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Diese Identifikation gab es auch mit Birmingham City… (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 10.10.2022, 02:32 (vor 1189 Tagen) @ bobschulz

…bis Bellingham zum BVB weiterzog, weil er hier die besten Voraussetzungen für seine weitere Entwicklung in dieser Phase sah.

Und die nächste Entwicklungsphase steht vor der Tür. Und die kann und wird er nicht bei uns nehmen.

Mit seinem nächsten Club (vielleicht wird dies sein letzter sein, vielleicht auch nur eine weitere Etappe auf seinem Weg) wird er sich wieder identifizieren.

And so on…


Ja und Nein!
Ich denke schon, dass er sich mit Birmingham identifiziertund es getan hat. Er hat doch sogar da erst noch n Vertrag unterschrieben, damit der Verein der ihn ausbildete Geld erhält. Mit der Theorie dass ein Transferbudget begrenzt ist hat er also auf möglicherweise mehr Geld verzichtet. So meine Erinnerung. Er hätte wohl auch so gehen können bei minimaler Transferentschädigung, wenn ich die englischen Regelungen richtig erinnere.
Und ich glaube auch nicht, dass er unbedingt nächsten Sommer wechseln muss, er hat noch reichlich Jahre um woanders zu spielen. Vieles kann aber auch an der WM liegen: wenn er mit England - und einer führenden Rolle dort- weit kommt, kann es durchaus sein, dass er sich so weit sieht, weiter zu ziehen. Aber klar, die Wahrscheinlichkeit ihn 2026 noch in DO zu sehen ist recht gering. Dennoch nehme ich ihm ab, dass er sich dem Verein verbunden genug fühlt um nicht direkt zur Konkurrenz nach GE (okay, Theorie!) oder M gehen würde. Sondern die Liga wechseln würde. Bei EBH wäre es doch M geworden, wenn die es hätten zahlen können.
Evtl irre ich mich aber auch und JB geht nach M, aber ein bißchen träumen muss einem ja doch bleiben! :-)

Man sollte mAn schon davon ausgehen, dass es auch in der heutigen Zeit eine ganze Reihe von professionellen Fußballspielern gibt, die sich mit ihrem jeweiligen Club (also ihrem Arbeitgeber) identifizieren, und dass dies auch zukünftig so sein wird. Was sich u.a. darin ausdrücken kann, dass ein Spieler seine gesamte Profikarriere über bei einem einzigen Club verbleibt. Und dass, obwohl sich immer einmal wieder durchaus attraktive Wechselmöglichkeiten für ihn ergeben.

Aus der hiesigen Region gibt es da zwei Beispiele: Jonas Hector und Patrick Herrmann. Beide stammen jeweils aus einem Dorfverein und wechselten zu Bundesligisten (Köln und Gladbach) und beide sind diesen Heimatvereinen nach wie vor vor eng verbunden. Und beide Vereine sind stolz darauf, dass es einer ihren Reihen bis zum Nationalspieler geschafft hat.

Beide Spieler hatten im Laufe ihrer Karriere finanziell attraktive Angebote anderer Clubs (u.a. von uns), standen auch schon ganz kurz vor einem Wechsel, blieben dann aber aus Überzeugung bei ihren Clubs, selbst (im Falle Hectors) als Nationalspieler nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Hector seinerzeit zu seiner Entscheidung, nicht zu wechseln: „Es hatte sich falsch angefühlt“.

In beiden Fällen kann an mAn schon von einer Identifikation der Spieler mit ihren jeweiligen Clubs sprechen. Ob sich einschließen würde, dass man im Falle eines eventuell aus welchen Gründen auch immer notwendigen Wechsels nicht zum jeweiligen ‚Erzrivalen‘ gehen würde? Kann sein, kann nicht sein. Diese Rivalitäten spielen sich ja im Grunde aus einer gewissen Tradition heraus vor allem auf Fanebene ab. Natürlich sind die entsprechenden Derbys auch für die Spieler immer etwas besonderes, aber ob sie die ‚Fanfeindschaften’ mitgeben? MAn dürfte das weniger der Fall sein. Auf der Ebene der Clubvorstände dürfte man diese Rivalitäten ohnehin eher als geschäftsfördendes Element sehen, warum sollte dies bei Spielern selbst mit hoher Identifikation anders sein? Es ist ja auch kein Grundgesetz, dass die Identifikation mit einem Club automatisch die Ablehnung eines anderen, rivalisierenden Clubs impliziert.

Nun sind Spieler wie Hector und Herrmann, die bei durchschnittlich erfolgreichen Bundesligaclubs gut aufgehoben sind und auch selbst darum wissen, nicht mit Spielern wie Bellingham insofern zu vergleichen, weil das Potential von Ausnahmespielern eben (Verletzungsfreiheit etc. vorausgesetzt) halt für höhere Ebenen und mitunter die absolute Spitze reicht. Da kann man nicht erwarten, dass ein solches Ausnahmetalent bei einem Club der zweiten Reihe bleiben wird. Auf diesem Weg sind dann oft Zwischenschritte notwendig, um dieses Potential zur Reife zu bringen. Die Frage ist, ob ein solcher Zwischenschritt (oder eventuell mehrere) rein aus Kalkül heraus geschieht und sich die Wahl des jeweiligen Arbeitgebers nur aus rationalen Gründen heraus ergibt, oder ob ein Spieler auch eine emotionale Verhältnis benötigt, um sich erfolgreich entwickeln zu können. Sehr gut möglich, dass dies bei Jude Bellingham der Fall ist. Aber heißt dies auch, dass er eine Saison länger verbleiben würde, als es geplant ist? Oder dass er nicht zu den Bayern gehen würde (Schlacke erübrigt sich zu diskutieren)? Sich als Spieler mit dem BVB zu identifizieren heißt nicht automatisch, dass ein Wechsel zu den Bayern tabu ist.

Ich persönlich gehe davon aus, dass ein Spieler wie Bellingham auch seinen nächsten Entwicklungsschritt bei einem Club gehen wird, der ihm neben allen rationalen Gründen auch emotional eine neue Heimat bieten kann. Ob dies nun ein führender PL-Club, Real, oder eben auch Bayern sein mag. Wobei die Bundesliga für ihn wohl eher keine Option mehr sein dürfte, eher seine englische Heimat. Und Bayern für ihn keine Alternative darstellt und er dort ausfinanziellen Gründen auch nicht unbedingt auf der Wunschliste steht. Das ist allerdings eine rein subjektive Einschätzung.


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