Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 08:02 (vor 1388 Tagen)
Lange Zeit war das "Parasitenlied" in der Versenkung verschwunden. Erst in dieser Saison wurde es im großen und im kleinen Derby wieder angestimmt. Dabei gibt es einen sehr guten Grund, warum es nicht mehr gesungen wurde und auch nicht mehr gesungen werden darf.
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klsch, Ort, Montag, 07.11.2022, 19:33 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Guter Artikel jedoch sehe ich es etwas anders.
Das Borussia alle verbindet ist klar und die letzte Fettgedruckte Zeile hat ebenfalls 100% Zustimmung.
Ich habe aber ein Problem damit etwas nicht mehr zu singen weil irgendwelche Spinner die Melodie für Ihre Minderheiten benutzt haben.
Wenn es demnach geht ist die Nationalhymne auch fraglich.
Für mich gehören "blauweise Parasiten" mittlerweile zur einer gewissen Derbykultur dazu.
Ebenso besingen die Blauen unsere Mütter was zumindest für mich schlimmer ist.
Aber so ist das Derby nun mal und nach dem Abpfiff ist alles wieder gut und man freut sich auf das nächste Derby.
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Karsten, Zürich, Montag, 07.11.2022, 20:46 (vor 1388 Tagen) @ klsch
Ebenso besingen die Blauen unsere Mütter was zumindest für mich schlimmer ist.
Das stimmt, das herablassende Verhalten gegenüber Frauen, die in der Regel von Männern in die Prostitution gezwungen und gegen Geld sexuell missbraucht werden, ist natürlich ebenfalls verabscheuungswürdig. Muss dann jede Mutter selbst wissen, ob sie Prostituierte erniedrigen will, indem sie sich durch ein "Hurensohn" gegenüber dem eigenen Spross beleidigt fühlt oder nicht.
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Sascha, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 19:43 (vor 1388 Tagen) @ klsch
Es geht nicht darum, dass Nazis die gleiche Melodie genutzt haben, sondern dass hier der Text der Zillertaler genutzt und auf das Derby umgetextet wurde.
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1890er, Montag, 07.11.2022, 15:34 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Bin gerade positiv überrascht davon, wie viele Leute hier, die Herkunft des Liedes nicht kannten oder den Zusammenhang nicht wahrgenommen haben.
In meinem engeren Bekanntenkreis kannte jeder die Version der Zillertaler und auch die anderen Lieder waren erheblich verbreiteter, als es viele heute zugeben würden. Ich behaupte, dass das Album eines der meistgebrannten CDs auf Dortmunds Schulhöfen war, die Lieder in nicht wenigen Partykellern rauf- und runter gespielt wurden, wenn die Eltern nicht da waren und es diverse weitere Umdichtungen gab.
In Dortmund gibt es erheblich mehr Nährboden als "nur" die Erben der Borussenfront.
Es ist verdammt wichtig, dass wir uns als Mehrheit klar positionieren. Daher auch von mir nochmal: Danke, Sascha!
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Sascha, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 19:50 (vor 1388 Tagen) @ 1890er
Das war ja eine ganze Zeit lang auch gezielte Strategie der Nazis, dass man CDs an Schulen verteilt hat. Zillertaler, Störkraft, Landser - ich kann mir auch schwer vorstellen, dass man in seiner Klasse, oder Stufe nicht ein paar Leute gekannt hat, die so eine CD hatten.
Ist ja auch irgendwo nachvollziehbar. Dieses "starker Mann" markieren, diese Artikulation von Macht und Überlegenheit und der Reiz des Verbotenen - kein Wunder, dass das bei heranwachsenden Bengels gut ankommt.
Das Gute ist, dass wohl nur ein kleinerer Prozentsatz hängen geblieben ist und das für die meisten nur eine Phase war, aus der man dann auch schnell wieder raus war.
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Der unglaubliche Alk, Montag, 07.11.2022, 13:26 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Das war mir ehrlich gesagt auch neu und diesen Zusammenhang habe ich bisher nicht gekannt.
Danke Dir, für den Text, Sascha!
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General174, Düsseldorf, Montag, 07.11.2022, 13:24 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Vielen Dank für den Artikel. Sehr wichtig!
Ich habe grade mal das alte Facebook angeschmissen und mir die Kommentare unter eurem Post zu diesem Artikel angesehen... Puh, wieder einige Perlen dabei. Es muss noch Überzeugungsarbeit geleistet werden, auch wenn die problematischen Kommentare natürlich nicht repräsentativ für alle Fans sind (hoffentlich nicht mal ansatzweise).
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pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 07.11.2022, 15:02 (vor 1388 Tagen) @ General174
Ist halt Facebook. Gefühlt ist das nur noch eine Vollversammlung für spießige Boomer, Querdullies und Nazis. Dazwischen hat man dann immer mal noch ein paar Unentwegte, die schon zu Zeiten da waren als es bei Facebook keine Gruppen gab und man sich noch gegenseitig Anstupsen konnte, aber das sind die Ausnahmen. Wer heute noch bei Facebook aktiv ist, schlägt auch kleine Kinder. *gg
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MirkoWSG, Dienstag, 08.11.2022, 15:23 (vor 1387 Tagen) @ pactum Trotmundense
Und in einem Jahr können wir das Statement auch für Twitter nutzen :)
Es hat was gutes, es wird nicht vergessen und neue Leute lernen es wofür BVB steht
DomJay, Köln, Montag, 07.11.2022, 13:15 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Es hat deutlich was gutes, so gerät es nicht in Vergessenheit und so bleibt irgendwo aus der Diskurs.
Es bietet den Fans auch die Chance zu sagen, nein dafür steht der BVB nicht und wird nie dafür stehen.
Es ist und bleibt ein stetiger Prozess
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Daystrom, Münster, Montag, 07.11.2022, 12:34 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
guter und wichtiger Hinweis. Ich war mir dem nicht bewusst
Ich finde das "Sieg!" rufen nicht weniger bedenklich
Smeller, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 11:16 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Wir müssen uns ja dabei nicht groß überlegen, an welchen Ruf das erinnert.
Ich finde das "Sieg!" rufen nicht weniger bedenklich
BeefSG, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 16:13 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Dass Symbole, Lieder oder Sprüche, die durch Nazis genutzt wurden oder werden, plötzlich genau deshalb nicht mehr genutzt werden nervt mich aber ordentlich.
Beispielsweise das Wort Spaziergang klang in den letzten Jahren plötzlich absolut negativ. Wenn man gewonnen hat, ist Sieg doch nun mal der Begriff dafür.
Ich finde das "Sieg!" rufen nicht weniger bedenklich
Smeller, Dortmund, Dienstag, 08.11.2022, 08:43 (vor 1387 Tagen) @ BeefSG
Ich mag es auch nicht, wenn man etwas nicht machen darf, weil es die Nazis missbraucht haben, aber das "Sieg!" rufen ist mir dann doch zu nah dran. Es ist immer noch die Hälfte von "Sieg Heil". Und es lässt auch genug Platz hinten raus, dass man das 'Heil' hinten anfügen kann.
Ich finde das "Sieg!" rufen nicht weniger bedenklich
Ingo, Europa, Montag, 07.11.2022, 13:00 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Wir müssen uns ja dabei nicht groß überlegen, an welchen Ruf das erinnert.
Da ziehe ich persönlich aber eine Grenze. So richtig es ist, andere Lieder zu boykottieren und verschmähen, das stelle ich natürlich in keinster Art und Weise zur Diskussion.
Im Gegenteil
huerde, Montag, 07.11.2022, 12:25 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Früher war das "Heil" fast so laut, wie das "Sieg".
Heute hört man fast keinen mehr.
Ich finde das ein viel lauteres Zeichen gegen Rechts, als wenn man das "Sieg" einfach verbannen würde.
Im Gegenteil
Smeller, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 13:18 (vor 1388 Tagen) @ huerde
Und trotzdem denken sich sicher noch einige, die rechts sind das 'Heil' mit. Und da sind wir dann eben auf der gleichen Eben wie bei diesem Lied. Der Text ist ja auch anders und fußballbezogen.
Im Gegenteil
Kvothe, Newarre, Montag, 07.11.2022, 20:09 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Und trotzdem denken sich sicher noch einige, die rechts sind das 'Heil' mit. Und da sind wir dann eben auf der gleichen Eben wie bei diesem Lied. Der Text ist ja auch anders und fußballbezogen.
Jo, wenn wir uns den ganzen Tag darüber Gedanken machen, was der Nazi-Hool sich so mitdenkt, dann dürfen wir bald nicht mal mehr Spielernamen rufen. Diese Selbstzensierung von ganz normalen Wörter, die irgendwie mal in einem bestimmten Zusammenhang mit der NS-Zeit standen, ist doch peinlich. Wir reden hier nicht über Begriffe wie "entartet" oder "Untermensch" und wenn man Wörter wie Sieg nicht mehr benutzen soll, sind wir so langsam im Dunstkreis der Lächerlichkeit, in dem man auch nicht mehr Spaziergang oder Eintopf sagen sollte.
