Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Mittwoch, 12.10.2022, 18:21 (vor 1416 Tagen)
Wieder soll Abdoulaye Kamara rassistisch beleidigt worden sein. Doch auch im Rückspiel gegen den Sevilla FC verließ die U19 des BVB nicht das Feld. Damit handelten die Verantwortlichen entgegen ihrer Ankündigung. Die UEFA verbot derweil ein Solidaritätsbanner.
Co-Trainer Daniel Rios für mindestens einen Monat gesperrt
AGraute, Freitag, 14.10.2022, 12:06 (vor 1414 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB
Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 12.10.2022, 18:38 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Ganz schwach von den Verantwortlichen des BVB!
*
Trainer Mike Tullberg begründete das wie folgt: „Ich habe den Jungs in der Halbzeit wieder gesagt, wir können in der Kabine bleiben. Aber die Jungs haben gesagt: Nein, Trainer – wir geben sportlich
*
das erinnert mich an den Bombenanschlag beim CL Spiel 2017. Da hat man die Verantwortung auch *sportlich* weg gedrückt!
Hier wären Ricken absolut in der Pflicht gewesen die Mannschaft vom Platz zu nehmen ohne wenn und aber!
Beschämend
Roland, Donnerstag, 13.10.2022, 10:41 (vor 1415 Tagen) @ Rupo
Nach solchen Worten, solche Nicht-Taten folgen zu lassen.
Wenn man dann noch Tullenbergs Interview liest :
„Ich konnte es nicht glauben, aber ein UEFA-Offizieller hat tatsächlich angefangen, mit mir zu diskutieren, wie ein Affe klingt und was ein Affe sagt. Das war unfassbar“, sagte Tullberg.
Sehr traurig, daß man nicht so konsequent war, wie man es doch eigentlich angekündigt hatte. Ziemlich schwache Vorstellung.
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Elmar, Mittwoch, 12.10.2022, 22:03 (vor 1416 Tagen) @ Rupo
100% richtig.
Und ricken hätte auch klarstellen müssen, dass Kamara bei dieser Entscheidung kein
Mitspracherecht hat. So wäre er auch nicht in Ungnade bei seinen Mitspielern gefallen.
Danke für den Text.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 13.10.2022, 10:35 (vor 1415 Tagen) @ Elmar
100% richtig.
Und ricken hätte auch klarstellen müssen, dass Kamara bei dieser Entscheidung kein
Mitspracherecht hat. So wäre er auch nicht in Ungnade bei seinen Mitspielern gefallen.
Das finde ich durchaus problematisch. Kamara wird erst rassistisch beleidigt und dann nimmt man ihm auch die Möglichkeit, die Reaktion darauf mitzugestalten?
Die rassistische Beleidigung sollte ausrücken, dass Kamara weniger wert ist als andere. Wenn man dann deutlich macht, dass seine Meinung dazu keine Rolle spielt, unterstützt man diesen Eindruck doch indirekt.
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UBB, Mittwoch, 12.10.2022, 20:19 (vor 1416 Tagen) @ Rupo
Sehe ich auch so.
Man kann doch diese Entscheidung nicht von 17-19 jährigen, die von Profiverträgen etc. Träumen, erwarten.
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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 13.10.2022, 09:53 (vor 1415 Tagen) @ UBB
Mit 18 ist man erwachsen. Man kann diese Entscheidung also sehr wohl erwarten.
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koom, Donnerstag, 13.10.2022, 10:15 (vor 1415 Tagen) @ Talentförderer
Mit 18 ist man erwachsen. Man kann diese Entscheidung also sehr wohl erwarten.
Vor dem Gesetz wird man trotzdem geprüft, ob man "trotz" Alter auch die Reife dazu besitzt. Abgesehen davon: blöder Vergleich. Der mediale, mannschaftliche und irgendwo auch finanzielle Druck ist ziemlich viel für so einen Spieler. Da muss jemand, der diesen Druck weniger hat, entscheiden.
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stfn84, Köln, Donnerstag, 13.10.2022, 10:32 (vor 1415 Tagen) @ koom
Ich finde es ganz schön naiv anzunehmen, dass die Entscheidung des BVB ohne Beteiligung der Mannschaft komplett kritiklos aufgenommen worden wäre.
Aber ich kenne die Spieler nicht persönlich, weshalb ich mich da nicht abschließend festlegen kann.
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dNL, Sauerland, Donnerstag, 13.10.2022, 09:54 (vor 1415 Tagen) @ Talentförderer
Mit 18 ist man erwachsen. Man kann diese Entscheidung also sehr wohl erwarten.
Mit 18 ist man per Gesetz erwachsen. Im Kopf? naaajaa
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Zatrassis, Mannheim, Mittwoch, 12.10.2022, 18:32 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Trotzdem geht von der Auswechslung auch eine unangenehme Botschaft aus: Das Opfer muss dem Täter buchstäblich das Feld überlassen.
Hätte man das nicht erst Recht gemacht, wenn man geschlossen nicht weitergespielt hätte?
Ich hätte es auch gerne gesehen, dass dies einmal eine Profimannschaft -am Liebsten mein BvB - so durchzieht. Ich hatte aber gestern sogar den Eindruck, dass Die Jugend von Sevilla genau das erreichen wollte, um so 3 Punkte am grünen Tisch zu bekommen. Dann hätte man denen genau das gegeben, was sie wollten.
Es ist ein zweischneidiges Schwert.
