Resümee der WM-Boykottierer (Fußball und Sport allgemein)
Chill-Instructor, Fußball muss bezahlbar sein, Montag, 19.12.2022, 11:45 (vor 1135 Tagen)
Ich packe es mal in Fußball allgemein, weil es auch die erreichen soll, die die WM-Threads ausgeblendet haben. Vorrangig sollen die angesprochen werden, die das Turnier boykottiert haben.
Die WM ist vorbei. Inwieweit habt ihr euren Boykott durchziehen können? Wo gab es Versuchungen, doch etwas zu schauen? Welchen alltäglichen Situationen begegnetet ihr? Ist euch euer Boykott gelungen?
Ich habe meinen geplanten Boykott dahingehend durchziehen können, dass ich kein einziges Spiel gesehen habe.
Allerdings las ich relativ häufig hier in den WM-Threads mit, weil auch (aber nicht nur) über die Nebengeräusche (ist das ein Euphemismus?) diskutiert wurde. Besonders ab der KO-Phase klickte ich aber auch häufiger spielrelevante Beiträge an. Geschrieben habe ich aber nie, obwohl es manchmal in den Fingern juckte.
Die kicker-App, die ich regelmäßig nutze, habe ich nicht "boykottiert", aber seltener genutzt. Hier muss ich gestehen, dass ich mich manchmal von Schlagzeilen und ungewöhnlichen Spielständen beeinflussen ließ und nachschaute, was denn passiert ist. Gestern während des Finales habe ich besonders ab der Verlängerung recht regelmäßig im Ticker nachgeschaut. So ganz lässt einen der Fußball dann doch nicht los.
Über Instagram wurden mir manchmal Kurzvideos angezeigt, die ich teils ignorieren konnte, teils aber auch nicht.
Beim Fußballsmalltalk mit den Kollegen habe ich die ersten Tage immer erwähnt, dass ich es nicht schaue, wenn mich jemand ansprach. Danach wussten die meisten, dass man mich dafür nicht gebrauchen konnte. Manchmal sagte ich aber auch "Ich habe es nicht gesehen, aber habe nur gelesen, wie die Torfolge war". Generell war das WM-Fieber aber zum Glück nicht wirklich existent (wie wahrscheinlich bei den meisten). In WhatsApp-Gruppen hielt ich mich dezent zurück, falls mal ausgiebiger über ein Spiel gesprochen wurde (was aber nur nach dem deutschen Ausscheiden und gestern Abend der Fall war).
Summa summarum fiel mir der Boykott in den meisten Fällen nicht schwer. Ab dem Viertelfinale zugegebenermaßen schon etwas mehr. Beim "Mal-eben-Nachschauen" war ich stellenweise inkonsequent.
Resümee der WM-Boykottierer
markus, Mittwoch, 21.12.2022, 22:36 (vor 1132 Tagen) @ Chill-Instructor
Danke für die vielen interessanten Beiträge. Respekt, dass einige ihren Boykott wirklich durchgezogen haben.
Ich selbst hab’s geguckt. Nicht weil ich die Argumente des Boykotts nicht nachvollziehen kann. Im Gegenteil, die Kritik gegenüber Katar und der Fifa kann ich zu 100% verstehen. Aber ich sehe das so ähnlich wie Somuncu: https://www.youtube.com/watch?v=hM6nqMr9hHo&t=600s
Es ist einfach inkonsequent. Konsequenterweise müsste man sich vom Profifußball insgesamt verabschieden. Denn Geld aus Katar fließt schon seit längerem auch an die Bundesligaclubs durch TV Rechte (BeIn Sports) oder Sponsoren. Und dass die Fifa korrupt und ein verlogener Haufen ist, das wissen wir schon seit längerem. Das trifft auch auf die Uefa und dem DFB zu.
Schon 2005 ist für viele das Fass auf lokaler Ebene übergelaufen, als die Namensrechte des Stadions verkauft wurden. Und dass fast alles nur noch im Pay TV läuft und man vier verschiedene Abos dafür benötigt, ist ebenfalls ein Überlaufen des Fasses. Trotzdem machen die meisten von uns das weiterhin mit. Die Rechnung geht auf. Nach erster Aufregung über eine 100% Preiserhöhung von Dazn freut man sich dann plötzlich über Sonderangebote, die wieder 20% günstiger sind. Deutlich teurer als vorher ist es aber weiterhin. Die Psychologie funktioniert ganz gut.
Was die WM betrifft musste man leider auch feststellen, dass der Boykott wohl ein rein deutsches Phänomen war. Die Einschaltquoten waren nur in Deutschland wirklich niedriger. Das juckt Infantino, der fest im Sattel sitzt, leider wenig. Die 200 Millionen Euro aus GEZ Gelder sind dummerweise unabhängig von der Quote an die Fifa geflossen. Auch die Bindenaktion ging in die Hose. Deutschland stand als Moralapostel da. Sich anderen moralisch und ethisch haushoch überlegen fühlend wollten wir den Kataris in ihrem Land die Welt erklären. Dass das in der arabischen Welt nichts bewirken wird, war leider klar. Dann gab es Gegenwind und man ist eingeknickt. Die Mund zu Aktion war ebenfalls schwach, weil rausgekommen ist, dass gerade einmal zwei Spieler von dieser Ersatzaktion überzeugt waren. Man stand letztendlich als die Volldeppen da. Gleichzeitig macht Scholz Milliardendeals mit Katar. Passt das zusammen? Wieviel weniger schlimm ist denn Katar als Russland, dass das mit Katar gerechtfertigt ist? Der Fußball wird leider nicht das ändern können, was auf politischer Ebene alles falsch läuft. Das kann auch nicht der Anspruch sein.
Fußball ist der beliebteste Sport weltweit und zieht die Leute magisch an. Und sie zahlen jede Menge Geld dafür. Ich glaube, dass da noch sehr viel mehr Geld zu holen ist. Und die Verbände, die das wissen, werden sich das in den nächsten Jahren holen. Die Spirale nach oben dreht auch zukünftig weiter. Dann verdienen Spieler, die heute für 10 Millionen Euro kicken, 20 Millionen. Unten fallen dann zwar Fans mit wenig Geld nach und nach weg, aber das juckt den Funktionären nicht, solange der Umsatz dennoch steigt.
Etwas versöhnliches zum Abschluss des Tuniers
Davja89, Mittwoch, 21.12.2022, 10:28 (vor 1133 Tagen) @ Chill-Instructor
Etwas versöhnliches zum Abschluss des Tuniers
Thomas, Dortmund, Mittwoch, 21.12.2022, 10:38 (vor 1133 Tagen) @ Davja89
DAS kann nur der Fussball...
Fake. Das sind die wirklichen Bilder der Amtseinführung von Trump.
Die Feierlichkeiten wurden übrigens "abgebrochen".
https://www.kicker.de/eine-schande-argentinien-bricht-feierlichkeiten-ab-weltmeister-in-hubschraubern-930411/artikel
Etwas versöhnliches zum Abschluss des Tuniers
Argyle, Köln, Mittwoch, 21.12.2022, 11:44 (vor 1133 Tagen) @ Thomas
DAS kann nur der Fussball...
Fake. Das sind die wirklichen Bilder der Amtseinführung von Trump.
Die Feierlichkeiten wurden übrigens "abgebrochen".
https://www.kicker.de/eine-schande-argentinien-bricht-feierlichkeiten-ab-weltmeister-in-hubschraubern-930411/artikel
Eigentlich gut, dass eine der wenigen Südhalbkugelnationen Weltmeister geworden ist. WM im Sommer haben die ja auch nicht so oft (und ja ich weiß, dass auch der Winter in Buenos Aires recht "mediteran" ist). ;-)
Resümee der WM-Boykottierer
Maja, Wiesbaden, Mittwoch, 21.12.2022, 01:20 (vor 1133 Tagen) @ Chill-Instructor
Summa summarum fiel mir der Boykott in den meisten Fällen nicht schwer. Ab dem Viertelfinale zugegebenermaßen schon etwas mehr. Beim "Mal-eben-Nachschauen" war ich stellenweise inkonsequent.
So in etwa ging es mir auch. Ich habe nichts gesehen, aber bei KIcker ab und zu gelesen und Finale auch per Kicker-Ticker verfolgt. Das einzige Mal kam ich bei dem Endspiel in Versuchung, vor allem ab dem Spielstand 3:3, allerdings kam mir dann der Gedanke weshalb ich boykottiere und habe es auch da sein gelassen.
Ich konnte die Entstehung, also den Schmutz und die Tragödien dieser WM einfach nicht ausblenden, deshalb habe ich auch nicht gelitten.
Boykott der Sponsoren
CedricVanDerGun, Hamburg, Dienstag, 20.12.2022, 11:29 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Hi,
erstmal hat mein Boykott okay, aber nicht zu 100% funktioniert.
2:0 der Brasilianer (nur das Tor) gesehen bei einem Teamevent.
1:0 von Pulisic gegen den Iran als ich auf einen TV zugelaufen bin
Elfmeterschießen der Spanier wurde im Büro angemacht und deren Ausscheiden bejubelt
Eine Halbzeit Frankreich - England bei der Weihnachtssause im Hintergrund
Bis dato eig so annehmbar und so gut. Aber dann das gesamte Finale. 2ter Geburtstag meines Patenkinds mit der gesamten Familie bei Kaffee und Kuchen. Da geht man halt schlicht nicht aus dem Raum.
Was halbwegs okay geklappt hat war der Versuch die Sponsoren zu vermeiden.
Umgestiegen auf Frits statt Coca Cola (eig sollte man das Zeug ja ganz aus dem Balge lassen)
Gezahlt mit Amex statt Visa
McDonals wird sowieso seit langem gemieden und Adidas hab ich mir auch nichts von gekauft.
Ob das ganze jetzt geholfen hat? Ich weiß es nicht. Adidas wird sich sicher gefreut haben, Bilder von Leo mit Pokal gesehen zu haben. Die Leute dir vorher zu McD gegangen sind werden es auch weiterhin tun und Cola wird genauso getrunken. Privat hat man die Wahl, wenn man etwas Essen geht eher weniger. Budweiser trinke ich sowieso genauso wenig wie Bitburger und mit der Visa werde ich langfristig auch wieder bezahlen.
Fühle ich mich jetzt besser oder anderen moralisch überlegen? Ganz ehrlich? Nein.
Hab ich es vermisst die Spiele zu schauen und darüber zu diskutieren? In meinem Umfeld kam kaum WM Stimmung auf. Auf der Arbeit hielt sich die Thematik auch in Grenzen. Das Einzige was entbrannt ist, ist die mittlerweile öde Messi CR7 Debatte.
Also sagen wir es als Fazit so: Der Boykott hat als gesamter Fußballentzug mal gut getan. Gefehlt hat trotzdem etwas was mir zu dieser Zeit immer fehlt. Borussia. Happy belated Birthday
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Bananenbernie, Ort, Dienstag, 20.12.2022, 14:59 (vor 1133 Tagen) @ CedricVanDerGun
Man kommt ja zwangsläufig gar nicht drum herum die Produkte der "Partner" zu nutzen.
Wenn auch nicht deren Name drauf steht, gibt es so viele Produkte die mit den "Partnern" kooperieren. Demnach finde ich den Boycott auf der Ebene nichts als Heuchlerei!!
Ein Umstieg zu anderen, konkurrierenden Produkten ist auch nichts anderes als scheinheilig.
Hier ist nur mal NESTLE zu nennen. Zu der NESTLE-Group gehören sooo unfassbar viele Partner...
Googelt mal was NESTLE für ein Dreck am stecken hat, danach müsstet Ihr euch einschließen und Leitungswasser trinken wenn Ihr Dinge boykottieren wollt.
SGG
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
General174, Düsseldorf, Dienstag, 20.12.2022, 19:07 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Immer dieses Schwarz-Weiß denken... Wenn du nicht ALLES KOMPLETT boykottierst darfst du eigentlich gar nichts boykottieren. Bist ja bloß ein Heuchler.
Wenn ich ein großes Übel (Nestle) und ein kleineres (anderer Lebensmittelkonzern XY) habe, ist es doch trotzdem gut das kleinere zu wählen. Btw, der Verzicht bei Nestle klappt erstaunlich gut, man muss die Produkte im Supermarkt halt auch mal umdrehen. Bei bestimmten Marken steht dann klein unten Nestle.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Kappadozianer, Dortmund, Dienstag, 20.12.2022, 19:01 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Man kommt ja zwangsläufig gar nicht drum herum die Produkte der "Partner" zu nutzen.
Wenn auch nicht deren Name drauf steht, gibt es so viele Produkte die mit den "Partnern" kooperieren. Demnach finde ich den Boycott auf der Ebene nichts als Heuchlerei!!Ein Umstieg zu anderen, konkurrierenden Produkten ist auch nichts anderes als scheinheilig.
Hier ist nur mal NESTLE zu nennen. Zu der NESTLE-Group gehören sooo unfassbar viele Partner...Googelt mal was NESTLE für ein Dreck am stecken hat, danach müsstet Ihr euch einschließen und Leitungswasser trinken wenn Ihr Dinge boykottieren wollt.
SGG
Cooles Argument, damit man nie irgendwas machen/ändern muss. Bringt ja eh nix. Nice.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Hatebreed, Dienstag, 20.12.2022, 17:29 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Ein Umstieg zu anderen, konkurrierenden Produkten ist auch nichts anderes als scheinheilig.
Warum?
Hier ist nur mal NESTLE zu nennen. Zu der NESTLE-Group gehören sooo unfassbar viele Partner...
Es ist leicht NESTLE zu boykottieren. Wir machen das seit Jahren. Kein Problem.
Muss man halt nur wissen, was alles dazugehört. Da wir immer frisch kochen, vieles vom Bauern holen, Lebensmittel selber verarbeiten muss ich sagen: Es war wirklich kein bisschen schwer.
Selbst bei den Süßigkeiten: Man kann zum Beispiel ChocoCrossies mit den Kindern so einfach und sehr lecker selber machen.
Das Einzige, was etwas schwerer war: Lion Schokoriegel.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Lattenknaller, Madrid, Dienstag, 20.12.2022, 23:11 (vor 1133 Tagen) @ Hatebreed
Ein Umstieg zu anderen, konkurrierenden Produkten ist auch nichts anderes als scheinheilig.
Warum?
Hier ist nur mal NESTLE zu nennen. Zu der NESTLE-Group gehören sooo unfassbar viele Partner...
Es ist leicht NESTLE zu boykottieren. Wir machen das seit Jahren. Kein Problem.
Muss man halt nur wissen, was alles dazugehört. Da wir immer frisch kochen, vieles vom Bauern holen, Lebensmittel selber verarbeiten muss ich sagen: Es war wirklich kein bisschen schwer.
Selbst bei den Süßigkeiten: Man kann zum Beispiel ChocoCrossies mit den Kindern so einfach und sehr lecker selber machen.
Das Einzige, was etwas schwerer war: Lion Schokoriegel.
Kitkat. Arg schwer.
Ansonsten geht das ganz gut. Es gibt genug andere Hersteller.
Der Lebensmittelmarkt ist schon umkämpft und für die wirklich erfolgreichen Produkte bringen die meisten Händler dann auch Eigenmarken heraus.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Lattenknaller, Mittwoch, 21.12.2022, 08:42 (vor 1133 Tagen) @ Lattenknaller
Kitkat fiel mir auch schwer, aber es ist tatsächlich extrem süß. Ich nehme heute Bounty, wenn ich in der gleichen Situation bin wie früher.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Chill-Instructor, Fußball muss bezahlbar sein, Dienstag, 20.12.2022, 16:20 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Googelt mal was NESTLE für ein Dreck am stecken hat, danach müsstet Ihr euch einschließen und Leitungswasser trinken wenn Ihr Dinge boykottieren wollt.
Wenn man Pech hat, gehört Nestle auch das Leitungswasser...
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Gargamel09, Dienstag, 20.12.2022, 16:16 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
bearbeitet von Gargamel09, Dienstag, 20.12.2022, 16:19
Man kommt ja zwangsläufig gar nicht drum herum die Produkte der "Partner" zu nutzen.
Wenn auch nicht deren Name drauf steht, gibt es so viele Produkte die mit den "Partnern" kooperieren. Demnach finde ich den Boycott auf der Ebene nichts als Heuchlerei!!Ein Umstieg zu anderen, konkurrierenden Produkten ist auch nichts anderes als scheinheilig.
Hier ist nur mal NESTLE zu nennen. Zu der NESTLE-Group gehören sooo unfassbar viele Partner...Googelt mal was NESTLE für ein Dreck am stecken hat, danach müsstet Ihr euch einschließen und Leitungswasser trinken wenn Ihr Dinge boykottieren wollt.
SGG
Nestle und dessen aufgekaufte Firmen zu boykottieren ist sehr leicht, wenn man es möchte und es wird dich überraschen, es klappt sogar sehr gut.
Oh Wunder, man kann sogar komplett markenfrei leben und musst nicht verhungern, falls dir das nicht klar ist...
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Thomas, Dortmund, Dienstag, 20.12.2022, 16:11 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Wenn ich vegan sein will, div. Marken nicht kaufe, ein Lastenfahrrad habe, Begriffe gendere und mich als Divers bezeichne und vieles andere mehr .... was kümmert das die Aufgeregten? Und aus welchem Grund?
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
herrNick, Mittwoch, 21.12.2022, 19:59 (vor 1132 Tagen) @ Thomas
Wenn ich vegan sein will, div. Marken nicht kaufe, ein Lastenfahrrad habe, Begriffe gendere und mich als Divers bezeichne und vieles andere mehr .... was kümmert das die Aufgeregten? Und aus welchem Grund?
Anders herum ist es aber schwierig. Wenn ich vegan lebe, weil ich überzeugt davon bin, dass diese Lebensweise dazu beitragen kann, dass unsere Spezies noch eine längere Zeit auf diesem Planeten verweilen darf, dann muss ich mich wohl mitteilen. Wenn sich die Idee nicht vergrößert, ist der Effekt kleiner, als er sein könnte.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Kvothe, Newarre, Mittwoch, 21.12.2022, 17:37 (vor 1132 Tagen) @ Thomas
Wenn ich vegan sein will, div. Marken nicht kaufe, ein Lastenfahrrad habe, Begriffe gendere und mich als Divers bezeichne und vieles andere mehr .... was kümmert das die Aufgeregten? Und aus welchem Grund?
Den meisten Menschen ist scheißegal, wie du dich bezeichnest oder was du isst. Den meisten Menschen geht es einfach nur auf den Senkel, wenn du Sie zwingen willst, sich den egozentrischen Konstrukten einer verschwindend kleinen Minderheit anzupassen. Man kann sich ja als divers identifizieren und seine Pronomen wechseln wie Unterwäsche, so lange man nicht erwartet, dass seine Mitmenschen da in irgendeiner Form drauf eingehen.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Thomas, Mittwoch, 21.12.2022, 07:39 (vor 1133 Tagen) @ Thomas
Meist fühlen sich diese Menschen angegriffen. Und zwar einfach nur weil man etwas macht, von dem sie eigentlich wissen, dass es „richtig“ ist und sie selbst halt nicht. Und da setzt eingerissen Selbstschutz ein und das Bedürfnis sich entweder zu entschuldigen oder das „richtige“ zu relativieren/marginalisiert/negieren.
Dabei wäre das halt nicht nötig, denn natürlich macht niemand auf der Welt alles „richtig“ (von den möglichen unterschiedlichen Auffassungen von „ richtig“ in vielen Fällen nochmal ganz abgesehen).
Wir habendes sehr extrem kennengelernt in den Jahren als wir vegan lebten.
Meist lief es so ab, dass wir angebotenes Fleisch ablehnten, worauf jedes Mal die Frage nach dem Warum kam (ist übrigens beim Alkohol auch so… nicht zu trinken wird fast immer als abnormal angesehen), auf die Erklärung setzte in 95% sofort eine Rechtfertigungstirade ein. Und das leider oft auch mit so falschen Argumenten, dass man diesen Argumenten widersprechen musste…. Nur selten wurde es kommentarlos hingenommen oder mit „Ich esse Fleisch zu gerne (,auch wenn ich um die Problematiken weiß)“ beantwortet… was ja völlig ok ist.