Im Gegenteil
Kvothe, Dienstag, 08.11.2022, 06:22 (vor 1388 Tagen) @ Kvothe
Es geht ja nun nicht um das normale Benutzen eines Wortes wie Sieg… sondern um das martialische Rufen dessen in einem Zusammenhang in dem eben doch oft ein kompletter Nazispruch daraus gemacht wurde, ich im Westfalenstadion.
Das ist eben doch etwas ganz anders als das Ball Heil, oder eben ein Petri Heil / Waidmanns Heil.
Jetzt hört aber auf!
Mupfelmann, Essen, Montag, 07.11.2022, 12:13 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Den Hinweis auf das Parasiten Lied fand ich auch hilfreich.
Aber jetzt mit den Sprechchören „Sieg“ zu kommen…ich weiß nicht.
Als nächstes wird Heja BVB angeprangert, weil zwischen Heja und Heil 50% der Buchstaben übereinstimmen.^^
Jetzt hört aber auf!
Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 07.11.2022, 12:39 (vor 1388 Tagen) @ Mupfelmann
Aber jetzt mit den Sprechchören „Sieg“ zu kommen…ich weiß nicht.
Das ist meine erste Erfahrung wo mir jemand gesagt hat, dass man das besser nicht mitsingt und auch warum.
Dürfte ca. vor 15 Jahren gewesen sein als mein Onkel mir das erzählt hat. Seitdem bin ich da raus.
Jetzt hört aber auf!
Smeller, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 13:20 (vor 1388 Tagen) @ Weeman
Vor gut 20 Jahren hatte mir das jemand erzählt, da war ich 16. Seitdem mache ich das auch nicht mehr mit. Und zu der Zeit hat man eben immer noch diejenigen gesehen, die dabei nur den rechten Arm ausgestreckt haben und 'heil' angehängt haben. Jetzt zu behaupten, da wäre kein Zusammenhang, finde ich arg blauäugig.
Jetzt hört aber auf!
TerraP, Köln, Montag, 07.11.2022, 19:45 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Oh Gott, ich fürchte, ich habe das früher, als junger Erwachsener, mitgebrüllt - und gedacht, wir würden "Hoy!" rufen... Sehr spät noch was gelernt heute.
Jetzt hört aber auf!
TerraP, Köln, Montag, 07.11.2022, 20:07 (vor 1388 Tagen) @ TerraP
Da ich nicht mehr editieren kann: Ok, ich hab wohl Quatsch geschrieben/erinnert. Wenn es Ende der 90er schon durch war, kann ich es nicht mitgeplärrt haben.
Jetzt hört aber auf!
TerraP, Dienstag, 08.11.2022, 06:19 (vor 1388 Tagen) @ TerraP
Das kam aber auch immer mal wieder hoch (bis zumindest 2004). Immer nur kurz dankenswerterweise, da es dann oft niedergepfiffen und/oder mit „Nazis raus“ bedacht wurde. Aber innmeiner Erinnerung dauerte dass mit dem Gegenhalten immer 1, 2 Spiele…
Jetzt hört aber auf!
Ulrich, Montag, 07.11.2022, 12:22 (vor 1388 Tagen) @ Mupfelmann
Den Hinweis auf das Parasiten Lied fand ich auch hilfreich.
Aber jetzt mit den Sprechchören „Sieg“ zu kommen…ich weiß nicht.
Als nächstes wird Heja BVB angeprangert, weil zwischen Heja und Heil 50% der Buchstaben übereinstimmen.^^
Die "Sieg"-Rufe wurden zumindest Anfang bis Mitte der Achtziger von einem anschließenden "Heil!" begleitet. Ob das von Anfang an so war, kann ich nicht sagen. Glücklicherweise hat sich das ganze dann erledigt.
Jetzt hört aber auf!
ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Montag, 07.11.2022, 14:35 (vor 1388 Tagen) @ Ulrich
Die "Sieg"-Rufe wurden zumindest Anfang bis Mitte der Achtziger von einem anschließenden "Heil!" begleitet. Ob das von Anfang an so war, kann ich nicht sagen. Glücklicherweise hat sich das ganze dann erledigt.
In den frühen 90er auch kurz, aber DEUTLICH leiser und nach diversen Bierduschen und Kopfnüssen auch flott nicht mehr.
Jetzt hört aber auf!
Sascha, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 12:22 (vor 1388 Tagen) @ Mupfelmann
Gab zumindest früher auf der Süd mehr als genug Leute, die dann ein "Heil" darauf gerufen haben.
Jetzt hört aber auf!
Elmar, Montag, 07.11.2022, 13:03 (vor 1388 Tagen) @ Sascha
Habe es auch nie mitgegröhlt, weil es immer ein leises Heil Echo gab. Das habe ich aber lange nicht mehr gehört.
Nichtsdestotrotz finde ich das einen echt dumpfen „Schlachtruf“
War doch früher die Melodie von Sport im Westen oder?
Jetzt hört aber auf!
Elmar, Montag, 07.11.2022, 17:15 (vor 1388 Tagen) @ Elmar
Jetzt hört aber auf!
macedonia09, Do, Montag, 07.11.2022, 13:34 (vor 1388 Tagen) @ Elmar
Habe es auch nie mitgegröhlt, weil es immer ein leises Heil Echo gab. Das habe ich aber lange nicht mehr gehört.
Nichtsdestotrotz finde ich das einen echt dumpfen „Schlachtruf“War doch früher die Melodie von Sport im Westen oder?
Ja , Sport im Westen . Der " Sieg " Schlachtruf , kam über die Eishockey NM bei
irgend einer Eishockey WM , mitte der 80 er auf . Kurz nach , bzw während dieser WM habe ich es das erste mal im WS vernommen .
Jetzt hört aber auf!
Jan80, Lünen, Montag, 07.11.2022, 12:19 (vor 1388 Tagen) @ Mupfelmann
Außerdem war die Heja ein ungarisches Flugzeug, das im zweiten Weltkrieg auf Seite der Achsenmächte eingesetzt wurde. Geht gar nicht. :D
Ball Heil Hurra, Borussia!
Rupo, Ruhrpott, Montag, 07.11.2022, 12:18 (vor 1388 Tagen) @ Mupfelmann
https://www.bvb.de/Aktionen/Liederbuch/Vereinshymne
ist in dem Kontext anders gemeint...
Ball Heil Hurra, Borussia!
babbatundee, Lüdenscheid und Umland, Montag, 07.11.2022, 13:37 (vor 1388 Tagen) @ Rupo
"Gut Heil" ist ein Turnergruß, der noch aus der Zeit von Turnvater Jahn stammt. Der Gruß beim SPD nahen Arbeiterturnerbund war "Frei Heil". Vor der Zeit des Nationalsozialismus...
Ball Heil Hurra, Borussia!
Faultier, Ort, Montag, 07.11.2022, 20:21 (vor 1388 Tagen) @ babbatundee
Die Nazis haben ja keine eigenen Worte oder Symbole erfunden. Die haben Symbole etc. vereinnahmt. Es gab ja auch die Swastika schon länger. Hatte vorher nichts mit Nazis zu tun, genau so wie der ausgestreckte Arm oder das „Heil“. Vielleicht kann man denen die Symbole wieder wegnehmen, wenn viele Nichtnazis die Symbole in ganz normalen Kontexten verwenden und sich irgendwann keiner mehr was dabei denkt. Dann ist Nazi raus aus den Symbolen. Natürlich wird das nicht mit der Swastika funktionieren. Aber man kann zumindest versuchen jetzt nicht noch täglich neue Wörter zu entdecken, die für die Nazis zu Symbolik gemacht werden.
Ball Heil Hurra, Borussia!
Candamir85, Siegen, Montag, 07.11.2022, 19:15 (vor 1388 Tagen) @ babbatundee
Das "Heil" war wohl mal sehr gewöhnlicher Sprech. Bei Radrennen in meiner Jugend wurde das Feld immer mit "All Heil und gute Fahrt, und dem Besten den Sieg" auf die Strecke geschickt. Ich habe das lange nicht mehr gehört, war in den vergangenen Jahren aber auch bei wenig Rennen.
Ball Heil Hurra, Borussia!
Ulrich, Montag, 07.11.2022, 20:17 (vor 1388 Tagen) @ Candamir85
Das "Heil" war wohl mal sehr gewöhnlicher Sprech. Bei Radrennen in meiner Jugend wurde das Feld immer mit "All Heil und gute Fahrt, und dem Besten den Sieg" auf die Strecke geschickt. Ich habe das lange nicht mehr gehört, war in den vergangenen Jahren aber auch bei wenig Rennen.
Das war in der Tat bereits vor der Nazi-Zeit weit verbreitet. Bekannt sind z.B. auch heute "Petri Heil" oder "Waidmanns Heil". "Ball Heil" war wohl bei unterschiedlichen Ballspielen sehr verbreitet.
