Neu auf schwatzgelb.de: BVB Geschäftsführer zum DFL Investoreneinstieg: Erde an Aki Watzke, Erde an Aki Watzke (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Montag, 17.04.2023, 11:26 (vor 1219 Tagen)
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Unions Dirk Zingler waren im Gespräch mit der Welt zum Thema Investoreneinstieg. Herausgekommen sind dabei Aussagen, die mehr als diskutabel sind und den Puls in die Höhe treiben
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Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 18.04.2023, 16:21 (vor 1217 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
was soll dieses Investoren Dings? Geld landet doch wieder eh auf dem größten Haufen...also Bayern, Bayern, Bayern, BVB, der Rest vom Schützenfest...und dann kann man die Haalands dieser Welt sich leisten und die spielen dann auch hier?
1. Deckelung der Gehälter
2. Deckelung der Ablöse
3. Draft System
und dann einfach Fußball spielen lassen....
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markus93, Sauerland, Dienstag, 18.04.2023, 16:46 (vor 1217 Tagen) @ Rupo
was soll dieses Investoren Dings? Geld landet doch wieder eh auf dem größten Haufen...also Bayern, Bayern, Bayern, BVB, der Rest vom Schützenfest...und dann kann man die Haalands dieser Welt sich leisten und die spielen dann auch hier?
1. Deckelung der Gehälter
2. Deckelung der Ablöse
3. Draft Systemund dann einfach Fußball spielen lassen....
Eine Deckelung wird denke ich ebenfalls wenig bringen. Zur Not fangen die Mbappes dieser Welt eben noch einen Nebenjob als Putzkraft in Katar an, wofür sie dann etwas über Tariflich bezahlt werden.
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Copperfield, Saarbrücken, Dienstag, 18.04.2023, 09:57 (vor 1218 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Leicester City wird diese Saison wohl absteigen. Ein Verein der 2010 von einem Invester übernommen wurde in Liga 2, Aufstieg und sogar zum Meistertitel geführt wurde. Nach dessen Tod ging es dann langsam abwärts. Diese Konstrukte werden zukünftig die Zukunft sein bzw. halt Franchises.
Was ich mich frage wer daran wirklich gefallen haben soll im Vergleich zu dem wie es war? So wird der Fussball ein Spielzeug von Reichen. Die haben zwar in ihrem bisherigen Job bestimmt viel geleistet aber im Fussball halt nicht. Dort gehen sie den kurzen Weg und kaufen sich einfach alles. Ging früher bei den Managerspielen am Amiga auch (Bundesliga Manager Professional usw). Hat aber wenig mit dem Sport an sich zu tun.
Ich weiß auch gar nicht wo wirklich Schluss ist damit. Am Ende bleiben leere identische Hüllen die man kaufen kann, mit Vereinsfarben anmalt und mit Spielern füllt. Und dafür sollen dann die Fans Geld ausgeben, zugucken und Feuer und Flamme sein?
Bis jetzt ist eins im Fussball noch gleichgeblieben, die Fans-Basis. Der Verein (KG meine ich) und die Spieler sind es schon nicht mehr. Bin mir auch nicht sicher ob es nicht besser wäre wenn der große Umbruch endlich stattfindet. Dann wären die tollen Zeiten nur noch Erinnerungen. Schade das die führenden Personen wirklich denken auch dieses zu konservieren und beizubehalten zu können. Mit Geld kann man viel kaufen, aber diese bekloppte und bedingungslose Zugehörigkeit zum Verein nicht. Und das wird vieles Verändern mit dem Verkauf des Fussballs.
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
Thofrock, Dienstag, 18.04.2023, 00:39 (vor 1218 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Und deshalb hält sich meine Besorgnis in Grenzen. Unter seiner Führung hat ein überschuldetes Unternehmen jeden Cent zurückbezahlt, sich den zweithöchsten Etat im Land erarbeitet, und sogar Titel gewonnen. Dazu in 12 Jahren 11 mal in der Champions League gespielt.
Ich werde eher nachdenklich, wenn dieser überaus erfolgreiche Unternehmensführer demnächst nicht mehr an Bord ist. Und ich wage sehr zu bezweifeln, dass wir dann etwas gleichwertiges bekommen.
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
pappnase, Dienstag, 18.04.2023, 08:28 (vor 1218 Tagen) @ Thofrock
Und deshalb hält sich meine Besorgnis in Grenzen. Unter seiner Führung hat ein überschuldetes Unternehmen jeden Cent zurückbezahlt, sich den zweithöchsten Etat im Land erarbeitet, und sogar Titel gewonnen. Dazu in 12 Jahren 11 mal in der Champions League gespielt.
Niemand spricht Watzke seine Verdienste ab. Aber wenn er Unsinn erzählt, darf man darauf hinweisen und es kritisieren. Die Verhältnisse im europäischen Fußball sind ähnlich zementiert wie die Verhältnisse in der Bundesliga. Und es reichen schon Abschätzungen knapp über Milchmädchen-Niveau, dass sich die Bundesliga mit Deals in der bisher genannten Größenorndung da nie und nimmer auf ein anderes Level - bezogen auf sportliche Kriterien und Vermarktbarkeit - katapultieren wird.
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
Bananenbernie, Ort, Dienstag, 18.04.2023, 07:45 (vor 1218 Tagen) @ Thofrock
Sicherlich gehört Watzke zu den wichtigsten Personen in der Geschichte vom BVB - keine Frage.
