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Ablenkung von eigenen Defiziten? Gut möglich (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 19.02.2023, 10:08 (vor 1059 Tagen) @ donotrobme

Ist es nicht sinnvoll von den eigenen Missständen in der Mannschaften abzulenken, in dem man eine Nebendiskussion aufmacht? Jetzt reden wir nur noch über die vermeintliche rote Karte gegen Gladbach, nicht aber, über das gesunkene Niveau der Mannschaft.

Es ist eine in langen Bundesligajahren immer wieder geübte Praxis, Schiedsrichterentscheidungen im Grauzonenbereich, Fehlentscheidungen des Referee oder andere nicht beeinflussbare Umstände zu thematisieren, um von eigenen Defiziten abzulenken. Das ist bei so gut wie allen Clubs schon praktiziert worden, bei Bayern ebenso wie bei uns. Die Frage ist nur, welche Worte gewählt werden. Aufgebauschte, laute, auch unberechtigte Kritik ist das eine, mit Beleidigungen hingegen werden definitiv Grenzen überschritten.

Uli Hoeneß war in solche Dingen ein wahrer Meister. Nur, und das muss ich ihm zugestehen, waren seine entsprechenden ‚Attacken‘ die eines Clubchefs / Sportlichen Leiters, der Kritik an der Mannschaft und/oder dem Trainer ablenkte auf andere oder ihn selbst. Somit sollten Trainer und Mannschaft mehr Ruhe gegeben werden, eigene Defizite intern aufzuarbeiten und abzustellen.

Nagelsmann indes ist als Trainer hauptverantwortlich für sportliche Missstände und nimmt mit seinen Äußerungen nicht die Leistung der Spielerallein aus dem ‚Schussfeld‘, sondern in erster Linie seine eigenen Fehler.

Sicherlich hat der Platzverweis in der 8. Minute das Spiel erheblich beeinflusst, das dürfte außer Diskussion stehen. Aber wäre es nicht zielführender bei der Aufarbeitung der Niederlage darüber zu sprechen, wie es überhaupt zu dem Laufduell zwischen Plea und Upamecano kommen konnte? Und damit ist nicht das tatsächliche oder vermeintliche Foul an Müller durch Bensebaini gemeint. Sondern die miserable Positionierung der Bayernspieler in dieser Situation. Upamecano war da der Depp, weil es eine Konterabsicherung gar nicht gab. Und das war nicht das erste Mal so.

Auch die Reaktion auf den Platzverweis, also die Umstellungen in der Mannschaft und die gewählte Spielweise sind mehr als diskutabel gewesen. Das hatte schon etwas von Kamikazefußball. Viel Aufwand, keinen Ertrag, dafür Körner gelassen. Von Souveränität, die ein Spitzenteam und einen Spitzentrainer auszeichnen sollte, ganz weit entfernt.

Wie auch immer, sollten die Äußerungen Nagelsmanns bezüglich des Schiedsrichterteams kalkuliert gewesen sein, dann war diese Reaktion noch schlechter als die sportliche nach dem Platzverweis und das Fehlverhalten, das die Enstehung besagter Situation erst ermöglicht hat.


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