fussballmanschaft oder die Suche nach dem in ein Bohrloch in Spanien gestürzten Kleinkind in Spanien vor ein paar Jahren. Oder auch die Suche nach der Kursk.
Ich glaube nicht, dass die Suche nach diesem U-Boot weniger Aufmerksamkeit auf sich zöge, wenn dort 5 'arme' Unterseeforscher oder Soldaten anstatt 5 Mulimillionäre in dieser Metallbüchse säßen.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Rupo, Ruhrpott, Donnerstag, 22.06.2023, 11:12 (vor 941 Tagen) @ Gazelle
gibt dazu heute eine ganz interessante Analyse:
leider ist der SZ Kommentar dazu hinter der PW
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Gazelle, Donnerstag, 22.06.2023, 13:14 (vor 941 Tagen) @ Rupo
Ich glaube, dass es (fast gar) nichts mit Empathie zu tun, dass über die U-Boot Rettungsaktion so viel berichtet wird und über die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge so viel weniger. Es ist schlicht und einfach eine sehr 'spannende' sich über Tage hinziehende Geschichte, die da erzählt werden kann, und an der man auf allen möglichen Ebenen teilhaben kann (psychologisch - wie ist es wohl mit 5 Menschen in einer engen Metallbüchse am Meeresgrund auf den Tod zu warten; technisch - Unterseeboote; historisch - Titanic; etc pp).
Im Ärmelkanal ist am Dienstag übrigens ein Extremschwimmer (er wollte mit der Aktion Geld für Wohltätigkeitsorganisationen sammeln) bei dem Versuch von England nach Frankreich zu schwimmen verschwunden und wohl ertrunken. Darüber wurde aber kaum berichtet. Und auch hier glaube ich nicht, dass es irgendetwas damit zu tun hat, dass niemand Mitgefühl mit diesem Mann und seinen Angehörigen hat sondern, dass es einfach nicht wirklich groß was darüber zu berichten gibt.
Havertz wechselt zu Arsenal. Mann ertrinkt im Ärmelkanal. Das Wetter bleibt weiter unbeständig.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
nico36de, Ruhrgebiet, Mittwoch, 21.06.2023, 16:50 (vor 942 Tagen) @ Gazelle
Hast du vermutlich Recht. Das zeigt halt ganz gut die verschobene Prioritäten in einer Gesellschaft wie unserer.
Sterben von Tausenden auf dem Mittelmeer ist halt ne langweilige, sich immer wiederholende Nebennote, solch ein U-Boot aber heißer Scheiß.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
majae, Muc, Mittwoch, 21.06.2023, 20:40 (vor 942 Tagen) @ nico36de
Sterben von Tausenden auf dem Mittelmeer ist halt ne langweilige, sich immer wiederholende Nebennote, solch ein U-Boot aber heißer Scheiß.
5 Tote sind eine Tragödie, 5000 Tote sind eine Statistik.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Davja89, Mittwoch, 21.06.2023, 19:23 (vor 942 Tagen) @ nico36de
Naja wenn du das Gesamtelend auf der Welt siehst (Hunger,Krieg, Krankheiten) dürften auch die Tausenden Flüchtlinge dagegen relativ blass aussehen.
Da reden wir von der Größenordnung 100.000 bis Millionen.
Der Unterschied ist eher das du von X vielen ertrunkenen Flüchtlingen regelmäßig liest während der Krieg im Jemen in Deutschland keine Sau interesiert. So ist das mit Anteilnahme eben. Umso näher Menschen uns sind umso mehr nimmt man Anteil. Umso entfernter sie sind um so mehr werden sie halt nur noch anonyme Zahlen.
Du merkst also Menschliches Leid sollte man nicht gegeneinander aufrechnen. Das führt einen nirgendwohin.
Wenn dir dein Kumpel erzählt das sein Vater mit Ende 50 am Krebs gestorben ist, sagtst du ja auch nicht: Denk bitte an die 10 ertrunkenen Kinder diese Woche im Mittelmeer. Dagegen scheint dir doch die Sonne ausm Arsch.
Das hat so alles absolut keinen Mehrwert. Jedes einzelne Schicksal ist großer Mist. Jeder ertrunkenen junge Mensch in Mittelmeer, jede Frau die von ihrem Partner umgelegt wird weil der durchknallt, jeder Millionär der bei sinnlosen Hobbys einen Unfall hat.
Keiner davon wollte gern am nächsten Tag unter der Erde liegen und jeder hat irgendwo Menschen die ihn vermissen.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 09:38 (vor 941 Tagen) @ Davja89
Hat irgendjemand was anderes gesagt?
Wenn sich Menschen bewusst (zumindest wenn sie sich informiert hätten) und nicht aus Not in eine potenziell lebensbedrohliche Situation begeben und das auch noch im Rahmen einer nach normalen Maßstäben in jeder Hinsicht (auch nach der Meinung erfahrener U-Bootfahrer) vollkommen durchgeknallten Aktion geschieht, weiß ich nicht, warum man darüber in dieser epischen Breite berichten muss. Ist halt nur ein Verkehrsunfall, der zu einem Riesenereignis aufgeblasen wird.
Es geht nicht darum, Leid zu relativieren, sondern um die Relevanz, die meiner Meinung nach Nachrichten haben sollten. Die ist (außer für die Betroffenen und ihre Familien) im Hinblick auf den U-Boot-Unfall wie bei anderen Verkehrsunfällen auch, nun einmal gleich Null. Über solch einen Unfall kann man sicher mal ein paar Zeilen schreiben oder ein paar Bildchen zeigen. Damit sollte es aber auch gut sein.
Für mich die mediale Aufmerksamkeit aber im Vergleich mit anderen Geschehnissen (der von den Medien völlig totgeschwiegene Krieg im Jemen ist übrigens ein gutes Beispiel) völlig unangemessen. Außer man sieht Nachrichten vorrangig als Unterhaltung an. Dann gehört das Großereignis natürlich unbedingt rein.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Donnerstag, 22.06.2023, 10:16 (vor 941 Tagen) @ nico36de
Es geht nicht darum, Leid zu relativieren, sondern um die Relevanz, die meiner Meinung nach Nachrichten haben sollten. Die ist (außer für die Betroffenen und ihre Familien) im Hinblick auf den U-Boot-Unfall wie bei anderen Verkehrsunfällen auch, nun einmal gleich Null. Über solch einen Unfall kann man sicher mal ein paar Zeilen schreiben oder ein paar Bildchen zeigen. Damit sollte es aber auch gut sein.
Wer entscheidet denn, was Relevanz hat und was nicht? Du als einzelne Person, oder doch eher das, was die Breite für relevant hält? In den Redaktionen sitzen ja keine Leute, die uns mit voller Absicht schlechte Inhalte bieten wollen, die eigentlich niemand lesen möchte. Im Gegenteil, die verdienen nur dann Geld, wenn sie Themen von großer Relevanz bieten.
