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Allgemeine Newsschlagzeilen vom 17.05.2023 (Fußball und Sport allgemein)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Mittwoch, 17.05.2023, 07:00 (vor 987 Tagen)

Aktuelle Fußballnews, die den BVB nicht betreffen, bitte in diesen Thread posten.

U17 EM soeben gestartet.

AGraute, Mittwoch, 17.05.2023, 16:36 (vor 987 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

um 16.30 Uhr begannen die ersten Partien der U17 EM.
Gestreamt werden die Spiele auf uefa.tv.
Die ersten Paarungen lauten Schottland - Frankreich (deutsche Gruppe) bzw. Polen - Irland

Aus dem BVB Nachwuchs wurden Kabar, Herrmann, Brunner und Wätjen für Deutschland und Adamczyk für Polen nominiert. Adamczyk sitzt erstmal auf der Ersatzbank.

DFL | St. Pauli sagt (vorerst) NEIN zu Investoren in der DFL

Pa1n, Mittwoch, 17.05.2023, 14:51 (vor 987 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

NDR.de

Selbst als Präsidiumsmitglied der DFL habe er auf viele grundlegende Fragen keine Antworten erhalten. Es fehle eine gemeinsame Strategie. Er forderte mehr Zeit und genauere Informationen, um auch alternative Modelle zu diskutieren. Der Prozess sei nicht in Gänze transparent.

Komisch, dabei betonte doch Herr Hellmann immer wieder, alle Fragen beantworten zu wollen und auch beantwortet zu haben.

Staatsanwaltschaftliche Verfahren gegen ehemalige DFB-Funktionäre eingestellt

AGraute, Mittwoch, 17.05.2023, 13:37 (vor 987 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Quelle dfb.de

Also alles gut beim DFB und es kann nur heißen: 'weiter so'

3. Liga führt Vierten Offiziellen ein

Newsteam ⌂, Dortmund, Mittwoch, 17.05.2023, 09:42 (vor 987 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Vereine unterstützen die Entscheidung ausdrücklich

Quelle: Kicker

Gruß

Newsteam

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

Newsteam ⌂, Dortmund, Mittwoch, 17.05.2023, 09:39 (vor 987 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Scheich aus Katar reicht offenbar neues Angebot ein

Quelle: Kicker

Gruß

Newsteam

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

, Mittwoch, 17.05.2023, 10:34 (vor 987 Tagen) @ Newsteam

Und Leipzig muss für FFP 150 Millionen Euro suchen.

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

Gargamel09, Mittwoch, 17.05.2023, 14:00 (vor 987 Tagen) @ Taifun

Und Leipzig muss für FFP 150 Millionen Euro suchen.

Da müssen die Dosen richtig federn lassen und das Tafelsilber verscherbeln, um diese Summe reinzubekommen. Nkunku, Olmo, Gvardiol, Szobodingens, Werner^^. Könnte eine interessante Zeit werden, die Eberl, Schröder und Rose da bewältigen müssen, bleibt nur die Frage, wer fliegt zuerst? Vielleicht hat das dann Wolfsburg Vibes, nach dem De Bryne gegangen ist...

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 17.05.2023, 18:35 (vor 987 Tagen) @ Gargamel09

Würde ich nicht drauf wetten. Die finden schon ihre Schlupflöcher. Das machen sie seit sie in der ersten Liga sind.

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

bobschulz, MS, Mittwoch, 17.05.2023, 14:05 (vor 987 Tagen) @ Gargamel09

Und Leipzig muss für FFP 150 Millionen Euro suchen.


Da müssen die Dosen richtig federn lassen und das Tafelsilber verscherbeln, um diese Summe reinzubekommen. Nkunku, Olmo, Gvardiol, Szobodingens, Werner^^. Könnte eine interessante Zeit werden, die Eberl. Schröder und Rose da bewältigen müssen, bleibt nur die Frage, wer fliegt zuerst?

Eberl dementiert im Kicker.
"...Im Gegenteil: Wir sind großer Befürworter klarer Finanzregeln und deren Einhaltung sowohl im internationalen als auch nationalen Fußball"
Financial Farmteam Fairplay unter Taurin. :-)

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

AGraute, Mittwoch, 17.05.2023, 14:08 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Einfach mal bei Dietmar anrufen. Ein atypischer stiller Gesellschafter regelt.

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

Gargamel09, Mittwoch, 17.05.2023, 14:14 (vor 987 Tagen) @ AGraute

Einfach mal bei Dietmar anrufen. Ein atypischer stiller Gesellschafter regelt.

Aus dem Jenseits?

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

AGraute, Mittwoch, 17.05.2023, 14:28 (vor 987 Tagen) @ Gargamel09

War jetzt einige Wochen im Urlaub und hab vorsichtshalber nochmal gegoogelt - Dietmar Hopp lebt noch. Dietrich Mateschitz weilt im Jenseits (falls es dies gibt und er hinein durfte).

Da in der Vergangenheit Verluste der TSG durch einen atypischen stillen Gesellschafter ausgeglichen wurden, habe ich mir diesen Queervergleich erlaubt.

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

bobschulz, MS, Mittwoch, 17.05.2023, 14:22 (vor 987 Tagen) @ Gargamel09

Einfach mal bei Dietmar anrufen. Ein atypischer stiller Gesellschafter regelt.


Aus dem Jenseits?

WENN die Flügel so gut wären, könnte er das!
Oder hat er die verliehen?

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

Gargamel09, Mittwoch, 17.05.2023, 14:08 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Und Leipzig muss für FFP 150 Millionen Euro suchen.


Da müssen die Dosen richtig federn lassen und das Tafelsilber verscherbeln, um diese Summe reinzubekommen. Nkunku, Olmo, Gvardiol, Szobodingens, Werner^^. Könnte eine interessante Zeit werden, die Eberl. Schröder und Rose da bewältigen müssen, bleibt nur die Frage, wer fliegt zuerst?


Eberl dementiert im Kicker.
"...Im Gegenteil: Wir sind großer Befürworter klarer Finanzregeln und deren Einhaltung sowohl im internationalen als auch nationalen Fußball"
Financial Farmteam Fairplay unter Taurin. :-)

Bei Eberl immer vom Gegenteil ausgehen, was er kommuniziert ;)

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

Gargamel09, Mittwoch, 17.05.2023, 14:03 (vor 987 Tagen) @ Gargamel09

Leipzig ist mir egal. Aber das ist doch krank. FFP ist doch nur noch Machtsicherung der großen Vereine gedacht.

Nächste überraschende Wende im Übernahme-Poker um ManUnited?

Fisheye, Mittwoch, 17.05.2023, 14:49 (vor 987 Tagen) @ Taifun

Leipzig ist mir egal. Aber das ist doch krank. FFP ist doch nur noch Machtsicherung der großen Vereine gedacht.

Aber das hat doch mit dem FFP nichts zu tun. Das FFP regelt doch nur das über Zeitraum X die Ausgaben nicht um den Faktor Y höher sein dürfen als die EInnahmen. So ganz grob.

Für wie viel Geld ein Eigentümer sein Fußballunternehmen an einen anderen Eigentümer verkauft hat damit erstmal nichts zu tun.

CL : SR Turpin in der Kritik

bobschulz, MS, Mittwoch, 17.05.2023, 08:08 (vor 987 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Leider ist es nicht nur die BL, auch in der CL pfeifen teilweise Pfeifen.
Beim offensichtlich absichtlichen Tritt Acerbis auf den Fuß Tonalis abseits des Spielgeschehens, einer klaren Tätlichkeit, war Turpin nicht in der Lage, die fällige Rote zu geben. Und der VAR war auch nicht in der Lage (oder willens, Robert Hartmann kann da sicher was zu sagen!?) ihn zu kontaktieren.
40+X Minuten Überzahl hätten durchaus einen Effekt haben können.
Merke: Auch woanders ist das Gras nicht immer grüner!

https://www.kicker.de/wieder-kritik-an-turpin-bleibt-gar-nichts-anderes-uebrig-als-rot-951797/artikel

CL : SR Turpin in der Kritik

Kappadozianer, Dortmund, Mittwoch, 17.05.2023, 16:47 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Lol, na das ist ja mal was ganz Neues, dass die Schiris auch in der CL/in anderen Ligen oft miserabel sind. Hast du die letzten 20 Jahre verschlafen?