Seit wir wieder Fleisch essen mussten wir uns übrigens noch nicht einmal vor Veganern rechtfertigen, auch nicht von denen die wissen, dass wir es einige Jahre gemacht haben. (Gespräche gab es natürlich schon)
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Thomas, Mittwoch, 21.12.2022, 17:42 (vor 1132 Tagen) @ RE_LordVader
Nur mal zur Info: Auf Twitter gibt es reichlich Veganer, welche nicht vegetarisch lebende Menschen angreifen. Gilt für gendern genauso. Kann man ignorieren oder diese Plattformen immer wieder für längere Zeit verlassen. Im realen Leben wird oft die Freundschaft wohl als wichtig angesehen.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
TerraP, Köln, Mittwoch, 21.12.2022, 18:11 (vor 1132 Tagen) @ Taifun
Twitter ist halt auch ein extrem verzerrtes Spiegelbild der Gesellschaft. Da gibt es halt einfach viele Menschen, die andere angreifen. Mit starken Überzeugungen und hohem Mitteilungsbedürfnis. Selten die sympathischsten Zeitgenossen, aber zum Glück auch nicht repräsentativ.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
knifeprty82, Hamburg, Mittwoch, 21.12.2022, 09:14 (vor 1133 Tagen) @ RE_LordVader
Ich arbeite im akademischen Betrieb, auch noch im Bereich Sozial- und Geisteswissenschaften. Also schon ein Milieu mit überdurchschnittlich vielen Vegetariern und Veganern. Ich wurde in all den Jahren nicht einmal schräg angesprochen, wenn ich mir mittags in der Kantine mein Schnitzel oder abends im Restaurant sonstige Fleischgerichte reingezogen habe. Warum auch? Ich persönlich halte es für übergriffig, anderen erzählen zu wollen, was sie essen dürfen oder nicht. Also urteile ich darüber nicht. Und so halten es auch die anderen in meinem Umfeld. Natürlich haben wir uns auch mal darüber unterhalten, aber auch da wurde nie jemand blöd angemacht. Auch nicht, wenn ich ganz offen gesagt habe, dass ich nicht völlig auf Fleisch verzichten möchte (ich kann ohne meine gelegentliche Currywurst nicht leben... ;-)
Also wo sind eigentlich diese intoleranten Fleischfeinde, die mir mein Schnitzel nicht gönnen? Ich jedenfalls habe sie nie getroffen. Provokant könnte man fragen, ob diese vielleicht nur in den Köpfen von bestimmten verunsicherten Leuten existieren.
Aber das kann es ja nicht sein. Diese Supertypen kann ja grundsätzlich gar nichts verunsichern. Niemals. ;-)
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Schaumkrone, Celle, Mittwoch, 21.12.2022, 10:43 (vor 1133 Tagen) @ knifeprty82
Also wo sind eigentlich diese intoleranten Fleischfeinde, die mir mein Schnitzel nicht gönnen? Ich jedenfalls habe sie nie getroffen. Provokant könnte man fragen, ob diese vielleicht nur in den Köpfen von bestimmten verunsicherten Leuten existieren.
Die gibt es aber schon- einer meiner Kollegen z.B. predigt quasi jede Mittagspause herunter was man doch für ein Müll auf dem Teller hat. Das geht allerdings nicht nur in Richtung Fleischfresser sondern fast auf sämtliche Nahrung bezogen. Aspatam in der Deit. Zucker. Genmanipuliertes Gemüse uvm.
Das isz ein Super-Veganer, der sich gefühlt ausschließlich mit Kichererbsen ernähren kann.
Naja mir ists egal
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
knifeprty82, Hamburg, Mittwoch, 21.12.2022, 11:13 (vor 1133 Tagen) @ Schaumkrone
Also wo sind eigentlich diese intoleranten Fleischfeinde, die mir mein Schnitzel nicht gönnen? Ich jedenfalls habe sie nie getroffen. Provokant könnte man fragen, ob diese vielleicht nur in den Köpfen von bestimmten verunsicherten Leuten existieren.
Die gibt es aber schon- einer meiner Kollegen z.B. predigt quasi jede Mittagspause herunter was man doch für ein Müll auf dem Teller hat. Das geht allerdings nicht nur in Richtung Fleischfresser sondern fast auf sämtliche Nahrung bezogen. Aspatam in der Deit. Zucker. Genmanipuliertes Gemüse uvm.
Das isz ein Super-Veganer, der sich gefühlt ausschließlich mit Kichererbsen ernähren kann.
Ich wollte auch gar nicht sagen, dass es solche Leute - auch bei den Veganern/Vegetariern - nicht geben mag. Ich kann ja auch nur aus meiner Erfahrung berichten und da bestätigt sich dieses Vorurteil eben überhaupt nicht.
Naja mir ists egal
Eben, letztlich sollte es doch egal sein, was andere in sich reinstopfen. Solange sie mich nicht zwingen, es ihnen gleich zu tun, ist alles cool. Leben und leben lassen.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
UBB, Mittwoch, 21.12.2022, 08:13 (vor 1133 Tagen) @ RE_LordVader
Wobei ich finde, dass das Thema Vegan mittlerweile angenommen wurde und man nicht mehr die Sprüche bekommt wie früher. Zumindestens in meiner Umgebung. Da werden zu Feierlichkeiten mittlerweile 2 Grills aufgestellt (1x Fleich 1x Vegan)
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Knorpelohr, Mittwoch, 21.12.2022, 07:44 (vor 1133 Tagen) @ RE_LordVader
Woran erkennt man einen Veganer?
Er lehnt höflich Essen aus tierischen Zutaten ab, wird dann stundenlang verhört, um sich anschließend vorwerfen zu lassen, er dränge anderen ungefragt seine Lebenseinstellung auf.... ;)
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Thomas, Dortmund, Mittwoch, 21.12.2022, 08:18 (vor 1133 Tagen) @ Knorpelohr
Woran erkennt man einen Veganer?
Er lehnt höflich Essen aus tierischen Zutaten ab, wird dann stundenlang verhört, um sich anschließend vorwerfen zu lassen, er dränge anderen ungefragt seine Lebenseinstellung auf.... ;)
Der ist ziemlich gut. Danke.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Knorpelohr, Mittwoch, 21.12.2022, 07:55 (vor 1133 Tagen) @ Knorpelohr
Ja leider genau so.
Haben wir auch gelernt mit umzugehen.
Aber als Trockener ist man da Kummer gewöhnt…
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Scherben, Kiel, Dienstag, 20.12.2022, 21:48 (vor 1133 Tagen) @ Thomas
Wenn ich vegan sein will, div. Marken nicht kaufe, ein Lastenfahrrad habe, Begriffe gendere und mich als Divers bezeichne und vieles andere mehr .... was kümmert das die Aufgeregten? Und aus welchem Grund?
Danke. Es ist mittlerweile kaum noch zu ertragen. Ich musste mich erst gestern in einem Gespräch wieder dafür rechtfertigen, dass ich kaum WM geguckt habe. Als hätte es einen Zwang dazu gegeben.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Dienstag, 20.12.2022, 19:29 (vor 1133 Tagen) @ Thomas
Wenn ich vegan sein will, div. Marken nicht kaufe, ein Lastenfahrrad habe, Begriffe gendere und mich als Divers bezeichne und vieles andere mehr .... was kümmert das die Aufgeregten? Und aus welchem Grund?
Aufgeregte Veganer gibt es auch überhaupt nicht. Als ob das eine Einbahnstraße wäre.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Mittwoch, 21.12.2022, 07:41 (vor 1133 Tagen) @ istar
Weil es blöde Leute (zb auch blöde Veganer) muss man jeden Veganer blöd anmachen…. Was für ein Kindergarten-Whataboutismus.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Kvothe, Newarre, Mittwoch, 21.12.2022, 17:45 (vor 1132 Tagen) @ RE_LordVader
Weil es blöde Leute (zb auch blöde Veganer) muss man jeden Veganer blöd anmachen…. Was für ein Kindergarten-Whataboutismus.
Kindergarten ist, den Sinn einer Aussage komplett zu verdrehen und dem Vorposter etwas vorzuwerfen, was er so in keiner Form gesagt hat...
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Lattenknaller, Madrid, Dienstag, 20.12.2022, 23:08 (vor 1133 Tagen) @ istar
Wenn ich vegan sein will, div. Marken nicht kaufe, ein Lastenfahrrad habe, Begriffe gendere und mich als Divers bezeichne und vieles andere mehr .... was kümmert das die Aufgeregten? Und aus welchem Grund?
Aufgeregte Veganer gibt es auch überhaupt nicht. Als ob das eine Einbahnstraße wäre.
Und was hat Dein Whataboutismus jetzt mit seiner Aussage zu tun?
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Mittwoch, 21.12.2022, 05:09 (vor 1133 Tagen) @ Lattenknaller
Wenn ich vegan sein will, div. Marken nicht kaufe, ein Lastenfahrrad habe, Begriffe gendere und mich als Divers bezeichne und vieles andere mehr .... was kümmert das die Aufgeregten? Und aus welchem Grund?
Aufgeregte Veganer gibt es auch überhaupt nicht. Als ob das eine Einbahnstraße wäre.
Und was hat Dein Whataboutismus jetzt mit seiner Aussage zu tun?
Das ist kein whataboutismus. Tut mir leid, dass du meine Aussage nicht verstanden hast.
Aber vielleicht denkst du einfach in Ruhe nochmal nach.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Mittwoch, 21.12.2022, 07:28 (vor 1133 Tagen) @ istar
Doch ist es. dass Du das allerdings nicht verstehen willst, ist klar.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Mittwoch, 21.12.2022, 10:37 (vor 1133 Tagen) @ RE_LordVader
Doch ist es. dass Du das allerdings nicht verstehen willst, ist klar.
Ja gut.Vielleicht hab ich dich intellektuell auch überschätzt.
Meine Aussage war,dass es Intoleranz auf beiden oder allen Seiten gibt. Nicht von jedem, nicht von allen.
Aber es gibt sie.Dazu muss man nicht gleich militanter Tierschützer sein oder fleischessender Wildschweingriller.
Und das hat nichts mit dem Lieblingswort whataboutism zu tun, sondern sollte nur die einseitige Schuldzuweisung an ominöse Aufgeregte relativieren.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Mittwoch, 21.12.2022, 11:10 (vor 1133 Tagen) @ istar
Ja Intoleranz gibt es auf beiden Seiten…
und warum rechtfertigt das die Intolleranz einer Seite? Richtig, gar nicht. Und daher ist es irrelevant wenn man Intolleranz anprangert, dass es sie von anderen auch gibt.
Und eine einseitig Schuldzuweisung gab es in dem Ursprungspost auch nur in Deiner verzerrten Wahrnehmung. Es wurde nämlich nur gefragt, warum die Aufgeregten sich aufregen.
Und da wird direkt von Dir da als Ablenkung ein „die anderen sind bei auch schlimm“ ins Spiel gebracht.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Mittwoch, 21.12.2022, 14:28 (vor 1132 Tagen) @ RE_LordVader
Ja Intoleranz gibt es auf beiden Seiten…
und warum rechtfertigt das die Intolleranz einer Seite? Richtig, gar nicht. Und daher ist es irrelevant wenn man Intolleranz anprangert, dass es sie von anderen auch gibt.Und eine einseitig Schuldzuweisung gab es in dem Ursprungspost auch nur in Deiner verzerrten Wahrnehmung. Es wurde nämlich nur gefragt, warum die Aufgeregten sich aufregen.
Und da wird direkt von Dir da als Ablenkung ein „die anderen sind bei auch schlimm“ ins Spiel gebracht.
In meiner verzerrten Wahrnehmung habe ich eine Aufzählung bestimmter Gruppen gesehen, die allesamt Opfer von Intoleranz irgendwelcher Aufgeregter (wer soll das eigentlich sein? In diesem Land sind mittlerweile alle ständig total aufgeregt,jeder in seiner Blase) sein sollen.
Da hab ich mir erlaubt,darauf hinzuweisen, dass manche aus diesen Gruppen auch nicht besser sind.
Von Rechtfertigung von Intoleranz meinerseits kann also
keine Rede sein,auch wenn du mir das hier unterstellst.
Ganz im Gegenteil bin ich sehr für Toleranz.
Hat auch nichts mit Ablenkung zu tun, passt aber nicht in die Opferrolle , okay. Da kann ich aber auch nichts für.
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
istar, Mittwoch, 21.12.2022, 19:07 (vor 1132 Tagen) @ istar
.
Da hab ich mir erlaubt,darauf hinzuweisen, dass manche aus diesen Gruppen auch nicht besser sind.Von Rechtfertigung von Intoleranz meinerseits kann also
keine Rede sein,auch wenn du mir das hier unterstellst.
Jetzt mal ehrlich… was soll diese Aussage, dass „sie auch nicht besser sind“ anderes sein, als Rechtfertigung? Vor allem weil die Ziele von Anfeindungen meist nicht identisch mit denen sind, die aus „ihrer Gruppe“ andere anfeinden…
Warum läßt man nicht einfach die Leute so leben, wie sie das möchten?
Thomas, Dortmund, Mittwoch, 21.12.2022, 14:32 (vor 1132 Tagen) @ istar
Hat auch nichts mit Ablenkung zu tun, passt aber nicht in die Opferrolle , okay. Da kann ich aber auch nichts für.
Kannst du nicht einfach mal ohne .... ?
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Bananenbernie, Dienstag, 20.12.2022, 16:03 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Es wird Dich verwundern, aber gerade was den Dreckskonzern Nestle angeht gibt es einige, die den so gut es geht boykottieren. Mich eingeschlossen. (Seit 10 Jahren habe ich kein Nastle, Maggi, Thomy, Herta oder Wagner mehr gekauft…. )
Und ja, das schließt mir bekannte Tochterunternehmen mit ein. Aber genauso heißt es eben nicht, dass ich bei jedem Einkauf mir jedes Einzelne Produkt dessen Hersteller mir nicht bekannt zuerst google. Oder dass ich Gastgeber nerven würde was sie anbieten.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Bananenbernie, Dienstag, 20.12.2022, 15:09 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Man kann Nestle in vielen Bereichen als direktes Produkt vermeiden. Und sollte man auch.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Bananenbernie, Ort, Dienstag, 20.12.2022, 17:09 (vor 1133 Tagen) @ Taifun
Ich ziehe meinen Hut.
Ich Stelle mir das Ganze dennoch schwierig vor.umso mehr ziehe ich meinen Hut.
Lg
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Bananenbernie, Dienstag, 20.12.2022, 20:41 (vor 1133 Tagen) @ Bananenbernie
Wo ist denn das Problem? Einmal schauen, welche Produkte man regelmäßig kauft und letztlich zu Nestle gehören und dann die Produkte streichen.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Thomas, Dortmund, Dienstag, 20.12.2022, 20:43 (vor 1133 Tagen) @ Taifun
Wo ist denn das Problem? Einmal schauen, welche Produkte man regelmäßig kauft und letztlich zu Nestle gehören und dann die Produkte streichen.
Eben. Steht ja selbstverliebt überall hinten drauf. Ist bei Tönnies z.B. schon schwerer.
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 20.12.2022, 22:05 (vor 1133 Tagen) @ Thomas
Boykott der Sponsoren?...dann schließt euch ein
Rupo, Mittwoch, 21.12.2022, 07:52 (vor 1133 Tagen) @ Rupo
Ja es ist nicht immer komplett einfach zu sehen.
Aber woher kommt denn diese Forderung nach absoluter Konsequenz? Ja ich boykottiere Nestle auch so gut es geht und kenne viele Marken die dem Dreckskonzern angehören. Und wahrscheinlich nicht alle. Da mag ab und an auch etwas von dem Konzern bei mir landen. Dennoch ist es in meinen Augen besser in 90%+ der Fälle nicht das Nestle-Produkt sondern eineAlternative gekauft zu haben, als zu sagen: ist zu schwierig und kann man nicht 100%ig durchziehen. also lasse ich es ganz….
Und natürlich ist mir auch klar, dass viele andere Konzerne auch sehr viel Dreck am Stecken haben („nicht viel besser sind“). Aber auch da gilt: Ich kann nur auf das reagieren was ich weiß, dass mache ich dann in einem Vernünftigen Rahmen. (also um „da absurdum“-Argumenten vorzukommen: bevor ich verhungern würde würde ich auch Nestleprodukte kaufen, oder auch nur wenn man zB im Urlaub an einem Ausflugsort nur Nestle-Wasser kaufen könnte würde ich auch das kaufen und trinken, statt zu warten bis man wieder woanders ist).
Ähnlich halte ich es übrigens auch mit Firmen deren Werbung mich nervt (zb Seitenbacher), immer wenn es Alternativen gibt wähle ich die, wenn es die nicht gibt… dann beiße ich in den Sauren Apfel…
Boykott der Sponsoren
AGraute, Dienstag, 20.12.2022, 12:56 (vor 1133 Tagen) @ CedricVanDerGun
bearbeitet von AGraute, Dienstag, 20.12.2022, 13:08
Ich hatte einen ähnlichen Gedanken. Die Spiele habe ich geschaut, aber bei den Sponsoren wollte ich auch mal näher hinsehen und eventuell boykottieren.
Hier die "FIFA Partner"
Adidas, Coca-Cola, Gazprom, Hyundai/Kia, Qatar Airways, Wanda Group und Visa.
Auf den ersten Blick sah es so aus, dass ein Boykott für mich relativ leicht umzusetzen wäre:
Adidas - der BVB arbeitet mit Puma zusammen. Selbst da kauf ich zwar fast nichts, aber wenn steht nicht Adidas drauf
Coca-Cola - trinke ich selten, aber wenn ich Lust auf eine eiskalte Coca-Cola habe, wird es schwer fallen zu widerstehen
Hyundai/Kia - ich fahre aktuell Seat
Qatar Airways - Flugangst
Wanda Group - Wer? Ahh, China
Visa - Mist, naja alles kann man auch nicht boykottieren
Ist ein Boykott wirklich einfach? Ein zweiter Blick verrät mehr.
- Fanta, Schweppes oder Fuzetea sind Marken, die ich immer mal wieder kaufe...
- Bayern oder PSG werden von Qatar Airways gesponsort. Zumindest die direkten Duelle mit Bayern schaue ich gerne...
- der Staat Katar ist bei VW investiert. Hier kommt mein Seat wieder ins Spiel...
- Atletico Madrid gehört zu 20% der Wanda Group. LaLiga schaue ich inzwischen mehr als Bundesliga...
- Legendary Entertainment hat, nachdem die Wanada Group 2016 die Mehrheit übernommen hat, Filme wie Kong: Skull Island, Jurassic World: Das gefallene Königreich oder Dune produziert...
Im Endeffekt sind die Firmen, die es sich leisten können bei einer FIFA-WM Sponsoring zu betreiben, absolute Global Player, deren Produkte ich regelmäßig nutze. Ob bewusst oder unbewusst.
Ändere ich mein Nutzungsverhalten in Zukunft? Da habe ich noch keine Antwort drauf.
Es wäre zumindest ein deutlich größerer Einschnitt, als ich zuerst dachte.
Edit: dies sind nur die "Partner" laut FIFA-Homepage. Wenn man die Bandenwerbung hinzunimmt wird nur durch Budweiser klar, dass man sich ewig mit dem Thema befassen könnte. Budweiser gehört zu 'Anheuser-Busch InBev'. Ebenso wie z.B. Beck’s, Diebels, Franziskaner, Haake-Beck, Hasseröder, Löwenbräu, Spatenbräu, Leffe oder Hertog Jan...
Boykott der Sponsoren
DieRoteKarteZahlIch, UK, Dienstag, 20.12.2022, 22:47 (vor 1133 Tagen) @ AGraute
Schöner Bericht. Da sieht man wie Fussball und Marken auf das tägliche Leben Einfluss nehmen.
Ich persönlich habe die WM nicht boykottiert, respektiere aber jeden der dies tut.
Positiv war in meinen Augen, dass verstärkt Frauen als Kommentatoren, Studiogast oder im Schiedsrichtergespann eingebunden wurde. Vielleicht wird es irgendwann so selbstverständlich sein für eine Frau Trainerin eines Männerteam zu sein, wie es für einen Mann ist Trainer eines Frauenteams zu sein im Fussball.
Bzgl der Diskussion zur Kapitänsbinde, es wäre ein Zeichen gewesen, wenn England und Deutschland das durchgezogen hätten. Ebenso wäre es schön, wenn sich mehr schwule Fussballer outen etwa in England und Deutschland. Bis es irgendwann nicht mehr der Rede wert ist. Aber da sind wir offenbar noch nicht angekommen (bezogen auf den Fussball).
