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Sechs Jahre seit dem Anschlag auf den BVB-Bus (BVB)

CHS ⌂ @, Lünen / Dortmund, Montag, 10.04.2023, 15:33 (vor 1227 Tagen)
bearbeitet von Newsteam, Mittwoch, 12.04.2023, 08:30

Da heute bei Sky der Bericht erschienen ist, habe ich mal einen eigenen Thread dazu gemacht.

Gruß

CHS

Sechs Jahre seit dem Anschlag auf den BVB-Bus

, Dienstag, 11.04.2023, 22:34 (vor 1225 Tagen) @ CHS

War an dem Tag mit meiner Frau im Strobels wollte dann gegen 19.45 so langsam ins Stadion als die ersten Gerüchte die Runde machten
Konnten dann nicht ins Stadion rein.
Will sowas nie wieder erleben
Und es grenzt an ein Wunder dass nicht mehr Opfer zu beklagen waren
Was Marc Bartra widerfuhr war schlimm genug.

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

markus93, Sauerland, Dienstag, 11.04.2023, 10:52 (vor 1226 Tagen) @ CHS

Bin gestern leider irgendwann eingeschlafen, jetzt sehe ich bei wowtv nur "Heute 19Uhr". Ist die Doku also nicht einfach so zu streamen oder bin ich einfach zu blöd diese zu finden?

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 11.04.2023, 11:31 (vor 1226 Tagen) @ markus93

Bin gestern leider irgendwann eingeschlafen, jetzt sehe ich bei wowtv nur "Heute 19Uhr". Ist die Doku also nicht einfach so zu streamen oder bin ich einfach zu blöd diese zu finden?

ja, hab die gestern einfach bei SkyQ geschaut

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

markus93, Sauerland, Dienstag, 11.04.2023, 13:47 (vor 1226 Tagen) @ MarcBVB

Ist aber auch wieder so ein Extrading oder? Ich blicke bei dem ganzen Sky, Skygo, wowtv, SkyQ nicht mehr durch.

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Dienstag, 11.04.2023, 13:50 (vor 1226 Tagen) @ markus93

SkyQ ist der Receiver. Du kannst aber auch bei SkyGo schauen.

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

Hatebreed, Dienstag, 11.04.2023, 14:19 (vor 1226 Tagen) @ MarcBVB

Wir haben WOWtv, das frühere SkyTicket.
Ich bekomme es da auch nicht auf Abruf gestartet...

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

DerInDerInderin, Dienstag, 11.04.2023, 15:30 (vor 1226 Tagen) @ Hatebreed

Hast du WOW Sport oder nur dieses Filme/Serien Paket? Unter Sport ist es abrufbar. Einfach über die Suche nach BVB suchen

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

markus93, Sauerland, Dienstag, 11.04.2023, 15:52 (vor 1226 Tagen) @ DerInDerInderin

Sicher? Mir wollen sie ein Serienabo andrehen wenn ich auf die Doku klicke.

Ist die Doku eigentlich auch abrufbar?

DerInDerInderin, Dienstag, 11.04.2023, 18:49 (vor 1226 Tagen) @ markus93

Hast recht. So weit habe ich nicht geklickt. Danke für den Hinweis

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

Kruemelmonster09, Montag, 10.04.2023, 21:20 (vor 1226 Tagen) @ CHS

Wie erging es euch damals eigentlich damit?
Betrifft dieses Erlebnis euren Stadionbesuch heutzutage noch?

Ich für meinen Teil finde mein Verhalten von damals immernoch absurd.
Auch wenn nichts bekannt war über Täter, Motive etc, war damals die Meinung in unserer kleinen Gruppe eigentlich, dass der Besuch zu 99,999999999 1909% sicher sei.
Auf der anderen Seite versuchte meine, damals noch nicht, Frau mich von diesem Stadionbesuch abzuhalten, "ihr spinnt doch. Nichts ist bekannt und jetzt komm nicht wieder mit diesem wir dürfen uns dem Terror nicht beugen Schwachsinn"

Als ich am Tag nach dem Spiel dann die Bilder vom damaligen Innenminister de Maiziere sah, der den Stein mit "Wir dürfen uns Terroristen nicht beugen" damals anstieß, der mit riesiger Kolonne vor die West vor fuhr und dort wieder abgeholt wurde (eine Kolonne der gefühlt nur noch der Panzer gefehlt hatte) fühlte sich das schon so an, dass ich selbst ziemlich dämlich war.

In der unklaren Lage war das damals eigentlich unverantwortlich dieses Spiel am nächsten Tag durchzuführen. Nicht nur für die Mannschaften, sondern auch für die 65000 Zuschauer.

Ich habe mich heute selbst gefragt, ob mich dieses Erlebnis von damals heute noch irgendwie beeinflusst.
Ich kam auf ein klares:
Ja!

Natürlich nicht im Alltag und auch nicht beim üblichen Stadionbesuch, aber als diese (?) und letzte (?) Saison es einmal hieß, dass die Polizei darum bittet nach dem Spiel auf den Plätzen zu bleiben wurde mir schon anders.
Mir fehlte jegliches Verständnis für alle, die dann in diese vollkommen unklare Lage nach draußen gingen.