Als der erste Artikel dazu erschienen ist, wird man anhand der Zugriffszahlen gesehen haben, dass ein sehr großes Interesse daran besteht. Wenn der Jemen Bericht nur von 250 Leuten gelesen wird, das U-Boot Thema hingegen 1 Millionen Klicks hat, ist doch klar, worüber man im weiteren Verlauf berichten wird. Man kann es ja falsch finden, dass die Relevanz eine solche Gewichtung hat. Aber dann dürftest du auch keine Sportnachrichten mehr bringen, sondern ab sofort nur noch über Kriegsnachrichten und Hungerkatastrophen berichten. Denn auch Sport ist am Ende objektiv betrachtet total unwichtig.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 15:36 (vor 941 Tagen) @ markus
Ja, wenn man das so sieht, hast du natürlich recht. Natürlich bin ich nicht der Nabel der Welt und entscheide, wer was zu senden hat.
Wenn RTL2 oder andere, vergleichbar peinliche Privatsender ihre nachrichten an den Kriterien ausrichten ist das schon schlimm genug. Wo bei deinem Ansatz denn aber die Grenze sein?
Ausgehend von deiner Argumentation kanns ja munter weitergehen: Die Mehrheit möchte gerne die Todesstrafe wieder. Prima, führen wir sie ein. Die Mehrheit möchte keine Flüchtlinge mehr und findet Ausländer generell doof. Na gut, dann ändern wir halt das Grundgesetz und statt hochqualifizierten Pakistani (die ohne kaum Lust auf Deutschland haben) erledigt dann Nazi-Ronni dessen IT-Job.
Klingt echt nach intelligentem Ansatz.....
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Donnerstag, 22.06.2023, 16:14 (vor 941 Tagen) @ nico36de
Ja, wenn man das so sieht, hast du natürlich recht. Natürlich bin ich nicht der Nabel der Welt und entscheide, wer was zu senden hat.
Wenn RTL2 oder andere, vergleichbar peinliche Privatsender ihre nachrichten an den Kriterien ausrichten ist das schon schlimm genug. Wo bei deinem Ansatz denn aber die Grenze sein?
Ausgehend von deiner Argumentation kanns ja munter weitergehen: Die Mehrheit möchte gerne die Todesstrafe wieder. Prima, führen wir sie ein. Die Mehrheit möchte keine Flüchtlinge mehr und findet Ausländer generell doof. Na gut, dann ändern wir halt das Grundgesetz und statt hochqualifizierten Pakistani (die ohne kaum Lust auf Deutschland haben) erledigt dann Nazi-Ronni dessen IT-Job.
Klingt echt nach intelligentem Ansatz.....
Es klingt bitter, aber wenn in einer Demokratie die Mehrheit genau das wollte, würde sie das auch bekommen, indem sie bei der Bundestagswahl entsprechend AfD wählt und die dann entsprechende Gesetze schaffen. Zum Glück ist das nicht so. Die Mehrheit denkt dann doch noch etwas anders.
Im Grunde können es sich nur die ÖR-Medien erlauben, nicht ausschließlich auf die Quote zu schauen. Aber natürlich schauen auch die darauf, weil ja wirklich (fast) jeder dafür zahlt und dann auch interessante Inhalte erwartet. Ansonsten heißt es ganz schnell: „Wofür zahle ich eigentlich? Die senden ja nur Dinge, die mich interessieren.“
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 22.06.2023, 09:51 (vor 941 Tagen) @ nico36de
Wobei dieses "bewusst in Gefahr begeben" auch irgendwie zur menschlichen Natur gehört. Ansonsten hätte nie jemand den Nordpol erreicht, den Mount Everest bestiegen oder wäre zum Marianengraben abgetaucht.
Diese Expedition war natürlich unnötig und das U-Boot allem Anschein nach kaum geeignet dafür - aber die Neugier der Besatzung, ist ein durchaus menschlicher Wesenszug, der den Menschen immer angetrieben hat.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
nico36de, Mittwoch, 21.06.2023, 18:16 (vor 942 Tagen) @ nico36de
Am Hunger sterben täglich gut 7000 Menschen.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Blarry, Essen, Mittwoch, 21.06.2023, 17:53 (vor 942 Tagen) @ nico36de
Sterben von Tausenden auf dem Mittelmeer ist halt ne langweilige, sich immer wiederholende Nebennote, solch ein U-Boot aber heißer Scheiß.
An der Stelle sind wir nur noch sooooo ein kleines Stück von der logischen Schlussfolgerung wert, jede Woche ein U-Boot voll Milliardäre zu versenken, um den Nachrichtenwert zu drücken und so ein Ereignis zu bagatellisieren.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
jamal_s, Mittwoch, 21.06.2023, 17:40 (vor 942 Tagen) @ nico36de
Wie sehen unseren gesellschaftlichen Prioritäten den aus? Entscheidest du das?
Die paar tausend im Mittelmeer zählen zu den Auserwählten, die sich eine überfahrt finanziell leisten können.
Sollen wir beiden mal etwas tiefer bohren? Jeden Tag verhungern ca. 20.000 Menschen. Gefällt dir das? Im Jahr kommen wir so auf ca. 7-8Mio.
Oder interessiert es dich nicht, da es nicht zu deiner Agenda passt? Es nicht politisch instrumentiert wird, sich niemand auf die Straße stellt und verhungern eher ein langweiliger Tod ist?
Geschätzte Anzahl der im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge in den Jahren von 2014 bis 2023
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/892249/umfrage/im-mittelmeer-ertrunkenen-fluechtlinge/
Der Vergleich ist genauso unfair und nicht zielführend, wie 5 böse Superreiche vs. 500 arme Flüchtlinge.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
Schaumkrone, Celle, Mittwoch, 21.06.2023, 15:22 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Es ist eben eine eher "ungewöhnliche" Katastrophe, die die Menschen bewegen kann daran teilnehmen zu wollen. Sauerstoff reicht für wenige Tage...kann der Wettlauf gegen die Zeit gewonnen werden? Man kann die Klaustrophobie quasi nachempfinden. Wie bei der einen Apollo-Mission oder dem Kleinkind in Spanien, dass in das Bohrloch fiel. Klar kann man sagen- was soll die ganze Aufmerksamkeit? Zeitgleich verhungern zig Kinder in Afrika. DAS ist aber Normalität.
Wenn da drei Obdachlose an Bord wären und ums Überleben kämpften hätte das das gleiche mediale Echo zur folge. Das hat mit den "Superreichen" nichts zu tun meiner Meinung nach
erste Welt vs. dritte Welt
Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 21.06.2023, 13:16 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Moin,
in a Nutshell sehen wir darin: erste Welt vs. dritte Welt
die Toten im Mittelmeer interessieren uns relativ nicht (und wir werten unser erstes Welt Menschenleben höher als das dritte Welt Menschenleben), wundert mich eher das es noch keine Kreuzfahrt zu den Orten gibt, es interessiert uns wie wir die Menschen nicht nach Europa lassen können...