Boykott der Sponsoren
Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 20.12.2022, 15:19 (vor 1133 Tagen) @ AGraute
Katar ist ziemlich investiert in Deutschland
https://www.private-banking-magazin.de/vw-staatsfonds-fussball-weltmeisterschaft-siemens-asset-allocation-die/?page=3#pagebrowser-bildstrecke
wobei Porsche recht interessant ist
https://www.kontextwochenzeitung.de/zeitgeschehen/611/der-dritte-mann-taucht-auf-8587.html
Boykott der Sponsoren
Earl Chekov, Köln, Dienstag, 20.12.2022, 13:39 (vor 1133 Tagen) @ AGraute
okay, bei Leffe wirds bei mir schwierig. ;-)
Ich finde, das Thema Boykott der WM ist mal wieder der Versuch, das was in politischer Verantwortung liegt in moralisches Empfinden des Einzelnen outzusourcen. Ich habe die WM vollumfänglich nicht beachtet. Machen wir uns nichts vor, das interessiert am Ende niemanden. Und ich wäre kein schlechterer Mensch, wenn ich sie geschaut hätte. Aber die Politik ist ja in der Pflicht zu reagieren. Und ich meine keine Symbolpolitik (Binde). Warum wird GI auf dem G20-Gipfel geduldet? Warum muß Habeck den Kotau vorm katarischen Energieminister machen? Warum lässt die Politik die Zersetzung der Systeme durch Korruption zu?
Warum habe ich als Wähler zugelassen, dass die 15 fetten Jahre der BRD ungenutzt verstreichen konnten - das ist doch die Verantwortung, die jeder Einzelne trägt
Boykott der Sponsoren
Earl Chekov, Dienstag, 20.12.2022, 15:10 (vor 1133 Tagen) @ Earl Chekov
Die Quoten in Deutschland waren komplett unterirdisch. Das interessiert schon.
Boykott der Sponsoren
MBasic, Wetter, Dienstag, 20.12.2022, 19:40 (vor 1133 Tagen) @ Taifun
Wenn sich die Welt um Deutschland drehen würde, dann ja. Ansonsten interessant für ARD, ZDF, DFB und die deutschen Werbepartner.
WM Finale 2018 Deutschland ca. 22 Millionen, weltweit waren es 1,12 Milliarden .
WM Finale 2022 Deutschland 14 Millionen, weltweit 1,5 Milliarden.
Boykott der Sponsoren
markus, Dienstag, 20.12.2022, 19:55 (vor 1133 Tagen) @ MBasic
Wenn sich die Welt um Deutschland drehen würde, dann ja. Ansonsten interessant für ARD, ZDF, DFB und die deutschen Werbepartner.
WM Finale 2018 Deutschland ca. 22 Millionen, weltweit waren es 1,12 Milliarden .
WM Finale 2022 Deutschland 14 Millionen, weltweit 1,5 Milliarden.
Quelle für die weltweiten Zahlen?
Boykott der Sponsoren
MBasic, Wetter, Dienstag, 20.12.2022, 20:21 (vor 1133 Tagen) @ markus
Von der WM 2018 sind es offizielle Zahlen.
RAI Sport hat vor dem Finale die Zahl 1.5 Milliarden als Schätzwert genannt, aufgrund weltweiter Zuschauerentwicklung. Ich gehe davon aus, dass sie nicht weit daneben liegen werden.
Selbst wenn es 1.3-1.4 Milliarden sind, die FIFA wird das Turnier als vollen Erfolg darstellen.
Boykott der Sponsoren
MBasic, Dienstag, 20.12.2022, 20:39 (vor 1133 Tagen) @ MBasic
Die Fifa wird wie Putin alles als Erfolg verkaufen.
Boykott der Sponsoren
Davja89, Mittwoch, 21.12.2022, 10:23 (vor 1133 Tagen) @ Taifun
Naja aber die Fifa hat im Gegensatz zu Putin recht.
Am Ende hat diese WM den Arabischen Markt weit geöffnet. Der Rückgang in Westeuropa war minimal. Die Briten und Franzosen hatten ähnliche bis bessere Einschaltquoten.
Deutschland war der Rückgang spürbar. Allerdings schwierig auseinander zu halten was davon Katar Effekt war.
Die Deutschen werden mit der Euro im eigenen Land wieder mit dem Fussball versöhnt und 2026 wieder massenhaft einschalten.
Außerdem sind bis auf Adidas die Fifa Sponsoren sowieso keine Europäer mehr. Da nimmt die Bedeutung des Europäischen Marktes einfach ab. Nordamerika, China, Indien und der Arabische Raum sind Wachstumsmärkte für den globalen Fussball.
Aus der egoistischen Sicht der Fifa war die WM natürlich ein ziemlicher Erfolg. Dem Fussball in Deutschland mag das zeitweilig eher geschadet haben. Wir sind aber nicht der Mittelpunkt der Welt. Weder Wirtschaftlich noch sportlich.
Boykott der Sponsoren
markus, Mittwoch, 21.12.2022, 11:26 (vor 1133 Tagen) @ Davja89
Naja aber die Fifa hat im Gegensatz zu Putin recht.
Am Ende hat diese WM den Arabischen Markt weit geöffnet. Der Rückgang in Westeuropa war minimal. Die Briten und Franzosen hatten ähnliche bis bessere Einschaltquoten.
In Frankreich hat das Finale Rekordquoten gehabt. https://www.swp.de/sport/fussball-wm/einschaltquote-wm-finale-2022-tv-quote-ard-68223129.html
Gab es überhaupt insgesamt einen Rückgang in Westeuropa? Ich habe dazu nichts finden können.
Deutschland war der Rückgang spürbar. Allerdings schwierig auseinander zu halten was davon Katar Effekt war.
Die Deutschen werden mit der Euro im eigenen Land wieder mit dem Fussball versöhnt und 2026 wieder massenhaft einschalten.
Außerdem sind bis auf Adidas die Fifa Sponsoren sowieso keine Europäer mehr. Da nimmt die Bedeutung des Europäischen Marktes einfach ab. Nordamerika, China, Indien und der Arabische Raum sind Wachstumsmärkte für den globalen Fussball.
Werbung funktioniert auch eher unterbewusst. Klar kann man das aktiv boykottieren. Aber der, der sich vorher regelmäßig Big Mäc mit Coca Cola reingepfiffen hat, wird wohl kaum demnächst selbst Burger braten und plötzlich Leitungswasser trinken. Gesünder wäre es.
Aus der egoistischen Sicht der Fifa war die WM natürlich ein ziemlicher Erfolg. Dem Fussball in Deutschland mag das zeitweilig eher geschadet haben. Wir sind aber nicht der Mittelpunkt der Welt. Weder Wirtschaftlich noch sportlich.
Die Fifa plant bereits mit 50% mehr Umsatz bei der WM 26. Die Veranstaltung wird auf 48 Länder aufgebläht und es wird ein 1/16 Finale geben. Wohl insgesamt über 100 Spiele und statt sieben sind es acht Spiele bis zum Finale. Wer gedacht hat man könne den ganzen Wahnsinn stoppen, der irrt. Die Spirale wird auf allen Ebenen weitergedreht.
Boykott der Sponsoren
MBasic, Dienstag, 20.12.2022, 19:54 (vor 1133 Tagen) @ MBasic
Ist mir alles klar. Wobei man Westeuropa als ganzes betrachten sollte. Und dazu kommt dann auch die Kaufkraft. Ein paar Millionen mehr Zuschauer in Argentinien und China werden weit aus weniger Kaufkraft haben als ein paar hunderttausend Zuschauer in Westeuropa.
Resümee der WM-Boykottierer
Buzzbomb
, Howi, Dienstag, 20.12.2022, 10:11 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ähnlich wie du, kein Spiel gesehen und nur über die Kicker App informiert.
Was mich am meisten überrascht hat, wie viele Leute, mit denen ich darüber gesprochen habe, ebenfalls nicht ein Spiel geschaut haben.
Resümee der WM-Boykottierer
BVBMenden
, Menden (Sauerland), Dienstag, 20.12.2022, 08:43 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich hab gar nicht soooo bewusst boykottiert…ich habe aber trotzdem höchstens 90 Minuten insgesamt geschaut…es hat mich nicht abgeholt…
Resümee der WM-Boykottierer
Mattes84, München, Dienstag, 20.12.2022, 08:24 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich wollte alles boykottieren und bin ehrlicherweise beim Spiel Deutschland gegen Costa Rica schwach geworden. Das habe ich gesehen. Danach aber nichts mehr und auch konsequenterweise das Finale nicht. Geht mir sowieso generell auf die Nerven, dass es in heutiger Zeit gar nicht mehr so sehr um die Mannschaft an sich geht sondern immer nur darum einen einzelnen zu überhöhen und zu hypen. Einer muss ja „goat“ sein. Und messi erst recht nicht. Ist letzten Endes auch nur ein asozialer Steuerhinterzieher.
Resümee der WM-Boykottierer
Oberschwabe, Oberschwaben, mitem Herzen immer i. Pott, Dienstag, 20.12.2022, 05:33 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich habe mir zwei Spiele angesehen. Das Costa Rica Spiel und das Finale. Ehrlicherweise dachte ich im Vorfeld nicht, dass ich meinen Boykott so krass durchziehen würde.
Mich hat es aber erstaunlicherweise nicht gereizt. Jedoch bin ich froh das Finale gesehen zu haben. Das war für mich legendär.
Resümee der WM-Boykottierer
Chill-Instructor, Dienstag, 20.12.2022, 00:31 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Die letzten drei Minuten der Verlängerung von Schweiz - Serbien habe ich gesehen, weil der Baby Sitter die Glotze an hatte.
Es hat mich gar nicht gereizt. Dieser Anlass war für mich von A bis Z zum Kotzen und dieses Weißwaschen muss ich nicht unterstützen. Sporadisch wurde man auf Arbeit angesprochen und in News Feeds waren auch viele Berichte. So bekam man im Verlaufe der nächsten Tage die Resultate irgendwie halbwegs mit. Ich habe weder Ticker noch Sport-bezogene Artikel zu dieser WM gelesen. Es ist mir allerdings auch nicht schwer gefallen.
Ich kann mir vorstellen, dass ich sämtliche FIFA Turniere in Zukunft meide, mindestens bis dieser Infantino weg ist, und nur noch Dortmund und Zürich in der BL und Pokal verfolge. Die CL ist mittlerweile auch so ein Dreckswettbewerb.
Resümee der WM-Boykottierer
Fummelkutte, Berlin, Montag, 19.12.2022, 20:57 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Joa, ab und am im Kicker was mitbekommen und die letzten 20 Minuten gegen Costa Rica auf ner Firmenfeier gesehen. Das bisschen Katastrophentourismus hab ich mir gegönnt. Ansonsten nix gesehen, aber auch nicht aktiv nen Bogen drum gemacht. Finale scheint ja ganz geil gewesen zu sein, aber ansonsten hab ich recht wenig verpasst aus meiner Sicht. Nun erstmal runterkommen zu Weihnachten und dann ist ja irgendwann auch wieder Bundesliga.
Welche WM?
Benny, Block 83, Montag, 19.12.2022, 19:55 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Verstehe nur Bahnhof…
Resümee der WM-Boykottierer
pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 19.12.2022, 19:42 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich habe es nicht boykottiert. Der DFB interessiert mich schlichtweg nicht und die Unterbrechung der Bundesliga für Spiele von Auswahlmannschaften sind in meinen Augen ein Verbrechen gegen die Menschheit. Ich habe den Zirkus also eher ignoriert als boykottiert und ganz ernsthaft habe ich erst vor zwei Stunden mitbekommen wer Weltmeister wurde. Ich habe nicht eine einzige Minute des Turniers live gesehen, nur zwangsläufig Bilder und Szenen in den Medien. Was ist mein Resümee? Keine Ahnung. Ich habe nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Resümee der WM-Boykottierer
Sauerländer Nordlicht, Oldenburg, Montag, 19.12.2022, 20:24 (vor 1134 Tagen) @ pactum Trotmundense
Ich habe es nicht boykottiert. Der DFB interessiert mich schlichtweg nicht und die Unterbrechung der Bundesliga für Spiele von Auswahlmannschaften sind in meinen Augen ein Verbrechen gegen die Menschheit. Ich habe den Zirkus also eher ignoriert als boykottiert und ganz ernsthaft habe ich erst vor zwei Stunden mitbekommen wer Weltmeister wurde. Ich habe nicht eine einzige Minute des Turniers live gesehen, nur zwangsläufig Bilder und Szenen in den Medien. Was ist mein Resümee? Keine Ahnung. Ich habe nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Genau so geht es mir auch. Mein letztes Turnier welches ich intensiv und aus interesse geguckt habe, war glaub ich, die WM 2006. Die WMs danach gab es immer irgendwas, was mich (zu sehr) gestört hat. 2010 die Vuvuzelas, in Brasilien die Anstoßzeiten, dann Russland und jetzt eben Katar aus Gründen
Resümee der WM-Boykottierer
Gargamel09, Montag, 19.12.2022, 19:56 (vor 1134 Tagen) @ pactum Trotmundense
Ich habe es nicht boykottiert. Der DFB interessiert mich schlichtweg nicht und die Unterbrechung der Bundesliga für Spiele von Auswahlmannschaften sind in meinen Augen ein Verbrechen gegen die Menschheit. Ich habe den Zirkus also eher ignoriert als boykottiert und ganz ernsthaft habe ich erst vor zwei Stunden mitbekommen wer Weltmeister wurde. Ich habe nicht eine einzige Minute des Turniers live gesehen, nur zwangsläufig Bilder und Szenen in den Medien. Was ist mein Resümee? Keine Ahnung. Ich habe nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Es wird gesagt, dass es das beste WM Finale ever war. Mag sein, aber es gab so viele Spiele, die einen noch außergewöhnlicheren Spielverlauf hatten, als das gestern, nicht bei der EM oder EM, aber in den jeweiligen Ligen, europäischen Wettbewerben.
Es wird ja auch von den Kommentatoren so getan, als ob das nun Wunder was für ein toller Fußball war, aber bis auf die Anfangs und Schlussphase, war es doch kein Spiel, wo man sich die Fingernägel abkauen musste, oder es einem nicht mehr auf dem Stuhl gehalten hat.
Der bessere Fußball wird so sowieso nicht bei Nationalmannschaftsturnieren gespielt, dort gibt es auch keine Neuheiten, wo sich der Klubfußball etwas abschauen kann.
Und so ein Spiel, wo eine Mannschaft mit 2 Toren führt und die andere das noch aufholt, gab es hier erst vor 4 Monaten und das wurde sogar noch gedreht ;)
Resümee der WM-Boykottierer
depecheden, Montag, 19.12.2022, 19:51 (vor 1134 Tagen) @ pactum Trotmundense
Ich habe es nicht boykottiert. Der DFB interessiert mich schlichtweg nicht und die Unterbrechung der Bundesliga für Spiele von Auswahlmannschaften sind in meinen Augen ein Verbrechen gegen die Menschheit. Ich habe den Zirkus also eher ignoriert als boykottiert und ganz ernsthaft habe ich erst vor zwei Stunden mitbekommen wer Weltmeister wurde. Ich habe nicht eine einzige Minute des Turniers live gesehen, nur zwangsläufig Bilder und Szenen in den Medien. Was ist mein Resümee? Keine Ahnung. Ich habe nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.
So siehts aus. Ich habe zwar nicht ganz boykottiert, bisschen was geguckt aber es geht einfach emotionslos runter. 2006 z.B. bin ich nach dem Ausscheiden am nächsten Tag aufgewacht und war völlig fertig. Das war mal ein geiles Turnier. Hier und heute hat mich nichts gereizt - gar nichts. Und dann noch deswegen 2,5 Monate Winterpause, kann mich nichtmal über Borussia aufregen.
Resümee der WM-Boykottierer
Eisen, DO, Montag, 19.12.2022, 19:51 (vor 1134 Tagen) @ pactum Trotmundense
Ich würde dir normalerweise recht geben, aber dieses Jahr sollten wir alle froh sein, dass WM war und wir das trostlose Geholze der Schwatzgelben nicht noch weiter verfolgen mussten. Sonst würde hier der Baum nicht nur brennen, er wäre schon längst Asche.
Resümee der WM-Boykottierer
Fugazi1982, Ort, Montag, 19.12.2022, 19:13 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Hab nichts geguckt und keinen Artikel geklickt. Ich finds schade, dass uns eine geile WM im Sommer genommen wurde, damit einige wenige jetzt mehr Geld/Macht haben. Schade, dass Fußballpolitik nicht demokratischer ist.
Resümee der WM-Boykottierer
markus, Montag, 19.12.2022, 21:33 (vor 1134 Tagen) @ Fugazi1982
Hab nichts geguckt und keinen Artikel geklickt. Ich finds schade, dass uns eine geile WM im Sommer genommen wurde, damit einige wenige jetzt mehr Geld/Macht haben. Schade, dass Fußballpolitik nicht demokratischer ist.
Für die Menschen auf der Südhalbkugel war das jetzt die erste Sommer WM. Ich glaube in Buenos Aires wird lieber bei 28 statt bei 10 Grad der Titel gefeiert.
Resümee der WM-Boykottierer
Fugazi1982, Ort, Dienstag, 20.12.2022, 12:09 (vor 1134 Tagen) @ markus
Hab nichts geguckt und keinen Artikel geklickt. Ich finds schade, dass uns eine geile WM im Sommer genommen wurde, damit einige wenige jetzt mehr Geld/Macht haben. Schade, dass Fußballpolitik nicht demokratischer ist.
Für die Menschen auf der Südhalbkugel war das jetzt die erste Sommer WM. Ich glaube in Buenos Aires wird lieber bei 28 statt bei 10 Grad der Titel gefeiert.
Ja stimmt, da hast du recht. Das wäre auch in Ordnung/Fair gewesen eine WM im Winter zu veranstalten, damit die Menschen auf der Südhalbkugel auch eine Sommer WM haben.
War das denn der Grund weshalb die Fifa die WM auf Winter gelegt hatte? Würde jetzt vermuten es ginge eher um Geld für Fifa-Funktionäre :/
Resümee der WM-Boykottierer
Gargamel09, Dienstag, 20.12.2022, 12:12 (vor 1134 Tagen) @ Fugazi1982
Hab nichts geguckt und keinen Artikel geklickt. Ich finds schade, dass uns eine geile WM im Sommer genommen wurde, damit einige wenige jetzt mehr Geld/Macht haben. Schade, dass Fußballpolitik nicht demokratischer ist.
Für die Menschen auf der Südhalbkugel war das jetzt die erste Sommer WM. Ich glaube in Buenos Aires wird lieber bei 28 statt bei 10 Grad der Titel gefeiert.
Ja stimmt, da hast du recht. Das wäre auch in Ordnung/Fair gewesen eine WM im Winter zu veranstalten, damit die Menschen auf der Südhalbkugel auch eine Sommer WM haben.War das denn der Grund weshalb die Fifa die WM auf Winter gelegt hatte? Würde jetzt vermuten es ginge eher um Geld für Fifa-Funktionäre :/
Der Grund ist das Klima in dieser Region, die eine WM im Sommer nicht zulässt. Weil das bei der vergabe aber auch egal war, das einzige was zählte, wie viel die Scheichs den einzelnen Entscheidern in die Tasche gesteckt haben, mussten sie das dann eben anpassen.
Falls nicht noch Saudi-Arabien und Ägypten den Zuschlag für 2030 bekommen sollte, wird das auch die einzige WM im Winter bleiben, das werden die großen Ligen nicht nochmal mitmachen.
Resümee der WM-Boykottierer
Knolli, Montag, 19.12.2022, 20:44 (vor 1134 Tagen) @ Fugazi1982
Dafür feiert Argentinien jetzt sein Sommermärchen ;)
Gibt viele, sehr gute Gründe gegen die WM in Katar.
Dass Manfred aber zum Deutschlandspiel nicht grillen konnte, ist keiner davon.
Resümee der WM-Boykottierer
Fugazi1982, Ort, Dienstag, 20.12.2022, 12:16 (vor 1134 Tagen) @ Knolli
Dafür feiert Argentinien jetzt sein Sommermärchen ;)
Gibt viele, sehr gute Gründe gegen die WM in Katar.
Dass Manfred aber zum Deutschlandspiel nicht grillen konnte, ist keiner davon.
Stimmt, für die Menschen auf der Südhalbkugel ist es gut.
Für Manfred ist es schade, aber er allein ist im Vergleich nahezu unwichtig - da hast du auch recht.
Resümee der WM-Boykottierer
hami, Dienstag, 20.12.2022, 21:14 (vor 1133 Tagen) @ Fugazi1982
Gut ist aber milde ausgedrückt. Da feiern gerade mehrere Millionen in Buenos Aires als gäbe es kein morgen. Sklaverei, FIFA Mafia, Schmiergelder ... sowas von egal. Andere Welt, verkehrte Welt? Es passt halt alles nicht zusammen.