CL : SR Turpin in der Kritik

DJZigzag, Mittwoch, 17.05.2023, 11:42 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Diese ganzen Entscheidungen dieses Jahr sind schon sehr auffällig und der Anfang vom Ende wenn es keinen U Turn gibt
So langsam fällt auf dass der VAR einen ganz anderen Zweck haben könnte …
In 10 Jahren sagt man dann sonst : super Spiel und es gab keinen Schiri mit nem Plan heute …
Aber dann ohne mich

CL : SR Turpin in der Kritik

Scherben, Kiel, Mittwoch, 17.05.2023, 08:22 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Ich fand die Spielleitung grundsätzlich schlecht, aber hier würde ich ihn ein bisschen freisprechen. Ein Vorteil des VAR scheint mir in der Theorie zu sein, dass sich der Schiedsrichter auf andere Dinge konzentrieren kann als auch Zweikämpfe abseits des Balls. Aber wenn der VAR mal wieder schläft, ist es natürlich doppelt schlecht.

CL : SR Turpin in der Kritik

Kayldall, Luxemburg, Mittwoch, 17.05.2023, 11:21 (vor 987 Tagen) @ Scherben

Aber wenn der VAR mal wieder schläft, ist es natürlich doppelt schlecht.

Dafür haben Leute wie Stegemann den Anspruch an sich selbst, es ohne VAR richtig zu entscheiden, aber wenn ihnen das dann nicht gelingt, kommt der selbe Mist dabei raus als wenn der VAR schläft.

CL : SR Turpin in der Kritik

Ingo, Europa, Mittwoch, 17.05.2023, 08:59 (vor 987 Tagen) @ Scherben

Ich fand die Spielleitung grundsätzlich schlecht, aber hier würde ich ihn ein bisschen freisprechen. Ein Vorteil des VAR scheint mir in der Theorie zu sein, dass sich der Schiedsrichter auf andere Dinge konzentrieren kann als auch Zweikämpfe abseits des Balls. Aber wenn der VAR mal wieder schläft, ist es natürlich doppelt schlecht.

Wäre wirklich toll, wenn man die durchaus zahlreichen Informationsquellen "professionalisieren" und anschließend beim leitenden Schiedsrichter zusammenführen würde. Mir scheint das aktuelle Schiedsrichter-Puzzle rund um die Spiele einfach nicht richtig zusammengesetzt zu sein. Da laufen mittlerweile so viele Schiedsrichter herum und wir haben so tolle technische Möglichkeiten.

CL : SR Turpin in der Kritik

Burgsmüller84, Mittwoch, 17.05.2023, 11:56 (vor 987 Tagen) @ Ingo

Du meinst die Technik, die bei gefühlt jedem 2. Spiel rummackt und Schiris sich gegenseitig am Oberarm anfassen? Ich würde davon ausgehen, dass die Technikkompetenz der Schiris nicht viel höher als bei einem durchschnittlichen Beamten ist. Also denen, die jede E-Mail erst einmal ausdrucken, damit auch jeder seinen Haken mit Kuli dransetzen kann.

CL : SR Turpin in der Kritik

Ingo, Europa, Mittwoch, 17.05.2023, 12:32 (vor 987 Tagen) @ Burgsmüller84

Du meinst die Technik, die bei gefühlt jedem 2. Spiel rummackt und Schiris sich gegenseitig am Oberarm anfassen? Ich würde davon ausgehen, dass die Technikkompetenz der Schiris nicht viel höher als bei einem durchschnittlichen Beamten ist. Also denen, die jede E-Mail erst einmal ausdrucken, damit auch jeder seinen Haken mit Kuli dransetzen kann.

Daher ja Professionalisieren. Wenn du ein Huhn ans Steuer setzt, kann der Traktor noch so toll sein, er fährt trotzdem nicht.

CL : SR Turpin in der Kritik

Phil, Mittwoch, 17.05.2023, 08:31 (vor 987 Tagen) @ Scherben

Die Spielleitung war zumindest "stringent". Er hat einfach größtenteils darauf verzichtet es zu leiten und es einfach laufen lassen :-)

Ein Wunder, dass die sich nicht alle Knochen gegenseitig gebrochen haben...

Zu der Acerbi Szene: Kann man sowas - ähnlich wie bei R. Hartmann - mit "schlafen" erklären? Also klar, mag sein, dass die versammelten Video Schiedsrichter alle tatsächlich eingeschlafen sind, aber sonst bleibt da doch kaum noch Spielraum, außer wirklich in den Bereich des "Nö, ich will jetzt aber einfach da nicht eingreifen" zu kommen.

Da war Robert Hartmann natürlich der "härteste Fall" überhaupt, weil er ja am Folgetag vom Bochum Spiel entweder nicht schlief oder aber sich dann dachte "Och doch, heute habe ich Bock wieder einzugreifen".

Was könnte da der Hintergrund sein? Vielleicht hat Hartmann ja sogar zu Stegemann gesagt "Das muss du dir angucken" und Stegemann hat gesagt "NEIN!". Dürfte Stegemann das überhaupt? Oder kann es sein, dass das Verhältnis zwischen VAR und Schiedsrichter auch von autoritären Momenten geprägt ist? Also hat ein Hartmann vielleicht Angst vo Stegemann und will daher gar nichts in Frage stellen?

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. UNd zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.

Und über allem bleibt, aber darüber sprechen wir nun ja eben auch schon so lange: Wie viele Jahrzehnte wird man wohl noch brauchen, bis der VAR im Fußball wirklich gut funktioniert und nicht nur die Erweiterung einer Fehlerquelle ist, denn dass es ihn gibt, hat natürlich auch das Handeln der Schiris auf dem Platz verändert.

Da war dieser Tritt gestern wieder nur ein weiteres Beispiel: Genau dafür war der VAR doch mal erdacht. Eigentlich nur für sowas. Und was passiert: Offenbar gar nichts.

MFG
Phil

CL : SR Turpin in der Kritik

Kayldall, Luxemburg, Mittwoch, 17.05.2023, 11:18 (vor 987 Tagen) @ Phil

Die Spielleitung war zumindest "stringent". Er hat einfach größtenteils darauf verzichtet es zu leiten und es einfach laufen lassen :-)

Ein Wunder, dass die sich nicht alle Knochen gegenseitig gebrochen haben...

Das ist immerhin auch eine Linie, was ja zumindest nachvollziehbar ist und nicht wie öfters in der Bundesliga dann Schiedsrichter sich mal so, mal komplett anders verhalten in ihrer Spielleitung. Manuel Gräfe mochten aber alle und dessen Spielleitung war doch auch so, der ließ alles laufen solange kein wirklich böses Foul dabei war. Wenn der Feldschiedsrichter natürlich etwas übersieht oder nicht richtig mitbekommt, dafür wurde der VAR ja erfunden, da geb ich dir Recht, das liegt dann weniger an Turpin als am VAR, dass dies nicht korrigiert wurde.

CL : SR Turpin in der Kritik

thatEmJay, zurück in Berlin, Mittwoch, 17.05.2023, 11:02 (vor 987 Tagen) @ Phil

Ist jetzt kein Beitrag zum Thema, möchte aber trotzdem kurz sagen, dass es schön ist, dich mal wieder zu lesen. Bist in den letzten Jahren kaum noch hier, lass dich mal wieder öfter blicken. ;-) Find deine Beiträge immer sehr spannend zu lesen.

Hoffe, dir geht es gut. Liebe Grüße.

CL : SR Turpin in der Kritik

Phil, Mittwoch, 17.05.2023, 12:59 (vor 987 Tagen) @ thatEmJay

Hey,

mir geht es gut. Ich hatte einfach lange keine richtige Lust und Zeit mehr, um hier zu schreiben. Jetzt habe ich es wieder ein wenig mehr (also beides).

MFG
Phil

CL : SR Turpin in der Kritik

mulcohol, Mittwoch, 17.05.2023, 11:00 (vor 987 Tagen) @ Phil

... Oder kann es sein, dass das Verhältnis zwischen VAR und Schiedsrichter auch von autoritären Momenten geprägt ist? Also hat ein Hartmann vielleicht Angst vor Stegemann und will daher gar nichts in Frage stellen?