Von 23:40 bis 28:25 wird das Thema behandelt
https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-tag-mit-derek-scally-johnson-als-genie-der-angstpolitik-dlf-kultur-1d94d625-100.html
Ziemlicher Quatsch
huerde, Mittwoch, 21.06.2023, 11:25 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Du kannst ja eine Nachrichtensendung ins Leben rufen, die täglich nur die vermeidbaren Todesfälle auflistet. Jedes mal die immer gleichen Themen mit austauschbaren Zahlen. – Da wird nach drei Tagen keiner mehr hin schauen. – Es mag die letzte Stufe des Zynismus sein, aber man hat sich daran gewöhnt.
Wenn ein Flugzeug irgendwo in Deutschland über ein Rollfeld hinaus schießen würde und ein Mensch würde sterben, wäre das tagelang in den Medien.
Würde das einem Flieger einer Profimannschaft passieren, würde es schon ausreichen, wenn es einen leicht verletzten gab.
Die täglich ca. 6 (?) Verkehrstoten auf deutschen Straßen werden hingegen nicht alle einzeln aufgelistet.
Ja. Es ist zynisch, dass man sich daran gewöhnt hat. Aber es ist nunmal bittere Realität, dass Menschen sterben…
- Im Straßenverkehr
- Auf der Flucht
- In einem total sinnlosen Krieg in der Ukraine
- In den ärmsten Ländern an Hunger
- In den ärmsten Ländern an lächerlichen Krankheiten, weil Medikamente fehlen
- Bei so manch blutigem Bürgerkrieg rund um die Welt
- Usw usw usw
Darf man deswegen keine Fußballergebnisse, königlichen Hochzeiten oder kulturellen Ereignisse mehr vermelden?
Ziemlicher Quatsch
huerde, Mittwoch, 21.06.2023, 13:08 (vor 942 Tagen) @ huerde
Ich kann nur für mich sprechen: Dass es gemeldet wird, empfinde ich nicht als Problem. In. Einen Augen ist es aber schon sehr kritisierenswert, dass bei der Tagesschau-Homepage die ersten 4 (oder wahren es noch mehr?) Meldungen sich ausschließlich um dieses Thema drehen.
Ich finde es oft auch unangemessen, wenn die dämliche Frage gestellt wird: Haben wir keine anderen Probleme? In diesem Fall finde ich es aber schon komisch, dass die Tagesschau tatsächlich so tut, als gäbe es keine annähernd wichtigen Probleme.
Ziemlicher Quatsch
Habakuk, OWL, Mittwoch, 21.06.2023, 17:41 (vor 942 Tagen) @ RE_LordVader
Ich kann nur für mich sprechen: Dass es gemeldet wird, empfinde ich nicht als Problem. In. Einen Augen ist es aber schon sehr kritisierenswert, dass bei der Tagesschau-Homepage die ersten 4 (oder wahren es noch mehr?) Meldungen sich ausschließlich um dieses Thema drehen.
Ich finde es oft auch unangemessen, wenn die dämliche Frage gestellt wird: Haben wir keine anderen Probleme? In diesem Fall finde ich es aber schon komisch, dass die Tagesschau tatsächlich so tut, als gäbe es keine annähernd wichtigen Probleme.
Ich bin auch regelmäßiger Leser der Tagesschau-Seite, sowohl am PC wie auch am Smartphone. Eine solche Konstellation (mehr als zwei Beiträge als Topthemen zu dem U-Boot-Verschwinden) habe ich da aber nicht gesehen. Zum einen kann das daran liegen, dass auf der Seite die Themen relativ häufig in der Positionierung wechseln, zum anderen liegt das (zumindest am Smartphone) wohl auch an den individuellen App-Einstellungen. Ich kenne die Interna der Tagesschau-Internet-Redaktion nicht, aber ich glaube, dass hier bei der Auswahl bzw. Reihenfolge der Beiträge auch KI am Werke ist und diese sich womöglich auch an der Zahl der Aufrufe eines Artikels orientiert.
Das prinzipielle Problem, das Du ansprichst, kann ich aber nachvollziehen. Oft erhalten in den Medien einigermaßen unwichtige Themen mehr Präsenz als wirklich bedeutende. Der Klassiker sind mehrminütige Berichte von wartenden Touristen am Flughafen Düsseldorf, weil das dortige Personal streikt oder zu knapp besetzt ist. Aber der nächste Mallorca-Flug interessiert viele Leute leider mehr, als ein paar hundert verschobene Operationen in irgendwelchen namenlosen Krankenhäusern.
Ziemlicher Quatsch
Schoeneschooh, CDMX, Mittwoch, 21.06.2023, 15:44 (vor 942 Tagen) @ RE_LordVader
Letztendlich sind die (privaten) Medien ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und dieser Fall hat halt mit seiner Dramatik leider Spielfilmpotential. Die Flüchtlingsthematik begleitet uns jetzt seit 8 Jahren in dem Medien und nutzt sich leider bei vielen Medienkonsumenten ab. Das ist bitter, wir sollten uns als Gesellschaft noch viel intensiver mit der Thematik beschäftigen. Hier sehe ich übrigens genau wie du die öffentlich Rechtlichen in der Verantwortung, denn gesellschaftlich hat das U-Boot für uns keinerlei Bedeutung (und sollte wenig Platz in der Berichterstattung einnehmen - das kann man den Privaten überlassen) im Gegensatz zu der Flüchtlingsthematik.
Abgesehen davon finde ich den Aufmacher des Threads ziemlich respektlos. Zufälligerweise ist in meinem entfernten Bekanntenkreis jemand genau auf der Expedition zur Titanic. Die Person ist nicht in der Kapsel sondern oben auf dem Boot, aber ihr könnt euch vielleicht vorstellen, was bei Verwandten und Bekannten vor 2 Tagen für eine Stimmung/Panik war (da auf hoher See haben die wenig Kommunikationsmöglichkeiten). Auch das sind Menschen!
Ziemlicher Quatsch
tobi002, Dortmund, Donnerstag, 22.06.2023, 02:48 (vor 941 Tagen) @ Schoeneschooh
Sehe ich auch so, mensch ist mensch.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
quincy123, Mittwoch, 21.06.2023, 09:07 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
Es ist noch viel schlimmer: Während Superreiche Titanic-Reisende zu sterben drohen und hunderte im Mittelmeer gestorben sind, feiert mein Nachbar gerade Kindergeburtstag. Mit lachenden Kindern. Habs selbst gesehen.
Und dann noch: Deutschland verliert 0:2 - Flick beherrscht die Schlagzeilen. Hier im Forum wird heftigst diskutiert. Was wohl die Ukrainer an der Front denken, wie Deutschland bei der Heim EM abschneiden wird?