Resümee der WM-Boykottierer
Daddy, Montag, 19.12.2022, 17:45 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
War nicht schwer. Einfach kein Bock auf Fußball momentan.
"auf der anderen Seite stehen"
Hatebreed, Montag, 19.12.2022, 17:14 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Nichts geguckt, noch nie war es so einfach.
Nichts vermisst.
Eher im Gegenteil: Interessanter Eindrucke mal die "andere Seite" (nicht-fußballinteressiert) wahrzunehmen.
Kollege(n) zu mir:
"Nein, am Dienstag Nachmittag mache ich keine Termine, da läuft vielleicht das deutsche Achtelfinale".
"Wenn Du unbedingt in die Kneipe willst, dann natürlich nur da, wo auch Fußball läuft"
"Morgen Abend komme ich nicht zum Training, WM..."
"Wie kannst Du da nur X/Y machen, da ist doch Fußball?"
Das war amüsant bis nervig. Da sonst ich der Fußballverrückte bin, war das mal ein interessantes Spiegeln meines normalen Verhaltens.
Resümee der WM-Boykottierer
Schoeneschooh, CDMX, Montag, 19.12.2022, 17:06 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Konnte mich der WM bis auf drei Ausnahmen entziehen:
Mexiko gg. Argentinien: War mit der mex. Familie in einem Restaurant. Das hatten die ausgesucht weil da das Spiel übertragen wurde.
Deutschland gg. Spanien: Mittagessen mit Kollegen im Restaurant, wo es übertragen wurde.
Finale: Lief gestern beim Familienfrühstück.
Bin damit zufrieden, alleine hätte ich nichts geschaut, wollte aber die Leute um mich herum nicht verprellen!
Resümee der WM-Boykottierer
padre.serata, Alicante, Montag, 19.12.2022, 16:55 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Vielen Dank für diesen Thread zunächst. Schön, die vielfältigen Gedanken zu lesen, und auch die Fans dahinter etwas kennenzulernen.
Ich hatte für mich nie einen klaren Katar-Boykott formuliert, sondern wollte mich selbst überraschen lassen. Also die absolut falschen Voraussetzungen für ein entschiedenes Vorhaben. Dennoch bin ich zufrieden.
Für meine Verhältnisse ist diese WM an mir vorbeigerauscht wie kein grosses Turnier seit 1992, als ich zu kucken begann (mit 10 Jahren). Ich habe absichtlich das Einschalten zu den Spielen und die meisten WM-Nachrichten gemieden und mich auch immer wieder selbst korrigiert.
Dass wir dennoch einige Spiele kuckten, hat mit den Kindern zu tun. Ich habe gesehen, wie sie mit den Mitschülern Freude und Enthusiasmus entwickelten (das war der Vorteil der WM, die mitten im Schuljahr stieg). Diese doch noch präsente gute Kraft des Fussballs wollte ich gerade dem Sohn (jetzt 10) nicht nehmen.
In unserem familiären Fall verfolgen wir mehrere Länder, weshalb ich immer noch einen Mehrwert im Anschauen von Nationalmannschaften sehe: Die Kinder lernen die Hymnen kennen, die Namen, das Aussehen, Verhalten, auch etwas von den Sprachen.
Bei der Katar-WM und dem Tamtam drumrum konnte man mit den Kindern auch Menschenrechte und globale Politik ansprechen. Das fand ich sinnvoll. Warum haben wir die WM 2022 nicht total boykottiert? Auch, weil ich bei der grossen Empörungswelle nicht ganz mitgehe.
Seit jeher ist vieles im Hintergrund des Weltfussballs unsauber. Seit jeher gehen WMs in Länder, in denen schwere Menschenrechtsverletzungen passieren. 1982, als ich geboren wurde, stieg die WM in Spanien, die 1966 an den Diktator Franco vergeben worden war. 1978 stieg die WM in Argentinien, als gäbe es keine folternde und mordende Militärdiktatur.
Das ist kein Grund dafür, heutige Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu tolerieren. Aber es hilft, bestimmte Dinge auch relativ zu sehen, und vielleicht zu hoffen, dass beim Fussball doch ein gewisser Funke Fair-Play auf ein Gastgeberland überspringen kann.
Gruss!
Resümee der WM-Boykottierer
markus, Montag, 19.12.2022, 17:11 (vor 1134 Tagen) @ padre.serata
Seit jeher ist vieles im Hintergrund des Weltfussballs unsauber. Seit jeher gehen WMs in Länder, in denen schwere Menschenrechtsverletzungen passieren. 1982, als ich geboren wurde, stieg die WM in Spanien, die 1966 an den Diktator Franco vergeben worden war. 1978 stieg die WM in Argentinien, als gäbe es keine folternde und mordende Militärdiktatur.
1978 haben wahrscheinlich nur die wenigsten hier im Forum mitbekommen. Der Wikipedia Artikel dazu ist interessant. In der Nähe des River-Plate-Stadions hat man in einem Konzentrationslager beinahe alle 2.000 Mitglieder der beiden stärksten linken Gruppierungen umgebracht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fußball-Weltmeisterschaft_1978#Argentinien_unter_der_Militärdiktatur
Und unglaublich was Berti Vogts und ein weiterer Spieler dort gesagt haben.
Berti Vogts in Bezug auf die herrschende Militärjunta: „Argentinien ist ein Land, in dem Ordnung herrscht. Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen.“[9]
Manfred Kaltz vom Hamburger SV sagte laut Medienberichten: „Ich fahr da hin, um Fußball zu spielen, nichts sonst. Belasten tut mich das nicht, dass dort gefoltert wird. Ich habe andere Probleme“.[10][11]
Resümee der WM-Boykottierer
istar, Montag, 19.12.2022, 17:30 (vor 1134 Tagen) @ markus
Seit jeher ist vieles im Hintergrund des Weltfussballs unsauber. Seit jeher gehen WMs in Länder, in denen schwere Menschenrechtsverletzungen passieren. 1982, als ich geboren wurde, stieg die WM in Spanien, die 1966 an den Diktator Franco vergeben worden war. 1978 stieg die WM in Argentinien, als gäbe es keine folternde und mordende Militärdiktatur.
1978 haben wahrscheinlich nur die wenigsten hier im Forum mitbekommen. Der Wikipedia Artikel dazu ist interessant. In der Nähe des River-Plate-Stadions hat man in einem Konzentrationslager beinahe alle 2.000 Mitglieder der beiden stärksten linken Gruppierungen umgebracht.https://de.wikipedia.org/wiki/Fußball-Weltmeisterschaft_1978#Argentinien_unter_der_Militärdiktatur
Und unglaublich was Berti Vogts und ein weiterer Spieler dort gesagt haben.
Berti Vogts in Bezug auf die herrschende Militärjunta: „Argentinien ist ein Land, in dem Ordnung herrscht. Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen.“[9]
Manfred Kaltz vom Hamburger SV sagte laut Medienberichten: „Ich fahr da hin, um Fußball zu spielen, nichts sonst. Belasten tut mich das nicht, dass dort gefoltert wird. Ich habe andere Probleme“.[10][11]
Ich hab 1978 mitbekommen. Zwar als Kind bzw. Pubertist, aber von Protesten habe ich nichts gehört oder in Erinnerung.
Dafür aber Udo Jürgens mit " Buenos Dias,Argentina" ,auch zusammen mit der Nationalmannschaft aufgenommen.
Dagegen war Katar eigentlich harmlos.
Resümee der WM-Boykottierer
hami, Montag, 19.12.2022, 20:16 (vor 1134 Tagen) @ istar
Dafür aber Udo Jürgens mit " Buenos Dias,Argentina" ,auch zusammen mit der Nationalmannschaft aufgenommen.
Es fehlt noch der Besuch von Hans-Ulrich Rudel (zeitweise höchstdekorierter Soldat der Wehrmacht) im Trainingsquartier, sowie der Terror eines Franz Lambert an der Hammondorgel, dann ist das Elend komplett.
Resümee der WM-Boykottierer
koom, Montag, 19.12.2022, 15:53 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Boykott... ich hab im Grunde nur das Costa-Rica-Spiel gesehen und das war lustig. Vom Finale die erste Halbzeit, danach war ich in nem HEILUNG-Konzert in München. ;-)
Generell: Ich fand einiges an "drumherum" interessant. Persönlich denke ich, dass speziell Deutschland es einerseits sehr übertreibt mit dem Protest, aber das auf eine überkünstelte, falsche Art. Die One-Love-Binde ist ausgesprochen albern und beim ersten Gegenwind - nachdem man es massiv angekündigt hat - lässt man sie dann weg. Während Marokko mit Palästina-Flaggen durch die Gegend rennt und die FIFA nicht mal zuckt. Deutschland macht ausgesprochen gerne auf Empörung und Pseudo-Engagement, aber am Ende des Tages dann doch nie was. Und den anderen europäischen Nationen schien das eh schon beinahe peinlich zu sein.
Demzufolge dann auch diverse deutsche WM-Nachbesprechung: "Ja ne, beste WM auf jeden Fall nicht, war eher so durchschnittlich..." So, als ob man ja noch mal schlechter Verlierer des Propaganda-Siegs sein wollte.
Insofern lehrreich. Wäre schön, wenn Deutschland etwas weniger den Moralapostel spielen würde und hier und da tatsächlich mehr Maßnahmen durchzieht.
Resümee der WM-Boykottierer
Tom Frost, Montag, 19.12.2022, 15:52 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Hat ganz gut geklappt, auch wenn ich mit Beginn der KO-Phase öfter hier im Forum die Threads gelesen habe.
Irgendwann war ich krank und lag aufm Sofa, Argentinien - Holland und Frankreich - England hat mich fast schwach werden lassen.
Beim Finale hab ich zur Halbzeit und 90. nachm Ergebnis geschaut, dann erst nach dem Elferschießen wieder.
Die drei Spiele hätte ich schon gerne gesehen, zumal ich da nichts anderes vorhatte und es scheinen im Nachhinein auch spannende Spiele gewesen zu sein.
Resümee der WM-Boykottierer
Ulrich, Montag, 19.12.2022, 15:39 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich habe es mir einfach nicht angeschaut. "Boykott" wäre mir ein zu großes Wort. Verpasst habe ich wohl nur ein hochklassiges Finale. Aber das kann ich verschmerzen.
Konnte es nicht komplett durchziehen
schweizer666, Schweiz, Montag, 19.12.2022, 15:37 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Zugegeben, ich habe noch nie so wenig WM geschaut wie dieses Mal, da bin ich stolz drauf. Vorrunde quasi nur die 3 Spiele der Schweiz (teilweise) und sonst vielleicht mal im vorbeizappen paar Sekunden.
WM war als Gesprächsthema hier quasi inexistent. Es gab keine grossen public viewings, nichtmal im Büro wurden die CH-Spiele übertragen (sonst immer, mit grossem WM-Tippspiel etc.), es gab keine privaten Winter-WM-Grilladen, es war quasi inexistent.
Ab der K.O. Runde habe ich tatsächlich 1-2 Siele komplett geschaut, und gestern immerhin die Hälfte des Finales.
Verglichen mit vorhergehenden WM, wo ich teilweise extra 3 Wochen Ferien bezogen hab, nicht der Rede wert.
Gebracht hat es wohl nichts: die FIFA wird ein korrupter Scheisshaufen bleiben, Qatar wird die Menschenrechte weiterhin mit Füssen treten, aber das tun wir auch. Hier in Mitteleuropa. Wer das bezweifelt, darf gerne mal bei Tönnies Wurstfabrik arbeiten, oder ausrechnen wieviel es kostet Urteile an den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte oder ans Bundesgericht weiterzuziehen - das kann sich nämlich noch längst nicht jeder aus der Portokasse leisten. Oder soll aufhören in Asien hergestellte Elektronika zu verwenden.
Und andere Kontinente haben halt ganz andere Probleme als ein paar tausend tote Gastarbeiter für die Stadien. Da wurden teilweise grosse Teile des BIP für WMs vernichtet oder ganze Viertel plattgewalzt. Die sagen sich natürlich "paar Tote beim Stadionbau, wollt ihr uns verarschen? Hier bei uns verhungern oder verschwinden auch einfach Menschen..."
Konnte es nicht komplett durchziehen
herrNick, Montag, 19.12.2022, 23:15 (vor 1134 Tagen) @ schweizer666
Zugegeben, ich habe noch nie so wenig WM geschaut wie dieses Mal, da bin ich stolz drauf. Vorrunde quasi nur die 3 Spiele der Schweiz (teilweise) und sonst vielleicht mal im vorbeizappen paar Sekunden.
WM war als Gesprächsthema hier quasi inexistent. Es gab keine grossen public viewings, nichtmal im Büro wurden die CH-Spiele übertragen (sonst immer, mit grossem WM-Tippspiel etc.), es gab keine privaten Winter-WM-Grilladen, es war quasi inexistent.
Ab der K.O. Runde habe ich tatsächlich 1-2 Siele komplett geschaut, und gestern immerhin die Hälfte des Finales.
Verglichen mit vorhergehenden WM, wo ich teilweise extra 3 Wochen Ferien bezogen hab, nicht der Rede wert.
Relativ ähnlich hier. Von mir aus hatte ich nicht das Bedürfnis ein Spiel anzusehen. Ich habe kein HF, Finale oder Spiel um Platz 3 gesehen. DFB Spiele 1,5 und 2 VFs, da Besuch und tagsüber war dann schon „alles gesagt“. Seit 1982 habe ich zum ersten Mal ein Turnier emotionslos erlebt. Ich fühle mich um das Turnier betrogen, das waren seit jeher die Highlights meines Fußballlebens. Ich bin froh dass es vorbei ist und ich 2024 wieder in das Turniererlebnis eintauchen kann.
Ciao,
herrNick
Nepal
Chill-Instructor, Montag, 19.12.2022, 15:20 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Bis zu den Viertelfinal-Spielen war ich in Nepal in Urlaub. Man hätte denken können, das es dort wegen der Behandlung der nepalesischen Gastarbeiter in Qatar auch Boykott-Diskussionne gegeben hätte. Nepalesen arbeiten viel im nahen Osten, auch in Qatar. Die zweite Folge der ZDF-WM-Doku fing mit einem nepalesischen Todesopfer an.
Aber in Nepal selber? Nix Boykott.Ich wurde in Nepal oft gefragt, wo ich herkomme. Dann fing immer eine Diskussion über Fußball und das deutsche Team an. Ich wurde immer wieder aufgefordert, in einer Kneipe mitzugucken. Wenn ich dann erwähnte, dass ich diese WM boykotieren und nicht gucken möchte (und auch warum), gab es es große Augen.
Die Nepalesen sind es leider seit Jahren gewohnt, so in Qatar (und vermutlich auch anderen Ländern im Nahen Osten) behandelt zu werden. Da war die WM nichts Neues. Die meisten Gastarbeiter haben meines Wissens auch gar nicht für die WM gearbeitet. Nepal ist ein armes Land und die Einwohner haben leider nicht viele Alternativen, um (für sie gutes) Geld zu verdienen.
Das Gute am teilweisen Boykott in Deutschland sehe ich darin, dass es hier vielen bewusst geworden ist, wie Gastarbeiter in Qatar behandelt werden. Von daher sehe ich den teilweisen Boykott als Erfolg.
Persönlich habe ich meinen Fernseh-Boykott bis zum Finale durchgehalten. Das habe ich dann geschaut. Ansonsten habe ich aber die deutschen und KO-Spiele nachgelesen und teilweise im Ticker verfolgt.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 17:08 (vor 1134 Tagen) @ Dortmunder Jung
Bis zu den Viertelfinal-Spielen war ich in Nepal in Urlaub. Man hätte denken können, das es dort wegen der Behandlung der nepalesischen Gastarbeiter in Qatar auch Boykott-Diskussionne gegeben hätte. Nepalesen arbeiten viel im nahen Osten, auch in Qatar. Die zweite Folge der ZDF-WM-Doku fing mit einem nepalesischen Todesopfer an.
Aber in Nepal selber? Nix Boykott.Ich wurde in Nepal oft gefragt, wo ich herkomme. Dann fing immer eine Diskussion über Fußball und das deutsche Team an. Ich wurde immer wieder aufgefordert, in einer Kneipe mitzugucken. Wenn ich dann erwähnte, dass ich diese WM boykotieren und nicht gucken möchte (und auch warum), gab es es große Augen.
Die Nepalesen sind es leider seit Jahren gewohnt, so in Qatar (und vermutlich auch anderen Ländern im Nahen Osten) behandelt zu werden. Da war die WM nichts Neues. Die meisten Gastarbeiter haben meines Wissens auch gar nicht für die WM gearbeitet. Nepal ist ein armes Land und die Einwohner haben leider nicht viele Alternativen, um (für sie gutes) Geld zu verdienen.
Das Gute am teilweisen Boykott in Deutschland sehe ich darin, dass es hier vielen bewusst geworden ist, wie Gastarbeiter in Qatar behandelt werden. Von daher sehe ich den teilweisen Boykott als Erfolg.
Persönlich habe ich meinen Fernseh-Boykott bis zum Finale durchgehalten. Das habe ich dann geschaut. Ansonsten habe ich aber die deutschen und KO-Spiele nachgelesen und teilweise im Ticker verfolgt.
Wundert es dich ernsthaft, dass es in Nepal keinen WM-Boykott gab? Ganz abgesehen davon,dass das eine sehr deutsche Attitüde war,die wahrscheinlich auch in anderen europäischen Ländern eher wenig geteilt wurde (zumindest haben sich zum Spiel England-Frankreich mal eben 15.000 Engländer in Flieger gesetzt und sind hingeflogen),tragen Nepalesen,die in Katar oder anderen Golfstaaten arbeiten, nicht unerheblich zum Bruttosozialprodukt bei und zum anderen dürften die Arbeitsbedingungen von Arbeitern in Nepal selbst auch weniger von work-life-balance oder happiness-managment bestimmt sein.
Ich war aber noch nicht da, daher kann ich das nur vermuten.
In den Stadien in Katar waren aber viele Gastarbeiter, die je nach Präferenz verschiedenen Teams die Daumen gedrückt haben.Auch ein paar mit Deutschlandtrikot.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 18:00 (vor 1134 Tagen) @ istar
...
Wundert es dich ernsthaft, dass es in Nepal keinen WM-Boykott gab? Ganz abgesehen davon,dass das eine sehr deutsche Attitüde war,die wahrscheinlich auch in anderen europäischen Ländern eher wenig geteilt wurde (zumindest haben sich zum Spiel England-Frankreich mal eben 15.000 Engländer in Flieger gesetzt und sind hingeflogen),tragen Nepalesen,die in Katar oder anderen Golfstaaten arbeiten, nicht unerheblich zum Bruttosozialprodukt bei und um anderen dürften die Arbeitsbedingungen von Arbeitern in Nepal selbst auch weniger von work-life-balance oder happiness-managment bestimmt sein.
Ich war aber noch nicht da, daher kann ich das nur vermuten.
...
Deine Antwort liest für mich so, als ob du den Boykott als deutsches "Luxusproblem" siehst. Gastarbeitern wurden legal Reisepässe abgenommen und sie damit im Land festgehalten. Dann gab es laut den Dokumentationen auch Fälle, in denen die Arbeiter obendrein monatelang kein Gehalt bekommen haben.
Da finde ich deine Aussage, in Nepal gebe es vermutlich auch weniger "work-life-balance" und "happiness-management", zynisch.
Nepal
MBasic, Wetter, Montag, 19.12.2022, 20:02 (vor 1134 Tagen) @ Dortmunder Jung
Ja, der Boykott war ein deutsches Luxusproblem.
Schließlich hat man nichts riskiert, außer schlechtes sportliches Abschneiden durch die Unruhe.
Wenn man sich anschaut , wie die anderen europäischen Länder mit dieser Problematik umgegangen sind (über Amerika, Asien und Afrika will ich erst gar nicht reden), dann bekommt man das Gefühl, dass die Deutschen aktuell entweder ziemlich frustriert sind oder wieder mal die Welt belehren wollen.
Sportlich hat man sich blamiert und mit dem Boykott hat man nichts erreicht.
International wird über Deutschland geschmunzelt oder man hält die Deutschen für ziemlich arrogant. Der deutsche Alleingang war zum Scheitern verurteilt.
Über die Entscheidung zu diesem Austragungsort, den Herrschern in Katar oder die FIFA brauchen wir gar nicht zu diskutieren. 12 Jahre hat der DFB Zeit gehabt, zusammen mit zahlungskräftigen deutschen Unternehmen etwas zu unternehmen. Und was ist passiert? Mal davon abgesehen, dass der DFB und die deutschen Unternehmen für solche Aktionen nur dann zu haben sind, wenn sie dadurch auch profitieren.