P.S.: Ein weiterer Skandal war, dass der Trainer von Sevilla seinen Spieler auf dem Feld gelassen hat. Sagt genug aus, wie die intern damit umgehen.
Haltung vor sportlichen und wirtschaftlichen Interessen
Donutking, Mittwoch, 12.10.2022, 18:58 (vor 1416 Tagen) @ Zatrassis
Trotzdem geht von der Auswechslung auch eine unangenehme Botschaft aus: Das Opfer muss dem Täter buchstäblich das Feld überlassen.
Hätte man das nicht erst Recht gemacht, wenn man geschlossen nicht weitergespielt hätte?Ich hätte es auch gerne gesehen, dass dies einmal eine Profimannschaft -am Liebsten mein BvB - so durchzieht. Ich hatte aber gestern sogar den Eindruck, dass Die Jugend von Sevilla genau das erreichen wollte, um so 3 Punkte am grünen Tisch zu bekommen. Dann hätte man denen genau das gegeben, was sie wollten.
Es ist ein zweischneidiges Schwert.
P.S.: Ein weiterer Skandal war, dass der Trainer von Sevilla seinen Spieler auf dem Feld gelassen hat. Sagt genug aus, wie die intern damit umgehen.
Außerdem befürchte ich, dass das mediale Echo so geringer ausfallen wird, weil eben zu Ende gespielt wurde und Rassismus somit nur unangenehme Begleiterscheinung bleibt.
Mediales Echo
Donutking, Mittwoch, 12.10.2022, 20:20 (vor 1416 Tagen) @ Donutking
Wenn weder die Schiris, noch die UEFA (das no to racism - war schon damals neben der Gazprom Werbung der Treppenwitz schlechthin) noch der Verein Sevilla da durchgreifen wollen warum nicht die Mittel, die man hat nutzen um die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was aufgezeigt werden muss ?
So hätte man am Abend, wenn die ganze Fußballwelt hinschaut jeden Handschlag verweigern können. Das Thema vorm Spiel (keine Ahnung wer da an den Mikros war) und nach dem Spiel (auch auf der PK)nur darauf lenken können, weil der Junge genauso zum Verein gehört wie Marco Reus, Aki Watze oder Jude Bellingham. Man hat das Spiel gewonnen, er hat’s hingenommen, „Stärke gezeigt“ aber niemand soll meinen dass das hier hingenommen wird.
Ein Verein der sowas duldet sollte hier nicht herzlich Willkommen als Gast empfangen werden.
Schade mMn hat man da eine Chance vertan.
Denn dann hätte wenigstens jeder nachgefragt, „warum die Dortmunder das denn machen“.
Mediales Echo
Tremonius III, Ort, Donnerstag, 13.10.2022, 14:05 (vor 1415 Tagen) @ Football_not_Soccer
Interessante Meldung im "Diario de Sevilla", dem Zentralorgan des SC Sevilla.
Da wird auf unseren CO Trainer Daniel Rios hingewiesen, der sich unflätig gegenüber den Andalusiern geäußert haben soll: "Hijo de Puta" sagt man nicht wirklich unter Sportskameraden.
Allerdings gibt es auch einen versöhnlichen Artikel zum "Dankeschön" an Thomas Delaney.
Brush up your spanish!
Mediales Echo
AGraute, Donnerstag, 13.10.2022, 14:16 (vor 1415 Tagen) @ Tremonius III
Interessante Meldung im "Diario de Sevilla", dem Zentralorgan des SC Sevilla.
Da wird auf unseren CO Trainer Daniel Rios hingewiesen, der sich unflätig gegenüber den Andalusiern geäußert haben soll: "Hijo de Puta" sagt man nicht wirklich unter Sportskameraden.
Dann erklärt sich ja auch, dass die UEFA auf dpa-Nachfrage bestätigt hat, dass sie Untersuchungen eingeleitet haben.
Warum nicht einfach mal den Nazi beim Namen nennen?
Harl3kin, Nippes, Wednesday, 12.10.2022, 18:17 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Hi,
danke für den Text. Es stört mich, dass der Täter-Schutz in solchen Fällen höher angesiedelt wird als der Opferschutz. Während klar ist, welcher Spieler angegriffen wurde und er das Thema mit sich trägt und ggf. darauf angesprochen wird, wird der Täter nicht öffentlich gemacht.
Wenn ich es richtig mitbekommen habe, gingen die Beleidigungen beide Male vom selben Spieler aus. Spätestens da muss man sich auch nach dem Spiel noch klar positionieren und den Spieler beim Namen nennen. Man muss in solchen Fällen auch öffentlich Druck machen. Es geht leider in manchen Feldern nicht anders.
Gruß Harl3kin
Warum nicht einfach mal den Nazi beim Namen nennen? ....Vazquez
bobschulz, MS, Mittwoch, 12.10.2022, 18:56 (vor 1416 Tagen) @ Harl3kin
Hi,
danke für den Text. Es stört mich, dass der Täter-Schutz in solchen Fällen höher angesiedelt wird als der Opferschutz. Während klar ist, welcher Spieler angegriffen wurde und er das Thema mit sich trägt und ggf. darauf angesprochen wird, wird der Täter nicht öffentlich gemacht.
Wenn ich es richtig mitbekommen habe, gingen die Beleidigungen beide Male vom selben Spieler aus. Spätestens da muss man sich auch nach dem Spiel noch klar positionieren und den Spieler beim Namen nennen. Man muss in solchen Fällen auch öffentlich Druck machen. Es geht leider in manchen Feldern nicht anders.