Kann durchaus sein sowas.
Das erinnert mich an die WM 2018 an den Konflikt zwischen Brych und dem schlechtesten aller Schiris.
Brych wurde nach nur einem Spiel nach Hause geschickt (ich glaube weil er einen 11er nicht gegeben hat, Kicker Note 5) und hat hinterher behauptet (sinngemäß), der VAR Zwayer hat ihn bewußt auflaufen lassen und ihn extra nicht auf den klaren Elfer hingewiesen, aus rein persönlichen Gründen. Ob's stimmt weiß man natürlich nicht 100%ig, aber es würde mich nicht wundern.

CL : SR Turpin in der Kritik

Phil, Mittwoch, 17.05.2023, 13:14 (vor 987 Tagen) @ mulcohol

Das habe ich so nicht mitbekommen. Aber mir erscheint das System auch sehr anfällig für derartige Dinge. Wenn nicht sogar schlimmeres. Der VAR hat enormen Einfluss auf das Spiel, ohne, dass er direkt im Fokus im Stünde. Zumal ja offenbar festgelegt ist, dass am Ende immer der Mann / die Frau auf dem Platz das Sagen hat. Und wie es dann herbeigeführt wurde (siehe Stegemann/Hartmann) bleibt dann auch noch im ungewissen.

Das ist schon sehr kritisch in meinen Augen, weil eben die Findung von solch relevanten Einflussnahmen ins Spiel nicht transparent ist. Und ich sags mal ganz platt: Robert Hoyzers und Felix Zwayers waren nun keine "Jahrtausenderscheinung", die es so nie mehr geben wird oder zuvor niemals gab.

MFG
Phil

CL : SR Turpin in der Kritik

AGraute, Mittwoch, 17.05.2023, 10:57 (vor 987 Tagen) @ Phil

Vielleicht hat Hartmann ja sogar zu Stegemann gesagt "Das muss du dir angucken" und Stegemann hat gesagt "NEIN!". Dürfte Stegemann das überhaupt?

Ja, das darf Stegemann. Der Feldschiri hat die Entscheidungsgewalt, der VAR darf eine Review nur empfehlen.
Hier geht die Problematik meiner Meinung schon los. Warum soll man bei einer klaren Fehlentscheidung eine Review empfehlen? Entweder ist es klar oder nicht. Warum soll also noch eine weitere Person draufgucken? Vermutlich um die vermeintliche Autorität des Feldschiris nicht zu untergraben...kein weiterer Kommentar notwendig.

Man müsste das Projekt VAR in der jetzigen Form als gescheitert erklären und sich mit klugen Leuten aus verschiedenen Bereichen an einen Tisch setzen und ein komplett neues Konzept erstellen. Der VAR wird nicht mehr verschwinden, aber er gehört revolutioniert.

In der aktuellen Form ist der VAR ein weiterer Sargnagel für den Fussball, in den ich mich (und vermutlich viele andere auch )mal verliebt habe.

CL : SR Turpin in der Kritik

guy_incognito, Rhein-Neckar, Mittwoch, 17.05.2023, 10:12 (vor 987 Tagen) @ Phil

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und

Jau, das wäre zumindest der erste Schritt, um mehr Transparenz zu schaffen. Die Kommunikation müsste zumindest aufgezeichnet werden. Ob sie über die Stadionlautsprecher oder den TV Ton laufen sollte, stelle ich zunächst einmal infrage. Es würde aus meiner Sicht vollkommen reichen, wenn sie nachträglich überprüfbar wäre.

Bis heute ist mir schleierhaft, ob Hartmann die Szene übersehen hat/ übersehen wollte oder Steegemann keine Hilfe in Anspruch nehmen wollte.

B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. Und zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.

Wo wäre der Vorteil? Ich sitze am Fernseher und erkenne die gestrige Tätlichkeit oder das Foul an Adeyemi in der ersten Wiederholung. Diese Bilder liegen auch dem VAR vor. Das Problem ist aus meiner Sicht die interne Kommunikation und die Tatsache, dass der Feldschiedsrichter der Boss sein soll. Vielleicht wäre es sinnvoller, von der "klaren Fehlentscheidung" wegzukommen und mehr Szenen direkt zu überprüfen. Nach dem Motto: "Schau dir das nochmal an, um sicher zu gehen"!

Ich bin immer wieder überrascht, wie gut der VAR bei Abseitsstellungen funktioniert. Die Szenen werden recht zuverlässig erkannt, selbst wenn das strafbare Abseits schon in einer weiter zurückliegenden Situation stattfand. Das Problem ist also nicht, dass der VAR die zweifelhaften bzw. Fehlentscheidungen nicht "sieht".

Fröhlich oder Drees werden dir immer wieder stolz erklären, wie viel "gerechter" der Sport durch den VAR geworden ist. Zieht man die Abseitsstellungen und korrekten Entscheidungen des Feldschiedsrichters ab, die der VAR überprüft, ergibt sich ein anderes Bild.

Dann sprechen wir neben der Adeyemi- oder Acerdi-Szene, die glasklar sind, über Eingriffe des VARs wie z.B. am Sonntag bei Leipzig gegen Bremen. Wer einen Schubser sehen möchte, sieht ihn. Ist die Entscheidung im Sinne des Sports? Eher nicht. Aber man wird es dir als eine der Situationen verkaufen, in der der VAR ganz toll eingegriffen hat.

Deshalb: weg von der klaren Fehlentscheidung, hin zur Überprüfung von mehr Szenen, auch wenn der Heiligenschein des Feldschiedsrichters dann nicht mehr ganz so hell leuchtet.

CL : SR Turpin in der Kritik

Phil, Mittwoch, 17.05.2023, 13:19 (vor 987 Tagen) @ guy_incognito

Fröhlich oder Drees werden dir immer wieder stolz erklären, wie viel "gerechter" der Sport durch den VAR geworden ist. Zieht man die Abseitsstellungen und korrekten Entscheidungen des Feldschiedsrichters ab, die der VAR überprüft, ergibt sich ein anderes Bild.

Ganz entescheidender Punkt. Und man muss einfach auch berücksichtigen, dass manche Schiedsrichter zunehmend auf eine eigene / frei Entscheidung im Spiel verzichten und sich sagen "Mal gucken, wenn der VAR sich meldet, dann kann ich immer noch". Ich bin mir da recht sicher, dass das häufig so der Fall ist.

Plus eben all jene Szenen, in denen dann einfach eine Zeitlupe als Realität einer Situation herangezogen wird und jede Berührung schnell wie ein schwerer Schubser / Einschlag aussieht.

Alles schwierig. Aber so lange glasklarste Fehleinschätzungen (oder einfach nicht gesehenes) nicht einmal wirklich beständig auch zu einer Prüfung führen, ist das alles schon viel zu sehr ins Detail gehend. Sie kriegen nicht mal solche Aktionen wie in Bochum oder gestern Abend mit Acerbi ohne Probleme hin. Sondern immer mal so und mal so. Und damit hat man die Sache unterm Strich eher noch ungerechter gemacht, als es vorher der Fall gewesen wäre. Und man hat "Fehler" nicht mehr als solche irgendwie "verkfraftbar" gemacht (weil Fehler passieren), sondern natürlich muss man dann denken "Das machen die doch mit Absicht". Den Fall Stegemann/Hartmann zumindest kann man gar nicht anders erklären.

MFG
Phil

CL : SR Turpin in der Kritik

burz, Lünen, Mittwoch, 17.05.2023, 11:53 (vor 987 Tagen) @ guy_incognito

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und


Jau, das wäre zumindest der erste Schritt, um mehr Transparenz zu schaffen. Die Kommunikation müsste zumindest aufgezeichnet werden. Ob sie über die Stadionlautsprecher oder den TV Ton laufen sollte, stelle ich zunächst einmal infrage. Es würde aus meiner Sicht vollkommen reichen, wenn sie nachträglich überprüfbar wäre.

Bis heute ist mir schleierhaft, ob Hartmann die Szene übersehen hat/ übersehen wollte oder Steegemann keine Hilfe in Anspruch nehmen wollte.

B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. Und zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.