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
quincy123, Mittwoch, 21.06.2023, 13:13 (vor 942 Tagen) @ quincy123
Aber der Kindergeburtstag nimmt nicht fast die komplette Startseite der Tagesschau ein…
Natürlich gibts es zu jeder Zeit schlimme Dinge und tolle Dinge gleichzeitig und niemand muss ob der schrecklichen Dinge jederzeit in Sack und Asche gehen. Dennoch kann man sich Gedanken machen wie Nachrichtenportale unterschiedliche Nachrichten gewichten und wieviel Raum ihnen eingeräumt wird.
Und da ist die aktuelle maximale Präsens eines sehr beschränkten Unglücks bei einer sehr gefährlichen Freizeitgestaltung schon sehr fragwürdig…
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
quincy123, Mittwoch, 21.06.2023, 14:29 (vor 942 Tagen) @ RE_LordVader
Klar kann man sich Gedanken machen… wenn man gleichzeitig 22 Millionären beim Sport zuschaut, ist das aber sehr mit Steinen und Glashaus.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
PePopp, Mittwoch, 21.06.2023, 13:20 (vor 942 Tagen) @ RE_LordVader
Einzelschicksale berühren mehr als Massenschicksale und werden daher auch von den Medien entsprechend anders aufbereitet.
Oder um mit einem berühmten (häufig fälschlicherweise Stalin zugeschriebenen) Zitat zu auszudrücken:
“The death of one man is a tragedy. The death of a million is a statistic.”
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
PePopp, Mittwoch, 21.06.2023, 15:04 (vor 942 Tagen) @ PePopp
Sorry, offensichtlich verstehst Du den Punkt nicht.
Es geht nicht darum, dass über etwas berichtet wird oder dass man etwas anderes macht als über die schlimmsten Schicksale nach zu denken.
Es geht darum, dass in allen Medien über fast nichts anderes berichtet wird.
Ist ein bisschen so als wenn in allen Fussballmedien am und nach dem letzten Spieltag in allen vorderen Artikeln ausschließlich darüber berichten würde warum ein Spieler bei Hoffenheim am letzten Spieltag nicht in der Starelf stand und Sachen wie Meisterschaft und Abstieg erst nach langem Scrollen und klicken zu finden gewesen wären.
Und nein: Natürlich ist das nicht der Untergang der Zivilisation, aber wie gesagt, da kann man diese Gewichtung mal hinterfragen.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Mittwoch, 21.06.2023, 18:30 (vor 942 Tagen) @ RE_LordVader
Sorry, offensichtlich verstehst Du den Punkt nicht.
Es geht nicht darum, dass über etwas berichtet wird oder dass man etwas anderes macht als über die schlimmsten Schicksale nach zu denken.
Es geht darum, dass in allen Medien über fast nichts anderes berichtet wird.
Ist ein bisschen so als wenn in allen Fussballmedien am und nach dem letzten Spieltag in allen vorderen Artikeln ausschließlich darüber berichten würde warum ein Spieler bei Hoffenheim am letzten Spieltag nicht in der Starelf stand und Sachen wie Meisterschaft und Abstieg erst nach langem Scrollen und klicken zu finden gewesen wären.
Und nein: Natürlich ist das nicht der Untergang der Zivilisation, aber wie gesagt, da kann man diese Gewichtung mal hinterfragen.
Es ist ganz einfach. Es wird über das berichtet, was möglichst viele Menschen interessiert. Insofern passt die Gewichtung. Es wäre ja völlig bescheuert, die interessanten Dinge nach hinten zu verschieben und völlig unbedeutende Themen nach oben. Insofern hinkt dein Vergleich mit dem Hoffenheim Spieler. Weil das nämlich auch ein Randthema ist, das niemanden wirklich interessiert.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
markus, Mittwoch, 21.06.2023, 19:06 (vor 942 Tagen) @ markus
Zum einen: Das Angebot bestimmt auch die Nachfrage. (bestes Realbeispiel hier: SUVs, die hat keiner vermisst und nachgefragt bevor sie angeboten und beworben wurden…)
Und wenn das stimmt was Du sagst ist es wahrscheinlich auch besser, dass wir umweltschutztechnisch fast ungebremst auf den Abgrund zu rasen….
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten…
markus, Mittwoch, 21.06.2023, 19:32 (vor 942 Tagen) @ RE_LordVader
Zum einen: Das Angebot bestimmt auch die Nachfrage. (bestes Realbeispiel hier: SUVs, die hat keiner vermisst und nachgefragt bevor sie angeboten und beworben wurden…)
Und wenn das stimmt was Du sagst ist es wahrscheinlich auch besser, dass wir umweltschutztechnisch fast ungebremst auf den Abgrund zu rasen….
Es ist nicht Aufgabe der Medien, Politik zu machen. Dafür gibt es Parteien und Protestbewegungen. Und wenn die das gut genug machen, wird darüber ja auch berichtet. Die Klimakleber schaffen es z.B. regelmäßig zu Millionenreichweiten.
Die Medien berichten in erster Linie über das, was die Menschen interessiert. Einen Bericht über das 179. untergehende Boot wird niemand mehr lesen wollen. So ein U-Boot ist dann schon wieder interessanter, denn das ist ein einmaliges Ereignis. Letztendlich kannst du als Medium auch nur so arbeiten, weil nur bei entsprechenden Reichweiten Geld verdient werden kann. Und auch die ÖR müssen sich letztendlich an die große Masse ausrichten, weil diese große Masse dafür Geld zahlt. Da wäre ja Quatsch, wenn auf Tagesschau.de direkt auf Seite 1 über das Paarungsverhalten der Regenwürmer berichtet wird und das wesentlich interessantere Thema den privaten Medien überlassen wird.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten…
markus, Donnerstag, 22.06.2023, 05:39 (vor 941 Tagen) @ markus
Nochmal: niemand sagt, dass das Thema ausgelassen werden sollte.
Die Überpräsens. It vier Artikeln ganz oben (und das war gestern so) ist es was stört.
Und wer glaubt, das Medien keine Politik machen der lebt absolut hintrer dem Mond. Das ist an Naivität kaum zu überbieten.
Die Kampagnen der Blöd sind ja nun mehr als offensichtlich und waren es auch in der Vergangenheit. Das haben ja selbst Politiker der von den Spirnger bevorzugten Parteien gespürt wenn sie in Ungnade gefallen waren.
Und ebenso nein: Journalismus und Nachrichtenseiten sind eben NICHT dazu da den Leuten nur nach dem Mund zu reden und nur darüber zu berichten was sie schon wissen… sondern eben um Neuigkeiten und im Idealfall auch neue Sichtweisen zu bieten. Und nein, das bedeuten selbstverständlich nicht, dass man gar keine Vorauswahl trifft und von einem Eierlauf in Guatemala genauso berichtet wie von Regierungsentscheidungen in Deutschland. Aber worüber da jetzt berichtet wird ist halt dem Eierlauf in Guatemala ähnlicher….
