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Neu auf schwatzgelb.de: BVB-Ultras von THE UNITY über die Pläne der DFL: "Es geht darum, wie der Fußball in 20 bis 30 Jahren aussieht" (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Donnerstag, 27.04.2023, 19:12 (vor 1206 Tagen)

Der drohende Einstieg eines Investors in die DFL bewegt die Dortmunder Fangemeinschaft. Auch THE UNITY ist maßgeblich an der Organisation der jüngsten Protestaktionen beteiligt. Wir haben uns deshalb mit drei Mitgliedern der Gruppe getroffen und über die Gefahren der DFL-Pläne, alternative Lösungen für den Profifußball und die Äußerungen von Aki Watzke gesprochen.


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Neu auf schwatzgelb.de: BVB-Ultras von THE UNITY über die Pläne der DFL: "Es geht darum, wie der Fußball in 20 bis 30 Jahren aussieht"

uwelito, Wambel forever, Freitag, 28.04.2023, 11:47 (vor 1205 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Glückwunsch zur Initiative und auch diesem wirklich guten Gespräch. Man kann sicherlich noch mal besonders auf folgende Gedanken bzw. Fragen aufmerksam machen, die während des Gesprächs sehr gut und anschaulich rübergebracht wurden. Da kann sich dann jede und jeder noch mal Gedanken machen, die sicherlich auch über das auslösende Thema „Investor“ hinausgehen könnten. Ich muss gestehen, dass es mich sehr überrascht hat, dass bisher noch kein einziger Kommentar zu dem Gespräch verfasst wurde. Woran könnte das liegen?

- „Wir brauchen die Kohle jetzt sofort“. Auch mit dem von der DFL angestrebten Modell geht man eine Wette auf die Zukunft ein. Ganz ehrlich: Auch wenn am Ende 100 Millionen nach Steuern dabei rauskommen sollten, das ist vier Jahre Erling Haalands Gehalt.

- Der Investorendeal läuft über 20 Jahre, für die das Geld eigentlich sein soll. Im genannten Beispiel hat man dann vier Jahre Erling Haaland davon bezahlt und was macht man die letzten 16 Jahre?

- Wir reden hier von einem Deal über 20 bis 30 Jahre, und die Personen, die das jetzt entscheiden, sitzen teilweise keine 10 Jahre mehr da. Die können das Geld jetzt ausgeben, aber was ist danach? Die brauchen jetzt kurzfristig das Geld, weil sie es die letzten Jahre durch viele Fehlinvestitionen verbockt haben.

- Der BVB selbst hat in den letzten Jahren relativ viel Geld für Mittelmaß verpulvert. Nicht umsonst ist Bayern nach 2012 immer Meister geworden.

- Denen soll man jetzt vertrauen, dass die geschickt mit diesem Invest so wirtschaften, dass es den Vereinen die nächsten 30 Jahre zugutekommt? Oder sprechen wir vielmehr darüber, dass die Leute, die jetzt die nächsten 4, 5, Jahre noch das Sagen haben, davon profitieren? Vielleicht sollten wir diese Diskussion mal führen.

Neu auf schwatzgelb.de: BVB-Ultras von THE UNITY über die Pläne der DFL: "Es geht darum, wie der Fußball in 20 bis 30 Jahren aussieht"

Giog, Mittelhessen, Freitag, 28.04.2023, 19:04 (vor 1205 Tagen) @ uwelito

Glückwunsch zur Initiative und auch diesem wirklich guten Gespräch. Man kann sicherlich noch mal besonders auf folgende Gedanken bzw. Fragen aufmerksam machen, die während des Gesprächs sehr gut und anschaulich rübergebracht wurden. Da kann sich dann jede und jeder noch mal Gedanken machen, die sicherlich auch über das auslösende Thema „Investor“ hinausgehen könnten. Ich muss gestehen, dass es mich sehr überrascht hat, dass bisher noch kein einziger Kommentar zu dem Gespräch verfasst wurde. Woran könnte das liegen?