der schlimmste Urlaubstag meines Lebens

Fritzxfb, Dortmund, Dienstag, 11.04.2023, 21:16 (vor 1225 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ich war im Urlaub in der Türkei.
Wie bei anderen Spielen vorher gecheckt, in welchem TV-Saal des Hotels unser Spiel gezeigt wird.
Dann in Ruhe mit Familie Abendessen im BVB-Trikot und die Grundlage fürs kostenlose Bier beim Spiel schaffen (All-Inclusive-Hotel).
Noch mal kurz aufs Zimmer und dort höre ich im TV, welches nach Einstecken der Zimmer-Karte von selbst anging, dass "unter diesen Umständen nicht gespielt werden kann". Ich raff es nicht und der Ticker bei n-tv brachte mir einen Schock. Ich konnte nämlich erst nicht erkennen, ob es bei dem "vermutlichen Anschlag" Tote und Verletzte gab. Dann per Tablet direkt in unser Forum, welches erst nicht erreichbar war, aber als es ging, war mir klar, was genau passiert ist.
Meinen Jungs musste ich dann unter Tränen erklären, warum wir heute keinen BVB gucken, das war echt hart.
Bis 2:00 Uhr türkischer Zeit habe ich mir dann noch die Gewissheit geholt, dass nur Bartra schwerer verletzt ist und der Rest der Mannschaft zu Hause ist.
Das Spiel am nächsten Abend habe ich aus Fassungslosigkeit, dass überhaupt gespielt wird, nur fast regungslos verfolgt, selten war mir ein Ergebnis meines BVB so egal.
Wie so viele positive BVB-Ereignisse werde ich auch diesen Tag noch auf dem Sterbebett vor Augen haben.

Ich war gerade Essen holen

Smeller, Dortmund, Dienstag, 11.04.2023, 17:45 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ich habe Zuhause geguckt und bin zum Dönermann gegangen, um mir Essen zu holen. Als ich wieder Zuhause war, habe ich es erfahren. Da ich sowieso keine Karten fürs Spiel hatte und auch nicht für die nächsten Spiele, habe ich mir ehrlich gesagt keine großen Sorgen bei meinem nächsten Heimspiel gemacht, da zu diesem Zeitpunkt der Täter bereits gefasst war.

Es kann immer etwas passieren, wenn irgendwo ein Irrer meint, er müsse Menschen verletzen/töten. Ich glaube aber, dass ich eher von einem Auto überfahren werden kann, als dass ich Opfer eines Terroranschlags werde, auch wenn das letztlich keiner war.

Deswegen hatte die Geschichte keinerlei Einfluss auf mich bzgl. der Sicherheit rund um einen Stadionbesuch.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

nemix, Dienstag, 11.04.2023, 12:25 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Wir saßen noch in der Flora als relativ schnell das Polizeiaufgebot massiv erhöht wurde. Wir wurden gebeten sitzen zu bleiben, nach ~20 Minuten war klar das es kein Spiel geben wird. Angehörige usw haben uns SMS geschrieben und wir sind dann gegen 21Uhr mit der großen Massen zum Auto.
Im ganzen lief das für mich wesentlich koordinierter als Hannover ab. Da war ich beruflich in der Stadt als es die diffuse Bedrohungslage beim Länderspiel gab. Verkehr ist komplett zusammengebrochen, Taxis fuhren auch kaum und es war sehr unklar was überhaupt passiert ist.
Da fühlte ich mich beim BVB besser „abgeholt“.
Am nächsten Tag sind wir auch wieder alle hin.

Ich bin da wohl vollkommen schmerzfrei...

Davja89, Dienstag, 11.04.2023, 06:16 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ich war bei diesem Spiel nicht anwesend. Allerdings bei einem grundsätzlich ähnlichen Ereignis.
Natürlich war man in diesem Moment angespannt. Man hat natürlich auch das Umfeld genauer beobachtet als normal. Ich bin da dann aber so gestrickt das ich es mit einem gewissen Galgenhumor versuche Dinge zu überspielen oder mit besonders gelebter Normalität.

Allerdings muss ich sagen das es wirklich nur 1 bis 2 Tage bei mir waren. Seit dem bei keiner Großveranstaltung komische Gefühle gehabt. Wenn man damit irgendwann anfängt im Kopf immer durchzuspielen was alle passieren könnte, bleibt der Radius relativ klein der einem dann noch bleibt.

Die Sache würde wohl komplett anders aussehen wenn man wirklich Betroffener gewesen wäre der direkt vor Ort gewesen wäre oder es "Live" erlebt hätte. Dann kann das natürlich traumatisieren.

Ich bin da wohl vollkommen schmerzfrei...

Smeller, Dortmund, Dienstag, 11.04.2023, 17:51 (vor 1226 Tagen) @ Davja89

Die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Terroranschlags zu werden liegt bei 1:27,3 Mio. laut einer Studie von Canada Life. Zum Vergleich, die Wahrscheinlichkeit bei einem Verkehrsunfall zu verunglücken liegt bei 1:15.000. Ich weiß, dass Angst nicht rational ist, aber bei den Zahlen wäre es absurd sein Leben in Angst zu leben.

Ich bin da wohl vollkommen schmerzfrei...

burz, Lünen, Dienstag, 11.04.2023, 17:55 (vor 1226 Tagen) @ Smeller

Die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Terroranschlags zu werden liegt bei 1:27,3 Mio. laut einer Studie von Canada Life. Zum Vergleich, die Wahrscheinlichkeit bei einem Verkehrsunfall zu verunglücken liegt bei 1:15.000. Ich weiß, dass Angst nicht rational ist, aber bei den Zahlen wäre es absurd sein Leben in Angst zu leben.