Gruß Harl3kin
Warum tust Du es nicht?!
Laut Reviersport!
Und insgesamt kann man dem Verbrecherverein aus Nyon noch 4 Buchstaben und ein Ausrufezeichen gönnen: Fuck U!EFA
Oder man schlägt ihnen und der FIFA vor, ihren claim zu erweitern und ihrer Verhaltensweise anzupassen: RESPECT RACISM
Denn auch die Ablehnung des Transparents Solidarität mit Kamara zeigt ihre Denkweise.
Und ja der BVB hätte evtl durch Kehl Ricken oder Watzke vor Ort auch einen Spielabbruch veranlassen müssen, aber die REGELhüter sollten keine 17-19 jährigen sein
Warum nicht einfach mal den Nazi beim Namen nennen? ....Vazquez
Ulrich, Mittwoch, 12.10.2022, 22:14 (vor 1416 Tagen) @ bobschulz
Vazquez dürfte nicht über Nacht zum Rassisten mutiert sein. Ich wäre überrascht, wenn das hier seine erste Entgleisung gewesen wäre. Der dürfte schon früher aufgefallen sein.
Warum nicht einfach mal den Nazi beim Namen nennen? ....Vazquez
bobschulz, Mittwoch, 12.10.2022, 20:50 (vor 1416 Tagen) @ bobschulz
Wenn es der gleiche Typ war: Das Rassisten-Schwein anzeigen. Das dürfte ihm einen Denkzettel verpassen.
Warum nicht einfach mal den Nazi beim Namen nennen? ....Vazquez
Spirit_in_Black, Rheine, Donnerstag, 13.10.2022, 09:23 (vor 1415 Tagen) @ Hässlicher_Ork
Wenn es der gleiche Typ war: Das Rassisten-Schwein anzeigen. Das dürfte ihm einen Denkzettel verpassen.
Das ist aber auch klar wie dieser Drecksverein mit Rassisten umgeht: Sie werden geduldet und bestärkt
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Hatebreed, Wednesday, 12.10.2022, 17:55 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Vielen Dank, guter und richtiger Artikel!
Da muss man mal ganz ehrlich sagen: Der Mannschaft die Entscheidung zu lassen, wenn der Sportdirektor ganz klare Worte im Vorfeld gesprochen hat, war schlichtweg falsch.
Bitte dringend aufarbeiten, danke!
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 13.10.2022, 08:01 (vor 1415 Tagen) @ Hatebreed
Vielen Dank, guter und richtiger Artikel!
Da muss man mal ganz ehrlich sagen: Der Mannschaft die Entscheidung zu lassen, wenn der Sportdirektor ganz klare Worte im Vorfeld gesprochen hat, war schlichtweg falsch.
Bitte dringend aufarbeiten, danke!
Habe ich auch zuerst gedacht, denke da aber mittlerweile anders drüber. Gegenüber Kamara hat der BVB natürlich die Pflicht, sich schützend vor den Spieler zu stellen. Aber muss er deswegen auch die Entscheidung für alle anderen Spieler treffen?
Viele Spieler sind 18 Jahre alt und älter. Wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben, dürften sie wählen, politische Verantwortung übernehmen. Und dass Jugendliche / junge Erwachsene Verantwortung übernehmen können, haben ihre Altersgenossen in den letzten Jahren gezeigt, indem sie beim Thema Klimaschutz richtig Druck gemacht haben.
Der Mannschaft diese Entscheidung zu nehmen, wäre genau das, was bei der Entwicklung zum Profifußballer falsch läuft. Ihnen alles abnehmen, ein eigenständiges Leben vorenthalten und sie zu Sprechblasengeneratoren zu transformieren.
In meinen Augen hat der BVB eine ganz andere Pflicht: Die Werte zu vermitteln und den Charakter der Spieler so zu formen, dass sie selber abwägen und eine Entscheidung treffen können. Wenn diese Entscheidung dann "weiterspielen" lautet und auf mehr begründet ist als auf dem Gedanken an die internationalen Spielerbeobachter, die da gerade vielleicht bei der Youth League zuschauen, dann ist das eben so. Man kann die Spieler dafür dann sogar kritisieren, mit ihnen darüber reden. Auch das gehört dazu.
Welche Beweggründe die Mannschaft hatte, lässt sich von Außen natürlich nicht sagen, aber den Spielern diese Entscheidung abzunehmen, halte ich für den leichten und falschen Weg. Man muss die Spieler so entwickeln, dass sie das richtige aus den richtigen Gründen tun.
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Scherben, Kiel, Donnerstag, 13.10.2022, 11:04 (vor 1415 Tagen) @ Sascha
Ich kann nachvollziehen, was Du schreibst, aber dann beginnt das Problem m.E. vorher. Wenn Ricken sowas wie letzte Woche sagt, dann sollten die Konsequenzen auch folgen. Oder anders gesagt: Wenn man mit den Spielern die Entscheidung abstimmen will, dann muss das geschehen, bevor Ricken vor die Presse tritt. So sendet es einfach das falsche Signal.
+1
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 13.10.2022, 09:56 (vor 1415 Tagen) @ Sascha
So.
Abbrechen hilft nur einer Partei. Den drecks Rassisten.
+1
koom, Donnerstag, 13.10.2022, 10:18 (vor 1415 Tagen) @ Talentförderer
So.
Abbrechen hilft nur einer Partei. Den drecks Rassisten.