Allerdings meine ich, dass dieses spezifische "Ball Heil" wohl in die BVB-Hymne aufgenommen wurde, weil man so die Nazis wohlgesonnen stimmen wollte. Ich habe so etwas im Hinterkopf.
Ball Heil Hurra, Borussia!
WBSTRR
, Tempelnah 1.5 km, Montag, 07.11.2022, 21:21 (vor 1388 Tagen) @ Ulrich
Allerdings meine ich, dass dieses spezifische "Ball Heil" wohl in die BVB-Hymne aufgenommen wurde, weil man so die Nazis wohlgesonnen stimmen wollte. Ich habe so etwas im Hinterkopf.
So hat es mir mal der "Jahrhundert-Borusse" Alois Scheffler erzählt, der deshalb immer für seine umgetextete Version mit "Hipp Hipp Hurra Borussia" gekämpft hat.
Ob er damit recht hatte, weiß ich allerdings nicht. Persönlich gefällt mir die klassische Version der Hymne auch besser.
Ball Heil Hurra, Borussia!
markus, Dienstag, 08.11.2022, 06:04 (vor 1388 Tagen) @ WBSTRR
So hat es mir mal der "Jahrhundert-Borusse" Alois Scheffler erzählt, der deshalb immer für seine umgetextete Version mit "Hipp Hipp Hurra Borussia" gekämpft hat.
Ich hielte dieses „Hipp Hipp“ aus Sorge, man könnte „Ball heil“ fehl deuten, auch immer für albern. Aber dann scheint da ja was dran zu sein. Aussagen von Scheffler würde ich ein hohes Gewicht einräumen.
Ball Heil Hurra, Borussia!
Tremonius III, Ort, Dienstag, 08.11.2022, 09:05 (vor 1387 Tagen) @ markus
So hat es mir mal der "Jahrhundert-Borusse" Alois Scheffler erzählt, der deshalb immer für seine umgetextete Version mit "Hipp Hipp Hurra Borussia" gekämpft hat.
Ich hielte dieses „Hipp Hipp“ aus Sorge, man könnte „Ball heil“ fehl deuten, auch immer für albern. Aber dann scheint da ja was dran zu sein. Aussagen von Scheffler würde ich ein hohes Gewicht einräumen.
Das sieht auch Gerd Kolbe ("Fußball unterm Hakenkreuz") so.
Ball Heil Hurra, Borussia!
babbatundee, Montag, 07.11.2022, 18:35 (vor 1388 Tagen) @ babbatundee
"Gut Heil" ist ein Turnergruß, der noch aus der Zeit von Turnvater Jahn stammt. Der Gruß beim SPD nahen Arbeiterturnerbund war "Frei Heil". Vor der Zeit des Nationalsozialismus...
Wobei man erwähnen sollte, dass der Turnvater ein Antisemit und Nationalist war.
Ball Heil Hurra, Borussia!
LukeHansen, Hamburg, Montag, 07.11.2022, 19:04 (vor 1388 Tagen) @ Litze
"Gut Heil" ist ein Turnergruß, der noch aus der Zeit von Turnvater Jahn stammt. Der Gruß beim SPD nahen Arbeiterturnerbund war "Frei Heil". Vor der Zeit des Nationalsozialismus...
Wobei man erwähnen sollte, dass der Turnvater ein Antisemit und Nationalist war.
Nach heutigen Maßstäben war damals so ziemlich jeder Nationalist. Man sollte manche Dinge schon in einen zeitlichen Kontext setzen.
Ball Heil Hurra, Borussia!
babbatundee, Lüdenscheid und Umland, Dienstag, 08.11.2022, 08:39 (vor 1387 Tagen) @ LukeHansen
Danke - in 200 Jahren wird man auch die "woke"-Intoleranz anders bewerten.
Ball Heil Hurra, Borussia!
FliZZa, Sersheim, Dienstag, 08.11.2022, 09:03 (vor 1387 Tagen) @ babbatundee
Danke - in 200 Jahren wird man auch die "woke"-Intoleranz anders bewerten.
Nein
Ball Heil Hurra, Borussia!
pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 07.11.2022, 15:06 (vor 1388 Tagen) @ babbatundee
"Gut Heil" ist ein Turnergruß, der noch aus der Zeit von Turnvater Jahn stammt.
Wobei man aber auch sagen muss, dass Turnen kein Sport ist und Ludwig Jahn ein Arschloch war. ;)
Ball Heil Hurra, Borussia!
babbatundee, Lüdenscheid und Umland, Dienstag, 08.11.2022, 08:51 (vor 1387 Tagen) @ pactum Trotmundense
Das solltest du dem TV Gut Heil 1865 aus Applebeck mitteilen oder dem SC Gut Heil 1881 aus Neumünster als Begründung für eine Umbenennung des Vereinsnamens ;-)
Ball Heil Hurra, Borussia!
Thomas, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 13:52 (vor 1388 Tagen) @ babbatundee
"Gut Heil" ist ein Turnergruß,
Wobei das eher als Gruß der niedergelassenen Orthopäden passen würde. Zeiten waren anders, aber so als Spruch machts irgendwie heute keinen Sinn mehr.
Ich finde das "Sieg!" rufen nicht weniger bedenklich
Ulrich, Montag, 07.11.2022, 11:41 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Wir müssen uns ja dabei nicht groß überlegen, an welchen Ruf das erinnert.
Anfang der Achtziger war es übrigens üblich, dass auf das "Sieg" von vielen ein "Heil" von einigen folgte :-/
von Stalingrad bis an die Spree
Thomas, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 11:20 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
immer wieder BVB ....
von Stalingrad bis an die Spree
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 12:42 (vor 1388 Tagen) @ Thomas
Das macht ja wenigstens geographisch noch irgendwo Sinn, weil knapp 2.500 Kilometer dazwischenliegen, aber von Nottingham nach Liverpool? Ich sage mal so, wäre ein gewisser Schalker Ex-Spieler und heutiger "Trainer" am 12.5.2007 zu Fuß mit der Meisterschale vom Westfalenstadion über die B1 zurück in sein Moloch gelaufen, hätte er allein damit schon ein Viertel der Strecke Nottingham-Liverpool zurück gelegt...
von Stalingrad bis an die Spree
Kvothe, Newarre, Montag, 07.11.2022, 20:11 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Das macht ja wenigstens geographisch noch irgendwo Sinn, weil knapp 2.500 Kilometer dazwischenliegen, aber von Nottingham nach Liverpool? Ich sage mal so, wäre ein gewisser Schalker Ex-Spieler und heutiger "Trainer" am 12.5.2007 zu Fuß mit der Meisterschale vom Westfalenstadion über die B1 zurück in sein Moloch gelaufen, hätte er allein damit schon ein Viertel der Strecke Nottingham-Liverpool zurück gelegt...
Bedenkt man aber, dass Dortmund garnicht zwischen Spree und Wolga liegt, macht es geographisch auch nicht mehr so viel Sinn.
von Stalingrad bis an die Spree
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 20:21 (vor 1388 Tagen) @ Kvothe
Das macht ja wenigstens geographisch noch irgendwo Sinn, weil knapp 2.500 Kilometer dazwischenliegen, aber von Nottingham nach Liverpool? Ich sage mal so, wäre ein gewisser Schalker Ex-Spieler und heutiger "Trainer" am 12.5.2007 zu Fuß mit der Meisterschale vom Westfalenstadion über die B1 zurück in sein Moloch gelaufen, hätte er allein damit schon ein Viertel der Strecke Nottingham-Liverpool zurück gelegt...
Bedenkt man aber, dass Dortmund garnicht zwischen Spree und Wolga liegt, macht es geographisch auch nicht mehr so viel Sinn.
Da die Erde rund ist, liegt auch Dortmund zwischen diesen beiden Flüssen, nur eben auf dem längeren Weg ;)
von Stalingrad bis an die Spree
Karsten, Zürich, Montag, 07.11.2022, 20:27 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Das macht ja wenigstens geographisch noch irgendwo Sinn, weil knapp 2.500 Kilometer dazwischenliegen, aber von Nottingham nach Liverpool? Ich sage mal so, wäre ein gewisser Schalker Ex-Spieler und heutiger "Trainer" am 12.5.2007 zu Fuß mit der Meisterschale vom Westfalenstadion über die B1 zurück in sein Moloch gelaufen, hätte er allein damit schon ein Viertel der Strecke Nottingham-Liverpool zurück gelegt...
Bedenkt man aber, dass Dortmund garnicht zwischen Spree und Wolga liegt, macht es geographisch auch nicht mehr so viel Sinn.