Allerdings bringt er sich schon seit mehreren Jahren immer wieder völlig unangebracht in Position. Sein handeln und tun wirkt oftmals unsoverän..als wenn er nachdem er den Verein gerettet hat nicht mehr weiß was er tun soll.
Angefangen von seinen immer wieder alle paar Wochen ein Interview geben in dem er über alles philosophiert, Floskeln von sich gibt, zum Angriff bläst oder wirres Zeug zur Liga oder dem FCB blabbelt.
Bis hin zu seinem Verhalten nach dem Anschlag und halt jetzt sein Pro für Investoren. Er ist schon recht komisch geworden.
Das soll hier jetzt kein Angriff auf Watzke oder sein, nur meine persönliche Meinung.
Ich bin Ihm außerordentlich Dankbar für seine tolle geleistete Arbeit. Hätten sich nicht viele zugetraut.
Ich bin mir sicher das wir für die Zukunft auch weiterhin jemanden da oben sitzen haben werden der den BVB im Blick behält und gute Arbeit leistet.
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
Phil, Dienstag, 18.04.2023, 08:49 (vor 1218 Tagen) @ Bananenbernie
Bis hin zu seinem Verhalten nach dem Anschlag und halt jetzt sein Pro für Investoren. Er ist schon recht komisch geworden.
Wieso sollte Watzke nicht "pro Investoren" sein, wo doch all seine Tätigkeit als Geschäftsführer eines Fußballklubs - und die dabei erzielten Erfolge (sportlich und ökonomisch) - sehr entscheidend auf das einbinden von Investoren zurückzuführen ist.
Ohne Investoren würde unser Stadion heute ganz anders aussehen. Ohne Investoren würde es den BVB 1909 gar nicht mehr geben. Ohne Investoren wäre Marco Reus wohl nicht zu halten gewesen und ohne Investoren wäre so vieles, was eben nicht nur negativ ist, ganz anders oder überhaupt nicht (mehr).
Nun mag "Saschas" Hinweis nicht unrichtig sein, dass es etwas anderes ist, einen Investor für ein Kartell wie die DFL such suchen oder für ein Einzelunternehmen.
Aber am Ende hat Watzke da als DFL Aufsichtsratchef da auch eine Funktion für die Liga. Und die Liga (also der Verbund dieser DFL Klubs) hat zumindest ein klares Ziel: Sie wollen neues Geld. Worüber man uneins ist, ist dann der Grund bzw. die Mittelverwendung.
Da ist Watzke am Ende auch eben nicht der CEO der DFL, sondern erst ist ein Funktionär der Interessen aller Klubs.
Davon ab hat er in diesem Interview auch andere Dinge gesagt, die dann einfach ausgeblendet werden in der Beurteilung des Interviews. Zum Beispiel:
"Aber wir haben Haaland und Bellingham doch erst zu dem gemacht, was sie heute sind. Die haben, wie zum Beispiel auch Musiala, Bundesliga-DNA. Wir werden auch in Zukunft Spieler dieser Kategorie entwickeln können. Und das ist vielen Fußballfans lieber, als wenn du solche Spieler für 140 Millionen Euro kaufen würdest".
Er betont in seiner nächsten Antwort auch, dass man "keine Chance hat, mit Klubs zu konkurrieren, die "Zuflüsse aus der arabischen Kapitalwelt" (Zitat Zingler im Interview) haben.
Darum geht es nämlich überhaupt nicht. Kein Mensch bei der DFL glaubt, dass man da nun mit einem solchen Investoren/Vermarktereinstieg irgendwie diese Lücke schließen könnte.
MFG
Phil
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
pappnase, Dienstag, 18.04.2023, 10:42 (vor 1218 Tagen) @ Phil
Darum geht es nämlich überhaupt nicht. Kein Mensch bei der DFL glaubt, dass man da nun mit einem solchen Investoren/Vermarktereinstieg irgendwie diese Lücke schließen könnte.
Da sind wir ja beim entscheidenden Punkt: Es geht um die Überschrift, also wie man den Einstieg begründet. Wenn da die Aussage ist, dass einige Bundesligisten insbesondere durch Corona in eine finanzielle Schieflage geraten sind und die Kohle jetzt brauchen, ist das doch halbwegs schlüssig. Aber nach meinem Eindruck wird das Thema eben anders verkauft.
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
Sascha, Dortmund, Dienstag, 18.04.2023, 14:18 (vor 1217 Tagen) @ pappnase
Darum geht es nämlich überhaupt nicht. Kein Mensch bei der DFL glaubt, dass man da nun mit einem solchen Investoren/Vermarktereinstieg irgendwie diese Lücke schließen könnte.
Da sind wir ja beim entscheidenden Punkt: Es geht um die Überschrift, also wie man den Einstieg begründet. Wenn da die Aussage ist, dass einige Bundesligisten insbesondere durch Corona in eine finanzielle Schieflage geraten sind und die Kohle jetzt brauchen, ist das doch halbwegs schlüssig. Aber nach meinem Eindruck wird das Thema eben anders verkauft.
Wenn es nur um eine finanzielle Überbrückung der "Coronalücke" ginge, könnte die DFL doch genauso gut einen Kredit aufnehmen mit den TV-Rechten als Sicherheit und die Zinsen wären selbst jetzt noch deutlich geringer als das, was die Investoren für sich einstreichen.