Wahrscheinlichkeiten verschieben sich aber, wenn mehr oder weniger konkrete Verdachtsmomente bestehen.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

Hatebreed, Montag, 10.04.2023, 23:40 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ich habe im Stadion gar nichts von dem Anschlag mitbekommen.
Nobby sagte irgendwas wie: "Geht ruhig nach Hause, das Spiel wird nicht stattfinden".
Dann haben wir uns mit den Massen in Bewegung gesetzt. Wilde Spekulationen, bei uns wusste keiner was.
Erst am Parkplatz habe ich Nachrichten bekommen wie "Geht es Euch gut?", "Kommt sicher nach Hause" etc. Da ging dann auch das Internet wieder und wir wussten über die gängigen Nachrichtenportale Bescheid.
Ich wäre am nächsten Tag sicher zum Spiel gegangen, habe auf der Arbeit aber keinen spontanen Urlaub bekommen und so gingen unsere DK an Freunde, die aber auch keine Sekunde gezögert haben.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

Smeller, Dortmund, Dienstag, 11.04.2023, 17:53 (vor 1226 Tagen) @ Hatebreed

Das Stadion war am Tag danach bestimmt einer der sichersten Orte Deutschlands.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

markus, Dienstag, 11.04.2023, 18:07 (vor 1226 Tagen) @ Smeller

Das Stadion war am Tag danach bestimmt einer der sichersten Orte Deutschlands.

Klingt in der Doku leider nicht so.

Ich hab 30 Minuten vor dem Anschlag ein Foto vom Bus gemacht

einergehtnochrein, Donaueschingen, Montag, 10.04.2023, 23:35 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

-hab dann erst im Stadion davon erfahren - dann wieder zurück ins Teamhotel - nicht mehr rein gekommen - Nachts um 1 Uhr dann durch den Wald von hinten reingeschlichen! Dann von der Kripo verhört worden - unser Zimmer wurde durchsucht - mein Auto auf dem Parkplatz durfte nicht bewegt werden - am nächsten Tag wieder ins Stadion - plötzlich Ausgang zu - war alles komplett Strange - am nächsten Tag endlich nach Hause - hab vorher noch Splitter von der Busscheibe eingesammelt- die hab ich in einem Glas stehen und erinnert mich immer daran wieviel Glück alle an diesem Tag hatte!

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

DOinK, Köln, Montag, 10.04.2023, 23:33 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Am Tag des Anschlags war ich im Stadion, wir waren schon früh da. Froh, einen guten Parkplatz zu haben, voller Vorfreude. Dann die ersten Meldungen, Gerüchte. Freunde, die wissen wollten, ob es uns gut geht. Das eigene Gefühl, das diffus war. Seltsame Gedanken, die wir uns gemacht haben: wäre man im Falle eines Falles sicherer, wenn man Richtung Spielfeld rennt, oder besser zu den Ausgängen? Ungläubig haben wir die Meldungen verfolgt, sind dann - wie Tausende andere auch - raus aus dem Stadion. Sehr diszipliniert, aber immer mit einem Seitenblick. Sieht das alles ok aus, sind Dinge ungewöhnlich? Sich in der anonymen Menge zu bewegen, war beruhigend und beängstigend zugleich.
Auf der Rückfahrt nach Köln haben wir die Meldungen weiter verfolgt. Das Schreckliche, aber auch das Besondere am Fußball. Unter #bedforawayfans wurden Übernachtungen realisiert. Wir haben hin- und her diskutiert. Ist es richtig, am nächsten Tag spielen zu lassen? - Wir hätten uns eine andere Entscheidung gewünscht.
Trotzdem haben wir noch in der Nacht entschieden, am Folgetag wieder zu fahren. Trotzig, aber auch ein bisschen aus Solidarität mit dem Team.
Das Ergebnis war total egal. Wir haben uns in unserem Block seltsam verbunden gefühlt mit den Leuten, die wir schon am Vortag gesehen haben.
Nach dem Spiel mussten wir unter dem Stadion hindurch raus, wegen einer „indifferenten Lage“ am Ausgang. Ich erinnere mich, dass wir alle schweigend gegangen sind, aber total diszipliniert, kein Gedränge, kein Geschubse, keine doofen Witze. Als hätten Fremde aufeinander geachtet.
Seitdem bin ich angespannter, aufmerksamer. Auf dem Weg zum Stadion, darin und auch sonst in Menschenmengen.
Mitgenommen habe ich auch, dass die meisten Menschen besonnen und ruhig reagieren - und dass ich das auch versuche.
An dem Tag des Anschlags und am Folgetag hätte sicher wenig gereicht, um Panik zu erzeugen. An allen anderen Tagen braucht es vermutlich auch nicht viel.
Dennoch habe ich das Gefühl von Verbundenheit auch als besonders erlebt.
BVB-Fan war ich schon viele Jahre vorher.
Dennoch ist an diesem Abend eine besondere Zusammengehörigkeit mit „meinem Team“ entstanden.
Sorry, lang.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

1890er, Montag, 10.04.2023, 23:12 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ich saß damals 1000 km weit weg und hatte, ehrlich gesagt, eine völlig irrationale Angst in mir, als ich in den whatsapp-Gruppen verfolgt hab, wie so viele meiner Freunde ins Stadion gingen.

Das wird auf ewig ein der groteskesken Situationen meines Lebens bleiben.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

Matze09, Montag, 10.04.2023, 22:19 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Wie erging es euch damals eigentlich damit?
Betrifft dieses Erlebnis euren Stadionbesuch heutzutage noch?

Ich für meinen Teil finde mein Verhalten von damals immernoch absurd.
Auch wenn nichts bekannt war über Täter, Motive etc, war damals die Meinung in unserer kleinen Gruppe eigentlich, dass der Besuch zu 99,999999999 1909% sicher sei.
Auf der anderen Seite versuchte meine, damals noch nicht, Frau mich von diesem Stadionbesuch abzuhalten, "ihr spinnt doch. Nichts ist bekannt und jetzt komm nicht wieder mit diesem wir dürfen uns dem Terror nicht beugen Schwachsinn"

Als ich am Tag nach dem Spiel dann die Bilder vom damaligen Innenminister de Maiziere sah, der den Stein mit "Wir dürfen uns Terroristen nicht beugen" damals anstieß, der mit riesiger Kolonne vor die West vor fuhr und dort wieder abgeholt wurde (eine Kolonne der gefühlt nur noch der Panzer gefehlt hatte) fühlte sich das schon so an, dass ich selbst ziemlich dämlich war.