Da die Erde rund ist, liegt auch Dortmund zwischen diesen beiden Flüssen, nur eben auf dem längeren Weg ;)
So rum macht dann auch "von Nottingham bis Liverpool" Sinn ;-)
Ich hab das Lied auch irgendwann nicht mehr mitgesungen, weil ich ein ungutes Gefühl dabei hatte, eine Stadt die Wolgograd heisst, Stalingrad zu nennen. Dafür gibt es für mich so überhaupt keinen Grund, ausser Stalinist oder mindestens Wehrmachtsnostalgiker zu sein.
von Stalingrad bis an die Spree
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 21:42 (vor 1388 Tagen) @ Karsten
Nun, die Stadt ging halt unter diesem Namen in die Weltgeschichte ein und nutzt selbst den alten Namen weiterhin semi-offiziell. Genau wie Saigon, das schon seit Ewigkeiten nicht mehr so heißt, aber immer noch unter diesem Namen national wie international bekannt ist und auch von der einheimischen Bevölkerung so genannt wird. Denen scheint es also nichts auszumachen und bei uns im Westen sind beide Städte in allererster Linie wegen ihrer Geschichte als Kriegsschauplatz bekannt, also verbinden wir damit fast automatisch die Schlacht von Stalingrad bzw. den Fall von Saigon. Und wenn man mal ehrlich ist, hätten die meisten Deutschen bis weit in die 90er oder sogar 00er Jahre nicht gewusst, wie das ehemalige Stalingrad heute heißt. Ich meine, das war damals sogar eine recht hohe Frage bei Wer wird Millionär...
Außerdem war die Schlacht von Stalingrad ja, euphemistisch ausgedrückt, nicht gerade eine Sternstunde für die deutschen Übermenschen, von daher muss ich mich immer totlachen, wenn sich irgendwelche Nazis einen auf "Stalingrad" runterholen. Deren heiß verehrter GröFaZ hat an der Ostfront von 1941 bis 1945 aus militärischer Sicht ausschließlich komplette Scheiße gebaut, mit dem Höhepunkt Stalingrad, wo er zunächst sehenden Auges hunderttausende edelblütige Germanen in den sicheren Tod geschickt hat und dem kümmerlichen Rest dann weder die Kapitulation, noch einen Ausbruch aus dem Kessel gestattet hat... und tatsächlich war das im Grunde seine Taktik: Sich von der vorrückenden Roten Armee in Städten einkesseln lassen und dann das Beste hoffen. Mit der "Ehre des deutschen Soldaten" hatte es dann auch nicht mehr viel zu tun, wenn man im Kessel halb erfroren, halb wahnsinnig vom permanenten Katyusha-Hagel und halb verhungert den toten Kameraden fressen muss, um seine eigene Haut zu retten. Wahrlich eine absolute Sternstunde der deutschen Rasse und ihrer Führung...
von Stalingrad bis an die Spree
Karsten, Zürich, Dienstag, 08.11.2022, 08:47 (vor 1387 Tagen) @ Ravenga
Das mag in der Sache alles richtig sein. Für mich hat aber alles, was irgendwie nach Weltkrieg klingt, einen Beigeschmack, wenn daraus Treue für den eigenen Verein abgeleitet werden soll. Zumal in Dortmund, insbesondere auch im Fussball-Umfeld, seit Jahrzehnten Nazis und andere Rechtsradikale deutlich präsenter sind als sie sein dürften.
Ist ja auch nicht so, dass es keine anderen Städtenamen gegeben hätte, die ins Versmass gepasst hätten und darüber hinaus in der historischen europäischen Fussballlandkarte eine deutlich höhere Bedeutung haben (bzw. überhaupt irgendeine Bedeutung) als irgendein Kaff an der Wolga. Lissabon, Amster-/Rotterdam, Budapest, Istanbul...wäre ja alles auch gegangen.
von Stalingrad bis an die Spree
Ulrich, Montag, 07.11.2022, 20:59 (vor 1388 Tagen) @ Karsten
Ich hab das Lied auch irgendwann nicht mehr mitgesungen, weil ich ein ungutes Gefühl dabei hatte, eine Stadt die Wolgograd heisst, Stalingrad zu nennen. Dafür gibt es für mich so überhaupt keinen Grund, ausser Stalinist oder mindestens Wehrmachtsnostalgiker zu sein.
Ich frage mich eh, wieso eher "rechtsgewebte" Menschen den Begriff "Stalingrad" verwenden. Das war die erste große, verheerende Niederlage der Nazis. Und danach ist die Rote Armee nicht nur bis zur Spree, sondern darüber hinaus bis zur Elbe und weiter vorgestoßen.
von Stalingrad bis an die Spree
Karsten, Zürich, Montag, 07.11.2022, 21:24 (vor 1388 Tagen) @ Ulrich
Ich hab das Lied auch irgendwann nicht mehr mitgesungen, weil ich ein ungutes Gefühl dabei hatte, eine Stadt die Wolgograd heisst, Stalingrad zu nennen. Dafür gibt es für mich so überhaupt keinen Grund, ausser Stalinist oder mindestens Wehrmachtsnostalgiker zu sein.
Ich frage mich eh, wieso eher "rechtsgewebte" Menschen den Begriff "Stalingrad" verwenden. Das war die erste große, verheerende Niederlage der Nazis. Und danach ist die Rote Armee nicht nur bis zur Spree, sondern darüber hinaus bis zur Elbe und weiter vorgestoßen.
Sagte nicht Goebbels hinterher sinngemäss, das Opfer der deutschen Soldaten habe letztlich den Grundstein zum Endsieg gelegt? Daran glauben sie auch heute noch.
von Stalingrad bis an die Spree
Ulrich, Dienstag, 08.11.2022, 09:02 (vor 1387 Tagen) @ Karsten
Ich hab das Lied auch irgendwann nicht mehr mitgesungen, weil ich ein ungutes Gefühl dabei hatte, eine Stadt die Wolgograd heisst, Stalingrad zu nennen. Dafür gibt es für mich so überhaupt keinen Grund, ausser Stalinist oder mindestens Wehrmachtsnostalgiker zu sein.
Ich frage mich eh, wieso eher "rechtsgewebte" Menschen den Begriff "Stalingrad" verwenden. Das war die erste große, verheerende Niederlage der Nazis. Und danach ist die Rote Armee nicht nur bis zur Spree, sondern darüber hinaus bis zur Elbe und weiter vorgestoßen.
Sagte nicht Goebbels hinterher sinngemäss, das Opfer der deutschen Soldaten habe letztlich den Grundstein zum Endsieg gelegt? Daran glauben sie auch heute noch.
Schon im Dritten Reich war selbst den meisten Nazis klar, dass das eine verheerende Niederlage war. Das konnte man bereits damals nicht schön reden.
von Stalingrad bis an die Spree
Karsten, Zürich, Dienstag, 08.11.2022, 09:17 (vor 1387 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von Karsten, Dienstag, 08.11.2022, 09:24
Schon im Dritten Reich war selbst den meisten Nazis klar, dass das eine verheerende Niederlage war. Das konnte man bereits damals nicht schön reden.
Hab nochmal recherchiert. Es war der Herr Reichsmarschall von Koks, den ich meinte: "Ein solcher Kampf tobt heute dort, und noch in tausend Jahren wird jeder Deutsche mit heiligem Schauer von diesem Kampf in Ehrfurcht sprechen und sich erinnern, dass dort trotz allem Deutschlands Sieg entschieden worden ist.“ Der fällt aus verschiedenen Gründen nicht in die Kategorie "die meisten Nazis".
Warten wir mal ab, die tausend Jahre sind ja noch nicht ganz vorbei ;-)
von Stalingrad bis an die Spree
Nike79, Dienstag, 08.11.2022, 09:05 (vor 1387 Tagen) @ Ulrich
Ich hab das Lied auch irgendwann nicht mehr mitgesungen, weil ich ein ungutes Gefühl dabei hatte, eine Stadt die Wolgograd heisst, Stalingrad zu nennen. Dafür gibt es für mich so überhaupt keinen Grund, ausser Stalinist oder mindestens Wehrmachtsnostalgiker zu sein.
Ich frage mich eh, wieso eher "rechtsgewebte" Menschen den Begriff "Stalingrad" verwenden. Das war die erste große, verheerende Niederlage der Nazis. Und danach ist die Rote Armee nicht nur bis zur Spree, sondern darüber hinaus bis zur Elbe und weiter vorgestoßen.
Sagte nicht Goebbels hinterher sinngemäss, das Opfer der deutschen Soldaten habe letztlich den Grundstein zum Endsieg gelegt? Daran glauben sie auch heute noch.
Schon im Dritten Reich war selbst den meisten Nazis klar, dass das eine verheerende Niederlage war. Das konnte man bereits damals nicht schön reden.
Ich glaube ihr überschätzt das Geschichtsverständnis vieler Leute
von Stalingrad bis an die Spree
balisto, 44143, Montag, 07.11.2022, 21:07 (vor 1388 Tagen) @ Ulrich
Die erste verheerende Niederlage erlitt die Wehrmacht vor Moskau.
Zum Mythos Stalingrad: Kampf für Volk und Vaterland unter widrigsten Bedingungen bis zur letzten Patrone.
von Stalingrad bis an die Spree
Ulrich, Dienstag, 08.11.2022, 09:07 (vor 1387 Tagen) @ balisto
Die erste verheerende Niederlage erlitt die Wehrmacht vor Moskau.