Naja, der hat ja effektiv trotzdem gewonnen. Korrekt wäre: Abbrechen und als Opfer dann auch die 3 Punkte bekommen. Dann verlieren nur die Rassisten.
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magic82, Heinersreuth, Donnerstag, 13.10.2022, 09:49 (vor 1415 Tagen) @ Sascha
Sehe ich gar nicht so.
Die Spieler werden ihren Weg gehen, da reißt ein Spiel, ein Turnier in der Jugend auch nicht großartig viel heraus.
Aber man könnte der jungen Generation mal etwas über Werte, über Zusammenhalt, Solidarität und für etwas einstehen beibringen.
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AGraute, Donnerstag, 13.10.2022, 10:25 (vor 1415 Tagen) @ magic82
Aber man könnte der jungen Generation mal etwas über Werte, über Zusammenhalt, Solidarität und für etwas einstehen beibringen.
Genau das ist für mich auch der Punkt.
Der BVB hat den Jugendspielern gegenüber einen Bildungsauftrag. Die Persönlichkeitsentwicklung ist neben den fussballerischen Fähigkeiten der größte Teil der Ausbildung.
Die Teenager oder jungen Erwachsenen stecken in wichtigen Jahren ihres Lebens.
Am Wochenende haben sich BVB-Fans (vermutlich Vereinsmitglieder) im Zug von Dortmund nach Münster Nazis gegenüber offen positioniert und wurden daraufhin körperlich angegangen. Diese Fans haben definitiv mehr die gesellschaftlichen und die Vereinswerte verstanden und gelebt. In einem Raum, aus dem ich nicht flüchten kann, mich offen gegenüber (vermutlich betrunkenen) Nazis zu positionieren verdient größten Respekt. Ich war nicht in der Situation dabei, aber jeder kann es sich vorstellen. Die Möglichkeit der körperlichen Auseinandersetzung war sicherlich nicht gering. Es gab keinen geordneten Rahmen. Die Nazis konnten betrunken oder sonst wie nicht bei klarem Bewusstsein sein. Sie hatten eventuell Messer oder andere Waffen dabei.
Kamara wurde von Vazquez in geordnetem Rahmen, während eines sportlichen Wettkampfs, rassistisch beleidigt. Der BVB ist Hausherr, alle Gegebenheiten sind bekannt. Die Hemmschwelle hier 'Nein zu Rassismus' zu sagen, ist verschwindend gering.
Die einzige Unbekannte ist die Sanktion der UEFA. Das Risiko war dem BVB anscheinend zu groß - zumal die sportliche Situation in der Gruppe ohnehin bescheiden war.
Ich finde es grundsätzlich falsch die Spieler entscheiden zu lassen, da es überhaupt keine Überlegung geben sollte. Man könnte ihnen höchstens eine 'Scheinentscheidung' lassen. Falls sie auf Protest fällt, kann man stolz sein. Falls sie auf Weiterspielen fällt, überstimmt man und bespricht im Laufe der Woche die Beweggründe.
Als Vater eines Supertalents würde ich es mir in Zukunft zweimal überlegen, ob mein Sohn beim BVB richtig aufgehoben ist. Nicht weil ich offenen Rassismus wie bei Lazio befürchte, sondern weil der BVB anscheinend Werte anders als ich gewichte.
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magic82, Donnerstag, 13.10.2022, 10:01 (vor 1415 Tagen) @ magic82
Macht man doch: Zusammenhalt ist wie der Kampf gegen Rassismus nur dann opportun, wenn es Vorteile bringt.
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Blarry, Essen, Donnerstag, 13.10.2022, 10:12 (vor 1415 Tagen) @ RE_LordVader
Ist im Falle der Spiele gegen Sevilla aber keine Frage des Erringens möglicher Vorteile, sondern der Vermeidung signifikanter Nachteile. Wenn du die Mannschaft eigenmächtig vom Platz nimmst, dafür 0:3 am grünen Tisch verlierst und die Endrunde verpasst, hast du nichts gewonnen.
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Tremonius III, Ort, Donnerstag, 13.10.2022, 10:34 (vor 1415 Tagen) @ Blarry
Ist im Falle der Spiele gegen Sevilla aber keine Frage des Erringens möglicher Vorteile, sondern der Vermeidung signifikanter Nachteile. Wenn du die Mannschaft eigenmächtig vom Platz nimmst, dafür 0:3 am grünen Tisch verlierst und die Endrunde verpasst, hast du nichts gewonnen.
Doch. Beim Blick in den Spiegel nämlich!
Und nicht jeder Sieg manifestiert sich in Punkten und/oder Tabellenplätzen!
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Blarry, Donnerstag, 13.10.2022, 10:31 (vor 1415 Tagen) @ Blarry
Finanziell nicht, klar.
Jetzt bleibt halt: Es ist so das ein Rassismusopfer halt "da durch muss" wegen des größeren Ziels, nämlich Pinkte zu holen und ggf in der Y-CL weiter zu kommen...
Ich weiß, dass das in dieser unserer Welt leider das normale ist, nur dann sollten wir nicht so tun, als würden etwas ändern wollen.
Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB
Hatebreed, Donnerstag, 13.10.2022, 09:31 (vor 1415 Tagen) @ Sascha
Diese Ansicht kann man natürlich vertreten.