In der unklaren Lage war das damals eigentlich unverantwortlich dieses Spiel am nächsten Tag durchzuführen. Nicht nur für die Mannschaften, sondern auch für die 65000 Zuschauer.

Ich habe mich heute selbst gefragt, ob mich dieses Erlebnis von damals heute noch irgendwie beeinflusst.
Ich kam auf ein klares:
Ja!

Natürlich nicht im Alltag und auch nicht beim üblichen Stadionbesuch, aber als diese (?) und letzte (?) Saison es einmal hieß, dass die Polizei darum bittet nach dem Spiel auf den Plätzen zu bleiben wurde mir schon anders.
Mir fehlte jegliches Verständnis für alle, die dann in diese vollkommen unklare Lage nach draußen gingen.

Ich weiss auch noch, wie ich am Tag des Anschlages sagte, den nächsten Tag bin ich auf jeden Fall wieder da. Wie du schon sagtest, eigentlich ziemlich naiv, weil nichts bekannt war. Auf der anderen Seite habe ich mir schon einiges im Kopf ausgemalt...wo ich wirklich nervös wurde, war kurz vor Schluss als die Stadiondurchsage kam "bitte das Stadion nicht über die Nord verlassen" oder so ähnlich. Da hatte ich generell den Eindruck, dass viele nervöser wurden.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

BVBMenden ⌂ @, Menden (Sauerland), Montag, 10.04.2023, 21:48 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ja. So im Nachhinein war das schon absurd und dumm von uns. Wir wussten was von einer Bombe und sind trotzdem irgendwann rein, weil „vielleicht spielt Borussia ja doch…“. Alle Infos auf dem Weg haben uns eigentlich was anderes gesagt. Aber: im Stadion gab es wenigstens ein paar wenige Informationen. Wir hingen ja in der Luft und wussten eigentlich sehr wenig, weil auch die Kommunikation mit zuhause sehr sporadisch funktioniert hat.
Und auch ja: diese Nummer mit dem laufenden Fahrzeug auf dem Parkplatz hat mir im Stadion noch mal gezeigt, wie abhängig man von Informationen ist. Leider lief auch da die Kommunikation schleppend, eigentlich sogar katastrophal. Man macht sich ja Gedanken. Und dann am Bahnhof angekommen steht unsere Bahn da und fährt nicht. Er macht einfach die Türen eine Stunde lang nicht auf. Wohl ein Problem mit der Notbremse. Und auch da: keine Informationen, keine Kommunikation. Als ich den Einsatzleiter der Bundespolizei, die dort abgesichert haben, darauf ansprach, war der tatsächlich sehr ungehalten. Schade, eigentlich wollten alle Anwesenden nur wissen, woran sie sind.

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

Smeller, Dortmund, Dienstag, 11.04.2023, 17:55 (vor 1226 Tagen) @ BVBMenden

Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern

Was hier noch gar nicht thematisiert wurde...

markus, Montag, 10.04.2023, 21:45 (vor 1226 Tagen) @ Kruemelmonster09

Es war gerade die Zeit der Anschläge. Berlin war noch nicht lange her. Auf dem Hinweg in der U45 hab ich mich tatsächlich gefragt, wie schnell die U-Bahn Ziel eines Anschlags werden könnte. Denn wirklich kontrolliert wird man nicht.

Im Stadion hatten dann einige die Seite mit den vier Buchstaben auf ihrem Smartphone offen, man wusste, dass etwas passiert ist, nur das genaue Ausmaß kannte niemand. Auf den Videowänden war zunächst nur sehr vage einem Vorfall am Bus die Rede. Ich hatte ähnliche Gedanken wie Watzke in der Doku und habe mich gefragt, ob womöglich mehrere Täter unterwegs sind und weitere Dinge passieren. Es war ein mulmiges Gefühl. Trotzdem machte sich ein „jetzt erst recht Gefühl“ breit und man war einen Tag später wieder im Stadion.

Im Nachhinein hätte man nicht spielen dürfen. In der Doku wird klar, dass keineswegs eine 100% Sicherheit am Folgetag garantiert war. Denn der Täter war noch unbekannt und auf freiem Fuß. Um das alles zu verarbeiten, hätte man zunächst den Tag der Festnahme des Täters abwarten müssen.

Wie ein STANDARD-User half, den Anschlag auf Borussia Dortmund aufzuklären

DankoMunky, Wien, Montag, 10.04.2023, 13:06 (vor 1227 Tagen) @ CHS

Bericht aus der österreichischen Tageszeitung DerStandard. Geht um den Fan, der den Hinweis zu den Put-Optionen gegeben hat.

Quelle: DerStandard

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Lambert09, Am Rande Westfalens, Montag, 10.04.2023, 12:10 (vor 1227 Tagen) @ CHS

Wusste ich so auch noch nicht, dachte es wäre eher die tägliche Arbeit und Tuchels Angewohnheiten der ausschlaggebende Grund gewesen.

Vielleicht sollte ich die Sky Doku doch mal ganz schauen :-)

https://www.transfermarkt.de/watzke-uber-tuchel-ohne-attentat-bdquo-ware-es-wahrscheinlich-nicht-zur-trennung-gekommen-ldquo-/view/news/420265?fbclid=IwAR1YG...