Das kann man aber mit der Niederlage in Stalingrad nicht vergleichen. Sowohl der Vormarsch auf Moskau als auch die Kämpfe haben zu zahlreichen Toten und Kampfunfähigen auf deutscher Seite geführt. Viele Soldaten sind nicht von Rotarmisten getötet worden, sie sind schlicht erfroren.
Aber Stalingrad war für die Wehrmacht noch deutlich schlimmer. Man verlor eine ganze Armee. Und zwar nicht nur Soldaten, sondern auch Waffen, Fahrzeuge, sonstiges Material, etc.
Zum Mythos Stalingrad: Kampf für Volk und Vaterland unter widrigsten Bedingungen bis zur letzten Patrone.
Selbst die meisten Nazis wussten und wissen, dass das nur hohler Pathos ist.
von Stalingrad bis an die Spree
Kvothe, Newarre, Montag, 07.11.2022, 20:24 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Das macht ja wenigstens geographisch noch irgendwo Sinn, weil knapp 2.500 Kilometer dazwischenliegen, aber von Nottingham nach Liverpool? Ich sage mal so, wäre ein gewisser Schalker Ex-Spieler und heutiger "Trainer" am 12.5.2007 zu Fuß mit der Meisterschale vom Westfalenstadion über die B1 zurück in sein Moloch gelaufen, hätte er allein damit schon ein Viertel der Strecke Nottingham-Liverpool zurück gelegt...
Bedenkt man aber, dass Dortmund garnicht zwischen Spree und Wolga liegt, macht es geographisch auch nicht mehr so viel Sinn.
Da die Erde rund ist, liegt auch Dortmund zwischen diesen beiden Flüssen, nur eben auf dem längeren Weg ;)
Na gut. Aber Gerade Dank Pischu und Kuba haben wir bestimmt auch in Polen noch einige Fans.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
arndtcj
, Montag, 07.11.2022, 11:05 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Richtiger und wichtiger Hinweis!
Man kann es nicht oft genug erwähnen
pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 07.11.2022, 10:07 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Leider nicht das erste Mal, dass man darauf hinweisen muss und auch nicht das erste Mal, dass es hier diskutiert wird. Leider lässt sich für mich das Archiv des Forums nicht öffnen, weil meine Browser wegen eines abgelaufenen Zertifikats den Aufruf verweigern. Aber ich bin mir sicher, dass wir schon zu Klopp-Zeiten hier im Forum darüber diskutiert haben. Auch ein Artikel von Ballspiel.vereint! ist mir in Erinnerung, aber leider nicht mehr auf deren Seite abrufbar. Warum haben die eigentlich dort alle Artikel gelöscht?
Wie dem auch sei. Mich hat es Samstag genervt, aber es war zum Glück nur ein kurzer Moment und auch nicht so laut wahrnehmbar von meiner Position im Stadion. Der Eindruck kann täuschen, aber für mich sah es so aus als wenn es eher aus dem mittleren Bereich des Oberrangs der Süd kam. Jedenfalls gab es da bei dem Gesang etwas mehr Bewegung. Der Eindruck kann natürlich auch getäuscht haben.
Ich persönlich glaube, dass diejenigen, die den Scheiß anstimmen genau um die Herkunft wissen. Das unterstelle ich aber nicht denen, die sich bei solchen Gesängen mitreißen lassen und mitmachen. Zumal dieser Gesang einst nur bei Derbys aufkam und es nach meinem Dafürhalten schon eine anderweitige Motivation gegeben haben muss, dieses beim Bochumspiel zu bringen. Gegen Sinsheim z.B. hat man es schließlich auch nie gesungen. Es kann also nicht unbedingt nur daran liegen, dass Bochum in himmelblauen Trikots spielte.
Man kann es nicht oft genug erwähnen
Elmar, Montag, 07.11.2022, 13:09 (vor 1388 Tagen) @ pactum Trotmundense
Die Sprache hat sich zum Glück deutlich verbessert.
Asylanten und Zick Zack Zigeunerpack sind nicht mehr zu hören.
Ich weiß, dass das diskutierte Lied bei Spielen in Bochum teilweise sehr intensiv gesungen wurde. Vielleicht war das auch die Veranlassung.
Man kann es nicht oft genug erwähnen
Smeller, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 13:26 (vor 1388 Tagen) @ Elmar
Wir haben kein richtiges Anti-Bochum-Lied, soweit ich das weiß. Ich denke mal, das wird auch dem geschuldet gewesen sein, ohne dass ich das gutheißen will, aber das war noch am nahesten an Anti-Bochum.
Man kann es nicht oft genug erwähnen
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 13:33 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Wir haben kein richtiges Anti-Bochum-Lied, soweit ich das weiß.
Dumm geboren, dumm geblieben
In den Farben Blau und Weiß
Eure Eltern sind Geschwister
Nur damit es jeder weiß
Gern geschehen!
Man kann es nicht oft genug erwähnen
bobschulz, MS, Montag, 07.11.2022, 13:35 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
bearbeitet von bobschulz, Montag, 07.11.2022, 13:47
Wir haben kein richtiges Anti-Bochum-Lied, soweit ich das weiß.
Dumm geboren, dumm geblieben
In den Farben Blau und Weiß
Eure Eltern sind Geschwister
Nur damit es jeder weißGern geschehen!
Aber wäre doch auch für die (naja großen) Blauen anwendbar.
Oder hat Inzucht nur in Bochum Tradition und in GE nicht?!
Man kann es nicht oft genug erwähnen
WBSTRR
, Tempelnah 1.5 km, Montag, 07.11.2022, 15:42 (vor 1388 Tagen) @ bobschulz
Wir haben kein richtiges Anti-Bochum-Lied, soweit ich das weiß.
Dumm geboren, dumm geblieben
In den Farben Blau und Weiß
Eure Eltern sind Geschwister
Nur damit es jeder weißGern geschehen!
Aber wäre doch auch für die (naja großen) Blauen anwendbar.
Oder hat Inzucht nur in Bochum Tradition und in GE nicht?!
Das ist ja eine alternative Textversion von einem VfL-Lied. Von daher passt es auf die Blauen nicht so wirklich.
Man kann es nicht oft genug erwähnen
Smeller, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 15:49 (vor 1388 Tagen) @ WBSTRR
Das Problem ist wohl, dass ihm und mir das VFL-Lied nicht bekannt ist.
Man kann es nicht oft genug erwähnen
1890er, Montag, 07.11.2022, 15:56 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Das Problem ist wohl, dass ihm und mir das VFL-Lied nicht bekannt ist.
"Unsere Heimat, unsere Liebe in den Farben blau und weiß
1948 - nur damit es jeder weiß", heißt es in Bochum.
Ob das jetzt tatsächlich ursprünglich aus Bochum kommt, weiß ich aber nicht. In Rostock wird es jedenfalls auch gesungen.
Man kann es nicht oft genug erwähnen
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 15:56 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Die Melodie ist die gleich wie "Von der Elbe bis zur Isar, oh immer wieder BVB":
Unsere Heimat, unsere Liebe (?)
In den Farben Blau und Weiß
1848, nur damit es jeder weiß
Da finde ich die andere Version nicht nur wahrheitsgetreuer, sondern auch kreativer :>
Man kann es nicht oft genug erwähnen
bobschulz, MS, Montag, 07.11.2022, 10:27 (vor 1388 Tagen) @ pactum Trotmundense
Leider nicht das erste Mal, dass man darauf hinweisen muss und auch nicht das erste Mal, dass es hier diskutiert wird. Leider lässt sich für mich das Archiv des Forums nicht öffnen, weil meine Browser wegen eines abgelaufenen Zertifikats den Aufruf verweigern. Aber ich bin mir sicher, dass wir schon zu Klopp-Zeiten hier im Forum darüber diskutiert haben. Auch ein Artikel von Ballspiel.vereint! ist mir in Erinnerung, aber leider nicht mehr auf deren Seite abrufbar. Warum haben die eigentlich dort alle Artikel gelöscht?
Wie dem auch sei. Mich hat es Samstag genervt, aber es war zum Glück nur ein kurzer Moment und auch nicht so laut wahrnehmbar von meiner Position im Stadion. Der Eindruck kann täuschen, aber für mich sah es so aus als wenn es eher aus dem mittleren Bereich des Oberrangs der Süd kam. Jedenfalls gab es da bei dem Gesang etwas mehr Bewegung. Der Eindruck kann natürlich auch getäuscht haben.
Ich persönlich glaube, dass diejenigen, die den Scheiß anstimmen genau um die Herkunft wissen. Das unterstelle ich aber nicht denen, die sich bei solchen Gesängen mitreißen lassen und mitmachen. Zumal dieser Gesang einst nur bei Derbys aufkam und es nach meinem Dafürhalten schon eine anderweitige Motivation gegeben haben muss, dieses beim Bochumspiel zu bringen. Gegen Sinsheim z.B. hat man es schließlich auch nie gesungen. Es kann also nicht unbedingt nur daran liegen, dass Bochum in himmelblauen Trikots spielte.