Wo wäre der Vorteil? Ich sitze am Fernseher und erkenne die gestrige Tätlichkeit oder das Foul an Adeyemi in der ersten Wiederholung. Diese Bilder liegen auch dem VAR vor. Das Problem ist aus meiner Sicht die interne Kommunikation und die Tatsache, dass der Feldschiedsrichter der Boss sein soll. Vielleicht wäre es sinnvoller, von der "klaren Fehlentscheidung" wegzukommen und mehr Szenen direkt zu überprüfen. Nach dem Motto: "Schau dir das nochmal an, um sicher zu gehen"!

Ich bin immer wieder überrascht, wie gut der VAR bei Abseitsstellungen funktioniert. Die Szenen werden recht zuverlässig erkannt, selbst wenn das strafbare Abseits schon in einer weiter zurückliegenden Situation stattfand. Das Problem ist also nicht, dass der VAR die zweifelhaften bzw. Fehlentscheidungen nicht "sieht".

Fröhlich oder Drees werden dir immer wieder stolz erklären, wie viel "gerechter" der Sport durch den VAR geworden ist. Zieht man die Abseitsstellungen und korrekten Entscheidungen des Feldschiedsrichters ab, die der VAR überprüft, ergibt sich ein anderes Bild.

Dann sprechen wir neben der Adeyemi- oder Acerdi-Szene, die glasklar sind, über Eingriffe des VARs wie z.B. am Sonntag bei Leipzig gegen Bremen. Wer einen Schubser sehen möchte, sieht ihn. Ist die Entscheidung im Sinne des Sports? Eher nicht. Aber man wird es dir als eine der Situationen verkaufen, in der der VAR ganz toll eingegriffen hat.

Deshalb: weg von der klaren Fehlentscheidung, hin zur Überprüfung von mehr Szenen, auch wenn der Heiligenschein des Feldschiedsrichters dann nicht mehr ganz so hell leuchtet.

Bin ich eigentlich alleine mit der Meinung, dass solche Schubser tatsächlich gepfiffen werden müssen? Das hat nichts mit Körpereinsatz zu tun. Für mich bewegen sich solche Schubser auf dem gleichen Level, wie das taktische Verhindern von Freistößen, indem man sich einfach vor den Ball stellt. Das alles passiert alles viel zu oft und benachteiligt eindeutig den Geschubsten und den Schützen eines Freistoßes.

Can wäre gegen Bochum ziemlich sicher mit einem sauberen Kopfball an den Ball gekommen. Für mich erhöhen solche Schubser jedenfalls nicht die Attraktivität des Fußballs.

CL : SR Turpin in der Kritik

guy_incognito, Rhein-Neckar, Mittwoch, 17.05.2023, 13:18 (vor 987 Tagen) @ burz

Dann sprechen wir neben der Adeyemi- oder Acerdi-Szene, die glasklar sind, über Eingriffe des VARs wie z.B. am Sonntag bei Leipzig gegen Bremen. Wer einen Schubser sehen möchte, sieht ihn. Ist die Entscheidung im Sinne des Sports? Eher nicht. Aber man wird es dir als eine der Situationen verkaufen, in der der VAR ganz toll eingegriffen hat.

Deshalb: weg von der klaren Fehlentscheidung, hin zur Überprüfung von mehr Szenen, auch wenn der Heiligenschein des Feldschiedsrichters dann nicht mehr ganz so hell leuchtet.


Bin ich eigentlich alleine mit der Meinung, dass solche Schubser tatsächlich gepfiffen werden müssen? Das hat nichts mit Körpereinsatz zu tun. Für mich bewegen sich solche Schubser auf dem gleichen Level, wie das taktische Verhindern von Freistößen, indem man sich einfach vor den Ball stellt. Das alles passiert alles viel zu oft und benachteiligt eindeutig den Geschubsten und den Schützen eines Freistoßes.

Can wäre gegen Bochum ziemlich sicher mit einem sauberen Kopfball an den Ball gekommen. Für mich erhöhen solche Schubser jedenfalls nicht die Attraktivität des Fußballs.

Ein Schubser ist ein Foul.

Henrichs legt Bittencourt in der Szene aber nur kurz die Hand auf den Rücken. Der steht mit beiden Beinen auf dem Boden. Aus meiner Sicht ist das ein normaler Kontakt im Fußballsport.

Bei Can ist das eine ganz andere Geschichte. Er springt hoch und wird dann klar weggestoßen.

CL : SR Turpin in der Kritik

Ingo, Europa, Mittwoch, 17.05.2023, 08:56 (vor 987 Tagen) @ Phil

Die Spielleitung war zumindest "stringent". Er hat einfach größtenteils darauf verzichtet es zu leiten und es einfach laufen lassen :-)

Ein Wunder, dass die sich nicht alle Knochen gegenseitig gebrochen haben...

Zu der Acerbi Szene: Kann man sowas - ähnlich wie bei R. Hartmann - mit "schlafen" erklären? Also klar, mag sein, dass die versammelten Video Schiedsrichter alle tatsächlich eingeschlafen sind, aber sonst bleibt da doch kaum noch Spielraum, außer wirklich in den Bereich des "Nö, ich will jetzt aber einfach da nicht eingreifen" zu kommen.

Da war Robert Hartmann natürlich der "härteste Fall" überhaupt, weil er ja am Folgetag vom Bochum Spiel entweder nicht schlief oder aber sich dann dachte "Och doch, heute habe ich Bock wieder einzugreifen".

Was könnte da der Hintergrund sein? Vielleicht hat Hartmann ja sogar zu Stegemann gesagt "Das muss du dir angucken" und Stegemann hat gesagt "NEIN!". Dürfte Stegemann das überhaupt? Oder kann es sein, dass das Verhältnis zwischen VAR und Schiedsrichter auch von autoritären Momenten geprägt ist? Also hat ein Hartmann vielleicht Angst vo Stegemann und will daher gar nichts in Frage stellen?

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. UNd zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.

Und über allem bleibt, aber darüber sprechen wir nun ja eben auch schon so lange: Wie viele Jahrzehnte wird man wohl noch brauchen, bis der VAR im Fußball wirklich gut funktioniert und nicht nur die Erweiterung einer Fehlerquelle ist, denn dass es ihn gibt, hat natürlich auch das Handeln der Schiris auf dem Platz verändert.

Da war dieser Tritt gestern wieder nur ein weiteres Beispiel: Genau dafür war der VAR doch mal erdacht. Eigentlich nur für sowas. Und was passiert: Offenbar gar nichts.

MFG
Phil

Grundsätzlich verstehe ich, dass die Kommunikation unter den Schiris diskret bleibt. Das ist aber ein großer Schwachpunkt, u.a. da solche "Ränkespiele" natürlich auch in der Kommunikation der Schiris eine Rolle spielen werden - der Feldschiedsrichter bleibt der oberste Spielleiter. Ich fände es sinnvoll, den VAR am Spielfeldrand zu haben. Direkte Abstimmung mit anschließender Aufklärung. Der oberste Schiedsrichter wäre so an allen Beteiligten nah dran und hätte unmittelbaren Zugriff auf alle helfenden Stimmen und Bildquellen. Und bleibt der Boss.

CL : SR Turpin in der Kritik

stfn84, Köln, Mittwoch, 17.05.2023, 08:51 (vor 987 Tagen) @ Phil

Und über allem bleibt, aber darüber sprechen wir nun ja eben auch schon so lange: Wie viele Jahrzehnte wird man wohl noch brauchen, bis der VAR im Fußball wirklich gut funktioniert und nicht nur die Erweiterung einer Fehlerquelle ist, denn dass es ihn gibt, hat natürlich auch das Handeln der Schiris auf dem Platz verändert.

Das ist mE doch gar nicht möglich.
Ein Schiedsrichter ist von seinem subjektivem Empfinden und seiner persönlichen Wahrnehmung sowie seiner Empathiefähigkeit abhängig. Bei der Beurteilung von Foulspielen gibt es eben kein schwarz oder weiß, wie wir es seit einigen Jahren nun Spieltag für Spieltag erleben.

Es bleibt eine Diskussion der Theorie.

Theoretisch ist das alles eine famose Idee.

Theoretisch könnte ich aber auch im Lotto gewinnen.

CL : SR Turpin in der Kritik

Scherben, Kiel, Mittwoch, 17.05.2023, 08:57 (vor 987 Tagen) @ stfn84

Wenn es im Rugby einen sehr akzeptierten TMO gibt, mit klarer und nachvollziehbarer Kommunikation zwischen dieser Person und der Spielleitung auf dem Platz, dann gibt es keinen Grund, warum das im Fußball nicht auch so sein könnte. Auch im Rugby werden einerseits objektive Entscheidungen überprüft, aber eben andererseits auch ein mögliches Foulspiel und dessen Schwere diskutiert.