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Lambert09, Montag, 10.04.2023, 19:18 (vor 1227 Tagen) @ Lambert09

Ja, ja. Irgendwie muss man erklären, warum man damals eine Fehlentscheidung getroffen hat. Es lag also alles am Attentat und nicht an einer falschen Einschätzung der Qualität des Trainers. Dann ist ja alles gut. Wäre ja auch sonderbar gewesen, wenn man einen der besten Trainer der Welt nicht als einen solchen erkannt hätte ;-)

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Knolli, Dienstag, 11.04.2023, 12:19 (vor 1226 Tagen) @ Sneider

Vorsicht, die Ironie erkennt nicht unbedingt jeder sofort

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Lambert09, Dienstag, 11.04.2023, 10:25 (vor 1226 Tagen) @ Sneider

War halt keine Fehlentscheidung.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

stfn84, Köln, Dienstag, 11.04.2023, 10:51 (vor 1226 Tagen) @ RE_LordVader

Doch!
Man hat ihn zu lange machen lassen.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

stfn84, Dienstag, 11.04.2023, 11:54 (vor 1226 Tagen) @ stfn84

Gut damit gehe ich d‘accord.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Ulrich, Dienstag, 11.04.2023, 11:11 (vor 1226 Tagen) @ stfn84

Doch!
Man hat ihn zu lange machen lassen.

Das Problem war wohl, dass sich die Konflikte zunächst "unten" beim BVB entzündet hatten. "Oben" herrschte noch eitel Sonnenschein, als es beim "Fußvolk" bereits heftig geknallt hatte.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Ulrich, Montag, 10.04.2023, 18:04 (vor 1227 Tagen) @ Lambert09

Wusste ich so auch noch nicht, dachte es wäre eher die tägliche Arbeit und Tuchels Angewohnheiten der ausschlaggebende Grund gewesen.

Vielleicht sollte ich die Sky Doku doch mal ganz schauen :-)

https://www.transfermarkt.de/watzke-uber-tuchel-ohne-attentat-bdquo-ware-es-wahrscheinlich-nicht-zur-trennung-gekommen-ldquo-/view/news/420265?fbclid=IwAR1YG...

Tuchel und die Leute, die er mitgebracht hat, haben sich nach dem, was man hören konnte mit einigen altgedienten BVB-Mitarbeitern angelegt. Das ganze ist wohl eher von unten nach oben hoch gelaufen. Das Verhältnis von Watzke zu Tuchel ist wohl in der Tat nach dem Attentat verbrochen. Wenn ich mich richtig erinnere hieß es, Tuchel habe zunächst durchaus am nächsten Abend spielen wollen. Später aber hat er verkündet, man sei gegen seinen Willen aufgelaufen.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

klsch, Ort, Montag, 10.04.2023, 19:01 (vor 1227 Tagen) @ Ulrich

Wusste ich so auch noch nicht, dachte es wäre eher die tägliche Arbeit und Tuchels Angewohnheiten der ausschlaggebende Grund gewesen.

Vielleicht sollte ich die Sky Doku doch mal ganz schauen :-)

https://www.transfermarkt.de/watzke-uber-tuchel-ohne-attentat-bdquo-ware-es-wahrscheinlich-nicht-zur-trennung-gekommen-ldquo-/view/news/420265?fbclid=IwAR1YG...


Tuchel und die Leute, die er mitgebracht hat, haben sich nach dem, was man hören konnte mit einigen altgedienten BVB-Mitarbeitern angelegt. Das ganze ist wohl eher von unten nach oben hoch gelaufen. Das Verhältnis von Watzke zu Tuchel ist wohl in der Tat nach dem Attentat verbrochen. Wenn ich mich richtig erinnere hieß es, Tuchel habe zunächst durchaus am nächsten Abend spielen wollen. Später aber hat er verkündet, man sei gegen seinen Willen aufgelaufen.

Ich erinnere mich da an ein Interview von Tuchel der folgendes sagte "Niemand der nicht im Bus saß kann da drüber bestimmen ob wir spielen oder nicht, nicht der Verband, nicht die Politik und schon gar nicht Aki Watzke".
Spätestens nach der Aussage war klar dass mehr als das was wir kennen vorgefallen sein musste.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Eisen, DO, Montag, 10.04.2023, 18:34 (vor 1227 Tagen) @ Ulrich

Heute war ein Artikel im Spiegel über den Anschlag wegen der Doku. Felix Passlack sagte dort, dass jeder am nächsten Gertraut wurde, ob er spielen will. Im Grunde hat keiner gewollt, aber offen abgelehnt hat keiner, auch Thomas Tuchel nicht.

Ich sehe da das größte Versagen immer noch beim Verband, der UEFA und danach bei unseren Bossen. Wenn die Uefa das Spiel nicht verlegt, was sie nicht getan hat, dann hätte Watzke und Rauball im Sinne der unmittelbar betroffenen ein Spiel ablehnen müssen. Haben sie nicht getan, sehen sie vielleicht heute auch anders.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Eisen, Dienstag, 11.04.2023, 21:40 (vor 1225 Tagen) @ Eisen

Sehe ich auch so

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Abseits, Montag, 10.04.2023, 20:18 (vor 1226 Tagen) @ Eisen

Vor dem Anschlag hatte ich gedacht, dass wir trotz Niederlage im Hinspiel gute Chancen haben gegen Monako weiterzukommen. Nach dem Anschlag war das Spiel egal. Erst mit der Zeit ist mir aufgefallen, was für eine starke Mannschaft Monako mit Bernado Silva, Fabinho und natürlich Mbappé damals hatte. Trotz der Umstände wäre in dem unseligen Heimspiel ein besseres Ergebnis drin gewesen, wenn der Schiedsrichter nicht so schlecht gewesen wäre.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Liberogrande, Montag, 10.04.2023, 19:06 (vor 1227 Tagen) @ Eisen