Naja, WENN man Bochum als direkter Nachbarstadt das 'kleine Derby' zugesteht, bewegen die halt schon etwas mehr als Hoppenheim. Die einzig akzeptable Liedpassage heißt ja "schwarzgelb ist der Ruhrpott" und in dem ist 18,99€ ja nun wahrlich nicht beheimatet. Das wäre meine Erklärung für das Auftauchen vs BO. Was nix daran ändert, dass es nicht ins Stadion gehört.
Man kann es nicht oft genug erwähnen
pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 07.11.2022, 10:34 (vor 1388 Tagen) @ bobschulz
Naja, WENN man Bochum als direkter Nachbarstadt das 'kleine Derby' zugesteht, bewegen die halt schon etwas mehr als Hoppenheim. Die einzig akzeptable Liedpassage heißt ja "schwarzgelb ist der Ruhrpott" und in dem ist 18,99€ ja nun wahrlich nicht beheimatet. Das wäre meine Erklärung für das Auftauchen vs BO. Was nix daran ändert, dass es nicht ins Stadion gehört.
Okay, das kann man natürlich daran festmachen. Da hast du Recht. Da habe ich nicht drüber nachgedacht.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 09:39 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Guten Morgen,
vielen Dank erstmal für diesen wichtigen Text! Dass das Lied in der "Derby-Fassung" tatsächlich von dieser Drecksband stammt, war mir (und nicht nur mir, wie man hier lesen kann) so nicht bewusst, denn auch ich habe es selbst jahrelang immer fleißig mitgesungen. Mieses Gefühl zu wissen, dass sich die Nazis ins Fäustchen gelacht haben müssen, nachdem eine ganze Tribüne (und man selbst) sowas arglos wieder und wieder angestimmt hat. Aber naja, man lernt eben nie aus... besser spät als nie. Dafür nochmal Danke!
Wobei ich bei diesem Halbsatz etwas stutzen musste:
Irgendwann um die Zeit von 2007 – 2010 herum, etablierte sich zum Derby ein Lied [...]
Bist du dir da sicher, Sascha? Ich meine, ich will hier weder Haare spalten, noch in irgendeiner Art und Weise anzweifeln, dass das Lied auf unserer Tribüne seine Wurzeln bei den Zillertalern hat. Aber ich hätte gedacht, dass das Lied schon deutlich früher ins Standardrepertoire der Süd einging, so um die Jahrtausendwende oder kurz danach. Seit 2003 habe ich meine Dauerkarte und ich war/bin mir relativ sicher, dass es zu dieser Zeit bereits beim Derby gesungen wurde... aber nun gut, ich will hier auch nicht den Derailer spielen, denn am Ende macht es keinen Unterschied.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Sauerländer92, Montag, 07.11.2022, 22:08 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Jou, hätte die Anfänge dieses Liedes auch um 2003/2004 eingeordnet. Damals kannte ich die Adaption dieser Nazigruppe nicht, lediglich das Orginal von Gus Backus. Daher habe ich auch immer kräftig mitgesungen. So ging es ja offensichtlich vielen.
Vor etwas mehr als 10 Jahren las ich dann hier in einem Bericht (oder Forenbeitrag) über die waren Hintergründe des Textes. Seit dem ist damit Schluss für mich.
Artikel wie dieser sollten im Stadion publik gemacht werden. Ich glaube kaum, dass viele BVB-Fans Songs der Zillertaler Türkenjäger kennen.
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markus, Montag, 07.11.2022, 16:10 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Wobei ich bei diesem Halbsatz etwas stutzen musste:
Irgendwann um die Zeit von 2007 – 2010 herum, etablierte sich zum Derby ein Lied [...]
Bist du dir da sicher, Sascha? Ich meine, ich will hier weder Haare spalten, noch in irgendeiner Art und Weise anzweifeln, dass das Lied auf unserer Tribüne seine Wurzeln bei den Zillertalern hat. Aber ich hätte gedacht, dass das Lied schon deutlich früher ins Standardrepertoire der Süd einging, so um die Jahrtausendwende oder kurz danach. Seit 2003 habe ich meine Dauerkarte und ich war/bin mir relativ sicher, dass es zu dieser Zeit bereits beim Derby gesungen wurde... aber nun gut, ich will hier auch nicht den Derailer spielen, denn am Ende macht es keinen Unterschied.
Ich habe meine Dauerkarte ebenfalls seit 2003 (ging damals noch ohne Probleme ohne Wartelisten) und habe beim lesen des Artikels exakt das gleiche gedacht. Ich bin mir relativ sicher, dass es das auch schon 2003 bei den Derbys gab. Sowohl Heim, als auch Auswärts und erst recht bei Amateuer und A-Jugend Derbys. Die Entstehungsgeschichte des Lieds kannte ich bis heute ebenfalls gar nicht. Es wundert mich jetzt im Nachhinein, dass das jahrelang niemanden aufgefallen ist, oder es niemanden gestört hat.
War natürlich auch eine andere Zeit. Da sind auch noch fröhlich U-Bahnen gebaut und homophobe Gesänge gegen Ebbe Sand angestimmt worden. Zwar beides nicht im Stadion, aber auf dem Weg dorthin und vor allem in der U45 während nebenbei von ein paar Witzbolden permanent die Glühbirnen rausgedreht wurden.
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Ballmann, sUNcity, Montag, 07.11.2022, 15:06 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Aber ich hätte gedacht, dass das Lied schon deutlich früher ins Standardrepertoire der Süd einging, so um die Jahrtausendwende oder kurz danach.
Hab das nicht mehr so genau auf dem Schirm, aber meiner trüben Erinnerung nach würde ich auch sagen dass das schon um einiges eher gesungen wurde. Vielleicht nicht etabliert, aber m.E. gab es das schon früher. Ende 90er, Anfang 2000er würde ich tippen.
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1890er, Montag, 07.11.2022, 14:52 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Ich würde dir da Recht geben.
Wahrscheinlich kam das wirklich in Wellen, aber ich bin mir sehr sicher, dass es schon vorher gesungen wurde.
Ich hab zwar keinen Beleg, kann mich an eine weitere Version erinnern, in der Sergej Barbarez' Abschied mit gleicher Melodie und ähnlichem Text hämisch besungen wurde - und der hat uns doch schon 2001 (?) verlassen.
Aber natürlich bin ich bei dir: Es ist egal, wann es gesungen wurde, Hauptsache, der Keim wird sofort wieder erstickt. Im schlimmsten Fall sind wir dann bald auch wieder beim U-Bahn-Lied, was in dieser Zeit (1998-2001) auch regelmäßig von Dortmundern gehört habe.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Ghombre, Montag, 07.11.2022, 13:46 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Bin ich ganz bei dir, das wurde definitiv auf der Süd und auswärts auch schon 2003 gesungen. Habe mir über das Lied nie weitergehende Gedanken gemacht, da ich auch einem Blauen nicht unterstellen würde, dass er mit Zecke meint, dass Borussen Volksschädlinge seien, die vernichtet gehören. Bitte entschuldigt, falls sich jemand davon beleidigt fühlt, dass ich einem Blauen überhaupt eine derartige Transferleistung zutraue.
Liegt aber ggf auch schlicht an der Zeit, damals war das U-Bahn Lied noch allgegenwärtig, dadurch wird man wohl braunes Gedankengut wenn eher da gesehen haben, hier merkt man es ja erst, wenn man den Text vom "Original" liest.
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Rupo, Ruhrpott, Montag, 07.11.2022, 11:41 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Moin,
ich ordne mich mal hier runter rein, weil ich mich da anschließen kann das wir das 'früher' gesungen haben, gehörte zum Lied'gut' dazu (genau wie: 'wir langen träumend im Gras', ist ja hinten raus auch Menschen verachtend).
Mir kommt spontan der 'Schlacht' (in Tagen wie diesen sollte man sensibel mit solchen Ausdrücken umgehen, ihr wisst was ich meine): Wir haben euch was mitgebracht – Hass , Hass, Hass!
in den Sinn. Haben wir vor allem bei diversen Auswärtsfahrten angestimmt, wenn zum Beispiel der Sonderzug in München HBF eingetroffen ist. Auf der einen Seite natürlich ne Wucht von das 500 Hundert im Bahnhof auf dem Weg zum Stadion anstimmen, auf der anderen Seite hat das – soweit mir jetzt klar ist – auch einen ganz klaren Nazi Bezug oder?
Sprache, Lieder, Sozialisation, Umgebung, etc. verändern sich und das sollten wir dann auch mit einfließen lassen. Es geht ja vor allem darum den BVB zu unterstützen UND auch für entsprechende Werte zu stehen.
Beste Grüße,
Thomas
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Smeller, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 13:28 (vor 1388 Tagen) @ Rupo
Moin,
ich ordne mich mal hier runter rein, weil ich mich da anschließen kann das wir das 'früher' gesungen haben, gehörte zum Lied'gut' dazu (genau wie: 'wir langen träumend im Gras', ist ja hinten raus auch Menschen verachtend).