Dennoch sollte man auch bedenken in welcher Abhängigkeit die jungen Spieler auf dem Sprung in eine richtige Profikarriere stehen. Auch ohne dass der BVB nochmal konkreten Druck aufbaut ist doch jedem der Spieler klar: Jedes gute Spiel in der Youth-CL erhöht meine Chance auf eben diese Karriere, das in der Kabine bleiben eben nicht, im schlimmsten Falle gefährdet es sie sogar.
Und dass die Spieler,die fast einem jahrzehnt vom normalen Leben abgeschirmt werden da einen Tunnelblick haben, beweisen viele ja später deutlich.
Das da die meisten sich für sich (und ja eben auch die anderen!] für die Karriere statt Haltung entscheiden ist mMn komplett erwartbar. Leider. Wie es Berthold Brecht halt schon sagte. Sieht man halt genauso bei der aktuell neu aufflammenden Sanktionsdiskussion, bei Hoeneß sind der Katar-Verteidigung und natürlich kann jeder das (zum8ndest in Teilen) auch bei sich selbst beobachten.
So gesehen fand ich die Entscheidung den Spielern zu überlassen beim ersten Vorfall noch vertretbar (in meinen Augen war sie da schon eher falsch), jetzt bei der praktisch angekündigten und erwarteten Wiederholung aber grundfalsch.
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stfn84, Köln, Donnerstag, 13.10.2022, 10:30 (vor 1415 Tagen) @ RE_LordVader
Dennoch sollte man auch bedenken in welcher Abhängigkeit die jungen Spieler auf dem Sprung in eine richtige Profikarriere stehen. Auch ohne dass der BVB nochmal konkreten Druck aufbaut ist doch jedem der Spieler klar: Jedes gute Spiel in der Youth-CL erhöht meine Chance auf eben diese Karriere, das in der Kabine bleiben eben nicht, im schlimmsten Falle gefährdet es sie sogar.
Das ist ein elementarer Diskussionspunkt.
Sofern der BVB den Spielabbruch ohne Befragung des Teams durchgeführt hätte, wären die Spieler einerseits nicht in der Situation gewesen sich entscheiden zu müssen. Andererseits hätte diese Bevormundung möglicherweise einen Keil innerhalb des Teams oder zwischen einzelnen Spielern und des BVB getrieben, weil die Spieler nicht die Chance erhalten hätten die "Bühne" zu nutzen.
Ich habe nicht den Grund zur Annahme, dass die Spieler diese Entscheidung nicht treffen wollten. Das kann aber natürlich sein. Es will mir nur nicht in den Kopf, wieso es da diese absoluten Positionen geben kann, wenn man nicht Teil der Mannschaft ist.
Zudem sprechen wir hier nicht über 8, 12 oder 15-Jährige, sondern junge Erwachsene im Alter von 16 bis 19.
Die Verantwortung des BVB liegt mE nun darin die UEFA einzuschalten um das Fehlverhalten der Schiedsrichter / des Gegners zu sanktionieren.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 13.10.2022, 09:43 (vor 1415 Tagen) @ RE_LordVader
Diese Ansicht kann man natürlich vertreten.
Dennoch sollte man auch bedenken in welcher Abhängigkeit die jungen Spieler auf dem Sprung in eine richtige Profikarriere stehen. Auch ohne dass der BVB nochmal konkreten Druck aufbaut ist doch jedem der Spieler klar: Jedes gute Spiel in der Youth-CL erhöht meine Chance auf eben diese Karriere, das in der Kabine bleiben eben nicht, im schlimmsten Falle gefährdet es sie sogar.
Und dass die Spieler,die fast einem jahrzehnt vom normalen Leben abgeschirmt werden da einen Tunnelblick haben, beweisen viele ja später deutlich.
Ja, sehe ich durchaus. Langfristig fände ich es aber wichtiger, dass man Menschen dazu führt, aus Überzeugung gegen Rassismus einzutreten - und nicht weil ihnen jemand eine rote Karte in die Hand drückt und sagt: "Halt das mal in die Kamera".
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Hatebreed, Donnerstag, 13.10.2022, 10:00 (vor 1415 Tagen) @ Sascha
Natürlich ist es besser, möglichst viele dazu zu bringen aus Überzeugung gegen Rassismus einzutreten.
Aber genau da ist es mMn halt genau das falsche Zeichen dass zum einen von den Spielern jetzt als Statement übrig bleibt: Die Karriere ist wichtiger als einZeichen gegen Rassismus. und zum anderen: du kannst als Wiederholungstäter praktisch mit Ansage einfach weitermachen, es passiert sowieso nix.
Auch das praktisch nur der Name des Opfers kommuniziert wird sorgt dafür, dass sich zukünftige Opfer es mehrfach überlegen werden das überhaupt zur Sprache zu bringen, denn der einzige, der bei der aktuelle. „Lösung“ der Vorfälle eventuelle Nachteile hat ist Kamara.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 13.10.2022, 10:17 (vor 1415 Tagen) @ RE_LordVader
Natürlich ist es besser, möglichst viele dazu zu bringen aus Überzeugung gegen Rassismus einzutreten.
Aber genau da ist es mMn halt genau das falsche Zeichen dass zum einen von den Spielern jetzt als Statement übrig bleibt: Die Karriere ist wichtiger als einZeichen gegen Rassismus. und zum anderen: du kannst als Wiederholungstäter praktisch mit Ansage einfach weitermachen, es passiert sowieso nix.
BTW: Wir wissen nicht, wie die Mannschaft zu dieser Entscheidung gekommen ist und welche Diskussionen es darüber gab. Nicht einmal, wie sich Kamara selber dazu positioniert hat. Vielleicht tut man den Spielern auch unrecht, wenn man sie deshalb schnell als unreflektierte Karriereristen einsortiert.