Richtig, die Spieler konnten hier wohl keine wirklich freie Entscheidung treffen. Von der UEFA unter Druck gesetzt, anscheinend auch zumindest sanft aus der Politik gedrängt worden, "die Terroristen nicht gewinnen zu lassen". Gruppendynamiken in der Mannschaft und Leistungsdruck im Profifußball spielen auch sicher eine Rolle. Und dann soll ein vor Schock gelähmter Spieler aufstehen und sagen "Ich spiele nicht"? Schwer vorstellbar. Die Entscheidung hätte ihnen jemand abnehmen müssen. Aber die Leute mit der entsprechenden Macht hatten entweder eigene Interessen oder wurden wie Watzke wohl selbst von mehreren Seiten unter Druck gesetzt.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Ulrich, Montag, 10.04.2023, 19:03 (vor 1227 Tagen) @ Eisen

Heute war ein Artikel im Spiegel über den Anschlag wegen der Doku. Felix Passlack sagte dort, dass jeder am nächsten Gertraut wurde, ob er spielen will. Im Grunde hat keiner gewollt, aber offen abgelehnt hat keiner, auch Thomas Tuchel nicht.

Ich sehe da das größte Versagen immer noch beim Verband, der UEFA und danach bei unseren Bossen. Wenn die Uefa das Spiel nicht verlegt, was sie nicht getan hat, dann hätte Watzke und Rauball im Sinne der unmittelbar betroffenen ein Spiel ablehnen müssen. Haben sie nicht getan, sehen sie vielleicht heute auch anders.

Das auf jeden Fall. Aber problematisch bei Tuchel ist, dass der wohl eine Legende gestrickt hat.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Eisen, DO, Montag, 10.04.2023, 19:09 (vor 1227 Tagen) @ Ulrich

Ja, er hat dem Spiel wohl zugestimmt (oder zumindest nicht abgelehnt) und dann im Nachgang Theater gemacht.

Ich habe aber noch im Kopf, dass unser Präsident damals eine ganz schlechte Figur gemacht. Ich glaube er hat sich in der Art „Das sind Profis, die können das ab“ geäußert.

Und da sage ich „Nein, das sind in erster Linie Menschen, die gerade jemand umbringen wollte“. Seit dieser Äußerung habe ich Dr. Reinhard Rauball mit anderen - negativeren - Augen betrachtet.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 11.04.2023, 10:59 (vor 1226 Tagen) @ Eisen

Ja, er hat dem Spiel wohl zugestimmt (oder zumindest nicht abgelehnt) und dann im Nachgang Theater gemacht.

Ich habe aber noch im Kopf, dass unser Präsident damals eine ganz schlechte Figur gemacht. Ich glaube er hat sich in der Art „Das sind Profis, die können das ab“ geäußert.

Und da sage ich „Nein, das sind in erster Linie Menschen, die gerade jemand umbringen wollte“. Seit dieser Äußerung habe ich Dr. Reinhard Rauball mit anderen - negativeren - Augen betrachtet.

Gab es da nicht auch noch eine ominöse Whatsapp Nachricht die versehentlich von Tuchel an Zorc ging? Die sozusagen das Fass zum überlaufen brachte.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Ulrich, Dienstag, 11.04.2023, 11:09 (vor 1226 Tagen) @ Garum

Ja, er hat dem Spiel wohl zugestimmt (oder zumindest nicht abgelehnt) und dann im Nachgang Theater gemacht.

Ich habe aber noch im Kopf, dass unser Präsident damals eine ganz schlechte Figur gemacht. Ich glaube er hat sich in der Art „Das sind Profis, die können das ab“ geäußert.

Und da sage ich „Nein, das sind in erster Linie Menschen, die gerade jemand umbringen wollte“. Seit dieser Äußerung habe ich Dr. Reinhard Rauball mit anderen - negativeren - Augen betrachtet.


Gab es da nicht auch noch eine ominöse Whatsapp Nachricht die versehentlich von Tuchel an Zorc ging? Die sozusagen das Fass zum überlaufen brachte.

Angeblich soll es eine SMS gewesen sein.

https://www.watson.de/sport/fu%C3%9Fball/476552252-bvb-biografie-enthuellt-thomas-tuchel-wegen-fehlgeleiteter-sms-an-zorc-entlassen

Zwar wird im Artikel auch die Bild genannt, aber Primärquelle ist eine -nicht autorisierte- Biografie von Tuchel. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Link in Ordnung ist.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 11.04.2023, 11:53 (vor 1226 Tagen) @ Ulrich

Ja, er hat dem Spiel wohl zugestimmt (oder zumindest nicht abgelehnt) und dann im Nachgang Theater gemacht.

Ich habe aber noch im Kopf, dass unser Präsident damals eine ganz schlechte Figur gemacht. Ich glaube er hat sich in der Art „Das sind Profis, die können das ab“ geäußert.

Und da sage ich „Nein, das sind in erster Linie Menschen, die gerade jemand umbringen wollte“. Seit dieser Äußerung habe ich Dr. Reinhard Rauball mit anderen - negativeren - Augen betrachtet.


Gab es da nicht auch noch eine ominöse Whatsapp Nachricht die versehentlich von Tuchel an Zorc ging? Die sozusagen das Fass zum überlaufen brachte.


Angeblich soll es eine SMS gewesen sein.

https://www.watson.de/sport/fu%C3%9Fball/476552252-bvb-biografie-enthuellt-thomas-tuchel-wegen-fehlgeleiteter-sms-an-zorc-entlassen

Zwar wird im Artikel auch die Bild genannt, aber Primärquelle ist eine -nicht autorisierte- Biografie von Tuchel. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Link in Ordnung ist.