"Wir lagen träumend im Gras" schließt aber keinen Bogen zum dritten Reich oder ähnlicher Ideologien. Wenn wir jetzt bei Menschen verachtend, auch wenn ich das nicht ganz so sehe, aufhören, kannst du auch 'Tod und Hass dem S04' nicht mehr bringen. Das singen wir bald "Wir finden euch nicht so toll".
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Blarry, Essen, Montag, 07.11.2022, 17:07 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
"Wir lagen träumend im Gras" schließt aber keinen Bogen zum dritten Reich oder ähnlicher Ideologien.
Das Thema hatten wir vor ein paar Wochen schon; ich weiß jetzt nicht, ob es im Umfeld des Derbies war. Da habe ich noch um eine Bestätigung bzw. Erklärung gebeten, dass das Conny-Kramer-Lied, das in unserer Version im Stadion gegen die Blauen gesungen wird, eben auch direkt vom Original von Juliane Werding abstammt, und nicht von der Version der falschen Zillertaler mit Ignatz Bubis, dem damaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden, als besungener Figur. War mir schon wichtig, da eine gewisse Sicherheit zu haben, die übers Anekdotische hinausgeht.
Chronologisch passt das Auftreten dieser Gesänge schon ganz gut in die weiter oben im Thread genannten Zeiträume. Ende der 90er, Anfang der Nullerjahre waren die Schulhöfe überschwemmt mit diesem Dreck, und von dort ist es kein großer Sprung in die Stadien. Will an der Stelle auch nicht groß spekulieren, ob es damals eine konzertierte Neonazi-Aktion war, sowas in Schulen zu verbreiten, in dem Wissen, dass 14jährige im groben Durchschnitt erstklassige Scheißkinder und für sowas empfänglich sind; oder ob es im Großen und Ganzen nur von "coolen" älteren Freunden und Geschwistern nach unten getragen wurde.
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balisto, 44143, Montag, 07.11.2022, 17:24 (vor 1388 Tagen) @ Blarry
"Wir lagen träumend im Gras" schließt aber keinen Bogen zum dritten Reich oder ähnlicher Ideologien.
Das Thema hatten wir vor ein paar Wochen schon; ich weiß jetzt nicht, ob es im Umfeld des Derbies war. Da habe ich noch um eine Bestätigung bzw. Erklärung gebeten, dass das Conny-Kramer-Lied, das in unserer Version im Stadion gegen die Blauen gesungen wird, eben auch direkt vom Original von Juliane Werding abstammt, und nicht von der Version der falschen Zillertaler mit Ignatz Bubis, dem damaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden, als besungener Figur. War mir schon wichtig, da eine gewisse Sicherheit zu haben, die übers Anekdotische hinausgeht.Chronologisch passt das Auftreten dieser Gesänge schon ganz gut in die weiter oben im Thread genannten Zeiträume. Ende der 90er, Anfang der Nullerjahre waren die Schulhöfe überschwemmt mit diesem Dreck, und von dort ist es kein großer Sprung in die Stadien. Will an der Stelle auch nicht groß spekulieren, ob es damals eine konzertierte Neonazi-Aktion war, sowas in Schulen zu verbreiten, in dem Wissen, dass 14jährige im groben Durchschnitt erstklassige Scheißkinder und für sowas empfänglich sind; oder ob es im Großen und Ganzen nur von "coolen" älteren Freunden und Geschwistern nach unten getragen wurde.
Dürfte doch so ungefähr die Zeit der Schulhof-CDs gewesen sein, auf der übrigens auch der "alte Häuptling der Indianer" drauf war. Ich war dafür ein paar Jahre zu jung, kannte die Songs aber von meinem älteren Bruder.
Von daher aber schon eine gezielte Neonazi-Kampagne.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 07.11.2022, 15:12 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
"Wir lagen träumend im Gras" schließt aber keinen Bogen zum dritten Reich oder ähnlicher Ideologien. Wenn wir jetzt bei Menschen verachtend, auch wenn ich das nicht ganz so sehe, aufhören, kannst du auch 'Tod und Hass dem S04' nicht mehr bringen. Das singen wir bald "Wir finden euch nicht so toll".
TuHdS04 bezieht sich aber auf das Konstrukt Schalke 04 und nicht auf armen Seelen, die ihr Leben als Schalker fristen.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 13:44 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
Der Text der dritten Strophe könnte allerdings 1:1 aus der Feder vom Reichsminister für Propaganda und Volksaufklärung aus MG-Rheydt stammen:
Kein Schalker hat das Recht zu leben
Die Luft zum Atmen ist viel zu schade für sie
Und sind sie erstmal ausgerottet
So werden wir zu ihrem Begräbnis zieh'n
Bin ja echt nicht zimperlich, was Gegner im Stadion beleidigen angeht, aber diese Strophe singe ich schon ewig nicht mehr mit. Der Text ist einfach Goebbels pur ("Ausrotten", "kein Recht zu leben"). Ersetz einfach mal "Schalker" durch "Jude"...
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LukeHansen, Hamburg, Montag, 07.11.2022, 13:31 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
bearbeitet von LukeHansen, Montag, 07.11.2022, 13:45
Moin,
ich ordne mich mal hier runter rein, weil ich mich da anschließen kann das wir das 'früher' gesungen haben, gehörte zum Lied'gut' dazu (genau wie: 'wir langen träumend im Gras', ist ja hinten raus auch Menschen verachtend).
"Wir lagen träumend im Gras" schließt aber keinen Bogen zum dritten Reich oder ähnlicher Ideologien. Wenn wir jetzt bei Menschen verachtend, auch wenn ich das nicht ganz so sehe, aufhören, kannst du auch 'Tod und Hass dem S04' nicht mehr bringen. Das singen wir bald "Wir finden euch nicht so toll".
Müsste man eigentlich konsequenterweise. Jemanden den Tod zu "wünschen" ist ja ideologisch nah am dritten Reich im Grunde.
Die ganze Diskussion finde ich eh schwierig und unangenehm.
"Schwul" ist homophob, den "Tod wünschen" aber augenzwinkernd und sportlich gemeint.
Muss an den früheren Schiri-Song denken: "Hängt sie auf die schwarze Sau." Ersteres geht wahrscheinlich noch in Ordnung, während zweiteres rassistisch sein könnte. Auch irgendwie gaga.
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Sascha, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 10:50 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
Ich bin mir relativ sicher, weil ich um 2005 herum zu SG.de gekommen bin und eine Forumsdiskussion um dieses Lied eine meiner ersten Erinnerungen hier ist.
Zuvor war ich beim Derby eigentlich immer nur auswärts und da bin ich mir sehr sicher, dass das nie im Gästeblock gesungen wurde.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 12:40 (vor 1388 Tagen) @ Sascha
Ich bin mir relativ sicher, weil ich um 2005 herum zu SG.de gekommen bin und eine Forumsdiskussion um dieses Lied eine meiner ersten Erinnerungen hier ist.
Zuvor war ich beim Derby eigentlich immer nur auswärts und da bin ich mir sehr sicher, dass das nie im Gästeblock gesungen wurde.
Okay, 2005 kommt auf jeden Fall hin. Ich verband halt die angesprochene Zeit zwischen 2007 und 2010 eher mit "Schalalalalala Scheißeeee Null-Vier", aber ist ja auch egal.
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Smeller, Dortmund, Montag, 07.11.2022, 13:30 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
War das nicht eher "und wir ficken Gelsenkirch in den A..."? Oder kam das später.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 07.11.2022, 13:57 (vor 1388 Tagen) @ Smeller
War das nicht eher "und wir ficken Gelsenkirch in den A..."? Oder kam das später.
Ich würde sogar sagen früher. Anfang/Mitte der 00er Jahre gab es nach meiner Erinnerung vor allem drei Derby-Lieder: "In Gelsenkirchen, da liegen Leichen...", "Wir füllen unser Schwimmbad mit Blut vom S04" (wurde auch vice versa von den Blauen gesungen) und "Am Tag als der FC Scheiße starb". Irgendwann zwischen Meistersaison 2002 und Beinahe-Exitus 2005 wurde das Derby-Repertoire dann meiner Erinnerung nach mit dem von dir genannten Lied und eben mit den "blau-weißen Parasiten" erweitert bzw. ersetzt. Um 2008 herum kam dann "Scheiße 04". So habe ich das zumindest im Kopf, aber das muss ja nicht zwangsläufig stimmen.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
markus, Montag, 07.11.2022, 16:27 (vor 1388 Tagen) @ Ravenga
War das nicht eher "und wir ficken Gelsenkirch in den A..."? Oder kam das später.
Ich würde sogar sagen früher. Anfang/Mitte der 00er Jahre gab es nach meiner Erinnerung vor allem drei Derby-Lieder: "In Gelsenkirchen, da liegen Leichen...", "Wir füllen unser Schwimmbad mit Blut vom S04" (wurde auch vice versa von den Blauen gesungen) und "Am Tag als der FC Scheiße starb". Irgendwann zwischen Meistersaison 2002 und Beinahe-Exitus 2005 wurde das Derby-Repertoire dann meiner Erinnerung nach mit dem von dir genannten Lied und eben mit den "blau-weißen Parasiten" erweitert bzw. ersetzt. Um 2008 herum kam dann "Scheiße 04". So habe ich das zumindest im Kopf, aber das muss ja nicht zwangsläufig stimmen.