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stfn84, Köln, Dienstag, 18.04.2023, 17:34 (vor 1217 Tagen) @ Sascha
Ist das so? Oder nimmst Du das nur an?
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Sascha, Dortmund, Dienstag, 18.04.2023, 17:37 (vor 1217 Tagen) @ stfn84
Ist das so? Oder nimmst Du das nur an?
Was sollte dagegensprechen?
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stfn84, Köln, Dienstag, 18.04.2023, 18:13 (vor 1217 Tagen) @ Sascha
Wir sprechen ja hier über ein erhebliches Volumen. Und, soweit ich das durchdringe, geht es einerseits um Liquidität und andererseits um eine verbesserte Platzierung im Ausland (=Beratungsleistung des Investors, analog zu einem Sportvermarkter wie Sportfive beim BVB).
Man darf kritisch annehmen, dass der Investor mehr will als nur eine 2%-Verzinsung. Aber soweit ich das ganze mitbekommen habe, sind die genauen Konditionen doch gar nicht bekannt. Ich habe die Diskussion jetzt nur stichpunkthaft gesehen, aber wissen wir, welchen Einfluss sich der Investor nun genau versprechen lässt oder ob die Rückzahlung variabel/fix ist?
Wenn der Investor direkten Einfluss will und das Geld fix, unabhängig von den Erfolgen der Auslandsvermarktung, an den Investor zurück fließt, empfände ich den Deal für maximal schlecht.
Wenn es aber so ist, dass man als DFL frisches Geld generiert, der Investor keine direkte Einflussmöglichkeit bekommt (oder ein Stimmrecht, analog zu jedem Club, ohne Sperrminorität oÄ) und das Risiko durch variable Rückzahlung (wenn der Investor seinen Job gut macht partizipiert er an den Gewinnen, wenn er es schlecht macht erhält er weniger Geld als er einzahlte) aufgeteilt wird, empfände ich den Deal als akzeptabel.
Davon abgesehen muss und darf man über die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Clubs diskutieren und streiten. Das Eine hat aber nur bedingt mit dem Anderen zu tun.
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
Sascha, Dortmund, Dienstag, 18.04.2023, 21:22 (vor 1217 Tagen) @ stfn84
Wir sprechen ja hier über ein erhebliches Volumen. Und, soweit ich das durchdringe, geht es einerseits um Liquidität und andererseits um eine verbesserte Platzierung im Ausland (=Beratungsleistung des Investors, analog zu einem Sportvermarkter wie Sportfive beim BVB).
Man darf kritisch annehmen, dass der Investor mehr will als nur eine 2%-Verzinsung. Aber soweit ich das ganze mitbekommen habe, sind die genauen Konditionen doch gar nicht bekannt. Ich habe die Diskussion jetzt nur stichpunkthaft gesehen, aber wissen wir, welchen Einfluss sich der Investor nun genau versprechen lässt oder ob die Rückzahlung variabel/fix ist?
Wenn der Investor direkten Einfluss will und das Geld fix, unabhängig von den Erfolgen der Auslandsvermarktung, an den Investor zurück fließt, empfände ich den Deal für maximal schlecht.
Wenn es aber so ist, dass man als DFL frisches Geld generiert, der Investor keine direkte Einflussmöglichkeit bekommt (oder ein Stimmrecht, analog zu jedem Club, ohne Sperrminorität oÄ) und das Risiko durch variable Rückzahlung (wenn der Investor seinen Job gut macht partizipiert er an den Gewinnen, wenn er es schlecht macht erhält er weniger Geld als er einzahlte) aufgeteilt wird, empfände ich den Deal als akzeptabel.
Die Vereine der DFL wollen das Geld, ein Teil braucht es. Und auf der anderen Seite stehen richtig mächtige Private Equity Gesellschaften, die bestimmt nicht so groß geworden sind, weil die Invests, die sie eingehen, das Risiko zu gleichen Teilen aufteilen.
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stfn84, Köln, Mittwoch, 19.04.2023, 09:14 (vor 1217 Tagen) @ Sascha
Das sind doch alles Mutmaßungen.
Ja, ich halte die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass "der Investor" bei einem Einsatz von 2 Mrd Euro auch mehr davon zurück bekommen möchte. Und ich kann sehr gut verstehen, dass der Einstieg eines Investors sehr kritisch aufgefasst wird.
Aber man sollte doch erst Dinge beurteilen, wenn man alle Fakten dazu hat. Wir werden die DFL Beschlussvorlage wohl eher nicht im Detail vorgelegt bekommen, aber im Verlauf sicher noch mehr Informationen erhalten.
Der Einstieg von Sportfive beim BVB könnte doch im Grunde das Gleiche in Grün gewesen sein, nur dass es sich um einen größeren Kreis an Teilnehmern des Deals und ein größeres Volumen handelt.
Das soll nicht heißen, dass Kritik an der ganzen Sache nicht angebracht wäre. Ich persönlich halte es nur für deutlich kritikwürdiger, dass man bisher überhaupt noch keine genauen Details kennt als die Tatsache, dass die DFL überhaupt "einen Investor" / Vermarkter einbinden möchte. Außerdem ist die Doppelrolle von Aki da einfach blöd.
