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Bereits im Dezember 2021 hat Mintzlaff die Einigung mit seinem ‚Wunschkandidaten‘ verkündet (Fußball und Sport allgemein)

markus, Freitag, 16.09.2022, 13:19 (vor 1228 Tagen) @ Sascha

Und zwar im Rahmen einer nichtöffentlichen Fankonferenz, in der auch das Thema Sportdirektor zur Sprache kam.

Hier ein (schon einmal verlinkter) entsprechender Artikel vom 10.12.2021 hierzu:

https://rblive.de/news/nicht-mehr-im-regal-wie-bei-kroesche-bedienen-rb-leipzig-will-ganz-starken-sportdirektor-praesentieren-3310317

Es lohnt sich, den Artikel genau zu lesen. Ein Name wird nicht genannt. So sehr viel ‚Wunschkandidaten‘ können da allerdings nicht infragekommen. Und dass es sich dabei um Michael Zorc gedreht haben soll, wage ich zu bezweifeln.

Schon vor der betreffenden Pressekonferenz Ende Januar 2022 wurde Eberl aus Fankreisen u.a. vorgeworfen, er verhandele heimlich mit anderen Clubs über einen Wechsel als Sportdirektor, insbesondere mit RB Leipzig.
Direkt nach dieser Pressekonferenz wird von RB Leipzig ein entsprechender Kontakt dementiert. Um im Juli/August zu bestätigen, dass man mit Eberl einig sei und es nur noch um den Zeitpunkt des Amtsanritts ginge. Mintzlaff wollte eine sofortige Arbeitsaufnahme und Eberl zum 01.01.2023 beginnen.

Intern stand Eberl in den letzten Monaten vor seinem Rücktritt extrem unter Druck. Seine unbestreitbaren Meriten haben ihm lange Zeit die Rückendeckung seiner Vorgesetzten garantiert. Nur ist mit dem Scheitern des von ihm mit aller Macht betriebenen Rose-Projektes (das intern durchaus Gegner hatte) vieles in Gladbach in die Negativspirale geraten und Eberl rückte immer mehr ins Zentrum der Kritik. Woran er selbst maßgeblichen Anteil hatte, u.a. wegen des Protegierens seiner Lebensgefährtin, gegen die das Team rebellierte. In Gladbach waren sich viele darüber einig, dass eine Trennung unausweichlich würde, zumal die Arbeit des neuen Trainers Hütter unter einem unglücklichen Stern stand, Spieler ihre Verträge nicht verlängern und stattdessen ablösefrei wechseln wollten und die sportliche Perspektive so immer dunkler wurde.

Wenn eine lange Zeit des Arbeitens unter Hochdruck zu einer mentalen Erschöpfung führt, dann ist das nichts Unnormales und auch keine psychische Erkrankung und ist auch nicht unbedingt mit einem burnout-Syndrom gleichzusetzen. Unnormal ist auch nicht, sich in einer solchen Situation eine Auszeit zu nehmen. Im Fußballgeschäft sind Pep Guardiola oder Thomas Tuchel Beispiele. Und in einer schwierigen Situation ohne Hoffnung auf eine baldige Besserung den Ausweg des Rückzugs oder des Arbeitsplatzwechsels zu wählen ist auch nicht unnormal.

Meines Wissens nach hat Eberl selbst nie von einer psychischen Erkrankung und auch nicht von einem Burnout-Syndrom gesprochen.

Der Vertrag zwischen Borussia Mönchengladbach und Eberl wurde nicht gelöst. Der Vertrag ruhte oder Eberl wurde freigestellt. Da dieser Vertrag noch eine dreijährige Laufzeit hat, wird nun eine Ablösesumme für Eberl fällig. Gladbach hat eine sofortige Nachfolgeregelung für die Position Eberls geschaffen. Roland Virkus hat auch gleich die Weichen für die Zukunft gestellt, u.a. mit der Verpflichtung eines neuen Trainers. Dass da in irgendeiner Weise für Eberl noch eine zukünftige Aufgabe vorgesehen gewesen wäre, ist mAn extrem unwahrscheinlich.

Im Endeffekt ist es bei RB Leipzig so gekommen, wie es Mintzlaff im Dezember letzten Jahres angekündigt hatte, nur dass es nicht mit dem angestrebten Arbeitsbeginn zur neuen Saison funktioniert hat. Darüber ob nun Eberl die Person war, von der von Mintzlaff als neuem Sportdirektor gesprochen hat und mit dem Einigung erzielt worden sei, mag ein jeder selbst einschätzen.


Man kann ja nur spekulieren. *Wenn* RB und Eberl sich schon in 2021 einig waren, spricht das eher dafür, dass sich Eberl wohl tatsächlich in einem Erschöpfungszustand (vor oder in einem Burnout) befunden hat. Gladbach hat ab Januar 2022 auf seine Dienste verzichtet. Da hätten sie ihn genauso gut gegen eine gute Ablösesumme schon früher dorthin wechseln lassen können. Der Wechsel passiert allerdings erst jetzt, 8 Monate später. Weder Gladbach noch Eberl noch RB hätten irgendetwas davon, das so lange hinzuziehen. Ein Erschöpfungszustand wäre allerdings schon ein valider Grund für alle Beteiligten.

Ciao, herrNick


Naja, als Sportdirektor in einer Krise, die ihm von Außen niemand ankreidet, die Sachen zu packen und direkt zu einem Ligakonkurrenten zu wechseln, wäre als Move vermutlich richtig übel angekommen.

Ja, den Druck in der Öffentlichkeit, inklusive Beschimpfungen, müsste man dann psychisch aushalten können. Nicht jeder kriegt das hin.


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