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Freiburg und Werder hatten einen Plan (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 21.01.2023, 22:03 (vor 1087 Tagen) @ DomJay

Da bist du im Trainingslager. Wetter und Stimmung ganz gut. Man kommt zurück in dem Gefühl, dass alles gut aussieht und dann kommt der erste Spieltag nach der Winterpause. Tja.


Stimmt zumindest bei Bremen wohl nicht wenn ich das richtig im Sky Interview verstanden habe.

Das hast Du richtig verstanden.

Gegen Ende der ‚Hinrunde‘ war Werders Spielwiese ‚entschlüsselt‘. Die Punkte, die man noch eingefahren hat, waren eher glücklich; überlegen war man den Gegnern nicht mehr. Dass es direkt vor der WM-Pause gegen Leipzig und Bayern Niederlagen gesetzt hat, kann man dabei noch als ‚normal‘ abhaken. Heute gegen den EffZeh derart unterzugehen (wobei man noch höher hätte verlieren können), sieht wie eine mehr als bedenkliche Fortsetzung des Abwärtstrends aus.

Klar, man hat sich durch Dummheit, Nachlässigkeit und Unkonzentriertheit bei der Entstehung der ersten Gegentore selbst geschlagen. Aber die eigene Spielidee nach vorne war nicht zu erkennen. Auch weil Baumgart ganz offensichtlich wusste, an welchen Stellen seine Mannschaft ansetzen musste.

Ein 3-5-2/5-3-2, wie Werder es spielt (auch spielen muss wegen der fehlenden Außenverteidiger) hat seine Vor-, aber auch Nachteile. Vor allem, wenn das Mittelfeld qualitativ maximal Zweitliganiveau besitzt und der Schlüssel für ein erfolgreiches Spiel der wingback ist (Weiser), der Spielmacher und Vorlagengeber in einem ist und noch dazu auch das eine oder andere Tor selbst erzielt. Wird der vom Gegner ausgeschaltet und/oder fällt er in alte schwache Zeiten zurück und fällt nur durch Unkonzentriertheiten und Ballverluste auf (so wie heute), dann ist die (auch hohe) Niederlage vorprogrammiert.

Aus der Mannschaft kommt durchaus Kritik an Werner. Nicht nur von Bittencourt (wobei der es gerade nötig hat), sondern auch von anderen. Die Kritik zielt eben darauf ab, dass Werner keine Änderungen an der Spielweise vornimmt, obwohl der Gegner mittlerweile genau weiß, wie er gegen Werder zu agieren hat.

Das kann man Werner durchaus vorwerfen. Andererseits hat Werder nun einmal maximal einen besseren Zweitligakader. Groß variieren kann er da nicht. Nicht nur das defensive Mittelfeld ist seit Jahren eine neuralgische Schwachstelle.

Werder spielt in dieser Saison gegen den Abstieg. Das war genau so zu erwarten. Die nächsten beiden Spiele dürfte man ebenfalls verlieren. Dass man in der bisherigen Vorrunde 21 Punkte geholt hat, war nicht zu erwarten und ist vielleicht genau das Polster, was am Ende zum Klassenerhalt führt.

Das letzte was Werder jetzt braucht ist eine Trainerdiskussion. Aber sie wird wohl kaum zu verhindern sein.


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