In meinen Augen hilft die Spekulation, was der Investor da nun alles für Rechte und welche Zahlungen für das quasi "sale and lease back" Modell fällig werden, aber nur sehr bedingt weiter. Ist aber auch nur meine Sicht.
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pappnase, Dienstag, 18.04.2023, 19:00 (vor 1217 Tagen) @ stfn84
Wenn der Investor direkten Einfluss will und das Geld fix, unabhängig von den Erfolgen der Auslandsvermarktung, an den Investor zurück fließt, empfände ich den Deal für maximal schlecht.
Wenn es aber so ist, dass man als DFL frisches Geld generiert, der Investor keine direkte Einflussmöglichkeit bekommt (oder ein Stimmrecht, analog zu jedem Club, ohne Sperrminorität oÄ) und das Risiko durch variable Rückzahlung (wenn der Investor seinen Job gut macht partizipiert er an den Gewinnen, wenn er es schlecht macht erhält er weniger Geld als er einzahlte) aufgeteilt wird, empfände ich den Deal als akzeptabel.
Davon abgesehen muss und darf man über die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Clubs diskutieren und streiten. Das Eine hat aber nur bedingt mit dem Anderen zu tun.
Wie meinst du den letzten Satz?
Bezogen auf den Deal sehe ich schon, dass die wirtschaftliche Situation der Klubs und die mögliche Ausgestaltung des Vertrages einen erheblichen Zusammenhang aufweisen.
Wäre die Liga eine Ansammlung von Klubs, die vor Kraft strotzt, könnte man zum einen in Verhandlungen eine stärkere Position einnehmen, weil man das Geld nicht zwingend braucht. Und zudem käme eine erhöhte Wahrscheinlichkeit hinzu, dass der Investor eine gute Rendite erzielen wird.
Die aktuelle Lage stellt sich da ja ein wenig anders da: Traditionsklubs wie Köln, Werder oder Gladbach sind in arge Bedrängnis geraten, andere längst abgeschmiert (HSV, GE). Ein Europapokalerfolg der Liga zuletzt mit Frankfurt (ebenfalls sportlich auf wackeligem Fundament) sowie halt die Erfolge von München (ich werte mal mehr als nur Titel als Erfolg) sind auf der Haben-Seite, ansonsten siehts duster aus.
Wir sind mit Watzke sehr lange sehr gut gefahren
stfn84, Köln, Dienstag, 18.04.2023, 19:53 (vor 1217 Tagen) @ pappnase
Wären die Proficlubs in der Situation der Stärke, gäbe es diese Diskussion doch gar nicht.
Man hat schon immer gewusst, dass die Proficlubs nicht gut genug geführt werden, wenn man die finanzielle Stabilität und Solidität in den Fokus des Geschäftsgebahrens gerückt hätte. Stattdessen haben alle zu hohe Kosten gehabt, auch um die Wette auf die Zukunft zu gewinnen und beim Rennen um die Fleischtöpfe (CL) nicht ins Hintertreffen zu geraten. Ein Personaletat der 1/3 des Umsatzes ausmacht war keinerlei Problem.
Dann kam Covid als Brandbeschleuniger.
Aber es ist für die Entscheider im Profifußball eben schwer den Schluss zu ziehen, man müsse den Etat dauerhaft erheblich senken. Unabhängig davon, dass ich langjährige Verträge eben nicht von heute auf morgen ändern kann. Also ist es jetzt das Problem der Abwägung: wie viel Geld kann ich einsparen, ohne die Chance auf den Lottogewinn (CL, mit stetig steigenden Einnahmen) weg zu werfen?
Mit dem Investorendeal würde man sich in erster Linie Zeit kaufen.
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Gazelle, Montag, 17.04.2023, 20:16 (vor 1218 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Das größte Problem der Liga ist, dass es an der Spitze kaum noch Wettbewerb gibt, da Bayern dem Rest enteilt ist und es auf den Plätzen direkt dahinter ebenfalls nur wenig Bewegung gibt.
Dies sorgt dafür, dass das Interesse der Fans im In- und Ausland zurückgeht und die Vermarktungserlöse daher kaum mehr zu steigern sind.
Um diese derart zementierte Struktur aufzubrechen müssten vor allem die Schwergewichte, also vor allem die Bayern aber auch wir etwas vom Kuchen abgeben um zumindest ein klein bißchen mehr Ausgehlichenheit zu schaffen. Das wird aber nicht passieren (turkeys voting for Christmas...).
Hier könnte nun der Investor ins Spiel kommen und im Sinne eines ausgehlicheneren Wettbewerbs Veränderungen anstreben. Denn dem Investor sollte es komplett egal sein, ob in einem bestimmten Jahr Bayern oder Bochum Meister wird. Was zählt ist, dass das Interesse an der Liga größer wird und die Erlöse gesteigert werden. Aber was da sicherlich nicht im Interesse des Investors sein kann, ist, dass dieselbe Mannschaft fünfmal oder zehnmal am Stück Meister wird.
Daher könnte(!Konjuntiv!) der Einstieg eines Investors durchaus im Sinne der Fans sein.
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pappnase, Montag, 17.04.2023, 20:29 (vor 1218 Tagen) @ Gazelle
Das größte Problem der Liga ist, dass es an der Spitze kaum noch Wettbewerb gibt, da Bayern dem Rest enteilt ist und es auf den Plätzen direkt dahinter ebenfalls nur wenig Bewegung gibt.
