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Kicker am Donnerstag: Das Warten auf Bewegung hinten links (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 18.06.2022, 22:21 (vor 1540 Tagen) @ Liberogrande

Bei einer Dreierkette könnte auch Guerreiro seine zweifellos vorhandenen großen Stärken einbringen und seine Schwächen kämen weniger zur Geltung. Da wäre Kostic dann gar nicht nötig. Generell haben wir viele Spieler, denen eine Dreierkette entgegen käme. Terzic ist nach dem Eindruck seiner ersten Amtszeit aber wohl nicht der größte Fan davon (ich im Übrigen eigentlich auch nicht).

Ich persönlich bin da ganz pragmatisch.

Wenn man z.B. Werder in der letzten (Zweitliga-)Saison nimmt, dann verfügte der Kader (nach Schließung des Sommertransferfensters) über eine qualitativ und quantitativ starke Innenverteidigung und zwei starke Mittelstürmer. Außenstürmer und Außenverteidiger reingegangen waren sowohl qualitativ wie quantitativ Mangelware. Hinzu kam ein eher schwaches Mittelfeld.

Dem neuverpflichteten Trainer Anfang, der ein offensives 4-3-3 bevorzugt, war allerdings eine andere Kaderzusammensetzung zugesagt worden. Was Baumann aber nicht gewährleisten konnte; es musste wegen der DFL-Auflagen halt verkauft werden, was verkauft werden konnte. Eine zeitlang hat Anfang dann dennoch versucht, seine präferierte Formation spielen zu lassen (woran als einer von diversen Gründen schon sein Vorgänger Kohfeldt gescheitert war), was sich in unkonstantem Spiel und entsprechend unkonstanten Ergebnissen widerspiegelte. Bis er die Konsequenzen zog und auf eine der Kaderzusammwnsetzung gemäßen Dreierkettenformation mit zwei Mittelstürmern umstellt. Als Folge stellte sich mehr Stabilität ein.

Sein Nachfolger Werner, ebenfalls ein Anhänger eines offensiven 4-3-3 beließ es nach einer ersten kurzen und späteren intensiveren Kaderanalyse dabei. Die Stabilität war da und mit ihr kam auch die Konstanz in den Ergebnissen bis am Ende der direkte Wiederaufstieg gelang.

Ob Werner es nun in der neuen Saison, seiner ersten mit voller Vorbereitungsphase bei Werder, bei der Dreierkettenformation belässt, bleibt abzuwarten und hängt vom Transfergeschehen bei Werder ab, das Baumann sicherlich in Absprache mit ihm gestalten wird.

Bei uns gab es in der zweiten Favresaison ebenso eine Situation, in der die bis dato gewählte Formation nicht mehr die notwendige Stabilität gewährleisten konnte. Was sich nach der dann erfolgten Umstellung auf eine Dreierkettenformation änderte.

Wenn wir nun in der anstehenden Saison über eine qualitativ und quantitativ starke Innenverteidigung verfügen, auf den Außenverteidigerpositionen aber Schwächen aufweisen, gleichzeitig aber durchaus als wingbacks geeignete Spieler zur Verfügung haben, warum sollte man dies nicht als Stärke begreifen und entsprechend nutzen?


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