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Ex-BVB-Star Subotic rechnet ab: "Ich bin so angekotzt" (BVB)

burz, Lünen, Donnerstag, 09.06.2022, 13:09 (vor 1550 Tagen) @ Blarry

Heißt das dann, dass man sich nicht um Altersvorsorge kümmern, sich um die Sicherheit seines Jobs sorgen und für sein Kind eine gute Schule suchen darf, weil das ja eh alles "first world problems" sind?


Neven schreibt aber gerade nicht aus der Perspektive des gewöhnlichen Ottos, dem solche Sorgen noch alltäglich und legitim sind. Auch wenn ich das Buch erst nachmittags in die Hände kriege, gehe ich nicht davon aus, dass er darin ungezielt gegen jeden, der das Privileg eines halbwegs gescheiten Lebensstandards besitzt, herummoralisieren wird.

Sehe ich auch so. Ich hoffe doch sehr, dass Neven in erster Linie die Sinnhaftigkeit des drölfzigsten Goldsteaks in Dubai eines gesättigten Fußballprofis in den Vordergrund stellt und sich in erster Linie an die Bubble der Profis und deren Profiteuere richtet und nur nachgelagert an den gemeinen Fan.

Ich fänd es jedenfalls sehr angenehm, wenn den realitätsignorierenden Spielern aus ihrer eigenen Branche der Spiegel vorgehalten wird. Ich missgönne solchen Spielern nicht ihren Luxus. Wenn aber der Nutzengewinn einer Millioneninvestition nur noch marginal spürbar ist, sollte man sich als Profi die Frage stellen, ob die Unterstützung Bedürftiger keine größere Freude bedeutet. Wenn man diese Frage mit "nein" beantwortet, hat man sich selbst zumindest mal vor Augen geführt, welche Position man in der Gesellschaft wahrnimmt.


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