Das größte Problem der Bundesliga ist, dass in England im internationalen Fußball gewachsene Marken einen prestigeträchtigen Titel ausspielen. Ergänzt um nicht ganz so gewachsene Marken, die von Investoren auf absurd hohe Weise gesponsort werden.
Dass die Bundesliga da nicht mithalten kann, hat doch mit fehlendem Meisterschaftskampf wenig bis gar nichts zu tun. Ob Freiburg oder Union jetzt ein paar Milliönchen mehr auf der Habenseite vorweisen oder nicht wird nunmal nicht beeinflussen, dass der Rest der Welt eben weiterhin lieber Liverpool, United und Konsorten beim Kicken zuschaut.
Einziger Sinn von Einmalzahlungen wäre Corona-bedingte Lücken zu schließen. Der Angriff auf die PL fällt aber sehr sicher aus.
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FullHD, Montag, 17.04.2023, 21:15 (vor 1218 Tagen) @ pappnase
Die ständigen Verweise auf die PL kann man doch eh nicht ernst nehmen. Diese Liga ist in der internationalen Vermarktung Lichtjahre voraus, die wird man niemals auch nur annährend einholen als Bundesliga.
Es kann nur das Ziel sein sich als 3. gegen Italien zu wehren in der 5-Jahreswertung und vllt an La Liga heran zu kommen. Also sich als drittbeste Ligs der Welt und vllt als zweitbeste Liga der Welt zu vermarkten und so irgendwie relevant zu sein.
Dafür müsste man aber eben auch einfach sportliche Erfolge erzielen. Frankfurt hat es vorgemacht, wenn man alle 2-3 Jahre den Sieger der CL, EL oder ECL stellt, dann guckt vllt auch mal der eine oder andere Ausländer auf die Bundesliga. Um in der EL oder ECL weit zu kommen braucht es aber keine Investorenmillionen, es würde schon reichen, wenn die deutschen Teams die Wettbewerbe ernster nehmen würden als in den letzten 20 Jahren, was meinem Eindruck nach auch passiert, dennoch ist dadurch Interesse zu wecken ein langwieriger Prozess und mal ein anderer Meister wäre auch nicht schädlich für eine bessere Auslandsvermarktung.
Ganz abgesehen davon wäre für die nationale Vermarktung natürlich auch zuträglich, wenn man Leipzig, Hoffenheim und Co absägen könnte und mit HSV, Lautern oder Hannover wieder große und volle Stadien, sowie "TV-Fans" in die Liga holen würde. Die Grube hat man sich bei DFB/DFL aber selbst gegraben
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chief wiggum, im schönen Münsterland, Montag, 17.04.2023, 22:04 (vor 1218 Tagen) @ FullHD
Das Problem ist meiner Meinung nach eher, dass wir zu viele Vereine haben, die einen emotional nicht berühren, auch international. Letztes Jahr gewann die Roma die ECL- in Deutschland übrigens vor dem ersten Spiel als drittklassiger Wettbewerb verlacht-, das Finalstadion war hoffnungslos unterdimensioniert und im gelb-roten Teil der Stadt wurde richtig gefeiert. Wir stellen im letzten Jahr einen Halbfinalisten im höherwertigen EL-Wettbewerb, der sein Auswärtskontigent nicht abruft und dieses Jahr einen Viertelfinalisten der sein Stadion nicht voll bekommt. In England hast du dagegen unheimlich viele Teams, die auf irgendeine Art die Leute berühren und seien es Teams wie Leeds und Nottingham als Aufsteiger. Natürlich tummeln sich auch dort Teams wie MK Dons etc, aber auch wegen der Größe der Liga nicht in dem Maße wie in D. Hier boomen im Vergleich der Zuschauerzahlen die 2. und 3. Liga, weil hier Vereine spielen wie HSV, Lautern, Mannheim, Essen, Dresden, die die Leute emotional abholen. Da fallen Heidenheim, Ingolstadt, Wehen kaum auf
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FullHD, Dienstag, 18.04.2023, 00:06 (vor 1218 Tagen) @ chief wiggum
Das Problem ist meiner Meinung nach eher, dass wir zu viele Vereine haben, die einen emotional nicht berühren, auch international. Letztes Jahr gewann die Roma die ECL- in Deutschland übrigens vor dem ersten Spiel als drittklassiger Wettbewerb verlacht-, das Finalstadion war hoffnungslos unterdimensioniert und im gelb-roten Teil der Stadt wurde richtig gefeiert. Wir stellen im letzten Jahr einen Halbfinalisten im höherwertigen EL-Wettbewerb, der sein Auswärtskontigent nicht abruft und dieses Jahr einen Viertelfinalisten der sein Stadion nicht voll bekommt. In England hast du dagegen unheimlich viele Teams, die auf irgendeine Art die Leute berühren und seien es Teams wie Leeds und Nottingham als Aufsteiger. Natürlich tummeln sich auch dort Teams wie MK Dons etc, aber auch wegen der Größe der Liga nicht in dem Maße wie in D. Hier boomen im Vergleich der Zuschauerzahlen die 2. und 3. Liga, weil hier Vereine spielen wie HSV, Lautern, Mannheim, Essen, Dresden, die die Leute emotional abholen. Da fallen Heidenheim, Ingolstadt, Wehen kaum auf
Das stimmt wohl. Und wenn sich schon in Deutschland Niemand für die Hälfte der Erstligisten interessiert und dort ins Stadion geht oder einschaltet, warum sollte das dann Jemand in Asien oder den USA tun?