Mein arabischer Arbeitskollege fragt sich, ob die deutschen Medien und Fußballfans bei der nächsten WM die USA auch so laut kritisieren werden!? Gründe hätte man genug…
Mit 2013 hat dies ja angefangen
tobi002, Dortmund, Dienstag, 20.12.2022, 12:17 (vor 1134 Tagen) @ MBasic
„Die Vollstreckung ist bei uns als erledigt gekennzeichnet“, wird der Landshuter Oberstaatsanwalt Markus Kring zitiert.
Im Februar 2013 hatte der passionierte Uhrensammler Rummenigge am Münchener Flughafen zwei Rolex-Modelle nicht verzollt, als er von einer Versammlung des europäischen Klub-Verbandes Eca aus Katar zurückgekehrt war.
Nepal
herrNick, Montag, 19.12.2022, 23:25 (vor 1134 Tagen) @ MBasic
Ja, der Boykott war ein deutsches Luxusproblem.
Nein, war er nicht. Verschiedene europäische Länder hatten den Plan, die One Love Binde zu tragen. Die iranischen Spieler haben politische Gesten zum Besten gegeben. Deutschland ist nicht das eine Woke-Land, wie Du es gerne darstellen möchtest.
Nepal
MBasic, Wetter, Dienstag, 20.12.2022, 07:48 (vor 1134 Tagen) @ herrNick
Ja, der Boykott war ein deutsches Luxusproblem.
Nein, war er nicht. Verschiedene europäische Länder hatten den Plan, die One Love Binde zu tragen. Die iranischen Spieler haben politische Gesten zum Besten gegeben. Deutschland ist nicht das eine Woke-Land, wie Du es gerne darstellen möchtest.
Richtig, sie hatten den Plan. Nach den ersten Strafandrohungem seitens FIFA haben sie den Schwanz eingezogen.
Möchtest du ernsthaft den iranischen Protest mit dem deutschen auf eine Stufe stellen?
Nepal
herrNick, Montag, 19.12.2022, 23:36 (vor 1134 Tagen) @ herrNick
Mbasic war doch einer der Russland-Freunde, oder?
Nepal
herrNick, Dienstag, 20.12.2022, 00:00 (vor 1134 Tagen) @ Taifun
Mbasic war doch einer der Russland-Freunde, oder?
Gibt es Russland-Fan ohne Anti-Woke (also auf einem ganz anderen Level als Du ;-))?
Nepal
herrNick, Dienstag, 20.12.2022, 00:09 (vor 1134 Tagen) @ herrNick
Was willst du von mir?
Nepal
herrNick, Dienstag, 20.12.2022, 07:11 (vor 1134 Tagen) @ Taifun
Was willst du von mir?
War lediglich hierauf bezogen:
https://www.bvb-forum.de/index.php?mode=entry&id=2365132
Nepal
Rupo, Ruhrpott, Montag, 19.12.2022, 20:58 (vor 1134 Tagen) @ MBasic
EINE traurige Lehre ist, dass es keine europäische Fußball Nation durch gezogen hat mit der 1LBinde.. oder egal welches Symbol.
Was zur Hölle hätte passieren sollen und wenn was passiert wäre gut so.
Das hinknien der Engländer kann man getrost als Gimmick abhaken.
Das aber kein Verband, kein einziger Spieler Courage gezeigt hat, DAS ist schon sehr sehr bitter.
Danke für die Insides über Neapel!
Wales
Kruemelmonster09, Montag, 19.12.2022, 20:36 (vor 1134 Tagen) @ MBasic
Also da es ja immer nur heißt "keiner außer den dummen Deutschen":
Die Waliser haben sich zum ersten mal seit 1958 für eine WM qualifiziert.
Dennoch hat ein Teil des Stabs, rund um die Mannschaft, diese WM boykottiert und musste für dieses Turnier ersetzt werden.
Quelle beispielsweise der Spiegel:
Spiegel.de/sport/fussball/fussball-wales-mitarbeiter-boykottieren-wm-in-katar-als-zeichen-gegen-diskriminierung-a-fd6b86c6-48a3-471b-9b90-6aec5db31731
Wales
Rupo, Ruhrpott, Montag, 19.12.2022, 21:13 (vor 1134 Tagen) @ Kruemelmonster09
Wobei ich bei Wales nicht verstanden habe das sie die Ukraine nicht haben gewinnen und qualifizieren lassen, DAS wäre dann mal ein interessanter Sache geworden.
Wegen Ukraine, der Platzsturm Sonntag ist ja wohl verhindert worden, genau wie Iran Revolution Symbole kassiert wurden.
Wales
max09, Montag, 19.12.2022, 21:29 (vor 1134 Tagen) @ Rupo
Wobei ich bei Wales nicht verstanden habe das sie die Ukraine nicht haben gewinnen und qualifizieren lassen, DAS wäre dann mal ein interessanter Sache geworden.
Hätte man dann nicht konsequenterweise direkt die Ukraine zum Weltmeister krönen sollen?
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 19:04 (vor 1134 Tagen) @ Dortmunder Jung
...
Wundert es dich ernsthaft, dass es in Nepal keinen WM-Boykott gab? Ganz abgesehen davon,dass das eine sehr deutsche Attitüde war,die wahrscheinlich auch in anderen europäischen Ländern eher wenig geteilt wurde (zumindest haben sich zum Spiel England-Frankreich mal eben 15.000 Engländer in Flieger gesetzt und sind hingeflogen),tragen Nepalesen,die in Katar oder anderen Golfstaaten arbeiten, nicht unerheblich zum Bruttosozialprodukt bei und um anderen dürften die Arbeitsbedingungen von Arbeitern in Nepal selbst auch weniger von work-life-balance oder happiness-managment bestimmt sein.
Ich war aber noch nicht da, daher kann ich das nur vermuten.
...
Deine Antwort liest für mich so, als ob du den Boykott als deutsches "Luxusproblem" siehst. Gastarbeitern wurden legal Reisepässe abgenommen und sie damit im Land festgehalten. Dann gab es laut den Dokumentationen auch Fälle, in denen die Arbeiter obendrein monatelang kein Gehalt bekommen haben.Da finde ich deine Aussage, in Nepal gebe es vermutlich auch weniger "work-life-balance" und "happiness-management", zynisch.
Natürlich hättest du auch inhaltlich antworten können. Aber ist halt schwieriger.
Das Kafallasystem wurde übrigens auf betreiben der ILO abgeschafft, ebenso wurde auf betreiben der ILO eine Arbeitsgerichgsbarkeit eingerichtet, an die sich Arbeiter wenden können, die kein Geld bekommen haben.
Auch wurde die Ruhezeit über Mittag in den heißen Monaten ausgeweitet.
Und ja, dickes Luxusproblem, nachdem die deutsche Industrie gute Geschäfte gemacht hat und unser Wirtschaftsminister um Gas gebettelt hat, boykottieren deutsche Sofamoralisten (Zitat aus dem Kicker)mit Gratismut ein paar Fußballspiele.
Davor zittert jetzt die Welt.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 23:08 (vor 1134 Tagen) @ istar
Ich antworte etwas ausführlicher. Es lesen ja noch andere mit.
Natürlich hättest du auch inhaltlich antworten können. Aber ist halt schwieriger.
Mein Tipp für dich: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Sieh hierzu deinen letzten Satz unten.
Das Kafallasystem wurde übrigens auf betreiben der ILO abgeschafft, ebenso wurde auf betreiben der ILO eine Arbeitsgerichgsbarkeit eingerichtet, an die sich Arbeiter wenden können, die kein Geld bekommen haben.
Auch wurde die Ruhezeit über Mittag in den heißen Monaten ausgeweitet.
Es ist gut, wenn es Verbesserungen gab. Das halte ich aber nicht für das Verdienst der ILO, sondern ist m.E. dem weltweiten Medien-Fokus zu verdenken, in dem Qatar mit der Ausrichtung der WM stand. Und dass die Medien soviel darüber geschrieben haben, hängt mit dem Interesse der Öffentlichkeit zusammen.
Aber es auch nicht alles Gold, was glänzt. Der Tagespiel schreibt noch am 18.11.2022: „Zeitgenössische Form der Sklaverei“: Katar, das Kafala-System – und das Leben der Arbeitsmigranten. Um das Image vor der Fußball-WM zu verbessern, hat das Emirat das Leibeigenen-System abgeschafft. Doch Arbeiter werden weiterhin ausgebeutet und unterdrückt."
Und ja, dickes Luxusproblem, nachdem die deutsche Industrie gute Geschäfte gemacht hat und unser Wirtschaftsminister um Gas gebettelt hat, boykottieren deutsche Sofamoralisten (Zitat aus dem Kicker)mit Gratismut ein paar Fußballspiele.
Das Einzige, was du korrekt aus dem Kicker-Kommentar zitierst ist das Wort "Sofamoralisten". Aber der Kicker-Kommentar lohnt sich. Hier ist für alle der Link auf den gesamten Kicker-Kommmentar. Es wird unter anderem geschrieben, dass es weitere, unaufschiebare Themen gibt. Konkret geht es um einen "Entschädigungsfonds für Gastarbeiter und Hinterbliebene", sowie eine transparante Vergabe von Sportgroßereignissen. Kann jeder selbst nachlesen in dem Abschnitt mit der Überschrift „Aufgaben“. Also das Gegenteil von es hat ja Verbesserungen gegeben, jetzt gebt doch mal Ruhe. Eher, Leute, bleibt dran.
Davor zittert jetzt die Welt.
Diese sarkatische Antwort von dir spricht Bände.
Das war mehr als nur "Sofamoralisten". Warst du bei Bundesligaspielen? Ich glaube, dass die WM-Boykott-Aufrufe der Fans in den deutschen Fußballstadien (also nicht nur vom "Sofa" aus), viel dazu beigetragen haben, dass das Thema in Deutschland so diskutiert wurde, und das Interesse in Deutschland an dieser WM deutlich geringer war, als bei anderen WMs. Für andere Länder kann ich es nicht beurteilen. Deutschland alleine hat nur geringen Einfluss. Der auf Profit getrimmten FIFA würde ein größerer Protest durchaus weh tun. Die deutsche Politik und der DFB waren sicherlich manchmal ungeschickt. Aber hinterher ist man immer klüger.
Wie schon weiter oben geschrieben: ohne dem großen, weltweiten (nicht nur in Deutschland) Interesse an den Arbeitsbedingungen in Qatar hätte es die bisherigen Verbesserungen nicht gegeben. Da sind sich Befürworter und Gegner der WM tatsächlich einig. Bei der Bewertung der Verbesserungen teilen sich allerdings die Meinungen. Der Kicker (und andere) halten sie nicht für ausreichend. Ob sich bei WM-Vergaben in den nächsten Jahren etwas ändern wird, weiß ich nicht. Aber hoffen tue ich immer.
Interesse und Medienaufmerksamtkeit haben auch mit Protesten zu tun. Was einen selber betrifft, muss letztendlich jeder für sich selbst wissen, ob und wie er sich informiert und verhält.
Nepal
istar, Dienstag, 20.12.2022, 10:14 (vor 1134 Tagen) @ Dortmunder Jung
Ich antworte etwas ausführlicher. Es lesen ja noch andere mit.
Natürlich hättest du auch inhaltlich antworten können. Aber ist halt schwieriger.
Mein Tipp für dich: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Sieh hierzu deinen letzten Satz unten.
Selbst mein letzter Satz war inhaltlicher als dein Ausfangspost, zumindest wenn man Ironie erkennen kann.
So hat man sich nach dem Ausscheiden in Katar derbe über die „Mund zu halten“-Geste lustig gemacht, allerdings war die Geste gegen die FIFA gerichtet, eher nicht gegen Katar.
Das Kafallasystem wurde übrigens auf betreiben der ILO abgeschafft, ebenso wurde auf betreiben der ILO eine Arbeitsgerichgsbarkeit eingerichtet, an die sich Arbeiter wenden können, die kein Geld bekommen haben.
Auch wurde die Ruhezeit über Mittag in den heißen Monaten ausgeweitet.
Es ist gut, wenn es Verbesserungen gab. Das halte ich aber nicht für das Verdienst der ILO, sondern ist m.E. dem weltweiten Medien-Fokus zu verdenken, in dem Qatar mit der Ausrichtung der WM stand. Und dass die Medien soviel darüber geschrieben haben, hängt mit dem Interesse der Öffentlichkeit zusammen.
Die ILO hat diese Verbesserungen aber vorgeschlagen, die Medien haben sich mehrheitlich erst kurz vor der WM auf das Thema gestürzt, in den zwölf Jahren davor lief bestenfalls mal irgendwo eine Doku kurz vor Mitternacht.
Letztendlich ist das aber auch egal, wenn die Änderungen Bestand haben.
Aber es auch nicht alles Gold, was glänzt. Der Tagespiel schreibt noch am 18.11.2022: „Zeitgenössische Form der Sklaverei“: Katar, das Kafala-System – und das Leben der Arbeitsmigranten. Um das Image vor der Fußball-WM zu verbessern, hat das Emirat das Leibeigenen-System abgeschafft. Doch Arbeiter werden weiterhin ausgebeutet und unterdrückt."
Ich hab nie behauptet, in Katar wäre alles super, ich hab lediglich auf Verbesserungen hingewiesen. Die wichtigste davon ist die Abschaffung des Kafallasystems.
Und ja, dickes Luxusproblem, nachdem die deutsche Industrie gute Geschäfte gemacht hat und unser Wirtschaftsminister um Gas gebettelt hat, boykottieren deutsche Sofamoralisten (Zitat aus dem Kicker)mit Gratismut ein paar Fußballspiele.
Das Einzige, was du korrekt aus dem Kicker-Kommentar zitierst ist das Wort "Sofamoralisten". Aber der Kicker-Kommentar lohnt sich. Hier ist für alle der Link auf den gesamten Kicker-Kommmentar. Es wird unter anderem geschrieben, dass es weitere, unaufschiebare Themen gibt. Konkret geht es um einen "Entschädigungsfonds für Gastarbeiter und Hinterbliebene", sowie eine transparante Vergabe von Sportgroßereignissen. Kann jeder selbst nachlesen in dem Abschnitt mit der Überschrift „Aufgaben“. Also das Gegenteil von es hat ja Verbesserungen gegeben, jetzt gebt doch mal Ruhe. Eher, Leute, bleibt dran.
Ja, ist alles vollkommen richtig, aber wenn in Deutschland Leute Spiele nicht gucken, weil es zu kalt zum grillen ist,dann verändert das nichts,höchstens das eigene Wohlbefinden. Und die Gründe,warum man aus deutscher Sicht von Doppelmoral sprechen kann wiederhole ich jetzt nicht.
Davor zittert jetzt die Welt.
Diese sarkatische Antwort von dir spricht Bände.
Siehe oben, wir haben uns sportlich und haltungstechnisch blamiert, Katar und Infantino haben nach Punkten gewonnen.
Infantino, weil er auf Faesers Binde zeigen konnte und Katar,weil sie genüsslich noch während der WM den Gasdeal verkünden konnten.
Das war mehr als nur "Sofamoralisten". Warst du bei Bundesligaspielen? Ich glaube, dass die WM-Boykott-Aufrufe der Fans in den deutschen Fußballstadien (also nicht nur vom "Sofa" aus), viel dazu beigetragen haben, dass das Thema in Deutschland so diskutiert wurde, und das Interesse in Deutschland an dieser WM deutlich geringer war, als bei anderen WMs. Für andere Länder kann ich es nicht beurteilen. Deutschland alleine hat nur geringen Einfluss. Der auf Profit getrimmten FIFA würde ein größerer Protest durchaus weh tun. Die deutsche Politik und der DFB waren sicherlich manchmal ungeschickt. Aber hinterher ist man immer klüger.
Für das geringere Interesse dürfte es auch noch andere Gründe geben,z. B. der Zeitpunkt im Winter. Dafür darf der Weltmeister diesmal im Sommer feiern, gönne ich denen.
In deutschen Stadien wurden Banner hochgehalten mit „15.000 Tote für 5.600 Minuten Fußball „, ich hab mich dann damit befasst, was da dran ist. Mittlerweile dürfte jedem bekannt sein,der es wissen will, dass diese Zahl bezogen auf auf Baustellen gestorbener Arbeiter völlig unhaltbar ist. Auch die einstmals vom Guardian veröffentlichte Zahl 6.500 ist es,dafür kann der Guardian aber nichts.
Wie schon weiter oben geschrieben: ohne dem großen, weltweiten (nicht nur in Deutschland) Interesse an den Arbeitsbedingungen in Qatar hätte es die bisherigen Verbesserungen nicht gegeben. Da sind sich Befürworter und Gegner der WM tatsächlich einig. Bei der Bewertung der Verbesserungen teilen sich allerdings die Meinungen. Der Kicker (und andere) halten sie nicht für ausreichend. Ob sich bei WM-Vergaben in den nächsten Jahren etwas ändern wird, weiß ich nicht. Aber hoffen tue ich immer.
In Katar ist vieles aus unserer Sicht nicht ausreichend. Will man da was erreichen geht das nur langsam und mit Dialog, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger,schon gar nicht, wenn man gerne Geschäfte macht oder gerne deren Kohle nimmt.
Interesse und Medienaufmerksamtkeit haben auch mit Protesten zu tun. Was einen selber betrifft, muss letztendlich jeder für sich selbst wissen, ob und wie er sich informiert und verhält.
Für mich war das Thema Boykott durch, nachdem ich mich mit dem Gesamtkontext aus deutschen Geschäften,tatsächlichen bzw. nachweisbaren Todeszahlen und dem Verhalten vom Rest der Welt bzgl. det WM auseinander gesetzt habe.
Für mich ist eine WM aber auch ein großes Ding, ein Verzicht wäre mir schwer gefallen.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 23:59 (vor 1134 Tagen) @ Dortmunder Jung
Das war mehr als nur "Sofamoralisten". Warst du bei Bundesligaspielen? Ich glaube, dass die WM-Boykott-Aufrufe der Fans in den deutschen Fußballstadien (also nicht nur vom "Sofa" aus), viel dazu beigetragen haben, dass das Thema in Deutschland so diskutiert wurde, und das Interesse in Deutschland an dieser WM deutlich geringer war, als bei anderen WMs. Für andere Länder kann ich es nicht beurteilen. Deutschland alleine hat nur geringen Einfluss. Der auf Profit getrimmten FIFA würde ein größerer Protest durchaus weh tun. Die deutsche Politik und der DFB waren sicherlich manchmal ungeschickt. Aber hinterher ist man immer klüger.
Richtig, die aktive Fanszene hat im Stadion und nicht auf dem Sofa protestiert und diese „Proteste“ haben dazu beigetragen, dass in Deutschland, das Thema diskutiert wurde.
Ob ein geringes Interesse an der WM in Deutschland etwas mit den Diskussionen zu tun hat, wissen wir nicht. In der Vergangenheit wurde sich hier immer darüber lustig gemacht, dass es dieses besondere Interesse für eine WM oder EM nur deshalb gibt, weil Tanja und Anja beim Public-Viewing Party feiern. Egal, wie du schreibst, Deutschland hat nur einen geringen Einfluss.
Wie schon weiter oben geschrieben: ohne dem großen, weltweiten (nicht nur in Deutschland) Interesse an den Arbeitsbedingungen in Qatar hätte es die bisherigen Verbesserungen nicht gegeben. Da sind sich Befürworter und Gegner der WM tatsächlich einig. Bei der Bewertung der Verbesserungen teilen sich allerdings die Meinungen. Der Kicker (und andere) halten sie nicht für ausreichend. Ob sich bei WM-Vergaben in den nächsten Jahren etwas ändern wird, weiß ich nicht. Aber hoffen tue ich immer.
Die WM war weltweit ein Erfolg. FIFA und insbesondere Infantino werden über deutsche Proteste nur noch lachen.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 19:16 (vor 1134 Tagen) @ istar
Redest du gerade die an Sklavenhandel erinnernden Verhältnisse schön?
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 19:30 (vor 1134 Tagen) @ Taifun
Redest du gerade die an Sklavenhandel erinnernden Verhältnisse schön?