Auch das praktisch nur der Name des Opfers kommuniziert wird sorgt dafür, dass sich zukünftige Opfer es mehrfach überlegen werden das überhaupt zur Sprache zu bringen, denn der einzige, der bei der aktuelle. „Lösung“ der Vorfälle eventuelle Nachteile hat ist Kamara.
Ja. Wobei auch die Nennung des Täters in der Altersklasse nicht ganz einfach ist. Der Spieler ist mit 18 Jahren vermutlich kein unrettbarer Rassist und man kann noch auf ihn einwirken.
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Hatebreed, Donnerstag, 13.10.2022, 10:28 (vor 1415 Tagen) @ Sascha
Ja natürlich kann man von außen nur die Taten beurteilen. Und da wurde halt darauf verzichtet ein Zeichen zu setzen.
Ja, wie gesagt: Kann ich verstehen von den Spielern. Auch ohne komplett auf die Karriere fixiert zu sein ist der Druck bei diesen halt sehr groß. Dazu kommt (wurde ja auch schon von jemanden anderen angemerkt) dass in dieser Bubble es weit verbreitet ist "die Zähne zusammen zu beißen und durchzuziehen"...
Und genau deshalb hätte vom BVB aus etwas passieren MÜSSEN.
So ist das einzige was bleibt: Rassismus wird Dir wieder passieren, halte es aus, denn was anderes wird nicht passieren. Ist halt so wie fast immer bei Mobbing/Rassismus.
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sepos, ex-Saarlandstraße, Donnerstag, 13.10.2022, 09:00 (vor 1415 Tagen) @ Sascha
Danke für diese andere Denkweise, die absolute Berechtigung hat.
Ganz schwierig hier den "richtigen" Weg zu finden.
Ggf. hätte man sich vorher als Verein mit den Spielern auf ein Vorgehen im Falle des erneuten Falles einigen müssen, also Szenarien durchspielen.
Völlig RICHTIG, DANKE!
, Wednesday, 12.10.2022, 17:51 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Das Statement von Lars setzt dem ganzen irgendwie auch die Krone auf, vor allem nachdem es letzte Woche klar hieß, beim nächsten Vorfall gehen wir vom Platz.
Man ist nicht vom Platz gegangen, LEIDER und wenn die UEFA den Kampf gegen Rassismus hoch hängt, hätte es wohl auch keine Strafe geben können, vor allem mit Zeugen die nicht dem Verein zugehörig sind (Sanitäter)
Ich finde man hat dem Kampf gegen Rassismus damit auch keinen gefallen getan indem man es einfach so akzeptiert hat und jetzt im Nachgang ein Statement abgibt, das für mich den Vorfällen nicht gerecht wird
Ein Spielabbruch wäre das einzig richtige Zeichen gewesen, SO reden wir jetzt darüber, die UEFA erhält ein Schreiben des BVB und Ende - Medial hätte ein Spielabbruch ein VIEL höheres mediales Echo über die Grenzen bewirkt
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stfn84, Köln, Wednesday, 12.10.2022, 17:45 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Hallo Malte,
erst einmal vielen Dank für Deinen Text.
Die ganzen Vorkommnisse rund um die Youth League Spiele gegen Sevilla müssen leider öffentlich aufgearbeitet werden.
Ich bin auch bei Dir, dass ich mir aufgrund der vollmundigen Ankündigungen gewünscht hätte, dass die Mannschaft sofort das Spiel unterbricht und den Platz verlässt. Das ist nicht passiert, aber es hat ja offensichtlich auch Gründe.
Den Ausführungen von Lars Ricken entsprechend hat der BVB im Vorfeld der Partie mit allen Betroffenen gesprochen und insbesondere das Schiedsrichter-Team sensibilisiert. Statt die Absprachen einzuhalten und den betroffenen Spieler zu schützen hat das Schiedsrichter-Team aber alles nur schlimmer gemacht.
Der BVB hätte sicherlich besser reagieren können, ja. Allerdings hätte dies auch eine Strafe des Teams nach sich gezogen. Ich kenne keinen der Spieler persönlich, aber in Zeiten der Ich-AGs, bei denen es in dieser Phase um den Sprung zu den Profis, Status und Reichtum gehen kann, wäre eine empfindliche Strafe des BVB womöglich auch Sprengstoff für die Kabine. Kamara wäre auch in diesem Szenario vom Opfer zum Täter gemacht worden, was dem ganzen die Krone aufsetzt.
Das Opfer und die betroffene Gruppe ist nicht in der Hauptverantwortung besser zu agieren. Ich würde mir nun vom BVB wünschen, dass man sich nicht mit ein paar warmen Worten aus Nyon zufrieden gibt sondern eine Aufarbeitung "erzwingt". Es bedarf einer empfindlichen Strafe des Spielers / des Clubs sowie des Schiedsrichter-Teams. Die UEFA ist verantwortlich, nicht Borussia.
Hoffen wir, dass Kamara das ganze schnell abschütteln kann und sich derartige Vorkommnisse nicht mehr wiederholen.
Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB
MalteS, Wednesday, 12.10.2022, 18:17 (vor 1416 Tagen) @ stfn84
Hey Stefan, Danke fürs Feedback. :)
Den Ausführungen von Lars Ricken entsprechend hat der BVB im Vorfeld der Partie mit allen Betroffenen gesprochen und insbesondere das Schiedsrichter-Team sensibilisiert. Statt die Absprachen einzuhalten und den betroffenen Spieler zu schützen hat das Schiedsrichter-Team aber alles nur schlimmer gemacht.