Ich bin sehr gespannt darauf, welche Vermarktungsstrategie die Investoren fahren wollen, damit sich Massen an Ausländern Abos kaufen um Spiele von Augsburg oder Hoffenheim sehen zu können. Talente aus den interessanten Märkten werden ja jetzt schon geholt und darauf gehofft, dass die zünden, siehe etliche Asiaten oder Pepi bei Augsburg für den US-Investor.
Werbetouren in die USA/Asien stehen bei etlichen Bundesligisten auch schon lange auf der Tagesordnung, also wo soll auf anderen Wegen großes Potential ausgeschöpft werden um die Einnahmen steigern zu können?
Ich hoffe das Pokalfinale in Saudi-Arabien oder solche Späße werden es nicht sein.
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, Montag, 17.04.2023, 16:44 (vor 1218 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Guter Text.
Desillusioniert einen immer weiter…
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, Montag, 17.04.2023, 12:45 (vor 1218 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Guter Beitrag. Danke. Führt zu nachdenken. Ich bin eigentlich für den Investoreneinstieg, finde die Argumente aber relevant und diskussionswürdig. Insbesondere den richtigen Hinweis, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit für die meisten Clubs ohnehin nur eingeschränkt relevant ist.
Ohne den Investoreneinstieg würden der FCB, der BVB und (vermutlich) RB wohl in eine Superliga abwandern wollen. Diese Konsequenz sollte bedacht werden.
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Schnippelbohne, Bauernland, Montag, 17.04.2023, 16:58 (vor 1218 Tagen) @ Sneider
Guter Beitrag. Danke. Führt zu nachdenken. Ich bin eigentlich für den Investoreneinstieg, finde die Argumente aber relevant und diskussionswürdig. Insbesondere den richtigen Hinweis, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit für die meisten Clubs ohnehin nur eingeschränkt relevant ist.
Ohne den Investoreneinstieg würden der FCB, der BVB und (vermutlich) RB wohl in eine Superliga abwandern wollen. Diese Konsequenz sollte bedacht werden.
Das wird man aber doch eh nicht verhindern können, wenn die Clubs das wirklich wollen. Das Geld des Investors wird auch irgendwann ausgegeben sein und zwar lange bevor dessen Rechte wieder auslaufen, und dann geht das Geschrei von vorn los. Wie bei der Champions League - immer ein bisschen mehr: Mehr Teilnehmer, mehr Spiele, Anstoßzeiten für den globalen Markt... Alle paar Jahre wird an der Schraube gedreht. Das wird hier nicht anders sein. Auch andere Ligen erschließen sich Geldquellen und die Bundesliga wird entsprechend wieder hinterherhecheln, weil die Preise weiter steigen. Letztlich muss man grundsätzlich entscheiden, ob man in dieser sich immer weiter drehenden Sprirale weiter mitmischt und das eigene Tafelsilber verklopft, womöglich aus der Not heraus dann auch iregndwann 50+1 opfert, oder ob man vielleicht doch ein Gegenmodell braucht und sich auf die Unterscheidungsmerkmale der Bundesliga besinnt. Wenn ich Aki & Co. so höre, habe ich allerdings wenig Hoffnung.
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BloodsuckingZombie, Yharnam, Montag, 17.04.2023, 18:03 (vor 1218 Tagen) @ Schnippelbohne
Umgekehrt sogar: Je nachdem, wie viel Einfluss ein Investor hat, mag dieser vielleicht sogar auf eine Teilnahme an der Super League drängen, weil da dann ggf. die fette Kohle zu hohlen ist.
Anders als oft dargestellt ist ein Investor ja kein Geldsack, der den Vereinen einfach so in den Schoss fällt, sondern erwartet i.d.R. ja einen Gegenwert, idealerweise mehr Kohle, als er ursprünglich investiert hat.
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Blarry, Essen, Montag, 17.04.2023, 18:14 (vor 1218 Tagen) @ BloodsuckingZombie
Es geht aber schon im ganzen Thread um einen Investor für die Bundesliga, nicht für einzelne Vereine. Der Ligainvestor wird nullkommanull Interesse an der Teilnahme der Bundesliga-Spitzenklubs an einer Super League haben, wenn sie dadurch aus dem Spielbetrieb seines eigenen Produktes rausfallen, oder, noch schlimmer, den Wettbewerb verwässern, indem sie sich ihre wichtigen Spieler für die wichtigen Spiele in der europäischen Geldsackliga schonen.
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Phil, Montag, 17.04.2023, 18:29 (vor 1218 Tagen) @ Blarry
Genau.
Es wäre ja geradezu absurd, wenn ein Investor (wohlgemerkt zugleich mit der Vermarktungsexpertise versehen) dann sein Investitionsgut zerstören würde.
Man kann dazu stehen wie man will, aber man darf auch nicht den Fehler machen, nun so zu tun, als ob sich hier ein Vermarkter und Investor such lassen muss, der irgendwie in die niederländische Liga einsteigen will.
Die Bundesliga hat viele Probleme und gerade die aktiveren Fans stöhnen nicht ohne Grund seit vielen Jahren ob vieler Fehlentwicklungen.