CL : SR Turpin in der Kritik

stfn84, Köln, Mittwoch, 17.05.2023, 09:22 (vor 987 Tagen) @ Scherben

Ich kenne mich im Rugby 0,0 aus.

Ich nehme nur wahr, dass man im Fußball die Linie während der Saison mehrfach ändert. Manche Foulspiele werden überprüft, manche eben nicht. Das eine Handspiel (von hinten aus 30cm angeköpft werden) wird vom VAR gemeldet, das nächste (z.B. Boateng im Corona-Heimspiel gegen Bayern) als unkritisch gesehen. Mal kommt es darauf an ob der Spieler "das Foul ziehen will", mal ist das vollkommen egal.

Die Eingriffsschwelle und die stete Veränderung was denn bitte wie zu überprüfen ist, sind in meinen Augen die größten Problemfelder. Dazu kommt dann eben der Habitus des DFB Schiedsrichterwesens, die sich in einer Wagenburgmentalität zusammengerottet haben. Das ist aber nun keine neue Entwicklung, die man mit der Stimmung ggü. Schiedsrichtern ansonsten ja zumindest im Ansatz erklären könnte.

Zudem gibt es eben keine objektive Ebene, die den VAR überwacht und bewertet. Schließlich ist es zu einem Selbstzweck des DFB und der Schiedsrichterei geworden. Außerdem gibt es halt eben auch Geld in nicht unerheblichem Ausmaß, was man den Kolleg*innen natürlich ungern wieder wegnehmen mag (Grundvergütung mW 6.000 Euro p.a., pro VAR-Einsatz etwa 1.000 Euro).

CL : SR Turpin in der Kritik

Phil, Mittwoch, 17.05.2023, 09:12 (vor 987 Tagen) @ Scherben

Fehlt mir der Einblick in den Rugby Sport. Im Falle des American Footballs hatte ich mir neulich ja mal erklären lassen, dass dort ganz klar definiert ist, WAS man überhaupt anguckt und was eben nicht.

Allein das hat der Fußball bisher nicht hinbekommen. So jedenfalls ist mein empfinden.

Vielleicht ist das auch einfach schwieriger im Fußballspiel, als in den eher statischeren Spielformen a la Rugby / American Football etc.

Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es auch einfach an den handelnden Protagonisten. Keine Ahnung. Ich weiß aber noch, als das im American Football aufkam (und damals verfolgte ich das noch), dass die Schiedsrichter sich zunächst auch schwer taten. So erinnere ich mich zumindest.

Bleibt das Rätsel, wieso ein Video Assistent wie R.Hartmann (oder jener gestern Abend) in solchen Szenen nicht klar interveniert und/oder wieso der Hauptschiedsrichter darauf (sofern interveniert wurde) nicht reagiert.

Dass Robert Hartmann nach diesem Abend weiter (direkt am Folgetag als VAR) und auch sonst als Feldschiedsrichter eingesetzt wird, zeigt aber vielleicht auch schon das Problem. Sofern er in Bochum nicht(!) die Ansage machte "Guck dir das an, ist ein Elfmeter". Kann aber ja auch sein, dass er es tat, nur Stegemann es abblockte. Bis heute hat man das ja nicht wirklich erfahren, oder?

MFG
Phil

CL : SR Turpin in der Kritik

burz, Lünen, Mittwoch, 17.05.2023, 10:00 (vor 987 Tagen) @ Phil

Bis heute weiß man nicht, wie sich Hartmann und Stegemann verständigt haben. Wenn man die Gewissheit hätte, dass solche Szenen dann intern sauber aufgearbeitet werden, könnte ich auch damit leben. Die Vereine tragen ja auch nicht alle kritischen Diskussionen mit ihren Spielern nach außen.

Aber beim DFB bleiben leider große Zweifel, dass diese saubere Aufarbeitung auch stattfindet. Und genau deswegen diskutieren wir das Thema ja auch seit Wochen durch. Sehr unbefriedigend.

Der DFB kann seine Glaubwürdigkeit aktuell nur durch Transparenz und nicht durch Abschottung stärken. Daher muss hier einfach klargestellt werden, ob und wenn ja wie sich Hartmann bei der Szene eingebracht hat.

CL : SR Turpin in der Kritik

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Mittwoch, 17.05.2023, 09:43 (vor 987 Tagen) @ Phil

Fehlt mir der Einblick in den Rugby Sport. Im Falle des American Footballs hatte ich mir neulich ja mal erklären lassen, dass dort ganz klar definiert ist, WAS man überhaupt anguckt und was eben nicht.

Allein das hat der Fußball bisher nicht hinbekommen. So jedenfalls ist mein empfinden.

Vielleicht ist das auch einfach schwieriger im Fußballspiel, als in den eher statischeren Spielformen a la Rugby / American Football etc.

Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es auch einfach an den handelnden Protagonisten. Keine Ahnung. Ich weiß aber noch, als das im American Football aufkam (und damals verfolgte ich das noch), dass die Schiedsrichter sich zunächst auch schwer taten. So erinnere ich mich zumindest.

Bleibt das Rätsel, wieso ein Video Assistent wie R.Hartmann (oder jener gestern Abend) in solchen Szenen nicht klar interveniert und/oder wieso der Hauptschiedsrichter darauf (sofern interveniert wurde) nicht reagiert.

Dass Robert Hartmann nach diesem Abend weiter (direkt am Folgetag als VAR) und auch sonst als Feldschiedsrichter eingesetzt wird, zeigt aber vielleicht auch schon das Problem. Sofern er in Bochum nicht(!) die Ansage machte "Guck dir das an, ist ein Elfmeter". Kann aber ja auch sein, dass er es tat, nur Stegemann es abblockte. Bis heute hat man das ja nicht wirklich erfahren, oder?

MFG
Phil

Phil, er darf es demnächst jemand anderem erklären. Die Kommunion ist ja vorbei, er hat bestimmt Zeit;-)

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stfn84, Mittwoch, 17.05.2023, 09:32 (vor 987 Tagen) @ Phil

Es ist beim Rugby (und auch beim American Football) an vielen Punkten tatsächlich einfacher gewisse Entscheidungen zu überprüfen, weil da einiges an gewissen "statischen" Sachen festhängt. (das wir im Fußball ja dann mit der Torlinien-Überprüfung auch gemacht).

Aber alleine die Art der Überprüfung im Rugby würde mMn auch im Fußball sehr weiterhelfen...
Also dass der Schietzrichter eine Entscheidung trifft, wie er das auf dem Feld gesehen hat, diese per Mikro an das Stadion kommuniziert... DANN wird per Videos auf den Stadionleinwänden (!!) aus allen vorhandenen Perspektiven geschaut ob dort was zu erkennen ist, was das als klare Fehlentscheidung zeigt. Und dann (und nur dann) die Entscheidung entsprechend abgeändert. Bei Unsicherheit gilt halt "the ruling on the field stands".

Und ja: Auch das verhindert nicht alle Fehlentscheidungen, aber der Entscheidungsprozeß ist klar und wird deutlich eher akzeptiert.
Und ebenso: Ja im Fußball gibt es durch mehr gegenläufige Dynamiken (die Spieler treffen halt häufiger mit höheren entgegengesetzen Geschwindigkeiten aufeinander) auch mehr uneindeutige Entscheidungen. Und wenn der Schiri eine Situation 60:40 gesehen und für die 60% entschieden hat und die Zeitlupen und anderen Perspektiven aufzeigen dass es eher 20:80 anders herum war... würde halt nicht umentschieden werden...

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Blarry, Essen, Mittwoch, 17.05.2023, 09:58 (vor 987 Tagen) @ RE_LordVader

Den Schiedsrichter auf die Stadionbeschallung zu schalten ist eine fantastische Idee. Allein die Vorstellung, wie das ganze Stadion verstummt und an des Spielleiters Lippen hängt, anstatt ihn hysterisch auszupfeifen, so dass niemand auch nur ein Wort der Erklärung mitkriegt. Diese Welt muss schön sein, wenn es sie gibt.