Genau es war ein SMS, liegt wohl daran das ich nur noch Whatsapp nutze.:-)

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Sascha, Dortmund, Dienstag, 11.04.2023, 11:26 (vor 1226 Tagen) @ Ulrich

Die Story hat damals auch ziemlich schnell die Runde gemacht und ab da war es dann auch ziemlich klar, dass das nicht mehr so weitergehen kann.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Knolli, Montag, 10.04.2023, 20:07 (vor 1226 Tagen) @ Eisen

Die Aussage von ihm wurde in der Doku ja auch nochmal gezeigt und das tat beim Zuhören schon weh.
ABER: Auch Rauball war noch nie zuvor in solch einer Situation und eventuell (oder sogar wahrscheinlich) etwas überfordert - noch dazu war er ja, ebenso wie Watzke, nicht mit im Bus und das Interview war wie lange nach dem Anschlag, vielleicht eine Stunde oder so? Wer weiß, welche genauen Informationen er zu dem Zeitpunkt überhaupt hatte. Ich glaube nicht, dass er schon mit den Spielern gesprochen hatte o.ä.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

DomJay, Köln, Montag, 10.04.2023, 18:51 (vor 1227 Tagen) @ Eisen

Heute war ein Artikel im Spiegel über den Anschlag wegen der Doku. Felix Passlack sagte dort, dass jeder am nächsten Gertraut wurde, ob er spielen will. Im Grunde hat keiner gewollt, aber offen abgelehnt hat keiner, auch Thomas Tuchel nicht.

Ich sehe da das größte Versagen immer noch beim Verband, der UEFA und danach bei unseren Bossen. Wenn die Uefa das Spiel nicht verlegt, was sie nicht getan hat, dann hätte Watzke und Rauball im Sinne der unmittelbar betroffenen ein Spiel ablehnen müssen. Haben sie nicht getan, sehen sie vielleicht heute auch anders.

Die Aussicht sich politisch gegen vermeintlichen Terror (ich denke das echte Motiv vermuteten kaum einer) zu positionieren war stärker als der Gedanke „Wie geht es wohl den Betroffenen“

Aber es war nun auch für die Bosse eine Grenzsituation. Ich denke es hätte da schon Leute benötigt, die bei den Olympischen Spiel München oder Atlanta in der Verantwortung waren. Nur die hätten wahrscheinlich die Erfahrung und Analyse besessen eine Sondersituation zu managen.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Blarry, Essen, Montag, 10.04.2023, 19:19 (vor 1227 Tagen) @ DomJay

Aber es war nun auch für die Bosse eine Grenzsituation. Ich denke es hätte da schon Leute benötigt, die bei den Olympischen Spiel München oder Atlanta in der Verantwortung waren.

Was genau hätte das geändert? Die offizielle Position nach dem Anschlag 1974 war bekanntermaßen "the games must go on". Das IOC braucht keinen Thomas Bach, um zu sein, wie es ist.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

DomJay, Köln, Montag, 10.04.2023, 20:23 (vor 1226 Tagen) @ Blarry

Aber es war nun auch für die Bosse eine Grenzsituation. Ich denke es hätte da schon Leute benötigt, die bei den Olympischen Spiel München oder Atlanta in der Verantwortung waren.


Was genau hätte das geändert? Die offizielle Position nach dem Anschlag 1974 war bekanntermaßen "the games must go on". Das IOC braucht keinen Thomas Bach, um zu sein, wie es ist.

Es sollte nur aufzeigen, dass die Entscheidung auch davon abhängt welche Erfahrungen man hat. Ich erinnere mich an diverse Dokumentationen über München, wo eigentlich viele im Nachgang lieber nicht fortgesetzt hätten usw.

Niemand fordert Thomas Bach, das ist deine Interpretation meiner offenbar unscharfen Aussage ;)

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Ulrich, Montag, 10.04.2023, 20:37 (vor 1226 Tagen) @ DomJay

Es sollte nur aufzeigen, dass die Entscheidung auch davon abhängt welche Erfahrungen man hat. Ich erinnere mich an diverse Dokumentationen über München, wo eigentlich viele im Nachgang lieber nicht fortgesetzt hätten usw.

Es hätte noch viel schlimmer kommen können. Zum Zeitpunkt der Abschlussfeier flog ein nicht identifiziertes Flugzeug in Richtung München. Man befürchtete ein Attentat und erwog einen Abschuss. Glücklicherweise hat man die Nerven behalten, es war eine Passagiermaschine mit ausgefallenem Transponder.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Knolli, Montag, 10.04.2023, 18:42 (vor 1227 Tagen) @ Eisen

Genau das. Dass die UEFA die Verantwortlichen und Spieler vor diese Take-it-or-leave-it-Entscheidung gestellt hat, ist auch heute noch unfassbar verantwortungslos und menschenunwürdig.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Kayldall, Luxemburg, Dienstag, 11.04.2023, 12:26 (vor 1226 Tagen) @ Knolli
bearbeitet von Kayldall, Dienstag, 11.04.2023, 12:29

Was das Verhalten der UEFA angeht, da hast du absolut Recht allerdings finde ich in der Doku auch interessant, dass Watzke erzählt, dass es wohl nicht nur an der UEFA hing, sondern auch an der AS Monaco, die nicht bereit war einen anderen Termin zu akzeptieren. Entweder hätte man an dem Abend noch gespielt oder halt am Tag drauf, war das Angebot von Monaco, die nicht extra nochmal abreisen und wieder anreisen wollten. Die UEFA wollte wohl auch nicht gegen den Willen von dem anderen Team(AS Monaco) entscheiden, obwohl das wohl locker in ihrer Macht stand und so kam diese "take it or leave it" - Entscheidung zu Stande.