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten…
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 16:35 (vor 941 Tagen) @ RE_LordVader
bearbeitet von nico36de, Donnerstag, 22.06.2023, 16:39
Da stimme ich zu 100% zu!
Die Einstellung, man müsse den Menschen vorrangig das präsentieren, was sie sehen wollen, bringt ernsthafte Jouralisten zum Verzweifeln. Außer denen bei bei der Blöd oder ähnlichen Qualitätsmedien vielleicht...
Schon klar, dass dass aufgrund der Sensationslüsternheit auch über vollkommen unwichtigen Kram wie dem U-Boot-Unfall, der Krönung von King Charlie oder Fußballergebnisse berichtet werden sollte. Wenn aber in dem Umfang über absolut irrelevante Ereignisse berichtet wird, darf man sich nicht über massiv verschobene Prioritäten in einer Gesellschaft wundern.
Ich fänds nachher dann auch ganz interessant zu erfahren, wer denn letztendlich die Millionen teuren Kosten für die Rettungsversuche tragen muss. Wenn man beim Bergsteigen wegen einer Blockade oder eines Unfalls die Bergwacht ruft, ist klar, wer zahlt: derjenige, der die Musik bestellt hat! Oder, wenn der vorher klug war: dessen Versicherung.
Sollte bei einem Unternehmen, dass bewusst mit ihrem Leben spielenden Sensationslüsternen satte sechstellige Beträge für Himmelfahrtkommandos abknöpft, genauso gehandhabt werden.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten…
markus, Donnerstag, 22.06.2023, 21:37 (vor 941 Tagen) @ nico36de
Da stimme ich zu 100% zu!
Die Einstellung, man müsse den Menschen vorrangig das präsentieren, was sie sehen wollen, bringt ernsthafte Jouralisten zum Verzweifeln. Außer denen bei bei der Blöd oder ähnlichen Qualitätsmedien vielleicht...
Schon klar, dass dass aufgrund der Sensationslüsternheit auch über vollkommen unwichtigen Kram wie dem U-Boot-Unfall, der Krönung von King Charlie oder Fußballergebnisse berichtet werden sollte. Wenn aber in dem Umfang über absolut irrelevante Ereignisse berichtet wird, darf man sich nicht über massiv verschobene Prioritäten in einer Gesellschaft wundern.
Ich fänds nachher dann auch ganz interessant zu erfahren, wer denn letztendlich die Millionen teuren Kosten für die Rettungsversuche tragen muss. Wenn man beim Bergsteigen wegen einer Blockade oder eines Unfalls die Bergwacht ruft, ist klar, wer zahlt: derjenige, der die Musik bestellt hat! Oder, wenn der vorher klug war: dessen Versicherung.
Sollte bei einem Unternehmen, dass bewusst mit ihrem Leben spielenden Sensationslüsternen satte sechstellige Beträge für Himmelfahrtkommandos abknöpft, genauso gehandhabt werden.
Du machst hier allerdings schon wieder den Fehler, dass sich die Berichterstattung nach deinen individuellen Interessen richten soll. Denn du erwartest anscheinend, dass darüber berichtet wird, wer die Kosten übernimmt. Für mich wäre diese Info dagegen vollkommen irrelevant und ich gehe davon aus, dass diese Info nur wenige Menschen wirklich interessiert. Es kann sogar pietätlos rüberkommen, nach einem solchen Unglück Diskussionen über die Kosten anzustoßen. Das traue ich auch eigentlich nur der Bild zu.
Natürlich gibt es immer schlimmeres. Aber wenn ich den ganzen Tag nur noch die schlimmstmöglichen Nachrichten lesen müsste, weil sie viel wichtiger sind, wäre das auf Dauer auch nicht gesund.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten…
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 22:49 (vor 941 Tagen) @ markus
Den Unterschied zwischen den Formulierungen "Ich fänds interessant" und "es sollte" kannst aber selbst du erfassen, oder?
Ich sehs halt jounalistisch und nicht sensationsgetrieben oder boulevardesk: wenn man über solch ein Ereignis berichtet, warum dann nicht auch unter verschiedenen Aspekten?
Letztendlich ist die die Frage nach der Bezahlung der extremen Kosten aber natürlich genauso irrelevant wie alles zuvor.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
1890er, Mittwoch, 21.06.2023, 10:22 (vor 942 Tagen) @ quincy123
Funny van Dannen beschreibt das treffend im Lied "Räumliche Distanz"...
Die Überlebenden...
Grigori, Ort, Mittwoch, 21.06.2023, 07:50 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
berichten übrigens, dass es die griechische Küstenwache gewesen sei, die das Boot beim illegalen Pushback zum Kentern gebracht habe. Ebenfalls war den Behörden die Position des Schiffs seit Dienstagmorgen bekannt.
Hunderte Tote im Mittelmeer, aber 5 Superreiche die zur Titanic wollten...
donotrobme, Münsterland, Mittwoch, 21.06.2023, 06:50 (vor 942 Tagen) @ Frankonius
bearbeitet von donotrobme, Mittwoch, 21.06.2023, 07:02
Es geht doch mal wieder um eine Story.
Die Titanic ist ein legendäres Schiff, das Schicksal der im Tauchboot Reisenden ist unklar, dabei haben sie doch nur den ultimativen Entdeckungstrip gebucht.
Nun weiß niemand, wie es um sie steht und daraus versuchen "die Medien" Profit zu machen.
Angesicht dessen, dass so ein Medienhaus keine Goldgrube ist, ist das nicht so dramatisch.
Außerdem hat der Leser am Ende doch die Macht darüber, was er konsumiert.
Und wenn die Ticker-Nachrichtensammlung so viel geklickt wird, dann wird dieser weiter mit Inhalt befüllt, unabhängig davon, wie journalistisch wertvoll die Infos dort sind.
Schenkt dem keine Beachtung und dann wird darüber nicht berichtet. Der Vorteil von einer Webseite gegenüber eine Zeitung ist doch, dass die Macher exakt wissen, wer worauf klickt und wie lange die Artikel gelesen werden; Cookies sei dank!
Im Prinzip ist diese Tauchbootgeschichte, die neureiche Version, der Kinder, die vor paar Jahren in Thailands Höhle verschollen waren oder die Minenarbeiten in Chile, die unter Tage eingesperrt waren.
Und heute morgen gibt es dann die Eilmeldung über Klopfgeräusche, wir werden auf dem laufenden gehalten.
Über was soll man denn aktuell sonst berichten?
Ukrainekrieg?
DFB-Elf?
Es ist halt ein Sommerloch Thema
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Goalgetter1990, Dienstag, 20.06.2023, 22:44 (vor 943 Tagen) @ Frankonius
..sind natürlich viel wichtiger, wenn man den Medienhype betrachtet.
Also um die Prioritäten zu wahren zuerst die wichtige Sache.
Das Betrachten für 250.000 € eins gammeligen Rosthaufen ist natürlich von epochalem Interesse für die Menschheit.