Finde das tatsächlich vernünftig vom BVB. Hätte man gerne auch im Vorfeld kommunizieren können, um den Druck auf die anderen Beteiligten (UEFA, Sevilla) zu erhöhen, aber kann auch nachvollziehen, warum man Letzteres nicht gemacht hat.
Was mich vielmehr wundert: Warum gab es keinen Plan B? Stattdessen hat man sich nur auf die UEFA verlassen. Wirkt nach dem, was in der Vorwoche passiert ist, irgendwie naiv.
Der BVB hätte sicherlich besser reagieren können, ja. Allerdings hätte dies auch eine Strafe des Teams nach sich gezogen. Ich kenne keinen der Spieler persönlich, aber in Zeiten der Ich-AGs, bei denen es in dieser Phase um den Sprung zu den Profis, Status und Reichtum gehen kann, wäre eine empfindliche Strafe des BVB womöglich auch Sprengstoff für die Kabine. Kamara wäre auch in diesem Szenario vom Opfer zum Täter gemacht worden, was dem ganzen die Krone aufsetzt.
Da ist was dran. Zumal das nicht nur ein Problem des BVB/Profifußballs ist, dass Opfer von Diskriminierung auf einmal auch noch zu Buh-Männern werden. Trotzdem würde ich den BVB da in der Verantwortung sehen (natürlich auch die UEFA, aber naja ...), das aufzubrechen, sofern ein solches Szenario droht. Denn ansonsten bewegt man sich ja im Kreis, oder?
Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB
stfn84, Köln, Mittwoch, 12.10.2022, 19:13 (vor 1416 Tagen) @ MalteS
Ich bin bei Dir, dass das Statement vielleicht sogar besser im Vorfeld, spätestens aber heute früh, veröffentlicht worden wäre. Womöglich hätten sich die Schiedsrichter / UEFA dann aber pikiert, weil man ja etwas vereinbart hatte (an das man sich nun nicht gehalten hat).
Es wäre sicherlich auch möglich gewesen weitere Optionen in der Hinterhand zu haben. Trotzdem kann ich das Vorgehen des BVB verstehen.
Man hat sich mit der UEFA abgestimmt und durfte davon ausgehen, dass man sich an Vereinbarungen hält. Naiv, aber eben für mich kein Fehlverhalten.
Ich finde es dann schon ziemlich schade, dass hier der ein oder andere (im Forum) nun meint, dass der Kampf gegen Rassismus beim BVB lediglich Lippenbekenntnisse wären.
Da ist was dran. Zumal das nicht nur ein Problem des BVB/Profifußballs ist, dass Opfer von Diskriminierung auf einmal auch noch zu Buh-Männern werden. Trotzdem würde ich den BVB da in der Verantwortung sehen (natürlich auch die UEFA, aber naja ...), das aufzubrechen, sofern ein solches Szenario droht. Denn ansonsten bewegt man sich ja im Kreis, oder?
Nur weil die UEFA ein verkommener Haufen ist und Wandel bei Verbänden eher nicht zu erwarten ist, kann man die Hauptverantwortung aber mE nicht einfach so weiter reichen.
Der BVB hat in meinen Augen nun die Verantwortung das Thema zumindest mittelfristig einer Lösung zuzuführen. Dazu gehört es Öffentlichkeit zu schaffen, was der BVB ja nun bereits mehrfach getan hat. Die Kommunikation war nicht optimal, weil man nun etwas ankündigte was man nicht hielt. Aber das macht den BVB nicht zum Täter, sondern zu einem Akteur der sich womöglich nicht perfekt verhalten hat. Da das Verhalten aber zumindest mit dem Team abgestimmt war, sehe ich das nun nicht so maximal kritisch. Auch wenn Du in Deinem Artikel zurecht darauf hinweist, dass die Alternativen der Mannschaft eben auch spärlich sind.
Es bleibt für mich aber dabei, dass die Täter ausschließlich beim FC Sevilla zu suchen sind und das Verhalten der (von der) UEFA eingeteilten Schiedsrichter sanktioniert werden muss! Wenn Borussia hier aktiv bleibt wird dadurch mehr erreicht werden als wäre man gestern vom Platz gegangen.
Man sollte nicht vergessen, dass solche Situationen dann auch gerne im Nachgang verklärt werden und alles als nicht so schlimm oder als nicht existent dargestellt werden kann. Dann wäre der Schaden für Kamara noch größer!
Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB
Donutking, Mittwoch, 12.10.2022, 19:24 (vor 1416 Tagen) @ stfn84
Ich finde es dann schon ziemlich schade, dass hier der ein oder andere (im Forum) nun meint, dass der Kampf gegen Rassismus beim BVB lediglich Lippenbekenntnisse wären.
Das finde ich tatsächlich auch total schade. Bezogen auf selbst erlebte Situationen, komme ich aber leider zu dem Schluss.
Lars Ricken Statment
, Wednesday, 12.10.2022, 17:38 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Lars Ricken Statment
AGraute, Wednesday, 12.10.2022, 18:15 (vor 1416 Tagen) @ DanVanKes
Ich schlafe auch erstmal eine Nacht über das Statement.
Spontan kommen mir persönliche Konsequenzen für Ricken in den Kopf.