Ich rede gar nichts schön. Es hat dort allerdings tatsächlich Verbesserungen gegeben.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 20:02 (vor 1134 Tagen) @ istar
Dann wirst du uns die sicher aufzählen, oder? Hat es mit Frauen zu tun? Es sollte doch Fußball und Frauen laut Bewerbung eingeführt werden. Ist halt nicht passiert. Wurden die Arbeiter wie Menschen behandelt und regelmäßig bezahlt? Letzteres wohl nicht und das andere ist anbetracht der Tatsache, dass die Pässe abgenommen wurde wohl auch zu bezweifeln. Oder ist es die temporäre Verfolgung von Homosexuellen? Ach, galt nur für Besucher. Blöd.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 20:40 (vor 1134 Tagen) @ Taifun
Dann wirst du uns die sicher aufzählen, oder? Hat es mit Frauen zu tun? Es sollte doch Fußball und Frauen laut Bewerbung eingeführt werden. Ist halt nicht passiert. Wurden die Arbeiter wie Menschen behandelt und regelmäßig bezahlt? Letzteres wohl nicht und das andere ist anbetracht der Tatsache, dass die Pässe abgenommen wurde wohl auch zu bezweifeln. Oder ist es die temporäre Verfolgung von Homosexuellen? Ach, galt nur für Besucher. Blöd.
Ja,hab ich grade. Soll ich das jetzt wiederholen? Ob das nächste Woche wieder einkassiert wird, wie p.t.behauptet, weiß ich nicht.
Entgegen dem germanischen Moralrigorismus ist zwischen schwarz und weiß aber noch Platz für grau und dunkelgrau.
Und wenn wir unsere Vorstellungen von Arbeitsrecht und Tarifverträgen auf die arabische Welt projizieren wollen, dann sollten wir bei unseren verlängerten Werkbänken around the world ähnlich konsequent sein.
Wir schaffen es aber nichtmal, genug Dixieklos an den viel zu wenigen Autobahnparkplätzen respektive Stellplätzen aufzustellen, damit osteuropäische LKW-Fahrer nicht in den Wald scheißen müssen.
Nepal
markus, Montag, 19.12.2022, 21:29 (vor 1134 Tagen) @ istar
Und wenn wir unsere Vorstellungen von Arbeitsrecht und Tarifverträgen auf die arabische Welt projizieren wollen, dann sollten wir bei unseren verlängerten Werkbänken around the world ähnlich konsequent sein.
Übrigens nicht nur was das Einkommen betrifft. Auch das Sozialsystem, in dem jeder krankenversichert ist und Arbeitslosengeld bekommt, ist in den meisten anderen Ländern alles andere als üblich. Das interessiert uns aber nicht, denn die Konsequenz wäre, dass der Import von Konsumgütern deutlich teurer sein würde. Solange man die neue Waschmaschine für 350 statt 1.000 Euro bekommt, ist das den meisten doch völlig egal, dass sie nur aufgrund der miesen Bedingungen so billig ist.
Ähnlich ist es bei Klamotten oder aber auch Kaffee und Obst. Man könnte Fair Trade Ware kaufen, aber weil das T-Shirt dann 30 und nicht mehr 5 Euro kosten würde und weil das Kilo Obst 50 Cent teurer wäre, kaufen das bei weiten nicht alle Menschen. Ehe man von seinem eigenen Wohlstand ein kleines bißchen aufgeben muss, soll es lieber anderen Menschen irgendwo auf der Welt weiterhin wesentlich schlechter gehen.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 20:51 (vor 1134 Tagen) @ istar
Sehr schwach. Mit Arbeitsverträgen und Tarifverträgen zu argumentieren, wenn man in Katar sehr sichtbar an Sklaverei dran ist.
Aber okay. Also keine Änderungen, welche du vehement vertreten kannst.
Und nein, ich bin nicht als junger deutscher woke-Mensch bekannt. Aber ich habe ein Gefühl dafür, was an jedem Ort der Welt falsch ist.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 21:47 (vor 1134 Tagen) @ Taifun
Sehr schwach. Mit Arbeitsverträgen und Tarifverträgen zu argumentieren, wenn man in Katar sehr sichtbar an Sklaverei dran ist.
Die illegalen Arbeitsmigranten, die in Südeuropa unser Obst und Gemüse ernten und in Löchern ohne Strom und fließend Wasser leben, haben auch keine Arbeitsverträge und Tarifverträge. Wir nennen es aber nicht Sklaverei, sondern Integration.
Nepal
herrNick, Montag, 19.12.2022, 23:23 (vor 1134 Tagen) @ haweka
Sehr schwach. Mit Arbeitsverträgen und Tarifverträgen zu argumentieren, wenn man in Katar sehr sichtbar an Sklaverei dran ist.
Die illegalen Arbeitsmigranten, die in Südeuropa unser Obst und Gemüse ernten und in Löchern ohne Strom und fließend Wasser leben, haben auch keine Arbeitsverträge und Tarifverträge. Wir nennen es aber nicht Sklaverei, sondern Integration.
Niemand nennt das Integration. Diejenigen, die es interessiert, nennen es Ausbeutung. Der Hebel des Einzelnen ist jedoch sehr klein, deswegen sind vielen die eigenen Probleme näher als die der Anderen. Warum man deshalb die Missstände in einem Land wie Katar nicht kritisieren sollte, ist mir allerdings völlig unklar.
Ciao,
herrNick
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 21:50 (vor 1134 Tagen) @ haweka
Ah, jetzt sind wir also in? Griechenland? Türkei? Spanien? Süditalien?
Aber okay. Eigentlich ist Katar gar nicht schlechter als bei uns. Und der Iran auch nicht.
Nepal
istar, Montag, 19.12.2022, 22:15 (vor 1134 Tagen) @ Taifun
Ah, jetzt sind wir also in? Griechenland? Türkei? Spanien? Süditalien?
Aber okay. Eigentlich ist Katar gar nicht schlechter als bei uns. Und der Iran auch nicht.
Das ist dein Trick, zu antworten, ohne die Nachricht zu zitieren und so kannst du immer wieder etwas Neues behaupten. Ich vermute, dies tust du sehr bewusst, denn anders kann ich mir deine Antworten nicht erklären.
Nepal
TobyS, Pirmasens, Montag, 19.12.2022, 21:15 (vor 1134 Tagen) @ Taifun
Aber ich habe ein Gefühl dafür, was an jedem Ort der Welt falsch ist.
Ach so? Was sagt dein Gefühl was in D alles falsch ist?
Nepal
TobyS, Montag, 19.12.2022, 21:17 (vor 1134 Tagen) @ TobyS
Geht es eigentlich um Deutschland oder Katar?
Und weil es um Katar geht fange ich nicht an über Deutschland zu quatschen. Das ist ein pures Ablenkungsmanöver.
Nepal
pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 19.12.2022, 19:51 (vor 1134 Tagen) @ istar
Redest du gerade die an Sklavenhandel erinnernden Verhältnisse schön?
Ich rede gar nichts schön. Es hat dort allerdings tatsächlich Verbesserungen gegeben.
Nein, hat es nicht. Nur auf dem Papier. Es wurden Gesetze erlassen, die nicht angewendet werden und es wurden Institutionen eingerichtet, die keine Macht haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die nicht angewendeten Gesetze jetzt alsbald auch de facto wieder einkassiert werden und die Institutionen ohne Wirkungen geschlossen werden liegt bei knapp 100%, wenn man die Äußerungen der katarischen Führung betrachtet. Die Frage ist nur ob es schon diese Woche geschieht oder man den Schein noch eine Weile aufrecht erhält bis auch wirklich der letzte Journo abgereist ist.
Nepal
TobyS, Pirmasens, Montag, 19.12.2022, 21:21 (vor 1134 Tagen) @ pactum Trotmundense
Redest du gerade die an Sklavenhandel erinnernden Verhältnisse schön?
Ich rede gar nichts schön. Es hat dort allerdings tatsächlich Verbesserungen gegeben.
Nein, hat es nicht. Nur auf dem Papier. Es wurden Gesetze erlassen, die nicht angewendet werden und es wurden Institutionen eingerichtet, die keine Macht haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die nicht angewendeten Gesetze jetzt alsbald auch de facto wieder einkassiert werden und die Institutionen ohne Wirkungen geschlossen werden liegt bei knapp 100%, wenn man die Äußerungen der katarischen Führung betrachtet. Die Frage ist nur ob es schon diese Woche geschieht oder man den Schein noch eine Weile aufrecht erhält bis auch wirklich der letzte Journo abgereist ist.
Ganz ernst gemeinte Frage: worauf beruhen deine Aussagen? Diverse NGO‘s hatten ja eingestanden, dass es tatsächlich und faktisch Verbesserungen gegeben hat. Das war ne Fehleinschätzung von denen? Bin da nicht wirklich im Bilde.
Die Deutschen
Davja89, Dienstag, 20.12.2022, 07:31 (vor 1134 Tagen) @ TobyS
Natürlich gibt es dort einen Gesellschaftlichen Fortschritt. Nicht immer in dem Tempo wie wir uns das Wünschen oder in die genaue Richtung wie Europa aber es gibt ihn.
Wie du richtig sagst haben das NGOs bestätigt.
Das will aktuell aber niemand hören. Die Deutschen im allgemeinen hängen in eine Empörungspirale fest gepaar mit einer schönen Portion Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral.
Sklavenarbeit in Katar ?
Natürlich nicht in Ordnung.
Aber leider besteht unser kompleter Wohlstand dadrauf das wir unsere "Sklavenarbeit" ausgelagert haben.
Vor 150 Jahren mussten wir noch 80h die Woche arbeiten. Kinderarbeit und größte Ausbeutung waren an der Tagesordnung.
Heutzutage:
In fast jedem Konsumprodukt sind Teile aus Ländern drinnen wo solche oder ähnliche Verhältnisse an der Tagesordnung sind.
Seien es die seltenen Erden die irgendein Afrikaner mit den Händen aus der Erde buddelt im Smartphone oder das 10 Euro T Shirt aus einer Fabrik aus Südostasien.
Unsere Obst/Gemüse wird unter übelsten Bedingungen im Süden Italiens geerntet.
Die billige Energie um unsere eigene Wirtschaft zu pushen kam erst aus dem Schurkenstaat Russland. Die sind jetzt in Ungnade gefallen. Daher holt man sich das Zeug aus Katar oder Saudi Arabien. In Zukunft dann irgendwann Wasserstoff statt Gas.
Währendessen verkaufen wir unsere Produkte mit gigantischen Gewinnspannen an jedes Land dieser Erde.
Vorprodukte aus Asien zum Spottpreis, billige Energie aus Russland und dann Endprodukte teuer auf den Weltmarkt schmeißen an jeden der die Kohle hat. Für die einheimischen Konsumenten billige Kosumprodukte aus zweifelhafter Herstellung.
Das ist das Deutsche Erfolgsmodell. Nicht weil wir hier Cleverer oder Fleissiger sind als die Menschen in anderen Regionen.
Das ist auch alles nachvollziehbar. Machen unsere Nachbarn auch nicht komplett anders. Viele andere Länder würden sich in unser Situation genauso verhalten.
Die Deutschen brauchen nicht selbstlose perfekte Menschen sein.
Aber man sollte sich lieber mal wieder diese Oberlehrer Attitüde abgewöhnen. Niemand auf der Welt wartet drauf was jetzt wohl die Deutschen dazu meinen...
Die Niederlande
Rupo, Ruhrpott, Dienstag, 20.12.2022, 15:29 (vor 1133 Tagen) @ Davja89
hat sich ja gerade *entschuldigt* für Sklaven *Handel*
Wenn man konsequent wäre, müssten die größten europäischen Sklaven Staaten und vor allem die Usa die Nachkommen und die Indigenen Völker entschädigen.
Dann platzt die Westliche Kapitalismus Blase natürlich...
Die Niederlande
Tremonius III, Ort, Dienstag, 20.12.2022, 17:19 (vor 1133 Tagen) @ Rupo
hat sich ja gerade *entschuldigt* für Sklaven *Handel*
Wenn man konsequent wäre, müssten die größten europäischen Sklaven Staaten und vor allem die Usa die Nachkommen und die Indigenen Völker entschädigen.
Dann platzt die Westliche Kapitalismus Blase natürlich...
Deutschland hat gerade heute die ersten "Benin Bronzen" an Nigeria zurückgegeben.
Immerhin ein erster Schritt. Schaun wir mal was noch folgt.
Die Deutschen
koom, Dienstag, 20.12.2022, 11:37 (vor 1134 Tagen) @ Davja89
Tobias Escher - eigentlich eher bei Fußballtaktik etc. unterwegs - hat da in seinem Schluss-Artikel zur WM auch einiges passendes dazu geschrieben:
https://www.laptoptrainer.de/2022/12/19/wm-bilanz-katar-2022-sport-messi-boykott/
Der Fußball ist hier nur ein Schauplatz von vielen. Aber er ist für uns ein wichtiger. Der mittelalte europäische, zumeist männliche Fußball-Fan war es gewohnt, dass sich das Spiel seinen Sehgewohnheiten angepasst hatte. Um ihn drehte sich die Welt – vor allem die Welt der Sponsoren, welche das Geld gaben. Das bedeutete: Weltmeisterschaften fanden im Sommer statt, es wurde Bier getrunken und Schwein gegrillt, während wir die Spiele in Ländern verfolgten, deren Städtenamen uns bekannt klangen.
Doch diese Zeit endet. Für jeden europäischen Sponsor, der abspringt, öffnet eine saudi-arabische, chinesische oder indonesische Firma das Scheckbuch. Es schauen mehr als genug Menschen zu. Die Fifa kann auch mit dieser WM neue Zuschauer- und Einnahmenrekorde vermelden. Das hat viel mit dem Siegeszug der mobilen Bildschirme zu tun. Selbst ärmste Menschen in Afrika besitzen heutzutage Smartphones und können auf den Geräten WM-Spiele schauen. Doch nicht nur so lassen sich die Rekorde erklären. Fußball entwickelt sich zum beliebtesten Sport in Asien, er macht riesengroße Schritte in Nordamerika. Warum sollte es die Fifa jucken, wenn in Deutschland 14 statt 21 Millionen Menschen das Finale schauen? Der potenzielle Markt in Indien, China und Indonesien umfasst drei Milliarden Menschen.
Diese Verschiebungen im Machtgefüge verstehen wir Europäer nur langsam. In Deutschland kommen diese Veränderungen noch langsamer an, solange wir als größtes europäisches Land zumindest auf diesem Kontinent noch großen Einfluss genießen. Irgendwann müssen wir aber anfangen, uns der Frage zu stellen, wie wir in einer globalisierten Welt bestehen wollen. Wie wir Menschen in anderen Ländern überzeugen können, dass wir unseren Weg nicht nur aus Bequemlichkeit gehen, sondern dass es gute Gründe dafür gibt.
Europa ist nicht (mehr) der Nabel der Welt. Wirtschaftlich spielen wir noch mit, aber die Relevanz sinkt beständig. Und gerade im Fußball werden wir da ein böses Erwachen erleben, weil auch in den "fernen" Ligen mehr und mehr Geld bezahlt wird, dadurch Topathleten in dem Sport gehalten werden und die allgemeine Qualität dadurch steigt. Und während wir hier noch drauf pochen, was die einzig wahre Tradition im Fußball ist, machen bald sehr viel andere Länder die Pokale unter sich aus.
Die Deutschen
Argyle, Köln, Dienstag, 20.12.2022, 12:02 (vor 1134 Tagen) @ koom
Tobias Escher - eigentlich eher bei Fußballtaktik etc. unterwegs - hat da in seinem Schluss-Artikel zur WM auch einiges passendes dazu geschrieben:
https://www.laptoptrainer.de/2022/12/19/wm-bilanz-katar-2022-sport-messi-boykott/
Der Fußball ist hier nur ein Schauplatz von vielen. Aber er ist für uns ein wichtiger. Der mittelalte europäische, zumeist männliche Fußball-Fan war es gewohnt, dass sich das Spiel seinen Sehgewohnheiten angepasst hatte. Um ihn drehte sich die Welt – vor allem die Welt der Sponsoren, welche das Geld gaben. Das bedeutete: Weltmeisterschaften fanden im Sommer statt, es wurde Bier getrunken und Schwein gegrillt, während wir die Spiele in Ländern verfolgten, deren Städtenamen uns bekannt klangen.
Doch diese Zeit endet. Für jeden europäischen Sponsor, der abspringt, öffnet eine saudi-arabische, chinesische oder indonesische Firma das Scheckbuch. Es schauen mehr als genug Menschen zu. Die Fifa kann auch mit dieser WM neue Zuschauer- und Einnahmenrekorde vermelden. Das hat viel mit dem Siegeszug der mobilen Bildschirme zu tun. Selbst ärmste Menschen in Afrika besitzen heutzutage Smartphones und können auf den Geräten WM-Spiele schauen. Doch nicht nur so lassen sich die Rekorde erklären. Fußball entwickelt sich zum beliebtesten Sport in Asien, er macht riesengroße Schritte in Nordamerika. Warum sollte es die Fifa jucken, wenn in Deutschland 14 statt 21 Millionen Menschen das Finale schauen? Der potenzielle Markt in Indien, China und Indonesien umfasst drei Milliarden Menschen.
Diese Verschiebungen im Machtgefüge verstehen wir Europäer nur langsam. In Deutschland kommen diese Veränderungen noch langsamer an, solange wir als größtes europäisches Land zumindest auf diesem Kontinent noch großen Einfluss genießen. Irgendwann müssen wir aber anfangen, uns der Frage zu stellen, wie wir in einer globalisierten Welt bestehen wollen. Wie wir Menschen in anderen Ländern überzeugen können, dass wir unseren Weg nicht nur aus Bequemlichkeit gehen, sondern dass es gute Gründe dafür gibt.
Europa ist nicht (mehr) der Nabel der Welt. Wirtschaftlich spielen wir noch mit, aber die Relevanz sinkt beständig. Und gerade im Fußball werden wir da ein böses Erwachen erleben, weil auch in den "fernen" Ligen mehr und mehr Geld bezahlt wird, dadurch Topathleten in dem Sport gehalten werden und die allgemeine Qualität dadurch steigt. Und während wir hier noch drauf pochen, was die einzig wahre Tradition im Fußball ist, machen bald sehr viel andere Länder die Pokale unter sich aus.
Das halte ich für eine kühne These, dass sich die sportliche Relevanz der chinesischen/saudischen/US-amerikanischen [...] Liga irgendwann auf auch nur annähernd ähnlicher Ebene wie die der europäischen Topligen bewegt.
Die Deutschen
Gargamel09, Dienstag, 20.12.2022, 12:06 (vor 1134 Tagen) @ Argyle
Tobias Escher - eigentlich eher bei Fußballtaktik etc. unterwegs - hat da in seinem Schluss-Artikel zur WM auch einiges passendes dazu geschrieben:
https://www.laptoptrainer.de/2022/12/19/wm-bilanz-katar-2022-sport-messi-boykott/
Der Fußball ist hier nur ein Schauplatz von vielen. Aber er ist für uns ein wichtiger. Der mittelalte europäische, zumeist männliche Fußball-Fan war es gewohnt, dass sich das Spiel seinen Sehgewohnheiten angepasst hatte. Um ihn drehte sich die Welt – vor allem die Welt der Sponsoren, welche das Geld gaben. Das bedeutete: Weltmeisterschaften fanden im Sommer statt, es wurde Bier getrunken und Schwein gegrillt, während wir die Spiele in Ländern verfolgten, deren Städtenamen uns bekannt klangen.
Doch diese Zeit endet. Für jeden europäischen Sponsor, der abspringt, öffnet eine saudi-arabische, chinesische oder indonesische Firma das Scheckbuch. Es schauen mehr als genug Menschen zu. Die Fifa kann auch mit dieser WM neue Zuschauer- und Einnahmenrekorde vermelden. Das hat viel mit dem Siegeszug der mobilen Bildschirme zu tun. Selbst ärmste Menschen in Afrika besitzen heutzutage Smartphones und können auf den Geräten WM-Spiele schauen. Doch nicht nur so lassen sich die Rekorde erklären. Fußball entwickelt sich zum beliebtesten Sport in Asien, er macht riesengroße Schritte in Nordamerika. Warum sollte es die Fifa jucken, wenn in Deutschland 14 statt 21 Millionen Menschen das Finale schauen? Der potenzielle Markt in Indien, China und Indonesien umfasst drei Milliarden Menschen.
Diese Verschiebungen im Machtgefüge verstehen wir Europäer nur langsam. In Deutschland kommen diese Veränderungen noch langsamer an, solange wir als größtes europäisches Land zumindest auf diesem Kontinent noch großen Einfluss genießen. Irgendwann müssen wir aber anfangen, uns der Frage zu stellen, wie wir in einer globalisierten Welt bestehen wollen. Wie wir Menschen in anderen Ländern überzeugen können, dass wir unseren Weg nicht nur aus Bequemlichkeit gehen, sondern dass es gute Gründe dafür gibt.