Und die unwichtige Sache.
*zynimusaus*
... der Mittelmeer Katastrophe beschwert: Absolut ok und verständlich!
So - im "Whataboutism" Vergleich - dich über 5 Menschen (Superreiche die einen Rosthaufen betrachten) echauffieren die vermutlich in den nächsten Stunden sterben werden, geht gar nicht, sorry, und wäre auch so nicht nötig gewesen!
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Blarry, Essen, Dienstag, 20.06.2023, 23:11 (vor 943 Tagen) @ Goalgetter1990
Zwei Dinge, die ihr beide falsch habt:
1. waren von den fünf Personen an Bord nur drei zahlende Passagiere, dazu ein Pilot und ein quasi Flugbegleiter.
2. "die vermutlich in den nächsten Stunden sterben werden"? Mein Bruder in Christus, wenn du in einem DIY zusammengehackten, nicht zertifizierten Tauchboot an den Grund eines Ozeans möchtest, und dein Kahn aus einem Material besteht, das nur die zwei Zustände "heile" und "katastrophaler Schaden" kennt, bist du im Ernstfall mit einem Fingerschnippen abyssale Bolognese. Ist in der Situation, ganz sachlich unter Abwägung der Alternativen betrachtet, ohnehin der best case, der dir zustoßen kann. Sowas wie mit der Kursk, dass du in flachem Wasser noch Stunden Abschiedsbriefe schreiben kannst, ist deutlich unschöner. Und dafür unterschreibst du vor einem Tauchgang auch jede Menge Papierkram, dass du damit einverstanden bist, im Zweifelsfall von der Tech-Bro-Presse atomisiert zu werden.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
donotrobme, Münsterland, Mittwoch, 21.06.2023, 09:02 (vor 942 Tagen) @ Blarry
Ich kann deine Sicherheitsbedenken zwar verstehen, aber der Firmeninhaber ist doch auch an Board. Ist das nicht auch ein Vertrauensbeweis, wenn er sich in sein U-Boot reinsetzt? Man könnte doch annehmen, dass er auch ein Interesse daran hat, wieder heile nach oben zu kommen.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
LukeHansen, Hamburg, Dienstag, 20.06.2023, 23:24 (vor 943 Tagen) @ Blarry
Oder 3.:
Man klemmt sich einfach mal den Zynismus.
Das ist für alle Personen der absolute Horror und Albtraum. Man kann fast nur hoffen, dass es schnell vorbei war.
Warum man da Menschen gegeneinander aufrechnen muss, bleibt ein Geheimnis des Erstellers.
Absolut bescheuerter Kommentar.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Grigori, Ort, Dienstag, 20.06.2023, 23:53 (vor 943 Tagen) @ LukeHansen
Er rechnet nicht Menschen gegeneinander auf, sondern vergleicht die Berichterstattung in beiden Fällen. Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 09:52 (vor 941 Tagen) @ Grigori
Stimmt vollkommen!
Außer man kann oder will es einfach nicht verstehen. Wobei das wollen hier wohl stärker ausgeprägt ist.
Ein einfacher Verkehrsunfall rechtfertigt es von der Relevanz sicher nicht, über Tage in allen Nachrichtensendungen ausgewalzt zu werden. Und zwar unabhängig davon, ob die Verunfallten nur durch Zahlung abwegiger Beträge daran teilnehmen konnten und über die hohe exorbitant hohe Todeswahrscheinlichkeit die Verunfallten auch noch aufgeklärt wurden oder es sich um einen stinknormalen Verkehsrunfall mit fünf Toten handelt.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Blarry, Essen, Donnerstag, 22.06.2023, 10:11 (vor 941 Tagen) @ nico36de
Aber das hier ist kein stinknormaler Verkehrsunfall, sondern ein Vorgang, der (in absoluten Zahlen) höchst selten vorkommt; im Schnitt vielleicht alle fünf bis zehn Jahre. Und selbst innerhalb dieser kleinen Anzahl an Vorfällen fällt dieser hier aus dem üblichen Rahmen. Normalerweise passiert sowas militärischen U-Booten mit großer Crew, schlimme Unfälle und menschliche Tragödien. Dass hier jetzt aber ein paar Nasen mit einem Bausatz aus dem Yps-Heft zur Titanic wollten macht das ganze Thema nur noch interessanter und die Enthüllungen drumherum nur noch spannender. Die Umstände machen schon was aus.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 10:37 (vor 941 Tagen) @ Blarry
bearbeitet von nico36de, Donnerstag, 22.06.2023, 10:46
Dass der Unfall aufgrund der Umstände kein herkömmlicher Verkehrsunfall ist, ist schon klar. Aber in der Relevanz ist es halt nichts anderes, ob in einem Boot fünf Leute sterben oder in Autos auf der Straße.
Und dass die Sache erwähnt wird, verstehe ich wegen der außergewöhnlichen Umstände auch. Aber der Wind, der auch in Nachrichtensendungen um die Veranstaltung gemacht wird, ist m.E. völlig unanemessen.
Dass das Thema sehr interessant ist und dass auch darüber berichtet werden sollte, was für ein Blödsinn zulässig ist, wenn man nur genug Superreiche findet, die solch einen Blödsinn mitmachen, sehe ich auch so. Aber das passiert in den Nachrichtensendungen nicht. Wenn sich Boulevard wegen der Promis oder techniklastige Medien ruf und runter mit der Sache beschäftigen: meinetwegen.
Aber jeden Tag Berichte in den Hauptnachrichtensendungen, während andere, hinsichtlich der Zahl der Opfer und auch der gesellschaftlichen Folgen sehr viel relevantere Themen totgeschwiegen werden? Passt nicht!
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Fatil1ty, Donnerstag, 22.06.2023, 11:01 (vor 941 Tagen) @ nico36de
eine Psychologin erklärt das "Phänomen"
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
LukeHansen, Hamburg, Mittwoch, 21.06.2023, 07:43 (vor 942 Tagen) @ Grigori
Die Berichterstattung hat bei beiden Unfällen statt gefunden.
Es geht eher um zynische Kommentare weil die Insassen im U-Boot reich sind.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Grigori, Ort, Mittwoch, 21.06.2023, 08:11 (vor 942 Tagen) @ LukeHansen
Die Berichterstattung hat bei beiden Unfällen statt gefunden.
Es geht eher um zynische Kommentare weil die Insassen im U-Boot reich sind.
Dass in beiden Fällen berichtet wurde, hat Frankonius doch geschrieben. Was ihn stört, ist die unterschiedliche Gewichtung.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Jurist, Mittwoch, 21.06.2023, 10:35 (vor 942 Tagen) @ Grigori
Ist schon schlimm, dass Menschen in der Gesamtheit an anderen Sachverhalten Anteil nehmen als dem TE das lieb wäre...
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 09:56 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Ist gar nicht schlimm! Wenn die eine objektive Idiotentour von Superreichen für berichtenswert halten, ist das doch ok.