Aber die Stadien sind immer noch vergleichsweise voll. Die Atmosphöre immer noch vergleichsweise eher flächendecken (ja inkl. der zweiten Liga) sehr gut und das Portfolio so schlecht dann auch nicht, dass sich daraus gar nichts machen lassen würde.
Salopp gesagt würde dieser Vermarkter und Investor schon sein Geld verdienen, wenn es ihm nur gelänge überhaupt mal die Liga anständig international zu vermarkten. Wo definitiv mehr gehen würde, als derzeit. Da hat die DFL auch einfach keinen guten Job gemacht.
Und klar, es gibt auch noch weitere Potentiale, von denen ich z.B. kaum Ahnung habe im digitalen Bereich. Völlig verblödet sind die Menschen, die dann da 1-2 Mrd. EUR geben wollen (und dies ja schon signalisiert haben), ja auch nicht.
Bleibt die Frage dessen, wie die DFL diesen Deal ausgestaltet. Und da bleibe ich dabei: Noch ist das völlig unklar.
Dass die Motivlage recht diffus ist. Ist so. De facto haben viele DFL KLubs existentielle Sorgen. Und die können sie auch nicht mal eben so auflösen. Denn "Vertrag ist Vertrag". Also muss Geld her.
MFG
Phil
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Blarry, Essen, Montag, 17.04.2023, 19:22 (vor 1218 Tagen) @ Phil
Die Bundesliga hat viele Probleme und gerade die aktiveren Fans stöhnen nicht ohne Grund seit vielen Jahren ob vieler Fehlentwicklungen.
Aber die Stadien sind immer noch vergleichsweise voll. Die Atmosphöre immer noch vergleichsweise eher flächendecken (ja inkl. der zweiten Liga) sehr gut und das Portfolio so schlecht dann auch nicht, dass sich daraus gar nichts machen lassen würde.
Und genau an der Stelle verstehe ich den Eifer nicht, der Saschas Text und die Tribünenaktion vor anderthalb Wochen antreibt. Wie groß ist denn der Anteil der Stadiongeher und Fernsehzuschauer, die sich (neben ihrem Verein) ernsthaft für die Bundesliga als Sportwettbewerb interessieren? Da ist doch spätestens im letzten Jahrzehnt eine Gleichgültigkeit eingekehrt, bedingt durch die immer größer werdenden sportlichen Abstände zwischen den Teilnehmern und der Eintönigkeit der Endergebnisse. Oben ist alles klar. Ist der Ausgang der Liga abseits des eigenen Vereins überhaupt noch etwas, das mehr Beachtung findet als nur kurz zur Kenntnis genommen zu werden?
Als Gesamtprodukt ist die Bundesliga nicht mehr relevant. Dass man sich da Unterstützung von außerhalb holt, ist ja erstmal nicht verkehrt, auch wenn die proponierten Lösungen selbstverständlich nicht jedem zusagen werden.
Was wäre in euren Augen denn der worst case, den ein vermarktender Anteilseigner, der gerne ein ROI erzielen möchte, der Bundesliga antun könnte? Wie Du schon schriebst, Phil, werden da vielleicht keine Idioten drunter sein, was für Venturekapital sonderbar wäre, aber wie dem auch sei. Wenn der Investor aus der Liga ein besseres und damit profitableres Produkt machen will, was in seinem Interesse liegt, fallen einige der offensichtlichen Stellschrauben doch schon aus, gerade weil die Bundesliga aktuell international irrelevant ist:
- weitere Zerstückelung der Spieltage: dafür fehlt es schlicht an internationalen Spitzenklubs. Augsburg gegen Hoffenheim am (mitteleuropäischen) Samstagabend um 20:15 Uhr lockt in Middle East, China oder den USA niemanden hinter dem Ofen hervor. Für eine vierstellige Zuschauerzahl außerhalb Deutschlands lohnt sich der Aufwand nicht. Und aus Fansicht wäre es mir extrem egal, wenn die Samstagskonferenz ein oder zwei Spiele weniger hat. Da bin ich entweder im Stadion, oder gucke meinen Verein als Einzelspiel, oder habe die Konferenz nur als Hintergrundberieselung nebenbei laufen.
- den Löwenanteil der zwei Milliarden in die Spitzenklubs stecken: ändert nichts an der systemischen Langeweile innerhalb der Liga durch die brutal große Spanne der Verteilung der TV-Gelder. Mannschaften des gehobenen Mittelfelds wie Leverkusen und Gladbach werden immer noch auf die Qualifikation angewiesen sein, um ein konstant hohes sportliches Niveau zu halten.
- eine gleichmäßigere Verteilung des Geldes ist aber auch nicht unbedingt besser. Die führt nämlich dazu, dass die Schwelle für Drittligaklubs riesig wird. Dann wird der Aufstieg in die Zweite Liga zur mittelfristigen Finanzierung zur Pflicht, was wiederum zu einem unseriösen Mitteleinsatz und einem Rüstungswettlauf in der Dritten Liga führt. Und als Zweitligaabsteiger stehst du dann mit einem Kader mit völlig aufgeblähter Kostenstruktur da. Ließe sich natürlich mit Überbrückungszahlungen für Absteiger abschwächen, wie es sie in England gibt, aber, naja. Trotzdem nicht so toll.
