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Casemiro nach Mordor (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 28.04.2023, 12:00 (vor 1005 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Will Kane, Freitag, 28.04.2023, 12:07

Zumindest Sonntag gegen Hertha dürften die Bayern auch gewinnen, wenn Goretzka ausfällt und man dann einfach mit einem Mann weniger ausläuft.

In den letzten beiden Spielzeiten (die aktuelle mitinbegriffen) haben die Bayern in ca. 80% ihrer Spiele mit Goretzka in der Startelf immer mit zehn Mann gespielt.

Für Nagelsmann war Goretzka neben Kimmich wesentlicher Teil der neuen Teamhierarchie, die er installieren wollte. Daher erklärt es sich, dass dieser bei ihm trotz seinem häufigen Versteckspiel auf dem Platz immer in der Startelf war.

Für Brazzo kam auch nichts anderes infrage, hat er doch mit Goretzka dessen Vertrag zu erheblich höherem Salär verlängert. Wer 17 Mio € p.a. Gehalt bezieht muss natürlich immer spielen.

In Goretzkas Selbstverständnis ist dies ebenfalls keine Frage. Zumal er doch zu den Guten gehört und sich von seiner Agentur auch gerne entsprechend in Szene setzen lässt. Und wenn es nach einer Verletzungspause zu lange dauern sollte bis zum ersten Startelfeinsatz, dann wird ganz fix ein Interview organisiert.

Warum Goretzka (und auch Kimmich) immer und immer wieder im zentralen/defensiven Mittelfeld auflaufen durfte, lässt sich schwer nachvollziehen. Klar, die Bayern haben kaum Alternativen. Gravenberch ist ein anderer Spielertyp, nicht unbedingt für den Umschaltfußball à la Nagelsmann geeignet. Zudem ist er psychisch wohl ziemlich im Tal, da er trotz anderslautenden Zusagen von Nagelsmann ignorierte wurde. Da dürfte auch Tuchel nicht unbedingt auf ihn zurückgreifen. Man wird wohl eher Musiala auf die Achterposition ziehen, wenn Goretzka verletzungsbedingt ausfallen sollte.

Flick hat bislang auch immer auf Goretzka gesetzt; aus alter Bayernverbundenheit oder weil er ein vermeintlich eingespieltes Duo im Mittelfeld haben will. Als er dies im ersten Gruppenspiel seines Teams bei der letzten WM nicht getan hatte, gab es gleich Ärger mit Goretzka.

Goretzka ist als Fußballer mAn überschätzt. Seine technischen, spielerischen und taktischen Defizite stehen im deutlichen Gegensatz zu seinem Status. Dennoch hat er unbenommen auch seine Stärken, die er gewinnbringend auch für eine Topmannschaft einbringen kann. Nur nicht unbedingt in seiner Rolle im zentralen/defensiven Mittelfeld, die er seit zwei Jahren einnimmt.

Das ist positionsunabhängig mMn ein wenig mit Emre Can zu vergleichen. Klare Positions- und Rollendefinition in Verbindung mit der Disziplin sich genau daran zu halten und nichts anderes auf den Platz zaubern zu wollen, dann kann das gut funktionieren.


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