Würden diejenigen, die das tun, aber so wie der TE denken und handeln, wäre die Welt sicherlich eine bessere.....
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Grigori, Ort, Mittwoch, 21.06.2023, 10:42 (vor 942 Tagen) @ Jurist
Ist schon schlimm, dass Menschen in der Gesamtheit an anderen Sachverhalten Anteil nehmen als dem TE das lieb wäre...
Woran Menschen wie viel Anteil nehmen, wird nunmal größtenteils medial vermittelt. Das ist ja auch der Grund für den Post des TE.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Jurist, Mittwoch, 21.06.2023, 10:44 (vor 942 Tagen) @ Grigori
Die Medien bestimmen also das, was die Leute sehen, hören und lesen wollen?
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 09:58 (vor 941 Tagen) @ Jurist
Natürlich, vor allem die asozialen Medien. Und zwar offenbar so geschickt, dass sich manche - nämlich du - dessen nicht einmal bewusst sind.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
nico36de, Donnerstag, 22.06.2023, 11:39 (vor 941 Tagen) @ nico36de
Das passt nicht ins Selbstbild.
Und natürlich wird die Aufmerksamkeit von uns allen gelenkt, ist ja auch gar nicht anders möglich. Und ebenso selbstverständlich ist das bei jedem in seiner „Bubble“ anders, aber wer Nachrichtenseiten da nicht als Teil der Lenkung sieht , will es halt nicht… die allerwenigsten sind so dumm das nicht zu erkennen.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Grigori, Ort, Mittwoch, 21.06.2023, 10:46 (vor 942 Tagen) @ Jurist
Die Medien bestimmen also das, was die Leute sehen, hören und lesen wollen?
Die Medien horchen also vorher nach, woran die Bevölkerung gerne Anteil nehmen würde und richten dementsprechend ihre Berichterstattung aus?
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Jurist, Mittwoch, 21.06.2023, 10:48 (vor 942 Tagen) @ Grigori
Die Medien bringen eine Medlung, stößt die auf Ressonanz, berichten die mehr darüber. Diese Funktionsweise verwundert Dich?
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Grigori, Ort, Mittwoch, 21.06.2023, 11:06 (vor 942 Tagen) @ Jurist
Soweit die liberale Medientheorie, nach der mediale Inhalte Ausdruck der Bedürfnisse ihrer Konsumenten seien.
Wenn ich mir z.B. tagesschau.de anschaue, finde ich überhaupt keine Textmeldung zu dem Unglück im Mittelmeer. Der erste Artikel über das U-Boot-Unglück ist hingegen bereits ziemlich detailliert. Sowas hat natürlich dann auch Auswirkungen auf das weitergehende Interesse.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Davja89, Mittwoch, 21.06.2023, 13:42 (vor 942 Tagen) @ Grigori
Aber ist das nicht schon paar Tage her? Also die Katastrophe im Mittelmeer?
Da wurde doch durchaus drüber berichtet. Vermute mal auch in der Tagesschau.
Das wird diese Situation bald seit einem Jahrzehnt haben stumpft natürlich irgendwann ab. Umso wichtiger das jetzt irgendwie probiert wird die Situation zu ordnen. Ob der aktuelle Kompromiss dazu taugt keine Ahnung da gegehen die Meinungen ja weit auseinander.
Die EU steckt da in einem absoluten Dilemma.
Würde sie massiv aufrüsten bei der Küstenwache und jedes Boot aufzuspüren und an die Europäische Küste zu geleiten würde das die Überquerung massiv sicherer machen. Viele Menschenleben retten. Dafür würde dann die Anzahl extrem ansteigen und damit die Stimmung in vielen EU Staaten irgendwann komplett kippen. Mit der Folge das die EU entweder auseinander fliegt oder die Staaten massiv ihre Binnengrenzen aufrüsten.
Wenn sie anfängt auf hoher See noch massiver abzuschrecken und zurück zu pushen würde es noch mehr solche Unglücke geben und dann braucht man über Moral nicht mehr groß zu diskutieren.
Beides keine gangbaren Wege. Eigentlich eine Lose/Lose Situation für die EU.
Dann kommt wieder das berüchtigte "Fluchtursachen bekämpfen". Das sollte man natürlich tun aber scheint seit 15 Jahren auch nicht die große Entlastung zubringen.
Langfristig wird man sich wohl noch mehr mit den den Nachbarn im Mittelmeer einigen. Schutz der Grenzen ausserhalb der EU (Türkei, Tunesien, Marroko, Libyen) gegen Geld. Das wird wohl massiv unmenschlich ablaufen in diesen Staaten. Aber da wird man irgendwann gut wegsehen können. Alles absolut unschön und zynisch.
Leider fällt mir auch nix besonders kluges zu diesem Thema mehr ein.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 21.06.2023, 14:00 (vor 942 Tagen) @ Davja89
1. *Seit 1988 sind 19.000 Menschen auf dem Weg von Afrika nach Europa gestorben - und dabei sind nur die Ertrunkenen gezählt, von denen wir wissen. *
Lampedusa XXXX (X für Jahr, können wir eintragen)
https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-dokumentation-tod-vor-lampedusa-europas-schande-1.2159454
2. Fluchtursachen:
a. Wirtschaft (von uns befördert)
b. Klima (von uns befördert)
c. Krieg (mit unserer Unterstützung befördert)
https://www.derstandard.de/story/3000000174903/das-toedliche-mitel
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 16:45 (vor 941 Tagen) @ Rupo
Und solange sich die "Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort" durch die EU, China und USA darauf beschränkt, ein paar unterbezahlte Arbeitsplätze anzubieten und die Länder damit zum eigenen Nutzen weiter auszubeuten, wird sich daran auch nichts ändern.
So ist das eben mit uns dollen Demokraten: wir fischen (größtenteils illegal) die Somalischen Gewässer leer und krähen dann rum, wenn die Fischer auf Piraten umschulen.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Jurist, Mittwoch, 21.06.2023, 15:39 (vor 942 Tagen) @ Rupo
Ich lasse mal den unpassenden Vergleich zu anderen Toten weg - das das sich nicht aufwiegt ist in diesem Thread mehr als deutlich geworden.
Unterstellt Du hast Recht, dass wir die Ursachen für die Flucht befördert haben, wäre es da nicht sinnvoller die Fluchtursachen zu behandeln als bei der Todeslotterie im Mittelmeer die Chancen geringfügig zu verbessern?
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Gargamel09, Mittwoch, 21.06.2023, 11:13 (vor 942 Tagen) @ Grigori
Soweit die liberale Medientheorie, nach der mediale Inhalte Ausdruck der Bedürfnisse ihrer Konsumenten seien.
Wenn ich mir z.B. tagesschau.de anschaue, finde ich überhaupt keine Textmeldung zu dem Unglück im Mittelmeer. Der erste Artikel über das U-Boot-Unglück ist hingegen bereits ziemlich detailliert. Sowas hat natürlich dann auch Auswirkungen auf das weitergehende Interesse.