Es war einfach wie Watzke jetzt schon etliche Male gesagt hat(er redet immer von fehlenden Blaupausen), es gab einfach so eine Situation vorher noch nicht und es gab keine Richtlinien an denen man sich hätte orientieren können. Hätte damals ja auch keiner gedacht, dass einer auf so eine wahnsinnige Idee kommt. Die Spieler sagen alle im Interview, dass keiner von ihnen spielen wollte und Watzke und Tuchel sagen beide, dass man mit den Spieler vorher geredet habe. Offenbar hat keiner der Spieler gewagt zu widersprechen als ihnen der Vorschlag vom Verteidigungsminister De Maiziere kommend vorgetragen wurde "ein Zeichen gegen den Terror zu setzen und sich nicht einschüchtern zu lassen von Terroristen". Heute weiss man es besser, dass es ganz schlimm für die Spieler war, da antreten zu müssen. In dieser Extremsituation ist dann wohl so Manches schiefgelaufen auch nach dem Anschlag. War auch eher ungewöhlich dass mit Nuri Sahin ein Spieler die Frau von Marc Bartra informieren mußte. Nuri meinte ja dann auch, als ich endlich nach Hause kam und meine Frau und mein Kind sah, fiel alles von mir ab und ich war erleichtert und mußte weinen erstmal. Wäre wohl auch eher an den Vereinsverantwortlichen gewesen die Frau zu informieren, was mit ihrem Mann los ist aber wie gesagt, da will ich gar keinem die Schuld geben, alle waren in der Situation die Opfer von dieser Extremsituation.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

majae, Muc, Montag, 10.04.2023, 18:30 (vor 1227 Tagen) @ Ulrich

Wenn ich mich richtig erinnere hieß es, Tuchel habe zunächst durchaus am nächsten Abend spielen wollen. Später aber hat er verkündet, man sei gegen seinen Willen aufgelaufen.

Natürlich wollte er das, schließlich wäre man ansonsten direkt aus der CL ausgeschieden. Wenn ich mich richtig erinnere, hat sich Tuchel dann auch noch danach öffentlich geäußert, dass ja eigentlich nur wegen Watzkes Willen gespielt wurde. Da muss der Chef imho auch einfach reagieren, wenn ich mich so verhalten würde, wär ich auch meinen Job los.

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

CHS ⌂ @, Lünen / Dortmund, Montag, 10.04.2023, 15:43 (vor 1227 Tagen) @ Lambert09

Wusste ich so auch noch nicht, dachte es wäre eher die tägliche Arbeit und Tuchels Angewohnheiten der ausschlaggebende Grund gewesen.

Entgegen der langläufigen Meinung hier im Forum war Watzke lange Zeit einer der wenigen Befürworter von Tuchel (plus diverser Spieler im Team) beim BVB. Nicht umsonst hat er Mislintat in einem neuen Job geschoben, um die Berührungspunkte zwischen Tuchel und Mislintat zu minimieren. Die Probleme mit Tuchel waren schon länger vorhanden, wurden aber auch durch den Erfolg übertüncht. Nur die Reaktion von Tuchel nach dem Anschlag hat Watzke zu dem Schritt kommen lassen (nach Rücksprache mit dem Gremien, also kein Alleingang von ihm). Aber wie immer stellt sich dann auch die Frage, wie hätte die Mannschaft, der Staff und die Mitarbeiter des BVB ausgesehen, wenn Tuchel geblieben wäre.

Aber das Thema ist schon länger vorbei.

Gruß

CHS

Watzke: „Ohne Attentat wäre es vermutlich nicht zur Trennung mit Tuchel gekommen!“

Talentförderer, Dortmund, Montag, 10.04.2023, 15:56 (vor 1227 Tagen) @ CHS

Richtig, Watzke hatte die Hand drüber. Weil er von der sportlichen Kompetenz überzeugt war und sie über die menschliche gestellt hat.

Bartra zum Attentat: Nie so viel Horror gesehen

Freyr, Montag, 10.04.2023, 12:09 (vor 1227 Tagen) @ CHS

dazu der dpa Artikel mit den Aussagen von Bartra

https://www.zeit.de/news/2023-04/10/bartra-zum-attentat-nie-so-viel-horror-gesehen

"«Niemand will das, was mir passiert ist, selbst erleben. Anderseits ist daraus so viel Liebe entstanden, die ich von meinen Mannschaftskollegen und den Fans gespürt habe. Das gibt mir ein unglaubliches schönen Gefühl», sagte der 32 Jahre alte Spanier in der Sky-Dokumentation «Der Anschlag - Angriff auf den BVB».
Der Abwehrspieler, der mittlerweile beim türkischen Erstligisten Trabzonspor unter Vertrag steht, verspürt zum sechsten Jahrestag des Attentates nicht nur Verbitterung: «Diese Bilder haben mir sehr viel Kraft und Stärke gegeben. Ich bin weiter ein Bewunderer von Borussia Dortmund.»"

Bartra zum Attentat: Nie so viel Horror gesehen

Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 11.04.2023, 00:46 (vor 1226 Tagen) @ Freyr

Wäre glaube ich ein überragender Spieler hier beim BVB geworden …..Danke!

Sky-Doku zum Anschlag

Knolli, Montag, 10.04.2023, 11:02 (vor 1227 Tagen) @ CHS

Läuft heute auf Sky und ist jetzt auch schon per Abruf bei Sky Q verfügbar.
Habs mir gerade angeschaut, geht knapp 1,5 Stunden und ist in meinen Augen schon ganz gut gemacht.
Bringt jetzt nicht so wahnsinnig viele neue Erkenntnisse, aber versetzt einen wirklich nochmal zurück in den April 2017, auch emotional. Die Jungs hatten wirklich 1909 Schutzengel.

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