CL : SR Turpin in der Kritik

Blarry, Mittwoch, 17.05.2023, 12:30 (vor 987 Tagen) @ Blarry

Bei brauchbaren technischen Anlagen würden halt schon einige, die es mitbekommen wollen auch mitbekommen.
Klar, dass in den Blocks, die sowieso jede Entscheidung gegen die eigene Mannschaft niederbrüllen und pfeiffen keiner mitbekommt ist klar. Aber denen ist es ja auch sowieso egal ob die Entscheidung faktisch korrekt oder nicht war. (Und von der Unterstützung her ist das ja auch so falsch nicht).

Es wäre halt einer der Wege Transparenz zu erreichen, auch wenn es wie gesagt sicher nicht alle sofort erreicht…

CL : SR Turpin in der Kritik

bambam191279, Dortmund, Mittwoch, 17.05.2023, 10:05 (vor 987 Tagen) @ Blarry

Den Schiedsrichter auf die Stadionbeschallung zu schalten ist eine fantastische Idee. Allein die Vorstellung, wie das ganze Stadion verstummt und an des Spielleiters Lippen hängt, anstatt ihn hysterisch auszupfeifen, so dass niemand auch nur ein Wort der Erklärung mitkriegt. Diese Welt muss schön sein, wenn es sie gibt.

Selbst wenn das ganze WEstfalenstadion ruhig wäre.....
Die Anlage ist so ne Katastrophe, verstehen würde man eh nix.....

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bobschulz, MS, Mittwoch, 17.05.2023, 09:19 (vor 987 Tagen) @ Phil

Fehlt mir der Einblick in den Rugby Sport. Im Falle des American Footballs hatte ich mir neulich ja mal erklären lassen, dass dort ganz klar definiert ist, WAS man überhaupt anguckt und was eben nicht.

Allein das hat der Fußball bisher nicht hinbekommen. So jedenfalls ist mein empfinden.

Vielleicht ist das auch einfach schwieriger im Fußballspiel, als in den eher statischeren Spielformen a la Rugby / American Football etc.

Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es auch einfach an den handelnden Protagonisten. Keine Ahnung. Ich weiß aber noch, als das im American Football aufkam (und damals verfolgte ich das noch), dass die Schiedsrichter sich zunächst auch schwer taten. So erinnere ich mich zumindest.

Bleibt das Rätsel, wieso ein Video Assistent wie R.Hartmann (oder jener gestern Abend) in solchen Szenen nicht klar interveniert und/oder wieso der Hauptschiedsrichter darauf (sofern interveniert wurde) nicht reagiert.

Dass Robert Hartmann nach diesem Abend weiter (direkt am Folgetag als VAR) und auch sonst als Feldschiedsrichter eingesetzt wird, zeigt aber vielleicht auch schon das Problem. Sofern er in Bochum nicht(!) die Ansage machte "Guck dir das an, ist ein Elfmeter". Kann aber ja auch sein, dass er es tat, nur Stegemann es abblockte. Bis heute hat man das ja nicht wirklich erfahren, oder?

MFG
Phil

Für den DFB war es mit Stegemanns Entschuldigung gegessen. Hartmann hat wahrscheinlich Fröhlich Sprechverbot bekommen.

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bobschulz, MS, Mittwoch, 17.05.2023, 08:48 (vor 987 Tagen) @ Phil
bearbeitet von bobschulz, Mittwoch, 17.05.2023, 08:53

Die Spielleitung war zumindest "stringent". Er hat einfach größtenteils darauf verzichtet es zu leiten und es einfach laufen lassen :-)

Ein Wunder, dass die sich nicht alle Knochen gegenseitig gebrochen haben...

Zu der Acerbi Szene: Kann man sowas - ähnlich wie bei R. Hartmann - mit "schlafen" erklären? Also klar, mag sein, dass die versammelten Video Schiedsrichter alle tatsächlich eingeschlafen sind, aber sonst bleibt da doch kaum noch Spielraum, außer wirklich in den Bereich des "Nö, ich will jetzt aber einfach da nicht eingreifen" zu kommen.

Da war Robert Hartmann natürlich der "härteste Fall" überhaupt, weil er ja am Folgetag vom Bochum Spiel entweder nicht schlief oder aber sich dann dachte "Och doch, heute habe ich Bock wieder einzugreifen".

Was könnte da der Hintergrund sein? Vielleicht hat Hartmann ja sogar zu Stegemann gesagt "Das muss du dir angucken" und Stegemann hat gesagt "NEIN!". Dürfte Stegemann das überhaupt? Oder kann es sein, dass das Verhältnis zwischen VAR und Schiedsrichter auch von autoritären Momenten geprägt ist? Also hat ein Hartmann vielleicht Angst vo Stegemann und will daher gar nichts in Frage stellen?

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. UNd zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.

Und über allem bleibt, aber darüber sprechen wir nun ja eben auch schon so lange: Wie viele Jahrzehnte wird man wohl noch brauchen, bis der VAR im Fußball wirklich gut funktioniert und nicht nur die Erweiterung einer Fehlerquelle ist, denn dass es ihn gibt, hat natürlich auch das Handeln der Schiris auf dem Platz verändert.

Da war dieser Tritt gestern wieder nur ein weiteres Beispiel: Genau dafür war der VAR doch mal erdacht. Eigentlich nur für sowas. Und was passiert: Offenbar gar nichts.

MFG
Phil

"Keller Geister" könnte auch ein Grund sein, nüchtern betrachtet dürfen die VAR das nicht übersehen.
Und eben dieses: "die im Dunkeln sieht man nicht"- und "die weit weg sind hört man auch nicht"- muss überdacht werden. Meinetwegen könnten die VAR an Stelle der 4.Offiziellen in Stadien sein.
Oder es muss auch der Funkverkehr im Nachhinein veröffentlicht werden.
Sagt Stegemann so ungefähr "der Adeyemi liegt immer, brauchste nicht prüfen" oder hat er vorher schon das gesagt was er hinterher in Interviewssagt("ich habe den Anspruch das selbst zu sehen") und schüchtert somit Hartmann ein?
SR müssen dazu kommen, sich mit den VAR als Team zu sehen und nicht als EGO-Shooter rumrennen. Ihre Aufgabe ist es, die richtige Entscheidung zu treffen, nicht die sofortige. Das wäre kombiniert natürlich super, aber WENN ein Stegemann fehlerhaft ist, muss er das halt erst mal einsehen, bevor er bei seiner falschen Entscheidung zur Überprüfung bereit ist. Und mMn brechen die SR sich da einen Zacken aus der Krone, wenn der VAR hilft.
Statt zu sagen: okay, gut, dass wir es noch IM Spiel regeln können und uns nicht hinterher entschuldigen müssen. Der VAR muss Teil des SR-Teams sein, sozusagen ein 3. SR-Assistent, denn wenn die FeldSR-Assistenten eingreifen ist der SR doch auch nicht beleidigt, sondern dankbar! "There is no I in team, and not even in referee" (Sischi Stigiminn würde das nicht unterschreiben:-)
Denn: wer hat genau WAS von SSs Entschuldigung gehabt? Und was sagt Hartmann eigentlich? Immer noch auf Taufe/ Konfirmation/ Kommunion?

CL : SR Turpin in der Kritik

Ingo, Europa, Mittwoch, 17.05.2023, 09:04 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Die Spielleitung war zumindest "stringent". Er hat einfach größtenteils darauf verzichtet es zu leiten und es einfach laufen lassen :-)

Ein Wunder, dass die sich nicht alle Knochen gegenseitig gebrochen haben...

Zu der Acerbi Szene: Kann man sowas - ähnlich wie bei R. Hartmann - mit "schlafen" erklären? Also klar, mag sein, dass die versammelten Video Schiedsrichter alle tatsächlich eingeschlafen sind, aber sonst bleibt da doch kaum noch Spielraum, außer wirklich in den Bereich des "Nö, ich will jetzt aber einfach da nicht eingreifen" zu kommen.

Da war Robert Hartmann natürlich der "härteste Fall" überhaupt, weil er ja am Folgetag vom Bochum Spiel entweder nicht schlief oder aber sich dann dachte "Och doch, heute habe ich Bock wieder einzugreifen".