Europa ist nicht (mehr) der Nabel der Welt. Wirtschaftlich spielen wir noch mit, aber die Relevanz sinkt beständig. Und gerade im Fußball werden wir da ein böses Erwachen erleben, weil auch in den "fernen" Ligen mehr und mehr Geld bezahlt wird, dadurch Topathleten in dem Sport gehalten werden und die allgemeine Qualität dadurch steigt. Und während wir hier noch drauf pochen, was die einzig wahre Tradition im Fußball ist, machen bald sehr viel andere Länder die Pokale unter sich aus.
Das halte ich für eine kühne These, dass sich die sportliche Relevanz der chinesischen/saudischen/US-amerikanischen [...] Liga irgendwann auf auch nur annähernd ähnlicher Ebene wie die der europäischen Topligen bewegt.
China hat es doch schon versucht, grandios gescheitert. Als ob irgendein Fußballer der etwas auf sich hält, ein Top-Talent ist und eine große Karriere vor sich hat, im fernen und nahen Osten spielen möchte, höchstens am Ende seiner Karriere.
Am Ende sind diese Ligen gut für Spieler, die es in den großen Ligen nicht schaffen und/oder noch mal abkassieren wollen.
PL, PD, Serie A und CL stehen so weit über allen, haben genügend Geld, dass es zu keiner Wachablösung kommen wird.
Die Deutschen
koom, Dienstag, 20.12.2022, 12:59 (vor 1133 Tagen) @ Gargamel09
China hat es doch schon versucht, grandios gescheitert. Als ob irgendein Fußballer der etwas auf sich hält, ein Top-Talent ist und eine große Karriere vor sich hat, im fernen und nahen Osten spielen möchte, höchstens am Ende seiner Karriere.
Am Ende sind diese Ligen gut für Spieler, die es in den großen Ligen nicht schaffen und/oder noch mal abkassieren wollen.
PL, PD, Serie A und CL stehen so weit über allen, haben genügend Geld, dass es zu keiner Wachablösung kommen wird.
1.) Das ist eine These. Wenn das vielleicht mal so sein sollte, ist dieses Posting längst vergessen.
2.) Es geht nicht darum, dass man primär Stars nach China & Co. lockt. Bleiben wir bei China mal: Die dominieren aktuell einige Sportarten massiv. Jetzt lass mal die Toptalente von diesen Sportaten künftig eben im Fußball reüssieren, weil man dort Geld verdienen kann bzw. die Sportart gesellschaftlich wichtiger/angesehner geworden ist.
Um welchen Zeitraum es da geht? Schwer zu sagen. Aber generell würde ich es unterschreiben, dass wirtschaftlich Europa unwichtiger wird und man langfristig dies auch im Fußball spüren wird. Effektiv merken wir das heute ja auch schon ein bisserl, weil die englischen Klubs ja im Grunde primär nur noch englisch sind, weil sie dort spielen. Vielleicht haben wir in 30 Jahren eine Welt-Superliga?
Die Deutschen
Lattenknaller, Madrid, Dienstag, 20.12.2022, 09:31 (vor 1134 Tagen) @ Davja89
Natürlich gibt es dort einen Gesellschaftlichen Fortschritt. Nicht immer in dem Tempo wie wir uns das Wünschen oder in die genaue Richtung wie Europa aber es gibt ihn.
Wie du richtig sagst haben das NGOs bestätigt.Das will aktuell aber niemand hören. Die Deutschen im allgemeinen hängen in eine Empörungspirale fest gepaar mit einer schönen Portion Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral.
Sklavenarbeit in Katar ?
Natürlich nicht in Ordnung.
Aber leider besteht unser kompleter Wohlstand dadrauf das wir unsere "Sklavenarbeit" ausgelagert haben.
Vor 150 Jahren mussten wir noch 80h die Woche arbeiten. Kinderarbeit und größte Ausbeutung waren an der Tagesordnung.Heutzutage:
In fast jedem Konsumprodukt sind Teile aus Ländern drinnen wo solche oder ähnliche Verhältnisse an der Tagesordnung sind.
Seien es die seltenen Erden die irgendein Afrikaner mit den Händen aus der Erde buddelt im Smartphone oder das 10 Euro T Shirt aus einer Fabrik aus Südostasien.
Unsere Obst/Gemüse wird unter übelsten Bedingungen im Süden Italiens geerntet.
Die billige Energie um unsere eigene Wirtschaft zu pushen kam erst aus dem Schurkenstaat Russland. Die sind jetzt in Ungnade gefallen. Daher holt man sich das Zeug aus Katar oder Saudi Arabien. In Zukunft dann irgendwann Wasserstoff statt Gas.
Währendessen verkaufen wir unsere Produkte mit gigantischen Gewinnspannen an jedes Land dieser Erde.Vorprodukte aus Asien zum Spottpreis, billige Energie aus Russland und dann Endprodukte teuer auf den Weltmarkt schmeißen an jeden der die Kohle hat. Für die einheimischen Konsumenten billige Kosumprodukte aus zweifelhafter Herstellung.
Das ist das Deutsche Erfolgsmodell. Nicht weil wir hier Cleverer oder Fleissiger sind als die Menschen in anderen Regionen.
Das ist auch alles nachvollziehbar. Machen unsere Nachbarn auch nicht komplett anders. Viele andere Länder würden sich in unser Situation genauso verhalten.
Die Deutschen brauchen nicht selbstlose perfekte Menschen sein.Aber man sollte sich lieber mal wieder diese Oberlehrer Attitüde abgewöhnen. Niemand auf der Welt wartet drauf was jetzt wohl die Deutschen dazu meinen...
Du meinst wohl den Süden Spaniens. Das Gemüse aus Italien kommt eher aus dem Norden, noch näher dran.
Und wenn man schon eine entsprechende Liste führt sollte man nicht erwähnen, dass in Deutschland selber die Zustände in einigen Zweigen nicht viel besser sind. Siehe die Zustände in der der Fleischindustrie. Deutschland erkauft sich die Nummer eins als Schweineexporteur der Welt durch fiese Zustände in der Industrie dort. Erkauft durch das Wohlwollen regionaler Politiker.
Die Deutschen
istar, Dienstag, 20.12.2022, 10:28 (vor 1134 Tagen) @ Lattenknaller
Natürlich gibt es dort einen Gesellschaftlichen Fortschritt. Nicht immer in dem Tempo wie wir uns das Wünschen oder in die genaue Richtung wie Europa aber es gibt ihn.
Wie du richtig sagst haben das NGOs bestätigt.Das will aktuell aber niemand hören. Die Deutschen im allgemeinen hängen in eine Empörungspirale fest gepaar mit einer schönen Portion Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral.
Sklavenarbeit in Katar ?
Natürlich nicht in Ordnung.
Aber leider besteht unser kompleter Wohlstand dadrauf das wir unsere "Sklavenarbeit" ausgelagert haben.
Vor 150 Jahren mussten wir noch 80h die Woche arbeiten. Kinderarbeit und größte Ausbeutung waren an der Tagesordnung.Heutzutage:
In fast jedem Konsumprodukt sind Teile aus Ländern drinnen wo solche oder ähnliche Verhältnisse an der Tagesordnung sind.
Seien es die seltenen Erden die irgendein Afrikaner mit den Händen aus der Erde buddelt im Smartphone oder das 10 Euro T Shirt aus einer Fabrik aus Südostasien.
Unsere Obst/Gemüse wird unter übelsten Bedingungen im Süden Italiens geerntet.
Die billige Energie um unsere eigene Wirtschaft zu pushen kam erst aus dem Schurkenstaat Russland. Die sind jetzt in Ungnade gefallen. Daher holt man sich das Zeug aus Katar oder Saudi Arabien. In Zukunft dann irgendwann Wasserstoff statt Gas.
Währendessen verkaufen wir unsere Produkte mit gigantischen Gewinnspannen an jedes Land dieser Erde.Vorprodukte aus Asien zum Spottpreis, billige Energie aus Russland und dann Endprodukte teuer auf den Weltmarkt schmeißen an jeden der die Kohle hat. Für die einheimischen Konsumenten billige Kosumprodukte aus zweifelhafter Herstellung.
Das ist das Deutsche Erfolgsmodell. Nicht weil wir hier Cleverer oder Fleissiger sind als die Menschen in anderen Regionen.
Das ist auch alles nachvollziehbar. Machen unsere Nachbarn auch nicht komplett anders. Viele andere Länder würden sich in unser Situation genauso verhalten.
Die Deutschen brauchen nicht selbstlose perfekte Menschen sein.Aber man sollte sich lieber mal wieder diese Oberlehrer Attitüde abgewöhnen. Niemand auf der Welt wartet drauf was jetzt wohl die Deutschen dazu meinen...
Du meinst wohl den Süden Spaniens. Das Gemüse aus Italien kommt eher aus dem Norden, noch näher dran.
Und wenn man schon eine entsprechende Liste führt sollte man nicht erwähnen, dass in Deutschland selber die Zustände in einigen Zweigen nicht viel besser sind. Siehe die Zustände in der der Fleischindustrie. Deutschland erkauft sich die Nummer eins als Schweineexporteur der Welt durch fiese Zustände in der Industrie dort. Erkauft durch das Wohlwollen regionaler Politiker.
Zugegebenermaßen haben sich die Zustände in der Fleischindustrie aber seit Corona verbessert.
Es musste dazu aber erst die Pandemie kommen.
Auch auf deutschen Baustellen sah es vor Jahren noch so aus, dass ein System aus Subunternehmen, Sub-Sub-Unternehmen und Sub-Sub-Subunternehmen ein Geflecht aus Ausbeutung und unhaltbaren Zuständen hergegeben haben.
Das hat sich erst langsam geändert, der Fachkräftemangel dürfte auch dazu beigetragen haben.
Die Deutschen
Davja89, Dienstag, 20.12.2022, 10:03 (vor 1134 Tagen) @ Lattenknaller
Hatte eine Doku aus dem Süden von Italien vor Augen wo die Mafia durch Illegale Plantagen hohe Gewinne erwirtschaftet auf dem Rücken von Sklavenähnlichen Zuständen mit den dortigen Migranten.
Scheint wohl in Spanien ähnlich zu sein.
Und ja Fleischindustrie wäre dann ein Beispiel im eigenen Land.
LKW Fahrer aus Osteuropa intersieren hier auch keinen. Hauptsache die Sachen sind im Regal oder das Paket kommt rechtzeitig. Soll der LKW Fahrer sich doch eine Windel umziehen.
Die Liste im eigenen Land wäre lang, die in der EU noch länger. Dort könnten wir sofort ran. Ganz ohne politische Binde oder uns zum Kasper zu machen.
Daraus schlussfolgere ich das der Wille zum Wandel gar nicht da ist. Man will einfach hin und wieder Alibimäßig "ein Zeichen setzen". Dann braucht man an die wirklichen Probleme nicht ran.
Klappt doch auch ganz gut:
Die KH saufen ab wegen Finanz/Personalmangel. Ganz ohne Pandemie.
Die Bundeswehr verdient den Namen eigentlich kaum noch.
Die Schulen fallen auseinandern.
Usw.
Aber die Regierungsparteien/ Teile der Gesellschaft diskutieren über eine WM in Katar.
Als nächstes will man den Chinesen mal zeigen wie der Hase läuft. Die lachen sich doch in Peking jetzt schon kaputt.
Die Deutschen
Mob-Jenson, Siegen, Dienstag, 20.12.2022, 08:55 (vor 1134 Tagen) @ Davja89
Natürlich gibt es dort einen Gesellschaftlichen Fortschritt. Nicht immer in dem Tempo wie wir uns das Wünschen oder in die genaue Richtung wie Europa aber es gibt ihn.
Wie du richtig sagst haben das NGOs bestätigt.Das will aktuell aber niemand hören. Die Deutschen im allgemeinen hängen in eine Empörungspirale fest gepaar mit einer schönen Portion Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral.
Sklavenarbeit in Katar ?
Natürlich nicht in Ordnung.
Aber leider besteht unser kompleter Wohlstand dadrauf das wir unsere "Sklavenarbeit" ausgelagert haben.
Vor 150 Jahren mussten wir noch 80h die Woche arbeiten. Kinderarbeit und größte Ausbeutung waren an der Tagesordnung.Heutzutage:
In fast jedem Konsumprodukt sind Teile aus Ländern drinnen wo solche oder ähnliche Verhältnisse an der Tagesordnung sind.
Seien es die seltenen Erden die irgendein Afrikaner mit den Händen aus der Erde buddelt im Smartphone oder das 10 Euro T Shirt aus einer Fabrik aus Südostasien.
Unsere Obst/Gemüse wird unter übelsten Bedingungen im Süden Italiens geerntet.
Die billige Energie um unsere eigene Wirtschaft zu pushen kam erst aus dem Schurkenstaat Russland. Die sind jetzt in Ungnade gefallen. Daher holt man sich das Zeug aus Katar oder Saudi Arabien. In Zukunft dann irgendwann Wasserstoff statt Gas.
Währendessen verkaufen wir unsere Produkte mit gigantischen Gewinnspannen an jedes Land dieser Erde.Vorprodukte aus Asien zum Spottpreis, billige Energie aus Russland und dann Endprodukte teuer auf den Weltmarkt schmeißen an jeden der die Kohle hat. Für die einheimischen Konsumenten billige Kosumprodukte aus zweifelhafter Herstellung.
Das ist das Deutsche Erfolgsmodell. Nicht weil wir hier Cleverer oder Fleissiger sind als die Menschen in anderen Regionen.
Das ist auch alles nachvollziehbar. Machen unsere Nachbarn auch nicht komplett anders. Viele andere Länder würden sich in unser Situation genauso verhalten.
Die Deutschen brauchen nicht selbstlose perfekte Menschen sein.Aber man sollte sich lieber mal wieder diese Oberlehrer Attitüde abgewöhnen. Niemand auf der Welt wartet drauf was jetzt wohl die Deutschen dazu meinen...
Und das verrückte daran ist, dass es eben genau jene "Deutschen" sind, die nicht aufhören allerorten zu betonen, daß ihnen Deutschsein egal ist. Dabei merken sie nicht, daß sie der Prototyp sind.
Die Deutschen
Grigori, Ort, Dienstag, 20.12.2022, 08:51 (vor 1134 Tagen) @ Davja89
Danke für deinen Beitrag, den ich so unterschreiben würde. Ich finde das deutsche Betragen total merkwürdig und gleichzeitig sehr interessant. Es scheint mir eine Art der Realitätsverdrängung durch Projektion zu sein. Denn eins sollte doch wohl klar sein: jeder deutsche Kapitalist wie z.B. ein Tönnies, würden ihre Arbeiter genauso dreckig behandeln, wenn man sie ließe.
Resümee der WM-Boykottierer
markus93, Sauerland, Montag, 19.12.2022, 15:17 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich hab die WM durch dieses Forum und der Kicker Startseite verfolgt, also nur mal eben die Ergebnisse gesehen. Gestern habe ich dann die letzte Minute der Verlängerung und das Elfmeterschießen dann doch angeschaut, da bin ich schwach geworden. Ansonsten keine bewegten Bilder gesehen, weder live noch irgendwelche Zusammenfassungen auf yt oder ähnliches.
Ich bin doch sehr gespannt wie das weiter läuft
Kruemelmonster09, Montag, 19.12.2022, 14:36 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Durch Corona hat mein Interesse am Fußball doch erheblich abgenommen. Zuvor so viele Heimspiele mitgenommen, die gingen. Zudem Pay TV Abo für Auswärtsspiele.
Seit Corona gilt:
Selbst Spiele von Borussia bei denen ich nicht im Stadion dabei sein kann (fairerweise die Ergänzung: Dauerkarte) schaue ich mir eigentlich nur noch als Zusammenfassung an. Auch einen dauerhaften Ticker-Konsum habe ich mir abgewöhnt. Hin und wieder höre ich die Auswärtsspiele mal im Radio, aber auch dann meistens nur streckenweise, oder nebenbei (3 mal in der Hinrunde).
Dennoch waren die Turniere immer was anderes. Bei der letzten EM habe ich mir extra noch Magenta geholt, um auch theoretisch alle Spiele sehen zu können.
Diese WM habe ich mir vorgenommen nicht zu konsumieren.
Bis auf ein paar wenige Berichte um das drum rum, habe ich das auch problemlos durchziehen können.
Klar, ich war froh dass ich nach der bescheidenen Hinrunde in der Winterpause mal abschalten konnte vom Fußball und eine WM gehört auch nicht in den Winter... Dazu kommt der Vorweihnachtsstress.
Aber, dass ich nie auch nur den Anreiz verspüre mal eine Zusammenfassung zu schauen, einen Spielbericht zu lesen, oder sonst etwas? Dass ich die in Android per Push-Nachricht angepinnten Spielstände aus Desinteresse wrgwische?
Hätte ich so nicht erwartet.
Bis heute weiß ich nicht, welche Mannschaften (abgesehen von den Vier im Halbfinale und Portugal) im Viertelfinale waren und ich verspüre nicht den Drang nachzuschauen.
Was lerne ich daraus für mich?
Das hat mir gut getan. Zu oft ärgere ich mich um das ganze Theater im Fußball. Davon hab ich Ruhe, seit November... Bis Mitte Januar.
Hat mir echt gut getan.
Wenn Borussia wieder kommt, ändert das sicher einiges. Mich nervt das Theater im Fußball, aber Borussia hat man eben lieben gelernt. Wir können ja nichts dafür, dass all diese scheiße um unsere Liebe herum passiert.
Mein Fazit ist aber definitiv:
Der Profifußball ist scheiße.
Außer Borussia hält mich dort wirklich nichts mehr.
Resümee der WM-Boykottierer
Garum, Bornum am Harz, Montag, 19.12.2022, 14:34 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Also ab und zu mal beim zappen was mitbekommen, gestern bei den letzten 20min hängen geblieben.
Mehr war nicht, das war früher mal anders.
Desinteresse
Matze09, Montag, 19.12.2022, 14:19 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Also habe ein paar Spiele gesehen, also nicht komplett boykottiert, aber generell war das Interesse für eine WM überhaupt nicht da. Finale auch überhaupt nicht gesehen, obwohl das ja sogar recht spannend war.
Resümee der WM-Boykottierer
BDN130671
, Hagen, Montag, 19.12.2022, 14:14 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Bis auf das übliche Bombardement durch die Nachrichten (MoMa) und Tageszeitung nichts mitbekommen - nicht eine Minute live. Und es war in der Tat das erste Endspiel, das ich nicht geschaut habe.
Resümee der WM-Boykottierer
Marek666, Ratingen, Montag, 19.12.2022, 14:14 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Elfmeterschiessen Japan Kroatien oder so und danach erste Halbzeit Brasilien gg Schweiz?.
Nur weil beim Geburtstagsessen vom Schwiegervater der TV lief.
Resümee der WM-Boykottierer
Deluxe_boy, Wolfsburg, Montag, 19.12.2022, 13:41 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Gruppenphase habe ich gar nicht geschaut ab dem Achtelfinale habe ich mir dann die Spiele von Argentinien angeschaut, da ich einfach Messi spielen sehen wollte. Über Twitter hat man dann doch eine ganze Menge mitbekommen. Glücklicherweise ist die Darts WM gestartet und gab somit eine wunderbare alternative.
Ab dem VF war ich voll dabei
Steffl, Montag, 19.12.2022, 13:37 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich hatte keinen totalen Boykott geplant, wollte aber so wenig wie möglich schauen. Vorrunde hat das gut geklappt: nur die Deutschland Spiele, die nicht mit 100% Aufmerksamkeit und keinerlei sonstige Berichterstattung. Auch der Konsum von Kicker und ähnlichem war deutlich geringer als zu Bundesligazeiten. Auf Twitter immer wieder bisschen was mitbekommen, aber nur so nebenbei.
Das Achtelfinale ist dann praktisch komplett an mir vorbeigegangen. Danach dann mehr aus Langeweile das Holland-Argentinien Spiel geschaut, und mich hats direkt gepackt. Das war einfach eines dieser Spiele, die eine WM ausmachen, und an die man sich auch in 20 Jahren noch erinnert. Danach dann Marokko - Portugal, England - Frankreich und Argentinien - Kroatien geschaut. Und gestern tatsächlich kurzfristig von den Kumpels überreden lassen, in der Kneipe das Finale zu schauen. Habe sonst Abneigungen gegen Public Viewing, aber das war dann gestern doch einfach nur großartig.