- Ligapokal in Saudi-Arabien austragen? Ja, whatever. Wird eh nicht ernst genommen. Selbiges für irgendwelche Werbereisen in der Sommerpause auf andere Kontinente. Also, falls es in der Zukunft noch sowas wie eine Sommerpause geben wird, wenn FIFA und UEFA fertig sind.
Bleibt die Frage dessen, wie die DFL diesen Deal ausgestaltet. Und da bleibe ich dabei: Noch ist das völlig unklar.
Dass die Motivlage recht diffus ist. Ist so. De facto haben viele DFL KLubs existentielle Sorgen. Und die können sie auch nicht mal eben so auflösen. Denn "Vertrag ist Vertrag". Also muss Geld her.
In meinen Augen das schwerste Problem bis hierhin. Die Liga sollte keinen Cent annehmen, ohne sich vorab unter allen Teilnehmern abzusprechen, wie das Geld eingesetzt wird. Dass es da unterschiedliche Interessen gibt - geschenkt, dann tun sich Team Wir-wollen-Erling, Team Wir-wollen-keine-Insolvenz usw. eben zusammen und vertreten gegeneinander ihre Ansprüche. Gleichzeitig weiß ich nicht, ob die Liga in ihrer jetzigen Struktur und Zusammensetzung überhaupt entscheiden kann, darf, sollte, wie dieses Geld eingesetzt wird. Da braucht es massiv Input von außen, der aber von Fanseite komplett abgelehnt wird. Zum Teil zurecht, niemand braucht McKinsey-Zombies. Andererseits muss halt was passieren. Schwierig.
Neu auf schwatzgelb.de: BVB Geschäftsführer zum DFL Investoreneinstieg: Erde an Aki Watzke, Erde an Aki Watzke
Schnippelbohne, Bauernland, Montag, 17.04.2023, 18:25 (vor 1218 Tagen) @ Blarry
bearbeitet von Schnippelbohne, Montag, 17.04.2023, 18:29
Es geht aber schon im ganzen Thread um einen Investor für die Bundesliga, nicht für einzelne Vereine. Der Ligainvestor wird nullkommanull Interesse an der Teilnahme der Bundesliga-Spitzenklubs an einer Super League haben, wenn sie dadurch aus dem Spielbetrieb seines eigenen Produktes rausfallen, oder, noch schlimmer, den Wettbewerb verwässern, indem sie sich ihre wichtigen Spieler für die wichtigen Spiele in der europäischen Geldsackliga schonen.
Ich halte Investoren in der Hinsicht für weitsichtig genug, sich für den Fall der Super League vertraglich abzusichern: zB ein Vorrecht auf Übertragungen dort zum reduzierten Preis oder einen Nachlass auf die Bundesligarechte. Die sind ja nicht doof.
Neu auf schwatzgelb.de: BVB Geschäftsführer zum DFL Investoreneinstieg: Erde an Aki Watzke, Erde an Aki Watzke
weissewiese, Montag, 17.04.2023, 12:16 (vor 1219 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Absolut richtig eingeordnet. Ich gebe zu, dass mich das - zumindest zu diesem Zeitpunkt- schon ein Stück weit desillusioniert. Der Begriff Demut wurde immer nur auf der Zunge getragen, das einzige Kriterium für und gegen Entscheidungen im Fußball ist Geld. Leider legitimiert das Interesse am Fußball dieses Entscheidungskriterium. Im Grunde kann das nur ungesund sein, aber die Maschinerie läuft stoisch weiter, immer produktiver. Aki Watzke wird sich sagen: er entscheidet im Interesse der Mehrheit der BVB Fans. Das ist die Legitimation im Umkehrschluss.
Oft gesprochen, wird von der „Blase, die platzen muss“. Aber es sind die sukzessiven Veränderungen, die seit Jahrzehnten den Fußball verändern.
Die Aktion „Kein Zwanni“ ist ein schönes Beispiel, wie Protest funktionieren kann. Hier ging es um eine klar zu erkennende Grenzüberschreitung, die die Tribünen und Kurven aller Vereine betraf. Das Anliegen war hier - auch für Unbeteiligte- einfach zu verstehen. Hier hat die solidarische Gemeinsamkeit Stärke und Macht geschaffen.
Aktuell ist es schwer seine Gegner zu fokussieren, die Missstände klar ins Visier zu nehmen - und eine Gemeinschaft dagegen zu mobilisieren und zu vereinen, über den Kern der Süd hinaus, auf die weiteren Tribünen und dann in die weiteren Stadien. Wenn man etwas bewegen will, braucht es aber ein klares „Feindbild“, auf das man sich einigen kann.
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Fisheye, Montag, 17.04.2023, 11:32 (vor 1219 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Guter Text, steht viel wahres drin.
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bigfoot49, Leipzig, Monday, 17.04.2023, 10:58 (vor 1219 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Könnt ihr in der Zeit reisen?
Es ist 10.58 Uhr am 17.04. und der Post hat die Uhrzeit 11.26 Uhr.
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PePopp, Monday, 17.04.2023, 11:20 (vor 1219 Tagen) @ bigfoot49
Könnt ihr in der Zeit reisen?
Es ist 10.58 Uhr am 17.04. und der Post hat die Uhrzeit 11.26 Uhr.
Das macht die Redaktion vermutlich um den Beitrag in der Liste der letzten Beiträge für eine gewisse Zeit lang ganz oben angezeigt zu bekommen.