Was könnte da der Hintergrund sein? Vielleicht hat Hartmann ja sogar zu Stegemann gesagt "Das muss du dir angucken" und Stegemann hat gesagt "NEIN!". Dürfte Stegemann das überhaupt? Oder kann es sein, dass das Verhältnis zwischen VAR und Schiedsrichter auch von autoritären Momenten geprägt ist? Also hat ein Hartmann vielleicht Angst vo Stegemann und will daher gar nichts in Frage stellen?

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. UNd zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.

Und über allem bleibt, aber darüber sprechen wir nun ja eben auch schon so lange: Wie viele Jahrzehnte wird man wohl noch brauchen, bis der VAR im Fußball wirklich gut funktioniert und nicht nur die Erweiterung einer Fehlerquelle ist, denn dass es ihn gibt, hat natürlich auch das Handeln der Schiris auf dem Platz verändert.

Da war dieser Tritt gestern wieder nur ein weiteres Beispiel: Genau dafür war der VAR doch mal erdacht. Eigentlich nur für sowas. Und was passiert: Offenbar gar nichts.

MFG
Phil


"Keller Geister" könnte auch ein Grund sein, nüchtern betrachtet dürfen die VAR das nicht übersehen.
Und eben dieses: "die im Dunkeln sieht man nicht"- und "die weit weg sind hört man auch nicht"- muss überdacht werden. Meinetwegen könnten die VAR an Stelle der 4.Offiziellen in Stadien sein.
Oder es muss auch der Funkverkehr im Nachhinein veröffentlicht werden.
Sagt Stegemann so ungefähr "der Adeyemi liegt immer, brauchste nicht prüfen" oder hat er vorher schon das gesagt was er hinterher in Interviewssagt("ich habe den Anspruch das selbst zu sehen") und schüchtert somit Hartmann ein?
SR müssen dazu kommen, sich mit den VAR als Team zu sehen und nicht als EGO-Shooter rumrennen. Ihre Aufgabe ist es, die richtige Entscheidung zu treffen, nicht die sofortige. Das wäre kombiniert natürlich super, aber WENN ein Stegemann fehlerhaft ist, muss er das halt erst mal einsehen, bevor er bei seiner falschen Entscheidung zur Überprüfung bereit ist. Und mMn brechen die SR sich da einen Zacken aus der Krone, wenn der VAR hilft.
Statt zu sagen: okay, gut, dass wir es noch IM Spiel regeln können und uns nicht hinterher entschuldigen müssen. Der VAR muss Teil des SR-Teams sein, sozusagen ein 3. SR-Assistent, denn wenn die FeldSR-Assistenten eingreifen ist der SR doch auch nicht beleidigt, sondern dankbar! "There is no I in team, and not even in referee" (Sischi Stigiminn würde das nicht unterschreiben:-)
Denn: wer hat genau WAS von SSs Entschuldigung gehabt? Und was sagt Hartmann eigentlich? Immer noch auf Taufe/ Konfirmation/ Kommunion?

Eine bessere Fehlerkultur durch mehr Transparenz würde dem gessamten Schiedsrichterwesen hilfreich sein. Und im Zweifelsfall der überbordenden, persönlichen Kritik an den Schiedsrichtern auch den Wind aus den Segeln nehmen.

CL : SR Turpin in der Kritik

Phil, Mittwoch, 17.05.2023, 09:19 (vor 987 Tagen) @ Ingo

Das Herr Stegemann seit geraumer Zeit Fehler an Fehler reiht und auf dem Platz (wenn man in 90 Minunten live erlebt, was ja nicht nur ich schon xfach musste) ziemlich arrogant agiert (und in meinen Augen ganz klar voreingenommen) und es dann mit wortreichen Einlassungen vor TV Kameras oder sonstigen Mikrofonen erklärt und versucht kleinzureden und in "Fehler kommen halt vor" umwandeln will + "ich stehe jetzt voll in der Kritik", ist halt keine positive "Fehlerkultur", sondern eher systematischer Fehler im Schiedsrichterwesen.

Der Mann ist in der Branche ziemlich weit aufgestiegen und mir fallen dann nur ein paar Schiedsrichter ein, die noch schlechter agieren als er. Entweder bin ich völlig blind und habe keine Ahnung davon oder aber es werden völlig falsche Akzente gesetzt.

Das Fehler passieren dürfen und immer passierten, ist dabei überhaupt nicht der Punkt. Und natürlich soll und darf kein Schiedsrichter dieser Welt irgendwie bedroht oder nocht schlimmer körperlich angegangen werden. Aber eine Leistungskultur sollte dann schon greifen: Schlussendlich sind die Herren und Damen auch keine ehrenamtlichen "kleinen Schiedsrichter", die sich jedes Wochenende für 50 Euro Spesen (oder weniger) auf irgendwelchen Kreisliga Sportplätzen beschimpfen lassen müssen etc.pp.

Es sind hochbezahlte Profis, die zwar auch Fehler machen dürfen (die ich gar nicht zwignend als Fehler immer so sehen würde, sondern einfach als Fehleinschätzungen), aber doch nicht permanent und schon gar nicht in solch einer Form wie an jenem Abend in Bochum (Und ja, solche Beispiele gibt es ja viele. Dieses ist nur sehr treffen und ich stand halt 10 Meter davon entfernt).

MFG
Phil

CL : SR Turpin in der Kritik

bobschulz, MS, Mittwoch, 17.05.2023, 09:14 (vor 987 Tagen) @ Ingo

Die Spielleitung war zumindest "stringent". Er hat einfach größtenteils darauf verzichtet es zu leiten und es einfach laufen lassen :-)

Ein Wunder, dass die sich nicht alle Knochen gegenseitig gebrochen haben...

Zu der Acerbi Szene: Kann man sowas - ähnlich wie bei R. Hartmann - mit "schlafen" erklären? Also klar, mag sein, dass die versammelten Video Schiedsrichter alle tatsächlich eingeschlafen sind, aber sonst bleibt da doch kaum noch Spielraum, außer wirklich in den Bereich des "Nö, ich will jetzt aber einfach da nicht eingreifen" zu kommen.

Da war Robert Hartmann natürlich der "härteste Fall" überhaupt, weil er ja am Folgetag vom Bochum Spiel entweder nicht schlief oder aber sich dann dachte "Och doch, heute habe ich Bock wieder einzugreifen".

Was könnte da der Hintergrund sein? Vielleicht hat Hartmann ja sogar zu Stegemann gesagt "Das muss du dir angucken" und Stegemann hat gesagt "NEIN!". Dürfte Stegemann das überhaupt? Oder kann es sein, dass das Verhältnis zwischen VAR und Schiedsrichter auch von autoritären Momenten geprägt ist? Also hat ein Hartmann vielleicht Angst vo Stegemann und will daher gar nichts in Frage stellen?

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. UNd zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.

Und über allem bleibt, aber darüber sprechen wir nun ja eben auch schon so lange: Wie viele Jahrzehnte wird man wohl noch brauchen, bis der VAR im Fußball wirklich gut funktioniert und nicht nur die Erweiterung einer Fehlerquelle ist, denn dass es ihn gibt, hat natürlich auch das Handeln der Schiris auf dem Platz verändert.

Da war dieser Tritt gestern wieder nur ein weiteres Beispiel: Genau dafür war der VAR doch mal erdacht. Eigentlich nur für sowas. Und was passiert: Offenbar gar nichts.

MFG
Phil


"Keller Geister" könnte auch ein Grund sein, nüchtern betrachtet dürfen die VAR das nicht übersehen.
Und eben dieses: "die im Dunkeln sieht man nicht"- und "die weit weg sind hört man auch nicht"- muss überdacht werden. Meinetwegen könnten die VAR an Stelle der 4.Offiziellen in Stadien sein.
Oder es muss auch der Funkverkehr im Nachhinein veröffentlicht werden.
Sagt Stegemann so ungefähr "der Adeyemi liegt immer, brauchste nicht prüfen" oder hat er vorher schon das gesagt was er hinterher in Interviewssagt("ich habe den Anspruch das selbst zu sehen") und schüchtert somit Hartmann ein?
SR müssen dazu kommen, sich mit den VAR als Team zu sehen und nicht als EGO-Shooter rumrennen. Ihre Aufgabe ist es, die richtige Entscheidung zu treffen, nicht die sofortige. Das wäre kombiniert natürlich super, aber WENN ein Stegemann fehlerhaft ist, muss er das halt erst mal einsehen, bevor er bei seiner falschen Entscheidung zur Überprüfung bereit ist. Und mMn brechen die SR sich da einen Zacken aus der Krone, wenn der VAR hilft.
Statt zu sagen: okay, gut, dass wir es noch IM Spiel regeln können und uns nicht hinterher entschuldigen müssen. Der VAR muss Teil des SR-Teams sein, sozusagen ein 3. SR-Assistent, denn wenn die FeldSR-Assistenten eingreifen ist der SR doch auch nicht beleidigt, sondern dankbar! "There is no I in team, and not even in referee" (Sischi Stigiminn würde das nicht unterschreiben:-)
Denn: wer hat genau WAS von SSs Entschuldigung gehabt? Und was sagt Hartmann eigentlich? Immer noch auf Taufe/ Konfirmation/ Kommunion?