- „Wir brauchen die Kohle jetzt sofort“. Auch mit dem von der DFL angestrebten Modell geht man eine Wette auf die Zukunft ein. Ganz ehrlich: Auch wenn am Ende 100 Millionen nach Steuern dabei rauskommen sollten, das ist vier Jahre Erling Haalands Gehalt.

- Der Investorendeal läuft über 20 Jahre, für die das Geld eigentlich sein soll. Im genannten Beispiel hat man dann vier Jahre Erling Haaland davon bezahlt und was macht man die letzten 16 Jahre?

- Wir reden hier von einem Deal über 20 bis 30 Jahre, und die Personen, die das jetzt entscheiden, sitzen teilweise keine 10 Jahre mehr da. Die können das Geld jetzt ausgeben, aber was ist danach? Die brauchen jetzt kurzfristig das Geld, weil sie es die letzten Jahre durch viele Fehlinvestitionen verbockt haben.

- Der BVB selbst hat in den letzten Jahren relativ viel Geld für Mittelmaß verpulvert. Nicht umsonst ist Bayern nach 2012 immer Meister geworden.

- Denen soll man jetzt vertrauen, dass die geschickt mit diesem Invest so wirtschaften, dass es den Vereinen die nächsten 30 Jahre zugutekommt? Oder sprechen wir vielmehr darüber, dass die Leute, die jetzt die nächsten 4, 5, Jahre noch das Sagen haben, davon profitieren? Vielleicht sollten wir diese Diskussion mal führen.

Danke für das Feedback. Ja, die Jungs haben es ja selbst angesprochen - es ist ein sperriges Thema. Zwar können sich viele irgendwie plastisch darauf einigen, dass man solche Investorendeals grundsätzlich kritisch bewertet, das Problem bei der Berichterstattung ist meines Erachtens aber, dass sich an der Informationslage in den letzten 4 Wochen nicht substanziell etwas geändert hat und man sich ein bisschen zu wiederholen droht. Ich denke, durch die „heiße Phase“ und vor allem wenn sich am Ende ein Investor herauskristallisiert wird das Thema auch medial wieder Fahrt aufnehmen. Aber das ist natürlich auch alles bewusst so klein gehalten, weil über Dinge die kein Mensch weiß kann auch nicht ordentlich berichtet werden.

Neu auf schwatzgelb.de: BVB-Ultras von THE UNITY über die Pläne der DFL: "Es geht darum, wie der Fußball in 20 bis 30 Jahren aussieht"

markus, Freitag, 28.04.2023, 16:13 (vor 1205 Tagen) @ uwelito

Finde ich auch. Es ist wichtig, das kritisch zu hinterfragen.

Das Beispiel mit Haaland hatten wir ja auch hier im Forum neulich. Das zeigt eindrucksvoll auf, dass die Kohle, die aus 20 Jahren Zukunft stammt, innerhalb von nur vier Jahren verbraucht wäre. Und das für nur einen einzigen Spieler.

Der Wunsch, mit Scheich-Clubs mithalten zu wollen, ist völlig realitätsfern. Denn ein Investor hat dummerweise nichts zu verschenken. Er steckt immer nur begrenzt Kohle in den Kreislauf und will sie über die Laufzeit idealerweise mit großem Gewinn zurückhaben. Ein Ölscheich denkt ganz anders. Der steckt dann halt im Zweifel noch mehr Kohle in sein Spielball (um seinerseits die großen Stars zu halten) und erwartet auch keine Rückzahlung. Letztendlich steigen dadurch einfach nur die Gehälter der Spieler in noch höhere Dimensionen, aber es wird nichts dran ändern, dass dennoch kein Messi oder Mbappe in der Bundesliga spielen werden.

Wie Watzke auf 8 Euro je Stehplatz kommt, ist glaube ich jedem ein Rätsel. Das Stehplatz Tagesticket kostet mit 18,50 Euro deutlich mehr als das doppelte. Und die Dauerkarte auf der Süd kostet über 14 Euro pro Spiel. Vor ziemlich genau 20 Jahren kam man mit Dauerkarte auf rund 8 Euro je Spiel.

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