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Netter Nebeneffekt: Ein Desaster für Brazzo :-) (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 03.05.2022, 12:19 (vor 1594 Tagen) @ donotrobme

Ich glaube ja eher, die Bayern suchen ihr Heil in jungen Talenten, die sie ausbilden können und ggf. an die finanziellen Topklubs verkaufen können.

Das ist die generelle Linie, die im Prinzip Hoeneß in seiner ‚Resozialisierungsphase‘ forciert hat. Das war vor Corona und als Zukunftsperspektive für Bayern angesichts der sich explosionsartig entwickelnden Tarnsfer- und Gehaltssummen gedacht, um einigermaßen wettbewerbsfähig zu bleiben.

Corona hat einiges geändert, vieles aber auch nur verschärft. Was dazu geführt hat, dass Bayern im Gegensatz zu früher auf Transfererlöse zur Finanzierung angewiesen sein werden bzw. es bereits sind.

In der Tat hat man in den letzten Jahren analog zu uns sehr viel in den Nachwuchsbereich investiert und auch diverse vielversprechende Talente geholt. Wieviele davon in die Profimannschaft hineinentwickelt werden können, bleibt genauso abzuwarten wie bei uns und anderen Clubs.

Von daher waren sie mMn nicht so stark an Ginter und Christensen interessiert, wobei sie auch solche Spieler im Kader benötigen. In diesem Jahr zeigt sich, dass der Bayernkader für die Dreifachbelastung schlicht zu klein ist.

Die Strategie, den Großteil,der finanziellen Ressourcen auf die ‚Erste Elf‘ zu konzentrieren, ist bei den hohen Belastungen für Spitzenteams immer ein Risiko. Aber Bayern ist damit immer gut gefahren. Nur wenn zusätzliche Ausfallrisiken hinzukommen wie jetzt in der Pandemie, dann wird es sehr eng. Zu eng, um international mithalten zu können. Zumal Vertragsverlängerungen von Spielern, die man halten will, immer kostspieliger werden. Was dann auch dazu führt, solche gehen lassen zu müssen.l

Mit Nianzou hatte man einen jungen Spieler für die IV verpflichtet; auch mit dem Gedanken, dass er nach einer Eingewöhnungsphase recht zügig bereits zumindest als Rotationsspieler in die Mannschaft hineinwachsen kann.Es ist aber selbst bei solchen Toptalenten nicht selbstverständlich, dass sie dann auch im Profibereich reüssieren. Ob er nun eine längere Phase der Spielpraxis benötigt oder sich am Ende als nicht passend herausstellen wird, weiß aktuell niemand. Und man streitet sich intern, wie man am bestens mit Nianzou verfährt. Bei Mai jedenfalls haben Leihen ganz offensichtlich nur bestätigt, dass es für die Bundesliga eher nicht reicht.

Die Bayern sind ja auch noch an Amsterdams Justin Timber dran. Die Bayern zeichneten sich ja zuletzt auch dadurch aus, dass sie Spieler weiterentwickeln konnten.

Das stimmt, nur ist es eben keine Selbstverständlichkeit. Davies und Musiala sind sicherlich positive Beispiele, Nianzou eher nicht. Und gerade in der IV benötigt man nun dringend einen zuverlässigen Spieler.

Man bedient sich jetzt offensichtlich bei Ajax; Timber ist ja nur einer von drei Spielern, die man im Fokus hat. Wobei ten Hag da immer noch dazwischenfunken kann.

Aber unter den gegebenen Umständen ist das wahrscheinlich der geeignetste Weg für Bayern.


Ich weiß nur nicht, wie sie ihn bezahlen sollen.

Das wissen die Bayern selbst nicht. Brazzo hat ein fixes Budget für Neuverpflichtungen inklusive Gehaltsanpassungen für Vertragsverlängerungen. Das scheint wohl hinten und vorne nicht auszureichen; da sind schon einige Spieler abgesprungen, die man verpflichten wollte. Jetzt ist eine Aufsichtsratssitzung anberaumt worden, in der dieses Budget nochmals auf die Tagesordnung kommen soll. Und in diesem Gremium sitzen die entscheidenden Personen, die dann auch für die Finanzierung sorgen können. Dass Bayern Kredite für Neuverpflichtungen aufnimmt, kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Da würde der Patron vom Tegernsee ausflippen. Wobei der auch nicht mehr so viel zu sagen hat.


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