Eine bessere Fehlerkultur durch mehr Transparenz würde dem gessamten Schiedsrichterwesen hilfreich sein. Und im Zweifelsfall der überbordenden, persönlichen Kritik an den Schiedsrichtern auch den Wind aus den Segeln nehmen.

Eine "Fehlerkultur", die Fehler als Chance zur Verbesserung sieht würde sicher sehr helfen. Aber dafür müssten die SR bereit sein zu sagen: auch wenn wir erstklassig pfeifen, passieren Fehler. So wie auch BL-Spieler nicht jeden Ball perfekt annehmen.
Aber den Anspruch an sich zu haben, unfehlbar/fehlerlos zu sein, kann KEINER erfüllen und deshalb ist mMn auch Stegemann nicht an Hartmann gescheitert, sondern an sich. Selbst ohne Ansage vom VAR hätte er es sich angucken dürfen, seine dreiste Lüge der BVB habe sich nicht 'genug beschwert'- was sagt etwa Reus ihm denn? "Gratulation zur Entscheidung"- fand ich viel problematischer als die spontane Entscheidung. Sie nicht zu überprüfen, ergo Ego über Richtigkeit zu stellen, fand ich viel verwerflicher!

CL : SR Turpin in der Kritik

bambam191279, Dortmund, Mittwoch, 17.05.2023, 09:49 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Die Spielleitung war zumindest "stringent". Er hat einfach größtenteils darauf verzichtet es zu leiten und es einfach laufen lassen :-)

Ein Wunder, dass die sich nicht alle Knochen gegenseitig gebrochen haben...

Zu der Acerbi Szene: Kann man sowas - ähnlich wie bei R. Hartmann - mit "schlafen" erklären? Also klar, mag sein, dass die versammelten Video Schiedsrichter alle tatsächlich eingeschlafen sind, aber sonst bleibt da doch kaum noch Spielraum, außer wirklich in den Bereich des "Nö, ich will jetzt aber einfach da nicht eingreifen" zu kommen.

Da war Robert Hartmann natürlich der "härteste Fall" überhaupt, weil er ja am Folgetag vom Bochum Spiel entweder nicht schlief oder aber sich dann dachte "Och doch, heute habe ich Bock wieder einzugreifen".

Was könnte da der Hintergrund sein? Vielleicht hat Hartmann ja sogar zu Stegemann gesagt "Das muss du dir angucken" und Stegemann hat gesagt "NEIN!". Dürfte Stegemann das überhaupt? Oder kann es sein, dass das Verhältnis zwischen VAR und Schiedsrichter auch von autoritären Momenten geprägt ist? Also hat ein Hartmann vielleicht Angst vo Stegemann und will daher gar nichts in Frage stellen?

Grundsätzlich zeigt es aber finde ich: A) die Kommunikation müsste zugänglich sein und B) die VAR Leute gehören an den Ort des Geschehens. UNd zwar sichtbar und klar erkennbar. Zum einen sind sie dann nicht irgendwie entschwundene "Keller Geister", zum anderen erleben Sie auch die restliche Dynamik im Stadion und auf dem Platz ganz anders.

Und über allem bleibt, aber darüber sprechen wir nun ja eben auch schon so lange: Wie viele Jahrzehnte wird man wohl noch brauchen, bis der VAR im Fußball wirklich gut funktioniert und nicht nur die Erweiterung einer Fehlerquelle ist, denn dass es ihn gibt, hat natürlich auch das Handeln der Schiris auf dem Platz verändert.

Da war dieser Tritt gestern wieder nur ein weiteres Beispiel: Genau dafür war der VAR doch mal erdacht. Eigentlich nur für sowas. Und was passiert: Offenbar gar nichts.

MFG
Phil


"Keller Geister" könnte auch ein Grund sein, nüchtern betrachtet dürfen die VAR das nicht übersehen.
Und eben dieses: "die im Dunkeln sieht man nicht"- und "die weit weg sind hört man auch nicht"- muss überdacht werden. Meinetwegen könnten die VAR an Stelle der 4.Offiziellen in Stadien sein.
Oder es muss auch der Funkverkehr im Nachhinein veröffentlicht werden.
Sagt Stegemann so ungefähr "der Adeyemi liegt immer, brauchste nicht prüfen" oder hat er vorher schon das gesagt was er hinterher in Interviewssagt("ich habe den Anspruch das selbst zu sehen") und schüchtert somit Hartmann ein?
SR müssen dazu kommen, sich mit den VAR als Team zu sehen und nicht als EGO-Shooter rumrennen. Ihre Aufgabe ist es, die richtige Entscheidung zu treffen, nicht die sofortige. Das wäre kombiniert natürlich super, aber WENN ein Stegemann fehlerhaft ist, muss er das halt erst mal einsehen, bevor er bei seiner falschen Entscheidung zur Überprüfung bereit ist. Und mMn brechen die SR sich da einen Zacken aus der Krone, wenn der VAR hilft.
Statt zu sagen: okay, gut, dass wir es noch IM Spiel regeln können und uns nicht hinterher entschuldigen müssen. Der VAR muss Teil des SR-Teams sein, sozusagen ein 3. SR-Assistent, denn wenn die FeldSR-Assistenten eingreifen ist der SR doch auch nicht beleidigt, sondern dankbar! "There is no I in team, and not even in referee" (Sischi Stigiminn würde das nicht unterschreiben:-)
Denn: wer hat genau WAS von SSs Entschuldigung gehabt? Und was sagt Hartmann eigentlich? Immer noch auf Taufe/ Konfirmation/ Kommunion?


Eine bessere Fehlerkultur durch mehr Transparenz würde dem gessamten Schiedsrichterwesen hilfreich sein. Und im Zweifelsfall der überbordenden, persönlichen Kritik an den Schiedsrichtern auch den Wind aus den Segeln nehmen.


Eine "Fehlerkultur", die Fehler als Chance zur Verbesserung sieht würde sicher sehr helfen. Aber dafür müssten die SR bereit sein zu sagen: auch wenn wir erstklassig pfeifen, passieren Fehler. So wie auch BL-Spieler nicht jeden Ball perfekt annehmen.
Aber den Anspruch an sich zu haben, unfehlbar/fehlerlos zu sein, kann KEINER erfüllen und deshalb ist mMn auch Stegemann nicht an Hartmann gescheitert, sondern an sich. Selbst ohne Ansage vom VAR hätte er es sich angucken dürfen, seine dreiste Lüge der BVB habe sich nicht 'genug beschwert'- was sagt etwa Reus ihm denn? "Gratulation zur Entscheidung"- fand ich viel problematischer als die spontane Entscheidung. Sie nicht zu überprüfen, ergo Ego über Richtigkeit zu stellen, fand ich viel verwerflicher!

Wie man ja leider gesehen hat, reicht es nen Tag später zu sagen wie schlecht man geschlafen hat und dass es sicherlich nen Fehler war......
Im Fernsehen wird er gelobt und 5 Minuten später das Thema gewechselt....

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stfn84, Köln, Mittwoch, 17.05.2023, 08:53 (vor 987 Tagen) @ bobschulz

Es gab ja auch schon Situationen bei denen zwei Dinge nicht initial gesehen wurden (bspw. Foul und Handspiel). Dann wird mitunter das eine geprüft, das andere aber nicht; weil man es vergessen hat. Nicht immer, aber es kommt halt mal vor. Oder der VAR stellt fünf Minuten später fest, dass es doch noch eine Kameraeinstellung gab, die das ganze aufgeklärt hätte.

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