Kam das nicht erstmalig beim Derby 2007 als den Blauen die Meisterschaft versaut worden ist? Übrigens gab es da auch lautstarke „Asamoah ist schwarz“ Gesänge (einige hielten das nicht für rassistisch).
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Karsten, Zürich, Montag, 07.11.2022, 16:48 (vor 1388 Tagen) @ markus
Um 2008 herum kam dann "Scheiße 04". So habe ich das zumindest im Kopf, aber das muss ja nicht zwangsläufig stimmen.
Kam das nicht erstmalig beim Derby 2007 als den Blauen die Meisterschaft versaut worden ist? Übrigens gab es da auch lautstarke „Asamoah ist schwarz“ Gesänge (einige hielten das nicht für rassistisch).
"Scheisse 04" von den Blauen selbst habe ich erstmals entweder beim oder erst kurz vor dem 3:3-"Derbysieg" zum ersten Mal gehört. Es wurde im Zuge des Spielverlaufs dann vom Westfalenstadion adaptiert, und damit wurde dann die Aufholjagd nach 0:3-Rückstand gefeiert. Passte perfekt zur Situation, wurde später aber leider bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit gesungen.
"Asamoah ist Schwarz" habe ich hingegen noch nie irgendwo gehört. Allerdings tauchte um den Zeitraum herum hier im Forum irgendwann mal ein Bild auf, dass einen Affen zeigte, dem man am Computer ein blaues Trikot mit Asamoahs Rückennummer aufgemalt hatte. Als ich den für mich offensichtlichen Rassismus ansprach, war es damals leider keineswegs selbstverständlich für andere User, diesen auch zu erkennen. Das wäre heute wohl anders.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
markus, Montag, 07.11.2022, 17:06 (vor 1388 Tagen) @ Karsten
Um 2008 herum kam dann "Scheiße 04". So habe ich das zumindest im Kopf, aber das muss ja nicht zwangsläufig stimmen.
Kam das nicht erstmalig beim Derby 2007 als den Blauen die Meisterschaft versaut worden ist? Übrigens gab es da auch lautstarke „Asamoah ist schwarz“ Gesänge (einige hielten das nicht für rassistisch).
"Scheisse 04" von den Blauen selbst habe ich erstmals entweder beim oder erst kurz vor dem 3:3-"Derbysieg" zum ersten Mal gehört. Es wurde im Zuge des Spielverlaufs dann vom Westfalenstadion adaptiert, und damit wurde dann die Aufholjagd nach 0:3-Rückstand gefeiert. Passte perfekt zur Situation, wurde später aber leider bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit gesungen."Asamoah ist Schwarz" habe ich hingegen noch nie irgendwo gehört. Allerdings tauchte um den Zeitraum herum hier im Forum irgendwann mal ein Bild auf, dass einen Affen zeigte, dem man am Computer ein blaues Trikot mit Asamoahs Rückennummer aufgemalt hatte. Als ich den für mich offensichtlichen Rassismus ansprach, war es damals leider keineswegs selbstverständlich für andere User, diesen auch zu erkennen. Das wäre heute wohl anders.
Es war die gleiche Melodie wie bei „Osttribüne steh auf“. Würde heute auch niemand mehr anstimmen. Damals hat man sich eingeredet, dass das aufgrund seiner dunklen Hautfarbe ja nur Tatsache und damit noch kein Rassismus sei. Da aber der Kontext klar negativ war (schließlich war nicht die Absicht ihn zu loben, sondern ihn zu verunglimpfen), hätte man das so einordnen müssen.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Montag, 07.11.2022, 09:16 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Danke Sascha!
Wusste ich nicht.
Ich habs schon damals nicht verstanden...
Mr. Cheese, Montag, 07.11.2022, 08:52 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Das war alles damals schon bekannt. Und ich kann mich erinnern wie schon damals (07 oder 08) über den Ursprung dieses Liedes hier im Forum (!) geredet und darüber gewarnt wurde.
Gehalten hat es sich trotzdem sehr lange. Zu lange.
Wir hatten früher mal eine ganze Pallette an Schmähgesängen gegen die Blauen, die alle mehr oder minder Geschmaklos waren, aber zumindest nicht politisch rechten Hintergrund hatten.
Alle die sind in der Versenkung verschwunden und man bleibt am Ende ausgerechnet beim braunsten?
Ich versteh die Südtribüne nicht mehr.
Ich habs schon damals nicht verstanden...
Venceremos, Montag, 07.11.2022, 09:06 (vor 1388 Tagen) @ Mr. Cheese
Das war alles damals schon bekannt. Und ich kann mich erinnern wie schon damals (07 oder 08) über den Ursprung dieses Liedes hier im Forum (!) geredet und darüber gewarnt wurde.
Gehalten hat es sich trotzdem sehr lange. Zu lange.
Wir hatten früher mal eine ganze Pallette an Schmähgesängen gegen die Blauen, die alle mehr oder minder Geschmaklos waren, aber zumindest nicht politisch rechten Hintergrund hatten.
Alle die sind in der Versenkung verschwunden und man bleibt am Ende ausgerechnet beim braunsten?
Ich versteh die Südtribüne nicht mehr.
Es ist ja wirklich viel passiert in den letzten Jahren und viel aus dem Stadion verschwunden, ich erinnere mich noch dass auch das U-Bahn-Lied um die Jahrtausendwende im Stadion gesungen wurde, dazu Gesänge wie "Carsten Jancker ist Homosexuell" oder "Schwule, Schwule". Manches ist durch gesellschaftliche Entwicklung weg, bei Dingen wie diesem Gesang, wo nicht jeder direkt die Bedeutung erkennt, braucht es eben Aufklärung.
Ich habs schon damals nicht verstanden...
Mr. Cheese, Montag, 07.11.2022, 09:32 (vor 1388 Tagen) @ Venceremos
Das war alles damals schon bekannt. Und ich kann mich erinnern wie schon damals (07 oder 08) über den Ursprung dieses Liedes hier im Forum (!) geredet und darüber gewarnt wurde.
Gehalten hat es sich trotzdem sehr lange. Zu lange.
Wir hatten früher mal eine ganze Pallette an Schmähgesängen gegen die Blauen, die alle mehr oder minder Geschmaklos waren, aber zumindest nicht politisch rechten Hintergrund hatten.
Alle die sind in der Versenkung verschwunden und man bleibt am Ende ausgerechnet beim braunsten?
Ich versteh die Südtribüne nicht mehr.
Es ist ja wirklich viel passiert in den letzten Jahren und viel aus dem Stadion verschwunden, ich erinnere mich noch dass auch das U-Bahn-Lied um die Jahrtausendwende im Stadion gesungen wurde, dazu Gesänge wie "Carsten Jancker ist Homosexuell" oder "Schwule, Schwule". Manches ist durch gesellschaftliche Entwicklung weg, bei Dingen wie diesem Gesang, wo nicht jeder direkt die Bedeutung erkennt, braucht es eben Aufklärung.
Bei solchen Sachen bin ich auch froh, daß die mittlerweile weg sind.
Kann mich auch noch erinnern wie "Schwule, Schwule" gebrüllt wurde, als ein Tim Wiese zum Aufwärmen auf den Platz kam. Der Grund: Er hatte ein pinkes Trikot an.
Und das mit der Aufklärung ist vollkommen richtig. Gut, das Schwatzgelb dies thematisiert.
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Knarz Pellworm, DO-Hörde, Montag, 07.11.2022, 08:47 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Danke. Ich kannte diese Hintergründe nicht, und habe deshalb immer gern mitgesungen. Das hört jetzt auf.
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, Montag, 07.11.2022, 08:09 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Danke für die klaren Worte.
Ja bei solchen Sachen tut Aufklärung und Sensibilisierung immer not.
Ich erinnere mich mit Grauen an Zeiten im Stadion zurück, wo zB der U-Bahn Gesang normal war.
(und ich muss leider zugeben ich damals auch zu Beginn zu unreflektiert mitgegeöhlt hatte…. Aber man ist ja lernfähig und schon in den 90er haben wir da dann gepfiffen)
Auch an Zeiten mit dem unheilvollen Wechselgesang bei „Sieg!“… aber das war schon gegen Ende meiner Stadionzeit (also zu Beginn des Erscheinens der Ultras) eher unter Kontrolle (also wurde kaum mehr versucht).
Neu auf schwatzgelb.de: Warum das Lied von den blauweißen Parasiten nicht gesungen werden darf
Hatebreed, Monday, 07.11.2022, 07:32 (vor 1388 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Obwohl schon bekannt danke für die ausführliche Aufklärung!
Genau so ist es, weg mit dem Lied!