Ich verrate doch nicht meine Werte, weil es Unannehmlichkeiten mit der UEFA geben wird. Dadurch trete ich Borussia verbindet und die viele vereinsinterne Arbeit zu diesem Thema mit Füssen.
An Kamaras Stelle würde ich mich erstmal krankschreiben lassen.
Lars Ricken Statment
stfn84, Köln, Mittwoch, 12.10.2022, 19:20 (vor 1416 Tagen) @ AGraute
Fahrt mal etwas runter.
Lars Ricken Statment
Schnippelbohne, Bauernland, Wednesday, 12.10.2022, 17:51 (vor 1416 Tagen) @ DanVanKes
Nicht wirklich überzeugend. Warum es keine Alternative zur Fortsetzung des Spiels gab und was jetzt im Nachgang noch unternommen wird, beantwortet er nicht. Eher so "Ja, irgendwie blöd gelaufen gestern, aber wir meinen das ansonsten TOTAL ernst mit dem Engagement gegen Rassismus!".
Lars Ricken Statment
Donutking, Mittwoch, 12.10.2022, 18:36 (vor 1416 Tagen) @ Schnippelbohne
Nicht wirklich überzeugend. […] Eher so "Ja, irgendwie blöd gelaufen gestern, aber wir meinen das ansonsten TOTAL ernst mit dem Engagement gegen Rassismus!".
Eine kleine, wie ich finde dazu passende, Anekdote:
EL-Quali 2015, Heimspiel gg. Wolfsberg
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte der BVB nicht wahnsinnig lange zuvor eine Broschüre mit rassistischen und klar als „innerhalb des Stadions nicht geduldet“ benannten Symbolen und Erkennungszeichen veröffentlicht. Vor dem Spiel dann zwei Typen im Block entdeckt, einer davon mit „White Power“-Tattoo. Unbemerkt mit einem Ordner gesprochen. Der Ordner redet mit den Beiden. Der Typ wickelt sich seinen Schal über das Tattoo und das war's. In der Folge suchende Blicke, wer denn den Hinweis gegeben haben könnte.
Dass es da überhaupt einen Dialog gab und nicht direkt Security dazu gezogen und aus dem Stadion geleitet wurde, bleibt einfach inkonsequent. Ist dann natürlich auch die Frage, inwieweit die Ordner entsprechend geschult und klare, verbindliche Handlungsabläufe kommuniziert waren. Aber da ist dann eben der Verein in der Verantwortung. Zumindest, wenn man es ernst meint mit seinem Engagement gegen Rassismus. Insofern ist das Signal, das von dem Nicht-Abbruch der Partie ausgeht erst recht fatal.
Das Statment ist ein Witz
Schnippelbohne, Wednesday, 12.10.2022, 17:54 (vor 1416 Tagen) @ Schnippelbohne
SEHR unglückliche Stellungnahme
Das Statment ist ein Witz
Gargamel09, Wednesday, 12.10.2022, 18:01 (vor 1416 Tagen) @ DanVanKes
SEHR unglückliche Stellungnahme
keine Eier in der Hose gehabt und die Entscheidung auf die Spieler abgewälzt.
Der Abbruch wäre ein wichtiges Signal gewesen
Das Statment ist ein Witz
Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 13.10.2022, 09:57 (vor 1415 Tagen) @ Gargamel09
Die Spieler sind keine Babys. Natürlich ist das deren Entscheidung in ihrem mannschaftlichen Sozialkosmos.
Das sind ja keine Spielfiguren denen man Hintern abwischen muss.
Das Statment ist ein Witz
moep, Westerwald, Mittwoch, 12.10.2022, 18:27 (vor 1416 Tagen) @ Gargamel09
SEHR unglückliche Stellungnahme
keine Eier in der Hose gehabt und die Entscheidung auf die Spieler abgewälzt.
Der Abbruch wäre ein wichtiges Signal gewesen
Bezeichnend, wenn auch sicherlich eine ungewollte Betonung aber.. "Rassismus hat auf dem Fußballplatz nichts verloren" ist halt auch irgendwie so semi geil.. wo sonst? Wo bitte lässt sich Rassismus rechtfertigen? Das war wie gesagt sicher nicht so gemeint, reiht sich aber in die unglückliche Meldung mit ein.
Das Statment ist ein Witz
Chappi1991
, Mittwoch, 12.10.2022, 18:32 (vor 1416 Tagen) @ moep
SEHR unglückliche Stellungnahme
keine Eier in der Hose gehabt und die Entscheidung auf die Spieler abgewälzt.
Der Abbruch wäre ein wichtiges Signal gewesen
Bezeichnend, wenn auch sicherlich eine ungewollte Betonung aber.. "Rassismus hat auf dem Fußballplatz nichts verloren" ist halt auch irgendwie so semi geil.. wo sonst? Wo bitte lässt sich Rassismus rechtfertigen? Das war wie gesagt sicher nicht so gemeint, reiht sich aber in die unglückliche Meldung mit ein.
Sicher zu Hause im Wohnzimmer mit der Ehefrau... müssen wir mal den Berti fragen.
Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB
AGraute, Wednesday, 12.10.2022, 16:45 (vor 1416 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Vielen Dank. Das entspricht exakt meiner Sichtweise.
Bin gespannt ob der BVB sich noch äußert. Ansonsten hätte man doch schon was für den letzten Tagesordnungspunkt 'Anträge & Wünsche' der kommenden Mitgliederversammlung. Insbesondere, da über den Grundwertekodex gesprochen wird.