Es liegt wohl auch daran, dass sowas leider seit 10 Jahren passiert. Damals, als das Unglück vor Lampedusa passierte, wurde ausgiebig und lange berichtet.
Bei einem Flugzeugabsturz wird auch nicht mehr tagelang berichtet.
Es ist wie mit allem, was "neu" ist, was das Unglück mit dem U-Boot nun mal ist, es erweckt eben mehr Interesse.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Grigori, Ort, Mittwoch, 21.06.2023, 11:44 (vor 942 Tagen) @ Gargamel09
Soweit die liberale Medientheorie, nach der mediale Inhalte Ausdruck der Bedürfnisse ihrer Konsumenten seien.
Wenn ich mir z.B. tagesschau.de anschaue, finde ich überhaupt keine Textmeldung zu dem Unglück im Mittelmeer. Der erste Artikel über das U-Boot-Unglück ist hingegen bereits ziemlich detailliert. Sowas hat natürlich dann auch Auswirkungen auf das weitergehende Interesse.
Es liegt wohl auch daran, dass sowas leider seit 10 Jahren passiert. Damals, als das Unglück vor Lampedusa passierte, wurde ausgiebig und lange berichtet.Bei einem Flugzeugabsturz wird auch nicht mehr tagelang berichtet.
Es ist wie mit allem, was "neu" ist, was das Unglück mit dem U-Boot nun mal ist, es erweckt eben mehr Interesse.
An diesem Gewöhnungseffekt ist sicherlich etwas dran. Aber auch das hat in meinen Augen etwas mit der Aufmachung der Berichterstattung zu tun. Beziehe ich mich in der Überschrift auf den Untergang des Bootes oder auf die Vorwürfe erneuter, völkerrechtswidriger Pushbacks? Beziehe ich diese Vorwürfe vielleicht sogar auf den OLAF-Report, in dem massenhaft Verstöße bei Frontex aufgelistet wurden? Oder ist mein Aufmacher das Sinken des Schiffs, woran die meisten sich in der Tat gewöhnt haben dürften, bzw. es sehr gern ausblenden.
Im übrigen ist das ganze ein Thema, was auch Mediensoziologen beschäftigt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Missing_white_woman_syndrome
Dort finden sich weitere Beispiele medialer Ungleichbehandlung, die sich nur schwerlich mit der liberalen Medientheorie erklären lassen.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Frankonius, Frankfurt, Mittwoch, 21.06.2023, 07:57 (vor 942 Tagen) @ LukeHansen
Die Leute begeben sich bewusst für eine "Sensation" in Gefahr. Das Leben der Retter wird auch gefährdet. Das ist für mich genauso idiotisch wie auf den Mount Everest zu steigen, auch wenn die körperlichen Voraussetzungen fehlen.
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Kappadozianer, Dortmund, Dienstag, 20.06.2023, 23:49 (vor 943 Tagen) @ LukeHansen
Absolut bescheuerter Kommentar.
Jupp. Wohl kein Mod mehr da heute. Dieser Thread gehört gelöscht, unten im andern Thread wird die Blöd zitiert.
+1 k. T
Matze_82, Rheinhessen, Dienstag, 20.06.2023, 23:27 (vor 943 Tagen) @ LukeHansen
...
Hättest du dich über die mangelnde Berichterstattung...
Schwarzgold, Dienstag, 20.06.2023, 23:26 (vor 943 Tagen) @ LukeHansen
So ist es.
Thema bitte beenden
Mottek, Dortmund, Dienstag, 20.06.2023, 23:20 (vor 943 Tagen) @ Blarry
Thema bitte beenden
Blarry, Essen, Dienstag, 20.06.2023, 23:28 (vor 943 Tagen) @ Mottek
Richtig das. Die Tiefsee ist fucking gruselig, niemand sollte dorthin.
Thema bitte beenden
Gargamel09, Dienstag, 20.06.2023, 23:30 (vor 943 Tagen) @ Blarry
Richtig das. Die Tiefsee ist fucking gruselig, niemand sollte dorthin.
Ins All fliegen wir doch auch, da sagt ja auch keiner, dort sollte niemand hin. Der Mensch möchte nun mal entdecken...
Thema bitte beenden
Finchen, Dienstag, 20.06.2023, 23:43 (vor 943 Tagen) @ Gargamel09
Einer, der damit schon unten war, packt aus:
Unter anderem wurde noch an dem Ding geschweißt, als sie schon drinnen saßen und tauchen wollten. Das erinnert mich an einen Flug Paris - Boston, bei dem ich knapp vier Stunden lang auf dem Flugfeld im Flieger saß, weil es Probleme mit einem engine gab. Ich hatte den ganzen Flug über ein mulmiges Gefühl.
Thema bitte beenden
nico36de, Ruhrgebiet, Donnerstag, 22.06.2023, 10:05 (vor 941 Tagen) @ Finchen
Das ist nicht einmal ansatzweise zu vergleichen. Ein ausgefallenes Triebwerk stellt selbst im kritischsten Flugzustand, nämlich dem Start, kein wirkliches Problem dar. Ein Flugzeug ist im Gegensatz zu dem U-Boot kein ungeprüftes Do it yourself-Projekt.
Thema bitte beenden
Tom Frost, Mittwoch, 21.06.2023, 10:42 (vor 942 Tagen) @ Finchen
Einer, der damit schon unten war, packt aus:
Unter anderem wurde noch an dem Ding geschweißt, als sie schon drinnen saßen und tauchen wollten. Das erinnert mich an einen Flug Paris - Boston, bei dem ich knapp vier Stunden lang auf dem Flugfeld im Flieger saß, weil es Probleme mit einem engine gab. Ich hatte den ganzen Flug über ein mulmiges Gefühl.
Dein mulmiges Gefühl sei Dir unbenommen, trägt aber als Argument für einen unsicheren Flug nicht.
Ich würd es immer so herum sehen: Wenn die Engine vier Stunden untersucht wurde, wird sie im Anschluss wohl für flugtauglich befunden worden sein.
Ich hab letztens gelesen, wie viele Flugzeuge gleichzeitig in der Luft sind. Gerne mal selbst abschätzen und nachschauen. So ein Prototypen-Tauchgang ist dann doch was anderes.
Thema bitte beenden
Blarry, Essen, Mittwoch, 21.06.2023, 08:08 (vor 942 Tagen) @ Finchen
Der Unterschied ist, dass an einem Passagierflugzeug Menschen herumwerkeln, die wissen, was sie tun. Da gibt es Checklisten und Prozeduren und Vorgaben und Regularien. Was gestern alles an Details über dieses Tauchboot und die Operation dahinter ans Licht gekommen ist, na viel Spaß. Dagegen ist SpaceX eine vertrauenswürdige, seriös arbeitende Organisation.