Ums Abzuschließen: ich verachte alles, was um diese WM passiert ist, und ich bin und war zu Erwachsenenzeit nie der große N11 Fan. Und trotzdem ist es am Ende der König Fußball, ist es die Weltmeisterschaft mit Bildern aus Argentinien, bei denen mir die Tränen kommen, sind es eigene Kindheitserinnerungen an Lothar Matthäus und Rudi Völler, ist es ein Turnier, was einfach alle 4 Jahre großartige Geschichten schreibt.
Mal was anderes, positiveres:
schweizer666, Schweiz, Montag, 19.12.2022, 15:44 (vor 1134 Tagen) @ Steffl
Hoi Steffi, dürfen wir uns auch dieses Jahr wieder auf "Weihnachtsbaum mit Katzen"-Bilder freuen? :)
Das Jahr kann noch gerettet werden ;)
Danke und liebe Grüsse aus der Schweiz
Edit: ok sorry nix für Ungut, dachte das seist du, aber deine Beitragshistory zeigt keine Weihnachtsbaum mit Katzen Einträge :(
Mal was anderes, positiveres:
Rupo, Ruhrpott, Montag, 19.12.2022, 15:53 (vor 1134 Tagen) @ schweizer666
ist die gelbe Steffi :-)
https://www.bvb-forum.de/index.php?mode=thread&id=2211472
Mal was anderes, positiveres:
schweizer666, Schweiz, Montag, 19.12.2022, 16:19 (vor 1134 Tagen) @ Rupo
ist die gelbe Steffi :-)
https://www.bvb-forum.de/index.php?mode=thread&id=2211472
Ahh danke, da freu ich mich schon drauf :)
Zu 95% durchgehalten
Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Montag, 19.12.2022, 13:30 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
10 Minuten DE-JP, eine Halbzeit ARG-NED, Elfmeterschießen im Finale. Zusammenfassung der beiden Letztgenannten geschaut. Sonst nix, ab und zu mal einen Bericht oder einen Ticker gelesen.
Mich hat es auch größtenteils einfach wirklich nicht interessiert, da meine Abneigung gegenüber einer Winter-WM gepaart wurde mit jener langsam wachsenden gegenüber dem Fußballzirkus allgemein. Ich kann das Meiste einfach nicht mehr gucken, auch bei unserem BVB gucke ich immer weniger (was angesichts der horrenden Leistung nicht schwer fällt).
Man muss aber wohl konstatieren, dass gerade das Finale wohl super spannend gewesen sein muss. ARG-NED fand ich auch richtig cool, weil Feuer drin war.
Zu 95% durchgehalten
Rupo, Ruhrpott, Montag, 19.12.2022, 13:33 (vor 1134 Tagen) @ Bender B. Rodriguez
Bei dem Stichwort Winter - WM ist mir aufgefallen, dass das für unsere Halbkugel gilt. In der anderen haben sie gerade Sommer und Argentinien hat sein Sommer "Märchen"
Mal abwarten was die Verbände dazu sagen, aber würde mich nicht wundern wenn wir öfter jetzt eine Verschiebung sehen würden...
Zu 95% durchgehalten
DomJay, Köln, Montag, 19.12.2022, 13:40 (vor 1134 Tagen) @ Rupo
Bei dem Stichwort Winter - WM ist mir aufgefallen, dass das für unsere Halbkugel gilt. In der anderen haben sie gerade Sommer und Argentinien hat sein Sommer "Märchen"
Mal abwarten was die Verbände dazu sagen, aber würde mich nicht wundern wenn wir öfter jetzt eine Verschiebung sehen würden...
Mal unabhängig vom Thema Qatar wäre die Forderung absolut berechtigt, zumindest so dass eine WM im Sommer der Region stattfinden sollte.
2026 im Dezember in Minnesota will sicher keiner kicken.
Kein Boykott, trotzdem kein Spiel gesehen ...
Ballschieber007, Dortmund, Montag, 19.12.2022, 13:22 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
weil's mich diese WM einfach NULL interessiert hat. Hab nichts vermisst, ganz im Gegenteil! Seit der Vergabe an Katar und seit Herr Infantino dort das Zepter schwingt ist der ganze Laden doch nur noch ein Haufen korrupter Verbrecher. Die Zeit ohne Fussball was schön und auch nötig und ich freue mich einfach auf Ende Januar, wenn der zweite Sinn des Lebens wieder startet.
Resümee der WM-Boykottierer
EloKa, Montag, 19.12.2022, 13:17 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich habe nur die ersten 30 Minuten vom Finale auf einem Bildschirm im Fitnessstudio gesehen, ansonsten gab es bei mir keine bewegten Bilder. Relevante Entscheidungen wie das Ausscheiden Deutschlands hat man auch so zeitnah mitbekommen ohne dass man sich gezielt hätte informieren brauchen. Es war aber ein interessantes Gefühl beispielsweise gar nicht zu wissen wer überhaupt ins Halbfinale eingezogen war.
Ich würde schätzen dass sicherlich 70% aus meinem Bekanntenkreis ebenfalls kein einziges Spiel gesehen haben dürften. Weil sich so wenige mit der WM auseinandergesetzt hatten fand bei mir überhaupt keine klassische FOMO (fear of missing out) statt. Geht also auch ganz gut ohne eine WM.
Resümee der WM-Boykottierer
Sebi, Dülmen, Montag, 19.12.2022, 13:06 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich habe den Boykott komplett durchgezogen, was bewegte Bilder betrifft.
Außer 30 Minuten England - Senegal, die beim Besuch beim Schwiegervater nebenbei liefen, habe ich weder live noch in der Zusammenfassung bewegte Bilder gesehen.
Das fiel mir auch nicht schwer und ich bin da auch sehr zufrieden mit mir, dass ich das durchgezogen habe und es mir - bis auf das Finale - extrem leicht fiel. :) Beim Finale habe ich den Ticker ab der Verlängerung schon sehr häufig aktualisiert...
Was ich schon gemacht habe, ist es, die Ergebnisse während der KO-Phase im Kicker-Ticker zu verfolgen.
Meine engsten Fußball-Kumpels wussten, dass ich nichts von der WM schaue. Teils haben sie es auch so gehandhabt. Somit hielt sich die WM auch als Gesprächs-Thema sehr in Grenzen im Bekannten- und Freundeskreis.
Resümee der WM-Boykottierer
Scherben, Kiel, Montag, 19.12.2022, 13:03 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Ich habs genau so gemacht, wie ich es mir zuvor vorgestellt habe: Ein bisschen was habe ich gesehen, insbesondere als die ganze Familie vor 14 Tagen flach lag und ich als einziger halbwegs Haushalt und ein bisschen Arbeit machen konnte. Da habe ich dann abends durchaus das eine oder andere Spiel gesehen, teils auch ganz, einfach um irgendwie runterzukommen. Darüber geschrieben oder geredet habe ich aber kaum bis gar nicht, auch um dem ganzen Hype entgegenzuwirken. Und gerade das fand ich komplett unproblematisch.
Resümee der WM-Boykottierer
micha87, bei Berlin, Montag, 19.12.2022, 17:29 (vor 1134 Tagen) @ Scherben
Anteilig das ein oder andere gesehen, das Finale ab der rund 70min.. Das letzte Deutschland auch so ab der 60min.. Spiel um Platz 3 ging an mir vorbei, Argentinien & Kroatien ebenfalls erst das Ende im HF. Also komplett Abstinenz nicht, aber kein Vergleich zu den vorherigen Turnieren.
Für Messi hat es mich gefreut, die anderen Themen müssen die Verantwortlichen aufarbeiten.
Resümee der WM-Boykottierer
bloooooob, Stuttgart, Montag, 19.12.2022, 12:44 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Bei mir hat es nur so halb geklappt. Ich studiere gerade in Dublin und wurde von Freunden immer mal wieder gefragt, ob wir Spiele in nem Pub schauen wollen. Da bin ich dann auch aus "sozialen" Gründen mitgegangen. Das waren Deutschland-Spanien, Brasilien-Schweiz, England-Frankreich und das Finale gestern. Privat habe ich nur Niederlande-Argentinien geschaut.
Bei Insta bin ich allen Fußballseiten bis auf den Kicker entfolgt, habe so also doch zumindest die Ergebnisse mitbekommen. In der Kicker App habe ich die Schlussphasen der beiden Halbfinals verfolgt.
So richtig hat es also nicht geklappt, aber ich habe deutlich weniger geschaut als sonst (ich schaue sonst fast jedes Spiel). Mein Ziel war es auch Werbepartner der WM zu vermeiden. Das ist mir meines Wissen bis auf Coca-Cola einigermaßen gut gelungen. Somit habe ich weniger Umsatz gebracht als bei anderen Turnieren aber eben auch nicht 0.
Resümee der WM-Boykottierer
doublepower, Montag, 19.12.2022, 12:38 (vor 1134 Tagen) @ Chill-Instructor
Keinerlei Boykott, das Interesse war aber minimal. Bis auf das Finale lief es wenn nur im Hintergrund. Dass ich mir Zeit genommen habe, um Fußball zuschauen, ist kein einziges Mal passiert.
Global und auch bei unseren europäischen Nachbarn, waren die Einschaltquoten so hoch wie nie, toller Erfolg für Kater.
https://www.stern.de/sport/fussball/wie-viele-menschen-schauen-die-wm-2022----die-laender-im-vergleich-32945890.html
Speziell das deutsche Bild, welches wir abgegeben haben, ist erbärmlich und beschämend und da spreche ich nicht von der sportlichen Leistung.
In Summe ist Deutschland wohl der große Verliere der WM in Katar. Wir haben Spaltung und Hass weiter vorangetrieben. Dabei waren wir doch auf der moralisch richtigen Seite, oder?
Resümee der WM-Boykottierer
Talentförderer, Dortmund, Montag, 19.12.2022, 13:58 (vor 1134 Tagen) @ doublepower
In Summe ist Deutschland wohl der große Verliere der WM in Katar. Wir haben Spaltung und Hass weiter vorangetrieben. Dabei waren wir doch auf der moralisch richtigen Seite, oder?
Zumindest die einzige Mannschaft die ein Zeichen gesetzt hat.
Spaltung und Hass werden durch die meisten Länder der Welt weiter vorangetrieben.
Resümee der WM-Boykottierer
LukeHansen, Hamburg, Montag, 19.12.2022, 12:58 (vor 1134 Tagen) @ doublepower
Vor allem ging es in erster Linie ums digitale auf die Schulter klopfen. Wer boykottiert und wer kann noch mehr boykottieren als der Rest?
Die CL und die Bundesliga mit den Sponsoren Fly Emirates und Quatar Airways werden aber weiterhin geschaut? Ahja.
Resümee der WM-Boykottierer
Rupo, Ruhrpott, Montag, 19.12.2022, 13:18 (vor 1134 Tagen) @ LukeHansen
Ist definitiv ein Problem und für mich auch sehr ernüchternd wenn zum Beispiel CL, PL oder sonst was läuft...
Im Prinzip ist für die Geldruckmaschine alles auf gegangen... und es wird weiter gehen, lokal und international. Die letzte Bastion in der BL wird fallen wenn ein Investor aus dem arabischen Raum kommt oder vorher die SL...
Im Prinzip bleibt dann nur der individuelle Rückzug in den Amateur Fußball...
Resümee der WM-Boykottierer
Thomas, Dortmund, Montag, 19.12.2022, 12:35 (vor 1135 Tagen) @ Chill-Instructor
Keine bewegten Bilder, abgesehen von 2-3 Toren, die ich über Tik Tok gesehen habe. Ansonsten hier im Forum gelesen und die Ergebnisse standen ja bei Kicker auf der Startseite. Besonders nach der Vorrunde ohne Deutschland fehlte das Gefühl "ach ja ist ja Fußball" komplett.
Resümee der WM-Boykottierer
1890er, Montag, 19.12.2022, 12:24 (vor 1135 Tagen) @ Chill-Instructor
War während der ersten Halbzeit von Deutschland-Japan in einem internationalen Flughafen, wo überall auf Leinwänden und Bildschirmen die Übertragung lief. Beim Elfmeter von Gündogan habe ich interessiert hingesehen. Bei der zweiten Hälfte war ich dann über den Wolken und hab das Ergebnis erst nach Landung erfahren.
Ansonsten habe in der Vorrunde einen Tag krank auf dem Hotelzimmer verbracht und mit relativ großem Interesse die bsraelische und die britische Berichterstattung über die politischen Dimensionen der Armbinden-Debatten angesehen. Bei einem Spiel habe ich auch einmal reingeschaltet und bin dann aber recht schnell eingeschlafen.
Ansonsten habe ich 2 Spiele live erlebt: Während Frankreich-Marokko saß ich während der zweiten Hälfte mit Freunden in einer Bar und hab es zwangsläufig mitbekommen und beim Finale gestern war Adventsessen mit Familie, wo der Gastgeber der Bitte des Teenagersohnes nachkam und ab der 80. Minute das Spiel einschaltete.
Es war also etwa so, wie ich für mich selbst geplant habe. Ich habe null Hebel in Bewegung gesetzt, um was zu sehen, aber bin jetzt auch nicht mit Händen vor den Augen aus dem Raum gerannt, wenn was lief.
In Handychats habe ich mich auch an Diskussionen beteiligt, da ich das Turnier zwar nicht sehen wollte, mich der deutsche Fußball aber nach wie vor sehr interessiert.
In meiner Prognose, dass man mit dem unausglichenen Kader keine Chance habe und ich für 2024 zwar auf große Veränderungen hoffe, diese aber nicht erwarte, fühle ich mich bestätigt, obwohl ich nicht viel gesehen habe :-)
Resümee der WM-Boykottierer
DomJay, Köln, Montag, 19.12.2022, 12:15 (vor 1135 Tagen) @ Chill-Instructor
Von der WM habe ich effektiv nur 30 Minuten DEU - Costa Rica und die beiden letzten 11m angesehen. Und dann ausgeschaltet.
Tatsächlich sonst nichts, alles was ich über die WM weiß entstammt dem Forum und da auch nur besondere Sachen wie unsere N11, wegen der Binde, Aftermath, CR7 und das war es dann.
Ich fühle auch nicht, dass ich was verpasst hätte. Ich habe aber deutlich gemerkt, wie negativ die WM behaftet ist. Quasi alle Marketingabteilungen der Unternehmen haben ihren Klienten ein dickes: „Finger weg von dem Turnier“ verpasst.
Das habe ich so auch noch nicht erlebt.
Resümee der WM-Boykottierer
Chappi1991
, Montag, 19.12.2022, 12:13 (vor 1135 Tagen) @ Chill-Instructor
Die WM ist vorbei. Inwieweit habt ihr euren Boykott durchziehen können? Wo gab es Versuchungen, doch etwas zu schauen? Welchen alltäglichen Situationen begegnetet ihr? Ist euch euer Boykott gelungen?
Sehr gut gelungen. Ich habe gar nichts geguckt und es ist mir auch nicht schwer gefallen. Ab dem Viertelfinale war es nicht mehr möglich, nichts zu erfahren. Aber davor habe ich das sehr gut ausblenden können. Ich wusste sogar tagelang nicht, wie Deutschland gegen Spanien ausgegangen ist.
Resümee der WM-Boykottierer
Chill-Instructor, Montag, 19.12.2022, 12:08 (vor 1135 Tagen) @ Chill-Instructor
Für mich habe ich den persönlichen "Boykott" hinbekommen wie ich es erwartet hatte.
Ich habe nicht eine Minute der Spiele gesehen, und auch vom Drumherum nur einen kleinen Schnipsel von einem mit seiner Mutter jubelnden Marokkaner nach dem Viertelfinale(?) im Internet.
Ja hier habe ich ein paar Sachen mitgelesen (und kommentiert) und die Tagesschau.de Seite hat natürlich auch immer mal Nachrichten und auch einen Ticker.
Ist mir dann letztlich auch leichter gefallen als das Nichtschauen der Olympischen Spiele in Sotchi oder Peking, da bin ich ab und an noch schwach geworden. Aber langsam gewöhne ich mich daran mir die Sachen, die ich aus gewissen Gründen nicht schauen mag, auch nicht kurzfristig schön zu reden.
Ich kann halt schon nachvollziehen, warum das andere Menschen für sich nicht so sehen, ich habe bei anderen Themen auch "laxere Einstellungen" als meine grundsätzliche Überzeugung eigentlich nahelegen würde... so sind wir Menschen nun mal.
Resümee der WM-Boykottierer
Rupo, Ruhrpott, Montag, 19.12.2022, 12:06 (vor 1135 Tagen) @ Chill-Instructor
Moin,
danke für den Thread.
Ich hab es bis auf ein Spiel geschafft: Frankreich vs. England hab ich mir im Sportschau Radio Live Stream nebenbei gegeben.
Mir ist jetzt erst einmal aufgefallen wie sehr man doch auch beschallt wird von nicht Fußball Medien. Allein morgens durch die Print Zeitung hat man Dinge mitbekommen (1LBinde, Deutsches aus, Messi, EU, Gas, etc.), dann natürlich die Nachrichten im TV, die Seiten im WWW die man sonst auch besucht. Das ist schon heftig wie der Fußball dominiert, muss für Menschen die da gar nix mit am Hut haben auch krass sein.
Finale gestern dann die erste Meldung in der 20Uhr Tagesschau, insofern mitbekommen. Komplett irre was da bei der Siegerehrung abgezogen wurde:
https://www.bvb-forum.de/index.php?mode=thread&id=2364981
weiß gar nicht wie ich in der Zukunft damit umgehen soll, wird ja nicht weniger was die FIFA und Uefa abziehen in Punkto Vermarktung.
Hier hatte ich auch den WM Thread aus, allerdings gehe ich oft über letzte 100 Einträge und da hab ich dann doch mal was 'mitbekommen'.
Insgesamt ist mir der Boykott ganz gut gelungen, dafür das ich früher teilweise Live vor Ort war und eigentlich seit 1982 fast jedes Turnier EM/WM komplett mitgemacht habe.
Solidarische Grüße,
Thomas
Resümee der WM-Boykottierer
libertador, Montag, 19.12.2022, 13:41 (vor 1134 Tagen) @ Rupo
Diese Dominanz des Fußballs ist mir auch sehr stark aufgefallen. Da macht man nebenher einfach nur Radio (selbst Deuschlandfunk, die wenig über Sport berichten) an und schon wird lang und breit über die WM berichtet. Weil es mich nicht interessiert hat, da ich es eh nicht verfolgen wollte, hat mich das schon gestört.
So haben einige wie ich einen Einblick darein bekommen können, wie es nicht-Fußballfans bei jedem Großereignis geht bzw. in etwas schwächerer Form jede Woche, wenn ständig über Fußball berichtet wird.
Resümee der WM-Boykottierer
Rupo, Ruhrpott, Montag, 19.12.2022, 15:00 (vor 1134 Tagen) @ libertador
hat mich beim Dlf auch gewundert, hatte den auch mal dazu ne Mail geschrieben kam aber nix :-> wobei sie natürlich auch einige kritische Hintergrund Sendungen und Features gesendet haben...
Resümee der WM-Boykottierer
General174, Düsseldorf, Montag, 19.12.2022, 11:55 (vor 1135 Tagen) @ Chill-Instructor
Vorab: Ich habe meinen Boykott nicht zu 100% durchgezogen. Beim Spiel England gegen Frankreich war ich bei einem Freund eingeladen und da lief es nebenbei ohne Ton mit. Habe also ein bisschen "mitbekommen", aber sehr inaktiv.
Ansonsten habe ich zu keinem Spiel den Fernseher eingeschaltet und habe es auch nicht vermisst. Für mich waren die Rahmenbedingungen und das Zustandekommen einfach zu negativ, als dass ich mit gutem Gewissen hätte schauen können. Ja, das werden einige jetzt wieder als moralischen deutschen Zeigefinger, Gutmenschentum etc. sehen, aber so war und ist mein Gefühl dieser WM gegenüber halt.
Was ich so an Aussagen von Infantino mitbekommen habe, verstärkt mein negatives Bild der FIFA noch weiter. Einfach beschämend und peinlich für so einen großen und wichtigen Verband.
Ich habe allerdings einige kritische Beiträge zur WM verfolgt (11Freunde, Sportschau, etc.) und vorher den Spiegel-Podcast "Ausverkauft" (geht auch um die FIFA allgemein, kann man also auch nach der WM noch hören).
Hier im Forum habe ich auch bisschen gelesen, aber mich natürlich zum Spielgeschehen nicht geäußert.
Alles in allem bin ich froh, dass ich es durchgezogen habe und war selber überrascht, wie einfach es mir gefallen ist.